Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Sitzprobe Hyundai Ioniq 5

166 views
Skip to first unread message

Frank Kemper

unread,
Aug 14, 2021, 4:25:31 PM8/14/21
to

Liebe Gemeinde, ich habe neulich einmal die Gelegenheit zu einer kurzen
Sitzprobe im Ioniq 5 genutzt. Für mich ist der Ioniq 5 das erste
koreanische Auto, das mir richtig gut gefällt. Nicht so nach dem Motto
"fast so gut wie ein Golf, wenn man den günstigen Kaufpreis bedenkt", nein,
ich finde den richtig schick, schicker als einen Tesla 3 oder einen VW
Id.3.

Wenn man vor dem Auto steht, dann wirkt es größer als auf den Bildern, was
meines Erachtens an den großen Rädern liegt (Serie 19'', gegen Aufpreis
21''). Mit 4,64 Meter Länge und über 1,60 Meter Höhe wirkt der Ioniq von
seinen Proportionen her wie ein Kompaktwagen, den man in alle Richtungen
vergrößert hat, also wohldimensioniert und -proportioniert. Auch der
Radstand mit 3 Metern ist üppig.

Beim Einsteigen sind mir zunächst die Türklinken aufgefallen, die man
entweder durch Druck auf das kurze Ende der Klinke rausschwenkt, oder sie
kommen elektrisch raus (höhere Ausstattungslinie). Mir würden normale
Zuggriffe wie bei Mercedes besser gefallen, aber damit kommt man sicher
klar.

Das Nächste, das mir aufgefallen ist, war der relativ hohe Innenboden, da
machen sich die Batterien unter dem Fahrzeugboden bemerkbar. Leute mit
körperlichen Beeinträchtigungen könnten Probleme mit dem Einsteigen haben.

Doch dann, wenn man drin sitzt, kommt die Überraschung, und zwar nicht,
weil das ein großes Auto ist, sondern weil das ein Koreaner ist: Man hat
richtig viel Platz. Ich bin zwei Meter groß und habe ein eigenes
Gravitationsfeld. Ich kann mich im Moment nicht an ein Auto erinnern,
hinter dessen Lenkrad ich besser gesessen hätte, außer dem alten Mercedes
W140 vielleicht. Als sie dieses Auto konstruiert haben, haben sie definitiv
nicht nur Koreaner probesitzen lassen.

Nicht nur der Fahrersitz, auch das Lenkrad haben einen großen
Verstellbereich. Sowohl bei meinem Toyota wie auch bei meinem Citroen davor
waren die Lenkräder verstellbar, aber nur in einem so kleinen Bereich, dass
man sich unwillkürlich fragt, warum sie die Verstellmimik überhaupt
eingebaut haben. Kleiner Wermutstropfen beim Hyundai: Der Fahrersitz ist
nur in den höheren Ausstattungslinien elektrisch verstellbar, für einen
elektrischen Beifahrersitz muss man noch ein Level höher bestellen. Die
Lenkradverstellung ist immer manuell. Memory gibt es leider nicht für Geld
und gute Worte.

Einen zwiespältigen Eindruck haben bei meiner kurzen Sitzprobe die
verwendeten Materialien gemacht. Der Wagen war in einem matten
Silbermetallic lackiert, das wirkte nicht besonders langlebig. Ansonsten
wirkte das Interieur eher zweckmäßig als detailverliebt. Der Ioniq 5 wirkt
ein iPhone, fasst sich aber nicht ganz so gut an. Die schicken
Matrixwürfel-Leuchtelemente sind keine eigenen LEDs, sondern nur Attrappen.
Ich muss allerdings sagen, dass ich noch nie in einem VW Id.3 gesessen
habe. Interessantes Detail beim Ioniq 5: Der Pralltopf des Lenkrades kommt
ohne fettes Markenlogo aus - angeblich würde das die Lounge-Atmosphäre im
Auto stören.

Ich fürchte, für meine Garage wäre der Ioniq 5 eine Nummer zu groß,
außerdem habe ich im Moment gerade die 35K nicht passend, die der kosten
würde (nach Förderung).

Aber insgesamt glaube ich, dass es Autos wie der Ioniq 5 sind, vor denen
sich VW warm anziehen muss, nicht der Tesla-Schrott.

Frank
--
The whole IT runs on Caffeine

olaf

unread,
Aug 15, 2021, 1:00:03 AM8/15/21
to
Frank Kemper <sampl...@googlemail.com> wrote:

>Aber insgesamt glaube ich, dass es Autos wie der Ioniq 5 sind, vor denen
>sich VW warm anziehen muss, nicht der Tesla-Schrott.

Ich hab letzerdings eine Stunde in einem niegelnagelneuen Golf8
verbracht. Ich kann mir nicht vorstellen das irgendjemand so einen
dummen VW-Murks kaufen wird. Grund ist das unterirdische absurde
Bedienkonzept ihres Klima, Navi, RAdio sonstwas Teil.

Olaf

Frank Kemper

unread,
Aug 15, 2021, 4:17:54 AM8/15/21
to
olaf <ol...@criseis.ruhr.de> wrote:

> Ich hab letzerdings eine Stunde in einem niegelnagelneuen Golf8
> verbracht. Ich kann mir nicht vorstellen das irgendjemand so einen
> dummen VW-Murks kaufen wird. Grund ist das unterirdische absurde
> Bedienkonzept ihres Klima, Navi, RAdio sonstwas Teil.

Sei versichert: Jeder neue Golf findet genügend Käufer. In der Diskussion
um neue Elektroautos sagen ja auch immer wieder viele selbst ernannte
Evangelisten, dass die Softwareausstattung eines neuen Autos das
entscheidende Kaufkriterium sei, alles andere drumherum sei "nur eine
Blechhülle". Das halte ich für vermessen. Womit ich nicht gesagt haben
will, dass der neue Golf 8 ein gutes Bedienkonzept hat - ich habe es
schlicht noch nicht ausprobiert. Das vom Ionic 5 allerdings auch nicht.
Beim Probesitzen waren noch nicht einmal die Displays an.

olaf

unread,
Aug 15, 2021, 9:45:04 AM8/15/21
to
Frank Kemper <sampl...@googlemail.com> wrote:

>Blechhülle". Das halte ich für vermessen. Womit ich nicht gesagt haben
>will, dass der neue Golf 8 ein gutes Bedienkonzept hat - ich habe es
>schlicht noch nicht ausprobiert. Das vom Ionic 5 allerdings auch nicht.

DAs solltes du mal. Die haben naemlich zum einen TouchLCD das die
uebliche verwirrte Boshaftigkeit von verschachtelten Untermenues
bietet die man auch von woanders her kennt und dann gibt es unter dem
Display zwei Streichelschieber mit dem du die Werte veraenderst.
Das ist schon beim Stand oder als Beifahrer nervig, als Fahrer
mit halber aufmerksamkeit auf der Strasse ganz schlecht.

Als Bonus gibt es dann eine Kartendarstellung im Navi die an Garmin
von 2010 erinnert und auch noch ruckelt. Und die eingebaute Frau zur
Strasseneingabe wirkte auch etwas schwerhoerig.

Olaf

ma...@invalid.invalid

unread,
Aug 18, 2021, 8:48:02 AM8/18/21
to
Frank Kemper <sampl...@googlemail.com> wrote:
>
> Doch dann, wenn man drin sitzt, kommt die Überraschung, und zwar nicht,
> weil das ein großes Auto ist, sondern weil das ein Koreaner ist: Man hat
> richtig viel Platz. Ich bin zwei Meter groß und habe ein eigenes
> Gravitationsfeld. Ich kann mich im Moment nicht an ein Auto erinnern,
> hinter dessen Lenkrad ich besser gesessen hätte, außer dem alten Mercedes
> W140 vielleicht. Als sie dieses Auto konstruiert haben, haben sie definitiv
> nicht nur Koreaner probesitzen lassen.

Hast Du Dich zufällig auch hinten reingesetzt, nachdem Du vorne sassest?
Will wissen: ist das ein grosses Auto für SWMBO und mich, oder für alle
fünf von uns?

> eingebaut haben. Kleiner Wermutstropfen beim Hyundai: Der Fahrersitz ist
> nur in den höheren Ausstattungslinien elektrisch verstellbar, für einen
> elektrischen Beifahrersitz muss man noch ein Level höher bestellen. Die
> Lenkradverstellung ist immer manuell. Memory gibt es leider nicht für Geld
> und gute Worte.

Für elektrische Sitze Geld auszugeben, ist mir noch nicht eingefallen. A
priori mache ich das Sitzeverstellen einmal pro Fahrt, da ist's mir
egal.

> Ich fürchte, für meine Garage wäre der Ioniq 5 eine Nummer zu groß,
> außerdem habe ich im Moment gerade die 35K nicht passend, die der kosten
> würde (nach Förderung).

Sehr kleine Garage :)

> Aber insgesamt glaube ich, dass es Autos wie der Ioniq 5 sind, vor denen
> sich VW warm anziehen muss, nicht der Tesla-Schrott.

Ich habe den Ioniq auf meiner Liste (und den Tesla Y, und den id4),
falls ich mal ein Auto kaufen wollte. Ich hab' den Ioniq noch nicht
gesehen, so ganz sicher bin ich nicht, ob er mir gefällt. Mal kucken :)

cu
.\\arc

Frank Kemper

unread,
Aug 18, 2021, 12:30:16 PM8/18/21
to
<ma...@invalid.invalid> wrote:

> Hast Du Dich zufällig auch hinten reingesetzt, nachdem Du vorne sassest?
> Will wissen: ist das ein grosses Auto für SWMBO und mich, oder für alle
> fünf von uns?

Ich habe nicht hinten drin gesessen, aber das scheint wirklich ein großes
Auto zu sein. In einem Video sah ich, dass der Kofferraum 500 Liter hat,
und die Rücksitzbank ist verschiebbar.

> Für elektrische Sitze Geld auszugeben, ist mir noch nicht eingefallen. A
> priori mache ich das Sitzeverstellen einmal pro Fahrt, da ist's mir
> egal.

Meine Frau und ich sind beide sehr ungleich groß, da ist das Verschieben
inklusive Höheneinstellung immer etwas lästig. Da würde mir ein
elektrischer Helfer gut gefallen. Meine Frau verstellt auch gern mal
während der Fahrt die Sitzlehne, das ist elektrisch auch schöner. Gute,
leider recht teure Funktion bei dem Auto: Man kann gegen Aufpreis eine Art
"Lounge-Paket" ordern, mit dem sich die Vordersitze zu Schlafsesseln
verstellen lassen. So kann man dann Ladepausen unterwegs für ein Nickerchen
nutzen.

> Sehr kleine Garage :)

In der noch mein Motorrad passen muss.

> Ich hab' den Ioniq noch nicht
> gesehen, so ganz sicher bin ich nicht, ob er mir gefällt. Mal kucken :)

Wie gesagt, das ist natürlich totale Geschmackssache, aber allein von außen
gefällt mir das Auto richtig gut. Ich finde auch den neuen Opel Mokka
optisch ansprechend - während ich den Tesla 3 und den VW Id.3 nicht so
schön finde.

Jochen Kremer

unread,
Aug 18, 2021, 12:49:30 PM8/18/21
to
Am 14.08.21 um 22:25 schrieb Frank Kemper:
> ...
> Aber insgesamt glaube ich, dass es Autos wie der Ioniq 5 sind, vor denen
> sich VW warm anziehen muss, nicht der Tesla-Schrott.

Ja, ungefähr so. 8-)
Aber statt des Ioniq5 würde ich eher zum Schwestermodell Kia EV6
tendieren, der ebenfalls interessante (technische) Details aufweist.

Schöne Grüße
Jochen

Marc Haber

unread,
Aug 19, 2021, 3:24:25 AM8/19/21
to
ma...@invalid.invalid wrote:
>Frank Kemper <sampl...@googlemail.com> wrote:
>> eingebaut haben. Kleiner Wermutstropfen beim Hyundai: Der Fahrersitz ist
>> nur in den höheren Ausstattungslinien elektrisch verstellbar, für einen
>> elektrischen Beifahrersitz muss man noch ein Level höher bestellen. Die
>> Lenkradverstellung ist immer manuell. Memory gibt es leider nicht für Geld
>> und gute Worte.
>
>Für elektrische Sitze Geld auszugeben, ist mir noch nicht eingefallen. A
>priori mache ich das Sitzeverstellen einmal pro Fahrt, da ist's mir
>egal.

Zusammen mit einer beim Entriegeln mit der Fernbedienung ausgelösten
Memoryfunktion könnte ich mir das sehr praktisch vorstellen, wenn man
sich ein Auto teilt. Ich sitze am Anschlag hinten, brauche aber - auch
abhängig davon ob ich z.b. die dicke Winterjacke anhabe - immer zwei,
drei Anläufe um die richtige Neigung der Rückenlehne zu finden.
Besonders ärgerlich ist, dass die im Mini nicht so richtig einrastet
sondern irgendwann dann mal halt mit einem lauten "klack" in eine
andere Stellung fällt (und dann fest ist).

Meine Frau sitzt einige Rasten weiter vorne und flucht immer wenn ich
vorher das Auto gefahren hatte. Bei kürzeren Strecken verzichte ich
schon auf das bequeme Sitzen um ihr den Sitz nicht zu verstellen.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " |
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

HC Ahlmann

unread,
Aug 19, 2021, 8:02:24 AM8/19/21
to
Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:

> ma...@invalid.invalid wrote:
> >Frank Kemper <sampl...@googlemail.com> wrote:
> >> eingebaut haben. Kleiner Wermutstropfen beim Hyundai: Der Fahrersitz ist
> >> nur in den höheren Ausstattungslinien elektrisch verstellbar, für einen
> >> elektrischen Beifahrersitz muss man noch ein Level höher bestellen. Die
> >> Lenkradverstellung ist immer manuell. Memory gibt es leider nicht für Geld
> >> und gute Worte.
> >
> >Für elektrische Sitze Geld auszugeben, ist mir noch nicht eingefallen. A
> >priori mache ich das Sitzeverstellen einmal pro Fahrt, da ist's mir
> >egal.
>
> Zusammen mit einer beim Entriegeln mit der Fernbedienung ausgelösten
> Memoryfunktion könnte ich mir das sehr praktisch vorstellen, wenn man
> sich ein Auto teilt. Ich sitze am Anschlag hinten, brauche aber - auch
> abhängig davon ob ich z.b. die dicke Winterjacke anhabe - immer zwei,
> drei Anläufe um die richtige Neigung der Rückenlehne zu finden.

Ich habe mir die dicke Winterjacke im Auto abgewöhnt, weil sie zu sehr
aufträgt und Bewegung von Halsund Armen einschränkt. Die kurze Zeit, bis
die Heizung wirkt oder eine Kurzstrecke gefahren ist, reicht auch der im
Winter gewöhnliche Pullover.

> Besonders ärgerlich ist, dass die im Mini nicht so richtig einrastet
> sondern irgendwann dann mal halt mit einem lauten "klack" in eine
> andere Stellung fällt (und dann fest ist).
>
> Meine Frau sitzt einige Rasten weiter vorne und flucht immer wenn ich
> vorher das Auto gefahren hatte. Bei kürzeren Strecken verzichte ich
> schon auf das bequeme Sitzen um ihr den Sitz nicht zu verstellen.

Eigentlich fluchen die längeren Menschen über die kürzeren, weil sie
sich schwerlich zwischen Lehne un Lenkrad klemmen können. Ich hatte
einen Taxikollegen, lang wie ein Baum, der schob bei Schichtende den
Fahrersitz nach ganz hinten, weil da jeder einsteigen kann. Er musste
immer erst nach der Längenverstellung tasten und den Sitz verschieben,
bevor er einsteigen konnte.
--
Munterbleiben
HC

Frank Kemper

unread,
Aug 19, 2021, 12:14:51 PM8/19/21
to
HC Ahlmann <hc.ah...@gmx.de> wrote:

> Eigentlich fluchen die längeren Menschen über die kürzeren, weil sie
> sich schwerlich zwischen Lehne un Lenkrad klemmen können. Ich hatte
> einen Taxikollegen, lang wie ein Baum, der schob bei Schichtende den
> Fahrersitz nach ganz hinten, weil da jeder einsteigen kann. Er musste
> immer erst nach der Längenverstellung tasten und den Sitz verschieben,
> bevor er einsteigen konnte.

Meine Frau ist so viel kleiner als ich, dass ich auch nicht ins Auto käme,
wenn sie nicht immer den Sitz nach hinten schieben würde, bevor sie
aussteigt. Aber die Höhenverstellung muss ich dann immer noch machen.

Meines Wissens gibt es Autos mit Memorysitz, der beim Abschalten der
Zündung automatisch ganz nach hinten fährt, so kann man komfortabel ein-
und aussteigen. Beim Start fährt er dann in die Memory-Position.

olaf

unread,
Aug 19, 2021, 3:30:04 PM8/19/21
to
Frank Kemper <sampl...@googlemail.com> wrote:

>Meines Wissens gibt es Autos mit Memorysitz, der beim Abschalten der
>Zündung automatisch ganz nach hinten fährt, so kann man komfortabel ein-
>und aussteigen. Beim Start fährt er dann in die Memory-Position.

DAs macht wohl jeder Hersteller wie er bock hat. Bei meinem BMW ist
es meines Wissens so das er mit erkennen des Zuendschluessels alles
in die gespeicherte Position faehrt.
Ich glaube bei Alfa oder Lancia war es so das er links am Fahrersitz
vier Knoepfe fuer Fahrer 1-4 hatte.


Olaf



Ralf Koenig

unread,
Aug 21, 2021, 7:43:32 AM8/21/21
to
Am 14.08.2021 um 22:25 schrieb Frank Kemper:
>
> Aber insgesamt glaube ich, dass es Autos wie der Ioniq 5 sind, vor denen
> sich VW warm anziehen muss, nicht der Tesla-Schrott.

Der "Tesla-Schrott" hat (aktuell) allerdings durchaus mehr Kapital im
Rücken (Kapitalisierung). Und keine "Altlasten" (Motorenwerke,
Getriebewerke, Personal aus der Verbrenner-Entwicklung, langjährige
Lieferverträge aus der Verbrennerentwicklung).

Zusätzlich verteilt sich das Entwicklungsbudget bei Tesla nicht so
stark, wo bei Hyundai schon ICE, HEV, PHEV, BEV und FCEV mit passenden
Konzepten bedient werden wollen.

Model Y hat insgesamt bessere Aussichten auf hohe Absatzzahlen als der
ioniq 5, auch wenn ich den auch in einigen Punkten (z.B.
Bordnetzspannung) für interessanter halte.

Ich kann mir aber vorstellen, auch ein Model Y kann (und wird bald) auf
um 700V DC konstruiert werden.

Model Y: 4 Werke international: Fremont, Shanghai, bald noch:
Berlin/Grünheide, Austin.

ioniq 5: erstmal nur 1 Werk: Ulsan.
Eine Fertigung in den USA bei Hyundai Alabama ist angedacht.

Bei Hyundai sieht es allerdings derzeit noch deutlich besser aus beim
Vertriebsnetz.

Dafür ging Tesla in die Lieferketten rein. Mal schauen, was die Zeit
bringen wird.

Grüße,
Ralf

Michael Landenberger

unread,
Aug 21, 2021, 1:47:37 PM8/21/21
to
"Ralf Koenig" schrieb am 21.08.2021 um 13:43:34:

> Der "Tesla-Schrott" hat (aktuell) allerdings durchaus mehr Kapital im
> Rücken (Kapitalisierung).

Du hast da was missverstanden. Tesla hat nur so viel Kapital im Rücken, wie
seine Aktien _bei_der_Ausgabe_ wert waren. Das ist ein Bruchteil von dem, was
sie jetzt wert sind. Vom jetzigen Wert wiederum profitiert Tesla allenfalls
dann, wenn sie neue Aktien ausgeben (was aber den Kurs erstmal drücken dürfte)
oder noch selbst eigene Aktien besitzen und die verkaufen.

> Und keine "Altlasten" (Motorenwerke,
> Getriebewerke, Personal aus der Verbrenner-Entwicklung, langjährige
> Lieferverträge aus der Verbrennerentwicklung).

Dafür hat Tesla aber auch keine Einnahmen aus dem Verkauf von Verbrennern. Ok,
der wird mittelfristig zurückgehen, aber derzeit ist er noch ein Goldesel für
die etablierten Autohersteller.

Was Tesla im Gegensatz zu etablierten Herstellern auch nicht hat, ist
jahrzehntelange Erfahrung im Automobilbau. Die ist auch bei der Entwicklung
und beim Bau von Elektroautos nützlich.

> Model Y hat insgesamt bessere Aussichten auf hohe Absatzzahlen als der
> ioniq 5,

Dazu müsste die Qualität aber deutlich über der bisheriger Tesla-Modelle
liegen. Vielleicht ist das ja so, wenn die Dinger mal in Grünheide gebaut
werden, aber derzeit kann Tesla qualitativ mit den wenigsten etablierten
Autoherstellern mithalten. Und ich fürchte auch, dass für
Qualitätssteigerungen bei Tesla nicht nur sorgfältigeres Arbeiten in der
Fertigung nötig ist, sondern auch ein Redesign mancher Komponenten.
Beispielsweise gibt es an Tesla-Fahrzeugen Teile aus unterschiedlichen
Metallen (z. B. Stahl/Alu), die direkt auf Stoß montiert sind und bei denen
dann der Stoß einfach überlackiert wird. Wegen der unterschiedlichen
Wärmeausdehnung der beteiligten Metalle platzt dann an diesen Stellen
irgendwann der Lack ab. Da hilft alle Sorgfalt bei der Fertigung nichts, da
muss die Konstruktion an dieser Stelle geändert werden.

Abgesehen davon konkurriert das Model Y nicht nur mit dem ioniq5, sondern auch
noch mit ähnlichen Fahrzeugen anderer Hersteller. Überflügelt man nur den
ioniq5 bei den Absatzzahlen, heißt das noch lange nicht, dass man es dann
geschafft hat.

Gruß

Michael

Ralf Koenig

unread,
Aug 21, 2021, 4:46:29 PM8/21/21
to
Am 21.08.2021 um 19:47 schrieb Michael Landenberger:
> "Ralf Koenig" schrieb am 21.08.2021 um 13:43:34:
>
>> Der "Tesla-Schrott" hat (aktuell) allerdings durchaus mehr Kapital im
>> Rücken (Kapitalisierung).
>
> Du hast da was missverstanden.

Danke für den Hinweis, das habe ich wirklich nicht bedacht.

> Tesla hat nur so viel Kapital im Rücken, wie
> seine Aktien _bei_der_Ausgabe_ wert waren. Das ist ein Bruchteil von dem, was
> sie jetzt wert sind. Vom jetzigen Wert wiederum profitiert Tesla allenfalls
> dann, wenn sie neue Aktien ausgeben (was aber den Kurs erstmal drücken dürfte)

Kapitalerhöhungen hat es immer mal gegeben, z.B. in 2020:

13.02.2020 - 2 Mrd USD
04.09.2020 - 5 Mrd USD
Dez 2020 - 5 Mrd USD

> oder noch selbst eigene Aktien besitzen und die verkaufen.

Gab es auch immer mal wieder, meine ich.
Und was leihen am Kapitalmarkt können sie ja auch noch.

>> Und keine "Altlasten" (Motorenwerke,
>> Getriebewerke, Personal aus der Verbrenner-Entwicklung, langjährige
>> Lieferverträge aus der Verbrennerentwicklung).
>
> Dafür hat Tesla aber auch keine Einnahmen aus dem Verkauf von Verbrennern.

Jepp, stimmt.

> Ok,
> der wird mittelfristig zurückgehen, aber derzeit ist er noch ein Goldesel für
> die etablierten Autohersteller.

Ich bin mir da nicht ganz so sicher. Vor allem verstehe ich aber nicht
die hohen staatlichen Zuschüsse (z.B. Kurzarbeitergeld) und dann die
Milliarden-Gewinne der Auto-Unternehmen. Das passt aus meiner Sicht
nicht zusammen.

> Was Tesla im Gegensatz zu etablierten Herstellern auch nicht hat, ist
> jahrzehntelange Erfahrung im Automobilbau. Die ist auch bei der Entwicklung
> und beim Bau von Elektroautos nützlich.

Ohne Zweifel.

Tesla kann dafür etwas konsequenter einiges auch mal neu denken, ohne
gleich Drölfzig Gleichteile-Beziehungen im Blick zu behalten.

>> Model Y hat insgesamt bessere Aussichten auf hohe Absatzzahlen als der
>> ioniq 5,
>
> Dazu müsste die Qualität aber deutlich über der bisheriger Tesla-Modelle
> liegen.

Muss es das wirklich?

> Vielleicht ist das ja so, wenn die Dinger mal in Grünheide gebaut
> werden, aber derzeit kann Tesla qualitativ mit den wenigsten etablierten
> Autoherstellern mithalten.

Das Werk in Shanghai liefert recht gute Qualität. Und Fremont für Model
3 wurde auch besser.

Die beiden neuen Werke in Berlin und Austin werden hingegen erstmal
wieder ne gewisse Lernkurve haben, vermute ich. Aber den dritten und
vierten Factory Launch kann Tesla ggf. auch schon mit bisschen mehr
Routine machen, als den ersten.

> Und ich fürchte auch, dass für
> Qualitätssteigerungen bei Tesla nicht nur sorgfältigeres Arbeiten in der
> Fertigung nötig ist, sondern auch ein Redesign mancher Komponenten.
> Beispielsweise gibt es an Tesla-Fahrzeugen Teile aus unterschiedlichen
> Metallen (z. B. Stahl/Alu), die direkt auf Stoß montiert sind und bei denen
> dann der Stoß einfach überlackiert wird. Wegen der unterschiedlichen
> Wärmeausdehnung der beteiligten Metalle platzt dann an diesen Stellen
> irgendwann der Lack ab. Da hilft alle Sorgfalt bei der Fertigung nichts, da
> muss die Konstruktion an dieser Stelle geändert werden.

Muss es das?

Der W203 blühte über Jahre. Aber man merkte es ja erst Jahre später.

> Abgesehen davon konkurriert das Model Y nicht nur mit dem ioniq5, sondern auch
> noch mit ähnlichen Fahrzeugen anderer Hersteller. Überflügelt man nur den
> ioniq5 bei den Absatzzahlen, heißt das noch lange nicht, dass man es dann
> geschafft hat.

Ziel: in 2022/2023 soll Model Y das meistverkaufte Fahrzeug-Modell der
Welt werden. Über alle Fahrzeugarten und Antriebsarten.
Mal schauen.

Mehr als Golf. Mehr als Tiguan. Mehr als Corolla. Mehr als F-150.

https://teslamag.de/news/tesla-model-y-meistverkauftes-auto-aller-klassen-model-3-vorn-36350

Klar, die Konkurrenz verteilt alles recht kleinteilig auf viele Marken
und Modelle (auf paar gemeinsamen Plattformen) und Tesla hält das mit
S-3-X-Y bisher recht übersichtlich. Aber das wäre schon ne neue Hausnummer.

2022 soll es das werden nach Umsatz. (das Model Y ist ja recht teuer,
da reichen auch ein paar weniger Stück)
2023 dann auch nach Stückzahl. (mehr als 1.5 Mio Corolla/Jahr)

Kann natürlich erstmal eine große Ankündigungs-Prahlerei im Rahmen eines
Earnings Call sein, die damit rechnet, dass die Werke schnell auf
Kammlinie kommen und dass die Kunden in der großen Stückzahl und zu den
Preisen wirklich die Autos haben wollen. Aber ganz unterschätzen sollte
man das nicht.

Grüße,
Ralf

Martin K.

unread,
Aug 21, 2021, 6:19:26 PM8/21/21
to
Ralf Koenig schrieb am Samstag, 21. August 2021 um 22:46:29 UTC+2:
>
> Vor allem verstehe ich aber nicht
> die hohen staatlichen Zuschüsse (z.B. Kurzarbeitergeld) und dann die
> Milliarden-Gewinne der Auto-Unternehmen. Das passt aus meiner Sicht
> nicht zusammen.

Kurzarbeitergeld ist kein staatlicher Zuschuss, sondern eine Leistung
der Arbeitslosenversicherung. Deren Versicherungsbeiträge zahlen
Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Das ist vollkommen unabhängig von etwaigen Unternehmensgewinnen.

Michael Landenberger

unread,
Aug 22, 2021, 3:17:36 AM8/22/21
to
"Ralf Koenig" schrieb am 21.08.2021 um 22:46:31:

> Ziel: in 2022/2023 soll Model Y das meistverkaufte Fahrzeug-Modell der Welt
> werden. Über alle Fahrzeugarten und Antriebsarten.
> Mal schauen.
>
> Mehr als Golf. Mehr als Tiguan. Mehr als Corolla. Mehr als F-150.

Musk'sches Wunschdenken. Eher landet er auf dem Mars als dass er das weltweit
meistverkaufte Auto baut.

Der Mann soll einfach mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkommen.
Erfolge, die nur darauf basieren, dass Tesla kaum Konkurrenz hatte, lassen
sich spätestens dann nicht mehr unendlich fortsetzen, wenn es diese Konkurrenz
gibt und diese obendrein immer stärker wird.

Wobei ich es gar nicht mal für ausgeschlossen halte, dass sich das Model Y
eines Tages besser verkauft als Tiguan, Corolla und F-150. Das liegt dann aber
nicht daran, dass so viele Model Y verkauft werden, sondern daran, dass die
Verkaufszahlen bei Tiguans, Corollas und F-150 immer weiter zurückgehen. Dafür
werden dann die elektrischen Nachfolger dieser Autos immer absatzstärker und
das Model Y ist dann halt unter denen ein Auto von vielen.

Gruß

Michael

Rupert Haselbeck

unread,
Aug 22, 2021, 4:22:48 AM8/22/21
to
Ralf Koenig schrieb:
> Michael Landenberger:
>> "Ralf Koenig" schrieb:
> Ich bin mir da nicht ganz so sicher. Vor allem verstehe ich aber nicht
> die hohen staatlichen Zuschüsse (z.B. Kurzarbeitergeld) und dann die
> Milliarden-Gewinne der Auto-Unternehmen. Das passt aus meiner Sicht
> nicht zusammen.

Kurzarbeitergeld wird von Arbeitgebern und Arbeitnehmern selber
finanziert. Das ist keine staatliche Leistung

>>> Model Y hat insgesamt bessere Aussichten auf hohe Absatzzahlen als der
>>> ioniq 5,

Das ist wohl eher eine Wunschvorstellung des Herrn Musk. Tatsächliche
Argumente dafür werden sich kaum finden lassen

>> Dazu müsste die Qualität aber deutlich über der bisheriger Tesla-Modelle
>> liegen.
>
> Muss es das wirklich?

Auf jeden Fall. Es sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben, dass
die Fertigungsqualität von Tesla deutlich unter dem liegt, was ansonsten
selbst halb so teure Fahrzeuge zu bieten haben

>> Vielleicht ist das ja so, wenn die Dinger mal in Grünheide gebaut
>> werden, aber derzeit kann Tesla qualitativ mit den wenigsten etablierten
>> Autoherstellern mithalten.
>
> Das Werk in Shanghai liefert recht gute Qualität. Und Fremont für Model
> 3 wurde auch besser.

"Besser" ist ein ziemlich relativer Begriff...

> Die beiden neuen Werke in Berlin und Austin werden hingegen erstmal
> wieder ne gewisse Lernkurve haben, vermute ich. Aber den dritten und
> vierten Factory Launch kann Tesla ggf. auch schon mit bisschen mehr
> Routine machen, als den ersten.

Für das Werk in Brandenburg gibt es bisher noch nichtmal eine
bestandskräftige Baugenehmigung. Eine Betriebsgenehmigung liegt in
weiter Ferne

>> Und ich fürchte auch, dass für
>> Qualitätssteigerungen bei Tesla nicht nur sorgfältigeres Arbeiten in der
>> Fertigung nötig ist, sondern auch ein Redesign mancher Komponenten.
>> Beispielsweise gibt es an Tesla-Fahrzeugen Teile aus unterschiedlichen
>> Metallen (z. B. Stahl/Alu), die direkt auf Stoß montiert sind und bei
>> denen
>> dann der Stoß einfach überlackiert wird. Wegen der unterschiedlichen
>> Wärmeausdehnung der beteiligten Metalle platzt dann an diesen Stellen
>> irgendwann der Lack ab. Da hilft alle Sorgfalt bei der Fertigung
>> nichts, da muss die Konstruktion an dieser Stelle geändert werden.
>
> Muss es das?

Wenn man mit den etablierten Herstellern, egal ob aus Deutschland oder
aus Fernost in einer Liga spielen will, dann auf jeden Fall

> Der W203 blühte über Jahre. Aber man merkte es ja erst Jahre später.

Ja, richtig. Das war mal was. Aber warum sollte das eine Entschuldigung
sein? Es ist allenfalls ein Argument, dass derartiges zu vermeiden
Pflicht ist. Derartige Fertigungsqualität dürfte wohl kaum noch
toleriert werden, gar von einem Hersteller, der sich so arg gern ein
grünes Mäntelchen umhängen mag.

>> Abgesehen davon konkurriert das Model Y nicht nur mit dem ioniq5,
>> sondern auch
>> noch mit ähnlichen Fahrzeugen anderer Hersteller. Überflügelt man nur den
>> ioniq5 bei den Absatzzahlen, heißt das noch lange nicht, dass man es dann
>> geschafft hat.
>
> Ziel: in 2022/2023 soll Model Y das meistverkaufte Fahrzeug-Modell der
> Welt werden. Über alle Fahrzeugarten und Antriebsarten.
> Mal schauen.
>
> Mehr als Golf. Mehr als Tiguan. Mehr als Corolla. Mehr als F-150.
>
> https://teslamag.de/news/tesla-model-y-meistverkauftes-auto-aller-klassen-model-3-vorn-36350

Ja. Die Hirngespinste des Herrn Musk...
War da nicht mal was mit dem Fertigungsanlauf in Grünheide im Herbst 2020?

> Klar, die Konkurrenz verteilt alles recht kleinteilig auf viele Marken
> und Modelle (auf paar gemeinsamen Plattformen) und Tesla hält das mit
> S-3-X-Y bisher recht übersichtlich. Aber das wäre schon ne neue Hausnummer.
>
> 2022 soll es das werden nach Umsatz.  (das Model Y ist ja recht teuer,
> da reichen auch ein paar weniger Stück)
> 2023 dann auch nach Stückzahl. (mehr als 1.5 Mio Corolla/Jahr)
>
> Kann natürlich erstmal eine große Ankündigungs-Prahlerei im Rahmen eines
> Earnings Call sein, die damit rechnet, dass die Werke schnell auf
> Kammlinie kommen und dass die Kunden in der großen Stückzahl und zu den
> Preisen wirklich die Autos haben wollen. Aber ganz unterschätzen sollte
> man das nicht.

Man muß nun wirklich nicht groß darüber sinnieren, in welche Kategorie
solche völlig realitätsferne Äußerungen einzuordnen sind.
Bisher tut Tesla ja durchaus gut daran, die Produktion nicht weiter
hochzufahren, nachdem jedes produzierte Fahrzeug noch immer einen
negativen Erlösbeitrag erbringt. Und ewig wird das mit den Erlösen aus
dem Verkauf von CO2-Zertifikaten ja auch nicht gut gehen. Bis dahin
sollte dann eben ein Produkt verfügbar sein, das technisch, preislich
aber vor allem auch qualitativ konkurrenzfähig ist.
Wenn man weiterhin nur mit eher kritiklosen Fanboys als Käufer rechnen
kann, dann wars das wohl mit Tesla und der Herr Musk hat wieder mehr
Zeit, sich um seine Marsreisen zu kümmern. Da werden dann auch die
gewohnten Aktienmanipulationen nichts mehr retten können und einige
"Investoren" ziemlich dumm aus der Wäsche sehen :->

MfG
Rupert

Frank Kemper

unread,
Aug 22, 2021, 3:52:16 PM8/22/21
to
Michael Landenberger <spamwird...@web.de> wrote:

> Dazu müsste die Qualität aber deutlich über der bisheriger Tesla-Modelle
> liegen. Vielleicht ist das ja so, wenn die Dinger mal in Grünheide gebaut
> werden, aber derzeit kann Tesla qualitativ mit den wenigsten etablierten
> Autoherstellern mithalten.

Natürlich werden Tesla-Fanbunnies das alles für Hater-Propaganda halten,
aber das schrieb ams in einem Vergleichstest von E-Crossovern vom Frühjahr
2021, an dem auch ein Tesla Y mitgemacht hat:

---------------
Da Tesla uns keinen Y für einen Test zur Verfügung stellen konnte, haben
wir uns dieses US-Modell bei einem freien Testwagenanbieter gemietet. Und
wie es so dasteht, clean-modern, windschnittig, macht es schon Eindruck.
Dazu setzt der Tesla die Vorteile des E-Auto-Antriebslayouts in
bemerkenswerte Raumeffizienz um, schafft – bei der größten Außenlänge
allerdings – das üppigste Platzangebot für Passagiere und Gepäck. Dazu
lässt sich der große, ebene Kofferraum optional mit zwei zusätzlichen
Klappsitzen möblieren. Wobei es dort wohl gelingt, noch unbequemer zu
sitzen als auf der platten, harten, dünn gepolsterten Rückbank.

Wirklich besser sind auch die Vordersitze nicht, was nicht nur daran liegt,
dass die elektrische Verstellung beschloss, den Fahrersitz nicht mehr
verstellen zu wollen. Das war nur einer von vielen Verarbeitungsmängeln am
Model Y: Klappen schlossen nicht, Verkleidungen waren schief eingepasst,
und das ganze Auto klapperte und rappelte auf schlechten Straßen so
erbärmlich, dass wir nach jeder Fahrt einmal drumrum liefen, in der
Erwartung, es habe unterwegs entbehrliche Teile von sich geworfen.

Dass solche Mängel nicht darauf gründen, dass wir keinen offiziellen
Testwagen hatten, bestätigen die Erfahrungen von Besitzern. All jene, die
den traditionellen Herstellern vorwerfen, sich ein Auto wie das Model Y
nicht zu trauen, haben recht. Das würde kein Käufer einem Mercedes, Volvo,
Jaguar, Ford oder BMW durchgehen lassen. Das Qualitätsstadium, in dem Tesla
die Produktion startet, verstünden die anderen bestenfalls als den
passenden Zeitpunkt, Richtfest für einen Rohbau zu feiern, den es nun mit
Dach, Fenster, Fassade und Innenausbau bewohnbar zu machen gilt.

Ähnliches lässt sich zur Bedienung sagen, die komplett über den
Zentralmonitor läuft. Das sieht spektakulär modern aus, aber der praktische
Umgang zeigt, dass es vor allem spektakulär schlecht funktioniert: für die
Außenspiegel-Verstellung erst ein Menü ertasten, um dann die Spiegel über
die Lenkradtasten einzustellen? Licht, Wischer und Klima per Touchscreen
aktivieren, möchte man nicht nur die eher eigensinnigen Automatik-Modi
nutzen? Warum nur? Dazu sind die Tastflächen klein und in teils tief
verwinkelte Menüs einsortiert. Und wenn der Monitor so groß ist, warum
zeigt er dann Geschwindigkeit und Reichweite nur so klein an?

Keine Fragen bleiben dagegen, wenn es mit dem Y vorangeht. Denn das –
Freunde der katapultigen Beschleunigung – versetzt euch noch immer in
Aufruhr. In 4,3 s stanzt der zweimotorig (asynchron vorn, synchron hinten)
allradgetriebene Tesla aus dem Stand auf 100 km/h und immer weiter – wobei
das Flattern der Motorhaube als Anzeichen gilt, es doch vor den 241 km/h
Höchstgeschwindigkeit gut sein zu lassen.

Ähnlich sensationell: Trotz der besten Fahrleistungen ist der Y mit 26
kWh/100 km im Testschnitt hier der Sparsamste. Auf der Eco-Runde liegt er
als Einziger unter der 20- kWh-Marke. So erzielt er Reichweiten von 307
(nach Testverbrauch) bis 426 km (Eco-Verbrauch).

Bei Effizienz, Tempo und der Dramaturgie der Inszenierung ist Tesla
unübertroffen. Doch die beim Model 3 erzielten Fortschritte bei Fahrwerk,
Handling und Komfort bleiben beim Y aus, obwohl er zwei Drittel der
Komponenten des 3 übernimmt. Denn das Set-up des SUV ist von einer solchen
Härte, dass es gar die Straffheit des Mustang weit übertrifft. Selbst über
kleinste Unebenheiten rempelt der Y unbeholfen, größere krachen direkt
durch und erschüttern das Gebälk der Karosserie. Einzig mit langen Wellen
kommt der Tesla einigermaßen zurecht, doch um uns an ein ähnlich miserables
Federungsvermögen zu erinnern, müssen wir schon Ausflüge mit Morgan 4/4
oder Caterham Seven 275 beschwören.

Das Model Y ist so unsinnig hart, dass sich das ständige Hoppeln und
Schlagen in der Lenkung auf die Fahrsicherheit auswirken. Der Tesla fährt
schlecht geradeaus, und da die Lenkung viel zu giftig anspricht, ohne viel
Rückmeldung zu bieten, lässt sich der SUV nie entspannt führen. Nur auf
wirklich guter Fahrbahn – wie bei den Fahrdynamiktests auf der Messstrecke
von Lahr – bringt er die spitze Lenkung und das bolzige Fahrwerk zu einem
vergnüglich-fixen Handling zusammen. Auf normalen Landstraßen oder
querverfugten Autobahnen steigert das Set-up nur Unruhe und
Unbequemlichkeit.
----------------------------------------

Ich sag's ja: Tesla-Schrott.

Das ist übrigens auch der Unterschied zwischen Apple und Steve Jobs und
Tesla und Elon Musk. Man mag von Apple halten, was man will, aber es sind
immer perfekt verarbeitete Hand- und Augenschmeichler.

olaf

unread,
Aug 23, 2021, 6:15:03 AM8/23/21
to
Frank Kemper <sampl...@googlemail.com> wrote:

>Keine Fragen bleiben dagegen, wenn es mit dem Y vorangeht. Denn das ???
>Freunde der katapultigen Beschleunigung ??? versetzt euch noch immer in
>Aufruhr. In 4,3 s stanzt der zweimotorig (asynchron vorn, synchron hinten)

Warum heben die Leute eigentlich immer nur auf sowas banales ab? Sind
die alle noch nie Motorrad gefahren? Alles ueber 4s ist doch lahm.
Selbst meine alte RX von 89 konnte das in 3.5s.

Olaf

Ralf Koenig

unread,
Aug 23, 2021, 7:43:18 AM8/23/21
to
Am 22.08.2021 um 00:19 schrieb Martin K.:
> Ralf Koenig schrieb am Samstag, 21. August 2021 um 22:46:29 UTC+2:
>>
>> Vor allem verstehe ich aber nicht
>> die hohen staatlichen Zuschüsse (z.B. Kurzarbeitergeld) und dann die
>> Milliarden-Gewinne der Auto-Unternehmen. Das passt aus meiner Sicht
>> nicht zusammen.
>
> Kurzarbeitergeld ist kein staatlicher Zuschuss, sondern eine Leistung
> der Arbeitslosenversicherung. Deren Versicherungsbeiträge zahlen
> Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Die Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen Versicherungsbeiträge - ja.

Aber das reichte in 2020 bei weitem nicht aus. Und das ist doch der
Knackpunkt. Ihr müsst doch mal auf die konkreten Zahlen schauen! Und
nicht nur so qualitative Sachen bringen.

Also wurden vom Staat riesige neue Schulden aufgenommen. Und natürlich
ist das ein staatlicher Zuschuss.

Und noch dazu: der Bezug von Kurzarbeiter-Geld wurde dabei noch
drastisch vereinfacht.
Und es wird jetzt länger gezahlt, es wird höher gezahlt.
Die Hinzuverdienstmöglichkeiten wurden erweitert.

Obwohl also die AV-Kasse (auch alles angesparte der letzten Jahre)
längst leer war, hat man noch mit größeren Händen das Geld rausgehauen.

Wer eine Bilanz lesen kann:

H1/2020
----------
26 Mrd Ausgaben
16 Mrd Einnahmen
https://www.arbeitsagentur.de/datei/halbjahresbericht-2020_ba146917.pdf

Sind 10 Mrd EUR Defizit in der AV, also ein enormer Zuschuss aus anderen
Mitteln allein im H1 2020.

In ganz 2020:
---------------
http://docplayer.org/211736526-Finanzentwicklung-in-der-arbeitslosenversicherung.html

26 Mrd EUR Defizit

Mal Zitat aus dem Bericht:
---------------------------------------------------------------------
Rekorddefizit in Folge der Corona-Pandemie

Ursprünglich sah der Haushaltsplan der Bundesagentur für Arbeit (BA) für
2020 ein moderates Defizit in Höhe von rund 1,3 Milliarden Euro vor. In
Folge der Corona-Pandemie betrug das tatsächliche Defizit rund 27,3
Milliarden Euro. Nach Abrechnung mit den umlagefinanzierten Rücklagen
für Insolvenzgeld und Winterbeschäftigungsförderung beträgt das zu
finanzierende Defizit 26,8 Milliarden Euro. Der Bedarf an überjährigen
Liquiditätshilfen des Bundes zum Ausgleich des Jahres 2020 beträgt rund
6,9 Milliarden Euro.
---------------------------------------------------------------------

Und das wird in 2021 erstmal so weitergehen. Und in 2022 werden sie wohl
den AV-Satz oder MwST erhöhen, irgendwas, das wieder Geld in die Kassen
bringt.

Es ist ja normal, dass eine Versicherung immer mal mehr Netto-Einnahmen
hat (solange das versicherte Ereignis nicht da ist) und quasi
Netto-Ausgabephasen hat (wenn es zuschlägt), aber das, was da passiert
ist ja in der Höhe und mit der Veränderung der Bedingungen schon nicht
mehr feierlich.

Von den paar EUR fuffzig der AV hätte man das niemals schultern können.
Also hat sich die SPD ihr Wahlgeschenk gebastelt. Und die CDU hat
mitgemacht.

> Das ist vollkommen unabhängig von etwaigen Unternehmensgewinnen.

Nein, ist es nicht. Oder nur auf den ersten, simplen Blick, der die
Vernetzungen nicht einbezieht.

An sich hätten die Unternehmen, gerade in der Automobil- und
Zulieferindustrie, in großem Stil Leute entlassen sollen, ja müssen, und
das geht z.B. mit Entlassung, Kündigungsschutzklage, Abfindung. Dann
wären diese Leute raus, die Unternehmensgewinne wären deutlich kleiner,
weil die Abfindungen ja von den Unternehmen gezahlt werden. Die
Aktienkurse wären dann natürlich auch gesunken, so wie es eigentlich in
einer Pandemie hätte sein müssen. Ein Teil der Gesundschrumpfung wäre
passiert.

Heute werden die Leute aber weit über die AV-Rücklagen hinaus vom Staat
über Kurzarbeitergeld finanziert, dümpeln daheim rum, können dabei noch
konsumieren. Und die Aktienkurse gehen parallel hoch.

Das Prinzip "Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren" wurde damit
deutlich gezeigt.

All die nötigen Strukturanpassungen werden damit verschleppt, verzögert
und von den Kosten her vergemeinschaftet.

Grüße,
Ralf

Ralf Koenig

unread,
Aug 23, 2021, 9:24:43 AM8/23/21
to
Am 22.08.2021 um 21:52 schrieb Frank Kemper:
> Michael Landenberger <spamwird...@web.de> wrote:
>
>> Dazu müsste die Qualität aber deutlich über der bisheriger Tesla-Modelle
>> liegen. Vielleicht ist das ja so, wenn die Dinger mal in Grünheide gebaut
>> werden, aber derzeit kann Tesla qualitativ mit den wenigsten etablierten
>> Autoherstellern mithalten.
>
> Natürlich werden Tesla-Fanbunnies das alles für Hater-Propaganda halten,

So eingeschränktes Weltbild: nur Hater und Fanbunnies?

> aber das schrieb ams in einem Vergleichstest von E-Crossovern vom Frühjahr
> 2021, an dem auch ein Tesla Y mitgemacht hat:

Hier ist die Quelle:

https://www.auto-motor-und-sport.de/test/bmw-ix3-ford-mustang-mach-e-jaguar-i-pace-mercedes-eqc-tesla-model-y-volvo-xc40-recharge/

Im Test war: ein Model Y Performance aus US-Produktion. Und dann vom
Testwagen-Verleiher.

> ---------------
> Da Tesla uns keinen Y für einen Test zur Verfügung stellen konnte, haben
> wir uns dieses US-Modell bei einem freien Testwagenanbieter gemietet.

Muss nicht repräsentativ sein für die Serie.

Und die Testwagen wurden auch von anderen schon rangenommen.

> Und
> wie es so dasteht, clean-modern, windschnittig, macht es schon Eindruck.
> Dazu setzt der Tesla die Vorteile des E-Auto-Antriebslayouts in
> bemerkenswerte Raumeffizienz um, schafft – bei der größten Außenlänge
> allerdings – das üppigste Platzangebot für Passagiere und Gepäck. Dazu
> lässt sich der große, ebene Kofferraum optional mit zwei zusätzlichen
> Klappsitzen möblieren. Wobei es dort wohl gelingt, noch unbequemer zu
> sitzen als auf der platten, harten, dünn gepolsterten Rückbank.
>
> Wirklich besser sind auch die Vordersitze nicht, was nicht nur daran liegt,
> dass die elektrische Verstellung beschloss, den Fahrersitz nicht mehr
> verstellen zu wollen.

Badewannenkurve, vorderer Teil => ja, nicht schön, aber gibt's überall.
Mal mehr, mal weniger ausgeprägt. Und kann ein einfacher Sw-Fehler sein.

> Das war nur einer von vielen Verarbeitungsmängeln am
> Model Y: Klappen schlossen nicht,

Halte ich für ein rhetorisches Mittel der Übertreibung.

> Verkleidungen waren schief eingepasst,

Liegt an jedem selbst, das zu bemängeln.

> und das ganze Auto klapperte und rappelte auf schlechten Straßen so
> erbärmlich, dass wir nach jeder Fahrt einmal drumrum liefen, in der
> Erwartung, es habe unterwegs entbehrliche Teile von sich geworfen.

=> Rhetorisches Mittel der Übertreibung.

> Dass solche Mängel nicht darauf gründen, dass wir keinen offiziellen
> Testwagen hatten, bestätigen die Erfahrungen von Besitzern. All jene, die
> den traditionellen Herstellern vorwerfen, sich ein Auto wie das Model Y
> nicht zu trauen, haben recht. Das würde kein Käufer einem Mercedes, Volvo,
> Jaguar, Ford oder BMW durchgehen lassen. Das Qualitätsstadium, in dem Tesla
> die Produktion startet, verstünden die anderen bestenfalls als den
> passenden Zeitpunkt, Richtfest für einen Rohbau zu feiern, den es nun mit
> Dach, Fenster, Fassade und Innenausbau bewohnbar zu machen gilt.

=> Rhetorisches Mittel der Übertreibung.

> Ähnliches lässt sich zur Bedienung sagen, die komplett über den
> Zentralmonitor läuft. Das sieht spektakulär modern aus, aber der praktische
> Umgang zeigt, dass es vor allem spektakulär schlecht funktioniert: für die
> Außenspiegel-Verstellung erst ein Menü ertasten, um dann die Spiegel über
> die Lenkradtasten einzustellen?

Gewöhnungssache.

> Licht, Wischer und Klima per Touchscreen
> aktivieren,

Geht auch per Sprache.

> möchte man nicht nur die eher eigensinnigen Automatik-Modi
> nutzen? Warum nur? Dazu sind die Tastflächen klein und in teils tief
> verwinkelte Menüs einsortiert. Und wenn der Monitor so groß ist, warum
> zeigt er dann Geschwindigkeit und Reichweite nur so klein an?

So klein?

https://youtu.be/nEB1Y0ATQr0?t=1084

Die Geschwindigkeitsanzeige ist doch groß.

> Keine Fragen bleiben dagegen, wenn es mit dem Y vorangeht. Denn das –
> Freunde der katapultigen Beschleunigung – versetzt euch noch immer in
> Aufruhr. In 4,3 s stanzt der zweimotorig (asynchron vorn, synchron hinten)
> allradgetriebene Tesla aus dem Stand auf 100 km/h und immer weiter – wobei
> das Flattern der Motorhaube als Anzeichen gilt, es doch vor den 241 km/h
> Höchstgeschwindigkeit gut sein zu lassen.

Performance wird eh nur ein kleiner Teil kaufen.

> Ähnlich sensationell: Trotz der besten Fahrleistungen ist der Y mit 26
> kWh/100 km im Testschnitt hier der Sparsamste. Auf der Eco-Runde liegt er
> als Einziger unter der 20- kWh-Marke. So erzielt er Reichweiten von 307
> (nach Testverbrauch) bis 426 km (Eco-Verbrauch).
>
> Bei Effizienz, Tempo und der Dramaturgie der Inszenierung ist Tesla
> unübertroffen.

Schon mal drei Pluspunkte.
Aber auch mit dem rhetorischen Mittel der Übertreibung.

Das muss ein Borderliner geschrieben haben, der nur Schwarz und Weiß
kennt. Oder der in einer "Journalisten-Schule" irgendwie einen
"packenden, höchst subjektiven, emotionalen" Schreibstil eingetrichtert
bekam.

> Doch die beim Model 3 erzielten Fortschritte bei Fahrwerk,
> Handling und Komfort bleiben beim Y aus, obwohl er zwei Drittel der
> Komponenten des 3 übernimmt. Denn das Set-up des SUV ist von einer solchen
> Härte, dass es gar die Straffheit des Mustang weit übertrifft. Selbst über
> kleinste Unebenheiten rempelt der Y unbeholfen, größere krachen direkt
> durch und erschüttern das Gebälk der Karosserie. Einzig mit langen Wellen
> kommt der Tesla einigermaßen zurecht, doch um uns an ein ähnlich miserables
> Federungsvermögen zu erinnern, müssen wir schon Ausflüge mit Morgan 4/4
> oder Caterham Seven 275 beschwören.

=> Rhetorisches Mittel der Übertreibung.

> Das Model Y ist so unsinnig hart,

Model Y Performance => das kauft eh kaum einer.

> dass sich das ständige Hoppeln und
> Schlagen in der Lenkung auf die Fahrsicherheit auswirken. Der Tesla fährt
> schlecht geradeaus, und da die Lenkung viel zu giftig anspricht, ohne viel
> Rückmeldung zu bieten, lässt sich der SUV nie entspannt führen. Nur auf
> wirklich guter Fahrbahn – wie bei den Fahrdynamiktests auf der Messstrecke
> von Lahr – bringt er die spitze Lenkung und das bolzige Fahrwerk zu einem
> vergnüglich-fixen Handling zusammen. Auf normalen Landstraßen oder
> querverfugten Autobahnen steigert das Set-up nur Unruhe und
> Unbequemlichkeit.
> ----------------------------------------
>
> Ich sag's ja: Tesla-Schrott.

Und das folgerst du aus einer Stichprobengröße 1?

> Das ist übrigens auch der Unterschied zwischen Apple und Steve Jobs und
> Tesla und Elon Musk. Man mag von Apple halten, was man will, aber es sind
> immer perfekt verarbeitete Hand- und Augenschmeichler.

Ich habe dieses ganze Apple-Fanboy-Tum nie verstanden.
Und bei Tesla verstehe ich es ebenso wenig.

Was werden sie aber sagen: Tesla liefert: den Wagen an sich, irgendwann
auch in endlicher Zeit, Beschleunigung, Reichweite, Ladenetz. Und werden
beim Rest großzügiger sein.

Tesla hat seine Risiken, aber auch seine Chancen.

Grüße,
Ralf

ma...@invalid.invalid

unread,
Aug 23, 2021, 10:08:03 AM8/23/21
to
Frank Kemper <sampl...@googlemail.com> wrote:
> <ma...@invalid.invalid> wrote:
>
>> Hast Du Dich zufällig auch hinten reingesetzt, nachdem Du vorne sassest?
>> Will wissen: ist das ein grosses Auto für SWMBO und mich, oder für alle
>> fünf von uns?
>
> Ich habe nicht hinten drin gesessen, aber das scheint wirklich ein großes
> Auto zu sein. In einem Video sah ich, dass der Kofferraum 500 Liter hat,
> und die Rücksitzbank ist verschiebbar.

Ja, der sieht auf den Fotos nicht so gross aus, aber das scheint ein in
allen Dimensionen aufgeblasenes Kompaktauto zu sein :)

>> Für elektrische Sitze Geld auszugeben, ist mir noch nicht eingefallen. A
>> priori mache ich das Sitzeverstellen einmal pro Fahrt, da ist's mir
>> egal.
>
> Meine Frau und ich sind beide sehr ungleich groß, da ist das Verschieben
> inklusive Höheneinstellung immer etwas lästig. Da würde mir ein
> elektrischer Helfer gut gefallen. Meine Frau verstellt auch gern mal
> während der Fahrt die Sitzlehne, das ist elektrisch auch schöner. Gute,
> leider recht teure Funktion bei dem Auto: Man kann gegen Aufpreis eine Art
> "Lounge-Paket" ordern, mit dem sich die Vordersitze zu Schlafsesseln
> verstellen lassen. So kann man dann Ladepausen unterwegs für ein Nickerchen
> nutzen.

Ja, wenn man sehr unterschiedlich gross ist, mag das sinnvoll sein. Bei
uns sind Gott sei Dank einfach nur ein paar Rasten in der
Längsverstellung, da geht manuell schneller als elektrisch.

>> Sehr kleine Garage :)
>
> In der noch mein Motorrad passen muss.

Ja, allen möglichen Kruscht muss man auch noch reinkriegen. Platzmässig
war das der einzige Bonuspunkt, den der BMW zum T5 hatte: ich hatte ein
bisschen mehr Platz in der Garage :)

>> Ich hab' den Ioniq noch nicht
>> gesehen, so ganz sicher bin ich nicht, ob er mir gefällt. Mal kucken :)
>
> Wie gesagt, das ist natürlich totale Geschmackssache, aber allein von außen
> gefällt mir das Auto richtig gut. Ich finde auch den neuen Opel Mokka
> optisch ansprechend - während ich den Tesla 3 und den VW Id.3 nicht so
> schön finde.

Ja, er hat auf den Fotos eine hübsche Linie, das stimmt.

Mal kucken, wenn mir einer über den Weg läuft.

:)

ma...@invalid.invalid

unread,
Aug 23, 2021, 10:08:03 AM8/23/21
to
Ohne jetzt um Zehntelsekunden feilschen zu wollen: meine Kwak lag auch
kurz unter 4, und die Model S und Model 3, die ich probierte, lagen auch
so darum. Die Faszination beim Auto ist halt, dass das ohne Schalten,
ohne Lärm, ohne Helm oder änhliches ging. Beim S war ausser dem
Reifenwimmern das einzige Geräusch ein dumpfer Schlag aus dem
Kofferraum, als die Kiste mit dem Schampus hinten anstiess.

Das macht alles sehr viel Spass, aber im Alltag würde mir auch das
Basismodell mit 5 Sekunden reichen. Versägt Deinen (und meinen) Bimmer
immer noch locker. :)

cu
.\\arc

ma...@invalid.invalid

unread,
Aug 23, 2021, 10:28:02 AM8/23/21
to
Frank Kemper <sampl...@googlemail.com> wrote:
> Michael Landenberger <spamwird...@web.de> wrote:
>
>> Dazu müsste die Qualität aber deutlich über der bisheriger Tesla-Modelle
>> liegen. Vielleicht ist das ja so, wenn die Dinger mal in Grünheide gebaut
>> werden, aber derzeit kann Tesla qualitativ mit den wenigsten etablierten
>> Autoherstellern mithalten.
>
> Natürlich werden Tesla-Fanbunnies das alles für Hater-Propaganda halten,
> aber das schrieb ams in einem Vergleichstest von E-Crossovern vom Frühjahr
> 2021, an dem auch ein Tesla Y mitgemacht hat:

Die ams hatte ich mir gekauft! Das passiert alle Jahre mal eher
zufällig, aber genau der Test hatte mich interessiert.

> ---------------

[...alles gesnippt...]

> ----------------------------------------
>
> Ich sag's ja: Tesla-Schrott.

Ich fand den Test sagenhaft: eine Mieth**e mit ungezählten Kilometern
und unklarer Vorgeschichte gegen Werkstestneuwagen ist schon mal ein
eigenartiger Vergleich, vor allem in Sachen Qualität der Karosserie.
Wieviele Parkrempler, Beschleunigungsorgien, Bürgersteigkanten und
dergleichen das Auto hinter sich hatte, ist nicht gewusst. Und dann das
Sportmodell zu mieten und sich über die Fahrwerkshärte zu beschweren,
ist halt auch eher nicht so sinnvoll. Aber ok, es hat gereicht, dem BMW
einen Sieg zu verschaffen, also war's gut. :)

ICh hatte bei der Rückfahrt aus LT am Wochenende einige Transporter mit
Model Y auf der Strasse gesehen, deswegen bin ich vorhin mal kurz beim
lokalen Dealer rein und hab mir sein Ausstellungsauto angekuckt (ganz
neu rein, noch nicht alle Plastikfolien ab). Kommt aus Shanghai.

Davon abgesehen, dass mir das Auto vom Platzangebot her absolut
goutiert, auch mal in Ruhe Spaltmasse, Klappen, und unters
Armaturenbrett gekuckt. Sehr vergleichbar zu meinem Proletenbimmer. Weit
von perfekt, da wo man's nicht direkt sieht sehr kostenoptimiert, aber
wirklich in Ordnung. E-Heckklappe fährt bedeutend ruhiger und sanfter
als meine, Türen absolut ok, der Innenraum ist (mit dem Plastikleder)
viel sauberer verarbeitet als meiner mit dem (Naja...)'Echt'-Leder. Ich
würde das nicht trotz oder wegen seiner Verarbeitung kaufen.

cu
.\\arc

Frank Kemper

unread,
Aug 23, 2021, 3:14:19 PM8/23/21
to
Ralf Koenig <ralfk...@xmg.de> wrote:

>> Natürlich werden Tesla-Fanbunnies das alles für Hater-Propaganda halten,
>
> So eingeschränktes Weltbild: nur Hater und Fanbunnies?

Ralf, manchmal wundere ich mich über deinen Mangel an logischem Denken.

Frank

Frank Kemper

unread,
Aug 23, 2021, 3:14:19 PM8/23/21
to
Ich bin ja nun auch Motorradfahrer, und ich war es bereits, als ich 2011
das erste Mal mit einem Tesla Roadster mitgefahren bin. Die Beschleunigung
in einem Tesla ist tatsächlich etwas anderes. Die 3,5 Sekunden, die dein
altes Mopped angeblich konnte (selbst heutige 1000er Supersportler können
das kaum schneller) konnte vielleicht dein Mopped in der Theorie, aber
nicht du in der Praxis, schon weil dir für so was die Kupplung zu schade
ist. Beim Tesla latschst du einfach drauf, und er geht los, als ob ihm
hinten einer draufgefahren ist. Youtube ist voller Videos von Leuten, deren
Hinterköpfe unkontrolliert gegen Tesla-Kopfstützen knallen.

Andererseits ist das halt auch ein One-Trick-Pony. Ich hab' das ja schon
ein paarmal erzählt, wie ich in einem geliehenen BMW i3 meiner Frau den
Anzug demonstrieren wollte. Ich bin dann voll draufgestiegen, das Ding zog
los (viel schneller als 70 bin ich nicht gefahren), und meine Frau sagte
nur: "Wenn du das nochmal machst, kotze ich dir ins Auto." Und die Teslas
haben noch einmal einen ganz anderen Anzug.

Ist aber auch so ein bisschen Autoquartett-Niveau, glaube ich.

Frank

Frank Kemper

unread,
Aug 23, 2021, 3:16:48 PM8/23/21
to
<ma...@invalid.invalid> wrote:

> Ja, der sieht auf den Fotos nicht so gross aus, aber das scheint ein in
> allen Dimensionen aufgeblasenes Kompaktauto zu sein :)

Das trifft es ganz gut. Ich bin zwei Meter groß, letztlich sind das auch
nur zehn Prozent mehr als Durchschnittsgröße. Ich habe mir schon oft ein
Auto gewünscht, das einfach in alle Richtungen zehn Prozent größer ist -
oder ein Motorrad.

Der Ioniq 5 hat serienmäßig 19-Zoll-Räder, gegen Aufpreis 21 Zoll. Das sind
schon ziemlich große Räder, das passt ganz gut zum Rest. Im Grunde ein Golf
für Große;-)

Rupert Haselbeck

unread,
Aug 23, 2021, 4:03:44 PM8/23/21
to
Ralf Koenig schrieb:
> An sich hätten die Unternehmen, gerade in der Automobil- und
> Zulieferindustrie, in großem Stil Leute entlassen sollen, ja müssen, und
> das geht z.B. mit Entlassung, Kündigungsschutzklage, Abfindung.

Das ist natürlich falsch. Wenn die Unternehmen aufgrund nicht nur
kurzfristigen vorübergehenden Arbeitsmangels Arbeitnehmer entlassen
müssen, dann gibt es in der Regel keine Abfindungen. Es scheint ein
recht verbreiteter Irrtum zu sein, dass es im Falle einer Kündigung
einen Anspruch auf eine Abfindung gäbe. Die Zahlung einer Abfindung ist
lediglich im Fall einer entsprechenden Vereinbarung zu fordern, welche
im Fall einer rechtmäßigen Kündigung kaum zustande kommen wird (und im
Falle eines insolventen Unternehmens auch eher wenig Wert hätte...)

> Dann
> wären diese Leute raus, die Unternehmensgewinne wären deutlich kleiner,
> weil die Abfindungen ja von den Unternehmen gezahlt werden.

Nein. Die Unternehmensgewinne sind kleiner, weil die Wertschöpfung bei
fehlenden Aufträgen nicht in dem Umfang erfolgen wird, wie das bei
voller Auslastung der Fall gewesen wäre

> Die
> Aktienkurse wären dann natürlich auch gesunken, so wie es eigentlich in
> einer Pandemie hätte sein müssen.

Sie sind ja auch massiv gefallen (das war damals ein guter Zeitpunkt zum
Aufstocken des Depots)

> Ein Teil der Gesundschrumpfung wäre passiert.

Nein. Es wären etliche Millionen Menschen arbeitslos geworden und hätten
statt Anspruch auf Kurzarbeitergeld Anspruch auf Arbeitslosengeld gehabt.
Worin da ein "gesundschrumpfen" zu sehen sein sollte, erschließt sich
aus dem Vorstehenden gerade nicht

> Heute werden die Leute aber weit über die AV-Rücklagen hinaus vom Staat
> über Kurzarbeitergeld finanziert, dümpeln daheim rum, können dabei noch
> konsumieren. Und die Aktienkurse gehen parallel hoch.

Nein, die meisten Leute arbeiten längst wieder. Im April 2020 bezogen
ca. sechs Millionen Menschen hierzulande Kurzarbeitergeld. Im Juli 2021
waren es noch 1,06 Millionen.
Und weil es den Unternehmen infolge der Kurzarbeit möglich war, /ihre/
Belegschaften zu halten, ist deren Betrieb längst wieder in vollem
Umfang angelaufen.

> Das Prinzip "Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren" wurde damit
> deutlich gezeigt.

Die von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen zählen für dich also
überhaupt nicht?
Übrigens sind die Gewinne, damit auch die Dividenden bei
Aktiengesellschaften, in 2020 und 2021 _sehr_ deutlich gesunken (ich hab
das auch selber merken müssen...)

> All die nötigen Strukturanpassungen werden damit verschleppt, verzögert
> und von den Kosten her vergemeinschaftet.

Das hört sich recht interessant an. Welche Strukturanpassungen sind das
denn, die da verschleppt wurden? Und inwiefern wurden deren Kosten
vergemeinschaftet? Um welchen Umfang handelt es sich denn dabei?

MfG
Rupert

ma...@invalid.invalid

unread,
Aug 23, 2021, 4:38:02 PM8/23/21
to
Frank Kemper <sampl...@googlemail.com> wrote:
> <ma...@invalid.invalid> wrote:
>
>> Ja, der sieht auf den Fotos nicht so gross aus, aber das scheint ein in
>> allen Dimensionen aufgeblasenes Kompaktauto zu sein :)
>
> Das trifft es ganz gut. Ich bin zwei Meter groß, letztlich sind das auch
> nur zehn Prozent mehr als Durchschnittsgröße. Ich habe mir schon oft ein
> Auto gewünscht, das einfach in alle Richtungen zehn Prozent größer ist -
> oder ein Motorrad.

Aber dann über die Garage meckern :D

> Der Ioniq 5 hat serienmäßig 19-Zoll-Räder, gegen Aufpreis 21 Zoll. Das sind
> schon ziemlich große Räder, das passt ganz gut zum Rest. Im Grunde ein Golf
> für Große;-)

:)

Wobei das mit den Rädern auch irgendwann ein übertriebenes Ausmass
angenommen hat. Wenn man kuckt, wieviel Platz ein banales Kompaktauto
mittlerweile für Radkästen aufbringen muss, damit die Walzen da
reinpassen...

cu
.\\arc

Martin K.

unread,
Aug 23, 2021, 5:52:03 PM8/23/21
to
Ralf Koenig schrieb am Montag, 23. August 2021 um 13:43:18 UTC+2:
> Am 22.08.2021 um 00:19 schrieb Martin K.:
>
> > Kurzarbeitergeld ist kein staatlicher Zuschuss, sondern eine Leistung
> > der Arbeitslosenversicherung. Deren Versicherungsbeiträge zahlen
> > Arbeitnehmer und Arbeitgeber.
> Die Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen Versicherungsbeiträge - ja.
>
> Aber das reichte in 2020 bei weitem nicht aus. Und das ist doch der
> Knackpunkt. Ihr müsst doch mal auf die konkreten Zahlen schauen! Und
> nicht nur so qualitative Sachen bringen.
>
> Also wurden vom Staat riesige neue Schulden aufgenommen. Und natürlich
> ist das ein staatlicher Zuschuss.

Wenn es viele Schadensfälle gibt, dann kann es bei allen möglichen
Versicherungen vorkommen, dass das aktuell eingenommene oder
angesparte Geld nicht für die Schadensregulierung reicht. Deshalb
verteilen Versicherungen die Risiken auch auf mehrere Schultern,
z.B. auf Rückversicherer.

Natürlich werden die Versicherer versuchen das Geld wieder herein-
zuholen, z.B. durch Beitragserhöhungen.

So wie ich die wirtschaftliche Lage einschätze, wird Deutschland in
den nächsten Jahren nahe an der Vollbeschäftigung sein und sich
die Töpfe der Arbeitslosenversicherung wieder füllen. Würde mich
schwer wundern, wenn die Politik dann nicht in diesen Topf greift.


Die Lufthansa ist ein Fall, wo die Politik wirklich ein Unternehmen
mit Steuergeldern gerettet hat. Dafür wurden mir als Aktionär
auch bisher die Dividende für das GJ2019 und 2020 gestrichen.
Dafür hat der Staat aber auch per Kapitalerhöhung Aktien
bekommen und zwar für 2,56 €/Stück. Davon trennt sich der Staat
gerade teilweise wieder für knapp 9 €/Stück. Diesen lukrativen
Schnapper hätte ich auch gerne gemacht ;-)



olaf

unread,
Aug 23, 2021, 9:45:03 PM8/23/21
to
Frank Kemper <sampl...@googlemail.com> wrote:


>Ist aber auch so ein bisschen Autoquartett-Niveau, glaube ich.

Das ist wohl letzlich die Essenz meines Einwands. Man kann es tun, man
kann es einmal tun, aber man fragt sie schnell wieso man es tun
sollte. Zumal es ausserhalb des Quartett im praktischen Alltag
nicht von Bedeutung ist ob es 3 oder 5s sind.


Olaf


ma...@invalid.invalid

unread,
Aug 24, 2021, 2:28:03 AM8/24/21
to
Thomas Noll <-_tn...@web.de> wrote:
> Am 23 Aug 2021 19:16:46 GMT schrieb Frank Kemper:
>
>
>> Der Ioniq 5 hat serienmäßig 19-Zoll-Räder, gegen Aufpreis 21 Zoll. Das sind
>> schon ziemlich große Räder, das passt ganz gut zum Rest. Im Grunde ein Golf
>> für Große;-)
>
> Oh, den gibt es als Zweitürer?

Nein, den Golf gibt es nicht als Zweitürer. Den Hyundai auch nicht.

cu
.\\arc

ma...@invalid.invalid

unread,
Aug 24, 2021, 2:38:03 AM8/24/21
to
Stellt sich die Frage, was genau an Fahrleistungen von Bedeutung sind.
Ich mag nicht auf Sekunden reiten, aber gute Beschleunigung empfinde ich
als angenehm. Höchstgeschwindigkeiten über 150 oder so empfinde ich als
absolut unbedeutend im Alltag. Das mögen andere anders sehen.

Absolut gesehen sind Fahrleistungen jenseits der Ente Luxus ;-)

cu
.\\arc

olaf

unread,
Aug 24, 2021, 4:45:04 AM8/24/21
to
ma...@invalid.invalid wrote:

>Stellt sich die Frage, was genau an Fahrleistungen von Bedeutung sind.

Naja, 30 anstatt 3s wuerden mich schon nerven. Aber ich denke alles
unter 10 oder gar 6s ist dann irgendwann belanglos.

>Ich mag nicht auf Sekunden reiten, aber gute Beschleunigung empfinde ich
>als angenehm. Höchstgeschwindigkeiten über 150 oder so empfinde ich als

Man gewoehnt sich dran. Ich bin mal von einem Lancia Thema auf einen
einen Pontiac Transport mit 3Gang Automatik umgestiegen. Nach einer
Woche tut es garnicht mehr weh. :)

Olaf

Frank Kemper

unread,
Aug 24, 2021, 2:49:51 PM8/24/21
to
<ma...@invalid.invalid> wrote:

> Stellt sich die Frage, was genau an Fahrleistungen von Bedeutung sind.
> Ich mag nicht auf Sekunden reiten, aber gute Beschleunigung empfinde ich
> als angenehm. Höchstgeschwindigkeiten über 150 oder so empfinde ich als
> absolut unbedeutend im Alltag. Das mögen andere anders sehen.

Ich erinnere mich an die ersten Testfahrberichte des Audi eTron, der glaube
ich in 5,6 Sekunden von 0 auf 100 ging. Absolut gesehen wirklich satt, aber
deutlich langsamer als etwa ein Tesla S. Da las ich irgendwo mal, Audi habe
den Wagen absichtlich so abgestimmt, dass er sich eben nicht so digital
anfühlt, als wenn der Motor zwischen 0 und maximal nichts kennt, sondern im
Grunde wie ein opulent motorisierter SUV. Natürlich haben die
Tesla-Fanbunnies wieder rumgeschrien, wie scheiße der Audi doch sei, die
wussten schon zehn Minuten nach Veröffentlichung der ersten Pressemeldung
ganz genau, warum der Audi schlechter sein MUSSTE als ihr Fetisch.

Ich will aber einräumen, dass es durchaus sein kann, dass Audi die
Geschichte erfunden hat, als sie merkten, dass ihr Auto an der Ampel
einfach nicht so brutal anreißt wie ein Tesla.

Wenn ich allerdings wählen dürfte zwischen einem Auto, das in vier Sekunden
von 0 auf 100 geht und bei 130 über 70 db Innengeräusch hat und einem, das
5,6 Sekunden braucht, aber nur mit 65 db tönt, hätte ich glaube ich lieber
das leisere Auto.

Frank Kemper

unread,
Aug 24, 2021, 2:49:51 PM8/24/21
to
Thomas Noll <-_tn...@web.de> wrote:
> Am 23 Aug 2021 19:16:46 GMT schrieb Frank Kemper:
>
>> Im Grunde ein Golf
>> für Große;-)
>
> Oh, den gibt es als Zweitürer?

Wen? Den Golf? Nein.

Ralf Koenig

unread,
Aug 26, 2021, 3:48:50 AM8/26/21
to
Am 23.08.2021 um 21:14 schrieb Frank Kemper:
> Ralf Koenig <ralfk...@xmg.de> wrote:
>
>>> Natürlich werden Tesla-Fanbunnies das alles für Hater-Propaganda halten,
>>
>> So eingeschränktes Weltbild: nur Hater und Fanbunnies?
>
> Ralf, manchmal wundere ich mich über deinen Mangel an logischem Denken.

Zumindest kam der Rest in deinem Posting nicht zur Sprache. :-)

"Normale" Leute eben.

Leute, die bisschen differenziert denken.
Leute, die Automarken wechseln. Und ggf. wieder zurückwechseln.
Leute, denen Automarken ziemlich egal sind.
Leute, denen Antriebskonzepte recht egal sind.
Leute, die Autos nach Empfehlungen von Freunden kaufen.

Ich halte den AMS-Bericht nicht für "Hater-Propaganda", folglich bin ich
wohl kein Tesla-Fanbunny. Aber für ne ausgewogene, unaufgeregte
Darstellung ist mir das irgendwie dort zu "lebendig" beschrieben. YMMV.

Grüße,
Ralf

Frank Hucklenbroich

unread,
Aug 26, 2021, 4:16:11 AM8/26/21
to
Am 22 Aug 2021 19:52:13 GMT schrieb Frank Kemper:

> Michael Landenberger <spamwird...@web.de> wrote:
>
>> Dazu müsste die Qualität aber deutlich über der bisheriger Tesla-Modelle
>> liegen. Vielleicht ist das ja so, wenn die Dinger mal in Grünheide gebaut
>> werden, aber derzeit kann Tesla qualitativ mit den wenigsten etablierten
>> Autoherstellern mithalten.
>
> Natürlich werden Tesla-Fanbunnies das alles für Hater-Propaganda halten,
> aber das schrieb ams in einem Vergleichstest von E-Crossovern vom Frühjahr
> 2021, an dem auch ein Tesla Y mitgemacht hat:

Mir ist vorgestern der erste Ford E-Mach in freier Wildbahn begegnet,
begleitet von einem Tesla S.
Ich dachte zuerst "Na schau mal an, ein blauer und ein roter Tesla sind
zusammen auf Tour". Erst da bemerkte ich den Mustang vorne am roten Auto.

So frontal von vorne sehen die beiden Autos sich verdammt ähnlich.

Mal davon abgesehen, daß ich es ein Stück weit ein Sakrileg finde, einen
Ford Mustang mit Elektromotor auszurüsten.

Grüße,

Frank

F. W.

unread,
Aug 26, 2021, 9:01:02 AM8/26/21
to
Am 14.08.2021 um 22:25 schrieb Frank Kemper:

An 3 m Radstand gewöhnt man sich schnell als Superb-Fahrer. Es sind aber
wohl die 35 k nach Förderung, die das Klima weiterhin belasten werden.

FW

Jochen Kremer

unread,
Aug 26, 2021, 2:06:35 PM8/26/21
to
Am 26.08.21 um 15:01 schrieb F. W.:
> Am 14.08.2021 um 22:25 schrieb Frank Kemper:
>
> An 3 m Radstand gewöhnt man sich schnell als Superb-Fahrer.

Tatsächlich? Woher hat denn dein Superb diese 3m? Ich sehe da nur was
von 2,83/2,84m.
(der I5 ist gute 20cm kürzer, hat aber knapp 20cm _mehr_ Radstand, als
ein Superb)

Jochen

Frank Kemper

unread,
Aug 26, 2021, 2:32:50 PM8/26/21
to
Frank Hucklenbroich <huckle...@gmx.net> wrote:

> Mal davon abgesehen, daß ich es ein Stück weit ein Sakrileg finde, einen
> Ford Mustang mit Elektromotor auszurüsten.

Ich empfinde es eher als Sakrileg, ein Auto, an dessen Heck aufgrund seiner
äußeren Gestalt problemlos auch "Ford S-Max" stehen könnte,,ausgerechnet
"Mustang" zu nennen.

Frank

Frank Kemper

unread,
Aug 26, 2021, 2:32:50 PM8/26/21
to
Ich wundere mich erneut über deinen Mangel an logischem Denkvermögen. Ich
habe geschrieben, "Tesla-Fanbunnies werden den ams-Bericht für
Hater-Propaganda halten." Ich habe NICHT geschrieben "Ralf König wird den
ams-Bericht..."

Insofern wundere ich mich ein wenig über deine merkwürdige Angefasstheit in
der Sache.

Ralf Koenig

unread,
Aug 28, 2021, 6:42:08 PM8/28/21
to
Klar, bis Golf 7 waren auch 2/3-Türer zu haben.
Es zählt ja nicht nur das neueste Modell. Und zwei ist wie drei. :-)

Grüße,
Ralf

Ralf Koenig

unread,
Aug 28, 2021, 6:48:41 PM8/28/21
to
Am 26.08.2021 um 20:32 schrieb Frank Kemper:
> Frank Hucklenbroich <huckle...@gmx.net> wrote:
>
>> Mal davon abgesehen, daß ich es ein Stück weit ein Sakrileg finde, einen
>> Ford Mustang mit Elektromotor auszurüsten.
>
> Ich empfinde es eher als Sakrileg, ein Auto, an dessen Heck aufgrund seiner
> äußeren Gestalt problemlos auch "Ford S-Max" stehen könnte, ausgerechnet
> "Mustang" zu nennen.

Finde 10 Unterschiede:

https://www.ford.de/content/dam/guxeu/rhd/central/cars/2019-cx727/pre-launch/base.png.renditions.original.png

https://www.carsized.com/resources/ford/s-max/d/2006/sl_275122135_ford-s-max-2006-seitenansicht_4x.png

Ralf Koenig

unread,
Aug 29, 2021, 4:57:59 AM8/29/21
to
Am 29.08.2021 um 10:39 schrieb Michael Zink:
> On 14 Aug 2021 20:25:29 GMT, Frank Kemper wrote:
>
>> Beim Einsteigen sind mir zunächst die Türklinken aufgefallen, die man
>> entweder durch Druck auf das kurze Ende der Klinke rausschwenkt, oder sie
>> kommen elektrisch raus (höhere Ausstattungslinie). Mir würden normale
>> Zuggriffe wie bei Mercedes besser gefallen, aber damit kommt man sicher
>> klar.
>
> Aber wie komt damit ein potentieller Helfer nach einem potentiellen
> Unfall klar?
>
> Oder habe ich das nur falsch verstanden?

Naja, bisschen clever muss der schon sein, und halt mal probieren, was
noch geht. Finger auf den Griff, rausklappen, ziehen, schauen, was noch
geht.

Und wenn nix mehr geht oder sie oder er es nicht rafft: das schwere
Equipment ansetzen, das jede Tür irgendwie aufbekommt. Egal wie verkeilt
oder verklemmt das ganze ist.

Grüße,
Ralf

Rupert Haselbeck

unread,
Aug 29, 2021, 5:24:28 AM8/29/21
to
Ralf Koenig schrieb:
> Michael Zink:
>> Frank Kemper wrote:
>>> Beim Einsteigen sind mir zunächst die Türklinken aufgefallen, die man
>>> entweder durch Druck auf das kurze Ende der Klinke rausschwenkt, oder
>>> sie
>>> kommen elektrisch raus (höhere Ausstattungslinie). Mir würden normale
>>> Zuggriffe wie bei Mercedes besser gefallen, aber damit kommt man sicher
>>> klar.
>>
>> Aber wie komt damit ein potentieller Helfer nach einem potentiellen
>> Unfall klar?
>>
>> Oder habe ich das nur falsch verstanden?
>
> Naja, bisschen clever muss der schon sein, und halt mal probieren, was
> noch geht. Finger auf den Griff, rausklappen, ziehen, schauen, was noch
> geht.

Probieren? Im Stress einer unverhofften Unfallsituation?

> Und wenn nix mehr geht oder sie oder er es nicht rafft: das schwere
> Equipment ansetzen, das jede Tür irgendwie aufbekommt. Egal wie verkeilt
> oder verklemmt das ganze ist.

Es kann den Unterschied zwischen Leben und Tod der Fahrzeuginsassen
ausmachen, wenn sie nicht schnell aus dem Wrack befreit werden können.
Dazu muss die Karre noch nichtmal brennen. Es genügt, wenn die Erste
Hilfe durch Nichterreichbarkeit der Verletzung(en) unmöglich ist. Und
bis die Feuerwehr mit schwerem Gerät ankommt, vergehen etliche Minuten...
Es ist ja schon dämlich genug, wenn die Türen während der Fahrt
verriegelt werden. Nicht immer wird die automatische Entriegelung beim
Crash wunschgemäß funktionieren. Noch ein Stück dämlicher aber ist es,
potentielle Helfer durch versenkte, eingeklappte oder sonstwie mutwillig
unbenutzbar gemachte Türgriffe an der Hilfeleistung zu hindern.

MfG
Rupert

Frank Kemper

unread,
Aug 29, 2021, 10:52:30 AM8/29/21
to
Michael Zink <mic...@swamp.franken.de> wrote:
> On 14 Aug 2021 20:25:29 GMT, Frank Kemper wrote:
>
>> Beim Einsteigen sind mir zunächst die Türklinken aufgefallen, die man
>> entweder durch Druck auf das kurze Ende der Klinke rausschwenkt, oder sie
>> kommen elektrisch raus (höhere Ausstattungslinie). Mir würden normale
>> Zuggriffe wie bei Mercedes besser gefallen, aber damit kommt man sicher
>> klar.
>
> Aber wie komt damit ein potentieller Helfer nach einem potentiellen
> Unfall klar?
>
> Oder habe ich das nur falsch verstanden?

Ich habe die Dinger nicht in Aktion gesehen, aber du musst dir das so
vorstellen, dass die Türgriffe rechteckige Quader sind, die bündig in die
Tür eingelassen sind, ich sag' jetzt mal: 1 cm dick, 3 cm hoch, 25 cm lang.
5 cm von dem einen Ende entfernt sitzt die Achse, um die diese Griffe
schwenken, wenn sie aus der Tür rausklappen.

Bei dem Auto, in dem ich gesessen habe, waren die Türgriffe rausgeschwenkt.
In der Preisliste habe ich gesehen, dass elektrisch rausschwenkende
Türgriffe ein Extra sind. Meine Vermutung: Bei den manuell rausschwenkenden
Griffen kommen die Griffe raus, wenn du mit dem Daumen auf die linke Seite
des Griffs drückst. Bei der elektrischen Variante könnten die Griffe
rausschwenken, wenn der Wagen entriegelt wird. Mein Toyota merkt zum
Beispiel, wenn ich mich der Fahrertür nähere und macht dann schon mal das
Innenlicht an.

Aber wie gesagt: Ausprobiert habe ich es nicht.

Ralf Koenig

unread,
Aug 30, 2021, 2:56:47 AM8/30/21
to
Am 23.08.2021 um 22:03 schrieb Rupert Haselbeck:
>> All die nötigen Strukturanpassungen werden damit verschleppt,
>> verzögert und von den Kosten her vergemeinschaftet.
>
> Das hört sich recht interessant an. Welche Strukturanpassungen sind das
> denn, die da verschleppt wurden?

Ich greif mir das mal raus: Clemens Gleich hat es hier

https://www.heise.de/hintergrund/Missing-Link-Kaufen-Sie-kein-Elektroauto-Von-falschen-Konsum-Versprechungen-6173813.html

ganz passend (wenn auch in seiner typischen Art eher polarisierend
ausgedrückt) beschrieben, eine Reduktion des Überkonsums.

Diese Reduktion des Überkonsums wird zwangsläufig Änderungen in den
Werken bringen, also in der Fertigung. Wenn deutlich weniger konsumiert
wird, wird auch deutlich weniger gefertigt. Clemens polarisiert da
etwas, weil er die Gesamtressourcen über noch die Rest-Lebenszeit des
Produktes nicht einbezieht, die ja nochmal on top kommen (gerade bei
Autos, aber auch z.b. bei Heizungen). Aber sein Grundansatz ist durchaus
passend.

Es wäre doof, die Leute dann auf Kurzarbeit durchzuschleppen (staatlich
hoch bezuschusst, weit über die eingezahlten Beiträge hinaus!), und auf
eine Rückkehr des Überkonsums zu warten, wenn es die Rückkehr dieses
Überkonsums nicht geben wird.

In Bezug auf Mobilität:
* die Zukunft der Mobilität geht weg von Autos, in eine Stärkung von
Bahn, ÖPNV, e-Roller, Radfahren, Laufen. Sicherlich sind auch Autos ein
Teil dessen: aber dann eher gesharete BEV aus Taxi- und Mietflotten mit
Carsharing und Ridesharing.

* da, wo noch Autos eingesetzt werden: sollte man eher Fahrzeuge
produzieren, die dann z.B. leicht sharebar sind und mit wenig Ressourcen
über ihren Lebenszyklus auskommen. Und man sollte Shared-BEV-Umrüstsätze
anbieten. Umrüstsätze, die Volumenmodelle der Verbrenner-Rumsteh-Autos
und Verbrenner-Rumsteh-Motorräder zu geshareten BEV machen - mit
Carsharing und für Autos auch mit Ridesharing.

Mit Milliarden von Geld, die der Staat ja frei einsetzen kann, kann man
auch Routenzugfahrer aus den Autowerken oder Lkw-Fahrer aus der
Lieferlogistik dann eben Busfahrer, Straßenbahnfahrer, Lokführer machen.

Man kann Leute aus der Nacharbeit/Montage in die Instandhaltung von
ÖPNV-Fahrzeugen umqualifizieren.

Man kann die Schienennetze ausbauen und ggf. schöne Fernbus-Bahnhöfe.

Bestimmt 10-20% der Leuten kann man so Angebote machen, wo sie wieder
Arbeit finden. Eine ähnliche, aber nicht mehr in der Autoproduktion mit
ihrem Ressourcenhunger.

Und für die restlichen Arbeitsplätze? Naja, Zukunft deutliche
Arbeitszeitverkürzung pro Mitabeiter. Das erhöht den Personalbedarf an
Personen, schafft also einen Ausgleich zu großen Entlassungen. Nur so
als grobe Richtung. Zum Beispiel als 3- oder 4-Arbeitstage-Woche. Es
wäre auch eine Art von "Kurzarbeit", aber eine, die nicht mehr vom Staat
hoch bezuschusst wird. Es wäre etwas, das sich heute Teilzeit nennt, und
dann ein neuer Vollzeit-Standard werden würde.

Sowie vermutlich wieder eine Absenkung des Renteneintrittsalters.

Diese Art von Strukturanpassungen: weniger produzieren - weniger
arbeiten - weniger konsumieren.

Grüße,
Ralf

Ralf Koenig

unread,
Aug 30, 2021, 3:48:07 AM8/30/21
to
Am 29.08.2021 um 11:24 schrieb Rupert Haselbeck:
> Ralf Koenig schrieb:
>> Michael Zink:
>>> Frank Kemper wrote:
>>>> Beim Einsteigen sind mir zunächst die Türklinken aufgefallen, die man
>>>> entweder durch Druck auf das kurze Ende der Klinke rausschwenkt,
>>>> oder sie
>>>> kommen elektrisch raus (höhere Ausstattungslinie). Mir würden normale
>>>> Zuggriffe wie bei Mercedes besser gefallen, aber damit kommt man sicher
>>>> klar.
>>>
>>> Aber wie komt damit ein potentieller Helfer nach einem potentiellen
>>> Unfall klar?
>>>
>>> Oder habe ich das nur falsch verstanden?
>>
>> Naja, bisschen clever muss der schon sein, und halt mal probieren, was
>> noch geht. Finger auf den Griff, rausklappen, ziehen, schauen, was
>> noch geht.
>
> Probieren? Im Stress einer unverhofften Unfallsituation?

Ach, Helfer ohne Retter. Also die Ersthelfer.

Naja, letztlich ist da alles probieren. Man weiß ja auch als Helfer
nicht, ob die Tür noch verriegelt ist, oder ob die Tür durch den Unfall
verkeilt/verklemmt ist.

>> Und wenn nix mehr geht oder sie oder er es nicht rafft: das schwere
>> Equipment ansetzen, das jede Tür irgendwie aufbekommt. Egal wie
>> verkeilt oder verklemmt das ganze ist.
>
> Es kann den Unterschied zwischen Leben und Tod der Fahrzeuginsassen
> ausmachen, wenn sie nicht schnell aus dem Wrack befreit werden können.
> Dazu muss die Karre noch nichtmal brennen. Es genügt, wenn die Erste
> Hilfe durch Nichterreichbarkeit der Verletzung(en) unmöglich ist.

FUD?

> Und
> bis die Feuerwehr mit schwerem Gerät ankommt, vergehen etliche Minuten...
> Es ist ja schon dämlich genug, wenn die Türen während der Fahrt
> verriegelt werden.

Ist eine Risiko-Abwägung. Risiko ist Schwere mal
Eintrittswahrscheinlichkeit.

Vorteile (Raushalten von unerwünschten Gauner/innen und Kriminell/innen
im Falle eines Überfalls) versus Nachteile (Abhalten erwünschter
Helfer/innen oder Retter/innen im Falle eines Unfall).

Und die automatische Verriegelung lässt sich in der Regel konfigurieren.

> Nicht immer wird die automatische Entriegelung beim
> Crash wunschgemäß funktionieren. Noch ein Stück dämlicher aber ist es,
> potentielle Helfer durch versenkte, eingeklappte oder sonstwie mutwillig
> unbenutzbar gemachte Türgriffe an der Hilfeleistung zu hindern.

Sie sind nicht unbenutzbar.

Die Hersteller wollen Autos verkaufen. Um sie zu nutzen, muss man aber
einsteigen können. Dafür braucht es Türgriffe, die mit einer gewissen
Grundintuition zu öffnen sind. Und das wird auch am ioniq 5 erfüllt.

Grüße,
Ralf

olaf

unread,
Aug 30, 2021, 9:45:04 AM8/30/21
to
Ralf Koenig <ralfk...@xmg.de> wrote:

>ganz passend (wenn auch in seiner typischen Art eher polarisierend
>ausgedrückt) beschrieben, eine Reduktion des Überkonsums.

Er sagt nur das was ich schon immer sage. Wie muessen Werbung
jeglicher Art abschaffen. Menschen duerfen etwas neues nur aus einem
erlebten Bedarf anschaffen und nicht aus einem eingeredeten.

>Es wäre doof, die Leute dann auf Kurzarbeit durchzuschleppen (staatlich
>hoch bezuschusst, weit über die eingezahlten Beiträge hinaus!), und auf
>eine Rückkehr des Überkonsums zu warten, wenn es die Rückkehr dieses
>Überkonsums nicht geben wird.

Naja, du verdienst weniger, aber du gibtst auch weniger aus weil du ja
weniger kaufst. Nach etwas Ueberschwingen wird das System schon wieder
stabil funktionieren.

>In Bezug auf Mobilität:
>* die Zukunft der Mobilität geht weg von Autos, in eine Stärkung von

Abwarten. .-)

>Und für die restlichen Arbeitsplätze? Naja, Zukunft deutliche
>Arbeitszeitverkürzung pro Mitabeiter. Das erhöht den Personalbedarf an

Nachdem was ich in den letzen Jahren so gelesen habe mangelt es an:

Krankenschwestern, Polizisten, Bauarbeitern, Ingenieuren, Beamte

Manchmal glaube ich es mangelt an allem. Ich frag mich wo die Leute
hin sind die das frueher immer gemacht haben und was ihre potentiellen
Nachfolger heute so machen.

Olaf

ma...@invalid.invalid

unread,
Sep 1, 2021, 9:58:02 AM9/1/21
to
Rupert Haselbeck <mein-re...@gmx.de> wrote:
>
> Es kann den Unterschied zwischen Leben und Tod der Fahrzeuginsassen
> ausmachen, wenn sie nicht schnell aus dem Wrack befreit werden können.
> Dazu muss die Karre noch nichtmal brennen. Es genügt, wenn die Erste
> Hilfe durch Nichterreichbarkeit der Verletzung(en) unmöglich ist. Und
> bis die Feuerwehr mit schwerem Gerät ankommt, vergehen etliche Minuten...
> Es ist ja schon dämlich genug, wenn die Türen während der Fahrt
> verriegelt werden. Nicht immer wird die automatische Entriegelung beim
> Crash wunschgemäß funktionieren. Noch ein Stück dämlicher aber ist es,
> potentielle Helfer durch versenkte, eingeklappte oder sonstwie mutwillig
> unbenutzbar gemachte Türgriffe an der Hilfeleistung zu hindern.

NAch der Logik sollte man auch keine zweitürige Autos mit hinteren
Sitzplätzen nutzen.

cu
.\\arc

Michael Landenberger

unread,
Sep 1, 2021, 3:34:10 PM9/1/21
to
"ma...@invalid.invalid" schrieb am 01.09.2021 um 15:57:17:

> Rupert Haselbeck <mein-re...@gmx.de> wrote:

>> Es kann den Unterschied zwischen Leben und Tod der Fahrzeuginsassen
>> ausmachen, wenn sie nicht schnell aus dem Wrack befreit werden können.

> NAch der Logik sollte man auch keine zweitürige Autos mit hinteren
> Sitzplätzen nutzen.

Man [tm] sollte erst gar keine zweitürigen Autos mit hinteren Sitzplätzen
kaufen. Überhaupt haben zweitürige Autos gravierende Nachteile. Beispielsweise
lassen sich die Türen von zweitürigen Autos in engen Parklücken schlechter
öffnen als die (kleineren) Türen bei Viertürern.

Gruß

Michael

HC Ahlmann

unread,
Sep 1, 2021, 4:17:52 PM9/1/21
to
Die schiere Anzahl von hinteren Sitzplätzen, der enorme
Stellplatzbedarf, Tempolimit, besondere Fahrerlaubnis und kurze
HU-Fristen sind weitere Abtörner für Zweitürer – Busse waren doch nicht
ausgeschlossen, oder? Falls doch, verweise ich auf meinen Pkw-Kleinbus
mit 6 Plätzen hinter einer der vier Türen.
--
Munterbleiben
HC

Ralf Koenig

unread,
Sep 2, 2021, 11:11:36 PM9/2/21
to
Am 23.08.2021 um 15:24 schrieb Ralf Koenig:
> Am 22.08.2021 um 21:52 schrieb Frank Kemper:
>> Michael Landenberger <spamwird...@web.de> wrote:
>>
>>> Dazu müsste die Qualität aber deutlich über der bisheriger Tesla-Modelle
>>> liegen. Vielleicht ist das ja so, wenn die Dinger mal in Grünheide
>>> gebaut
>>> werden, aber derzeit kann Tesla qualitativ mit den wenigsten etablierten
>>> Autoherstellern mithalten.

>> aber das schrieb ams in einem Vergleichstest von E-Crossovern vom
>> Frühjahr 2021, an dem auch ein Tesla Y mitgemacht hat:
>
> Hier ist die Quelle:
>
> https://www.auto-motor-und-sport.de/test/bmw-ix3-ford-mustang-mach-e-jaguar-i-pace-mercedes-eqc-tesla-model-y-volvo-xc40-recharge/
>
> Im Test war: ein Model Y Performance aus US-Produktion. Und dann vom
> Testwagen-Verleiher.
>
[...]
>> Ich sag's ja: Tesla-Schrott.
>
> Und das folgerst du aus einer Stichprobengröße 1?

Hier hat die AMS nochmal einen neueren Test eines Model Y gemacht, und
die Verarbeitung am Showroom-Fahrzeug war offenbar gut:

https://www.auto-motor-und-sport.de/neuheiten/tesla-model-y-europa-alle-infos-daten-fotos/

--------------------------------------------------------------------
Gut verarbeitetes Model Y

All diese Kritikpunkte hat Tesla bei dem von uns gecheckten Modell
offensichtlich beseitigt. Das vorgestellte Model Y wies keinen der
genannten Mängel auf. Die Spaltmaße am Auto wiesen keine
unterschiedlichen Abstände auf. Das Leder im Fahrzeug hatte keine Wellen
und die elektrische Sitzverstellung funktionierte. Mit einer sich
lösenden Teppichverkleidung hatte der vorgestellte Tesla ebenso keine
Probleme. Die Sitzlehnen im Fond des Tesla waren gleich hoch.

Ob der Heckspoiler korrekt befestigt ist, konnten wir nicht testen, denn
der ist nur bei der Performance-Variante vorhanden. Und diese Version
kommt erst Anfang 2022 zu uns. Die europäische Version des Model Y baut
Tesla aktuell in der Gigafactory in Shanghai, wann die Produktion des
SUV in Grünheide startet, hat Tesla noch nicht mitgeteilt.
---------------------------------------------------------------------

Grüße,
Ralf

Werner Schmidt

unread,
Jan 16, 2022, 4:00:16 PM1/16/22
to
Hej Marc,

ist ja schon bisschen her, aber ich habe im Thread nicht viel mehr dazu
gesehen; falls Deine Entscheidung noch nicht getroffen wurde (und sonst
kann es ja auch für andere noch hilfreich sein):

On Wed, 18 Aug 2021 14:44:46 +0200 ma...@invalid.invalid wrote:

> Hast Du Dich zufällig auch hinten reingesetzt, nachdem Du vorne
> sassest? Will wissen: ist das ein grosses Auto für SWMBO und mich,
> oder für alle fünf von uns?

Wir sind seit Anfang November glückliche Besitzer eines ioniq 5: RWD,
12,6 kWh, Uniq-Ausstattung, 19" Felgen, normales Dach (also nicht Solar-
oder Panorama) und bisschen was kann ich dazu sagen:

Das Platzangebot ist auch hinten *sehr* großzügig, allerdings haben wir
uns nicht zu dritt hinten rein gesetzt. Mittelsitz ist ja immer
bisschen benachteiligt, das wird auch hier nicht /grundlegend/ anders
sein. Das Moppelchen von Auto ist aber schon ziemlich breit und davon
dürfte auch der Mittelsitz profitieren.

> Ich habe den Ioniq auf meiner Liste (und den Tesla Y, und den id4),
> falls ich mal ein Auto kaufen wollte. Ich hab' den Ioniq noch nicht
> gesehen, so ganz sicher bin ich nicht, ob er mir gefällt. Mal kucken
> :)

Probegefahren hatten wir die obigen Kandidaten auch (statt des
id.4 allerdings den Enyaq), außerdem den Polestar 2 und den Kia e-niro,
letzteren in der Hoffnung, dass man da die Zuglast der Anhängerkupplung
noch etwas "auflasten" könnte (300 kg sind uns leider viel zu wenig).

Mit mehr Zuglast wäre es der e-niro geworden (kann also auch ein Tipp
sein, wenn man die Anhängelast nicht braucht), der fährt sich klasse,
ist schön wendig und ein größeres Auto wäre ansonsten nicht nötig
gewesen. Leider scheint das Auflasten der AHK nicht (ausreichend sicher
für einen Kauf) möglich zu sein, habe mich da verschiedentlich erkundigt
(natürlich nicht nur bei Kia).

Beim Enyaq hat uns das Interieur nicht gefallen (OK, mag beim id.4
besser sein), er ist innen enger als der ioniq 5 und ich empfand die
Lenkung als sehr gefühllos. Die Abrollgeräusche kamen sehr laut durch,
was aber auch an der Serienbereifung gelegen haben mag (spricht dann
aber auch gegen den Hersteller mit liebloser Auswahl). Die Heckscheibe
ist ein Sehschlitz. Der Spurhalteassistent ist recht unaufdringlich
(bei den anderen aber auch), anders als es meine Frau von einem
Leihwagen-Golf her kannte, der sie paarmal fast in die Botanik
geschickt hätte und beherztes Gegenlenken erforderte. Die
Schildererkennung (Geschwindigkeitsbegrenzungen und v. a. deren Ende)
war auf unseren Strecken mies.

Der Polestar 2 ist von der Innenausstattung her stimmiger. Die
Entscheidung, beim Infotainment quasi komplett auf Google zu setzen
finde ich fragwürdig. Auch hier die Heckscheibe ein Sehschlitz. Von
den Türverkleidungen habe ich mich "eingemauert" gefühlt, die Türkanten
sind recht hochgezogen. Das Dach "zieht sich oben etwas zusammen", ich
bin an der Kreuzung beim Blick zur Ampel immer mal wieder mit dem
Dachhimmel am linken Rand in Kontakt gekommen, fand ich schon
störend. Auch hier weniger Platz im Auto, als es den Außenmaßen
entspräche. Fahrverhalten und Lenkung ohne jeden Tadel, leise, auch was
die Abrollgeräusche angeht. In der gefahrenen Vollausstattung (AWD)
Dampf ohne Ende in allen Lebenslagen. Unter den Kandidaten das
sportlichste Fahrzeug, wer darauf Wert legt, den Platz nicht braucht und
sich mit Google anfreunden kann, ist damit sicher nicht schlecht
bedient. Aber auch nicht das effizienteste unter diesen Fahrzeugen.

Mit dem Model Y hätte ich mich durchaus anfreunden können, das
Supercharger-Netzwerk (auf das allein man ja nicht angewiesen ist!) ist
schon ein starkes Argument, und keiner der Konkurrenten beherrscht die
dynamische Strecken-/ Ladeplanung so wie ein Tesla. Aber da könnten
alle anderen mit Updates noch was werden. Die Assistenzsysteme wirkten im
Rahmen der Probefahrt nicht besser oder schlechter als bei den anderen
Kandidaten. Meine Frau konnte sich mit dem Bedienkonzept nicht
anfreunden. Gibt halt nicht viele Knöpfchen zum Drücken, und keine
Anzeigen hinterm Lenkrad ... ein HUD wäre da sehr hilfreich, gibt's vom
Hersteller aber nicht für Geld und gute Worte. Nach meinem Dafürhalten
ist das wesentliche zwar da (Infotainment etc. mit Lenkradbedienung und
an z. B. den Klimaeinstellungen spiele ich unterwegs praktisch nicht
herum), aber für sie war das ein no-go. Heckscheibe größer als bei
Enyaq und Polestar, aber recht stark getönt, bei schwachen
Lichtverhältnissen (norddeutsch-grauer Tag) sieht man einen z. B.
grauen Wagen hinter sich nicht gut. Allerdings nimmt das Auto recht gut
wahr, was um es herum los ist :-)

Beim ioniq 5 hatten wir natürlich auch einen Vorführer in
Vollausstattung (AWD). Meine Frau war ganz begeistert vom HUD,von dem
sie total überrascht war, sie wusste bis dahin nicht mal, dass es sowas
gibt :-) (deswegen ist es bei uns dann auch die Ausstattungsvariante
"Uniq" geworden; an sich hätte uns "Techniq" gereicht, meine Frau
wollte dann aber auch noch die Parkassistenz und dann war der
Preissprung zu "Uniq" mit dem HUD nur noch gering).

Von allen Kandidaten bietet er das größte Platzangebot im Innenraum
(Kofferraumvolumen geschätzt vielleicht etwas kleiner als beim Enyaq,
etwa pari zum Model Y, deutlich größer als beim Polestar 2). Die
Innenraumgestaltung ist natürlich sehr Geschmackssache, hat *uns* aber
beim ioniq 5 von allen am besten gefallen. Von allen Kandidaten
hat er auch die größte Heckscheibe, aber keinen Heckscheibenwischer! -
Die Konstrukteure hatten wohl gehofft, der durch den Spoiler auf die
Scheibe gelenkte Luftstrom würde sie ausreichend freihalten. Tut er
nicht, man fährt halt nicht nur schnell, die Scheibe verschmutzt.

Nach einigen Monaten Nutzung sind wir von dem Auto immer noch
begeistert, trotz einiger (vorwiegend Software-) Macken:

- Die elektrische Heckklappe bleibt beim Hochfahren manchmal nicht in
der oberen Position stehen und fährt gleich wieder zu (mir
aufgefallen bei Nässe und bei Kälte, evtl. weil die Klappe dann
schwerer / die Mechanik schwergängiger ist und sie zu langsam
aufgeht?). Wurscht, wenn man eine Ausstattungsvariante mit manueller
Heckklappe wählt.

- Der Lenkassistent ist nur auf der AB oder entsprechend ausgebauten
Straßen brauchbar, bei einer Spur pro Fahrtrichtung scheint er die
Mittellinie nicht immer zu erkennen und will einen auf Straßenmitte
halten statt auf Fahrbahnmitte, woraufhin dann der Spurhalteassistent
manchmal, aber auch nicht immer, gegenreagiert. OK, den Lenkassi muss
man gezielt einschalten, wenn man ihn nutzen will, das ist insofern
absolut verschmerzbar, er ist ja auch für die AB gedacht und nicht
für die Landstraße; ist mir halt aufgefallen.

- Der Spurhalteassistent geht in Ordnung, greift sanft genug ein =>
lässt sich leicht überwinden. Auf schmaleren Straßen möchte er einen
aber gerne etwas weit vom rechten Fahrbahnrand fernhalten, etwas
nervig, wenn Gegenverkehr kommt.

- Heizung / Klima sind an sich tadellos. Vorklimatisierung an der
Wallbox allerdings funktioniert nur im Zusammenspiel mit geplanter
Ladung, und da muss man dann auch noch immer vorher so rechnen und
einstellen, dass der Wagen zur geplanten Zeit tatsächlich noch
lädt - saudoof und schon vom "alten" ioniq bekannt, das hätte Hyundai
wirklich verbessern können.

- Die Ladeklappe bedarf, wenn man sie "händisch" öffnen will und
nicht mit der Schlüsselfernbedienung, über die App oder per
Sprachbefehl, eines wirklich *beherzten* Drucks auf die markierte
Stelle.

- Die Fernlichtautomatik reagiert gut und prompt auf
Gegenverkehr wie auch auf vorausfahrende Fahrzeuge, erkennt aber
Radfahrer nicht immer gut und lässt sich durch andere Lichter
(Straßenlampen, Hofbeleuchtungen) auch oft irritieren (blendet dann
unnötig ab). Querverkehr, z. B. an Kreuzungen, erkennt sie meist
nicht. Ist halt nur ein Assistenzsystem wie vieles andere auch,
entbindet einen nicht von eigenem Mitdenken und Handeln. Ach, und sie
blendet relativ (aber erträglich) spät wieder auf.

- Die LED-Hauptscheinwerfer - kein Matrix-LED! - leuchten die Fahrbahn
gleichmäßig und für mein Empfinden "gut" aus, für ein "sehr gut"
reicht es allerdings nicht. Andere beklagen sich über "schwaches"
Licht. Mich stellt es vollkommen zufrieden, aber ich kannte bislang
auch nur Halogen :-)

- Geschwindigkeitsbegrenzungen werden in meiner Gegend (das System
kombiniert Schildererkennung und Kartendaten) nach einem Navi-update
leider schlechter erkannt als vorher. Kann also auch wieder besser
werden (beim Enyaqa war's eh schlecht)

- und Uhrzeit / Datum verstellen sich manchmal völlig erratisch ...

Hört sich jetzt erstmal nach viel Kritik an, aber wenn man in den
Foren zu anderen (nicht nur Elektro-!) Autos mitliest, was da so über
(teils auch erheblich sicherheitsrelevante!) Softwaremacken gewettert
wird, dann sieht es da nicht besser aus. Ist also absolut nicht
"kriegsentscheidend": Fahrzeuge anderer Hersteller sind da nicht besser
- manche auch noch deutlich schlechter. Software reift beim Kunden
heutzutage :-(

Wie gesagt hätten wir gerne ein etwas kleineres (sparsameres /
effizienteres) Auto genommen, das vertrug sich aber nicht mit der
Anforderung "AHK mit nennenswert Zuglast". Der höhere
Luftwiderstand (Cw*A) ist in unserem Fall aber nicht so entscheidend, da
wir das Auto überwiegend auf (dörflichen) Landstraßen bewegen.
Langstrecke dann oft mit Anhänger, aber solche mit schmalem und nicht zu
hohem Profil: ich muss gelegentlich eins unserer Vereins-Segelflugzeuge
ziehen, so dass der Anhänger bei 80-90 km/h auf der AB dann auch nicht
allzu viel ausmacht. Der Volvo Diesel meiner Frau musste langsam zu oft
und zu teuer in die Werkstatt => Ersatz stand jetzt an und ein
Verbrenner kam für uns nicht mehr in Frage.


Durchschnittsverbrauch nach Bordcomputer übrigens bis jetzt knapp 21 kWh
/ 100 km - dafür, dass das im Winter mit regelmäßigem Vorheizen und auf
Kurzstrecken "erfahren" wurde eigentlich sogar noch ganz gut.

Gruß
Werner

0 new messages