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Billig tanken in Iserlohn

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Dietmar Langenohl

unread,
Jan 12, 2008, 1:01:29 PM1/12/08
to

Michael Landenberger

unread,
Jan 12, 2008, 1:49:08 PM1/12/08
to
"Dietmar Langenohl" <die...@gmx.de> schrieb:

> <http://www.derwesten.de/nachrichten/ikz.html>
> <http://www.bild.t-online.de/BTO/news/leser-reporter/2008/01/12/tankstelle/benzin-billig.html#6>

[Tankstelle verkauft irrtümlich Kraftstoff für 3 Cent/Liter]

Es ist mir ein Rätsel, wieso der Tankstellenbedienstete (eine Aushilfe)
angesichts dieses offensichtlichen Fehlers nicht sofort alle Zapfsäulen
stillgelegt hat. Stattdessen hat er tausende Liter Sprit zum
Dumpingpreis verkauft und damit vermutlich einen weit größeren Schaden
angerichtet, als wenn er den Verkauf komplett gestoppt hätte.

Gruß

Michael

Frank Klatte

unread,
Jan 12, 2008, 2:03:49 PM1/12/08
to

Michael Landenberger schrieb:

> Es ist mir ein Rätsel, wieso der Tankstellenbedienstete (eine Aushilfe)
> angesichts dieses offensichtlichen Fehlers nicht sofort alle Zapfsäulen
> stillgelegt hat. Stattdessen hat er tausende Liter Sprit zum

Ich denke mal, das der Bedienstete (wird eh ein Student oder ähnliches
gewesen sein) gar nicht die Möglichkeit hatte die Zapfsäulen
stillzulegen. Der kann vermutlich max. versuchen irgendeinen
Verantwortlichen ans Telefon zu bekommen um ihn von dem Fehler zu
unterrichten.

Grüßle
Frank K.

--

**************************************************************************
Reiten: das Zwiegespräch zweier Körper und zweier
Seelen, das dahin zielt, den vollkommenen Einklang
zwischen ihnen herzustellen.
(Waldemar Seunig)
**************************************************************************

Ingo Bondmann

unread,
Jan 12, 2008, 3:00:04 PM1/12/08
to
Frank Klatte wrote:
> Ich denke mal, das der Bedienstete (wird eh ein Student oder ähnliches
> gewesen sein) gar nicht die Möglichkeit hatte die Zapfsäulen
> stillzulegen. Der kann vermutlich max. versuchen irgendeinen
> Verantwortlichen ans Telefon zu bekommen um ihn von dem Fehler zu
> unterrichten.

An jeder Tankstelle können die Zapfsäulen über die Kasse gesperrt werden
(auch selektiv pro Säule). Falls sich das System unglaublicherweise in
diesesem Moment aufhängen sollte, bleibt immer noch die Möglichkeit, die
Sicherungen für die Pumpen runterzudrücken.

Gruß Ingo


Dirk Schneider

unread,
Jan 12, 2008, 3:28:52 PM1/12/08
to
Frank Klatte schrieb am 12.01.2008 20:03:

> Ich denke mal, das der Bedienstete (wird eh ein Student oder ähnliches
> gewesen sein) gar nicht die Möglichkeit hatte die Zapfsäulen
> stillzulegen.

Alle Zapsäulen können gesperrt werden, das kriegen glaube ich sogar
Studenten noch hin. Sie müssen vorschriftsgemäß sogar gesperrt werden
können. Einmal gibt eine rein elektronische Sperrung über den Kassen-PC
und dann noch einen Not-Aus-Taster, der die komplette Säulentechnik
lahmlegt.

--
Viele Grüße / kind regards
Dirk Schneider

Wolfgang Krietsch

unread,
Jan 12, 2008, 5:26:05 PM1/12/08
to
Michael Landenberger wrote:

>"Dietmar Langenohl" <die...@gmx.de> schrieb:
>
>> <http://www.derwesten.de/nachrichten/ikz.html>
>> <http://www.bild.t-online.de/BTO/news/leser-reporter/2008/01/12/tankstelle/benzin-billig.html#6>
>
>[Tankstelle verkauft irrtümlich Kraftstoff für 3 Cent/Liter]
>
>Es ist mir ein Rätsel, wieso der Tankstellenbedienstete (eine Aushilfe)
>angesichts dieses offensichtlichen Fehlers nicht sofort alle Zapfsäulen
>stillgelegt hat.

ACK. Aber ich denke, die Nachricht "Tankstellenpächter erschlägt Aushilfe
mit Zapfpistole" dürfte nicht lange auf sich warten lassen.

Bye

woffi

--
Frauen sind für mich wie Elefanten. Ich sehe sie gern an,
aber ich würde keinen haben wollen.
- W.C. Fields

Frank Beelitz

unread,
Jan 12, 2008, 11:36:13 PM1/12/08
to
On Sat, 12 Jan 2008 19:49:08 +0100, "Michael Landenberger"
<spameim...@arcor.de> wrote:

>Es ist mir ein Rätsel, wieso der Tankstellenbedienstete (eine Aushilfe)
>angesichts dieses offensichtlichen Fehlers nicht sofort alle Zapfsäulen
>stillgelegt hat

Och, vielleicht hat der Chef ja vorher einen Spruch wie:
"Sie sollen nicht denken sondern arbeiten"
gebracht, oder die letzte Lohnabrechnung entsprach nicht dem was im
Vorstellungsgespräch vereinbart wurd.
Oder der Chef hätte etwas mehr zahlen sollen und dafür jemanden
einstellen der über etwas mehr IQ verfügt als ein Schwarzbrot.
Der Möglichkeiten gibt es da viele.

Gruss Frank

Wolfgang Arhelger

unread,
Jan 13, 2008, 3:37:05 AM1/13/08
to
On 13 Jan., 05:36, Frank Beelitz <pur...@online.de> wrote:
> On Sat, 12 Jan 2008 19:49:08 +0100, "Michael Landenberger"
>
> <spameimer052...@arcor.de> wrote:
> >Es ist mir ein Rätsel, wieso der Tankstellenbedienstete (eine Aushilfe)
> >angesichts dieses offensichtlichen Fehlers nicht sofort alle Zapfsäulen
> >stillgelegt hat
>
> Och, vielleicht hat der Chef ja vorher einen Spruch wie:
> "Sie sollen nicht denken sondern arbeiten"
> gebracht, oder die letzte Lohnabrechnung entsprach nicht dem was im
> Vorstellungsgespräch vereinbart wurd.
> Oder der Chef hätte etwas mehr zahlen sollen und dafür jemanden
> einstellen der über etwas mehr IQ verfügt als ein Schwarzbrot.
> Der Möglichkeiten gibt es da viele.
>
> Gruss Frank

Das letztere wird das wahrscheinlichste sein.... :-)))

Wolfgang

Wolfgang Krietsch

unread,
Jan 13, 2008, 3:43:19 AM1/13/08
to
Frank Beelitz wrote:

>Oder der Chef hätte etwas mehr zahlen sollen und dafür jemanden
>einstellen der über etwas mehr IQ verfügt als ein Schwarzbrot.
>Der Möglichkeiten gibt es da viele.

Ich frage mich nur, ob man in so einem Fall extremer Blödheit die Aushilfe
nicht zumindest zum Teil haftbar machen könnte?

Ich f'upp das mal zu den Experten ...

Hintergrund: bei einer Tankstelle in Iserlohn war aufgrund eines
Softwarefehlers Benzin eine Zeit lang für 3 ct/l zu haben - was etliche
Leute natürlich genutzt haben, und die Aushilfe (war nachts) hat fröhlich
weiter verkauft.

Hier der Bericht aus der Lokalpresse:

http://www.derwesten.de/nachrichten/ikz.html

Kann da die Aushilfe haftbar gemacht werden?

XP+f'up2 de.soc.recht.misc

Bye

woffi

--
Das Ende ist nah ... man unterhält sich im Usenet über meine Zeugung ...
-Laura Ohrndorf in de.alt.fan.aldi

Radbert Grimmig

unread,
Jan 13, 2008, 4:12:16 AM1/13/08
to
Wolfgang Krietsch schrieb:

>ACK. Aber ich denke, die Nachricht "Tankstellenpächter erschlägt Aushilfe
>mit Zapfpistole" dürfte nicht lange auf sich warten lassen.

Schwedentrunk! An der LKW-Säule! <GURGL>

--

Gruß
Radbert

Radbert Grimmig

unread,
Jan 13, 2008, 4:15:40 AM1/13/08
to
F'up ignoriert

Wolfgang Krietsch schrieb:

>Ich frage mich nur, ob man in so einem Fall extremer Blödheit die Aushilfe
>nicht zumindest zum Teil haftbar machen könnte?

Das könnte man in dem Moment, wo man herausfindet, wie man einem
nackten Mann in die Tasche packen kann.

Was glaubst Du wohl, was jemanden dazu bringen kann, diesen Job
überhaupt anzunehmen? Respektive wie viele Jahrzehnte der benötigt, um
damit einen Überschuss von zichtausend Euro zu erwirtschaften...

--

Gruß
Radbert

Ralf Koenig

unread,
Jan 13, 2008, 4:21:02 AM1/13/08
to
Wolfgang Krietsch schrieb:

> Hintergrund: bei einer Tankstelle in Iserlohn war aufgrund eines
> Softwarefehlers Benzin eine Zeit lang für 3 ct/l zu haben - was
> etliche Leute natürlich genutzt haben, und die Aushilfe (war nachts)
> hat fröhlich weiter verkauft.
>
> Hier der Bericht aus der Lokalpresse:
>
> http://www.derwesten.de/nachrichten/ikz.html

>> Wie eine Mitarbeiterin der Betreiberfirma auf unsere Anfrage hin
>> mitteilte, handelte es sich bei dem unfreiwilligen „Sonderangebot” um
>> die Folge eines Software-Fehlers im Steuerungssystem der Tankstelle.

> Kann da die Aushilfe haftbar gemacht werden?

Und welche Schuld entfällt auf den Softwarehersteller?

Ralf

Message has been deleted

Wolfgang Krietsch

unread,
Jan 13, 2008, 12:52:37 PM1/13/08
to
Radbert Grimmig wrote:

>F'up ignoriert

Warum? Was hat das noch mit Autos zu tun?

>Das könnte man in dem Moment, wo man herausfindet, wie man einem
>nackten Mann in die Tasche packen kann.
>
>Was glaubst Du wohl, was jemanden dazu bringen kann, diesen Job
>überhaupt anzunehmen? Respektive wie viele Jahrzehnte der benötigt, um
>damit einen Überschuss von zichtausend Euro zu erwirtschaften...

Ja, ist mir klar. Aber seine derzeitige Mitellosigkeit hat nichts damit zu
tun, ob er haftbvar ist - und er muss ja nicht ewig mittellos bleiben.

Bye

woffi

--
Man is the only animal that blushes. Or needs to.
- Mark Twain

Harald Hengel

unread,
Jan 13, 2008, 3:14:48 PM1/13/08
to
Wolfgang Arhelger schrieb:

>> Och, vielleicht hat der Chef ja vorher einen Spruch wie:
>> "Sie sollen nicht denken sondern arbeiten"

> Das letztere wird das wahrscheinlichste sein.... :-)))

Ersteres halt ich für viel Wahrscheinlicher.

Überheblicher Chef und nun wird gemacht was er gesagt hat, mit aller
Konsequenz. :-)

Harald
--
Für eine korrekte Antwortadresse den Bindestrich entfernen.


Peter Sieker

unread,
Jan 14, 2008, 1:39:41 AM1/14/08
to

"Harald Hengel" <raldo-...@freenet.de> schrieb

>
> Überheblicher Chef und nun wird gemacht was er gesagt hat, mit aller
> Konsequenz. :-)

Das kann man drehen wie man will, diese Aushilfe die das nicht bemerkt
haben will, ist strunzdumm oder hat sich sogar strafbar gemacht.

Gibt es hier einem dem das nicht aufgefallen wäre,
- wenn alle nur für 1-2 Euro tanken?
- es sich draussen ein Verkehrschaos mitten in der Nacht bildet?
- wenn hunderte von Tankkunden mit einem Grinsen auf dem Gesicht bezahlen?

Das ist für mich absolut unentschuldbar.

Wolfgang Arhelger

unread,
Jan 14, 2008, 10:27:26 AM1/14/08
to
On 14 Jan., 08:39, "Peter Sieker" <inva...@invalid.invalid> wrote:
> "Harald Hengel" <raldo-nos...@freenet.de> schrieb

Wobei wir wieder am Punkt wären:
Gute Leute sind teuer,
schlechte Leute unbezahlbar......

Grüsse
Wolfgang

Otto Adam

unread,
Jan 14, 2008, 1:05:15 PM1/14/08
to
Peter Sieker schrieb:

> Das ist für mich absolut unentschuldbar.

Fuer mich schon. Wenn es denn wirklich so waere und der Chef haette die
daemliche Aussage "Sie sollen arbeiten, nicht denken" getaetigt, dann
ist er IMO selber schuld.

Wer auf unfaehige nixchecker als Mitarbeiter steht, soll bitte auch mit
den Konsequenzen fertig werden.

mfg
otto

Gerald Gruner

unread,
Jan 14, 2008, 6:25:23 PM1/14/08
to
Peter Sieker schrieb am Mon, 14 Jan 2008:

> "Harald Hengel" <raldo-...@freenet.de> schrieb
> >
> > Überheblicher Chef und nun wird gemacht was er gesagt hat, mit aller
> > Konsequenz. :-)
>
> Das kann man drehen wie man will, diese Aushilfe die das nicht bemerkt
> haben will, ist strunzdumm oder hat sich sogar strafbar gemacht.

Große Worte...

> Gibt es hier einem dem das nicht aufgefallen wäre,
> - wenn alle nur für 1-2 Euro tanken?
> - es sich draussen ein Verkehrschaos mitten in der Nacht bildet?
> - wenn hunderte von Tankkunden mit einem Grinsen auf dem Gesicht bezahlen?
>
> Das ist für mich absolut unentschuldbar.

Eigentlich schon.

Uneigentlich *könnten* allerdings ein paar Faktoren zusammenkommen:
- vielleicht war die Aushilfe sehr schlecht angelernt.
- vielleicht war sie auch nicht gerade die Schlaueste.
- vielleicht hat der Chef wirklich solche Sprüche wie oben gebracht.
- vielleicht hat er ihr sogar ausdrücklich _verboten_ abzuschalten
("Finger weg von diesem Hauptschalter, außer wenn es brennt...")
- vielleicht, vielleicht, vielleicht, vielleicht ...

Außerdem gibt es Menschen, die fürchterlich schlecht Entscheidungen
fällen können, in der Angst, eine *falsche* Entscheidung zu treffen,
je weniger die in ihr Schema passen und je größer der Stress, umso
schlechter. Man blockiert sich da u.U. selbst.
Und dann ist bei manchen der Glaube an die Unfehlbarkeit von Maschinen
(incl. zentral ferngesteuerter(!) Preisanzeigen und Computerkassen)
unerschütterlich. Schau einfach mal irgendeine "Versteckte Kamera" an
und wundere dich, wie weit sich manche von einer Stimme aus einem
"Automaten" leiten lassen.

Und von einer kaum angelernten Verkäuferin zu erwarten, den Verkauf
eigenmächtig einzustellen, ist für die (meist technikaffinen, oft gut
ausgebildeten oder studierten) Schreiber hier vielleicht
selbstverständlich, für eine arme Verkäuferin am Rande eines
Nervenzusammenbruchs und belagert von dutzenden Kunden ist das bei
weitem nicht so leicht.
Ich würde mich nicht wundern, wenn sie versucht hätte, ihren Chef oder
sonst jemand Entscheidungsfähigen telefonisch zu erreichen, das aber
in der Nacht nicht geklappt hat, und sie sich nru darauf konzentriert
hat. So eine Art Tunnelblick...

Man mag als Außenstehender leicht den Kopf schütteln, aber seid mal in
einer Stresssituation, die euch über den Kopf wächst, und schau, wie
dämlich ihr euch da verhaltet. Es haben sich schon manche z.B. nach
einem Verkehrsunfall gewundert, was für einen Unsinn sie danach
getrieben haben.


MfG
Gerald


PS: Es kann natürlich sein, dass die Kassiererin dumm wie Bohnenstroh
war und/oder dem Chef bewußt eins auswischen wollte und sich dachte:
"Ist ja nicht mein Geld..."


--
No trees were killed in the sending of this message. However
a large number of electrons were terribly inconvenienced.

Otto Adam

unread,
Jan 14, 2008, 7:07:53 PM1/14/08
to
But will it be the same with
a king, and will he be happier in the pursuit of these idle amusements than
in the contemplation of his greatness? And what more satisfactory object
could be presented to his mind? Would it not be a deprivation of his delight
for him to occupy his soul with the thought of how to adjust his steps to
the cadence of an air, or of how to throw a ball skilfully, instead of
leaving it to enjoy quietly the contemplation of the majestic glory which
encompasses him? Let us make the trial; let us leave a king all alone to
reflect on himself quite at leisure, without any gratification of the
senses, without any care in his mind, without society; and we will see that
a king without diversion is a man full of wretchedness. So this is carefully
avoided, and near the persons of kings there never fail to be a great number
of people who see to it that amusement follows business, and who watch all
the time of their leisure to supply them with delights and games, so that
there is no blank in it. In fact, kings are surrounded with persons who are
wonderfully attentive in taking care that th


Harald Hengel

unread,
Jan 14, 2008, 10:32:54 PM1/14/08
to
Otto Adam schrieb:

> Wer auf unfaehige nixchecker als Mitarbeiter steht, soll bitte auch
> mit den Konsequenzen fertig werden.

Genau das.

Harald Hengel

unread,
Jan 14, 2008, 10:32:07 PM1/14/08
to
Peter Sieker schrieb:

> Das kann man drehen wie man will, diese Aushilfe die das nicht
bemerkt
> haben will, ist strunzdumm oder hat sich sogar strafbar gemacht.

Was hat strunzdumm mit dem Befolgen klarer und eindeutiger Anweisungen
zu tun?

> Gibt es hier einem dem das nicht aufgefallen wäre,
> - wenn alle nur für 1-2 Euro tanken?

Und?
Wenn die Anweisung lautet genau das zu kassieren was die Technik
vorgibt?

> - es sich draussen ein Verkehrschaos mitten in der Nacht bildet?
> - wenn hunderte von Tankkunden mit einem Grinsen auf dem Gesicht
> bezahlen?

Wen interessiert das schon, wenn der Chef angewiesen hat genau so zu
verfahren.

> Das ist für mich absolut unentschuldbar.

Stimmt, den Chef sollte man hängen.

Die genaue Sachlage kennen wir nicht, die Gründe warum der Mitarbeiter
zu dem Preis verkauft hat ebensowenig, daher halte ich einer
Verurteilung des MA für nicht angmessen. Vielleicht hatte er einen
sehr guten Grund so zu handeln.

Peter Sieker

unread,
Jan 15, 2008, 5:08:24 PM1/15/08
to

"Harald Hengel" <raldo-...@freenet.de> schrieb im Newsbeitrag news:fmihkl$rgb$02$1...@news.t-online.com...

> Peter Sieker schrieb:
>
>> Das kann man drehen wie man will, diese Aushilfe die das nicht
> bemerkt
>> haben will, ist strunzdumm oder hat sich sogar strafbar gemacht.
>
> Was hat strunzdumm mit dem Befolgen klarer und eindeutiger Anweisungen
> zu tun?


Was für eindeutige Anweisungen?
Das sind doch lediglich Vermutungen, oder gibt es dafür einen Beleg?

Frank Klatte

unread,
Jan 15, 2008, 5:42:45 PM1/15/08
to

Peter Sieker schrieb:

> Was für eindeutige Anweisungen?
> Das sind doch lediglich Vermutungen, oder gibt es dafür einen Beleg?

In d.s.r.misc wurde die "Auflösung" gepostet... die Angestellte hat wohl
versucht den Chef zu erreichen und ihn irgendwann auch erreicht. Der hat
dann aus dem Urlaub raus noch in der Nacht via Laptop die Preise
korrigiert. Zuvor hatte die Angestellte die Tankstelle aber mit
Zuhilfenahmen der Polizei schließen lassen. Der Schaden wird wohl auch
von einer Versicherung übernommen.

Harald Hengel

unread,
Jan 15, 2008, 7:12:37 PM1/15/08
to
Frank Klatte schrieb:

> Zuvor hatte die Angestellte die Tankstelle aber mit
> Zuhilfenahmen der Polizei schließen lassen. Der Schaden wird wohl
auch
> von einer Versicherung übernommen.

Unklar bleibt, warum sie nicht den Notschalter betätigt hat.

Harald Hengel

unread,
Jan 15, 2008, 7:11:19 PM1/15/08
to
Peter Sieker schrieb:

>>> Das kann man drehen wie man will, diese Aushilfe die das nicht
>>> bemerkt
>>> haben will, ist strunzdumm oder hat sich sogar strafbar gemacht.
>>
>> Was hat strunzdumm mit dem Befolgen klarer und eindeutiger
>> Anweisungen zu tun?
>
>
> Was für eindeutige Anweisungen?
> Das sind doch lediglich Vermutungen, oder gibt es dafür einen Beleg?

Stimmt.
Und welche Belege hast für strunzdumm?

Keine!

Also alles Spekulation.

Ich halte die Annahme, der MA hat aus Dummheít so gehandelt für
strunzdumm.
Selbst habe ich genügend Führungskräfte erlebt, die Anweisungen geben
die letztlich zu solchem Verhalten führen.

Wolfgang Arhelger

unread,
Jan 16, 2008, 9:11:05 AM1/16/08
to

"Strunzdumm" ist zum Beispiel, wenn man die Zufahrten
zur Tanke nicht absperrt.
Z.B. Auto quer stellen, Schild "Außer Betrieb" an die Säulen
heftet,....
Es gibt unzählige Möglichkeiten, das zu verhindern.
Diese(r) Angestellte IST Strunzdumm!

Grüsse
Wolfgang

Thomas Kramer

unread,
Jan 16, 2008, 10:07:58 AM1/16/08
to

"Wolfgang Arhelger" <w.arh...@onlinehome.de> schrieb im Newsbeitrag
news:6095c3d8-75f2-4b25...@i3g2000hsf.googlegroups.com...

<"Strunzdumm" ist zum Beispiel, wenn man die Zufahrten
<zur Tanke nicht absperrt.
<Z.B. Auto quer stellen, Schild "Außer Betrieb" an die Säulen
<heftet,....
<Es gibt unzählige Möglichkeiten, das zu verhindern.
<Diese(r) Angestellte IST Strunzdumm!
<Grüsse
<Wolfgang

Gefeuert! Die Traumfrau aller Autofahrer

Iserlohn - Für diese Frau legten Deutschlands Autofahrer eine Vollbremsung
hin!
Ihr Name: Britta FXXX (20).
Ihr Job: Tankstellen-Angestellte.

Sie hatte Nachtschicht an einer bft-Tankstelle in Iserlohn (NRW). Da
änderten sich durch einen Computerfehler plötzlich die Spritpreise.
Der Liter kostete nur noch drei Cent (BILD berichtete). Die Kunden rannten
Britta die Bude ein.

Jetzt wurde die Traumfrau aller Autofahrer gefeuert!

Was in der Nacht passierte: "Ich kam gegen 23.20 Uhr zur Tankstelle", sagt
Britta. "Meine Kollegin war noch da, machte die Abrechnung. Kurz nach 24 Uhr
kam ein Zettel aus der Kasse, auf dem eine Preisänderung vermerkt war. Eine
Nachricht aus der Zentrale, dass Benzin, Super, Super Plus und Diesel 3 Cent
kosten. Wir haben uns gewundert, dachten, dass noch eine Korrektur kommt.
Aber nichts passierte."

Dann: "Wir haben auf die Anzeigen der Zapfsäulen und auf die Preistafel
geguckt - überall stand 3 Cent. Wir dachten, das wird dann wohl stimmen."

Eine halbe Stunde später entdeckten Autofahrer den Billig-Sprit. "Einige
fuhren langsamer, drehten, kamen zurück. Andere machten gleich 'ne
Vollbremsung. Im Nu hatte sich der Preis rumgesprochen, an den Zapfsäulen
war die Hölle los. Erst gegen drei Uhr kam die Polizei, sperrte die
Tankstelle ab und schickte die Leute nach Hause", sagt die Angestellte.

Etwa 10 000 Euro Verlust verbuchte die Tankstelle in den drei
Billig-Sprit-Stunden. Britta und ihre Kollegin kostete es den Job.

Die Begründung der Pächterin: "So was wie euch können wir nicht gebrauchen!"

Schade eigentlich ...


Dirk Schneider

unread,
Jan 16, 2008, 12:10:57 PM1/16/08
to
Thomas Kramer schrieb am 16.01.2008 16:07:

> Was in der Nacht passierte: "Ich kam gegen 23.20 Uhr zur Tankstelle", sagt
> Britta. "Meine Kollegin war noch da, machte die Abrechnung. Kurz nach 24 Uhr
> kam ein Zettel aus der Kasse, auf dem eine Preisänderung vermerkt war. Eine
> Nachricht aus der Zentrale, dass Benzin, Super, Super Plus und Diesel 3 Cent
> kosten. Wir haben uns gewundert, dachten, dass noch eine Korrektur kommt.
> Aber nichts passierte."

Spätestens hier hätte man wenigstens mal wachsam werden können.


> Dann: "Wir haben auf die Anzeigen der Zapfsäulen und auf die Preistafel
> geguckt - überall stand 3 Cent. Wir dachten, das wird dann wohl stimmen."

Alles klar ...


> Etwa 10 000 Euro Verlust verbuchte die Tankstelle in den drei
> Billig-Sprit-Stunden. Britta und ihre Kollegin kostete es den Job.
> Die Begründung der Pächterin: "So was wie euch können wir nicht gebrauchen!"

Da kam eben im Radio eine Richtigstellung. Das war wohl der erste
Wutausbruch, aber sie hat sich später entschuldigt und die Angestellte
könne natürlich weiterhin dort arbeiten.

Ich werde jetzt nicht gleich "dumm" etc. sagen, denn von hier am PC
lässt sich sowas immer leicht schreiben und man selber macht ja auch nie
Fehler ... Diese Sitation dort war selbstverständlich eine absolut
seltene und stressige Ausnahmesituation, trotzdem ist es für mich nicht
nachvollziehbar, dass da erst nach 3 Stunden reagiert wurde.

Alleine den Preis von 3 Ct. ernst zu nehmen und kommentarlos erst mal
abkzukassieren, lässt mich etwas am klaren Verstand zweifeln. Die hätte
zumindest mal an kompetenter Stelle nachfragen müssen.

Und beim kleinsten Zweifel auf jeden Fall erst mal die Säulen stillegen
und die Tanke schließen. Alles weitere hätte sie dann in aller Ruhe
klären können.

Gruß Dirk.

--
Autobahn geht gar nicht!

Rainer Banholzer

unread,
Jan 16, 2008, 12:22:16 PM1/16/08
to
"Dirk Schneider" <spam_...@gmx.de> schrieb:

> Alleine den Preis von 3 Ct. ernst zu nehmen und kommentarlos erst mal
> abkzukassieren, lässt mich etwas am klaren Verstand zweifeln. Die hätte
> zumindest mal an kompetenter Stelle nachfragen müssen.

Haben die da kein Telefon? Also doch strunzdumm ;o)

Jochen Walerka

unread,
Jan 16, 2008, 3:04:19 PM1/16/08
to
On 12 Jan., 23:26, Wolfgang Krietsch <woff...@nurfuerspam.de> wrote:
>
> ACK. Aber ich denke, die Nachricht "Tankstellenpächter erschlägt Aushilfe
> mit Zapfpistole" dürfte nicht lange auf sich warten lassen.

s/erschlägt/erschiesst/

SCNR

Jo

Harald Hengel

unread,
Jan 16, 2008, 11:48:05 AM1/16/08
to
Thomas Kramer schrieb:

> Etwa 10 000 Euro Verlust verbuchte die Tankstelle in den drei
> Billig-Sprit-Stunden. Britta und ihre Kollegin kostete es den Job.
>
> Die Begründung der Pächterin: "So was wie euch können wir nicht
> gebrauchen!"
>
> Schade eigentlich ...

Tja, das erhärtet meinen Verdacht, dass Weisungen gab, welche zu dem
Verhalten geführt hat. :-)
Vermutlich sind sie nicht einmal traurig den schlecht bezahlten Job
los zu sein.

Harald Hengel

unread,
Jan 16, 2008, 11:44:37 AM1/16/08
to
Wolfgang Arhelger schrieb:

> "Strunzdumm" ist zum Beispiel, wenn man die Zufahrten
> zur Tanke nicht absperrt.
> Z.B. Auto quer stellen, Schild "Außer Betrieb" an die Säulen
> heftet,....
> Es gibt unzählige Möglichkeiten, das zu verhindern.
> Diese(r) Angestellte IST Strunzdumm!

Struntzdumm ist wer ohne zu denken schreibt.

Die Angestellte soll bei vollem Verkaufraum diesen verlassen, sich
irgendwo ein Auto besorgen, welches sie querstellen kann, alternativ
irgendwo Absperrband besorgen und alles andere was zum Absperren nötig
íst?

Wie wenig denkst du, bevor du deine Postingst ablässt?

Wir wissen nicht, warum sie die Säulen nicht abgestellt hat,
üblicherweise können die Säulen vom Verkaufsraum geschaltet werden.
Möglicherweise gab es ein Weisung, dass die Tankstelle auf jeden Fall
offen zu halten ist, weil es eine mit hohen Konventionalstrafen
belegte vertragliche Bindung bezüglich der Öffnungszeiten gibt.

Ohne Hintergründe zu kennen so zu urteilen wie du, zeigt deutlich wer
hier struntzdumm ist.

Peter Sieker

unread,
Jan 16, 2008, 5:11:09 PM1/16/08
to

"Harald Hengel" <raldo-...@freenet.de> schrieb

>
> Die Angestellte soll bei vollem Verkaufraum diesen verlassen, sich
> irgendwo ein Auto besorgen, welches sie querstellen kann, alternativ
> irgendwo Absperrband besorgen und alles andere was zum Absperren nötig
> íst?
>
> Wie wenig denkst du, bevor du deine Postingst ablässt?

Wie die Auflösung ja inzwischen ergeben hat, war die erste halbe Stunde kein
Mensch im Verkaufsraum.

Im übrigen habe ich während des Studiums an einer Tankstelle
an der Kasse gejobt, und jede Tankstelle hat direkt an der
Kasse einen Notausknopf.

Und glaube mir, den hätte ich ohne Frage gedrückt, und zwar genau
in dem Moment wo der erste Wagen vor der Zapfsäule gehalten
hätte.

Harald Hengel

unread,
Jan 16, 2008, 8:03:21 PM1/16/08
to
Dirk Schneider schrieb:

> Diese Sitation dort war selbstverständlich eine absolut
> seltene und stressige Ausnahmesituation, trotzdem ist es für mich
> nicht nachvollziehbar, dass da erst nach 3 Stunden reagiert wurde.

Für mich auch nicht, daher ja auch mein Verdacht, dass es spezielle
Weisungen gab die eine Entscheidung eifach dicht zu machen nicht
zuliessen.
Laut Berichterstattung wurde der Inhaber ja auch angerufen, war wohl
nicht sofort erreichbar.

> Alleine den Preis von 3 Ct. ernst zu nehmen und kommentarlos erst
mal
> abkzukassieren, lässt mich etwas am klaren Verstand zweifeln. Die
> hätte zumindest mal an kompetenter Stelle nachfragen müssen.

Als meine Tochter vor ein paar Jahren Aushilfe an einer Tankstelle
machte, wurde ihr das System erklärt und fertig. Eine Rufnummer für
den Fall der Falles hat sie sich erst erfragen müssen.
Sie wurde angestellt, eine andere Aushilfe hat sie angelernt........

> Und beim kleinsten Zweifel auf jeden Fall erst mal die Säulen
> stillegen und die Tanke schließen. Alles weitere hätte sie dann in
> aller Ruhe klären können.

Stimmt, aber für erscheint es offensichtlich, dass es Anweisungen gab
die dieses nicht zuliessen.
(Vertragsstrafe bei Nichteinhalten der Öffnungszeiten z.B. zwischen
Mineralölgesellschaft und Pächter)

Harald Hengel

unread,
Jan 16, 2008, 8:04:50 PM1/16/08
to
Rainer Banholzer schrieb:

>> Alleine den Preis von 3 Ct. ernst zu nehmen und kommentarlos erst
mal
>> abkzukassieren, lässt mich etwas am klaren Verstand zweifeln. Die
>> hätte zumindest mal an kompetenter Stelle nachfragen müssen.
>
> Haben die da kein Telefon? Also doch strunzdumm ;o)

Strunzdumm vielleicht der Chef, der keine Rufnummer hinterlassen hat.
Setz dich hin und mach mal ist in dem Gewerbe nicht so ungewöhnlich.

Harald Hengel

unread,
Jan 16, 2008, 8:16:51 PM1/16/08
to
Peter Sieker schrieb:

> Und glaube mir, den hätte ich ohne Frage gedrückt, und zwar genau
> in dem Moment wo der erste Wagen vor der Zapfsäule gehalten
> hätte.

Auch wenn du klare Anweisung gehabt hättest, auf keinen Fall die
Tankstelle zu schliessen, weil vertragliche Vereinbarungen hohe
Vertragsstrafen nach sich ziehen.
Auch wenn man die klar gesagt hat, das Preissystem arbeitet
automatisch und du hast dich daran zu halten.

Klar, man greift als erstes zum Telefon, falls man eine Nummer für
einen Ansprechpartner hat.
Hier können auch struntzdumme Arbeitsanweisungen zu dem Verhalten
geführt haben.

Radbert Grimmig

unread,
Jan 17, 2008, 2:10:55 AM1/17/08
to
Peter Sieker schrieb:

>Kasse einen Notausknopf.
>
>Und glaube mir, den hätte ich ohne Frage gedrückt, und zwar genau
>in dem Moment wo der erste Wagen vor der Zapfsäule gehalten
>hätte.

Kann sich genau so gut zum Kündigungsgrund entwickeln - könnte ja eine
teuer beworbene Marketing-Aktion eures Ölkonzerns sein, und
ausgerechnet in DIESER Zeit hältst DU die Kunden draußen.

--

Gruß
Radbert

Erhard Schwenk

unread,
Jan 17, 2008, 2:41:32 AM1/17/08
to

Und damit im Zweifelsfall wirklich einen Kündigungsgrund geliefert.

Die Tankstellenangestellte ist weder für die Preisgestaltung zuständig
noch für deren Überwachung. Warum sollte sie also auf eine bloße
Preisänderung überhaupt irgendwie reagieren dürfen?

Ok, eine intelligente Angestellte hätte eventuell mal zum Telefonhörer
gegriffen und nachgefragt. Aber wir kennen die Situation nicht.
Möglicherweise wurde sie wenige Tage vorher wegen einer ähnlichen
Nachfrage von einem emotionalen Vorgesetzten zusammengefaltet. Sowas
gibts durchaus öfters. Vielleicht war auch einfach niemand erreichbar.

Gefeuert werden müssen hier aber andere Leute, nämlich die, deren
Aufgabe es ist, den Verkaufspreis festzulegen und an den Markt zu
übermitteln. Die Angestellte vor Ort dafür zu treten, daß sie ihren Job
gemacht und sich nicht um die Aufgaben anderer Leute gekümmert hat, ist
zumindest so lange unredlich, wie man in anderen Situationen gegenüber
kritischen Fragen genau damit argumentiert (und das passiert nun
wirklich ständig).

--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-Württemberg - http://www.akkordeonjugend.de/
APAYA running System - http://www.apaya.net/

Erhard Schwenk

unread,
Jan 17, 2008, 2:46:24 AM1/17/08
to
Harald Hengel wrote:
> Dirk Schneider schrieb:

>> Und beim kleinsten Zweifel auf jeden Fall erst mal die Säulen
>> stillegen und die Tanke schließen. Alles weitere hätte sie dann in
>> aller Ruhe klären können.

> Stimmt, aber für erscheint es offensichtlich, dass es Anweisungen gab
> die dieses nicht zuliessen.
> (Vertragsstrafe bei Nichteinhalten der Öffnungszeiten z.B. zwischen
> Mineralölgesellschaft und Pächter)

Mit dem Stillegen der Tankstelle wäre ich als kleiner Angestellter da
_sehr_ vorsichtig, denn das könnte ziemlich schnell als unmittelbarer
Angriff auf den Geschäftsbetrieb ausgelegt werden. Für sowas muß man
schon extrem trifige Gründe haben (z.B. unmittelbare Brandgefahr o.ä.).

Die Preisgestaltung und -überwachung ist wohl kaum Aufgabe des
Kassenpersonals. Den Betrieb komplett lahmzulegen aufgrund einer
Tatsache, die gar nicht im ausdrücklich zugewiesenen Aufgabengebiet des
Mitarbeiters liegt, das haben die sich sehr zurecht gut überlegt.

Wolfgang Arhelger

unread,
Jan 17, 2008, 3:10:40 AM1/17/08
to

Das ist dummes Geschwafel!
Du hast als Angestellter, egal welcher Coleur,
finanziellen Schaden von der dich beschäftigenden
Firma fern zu halten.
Wenn es beabsichtigt gewesen wäre, z. B. eine Werbekampagne
o.ä. zu starten, dann mit tödliche Sicherheit nicht nächtens,
nicht während der Besitzer im Urlaub ist, nicht während
kein Entscheidungsträger vor Ort ist.
Du verteidigst hier offensichtliches Versagen einer Angestellten.
KEIN Mensch in D wird ernsthaft glauben, dass ein
Mineralölkonzern Sprit für 3 Ct abgibt.
Im Zweifel kann man auch den Konzern selbst anrufen.
Ich bleibe dabei:
Im Zweifelsfalle, wenn kein Ausschalter funktionieren sollte,
Verkaufsraum absperren, Schilder an Zapfsäulen hängen und gut is'.
Aber mehrere Stunden Sprit verschenken...... ne...
Strunzdumm, genau das und nichts anderes.

Grüsse
Wolfgang

Dietmar Langenohl

unread,
Jan 17, 2008, 5:35:16 AM1/17/08
to
Radbert Grimmig <gri...@cityweb.de> schrieb:


>Kann sich genau so gut zum Kündigungsgrund entwickeln - könnte ja eine
>teuer beworbene Marketing-Aktion eures Ölkonzerns sein, und
>ausgerechnet in DIESER Zeit hältst DU die Kunden draußen.

Ja, die Angestellten haben sich möglicherweise nur darüber gewundert,
daß der Chef sie nicht vorab über die "Happy Hour"-Aktion informiert
hat. ;-)

Dietmar

Wolfgang Arhelger

unread,
Jan 17, 2008, 7:34:38 AM1/17/08
to
On 16 Jan., 17:44, "Harald Hengel" <raldo-nos...@freenet.de> wrote:
> Wolfgang Arhelger schrieb:
>
> > "Strunzdumm" ist zum Beispiel, wenn man die Zufahrten
> > zur Tanke nicht absperrt.
> > Z.B. Auto quer stellen, Schild "Außer Betrieb" an die Säulen
> > heftet,....
> > Es gibt unzählige Möglichkeiten, das zu verhindern.
> > Diese(r) Angestellte IST Strunzdumm!
>
> Struntzdumm ist wer ohne zu denken schreibt.
>

Richtig!

> Die Angestellte soll bei vollem Verkaufraum diesen verlassen, sich
> irgendwo ein Auto besorgen, welches sie querstellen kann, alternativ
> irgendwo Absperrband besorgen und alles andere was zum Absperren nötig
> íst?
>
> Wie wenig denkst du, bevor du deine Postingst ablässt?

Ich denke!
Das hat nichts mit Quantität, sondern eher etwas
mit Qualität zu tun.


>
> Wir wissen nicht, warum sie die Säulen nicht abgestellt hat,
> üblicherweise können die Säulen vom Verkaufsraum geschaltet werden.
> Möglicherweise gab es ein Weisung, dass die Tankstelle auf jeden Fall
> offen zu halten ist, weil es eine mit hohen Konventionalstrafen
> belegte vertragliche Bindung bezüglich der Öffnungszeiten gibt.

Aber Du meinst, irgendwelche abstrusen Szenarien
entwerfen zu können, nur um "dagegen" zu sein.
Das nächste, was kommen mag, ist: Es hat zwar die ganze
Hütte gebrannt, aber Vertrag ist Vertrag"
Du kennst die sogenannte "Salvatorische Klausel"?
Ich glaube mal nicht!

>
> Ohne Hintergründe zu kennen so zu urteilen wie du, zeigt deutlich wer
> hier struntzdumm ist.

Nö, Lebenserfahrung und 25 Jahre Freiberuflichkeit.


Grüsse
Wolfgang

Radbert Grimmig

unread,
Jan 17, 2008, 8:06:31 AM1/17/08
to
Dietmar Langenohl schrieb:

>>ausgerechnet in DIESER Zeit hältst DU die Kunden draußen.
>
>Ja, die Angestellten haben sich möglicherweise nur darüber gewundert,
>daß der Chef sie nicht vorab über die "Happy Hour"-Aktion informiert
>hat. ;-)

Bei einem Ich-Scheff-Du-Nix, der nicht mal telefonisch erreichbar ist
("Wozu hab ich die Blassbirnen denn eingestellt? Damit DIE sich statt
meiner die Nacht um die Ohren schlagen!") fänd ich das nicht unbedingt
verwunderlich.

--

Gruß
Radbert

Wolfgang Arhelger

unread,
Jan 17, 2008, 10:36:56 AM1/17/08
to

Ein Geschäft kann man nicht während der Nachtstunden führen.
Man könnte die Aufgaben der Mitarbeiter zeitgleich kontrollieren,
wäre aber dann wahrscheinlich morgens zu müde,
um dem Tagesgeschäft nachzugehen.
Auch Scheffe braucht Schlaf und (seltener) mal Urlaub.
Mit der von dir geäusserten Einstellung wird man noch
nicht mal Vorarbeiter oder Schichtleiter.
Wenn Scheffe auch nachts permanent erreichbar wäre,
dann könnte er die delegierte Arbeit gleich selbst machen.
Selbst das kleinste Licht im Betrieb sollte sich seiner
Verantwortung dem Unternehmen gegenüber bewusst sein.
Mit LmaA-Gedanken festigt man halt keinen Arbeitsplatz.
Natürlich gibt es auch andere Fälle, NOKIA zeigt es gerade :-(
Aber wir sprachen von einem kleinen Unternehmen und
nicht von einem Weltkonzern, der nur den Interessen
der Aktionäre unterworfen ist.

Grüsse
Wolfgang

Peter Sieker

unread,
Jan 17, 2008, 2:07:41 PM1/17/08
to

"Harald Hengel" <raldo-...@freenet.de>

>
> Auch wenn du klare Anweisung gehabt hättest, auf keinen Fall die
> Tankstelle zu schliessen, weil vertragliche Vereinbarungen hohe
> Vertragsstrafen nach sich ziehen.

Das ist merkwürdif was Du alles für Argumente aus dem Hut ziehst.

Die Tatsachen sind doch schon lange berkannt.

Der Chef ist ein Chefin, und es gab weder beleidigende Anweisungen
noch Vertragsstrafen, noch die anderen Phantasievollen Begründungen.

Es waren 2 Mädchen im Shop und sie waren überfordert
mit der Situation, was nicht für die Mädchen spricht.

Peter Sieker

unread,
Jan 17, 2008, 2:13:29 PM1/17/08
to

"Erhard Schwenk" <esch...@fto.de> schrieb

>>
>> Und glaube mir, den hätte ich ohne Frage gedrückt, und zwar genau
>> in dem Moment wo der erste Wagen vor der Zapfsäule gehalten
>> hätte.
>
> Und damit im Zweifelsfall wirklich einen Kündigungsgrund geliefert.
>
> Die Tankstellenangestellte ist weder für die Preisgestaltung zuständig noch für deren Überwachung. Warum sollte sie also auf eine
> bloße Preisänderung überhaupt irgendwie reagieren dürfen?

Was mir hier alles für dummes Zeug lesen muss.
Es geht hier nicht um Preigestaltung, es geht nicht um 10% Rabatt,
es geht hier um Spritpreise von 3 cent/Liter und ganze Tankfüllungen kosteten
1-2 Euro.
Dem Unternehmen sind 10.000 Euro Schaden entstanden.
Nur zur Info, um 10.000 Euro zu verdienen müssen die
jetzt erst einmal eine Millionen Liter verkaufen.

Michael Platen

unread,
Jan 17, 2008, 4:47:08 PM1/17/08
to
Moin Zusammen,

Peter Sieker schrieb am Donnerstag, 17. Januar 2008 20:07:

> Es waren 2 Mädchen im Shop und sie waren überfordert
> mit der Situation, was nicht für die Mädchen spricht.

ich kenne jetzt die spezielle Situation bei bft nicht, sie dürfte aber eher
wie bei den Größen sein: "Verkauf von Treibstoffen im Namen und auf
Rechnung von...". Dann dürfte der Pächter nur bei grober Mißachtung von
Pflichten haftbar gemacht werden.

Wenn ich mir aber die so üblichen "Aushilfskräfte" vor allem in den
WE-Nächten ansehe, werden diese allerdings nicht unbedingt nach
Intelligenz, sondern eher nach Preis ausgesucht (je billiger umso besser)
und agieren auch dementsprechend.
--
Viele Grüße

Michael Platen, Selten-bft-Tanker

Wolfgang Krietsch

unread,
Jan 17, 2008, 6:01:05 PM1/17/08
to
Erhard Schwenk wrote:

>Mit dem Stillegen der Tankstelle wäre ich als kleiner Angestellter da
>_sehr_ vorsichtig, denn das könnte ziemlich schnell als unmittelbarer
>Angriff auf den Geschäftsbetrieb ausgelegt werden. Für sowas muß man
>schon extrem trifige Gründe haben (z.B. unmittelbare Brandgefahr o.ä.).

Oder z. B. absurde Fehlfunktion der Software für die Preisanzeige?


>
>Die Preisgestaltung und -überwachung ist wohl kaum Aufgabe des
>Kassenpersonals.

Nö, das ist Aufgabe der Zentrale. Wenn dieser aber ein völlig
offensichtlicher Irrtum unterliegt, ist "denken" durchaus Aufgabe des
Personals.


Bye

woffi

--
Wer nicht gerne denkt, sollte wenigstens von Zeit zu Zeit
seine Vorurteile neu gruppieren.
- Luther Burbank, amerikan. Biologe, 1849-1926

Harald Hengel

unread,
Jan 17, 2008, 9:10:04 PM1/17/08
to
Wolfgang Arhelger schrieb:

>> Auch wenn du klare Anweisung gehabt hättest, auf keinen Fall die
>> Tankstelle zu schliessen, weil vertragliche Vereinbarungen hohe
>> Vertragsstrafen nach sich ziehen.
>> Auch wenn man die klar gesagt hat, das Preissystem arbeitet
>> automatisch und du hast dich daran zu halten.
>>
>> Klar, man greift als erstes zum Telefon, falls man eine Nummer für
>> einen Ansprechpartner hat.
>> Hier können auch struntzdumme Arbeitsanweisungen zu dem Verhalten
>> geführt haben.
>

> Das ist dummes Geschwafel!
> Du hast als Angestellter, egal welcher Coleur,
> finanziellen Schaden von der dich beschäftigenden
> Firma fern zu halten.

Stimmt, das war meine Aussage.

> Wenn es beabsichtigt gewesen wäre, z. B. eine Werbekampagne
> o.ä. zu starten, dann mit tödliche Sicherheit nicht nächtens,
> nicht während der Besitzer im Urlaub ist, nicht während
> kein Entscheidungsträger vor Ort ist.

Kannst du das begründen warum das so sein muss?
Auf einer Tankstelle sitzt in aller Regel eine Scheinsälbständiger,
den man auch als Pächter bezeichnet.
Verkauft wird im Namen und auf Rechnung der Mineralölgeselleschaft,
die heute den Betrieb sogar im gewissen Rahmen fernsteuert.
Was interessiert da noch die Preisgestaltung?
Der Scheinselbständige oder seine Gehilfen kassieren Geld und leiten
es weiter, damit sind bereits 99% der Aufgaben eines
Tankstellenpaächters beschrieben.

> Du verteidigst hier offensichtliches Versagen einer Angestellten.

Nein, ich hinterfrage, wie es dazu kommen kann.
Primitiv ist, einfach den anderen als strunzdumm zu bezeichnen und
sich selbst dabei furchtbar schlau vorzukommen.

> KEIN Mensch in D wird ernsthaft glauben, dass ein
> Mineralölkonzern Sprit für 3 Ct abgibt.

Das gab schon die verücktesten Werbeaktionen.
Du weisst was eine ganzseitige Werbeanzeige in den Zeitungen kostet?

Die paar Liter Sprit, die für 3 Cent verkauft wurden sind eine
Lachnummer dagegen und die Presseberichte haben eine vielfache Wirkung
genüber der Zeitungsanzeige.
Denk mal nach und nicht einfach das Gehirn ausschalten und andere als
Strunzdumm zu bezeichnen.

> Im Zweifel kann man auch den Konzern selbst anrufen.

Wenn man dan die Telefonnumer parat hat.

Aber du bist so schlau und weisst wo du im Konzern jemanden erreichen
kannst.

> Ich bleibe dabei:
> Im Zweifelsfalle, wenn kein Ausschalter funktionieren sollte,
> Verkaufsraum absperren, Schilder an Zapfsäulen hängen und gut is'.
> Aber mehrere Stunden Sprit verschenken...... ne...
> Strunzdumm, genau das und nichts anderes.

Ja, strunzdumm ist ist einfach das Gehirn abzuschalten und über andere
herzuziehen.

Gründe habe ich diverse genannt, warum das Peronal dort so reagiert
hat.

Eine klare Weisung des Chefs, "Um die Kraftstoffpreise müssen sie sich
nicht kümmern, die werden immer korrekt vom Konzern geschaltet und die
Tankstelle ist auf jeden Fall offenzuhalten", wäre eine Möglichkeit.
Wie strunzdumm manche Pächter sind habe ich selbst erlebt als meine
Tochter Aushilfe machte, sie wurde eine Schicht von einer anderen
Aushilfe angelernt, dann durfte sie allein arbeiten.
Eine Telefonnumer vom Chef hat sie nicht bekommen, geschweige andere
Hinweise.
Wer war dort wohl strunzdumm?

Harald Hengel

unread,
Jan 17, 2008, 8:35:25 PM1/17/08
to
Wolfgang Krietsch schrieb:

>> Die Preisgestaltung und -überwachung ist wohl kaum Aufgabe des
>> Kassenpersonals.
>
> Nö, das ist Aufgabe der Zentrale. Wenn dieser aber ein völlig
> offensichtlicher Irrtum unterliegt, ist "denken" durchaus Aufgabe
des
> Personals.

Stimmt, allerdings ist es auch Aufgabe des Unernehmers für solche
Fälle vorzusorgen und geeignete Instruktionen zu geben, wie auch dem
Personal Rufnummern bereitzustellen wo sie kompetente Leute für den
Fall erreichen.
Das hat man wohl versäumt.

Thomas Kramer

unread,
Jan 17, 2008, 11:52:44 PM1/17/08
to
"Harald Hengel" <raldo-...@freenet.de> schrieb im Newsbeitrag
news:fmp80u$52u$00$1...@news.t-online.com...

> Stimmt, allerdings ist es auch Aufgabe des Unernehmers für solche
> Fälle vorzusorgen und geeignete Instruktionen zu geben, wie auch dem
> Personal Rufnummern bereitzustellen wo sie kompetente Leute für den
> Fall erreichen.
> Das hat man wohl versäumt.

ich denke mal, der ganze Run hat für eine gute Publicity gesorgt *g*

Ein Werbung in den Printmedien wäre teurer gekommen, das haben die
Verantwortlichen wohl nun mitbekommen
und haben die Damen wieder eingestellt bzw. ihnen dieses Angebot gemacht.

Demnächst noch bei Stern -TV und wie die Sender aller heissen ...


Erhard Schwenk

unread,
Jan 18, 2008, 2:46:04 AM1/18/08
to
Wolfgang Krietsch wrote:
> Erhard Schwenk wrote:
>
>> Mit dem Stillegen der Tankstelle wäre ich als kleiner Angestellter da
>> _sehr_ vorsichtig, denn das könnte ziemlich schnell als unmittelbarer
>> Angriff auf den Geschäftsbetrieb ausgelegt werden. Für sowas muß man
>> schon extrem trifige Gründe haben (z.B. unmittelbare Brandgefahr o.ä.).
>
> Oder z. B. absurde Fehlfunktion der Software für die Preisanzeige?

Die bloße Anzeige eines niedrigen Preises ist allenfalls ein vages Indiz
auf eine solche, aber noch lange kein Beweis. Wäre für mich ein guter
Grund zu einer telefonischen Nachfrage, aber wenn da dann niemand
erreichbar ist, hat die Zentrale halt Pech gehabt.

>> Die Preisgestaltung und -überwachung ist wohl kaum Aufgabe des
>> Kassenpersonals.

> Nö, das ist Aufgabe der Zentrale. Wenn dieser aber ein völlig
> offensichtlicher Irrtum unterliegt, ist "denken" durchaus Aufgabe des
> Personals.

If you pay peanuts, you get monkeys.

Wolfgang Arhelger

unread,
Jan 18, 2008, 3:03:16 AM1/18/08
to

Na ja... konstruiere Du nur weiter deine abstrusen Theorien.
Ich hoffe nur inständigst, dass Menschen mit deiner preusischen
Gesinnung niemals in Bereichen arbeiten, in denen versagende
Technik Schaden für Leib und Leben bedeuten können.
Da sind mir Menschen mit gewisser Technik-Skepsis und
gesundem Menschenverstand lieber.....

Grüsse
Wolfgang

Harald Hengel

unread,
Jan 18, 2008, 7:43:08 PM1/18/08
to
Peter Sieker schrieb:

> Das ist merkwürdif was Du alles für Argumente aus dem Hut ziehst.
>
> Die Tatsachen sind doch schon lange berkannt.

Welche Tatsachen?
Dass die Mädels offensichtlich allein vor der Situation standen, dass
es offensichtlich keinen Ansprechpartner für besondere Situationen
gab, dass es offensichtlich auch keine Weisungen gab wie damit
umzugehen ist.

> Der Chef ist ein Chefin, und es gab weder beleidigende Anweisungen
> noch Vertragsstrafen, noch die anderen Phantasievollen Begründungen.
>
> Es waren 2 Mädchen im Shop und sie waren überfordert
> mit der Situation, was nicht für die Mädchen spricht.

Es spricht auch nicht für die Chefin.

Harald Hengel

unread,
Jan 18, 2008, 7:14:05 PM1/18/08
to
Thomas Kramer schrieb:

> Demnächst noch bei Stern -TV und wie die Sender aller heissen ...

Du meinst Jauche Funk. :-)

Harald Hengel

unread,
Jan 18, 2008, 8:14:35 PM1/18/08
to
Peter Sieker schrieb:

> Dem Unternehmen sind 10.000 Euro Schaden entstanden.
> Nur zur Info, um 10.000 Euro zu verdienen müssen die
> jetzt erst einmal eine Millionen Liter verkaufen.

ROTFL
Sie müssen nur eine ganzseitige Werbeanzeige weniger schalten und hebn
bereits ein Vielfaches des Verlustes wieder drin.

Ich weiss nicht was du dir vorstellst wie das Tankstellengewerbe
läuft.
Du brauchst ein bisschen erspartes und schon kannst du eine Tankstelle
pachten, dazu brauchst den blassendsten Schimmer von irgendwas, nicht
einmal Intelligenz. Der Rest läuft von allein, Werbung etc. macht der
Konzern und der Steuerberater. Du musst dich nur kümmern, dass die
Shopware eingekauft wird und dass irgenein Depp an der Kasse sitzt,
der häufig ein vielfaches intelligenter als der Chef ist, oder
manchmal auch nicht.

Wenn so eine Blase an die Kasse gesetzt wird, wird die meist nicht
halbwegs angelernt, mach mal, die Preise stehen in der Kasse die
Spritpreise laufen automatisch du musst dich um nichts kümmern.

Genau das haben die Mädels gemacht. :-)

Ich finde es seltsam, wie die wirklichen Deppen, hier in Schutz
genommen werden, während die Mädels am Ende der Kette in den Kerker
geworfen werden.

Die wahren Deppen sitzen in der Zentrale des Unternehmens die
offensichtlich
zu dämlich waren ihre Arbeit zu überprüfen und den Fehler zu erkennen,
deutlich besser bezahlt als die Mädels sind die sicher auch.

Harald Hengel

unread,
Jan 18, 2008, 7:40:32 PM1/18/08
to
Wolfgang Arhelger schrieb:

> Na ja... konstruiere Du nur weiter deine abstrusen Theorien.
> Ich hoffe nur inständigst, dass Menschen mit deiner preusischen
> Gesinnung niemals in Bereichen arbeiten, in denen versagende
> Technik Schaden für Leib und Leben bedeuten können.

Du hast nichts verstanden, das schaffst du allerding mit erstaunlicher
Profession.

> Da sind mir Menschen mit gewisser Technik-Skepsis und
> gesundem Menschenverstand lieber.....

Stimmt, aber was nutzt das alles, wenn die Verantwortlichen vielfältig
versagen?
Da bekommen sie im Zweifel ihre Quittung.

Welche beweggründe wirklich zu dem Verhalten geführt haben wissen wir
nicht, nur eines wird offensichtlich, der Unternehmer hatte nicht für
Notfälle vorgesorgt.

Peter Sieker

unread,
Jan 19, 2008, 3:44:08 AM1/19/08
to

"Michael Platen" <bahnbe...@nexgo.de> schrieb

>
> ich kenne jetzt die spezielle Situation bei bft nicht, sie dürfte aber eher
> wie bei den Größen sein: "Verkauf von Treibstoffen im Namen und auf
> Rechnung von...". Dann dürfte der Pächter nur bei grober Mißachtung von
> Pflichten haftbar gemacht werden.

Mal ein kleiner Hinweis:
bft ist der Bundesverband Freier Tankstellen
und Unabhängiger Deutscher Mineralölhändler e. V.

Das ist ein kleiner Privatunternehmer, der den Schaden selbst
tragen darf.

Peter Sieker

unread,
Jan 19, 2008, 3:49:04 AM1/19/08
to

"Harald Hengel" <raldo-...@freenet.de>

>
> Kannst du das begründen warum das so sein muss?
> Auf einer Tankstelle sitzt in aller Regel eine Scheinsälbständiger,
> den man auch als Pächter bezeichnet.
> Verkauft wird im Namen und auf Rechnung der Mineralölgeselleschaft,
> die heute den Betrieb sogar im gewissen Rahmen fernsteuert.
> Was interessiert da noch die Preisgestaltung?


Vielleicht solltest Du Dich ersteinmal mit den Fakten beschäftigen,
bevor Du weiter Phantasieszenarien entwirfst.

Das ist eine bft Tankstelle und bft ist der Bundesverband Freier Tankstellen


und Unabhängiger Deutscher Mineralölhändler e. V.

Das sind kleine unabhängige selbstständige hart arbeitende Händler,
und die haben mit Shell, Aral und Konsorten nichts zu tun.


Peter Sieker

unread,
Jan 19, 2008, 3:58:22 AM1/19/08
to

"Harald Hengel" <raldo-...@freenet.de> schrieb im
>
> ROTFL
> Sie müssen nur eine ganzseitige Werbeanzeige weniger schalten und hebn
> bereits ein Vielfaches des Verlustes wieder drin.
> Ich weiss nicht was du dir vorstellst wie das Tankstellengewerbe
> läuft.
> Du brauchst ein bisschen erspartes und schon kannst du eine Tankstelle
> pachten, dazu brauchst den blassendsten Schimmer von irgendwas, nicht
> einmal Intelligenz. Der Rest läuft von allein, Werbung etc. macht der
> Konzern und der Steuerberater. Du musst dich nur kümmern, dass die
> Shopware eingekauft wird und dass irgenein Depp an der Kasse sitzt,
> der häufig ein vielfaches intelligenter als der Chef ist, oder
> manchmal auch nicht.


Ich habe keine Lust die Fakten dauernd zu wiederholen, da Dich die
Tatsachen augenscheinlich nicht interessieren.

Deine Einschätzung und Vorurteile gegenüber der Mineralölindustrie
mögen ja teilweise zutreffen, aber - nicht nur - in diesem Fall
stimmt sie überhaupt nicht.

Abgesehn davon dass es sich hier um eine freie selbstständige Tankstelle
handelt, ist nicht jeder Tankstellenpächter ein verblödeter Depp.

Natürlich lag die Ursache des Fehlers nicht bei den Mädels, es
war ein Computer oder Technikfehler.
Aber das ist ja das Schöne an Menschen, die können so etwas erkennen
und korrigieren.

Wenn man nicht zu blöd dafür ist.

Wolfgang Arhelger

unread,
Jan 19, 2008, 5:06:47 AM1/19/08
to
On 19 Jan., 10:58, "Peter Sieker" <inva...@invalid.invalid> wrote:
> "Harald Hengel" <raldo-nos...@freenet.de> schrieb im

Vergiss es einfach.....
HH MUSS das letzte Wort und dabei natürlich auch recht haben.
Bei mir hat sich das mittlerweile als "Hengelismus" eingeprägt.

Grüsse
Wolfgang

Wolfgang Krietsch

unread,
Jan 19, 2008, 7:41:30 AM1/19/08
to
Peter Sieker wrote:

>
>Mal ein kleiner Hinweis:
>bft ist der Bundesverband Freier Tankstellen
>und Unabhängiger Deutscher Mineralölhändler e. V.

Wo steckt denn da das "frei", wenn die Preise von einer Zentrale vorgegeben
werden?

>Das ist ein kleiner Privatunternehmer, der den Schaden selbst
>tragen darf.

Naja, so klein wohl nicht.

Bye

woffi

--
If at first you don't succeed, destroy all evidence that you tried.

Gerald Gruner

unread,
Jan 19, 2008, 8:28:05 AM1/19/08
to
Wolfgang Krietsch schrieb am Fri, 18 Jan 2008:

> Erhard Schwenk wrote:
>
> >Mit dem Stillegen der Tankstelle wäre ich als kleiner Angestellter da

> >sehr_ vorsichtig, denn das könnte ziemlich schnell als unmittelbarer
> >Angriff auf den Geschäftsbetrieb ausgelegt werden.

ACK.

> >Für sowas muß man schon extrem trifige Gründe haben
> >(z.B. unmittelbare Brandgefahr o.ä.).

Nochmals ACK.
So ist das nunmal bei an die Weisungen ihres Chefs gebundenen,
abhängig Beschäftigten. Die Entscheidungsfreiheit geht da manchmal
gegen Null insbesondere bei gering qualifizierten Aushilfen.



> Oder z. B. absurde Fehlfunktion der Software für die Preisanzeige?

Hier in der Nähe hat es eine Werbeaktion (ich glaube eines
Radiosenders) gegeben, bei der der Preis für eine(?) Stunde auf NULL
gesetzt wurde. Hätte da die Kassiererin eigenmächtig die Zapfsäulen
abschalten sollen?


> >Die Preisgestaltung und -überwachung ist wohl kaum Aufgabe des
> >Kassenpersonals.
>
> Nö, das ist Aufgabe der Zentrale. Wenn dieser aber ein völlig
> offensichtlicher Irrtum unterliegt, ist "denken" durchaus Aufgabe
> des Personals.

...und die einzig richtige Reaktion ist, den Vorgesetzen oder einen
Vertreter zu informieren, d.h. anzurufen. Wenn 2 Stunden keiner
erreichbar ist - sein Pech.
Einer unterbezahlten Aushilfe ist normalerweise nicht erlaubt, aus
eigener Kompetenz den Betrieb zu schließen.


MfG
Gerald

--
No trees were killed in the sending of this message. However
a large number of electrons were terribly inconvenienced.

Wolfgang Krietsch

unread,
Jan 19, 2008, 9:00:48 AM1/19/08
to
Gerald Gruner wrote:

>Wolfgang Krietsch schrieb am Fri, 18 Jan 2008:
>
>
>> Oder z. B. absurde Fehlfunktion der Software für die Preisanzeige?
>
>Hier in der Nähe hat es eine Werbeaktion (ich glaube eines
>Radiosenders) gegeben, bei der der Preis für eine(?) Stunde auf NULL
>gesetzt wurde. Hätte da die Kassiererin eigenmächtig die Zapfsäulen
>abschalten sollen?

Werbeaktion => geplant => bekannt.

Wo siehst Du da einen Zusammenhang mit einer Fehlfunktion?


>> Nö, das ist Aufgabe der Zentrale. Wenn dieser aber ein völlig
>> offensichtlicher Irrtum unterliegt, ist "denken" durchaus Aufgabe
>> des Personals.
>
>...und die einzig richtige Reaktion ist, den Vorgesetzen oder einen
>Vertreter zu informieren, d.h. anzurufen. Wenn 2 Stunden keiner
>erreichbar ist

... ist das Erzeugen eigenen Gedankenguts mittlerer Güte durchaus
angemessen. Wenn man dazu nicht in der Lage ist ..

>- sein Pech.

Dann allerdings.

>Einer unterbezahlten Aushilfe ist normalerweise nicht erlaubt, aus
>eigener Kompetenz den Betrieb zu schließen.

In Notfällen ist ihr das sicherlich erlaubt. Die Frage ist halt, was ein
solcher Notfall ist.

Hätte die Aushilfe Deiner Ansicht nach auch jedem Kunden pro Liter einen
Euro auszahlen müssen, wenn die Preisanzeige auf -1.00 gesprungen wäre?

Bye

woffi

--
We interrupt this program to annoy you and
make things generally irritating.
- Monty Python, Gestures to Indicate Pauses
in Televised Talk, 1972

Michael Platen

unread,
Jan 19, 2008, 10:11:14 AM1/19/08
to
Moin Zusammmen,

>> ich kenne jetzt die spezielle Situation bei bft nicht,
>

> Mal ein kleiner Hinweis:
> bft ist der Bundesverband Freier Tankstellen
> und Unabhängiger Deutscher Mineralölhändler e. V.
>

also eine reine "Schildmarke" ohne Qualitätsaussage.
--
Viele Grüße

Michael Platen

Radbert Grimmig

unread,
Jan 19, 2008, 11:24:09 AM1/19/08
to
Wolfgang Krietsch schrieb:

>Hätte die Aushilfe Deiner Ansicht nach auch jedem Kunden pro Liter einen
>Euro auszahlen müssen, wenn die Preisanzeige auf -1.00 gesprungen wäre?

Wenn die mit negativen Zahlen umgehen könnte, sollte sie lieber das
Lehramt für Primarstufe studieren statt in einer Tanke zu jobben =;-)

--

Gruß
Radbert

Gerald Gruner

unread,
Jan 19, 2008, 12:04:21 PM1/19/08
to
Wolfgang Krietsch schrieb am Sat, 19 Jan 2008:

> Gerald Gruner wrote:
> >Wolfgang Krietsch schrieb am Fri, 18 Jan 2008:
> >
> >> Oder z. B. absurde Fehlfunktion der Software für die Preisanzeige?
> >
> >Hier in der Nähe hat es eine Werbeaktion (ich glaube eines
> >Radiosenders) gegeben, bei der der Preis für eine(?) Stunde auf
> >NULL gesetzt wurde. Hätte da die Kassiererin eigenmächtig die
> >Zapfsäulen abschalten sollen?
>
> Werbeaktion => geplant => bekannt.

Der Geschäftsleitung bekannt. Aber *ganz sicher* auch der kleinen
Aushilfs-Angestellten?


> Wo siehst Du da einen Zusammenhang mit einer Fehlfunktion?

Es war ein *Beispiel*, dass ein extrem niedriger Preis eben nicht
*100% zwingend* falsch sein muss.

Woher soll sie wissen (*wissen*, nicht nur stark vermuten!), dass die
Zentrale in einem so wichtigen Punkt wie der zentralen Preissteuerung
eine Fehlfunktion hat, die sie *mehrere Stunden* lang nicht beheben
und auch nicht die Filialen informieren?

Nur mal so ins Blaue geschossen. Was wenn das so eine Art "Lotto"
gewesen wäre?
Radiowerbung:
"Anlässlich unseres Jubiläums wird zu jeder Stunde an einer
anderen Tankstelle im Gebiet der Spritpreis auf 3 Cent
reduziert. Wir wünschen Ihnen frohes tanken..."

Würdest du *absolut* ausschließen, dass keine Tankstellenkette jemals
auf solch eine Idee kommen könnte?
Und würdest du ebenso absolut *garantieren*, dass *jeder* kleine
Angestellte von solchen Aktionen informiert wird?
Ich glaube kaum...


> >> Nö, das ist Aufgabe der Zentrale. Wenn dieser aber ein völlig
> >> offensichtlicher Irrtum unterliegt, ist "denken" durchaus Aufgabe
> >> des Personals.
> >
> >...und die einzig richtige Reaktion ist, den Vorgesetzen oder einen
> >Vertreter zu informieren, d.h. anzurufen. Wenn 2 Stunden keiner
> >erreichbar ist
>
> ... ist das Erzeugen eigenen Gedankenguts mittlerer Güte durchaus
> angemessen. Wenn man dazu nicht in der Lage ist ..

Nein. Für Aushilfsangestellte ist die Anweisung des Chefs maßgeblich.
Ihr eigener Entscheidungsspielraum ist extrem begrenzt, eigentlich
Null.
Sogar in ISO-9000 Dokumenten steht typischerweise bei den
Beschreibungen der Aufgaben der normalen Angestellten, dass sie in
allen Fällen,die nicht dem Normalablauf entsprechend und in den
Arbeitsanweisungen enthalten sind, KEINE eigenen Entscheidungen
treffen dürfen, sondern ihren Vorgesetzten fragen müssen.
Wieviel mehr muss das für notdürftig angelernte Aushilfen gelten? Sie
werden nicht dafür bezahlt (und es wird ihnen meist sogar ausdrcklich
verboten), selbst schwerwiegendere Entscheidungen zu treffen.

Außerdem könnte man auch diesem Spieß des "Erzeugens eigenen
Gedankenguts mittlerer Güte" auch umdrehen: Wenn es die hochbezahlten
Angestellten der Zentrale mehrere Stunden lang nicht schaffen, den
richtigen Preis einzustellen oder zumindest alle Filialen telefonisch
oder durch Fax von diesem Fehler zu informieren und *eindeutig*
*anzuweisen*, was zu tun ist, z.B. den Preis manuell zu setzen (falls
das geht) oder die Zapfsäulen abzuschalten, wieso erwartest du dann
solch eine Entscheidung von der kleinen Aushilfe vor Ort?

Oder vielleicht gibt es sogar Verträge, die einen Verkauf anordnen.
(OK, eher unwahrscheinlich, aber nicht *absolut* unmöglich.)

Oder ganz anders: Was, wenn dieser Fehler aufgefallen wäre, aber von
der Zentrale *entschieden* wurde, dass es besser (und sei es nur als
ungeplante "Werbeaktion") für die Zeit bis zur Reparatur den Sprit mit
Verlust abzugeben, als sich Kundenärger einzufangen?
(Vielleicht verrechnen sie es sogar nachträglich als Werbung. Sie
waren ziemlich oft im Radio zu hören gewesen. Was hätten entsprechende
Werbeminuten gekostet?)

Das alles KANN eine Aushilfe nicht wissen, es aber auch nicht 100%ig
ausschließen. Warum willst du trotzdem dem schwächsten Glied in der
Kette unbedingt die ganze Verantwortung reinwürgen?


> >- sein Pech.
>
> Dann allerdings.
>
> >Einer unterbezahlten Aushilfe ist normalerweise nicht erlaubt, aus
> >eigener Kompetenz den Betrieb zu schließen.
>
> In Notfällen ist ihr das sicherlich erlaubt. Die Frage ist halt, was ein
> solcher Notfall ist.

Ja.



> Hätte die Aushilfe Deiner Ansicht nach auch jedem Kunden pro Liter einen
> Euro auszahlen müssen, wenn die Preisanzeige auf -1.00 gesprungen wäre?

Ist er aber nicht.
Ich mache es mir nur nicht ganz so einfach wie du oder manch anderer
hier. Und sogar Preisangabe "Null" KANN gewollt und gültig sein. S.o.

Nochmal: Der Fehler saß in der *Zentrale*. Wieso versuchst du die
Schuld alleine auf die letzten der "Nahrungskette" abzuwälzen? Die
weiter oben werden weitaus besser Bezahlt. Sollen DIE etwas für ihren
"Risikozuschlag" leisten...

Gerald Gruner

unread,
Jan 19, 2008, 12:04:21 PM1/19/08
to
Peter Sieker schrieb am Sat, 19 Jan 2008:

> Abgesehn davon dass es sich hier um eine freie selbstständige
> Tankstelle handelt, ist nicht jeder Tankstellenpächter ein
> verblödeter Depp.

ROTFL. Eine "freie" Tankstelle mit *zentraler* Preisfestlegung...
Wohl eher eine Tankstellenkette mit Scheinselbständigen.

Frank Beelitz

unread,
Jan 19, 2008, 12:14:11 PM1/19/08
to
On Sat, 19 Jan 2008 15:00:48 +0100, Wolfgang Krietsch
<wof...@nurfuerspam.de> wrote:

Hi


>Hätte die Aushilfe Deiner Ansicht nach auch jedem Kunden pro Liter einen
>Euro auszahlen müssen, wenn die Preisanzeige auf -1.00 gesprungen wäre?

Warum seh ich mich jetzt in Gedanken auf so einem Tankstellenmast
rumkrabbeln und mit Panzertape Minuszeichen basteln?
:-)
Gruss Frank

Wolfgang Krietsch

unread,
Jan 19, 2008, 12:53:58 PM1/19/08
to
Gerald Gruner wrote:

>
>Würdest du *absolut* ausschließen, dass keine Tankstellenkette jemals
>auf solch eine Idee kommen könnte?
>Und würdest du ebenso absolut *garantieren*, dass *jeder* kleine
>Angestellte von solchen Aktionen informiert wird?
>Ich glaube kaum...

Ok, der Preis einer Tankstelle spring mitten in der Nacht auf 3ct pro
Liter.

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass

a) es sich um eine Werbeaktion handelt, von der niemand informiert wurde,
nicht mal das eigene Personal

b) es sich um einen Fehler handelt

Und selbst wenn a) richtig wäre, könnte man keinem Angestellten einen
Strick draus drehen, wenn er wirklich ohne eigene Schuld unwissend war und
in der Annahme eines Fehlers den Verkauf gestoppt hätte.

>> ... ist das Erzeugen eigenen Gedankenguts mittlerer Güte durchaus
>> angemessen. Wenn man dazu nicht in der Lage ist ..
>
>Nein. Für Aushilfsangestellte ist die Anweisung des Chefs maßgeblich.
>Ihr eigener Entscheidungsspielraum ist extrem begrenzt, eigentlich
>Null.

Eigentlich ist eigentlich ein überflüssiges Wort. Und uneigentlich?

>Sogar in ISO-9000 Dokumenten steht typischerweise bei den
>Beschreibungen der Aufgaben der normalen Angestellten, dass sie in
>allen Fällen,die nicht dem Normalablauf entsprechend und in den
>Arbeitsanweisungen enthalten sind, KEINE eigenen Entscheidungen
>treffen dürfen, sondern ihren Vorgesetzten fragen müssen.

Und was steht da, was sie tun sollen, wenn die Vorgesetzen nicht erreichbar
sind? Dürfen sie dann eigenmächtig den Feuerlöscher betätigen wenn es
brennt?


>Oder vielleicht gibt es sogar Verträge, die einen Verkauf anordnen.
>(OK, eher unwahrscheinlich, aber nicht *absolut* unmöglich.)
>
>Oder ganz anders: Was, wenn dieser Fehler aufgefallen wäre, aber von
>der Zentrale *entschieden* wurde, dass es besser (und sei es nur als
>ungeplante "Werbeaktion") für die Zeit bis zur Reparatur den Sprit mit
>Verlust abzugeben, als sich Kundenärger einzufangen?

Oder wenn Außerirdische in Zusammenarbeit mit der CIA die Betreiber der
Zentrale einer Gehirnwäsche unterzogen haben? Ich mein nur, wo wir gerade
beim Hirngespinste konstruieren sind ...

>> Hätte die Aushilfe Deiner Ansicht nach auch jedem Kunden pro Liter einen
>> Euro auszahlen müssen, wenn die Preisanzeige auf -1.00 gesprungen wäre?
>
>Ist er aber nicht.

Du konstruierst hier aber wesentlich abwegigere Szenarien.

>Ich mache es mir nur nicht ganz so einfach wie du oder manch anderer
>hier.

Das stimmt - in Deiner Argumetation steckt extrem viel Phantasie.

>Nochmal: Der Fehler saß in der *Zentrale*. Wieso versuchst du die
>Schuld alleine auf die letzten der "Nahrungskette" abzuwälzen?

Das tue ich nicht. Ich sage nur, dass auch eine Aushilfe bei einem nach
menschlichen Ermessen völlig offensichtlichen Fehlernicht einfach die Füße
hochlegen kann als ob sie das nichts anginge.


Bye

woffi

--
Hast Du woffi mal erlebt, wenn er sich *ärgert*?
Das willst Du nicht wirklich zweimal im selben Universum mitbekommen.
Wenn wir Pech haben, liest er uns ein paar seiner Gedich^W^W^W^W^W^W^W
spielt er uns seine Lieblingsriffs von "Desaster Area" vor. (vG in dafu-l)

Alexander Doetsch

unread,
Jan 19, 2008, 2:20:13 PM1/19/08
to
Wolfgang Krietsch schrieb:

> Das tue ich nicht. Ich sage nur, dass auch eine Aushilfe bei einem nach
> menschlichen Ermessen völlig offensichtlichen Fehlernicht einfach die Füße
> hochlegen kann als ob sie das nichts anginge.
>

Taten sie das denn?

Alexander

Wolfgang Krietsch

unread,
Jan 19, 2008, 7:58:46 PM1/19/08
to
Alexander Doetsch wrote:

*seufz* Nein, das taten sie nicht. Ich habe mich des Stilmittels der
ironischen Überzeichnung bedient und dwar der Ansicht, dass das so klar
ist, dass das jeder versteht. Bitte verzeih meinen Optimismus.

Bye

woffi

--
It's so simple to be wise. Just think of something stupid
to say and say the opposite.
- Sam Levenson

Alexander Doetsch

unread,
Jan 20, 2008, 8:11:25 AM1/20/08
to
Wolfgang Krietsch schrieb:

> Alexander Doetsch wrote:
>
>> Wolfgang Krietsch schrieb:
>>
>>> Das tue ich nicht. Ich sage nur, dass auch eine Aushilfe bei einem nach
>>> menschlichen Ermessen völlig offensichtlichen Fehlernicht einfach die Füße
>>> hochlegen kann als ob sie das nichts anginge.
>>>
>> Taten sie das denn?
>
> *seufz* Nein, das taten sie nicht.

Sicher? (*)

> Ich habe mich des Stilmittels der
> ironischen Überzeichnung bedient und dwar der Ansicht, dass das so klar
> ist, dass das jeder versteht. Bitte verzeih meinen Optimismus.
>

Ich hielt dieses Stilmittel in diesem Zusammenhang an dieser Stelle aber
für falsch und erlaubte mir deshalb die, ebenfalls als Stilmittel
eingesetzte, Nachfrage. Auch ich war wohl etwas zu optimistisch.

Alexander


(*) Ich bin wirklich überrascht, wie viele Leute genau zu wissen
glauben, was in der Tankestelle tatsächlich passiert ist und wie die
exakten Arbeitsanweisungen gelautet haben.

Gerald Gruner

unread,
Jan 20, 2008, 8:24:54 AM1/20/08
to

*Das* ist die eigentlich wichtige Frage: Was taten sie?
Eine Nebenfrage wäre, was man von einfachen, schlecht angelernten
Aushilfen in solch einer Ausnahmesituation *erwarten* könne.
Dabei ist dann auch zu beachten, was ihre Anweisungen für solche
Sonderfälle waren?

Meine Postings wenden sich insbesondere gegen die
Pauschalverurteilung, dass es immer und unter allen Umständen
eindeutig wäre, dass die Aushilfen in jedem Fall sicher hätten
entscheiden können, was da geschehen ist und die einzig mögliche
Reaktion das Abschalten der Tankanlage gewesen wäre.

Natürlich habe ich dazu Alternativen *konstruiert*, die zwar mehr oder
weniger unwahrscheinlich sind, aber bei weitem nicht unmöglich. Und
solche Aushilfen werden nicht für Wahrscheinlichkeitsrechnung bezahlt.

Und die eigentliche Schuld (un Unfähigkeit) liegt in der Zentrale, die
über mehrere Stunden nicht einmal in der Lage waren, ihren Tankstellen
und den Angestellten dort per Telefon oder Fax passende Anweisungen
zur Behandlung dieses Fehlers zu geben. Aber natürlich werden deren
Hände von einigen hier in Unschuld gewaschen und den Wehrlosen ganz am
Ende der Nahrungskette die Verantwortung aufgeladen. :-(

Gerald Gruner

unread,
Jan 20, 2008, 8:24:55 AM1/20/08
to
Wolfgang Krietsch schrieb am Sat, 19 Jan 2008:

> Gerald Gruner wrote:
>
> >Würdest du *absolut* ausschließen, dass keine Tankstellenkette
> >jemals auf solch eine Idee kommen könnte?
> >Und würdest du ebenso absolut *garantieren*, dass *jeder* kleine
> >Angestellte von solchen Aktionen informiert wird?
> >Ich glaube kaum...
>
> Ok, der Preis einer Tankstelle spring mitten in der Nacht auf 3ct
> pro Liter.
>
> Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass
>
> a) es sich um eine Werbeaktion handelt, von der niemand informiert
> wurde, nicht mal das eigene Personal
>
> b) es sich um einen Fehler handelt

a) Werbung oder sonst irgendetwas: gering, aber nicht Null
b) hoch

Auch im Fall b) ist, die Tankstelle zu schließen, beileibe nicht die
einzig mögliche darauf folgende Reaktion.

Die zentrale Frage ist, *was* die Aushilfe getan (oder versucht) hat.
Hat sie versucht, den Chef telefonisch zu erreichen?
Hat sie versucht, jemanden aus der Zentrale zu erreichen, als das
nicht geklappt hat? Hatte sie überhaupt diese Nummern?
Gab es Anweisungen, was sie hätte tun sollen?

DAS sind Fragen, über die du nicht so überheblich weggehen solltest,
auch wenn es viel einfacher ist, den Aushilfen für doof zu erklären.


> Und selbst wenn a) richtig wäre, könnte man keinem Angestellten
> einen Strick draus drehen, wenn er wirklich ohne eigene Schuld
> unwissend war und in der Annahme eines Fehlers den Verkauf gestoppt
> hätte.

Das ist eine sehr mutige Behauptung.
Die Einstellung seiner *primären* Aufgabe ohne entsprechende
Arbeitsanweisung nur aufgrund einer starken Vermutung? Das ist im
normalen Angestelltenleben ein Grund zu fristloser Kündigung, auch
wenn du das nicht so sehen magst.

Möglicherweise bist du Selbständiger oder Führungskraft und gewöhnt
und qualifiziert, solche Entscheidungen zu treffen. Eine kaum
angelernte Aushilfe ist das nicht.
Ich finde, auchhier machst du es dir viel zu einfach.



> >> ... ist das Erzeugen eigenen Gedankenguts mittlerer Güte durchaus
> >> angemessen. Wenn man dazu nicht in der Lage ist ..
> >
> >Nein. Für Aushilfsangestellte ist die Anweisung des Chefs maßgeblich.
> >Ihr eigener Entscheidungsspielraum ist extrem begrenzt, eigentlich
> >Null.
>
> Eigentlich ist eigentlich ein überflüssiges Wort. Und uneigentlich?

Fast Null.
Bitte unterlasse solche Wortspielchen.


> >Sogar in ISO-9000 Dokumenten steht typischerweise bei den
> >Beschreibungen der Aufgaben der normalen Angestellten, dass sie in
> >allen Fällen,die nicht dem Normalablauf entsprechend und in den
> >Arbeitsanweisungen enthalten sind, KEINE eigenen Entscheidungen
> >treffen dürfen, sondern ihren Vorgesetzten fragen müssen.
>
> Und was steht da, was sie tun sollen, wenn die Vorgesetzen nicht
> erreichbar sind? Dürfen sie dann eigenmächtig den Feuerlöscher
> betätigen wenn es brennt?

Natürlich ist in solchen Vorschriften auch das Verhalten in Gefahren
festgelegt. Wir sind in Deutschland, dem Mutterland der Bürokratie.
;-)

Aber willst du ernsthaft das Setzen eines Preises durch die Zentrale
mit den Ausbruch eines Feuers vergleichen? Das eine in ein ganz
normaler Vorgang im Tagesgeschäft, das andere ein gefährlicher
Notfall.

Aber meinetwegen: In anderen Bereichen, wo Feuer zum normalen Betrieb
gehört (damit dein Vergleich ein wenig greifen könnte), kann es
durchaus so sein, dass die ungelernte Aushilfe erst versuchen sollte,
jemanden zu finden, der sich damit auskennt, bevor er irgendwo mit dem
Feuerlöscher rein sprüht. Das Feuer könnte ungefährlich sein oder
sogar Absicht. Oder es könnte bessere Weisen geben, es unter Kontrolle
zu bringen.
Solange das Feuer nicht eindutig einen *Gefährfung* darstellt, könnten
voreilige Spontan-Reaktionen falsch sein. Und ein Benzinpreis von 3 ct
ist sicherlich ärgerlich, aber kein akuter Notfall. Daher ist die
einzig richtige Reaktion der Versuch, den Vorgesetzten zu erreichen.


> >Oder ganz anders: Was, wenn dieser Fehler aufgefallen wäre, aber
> >von der Zentrale *entschieden* wurde, dass es besser (und sei es
> >nur als ungeplante "Werbeaktion") für die Zeit bis zur Reparatur
> >den Sprit mit Verlust abzugeben, als sich Kundenärger einzufangen?
>
> Oder wenn Außerirdische in Zusammenarbeit mit der CIA die Betreiber
> der Zentrale einer Gehirnwäsche unterzogen haben? Ich mein nur, wo
> wir gerade beim Hirngespinste konstruieren sind ...

Verzeih mir, dass ich nicht lache.
Das oben ist möglicherweise unwahrscheinlich, aber durchaus möglich.
Es wäre nicht die erste Firma, die versuchte, einen Bug zum Feature zu
deklarieren.
Exkurs: In meiner früheren Firma wurde mehrfach entschieden, die
Produktion bei einem Fehler durchlaufen zu lassen, auch wenn dadurch
Kosten (z.B. nötige Nacharbeit, Einsatz teurerer Materialien, ...)
entstanden, die den Produkterlös deutlich überstiegen.
Lieferunfähigkeit wäre ein Imageschaden gewesen. Unser GF hat daher
entschieden, den Fehler natürlich schnellstmöglich zu reparieren, aber
solange trotz Verlusten weiterzumachen. Andere Firmen tun das auch
jeden Tag irgendwo in Deutschland.
Warum soll das IYO eine Tankstellenkette keinesfalls machen dürfen?


> >> Hätte die Aushilfe Deiner Ansicht nach auch jedem Kunden pro
> >> Liter einen Euro auszahlen müssen, wenn die Preisanzeige auf
> >> -1.00 gesprungen wäre?
> >
> >Ist er aber nicht.
>
> Du konstruierst hier aber wesentlich abwegigere Szenarien.

Eher nicht. Du willst aber um jeden Preis, dass es nur genau eine
"richtige" Reaktion "Abschalten" gibt, damit die Schuld bei den
Aushilfen liegt.


> >Ich mache es mir nur nicht ganz so einfach wie du oder manch
> >anderer hier.
>
> Das stimmt - in Deiner Argumetation steckt extrem viel Phantasie.

Wenn du meinst...


> >Nochmal: Der Fehler saß in der *Zentrale*. Wieso versuchst du die
> >Schuld alleine auf die letzten der "Nahrungskette" abzuwälzen?
>
> Das tue ich nicht.

Ach?

> Ich sage nur, dass auch eine Aushilfe bei einem nach
> menschlichen Ermessen völlig offensichtlichen Fehlernicht
> einfach die Füße hochlegen kann als ob sie das nichts anginge.

HAT sie "die Füße hochgelegt" oder unterstellst du das nur, damit
deine Schuldzuweisung funktioniert?

Ja, ich stimme dir und den anderen zu, dass auch eine nur mäßig
angelernte Aushilfe bei solch einem Preis aufmerken und etwas tun
müsste. Aber sofortiges Abschalten ist NICHT die EINZIGE denkbare
Reaktion.
Und eine solche Aushilfe kann auch durchaus solch eine Situation
falsch einschätzen oder einfach nur überfordert sein. Es kommt dabei
auch noch sehr darauf an, wie die Anweisungen ihres Chefs ausgesehen
haben.
Aber dein Tunnelblick will leider nur eine Lösung sehen... :-(

Harald Hengel

unread,
Jan 20, 2008, 9:51:52 PM1/20/08
to
Wolfgang Krietsch schrieb:

> Ok, der Preis einer Tankstelle spring mitten in der Nacht auf 3ct
> pro Liter.
>
> Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass
>
> a) es sich um eine Werbeaktion handelt, von der niemand
> informiert wurde, nicht mal das eigene Personal
>
> b) es sich um einen Fehler handelt

Groß genug um den Chef zu informieren, Pech für das Unternehmen, wenn
es keinen entscheidungsfähigen Mitarbeiter im Notdienst hat.

Eine Werbeaktion der Art kann *nicht* angekündigt werden weil es
unlauterer Wettbewerb ist.

> Und selbst wenn a) richtig wäre, könnte man keinem Angestellten
> einen Strick draus drehen, wenn er wirklich ohne eigene Schuld
> unwissend war und in der Annahme eines Fehlers den Verkauf
> gestoppt hätte.

Dazu müssten wir jetzt die genauen Weisungen kennen.

> Und was steht da, was sie tun sollen, wenn die Vorgesetzen nicht
> erreichbar sind? Dürfen sie dann eigenmächtig den Feuerlöscher
> betätigen wenn es brennt?

Gefahr für Leib und Leben ist sicher etwas anderes.

>> Nochmal: Der Fehler saß in der *Zentrale*. Wieso versuchst du die
>> Schuld alleine auf die letzten der "Nahrungskette" abzuwälzen?
>
> Das tue ich nicht. Ich sage nur, dass auch eine Aushilfe bei
> einem nach menschlichen Ermessen völlig offensichtlichen
> Fehlernicht einfach die Füße hochlegen kann als ob sie das nichts
> anginge.

Und die für das einstellen des Preises Verantwortlichen, die die
Einstellung nicht geprüft haben sind völlig aussen vor?

Warum erwartest du von niedrigsten Personal etwas, was du
höhergestellten nicht zumutest?

Harald Hengel

unread,
Jan 20, 2008, 10:50:05 PM1/20/08
to
Peter Sieker schrieb:

> Ich habe keine Lust die Fakten dauernd zu wiederholen, da Dich die
> Tatsachen augenscheinlich nicht interessieren.

Welche Fakten kennen wir denn?

> Abgesehn davon dass es sich hier um eine freie selbstständige
> Tankstelle handelt, ist nicht jeder Tankstellenpächter ein
> verblödeter Depp.

Das ist sicher richtig.
Im Gegensatz zu anderen zeichne ich die Situation von einer anderen
Seite.
Die Seite mit den depperten Angestellten wird ja von genügend einfach
strukturierten hier verteidigt.

> Natürlich lag die Ursache des Fehlers nicht bei den Mädels, es
> war ein Computer oder Technikfehler.
> Aber das ist ja das Schöne an Menschen, die können so etwas
> erkennen und korrigieren.

Stimmt, das hätte die Zentrale nicht prüfen können?
Laut Berichten haben die Mädels ihr möglichstes getan, allerdings
waren die Herrschaften offensichtlich zu fein für Notfälle bereit zu
sein, das übersiehst du völlig.

> Wenn man nicht zu blöd dafür ist.


Stimmt, wenn man seinen Betrieb mit billigsten Angestellten
organisiert und nicht einmal ein kompetenter Ansprechpartner vorhanden
ist, kann man das durchaus blöd nennen.

Blöd finde ich auch die einseitige undifferenzierte Schuldzuweisung.

Harald Hengel

unread,
Jan 20, 2008, 9:34:26 PM1/20/08
to
Wolfgang Krietsch schrieb:

>> Hier in der Nähe hat es eine Werbeaktion (ich glaube eines
>> Radiosenders) gegeben, bei der der Preis für eine(?) Stunde auf
>> NULL gesetzt wurde. Hätte da die Kassiererin eigenmächtig die
>> Zapfsäulen abschalten sollen?
>
> Werbeaktion => geplant => bekannt.
>
> Wo siehst Du da einen Zusammenhang mit einer Fehlfunktion?


Eine Werbeaktion in der Form wäre unlauterer Wettbewerb, ein
vorgetäuschter Computerfehler bringt ein Unternehmen in die Presse,
billiger kann man nicht werben.
So etwas anzukündigen wäre natürlich große Dummheit.

Harald Hengel

unread,
Jan 20, 2008, 10:54:05 PM1/20/08
to
Peter Sieker schrieb:

> Das ist ein kleiner Privatunternehmer, der den Schaden selbst
> tragen darf.

Und der bekommt die Preise von einer Zentrale angewiesen?

Nach den Presseberichten hat der gute 20 Tankstellen, ok, das ist ein
Kleiner im Mineralölmarkt, das sit sicher richtig. Um so fataler, dass
für seine Angestellten keiner telefonisch erreichbar war.

Eines garantiere ich dir, der kann über die Aktion lachen, billigere
Werbung hätte er nicht bekommen können.

Michael Landenberger

unread,
Jan 21, 2008, 4:20:03 AM1/21/08
to
"Harald Hengel" <raldo-...@freenet.de> schrieb:

> Eines garantiere ich dir, der kann über die Aktion lachen,
> billigere Werbung hätte er nicht bekommen können.

Die Werbung war möglicherweise billig. Wie jede Werbung muss sie aber
nicht unbedingt auch erfolgreich sein. Seit der Fehler behoben ist und
wieder die normalen Benzinpreise gelten, ist die Tankstelle trotz des
Riesenrummels für Autofahrer nicht attraktiver als jede andere
Tankstelle auch. Auch die spektakulärste Werbeaktion ist blitzschnell
vergessen und Umsatz und ggf. Gewinn dürften sich längst wieder auf dem
Niveau eingependelt haben, das sie vor dem Vorfall hatten (und auch
ohne die Aktion gehabt hätten).

Ich denke, der durch den Fehler angerichtete Schaden ist um ein
Vielfaches höher als der Nutzen, auch wenn man die Werbewirkung mit
einkalkuliert.

Gruß

Michael

Dietmar Langenohl

unread,
Jan 21, 2008, 5:30:02 AM1/21/08
to
"Michael Landenberger" <spameim...@arcor.de> schrieb:


>Ich denke, der durch den Fehler angerichtete Schaden ist um ein
>Vielfaches höher als der Nutzen, auch wenn man die Werbewirkung mit
>einkalkuliert.

Das sehe ich auch so. Allein die Mineralölsteuer wird ganz schön ins
Kontor schlagen. Und dann noch die Mehrwertsteuer auf die
Mineralölsteuer.

Dietmar


Radbert Grimmig

unread,
Jan 21, 2008, 8:35:25 AM1/21/08
to
Harald Hengel schrieb:

>vorgetäuschter Computerfehler bringt ein Unternehmen in die Presse,
>billiger kann man nicht werben.

Was eine halbseitige Anzeige auf Seite 1 der BILD kosten würde, möchte
ich noch nicht mal schätzen =;-)

Und effizienter kann man auch nicht werben. Über als solche
deklarierte Werbung liest bekanntlich je nach Originalität praktisch
jeder hinweg. Demgegenüber bietet dieser Zwischenfall offensichtlich
einer erklecklichen Anzahl Menschen über Tage und Wochen intensiven
Gesprächsstoff.

--

Gruß
Radbert

Michael Landenberger

unread,
Jan 21, 2008, 9:25:07 AM1/21/08
to
"Radbert Grimmig" <gri...@cityweb.de> schrieb:

> Und effizienter kann man auch nicht werben. Über als solche
> deklarierte Werbung liest bekanntlich je nach Originalität
> praktisch jeder hinweg. Demgegenüber bietet dieser Zwischenfall
> offensichtlich einer erklecklichen Anzahl Menschen über Tage
> und Wochen intensiven Gesprächsstoff.

Wobei sich die Frage stellt, ob sich dieser Gesprächsstoff irgendwie
auf den Umsatz auswirkt. Ich denke nein, denn seit die Benzinpreise
wieder auf normalem Niveau sind, gibt es für Otto Normalautofahrer
keinen Grund mehr, dieser Tankstelle den Vorzug gegenüber anderen zu
geben. Jedenfalls keinen Grund, den es nicht vorher auch schon gegeben
hätte. Es mag ja sein, dass die "Werbeaktion" billiger war als
herkömmliche Werbung. Gemessen an ihrer Wirkung war sie aber trotzdem
sehr, sehr teuer.

Gruß

Michael

Radbert Grimmig

unread,
Jan 21, 2008, 10:52:41 AM1/21/08
to
Michael Landenberger schrieb:

>Wobei sich die Frage stellt, ob sich dieser Gesprächsstoff irgendwie
>auf den Umsatz auswirkt.

"Bad PR is good PR."

Die Wirkung können wir hier nicht konkret erfassen, aber hast Du schon
mal BFT-Werbung gesehen? Aral, BP und Shell sind einem ja durchaus ein
Begriff. Abgesehen von Zeiträumen, in denen einer "von denen" mal
gerade wieder einen Tanker vorm Naturschutzgebiet auf Grund setzt,
eine verseuchte Plattform verklappt oder ähnliches, sind die Marken
auch mit größter Wahrscheinlichkeit bei zahlreichen Käufern positiv
besetzt. BFT hat da mit Sicherheit nach wie vor ein Defizit, schon
weil es kein irgendwie homogen gestrickter Konzern ist, sondern im
Vergleich zu den Multis ein zusammenschluss von Hinterhof-Buden. Aber
jetzt sind sie wenigstens mal eine Zeit lang in aller Munde.

Wenn ich für BFT Pressearbeit machen würde, dann würde ich den Vorfall
als Geschenk des Himmels betrachten und wirklich alle irgendwie sich
in Reichweite befindlichen Hebel in Bewegung setzen, die Story so
lange es geht am Kochen zu halten. Die Mädels müssten als erstes ein
paar Youtube-Clips posten, anschließend so schnell wie möglich zu
Stefan Raab, ins Dschungelcamp und anschließend Popstars werden.
Möglichst mit Bandnamen, der als Akronym "BFT" ergibt. "B-Cups fon
Tanken"... hm eh...

--

Gruß
Radbert

Michael Landenberger

unread,
Jan 21, 2008, 1:54:10 PM1/21/08
to
"Radbert Grimmig" <gri...@cityweb.de> schrieb:

> Michael Landenberger schrieb:
>
>> Wobei sich die Frage stellt, ob sich dieser Gesprächsstoff
>> irgendwie auf den Umsatz auswirkt.
>
> "Bad PR is good PR."
>
> Die Wirkung können wir hier nicht konkret erfassen, aber hast
> Du schon mal BFT-Werbung gesehen?

Nein. Ich habe aber auch noch nie "Mr. Wash"-Werbung gesehen und tanke
trotzdem regelmäßig dort. Ganz einfach deshalb, weil ich sowieso
täglich dort vorbeikomme und die Preise mindestens 2 Cent unter denen
der nächstteureren Tanke liegen.

> Aral, BP und Shell sind einem ja durchaus ein Begriff.

Die Welt ist mit Aral- und Shell-Werbung gepflastert. Ich tanke
trotzdem nie dort, weil die mir zu teuer sind und mir die
V-Power-Abzocke auf den Geist geht. Soviel zur Wirksamkeit von Werbung.
Und wenn ich jetzt zufällig an einer BFT-Tankstelle vorbeikäme, würde
ich dort auch nur dann tanken, wenn mein Tank leer ist und/oder mir die
Preise zusagen.

> Abgesehen von Zeiträumen, in denen einer "von denen" mal
> gerade wieder einen Tanker vorm Naturschutzgebiet auf Grund
> setzt, eine verseuchte Plattform verklappt oder ähnliches,
> sind die Marken auch mit größter Wahrscheinlichkeit bei
> zahlreichen Käufern positiv besetzt.

Dass diese Käufer zahlreich sind, ist ein feuchter Traum der
Werbetreibenden. Otto Normaltankkunde tankt in der Regel dort, wo er
den meisten Sprit fürs Geld bekommt, das Image der Tanke ist ihm
relativ egal. Die "Werbeaktion wider Willen" hat ja noch nicht einmal
einen positiven Qualitätseindruck von BFT vermittelt, eher im
Gegenteil. Der Kunde könnte denken: "die haben noch nicht einmal ihr
Kassensystem im Griff, wer weiß, was für eine Plörre aus deren
Zapfsäulen kommt. Nachher kommt noch Super aus der Dieselsäule, weil
wieder einer gepennt hat."

> Wenn ich für BFT Pressearbeit machen würde, dann würde ich den
> Vorfall als Geschenk des Himmels betrachten und wirklich alle
> irgendwie sich in Reichweite befindlichen Hebel in Bewegung
> setzen, die Story so lange es geht am Kochen zu halten.

Stefan Raab und der Maschendrahtzaun lassen grüßen ;-)

Gruß

Michael

Erhard Schwenk

unread,
Jan 21, 2008, 4:06:49 PM1/21/08
to

Soo groß wird der Schaden nicht sein. Das Ganze war ja nicht grad zur
Hauptverkehrszeit. Außerdem sollte der Laden für derlei Fälle eigentlich
versichert sein.

--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-Württemberg - http://www.akkordeonjugend.de/
APAYA running System - http://www.apaya.net/

Wolfgang Arhelger

unread,
Jan 21, 2008, 5:09:28 PM1/21/08
to
On 21 Jan., 22:06, Erhard Schwenk <eschw...@fto.de> wrote:
> Michael Landenberger wrote:
> > "Harald Hengel" <raldo-nos...@freenet.de> schrieb:

>
> >> Eines garantiere ich dir, der kann über die Aktion lachen,
> >> billigere Werbung hätte er nicht bekommen können.
>
> > Die Werbung war möglicherweise billig. Wie jede Werbung muss sie aber
> > nicht unbedingt auch erfolgreich sein. Seit der Fehler behoben ist und
> > wieder die normalen Benzinpreise gelten, ist die Tankstelle trotz des
> > Riesenrummels für Autofahrer nicht attraktiver als jede andere
> > Tankstelle auch. Auch die spektakulärste Werbeaktion ist blitzschnell
> > vergessen und Umsatz und ggf. Gewinn dürften sich längst wieder auf dem
> > Niveau eingependelt haben, das sie vor dem Vorfall hatten (und auch ohne
> > die Aktion gehabt hätten).
>
> > Ich denke, der durch den Fehler angerichtete Schaden ist um ein
> > Vielfaches höher als der Nutzen, auch wenn man die Werbewirkung mit
> > einkalkuliert.
>
> Soo groß wird der Schaden nicht sein. Das Ganze war ja nicht grad zur
> Hauptverkehrszeit. Außerdem sollte der Laden für derlei Fälle eigentlich
> versichert sein.
>
> --
> Erhard Schwenk

Wenn Du mitdiskutierst, solltest Du dich zumindest im Rahmen
deiner Möglichkeiten über den Sachverhalt erkundigen.
2 Stunden Dauerstau an der Tanke, bis hin zum LKW mit
600-l-Tank, das ist schon ordentlich.
Die Betreiberin ist abgesichert und hat wohl auch schon
die Zusage der Versicherung des Softwareherstellers,
dass der Schaden übernommen wird.
Übrigens waren 10 Tankstellen betroffen,
9 haben sofort dicht gemacht und gut war's.
Nur die eine bewusste wurde offen gelassen.
Nach Ansicht mancher hier postenden müsste
bei allen diesen der Chef persönlich in Minuten
die Schließung angeordnet haben. (glaub' ich aber nicht)
Nur bei der 10. war der Chef blöde?

Ne ne... die waren einfach unbeholfen und überfordert.
Da hat der Chef (die Chefin) personalmäßig halt
den berühmten Griff ins Klo getan.
Und da es nun ein Versicherungsschaden ist,
dann glaube ich mal nicht an die "Werbeaktion",
welche manche Verschwörungstheoretiker hier
propagieren.

Grüsse
Wolfgang

Harald Hengel

unread,
Jan 21, 2008, 12:12:59 PM1/21/08
to
Radbert Grimmig schrieb:

> Und effizienter kann man auch nicht werben. Über als solche
> deklarierte Werbung liest bekanntlich je nach Originalität
> praktisch jeder hinweg. Demgegenüber bietet dieser Zwischenfall
> offensichtlich einer erklecklichen Anzahl Menschen über Tage und
> Wochen intensiven Gesprächsstoff.

Und das alles für lächerliche 10.000 Euro. :-)
In praktisch allen Medien wird berichtet.

Harald Hengel

unread,
Jan 21, 2008, 12:21:51 PM1/21/08
to
Wolfgang Arhelger schrieb:

> Vergiss es einfach.....
> HH MUSS das letzte Wort und dabei natürlich auch recht haben.
> Bei mir hat sich das mittlerweile als "Hengelismus" eingeprägt.

Üb erst einmal den Unterschied zwischen Kräften und Massen zu
verstehen.

Harald Hengel

unread,
Jan 21, 2008, 12:20:54 PM1/21/08
to
Dietmar Langenohl schrieb:

> Das sehe ich auch so. Allein die Mineralölsteuer wird ganz schön
> ins Kontor schlagen. Und dann noch die Mehrwertsteuer auf die
> Mineralölsteuer.

Der Schaden wurde auf 10.000 Euro beziffert, ein Bruchteil einer
ganzseitigen Werbeanzeige.

Harald Hengel

unread,
Jan 21, 2008, 12:16:18 PM1/21/08
to
Michael Landenberger schrieb:

> Es mag ja sein, dass die
> "Werbeaktion" billiger war als herkömmliche Werbung. Gemessen an
> ihrer Wirkung war sie aber trotzdem sehr, sehr teuer.

Welche Wirkung versprichts du dir von echter Werbung im Gegensatz zu
dieser Art?

Es gibt auch bei Normalpreisen keinen Grund die Tankstelle anzufahren,
nur weil sie irgendwo Werbung geschaltet haben.
Tatsächlich jedoch wirkt Werbung, solange das Unternehmen nicht
negativ dargestellt wird.
Hier könnte z.B. macher die Tankstellen in der Hoffnung auf einen
weiteren Fehler anfahren.

Harald Hengel

unread,
Jan 21, 2008, 12:19:59 PM1/21/08
to
Michael Landenberger schrieb:

> Ich denke, der durch den Fehler angerichtete Schaden ist um ein
> Vielfaches höher als der Nutzen, auch wenn man die Werbewirkung
> mit einkalkuliert.

Du spricht gerade jeder Art Werbung jegliche Wirkung ab.

Es gibt auch keinen Grund die Tankstelle anzufahren, nur weil sie
Werbung im Fernsehen oder in Printmedien machen, prinzipiell passt
deine Aussage auf jede Werbung.

Laut deiner Aussage ist jede Werbung sinnlos.

Radbert Grimmig

unread,
Jan 22, 2008, 1:48:44 AM1/22/08
to
Harald Hengel schrieb:

>Es gibt auch bei Normalpreisen keinen Grund die Tankstelle anzufahren,
>nur weil sie irgendwo Werbung geschaltet haben.

Keinen rationalen jedenfalls.

>Tatsächlich jedoch wirkt Werbung, solange das Unternehmen nicht
>negativ dargestellt wird.

Allerdings eher unbewusst.

>Hier könnte z.B. macher die Tankstellen in der Hoffnung auf einen
>weiteren Fehler anfahren.

Wunschdenken. Aber manch einer, der sich dieser Publicity ausgesetzt
hat, wird möglicherweise jetzt eine bft-Tanke überhaupt erstmals
registrieren, die sein Markenbewusstsein ("schmuddelige
Billigklitsche") bislang ausgeblendet hat, obwohl er täglich dran
vorbeigefahren ist.

--

Gruß
Radbert

Radbert Grimmig

unread,
Jan 22, 2008, 2:00:13 AM1/22/08
to
Michael Landenberger schrieb:

>Die Welt ist mit Aral- und Shell-Werbung gepflastert. Ich tanke
>trotzdem nie dort, weil die mir zu teuer sind und mir die
>V-Power-Abzocke auf den Geist geht. Soviel zur Wirksamkeit von Werbung.

Ein Einzelfall, der über die Wirkung von Werbung genau nichts aussagt.

[Aral etc.]


>> sind die Marken auch mit größter Wahrscheinlichkeit bei
>> zahlreichen Käufern positiv besetzt.
>
>Dass diese Käufer zahlreich sind, ist ein feuchter Traum der
>Werbetreibenden. Otto Normaltankkunde tankt in der Regel dort, wo er
>den meisten Sprit fürs Geld bekommt, das Image der Tanke ist ihm
>relativ egal.

Woher hast Du diese Informationen?

Genau so gut könnte man behaupten, dass Otto Normalkunde lieber bei
Marken tankt, weil er gar nicht weiß, dass da bis auf gewisse
Nachkommastellen exakt der gleiche Saft wie überall sonst ausgeschenkt
wird, und weil er glaubt, mit dem dort erworbenen "höherwertigen"
Sprit dem geliebten Motor in seiner hochheiligen Blechkiste "etwas
Gutes zu tun". Zugleich wird der deutsche Otto-Normal-Autobesitzer von
schmuddeligen Hinterhoftanken abgestoßen.

Nicht vergessen: Das Auto ist des Deutschen liebstes Kind, das ihm
wichtiger ist als seine echten Nachkommen. Denk an die Hutträger und
Handwäscher. Oder auch an zahllose technisch wenig interessierte
Frauen, die aus Imagegründen ein Misstrauen gegen freie Tankstellen
hegen.

>Die "Werbeaktion wider Willen" hat ja noch nicht einmal
>einen positiven Qualitätseindruck von BFT vermittelt, eher im
>Gegenteil.

Ist für die Wirkung erst mal nicht so entscheidend, so lange der
Bekanntheitsgrad einer Marke niedrig ist, sie einen geringen
Erkennungsfaktor hat. Deren Ziel muss vorrangig sein, überhaupt ins
Bewusstsein einer größeren Gruppe vorzudringen.

>> setzen, die Story so lange es geht am Kochen zu halten.
>
>Stefan Raab und der Maschendrahtzaun lassen grüßen ;-)

DAS ist das perfekte Beispiel für die tatsächliche Wirkung von Werbung
(oder vielmehr von Marketing).

--

Gruß
Radbert

Michael Landenberger

unread,
Jan 22, 2008, 3:54:47 AM1/22/08
to
"Harald Hengel" <raldo-...@freenet.de> schrieb:

> Du spricht gerade jeder Art Werbung jegliche Wirkung ab.

Exakt. Wobei ich eine Ausnahme machen möchte: wenn ein neues Produkt
eingeführt wird, ist es sinnvoll, dieses mittels Werbung bekannt zu
machen, so dass der Verbraucher weiß, dass es eine neue Alternative zu
den bekannten Produkten gibt. Die Werbung wird aber mittelfristig
wirkungslos verpuffen, wenn das Produkt selbst nicht überzeugt. Die
Verbraucher sind nicht blöd und kaufen etwas nur wegen der knalligen
Werbung. Wenn das Produkt nicht den Erwartungen der Verbraucher
entspricht, wird sich das blitzschnell herumsprechen, und dann geht das
Produkt trotz Riesenwerbeaufwand den Bach runter. Umgekehrt wird sich
ein gutes Produkt auch mit wenig oder gar keiner Werbung verkaufen, so
wie No-Name-Sprit eben. BTW: weiß irgendjemand, wie gut sich
100-Oktan-Sprit verkauft?

> Es gibt auch keinen Grund die Tankstelle anzufahren, nur
> weil sie Werbung im Fernsehen oder in Printmedien machen,
> prinzipiell passt deine Aussage auf jede Werbung.

Du hast es erfasst ;-)

> Laut deiner Aussage ist jede Werbung sinnlos.

Ist sie auch größtenteils, Ausnahme s. o.

Gruß

Michael

Radbert Grimmig

unread,
Jan 22, 2008, 8:12:10 AM1/22/08
to
Michael Landenberger schrieb:

>> Du spricht gerade jeder Art Werbung jegliche Wirkung ab.
>
>Exakt.

Sorry, aber das ist reichlich weltfremd.

>den bekannten Produkten gibt. Die Werbung wird aber mittelfristig
>wirkungslos verpuffen, wenn das Produkt selbst nicht überzeugt. Die
>Verbraucher sind nicht blöd und kaufen etwas nur wegen der knalligen
>Werbung.

Du bringst selbst das beste Beispiel:

Mehrfach hat sich in der Vergangenheit herausgestellt, dass GERADE
jener Anbieter, die mit genau diesem Slogan wirbt, außerordentlichen
Erfolg gerade wegen des durch diese Werbung aufgebauten Images hat -
obwohl das nachweislich nicht den Tatsachen entspricht, was auch
praktisch jeder innerhalb weniger Minuten per Internet-preisvergleich
herausfinden kann.

q.e.d.

>Wenn das Produkt nicht den Erwartungen der Verbraucher
>entspricht, wird sich das blitzschnell herumsprechen, und dann geht das
>Produkt trotz Riesenwerbeaufwand den Bach runter.

Ach so! Windows ist in Wirklichkeit immer schon genau das gewesen, was
die Verbraucher wollten! Ich verstehe...

Du musst jetzt ganz stark sein: In Wirklichkeit funktioniert das oft
eher nach dem Prinzip der Millionen Fliegen und ihren
Ernährungsgewohnheiten.

>Umgekehrt wird sich
>ein gutes Produkt auch mit wenig oder gar keiner Werbung verkaufen, so
>wie No-Name-Sprit eben.

Ich muss nicht mal bis Betamax zurückspringen, sondern sage nur
"Bluray".

>> Es gibt auch keinen Grund die Tankstelle anzufahren, nur
>> weil sie Werbung im Fernsehen oder in Printmedien machen,
>> prinzipiell passt deine Aussage auf jede Werbung.
>
>Du hast es erfasst ;-)

Keinen *rationalen* Grund.

Aber viele von uns entscheiden sehr häufig aus dem Bauch.

Stell' Dir nur mal die typische Kindergärtnerin oder
Grundschullehrerin vor, die nicht selten die Tanke auch als
Möglichkeit sieht, mal kurz eben pullern zu gehen. Ich möchte wetten,
eine Mehrheit von denen geht eher zu einer Markentanke als zu einer
billigeren BFT-Tanke, unabhängig davon, wie die sanitären Verhältnisse
auf dem Örtchen *tatsächlich* aussehen.

>> Laut deiner Aussage ist jede Werbung sinnlos.
>
>Ist sie auch größtenteils, Ausnahme s. o.

Nein, sie funktioniert prima - WENN sie gut gemacht ist. Das heißt
adressatengerecht.

--

Gruß
Radbert

Michael Landenberger

unread,
Jan 22, 2008, 9:24:42 AM1/22/08
to
"Radbert Grimmig" <gri...@cityweb.de> schrieb:

> Michael Landenberger schrieb:
>
>>> Du spricht gerade jeder Art Werbung jegliche Wirkung ab.
>>
>> Exakt.
>
> Sorry, aber das ist reichlich weltfremd.

Nein. Abertausende Produkte, die intensiv beworben wurden, aber
trotzdem am Markt ein Flop waren, beweisen es.

> Du bringst selbst das beste Beispiel:
>
> Mehrfach hat sich in der Vergangenheit herausgestellt, dass GERADE
> jener Anbieter, die mit genau diesem Slogan wirbt,
> außerordentlichen Erfolg gerade wegen des durch diese Werbung
> aufgebauten Images hat - obwohl das nachweislich nicht den
> Tatsachen entspricht, was auch praktisch jeder innerhalb weniger
> Minuten per Internet-preisvergleich herausfinden kann.

Möglicherweise bietet dieser Anbieter aber andere Vorteile, die ihn für
den Kunden attraktiv machen, gegenüber dem Online-Kauf z. B. den, dass
man die Ware in Augenschein nehmen und sofort mitnehmen kann und dass
man (im Gegensatz zu Vorkasse-Online-Anbietern) sicher sein kann, Ware
gegen Geld zu bekommen. *Ausschließlich* wegen der Werbung rennt da
keiner hin, bzw. niemand würde etwas kaufen, wenn ihn die angebotenen
Produkte nicht dazu bewegen würden. Ich bin auch der Meinung, dass
besagter Anbieter mittlerweile so bekannt ist, dass er auf Werbung
komplett verzichten könnte und trotzdem genug Kunden hätte.

> Ach so! Windows ist in Wirklichkeit immer schon genau das gewesen,
> was die Verbraucher wollten!

Exakt, sonst hätte es sich trotz Werbetrommel nicht verkauft. Vista
dagegen wird intensiv beworben, trotzdem wollen es die Leute nicht bzw.
sie nehmen es widerwillig nur dann, wenn man es ihnen zwangsweise
vorinstalliert aufs Auge drückt.

>>> Laut deiner Aussage ist jede Werbung sinnlos.
>>
>> Ist sie auch größtenteils, Ausnahme s. o.
>
> Nein, sie funktioniert prima - WENN sie gut gemacht ist. Das
> heißt adressatengerecht.

Dann möchte ich mal wissen, wie auf mich zugeschnittene Werbung
aussieht. Ich gehöre zur Zielgruppe für Tankstellen, tanke aber
trotzdem in der Regel nicht bei intensiv beworbenen Marken, sondern bei
NoName-Tanken (glücklicherweise kann ich mir das aussuchen, ohne Umwege
in Kauf nehmen zu müssen). Ich bin überzeugter Windows-User, trotzdem
geht mir Vista zumindest solange am Allerwertesten vorbei, wie ich es
nicht beruflich brauche. Auf meinem Laptop steht "HP" drauf, aber nicht
deshalb, weil HP so tolle Werbung macht, sondern weil mein Bruder kurz
zuvor den gleichen Laptop erworben hat und ich ihn daher vor dem Kauf
genau unter die Lupe nehmen konnte. Die Telekom überschwemmt mich in
gedruckter und televisionärer Form mit einer magentafarbenen Flut samt
teurer Rolling-Stones-Untermalung, ich bin trotzdem bei einem Anbieter,
der wesentlich weniger aufwendige Werbung macht, weil mich dessen
Produkte mehr überzeugen. Meinen T-Mobile-Vertrag habe ich gestern
gekündigt, obwohl auch T-Mobile-Werbung zur magentafarbenen Flut
beiträgt. Ich finde nämlich, dass das Angebot meines jetzigen
Mobilfunkanbieters besser zu meinem Bedarf passt. Schlage ich meine
Tageszeitung oder meine c't auf, rieselt mir ein halbes Dutzend
Prospekte entgegen, die allesamt nach kurzem Überfliegen im Altpapier
landen, obwohl ich durchaus zur Zielgruppe für die beworbenen Produkte
gehöre. Im nächstgelegenen Einkaufszentrum prangt gleich am Eingang
dick und fett das M einer "einfach guten" Burgerbrater-Kette, ich esse
trotzdem lieber beim Thailänder nebenan, der *überhaupt* keine Werbung
außerhalb seines Ladens macht (ein leckeres Nudelgericht mit
Erdnusssoße, serviert in angenehmem Ambiente, kostet dort übrigens nur
4,50 Euro und bietet ein Preis-/Leckerheitsverhältnis, das kein
Schnellfraßanbieter je auch nur annähernd erreichen wird). Ständig
wollen mir irgendwelche Penetranzlinge Kreditkarten der
unterschiedlichsten Banken aufs Auge drücken, ich bin trotzdem nicht
interessiert (die Bank, von der ich meine Kreditkarten habe, habe ich
nach Studium der Preise und Konditionen selbst ausgesucht). Dass ich
trotz unermüdlichen Werbegetrommels noch keinen
gelben/blauen/roten/lila/durchsichtigen Strom beziehe, liegt nicht etwa
am inneren Schweinehund, sondern an der Tatsache, das keiner der
entsprechenden Anbieter einen nennenswerten Vorteil gegenüber meinem
derzeitigen Anbieter hat. Mein Fernseher zeichnet sich u. a. dadurch
aus, dass er die lautstärkemäßig künstlich hochgepuschte Werbung (!)
automatisch leise regelt, was mir den Druck auf die Mute-Taste erspart,
wenn ich während der Werbepause eine Unterhaltung führen möchte oder
das Zimmer verlasse. Ein Feature, das neben der Bildqualität ein
besseres Verkaufsargument für den Fernseher geliefert hat als der
nobelste Hochglanzprospekt.

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ich ein Einzelfall bin.

Gruß

Michael

Wolfgang Arhelger

unread,
Jan 22, 2008, 10:03:03 AM1/22/08
to
On 22 Jan., 16:24, "Michael Landenberger" <spameimer052...@arcor.de>
wrote:

>
> Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ich ein Einzelfall bin.
>

Bist Du ja auch nicht und das behauptet ja auch keiner.
Du hast recht, wenn Du sagst, dass man auch mit
der besten Werbung nicht jeden Schrott an den Mann/
die Frau bringen kann.
Beim Grossteil der Werbung ist das ja auch nicht das
primäre Ziel, man möchte den Namen (das Brand) in
die Köpfe der Verbraucher hämmern.
Mit Persil verbindet man nun mal Sauberkeit.
Mit Microsoft Betriebssystem-Software.
Das geht so weit, dass Gipskartonplatten als Rigips
bezeichnet werden, obwohl das ein Herstellername
ist und nicht ein bestimmtes Produkt.
Ein guter Ferrarista tankt nu' mal bei SHELL,
das ist halt so, und dass obwohl wir alle wissen,
dass überall die gleiche Plörre vertickert wird.
Wobei es bei Firmen und Handelsketten grundsätzlich
um den "guten Namen" im allgemeinen geht
und nicht um ein bestimmtes Produkt.
Da ist Werbung Imagepflege und keine gezielte
Verkaufsförderung.
Aber gebe ich dir recht, dass diese nächtliche
Billigtankaktion bestenfalls Negativ-Werbung ist.
Wer tankt denn schon bei Dummdödels?
Wer sich da an der Tanke verletzt, der wartet
womöglich auch 2 Std auf den Notarzt.....
Um bei Treibstoff Begehrlichkeiten und das
"haben will...."-Gefühl zu wecken muss man
den Kunden wohl anders locken.
Es sei denn, die verkaufen den Sprit dauerhaft
5ct billiger als die Konkurrenz
Ich fahre auch keine 3km Umweg, um 1 EUR
beim Tanken zu sparen.
Ich tanke dort, wo ich gerade tanken muss.
Wenn dann billig und teuer direkt hintereinander
liegen, na dann beim billigen.
Ich denke, dass diese Tanke nur finanziellen
Schaden hatte, der nun von einer Versicherung
übernommen wird.
Das Gelächter und die Schadenfreude gab's dann
geschenkt dazu.

Grüsse
Wolfgang

Peter Sieker

unread,
Jan 22, 2008, 1:46:36 PM1/22/08
to

"Harald Hengel" <raldo-...@freenet.de> schrieb im Newsbeitrag news:fn1ehf$j80$01$6...@news.t-online.com...

> Peter Sieker schrieb:
>
>> Ich habe keine Lust die Fakten dauernd zu wiederholen, da Dich die
>> Tatsachen augenscheinlich nicht interessieren.
>
> Welche Fakten kennen wir denn?

Das Du keinerlei Fakten kennst, hast Du ja inzwischen genug bewiesen.
Ich frage mich nur was Dich zu diesem merkwürdigen Kreuzzug
der konstruierten Geschichten treibt.


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