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Frage (nicht nur) an unseren GTÜ Profi: betrifft Auflagen für Alufelgen

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Andreas Pietruschka

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Mar 18, 2004, 2:53:47 PM3/18/04
to
Hallo,

ich habe eine Frage zu dem was in meinem Gutachten für die Felgen steht. Da
stehen folgende Auflagen für meinen Golf II:

---------------

K22. Durch Umbördeln bzw. Nacharbeiten der Radhausausschnittkanten an Achse
2 ist eine ausreichende Freigängigkeit der Rad-/Reifenkombination
sicherzustellen. [Das verstehe ich noch]

K23. Durch Aufweiten der Kotflügel bzw. Ausschneiden der
Radhausausschnittkanten an Achse 1 ist eine ausreichende Freigängigkeit der
Rad-/Reifenkombination sicherzustellen. [Was ist das? Bördeln? Ziehen?
Schneiden kommt nicht in Frage!]

K24. Durch Aufweiten der Kotflügel bzw. der inneren Seitenteile oder
Ausschneiden der Radhausausschnittkanten an Achse 2 ist eine ausreichende
Freigängigkeit der Rad-/Reifenkombination sicherzustellen. Werden die
Radhäuser ausgeschnitten, so ist das Fahrzeug für den Anhängerbetrieb nicht
mehr geeignet, es sei denn, die ursprüngliche Festigkeit der Radhäuser kann
durch zusätzliche Maßnahmen wieder hergestellt werden. [Super oben steht
Bördeln, jetzt wieder Aufweiten, was denn nu? Und auch hier die Frage was
ist mit 'Aufweiten' gemeint?]

---------------

Ok und nun verstehe ich natürlich nur noch Bahnhof schon alleine das für
Achse 2, zwei verschiedene Umbaumaßnahmen angegeben sind.

Kann mir jemand übersetzen was an meinen Radläufen konkret gemacht werden
muss damit ich die Felgen eintragen lassen kann?

Danke schon im Voraus für eure Hilfe

Andreas


Roman Schütz

unread,
Mar 18, 2004, 5:52:52 PM3/18/04
to
Andreas Pietruschka schrieb:

Du musst das Gutachten richtig lesen.
Nicht alle Auflagen sind für alle Fahrzeugtypen im Gutachten und nicht
alle möglichen Reifengrößen im Gutachten nötig.

Schau bei deinem Fahrzeugtyp und deiner Wunschbereifung nach, was da an
Kürzeln steht (z.B. K24). Was die Kürzel bedeuten hast du ja schon
gefunden.

Grüsse
Roman

Lothar Cezanne

unread,
Mar 18, 2004, 7:40:49 PM3/18/04
to

Andreas Pietruschka schrieb:

> K24. Durch Aufweiten der Kotflügel bzw. der inneren Seitenteile oder
> Ausschneiden der Radhausausschnittkanten an Achse 2 ist eine ausreichende
> Freigängigkeit der Rad-/Reifenkombination sicherzustellen. Werden die
> Radhäuser ausgeschnitten, so ist das Fahrzeug für den Anhängerbetrieb nicht
> mehr geeignet, es sei denn, die ursprüngliche Festigkeit der Radhäuser kann
> durch zusätzliche Maßnahmen wieder hergestellt werden. [Super oben steht
> Bördeln, jetzt wieder Aufweiten, was denn nu? Und auch hier die Frage was
> ist mit 'Aufweiten' gemeint?]
>
> ---------------
>
> Ok und nun verstehe ich natürlich nur noch Bahnhof schon alleine das für
> Achse 2, zwei verschiedene Umbaumaßnahmen angegeben sind.
>
> Kann mir jemand übersetzen was an meinen Radläufen konkret gemacht werden
> muss damit ich die Felgen eintragen lassen kann?

Welches Format denn? Bei meinen 7 x 15 ATS-Felgen mit Einpresstiefe 25
habe ich die Kotflügelkanten mit einem Fäustel (der dicke Hammer zum
Schlitzeklopfen) und einem mit Sand gefüllten Gummihammer umgelegt - den
Fäustel mit Lappen außen als Gegenmasse angelegt, mit dem Gummihammer
von innen dann in mehreren Durchgängen sorgfältig die Kanten umgelegt.
Das Abplatzen von Lack verhinderst Du, indem Du die Kanten
abschnittsweise mit einem Heißluftfön erwärmst, dadurch wird der Lack
etwas formbar.

Beim Umlegen der hinteren Kanten ist etwas mehr Arbeit vonnöten, afaik
weil dort beim Golf eine Verbindung zwischen zwei Blechen besteht, dem
Radhausblech innen und dem hinteren Seitenteil und dadurch das Material
dicker ist. Das dürfte btw das sein, was im Gutachten unter Pkt. K24
("Werden die Radhäuser ausgeschnitten, so ist das Fahrzeug für den

Anhängerbetrieb nicht mehr geeignet, es sei denn, die ursprüngliche
Festigkeit der Radhäuser kann durch zusätzliche Maßnahmen wieder

hergestellt werden.") genannt wird - durch das Ausschneiden der Kante
verliert die Karosserie an Festigkeit, weil eine Schweißnaht fehlt.

In dem Falz, den Du durch das Umlegen ja erzeugst, kann sich btw
Feuchtigkeit und Schmutz ansammeln; u.U. sollte man dort also vor Beginn
des Arbeitens erst mal sauber und trocken machen und etwas
Karosserie-Dichtmasse o.ä. als quasi Hohlraumversiegelung einbringen.
Nach dem Umlegen noch ein bissel Dichtmasse nachschmieren, dann sollte
dort die nächsten Jahre auch nichts weggammeln.

Anschließend die Plastikverbreiterungen passend nachgeschnitten und mit
Silikon wieder angeklebt - die Schraubenlöcher bis auf die beiden
unteren sind ja beim Umlegen der Kanten dahingegangen. Vor dem Ankleben
Kotflügel und Verbreiterungen ordentlich entfetten, dann hält die
Klebung ewig (bei meinem seit über 5 Jahren).

Anschließend war die nötige Freigängigkeit der Räder in Verbindung mit
dem tieferen Fahrwerk (gelbe Fintec-Federn, ungefähr 20 mm weniger als
GTI-Serie) gegeben. Der TÜV-Mensch war begeistert.

lc#

Andreas Pietruschka

unread,
Mar 19, 2004, 7:51:15 AM3/19/04
to

"Roman Schütz" schrieb

> Du musst das Gutachten richtig lesen.
> Nicht alle Auflagen sind für alle Fahrzeugtypen im Gutachten und nicht
> alle möglichen Reifengrößen im Gutachten nötig.

Leider doch, hinter meinen Fahrzeug, Motoriesierung und Bereifung stehen
diese drei Punkte [als Abkürzung natürlich]. Das verwirrt mich ja eben so
sehr.

Das Gutachten ist hier einsehbar:
http://www.ats-wheels.com/deutsch/Gutachten/7056.pdf mein Auto ist ein Golf
II [19E] 66kW mit 195er Bereifung [die Felgen].

Ciao


Andreas Pietruschka

unread,
Mar 19, 2004, 7:58:37 AM3/19/04
to
Hallo,

"Lothar Cezanne" schrieb

> Welches Format denn? Bei meinen 7 x 15 ATS-Felgen mit Einpresstiefe 25

meine haben ET 20. Siehe Gutachten hier für detaillierte Informationen:
http://www.ats-wheels.com/deutsch/Gutachten/7056.pdf und da dort leider 3
verschiedene Auflagen für mein Auto [Golf II 19E 66kw mit 195ern] genannt
werden weiß ich leider nicht ob es nur mit dem Kanten umlegen getan ist.


> [VIEL NÜTZLICHES ZUM THEMA Bördeln]

Ok vielen Dank für die vielen hilfreichen Infos. Ich habe auch noch von
einer zweiten Methode gehört und wollte dich mal Fragen was Du davon hälts:

Und zwar schaut die so aus, dass man das Auto erst mal mit dem Wagenheber
aufbockt, dann einen Hartgummi-Hammer mit der Langen Kante zwischen Rad und
Radlauf [bzw. der umzulegenden Kante] Platziert und dann ganz langsam und
vorsichtig herablässt. Der Hammer verkantet sich mehr oder weniger von
selbst so, dass er genau auf die Kante drückt. Leider weiß ich nicht was
davon zu halten ist. Angeblich soll es schnell und gut sein ?

> [HOHLRAUMVERSIEGELUNG]

Auch hier nochmal vielen Dank für die Infos. So werde ich es dann auch
machen.

> Anschließend war die nötige Freigängigkeit der Räder in Verbindung mit
> dem tieferen Fahrwerk (gelbe Fintec-Federn, ungefähr 20 mm weniger als
> GTI-Serie) gegeben. Der TÜV-Mensch war begeistert.

Ich hoffe das meiner auch begeistert ist aber vorher muss ich mal wissen was
genau Sache ist. Denn IMHO ist das alles andere als klar laut meinem
Gutachten für die Felgen :/

Ciao
Andreas


Roman Schütz

unread,
Mar 19, 2004, 1:45:08 PM3/19/04
to
Andreas Pietruschka schrieb:
Die gleichen Felgen habe ich mit 205er Bereifung auch auf meinem Passat
2 (32B).
Ich habe von den Auflagen nur das Bördeln gemacht und bin dann zum TÜV.
Der hat mir die Felgen und Reifen so eingetragen, die Auflagen im
Gutachten haben den gar nicht interessiert.

IMHO sind die Auflagen z.T. auch völliger Blödsinn.
Mit 195ern braucht man auf dem 32B nicht einmal zu bördeln, selbst voll
eingefedert berühren die Reifen die Bördelkanten nicht (selbst
ausprobiert). Mit 205ern streifen die Reifenflanken ganz leicht an den
Bördelkanten. Die Auflagen, Verbreiterungen zu montieren ist IMHO
deshalb auch totaler Blödsinn. Wenn die Reifen nicht einmal die
Bördelkanten berühren und die Reifenlaufflächen im ganzen Bereich von
der Serienkarosserie abgedeckt sind, warum dann noch Verbreiterungen?

An der Auflage X36 sieht man auch ganz offensichtlich, das die Auflagen
manchmal Blödsinn sind:
"Fahrzeuge die nicht serienmäßig mit einer Zusatzeradabdeckung
ausgerüstet sind, sind nachzurüsten (z.B. GTO- oder Rallye-Golf
Verbreiterung).

Die Rallye-Golf Verbreiterung kann man nicht so einfach nachrüsten, da
der Rallye-Golf ganz andere Kotflügel hat als ein normaler Golf oder
Golf GTI.

Da müsste man schon mit der Flex hinten das Seitenteil heraustrennen und
das Seitenteil vom Rallye-Golf einschweißen.

Das Gutachten dient nur, wie dort auch steht, als Arbeitsunterlage für
den Prüfer.
Er muß nicht zwingend alle darin aufgeführten Auflagen fordern.

Ich würde einfach nur die Bördelkanten umlegen und dann zum TÜV fahren.
Wenn er weitere Arbeiten fordert, kann man die immer noch machen.

Grüsse
Roman

Andreas Pietruschka

unread,
Mar 19, 2004, 2:21:42 PM3/19/04
to

"Roman Schütz" schrieb

> [SCHNIPP DA QUOTE FÜR WEITERE DISKUSSION NICHT NÖTIG]

Ok danke, dann werde ich die bördeln und abnehmen lassen. Erscheint mir auch
als das sinnvollste.

Ciao
Andreas


Lothar Cezanne

unread,
Mar 20, 2004, 7:57:37 AM3/20/04
to

Andreas Pietruschka schrieb:

> Ok vielen Dank für die vielen hilfreichen Infos. Ich habe auch noch von
> einer zweiten Methode gehört und wollte dich mal Fragen was Du davon hälts:

[...]

Kenne ich nicht. Schneller und von der Blechverformung her gleichmäßiger
geht's bestimmt, allerdings könnte das umgedrückte Blech beim Entlasten
wieder etwas zurückfedern. Würde ich zumindest mal vermuten. Probiers
halt einfach mal aus und berichte; mich würde das Resultat auch mal
interessieren.

> Ich hoffe das meiner auch begeistert ist aber vorher muss ich mal wissen was
> genau Sache ist. Denn IMHO ist das alles andere als klar laut meinem
> Gutachten für die Felgen :/

Hast Du schon mal einen TÜV-, GTÜ- oder Dekra-Menschen direkt gefragt?
Wenn Du nicht gerade an einen Depp gerätst sind die normalerweise recht
hilfreich. Der könnte Dir stichhaltig sagen was er von Dir sehen will.
So würde ich es zumindest machen.

lc#

Andreas Pietruschka

unread,
Mar 27, 2004, 1:46:17 PM3/27/04
to
Hallo,

> [Alles weggeschnippelt]

wie hast Du das denn bei den hinteren Radläufen gemacht? Die vorderen hab
ich mit der Hammer-Zwischen-Radlauf-Und-Rad methode und etwas 'nachklopfen'
super hinbekommen aber bei den hinteren Radläufen geht irgendwie ganz und
gar nichts ich habs mit der Hammer....-Methode probiert, Fehlanzeige, dann
mit Hammerschlägen - auch keine Chance. Ich schätze wenn ich die hinteren
Kanten um 1mm nach oben bekommen habe ist es viel.

Das Blech rausschneiden möchte ich allerdings auch nicht, auch wenn ich
dafür sogar das passende Werkzeug hätte. Oder? Was spricht dafür, was
dagegen? Aber eigentlich wollte ich es doch lieber bördeln.

Ciao
Andreas


Kay-Uwe Pesch

unread,
Mar 27, 2004, 6:16:37 PM3/27/04
to
Andreas Pietruschka schrieb

> aber bei den hinteren Radläufen geht irgendwie ganz und
> gar nichts ich habs mit der Hammer....-Methode probiert, Fehlanzeige, dann
> mit Hammerschlägen - auch keine Chance. Ich schätze wenn ich die hinteren
> Kanten um 1mm nach oben bekommen habe ist es viel.
> Das Blech rausschneiden möchte ich allerdings auch nicht, auch wenn ich
> dafür sogar das passende Werkzeug hätte. Oder? Was spricht dafür, was
> dagegen? Aber eigentlich wollte ich es doch lieber bördeln.

Schlagen ist eh die zweitbeste Lösung, sinnvoller und weitaus
schonender ist das Drücken mit der Rolle.

Die Kante abschneiden wäre das letzte, was ich meinem Auto zumuten
würde, eher würde ich auf die Aluräder verzichten. Erstens müsste ein
solide arbeitender Kollege Dir sämtliche Anhängelasten streichen, und
das erklärt auch das "zweitens". Das Abtrennen der Radhauskante
schwächt die Karosseriesteifigkeit mehr, als manche annehmen (deshalb
sind beispielsweise durchgerostete Radläufe keine Kleinigkeit).

Also Drücken mit der Rolle und auf keinen Fall schneiden.

Gruß - Kay

--
Beginnt das Heck Dir auszuschwenken
hilft nur eins: dagegenlenken!

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