Michael Landenberger <
spamwird...@web.de> wrote:
> Dazu müsste die Qualität aber deutlich über der bisheriger Tesla-Modelle
> liegen. Vielleicht ist das ja so, wenn die Dinger mal in Grünheide gebaut
> werden, aber derzeit kann Tesla qualitativ mit den wenigsten etablierten
> Autoherstellern mithalten.
Natürlich werden Tesla-Fanbunnies das alles für Hater-Propaganda halten,
aber das schrieb ams in einem Vergleichstest von E-Crossovern vom Frühjahr
2021, an dem auch ein Tesla Y mitgemacht hat:
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Da Tesla uns keinen Y für einen Test zur Verfügung stellen konnte, haben
wir uns dieses US-Modell bei einem freien Testwagenanbieter gemietet. Und
wie es so dasteht, clean-modern, windschnittig, macht es schon Eindruck.
Dazu setzt der Tesla die Vorteile des E-Auto-Antriebslayouts in
bemerkenswerte Raumeffizienz um, schafft – bei der größten Außenlänge
allerdings – das üppigste Platzangebot für Passagiere und Gepäck. Dazu
lässt sich der große, ebene Kofferraum optional mit zwei zusätzlichen
Klappsitzen möblieren. Wobei es dort wohl gelingt, noch unbequemer zu
sitzen als auf der platten, harten, dünn gepolsterten Rückbank.
Wirklich besser sind auch die Vordersitze nicht, was nicht nur daran liegt,
dass die elektrische Verstellung beschloss, den Fahrersitz nicht mehr
verstellen zu wollen. Das war nur einer von vielen Verarbeitungsmängeln am
Model Y: Klappen schlossen nicht, Verkleidungen waren schief eingepasst,
und das ganze Auto klapperte und rappelte auf schlechten Straßen so
erbärmlich, dass wir nach jeder Fahrt einmal drumrum liefen, in der
Erwartung, es habe unterwegs entbehrliche Teile von sich geworfen.
Dass solche Mängel nicht darauf gründen, dass wir keinen offiziellen
Testwagen hatten, bestätigen die Erfahrungen von Besitzern. All jene, die
den traditionellen Herstellern vorwerfen, sich ein Auto wie das Model Y
nicht zu trauen, haben recht. Das würde kein Käufer einem Mercedes, Volvo,
Jaguar, Ford oder BMW durchgehen lassen. Das Qualitätsstadium, in dem Tesla
die Produktion startet, verstünden die anderen bestenfalls als den
passenden Zeitpunkt, Richtfest für einen Rohbau zu feiern, den es nun mit
Dach, Fenster, Fassade und Innenausbau bewohnbar zu machen gilt.
Ähnliches lässt sich zur Bedienung sagen, die komplett über den
Zentralmonitor läuft. Das sieht spektakulär modern aus, aber der praktische
Umgang zeigt, dass es vor allem spektakulär schlecht funktioniert: für die
Außenspiegel-Verstellung erst ein Menü ertasten, um dann die Spiegel über
die Lenkradtasten einzustellen? Licht, Wischer und Klima per Touchscreen
aktivieren, möchte man nicht nur die eher eigensinnigen Automatik-Modi
nutzen? Warum nur? Dazu sind die Tastflächen klein und in teils tief
verwinkelte Menüs einsortiert. Und wenn der Monitor so groß ist, warum
zeigt er dann Geschwindigkeit und Reichweite nur so klein an?
Keine Fragen bleiben dagegen, wenn es mit dem Y vorangeht. Denn das –
Freunde der katapultigen Beschleunigung – versetzt euch noch immer in
Aufruhr. In 4,3 s stanzt der zweimotorig (asynchron vorn, synchron hinten)
allradgetriebene Tesla aus dem Stand auf 100 km/h und immer weiter – wobei
das Flattern der Motorhaube als Anzeichen gilt, es doch vor den 241 km/h
Höchstgeschwindigkeit gut sein zu lassen.
Ähnlich sensationell: Trotz der besten Fahrleistungen ist der Y mit 26
kWh/100 km im Testschnitt hier der Sparsamste. Auf der Eco-Runde liegt er
als Einziger unter der 20- kWh-Marke. So erzielt er Reichweiten von 307
(nach Testverbrauch) bis 426 km (Eco-Verbrauch).
Bei Effizienz, Tempo und der Dramaturgie der Inszenierung ist Tesla
unübertroffen. Doch die beim Model 3 erzielten Fortschritte bei Fahrwerk,
Handling und Komfort bleiben beim Y aus, obwohl er zwei Drittel der
Komponenten des 3 übernimmt. Denn das Set-up des SUV ist von einer solchen
Härte, dass es gar die Straffheit des Mustang weit übertrifft. Selbst über
kleinste Unebenheiten rempelt der Y unbeholfen, größere krachen direkt
durch und erschüttern das Gebälk der Karosserie. Einzig mit langen Wellen
kommt der Tesla einigermaßen zurecht, doch um uns an ein ähnlich miserables
Federungsvermögen zu erinnern, müssen wir schon Ausflüge mit Morgan 4/4
oder Caterham Seven 275 beschwören.
Das Model Y ist so unsinnig hart, dass sich das ständige Hoppeln und
Schlagen in der Lenkung auf die Fahrsicherheit auswirken. Der Tesla fährt
schlecht geradeaus, und da die Lenkung viel zu giftig anspricht, ohne viel
Rückmeldung zu bieten, lässt sich der SUV nie entspannt führen. Nur auf
wirklich guter Fahrbahn – wie bei den Fahrdynamiktests auf der Messstrecke
von Lahr – bringt er die spitze Lenkung und das bolzige Fahrwerk zu einem
vergnüglich-fixen Handling zusammen. Auf normalen Landstraßen oder
querverfugten Autobahnen steigert das Set-up nur Unruhe und
Unbequemlichkeit.
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Ich sag's ja: Tesla-Schrott.
Das ist übrigens auch der Unterschied zwischen Apple und Steve Jobs und
Tesla und Elon Musk. Man mag von Apple halten, was man will, aber es sind
immer perfekt verarbeitete Hand- und Augenschmeichler.