Am 20.02.2016 um 09:27 schrieb Frank Kemper:
> Dass sich - vor allem früher - ein frisch betanktes Auto oft spritziger
> anfühlte als eins, bei dem der Sprit schon länger im Tank war, konnte auch
> ganz banale Gründe haben: Steht ein Auto länger mit halbvollem Tank, können
> leichtflüchtige Anteile ausgasen und (vor allem früher) durch die
> Tankentlüftung verschwinden.
Nach 40 Jahren traue ich keinen Erinnerungen und Gefühlen mehr. :-) Vor
allem nicht, dass sie Unterschiede von paar Prozent
präzisionsmessgeräteartig behalten.
> Außerdem ist der Sprit im Erdtank gern mal 10
> bis 20 Grad kühler als der im Auto. Auch das macht was aus
In Autos ohne Sprittemperatursensor/oder -mechanik (z.B. Bimetall). Die
anderen gleichen das ja aus.
Und irgendwas werden die Tankstellen/Eichämter noch haben, damit das
nicht so stark mit der Temperatur schwankt.
> und kann am Ende
> die gefühlten 5 Mehr-PS geben, vor allem, wenn der Motor schon warmgefahren
> ist.
Seine eigentliche Frage war ja:
> Kann es sein, daß BP schon seit langem eine bessere Rezeptur hat?
Warum fühlt sich BP für ihn besser an? Denn warmgefahren wäre der Motor
ja an allen Tankstellen.
Also kühlt(e) nur BP seine Erd-Tanks dann noch mal extra? Wäre doch doof
für die (durch Abrechnung nach Volumen). Und er hat doch intensive
Vergleichstankungen gemacht.
Und gegen deine Theorie sprich: ein vollgetanktes Auto ist ja schwerer.
60 kg Sprit also ca. 5% mehr Masse bei einem 1200 kg Auto. Und das hemmt
die Beschleunigung.
Ich sehe den Unterschied vor allem darin, dass er psychisch anders
eingestellt ist (endlich wieder vollgetankt, und dann der GUUUUTE
BP-Sprit, jippi!!) und dann simpel mehr Gas gibt.
Und seine selektive Wahrnehmung nur BP-positive Erinnerungen behält und
sucht und BP-kritische ablehnt/verdrängt. (Werbeeinfluss).
Wer sonst noch krampfhaft nach diffizilen physikalischen Unterschieden
sucht, bevor er irgendwo 4% Maximalleistung per Popometer durch besseren
Sprit messen will:
Kein Mensch fährt im Straßenverkehr im gut motorisierten Auto mit
Maximalleistung eines Verbrennungsmotors bei ca. 6000 RPM (Benziner),
für die die Maximalleistungsangaben gelten. Also muss er bei z.B. bei
50% Motorleistung (gute Beschleunigung) schon nur noch 2 PS Unterschied
per Popometer erfühlen. Relativ bleibt's aber bei 4%.
273 Kelvin (0°C) zu 5% mehr -> 287 Kelvin (14°C).
macht auch einen Unterschied im Luftwiderstand von ca. 5% durch die
veränderte Luftdichte. Und das verändert den Luftwiderstand: kalte Luft
ist dichter. Warum kann das jetzt nur die BP-Tanke treffen: Vielleicht
hat er da immer dann am Tag getankt, wenn es eh warm war. Und bei den
anderen Tankstellen eher früh oder abends, wenn es kühler ist. Bei der
Motorsteuerung wirkt sich das dann natürlich noch mal aus
(Ansauglufttemperatur).
10 km/h Rückenwind macht auch einen Unterschied. Vielleicht war der
Abfahrtsweg von der BP-Tanke besser in Hauptwindrichtung für Rückenwind.
Wenn die BP-Tanke am leichten Gefälle liegt und er immer von oben
ranfährt und dann nach unten wieder raus: schiebt das leichte Gefälle
die Kiste an. Aber nur an der BP-Tanke, wenn andere Tankstellen eher in
Ebenen liegen. Aber nicht weil der Sprit anders ist, sondern weil andere
Fahrwiderstände wirken.
Seine Versuchsanordnung hat also so viele Freiheitsgrade in
unkontrollierten Parametern, dass gefühlte 4% (vom Popometer
"gemessen"!) weit innerhalb der Messungenauigkeit liegen.
Grüße,
Ralf