Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Wie lange braucht man zum Reifenmontieren

9 views
Skip to first unread message

Juergen

unread,
Nov 17, 2021, 9:55:27 AM11/17/21
to
Nachdem ich bei GripGate Reifen bestellt habe, schrieb mir ihr
Montagepartner, die Montagedauer betrage etwa eine Stunde.

Ich habe in den letzten 30 Jahren oft beim Reifenaufziehen bei unseren
Autos zugesehen. Irgendwie hatte ich das inklusive Wuchten kürzer in
Erinnerung. Oder hängt es von den Reifen und Felgen ab?

In meinem Fall 14"-Stahlfelgen und relative hohe Reifen /65 sollten kein
Problem darstellen.

cu.
Juergen

--
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\
\ Freie Bits für freie Buerger \
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\

Henning Koch

unread,
Nov 17, 2021, 12:35:53 PM11/17/21
to
On Wed, 17 Nov 2021 15:55:25 +0100, Juergen wrote:

>Nachdem ich bei GripGate Reifen bestellt habe, schrieb mir ihr
>Montagepartner, die Montagedauer betrage etwa eine Stunde.

Auftrag aufnehmen, Auftrag in die Werkstatt geben, Auftrag einem
Mechaniker zuweisen, Auto reinholen, Reifen ausladen, Räder
demontieren, Reifen ummontieren, Räder wuchten, Reifen wieder
montieren, Altreifen entsorgen oder wieder ins Auto legen, Auto aus
der Werkstatt fahren, Abschlussdokumentation, Rechnung schreiben,
Kassieren, fertig.

Das wird in einer halben Stunde knapp. Wenn man jetzt "halbe Stunde"
sagt beschwert sich der Kunde ggf. nach 32 Minuten, wenn noch nicht
alles fertig ist. Wenn man "eine Stunde" sagt, ist der Kunde zufrieden
wenn er nach 40 Minuten wieder vom Hof ist.

Ralf Koenig

unread,
Nov 17, 2021, 12:57:16 PM11/17/21
to
Am 17.11.2021 um 18:35 schrieb Henning Koch:
> On Wed, 17 Nov 2021 15:55:25 +0100, Juergen wrote:
>
>> Nachdem ich bei GripGate Reifen bestellt habe, schrieb mir ihr
>> Montagepartner, die Montagedauer betrage etwa eine Stunde.
>
> Auftrag aufnehmen, Auftrag in die Werkstatt geben, Auftrag einem
> Mechaniker zuweisen, Auto reinholen, Reifen ausladen, Räder
> demontieren, Reifen ummontieren, Räder wuchten, Reifen wieder
> montieren, Altreifen entsorgen oder wieder ins Auto legen, Auto aus
> der Werkstatt fahren, Abschlussdokumentation, Rechnung schreiben,
> Kassieren, fertig.

Meine Sicht: es zählt Arbeitszeit in der Werkstatt.

> Auftrag aufnehmen,
> Auftrag in die Werkstatt geben, Auftrag einem
> Mechaniker zuweisen, Auto reinholen, Reifen ausladen,

Bis hier alles Verwaltung.

> Räder
> demontieren, Reifen ummontieren, Räder wuchten, Reifen wieder
> montieren, Altreifen entsorgen oder wieder ins Auto legen,

*Das* sehe ich als Montagezeit, die ggf. mit Arbeitswerten hinterlegt ist.

> Auto aus
> der Werkstatt fahren, Abschlussdokumentation, Rechnung schreiben,
> Kassieren, fertig.

Das ist wieder Verwaltung.

> Das wird in einer halben Stunde knapp. Wenn man jetzt "halbe Stunde"
> sagt beschwert sich der Kunde ggf. nach 32 Minuten, wenn noch nicht
> alles fertig ist. Wenn man "eine Stunde" sagt, ist der Kunde zufrieden
> wenn er nach 40 Minuten wieder vom Hof ist.

Klassisches Erwartungsmanagement halt. :-)

Kann so sein, ja. Aber realistischer klingt mir: man hat damit auch
Pufferzeiten für so Sachen wie nicht pünktlich anfangen können, oder
Komplikationen oder andere parallele Sachen.

An sich ist das ganze Reifenwechselbusiness (gerade in den auf Reifen
spezialisierten Werkstätten) gut durchgetaktet und verdammt effizient.
Aber man muss diese erreichte Effizienz ja nicht 100% an den Kunden
weitergeben.

Grüße,
Ralf

Einen Schlong mit Brötchen und Senf bitte!

unread,
Nov 17, 2021, 1:09:48 PM11/17/21
to
Ralf Koenig wrote:

> An sich ist das ganze Reifenwechselbusiness (gerade in den auf Reifen
> spezialisierten Werkstätten) gut durchgetaktet und verdammt effizient.
> Aber man muss diese erreichte Effizienz ja nicht 100% an den Kunden
> weitergeben.

Wenn E-Autler bei mir wechseln wollen, veranschlage ich immer 2 Stunden,
damit die gar nicht erst kommen und mir die Werkstatt abbrennt!

Olaf

Marco Moock

unread,
Nov 17, 2021, 2:53:09 PM11/17/21
to
Am Wed, 17 Nov 2021 20:09:47 +0200
schrieb Einen Schlong mit Brötchen und Senf bitte!
<thueringer-ro...@braunschlong.ltd>:

> Wenn E-Autler bei mir wechseln wollen, veranschlage ich immer 2
> Stunden, damit die gar nicht erst kommen und mir die Werkstatt
> abbrennt!

Die kommen doch gar nicht bis in deine Werkstatt, vorher ist eh der
Akku leer.
Also keine Gefahr.

Juergen

unread,
Nov 17, 2021, 3:41:28 PM11/17/21
to
Am Wed, 17 Nov 2021 18:35:52 +0100 schrieb Henning Koch
<hkoch...@web.de> zum Thema "Re: Wie lange braucht man zum
Reifenmontieren":

>On Wed, 17 Nov 2021 15:55:25 +0100, Juergen wrote:

>>Nachdem ich bei GripGate Reifen bestellt habe, schrieb mir ihr
>>Montagepartner, die Montagedauer betrage etwa eine Stunde.

>Auftrag aufnehmen, Auftrag in die Werkstatt geben, Auftrag einem
>Mechaniker zuweisen, Auto reinholen, Reifen ausladen, Räder
>demontieren, Reifen ummontieren, Räder wuchten, Reifen wieder
>montieren, Altreifen entsorgen oder wieder ins Auto legen, Auto aus
>der Werkstatt fahren, Abschlussdokumentation, Rechnung schreiben,
>Kassieren, fertig.

Mindestens kassieren entfällt, vielleicht auch Rechnung schreiben, da
Montage schon bei Reifenbestellung bezahlt wurde.

>Das wird in einer halben Stunde knapp. Wenn man jetzt "halbe Stunde"
>sagt beschwert sich der Kunde ggf. nach 32 Minuten, wenn noch nicht
>alles fertig ist. Wenn man "eine Stunde" sagt, ist der Kunde zufrieden
>wenn er nach 40 Minuten wieder vom Hof ist.

Andere Kunden überlegen sich, ob die Preise bei dem Tempo einträglich
genug für den Erhalt der Firma sind.

Juergen

unread,
Nov 17, 2021, 3:43:37 PM11/17/21
to
Am Wed, 17 Nov 2021 20:09:47 +0200 schrieb Einen Schlong mit Brötchen
und Senf bitte! <thueringer-ro...@braunschlong.ltd> zum Thema
"Re: Wie lange braucht man zum Reifenmontieren":

Alternative wäre, mal zu lernen, wie man E-Autos korrekt anhebt ohne den
Akku zu beschädigen. Sonst ist die Werkstatt irgendwann möglicherweise
im übertragenen Sinne abgebrannt.

Henning Koch

unread,
Nov 17, 2021, 3:48:27 PM11/17/21
to
On Wed, 17 Nov 2021 18:57:18 +0100, Ralf Koenig wrote:

>*Das* sehe ich als Montagezeit, die ggf. mit Arbeitswerten hinterlegt ist.

Ich war davon ausgegangen, dass der Kunde nach dem zu erwartenden
Zeitaufwand gefragt hatte.

Bezahlt bzw. berechnet wird doch meistens eh pauschal.

Juergen

unread,
Nov 17, 2021, 5:57:01 PM11/17/21
to
Am Wed, 17 Nov 2021 21:48:25 +0100 schrieb Henning Koch
<hkoch...@web.de> zum Thema "Re: Wie lange braucht man zum
Reifenmontieren":
Ja klar.

Mir erschien 1h einfach recht lange.

Auch wenn ich vermutlich 1h für ein Rad brauchen würde weil ich es noch
nie gemacht habe. Ab dem dritten Rad wäre ich hoffentlich schon
schneller.

Ralf Koenig

unread,
Nov 18, 2021, 4:23:18 AM11/18/21
to
Ich hatte es getrennt, weil offenbar schon einiges an Optimierung
passiert war: Auftrag kam digital über Gripgate und so konnte man
annehmen, dass die Rechnungslegung und Bezahlung genau so digital schon
gehandhabt war.

Wenn der Kunde dann einen Termin bekommen hat (was anzunehmen ist) und
sein Kennzeichen angegeben hat (nehme ich jetzt auch mal an), kann viel
von dem Verwaltungskram digital passieren. Dann ist da z.B. ein Display
für ankommende Kunden, das anzeigt: 15:00 Uhr, Kennzeichen X-YZ 1234 zu
Tor 2 und der Kunde fährt das direkt bis vor die Bühne und die neuen
Reifen stehen für den Monteur passend zum Auto bereit, die Wuchtmaschine
natürlich auch in Reichweite. Ich denke, man kommt dann locker mit
Kundenslots a 30 min aus, wie bei der HU. Und das ist schon mit viel
Luft, denn das eigentliche Reifenwechseln auf der Felge und Wuchten
braucht sicherlich kaum mehr als so 10-15 min, je nach Motivation des
Monteurs.

Genau deshalb lohnt sich das Trennen ja auch: bestimmte Schritte der
Verwaltungstätigkeiten drumrum gehen gut zu automatisieren. Und ehrlich
gesagt: ich erwarte das auch von einer modernen Werkstatt gerade bei so
Standard-Arbeiten.

Aber nur mit Bits und Bytes wurde noch nie ein Rad an einem Auto, noch
ein Reifen auf einer Felge gewechselt. Außer in GTA. :-)

Grüße, Ralf

Frank Hucklenbroich

unread,
Nov 18, 2021, 4:49:51 AM11/18/21
to
Am Wed, 17 Nov 2021 15:55:25 +0100 schrieb Juergen:

> Nachdem ich bei GripGate Reifen bestellt habe, schrieb mir ihr
> Montagepartner, die Montagedauer betrage etwa eine Stunde.

So lange brauchen die bei ATU.

Mein Sohn hat letzte Woche neue Felgen und Winterreifen bei Pneuhage
montieren lassen, das hat nur eine halbe Stunde gedauert - allerdings denke
ich, daß die die Reifen schon vorher auf die Felgen gezogen hatten. Da
wurden dann nur noch die Räder montiert.

> Ich habe in den letzten 30 Jahren oft beim Reifenaufziehen bei unseren
> Autos zugesehen. Irgendwie hatte ich das inklusive Wuchten kürzer in
> Erinnerung. Oder hängt es von den Reifen und Felgen ab?

Eher vom ganzen Ablauf in der Werkstatt. Fahrzeug auf die Bühne fahren,
Reifen auf Felgen ziehen, auswuchten, Räder ans Fahrzeug montieren,
Fahrzeug von der Bühne fahren, Rechnung ausdrucken - da ist schnell eine
Stunde rum.

Grüße,

Frank

HC Ahlmann

unread,
Nov 18, 2021, 12:52:45 PM11/18/21
to
Ralf Koenig <ralfk...@xmg.de> wrote:

> Am 17.11.2021 um 18:35 schrieb Henning Koch:
> > On Wed, 17 Nov 2021 15:55:25 +0100, Juergen wrote:
> >
> >> Nachdem ich bei GripGate Reifen bestellt habe, schrieb mir ihr
> >> Montagepartner, die Montagedauer betrage etwa eine Stunde.
> >
> > Auftrag aufnehmen, Auftrag in die Werkstatt geben, Auftrag einem
> > Mechaniker zuweisen, Auto reinholen, Reifen ausladen, Räder
> > demontieren, Reifen ummontieren, Räder wuchten, Reifen wieder
> > montieren, Altreifen entsorgen oder wieder ins Auto legen, Auto aus
> > der Werkstatt fahren, Abschlussdokumentation, Rechnung schreiben,
> > Kassieren, fertig.
>
> Meine Sicht: es zählt Arbeitszeit in der Werkstatt.

Das ist regelmäßig der Zeitbezug der Kalkulation; alle o.g. Positionen
erzeugen Kosten, die in dem nötigen Zeitfenster in der Werkstatt
erwirtschaftet werden müssen. All das "Getüdel" bis Auto reinholen und
ab Auto rausfahren gehen als Verwaltungsgemeinkosten in die Kalkulation
ein (auch der Kaffee für den Kunden), wie Ralf skizzierte.

> > Das wird in einer halben Stunde knapp. Wenn man jetzt "halbe Stunde"
> > sagt beschwert sich der Kunde ggf. nach 32 Minuten, wenn noch nicht
> > alles fertig ist. Wenn man "eine Stunde" sagt, ist der Kunde zufrieden
> > wenn er nach 40 Minuten wieder vom Hof ist.
>
> Klassisches Erwartungsmanagement halt. :-)

Da gehen zwei Zeitbegriffe durcheinander. Der wartende Kunde will
wissen, wie lange er Kaffee trinken muss, bis er wegfahren kann
(Montagedauer plus verwaltungskram), aber für die kaufmännische Seite,
die Kalkulation, ist nur von Belang, wie lange der Monteur und ein
Werkstattplatz belegt ist (Montagedauer), weil da die Wertschöpfung
stattfindet.

> Kann so sein, ja. Aber realistischer klingt mir: man hat damit auch
> Pufferzeiten für so Sachen wie nicht pünktlich anfangen können, oder
> Komplikationen oder andere parallele Sachen.

Ja, aber erstens ist es "Kaffeezeit" für den wartenden Kunden und
kalkulatorisch schwer oder nicht zu erfassen, zweitens fallen Zeitpuffer
bei der Wertschöpfung aus, dürfen also nicht größer als nötig sein. Bei
späterer Abholung merkt ein Kunde von Leerlaufzeiten nichts.

> An sich ist das ganze Reifenwechselbusiness (gerade in den auf Reifen
> spezialisierten Werkstätten) gut durchgetaktet und verdammt effizient.
> Aber man muss diese erreichte Effizienz ja nicht 100% an den Kunden
> weitergeben.

Das tut man ja auch nicht, sondern gibt ihm noch einen zweiten Kaffee
mit Keks, die als Aufwand für Kundenbetreuung in den Stundensatz
eingehen.

Mein RdgM wechselte wiederholt vier Reifen in gemittelt 50 Minuten und
berechnet 15€ pro Reifenmontage, hat also vermutlich einen Stundensatz
von etwa 72€ (Hinterhofgarage, u.a. mit Reifenbezug vom benachbarten
Schrotti); der andere im Nachbarort ruft bei Reifenkauf 56€ auf und
benötigte 45 Minuten laut GPS-Logger zwischen auf den Hof fahren und
wegfahren (also Montage- und Verwaltungszeit), liegt also bei mindestens
74€/h.
--
Munterbleiben
HC

Henning Koch

unread,
Nov 21, 2021, 3:01:45 PM11/21/21
to
On Thu, 18 Nov 2021 10:23:19 +0100, Ralf Koenig wrote:

>Aber nur mit Bits und Bytes wurde noch nie ein Rad an einem Auto, noch
>ein Reifen auf einer Felge gewechselt. Außer in GTA. :-)

In der Praxis kommt es halt einfach darauf an, wie zeitoptimiert man
an die Sache rangeht (und ob alles so klappt wie geplant).

Ich war ja nun kürzlich (wie wohl viele andere auch) mit zwei Autos
zum Räderwechsel. Also nur die eingelagerten Winterräder aufs Auto,
und die Sommerräder einlagern. Ohne Ummontieren.

Alleine dafür hat die eine Werkstatt schon rund 70 Minuten gebraucht,
die andere weniger als 15.

Perlen der Evolution: Angela M.

unread,
Nov 21, 2021, 3:36:15 PM11/21/21
to
Bei der Formel 1 hat man früher etwa 15 Sekunden zum Wechsel
aller 4 Reifen gebraucht. Einlagern in der Box dauert vielleicht
ein paar Minuten länger, aber da war der Kunde schon wieder weg.

Angela

Juergen

unread,
Nov 23, 2021, 5:50:29 AM11/23/21
to
Am Sun, 21 Nov 2021 21:01:43 +0100 schrieb Henning Koch
<hkoch...@web.de> zum Thema "Re: Wie lange braucht man zum
Reifenmontieren":


>Ich war ja nun kürzlich (wie wohl viele andere auch) mit zwei Autos
>zum Räderwechsel. Also nur die eingelagerten Winterräder aufs Auto,
>und die Sommerräder einlagern. Ohne Ummontieren.

Das erledige ich immer selbst. Bei mir geht gefühlt die Hälfte der Zeit
für "Rüstarbeiten" drauf: Tauschräder und Rangierwagenheber rausräumen.
Luftschlauch und Strom zum Kompressor legen, Schlagschrauber und
Drehmomentschlüssel bereit legen. Nach dem Wechsel die Reifen von
eingedrückten Steinchen befreien, Luftdruck erhöhen, Räder in den Keller
bringen und Werkzeuge wieder wegräumen.

>Alleine dafür hat die eine Werkstatt schon rund 70 Minuten gebraucht,
>die andere weniger als 15.

Dennoch könnte ich die 70 Minuten wohl unterbieten. Hat die Werkstatt
noch Nebenarbeiten gemacht? Sowsas wie Räder neu ausgewuchtet oder die
Radbolzen sowie "Naben" mit einer Drahtbürste gesäubert?

Eskimos, kauft nicht bei Ungeimpften!

unread,
Nov 23, 2021, 11:38:39 AM11/23/21
to
Juergen wrote:
> Am Sun, 21 Nov 2021 21:01:43 +0100 schrieb Henning Koch
> <hkoch...@web.de> zum Thema "Re: Wie lange braucht man zum
> Reifenmontieren":
>
>
>> Ich war ja nun kürzlich (wie wohl viele andere auch) mit zwei Autos
>> zum Räderwechsel. Also nur die eingelagerten Winterräder aufs Auto,
>> und die Sommerräder einlagern. Ohne Ummontieren.
>
> Das erledige ich immer selbst. Bei mir geht gefühlt die Hälfte der Zeit
> für "Rüstarbeiten" drauf: Tauschräder und Rangierwagenheber rausräumen.
> Luftschlauch und Strom zum Kompressor legen, Schlagschrauber und
> Drehmomentschlüssel bereit legen. Nach dem Wechsel die Reifen von
> eingedrückten Steinchen befreien, Luftdruck erhöhen, Räder in den Keller
> bringen und Werkzeuge wieder wegräumen.
>
>> Alleine dafür hat die eine Werkstatt schon rund 70 Minuten gebraucht,
>> die andere weniger als 15.
>
> Dennoch könnte ich die 70 Minuten wohl unterbieten. Hat die Werkstatt
> noch Nebenarbeiten gemacht? Sowsas wie Räder neu ausgewuchtet oder die
> Radbolzen sowie "Naben" mit einer Drahtbürste gesäubert?

Ja, die Arbeitsvorbereitung frißt die meiste Zeit. Aber wenn die Räder
ab sind, reinige ich auch die Naben, prüfe die Bremsen, Schläuche,
Bremstrossen, schmiere das Auto ab, schaue nach Rost, Auspuff,
Stoßdämpfern, Federn usw.

E.

Henning Koch

unread,
Nov 23, 2021, 5:40:55 PM11/23/21
to
On Tue, 23 Nov 2021 11:50:29 +0100, Juergen wrote:

>Dennoch könnte ich die 70 Minuten wohl unterbieten. Hat die Werkstatt
>noch Nebenarbeiten gemacht?

Ja, die einzulagernden Sommerräder in Tüten verpackt und ins Auto
gelegt. Was mich dann noch weitere zehn Minuten gekostet hat :-((

Ralf Koenig

unread,
Nov 24, 2021, 8:03:03 AM11/24/21
to
Einmal mit Profis arbeiten. :-)

Aber passt ja ins Bild von irgendwie schlechter Prozessorganisation:
erst mehren sie ewig rum und machen dann auch noch manche Sachen nicht
wie beauftragt.

Bei sowas wäre ja mein Vorsichtsgen getriggert und ich würde z.B. auch
die Laufrichtung nochmal checken (Räder am Fahrzeug passend montiert?)
und mit dem Drehmomentschlüssel nochmal rumgehen und schauen, ob die
Drehmomente alle passen.

Die Sachen oben (lange Montagezeit, Auftrag der Rädereinlagerung falsch
weitergegeben oder misinterpretiert) sind ja eher "Lametta" und
vielleicht ärgerlich. Aber an der Stelle, was wirklich am Auto gemacht
wurde, wird es sicherheitsrelevant.

Grüße, Ralf

Juergen

unread,
Nov 24, 2021, 9:13:19 AM11/24/21
to
Am Wed, 24 Nov 2021 14:03:03 +0100 schrieb Ralf Koenig

>Am 23.11.2021 um 23:40 schrieb Henning Koch:
>> On Tue, 23 Nov 2021 11:50:29 +0100, Juergen wrote:

>>> Dennoch könnte ich die 70 Minuten wohl unterbieten. Hat die Werkstatt
>>> noch Nebenarbeiten gemacht?

>> Ja, die einzulagernden Sommerräder in Tüten verpackt und ins Auto
>> gelegt. Was mich dann noch weitere zehn Minuten gekostet hat :-((

>Einmal mit Profis arbeiten. :-)

Ach jetzt verstehe ich das erst. Die haben die Räder ins Auto gepackt
statt in ihr Lager. Tja.


>Bei sowas wäre ja mein Vorsichtsgen getriggert und ich würde z.B. auch
>die Laufrichtung nochmal checken (Räder am Fahrzeug passend montiert?)
>und mit dem Drehmomentschlüssel nochmal rumgehen und schauen, ob die
>Drehmomente alle passen.

Meine Reifen sind inzwischen montiert. Laufrichtung passt, DOT 4121 (so
neue Reifen hatte ich wohl noch nie), Luftdruck passte nicht (war wohl
nach dem Motto "2,5 bar passt immer" gemacht, der Fahrzeughersteller ist
allerdings anderer Meinung.
Überlege mir fast, alle Radbolzen nochmal zu lockern und mit meinem
Drehmomentschlüssel wieder anzuziehen statt demnächst nur nachzuziehen.
0 new messages