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Laufleistung über 200.000Km

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Peter Eggebrecht

unread,
Feb 1, 2009, 4:39:00 AM2/1/09
to

Wer hat denn mit seinem Fahrzeug mehr als 200.000Km zurückgelegt und mag
erzählen, was dabei alles ausgetauscht werden mußte.

Ich möchte mir damit einem Überblick verschaffen, welche Fahrzeuge dafür
geeignet sind. Gibt es evtl. einen Link, wo Statistiken darüber erfasst
sind?

Danke :-)

Gruss Peter


Michael Landenberger

unread,
Feb 1, 2009, 5:18:48 AM2/1/09
to
"Peter Eggebrecht" <p.egge...@freenet.de> schrieb:

> Wer hat denn mit seinem Fahrzeug mehr als 200.000Km zurückgelegt
> und mag erzählen, was dabei alles ausgetauscht werden mußte.
>
> Ich möchte mir damit einem Überblick verschaffen, welche Fahrzeuge
> dafür geeignet sind.

Ich habe schon mit mehreren Fahrzeugen mehr als 200.000 km zurückgelegt, das
ist allerdings schon länger her. Mein derzeitiges Auto (Ford Galaxy) hat ca.
160.000 auf der Uhr, die 200.000 schafft er möglicherweise auch noch. Da ich
aber nicht mehr so viel fahre wie früher, kann das noch ein bisschen dauern
;-)

Die 200.000 überschritten haben:

1. VW Passat 32 Variant Bj. 1978, 1,6l/75 PS Benziner
Getauscht werden musste an diesem Auto Kühler, LiMa, Kupplung,
Antriebswellen und der Auspuff. Ansonsten mussten nur Verschleißteile
ersetzt werden. Ich habe das Auto nach 10 Jahren und mit 250.000 km auf der
Uhr wegen diverser Rostschäden an einen Bastler verkauft.

2. Ford Escort Turnier Bj. 1984, 1,1l/50 PS Benziner
Bei diesem Auto war die Kupplung der übelste Schwachpunkt, sie musste
dreimal (!) getauscht werden. LiMa war AFAIR auch mal fällig. Auch der
Auspuff fiel irgendwann mal auseinander, wobei ich in diesem Zusammenhang
leider negative Erfahrungen mit der Fa. PitStop machen musste. Ansonsten war
das Auto trotz des unterdimensionierten (Fiesta-)Motors erstaunlich haltbar.
Ich habe es nach 10 Jahren verschrottet, weil der TÜV fällig war und ich
dafür einen im Jahr zuvor erlittenen Unfallschaden hätte reparieren müssen.
Bei der Verschrottung hatte der Wagen die 200.000 km knapp überschritten.

3. VW Passat 32B Variant Bj. 1988, 1,9l/90 PS Benziner
An diesem Auto musste außer dem Auspuff (und natürlich Verschleißteilen)
nichts getauscht werden. Auch die Kupplung war nach 200.000 km immer noch
die erste. Leider wurde dieses Auto im stolzen Alter von 14 Jahren beim
Tachostand von 220.000 km das Opfer eines Rotlichtsünders.

Der erwähnte Ford Galaxy (Bj. 1996, 2,0l/115 PS Benziner) hat zwar wie
gesagt noch keine 200.000 auf der Uhr, allerdings hat er schon einige
Tauschteile bekommen. Das teuerste davon war ein neuer Kat. Ansonsten gibt
es speziell beim Galaxy und seinen Brüdern VW Sharan und Seat Alhambra
einige Schwachpunkte, wo ein (häufiger) Teiletausch fast unvermeidlich ist,
z. B. Koppelstangen und Spurstangenköpfe. Auch diese Teile musste ich
bereits ersetzen, z. T. mehrfach.

Gruß

Michael

Frank Lassowski

unread,
Feb 1, 2009, 5:20:33 AM2/1/09
to

Peter Eggebrecht schrub:

Passat 1,9 TDI 1998 81kW 280mM

Radlager vorne links
Querlenker links oben hinten
Viskolüfter
Außenspiegelverstellschalter (Scheißteil, nicht gebraucht zu kriegen,
sauteuer und muss mit Samthandschuhen angefasst werden...)

demnächst Radlager hinten rechts, Wischerdüse hinten (dreht sich mit)

Naja, Gurte sind auch nicht mehr so dolle und diverse Innenraumbirnchen
sind in der Zeit durchgebrannt.

Das war's, mehr war nich.

Frank

Message has been deleted

Christian Müller

unread,
Feb 1, 2009, 5:35:00 AM2/1/09
to
Frank Lassowski schrieb:

> Passat 1,9 TDI 1998 81kW 280mM


Weit bist du mit deinem Auto in den 11 Jahren ja noch nicht gekommen:-)


Gruß Christian

Peter Eggebrecht

unread,
Feb 1, 2009, 5:44:00 AM2/1/09
to
Tobias Richter (garbage) schrieb:

[...]
>Mehr kannst Du hier nachlesen.
>http://www.langzeittest.de/seat-altea/berichte/2006/juni.php

Danke.... :-)

Auch an die anderen für das schnelle Feetback. Was fehlt sind
augenmerklich die ausländischen Hersteller, ohne deutscher Mutter in der
Entwicklungshilfe.

Gruss Peter


Frank Lassowski

unread,
Feb 1, 2009, 5:54:38 AM2/1/09
to

Christian Müller schrub:


> Frank Lassowski schrieb:
>
>> Passat 1,9 TDI 1998 81kW 280mM
>
>
> Weit bist du mit deinem Auto in den 11 Jahren ja noch nicht gekommen:-)

:-)

280Mm dann eben :-) Morgens sind die Finger ein wenig undiszipliniert...

Frank

Ralf Teschenbaum

unread,
Feb 1, 2009, 6:07:43 AM2/1/09
to
Peter Eggebrecht schrieb:

> Wer hat denn mit seinem Fahrzeug mehr als 200.000Km zurückgelegt und mag
> erzählen, was dabei alles ausgetauscht werden mußte.

Bei einem Golf III TDI (Direkteinspritzer, kein PD, 10 Jahre, davon 9 bei
mir) und einem Peugeot 205 Diesel (1.8/60 PS 10 Jahre bei mir) bin um die
250.000 gekommen.

Beim Peugeot ist mal der Kupplungszug gerissen und die Tachowelle kaputt
gegangen. Marder mochten seine Schläuche, aber trotz teilweise erheblichem
Kühlmittelverlust hat die Maschine auch Jahre später klaglos und sparsam
ihren Dienst versehen. Der Ölverbrauch ging ab 200.000 so zu 1 l zwichen den
Service Intervallen (=Peilstab von Max auf Min-Markierung).

Der Golf hatte in der Garantie noch eine undichte Einspritzpumpe, eine
Kupplung wurde gewechselt und ein Kabelbruch am Fensterheber. Die
Recarositze von der Aufpreisliste sahen am Ende immer noch aus wie neu -
geile Qualität und keine Probleme mit Klima, aber vorsorglich zwischendurch
das Kühlmittel gewechselt.
Ausgerechnet in den letzten Monaten bahnte sich ein mechanisches Problem an
einem Fensterheber und eine Antriebswelle an. Meinem Mechaniker hat das Auto
so gut gefallen, dass er es genommen hat.

Gruß, Ralf.

Radbert Grimmig

unread,
Feb 1, 2009, 6:12:51 AM2/1/09
to
Peter Eggebrecht schrieb:

>Wer hat denn mit seinem Fahrzeug mehr als 200.000Km zurückgelegt und mag
>erzählen, was dabei alles ausgetauscht werden mußte.

Daihatsu Charade G100 1.3 EFI 16V EZ '86 - wurde präventiv bei 60 Mm
neu gelagert (hysterischer Händler, der Mitte der 80er noch keine
Erfahrung mit dem Motor hatte). Brauchte bis iirc 270 Mm neben
Inspektionen nur einmal eine neue Batterie, dazu ein durch den
Bosch-Dienst versehentlich gelockerter Stecker an der Einspritzung,
der etwas Theater verursachte, bis wir es gefunden hatten. Dann
Getriebeschaden, Austauschgetriebe und noch mal mindestens 100 Mm.
Könnte sein, dass zwischendurch auch mal ein paar Auspuffteile bzw.
Schweißungen fällig waren, weiß ich nicht mehr. Turnusmäßig hätte da
außerdem drei Mal der Zahnriemen gewechselt werden müssen, kann ich
ebenfalls nicht mehr beantworten.

Daihatsu Applause I, ich glaub '92er Baujahr - 2001 mit km-Stand
212000 übernommen, versehentlich erst mal gute 3000 D-Mark
reingesteckt (Stoßdämpfer und ein paar Bremszylinder (gebraucht),
neues Auspuff-Mittelteil, Zahnriemen, Kraftstoffilter und
kleinere andere Reparaturen). Er brauchte dann bis 2003 mindestens
noch einen Bremssattel hinten (Fehlkonstruktion und daher selbst vom
Schrott viel zu teuer, ich weiß nicht mehr ob 90 oder 180 Mark oder
EURO, jedenfalls viel zu viel) und hatte dann 2003 bei 250 Mm eine
durchgeblasene Kopfdichtung, aufgrund derer ich mich letztendlich
entschloss, ihn abzustoßen. Hatte zum Glück dann einen Auffahrunfall
(=> 800 Euro von der Versicherung) UND bei Ebay noch 400 Euro dafür
bekommen.

Wieviel der Applaus II meiner Schwester inzwischen runter hat, weiß
ich gar nicht, aber über 200 Mm sind es ganz sicher. Der hat schon
mehr als einen Bremssattel hinten bekommen und die Handbremse ist
schon wieder am Arsch, darüber hinaus mindestens einen Satz
Stoßdämpfer, das krieg ich aber alles nicht so genau mit.

--

Gruß
Radbert

Werner Schmidt

unread,
Feb 1, 2009, 6:55:02 AM2/1/09
to
Hallo Peter Eggebrecht, Du schriebst am 01.02.2009 10:39

> Wer hat denn mit seinem Fahrzeug mehr als 200.000Km zurückgelegt und mag
> erzählen, was dabei alles ausgetauscht werden mußte.


fahre immer noch meinen MB 124 200D BJ '87, jetzt fast 490.000 auf der Uhr.

Übernommen bei 136.000, bis dahin laut Verkäufer nix gewesen, der hatte
ihn als Jahreswagen von Werksangehörigem gekauft. Originalbatterie war
gleich hin, durch 86 Ah-Batterie meines Vor-Fahrzeuges (200D/8) ersetzt,
hat noch ein paar Jahre gehalten.

Bei mir dann bis weit über 200.000 auch nix außer den üblichen
Verschleißteilen (Auspuff, Bremsen, Reifen, Stoßdämpfer, Öl- und
Ölfilterwechsel, Luft- und Kraftstoffilter, diverse Glühbirnen ... - was
vergessen?).

Bei 260.000 Kopfdichtung, wäre nicht nötig gewesen (ich mußte ja
unbedingt trotz steigender Temperatur noch diese Paßstraße rauf; der
Thermoschalter für den Kühlerlüfter war defekt). Steuerkette
prophylaktisch mit gewechselt.

Irgendwann zwischendrin:
Kühler undicht. Radlager (vorne und hinten). Irgendwann zwischen
200-300.000 neue Windschutzscheibe (durch viele viele Kratzer Blendung
im Gegenlicht; wäre jetzt wieder fällig, hat außerdem 2-3 kleine
Steinschläge). Bei um 350.000 neue Kohlen in die LiMa, bei ca. 460.000
war dann eine Austausch-LiMa fällig. 2-3 Kühlerthermostate verschlissen.
Gummilager des Hinterachsträgers erneuert. Bei ca. 400.00 neue
Hydrostößel eingebaut. Zweimal Federbruch vorne rechts, einmal hinten
rechts. Feststellbremsseile erneuert. Neue Einspritzdüsen kurz nach
200.000 eingebaut. Türschloß verschlissen, erneuert. Bei ca. 450.000
erstmals Schweißarbeiten am Unterboden erforderlich, um über'n TÜV zu
kommen.

Ob Dir das jetzt weiterhilft? Wenn Du nach einem guten gebrauchten
suchst: es gibt noch eine Handvoll gut gepflegte 124er aus den letzten
Baujahren am Markt; ich überlege aktuell daran, mir so einen zu
schießen; die Preise sind moderat. Außerdem sind sie dank
5-Gang-Getriebe noch etwas sparsamer (meiner schluckt im überwiegenden
Landstraßenbetrieb zwischen 5,9 und 6,5 l/100km je nach Fahrweise).

Meiner ist *nicht* gut (eher: kaum bis gar nicht) gepflegt worden und
hat dennoch bis jetzt mit so wenig Reparaturen gehalten. Dafür hat er
aber auch außer Kaufpreis, Kraftstoff und Verschleiß nur wenig gekostet :-)

Unter den jüngeren Gebrauchtwagen habe ich trotz sehr guter Tips her aus
der Gruppe (dafür nochmals vielen Dank an alle daran beteiligten
Mitleser und -schreiber!) nichts wirklich für mich passendes gefunden -
entweder *zu* jung (und damit zu teuer) oder für meine Einsatzzwecke mit
zu vielen Nachteilen behaftet.

Gruß
Werner

Roman J. Rohleder

unread,
Feb 1, 2009, 6:58:00 AM2/1/09
to
p.egge...@freenet.de (Peter Eggebrecht) schrieb:

>Wer hat denn mit seinem Fahrzeug mehr als 200.000Km zurückgelegt und mag
>erzählen, was dabei alles ausgetauscht werden mußte.

Audi 100/C4, 1991, 2,3l5E-Benziner; das Auto hat jetzt 257000 runter,

Ich erinnere mich an folgende Arbeiten, das Gros in den letzen 4
Jahren/30 000km:

- Anlasser ausgetauscht
- Kuehler
- KW-Thermostat
- Bremsscheiben vorne waren nach 250000 unten, hinten in der Zeit 2x
gewechselt wegen Rostschlieren. Der Wagen wird einen Hauch zu wenig
bewegt.
- Bremssaettel hinten wegen "fest" - einer davon war ne Panne
unterwegs, der ADAC brachte mir den Wagen dann nach Hause..
- Bremsleitungen bei 250000
- Zahnriemen/Wasserpumpe duerfte 2x gemacht worden sein.,
- Scheibenwischermotor wegen fester Lager
- Mittel- und Endschalldaempfer
- Zylinderkopfdichtung bei 230000.

Das Autochen hat keinen Rost, die Austauschteile haben durch die Bank
weg zwischen 10EUR (der Scheibenwischermotor) und knapp unter 100 (der
Kueheler) gekostet. Die Teile sind ezahlbar, weil haeufig.

Ab etwa 230000km bzw. 15 Jahren hat der Arbeitsaufwand zugenommen.

>Ich möchte mir damit einem Überblick verschaffen, welche Fahrzeuge dafür
>geeignet sind. Gibt es evtl. einen Link, wo Statistiken darüber erfasst
>sind?

Ist zwar nicht dafuer gedacht, aber spritmonitor.de koennte da einen
gewissen Einblick geben.

> Gruss Peter

Gruss,
Roman
--
"An MDCCCXII/Mémorable par la campagne contre les Russes/
Sous le préfectura de Jules Doazan."
"Vu et approuvé par nous commandant russe de la ville de Coblentz/
le 1er janvier 1814."

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Ingo Böttcher

unread,
Feb 1, 2009, 7:24:13 AM2/1/09
to
Am 01 Feb 2009 10:39:00 +0100 schrieb Peter Eggebrecht:

> Wer hat denn mit seinem Fahrzeug mehr als 200.000Km zurückgelegt und mag
> erzählen, was dabei alles ausgetauscht werden mußte.

Octavia 1 TDI, 90 PS, lief bis 313.000 km hier, war da dann eben über fünf
Jahre alt. Neben den normalen Inspektionen war bei 185.000 die Kupplung am
Ende. Trennte nicht mehr richtig und klackerte seltsam. Der Blinkehebel war
mal defekt, wurde dann auch gleich gegen den mit Tempomat getauscht.
Abgegeben wurde er dann, weil der fünfte Gang bei etwas mehr Drehmoment
raussprang. Sonst keine Pannen, keine aussergewöhnlichen Probleme.

Der Nachfolger, selbes Modell, hatte bei knapp 170.000 dann auch eine
Getriebereparatur nötig, da wollte der fünfte Gang gar nicht mehr. Ist seit
Ende November nicht mehr meiner, läuft aber auch immer noch. Auch da außer
den normalen Inspektionen keine Probleme.

> Ich möchte mir damit einem Überblick verschaffen, welche Fahrzeuge dafür
> geeignet sind. Gibt es evtl. einen Link, wo Statistiken darüber erfasst
> sind?

Frag mal die Taxifahrer. ;)

--
Und tschüß | Bitte nach Möglichkeit keine Rückfragen per Mail. Ich lese
Ingo | die Gruppen, in denen ich schreibe.
| Die E-Mail Adresse ist gültig, bitte nicht verstümmeln!

Otto Adam

unread,
Feb 1, 2009, 7:44:37 AM2/1/09
to
Peter Eggebrecht schrieb:

> Wer hat denn mit seinem Fahrzeug mehr als 200.000Km zurückgelegt und mag
> erzählen, was dabei alles ausgetauscht werden mußte.

Wir haben einen Beetle 1.9 TDI (90PS) Bj 1999, der hat jetzt um die
230tkm runter.

Gekauft haben wir ihn als "aelteren Vorfuehrer", da waren schon 30tkm
auf der Uhr, meine Frau hat ihn dann als Pendlerin gefahren (2x etwa
40km am Tag), ein paar Urlaubsfahren kamen auch dazu (Italien).

Anfangs hatte er laufend irgendwelche laestigen Kleinigkeiten (Schalter
der Fensterheber in die Tuerverkleidung gefallen, zentral wesentliches
Relais ploetzlich verendet, unglaublich viele Scheinwerferlampen
(zeitweise eine in der Woche), die unpackbar schwierig zu wechseln
sind), aber eigentlich nie was grobes, es war nur sehr laestig.

Nachdem bei etwa 120tkm wohl alles mal getauscht war, was die Mexikaner
nicht so super hinbekommen haben und sich mal ein faehiger
Autoelektriker die Kontakte der Scheinwerfer vorgenommen hat, hat er
jetzt eigentlich nix mehr, schon lange.

Lediglich die, auch durch die Bauform bedingten, hohen Servicekosten
trueben das nun gute Bild ein wenig.


mfg
otto

Andreas Arnold

unread,
Feb 1, 2009, 8:00:19 AM2/1/09
to

Peugeot 306, Baujahr 1996

Ausgetauscht wurden (abgesehen natürlich von Verschleißteilen):
- elektrischer Fensterheber vorne.
- 1 Trommelbremse hinten.
- diverse Stücke Auspuffrohr

Ich bin einmal liegengeblieben, weil ein Kabel von der Lichtmaschine
abgerostet/abgeknabbert von einem Marder war.

Andreas Arnold

unread,
Feb 1, 2009, 8:01:35 AM2/1/09
to

Ich habe die Batterie vergessen, die ich einmal ersetzten musste und die
Pumpe für die Scheibenwaschanlage. Habe ich aber beides selbst ausgetauscht.

Peter Sieker

unread,
Feb 1, 2009, 8:11:08 AM2/1/09
to

"Peter Eggebrecht" <p.egge...@freenet.de> schrieb im Newsbeitrag
news:Av0li$nV...@p.eggebrecht.freenet.de...

Falls es Dir hilft, wir haben im Fuhrpark diverse Mercedes C-Klasse C220 CDI
E-Klasse 270 CDI, 320 CDI gehabt, die zwischen 200.000 km und
bis zu 350.000 km eingesetzt wurden.

Bei den C-Klassen (W/S203) gab es häufiger Probleme mit den Stabigummis
an der Vorderachse, die fingen an zu quietschen. (Garantie oder Kulanz)

Dann brachen bei einigen frühen (2000-2002) C-Klassen ein Hebel der
Heizungsregelung.

Ein paar Tankanzeigen (Tankgeber) sind ausgefallen.

Bei 320.000 km hat eine C-Klasse eine neue Servolenkung benötigt,
und es gab noch ein defektes Automatikgetriebe (1200 Euro) und eine
eingelaufene Common Rail Pumpe (7.000 Euro !!!! Garantie)

Ansonsten gab es nur sichtbare Abnutzngen im Innenraum.

Allerdings waren das alles Langstrecken Fahrzeuge mit 60.000 -100.000 km/Jahr.

DGrade

unread,
Feb 1, 2009, 9:04:51 AM2/1/09
to
"Peter Eggebrecht" <p.egge...@freenet.de> schrieb im Newsbeitrag
news:Av0li$nV...@p.eggebrecht.freenet.de...
>
> Wer hat denn mit seinem Fahrzeug mehr als 200.000Km zurückgelegt und mag
> erzählen, was dabei alles ausgetauscht werden mußte.
>
> Danke :-)
>
> Gruss Peter


Mazda 323 1100ccm Bj. 86 - 243.000km
2 Anlasser + 1 Keilriemen + Satz Stoßdämpfer + Bremsklötze vorn
+ Schluck Öl beim Tanken in den letzten 11 Jahren :-) (=so 110.000km)

Ging dann auch mangels Rost in die Presse, weil er echt zu langweilig war.

Gruzz,
Danny

--
DGrade
Berlin, Germany, Europe, Terra
URL: http://www.LesIchNich.de

Message has been deleted

Peter Eggebrecht

unread,
Feb 1, 2009, 7:56:00 AM2/1/09
to
Ingo Böttcher (i-dont-want-nospam) schrieb:

[...]


>> Ich möchte mir damit einem Überblick verschaffen, welche Fahrzeuge
>> dafür geeignet sind. Gibt es evtl. einen Link, wo Statistiken darüber
>> erfasst sind?

>Frag mal die Taxifahrer. ;)

Dort findet man Skoda und Co. eher weniger, da immer noch der mit dem
Stern favorisiert wird.

Gruss Peter


Peter Eggebrecht

unread,
Feb 1, 2009, 10:13:00 AM2/1/09
to
Peter Sieker (invalid) schrieb:

[...]
>Falls es Dir hilft, wir haben im Fuhrpark....

Mir zeigen bisher alle Artikel mit welchem geringen Kostenaufwand
Fahrzeuge über 200.000 Km gefahren werden können und das man mit
Gebrauchten um die 60.000Km noch lange seine Freude haben kann.

.... noch mehr zeigt es mir, das sich dem Wunsch nach einem neuen
Fahrzeug sehr viele User widersetzen konnten.... aus welchen Gründen
auch immer... :-)

Ich bin zwar erst bei 151.000Km angekommen, durfte allerdings einiges an
Nebenagregaten ersetzen (Golf III 66KW Benzin) und will somit erst dahin
kommen.


Gruss Peter


Hartmut 'Hardy' Schiszler

unread,
Feb 1, 2009, 10:25:41 AM2/1/09
to
Peter Eggebrecht schrieb:

Kann ich aus unserer Ecke nicht bestätigen, zumindest nicht komplett.
Zwar stellt der Stern die größte Gruppe dar. Aber der Abstand ist
nicht sehr groß zu VW, Scoda, Dacia und Co.

Hardy

--
Irgendwo gibt es jetzt gerade Freibier und ich kriege es nicht.
Sauerei. Freibier gehört verboten. Peter Wenz

Peter Eggebrecht

unread,
Feb 1, 2009, 10:50:00 AM2/1/09
to
Hartmut 'Hardy' Schiszler (schiszler) schrieb:

[...]


>Kann ich aus unserer Ecke nicht bestätigen, zumindest nicht komplett.
>Zwar stellt der Stern die größte Gruppe dar. Aber der Abstand ist
>nicht sehr groß zu VW, Scoda, Dacia und Co.

Und wie machen sich diese Fahrzeuge im Taxibetrieb? Gibt es auch dafür
Werkstätten, die einen entsprechend abgestimmten schnellen Service
anbieten?

Wie ist der Innenraumverschleiß, können die mit dem "Stern" mithalten?

Gruss Peter


Ralf Koenig

unread,
Feb 1, 2009, 10:54:21 AM2/1/09
to
Peter Eggebrecht schrieb:

> Wer hat denn mit seinem Fahrzeug mehr als 200.000Km zurückgelegt und mag
> erzählen, was dabei alles ausgetauscht werden mußte.

Finde ich an sich eine gute Aktion, kann leider ganz konkret dazu nix
beitragen. Unsere Autos haben alle weniger km drauf.

Was sich aber schon bei den ersten Antworten zeigt: Die Antworten sind
teilweise etwas verschieden weil Verschleißteile unterschiedlich
gehandhabt werden. Dabei machen Austausch von Reifen,
Bremsscheiben/belägen, Kupplung, Auspuff, Stoßdämpfern evt. einen
Unterschied.

Und ich würde davon ausgehen, dass die Autos unterschiedlichen
Belastungen unterworfen sind. Insofern wäre es eine gute Idee, wenn die
Leute mit hinschreiben, was die typische Verwendung war, z.B.
Autobahnbetrieb (gemächlich/schnell), Landstraße, Stadtverkehr.

Interessant wäre auch die Wartungsmoral. Bekannte machen es z.B. so,
dass sie das Auto nur in die Werkstatt bringen, wenn es nicht mehr
fährt. Alles andere ist kein Grund. Das Auto sieht keine Inspektionen,
nach dem TÜV wird nur genau das gemacht, was der TÜV bemängelt hat. Wenn
was ausfällt, aber das Auto noch fährt und der TÜV nicht meckert, bleibt
es eben kaputt. Und das ist keine ganz alte Schrottmöhre.

Was mir aber einfällt an Einzeltests:
=======================================

- Die Autobild macht Einzeltests über 200.000 km. Erst über 100.000 km,
dann noch mal über weitere 100.000. Allerdings brauchen die nur kurze
Zeit, um die Kilometer abzureißen. Damit werden die "Zeit"schäden kaum
erfasst, z.B. Korrosion. Dafür nehmen sie danach die ganze Kiste
auseinander, auch den Motor, und suchen überall nach beginnender
Korrosion und Verschleiß.

- http://www.langzeittest.de
Allerdings fahren da wenige die Autos bis 200.000 km. Und man müsste
sich die Reparaturen mühsam zusammensammeln.

> Ich möchte mir damit einem Überblick verschaffen, welche Fahrzeuge dafür
> geeignet sind.

Einen erheblichen Einfluss haben die Jahreskilometer, denke ich. Mit
z.B. 5 TKM im Jahr muss man 40 Jahre hinkommen, das wird eng bis
unmöglich, wohl bei allen Modellen. Mit 100 TKM im Jahr ist nach 2
Jahren das Ziel erreicht.

In a Nutshell: Wer z.B. schnell seine Kilometer abreißt, kann auch ein
Auto nehmen, das rostet.

Außerdem: Unten der generelle Disclaimer.

> Gibt es evtl. einen Link, wo Statistiken darüber erfasst sind?

Man kann auch Ergebnisse aus Reihenuntersuchen interpretieren.
==============================================================

Dekra-Mängelreport
---------------------
(-> z.B. Zeitschriftenhandel am Bahnhof, heißt "auto motor und sport
Spzial, Gebrauchtwagen 2009") ist nach Laufleistung kategorisiert:
allerdings sind da die drei Klassen:

0- 50 TKM
50-100 TKM
100-150 TKM

Vielleicht schaust du einfach in die höchste km-Klasse. Und leider nur
vergleichsweise junge Modelle. Mängelgruppen und -häufigkeiten nennen
die auch, aber keine Kosten.

TÜV-Report
---------------------
(-> z.B. Zeitschriftenhandel am Bahnhof, heißt "AutoBild Spezial TÜV
Report 2009 - Der perfekte Gebrauchtwagenratgeber") sind die
HU-Ergebnisse nach Alter, ab diesem Jahr auch mit mittlerer
Laufleistung. Dort bis 11 Jahre alte Autos.

An sich reicht für einen Überblick diese Zusammenfassung:
TÜV-Report 2009: "Mängelzwerge" und "Mängelriesen"
http://www.vdtuev.de/presse/tuevnachrichten/tuev-report-2009-gold-geht-nach-japan/dok_view?oid=126125

Für die 8/9-Jährigen und die 10/11-Jährigen habe ich aus den Zahlen des
TÜV-Report jeweils eine Grafik gemacht, die ich mir so auch im Heft
gewünscht hätte. Dort vielleicht in der Farbe der Knubbel noch die
Wagenklasse kodiert. War mir hier zu aufwendig.

http://www.nm.ifi.lmu.de/~koenig/download/auto/tuev_2009_8-9-jahre.pdf
http://www.nm.ifi.lmu.de/~koenig/download/auto/tuev_2009_10-11-jahre.pdf

Da sieht man auch schön die Schichten. Sportwagen bilden ihren Cluster.
Die Kleinwagen bilden ihre Kilometer-Schicht, drüber die Kompaktwagen,
drüber die Mittelklasse, dann Obere Mittelklasse/Oberklasse/Vans.

Man kann nicht alle Beschriftungen lesen, bekommt aber einen Überblick.
Und man kann reinzoomen. Die Werte hat man zusätzlich ja noch in der
Tabelle.

Ich habe extra 0,0 als Nullpunkt genommen, sodass man da einen
Winkelsweep drüber machen kann. Also einen gedachten Strahl durchlegen,
der sich von der y-Achse in die x-Achse dreht. Dann kommen erst die mit
gutem Verhältnis EM-Quote zu TKM, am Ende die schlechten. Außerdem sieht
man die Verhältnisse besser.

Und beide Diagramme haben bewusst den gleichen Achsenbereich. So, dass
man sie im Prinzip übereinander legen könnte.

Interpretieren kannst du das selbst, was jetzt die für dich
interessanten Modelle sind.

Aber klar: Von Reparaturen steht da nix drin.
- Nach Motoren (Diesel, Benziner, Anzahl Zylinder) und Getriebe wird
nicht unterschieden.
- Man weiß nicht, wie sich TKM-arme Modelle mit steigenden Kilometern
*weiter* entwickeln.
- Und man weiß nicht, ob z.B. 11-Jährige mit gutem Abschneiden plausibel
dafür sind, dass auch 2-3-Jährige des gleichen Herstellers/Modells
*später mal in diesem Alter* so abschneiden, oder schlechter oder besser.

Problem bei allen HU-Sachen: Manche Modelle werden von ihren Besitzern
verstärkt vorher gecheckt, dann zur HU gebracht (ab Mittelklasse,
Premiumhersteller). Andere in der Regel ohne vorherigen Check zur HU
(Kleinwagen, Nicht-Premium-Wagen).

Außerdem werden nur HU-Mängel erfasst.

ADAC Pannenreport
---------------------

Und dann den ADAC Pannenreport dazunehmen (beim ADAC online) für die
Mängel, die bei der HU nicht relevant sind, z.B. Komfortelektrik, alle
Ausfälle, die das Auto nicht mehr fahren lassen. Angreifbar daran:
Eigene Pannendienste der Hersteller.

=========================
Genereller Disclaimer
=========================

Es handelt sich bei Fahrzeugen mit 200 TKM in der Regel um eher alte
Fahrzeuge. Neben dem Herstellereinfluss (den versucht der OP wohl zu
ergründen) kommt da ganz beträchtlich der Einfluss des Besitzers
(Streckenprofil, Fahrstil, Wartung, Pflege) dazu.

Ralf

Ralf Bosselmann

unread,
Feb 1, 2009, 11:19:52 AM2/1/09
to
Peter Eggebrecht schrieb:

> Wer hat denn mit seinem Fahrzeug mehr als 200.000Km zurückgelegt und mag
> erzählen, was dabei alles ausgetauscht werden mußte.

1.
Opel Kadett Cabrio: aktueller Stand 241000
2x Benzinschläuche am Tank,
1x Lüfterschaltung (IIRC Kondensator)
1x Kühlerthermostat
3x Endschalldämpfer,
2 Sätze Bremscheiben
4 Sätze Bremsbeläge
1x Dachverriegelung
1x Radlager vorne

2.
VW Passat 35i 1.9 TDI (BJ 96)
zerlegt nach WaPu Schaden bei 236000

insgesamt unauffällig,

3.
VW Passat 3b 1.9 TDI BJ 98 verkauft bei 290000

1x Radlager vorne
1x Stabi oder Querlenker
1x Auspuffanlange ab Krümmer
2x Luftmassenmesser
5 oder 6 mal Kurbelwellensensor
diverse Zahriemenwechsel


4.
Ford Mondeo 2.0 Tdci aktuell bei 227000
1x Servopumpe
1x Dämpfer hinten (links und rechts)
1x Stabi hinten (links und rechts)
1x Endtopf
1x Flexrohr (hinterm Krümmer)

wichtiger als das Auto scheint mir fast eine gute Werkstatt.
Selbige hat beim 3b sehr zur Unzufiedenheit beigetragen.
Ganz abgesehen von sehr frechen Inspektionskosten.

Ralf

Radbert Grimmig

unread,
Feb 1, 2009, 11:21:30 AM2/1/09
to
Ralf Bosselmann schrieb:

>Opel Kadett Cabrio: aktueller Stand 241000

Kein Verdeck erneuert? Irre.


--

Gruß
Radbert

Hartmut 'Hardy' Schiszler

unread,
Feb 1, 2009, 11:42:11 AM2/1/09
to
Peter Eggebrecht schrieb:

Da muss ich passen, weder betreibe ich ein Taxi, noch fahre ich mit
ebensolchen.

Message has been deleted

Peter Eggebrecht

unread,
Feb 1, 2009, 12:57:00 PM2/1/09
to
Frank Kemper (samplerama) schrieb:

[...]
>Halte ich für ein sinnloses Unterfangen. Erstens dauert es ja häufig
>8-10 Jahre, bis ein Auto so viele Kilometer draufkriegt. Ein Auto, das
>Du heute mit wenig Km kaufst, gehört nicht unbedingt dazu. Zweitens
>dürfte in dieser NG kaum eine statistische Häufung herauskommen.

... tendentiel stelle ich bei den bisherigen Angaben fest, das keine
Reparaturen anfielen die als wirtschaftlicher Totalschaden durch
Materialverschleiß gelten können. Sprich Motor oder Getriebeschäden.

Natürlich läßt sich mit den bisher gemachten Angaben keine genau
definierte Aussage machen, dafür sind sie viel zu ungenau und
oberflächlich. Das bisherige Ergebnis erstaunt mich dennoch, zumal aus
dem Hintergrund heraus, das nun bereits für 9 Jahre alte Autos eine
Verschrottungsprämie gezahlt wird.

Meine Nachbarschaft wechselt ihr Fahrzeug z.B. nach 4-6 Jahren, bei
einer Kilometerleistung von um die 70.000Km aus dem Grund, da sie nun
größere und somit teure Reparaturen erwartet. Grob überschlagen beträgt
der Wertverlust dabei 12.000 Euro, wobei in dieser Zeit lediglich die
Inspektionen erforderlich waren.

Für die Hälfte davon, also 6-8 KEuro bekommt man bereits ein Fahrzeug
was noch 2x soviel Kilometer zurücklegen kann und dessen
Verschleißkosten sich dabei auf geschätze 3000 Euro belaufen.

Das sind dann beileibe keine Kleinwagen, sondern gut ausgestattete
Mittelklassefahrzeuge.

... sollte sich ein "Knoten" in meiner Betrachtung gebildet haben... ich
werde es bestimmt bald erfahren ;-)

Gruss Peter


Ralf Bosselmann

unread,
Feb 1, 2009, 2:00:08 PM2/1/09
to
Radbert Grimmig schrieb:

> Ralf Bosselmann schrieb:
>
>> Opel Kadett Cabrio: aktueller Stand 241000
>
> Kein Verdeck erneuert? Irre.

Doch, aber das war nach drei Jahren ein Fall für die Teilkasko.
(Wenn Anfänger Autos knacken. Ohne Schaden bekommt man die Mühle
schneller auf als durch das aufgeschnittene Dach)
Das dann montierte Stoffdach sieht noch heute aus wie neu.

Ralf

Roman J. Rohleder

unread,
Feb 1, 2009, 2:08:53 PM2/1/09
to
p.egge...@freenet.de (Peter Eggebrecht) schrieb:

> Hartmut 'Hardy' Schiszler (schiszler) schrieb:

>>Zwar stellt der Stern die größte Gruppe dar. Aber der Abstand ist


>>nicht sehr groß zu VW, Scoda, Dacia und Co.

>Und wie machen sich diese Fahrzeuge im Taxibetrieb? Gibt es auch dafür
>Werkstätten, die einen entsprechend abgestimmten schnellen Service
>anbieten?

VAG und AFAIK auch Opel haben sich in dem Segment ein wenig auf die
Hinterbeine gestellt und greifen MB gezielt an.

Ralf Koenig

unread,
Feb 1, 2009, 2:39:27 PM2/1/09
to
Peter Eggebrecht schrieb:

> Frank Kemper (samplerama) schrieb:
>
> [...]
>> Halte ich für ein sinnloses Unterfangen. Erstens dauert es ja häufig
>> 8-10 Jahre, bis ein Auto so viele Kilometer draufkriegt. Ein Auto, das
>> Du heute mit wenig Km kaufst, gehört nicht unbedingt dazu. Zweitens
>> dürfte in dieser NG kaum eine statistische Häufung herauskommen.
>
> ... tendentiel stelle ich bei den bisherigen Angaben fest, das keine
> Reparaturen anfielen die als wirtschaftlicher Totalschaden durch
> Materialverschleiß gelten können. Sprich Motor oder Getriebeschäden.

Klar ist doch dabei. Z.B. der Passat 35i von Ralf Bosselmann. Verschleiß
an der Wasserpumpe -> hat den ganzen Motor mitgerissen -> damit das
ganze Fahrzeug. Im MB von Werner Schmidt wurde es halt repariert.

Wir hatten so einen, aber der hat die 200 TKM nicht erreicht. Bei 160
TKM: Automatikgetriebe im Eimer. Wirtschaftlicher Totalschaden. Bei der
Reparatur haben wir den falschen Weg genommen, weil bei uns in der Nähe
kein spezieller Dienstleister für Automatikgetriebe ist. War eine Farce.

VW Golf III Variant 1.8 Benziner, 90 PS, BJ 1995, Automatik.

Ein ähnlicher Fall wurde hier in der Gruppe bei einem Renault Clio
beschrieben.

Auch vor kurzem: Ein Golf III '95 mit Schaltgetriebe konnte mit einem
übrig gebliebenen Tauschgetriebe aus einem Polo wieder flottgemacht
werden, die Reparatur war irgendwie eine Leistung unter Freunden.

Aber alles vor 200 TKM.

Und da wo manche hingeschrieben haben: "Zylinderkopfdichtung getauscht"
hätte ein anderer hingeschrieben: Wirtschaftlicher Totalschaden.

> Natürlich läßt sich mit den bisher gemachten Angaben keine genau
> definierte Aussage machen, dafür sind sie viel zu ungenau und
> oberflächlich. Das bisherige Ergebnis erstaunt mich dennoch, zumal aus
> dem Hintergrund heraus, das nun bereits für 9 Jahre alte Autos eine
> Verschrottungsprämie gezahlt wird.
>
> Meine Nachbarschaft wechselt ihr Fahrzeug z.B. nach 4-6 Jahren, bei
> einer Kilometerleistung von um die 70.000Km aus dem Grund, da sie nun
> größere und somit teure Reparaturen erwartet.

Vielleicht fahren die unzuverlässige Modelle? <duck>

> Grob überschlagen beträgt
> der Wertverlust dabei 12.000 Euro,

Kommt stark auf den Neupreis drauf an!

Eine E-Klasse in Luxusausstattung verliert in 4-6 Jahren, 70 TKM
bestimmt was an die 32k EUR an Wert. So 50k - 18k grob über den Daumen
gepeilt.

Ein mittel ausgestatteter Aygo neu ca. 11k, hat mit 5 Jahren, 70 TKM
vielleicht noch 4-5k Restwert. Verliert also nur 5-7k EUR an Wert.

> wobei in dieser Zeit lediglich die Inspektionen erforderlich waren.

Na, da bist du aber optimistisch. Da geht auch immer mal was anderes
kaputt und Verschleißteile wie Bremsscheiben/beläge, Reifen kosten auch
extra.

Und "lediglich die Inspektionen" muss auch nix heißen.

http://www.adac.de/Auto_Motorrad/autokosten/Wartungskosten/default.asp?ComponentID=117908&SourcePageID=9976

Das ist heute eine weitere Einnahmequelle der Hersteller, wenn schon an
den Neuwagen weniger zu verdienen ist. Teilweise regen sich
Kleinwagenbesitzer über 300 EUR für *eine* Inspektion auf.

Für dich ist evt. die Mittelklasse interessant, mal ein Beispiel:
http://www.adac.de/Auto_Motorrad/autokosten/Wartungskosten/uebersicht/mittelklasse.asp?ComponentID=118003&SourcePageID=118158

> Für die Hälfte davon, also 6-8 KEuro bekommt man bereits ein Fahrzeug
> was noch 2x soviel Kilometer zurücklegen kann

Ja, an sich richtig. Nur die Unsicherheit (also statistisch gesehen die
Varianz) wächst.

> und dessen
> Verschleißkosten sich dabei auf geschätze 3000 Euro belaufen.
> Das sind dann beileibe keine Kleinwagen, sondern gut ausgestattete
> Mittelklassefahrzeuge.

Das nenn ich mal einen konkreten Tipp. Kann ich mir deine Glaskugel mal
ausleihen?

Bei einem Motorschaden (muss kein großer ein, muss nur ein Injektor und
bisschen was dazu sein) bist du sehr schnell mit 1000 EUR dabei. Oder
neuer Zylinderkopf: z.B. 2500 EUR bei einer dicken E-Klasse.

Turbolader auch schnell bei 1000 EUR, wenn das reicht.
Common-Rail-Pumpen, Automatikgetriebe: da sind's auch mal 3k. Aber das
sind eben Fälle, die nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit anfallen.

> ... sollte sich ein "Knoten" in meiner Betrachtung gebildet haben... ich
> werde es bestimmt bald erfahren ;-)

Nur die Präzision hat mich überrascht. ;-)

Ich denke: Der große Unterschied liegt in der Perspektive!

Auto während der Garantie: Sorgenfreies Fahren, kaum Probleme, höchstens
Kinderkrankheiten, mittelhohe Inspektionskosten, kleine Reparaturen
kommen aber auch mal vor. Bei großen Sachen geht's i.d.R. auf Garantie.
Dafür immenser Wertverlust!

Gebrauchtwagen ab ca. 5 Jahre: Wertverlust deutlich geringer, dafür halt
steigende Reparaturkosten und Pannenwahrscheinlichkeit.

"Ganz altes" Auto, so ab 10-12 Jahren: Wertverlust vernachlässigbar,
jedes Tauschteil hält den Wert quasi konstant. Kleine Sachen werden
immer wieder gemacht (mal auf die Summe achten, läppert sich zusammen!),
größere Reparaturen können halt mal das Ende bedeuten. Klassische Domäne
der Selbstschrauber.

Wichtig: Die Absolutverhältnisse zwischen Wertverlust und
Reparaturkosten ändern sich mit dem Anschaffungspreis des Fahrzeugs! Bei
teuren Autos lohnen sich mehr Reparaturkosten als bei biligen, wenn der
Ersatz des Autos die Alternative ist.

Was man hier beachten sollte: Das ganze betrachtet erstmal nur die
Kostenseite. Und da ist mir intuitiv klar, dass alte Autos im Mittel
Kostenvorteile haben. Aber neuere Autos können Vorteile in Bezug auf
Komfort, Sicherheit, einige Umweltaspekte, Fahrerassistenz aufweisen.
Auch die Zuverlässigkeit ist deutlich besser, Pannenwahrscheinlichkeit
niedriger. Nur kann man all das eben nicht unmittelbar in Geld umrechnen.

Ralf

Ralf Bosselmann

unread,
Feb 1, 2009, 3:33:11 PM2/1/09
to
Ralf Koenig schrieb:

> Klar ist doch dabei. Z.B. der Passat 35i von Ralf Bosselmann. Verschleiß
> an der Wasserpumpe -> hat den ganzen Motor mitgerissen -> damit das
> ganze Fahrzeug. Im MB von Werner Schmidt wurde es halt repariert.

Wobei ich den eher der Werkstatt anlasten würde. Hat nur nicht gereicht
um ihnen mit einem Anwalt auf die Füsse zu treten.
Inspektion mit Keilriemenwechsel - am nächsten Tag Wapu-Schaden -
Wapu ausgetauscht und am übernächsten Morgen auf der BAB hat der Motor
bei 160 seine letzte Umdrehung mit Kolbenfresser gemacht.
Für mich zuviele "Zufälle". Aber zuwenig zu beweisen.

Ralf

Message has been deleted

Alexander Doetsch

unread,
Feb 1, 2009, 4:11:53 PM2/1/09
to
Peter Eggebrecht schrieb:
> Wer hat denn mit seinem Fahrzeug mehr als 200.000Km zurückgelegt und mag
> erzählen, was dabei alles ausgetauscht werden mußte.
>

*Meld*
80Mm haben die Vorbesitzer draufgefahren, der Rest ist von mir.
Golf III, 1,8, 90PS, 217Mm derzeit

Mal ganz planlos, ohne Reihenfolge und ohne Gewähr für Vollständigkeit.
Kilometerstände kann ich bei Bedarf auch noch raussuchen:

Jetziger Stand: ca 217000

Wasserpumpe
Hinterachslager
Aggregateträger (grrrrrrr)
Kupplung
Auspuff
Lichtmaschine (wahrscheinlich unnötig, zumindest zu dem Zeitpunkt)
Freilauf Anlasser
Öldruckschalter (tats noch, war aber undicht)


Daß Teile wie Bremsen, Akku oder Zahnriemen mehr oder weniger
regelmäßig dran sind, setze ich mal als bekannt voraus.

> Ich möchte mir damit einem Überblick verschaffen, welche Fahrzeuge dafür
> geeignet sind.

Wofür, mehr als 200Mm zu schaffen? Das sollte doch heute fast jedes Auto
schaffen, sofern es nicht schwer mißhandelt oder per Gesetz als
unwirtschaftlich erklärt wird.

Alexander

Matthias Frank

unread,
Feb 1, 2009, 4:17:40 PM2/1/09
to
Peter Eggebrecht schrieb:

> Meine Nachbarschaft wechselt ihr Fahrzeug z.B. nach 4-6 Jahren, bei
> einer Kilometerleistung von um die 70.000Km aus dem Grund, da sie nun
> größere und somit teure Reparaturen erwartet. Grob überschlagen beträgt
> der Wertverlust dabei 12.000 Euro, wobei in dieser Zeit lediglich die
> Inspektionen erforderlich waren.


Man muss halt vor sich oder seiner Frau irgendwie rechtfertigen
wieso man immer ein (relativ) neues Auto fahren will ;-)

MfG
Matthias

Alexander Doetsch

unread,
Feb 1, 2009, 4:18:30 PM2/1/09
to
Alexander Doetsch schrieb:

> Peter Eggebrecht schrieb:
>> Wer hat denn mit seinem Fahrzeug mehr als 200.000Km zurückgelegt und
>> mag erzählen, was dabei alles ausgetauscht werden mußte.
>>
>
> *Meld*
> 80Mm haben die Vorbesitzer draufgefahren, der Rest ist von mir.
> Golf III, 1,8, 90PS, 217Mm derzeit
>
> Mal ganz planlos, ohne Reihenfolge und ohne Gewähr für Vollständigkeit.
> Kilometerstände kann ich bei Bedarf auch noch raussuchen:
>
> Jetziger Stand: ca 217000
>
> Wasserpumpe
> Hinterachslager
> Aggregateträger (grrrrrrr)
> Kupplung
> Auspuff
> Lichtmaschine (wahrscheinlich unnötig, zumindest zu dem Zeitpunkt)
> Freilauf Anlasser
> Öldruckschalter (tats noch, war aber undicht)
>
Noch vergessen:

Stoßdämpfer rundum (war wohl noch nicht nötig aber ich dachte es könne
nicht schaden)
Thermostat, im Zuge des WaPu-Wechsels
Zylinderkopfdeckeldichtung
Lesespule für Wegfahrsperre
Festerhebermechaniken (links und rechts, Motoren beibehalten)

- evtl. in der nahen Zukunft noch der Klimakompressor


Mal sehen, ob mir noch mehr einfällt.

Alexander

Alexander Doetsch

unread,
Feb 1, 2009, 4:28:20 PM2/1/09
to
Frank Kemper schrieb:

> Peter Eggebrecht wrote:
>
>> Meine Nachbarschaft wechselt ihr Fahrzeug z.B. nach 4-6 Jahren, bei
>> einer Kilometerleistung von um die 70.000Km aus dem Grund, da sie nun
>> größere und somit teure Reparaturen erwartet. Grob überschlagen
>> beträgt der Wertverlust dabei 12.000 Euro, wobei in dieser Zeit
>> lediglich die Inspektionen erforderlich waren.
>
>> Für die Hälfte davon, also 6-8 KEuro bekommt man bereits ein Fahrzeug
>> was noch 2x soviel Kilometer zurücklegen kann und dessen
>> Verschleißkosten sich dabei auf geschätze 3000 Euro belaufen.
>
>> Das sind dann beileibe keine Kleinwagen, sondern gut ausgestattete
>> Mittelklassefahrzeuge.
>
> Der Haken bei dieser Betrachtungsweise ist immer die Reduzierung auf das
> rein Finanzielle. Nach meiner persönlichen Einschätzung steigt oberhalb
> von 100.000 km einfach das Risiko von Defekten an, d.h. man hat mit dem
> Auto öfters Ärger. Wir fahren jetzt seit ca. 10 Monaten einen relativ
> jungen Gebrauchten (mit 52.000 km gekauft) und der wird jetzt zur
> Jahresinspektion kommen und hat seitdem noch keine Werkstatt gesehen.
> Das ist auch ein Wert an sich, ebenso wie der Komfort und die
> Annemlichkeit eines neuen, aktuell entwickelten Autos.
>
> Besagter gebrauchter Kleinwagen ersetzte eine Mitteklasselimousine mit
> 150 TKM auf der Uhr, die schon langsam Auflösungserscheinungen zeigte
> und an der immer irgendwas nicht richtig funktionierte. Mir war wohler

Das kann aber auch ein spezifisches Problem gewesen sein. Bei 150Mm habe
ich mir noch überhaupt keine Sorgen gemacht, jetzt denke darüber nach,
ob und was ich ggf. noch tauschen sollte (viel bleibt eigentlich nicht
mehr). Es ist halt immer die Frage, ob man noch ein- bis mehrere tausen
Euro sinnvoll in ein altes Auto investieren sollte oder ob man noch mehr
Geld jfür ein neue(re)s Auto ausgeben sollte. Bei letzterem hat man den
Vorteil daß man im Falle eines unverschuldeten Unfalls mehr ersetzt
bekommt und womöglich mehr "Komfort" und Sicherheit hat.

Alexander


> dabei, meine absolut nicht autoaffine Frau jeden Morgen mit einem
> halbwegs frischen Auto zur Arbeit zu schicken als mit einer
> Letzthand-Gurke.
>
Was kaufst Du (deiner Frau) auch für Autos?

Alexander

Alexander Doetsch

unread,
Feb 1, 2009, 4:36:48 PM2/1/09
to
Alexander 'Ingrid^2' Doetsch schrieb:

> Mal sehen, ob mir noch mehr einfällt.
>

Klar, noch zwei ABS-Sensoren an der VA.

Alexander

Roland Mösl

unread,
Feb 1, 2009, 6:37:04 PM2/1/09
to
"Peter Eggebrecht" <p.egge...@freenet.de> schrieb im Newsbeitrag
news:Av0li$nV...@p.eggebrecht.freenet.de...
>
> Wer hat denn mit seinem Fahrzeug mehr als 200.000Km zurückgelegt und mag
> erzählen, was dabei alles ausgetauscht werden mußte.

Mein 2. Renault Espace Baujahr 1989

Gebraucht mit 155000 km am Tacho gekauft

mit 287000 verkauft.

Eingegangen ist das Getriebe bei etwa 22000km
War schon lange sehr hackelig, 1.Gang schwer zum einlegen.

Zum Schluß war die Einspritzpumpe leicht undicht

Radlager mußten gewechselt werden.


--
Roland Mösl
http://politik.pege.org Steuerreform pro Mensch
http://notebook.pege.org mobile Computing
http://auto.pege.org Auto und Verkehr
http://wohnen.pege.org Bauen und Wohnen

Markus Kuechler

unread,
Feb 2, 2009, 12:51:04 AM2/2/09
to
Peter Eggebrecht schrieb:

> Wer hat denn mit seinem Fahrzeug mehr als 200.000Km zurückgelegt und mag
> erzählen, was dabei alles ausgetauscht werden mußte.
>
> Ich möchte mir damit einem Überblick verschaffen, welche Fahrzeuge dafür
> geeignet sind. Gibt es evtl. einen Link, wo Statistiken darüber erfasst
> sind?
>
> Danke :-)
>
> Gruss Peter
>
>

Noch nicht ganz 200000km, aber mit 195xxxkm schon nah dran: 2000er
Toyota Yaris 1.0, gekauft mit 30000km als 3-jähriger LEasingrückläufer.
Ausgetauscht wurden bisher:
-> Luftfilter (Motor/Innenraum)
-> Zündkerzen
-> Ölfilter
-> Öl
-> Bremsscheiben (bei 100000km, die nächsten sind in 2 Wochen dran)
-> Bremsbeläge
-> Bremsflüssigkeit
-> Getriebeöl (bei 100000km)
-> Kühlflüssigkeit
-> Jede Menge Scheibenwischwasser ;)
-> Reifen
-> Fußmatten
-> Scheibenwischergummis
-> Kühlschlauch, da war der Marder dran, hab das Vieh leider nicht
erwischt (Material 2,68€ + MwSt)
-> Luftmassenmesser bei 165000km gereinigt (~20€)
-> Batterie (aktuell gemacht, war die Originalausstattung mit Datum vom
22.12.1999)
-> Keilrippenriemen (bei 100000km)
-> Neues Auspuffmittelrohr bei ~180000km, war an der Verschraubung zum
Endschalldämpfer angeknackst. Der bisher einzige ADAC-Einsatz an diesem
Fahrzeug. ADAC hat das Rohr mit 2 Schrauben verkeilt, wurde noch ca.
3000km so gefahren bis es ausgetauscht wurde. Material 90€ + Versand,
Arbeit 48,50€ in der Werkstatt.
-> zweimal Standlichtbirnchen vorne links (obwohl das Standlicht nie
benutzt wird :( Jedes Mal passend beim TÜV-Termin)
-> 1 Birnchen im Anzeigeinstrument (Abblendlicht Kontrolllampe)
-> Bremsscheibenschutzbleche hinten auf Kulanz (war eigentlich noch
Sache vom Vorbesitzer)

Kosten für eine 100000km Inspektion in Heimarbeit (Bremsen komplett,
alle Flüssigkeiten, Riemen, Öle/Kerzen/Filter) ca. 400€ (in der
Werkstatt +Kosten für ca. 4h Arbeit), dazwischen mal nen Ölwechsel und 4
Kerzen zu je 3€ und Filter bei Bedarf. Klimaanlage bisher wartungsfrei
(darf auch so bleiben).


Der Vorgänger (gekauft mit 175000km, verkauft anno 2003 mit ~285000km,
wurde abgeschossen bei ~310000km): 91er Toyota Starlet 1.3
-> Verschleißteile wie oben, ohne Bakterie und Auspuff
-> Schleifkontakte am Anlasser bei ~285000km
-> ab ~250000km leichter Ölverbrauch (~0,5l/1000km)
-> Antriebswellenmanschette, da war ein Marder dran, auch dieses Vieh
hab ich nicht erwischt
-> Ölwanne, da hat der Vorbesitzer mal nen Stein mitgenommen, war aber
dicht, trotzdem beim Ölwechsel mal gemacht.
-> Stoßdämpfer hinten (Material ~65€)
-> Bremsleitungen bei 285000km (Material ~50€)

cu
Markus

BikeManiac

unread,
Feb 2, 2009, 2:41:40 AM2/2/09
to
> Beim Mercedes ging kaputt (und wurde ersetzt)
>
> Servolenkung
> Auspuff
> Scheinwerfer-Höhenverstellung
> Motorlager
> Batterie
> Zündschloss
> Fahrersitz
> Stoßdämpfer
>
> Am Ende bläute der Mercedes aus dem Auspuff und die vorderen Querlenker
> knarzten

Wieder ein netter Beweiss dafür dass die alten Taxen gar nicht so gut
sind wie Ihren Ruf.

Übrigens: Blauer Rauch, bedeutet das nicht verschlissene
Ventilschaftdichtungen?

MfG Lucas

Laurent Wirmer

unread,
Feb 2, 2009, 3:20:11 AM2/2/09
to
Am 01 Feb 2009 10:39:00 +0100 schrieb Peter Eggebrecht:

> Wer hat denn mit seinem Fahrzeug mehr als 200.000Km zurückgelegt und mag
> erzählen, was dabei alles ausgetauscht werden mußte.

Bei mir nur ein Auto, der VW GOlf 3 TDI Variant synchro von 1995.
Getauscht wurden die üblichen Verschleißteile und auf Garantie der Airbag
und die Wegfahrsperre.

Ansonsten war irgendein Teil an der Kardanwelle lose, das für ca. 500 EUR
bei über 220.000 km getauscht werden musste und es gab einen leichten
Ölverlust am Motor. Bei 263.000 km verlor dann die Servolenung kräftig Öl,
die Fensterheber waren teilweise recht schwergängig und der LMM war nicht
mehr in Ordnung.

Statt einer Reparatur, habe ich den Wagen dann weggegeben.

--
Grüße Laurent Wirmer

This posting is a natural product. The slight variations in
spelling and grammar enhance its individual character and
beauty and in no way are to be considered flaws or defects.

Martin Hofgesang

unread,
Feb 2, 2009, 3:54:12 AM2/2/09
to
Peter Eggebrecht wrote:
> Wer hat denn mit seinem Fahrzeug mehr als 200.000Km zurückgelegt und
> mag erzählen, was dabei alles ausgetauscht werden mußte.

Ich habe einen E34 525i Touring, mittlerweile der Zweite, den ersten
bin ich von 137TKM bis zum Endstand von ~330TKM gefahren.
Ersetzen musste ich die üblichen Verschleißteile, wie Stoßdämpfer,
diverse Achsteile vorne (nicht nur einmal), Gummilager der
Hinterachse, Kupplung und nen Endtopf (nachdem der Alte 3 mal
geschweißt wurde).

Einmal habe ich den Motor gewechselt, nachdem der Alte unrund und
mit Leistungsverlust lief und die Werkstätte eine gelängte Steuerkette
diagnostizierte, wer jetzt allerdings denkt, dies hätte viel Geld
gekostet, der irrt, der Tauschmotor mit ~180TKM auf der Uhr stammte
aus dem Ebay-Kauf einer Limousine, der Verkauf der Teile, die übrig
waren brachte mehr ein, als ich für das Auto insgesamt bezahlt habe,
somit musste ich nur Zeit investieren.

Diverse Male wurde die Ventildeckeldichtung aufgrund Undichtigkeit
gewechselt, einmal die Lichtmaschine, dann waren da noch aufgrund
Klapperns diverse Ersatzteile des Doppelschiebedaches.

Mein neuer alter Touring hatte beim Kauf ~330TKM auf der Uhr,
mittlerweile sind es 352TKM geworden, bei erster Maschine, bei dem
Auto dürfte auch nicht mehr zu machen sein als bei meinem Alten,
viele Teile habe ich in weiser Vorraussicht schon gewechselt
(komplette HA revisioniert), steifere Karossiere hat er, weil kein
Schiebedach und weniger Rost auch, sprich, wenn er mal verschrottet
werden muss, dann wegen dem Rost und nicht wegen der Technik.

Grüssle


Martin
--
17% aller Autounfälle werden von betrunkenen Autofahrern verursacht.
Das bedeutet, dass 83% aller Unfälle von nicht betrunkenen Autofahrern
verursacht werden. Warum können sich diese nüchternen Idioten dann
nicht von der Strasse fernhalten? (Otto Waalkes)
*****werbung****** http://www.minigulf.de *****werbung*****

Lars Wilhelm

unread,
Feb 2, 2009, 4:09:53 AM2/2/09
to
On 1 Feb., 11:39, p.eggebre...@freenet.de (Peter Eggebrecht) wrote:
> Wer hat denn mit seinem Fahrzeug mehr als 200.000Km zurückgelegt und mag  
> erzählen, was dabei alles ausgetauscht werden mußte.

Opel Vectra B Caravan 1,8 Sport.

Gekauft 106 ooo km
Derzeitiger Stand: 201 ooo km.

Reparaturen:
Lichtmaschine
Hosenrohr
Krümmer
Auspuff geschweißt
Motor ZV Beifahrertür
Kabelbaum Hecktür gelötet
Antenne getauscht. War eigene Blödheit.

unfallbedingt getauscht:
Kühler, Ölkühler
Klimaanlagenkühler.
Scheinwerfer, Frontblech

Verschleißteile:

Zahnriemen + Wapu
Batterie
reifen
Diverse Lämpchen
1 Satz Zündkerzen
diverse Filter

Defekte:
Bremsbelagsensor iA (den Zustand der Bremse prüfe ich manuell)
Irgent etwas heult im Strang der Hydraulikpunpe- nicht zu finden
Leerlaufsteller verschmutzt.(Ich habe weder Lust noch Zeit, mir das
handgelenk zu brechen
Ansaugschlauch mit selbstschweißenden Dichtungsband repariert
Klimakompressor angeditscht- Anlage kühlt, aber nicht mit voller
Leistung. Anlage wurde aufgefüllt- keine Verbesserung.

Türgriff innen gebrochen. Notreparatur. Scheinbar gibt es keinen
Schrotti, der das ersatzteil hat
Kofferraumbeleuchtung nicht i.O. Ich vermute, liegt am Tausch der
Antenne.

Ansonsten- Sehr zuverlässig, billige Ersatzteile, moderater Verbrauch
(8,7 in der Stadt, Autobahn um 8 (bei 140-160) und Landstraße kann man
mit 6,5 l fahren)
Getriebe schaltet sauber, Motor hat keinen Leistungverlust, kaum
Ölverbrauch.
HTH


Nicht gemachte Verschleißteile:
Bremsen- ich verstehs selber nicht, aber die Beläge haben noch Profil
und die Scheiben sind nicht riefig. Vermutung: Wurden kurz vor Erwerb
gemacht.
Stoßdämpfer- da bin ich mir nicht so sicher, aber noch fährt der Wagen
auf Schienen (gelbe Konis)


Peter Eggebrecht

unread,
Feb 2, 2009, 4:38:00 AM2/2/09
to

BikeManiac (lucasjensen) schrieb:

[...]


>Übrigens: Blauer Rauch, bedeutet das nicht verschlissene
>Ventilschaftdichtungen?

Bei meinem Polo I waren sie nach 28 Jahren lediglich verhärtet, wobei
dieser erst 50.000 Km gelaufen war. Dieses wurde dann ebenso behoben wie
der Austausch von zig anderen Karosserieteilen nebst Lackierung, neuem
Himmel und..u.u.u.

Heute fährt er in seinem 32 Lebensjahr dafür mit einem H durch die
Gegend.... wenn er dann einmal ausgefahren wird. Eine Kosten/
Nutzenanalyse verkneife ich mir dazu.. allein schon aus
Selbsterhaltungstrieb ;->

Gruss Peter


Peter Eggebrecht

unread,
Feb 2, 2009, 4:31:00 AM2/2/09
to
Matthias Frank (ciba-frank-news) schrieb:

[...]

Anscheinend nicht nur der Frau, auch meine leicht spöttich ausgelegten
Fragen dazu werden mit einer Ernshaftigkeit bekämpft, da man schon an
eine Glaubensfrage denken konnte.

Da wurden Reifen und Abgasanlage als entscheidendes Kriterium
herangezogen und auch der rührige Renaulthändler, aus dessen Schmiede
die Fahrzeuge bezogen werden, tat sein Übrigens ihnen den Umstieg
schmackhaft zu machen.

Gruss Peter


Peter Eggebrecht

unread,
Feb 2, 2009, 4:21:00 AM2/2/09
to
Alexander Doetsch (lese_ich_nie) schrieb:

[...]


>> Ich möchte mir damit einem Überblick verschaffen, welche Fahrzeuge
>> dafür geeignet sind.

>Wofür, mehr als 200Mm zu schaffen? Das sollte doch heute fast jedes Auto
>schaffen, sofern es nicht schwer mißhandelt oder per Gesetz als
>unwirtschaftlich erklärt wird.

Mich hat schon die Anzahl an Fahrzeugen erstaunt, die es dann
tatsächlich geschafft haben. Kann natürlich auch mit dran liegen, das
die hier schreibenden zu der Zeit, wo sie das Fahrzeug bis zum Exitus
bewegten, nur einen sehr engen finanziellen Spielraum durch Studium,
Lehre u.a. hatte und heute nicht mehr die Zeit und den Nerv haben mit
solcher "Zeitmaschine" ihr Leben auszukleiden.

So war es in den 70zigern noch ein Ding der Unmöglichkeit solche
Kilometerleistung mit nur einem Motor zu erreichen.

Normaler Verschleiß wird vorausgesetzt, doch dann waren es halt
Fahrwerksteile und die üblichen Nebenagregate die zu Ausfällen führten.

Nee, war echt gut was mir da vermittelt wurde, gerade in Hinblick auf
die aktuelle Abwrackprämie, die einen ja doch zu einiger Hirnakrobatik
anregt.

.... danke an dieser Stelle auch den anderen Replyern, wobei ich den
Fundus an Informationen noch mit meinen Vorstellungen verwerten muß.

Gruss Peter


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Radbert Grimmig

unread,
Feb 2, 2009, 4:50:49 AM2/2/09
to
Peter Eggebrecht schrieb:

>Mich hat schon die Anzahl an Fahrzeugen erstaunt, die es dann
>tatsächlich geschafft haben.

Wenn Du mal wirklich staunen willst, guck Dir mal auf mobile.de an,
wie viele dort mit derartigen Laufleistungen zum Verkauf stehen - und
zu welchen Preisen die dort annonciert werden.

--

Gruß
Radbert

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Peter Eggebrecht

unread,
Feb 2, 2009, 5:22:00 AM2/2/09
to

Ralf Koenig (ralfkoenig) schrieb:

[...]
>Interpretieren kannst du das selbst, was jetzt die für dich
>interessanten Modelle sind.

... welch eine Fleissaufgabe, bin jetzt halbwegs durch.... lebst du
Autos oder tangiert es deinen Job?

Danke... einfach mal wieder erschlagend, wo bleibt da noch der Freiraum
für Träume ;-)

Gruss Peter


Peter Eggebrecht

unread,
Feb 2, 2009, 5:35:00 AM2/2/09
to

Ralf Koenig (ralfkoenig) schrieb:

[...]


>Wir hatten so einen, aber der hat die 200 TKM nicht erreicht. Bei 160
>TKM: Automatikgetriebe im Eimer. Wirtschaftlicher Totalschaden. Bei der
>Reparatur haben wir den falschen Weg genommen, weil bei uns in der Nähe
>kein spezieller Dienstleister für Automatikgetriebe ist. War eine Farce.

>VW Golf III Variant 1.8 Benziner, 90 PS, BJ 1995, Automatik.

Willst du mir jetzt die Füsse unterm Hintern wegziehen ;-)

Genau solche bewege ich z.Zt. bei 151.000Km und die Automatik führt den
Gangwechsel recht rauh durch, sofern ich den Motor bis in das maxim.
Drehmoment ausdrehe. Am Weg in eine Spezialwerkstatt führt wohl kein Weg
vorbei, sofern ich noch 2 Jahre, also die angepeilten 200.000Km damit
zurücklegen möchte.

Mein Frau will, ich auch... nur halt ein anderes Fahrzeug, obwohl, leid
täte es mir schon. Der C320Tcdi ist immer noch in meinem Fokus.

>Das nenn ich mal einen konkreten Tipp. Kann ich mir deine Glaskugel mal
>ausleihen?

Komm, ich mußte doch etwas vorgeben und nahm halt meine bisherigen
Erfahrungen als Anhaltspunkt.

>Bei einem Motorschaden (muss kein großer ein, muss nur ein Injektor und
>bisschen was dazu sein) bist du sehr schnell mit 1000 EUR dabei. Oder
>neuer Zylinderkopf: z.B. 2500 EUR bei einer dicken E-Klasse.

Motorschaden ist für mich das Aus...

>Turbolader auch schnell bei 1000 EUR, wenn das reicht.
>Common-Rail-Pumpen, Automatikgetriebe: da sind's auch mal 3k. Aber das
>sind eben Fälle, die nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit anfallen.

.... alles Punkte die letztlich zu einem fahrzeugwechsel führen könnten.
Da muß man halt rechnen und Vor- und Nachteile abwägen.

>> ... sollte sich ein "Knoten" in meiner Betrachtung gebildet haben...
>> ich werde es bestimmt bald erfahren ;-)

>Nur die Präzision hat mich überrascht. ;-)

Haste ja nun wieder etwas gerichtet....


Gruss Peter


Peter Eggebrecht

unread,
Feb 2, 2009, 5:48:00 AM2/2/09
to
Frank Kemper (samplerama) schrieb:

[...]
>Was soll der Nachbar also sagen?

... einfach die Wahrheit, solange ich noch Freude am Autofahren habe
muss halt nach dieser Zeit ein neues Fahrzeug her. Ich mache mir damit
keinen Kopf um evtl. Verschleißreparaturen und genieße einfach, habe
schließlich lange genug dafür arbeiten müssen.

Und nicht noch 2 Wochen vorher erzählen wie gut das Fahrzeug noch sei
und ein neues nicht einmal angedacht wird.

... und nun ist es wieder einmal das letzte Auto was er sich gekauft
hat..., wie die 4 anderen vorher auch. Sobald dann wieder das
Nachfolgemodel auf dem Markt ist ..... :-))

Ich freu mich jedes mal mit ihm... auch der Seitenhiebe wegen, aber er
teilt auch gut aus ;-))

Gruss Peter


Johann v. Piverling

unread,
Feb 2, 2009, 6:35:55 AM2/2/09
to
Peter Eggebrecht wrote:
> Wer hat denn mit seinem Fahrzeug mehr als 200.000Km zurückgelegt und mag
> erzählen, was dabei alles ausgetauscht werden mußte.
>
> Ich möchte mir damit einem Überblick verschaffen, welche Fahrzeuge dafür
> geeignet sind. Gibt es evtl. einen Link, wo Statistiken darüber erfasst
> sind?
>
> Danke :-)
>
> Gruss Peter
>
>
Hi,

mein bestes Auto war ein Mercedes SLK 230K.
Baujahr 4/1998, gekauft Ende 1998 mit 15tkm auf der Uhr.
Verkauft 3/2006 mit 220tkm, also unter meiner Regie gut 200tkm in 8
Jahren gefahren.
Ausser Verschleißteilen (Öl, Bremsen, Reifen, Wischer,
3Windschutzscheiben wegen Steinschlag) gab es:
-Mircroschalter des Vario Daches (ein Standardleiden)
-Traggelenke vorne beidseitig (ebenfalls ein Klassiker)
-Ölwechsel Automatikgetriebe (ist zwar nicht vorgesehen, Schaltung ging
aber wieder viel beser danach)
-Batterie

das wars.

bye


Michael Landenberger

unread,
Feb 2, 2009, 6:43:52 AM2/2/09
to
"Roman J. Rohleder" <rjroh...@gmx.de> schrieb:

[Taxis]

> VAG und AFAIK auch Opel haben sich in dem Segment ein wenig auf
> die Hinterbeine gestellt und greifen MB gezielt an.

Speziell der Opel Zafira ist für Taxifahrer auch deshalb attraktiv, weil es
ihn in einer serienmäßigen Gasversion gibt. Bietet Mercedes auch serienmäßig
Taxis mit LPG an?

Gruß

Michael

Andreas Cammin

unread,
Feb 2, 2009, 6:57:31 AM2/2/09
to
Peter Eggebrecht wrote:

> Ich möchte mir damit einem Überblick verschaffen, welche Fahrzeuge dafür
> geeignet sind. Gibt es evtl. einen Link, wo Statistiken darüber erfasst
> sind?

Ich kann einen W201 190E 2.3 Benziner Bj. 87 mit 310000000m bieten.
Dieser ging letztes Jahr den Gang alles Irdischen, weil sich aufgrund
massiver Durchrostungen die Reparatur nicht mehr lohnte. In den letzten
7 Jahren wurden ansonsten IIRC nur Verschleissteile gewechselt.

Andreas

--
Offizielles Mitglied von Roland Mösls Killfile

Andreas Cammin

unread,
Feb 2, 2009, 7:02:55 AM2/2/09
to
Peter Eggebrecht wrote:

>> Frag mal die Taxifahrer. ;)

> Dort findet man Skoda und Co. eher weniger, da immer noch der mit dem
> Stern favorisiert wird.

Hier in LG nicht mehr gar so oft, zumindestens nicht die E-Klasse. Wenn
ich am Bahnhof oder "am Sande" an den Taxiständen vorbeikomme, sehe ich
VW Passat, Touran, Mercedes B- und E-Klasse, Skoda Octavia sowie Renault
Scenic und Dacia Logan MCV, letztere pikanterweise mit dem Kennzeichen
LG-IQ. Irgendwann werd ich mal einen der Fahrer fragen ob der Dacia
tatsächlich eine intelligente Wahl war ;-)

Martin Hofgesang

unread,
Feb 2, 2009, 7:16:20 AM2/2/09
to
Michael Landenberger wrote:
>> VAG und AFAIK auch Opel haben sich in dem Segment ein wenig auf
>> die Hinterbeine gestellt und greifen MB gezielt an.
>
> Speziell der Opel Zafira ist für Taxifahrer auch deshalb attraktiv,
> weil es ihn in einer serienmäßigen Gasversion gibt. Bietet Mercedes
> auch serienmäßig Taxis mit LPG an?

Du verwechselst LPG mit CNG, der Zafira ist ein CNG-Auto.

Ach übrigens, ja, es gibt Mercedes-Autos mit CNG, ich weis nur nicht,
ob die E-Klasse, die ein Freund von mir fuhr noch Prototyp-Status hatte
oder nicht.

Robert Gruener

unread,
Feb 2, 2009, 7:47:55 AM2/2/09
to
Peter Eggebrecht schrieb:

> Wer hat denn mit seinem Fahrzeug mehr als 200.000Km zurückgelegt und mag
> erzählen, was dabei alles ausgetauscht werden mußte.
>
> Ich möchte mir damit einem Überblick verschaffen, welche Fahrzeuge dafür
> geeignet sind. Gibt es evtl. einen Link, wo Statistiken darüber erfasst
> sind?
>
> Danke :-)
>
> Gruss Peter
>
>
Bin mit meinem Zafira ( EZ 11/04, 2,2 DTI ) zwar erst bei 184.000km
angelangt, die 200.000er Grenze dürfte er aber in 3-4 Monaten überschreiten.
Bisher neue Stossdämpfer bei 170.000km, AGR-Tausch (noch auf Garantie),
einige Birnchen der Tachobeleuchtung, kürzlich neuer Akku. Ein
ausgebrochenes Lüftungsgitter. Sonst nichts ungewöhnliches.
Kupplung ist noch die erste drin, ebenso die Steuerkette.
Ölverbrauch immer noch gleich niedrig (ca. 0,7L auf 30.000km). Motor
läuft imho einwandfrei. Durchschnittsverbrauch 7L/100km.

--


Gruss / Cheers

Robert

Hartmut 'Hardy' Schiszler

unread,
Feb 2, 2009, 8:33:44 AM2/2/09
to
Martin Hofgesang schrieb:

> Michael Landenberger wrote:
>>> VAG und AFAIK auch Opel haben sich in dem Segment ein wenig auf
>>> die Hinterbeine gestellt und greifen MB gezielt an.
>> Speziell der Opel Zafira ist für Taxifahrer auch deshalb attraktiv,
>> weil es ihn in einer serienmäßigen Gasversion gibt. Bietet Mercedes
>> auch serienmäßig Taxis mit LPG an?
>
> Du verwechselst LPG mit CNG, der Zafira ist ein CNG-Auto.

Aber zumindest die hiesige Opel-Autohaus-Kette bewirbt im Moment sehr
massiv den LPG-Einbau.
Allerdings fährt der nördlichste Westfalengas-Gebietsvertreter ne
S-Klasse als Dienstwagen. Und der fährt auch mit LPG.

Umbauten sind jederzeit möglich, sollte also kein Ausschlusskriterium
darstellen bei der Entscheidung, zu welchem Fabrikat man greift als
Taxiunternehmen.

Viel eher könnte hier ein Kriterium sein, was an Minivans angeboten wird.

Hardy

--
Man muss gut überlegen, was man will. Es könnte passieren,
dass man es bekommt. (Meat Loaf)

Werner Schmidt

unread,
Feb 2, 2009, 8:39:46 AM2/2/09
to
Hallo Ralf Koenig, Du schriebst am 01.02.2009 20:39

> Und da wo manche hingeschrieben haben: "Zylinderkopfdichtung getauscht"
> hätte ein anderer hingeschrieben: Wirtschaftlicher Totalschaden.

wobei das natürlich Schwachsinn ist. Neue Zylinderkopfdichtung samt
Dehnschrauben, so erforderlich, sollte bei Klein- bis Mittelklassewagen
kaum über 100 Euro kommen (je nach Hersteller und Modell natürlich).
Und wer mit sowas bei einem älteren Gebrauchten zur Vertragswerkstatt
geht, dem ist eh nicht mehr zu helfen. Den Kopf mal eben 'runterreißen
um nachzusehen, ob die Reparatur lohnt kann jeder Hinterhofschrauber.
Das ist in um und bei 1/2-1 h gemacht und kost' damit nicht die Welt.
Der Arbeitsaufwand für das Abfriemeln der alten Dichtungsreste und den
sorgfältigen Zusammenbau ist dann etwas höher, aber in einer brauchbaren
Schrauberwerkstatt auch nicht so langwierig, daß es richtig teuer werden
sollte.

Gruß
Werner

Werner Schmidt

unread,
Feb 2, 2009, 8:52:39 AM2/2/09
to
Hallo BikeManiac, Du schriebst am 02.02.2009 08:41

> Übrigens: Blauer Rauch, bedeutet das nicht verschlissene
> Ventilschaftdichtungen?

Jain.

Blaurauch im Schiebebetrieb: a.e. Ventilschaftdichtungen (alte
BMW-Krankheit nebenbei bemerkt).

Blaurauch unter Last: Ursache sind eher verschlissene Zylinderlaufbahnen.

Gruß
Werner

Martin Hofgesang

unread,
Feb 2, 2009, 8:55:49 AM2/2/09
to
Hartmut 'Hardy' Schiszler wrote:
> Martin Hofgesang schrieb:

>> Du verwechselst LPG mit CNG, der Zafira ist ein CNG-Auto.
>
> Aber zumindest die hiesige Opel-Autohaus-Kette bewirbt im Moment sehr
> massiv den LPG-Einbau.

Das Autohaus ist nicht gleichbedeutend mit dem Hersteller, wenn das
Autohaus den Umbau nachträglich vornimmt, so kann ich damit nicht mehr
in jede Vertragswerkstatt und eine Reparatur / Inspektion verlangen.

Auf das Thema LPG vs. CNG wolltest Du doch hoffentlich nicht
umschwenken, oder?

Hartmut 'Hardy' Schiszler

unread,
Feb 2, 2009, 9:19:54 AM2/2/09
to
Martin Hofgesang schrieb:

> Hartmut 'Hardy' Schiszler wrote:
>> Martin Hofgesang schrieb:
>>> Du verwechselst LPG mit CNG, der Zafira ist ein CNG-Auto.
>> Aber zumindest die hiesige Opel-Autohaus-Kette bewirbt im Moment sehr
>> massiv den LPG-Einbau.
>
> Das Autohaus ist nicht gleichbedeutend mit dem Hersteller, wenn das
> Autohaus den Umbau nachträglich vornimmt, so kann ich damit nicht mehr
> in jede Vertragswerkstatt und eine Reparatur / Inspektion verlangen.

Bei einem Taxi sollte das aber eher irrelevant sein. Das wird doch im
Großen und Ganzen nur im Stadtgebiet bewegt.
Und so häufig dürften Reparaturen auch nicht sein, die ein
Weiterfahren unmöglich machen.
Zudem kann die Inspektion am Motor getrennt von der Inspektion an der
Gasanlage durchgeführt werden, was auch sinnvoll ist, da
unterschiedliche Intervalle(möglich sind).
Und bei einem Schaden am Getriebe ist das egal, ob der beauftragte
Betrieb etwas von der Gasanlage versteht.(Es sei denn, sie muss für
den Getriebewechsel demontiert werden).

> Auf das Thema LPG vs. CNG wolltest Du doch hoffentlich nicht
> umschwenken, oder?

Nein wollte ich nicht.

Hardy

--
Ich erinnere an die ersten Hirnprothesen-Versuche bei Mantafahrern:
Die führtenExtended Memory mit in Form von Strohballen.
Durch die unaufhörliche "Evolution" des homo sapiens
genügt Stroh aber nicht mehr den heutigen Erfordernissen,
da müssen es schon diese Not-Books sein. (B.Schnapka)

Martin Hofgesang

unread,
Feb 2, 2009, 9:47:36 AM2/2/09
to
Hartmut 'Hardy' Schiszler wrote:

> Und so häufig dürften Reparaturen auch nicht sein, die ein
> Weiterfahren unmöglich machen.

Nehmen wir doch einfach mal das beliebte Beispiel "Motorkontrollleuchte
brennt".

> Zudem kann die Inspektion am Motor getrennt von der Inspektion an der
> Gasanlage durchgeführt werden, was auch sinnvoll ist, da
> unterschiedliche Intervalle(möglich sind).

Mir brauchste das nicht erklären, ich habe ein LPG-Auto und nebenbei
den Umbau in dieses selbst vorgenommen, ich weis was möglich ist und
was nicht.

Einen serienmäßigen LPG-Zafira, wie Michael schrieb gibt es trotzdem
nicht.

Hartmut 'Hardy' Schiszler

unread,
Feb 2, 2009, 12:57:30 PM2/2/09
to
On 02.02.2009 Martin Hofgesang wrote:
> Einen serienmäßigen LPG-Zafira, wie Michael schrieb gibt es trotzdem
> nicht.

Korrekt, aber darauf habe ich mich nicht bezogen.

Hardy

--
Ich verwende seit einen 1/4 Jahrhundert keine Unterhosen.
(Das Mösl)

Ralf Teschenbaum

unread,
Feb 2, 2009, 1:58:14 PM2/2/09
to
Peter Eggebrecht schrieb:
> Hartmut 'Hardy' Schiszler (schiszler) schrieb:
>
> [...]
>> Kann ich aus unserer Ecke nicht bestätigen, zumindest nicht komplett.
>> Zwar stellt der Stern die größte Gruppe dar. Aber der Abstand ist
>> nicht sehr groß zu VW, Scoda, Dacia und Co.
>
> Und wie machen sich diese Fahrzeuge im Taxibetrieb? Gibt es auch dafür
> Werkstätten, die einen entsprechend abgestimmten schnellen Service
> anbieten?

Ja, teilweise bieten die MB-Niederlassungen einen speziellen
24-h-Taxiservice an. Dazu kommen großzügige Garantieregelungen - obwohl das
Fahrzeug gewerblich genutzt wird, sollen Stoßdämpfer nach 180.000 km kein
Problem sein; Wobei solche Strecken auch schon mal in einem Jahr
zusammenkommen können.

Dazu macht MB dem Taxigewerbe teilweise sehr aggressive Rabatt-Angebote und
es gibt Extras (z.B. spezielle langlebige Reifen) für die man dem
Normalkunden angeblich nicht einmal die Bestellnummer verrät ;-)

Andere Hersteller, beispielsweise Audi, haben sich zeitweise aus dem
Taxi-Geschäft zurückgezogen.


Gruß, ralf.

Ralf Koenig

unread,
Feb 2, 2009, 4:10:02 PM2/2/09
to
Frank Kemper schrieb:

> Radbert Grimmig wrote:
>
>> Wenn Du mal wirklich staunen willst, guck Dir mal auf mobile.de an,
>> wie viele dort mit derartigen Laufleistungen zum Verkauf stehen - und
>> zu welchen Preisen die dort annonciert werden.
>
> Nicht zu vergessen die Autos, die zwar eine so hohe Laufleistung haben,
> bei denen es aber weder in der Annonce noch auf dem Tacho steht;-)
>
> IIRC sind Autos heute auf eine durchschnittliche Lebensdauer von 250.000
> km ausgelegt. Natürlich ist es theoretisch möglich, ein Auto ewig am
> Leben zu erhalten, aber irgendwann wird's halt unwirtschaftlich.

Wenn man die Preisangaben der Gebrauchtwagenpreisschätzer mal auswertet,
(das hatte ich mal an der Tabelle in Gebrauchtwagen 2008 gemacht), kann
man das sogar noch etwas weiter differenzieren. Wenn z.B. 30 TKM mehr
19% weniger Wert bedeuten, kann man ja daraus quasi einen Erwartungswert
für die Gesamtkilometer ausrechnen.

Und da kommt so ungefähr raus, dass die verschiednenen Automodelle
offenbar unterschiedliche km-Stände erreichen. Die haben da 6
Kilometer-Klassen:

Eher kleine Autos, häufig mit kleinen Benzin-Motoren, die dann
eher noch saisonal genutzt werden
d) z.B. Smart Fortwo Cabrio 158.000 km

e) . 214.000 km

f) . 250.000 km

g) . 300.000 km

h) . 333.000 km

i) Eher große und recht teure Autos mit größeren 375.000 km
Dieselmotoren, z.B. C320 CDI T-Modell

In der Tabelle sind dann viele Modelle und Motorisierungen der letzten
Jahre einer Kilometerklasse zugeordnet.

Das ist aber eher ein Rechenexempel, das einen statistischen
Durchschnitt wiederspiegelt, weil die Modelle eben auch unterschiedlich
viel gefahren werden. Dem liegt z.B. auch zugrunde, dass man bei den
Kilometer-Fressern die Kilometer eben auch in relativ kurzer Zeit
abspult. Oder dass z.B. die Vielfahrer häufiger Diesel nehmen, dann
werden da ziemlich zwangsläufig die km-Stände höher.

Die Tabelle heißt also nicht, dass man einen C320 CDI T mit 5 TKM im
Jahr 75 Jahre lang fahren kann.

Die Klasseneinstufung dort muss auch nicht heißen, dass man mit den
kleinen Benzinern die hohen km-Leistungen nicht erreichen *kann*. Es ist
nur untypisch, dass das in der Praxis auftritt.

Ebenso lohnen sich bei den teuren Modellen länger die Reparaturen, es
kann also sein, dass die hohen Kilometer eben auch ein bisschen erkauft
werden müssen.

Ralf

Ralf Koenig

unread,
Feb 2, 2009, 5:28:13 PM2/2/09
to
Peter Eggebrecht schrieb:

> Ralf Koenig (ralfkoenig) schrieb:
>
> [...]
>> Interpretieren kannst du das selbst, was jetzt die für dich
>> interessanten Modelle sind.
>
> ... welch eine Fleissaufgabe, bin jetzt halbwegs durch.... lebst du
> Autos

Nein, bestimmt nicht. Bis vor zwei Wochen hatte ich noch nicht mal eins.

> oder tangiert es deinen Job?

Nur sehr entfernt. Aber in der IT-Management-Automatisierung und dem
Entwurf von Systemen mit Selbstverwaltungseigenschaften kann man sich
bei Autos und deren Produktion einiges abschauen.

Insofern ist es eher ein bisschen Hobby und Inspiration geworden. Andere
züchten Goldfische.

> Danke... einfach mal wieder erschlagend, wo bleibt da noch der Freiraum
> für Träume ;-)

Den Freiraum kannst du ja geschickt mit solchen Erhebungen kombinieren.
Und dir die Ergebnisse passend interpretieren. Würde mich übrigens
interessieren, was deine Schlüsse aus den Diagrammen wären. Da schaut ja
doch jeder anders drauf.

Ralf

Ralf Koenig

unread,
Feb 2, 2009, 6:20:12 PM2/2/09
to
Peter Eggebrecht schrieb:

> Frank Kemper (samplerama) schrieb:
>
> [...]
>> Was soll der Nachbar also sagen?
>
> ... einfach die Wahrheit, solange ich noch Freude am Autofahren habe
> muss halt nach dieser Zeit ein neues Fahrzeug her. Ich mache mir damit
> keinen Kopf um evtl. Verschleißreparaturen und genieße einfach, habe
> schließlich lange genug dafür arbeiten müssen.
>
> Und nicht noch 2 Wochen vorher erzählen wie gut das Fahrzeug noch sei
> und ein neues nicht einmal angedacht wird.

Vielleicht war das die Wahrheit? Manch einer ist dann nicht ganz so
diszipliniert in seinen Entscheidungen, sondern entscheidet sowas eben
auch mal spontan.

> ... und nun ist es wieder einmal das letzte Auto was er sich gekauft
> hat..., wie die 4 anderen vorher auch. Sobald dann wieder das
> Nachfolgemodel auf dem Markt ist ..... :-))

Er wird einen engagierten Händler haben. Und ist eben ein
Autogenießertyp, dafür auf eine etwas preiswertere Marke und Klasse
festgelegt als du im Visier hast. Und in 4-6 Jahren 12.000 EUR
Wertverlust, heißt das (linear umgerechnet) 2k-3k pro Jahr, also ca.
170-250 EUR im Monat. Klar ist das immer noch viel, aber es gibt
unvernünftigere Sachen. Neuwert ist dann wohl so um die 21-24k EUR, also
in Richtung preisgünstige Version eines Renault Laguna oder ein
mittlerer Megane.

Außerdem hat er sich seine Wahrheit ein bisschen zurechtgelegt. Lass ihm
seine Meinung, ohne dass du diese für dich übernehmen musst.

Gönne es ihm, immerhin hält er die Wirtschaft ein bisschen am laufen.

Ich finde übrigens interesant, wie sehr man auch in Autodingen von
seiner Umwelt beeinflusst wird.

> Ich freu mich jedes mal mit ihm... auch der Seitenhiebe wegen, aber er
> teilt auch gut aus ;-))

Naja, Überfliegerträume bieten dafür ja auch Angriffsfläche.

Übrigens: Die Chancen stehen aber nicht schlecht, dass du auch so werden
könntest. Vielleicht wird der C320 CDI Kombi auch dein viert-vorletztes
Auto, wenn ein Abo einer Autozeitschrift und der Eintrag in die
Kundenkartei eines MB-Händlers mit Kunden-Informations-System regelmäßig
frische Informationen über Neu- und Gebrauchtwagen ins Heim spülen.
Einmal in der Genießerliga angekommen und sich allen Verlockungen
hingegeben habend, winkt auch da in ein paar Jahren der Nachfolger.
Manch einer kauft alle 4 Jahre ein 4-Jähriges Auto. Und hat so zumindest
immer die Vorgängerversion der aktuellen Version daheim.

Wenn man das zusammen mit Frauchen mehr genießt als die Abstriche an
anderen Stellen, die man finanziell machen muss, weil man das Geld nicht
zweimal ausgeben kann: Was ist falsch daran?

Ralf

Ralf Koenig

unread,
Feb 2, 2009, 8:37:22 PM2/2/09
to
Werner Schmidt schrieb:

> Hallo Ralf Koenig, Du schriebst am 01.02.2009 20:39
>
>> Und da wo manche hingeschrieben haben: "Zylinderkopfdichtung getauscht"
>> hätte ein anderer hingeschrieben: Wirtschaftlicher Totalschaden.
>
> wobei das natürlich Schwachsinn ist. Neue Zylinderkopfdichtung samt
> Dehnschrauben, so erforderlich, sollte bei Klein- bis Mittelklassewagen
> kaum über 100 Euro kommen (je nach Hersteller und Modell natürlich).

Mag sein. Dazu kommt gelegentlich generell ein Dichtsatz für den Motor.

> Und wer mit sowas bei einem älteren Gebrauchten zur Vertragswerkstatt
> geht, dem ist eh nicht mehr zu helfen.

Ich schätze, etliche machen das aber so. Und holen sich dort zumindest
die Kostenschätzung.

> Den Kopf mal eben 'runterreißen
> um nachzusehen, ob die Reparatur lohnt kann jeder Hinterhofschrauber.

Mag sein, aber wieviele Leute haben zu dem genügend Vertrauen?

> Das ist in um und bei 1/2-1 h gemacht und kost' damit nicht die Welt.

Also das schätze ich auch als optimistisch ein, keine Ahnung was da als
Normwert bei den Werkstätten steht.

> Der Arbeitsaufwand für das Abfriemeln der alten Dichtungsreste und den
> sorgfältigen Zusammenbau ist dann etwas höher, aber in einer brauchbaren
> Schrauberwerkstatt auch nicht so langwierig, daß es richtig teuer werden
> sollte.

Sagen wir so: Es ist die Schmalspurvariante. Zusätzlich muss der Grund
für die Überhitzung der ZKD gefunden und beseitigt werden. Wenn man den
ganzen Kram schon mal runter hat, sieht man dann evt. auch im Motor den
Verschleißgrad. Und den Kopf möchte man auch planen.

Ggf. haben sich mit der durchgebrannten ZKD auch Folgeschäden ergeben.
Kühlwasser und Öl mischen sich, etwas davon kommt in den
Verbrennungsraum, eins von beiden oder beides nimmt ab. Schmierung und
Kühlung verschlechtern sich.

Dazu kommt, dass man eine Menge Teile noch neu machen wird: Kerzen,
Kühlflüssigkeit, Öl, Ventildeckeldichtung, evt. Ventilschaftdichtungen.
Das ist auch alles Arbeit für Vor- und Nachbereitung.

Und es will alles markiert werden für Ab- und Wiederanbau, da kommen ja
doch eine Menge Stecker und Schläuche zusammen.

Wer in schwierigen Fällen da wieder einen ordentlichen Motor draus
machen will, wird eine Überholung machen müssen mit Übermaßkolben,
Zylinder honen, Dichtkit, Lagern etc.

Ralf

Werner Schmidt

unread,
Feb 3, 2009, 1:03:10 AM2/3/09
to
Hallo Ralf Koenig, Du schriebst am 03.02.2009 02:37

> Mag sein. Dazu kommt gelegentlich generell ein Dichtsatz für den Motor.
>
>> Und wer mit sowas bei einem älteren Gebrauchten zur Vertragswerkstatt
>> geht, dem ist eh nicht mehr zu helfen.
>
> Ich schätze, etliche machen das aber so. Und holen sich dort zumindest
> die Kostenschätzung.

ja, und da kommt dann eben auch schon bei eigentlich kleinen Schäden
"wirtschaftlicher Totalschaden" bei 'raus. Obwohl ein anderer da noch
mit geringem Aufwand wieder ein gutes Auto draus machen würde.

> Mag sein, aber wieviele Leute haben zu dem genügend Vertrauen?

Erkundigung im Bekanntenkreis einholen.

>> Das ist in um und bei 1/2-1 h gemacht und kost' damit nicht die Welt.
>
> Also das schätze ich auch als optimistisch ein, keine Ahnung was da als
> Normwert bei den Werkstätten steht.

Weiß ich aufch nicht, aber allzuviel ist da nicht bei. Ansaug- und
Auslaßkrümmer z.B. können in den meisten Fällen dran bleiben. Zünd-/
Glühkerzen, Einspritzdüsen kann man auch erst mal drin lassen. Wie
gesagt, es geht erst mal nur ums 'runternehmen, zur Diagnostik, nicht um
die sorgfältige Vorbereitung fürs Planschleifen.

>> Der Arbeitsaufwand für das Abfriemeln der alten Dichtungsreste und den
>> sorgfältigen Zusammenbau ist dann etwas höher, aber in einer brauchbaren
>> Schrauberwerkstatt auch nicht so langwierig, daß es richtig teuer werden
>> sollte.
>
> Sagen wir so: Es ist die Schmalspurvariante. Zusätzlich muss der Grund
> für die Überhitzung der ZKD gefunden und beseitigt werden.

Eh klar; ist in vielen / den meisten Fällen aber eben auch sehr einfach:
Kühlmittelverlust oder anderer Grund für Überhitzung. Wenn dann nicht
zu lang mit zu heißem Motor gefahren wurde halten sich die Folgeschäden
halt in Grenzen.

> Wenn man den ganzen Kram schon mal runter hat, sieht man dann evt.
> auch im Motor den Verschleißgrad.

Schön, dann weiß man das auch :-)

> Und den Kopf möchte man auch planen.

Nur wenn nötig. Liegen Riefigkeit / Welligkeit unter einem kritischen
Maß, kann auch darauf ggfs. verzichtet werden.

> Ggf. haben sich mit der durchgebrannten ZKD auch Folgeschäden ergeben.
> Kühlwasser und Öl mischen sich, etwas davon kommt in den
> Verbrennungsraum, eins von beiden oder beides nimmt ab. Schmierung und
> Kühlung verschlechtern sich.

Gut, dann /ist/ es eben ein wirtschaftlicher Totalschaden und man hat
/etwas/ Geld für diese Diagnose investiert. Dafür /weiß/ man es jetzt.

> Dazu kommt, dass man eine Menge Teile noch neu machen wird: Kerzen,

... nur wenn eh fällig ...

> Kühlflüssigkeit, Öl, Ventildeckeldichtung,

... Peanuts ... wenn dafür kein Fahrzeugneukauf fällig wird ...

> evt. Ventilschaftdichtungen.

... nur wenn nötig ...

> Das ist auch alles Arbeit für Vor- und Nachbereitung.
>
> Und es will alles markiert werden für Ab- und Wiederanbau, da kommen ja
> doch eine Menge Stecker und Schläuche zusammen.

Ansaug- und Auslaßkrümmer (nur wenn plangeschliffen und daher komplett
demontiert werden muß, ansonsten nur ein paar Flanschschrauben, nix
wirklich zum Markieren), evtl. Kühlwasseranschlüsse, Zündkabel und /
oder Einspritzleitungen, ein bis ein paar elektrische Anschlüsse
(Temperatursensor z.B.), Zylinderkopfdeckel, Nockenwellenrad. Was hab'
ich vergessen? Vorher vielleicht noch eine bis zwei Abdeckungen und den
Luftfilterkasten abmachen. Wie gesagt, der Kopf muß ja erst mal nur ab,
nicht auseinander. Wirklich /viel/ ist das IMHO nicht und was man da
markieren müßte weiß ich auch nicht, das findet sich eigentlich alles
wieder passend zusammen.

> Wer in schwierigen Fällen da wieder einen ordentlichen Motor draus
> machen will, wird eine Überholung machen müssen mit Übermaßkolben,
> Zylinder honen, Dichtkit, Lagern etc.

In /schwierigen/ Fällen kann es leicht ein wirtschaftlicher Totalschaden
werden, klar. Die Diagnostik aber ist rasch gemacht und IMO den
(geringen) Aufwand wert. Just my 2 ct.

Gruß
Werner

Peter Eggebrecht

unread,
Feb 3, 2009, 3:46:00 AM2/3/09
to
Ralf Koenig (ralfkoenig) schrieb:

[...]


>Und dir die Ergebnisse passend interpretieren. Würde mich übrigens
>interessieren, was deine Schlüsse aus den Diagrammen wären. Da schaut ja
>doch jeder anders drauf.

Zuerst einmal sehr suchend, anschließend überlegend wie diese
Informationen für mich nutzen kann.... und abschließend dahingehend
erleuchtend, das die unteren Fahrzeuge nicht zu weit rechts, also
geringe Laufleistung gepaart mit hoher Mängelquote, angesiedelt sein
sollten.

Dann noch verglichen, ob sich die Mängelquote durch das höhere Alter
erheblich verschlechtert hat... und fertig.

Irgendwie fehlt mir eine Linie, an der man erkennen kann, ob ein
Fahrzeug besser oder schlechter als der Durchschnitt ist und letztlich
die Vorstellung, wie sich die Tabelle für meine motorische Zukunft
nutzen lässt. :-)

Gruss Peter


Peter Eggebrecht

unread,
Feb 3, 2009, 3:57:00 AM2/3/09
to
Ralf Koenig (ralfkoenig) schrieb:

[...]


>> Ich freu mich jedes mal mit ihm... auch der Seitenhiebe wegen, aber er
>> teilt auch gut aus ;-))

>Naja, Überfliegerträume bieten dafür ja auch Angriffsfläche.

>Übrigens: Die Chancen stehen aber nicht schlecht, dass du auch so werden
>könntest. Vielleicht wird der C320 CDI Kombi auch dein viert-vorletztes
>Auto, wenn ein Abo einer Autozeitschrift und der Eintrag in die
>Kundenkartei eines MB-Händlers mit Kunden-Informations-System regelmäßig
>frische Informationen über Neu- und Gebrauchtwagen ins Heim spülen.

Die Phase mit dem Autoabbo liegt weit zurück, ich kannte jedes Detail,
doch war irgendwann die Luft raus... ach ja, ich wurde Firmenmotorisiert
und damit gab es keinen Spielraum mehr fürs Träumen. Dann kam die
Elektronik mit div. Nachbauten, dann die Computerseuche.... und heute
rennt man gegen die eigene Vernunft oder auch die der Frau an. :-))

>Einmal in der Genießerliga angekommen und sich allen Verlockungen
>hingegeben habend, winkt auch da in ein paar Jahren der Nachfolger.
>Manch einer kauft alle 4 Jahre ein 4-Jähriges Auto. Und hat so zumindest
>immer die Vorgängerversion der aktuellen Version daheim.

... wir haben einen ca. 32 Jahre alten Polo und einen 14 Jahre alten
Golf III Variant, der nun allerdings zur Automatiküberprüfung geht und
wo festgestellt werden soll, warum er so hart schaltet und was die
Beseitigung kostet. 200 Euro sind von mir dafür veranschlagt, für die
Analyse nebst der Beseitigung. Evtl. Update der Schaltbox, das die
Schaltpunkte leicht verrutscht erscheinen...

Dabei habe ich einen C320Tcdi im Visier, 18870 Euro, 7/2005, 56.000Km...
;-), hat aber nichts zu bedeuten, da die Garangenanfrage noch nicht
beantwortet wurde.

.... zurück zum eigentlichen Teil, wir sind somit nicht gerade der Typ
der schnellen Entscheidungen. Es haben sich im Lebensverlauf zuviel
Abhängigkeiten eingestellt, so das Veränderungen an der einen Stelle
Auswirkungen auf viele andere Stellen haben und man nicht alles im
Vorfeld bedenken kann.

Um es auf den Punkt zu bringen, das Leben wurde zu stark strukturiert
und hat damit einiges an Spontanität eingebüsst. Hat natürlich den
Vorteil, dass man sich quasi blind bewegen kann, da man weiss wo alles
liegt.

.... was das nun allerdings mit dem Subjekt des Threads noch zu tun hat
ist mir entfallen ;-))

>Wenn man das zusammen mit Frauchen mehr genießt als die Abstriche an
>anderen Stellen, die man finanziell machen muss, weil man das Geld nicht
>zweimal ausgeben kann: Was ist falsch daran?

Nichts, kommt nur drauf an wo man den Genuss ansetzt, auch will
geniessen gelernt sein. Zuerst einmal muss man diese Rechenmaschine im
Kopf abstellen, die laufend vergleicht, wie lange man einst für dieses
und jenes anscheinend Überflüssige arbeiten musste. :-/

Da der Luxus aber bereits beim Träumen beginnt genieße ich zuerst einmal
diesen Teil und blicke dabei aus dem Fenster auf die winterliche und
leicht stürmige Ostsee.... moin, moin


Gruss Peter


Ralf Koenig

unread,
Feb 3, 2009, 4:15:35 AM2/3/09
to
Werner Schmidt schrieb:

> Hallo Ralf Koenig, Du schriebst am 03.02.2009 02:37
>
>> Mag sein. Dazu kommt gelegentlich generell ein Dichtsatz für den Motor.
>>
>>> Und wer mit sowas bei einem älteren Gebrauchten zur Vertragswerkstatt
>>> geht, dem ist eh nicht mehr zu helfen.
>> Ich schätze, etliche machen das aber so. Und holen sich dort zumindest
>> die Kostenschätzung.
>
> ja, und da kommt dann eben auch schon bei eigentlich kleinen Schäden
> "wirtschaftlicher Totalschaden" bei 'raus.

ACK. Die Crux ist auch: Wenn so ein Auto nicht mehr fahren sollte (oder
man sich nicht traut), ist der normale Kunde erstmal aufgeschmissen,
denn er bekommt sein Auto ja nicht mehr zu verschiedenene Werkstätten,
damit die es dort begutachten können. Klar, die würden das Auto auch mit
dem Transporter holen, aber a) das muss man wissen und b) das ist schon
wieder ein weiterer Aufwand. Auch im Abschleppen von Autos ist nicht
jeder gleich so fix dabei.

> Obwohl ein anderer da noch
> mit geringem Aufwand wieder ein gutes Auto draus machen würde.

Ja, auch richtig. Weil der eben seinen Aufwand anders misst. Der setzt
nicht 60-80 EUR für die Werkstattstunde an. Sondern sieht in erster
Linie die Teile, und die können an sich sehr günstig sein.

>> Und den Kopf möchte man auch planen.
>
> Nur wenn nötig. Liegen Riefigkeit / Welligkeit unter einem kritischen
> Maß, kann auch darauf ggfs. verzichtet werden.
>
>> Ggf. haben sich mit der durchgebrannten ZKD auch Folgeschäden ergeben.
>> Kühlwasser und Öl mischen sich, etwas davon kommt in den
>> Verbrennungsraum, eins von beiden oder beides nimmt ab. Schmierung und
>> Kühlung verschlechtern sich.
>
> Gut, dann /ist/ es eben ein wirtschaftlicher Totalschaden und man hat
> /etwas/ Geld für diese Diagnose investiert. Dafür /weiß/ man es jetzt.

Auch das ist ein Konzept, dass viele Kunden so gar nicht kennen: Trennen
zwischen Auftrag: "Diagnose" und Auftrag: "Mach wieder heil". Denn auch
für die Werkstätten ist die reine Diagnose ein unbeliebter und
unsicherer Auftrag. Denn am Ende müssen sie ja einen Tipp abgeben: "Wenn
wir das und das alles machen, dann läuft es wieder rund." Aber so
richtig weiß man nur, was alles kaputt war, wenn man alles wieder heil
gemacht hat.

Dazu kommt: Bei einer reinen Diagnose bezahlt man als Kunde die Arbeit,
aber es ist auf keinen Fall ganz danach.

Ich gebe dir aber auch hier absolut Recht, dass es sich lohnen kann,
zwischen Diagnoseauftrag und Reparaturauftrag zu unterscheiden.

>> Das ist auch alles Arbeit für Vor- und Nachbereitung.
>>
>> Und es will alles markiert werden für Ab- und Wiederanbau, da kommen ja
>> doch eine Menge Stecker und Schläuche zusammen.
>
> Ansaug- und Auslaßkrümmer (nur wenn plangeschliffen und daher komplett
> demontiert werden muß, ansonsten nur ein paar Flanschschrauben, nix
> wirklich zum Markieren), evtl. Kühlwasseranschlüsse, Zündkabel und /
> oder Einspritzleitungen, ein bis ein paar elektrische Anschlüsse
> (Temperatursensor z.B.), Zylinderkopfdeckel, Nockenwellenrad. Was hab'
> ich vergessen?

Kraftstoffleitungen, Gaszug, ne Menge Luftschläuche, Verschraubungen an
Motorlagern, und ein paar Sachen, die eben im Weg sind, und erstmal weg
müssen, damit man an andere Stellen rankommt.

In dem Mondeo-Schrauberbuch (1992-2000) nimmt die Demontage des
Zylinderkopfes immerhin 3 Seiten ein.

> Vorher vielleicht noch eine bis zwei Abdeckungen und den
> Luftfilterkasten abmachen. Wie gesagt, der Kopf muß ja erst mal nur ab,
> nicht auseinander. Wirklich /viel/ ist das IMHO nicht und was man da
> markieren müßte weiß ich auch nicht, das findet sich eigentlich alles
> wieder passend zusammen.

Ich glaube das bei Volumenmodellen, die der Schrauber in- und auswendig
kennt, wo man dann noch vielleicht ganz gut rankommt und nicht allzuviel
Elektronik-Kram drin ist. Mit steigender Anzahl an identischen Steckern
und bei exotischeren Autos steigen die Fehlermöglichkeiten ja stark an.
Und nicht immer sieht man das sofort, gerade in eng verbauten Motorräumen.

Mal zwei Beispiele, wo die Schrauber aus dem Gedächtnis gearbeitet haben
an einem eigentlich bekannte Modell, aber am Ende Murks rauskam: Hier
hat eine Fiat-Werkstatt bei der Reparatur eines Frontschadens an einem
Seicento die Stecker von der Scheinwerferhöheneinstellung und
Saugrohrdrucksensor (MAP-Sensor) vertauscht, weil das bei Fiat absolut
identische, benachbarte Stecker sind. Gut, italienisches Design eben. ;-)

http://www.vox.de/495_2932.php?mainid=20090201&area=reportage2&bereich=Ams
Danach hat die Fiat-Werkstatt wild Teile getauscht, es aber nicht
hinbekommen. Der Motor lief wie ein Sack Nüsse, leider ist das Video
noch nicht online.

In einem früheren Fall hatte eine andere Werkstatt mal die Anschlüsse
zweier Wasserschläuche verwechselt, bem Einbau einer Gasanlage in einer
älteren C-Klasse, wo schon eine Standheizung nachgerüstet war:
http://www.vox.de/495_2932.php?mainid=20081116&area=reportage4&bereich=Ams
http://www.vox.de/495_4868.php?video_id=61741

Ich denke, nach solchen Erlebnissen markiert auch der Schrauber lieber
ein paar Sachen mehr, als zuwenig. Und gerade freie Werkstätten bekommen
mitunter einen ganzen Zoo von verschiedenen Autos.

>> Wer in schwierigen Fällen da wieder einen ordentlichen Motor draus
>> machen will, wird eine Überholung machen müssen mit Übermaßkolben,
>> Zylinder honen, Dichtkit, Lagern etc.
>
> In /schwierigen/ Fällen kann es leicht ein wirtschaftlicher Totalschaden
> werden, klar. Die Diagnostik aber ist rasch gemacht und IMO den
> (geringen) Aufwand wert.

Ja, aber auch da hat man im Prinzip nur genau /eine/ Chance. Denn man
wird den Reparaturauftrag ungern einer anderen Werkstatt geben als der,
die die Diagnose durchgeführt hat. Und es gibt wenige, die gleich beim
ersten Mal zum freien Schrauber gehen.

Insgesamt zeigen sich zwei Sichten: Die des Ahnungslosen muss ziemlich
zwangsläufig suboptimal ausfallen. Er weiß nicht, welche Möglichkeiten
es alles gibt für eine günstige Reparatur. Erst wenn man sich mehr
informiert und Erfahrung sammelt, bekommt man langsam Wissen darüber.

Ralf

Michael Domhardt

unread,
Feb 3, 2009, 4:40:53 AM2/3/09
to
Peter Eggebrecht schrieb:
> Wer hat denn mit seinem Fahrzeug mehr als 200.000Km zurückgelegt und mag
> erzählen, was dabei alles ausgetauscht werden mußte.

*VW Jetta 1.8 BJ90*
Schlüsselnummern 0600 626
km-Stand: 340.000
1x Auspuff komplett mit KAT
1x Stoßdämpfer
1x Wasserpumpe
1x Domlager
1x Achslager komplett
1x Radlager vorn rechts
1x Kreuzgelenk vorn rechts außen
1x Achsmanschetten komplett
1x Bremsschläuche komplett
1x Lichtmaschinenregler
3x Zahnriemen
?x Bremsen
?x Reifen
0x Kupplung
Motor bei 310.000 getauscht (Kopfdichtung defekt)
Aktuell Getriebeschaden, jetzt vermutlich Abwrackprämie

*Passat 3B Variant 1.9TDI BJ98*
Schlüsselnummern 0603 361
km-Stand: 275.000
1x Stoßdämpfer
1x Motor Heckscheibenwischer
1x Spiegelgehäuse (beide)
2x Zahnriemen
2x Luftmengenmesser
?x Bremsen
?x Reifen
0x Kupplung (demnächst evtl. fällig)
0x Auspuff

> Danke :-)

Bitte!

Grüße und so
Michael

Michael Domhardt

unread,
Feb 3, 2009, 4:42:59 AM2/3/09
to
Ergänzung:

Michael Domhardt schrieb:

> *VW Jetta 1.8 BJ90*
> Schlüsselnummern 0600 626
> km-Stand: 340.000
> 1x Auspuff komplett mit KAT
> 1x Stoßdämpfer
> 1x Wasserpumpe
> 1x Domlager
> 1x Achslager komplett
> 1x Radlager vorn rechts
> 1x Kreuzgelenk vorn rechts außen
> 1x Achsmanschetten komplett
> 1x Bremsschläuche komplett
> 1x Lichtmaschinenregler

2x Batterie


> 3x Zahnriemen
> ?x Bremsen
> ?x Reifen
> 0x Kupplung
> Motor bei 310.000 getauscht (Kopfdichtung defekt)
> Aktuell Getriebeschaden, jetzt vermutlich Abwrackprämie
>
> *Passat 3B Variant 1.9TDI BJ98*
> Schlüsselnummern 0603 361
> km-Stand: 275.000
> 1x Stoßdämpfer
> 1x Motor Heckscheibenwischer
> 1x Spiegelgehäuse (beide)

1x Batterie

Werner Schmidt

unread,
Feb 3, 2009, 4:20:41 PM2/3/09
to
Hallo Ralf Koenig, Du schriebst am 03.02.2009 10:15

> ACK. Die Crux ist auch: Wenn so ein Auto nicht mehr fahren sollte (oder
> man sich nicht traut), ist der normale Kunde erstmal aufgeschmissen,
> denn er bekommt sein Auto ja nicht mehr zu verschiedenene Werkstätten,
> damit die es dort begutachten können.

oft läuft die Karre ja noch ganz manierlich, aber es gluckert so in der
Heizung. Damit fährt der Kunde dann in die Werkstatt, der Meister macht
den Kühlwasserdeckel runter, riecht einmal an der Einfüllöffnung das
Abgas und weiß Bescheid. D.h. die Primärdiagnose "Kopfdichtung defekt"
steht schon mal, es geht nur um die Sekundärdiagnose "lohnt sich die
Reparatur". Und das war eigentlich mehr so das Ausgangsszenario.

> Ja, auch richtig. Weil der eben seinen Aufwand anders misst. Der setzt
> nicht 60-80 EUR für die Werkstattstunde an. Sondern sieht in erster
> Linie die Teile, und die können an sich sehr günstig sein.

Ja; deshalb aber auch meine Empfehlung, dann nicht in der Fachwerkstatt
sondern beim guten Schrauber (Mundpropaganda) weiterzumachen.

> Auch das ist ein Konzept, dass viele Kunden so gar nicht kennen: Trennen
> zwischen Auftrag: "Diagnose" und Auftrag: "Mach wieder heil".

Das kann jetzt jeder lernen, der hier mitliest - und ganz kostenlos :-)

> Denn auch
> für die Werkstätten ist die reine Diagnose ein unbeliebter und
> unsicherer Auftrag. Denn am Ende müssen sie ja einen Tipp abgeben: "Wenn
> wir das und das alles machen, dann läuft es wieder rund." Aber so
> richtig weiß man nur, was alles kaputt war, wenn man alles wieder heil
> gemacht hat.

Da trennt sich die Spreu vom Weizen. Zwar wird auch ein guter und
erfahrener Meister mit seinem Tip mal daneben liegen (und evtl.
draufzahlen), im Schnitt aber treffsicher sein und seiner Werkstatt gute
Aufträge einbringen.

> Dazu kommt: Bei einer reinen Diagnose bezahlt man als Kunde die Arbeit,
> aber es ist auf keinen Fall ganz danach.

Dafür weiß man danach aber Bescheid; wie gesagt kann sich das schon
lohnen. Man muß sich halt überlegen, was einem die Diagnose wert ist.
Ist ja ein Lotteriespiel: mit Glück kriegt man für wenig Geld die
Auskunft, daß man mit Einsatz von noch mal (etwas mehr) Geld wieder ein
gutes Auto hat. Mit Pech hat man wenig Geld ausgegeben um zu erfahren,
daß man noch viel mehr Geld für eine neue Karre investieren muß.

> Kraftstoffleitungen, Gaszug,

in den meisten Fällen überflüssig. Den abgeschraubten Versager /
Ansaugrohr mit Einspritzanlage kann man in den meisten Fällen ohne
weitere Demontage im Motorraum beiseite legen.

> ne Menge Luftschläuche,

Woher die? Ansaugrohr hatten wir schon, was für Luftschläuche meinst Du?

> Verschraubungen an Motorlagern,

Am Zylinderkopf? Nota bene, wir wollten nur den Kopf 'runternehmen,
nicht den Motor ausbauen.

> und ein paar Sachen, die eben im Weg sind, und erstmal weg
> müssen, damit man an andere Stellen rankommt.

Viel ist das aber meist nicht (außer bei VW natürlich >;-> ).

> In dem Mondeo-Schrauberbuch (1992-2000) nimmt die Demontage des
> Zylinderkopfes immerhin 3 Seiten ein.

Die man einmal überfliegt, um ein paar Besonderheiten zu kennen und dann
arbeitet wie gewohnt und wie's kommt.

> Mal zwei Beispiele, wo die Schrauber aus dem Gedächtnis gearbeitet haben
> an einem eigentlich bekannte Modell, aber am Ende Murks rauskam: Hier
> hat eine Fiat-Werkstatt bei der Reparatur eines Frontschadens an einem
> Seicento die Stecker von der Scheinwerferhöheneinstellung und
> Saugrohrdrucksensor (MAP-Sensor) vertauscht, weil das bei Fiat absolut
> identische, benachbarte Stecker sind. Gut, italienisches Design eben. ;-)

Hey, ich dachte wir sprachen von *Autos* ;-)

> Danach hat die Fiat-Werkstatt wild Teile getauscht, es aber nicht
> hinbekommen.

Das ist aber auch ein *krasses* Armutszeugnis. Schon die erste Werkstatt
hätte merken müssen, daß der Motor nicht korrekt läuft. Wenn man dann
eigentlich nicht am Motor selbst gearbeitet hat sondern an der
Karosserie hätte man nachsehen müssen, was man dafür an Motorteilen /
Zuleitungen hat demontieren müssen. Der Fehler hätte rasch eingegrenzt
und behoben werden müssen. So dämlich *kann* man doch fast nicht sein.

> In einem früheren Fall hatte eine andere Werkstatt mal die Anschlüsse
> zweier Wasserschläuche verwechselt, bem Einbau einer Gasanlage in einer
> älteren C-Klasse, wo schon eine Standheizung nachgerüstet war:

Das wäre - zumindest bei korrekt eingebauter und nicht 'reingepfuschter
Standheizung - aber auch ein Armutszeugnis für die (Mercedes-?)
Werkstatt. Weia. Auch hier hätte die Kundenbeschwerde ("Standheizung
wird nicht warm") zusammen mit der Überlegung "was haben wir eigentlich
gemacht" rasch zum Ziel führen *müssen*.

> Ich denke, nach solchen Erlebnissen

Geht der kluge Kunde lieber gleich zum guten Schrauber als in die
"Fach"werkstatt.

> markiert auch der Schrauber lieber
> ein paar Sachen mehr, als zuwenig. Und gerade freie Werkstätten bekommen
> mitunter einen ganzen Zoo von verschiedenen Autos.

Mit einem guten Gedächtnis für das, was man beim Zerlegen wo wie
abgeschraubt hat, erübrigt sich das - allerdings nur bis zu einem
bestimmten Punkt. Bei komplexeren Verhältnissen mache ich auch schon mal
Markierungen, Fotos oder Skizzen, klar.

> Ja, aber auch da hat man im Prinzip nur genau /eine/ Chance. Denn man
> wird den Reparaturauftrag ungern einer anderen Werkstatt geben als der,
> die die Diagnose durchgeführt hat. Und es gibt wenige, die gleich beim
> ersten Mal zum freien Schrauber gehen.

D.h., man braucht Vertrauen zur Werkstatt. Also: Mundpropaganda! Freunde
und Kollegen, Nachbarn usw. aushorchen.

Außerdem: die Vertragswerkstatt ist in Garantie-/ Kulanzphase nicht zu
ersetzen, klar. Danach ist sie überwiegend nur eins: zu teuer. Und
aufgrund von Werksarroganz oft unfähiger als der gewissenhafte gute
Schrauber in der freien Werkstatt nebenan. So zumindest meine Erfahrung.
Je sauberer eine schön geflieste blankgeleckte Werkstatt aussieht um so
sicherer bin ich mir geworden, daß mir dort das Geld aus der Tasche
gezogen wird. Was aber nicht im Umkehrschluß bedeutet, daß jede
ölverschmierte, unaufgeräumte Hinterhofwerkstatt ein faires
Schraubergenie beherbergt. Leider. Daher nochmals: Mundpropaganda nutzen!

> Insgesamt zeigen sich zwei Sichten: Die des Ahnungslosen muss ziemlich
> zwangsläufig suboptimal ausfallen. Er weiß nicht, welche Möglichkeiten
> es alles gibt für eine günstige Reparatur. Erst wenn man sich mehr
> informiert und Erfahrung sammelt, bekommt man langsam Wissen darüber.

Also hier mitlesen! :-)

Gruß
Werner

Tobias Sendel

unread,
Feb 5, 2009, 4:33:42 PM2/5/09
to
On 1 Feb., 10:39, p.eggebre...@freenet.de (Peter Eggebrecht) wrote:
> Wer hat denn mit seinem Fahrzeug mehr als 200.000Km zurückgelegt und mag  
> erzählen, was dabei alles ausgetauscht werden mußte.

Meine Erfahrung:
Opel Astra F, Bj 1992
1.4l-Benziner mit Zweiventiltechnik (C14NZ)
gekauft mit 128Mm, verkauft mit genau 100Mm mehr auf der Uhr.

Es wurden getauscht: Ansaugdichtung (Kostenpunkt 7,50€, selbst
eingebaut); Steuergerät für die Einspritzung (Kostenpunkt 20€, selbst
eingebaut (was hier im Gegensatz zur Ansaugdichtung wirklich ein Witz
ist)); Thermostat und Geber für Temperaturanzeige (ersterer
Kostenpunkt 10€, letzteres aus einem an Rost verstorbenen Corsa for
free, selbst eingebaut); Manschette der Antriebswelle einseitig
(Kostenpunkt niedrig 2-stellig, selbst eingebaut, allerdings mit
Bühne); Spurstangenköpfe und Bremsleitungen (zusammen mit TÜV und
einer von leider mehreren notwendigen Schweißaktionen 400€, bei der
Werkstatt machen lassen).

Desweiteren einmal zusätzlich geschweißt für weitere 150€ und eben
Verschleißteile getauscht (wobei der Opel da auch ziemlich zahm war,
keinerlei dreistellige Beträge, alles recht gut selbst zu machen).

Verbrauchstechnisch ist der Astra auch gut - als Schrägheck und nicht
über 140 auf der Bahn ließ er sich unter 6,5l/100km bewegen. Dabei ist
der Motor zwar nominell mit 44kW schwach, aber durch den relativ
großen Hubraum zieht er schon aus niedrigen Drehzahlen gut raus :)

Dass ich ihn dann schließlich für 100€ mehr als dein Einkaufspreis
verkauft habe, hat das Gefühl, ein gutes und günstiges Auto gefahren
zu sein, noch abgerundet ;)

> Ich möchte mir damit einem Überblick verschaffen, welche Fahrzeuge dafür  
> geeignet sind. Gibt es evtl. einen Link, wo Statistiken darüber erfasst  
> sind?

Leider sind die Kisten heute oft schon deutlich zu alt ;) Aber ein
Astra F der letzten Baujahre gibt es evtl. vom Rentner noch günstig
und in gutem Zustand. Kaufen!

> Danke :-)

Bitte

>   Gruss  Peter

Tobi

Michael Domhardt

unread,
Feb 6, 2009, 3:22:42 AM2/6/09
to
weitere Ergänzung:

Michael Domhardt schrieb:

1x Antriebswellengelenk und Achsmanschette rechts außen

Peter Sieker

unread,
Feb 8, 2009, 5:37:38 AM2/8/09
to

"Tobias Sendel" <tobias...@googlemail.com> schrieb im

>Es wurden getauscht: ...Steuergerät für die Einspritzung (Kostenpunkt 20€, selbst
>eingebaut ....

Das ist aber preiswert, sind die bei Opel heutztage immer so günstig?
Ich hab mal für ein Steuergerät für einen Kadett D GTE rund 1000 DM bezahlt.

Ralf Koenig

unread,
Feb 8, 2009, 8:22:16 AM2/8/09
to
Peter Sieker schrieb:

Da wird sich folgender Unterschied auswirken:

Bei Tobias sicherlich ein gebrauchtes Teil vom Verwerter oder
Online-Auktionator von einem älteren Fahrzeug (Astra F 1.4), von dem mit
dem vom 1.4 Liter Benziner (Basis-Motor) sehr viele gebaut wurden und in
den letzten Jahren etliche bereits über die Klippe gesprungen sind. Dann
sind auch die Steuergeräte ziemlich gut verfügbar, denn im Mittel halten
die doch ganz gut.

vs.

Kadett D "GTE" klingt eher nach einer seltenen Variante.

Bei Wikipedia schreibt jemand: 36.300 Stück gebaut, heute nur noch 300
Stück dem KBA bekannt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Opel_Kadett_D#Besonderheiten_Kadett_GTE
Und da hast du das evt. zwangsläufig als Neuteil beim Freundlichen
Opel-Händler gekauft.

Ralf

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