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Autobatterie aufladen/pflegen (auch wartungsfreie) ??

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RS

unread,
Dec 12, 2000, 6:30:46 PM12/12/00
to
Hallo Leuts,

nachdem sich für mich 'mal wieder das Problem stellt
(hab' 'grad 'mal wieder das ein oder andere Auto eingewintert
und jetzt stehen hier so die Batterien dazu rum) meine Frage:
Wie geht ihr eigentlich mit euren Blei-Akkus um, speziell
wenn sie ausgebaut rumstehen ?

Das sie nicht leer werden sollten (durch Selbstentladung)
und man sie deshalb zumindest alle paar Wochen 'mal auf-
laden sollte, weiß ich.

Aber was ist besonders 'batterieschonend' ?

Hab' bisher aber nur zwei billig(st)e Ladegeräte.
Was taugen Automatiklader ? Bei Waeco hab' ich letztens
einen für 90 DM gesehen (4-6 Ampere Ladestrom).
Was haltet ihr von Batteriepflegegeräten, die zyklisch
Laden und (teil-)Entladen, um praktisch den Normalbetrieb
im Fzg. zu simulieren und die Batterie damit 'fit' zu
halten ?

Wie sieht's mit geschlossenen, wartungsfreien Batterien
aus ? Ich hab' so ein Teil und hab' da etwas Bedenken,
was höhere Ladeströme und Laden ohne Ladeautomatik angeht,
wegen der entstehenden Gase und dem (fast) geschlossenen
Gehäuse. Normale Batterien soll man ja beim Laden öffnen,
d.h. die Verschlussstopfen an den Zellen entfernen.
Gibt's da etwas besonderes zu beachten ?

Bin gespannt auf eure Meinungen und Erfahrungen.

CU all,
Rolf


--
------------------------------------------------------------------------------
Rolf Michael Schneider - E-Mail: rolf.sc...@bingo-ev.de

'Zu Hause ist dort, wo die Rechnungen ankommen.'

Jörg Leppin

unread,
Dec 13, 2000, 9:08:19 AM12/13/00
to

RS schrieb in Nachricht ...

>Aber was ist besonders 'batterieschonend' ?
>
>Hab' bisher aber nur zwei billig(st)e Ladegeräte.

verschenk diese "Dinger" bloß!!

>Was taugen Automatiklader ? Bei Waeco hab' ich letztens
>einen für 90 DM gesehen (4-6 Ampere Ladestrom).

Zum unbeaufsichtigten Laden sind Sie nur bedingt zu gebrauchen.
Die ersten "vernünftigen" Ladegeräte fangen bei ca. 300,-DM an.
Die arbeiten dann mit einer IUoU Kennlinie.
Das Gerät für 90,-DM wird mit einer Wae Kennlinie arbeiten.
Von der Fa. "Mobitronic" gibt es noch ein Ladegerät (7A) für
ca 150,-DM. Das müßte AFAIK mit einer IU Kennlinie arbeiten.
Das könntest Du ohne Probleme den ganzen Winter an der Batterie
lassen.

>Was haltet ihr von Batteriepflegegeräten, die zyklisch
>Laden und (teil-)Entladen, um praktisch den Normalbetrieb
>im Fzg. zu simulieren und die Batterie damit 'fit' zu
>halten ?

Nichts. Das Problem bei Starterbatterien ist, daß die Batterien
durch Entnahme von kleinen Strömen geschädigt werden.
Und genau das passiert bei diesen "Pflegegeräten".

>Wie sieht's mit geschlossenen, wartungsfreien Batterien
>aus ? Ich hab' so ein Teil und hab' da etwas Bedenken,
>was höhere Ladeströme und Laden ohne Ladeautomatik angeht,
>wegen der entstehenden Gase und dem (fast) geschlossenen
>Gehäuse. Normale Batterien soll man ja beim Laden öffnen,
>d.h. die Verschlussstopfen an den Zellen entfernen.
>Gibt's da etwas besonderes zu beachten ?

Ja. Deine "billigen" Ladegeräte solltest Du tunlichst nicht daran
anschließen. Deine Bedenken sind berechtigt.
Das Ladegerät für 90,-DM kannst Du dafür benutzen.
Bei den billigen Ladegeräten kann die Ladespannung über die
Gasungsspannung hin (14,8 V) ansteigen.
Bei einer Wae Kennlinie wird zumindest die Spannung auf 14,8V
begrenzt.

Die Batterien sollten trocken und frostfrei gelagert werden.
Ein Nachladen langt normalerweise alle 6 Wochen.
Dafür langt auch das Gerät für 90,-DM.

Jörg

RS

unread,
Dec 13, 2000, 3:25:25 PM12/13/00
to
Hallo Jörg,

On Wed, 13 Dec 2000 15:08:19 +0100, "Jörg Leppin"
<joerg-...@foni.net> wrote:

>RS schrieb in Nachricht ...
>>

>>Hab' bisher aber nur zwei billig(st)e Ladegeräte.
>
>verschenk diese "Dinger" bloß!!

Oh, lieber nicht, sonst wird Vatern sauer sein. Die Dinger
gehören schließlich ihm. ;-)

>>Was taugen Automatiklader ? Bei Waeco hab' ich letztens
>>einen für 90 DM gesehen (4-6 Ampere Ladestrom).
>
>Zum unbeaufsichtigten Laden sind Sie nur bedingt zu gebrauchen.
>Die ersten "vernünftigen" Ladegeräte fangen bei ca. 300,-DM an.
>Die arbeiten dann mit einer IUoU Kennlinie.

>Das Gerät für 90,-DM wird mit einer Wae Kennlinie arbeiten.
>Von der Fa. "Mobitronic" gibt es noch ein Ladegerät (7A) für
>ca 150,-DM. Das müßte AFAIK mit einer IU Kennlinie arbeiten.

Interessante Sache das. Nach dem Lesen deines Postings hab'
ich nochmal in den WAECO-Katalog geguckt, um nachzuschauen,
ob da was über das Ladeverfahren steht und da bin ich über
die Bezeichnung des Ladegeräts gestolpert:
'Mobitronic MBC-600A' !
Ladestrom effektiv 6A, automatische Abschaltung nach Erreichen
des Vollzustands.

Davon gibt's auch noch zwei billigere Varianten, eben ohne
Automatik. Bei beiden ist eine Ladespannung von 14 Volt
angegeben, bei der Automatik-Version eine Einspannung von
12,7 und eine Ausspannung von 14,0 Volt. Hast du 'ne Ahnung,
was letzteres heißt ? Beginnt es mit 12,7 Volt und steigert
sich bis auf max. 14 Volt Ladespannung ?

Wie heißt das Teil, welches du meinst ? Hast du 'ne Quelle
dafür ?

>Das könntest Du ohne Probleme den ganzen Winter an der Batterie
>lassen.

Das muß gar nicht sein. Kann sein, daß ich mehrere Batterien
'in der Pflege habe' und mehr als ein Ladegerät möcht' ich
nicht unbedingt anschaffen.

>>Was haltet ihr von Batteriepflegegeräten, die zyklisch
>>Laden und (teil-)Entladen, um praktisch den Normalbetrieb
>>im Fzg. zu simulieren und die Batterie damit 'fit' zu
>>halten ?
>
>Nichts. Das Problem bei Starterbatterien ist, daß die Batterien
>durch Entnahme von kleinen Strömen geschädigt werden.
>Und genau das passiert bei diesen "Pflegegeräten".

Interessant. Der angegebene Entladestrom ist mit max. 50 mA
tatsächlich sehr klein bei dem mir aufgefallenen Gerät.
Hast du Tips, wo man zu den Hintergründen Infos finden könnte,
z.B. warum gerade kleine Entladeströme schädlich sind.
Das Teil ist übrigens auch von Mobitronic.

Wenn ich nach deiner Meinung gehe, ist das Zeug ja 'mal
wieder 'ne ziemliche Verarsche, noch zweckloser als farbige
Lackpolitur.

>>Wie sieht's mit geschlossenen, wartungsfreien Batterien
>>aus ? Ich hab' so ein Teil und hab' da etwas Bedenken,

< some lines deleted >


>>Gibt's da etwas besonderes zu beachten ?
>
>Ja. Deine "billigen" Ladegeräte solltest Du tunlichst nicht daran
>anschließen. Deine Bedenken sind berechtigt.

Ich hatte das kleinere davon 'mal mit regelmäßiger Kontrolle
dran um die Batterie etwas aufzuladen. Als mir aber das Sprudeln
zuviel wurde, hab' ich's abgeklemmt.

Ich muß sowieso zugeben, daß ich eigentlich gelogen habe. ;-)
Ich hab' noch ein Ladegerät aus dem RC-Modellbau mit Lade-
automatik für Pb-Akkus mit 2, 6 oder 12 V. Das hab' ich jetzt
'mal angeschlossen. Es schafft leider nur einen Ladestrom von
max. 500mA und ist deshalb etwas ungeeignet für große Auto-
batterien. Laut Herstellerangabe sei es angeblich nur für
Akkus von 1 bis 20 Ah geeignet.
Die Ladespannung scheint nach Nachmessen mittels Multimeter
auf 14 Volt begrenzt zu sein.

>Das Ladegerät für 90,-DM kannst Du dafür benutzen.
>Bei den billigen Ladegeräten kann die Ladespannung über die
>Gasungsspannung hin (14,8 V) ansteigen.
>Bei einer Wae Kennlinie wird zumindest die Spannung auf 14,8V
>begrenzt.

Also mich würden ja die ganzen Hintergrunde bzgl. Kennlinien
usw. schon brennend interessieren. Ich hoffe du hast dazu ein
paar Quellen auf Lager. ;-)
Hab' mich Hobby-mäßig leider zwangsläufig mehr mit NiCd-Akkus
beschäftigt und selbst das ist schon lange her.

>Die Batterien sollten trocken und frostfrei gelagert werden.

Nix Problem.

>Ein Nachladen langt normalerweise alle 6 Wochen.
>Dafür langt auch das Gerät für 90,-DM.

Dann wär's für mich ja 'ne ganz gute Wahl.

Ich danke dir schon 'mal für deinen ausführlichen Beitrag.

CU,

Alex Weinhold

unread,
Dec 13, 2000, 6:52:46 PM12/13/00
to
RS <rolf.sc...@bingo-ev.de> p(r)ostete am Wed, 13 Dec 2000
21:25:25 +0100:

>On Wed, 13 Dec 2000 15:08:19 +0100, "Jörg Leppin"
><joerg-...@foni.net> wrote:

>....., bei der Automatik-Version eine Einspannung von


>12,7 und eine Ausspannung von 14,0 Volt. Hast du 'ne Ahnung,
>was letzteres heißt ? Beginnt es mit 12,7 Volt und steigert
>sich bis auf max. 14 Volt Ladespannung ?

Wenn die Batt. leer ist (bzw. nicht ganz voll ist), wird bis 14V
geladen. dann schaltet sich das Ladegeraet ab. Sinkt die
Batteriespannung dann (zB durch Selbstentladung etc.) UNTER 12,7V,
schaltet sich das Ladegerät wieder ein und lädt wieder bis 14V usw.

Den Zustand des Gerätes wirst du in der Regel an LEDs am Ladegerät
erkennen (laden=<14V, aus=>12,7V)

--
Alex "GSP" Weinhold mailto:alex...@gmx.net
http://members.aon.at/gsp (private HP) ICQ 10.928.748

Martin Krumpholz

unread,
Dec 14, 2000, 2:55:24 PM12/14/00
to
>
> Nichts. Das Problem bei Starterbatterien ist, daß die Batterien
> durch Entnahme von kleinen Strömen geschädigt werden.
Dies kann man so nicht stehen lassen. Daß diese durch die Entnahme von
kleinen Strömen geschädigt werden ist falsch. Starterbatterien sind
dafür ausgelegt kurzzeitig größe Ströme liefern, ohne Schaden zu nehmen.
Lade und Entladezyklen "mögen" diese nicht. Die Anzahl der möglichen
Zyklen ist bei Starterbatterien wesentlich geringer gegenüber
Pufferbatterien für Solaranlagen. Diese hingegen vertragen keine hohen
Ströme und sind empfindlicher gegenüber Erschütterungen und Vibrationen.

Wichtig ist vorallem daß die Zellenspannung nicht unter 1,8V (bei 12V
Nennspannung sind dies 10,8 V) abfällt. Unter dieser Spannung passieren
irreversieble Vorgänge die durch laden nicht mehr Rückgängig gemacht
werden können. Die Folge ist Kapazitätsverlust. Ebenso sollte die
Zellenspannung 2,4V nicht überschreiten. Oberhalb dieser Spannung fängt
die Zelle an zu Gasen. Welches zu einem Elektrolythverlust führt. Bei
wartungsfreien Batterien kann der Elektrolyht in der Regel nicht
nachgefüllt werden. Die Gasungsspannung variiert je nachdem aus welchem
Legierungsmaterial die Elektroden hergestellt wurden und ist
temperaturabhängig. Unterhalb von 14V ist man bei einer Starterbatterie
in der Regel auf der sicheren Seite. Vorausgesetzt alle Zellen sind
gleich.
Wenn du ein einstellbares Netzteil besitzt kann du das ohne weiteres
verwenden. Da es bei deiner Anwendung ja nicht darauf ankommt eine leere
Batterie möglichst schnell zu laden.


> Die Batterien sollten trocken und frostfrei gelagert werden.

Frost schadet einer geladenen Batterie normalerweise nicht. Die
Batterien gehen meist in der kalten Jahreszeit kaputt. Weil für den
Startvorgang mehr Strom benötigt wird und bei tiefen Temperaturen der
Innenwiderstand der Batterie zunimmt (auch bei einer neuen Batterie).


Martin

Jörg Leppin

unread,
Dec 14, 2000, 2:08:26 PM12/14/00
to

Martin Krumpholz schrieb in Nachricht <3A3925AC...@gmx.de>...

>>
>> Nichts. Das Problem bei Starterbatterien ist, daß die Batterien
>> durch Entnahme von kleinen Strömen geschädigt werden.

>Dies kann man so nicht stehen lassen. Daß diese durch die Entnahme von
>kleinen Strömen geschädigt werden ist falsch. Starterbatterien sind
>dafür ausgelegt kurzzeitig größe Ströme liefern, ohne Schaden zu nehmen.

Da habe ich mich vielleicht ein bißchen verkehrt ausgedrückt.
Ich meinte dieses im Hinblick auf den Zyklen- und Schwebebetrieb, wie er bei
Anwendung als Verbraucherbatterie im z.B. Camping oder Boots-
bereich vorkommt.

>Lade und Entladezyklen "mögen" diese nicht.

Genau. Und dieses macht das "Pflegegerät".

>Die Anzahl der möglichen
>Zyklen ist bei Starterbatterien wesentlich geringer gegenüber
>Pufferbatterien für Solaranlagen. Diese hingegen vertragen keine hohen
>Ströme und sind empfindlicher gegenüber Erschütterungen und Vibrationen.

nicht zu vergessen die Gel und AGM Batterien. Die sind Vibrationsfest.

>Wichtig ist vorallem daß die Zellenspannung nicht unter 1,8V (bei 12V

<alles richtig>

>Wenn du ein einstellbares Netzteil besitzt kann du das ohne weiteres
>verwenden. Da es bei deiner Anwendung ja nicht darauf ankommt eine leere
>Batterie möglichst schnell zu laden.

Das währe dann ein Ladegerät mit WU- Kennlinie.
Das sind die "günstigen" elektronischen Ladegeräte, wie sie es
z.B. von Einhell gibt. Selber benutze ich dieses Gerät (6A) für
Starterbatterien. Bin sehr zufrieden damit.
Das IUoU Ladegrät ist bei mir fest an Bord eingebaut.

(W = mit ansteigender Batteriespannung sinkt der Ladestrom (der Widerstand
der Batterie ändert sich kaum)
U= Ladespannung bleibt konstant, wenn die Batteriespannung
erreicht ist)
allerdings bekommst Du damit die Batterie nie zu 100% voll.
Das schaffst Du nur mit Geräten mit IUoU Kennlinie

>> Die Batterien sollten trocken und frostfrei gelagert werden.

>Frost schadet einer geladenen Batterie normalerweise nicht.

aber hilfreich ist der Frost auch nicht. Im warmen Keller bist Du auf jeden
Fall auf der richtigen Seite.

Jörg


Jörg Leppin

unread,
Dec 14, 2000, 3:21:08 PM12/14/00
to

RS schrieb in Nachricht <4dif3to3jrenk87aa...@4ax.com>...

>Davon gibt's auch noch zwei billigere Varianten, eben ohne
>Automatik. Bei beiden ist eine Ladespannung von 14 Volt
>angegeben, bei der Automatik-Version eine Einspannung von
>12,7 und eine Ausspannung von 14,0 Volt. Hast du 'ne Ahnung,
>was letzteres heißt ? Beginnt es mit 12,7 Volt und steigert
>sich bis auf max. 14 Volt Ladespannung ?

Die Ladegerät schaltet bei 14V ab und bei 12,7V (Batteriespannung)
wieder ein.
Eben Wae-Kennlinie. siehe unten

>Wie heißt das Teil, welches du meinst ? Hast du 'ne Quelle
>dafür ?

kann ich im Katalog leider nicht erkennen. (Fritz Berger, Campingzubehör)
Habe ich einmal in einem Boot eingebaut. Soweit ich mich erinnere
stand entweder auf dem Karton oder in der Anleitung etwas von
IU-Kennlinie.
Ich habe das Gerät auch nicht gekauft. Ich sollte es nur einbauen.

>Interessant. Der angegebene Entladestrom ist mit max. 50 mA
>tatsächlich sehr klein bei dem mir aufgefallenen Gerät.
>Hast du Tips, wo man zu den Hintergründen Infos finden könnte,
>z.B. warum gerade kleine Entladeströme schädlich sind.
>Das Teil ist übrigens auch von Mobitronic.

Quellen habe ich im Moment leider nicht zur Hand.
Was ich mit den kleinen Strömen meinte, habe ich schon
in meinem anderen Posting an Martin beschrieben.

>>Das Ladegerät für 90,-DM kannst Du dafür benutzen.
>>Bei den billigen Ladegeräten kann die Ladespannung über die
>>Gasungsspannung hin (14,8 V) ansteigen.
>>Bei einer Wae Kennlinie wird zumindest die Spannung auf 14,8V
>>begrenzt.
>
>Also mich würden ja die ganzen Hintergrunde bzgl. Kennlinien
>usw. schon brennend interessieren. Ich hoffe du hast dazu ein
>paar Quellen auf Lager. ;-)

Kennlinien:
W: Widerstand der Batterie ist konstant, mit ansteigender Batteriespannung
sinkt der Ladestrom
U: Ladespannung bleibt konstant, wenn die Spannung erreicht ist
I: Ladestrom ist konstant, unabhängig vom Ladezustand
a: Ladung wird automatisch abgeschaltet
e: Ladung wird automatisch neu eingeschaltet
o: Ladung wird automatisch auf eine andere Kennlinie umgeschaltet

Bei modernen Ladegeräten -reglern ist im Allgemeinen eine Kombination
der Ladekennlinien vorhanden
z.B.: IUoU
Zu Beginn der Ladung liefert das Gerät den vollen Strom (I), bis
die Spannung einen definierten Wert erreicht (z.B. 14,2V)
erreicht hat. Dann fällt der Ladestrom ab und die Spannung wird
für einen bestimmten Zeitraum beibehalten (U).
Danach wird die Spannung heruntergeregelt (o)
Es wird mit konstanter Spannung Erhaltungsgeladen (U)

Die billigsten Ladegeräte arbeiten mit der W-Kennlinie.
Die billigen elektronischen mit der WU oder der Wae-Kennlinie.
Die guten Ladegeräte arbeiten mit der IU-Kennlinie
Die besten arbeiten mit der IUoU-Kennlinie.

Jörg


RS

unread,
Dec 17, 2000, 6:02:37 PM12/17/00
to
Hallo Alex, Martin und Jörg!

Ich möchte mich zwischendurch schon 'mal für eure Beiträge zu
meinem Posting bedanken. Das soll aber nicht heißen, daß wir
deshalb die Diskussion einstellen müssen. :-)

Ich werde mich aber jetzt 'mal in einigen Autozubehörläden um-
schauen und im Zweifelsfall den 90-Mark-Automatiklader von
Mobitronic kaufen, sofern ich nicht noch etwas besseres finde.

Ich denke, für meine Zwecke ist das Teil ausreichend.

Schöne Feiertage wünscht,

RS

unread,
Dec 17, 2000, 6:02:36 PM12/17/00
to
On Thu, 14 Dec 2000 20:08:26 +0100, "Jörg Leppin"
<joerg-...@foni.net> wrote:

>>Dies kann man so nicht stehen lassen. Daß diese durch die Entnahme von
>>kleinen Strömen geschädigt werden ist falsch. Starterbatterien sind
>>dafür ausgelegt kurzzeitig größe Ströme liefern, ohne Schaden zu nehmen.
>
>Da habe ich mich vielleicht ein bißchen verkehrt ausgedrückt.
>Ich meinte dieses im Hinblick auf den Zyklen- und Schwebebetrieb, wie er bei
>Anwendung als Verbraucherbatterie im z.B. Camping oder Boots-
>bereich vorkommt.
>
>>Lade und Entladezyklen "mögen" diese nicht.
>
>Genau. Und dieses macht das "Pflegegerät".

Ich war bisher der Meinung, daß Pb-Akkus (speziell für Autos) es nicht
mögen, wenn sie sehr weit entleert werden. Sie haben es quasi lieber
voll. ;-)
In dem Fall des von mir genannten 'Pflegegeräts' soll eine Entladung
aber nur im Bereich von 14 bis 13 V, direkt nach Aufladung, erfolgen.
Danach wird erneut aufgeladen.
Soll nicht heißen, daß ich nicht nach wie vor skeptisch diesen Dinger
gegenüber wäre.

>>Wenn du ein einstellbares Netzteil besitzt kann du das ohne weiteres
>>verwenden. Da es bei deiner Anwendung ja nicht darauf ankommt eine leere
>>Batterie möglichst schnell zu laden.
>
>Das währe dann ein Ladegerät mit WU- Kennlinie.
>

>(W = mit ansteigender Batteriespannung sinkt der Ladestrom (der Widerstand
>der Batterie ändert sich kaum)
> U= Ladespannung bleibt konstant, wenn die Batteriespannung
> erreicht ist)
>allerdings bekommst Du damit die Batterie nie zu 100% voll.
>Das schaffst Du nur mit Geräten mit IUoU Kennlinie

Nach deinen Angaben ist mein Modellbaulader dann auch ein WU-Gerät
(Spannung fest begrenzt, Ladestrom sinkt bei zunehmender Ladung der
Batterie).

Was spricht eigentlich dagegen ein solches Gerät dauerhaft an die
Batterie anzuschließen ? Wenn die Spannung begrenzt ist und der
Strom bei Annäherung der Batteriespannung an diese Ladespannung
sinkt, wär's doch kein Problem. Oder etwa doch ?
Du sagtest ja in einem früheren Posting, daß z.B. Wae-Geräte nicht
für unbeaufsichtigtes Laden geeignet wären.
Kann es sein, daß z.B. bei einem WU-Gerät die Spannung für eine
dauerhafte Erhaltungsladung zu hoch ist (Du sagtest das bei
den IUoU-Geräten die Spannung für die Erhaltungsladung herunter-
geregelt wird).

>>> Die Batterien sollten trocken und frostfrei gelagert werden.
>
>>Frost schadet einer geladenen Batterie normalerweise nicht.
>
>aber hilfreich ist der Frost auch nicht. Im warmen Keller bist Du auf jeden
>Fall auf der richtigen Seite.

Und da stehen sie natürlich auch. Schließlich hat's jede Batterie
gerne warm. Schlecht geladene Batterien können ja sogar einfrieren.

CU,

Jörg Leppin

unread,
Dec 18, 2000, 3:42:55 AM12/18/00
to

RS schrieb in Nachricht ...
>Ich werde mich aber jetzt 'mal in einigen Autozubehörläden um-
>schauen und im Zweifelsfall den 90-Mark-Automatiklader von
>Mobitronic kaufen, sofern ich nicht noch etwas besseres finde.
>
>Ich denke, für meine Zwecke ist das Teil ausreichend.

ist er.
Die IUoU-Geräte werden eigentlich nur dort verwendet, wo es
darauf ankommt, daß die Batterien immer dauernd zu 100% aufgeladen
sind. (Camping, Boot, Krankenwagen usw). Ihre Vorteile spielen
sie auch erst dann aus, wenn sie permanent angeschlossen sind.

Jörg


Alex Weinhold

unread,
Dec 19, 2000, 6:27:03 PM12/19/00
to
RS <rolf.sc...@bingo-ev.de> p(r)ostete am Mon, 18 Dec 2000
00:02:36 +0100:

>On Thu, 14 Dec 2000 20:08:26 +0100, "Jörg Leppin"
><joerg-...@foni.net> wrote:
>

> [...] Batterie ausgebaut und im Keller [...]

>Und da stehen sie natürlich auch. Schließlich hat's jede Batterie
>gerne warm. Schlecht geladene Batterien können ja sogar einfrieren.

soll das heissen, dass eine geladene batterie nicht (oder nicht so
leicht) gefrieren kann? - auch draussen?

Ich hab' einen zweitwagen (kaefer '74), mit dem ich bei schneefahrbahn
doch mal gerne driften fahre - schadet es der batterie, wenn sie im
fzg bleibt? (keine garage)

RS

unread,
Dec 21, 2000, 7:48:32 PM12/21/00
to
On Wed, 20 Dec 2000 00:27:03 +0100, Alex Weinhold <use...@weinhold.at>
wrote:

>RS <rolf.sc...@bingo-ev.de> p(r)ostete am Mon, 18 Dec 2000
>00:02:36 +0100:
>

>> [...] Batterie ausgebaut und im Keller [...]
>
>>Und da stehen sie natürlich auch. Schließlich hat's jede Batterie
>>gerne warm. Schlecht geladene Batterien können ja sogar einfrieren.
>
>soll das heissen, dass eine geladene batterie nicht (oder nicht so
>leicht) gefrieren kann? - auch draussen?

Ja, hab' ich schon mehrfach gelesen. Leider hab' ich auf die schnelle
keine passende Quelle dazu mehr gefunden.

>Ich hab' einen zweitwagen (kaefer '74), mit dem ich bei schneefahrbahn
>doch mal gerne driften fahre - schadet es der batterie, wenn sie im
>fzg bleibt? (keine garage)

Naja, das kommt wohl drauf an, wie oft du mit dem Wagen fährst und ob
die Batterie dabei ausreichend nachgeladen wird.
Wenn das Auto öfter wochenlang steht und du dann nur einmal fährst
und womöglich noch eine Strecke < 30 km, ist's ja fast auch nichts
anderes, als wenn du das Teil, wie ich, einfach ausbaust, allerdings
mit dem Unterschied, daß du dann noch die Startvorgänge als
zusätzliche Belastung zur Selbstentladung hast. Und bei steht sie
nicht im warmen Keller. ;-)

Meines Wissens sinkt übrigens bei so ziemlich jeder (gängigen) Art von
Batterie, genauso wie bei Elektrolytkondensatoren, die Kapazität mit
der Temperatur. Chemische Hintergründe kann ich allerdings nicht
erklären.

Ich würde empfehlen, daß du die Batterie halt möglichst voll hältst
bzw. regelmässig nachlädst.

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