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Batterie einmal tiefentladen = tot?

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Martin Eckel

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Oct 11, 2010, 3:23:32 AM10/11/10
to
Hallo,

mein Auto wurde in letzter Zeit aus verschiedenen Gründen nicht viel
bewegt. Trotzdem war vor einer Woche die Batterie noch so voll, daß der
Wagen problemlos angesprungen ist.

Die Batterie ist im Juli neu reingekommen, mit 74Ah.

Samstag nun war die Batterie tot, total, keinen einzigen Mucks. Nicht
einmal das Innenlicht hat noch geglimmt - keine Ahnung warum. (Nein, es
war kein Innenlicht an).

Ich habe den Batterie 24h Stunden geladen, laut Ladegerät flossen nach
den 24h immer noch 2A in die Batterie.

Auto sprang an, aber nach drei sehr langsamen Umdrehungen (der Motor
scheint prinzipiell sehr gut anzuspringen, wenn er bei drei so müden
Umdrehungen überhaupt angeht).

Auch nach einer weiteren halben Stunde Fahrt sprang der Motor nach 5
Minuten Wartezeit so lala an.

Mal sehen, ob der Wagen heute Mittag wieder angeht....


Kann die Batterie durch einmal tiefentladen wirklich hinüber sein?

Gruß,
Martin

Sven Bötcher

unread,
Oct 11, 2010, 4:55:28 AM10/11/10
to
Am 11.10.2010 09:23, schrieb Martin Eckel:

> Kann die Batterie durch einmal tiefentladen wirklich hinüber sein?

Kommt drauf an, wie alt sie bereits ist. Deine ist noch recht jung.
Meine war 5 Jahre/120 TKM alt. Nach 3 Monaten krankheitsbedingter
Standpause habe ich gar nicht erst versucht, sie zu reanimieren und
direkt eine neue gekauft. Hast Du keinen Teilehändler, der so ein
spezielles Erhaltungs und Wiederbelebungs-Ladegerät hat. Garantie ist
nicht mehr auf dem Akku? Mein Exide-Akku hat AFAIR 3 Jahre.

Bye
Sven

Radbert Grimmig

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Oct 11, 2010, 6:14:56 AM10/11/10
to
Martin Eckel schrieb:

>Kann die Batterie durch einmal tiefentladen wirklich hinüber sein?

Wenn's von vornherein ein minderwertiges Modell war, und/oder ohnedies
schon etwas älter - durchaus.

Eine neue Moll oder ein ähnliches Qualitätsfabrikat, da braucht's
schon drei, vier Male.

--

Gruß
Radbert

Dietrich Clauss

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Oct 11, 2010, 9:39:09 AM10/11/10
to
Martin Eckel <martin...@t-online.de> wrote:
> Hallo,
>
> mein Auto wurde in letzter Zeit aus verschiedenen Gründen nicht viel
> bewegt. Trotzdem war vor einer Woche die Batterie noch so voll, daß der
> Wagen problemlos angesprungen ist.
>
> Die Batterie ist im Juli neu reingekommen, mit 74Ah.
>
> Samstag nun war die Batterie tot, total, keinen einzigen Mucks. Nicht
> einmal das Innenlicht hat noch geglimmt - keine Ahnung warum. (Nein, es
> war kein Innenlicht an).

Mh, das muß einen Grund haben, überprüfe mal nach Kriechströmen und
heimlich fressenden Verbrauchern.

> Ich habe den Batterie 24h Stunden geladen, laut Ladegerät flossen nach
> den 24h immer noch 2A in die Batterie.

War die Batterie zum Laden abgeklemmt? Wenn nicht, können Kriechströme
o.ä. schon einen Großteil des Ladestroms aufgebraucht haben. Aber auch
sonst ist die Batterie nach 24h Ladung noch längst nicht unbedingt voll.
Die tiefentladene Batterie braucht zunächst mal mehrere Minuten
(Stunden?), bis sie überhaupt nennenswert Strom aufnimmt. Dann steigt
der Ladestrom nach und nach bis zu dem Wert, den das Ladegerät maximal
bringt, dann fällt er langsam wieder ab. Der Wirkungsgrad beim Laden
ist besonders nach einer Tiefentladung miserabel, d.h. es müssen
wesentlich mehr "rein" als die 74Ah. Es kann also gut und gern sein,
daß die Batterie nach dieser Ladung noch nicht voll war.

> Auto sprang an, aber nach drei sehr langsamen Umdrehungen (der Motor
> scheint prinzipiell sehr gut anzuspringen, wenn er bei drei so müden
> Umdrehungen überhaupt angeht).
>
> Auch nach einer weiteren halben Stunde Fahrt sprang der Motor nach 5
> Minuten Wartezeit so lala an.
>
> Mal sehen, ob der Wagen heute Mittag wieder angeht....
>
>
> Kann die Batterie durch einmal tiefentladen wirklich hinüber sein?

Nein. Wirklicher Schaden entsteht erst, wenn sie mehrere Tage (Wochen)
tiefentladen herumsteht oder einfriert. Eine einfache Tiefentladung
kostet ein paar Prozent Kapazität und/oder Lebensdauer. Bei einer
ohnehin schon schwachen Batterie kann das den Ausschlag geben, aber
nicht bei einer 4 Monate alten, die vor einer Woche noch voll war.

Gruß,
- Dietrich

--
Viele Wege führen nach Rom, nur der Mittelweg falscher Kompromisse nicht.
- Arnold Schönberg -

Tom Schneider

unread,
Oct 11, 2010, 12:13:16 PM10/11/10
to
Sven Bötcher schrieb:

> Am 11.10.2010 09:23, schrieb Martin Eckel:
>
> ... Hast Du keinen Teilehändler, der so ein

> spezielles Erhaltungs und Wiederbelebungs-Ladegerät hat.

ALDI Süd, ab 18.10 für 17,99, mikroprozessorgesteuert.

Tom Schneider

unread,
Oct 11, 2010, 12:14:49 PM10/11/10
to
Martin Eckel schrieb:

> Ich habe den Batterie 24h Stunden geladen, laut Ladegerät flossen nach
> den 24h immer noch 2A in die Batterie.

3% der Nennkapazität, also 0,03·C. Nicht viel für eine Batterie.

Sven Bötcher

unread,
Oct 11, 2010, 12:22:37 PM10/11/10
to

Ob das was taugt? Bei uns auf der Arbeit steht ein Rettungswagen auf
"Reserve" und wird alle Jubelmonate mal bewegt. Trotzdem soll/muss er
für den Notfall immer einsatzbereit sein. Also hängt er auch an einem
speziellen "Batteriepfleggerät", mikroprozessorgesteuert. Das Ding soll
mehrere hundert Euro gekostet habe.

Bye
Sven

Peter Hendrik

unread,
Oct 11, 2010, 8:30:06 PM10/11/10
to

"Sven Bötcher" <svenwan...@yahoo.de> schrieb

> Ob das was taugt? Bei uns auf der Arbeit steht ein Rettungswagen auf
> "Reserve" und wird alle Jubelmonate mal bewegt. Trotzdem soll/muss er
> für den Notfall immer einsatzbereit sein. Also hängt er auch an einem
> speziellen "Batteriepfleggerät", mikroprozessorgesteuert. Das Ding
> soll mehrere hundert Euro gekostet habe.


man braucht nur ne Konstantspannungsladung, also nur eine
Spannungssteuerung, dann kann man den Akku immer voll halten

keine Hexerei

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bastian

unread,
Oct 12, 2010, 12:43:10 AM10/12/10
to
On 12 Okt., 07:30, "Peter Hendrik" <Peter.Hend...@yahoo.com> wrote:
.

> man braucht nur ne Konstantspannungsladung, also nur eine
> Spannungssteuerung, dann kann man den Akku immer voll halten

Mindestens bei Privatleuten gehts auch einfacher - bei mir zB

Hausnotstrombatterie 70 oder 60 AH


Ein kleines Netzteil, 1500 mA, einstellbar.
Auf -9 V- Leerlaufspannung ca 14,5 Volt.
Unter kl.Selbstentladung ca. 14,2 Volt.


Batterie immer voll, nicht überladbar damit.


Und bei Entnahme mit Spannungsrückgang geht der Ladestrom rauf.


MfG
bastian


achja, und kost fast nix und
läuft seit Jahren ohne Probleme


bastian

unread,
Oct 12, 2010, 12:45:24 AM10/12/10
to
On 11 Okt., 20:39, Dietrich Clauss <d...@clauss.dyndns.org> wrote:
>
> War die Batterie zum Laden abgeklemmt?  Wenn nicht, können Kriechströme
> o.ä. schon einen Großteil des Ladestroms aufgebraucht haben.  Aber auch
> sonst ist die Batterie nach 24h Ladung noch längst nicht unbedingt voll.
> Die tiefentladene Batterie braucht zunächst mal mehrere Minuten
> (Stunden?), bis sie überhaupt nennenswert Strom aufnimmt.  Dann steigt
> der Ladestrom nach und nach bis zu dem Wert, den das Ladegerät maximal
> bringt, dann fällt er langsam wieder ab.  Der Wirkungsgrad beim Laden
> ist besonders nach einer Tiefentladung miserabel, d.h. es müssen
> wesentlich mehr "rein" als die 74Ah.  Es kann also gut und gern sein,
> daß die Batterie nach dieser Ladung noch nicht voll war.
>

>


> Nein.  Wirklicher Schaden entsteht erst, wenn sie mehrere Tage (Wochen)
> tiefentladen herumsteht oder einfriert.  Eine einfache Tiefentladung
> kostet ein paar Prozent Kapazität und/oder Lebensdauer.  Bei einer
> ohnehin schon schwachen Batterie kann das den Ausschlag geben, aber
> nicht bei einer 4 Monate alten, die vor einer Woche noch voll war.
>

Find ich richtig gut und präzise beschrieben.

MfG
bastian

Tom Schneider

unread,
Oct 12, 2010, 4:48:37 AM10/12/10
to

Gute Frage ... nächste Frage.

Ich sehe da folgende Punkte:
Zum einen waren früher die Alternativen eher einfache Batteriebräter, heute
ist vermutlich die Mikroprozessorvariante günstiger.

Die Lkw-Batterien haben vermutlich höhere Kapazitäten und sind im Falle
eines Rettungswagens sicher auch auf zusätzliche Aufgaben dimensioniert, das
erfordert teurere Leistungselektronik.

Meine Meinung: Bei den wenig bekannten Herstellern dieser Geräte muss man eh
auf die Qualität vertrauen, weil wir Kunden wenig über die Technik und
Qualitätskriterien wissen. Und wenn man sowieso schon mal eins braucht, dann
nehm ich so eines, statt ohen dazustehen. Man muss ja auch mal den Preis in
relation zu einer (zu früh verstorbenen) Batterie sehen.

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