Frage mich allerdings, wieso das so sein kann/sollte. Ich habe schon
einige Exemplare dieser Spezies kenngelernt, und konnte bisher
keine Eigenschaften feststellen, die solches ausreichend begründen
würden, z.B. überdurchschnittliche Intelligenz oder Schönheit (kann
natürlich sein, dass ich nicht ausreichend in der Lage bin, genannte
Eigenschaften zu erkennen). Und Millionär wird man in dem Beruf auch
nicht so einfach, denke ich. Also müssten's doch eigentlich alles ganz
normale Menschen sein...
ABER: Auch ich habe im Betreff genanntes schon mehrfach so empfunden.
Irgendwie passen da Gefühl und Logik nicht zusammen.
Irgendwelche Soziologen hier, die eine These beisteuern können?
Schönen Abend - Matthias
Kauf ein Motorrad bei BMW - (allgemein als der "Freundliche" bekannt).
Lutz
> Irgendwelche Soziologen hier, die eine These beisteuern können?
Soziologe bin ich nicht, aber ich tendiere zu der Aussage "es gibt
solche und solche". Ausserdem kommt es immer auch drauf an, wer den
Verkäufern einer Marke Arroganz vorwirft. Wenn dieser jemand vielleicht
die Marke allgemein nicht mag, dann wird er an den Verkäufern auch kein
gutes Haar lassen.
--
Andreas Menge
unterwegs im Skoda Octavia TDI
oder auf Yamaha FZ6 Fazer
Mail-Adresse: "spam" durch meinen Vornamen ersetzen
> Also müssten's doch eigentlich alles ganz
> normale Menschen sein...
Sind sie auch. Das ist eigentlich überall so, wo man Beratung benötigt
bzw. zu Beratung genötigt wird. Am eingebildetsten sind die
Immobilienhändler. Aber auch Fahrradhändler oder Handyvertragsvermittler
unterscheiden sich kam vom Autoverkäufern.
Das liegt wohl an der beratenden Funktion: "Ich weis etwas, was du nicht
weist, und verrate nur so viel, das es meinen Verkauf fördert."
Gruß
Michael
Nette Theorie. Aber Verkaeufer die halbwegs was wissen sind sehr selten.
andre
>Sind sie auch. Das ist eigentlich überall so, wo man Beratung benötigt
>bzw. zu Beratung genötigt wird. Am eingebildetsten sind die
>Immobilienhändler. Aber auch Fahrradhändler oder Handyvertragsvermittler
>unterscheiden sich kam vom Autoverkäufern.
>
>Das liegt wohl an der beratenden Funktion: "Ich weis etwas, was du nicht
>weist, und verrate nur so viel, das es meinen Verkauf fördert."
So isses! Zudem oft höhensonnengebräunt und immer im Anzug.
Die sind sehr schnell unsicher, wenn man mit handfesten Fakten kommt
und denen noch womöglich beweisen kann, daß sie zu teuer sind und man
bei der Konkurrenz besser dran ist.
Den größen Fehler macht man, wenn man selber großkotzig auftritt.
Kleinmütigkeit und die Frage nach Finanzierung ist aber genauso
schlimm.
Am besten fährt man, wenn man weiß, was man will und das aus der
Tasche bezahlen kann...
R.
--
PS:
Wegen der leidigen Spamgeschichte bin ich hier über e-mail nicht erreichbar.
Antworten bitte ausschließlich in der jeweiligen Newsgroup.
> Höre ich immer wieder, speziell über solche Damen und Herren Verkäufer,
> die bei Vertretungen großer Deutscher Automobilunternehmen ihre Brötchen
> verdienen.
Es gibt da sicherlich solche und solche.
Als arrogant habe ich bisher eigentlich nur einen BMW-Verkäufer
empfunden, der ob der eigenen Schrottprodukte meinte, über die
Konkurrenz herziehen zu müssen. Der Audi A6 sei ja nur ein langgezogener
Passat.
Mag ja sogar sein, dafür können da Erwachsene drin sitzen, statt sich
das Ding anziehen zu müssen wie einen 5er.
Im Gegensatz dazu wird man inzwischen sogar beim Mercedes-Händler eines
Blickes gewürdigt, auch wenn man es wagt, mal nicht im Anzug zu erscheinen.
Die haben wohl inzwischen gelernt, daß der Mann mit den einfachen
Klamotten und dem bißchen Dreck an den Schuhe ein Architekt sein könnte,
der sich grad zwischen zwei Großbaustellen zwischen einem A8, 7er und
der S-Klasse entscheidet.
Und zumindest bei meinem VW-Stammhändler scheint man zu wissen, daß der
Führerscheinneuling der grad seine Eltern bearbeitet, daß der neue
Zweitwagen der Familie ein VW Polo statt eines Opel Corsa wird, eines
Tages einen Passat, A6 oder Touareg kaufen könnte.
Andererseits wurde ich in der dazugehörigen Werkstatt auch mit meinem
Alteisen auf Rädern gut versorgt, was wohl andernortens auch nicht so ist.
--
Mit freundlichen Grüßen
Hauke Hagenhoff
> Höre ich immer wieder, speziell über solche Damen und Herren
> Verkäufer, die bei Vertretungen großer Deutscher
> Automobilunternehmen ihre Brötchen verdienen.
>
Streiche das "Deutsche" vor Automobilunternehmen. Ich habe in den
letzten Jahren mehrfach Sachen bei den verschiedensten Marken erlebt,
wo einem einfach der Atem stockt. Folgende Gründe sind denkbar:
1. Tief sitzende Frustration über die Behandlung seitens der
Hersteller: Alt eingesessene Händlernetze werden einfach so
zerschlagen, Margen werden nach Herzenslust zusammengestrichen. Da
passieren dann so Sachen wie neulich bei Honda: Das Honda-Marketing
hat entschieden, dass künftig in jeder größeren Stadt nur noch ein
Händler der Werksstützpunkt sein soll. In München ist das Häusler
geworden, ein Händler, der neben Honda schon seit Jahrzehnten Opel
und etwas GM verkauft. Von Motorrädern haben die da nicht
besonders viel Ahnung - und die kompetenten Motorradhändler haben
nicht mehr die volle Werksunterstützung. Dazu kommen so Schoten, dass
bei Häusler neulich die Honda-Hälfte des großen gemeinsamen Showrooms
für alle Autos umgebaut wurde (mit Presslufthämmern). Währenddessen
durften die Opel-Verkäufer in dem Höllenlärm weiterhin ihren Dienst
schieben.
2. Bescheuerte Marketing-Aktionen: Letztes Jahr hat Opel kackfrech in
TV-Spots behauptet, jeder, der wolle, könne ein Opel-Modell seiner
Wahl nach Herzenslust drei Tage durch die Gegend scheuchen. Die
Händler wurden von der Nachfrage überrannt und mussten dann den
Kunden (von denen die wenigsten wirklich ein ernsthaftes
Kaufinteresse hatten) die drei Tage auf einen Nachmittag
zusammenkürzen. Außer Spesen nix gewesen.
3. Überzogene Kunden-Anforderungen: Jeder kommt doch heute in den
Laden und glaubt, 20 Prozent Nachlass seien locker drin - die
Discount-Werbung der Hersteller tut ein Übriges. Ich habe gehört,
dass heute rund die Hälfte aller Kaufinteressenten mit einem frischen
Ausdruck des Car-Konfigurators aus dem Internet in den Laden
spazieren. Der Verkäufer wird doch nur noch als der Depp gesehen, den
man über den Tisch ziehen muss, um einen Killer-Preis zu bekommen
oder um eine Probefahrt abzuschlauchen, bevor man die Karre dann beim
EU-Importeur kauft. Kein Wunder, dass da die Motivation leidet.
4. Schüsse ins Knie seitens des Vertriebs: Ich war mal drauf und
dran, einen Smart zu kaufen. Die Verkäuferin brannte förmlich für ihr
Produkt, hatte auf jede Frage eine Antwort, es wäre mir eine Freude
gewesen, mit ihr ein Geschäft zu machen. Als ich dann so weit war,
den Wagen zu bestellen, wollte ich wissen, wann der Wagen geliefert
wird, wenn ich ihn jetzt bestelle: Für die Antwort auf diese Frage
hat ihr Vertrieb zwei Wochen gebraucht. Und wer glaubt, dass Smart
die Autos nur aus den Türmen rauszieht, die Extras reinschraubt und
gut, der irrt. "Mein" Smart hätte vier Monate Lieferzeit gehabt. Als
mir dann von der Smart-Gebrauchtwagenabteilung ein schlechtes Angebot
für meinen Gebrauchtwagen gemacht wurde (wofür sie auch drei Wochen
brauchten), bin ich abgesprungen.
Ich will hier ja keinen Autoverkäufer dafür entschuldigen, dass er
sein Produkt nicht kennt, seine Termine nicht im Griff hat und mich
wie einen Idioten behandelt, aber unter den Rahmenbedingungen hätte
ich auch Motivationsprobleme.
Frank
--
please replace spam-muelleimer with fk-newsgroups for e-mail contact
Citroen - Made in Trance
> Höre ich immer wieder, speziell über solche Damen und Herren
> Verkäufer, die bei Vertretungen großer Deutscher
> Automobilunternehmen ihre Brötchen verdienen.
Ford gehört ja bekanntlich nicht zu den großen deutschen
Automobilunternehmen. Jedenfalls wurde ich dort heute äußerst freundlich
behandelt (siehe
news:446f722c$0$4517$9b4e...@newsread2.arcor-online.net). Vielleicht
lag das aber auch daran, dass ich keinen Händler an meinem Wohnort
(Berlin) aufgesucht habe, sondern vor den Toren der Stadt in
Brandenburg. In dörflicher Umgebung scheinen mir Dienstleister häufig
weniger arrogant zu sein als in der Stadt. Mit dem Bundesland scheint
das aber nichts zu tun zu haben, denn bei meinem derzeitigen
Lieblings-Vertragshändler mit Sitz in Schleswig-Holstein ist man ebenso
freundlich. Gemeinsam ist beiden Händlern allerdings der dörfliche
Firmensitz.
Ein arroganter Verkäufer sieht mich jedenfalls nie wieder und macht mit
mir auch kein Geschäft.
Gruß
Michael
Nein, ich bin nicht von Beruf Autoverkäufer. Und auch kein Soziologe.
Frank Kemper wrote:
> 3. Überzogene Kunden-Anforderungen: Jeder kommt doch heute in den
> Laden und glaubt, 20 Prozent Nachlass seien locker drin - die
> Discount-Werbung der Hersteller tut ein Übriges. Ich habe gehört,
> dass heute rund die Hälfte aller Kaufinteressenten mit einem frischen
> Ausdruck des Car-Konfigurators aus dem Internet in den Laden
> spazieren. Der Verkäufer wird doch nur noch als der Depp gesehen, den
> man über den Tisch ziehen muss, um einen Killer-Preis zu bekommen
> oder um eine Probefahrt abzuschlauchen, bevor man die Karre dann beim
> EU-Importeur kauft. Kein Wunder, dass da die Motivation leidet.
Nun ja, wenn der Kunde den Verkauf schon selbst erledigt hat, wo liegt
dann noch der Mehrwert des Verkäufers? Soll er mir einen guten Preis
machen, dann hat er in 5 Minuten ein Auto verkauft - kleinere Marge als
bei einem 'kompletten' Verkaufsgespräch, das aber gerne mal inklusive
Probefahrt, Erklärung hier und da, einen halben Tag dauern kann.
Und wenn ein Autohaus seine Autos mit 15+% Prozent Nachlass verkaufen
kann, wo genau läge denn der Vorteil darin, diesen Nachlass nicht zu
beanspruchen? Ja, die Leute müssen auch leben. Können sie
anscheinend, sonst würden sie's nicht tun.
cu
.\\arc
> 2. Bescheuerte Marketing-Aktionen: Letztes Jahr hat Opel kackfrech
> in TV-Spots behauptet, jeder, der wolle, könne ein Opel-Modell
> seiner Wahl nach Herzenslust drei Tage durch die Gegend scheuchen.
Letztes Jahr?
Das ist ganz aktuell in der Werbung...
MfG
Gerald
--
No trees were killed in the sending of this message. However
a large number of electrons were terribly inconvenienced.
> Nun ja, wenn der Kunde den Verkauf schon selbst erledigt hat, wo
> liegt dann noch der Mehrwert des Verkäufers?
Die Frage war doch, warum sich Verkäufer blöde aufführen. Wenn ich
als Verkäufer mit lauter Kunden zu tun habe, die denken, dass sie
meinen Job besser können als ich, dann würde ich mich vermutlich auch
blöd aufführen.
Ich wollte hier nichts entschuldigen. Ich glaube aber nicht, dass
eine Personengruppe so ganz ohne Grund arrogant ist, schon gar nicht,
wenn dies ihren Interessen widerspricht.
> Letztes Jahr?
> Das ist ganz aktuell in der Werbung...
>
Dieses Jahr sind sie schlauer. Sie sagen jetzt "...bis zu drei Tagen"
Aber dieselbe Aktion gab es vergangenes Jahr auch schon. Ich bin
damals einen Opel Tigra Twin Top gefahren.
Was ist denn der Job eines Verkäufers? Doch sicher nicht dem Kunden
vorzuschreiben welches Auto mit welcher Motorisierung und welchen
Extras er kaufen soll.
Wenn sich ein Verkäufer darüber beschweren würde, daß ein Kunde mit
einer /sehr/ genauen Vorstellung von der gewünschten Ausstattung bei
Ihm aufschlägt anstatt sich von ihm zulabern zu lassen, dann würde
ich diesem Verkäufer schlichtweg unterstellen, daß er standardmäßig
versucht seinen Kunden Sachen aufzuschwatzen, die diese überhaupt
nicht brauchen. Ein solcher Verkäufer sollte IMHO dringend mal über
seinen Beruf reflektieren.
cu ulf
> Frank Kemper <spam-mu...@gmx.de> wrote:
> > Die Frage war doch, warum sich Verkäufer blöde aufführen. Wenn
> > ich als Verkäufer mit lauter Kunden zu tun habe, die denken,
> > dass sie meinen Job besser können als ich, dann würde ich mich
> > vermutlich auch blöd aufführen.
>
> Was ist denn der Job eines Verkäufers? Doch sicher nicht dem Kunden
> vorzuschreiben welches Auto mit welcher Motorisierung und welchen
> Extras er kaufen soll.
Streiche das Wort "vorzuschreiben" und setze stattdesen "zu beraten"
und du hast eine wesentliche Aufgabe eines guten Verkäufers
beschrieben. Zum Verkaufsgespräch gehört auch eine Analyse, was der
Kunde will.
> Wenn sich ein Verkäufer darüber beschweren würde, daß ein Kunde mit
> einer /sehr/ genauen Vorstellung von der gewünschten Ausstattung bei
> Ihm aufschlägt anstatt sich von ihm zulabern zu lassen,
> dann würde ich diesem Verkäufer schlichtweg unterstellen, daß er
> standardmäßig versucht seinen Kunden Sachen aufzuschwatzen, die
> diese überhaupt nicht brauchen. Ein solcher Verkäufer sollte IMHO
> dringend mal über seinen Beruf reflektieren.
Ein guter Verkäufer sollte natürlich schnell merken, ob ein Kunde
Beratung braucht oder haben will, und wenn nein, dann sollte er sich
halt zurückhalten.
BTW: Ich würde dir raten, mal selbst über deine Unterstellungen zu
reflektieren.
Hallo,
ich befürchte hier ist der Wunsch Vater des Gedanken, die Aufgabe des
Verkäufers ist es aus dem Gespräch mit dem Kunden dessen Preislimit zu
sondieren und ihm dann ein knapp darüber liegendes "Angebot" zu
offerieren, was man dann in einem weiteren Gespräch mit einigen
Ausstattungsmerkmalen verkleinern und letztendlich noch großspurig mit
0,5% Preisnachlass schmücken kann.
Oder anders: beraten würde bedeuten die Wünsche des Kunden zu
analysieren und ihm darauf hin das passende Auto zu empfehlen, auch wenn
das deutlich weniger Umsatz bedeuten würde. Das das aus dem eigenen
Produktportfolio ist, sei als Zugeständnis gegeben ;-)
Macht aber keiner, also... Wenn man als Kunde vorher etwas von einem A6
gefaselt hätte, wer würde dann einen Polo empfehlen?
>> Wenn sich ein Verkäufer darüber beschweren würde, daß ein Kunde mit
>> einer /sehr/ genauen Vorstellung von der gewünschten Ausstattung bei
>> Ihm aufschlägt anstatt sich von ihm zulabern zu lassen,
>> dann würde ich diesem Verkäufer schlichtweg unterstellen, daß er
>> standardmäßig versucht seinen Kunden Sachen aufzuschwatzen, die
>> diese überhaupt nicht brauchen. Ein solcher Verkäufer sollte IMHO
>> dringend mal über seinen Beruf reflektieren.
Nein, das ist sein Job. Es geht um Maximierung des Umsatzes und der
Deckungsbeiträge. Wenn für jemand ein Passat Variant passt, ist eine A6
Avant keine Fehlberatung, aber deutlich mehr Geld.
Obwohl es beim Kleinwagen auch der 75PS Motor völlig getan hätte, kann
man doch ruhig mal das 120PS Modell anbieten. Ausstattungsumfang etc.
pp. Verkäuferbegründung/~geschwätz beliebig.
("man kann es ja mal probieren")
Wenn kein Geld da ist,wird eben die Rate etwas höher, leider werden so
AFAIK die meisten Autos verkauft.
> Ein guter Verkäufer sollte natürlich schnell merken, ob ein Kunde
> Beratung braucht oder haben will, und wenn nein, dann sollte er sich
> halt zurückhalten.
Ja, solche Verkäufer gibt es, aber sie sind recht selten. Das besondere
an Kunden die schon einigermaßen wissen was sie wollen und Verkäufern
die sich kurz mit ihnen über Lieferzeiten und Konditionen unterhalten
sind sehr lange Kundenbindungen und immer wieder neu verkaufte Autos an
diese Kunden.
> BTW: Ich würde dir raten, mal selbst über deine Unterstellungen zu
> reflektieren.
Ich hatte auch schon solche drängelnde Verkäufergespräche wo ich dann
doch plötzlich wenig Zeit hatte, gibt es schon, man darf IMO nur nicht
wieder hin gehen.
Thomas
> Am besten fährt man, wenn man weiß, was man will und das aus der
> Tasche bezahlen kann...
Nein, das stimmt nicht. Wenn man weiß, was man will, dann passiert es
einem immer wieder das folgende:
"Kommen Sie bitte morgen wieder, dann machen wir einen Termin, an dem
wir in den Katalog schauen können."
Am nächsten Tag das gleiche Spiel. Und immer so fort. Seit zwei Jahren
bespielsweise versuche ich bei diversen Seat-Händlern der Gegend, einen
Karosseriegummisatz zu erwerben. Bisher vergebens. Das ist aber nicht
nur bei Autohändlern so. Das passiert recht oft. Ich weiß nicht, wies in
anderen Gegenden ist, aber hier erinnert mich jedes "Verkaufs"gespräch,
bei dem ich etwas bestimmtes erwerben möchte, an das Haus, das verrückte
macht (s. Asterix erobert Rom)
Ach so, wenn jemand noch eine andere Bezugsquelle für
Seat-Karosseriegummis kennt, dann bitte melden. Karosseriegummis anderer
Marken machen keine Probleme, jede freie Werkstatt braucht maximal 1
Woche zur Beschaffung. Aber Seat?
Dirk.
>On Sat, 20 May 2006 20:41:01 +0200
>Reinhard Karpowitz <nomail@invalid> wrote:
>
>> Am besten fährt man, wenn man weiß, was man will und das aus der
>> Tasche bezahlen kann...
>
>Nein, das stimmt nicht. Wenn man weiß, was man will, dann passiert es
>einem immer wieder das folgende:
>"Kommen Sie bitte morgen wieder, dann machen wir einen Termin, an dem
>wir in den Katalog schauen können."
>Am nächsten Tag das gleiche Spiel. Und immer so fort. Seit zwei Jahren
>bespielsweise versuche ich bei diversen Seat-Händlern der Gegend, einen
>Karosseriegummisatz zu erwerben. Bisher vergebens. Das ist aber nicht
Na, wir sprechen hier doch über Autoverkäufer!
Beim Teileverkauf mag das anders sein....
Wenn ich also ganz klar weiß und sage, was ich will, bleibt dem
Autoverkäufer kaum noch Spielraum für Ausflüchte.
Entweder er macht mir ein gutes Angebot oder nicht, in dem Falle gehe
ich woanders hin. Und genau dies weiß der Verkäufer auch.
> 4. Schüsse ins Knie seitens des Vertriebs: Ich war mal drauf und
> dran, einen Smart zu kaufen. Die Verkäuferin brannte förmlich für ihr
> Produkt, hatte auf jede Frage eine Antwort, es wäre mir eine Freude
> gewesen, mit ihr ein Geschäft zu machen. Als ich dann so weit war,
> den Wagen zu bestellen, wollte ich wissen, wann der Wagen geliefert
> wird, wenn ich ihn jetzt bestelle: Für die Antwort auf diese Frage
> hat ihr Vertrieb zwei Wochen gebraucht. Und wer glaubt, dass Smart
> die Autos nur aus den Türmen rauszieht, die Extras reinschraubt und
> gut, der irrt. "Mein" Smart hätte vier Monate Lieferzeit gehabt. Als
> mir dann von der Smart-Gebrauchtwagenabteilung ein schlechtes Angebot
> für meinen Gebrauchtwagen gemacht wurde (wofür sie auch drei Wochen
> brauchten), bin ich abgesprungen.
Interessant - wie passt das damit zusammen, dass MCC kürzlich 1800
Roadster und Coupes zu Schleuderpreisen vertickt hat, die nur den Makel
hatten, dass sie zwischen 1 und 2 Jahren auf irgend einer Halde rumstanden?
Andreas
>
> Na, wir sprechen hier doch über Autoverkäufer!
> Beim Teileverkauf mag das anders sein....
>
> Wenn ich also ganz klar weiß und sage, was ich will, bleibt dem
> Autoverkäufer kaum noch Spielraum für Ausflüchte.
> Entweder er macht mir ein gutes Angebot oder nicht, in dem Falle gehe
> ich woanders hin. Und genau dies weiß der Verkäufer auch.
Und der eiert nicht erst rum und macht immer neue Termine? Und wenn
doch, und du gehst zum nächsten, wird das anders? Mir scheint, du wohnst
in einer Art Schlaraffenland...
Dirk.
> Interessant - wie passt das damit zusammen, dass MCC kürzlich 1800
> Roadster und Coupes zu Schleuderpreisen vertickt hat, die nur den
> Makel hatten, dass sie zwischen 1 und 2 Jahren auf irgend einer Halde
> rumstanden?
Was war denn das für eine Halde? Etwa so eine Gegend wie der
Chemiekomplex Arsenikweg aus dem 12. Film der Olsenbande?
Dirk.
> Interessant - wie passt das damit zusammen, dass MCC kürzlich
> 1800 Roadster und Coupes zu Schleuderpreisen vertickt hat, die
> nur den Makel hatten, dass sie zwischen 1 und 2 Jahren auf
> irgend einer Halde rumstanden?
>
Ich würde mal sagen: Von den Autos, die die Leute haben wollen, bauen
sie zu wenige, und von den Autos, die die Leute nicht haben wollen,
bauen sie zu viele;-)
ich habe mal von einem Menschen, der mit der Smart-
Produktionssteuerung zu tun hat, gehört, dass Smart zumindest zu
Beginn der Produktion des CityCoupé Fahrzeuge mit und ohne
Klimaanlage in einer bestimmten Reihenfolge bauen mussten, weil die
Klimaanlage einen bestimmten Montagebedarf hatte, der sonst den
Produktionstakt umgeschmissen hätte. Wenn nun z.B. die Nachfrage nach
Autos mit Klima deutlich höher ist als zunächst angenommen, dann
haben die Autos mit Klima Wartezeit und die ohne Klima stehen auf
Halde.
Abgesehen davon hat sich ja an den Verkaufszahlen gezeigt, dass unter
den Smart-Versionen einzig und allein das City-Coupe (a.k.a. Fortwo)
(bzw. das davon abgeleiteten Cabrio) in größeren Stückzahlen
verkaufen lässt. Der Roadster hat in etwa so viel Nutzwert wie ein
Motorrad, lässt sich aber deutlich beschissener schalten und kostte
das Doppelte, und der ForFour ist ein umgelabelter Mitsubishi. Es hat
sicherlich seinen Grund, warum jetzt nur noch der Fortwo gebaut wird.
Frank
> Andreas Cammin <andreas...@krasse-herde.org> haute in die
> Tasten:
>
> > Interessant - wie passt das damit zusammen, dass MCC kürzlich
> > 1800 Roadster und Coupes zu Schleuderpreisen vertickt hat, die
> > nur den Makel hatten, dass sie zwischen 1 und 2 Jahren auf
> > irgend einer Halde rumstanden?
> >
> Ich würde mal sagen: Von den Autos, die die Leute haben wollen, bauen
> sie zu wenige, und von den Autos, die die Leute nicht haben wollen,
> bauen sie zu viele;-)
Das kennen wir doch noch von früher...
Da war alle paar Monate die Farbe alle und dann gings halt mit ner
anderen Farbe weiter. So konnte man schon von weitem erkennen, ob der
Trabant dort hinten aus der Januar, der Februar oder der Mai-Charge
stammt. 20% waren Universal und 80% Limousine. Für den 1.1 wurde ein
umgekehrtes Verhältnis geplant.
Dirk.
> Höre ich immer wieder, speziell über solche Damen und Herren Verkäufer,
> die bei Vertretungen großer Deutscher Automobilunternehmen ihre Brötchen
> verdienen.
Mit den von dir genannten Marken habe ich wenig Erfahrung (Ausnahme:
VW/Seat), mehr mit "etc."
Den kurzen Besuch bei VW habe ich eher positiv in Erinnerung, bei Seat
fand ich hauptsächlich die Gestaltung des (winzigen) Autohauses etwas
abschreckend - und hatte das Gefühl, kurz vor Feierabend nicht
wirklich willkommen zu sein.
Oh, Skoda fällt mir noch ein. Dort bekam ich recht ausführlich Dinge
erzählt, die ich gar nicht wissen wollte.
Ansonsten fand ich bei diversen anderen Marken das Verkaufspersonal
zumeist eher schwach. Meine relativ klar umrissenen Vorstellungen
wurden in vielen Fällen großzügig ignoriert. Arroganz und
Überheblichkeit habe ich aber eher nicht verspürt. Am ehesten noch
bei Honda hatte ich den Eindruck, dass man auf mich als Kunden keinen
gesteigerten Wert legte.
> Irgendwelche Soziologen hier, die eine These beisteuern können?
Ein gewisses Soziologen-Skript sollte darauf normalerweise anspringen
:-)
Grüßle,
Axel
>Und der eiert nicht erst rum und macht immer neue Termine? Und wenn
>doch, und du gehst zum nächsten, wird das anders? Mir scheint, du wohnst
>in einer Art Schlaraffenland...
>
Leider nicht ;-)
Aber mal im Ernst: wenn du dem Verkäufer bestimmt entgegentrittst und
auf seine versuchten Mätzchen unwirsch reagierst, läßt der das ganz
schnell sein.
Und Termine? Die bestimmst doch wohl du!
Du sagst ihm, wann du Zeit für ein Verkaufsgespräch hast, wenn er dann
nicht kann, soll er gefälligst einen Kollegen schicken. Immerhin gehts
um einen Kauf von 20- 30 Tausend Euro, vielleicht sogar mehr...und
schließlich kannst du dich nicht mit deinem beruflichen Umfeld nach
ihm richten.
Einen Kollegen schickt er aber nicht, dann geht ihm die Provision
verloren. Du sitzt so oder so am längeren Hebel.
Wenn man dann noch sagt (sollte aber schon wahr sein), man habe sein
eben gemachtes Angebot auch schon günstiger gesehen, wird er richtig
nervös. Darum: Fakten auf den Tisch und rundheraus fragen, ob ers
günstiger macht! Wenn ja, prima. Wenn nein- Auf Wiedersehen.
Der wird allerlei Ausflüchte suchen und Gründe anführen, warum er
nicht günstiger sein kann- aber er kann!
Habe ich genau so durchgezogen und bekam genau, was ich wollte, zu dem
zweitgünstigsten Preis- weil die in der Nähe sind und auch den Service
günstig durchführen habe ich den zweitgünstigsten genommen.
Nimms mir nicht übel, aber mir scheint, du läßt zu viel mit dir
herumspringen. Meist genügt schon ein Satz: "Gut, wenn Sie mein Geld
nicht wollen...könnte ich denn bitte mal den Geschäftsführer
sprechen?"
Das ist sozusagen die Zauberformel, dadurch wird Eilfertigkeit
hervorgezaubert.
Und glaube mir, kein Chef eines Autohauses läßt sich gerne einen Kauf
durch die Lappen gehen...alles selbstverständlich in einem
verbindlichen, höflichen Ton vorgetragen.
Gruß Reinhard
>> Was ist denn der Job eines Verkäufers? Doch sicher nicht dem Kunden
>> vorzuschreiben welches Auto mit welcher Motorisierung und welchen
>> Extras er kaufen soll.
>
> Streiche das Wort "vorzuschreiben" und setze stattdesen "zu beraten"
> und du hast eine wesentliche Aufgabe eines guten Verkäufers
> beschrieben. Zum Verkaufsgespräch gehört auch eine Analyse, was der
> Kunde will.
Nur wenn der Kunde auch Beratungsbedarf besteht. Wenn der Kunde mit
einem Ausdruck des Konfigurators reinspaziert und letztlich nur noch
über den Preis reden will, dann besteht ein solcher Beratungsbedarf
doch wohl ganz eindeutig nicht. Das sollte in diesem Fall nicht nur
ein guter sondern auch der begriffsstutzigste Verkäufer bemerken.
>> Wenn sich ein Verkäufer darüber beschweren würde, daß ein Kunde mit
>> einer /sehr/ genauen Vorstellung von der gewünschten Ausstattung bei
>> Ihm aufschlägt anstatt sich von ihm zulabern zu lassen,
>> dann würde ich diesem Verkäufer schlichtweg unterstellen, daß er
>> standardmäßig versucht seinen Kunden Sachen aufzuschwatzen, die
>> diese überhaupt nicht brauchen. Ein solcher Verkäufer sollte IMHO
>> dringend mal über seinen Beruf reflektieren.
> Ein guter Verkäufer sollte natürlich schnell merken, ob ein Kunde
> Beratung braucht oder haben will, und wenn nein, dann sollte er sich
> halt zurückhalten.
Eben. Wenn sich der Verkäufer dann darüber beschweren würde, dann müßte
ich ihm genau das obige unterstellen. Warum sollte er sich sonst darüber
beschweren?
> BTW: Ich würde dir raten, mal selbst über deine Unterstellungen zu
> reflektieren.
Überhaupt nicht nötig. :-) Oder aus welchen Gründen sollte ein Verkäufer
sich sonst über Kunden mockieren, die sehr genau wissen was sie haben
wollen und was nicht? AFAIK wird ein Verkäufer nach Grundgehalt und
Provision bezahlt und nicht nach Redezeit.
cu ulf
>>> Wenn sich ein Verkäufer darüber beschweren würde, daß ein Kunde mit
>>> einer /sehr/ genauen Vorstellung von der gewünschten Ausstattung bei
>>> Ihm aufschlägt anstatt sich von ihm zulabern zu lassen,
>>> dann würde ich diesem Verkäufer schlichtweg unterstellen, daß er
>>> standardmäßig versucht seinen Kunden Sachen aufzuschwatzen, die
>>> diese überhaupt nicht brauchen. Ein solcher Verkäufer sollte IMHO
>>> dringend mal über seinen Beruf reflektieren.
> Nein, das ist sein Job. Es geht um Maximierung des Umsatzes und der
> Deckungsbeiträge. Wenn für jemand ein Passat Variant passt, ist eine A6
> Avant keine Fehlberatung, aber deutlich mehr Geld.
> Obwohl es beim Kleinwagen auch der 75PS Motor völlig getan hätte, kann
> man doch ruhig mal das 120PS Modell anbieten. Ausstattungsumfang etc.
> pp. Verkäuferbegründung/~geschwätz beliebig.
Das wäre eine recht kurzsichtige Auffassung dieses Berufes. Wenn ein
Kunde nach dem Kauf feststellt, daß er sich von dem Verkäufer hat zu
etwas belabern lassen, das er ursprünglich gar nicht wollte und auch
überhaupt gar nicht braucht, wie groß ist da die Chance daß er bei
diesem Verkäufer nochmal was kauft? Das zweite Auto verkauft zwar
immer zu einen großen Teil die Werkstatt, aber es gibt in den meisten
Autohäusen mehrere Verkäufer bei denen man seinen Kaiser Wilhelm unter
den Vertrag setzen kann. ;-)
cu ulf
Wenn aber ein VW Verkäufer wie vor einigen Jahren passiert die Frage
nach einem Golf Function fast wie eine persönliche Beleidigung auffast
und Stimme und Grinsen einige Grad abkühlen lässt sollte er den Job
wechseln. (Das Autohaus ist inzwischen verdientermassen Pleite)
Wenn wie vor zwei Jahren dem Verkäufer nachdem er einen mit einem
defekten (Gebraucht)Wagen auf Probefahrt schickte als einzige Frage
einfällt "Sie wollen den Wagen also nicht nehmen?" Anstatt sich für
die Nachlässigkeit zu entschuldigen und einen neuen Termin anzubieten.
(Bei einem VW und einem Opel Händler passiert, bei ersterem stand ich
damals alle 3 Monate zur Inspektion)
Dann sollte man den entsprechenden Autohäusern konsequenterweise die
Pleite wünschen. Dann ist es auch kein Wunder wenn nur noch der Preis
zählt.
Zumal ich Zugriff auf die Großkundenkonditionen habe und einen Preis in
der Richtung erwarte, auch wenn ich ohne Bezugsschein dort auftauche.
Ralf
> Nur wenn der Kunde auch Beratungsbedarf besteht. Wenn der Kunde
> mit einem Ausdruck des Konfigurators reinspaziert und letztlich
> nur noch über den Preis reden will, dann besteht ein solcher
> Beratungsbedarf doch wohl ganz eindeutig nicht. Das sollte in
> diesem Fall nicht nur ein guter sondern auch der
> begriffsstutzigste Verkäufer bemerken.
>
Entschuldige, aber ich glaube nicht, dass irgend ein Verkäufer einer
deutschen Nobelmarke noch nennenswert arrogant sein wird, wenn ihm
jemand einen Konfigurator-Zettel auf den Tisch legt und eine
ernsthafte Preisdiskussion beginnt. IMHO zicken die meisten Verkäufer
rum, wenn der Kunde sich noch unentschlossen gibt, Probe fahren
möchte und lauter Informationsfragen hat. In ihrem Bemühen, die
Schnorrer draußen zu halten, schießen viele übers Ziel hinaus und
buhlen nicht gerade um den unentschlossenen Kunden. Andererseits:
Neulich lief im Unterschicht-Fernsehen eine Reportage, wo
irgendwelche Flachnasen Tricks ausprobierten, wie man mit dem
"richtigen Auftritt" Probefahrten mit irgendwelchen Edelautos
abzockt. Na super, da möchte man doch gern Verkäufer sein...
Hallo,
da sind wir einer Meinung, im Hauptstrom sinkender Umsätze und
Verkaufszahlen ist das aber noch schlimmer als in der Vergangenheit.
Verkauft ist verkauft, wenn der/die/das Verkäufer es dabei nicht vällig
übertriebt, kann ihn/ihr auch kaum eine Fehlberatung vorwerfen.
> Wenn ein
> Kunde nach dem Kauf feststellt, daß er sich von dem Verkäufer hat zu
> etwas belabern lassen, das er ursprünglich gar nicht wollte und auch
> überhaupt gar nicht braucht, wie groß ist da die Chance daß er bei
> diesem Verkäufer nochmal was kauft?
Was kümmert es einen Vertriebler was in 3...5 Jahren ist? Sorry, aber
deinem Argument stimme ich ja *zu*, nur kümmert das die Mehrheit aller
Verkäufer (egal welche Branche) nicht. Nur gegenüber Großkunden
verhalten sich Verkäufer i.d.R. anders... (ganz allg., nicht nur KFZ).
> Das zweite Auto verkauft zwar
> immer zu einen großen Teil die Werkstatt
Die Werkstatt- bzw. die Betreuungsqualität insgesamt macht IMO ein
längeres Kundenverhältnis. Nur wissen auch die Autohäuser, dass 3 Jahre
Zuvorkommen und gute Werkstattleistung etc.pp. bei 200Eur besserem
Neuwagenangebot des Wettbewerbers das aufgebaute Vertrauen oft
zerplatzen lassen wie eine Seifenblase - die deutsche Dummgeizseuche eben.
Irgendwie scheint es eine Konvergenz von 'Geizseuche' und 'sales and
forgot' zu geben.
Thomas
> die deutsche Dummgeizseuche eben.
Gelaber.
In anderen Ländern wird es nicht anders sein, schließlich kosten
Autos in anderen Ländern ja meistens deutlich weniger als in
Deutschland, sonst gäbe es ja keine EU-Importeure. Und ich sehe auch
nicht unbedingt ein, weshalb eine Vertragswerkstatt mir mein Auto
notwendigerweise schlechter warten oder reparieren soll, nur weil ich
es dort nicht gekauft habe. Teuer genug bezahlen lassen sie sich
ihren Service ja.
Im Gegenteil: Die absolut verheerensten Erfahrungen habe ich bislang
mit der Service- und Reparaturqualität des Autohauses gemacht, bei
denen ich tatsächlich mein Auto gekauft hatte.
Man darf nicht vergessen, dass ein simpler Golf-Viertürer ohne Extras
und mit Überführung heute schon mindestens 17.000 Euro kostet, das
sind in altem Geld 34.000 Mark. Kein Wunder, dass da die Kunden
preissensibel werden.
Frank
--
Gruss
Robert
Das hatte ich in <Xns97C9D9B9CEF...@130.133.1.18> anders
verstanden, aber OK. Buchen wir das unter "Mißverständnis" ab. ;-)
cu ulf
> > Streiche das Wort "vorzuschreiben" und setze stattdesen "zu beraten"
> > und du hast eine wesentliche Aufgabe eines guten Verkäufers
> > beschrieben. Zum Verkaufsgespräch gehört auch eine Analyse, was der
> > Kunde will.
>
> Nur wenn der Kunde auch Beratungsbedarf besteht. Wenn der Kunde mit
> einem Ausdruck des Konfigurators reinspaziert und letztlich nur noch
> über den Preis reden will, dann besteht ein solcher Beratungsbedarf
> doch wohl ganz eindeutig nicht.
Ich stimme dir immer noch nicht zu. Auch dann muss der gute Verkäufer
Beratung _anbieten_, aber nicht aufdrängen! Wenn der Kunde diese dann
ablehnt, OK, dann gehts nur noch ums Geld.
> Das sollte in diesem Fall nicht nur ein guter sondern auch der
> begriffsstutzigste Verkäufer bemerken.
Ich schrieb von guten Verkäufern. Dass es auch begriffsstutzige gibt
oder solche, die nur an ihre Provision denken, ist unbestritten.
Es kommt auch sehr auf den Kunden an. Wenn der zwar *glaubt*, dass er
alles wisse, sich aber beim Gespräch doch noch Beratungsbedarf
herausstellt, sitzt der Verkäufer in einer Zwickmühle: Wie den Kunden
beraten ohne ihn zu verärgern...?
MfG
Gerald
PS: Es gibt auch unfreundliche und arrogante Kunden. "Wie man in den
Wald hinein ruft, so schallt es heraus..." Der Verkäufer ist auch nur
Mensch und kein Diener/Sklave.
cu ulf
[Beratungsbedarf]
> > Ich stimme dir immer noch nicht zu. Auch dann muss der gute
> > Verkäufer Beratung _anbieten_, aber nicht aufdrängen! Wenn
> > der Kunde diese dann ablehnt, OK, dann gehts nur noch ums Geld.
>
> Das sehe ich zwar geringfügig anders, aber OK. Soll ja auch Leute geben,
> die sich gerne zulabern lassen. Ich gehöre da eher nicht dazu. :-)
Siehst du eine kurze Frage, ob man weitere Infos braucht, als
"Zulabern" an? Dann bedaure ich dich.
Ich als Kunde würde solch eine Frage vom Verkäufer erwarten - und wenn
ich dann klar "nein" sage, sollte das Thema beendet sein. Aber erst
dann...
MfG
Gerald
Wenn Du es auf die Goldwaage legen willst: Eine Bemerkung in der Art von
"Wie ich sehe wissen Sie schon genau welche Ausstattung sie wollen" wäre
in Ordnung, eine Frage nach Fleischerei-Art ("Dürfen es auch 80g mehr
sein") wäre mir persönlich schon zu aufdringlich.
> Dann bedaure ich dich.
Das steht Dir völlig frei, ist aber überhaupt nicht nötig.
cu ulf
So ist es. Im reinen Verkauf verdient heute kein Autohaus mehr Geld. Man
muss nur die Kosten, die die Autohäuser durch Vorgaben des Hersteller
bekommen (Aussehen Verkaufsräume etc) betrachten.
Wenn, dann wird mit der Finanzierung oder halt mit dem Service, der beim
Leasing ja beim Vertragshändler erfolgen muss, verdient.
Gruß Hermann!
33249,11 DM
Du liegst 750 DM daneben...
Gewöhnt Euch endlich an die neuen Preise und hört auf, Pi mal Auge *2 zu
rechnen, ohne die Falschrechnung mit 2% verrechnetem Preisaufschlag
geht's Euch auch gleich viel besser.
--
Mit freundlichen Grüßen
Hauke Hagenhoff
> Gewöhnt Euch endlich an die neuen Preise und hört auf, Pi mal
> Auge *2 zu rechnen, ohne die Falschrechnung mit 2% verrechnetem
> Preisaufschlag geht's Euch auch gleich viel besser.
>
Hör auf, mich hier anzupfeifen. Außerdem hast Du die Fracht vergessen
(ist ohnehin eine Frechheit, dass man dafür zahlen muss, dass man die
Ware beim Händler abholen darf), landen wir also doch bei 34.000
Mark.
Die 2% Abweichung sind nie das Problem, sondern eher die grobe
Preisklasse. Die über 30000 DM sind das Problem.
Dirk.