http://www.pages.at/heaven/cx/
Nun hat er bald zwanzig Jahre und 250.000 km auf dem Rahmen. Trotzdem
oder gerade deshalb: Ein Traum!
Es gibt dort noch einen kleinen Text dazu (Hommage) und Dokus bei den
Fotos (Meilensteine), außerdem habe ich für Citroën-Freaks ein paar
funkelnagelneue Foren eingerichtet:
Citroën CX
Alles über die Kult-Limousine
Andere Citroën-Oldtimer
Zum Beispiel die "Göttliche" ID/DS: La "desse" | GS/GSA | 2CV | SM
Aktuelle Modelle von Citroën
Alles über die neueren Fahrzeuge
Würde mich freuen, von Euch dort oder hier etwas dazu zu lesen! Die
Website ist zwar noch nicht allzu umfangreich, aber sie wird weiter
ausgebaut. Bald erwarte ich schöne Original-Prospekte vom CX, die werde
ich dann ebenfalls dort veröffentlichen.
Wer hat einmal diese Kult-Limousine besessen und möchte die Community
mit ein paar Worten darüber informieren? Wer fährt sogar jetzt noch
einen (viele sieht man ja nicht mehr)? Wie schwebt(e) es sich damit?
Sorry,das ist kein Auto.Das ist ne Badewanne auf Rädern.Ich finde dieses
"Ding" potthässlich.Dagegen ist der Multipla ne Schönheit....
cu Marco
> Sorry,das ist kein Auto.Das ist ne Badewanne auf Rädern.Ich finde dieses
> "Ding" potthässlich.Dagegen ist der Multipla ne Schönheit....
Das du Ahnungslos bist muss dir nicht unangenehm sein, ich würde an
deiner Stelle nur halt einfach nicht öffentlich darüber sprechen.
Raoul
--
Make love not war!
Raoul Donschachner wrote:
> Marco Wernikowski <werni...@web.de> wrote:
[Citroen CX]
> > Sorry,das ist kein Auto.Das ist ne Badewanne auf Rädern.Ich finde dieses
> > "Ding" potthässlich.Dagegen ist der Multipla ne Schönheit....
>
> Das du Ahnungslos bist muss dir nicht unangenehm sein, ich würde an
> deiner Stelle nur halt einfach nicht öffentlich darüber sprechen.
Das hat ja nu mit Ahnung nix zu tun. Geschmack ist eben
Geschmackssache. (Ich finde den CX toll. :-) Allerdings
zeigt Ihr beide, daß Ihr nicht sonderlich viel Ahnung habt,
wie man sinnvoll diskutiert. Ein plumper Bait und jemand,
der genauso plump drauf anspringt ... niedlich.
Findet jedenfalls
Erik.
--
'"''" ist ein Hochkomma' ist kanonisches SQL.
-- Lutz Donnerhacke in d.c.d.m.
> Wer hat einmal diese Kult-Limousine besessen und möchte die Community
> mit ein paar Worten darüber informieren?
Naja, mein Vater hat mal einen DS gehabt, allerdings war ich da noch nicht
sehr alt. Ich kann mich dunkel an den Wagen erinnern...
> Wie schwebt(e) es sich damit?
Entgegen dem damaligen Renault 4 meiner Mutter hatte man in dem DS das
Gefühl, die Strasse wäre topfeben. Wirklich wie eine Sänfte...
Benjamin
>"Michael Simon" <AXGGEF...@spammotel.com> schrieb im Newsbeitrag
>news:qoht0uoi127p9qaud...@4ax.com...
>
>> Wer hat einmal diese Kult-Limousine besessen und möchte die Community
>> mit ein paar Worten darüber informieren?
>
>Naja, mein Vater hat mal einen DS gehabt, allerdings war ich da noch nicht
>sehr alt. Ich kann mich dunkel an den Wagen erinnern...
Wahrscheinlich war es eine schwarze DS ;-) Eines der ersten Fahrzeuge
mit Einspritzmotor und Vorderradantrieb. Mehr Schiff als Auto... An die
Trittbretter möchte man fast einen Steg anlegen.
Hier in AT gab es anfangs leichte Probleme mit der Typisierung, weil die
hinteren Blinker oben knapp unterhalb des Dachs angebracht waren,
außerdem hatten die deutschen Fabrikate immer eine starke Lobby. In den
ersten Baujahren waren die Gehäuse dieser Blinker aus Kunststoff, erst
später schaffte man es, eine verchromte Metallfassung dieser
trompetenartigen Mensuren herzustellen.
Ein Designerglanzstück der besonderen Sorte. Mehr Citroën geht nicht.
Inzwischen wirklich sehr selten geworden, ist sie eigentlich auch nicht
mehr alltagstauglich, sondern eher ein Museumsstück, was man vom CX noch
lange nicht behaupten kann.
Die ID/DS spielte in unzähligen französischen Filmen der Fünfziger- und
Sechzigerjahre mit. In einem Lustspiel mit Louis de Funès hatte man der
Limousine ein Boot auf den Dachträger geschnallt, mit dem Kiel nach
oben. In einem Stunt machte das Sandwich einen Salto in einen See, dann
natürlich mit dem Boot unten und »La Déesse« (»die Göttliche«) oben.
Viele werden sich an die Szene erinnern, in der de Funès und sein
Chauffeur bei Nacht und Nebel entkleidet durch den See waten, an einem
Strick das Boot mit der DS oben drauf hinter sich herziehend, während
Louis über das Autotelefon (damals noch Statussymbol), dessen Strippe
aus dem Autofenster hängt, seiner Ehefrau Ausflüchte vorträgt.
Momentan läuft ein Werbespot (Cola?) mit einem roten, todschicken
DS-Cabrio. Und beim Arzt, dem die Frauen vertrauen (Dr. Frank, glaube
ich), ist ein solches in blau zu bewundern, schon im Titelvorspann. Nur
deshalb sollte man bei dieser TV-Serie ruhig mal reinschauen. Von der DS
wurden eine Zeitlang Cabrios in Serie hergestellt (durch eine darauf
spezialisierte Firma), vom CX gab es nur Einzelstücke als Cabrio, die
meisten nicht ganz gelungen, weil sie das Heck nicht hinkriegten.
Einer der bekanntesten und häufigsten Auftritte des CX hingegen im
deutschsprachigen Raum und in Europa waren die frühen
Schimanski-Tatorte. Natürlich ein Turbo-GTI mit 168 PS, der in den
zahlreichen Verfolgungsjagden passable Figur machte und meistens gewann.
>> Wie schwebt(e) es sich damit?
>
>Entgegen dem damaligen Renault 4 meiner Mutter hatte man in dem DS das
>Gefühl, die Strasse wäre topfeben. Wirklich wie eine Sänfte...
Ja. Mit der DS wurde die geniale und unübertroffene Hydropneumatik
(Federung, Bremsen, Servo) entwickelt. Leider noch ohne Servolenkung,
soweit ich mich erinnere, sehr wohl aber mit dem Einspeichenlenkrad, das
auch der CX hat. Ein kleiner Haken war auch der sehr weit obenliegende
und in den Fahrgastraum ragende Motor (Geräusche).
Gibt es bei Euch auch diese Geschwindigkeitshemmer auf den Straßen in
Form von künstlich und eigens dafür angelegten Unebenheiten? Ich sage
Euch, es gibt nichts Schöneres, als an einer solchen Stelle einen
AMG-Benz, der mit 15 km/h mühsam darüberrumpelt, um nicht aufzusitzen,
problemlos mit mehr als der fünffachen Geschwindigkeit zu überholen.
Von mir aus können sie ruhig noch mehr von diesen »Schikanen« einbauen.
OK, im allgemeinen halte ich mich an die Geschwindigkeitsvorschriften,
aber manchmal ist die Verführung einfach zu groß, besonders bei den
beschriebenen Gelegenheiten...
Es hat eben nicht jeder Federkugeln und ein Luftpolster :-)
--
Citroën-CX-Homepage
http://www.pages.at/heaven/cx/
>Geschmack ist eben
>Geschmackssache. (Ich finde den CX toll. :-)
Ich auch, wie man vielleicht schon gemerkt hat :-)
Mein Traum, es herrscht doch die Retro-Welle: Ein halbwegs brauchbares
aber darniederliegendes Automobilwerk im ehemaligen Ostblock
kaufen/mieten und den CX neu auflegen. Äußerlich völlig unverändert
lassen, daß er aussieht wie bis zum Baujahr 1985 ("altes Modell").
Nichts verändern, aber auch schon gar nichts. Eins zu eins klonen.
Innenausstattung, Motor (Wankel?) und Hydropneumatik auf den letzten
Stand der Technik bringen und weiterentwickeln. Wäre DER Hammer!
Also, legen wir zusammen? Wer ist dabei?
--
Citroën-CX-Homepage
http://www.pages.at/heaven/cx/
>Eines der ersten Fahrzeuge
>mit Einspritzmotor und Vorderradantrieb.
...und überhaupt das erste mit Scheibenbremsen, vergaß ich zu erwähnen.
Was viele vielleicht auch nicht wissen: Citroën erfand das Bremslicht,
allerdings schon lange vor der DS/ID.
>Gibt es bei Euch auch diese Geschwindigkeitshemmer auf den Straßen in
>Form von künstlich und eigens dafür angelegten Unebenheiten? Ich sage
>Euch, es gibt nichts Schöneres, als an einer solchen Stelle einen
>AMG-Benz, der mit 15 km/h mühsam darüberrumpelt, um nicht aufzusitzen,
>problemlos mit mehr als der fünffachen Geschwindigkeit zu überholen.
HEHE Es gibt nix schoeneres als mit meinem XM in 30er Zonen wirklich
30 zu fahren auch ueber diese Huckel, wenn man dann so einen Traeumer
hinter sich hat der nur so schnell faehrt wie das Auto vor
einem... :-]
Olaf
--
D.i.e.s.S. (K.)
Weit prägnanter ist für mich die Erinnerung an die DS vom bösen
Fantomas, mit Strahltriebwerken und ausfahrbaren Tragflächen =#-)
(Vergebt mir, ich war höchstens sieben oder so)
>Gibt es bei Euch auch diese Geschwindigkeitshemmer auf den Straßen in
>Form von künstlich und eigens dafür angelegten Unebenheiten? Ich sage
>Euch, es gibt nichts Schöneres, als an einer solchen Stelle einen
>AMG-Benz, der mit 15 km/h mühsam darüberrumpelt, um nicht aufzusitzen,
>problemlos mit mehr als der fünffachen Geschwindigkeit zu überholen.
Über 75 in der verkehrsberuhigten Zone, nicht schlecht. Und da regt
sich die Law-and-Order-Fraktion im anderen Thread über lächerliche 110
in einem innerstädtischen Tunnel nachts ohne Verkehr auf ...
Gruß, Radbert
--
http://www.rrr.de/~radbert
Michael Simon wrote:
> Wahrscheinlich war es eine schwarze DS ;-) Eines der ersten Fahrzeuge
> mit Einspritzmotor
Gutbrod Superior 1952.
> und Vorderradantrieb.
DKW in den späten 20ern.
[Schwärmerei]
Klar, ein tolles Auto ist die DS, und ihrer Zeit um viele
Jahrzehnte voraus -- erst in Zurück in die Zukunft, Teil 2,
wirkte sie ein wenig altmodisch ;-)
Liebe Grüße,
Erik.
--
"Ich sehe nicht ein, warum es von nun an immer schieflaufen muß, nur weil
es jetzt einmal schiefgelaufen ist." -- Simon Paquet in d.a.n.r.
> soweit ich mich erinnere, sehr wohl aber mit dem Einspeichenlenkrad, das
> auch der CX hat.
Ja und natürlich den legendären Lupentacho, an dem sich ganze Generationen
von Autotestern die Finger wundgeflamed haben!!
Gruß
Boris - dessen Eltern einen 76er CX 2000 in braun-metallic hatten
>"Michael Simon" <AXGGEF...@spammotel.com> schrieb im Newsbeitrag
>news:f4j51ugnus679n8pg...@4ax.com...
>
>> soweit ich mich erinnere, sehr wohl aber mit dem Einspeichenlenkrad, das
>> auch der CX hat.
>
>Ja und natürlich den legendären Lupentacho, an dem sich ganze Generationen
>von Autotestern die Finger wundgeflamed haben!!
Da gibt es überhaupt nichts zu kritisieren, im Gegenteil. Für all jene,
die sich unter "Lupentacho" nichts vorstellen können:
Diese Geschwindigkeitsanzeige verfügt nicht über einen Zeiger, der sich
über ein Zifferblatt bewegt, sondern über eine vertikal angeordnete
Trommel ähnlich jener in älteren, mechanischen Glückspielautomaten, auf
der die Ziffern abgebildet sind, die sich über ein dimmbar beleuchtetes
Sichtfenster einwandfrei, groß und deutlich ablesen lassen. Dasselbe
beim Anzeigeinstrument für die Motordrehzahlen.
In den frühen Baujahren des CX war in das Sichtfenster tatsächlich noch
ein Vergrößerungsglas eingebaut, das zwar ein optischer Blickfang war,
über dessen Funktionalität und Ablesbarkeit man aber tatsächlich
streiten kann. Die Schrift auf der Trommel war noch dazu ziemlich klein,
schwarz und vor einem scheußlich-gelben Hintergrund. Ab Baujahr 1980
ungefähr gab es ein paar winzige Korrekturen. Die Zylindertrommel wurde
etwas größer dimensioniert, die Lupe verschwand, die Ziffern wurden
deutlicher und dezenter gestaltet, hell auf dunklem Hintergrund.
Dieser Tacho ist zweifellos eine weitere, wahre Meisterleistung der
Designer am CX (DS?)! Die Anzeigen sind *wesentlich* kleiner als
Zifferblätter und bieten den gleichen Informationsgehalt. Das dient
eindeutig der Übersichtlichkeit und Sicherheit.
In Wirklichkeit hingen sich die Kritiker an folgendem auf, was sie aber
nie zugaben: Es läßt sich beim geparkten Fahrzeug durch das
Seitenfenster die (ohnehin meistens fiktive) Höchstgeschwindigkeit nicht
ablesen, welche der Tacho vorgibt, anzeigen zu können. Wenn der CX
steht, ist dort nur eine ehrliche Null zu lesen. Sonst nichts. Das
war's, was die Leute störte; glaubt es mir bitte.
Mir persönlich gefällt alles, das ein wenig anders ist und darüber
hinaus noch Vorteile bietet. Der "alte" CX ist voll von solchen Dingen.
Selbst nach zehn Jahren finde ich immer noch etwas Neues. Vielleicht
erzähle ich Euch mal was über die Blinkerkontrolle und über die nach
innen gewölbte Heckscheibe.
Bleiben wir aber noch ein wenig bei den Tachometern.
Als ich ein Junge war, hatte mein Onkel einen großen Opel mit ebenfalls
einem besonderen Tacho, der mich bei weitem mehr faszinierte als der
ganze Rest des Autos.
Das Ding beruhte auf einer optischen Täuschung. Es schien so, als ob
sich aus dem Nichts ein Band wie bei einem Thermometer (nur wesentlich
deutlicher und breiter) quer über das Dashboard schob, das noch dazu bei
höheren Geschwindigkeiten wie ein Chamäleon ständig die Farbe wechselte.
Leider fuhr mein Onkel nie schnell genug, ich war nämlich äußerst
neugierig, ob das Band jenseits der 130 womöglich nochmal eine andere
Farbe annahm.
Wie ich alsbald herausfand, handelte es sich bei der wie durch ein
Wunder - woher auch immer - hervorwachsenden, langen, spitz zulaufenden
Zunge um eine Trommel (Zylinder), die unter einem schmalen Sichtfenster
horizontal entlang des Armaturenbretts angebracht war. Auf der Trommel
war spiralförmig ein Farbkontrast abgebildet, am Anfang (bis 50 km/h)
grün/weiß, dann gelb/weiß und rot/weiß. Durch das Sichtfenster wanderte
der Kontrast je nach Geschwindigkeit von links nach rechts entlang der
Ziffernangaben, die direkt auf dem Armaturenbrett standen.
Dieser Opel-Tacho war weder klein, noch war er besonders schön oder
dezent. Aber faszinierend. Das Problem mit der fehlenden
Höchstgeschwindigkeitsanzeige zum Protzen war auch nicht existent. Und
von diesen billigst angefertigten Flimmerdingern sogar in
"Luxus-Automobilen" neuerer Fabrikation möchte ich gar nicht erst
anfangen...
(Inzwischen lerne ich nämlich die "bildschirmfreien Zonen" in der
Umgebung meines Alltags richtig zu schätzen ;-)
Ab den Baujahren 85/86 wurde jedenfalls der wunderschöne, aufregende und
sehr außergewöhnliche Zylindertacho des Citroën CX durch einen faden,
"normalen" mit Zifferblatt ersetzt... Der radikale Modellwechsel zu
dieser Zeit - man wollte die perfekte Limousine "modernisieren" -
brachte wenig Gutes. "Stoßstangen" aus Kunststoff, gewöhnliche
Blinkerhebel, bescheuerte Anordnung von Autoradio und
Heizungs-/Lüftungsregler, - ich will gar nicht darüber nachdenken.
Schade. Wirklich sehr schade. Verbessert wurde lediglich die Qualität
der Materialien von der Innenausstattung.
Ein paar Abbildungen vom unvergleichlichen Fahrerplatz und Dashboard des
Citroën CX, wo man den Tacho halbwegs erkennen kann, habe ich hier für
Euch gefunden:
http://web.ukonline.co.uk/Members/jr.marsh/cx1.htm
>Boris - dessen Eltern einen 76er CX 2000 in braun-metallic hatten
Also einen der Allerersten, Kompliment. Du bist ein wertvoller
Zeitzeuge, Boris.
Die ersten CX hatten übrigens diese häßlichen, schwarzen und breiten
Seitenstreifen aus Plastik mitten entlang der Türen und Kotflügel nicht,
welche nach ein paar Jahren angebracht wurden, um vor Beschädigungen
beim Parallelparken zu schützen oder vielmehr, um alles nachzumachen,
was andere vorgeben und für sinnvoll erachten.
Bei der ersten Neulackierung schon entschied ich großzügig, diese
vierhundert Mark teuren Seitenstreifen einfach wegzulassen, was sich
optisch sehr vorteilhaft auswirkt, und die Türen werden *kein bißchen
beschädigt*, das kann ich nun aus langjähriger Erfahrung mit Sicherheit
behaupten. Die Gummileisten (womöglich mit Reflektoren) an den
*Außenkanten* der Türen machen da wesentlich mehr Sinn.
Manchmal ist weniger eben mehr...
Und wenn ich den CX neu auflegen würde, käme exakt der gleiche Tacho zum
Einsatz wie in meinem Modell. Man könnte zusätzlich und dezent verborgen
einen kleinen Schalter anbringen, der die Trommeln auf "Gamblen"
umstellt, dann hätte man in Fahrpausen die Möglichkeit, über die
Anzeigen ein wenig Zitrone/Pflaume/Kirsche oder Poker zu spielen ;-)
--
Citroën-CX-Homepage
Das eleganteste Automobil der Welt
http://www.pages.at/heaven/cx/
Michael Simon wrote:
> Dieser Tacho ist zweifellos eine weitere, wahre Meisterleistung der
> Designer am CX (DS?)! Die Anzeigen sind *wesentlich* kleiner als
> Zifferblätter und bieten den gleichen Informationsgehalt. Das dient
> eindeutig der Übersichtlichkeit und Sicherheit.
Eindeutig nicht. Denn bei so einem Tacho (oder auch einem
neumodischen Digitaltacho) muß ich *lesen*, welche Zahl da
angezeigt wird -- bei einem Zeigerinstrument reicht's, aus
dem Augenwinkel die Zeigerstellung zu erkennen.
> In Wirklichkeit hingen sich die Kritiker an folgendem auf, was sie aber
> nie zugaben: Es läßt sich beim geparkten Fahrzeug durch das
> Seitenfenster die (ohnehin meistens fiktive) Höchstgeschwindigkeit nicht
> ablesen, welche der Tacho vorgibt, anzeigen zu können.
Unsinn. Das spielt nur bei Betrachtern unter 10 eine
nennenswerte Rolle.
> Mir persönlich gefällt alles, das ein wenig anders ist und darüber
> hinaus noch Vorteile bietet.
Mir auch. Aber dieser Tacho gehört definitiv nicht dazu,
denn er bietet Nachteile. Nix gegen den CX, aber irgendwie
hab ich den Eindruck, Deine Begeisterung für dieses Auto
geht etwas weiter als meine. ;-)
Liebe Grüße,
Erik.
--
"Das ist wie vom Regen mit Umweg über die Traufe direkt in die Scheiße."
-- Klaus Walla
> Einer der bekanntesten und häufigsten Auftritte des CX hingegen im
> deutschsprachigen Raum und in Europa waren die frühen
> Schimanski-Tatorte.
So früh waren die auch wieder nicht. Den ersten CX fuhr Schimanski im
Kino-Tatort "Zahn um Zahn", das war 1985 als es die Figur schon vier
Jahre gab. In den neuen, von der Tatort-Reihe losgelösten Folgen hatte
er zunächst eine schwarze DS
http://www.tazl-inside.de/images/moviesites/schimanski_site/schimanski/schim8.jpg
und dann wieder einen silbernen CX wie schon 1985
http://horst-schimanski.org/dreh01hungerg.jpeg
Die nächste Folge läuft übrigens heute abend.
cu ulf
--
60 Jährige Mercedesfahrer stehen neben Dir an der Ampel, haben einen
Minderwertigkeitskomplex, und wollen mit Dir Rennen fahren ?
[Peter Sieker zu "Pontiac T/A GTA" in defa]
>Den ersten CX fuhr Schimanski im
>Kino-Tatort "Zahn um Zahn", das war 1985 als es die Figur schon vier
>Jahre gab. In den neuen, von der Tatort-Reihe losgelösten Folgen hatte
>er zunächst eine schwarze DS
>
>http://www.tazl-inside.de/images/moviesites/schimanski_site/schimanski/schim8.jpg
>
>und dann wieder einen silbernen CX wie schon 1985
>
>http://horst-schimanski.org/dreh01hungerg.jpeg
>
>Die nächste Folge läuft übrigens heute abend.
WOW! Mit CX? Kreisch! Danke für die Info, Ulf! Gerade noch rechtzeitig
(that's usenet!)... [§&^~°$+%*!], ich habe Dienst! Na, vielleicht werde
ich es schaffen, den Videorekorder zu programmieren ;-) Wo habe ich nur
das Fersehprogramm?
>Moin!
>
>Michael Simon wrote:
>> Dieser Tacho ist zweifellos eine weitere, wahre Meisterleistung der
>> Designer am CX (DS?)! Die Anzeigen sind *wesentlich* kleiner als
>> Zifferblätter und bieten den gleichen Informationsgehalt. Das dient
>> eindeutig der Übersichtlichkeit und Sicherheit.
>
>Eindeutig nicht. Denn bei so einem Tacho (oder auch einem
>neumodischen Digitaltacho) muß ich *lesen*, welche Zahl da
>angezeigt wird -- bei einem Zeigerinstrument reicht's, aus
>dem Augenwinkel die Zeigerstellung zu erkennen.
Darf ich Dir mal was sagen? Erstens brauche ich eigentlich überhaupt
keinen Tacho, weil ich immer auf +/- 10 km/h genau weiß, wie schnell ich
bin, auch ohne auf die Anzeige zu schauen, sogar blind auf dem
Beifahrersitz, wenn Du willst. Ich fahre ja nicht erst seit gestern
Auto. Du kannst das gerne überprüfen, wenn Du willst (diese Wette gilt
bis 150 km/h, bei allem, was schneller ist, ist es ohnehin wurscht, was
auf dem Tacho steht).
Zweitens: In Zifferblättern mit Einteilung bis 240 km/h und höher, noch
dazu lediglich in einem Kreissegment angeordnet, stehen die Werte derart
knapp beieinander, daß Du aus Deinem Augenwinkel bestimmt *nicht*
erkennen kannst, wo genau der Zeiger steht. Sicher nicht so genau, wie
ich auswendig ohne zu schauen ;-)
Drittens: Was die digitalen Anzeigen anbelangt, gebe ich Dir gerne
recht. Diese Displays sind völlig unbrauchbar. Bei starkem Gegenlicht
oder direkter Sonneneinstrahlung sieht man NICHTS darauf. Auch bei den
modernsten und besten dieser Sorte nicht. (Ich muß manchmal aus
beruflichen Gründen mit anderen Autos fahren als mit dem CX, daher weiß
ich das aus eigener Erfahrung.)
>> In Wirklichkeit hingen sich die Kritiker an folgendem auf, was sie aber
>> nie zugaben: Es läßt sich beim geparkten Fahrzeug durch das
>> Seitenfenster die (ohnehin meistens fiktive) Höchstgeschwindigkeit nicht
>> ablesen, welche der Tacho vorgibt, anzeigen zu können.
>
>Unsinn. Das spielt nur bei Betrachtern unter 10 eine
>nennenswerte Rolle.
Unterschätze mir bitte die Dummheit der Menschheit nicht, Erik.
Anwesende natürlich ausgenommen.
>> Mir persönlich gefällt alles, das ein wenig anders ist und darüber
>> hinaus noch Vorteile bietet.
>
>Mir auch. Aber dieser Tacho gehört definitiv nicht dazu,
>denn er bietet Nachteile.
Keineswegs. Im absoluten Gegenteil. Es ist der tollste Tacho von allen.
Mit Abstand. Zeig mir bitte einen besseren.
>Nix gegen den CX, aber irgendwie
>hab ich den Eindruck, Deine Begeisterung für dieses Auto
>geht etwas weiter als meine. ;-)
Das kann ohne weiteres sein, nur bin ich bestimmt nicht derjenige, der
sich dafür zu schämen bereit ist ;-)
Es gibt natürlich auch ein paar unbedeutende Schwachpunkte beim CX.
Davon vielleicht einmal zu einem späteren Zeitpunkt. Der Tacho ist es
eindeutig nicht.
Michael Simon wrote:
> Erik Meltzer <er...@ermel.org> wrote:
> >Michael Simon wrote:
> >> Dieser Tacho ist zweifellos eine weitere, wahre Meisterleistung der
> >> Designer am CX (DS?)! Die Anzeigen sind *wesentlich* kleiner als
> >> Zifferblätter und bieten den gleichen Informationsgehalt. Das dient
> >> eindeutig der Übersichtlichkeit und Sicherheit.
> >
> >Eindeutig nicht. Denn bei so einem Tacho (oder auch einem
> >neumodischen Digitaltacho) muß ich *lesen*, welche Zahl da
> >angezeigt wird -- bei einem Zeigerinstrument reicht's, aus
> >dem Augenwinkel die Zeigerstellung zu erkennen.
>
> Darf ich Dir mal was sagen? Erstens brauche ich eigentlich überhaupt
> keinen Tacho, weil ich immer auf +/- 10 km/h genau weiß, wie schnell ich
> bin, auch ohne auf die Anzeige zu schauen, sogar blind auf dem
> Beifahrersitz, wenn Du willst. Ich fahre ja nicht erst seit gestern
> Auto.
Ich fahre auch nicht erst seit gestern Auto, aber es gibt
Situationen, da verschätz ich mich. Beispiel: nach einer
längeren Autobahnetappe im gestreckten Galopp kommt 'ne
Baustelle, und ich darf/will höchstens Tacho 90 (also echte
80) fahren. Geschätzt klappt das nie im Leben, weil auch
110 Dir vorkommen wie Parken, wenn Du eben noch 190 gefahren
bist. Und bei einem Zeigertacho reicht's, wenn der auf
z.B. 10 Uhr zeigt -- plus/minus 10 km/h tun nicht weh, aber
110 statt 80 evtl. schon.
> Du kannst das gerne überprüfen, wenn Du willst (diese Wette gilt
> bis 150 km/h, bei allem, was schneller ist, ist es ohnehin wurscht, was
> auf dem Tacho steht).
Wo wohnst Du? Ich wohne in Braunschweig.
> Zweitens: In Zifferblättern mit Einteilung bis 240 km/h und höher, noch
> dazu lediglich in einem Kreissegment angeordnet, stehen die Werte derart
> knapp beieinander, daß Du aus Deinem Augenwinkel bestimmt *nicht*
> erkennen kannst, wo genau der Zeiger steht.
Genau genug, um meine Geschwindigkeit der vorgeschriebenen
anzupassen.
> Sicher nicht so genau, wie ich auswendig ohne zu schauen ;-)
Die Wette halte ich.
> >> Mir persönlich gefällt alles, das ein wenig anders ist und darüber
> >> hinaus noch Vorteile bietet.
> >
> >Mir auch. Aber dieser Tacho gehört definitiv nicht dazu,
> >denn er bietet Nachteile.
>
> Keineswegs. Im absoluten Gegenteil. Es ist der tollste Tacho von allen.
> Mit Abstand. Zeig mir bitte einen besseren.
Jeder Zeigertacho ist besser. Welchen Nutzen soll denn der
Walzentacho des CX bitte haben? Du schreibst "kleinere
Anzeige", aber welchen Vorteil hat das? Kleine Instrumente
sind doch kein Selbstzweck. Kultig isses, keine Frage,
aber wirklich zweckmäßig ist es nicht.
> >Nix gegen den CX, aber irgendwie
> >hab ich den Eindruck, Deine Begeisterung für dieses Auto
> >geht etwas weiter als meine. ;-)
>
> Das kann ohne weiteres sein, nur bin ich bestimmt nicht derjenige, der
> sich dafür zu schämen bereit ist ;-)
Ist ja auch in Ordnung so -- geht mir mit Käfern und Verwandschaft
ja nicht anders. Nur seh ich beim besten Willen nicht, welchen
Vorteil ein Tacho haben soll, den man im Wortsinn entziffern muß,
gegenüber einem, wo eine Zehntelsekunde reicht, um die Zeigerstellung
zu erfassen.
> Es gibt natürlich auch ein paar unbedeutende Schwachpunkte beim CX.
*G* :-)
> Davon vielleicht einmal zu einem späteren Zeitpunkt. Der Tacho ist es
> eindeutig nicht.
IMHO schon. Bei gleicher, extrem kurzer Blickdauer weiß ich die
Geschwindigkeit mit einem Zeigertacho genauer als Du mit dem
Walzentacho -- und bei längerer Blickdauer hab ich in der Zeit,
die Du zum *Lesen* der Geschwindigkeit brauchst, auch noch die
Kühlmitteltemperatur und den Tankinhalt kontrolliert.
Liebe Grüße,
Erik.
--
"Kaffee? Du sagst Kaffee dazu? Das war hochraffiniertes
Industrie-Koffein in einer kandiszuckergepufferten Lösung."
-- Dietz Proepper in d.a.s.r.
Das Auto war sehr gut, aber seiner Zeit leider um mind 20 Jahre voraus,
wie so oft bei Citroen, leider.
> Einer der bekanntesten und häufigsten Auftritte des CX hingegen im
> deutschsprachigen Raum und in Europa waren die frühen
> Schimanski-Tatorte. Natürlich ein Turbo-GTI mit 168 PS, der in den
> zahlreichen Verfolgungsjagden passable Figur machte und meistens gewann.
Heute ist wieder Schimi Zeit :-)))
20:15 Uhr
--
CU Tobias, "Schimi Fan"
Ich muss weg.
Michael Simon wrote:
> Dieser Tacho ist zweifellos eine weitere, wahre Meisterleistung der
> Designer am CX (DS?)! Die Anzeigen sind *wesentlich* kleiner als
> Zifferblätter und bieten den gleichen Informationsgehalt. Das dient
> eindeutig der Übersichtlichkeit und Sicherheit.
>
> In Wirklichkeit hingen sich die Kritiker an folgendem auf, was sie aber
> nie zugaben: Es läßt sich beim geparkten Fahrzeug durch das
> Seitenfenster die (ohnehin meistens fiktive) Höchstgeschwindigkeit nicht
> ablesen, welche der Tacho vorgibt, anzeigen zu können. Wenn der CX
> steht, ist dort nur eine ehrliche Null zu lesen. Sonst nichts. Das
> war's, was die Leute störte; glaubt es mir bitte.
Hübsche Rede, aber leider Schwachfug.
Beim Tacho wie auch beim Drehzahlmesser geht es in der Praxis nicht
darum, wie schnell Du absolut bist, sondern wie schnell Du ungefähr in
Relation zu dem von Dir üblicherweise genutzten Geschwindigkeitsbereich
bist - aber das musst Du intuitiv erkennen. Und das erkennst Du auf
konventionellen Rundinstrumenten besser als auf einem Lupentacho.
Deshalb haben sich auch die Digital-Armbanduhren nicht durchgesetzt. Sie
zeigen die Zeit zwar viel exakter ab, aber "kurz vor halb drei" erkennt
man auf einer Analog-Uhr einfach besser.
Mit Citroens ist es in vielen Dingen wie mit Apple-Computern: Sie
weichen von der Norm ab und sind in den meisten Abweichungen nur anders,
aber nicht unbedingt besser. Deshalb hat Citroen auch pleite gemacht und
ist von PSA gekauft worden. Mein Verhältnis zu Citroen im Speziellen und
zu französischen Autos im Allgemeinen wurde von zwei Autos (Citroen GS
Break und Renault R19 Cabrio) geprägt, die beide einfach beschissen
verarbeitet waren. Der Citroen war nach sechs Jahren komplett
durchgerostet (DIN A4 große Löcher im Boden.) Was mich außerdem noch
stört, ist die Tatsache, dass Citroen (und alle Südländer) auch bei
ihren größten Autos die Verstellwege der Sitzschienen und der
Kopfstützen so beschränken, dass mit ergonomischem Sitzen spätestens ab
1,80 Metern Schluss ist. Verstehe gar nicht, warum sie die Dinger dann
überhaupt nach Nordeuropa liefern.
Frank
>
> So früh waren die auch wieder nicht. Den ersten CX fuhr Schimanski im
> Kino-Tatort "Zahn um Zahn", das war 1985 als es die Figur schon vier
> Jahre gab. In den neuen, von der Tatort-Reihe losgelösten Folgen hatte
> er zunächst eine schwarze DS
>
Am Anfang ist Schimanski bevorzugt Ford (mit)gefahren. AFAIK haben die
meist Kollege Tanner gehoert.
> http://www.tazl-inside.de/images/moviesites/schimanski_site/schimanski/schim8.jpg
>
> und dann wieder einen silbernen CX wie schon 1985
>
> http://horst-schimanski.org/dreh01hungerg.jpeg
>
> Die nächste Folge läuft übrigens heute abend.
>
Wie fandest du ihn?
Alexande
>Ich fahre auch nicht erst seit gestern Auto, aber es gibt
>Situationen, da verschätz ich mich. Beispiel: nach einer
>längeren Autobahnetappe im gestreckten Galopp kommt 'ne
>Baustelle, und ich darf/will höchstens Tacho 90 (also echte
>80) fahren. Geschätzt klappt das nie im Leben, weil auch
>110 Dir vorkommen wie Parken, wenn Du eben noch 190 gefahren
>bist. Und bei einem Zeigertacho reicht's, wenn der auf
>z.B. 10 Uhr zeigt -- plus/minus 10 km/h tun nicht weh, aber
>110 statt 80 evtl. schon.
Du hast völlig recht. Diese Situationen gibt es häufig. Aber gerade
deshalb kann man es ganz leicht erlernen, darauf richtig zu reagieren.
Wenn Du es fünfmal hintereinander übst, ohne auf den Tacho zu schauen
richtig von 190 auf 90 runterzukommen, dann hast Du das für den Rest
Deines Lebens drauf. Bestimmt. Außer Du willst es nicht wahrhaben und
wehrst Dich dagegen. Gegen Lernresistenz ist kein Kraut gewachsen.
>> Du kannst das gerne überprüfen, wenn Du willst (diese Wette gilt
>> bis 150 km/h, bei allem, was schneller ist, ist es ohnehin wurscht, was
>> auf dem Tacho steht).
>
>Wo wohnst Du? Ich wohne in Braunschweig.
Wien.
>> Zweitens: In Zifferblättern mit Einteilung bis 240 km/h und höher, noch
>> dazu lediglich in einem Kreissegment angeordnet, stehen die Werte derart
>> knapp beieinander, daß Du aus Deinem Augenwinkel bestimmt *nicht*
>> erkennen kannst, wo genau der Zeiger steht.
>
>Genau genug, um meine Geschwindigkeit der vorgeschriebenen
>anzupassen.
>
>> Sicher nicht so genau wie ich auswendig ohne zu schauen ;-)
>
>Die Wette halte ich.
Gut, gut. Wir haben's jetzt also schwarze Pixel auf weißen Pixeln.
>Jeder Zeigertacho ist besser. Welchen Nutzen soll denn der
>Walzentacho des CX bitte haben? Du schreibst "kleinere
>Anzeige", aber welchen Vorteil hat das? Kleine Instrumente
>sind doch kein Selbstzweck. Kultig isses, keine Frage,
>aber wirklich zweckmäßig ist es nicht.
Da wären wir dann bei der Philosophie. Was willst Du von Deinem Auto?
Dreitausend Anzeigen, alle möglichst groß und detailliert? Fährst Du
nur, um nachzumessen, ob alles im grünen Bereich ist? Mein persönliches
Understatement ist es, möglichst bequem von A nach B zu kommen. Ein
Tacho ist ganz nett, aber ich könnte darauf genausogut verzichten. Fast
würde ich sagen, das Ding lenkt mehr ab, als daß es überhaupt etwas
bringt. Wenn es schon da sein muß, dann soll es wenigstens todschick,
praktisch und trotzdem unauffällig sein.
Außerdem brauche ich nicht jedesmal beim Einsteigen optisch angebrüllt
zu werden: "Hier, ich kann zweihundert Sachen. Fahr mich. Jag' das
Männchen auf die Leiter." Ich weiß schon von alleine, daß das alles
möglich ist. Ich bin kein Geschwindigkeitsfanatiker und kenne diesen
Rausch nicht. Ich habe einen sehr zeitkritischen Beruf und trage seit
zwanzig Jahren keine Armbanduhr. So etwas gibt es. Bin noch nie zu spät
oder zu früh gekommen ;-) Die Uhr im Auto habe ich disabled, und ich
brauchte lange, um ein Handy zu finden, das keine Zeitanzeige hat.
Trotzdem weiß ich ohne Uhr besser als jeder andere Bescheid, wie spät es
ist. Weil ich mich daran gewöhnt habe, ohne diese belastende
Bequemlichkeit auszukommen. Das geht ganz von selbst. Man kann die
Geister, die man rief, auch durchaus wieder loswerden.
Es mag so sein, daß an diesem unbedeutenden Punkt die Meinungen
auseinandergehen, was aber nicht weiter schlimm ist. Hier der
Technokrat, der Realist, der Meßtechniker, der sich am liebsten mit
Bordcomputern und ähnlichem Schnickschnack beschäftigt; er ist auch
daran zu erkennen, daß er ständig sämtliche Anzeigen zur Systemdiagnose
am PC im Vordergrund laufen läßt.
Da der Romantiker, dem es reicht, über das Nötigste informiert zu sein,
der sich lieber auf die analoge Umgebung konzentriert, und dem es
piepegal ist, ob die Temperatur des Kühlmittels jetzt 78,9 oder 79,8
Grad Celsius beträgt, wieviel sie vor fünf Minuten betrug, und wieviel
sie in fünf Minuten wahrscheinlich betragen wird. Außerdem habe ich
beschlossen, den Umgang mit Computern auf das Nötigste zu reduzieren,
bevor ich noch selbst zum Computer werde.
Der Weg ist das Ziel.
Präzisionsinstrumente in PKWs sind Overkill. Dafür sind die Ingenieure
bei der Entwicklung zuständig. Mach Dich frei von den Zahlen und nütze
die freigewordenen Kapazitäten für Phantasie und Kreativität. Alles zu
seiner Zeit. Im Auto möchte ich von diesem Display-Fimmel und der
Informationsflut möglichst verschont bleiben. Eines der letzten
Rückzugsgebiete. Es reichen die Millionen von Verkehrszeichen und
Ampeln, denen man ohnehin nicht auskommt.
>Nur seh ich beim besten Willen nicht, welchen
>Vorteil ein Tacho haben soll, den man im Wortsinn entziffern muß,
>gegenüber einem, wo eine Zehntelsekunde reicht, um die Zeigerstellung
>zu erfassen.
Das spielt sich im Millisekundenbereich ab, und es hat auch viel mit
Gewohnheit zu tun. Wir sind ja nicht Piloten von Kampfjets. Wenn Du mit
einem neuen, ungewohnten Auto fährst, wirst Du trotz allem genauer auf
den Tacho schauen müssen, wenn Dich die genaue Geschwindigkeit
interessiert, egal ob mit digitaler oder analoger Anzeige. Am besten,
man macht sich von dem Kram unabhängig.
>Bei gleicher, extrem kurzer Blickdauer weiß ich die
>Geschwindigkeit mit einem Zeigertacho genauer als Du mit dem
>Walzentacho
Auch da lasse ich mich auf jede Wette ein, daß dem nicht so ist. Du
brauchst mit Deinem Zeigermonster genauso lange wie ich mit dem
Walzentacho. Aber es wird sehr schwer werden, das zu beweisen.
>-- und bei längerer Blickdauer hab ich in der Zeit,
>die Du zum *Lesen* der Geschwindigkeit brauchst, auch noch die
>Kühlmitteltemperatur und den Tankinhalt kontrolliert.
Wen's interessiert... In der Zeit, die Du mit Ablesen dieser
Wichtigkeiten verbringst, Erik, ist mir vielleicht eine ganz neue
Strophe eingefallen.
Jedem das Seine.
>Beim Tacho wie auch beim Drehzahlmesser geht es in der Praxis nicht
>darum, wie schnell Du absolut bist, sondern wie schnell Du ungefähr in
>Relation zu dem von Dir üblicherweise genutzten Geschwindigkeitsbereich
>bist - aber das musst Du intuitiv erkennen. Und das erkennst Du auf
>konventionellen Rundinstrumenten besser als auf einem Lupentacho.
>Deshalb haben sich auch die Digital-Armbanduhren nicht durchgesetzt. Sie
>zeigen die Zeit zwar viel exakter ab, aber "kurz vor halb drei" erkennt
>man auf einer Analog-Uhr einfach besser.
Siehe bitte meine Ausführungen dazu im Thread:
"Vorteile von Zeigerinstrumenten (was: Die Kult-Limousine..."
in dieser Newsgruppe
>Mit Citroens ist es in vielen Dingen wie mit Apple-Computern: Sie
>weichen von der Norm ab und sind in den meisten Abweichungen nur anders,
>aber nicht unbedingt besser.
Ja, ja. Die Masse kann nicht irren...
>Deshalb hat Citroen auch pleite gemacht und
>ist von PSA gekauft worden.
Ich habe das damals zwar nicht genau analysiert, aber das hatte bestimmt
andere Gründe (Management). Vergiß nicht die starke Lobby der deutschen
Fabrikate in ganz Europa. Da könnte ich Dir ein paar wirklich unschöne
Geschichten aus erster Hand erzählen.
>Mein Verhältnis zu Citroen im Speziellen und
>zu französischen Autos im Allgemeinen wurde von zwei Autos (Citroen GS
>Break
Der GS/GSA war ein absolut außergewöhnliches und unvergleichliches
Fahrzeug. Du hattest den Hydropneumatik-Fahrkomfort einer Luxuslimousine
zum moderaten Preis eines Mittelklassewagens. So etwas gab es nie
wieder. Beim BX (Nachfolger von GS/GSA) haben sie leider alles
dazugetan, damit das Ding einfach häßlich wird. Den letzten GS habe ich
vor fünf Jahren auf der Straße gesehen. In der Zeitschrift "Auto Bild"
11/2001 fand ich durch Zufall einen ausführlichen Bericht über das
Herrichten eines GSA X3 (eine unmöglichere Farbe als dieses Mimosengelb
haben sie wohl leider nicht gefunden).
>und Renault R19 Cabrio) geprägt, die beide einfach beschissen
>verarbeitet waren. Der Citroen war nach sechs Jahren komplett
>durchgerostet (DIN A4 große Löcher im Boden.)
Tja, der liebe Rost. Schau mal, Frank, es gibt brauchbare Methoden, den
Rost zu bekämpfen. Du mußt beim Spengler die paar Stunden danebenstehen
und aufpassen, daß er die Hohlraumversiegelung ordentlich durchführt und
die kritischen Teile in Rostumwandler "einweicht". Dann rostet es dort
*nie wieder*. Ich praktiziere das nun schon seit zehn Jahren mit einem
zwanzig Jahre alten CX. Und ich sage Dir, es funktioniert!
Man muß sich nur darum kümmern. Wenn Du so große Rostlöcher hattest,
dann hast Du Dich nicht darum gekümmert, und dann darfst Du Dich nicht
wundern, daß Du irgendwann mal auf dem Asphalt sitzt. Der GS/GSA war es
unbedingt wert, daß man sich darum kümmert. Das Ding war eine
Schmuckschatulle.
Wenn man sich drum kümmert, kann ein Auto *ewig* halten. Der Aufwand ist
bei weitem nicht so hoch, wie es manchem vorkommt.
>Was mich außerdem noch
>stört, ist die Tatsache, dass Citroen (und alle Südländer) auch bei
>ihren größten Autos die Verstellwege der Sitzschienen und der
>Kopfstützen so beschränken, dass mit ergonomischem Sitzen spätestens ab
>1,80 Metern Schluss ist. Verstehe gar nicht, warum sie die Dinger dann
>überhaupt nach Nordeuropa liefern.
Beim Citroën CX muß man nur die Höhenverstellung, die zwischen dem Sitz
und der Schiene eingebaut ist, komplett abmontieren und rausschmeißen
(eine Angelegenheit von fünf Minuten). Ich habe mit meinen
einsfünfundachzig jedenfalls kein Problem beim Sitzen. Im Gegenteil. Ich
keinem anderen Wagen sitze ich dermaßen bequem.
Michael Simon wrote:
> Erik Meltzer <er...@ermel.org> wrote:
> >Und bei einem Zeigertacho reicht's, wenn der auf
> >z.B. 10 Uhr zeigt -- plus/minus 10 km/h tun nicht weh, aber
> >110 statt 80 evtl. schon.
>
> Du hast völlig recht. Diese Situationen gibt es häufig. Aber gerade
> deshalb kann man es ganz leicht erlernen, darauf richtig zu reagieren.
> Wenn Du es fünfmal hintereinander übst, ohne auf den Tacho zu schauen
> richtig von 190 auf 90 runterzukommen, dann hast Du das für den Rest
> Deines Lebens drauf.
Es sei denn, Du fährst ab und zu mal andere Autos als Dein
eigenes oder hast gar mehrere. 110 in meinem Bulli, 130 in
unserem Firmenpontiac, 160 in meinem Golf und 200 in unseren
Firmenpassats fühlen sich alle etwa gleichschnell an.
> >Wo wohnst Du? Ich wohne in Braunschweig.
> Wien.
Dann wird's schwierig mit der Überprüfung.
> >Die Wette halte ich.
> Gut, gut. Wir haben's jetzt also schwarze Pixel auf weißen Pixeln.
Das gilt indes trotzdem.
> >Du schreibst "kleinere
> >Anzeige", aber welchen Vorteil hat das? Kleine Instrumente
> >sind doch kein Selbstzweck. Kultig isses, keine Frage,
> >aber wirklich zweckmäßig ist es nicht.
>
> Da wären wir dann bei der Philosophie. Was willst Du von Deinem Auto?
> Dreitausend Anzeigen, alle möglichst groß und detailliert? Fährst Du
> nur, um nachzumessen, ob alles im grünen Bereich ist?
Nein. Aber wenn ich's wissen will, dann will ich es auch
auf den ersten Blick sehen können.
> Außerdem brauche ich nicht jedesmal beim Einsteigen optisch angebrüllt
> zu werden: "Hier, ich kann zweihundert Sachen. Fahr mich. Jag' das
> Männchen auf die Leiter."
Ich fühle mich in keiner Weise optisch angebrüllt.
> Ich habe einen sehr zeitkritischen Beruf und trage seit
> zwanzig Jahren keine Armbanduhr. So etwas gibt es.
Weiß ich, ich hab meine letzte mit 15 weggeschmissen.
> Es mag so sein, daß an diesem unbedeutenden Punkt die Meinungen
> auseinandergehen, was aber nicht weiter schlimm ist. Hier der
> Technokrat, der Realist, der Meßtechniker, der sich am liebsten mit
> Bordcomputern und ähnlichem Schnickschnack beschäftigt; [...]
> Da der Romantiker, dem es reicht, über das Nötigste informiert zu sein,
Klingt nach mir im Bulli: Tacho, Tankuhr, fertig. Aber mit der
Ablesbarkeit hat das immer noch nix zu tun. Ein Lupentacho ist
für mich ein klassisches Beispiel für "function follows form",
und sowas verabscheue ich eben. Genauso wie z.B. ein Coupé
zugunsten oberflächlicher Eleganz Funktionsmängel in Kauf nimmt
und ich mir deswegen keins kaufen würde, jedenfalls nicht als
Alltagskarre.
> Außerdem habe ich
> beschlossen, den Umgang mit Computern auf das Nötigste zu reduzieren,
> bevor ich noch selbst zum Computer werde.
Wir sind uns da ähnlicher, als Du vermutlich glaubst.
> Präzisionsinstrumente in PKWs sind Overkill.
Der Zeigertacho ist wie jedes Zeigerinstrument im PKW alles
andere als ein Präzisionsinstrument -- er ist ein Schätzeisen,
mehr nicht. Auf plus/minus 10 km/h kommt's in den seltensten
Fällen an. Deswegen ist eine Anzeige der Geschwindigkeit in
Zahlen so sinnlos: ich will ja gerade nicht wissen, ob ich
58 fahr oder 62, sondern nur, ob ich so ca. 60 fahr. Das
geht mit Zeigerinstrumenten besser als mit numerischer Anzeige.
Und der Lupentacho ist nix weiter als eine numerische Anzeige.
> Mach Dich frei von den Zahlen
Das sollte ich zu Dir sagen. Du mußt Zahlen lesen. Ich nicht.
> Wenn Du mit
> einem neuen, ungewohnten Auto fährst, wirst Du trotz allem genauer auf
> den Tacho schauen müssen, wenn Dich die genaue Geschwindigkeit
> interessiert, egal ob mit digitaler oder analoger Anzeige.
Bei analoger aber nur solange, bis ich weiß, welche Tachostellung
den normalerweise anzustrebenden Geschwindigkeiten von 50, 60,
80 und 100 entspricht. Danach reicht wieder der Augenwinkel.
> Am besten,
> man macht sich von dem Kram unabhängig.
Das würd ich wirklich gern mal ausprobieren: ob Du als CX-Fahrer
mit meinem Golf ohne Tacho auch nur annähernd die richtige
Geschwindigkeit treffen könntest. Ich glaube nein.
> >Bei gleicher, extrem kurzer Blickdauer weiß ich die
> >Geschwindigkeit mit einem Zeigertacho genauer als Du mit dem
> >Walzentacho
>
> Auch da lasse ich mich auf jede Wette ein, daß dem nicht so ist. Du
> brauchst mit Deinem Zeigermonster genauso lange wie ich mit dem
> Walzentacho. Aber es wird sehr schwer werden, das zu beweisen.
Man könnt ja mal Simulationssoftware schreiben, die eine
einstellbare kurze Zeit Fotos beider Tachos bei verschiedenen
Geschwindigkeiten aufblitzen läßt, und dann ermitteln, bis
zu welcher Zeit man wie zuverlässig die Geschwindigkeit
ablesen kann.
Meine Prognose:
Die Ablesegenauigkeit beim Zeigertacho sinkt relativ proportional
zur zur Verfügung stehenden Zeitdauer. Die beim Lupentacho bleibt
lange relativ konstant (solange die Zeit reicht, die Zahl zu lesen)
und fällt dann fast sofort auf 0.
Genauigkeit
^ * * + * + *
| * +
| +
| + *
| +
| + *
+*-+-*---*---*----------------------> Zeit
+++ Analoganzeige
*** Digitalanzeige
Und IMHO wird man auch unter der Minimalzeit für den Lupentacho
(also in der linken Hälfte des dargestellten Graphen) noch
relativ genau sagen können, wo der Zeigertacho steht.
> >-- und bei längerer Blickdauer hab ich in der Zeit,
> >die Du zum *Lesen* der Geschwindigkeit brauchst, auch noch die
> >Kühlmitteltemperatur und den Tankinhalt kontrolliert.
>
> Wen's interessiert... In der Zeit, die Du mit Ablesen dieser
> Wichtigkeiten verbringst, Erik, ist mir vielleicht eine ganz neue
> Strophe eingefallen.
In einer halben Sekunde? Ich brauch da länger zu.
Liebe Grüße,
Erik.
--
> "Save water - Drink beer!"
Du kommst nicht zufaellig aus Koeln, oder?
-- Juergen P. Meier zu Maximilian Wilhelm in d.a.s.r.
> Erik Meltzer <er...@ermel.org> wrote:
>
>>Geschmack ist eben
>>Geschmackssache. (Ich finde den CX toll. :-)
>
> Ich auch, wie man vielleicht schon gemerkt hat :-)
AOL. Gestern Schimanski gesehen?
> Mein Traum, es herrscht doch die Retro-Welle: Ein halbwegs brauchbares
> aber darniederliegendes Automobilwerk im ehemaligen Ostblock
> kaufen/mieten und den CX neu auflegen. Äußerlich völlig unverändert
> lassen, daß er aussieht wie bis zum Baujahr 1985 ("altes Modell").
> Nichts verändern, aber auch schon gar nichts. Eins zu eins klonen.
Den Traum kann ich gut nachvollziehen. Auf der AMC-Mailingliste wird so
etwas auch gerne mal geträumt. Ich denke, es reicht schon, wenn man sich
um die noch existierenden Exemplare kümmert und schöne Websites und
Bücher darüber schreibt. Wenn man konkret darüber nachdenkt, sind die
Schwierigkeiten, die einer Neuauflage im Weg stehen, doch recht
ernüchternd.
Mir würde übrigens besonders ein CX gefallen, wie ihn mein Onkel mal
hatte: Ein GTi der ersten Serie in orange. Den fand ich als Kind
ziemlich klasse.
> Innenausstattung
Da würde ich gerade nichts ändern, bis auf die Verarbeitungsqualität.
> Motor (Wankel?)
Hätte er ja ursprünglich bekommen sollen. Aber die Wankel, die es heute
noch gibt, passen wahrscheinlich von der Charakteristik her nicht in den
CX.
> und Hydropneumatik auf den letzten
> Stand der Technik bringen und weiterentwickeln.
Mein Vater hat damals immer gemeint, das perfekte Auto wäre ein CX mit
der Qualität von Mercedes und einem Motor von BMW im Spitzenmodell.
> Wäre DER Hammer!
>
> Also, legen wir zusammen? Wer ist dabei?
Selbst wenn ich die Kohlen hätte, würde ich mir lieber einen CX perfekt
herrichten lassen, als einen neuen mit ungewissen Ergebnissen bauen zu
lassen. Außerdem kann man davon ausgehen, daß Citroën die Preßwerkzeuge
längst verschrottet hat.
Die Oldtimer-Markt 11/01 hast Du schon gesehen, nehme ich an? Da ist ein
schöner Bericht über den CX drin, ganz offensichtlich auch von einem Fan
geschrieben.
--
Wolfgang Mederle ICQ# 1435333 http://www.mederle.de/
wolfgang...@stud.uni-muenchen.de
American Motors: http://www.american-motors.de/
1986er BMW 325iX
>AOL. Gestern Schimanski gesehen?
Ja. Doch. Dank der Gruppe hier bin ich darauf aufmerksam gemacht worden
und hatte Gelegenheit, während der Arbeit so nebenbei hinzuschielen und
war aufrichtig überrascht, daß er immer noch einen CX hat. Bemerkenswert
und durchaus erfreulich. Natürlich zuviel Schimpanski und zuwenig CX ;-)
Neues Modell... silber... schwarze Seitenstreifen... eigenartige Felgen
(nicht unbedingt häßlich)... aber immerhin ein CX! Sehr schön.
Eine ordentliche Verfolgungsjagd konnte ich leider keine entdecken, aber
manchmal flitzte er ganz nett um die Ecken. Wahrscheinlich gibt es
selbst für die Film-Produktionsfirma keine CX mehr für Stunts und zum
Ruinieren. Mir hat mal eine nicht wenig Geld angeboten, sie wollten ihn
für eine Woche mieten, aber als ich mir schildern ließ, was sie damit
vorhätten, zog ich mich höflich aber bestimmt aus dem Deal zurück,
Versicherung hin oder her. Warte ich halt noch ein wenig, bis Naomi
anruft...
Bei dem Tempo jedenfalls, mit dem er gestern im Film einmal über einen
Bahnübergang raste, dürften sich bei jedem anderen Straßenkreuzer
wahrscheinlich die Achsen und Bodenplatten auf Nimmerwiedersehen
verabschieden.
Warum ging's bei dem Krimi?
>> Mein Traum, es herrscht doch die Retro-Welle: Ein halbwegs brauchbares
>> aber darniederliegendes Automobilwerk im ehemaligen Ostblock
>> kaufen/mieten und den CX neu auflegen. Äußerlich völlig unverändert
>> lassen, daß er aussieht wie bis zum Baujahr 1985 ("altes Modell").
>> Nichts verändern, aber auch schon gar nichts. Eins zu eins klonen.
>
>Den Traum kann ich gut nachvollziehen. Auf der AMC-Mailingliste wird so
>etwas auch gerne mal geträumt. Ich denke, es reicht schon, wenn man sich
>um die noch existierenden Exemplare kümmert und schöne Websites und
>Bücher darüber schreibt. Wenn man konkret darüber nachdenkt, sind die
>Schwierigkeiten, die einer Neuauflage im Weg stehen, doch recht
>ernüchternd.
Ja... Hm... Schwierigkeiten? Welche Schwierigkeiten?
>Mir würde übrigens besonders ein CX gefallen, wie ihn mein Onkel mal
>hatte: Ein GTi der ersten Serie in orange. Den fand ich als Kind
>ziemlich klasse.
Gehen wie die Hölle. Und erst der Turbo-GTi! Orange bringst Du mir bitte
aber nicht aufs Blech, Wolfgang. Es gibt gewisse Dinge aus den
Siebzigern, da bin ich ganz froh, daß sie vorbei sind, dazu gehören
eindeutig die Modefarben, die waren damals schon kaum auszuhalten ;-)
>> Innenausstattung
>
>Da würde ich gerade nichts ändern, bis auf die Verarbeitungsqualität.
>
>> Motor (Wankel?)
>
>Hätte er ja ursprünglich bekommen sollen. Aber die Wankel, die es heute
>noch gibt, passen wahrscheinlich von der Charakteristik her nicht in den
>CX.
Jedenfalls hochinteressant. Habe ich auch aus dem Artikel in
Oldtimer-Markt 11/01 erfahren. Mir ein Rätsel, warum die
Wankel-Entwicklung nicht so recht weitergeht. Einen rundlaufenden Wankel
in meinen CX! Ich flipp aus! Scheiß-Ölkrise.
>> und Hydropneumatik auf den letzten
>> Stand der Technik bringen und weiterentwickeln.
>
>Mein Vater hat damals immer gemeint, das perfekte Auto wäre ein CX mit
>der Qualität von Mercedes und einem Motor von BMW im Spitzenmodell.
Klingt ganz gut, obwohl mir diese Worte nicht in den Mund kommen.
>> Wäre DER Hammer!
>>
>> Also, legen wir zusammen? Wer ist dabei?
>
>Selbst wenn ich die Kohlen hätte, würde ich mir lieber einen CX perfekt
>herrichten lassen,
...dann fang aber möglichst bald damit an, kann ich Dir raten...
>als einen neuen mit ungewissen Ergebnissen bauen zu
>lassen. Außerdem kann man davon ausgehen, daß Citroën die Preßwerkzeuge
>längst verschrottet hat.
Wäre interessant, das defintiv herauszukriegen.
>Die Oldtimer-Markt 11/01 hast Du schon gesehen, nehme ich an? Da ist ein
>schöner Bericht über den CX drin, ganz offensichtlich auch von einem Fan
>geschrieben.
Ja. Schöner Bericht jedenfalls. Seht zu, daß Ihr noch ein Exemplar
bekommt (das Titelblatt findet sich auf meiner Homepage unter den
Fotos). Nicht alles in dem Artikel kann ich nachvollziehen, vielleicht
gehe ich ein anderes Mal näher darauf ein.
Es freut mich außerordentlich, daß es noch ein paar wie Dich, Wolfgang,
gibt, die sich für diese perfekte Limousine begeistern können. Man steht
dann nicht so alleine da mit seinem Fimmel :-)
»Kurz, das Dahinschweben in einem Citroën CX ist ein sehr esoterisches
und religiöses Erlebnis. Ein Trip damit, jeder zurückgelegte Meter
erweitert dein Bewußtsein auf das Vortrefflichste. Es ist wie Magie: Die
Maschine besucht dich sogar in deinen schönsten Träumen.
Und dann noch angesagten Ambient/Trance-Sound aus der Sourround-Anlage,
während du im frühsommerlichen Sonnenuntergang mit weit geöffnetem Dach
die geheimnisvoll funkelnde und exotisch duftende Côte d’Azure
entlanggleitest, das ist fast emotioneller Overkill...
Mir kommen die Tränen alleine beim Gedanken daran. Ehrlich! Bitte um
einen Schluck Wasser. – Danke. Es geht schon wieder.«
>Am Anfang ist Schimanski bevorzugt Ford (mit)gefahren. AFAIK haben die
>meist Kollege Tanner gehoert.
Ah ja.
>> http://www.tazl-inside.de/images/moviesites/schimanski_site/schimanski/schim8.jpg
>>
>> und dann wieder einen silbernen CX wie schon 1985
>>
>> http://horst-schimanski.org/dreh01hungerg.jpeg
>>
>> Die nächste Folge läuft übrigens heute abend.
>>
>
>Wie fandest du ihn?
Siehe bitte
Message-ID: <3eh91ukogj4lplhim...@4ax.com>
hier in dieser Newsgruppe
> Michael Simon wrote:
>> >Bei gleicher, extrem kurzer Blickdauer weiß ich die
>> >Geschwindigkeit mit einem Zeigertacho genauer als Du mit dem
>> >Walzentacho
>>
>> Auch da lasse ich mich auf jede Wette ein, daß dem nicht so ist. Du
>> brauchst mit Deinem Zeigermonster genauso lange wie ich mit dem
>> Walzentacho. Aber es wird sehr schwer werden, das zu beweisen.
Ich möchte mal einen anderen Walzentacho in die Diskussion werfen, den
ich für den besten Kompromiß aus geringem Platzbedarf und schneller
Ablesbarkeit halte: Den "Fieberthermometer"-Tacho aus dem
Heckflossenbenz. Der sichtbare Balken wechselt die Farbe je nach Tempo
(0-50 gelb, 50-60 gelb-rot, darüber rot) und die Geschwindigkeit ist
nach Höhe des Balkens aus dem Augenwinkel zu sehen wie bei einem
Zeigertacho.
Den Lupentacho im CX halte ich für einen Kompromiß, der bei der Menge
der Anzeigen nötig war, um alles im sichtbaren Bereich zu halten. Für
einen Zeigertacho war im Original-Kombiinstrument kein Platz. Bei den
späteren Modellen mit Zeigertacho sind einige Instrumente aus dem
direkten Blickfeld des Fahrers verschwunden.
> Am Anfang ist Schimanski bevorzugt Ford (mit)gefahren. AFAIK haben die
> meist Kollege Tanner gehoert.
Nicht immer. Die Sierra waren vermutlich aus dem Fuhrpark. Kollege
Tanner hatte anfangs Granada, dann Scorpio, später Volvo und Saab.
Schimmi selbst fuhr eher exotische Kisten (Alfa, Daihatsu Rocky,
etc., später halt Citroen CX und XM).
> Wie fandest du ihn?
Es gab schon bessere. Wie die meisten neuen Schimanski-Folgen viel zu
übertrieben. Es ist schon irgendwie bezeichnend, daß die Produktionen
immer wieder verschoben und gestrichen werden weil die Drehbücher zu
schwach sind (also noch schwächer als das, was am Ende heraus kommt).
Richtig gute Streifen wie "Moltke" sind wohl nicht mehr zu erwarten.
cu ulf
--
Auch der New Beetle ist doch kein Käfer mehr, eher eine Mogelpackung
in Form einer Schildkröte. Aufgewärmtes geht nun mal gern auf, sagt
meine Frau. [Fritz B. Busch in ams 01/2001]
Michael Simon wrote:
>> Mit Citroens ist es in vielen Dingen wie mit Apple-Computern: Sie
weichen
>> von der Norm ab und sind in den meisten Abweichungen nur anders,
aber nicht unbedingt besser.
>>
>
> Ja, ja. Die Masse kann nicht irren...
aber Sie kann Autos kaufen
>
>
>>Deshalb hat Citroen auch pleite gemacht und
>>ist von PSA gekauft worden.
>>
>
> Ich habe das damals zwar nicht genau analysiert, aber das hatte bestimmt
> andere Gründe (Management). Vergiß nicht die starke Lobby der deutschen
> Fabrikate in ganz Europa. Da könnte ich Dir ein paar wirklich unschöne
> Geschichten aus erster Hand erzählen.
>
Schwachfug mit paranoidem Anstrich. Gerade in Frankreich sind die
französischen Marken allein so stark, dass es reicht. Renault hat 70
Prozent seines Safrane allein in Frankreich verkauft und es hat
gereicht, um einen Schnitt zu machen. Dass heute PSA zum Beispiel in den
USA kein einziges Auto mehr verkauft, liegt bestimmt nicht an der Lobby
irgendwelcher deutscher Hersteller
>
> Der GS/GSA war ein absolut außergewöhnliches und unvergleichliches
> Fahrzeug. Du hattest den Hydropneumatik-Fahrkomfort einer Luxuslimousine
> zum moderaten Preis eines Mittelklassewagens.
Musst Du mir nicht erzählen, habe ihn ja selbst gefahren. Aber die tolle
Federung und das schöne Konzept nützen Dir halt wenig, wenn Dir auf der
Autobahn ein lötteriger Elektrikstecker im Fußraum das ganze Auto lahm
legt, wenn eine Windböe ausreicht, um die Fahrertür so weit aufzureißen,
dass die Außenhaut vom Vorderkotflügel eingedrückt wird, und wenn das
Auto auf 100.000 km (älter ist er nicht geworden) drei Getriebe braucht.
> Tja, der liebe Rost. Schau mal, Frank, es gibt brauchbare Methoden, den
> Rost zu bekämpfen.
<gesnippt>
> Man muß sich nur darum kümmern. Wenn Du so große Rostlöcher hattest,
> dann hast Du Dich nicht darum gekümmert, und dann darfst Du Dich nicht
> wundern, daß Du irgendwann mal auf dem Asphalt sitzt. Der GS/GSA war es
> unbedingt wert, daß man sich darum kümmert. Das Ding war eine
> Schmuckschatulle.
>
> Wenn man sich drum kümmert, kann ein Auto *ewig* halten. Der Aufwand ist
> bei weitem nicht so hoch, wie es manchem vorkommt.
90 Prozent aller Autokäufer wollen aber keine Schmuckschatulle, sondern
ein Auto. Und nach meiner unmaßgeblichen Meinung ist die einfachste
Rostvorsorge: keinen extremen Roster kaufen. Der GS bestand zum Schluss
bis zur Gürtellinie aus Polyester, hat aber trotzdem nichts geholfen.
Beim GSA hatten sie den Bogen dann raus.
>
> Beim Citroën CX muß man nur die Höhenverstellung, die zwischen dem Sitz
> und der Schiene eingebaut ist, komplett abmontieren und rausschmeißen
> (eine Angelegenheit von fünf Minuten). Ich habe mit meinen
> einsfünfundachzig jedenfalls kein Problem beim Sitzen. Im Gegenteil. Ich
> keinem anderen Wagen sitze ich dermaßen bequem.
>
Junge, Du bist echt verblendet. Ich kaufe mir doch nicht ein Auto,
manipuliere die Fahrersitzaufhängung und bringe damit die ABE zum
Erlöschen, damit ich darin sitzen kann. Und wenn Du behauptest, Du
habest in noch keinem Auto so bequem gesessen wie in einem CX, dann
schlage ich Dir einfach einmal Sitzproben in einem Saab und einem
neueren BMW vor, die haben nämlich bessere Sitze.
>> >>aber nicht unbedingt besser.
>>
>
> Ja, ja. Die Masse kann nicht irren...
aber Sie kann Autos kaufen
>
>
>> Deshalb hat Citroen auch pleite gemacht und ist von PSA gekauft
>> worden.
>>
>
> Ich habe das damals zwar nicht genau analysiert, aber das hatte
> bestimmt andere Gründe (Management). Vergiß nicht die starke Lobby
> der deutschen Fabrikate in ganz Europa. Da könnte ich Dir ein paar
> wirklich unschöne Geschichten aus erster Hand erzählen.
>
Schwachfug mit paranoidem Anstrich. Gerade in Frankreich sind die
französischen Marken allein so stark, dass es reicht. Renault hat 70
Prozent seines Safrane allein in Frankreich verkauft und es hat
gereicht, um einen Schnitt zu machen. Dass heute PSA zum Beispiel in den
USA kein einziges Auto mehr verkauft, liegt bestimmt nicht an der Lobby
irgendwelcher deutscher Hersteller
>
> Der GS/GSA war ein absolut außergewöhnliches und unvergleichliches
Fahrzeug.
> Du hattest den Hydropneumatik-Fahrkomfort einer Luxuslimousine zum
> moderaten Preis eines Mittelklassewagens.
Musst Du mir nicht erzählen, habe ihn ja selbst gefahren. Aber die tolle
Federung und das schöne Konzept nützen Dir halt wenig, wenn Dir auf der
Autobahn ein lötteriger Elektrikstecker im Fußraum das ganze Auto lahm
legt, wenn eine Windböe ausreicht, um die Fahrertür so weit aufzureißen,
dass die Außenhaut vom Vorderkotflügel eingedrückt wird, und wenn das
Auto auf 100.000 km (älter ist er nicht geworden) drei Getriebe braucht.
> Tja, der liebe Rost. Schau mal, Frank, es gibt brauchbare Methoden,
> den Rost zu bekämpfen.
<gesnippt>
> Man muß sich nur darum kümmern. Wenn Du so große Rostlöcher hattest, dann
> hast Du Dich nicht darum gekümmert, und dann darfst Du Dich nicht
wundern,
> daß Du irgendwann mal auf dem Asphalt sitzt. Der GS/GSA war es unbedingt
> wert, daß man sich darum kümmert. Das Ding war eine Schmuckschatulle.
>
>
> Wenn man sich drum kümmert, kann ein Auto *ewig* halten. Der Aufwand
> ist bei weitem nicht so hoch, wie es manchem vorkommt.
90 Prozent aller Autokäufer wollen aber keine Schmuckschatulle, sondern
ein Auto. Und nach meiner unmaßgeblichen Meinung ist die einfachste
Rostvorsorge: keinen extremen Roster kaufen. Der GS bestand zum Schluss
bis zur Gürtellinie aus Polyester, hat aber trotzdem nichts geholfen.
Beim GSA hatten sie den Bogen dann raus.
>
> Beim Citroën CX muß man nur die Höhenverstellung, die zwischen dem
> Sitz und der Schiene eingebaut ist, komplett abmontieren und
> rausschmeißen (eine Angelegenheit von fünf Minuten). Ich habe mit
> meinen einsfünfundachzig jedenfalls kein Problem beim Sitzen. Im
> Gegenteil. Ich keinem anderen Wagen sitze ich dermaßen bequem.
>
Junge, Du bist echt verblendet. Ich kaufe mir doch nicht ein Auto,
manipuliere die Fahrersitzaufhängung und bringe damit die ABE zum
Erlöschen, damit ich darin sitzen kann. Und wenn Du behauptest, Du
habest in noch keinem Auto so bequem gesessen wie in einem CX, dann
schlage ich Dir einfach einmal Sitzproben in einem Saab und einem
neueren BMW vor, die haben nämlich bessere Sitze.
Aber ich glaube, Du bist ohnehin restlos in Deinen CX verliebt, und dann
soll es ja gut sein... :-) (aber immer Kondom benutzen, gell!)
Frank
>Ich möchte mal einen anderen Walzentacho in die Diskussion werfen, den
>ich für den besten Kompromiß aus geringem Platzbedarf und schneller
>Ablesbarkeit halte: Den "Fieberthermometer"-Tacho aus dem
>Heckflossenbenz. Der sichtbare Balken wechselt die Farbe je nach Tempo
>(0-50 gelb, 50-60 gelb-rot, darüber rot) und die Geschwindigkeit ist
>nach Höhe des Balkens aus dem Augenwinkel zu sehen wie bei einem
>Zeigertacho.
AFAIR gabs auch mal 'nen Opel Rekord, der hatte sowas waagerecht liegen
und in verschiedenen Farben. Kadett A hatte glaube ich, auch sowas.
Obwohl die Walze im Benz deutlich kürzer war. 10cm so aus der
Erinnerung. Im Rekord war das Teil bestimmt 20cm lang.
Tschüß Wolfgang
--
FORTHing @ work | *Cheap* ...pick any
Dipl.-Ing. Wolfgang Allinger | *Fast* *Good* ... *two* of them
Germany ------------------------------------
## KreuzPunkt XP2 R ## | reply address set
>> Da wären wir dann bei der Philosophie. Was willst Du von Deinem Auto?
>> Dreitausend Anzeigen, alle möglichst groß und detailliert? Fährst Du
>> nur, um nachzumessen, ob alles im grünen Bereich ist?
>Nein. Aber wenn ich's wissen will, dann will ich es auch
>auf den ersten Blick sehen können.
Also was jetzt? Ja oder nein? Oder doch lieber beides?
>> Außerdem brauche ich nicht jedesmal beim Einsteigen optisch angebrüllt
>> zu werden: "Hier, ich kann zweihundert Sachen. Fahr mich. Jag' das
>> Männchen auf die Leiter."
>
>Ich fühle mich in keiner Weise optisch angebrüllt.
Gewohnheitssache. Wenn Du einen minimalistischen Walzentacho gewöhnt
bist, und Du steigst dazwischen mal in eine gewöhnliche Kiste ein, dann
fühlst Du Dich sehr wohl als erstes vom Tacho angebrüllt, noch bevor Du
Dich angeschnallt hast. Je größer und auffälliger, desto lauter. Glaube
mir das bitte, ich erlebe das oft. Sonst hätte ich das wahrscheinlich
gar nicht bemerkt und mich nie auf dieses Thema eingelassen.
>> Ich habe einen sehr zeitkritischen Beruf und trage seit
>> zwanzig Jahren keine Armbanduhr. So etwas gibt es.
>
>Weiß ich, ich hab meine letzte mit 15 weggeschmissen.
Kompliment. Willkommen im Club! Uhr brauchst Du keine, aber einen Tacho?
Du bist inkonsequent in dieser Frage.
>Ein Lupentacho ist
>für mich ein klassisches Beispiel für "function follows form",
>und sowas verabscheue ich eben.
Na, na. So schlimm wird's ja hoffentlich nicht sein... Aber zugegeben,
ich habe auch etwas gegen die Einstellung: Hauptsache anders, egal um
welchen Preis. Das ist jedoch beim Zylindertacho nicht zutreffend. Da
wurde genau der richtige Mittelweg gefunden IMHO.
>Der Zeigertacho ist wie jedes Zeigerinstrument im PKW alles
>andere als ein Präzisionsinstrument -- er ist ein Schätzeisen,
>mehr nicht.
Merkst Du nicht, was ich ausdrücken will? Du kommst mir entgegen. Ich
hatte noch gar nicht betont, daß es ohnehin nie stimmt, was auf diesen
Tachos abzulesen ist. Und wenn ich schon weitestgehend schätzen muß,
dann verlasse ich mich lieber ganz auf mein eigenes Gefühl. Also weg mit
den Dingern, oder auf das Notwendigste reduzieren. Das Zeug ist
Kinderkram.
>Auf plus/minus 10 km/h kommt's in den seltensten
>Fällen an. Deswegen ist eine Anzeige der Geschwindigkeit in
>Zahlen so sinnlos: ich will ja gerade nicht wissen, ob ich
>58 fahr oder 62, sondern nur, ob ich so ca. 60 fahr. Das
>geht mit Zeigerinstrumenten besser als mit numerischer Anzeige.
>Und der Lupentacho ist nix weiter als eine numerische Anzeige.
Auch Dein Zeigertacho hat Nummern, ohne die Du ziemlich aufgeschmissen
wärst. Du brauchst keinen Tacho, wenn Du wissen willst, ob Du so zirka
60 fährst, egal in welchem Verkehrsmittel. Verlaß Dich ruhig auf Deine
eigenen Erfahrungswerte. Du kannst das.
>> Mach Dich frei von den Zahlen
>Das sollte ich zu Dir sagen. Du mußt Zahlen lesen. Ich nicht.
Na, ich möchte Dich erleben, wenn auf Deinem Zeigertacho keine Zahlen
notiert wären... Noch dazu sind Deine Zahlen *wesentlich* kleiner und
schlechter abzulesen als meine auf dem CX-Walzentacho. An einen
Zeigertacho muß man sich erst gewöhnen, da alle ein wenig anders
aussehen.
Frag mal einen Berufsfahrer, der oft das Fahrzeug wechseln muß. In
diesem Falle sind Tachos mit Zifferblatt sogar eine richtige,
gefährliche Fehlerquelle, da man dazu tendiert, wie Du schon wiederholt
ausführtest, sich auf die Zeigerstellung zu verlassen, weil man die
fuzeligen Zahlenangaben ohnehin nur schwer entziffern kann, vor allem,
wenn man ein wenig weitsichtig ist wie viele ältere Menschen.
>> Wenn Du mit
>> einem neuen, ungewohnten Auto fährst, wirst Du trotz allem genauer auf
>> den Tacho schauen müssen, wenn Dich die genaue Geschwindigkeit
>> interessiert, egal ob mit digitaler oder analoger Anzeige.
>
>Bei analoger aber nur solange, bis ich weiß, welche Tachostellung
>den normalerweise anzustrebenden Geschwindigkeiten von 50, 60,
>80 und 100 entspricht.
Lange bevor Du Dich an die verschiedenen Zeigerstellungen und
Font-Größen gewöhnt hast, habe ich mich daran gewöhnt, völlig ohne Tacho
auszukommen.
>Danach reicht wieder der Augenwinkel.
>
>> Am besten,
>> man macht sich von dem Kram unabhängig.
>
>Das würd ich wirklich gern mal ausprobieren: ob Du als CX-Fahrer
>mit meinem Golf ohne Tacho auch nur annähernd die richtige
>Geschwindigkeit treffen könntest. Ich glaube nein.
Warum nicht? Bestimmt! Was ist an einem Golf so anders, wenn man aus dem
Fenster sieht? Wir sind analoge Wesen und haben es verlernt, uns auf
unsere eigenen Fähigkeiten zu verlassen. Mache bitte demnächst einen
ehrlichen Selbsttest, Erik. Fahr ein paar Minuten, schätze die
Geschwindigkeit, so gut Du kannst, und schau erst dann auf den Tacho. Du
wirst Dich wundern, was für ein präzises, analoges Anzeigeinstrument in
Dir schlummert.
Und sollte es wider Erwarten nicht gleich funktionieren, wirst Du
merken, daß man das lernen kann, wenn man will.
>[Graphische Aufschlüsselung]
Wow, Du nimmst das aber ernst. Wie gesagt, ich finde, das Ausmessen im
Millisekundenbereich ist nur für Piloten relevant, und selbst in
Kampfjets geht alles schon automatisch, die könnten ohne weiteres auch
unbemannt fliegen.
Für Dich käme wahrscheinlich eine Tachoanzeige in Frage, die quer über
die gesamte Windschutzscheibe eingespiegelt wird. Was hältst Du davon,
Erik? Dann hätten auch Deine Beifahrer etwas davon ;-)
> Für Dich käme wahrscheinlich eine Tachoanzeige in Frage, die quer über
> die gesamte Windschutzscheibe eingespiegelt wird. Was hältst Du davon,
> Erik? Dann hätten auch Deine Beifahrer etwas davon ;-)
Ein derartiges Display fänd' ich ziemlich klasse.
N:M
--
Bei einem Bekannten ist bei einem 10 Monate altem OPEL der Auspuff abgefallen.
O-Ton Servicemitarbeiter: "Das ist normaler Verschleis".
-Martin Bohris in d.e.f.a.
> > Ja, ja. Die Masse kann nicht irren...
>aber Sie kann Autos kaufen
Gott sei Dank muß ich hier nichts verkaufen.
>Schwachfug mit paranoidem Anstrich.
Eigenartiger Tonfall. Reiß Dich ein wenig zusammen.
>Gerade in Frankreich sind die
>französischen Marken allein so stark, dass es reicht. Renault hat 70
>Prozent seines Safrane allein in Frankreich verkauft und es hat
>gereicht, um einen Schnitt zu machen. Dass heute PSA zum Beispiel in den
>USA kein einziges Auto mehr verkauft, liegt bestimmt nicht an der Lobby
>irgendwelcher deutscher Hersteller
Ich meinte nicht den U.S.-Markt, der ist völlig unerheblich in dieser
Frage.
> > Der GS/GSA war ein absolut außergewöhnliches und unvergleichliches
> > Fahrzeug. Du hattest den Hydropneumatik-Fahrkomfort einer Luxuslimousine
> > zum moderaten Preis eines Mittelklassewagens.
>Musst Du mir nicht erzählen, habe ihn ja selbst gefahren.
Denk mal an, vielleicht bist Du nicht der einzige, dem ich hier etwas
erzähle. Egoist.
>Aber die tolle
>Federung und das schöne Konzept nützen Dir halt wenig, wenn Dir auf der
>Autobahn ein lötteriger Elektrikstecker im Fußraum das ganze Auto lahm
>legt, wenn eine Windböe ausreicht, um die Fahrertür so weit aufzureißen,
>dass die Außenhaut vom Vorderkotflügel eingedrückt wird, und wenn das
>Auto auf 100.000 km (älter ist er nicht geworden) drei Getriebe braucht.
Deine Horrorgeschichten sind wahrscheinlich darauf zurückzuführen, daß
Du Dich um den Erhalt Deiner Fahrzeuge überhaupt nicht kümmerst. Für
Deine DIN-A4-großen Rostlöcher in den Bodenplatten, die Du in einem
anderen Artikel erwähntest, bist Du weitestgehend selbst verantwortlich.
Schlimmer noch, mit Deiner Sorglosigkeit gefährdest Du andere.
Man merkt schon an Deiner Ausdrucksweise, daß Du aggressiv bist und
wahrscheinlich auch aggressiv fährst. Natürlich halten dann die Getriebe
nicht besonders lange. Trotz allem scheinst Du mit dem GS ja ganz
zufrieden gewesen zu sein, da Du ihm immerhin drei Getriebe
spendiertest.
> > Tja, der liebe Rost. Schau mal, Frank, es gibt brauchbare Methoden, den
> > Rost zu bekämpfen.
> <gesnippt>
Da standen aber ein paar Tips, die speziell Du sehr gut gebrauchen
kannst.
>90 Prozent aller Autokäufer wollen aber keine Schmuckschatulle, sondern
>ein Auto.
Fast hundert Prozent legen auf das Äußere großen Wert. Und ich kann das
gut verstehen.
>Und nach meiner unmaßgeblichen Meinung ist die einfachste
>Rostvorsorge: keinen extremen Roster kaufen.
Toller Tip.
> > Beim Citroën CX muß man nur die Höhenverstellung, die zwischen dem Sitz
> > und der Schiene eingebaut ist, komplett abmontieren und rausschmeißen
> > (eine Angelegenheit von fünf Minuten). Ich habe mit meinen
> > einsfünfundachzig jedenfalls kein Problem beim Sitzen. Im Gegenteil. Ich
> > keinem anderen Wagen sitze ich dermaßen bequem.
> >
>Junge, Du bist echt verblendet. Ich kaufe mir doch nicht ein Auto,
Den CX gibt es nicht mehr neu zu kaufen. Ich will Dir nichts verkaufen.
Für Dich ist der CX nichts.
>manipuliere die Fahrersitzaufhängung und bringe damit die ABE zum
>Erlöschen, damit ich darin sitzen kann. Und wenn Du behauptest, Du
>habest in noch keinem Auto so bequem gesessen wie in einem CX, dann
>schlage ich Dir einfach einmal Sitzproben in einem Saab und einem
>neueren BMW vor, die haben nämlich bessere Sitze.
Mir graust vor diesen Konstruktionen mit siebzehn Elektromotörchen,
eingebauten Luftdüsen und womöglich noch Massagefunktion. Was da alles
kaputtgehen kann! Ein Sitz ist ein Sitz und kein Massagesalon. Bleib
alle zwei Stunden lieber mal stehen und renn eine Runde, das ist
billiger, praktischer und effizienter.
[60 Zeilen Wiederholung gelöscht]
>Aber ich glaube, Du bist ohnehin restlos in Deinen CX verliebt, und dann
>soll es ja gut sein... :-) (aber immer Kondom benutzen, gell!)
*PLONK*
Servus
> Mit Citroens ist es in vielen Dingen wie mit Apple-Computern: Sie
> weichen von der Norm ab und sind in den meisten Abweichungen nur anders,
> aber nicht unbedingt besser.
Das nennt man Idividualitaet! Und wer nicht mit der Masse schwimmen _will_
muss dies auch nicht tun. Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.
> Frank
mfg
Daniel
Da Ihr euch ja anscheinend ganz gut auskennt, kann ich ja vielleicht mal ein
paar Fragen stellen. Hab' mir nämlich grade einen Break gekauft (leider
schon einen 89er), weil ich vor Jahren schon mal einen CX hatte, von dem ich
sehr begeistert war!
Der jetzige zickt allerdings etwas, verliert Hydrauliköl und hat einen
Kriechstrom, was dazu führt, daß man die Batterie abklemmen muß, wenn er
länger als 24h steht. Meine Frage: nach ca. 3h fängt die Batterieleuchte an
zu glimmen, wenn die Zündung aus ist und geht auch nicht aus, wenn man der
Reihe nach die Sicherungen entfernt. Ich finde das ja sehr seltsam, aber
vielleicht weiß ja einer von Euch, ob das evtl. sogar normales Verhalten für
"Batterie low" ist, oder ob einem das einen Hinweis auf den Ort des Kurzen
geben könnte?
Sonst bin ich sehr begeistert und genieße die Fahrten von und zur Arbeit
auch im Stau...
Rollentacho rules (leider nicht in meinem)!!
Carsten
> > Wie fandest du ihn?
>
> Es gab schon bessere. Wie die meisten neuen Schimanski-Folgen viel zu
Ja gab es. Den vom Sonntag fand ich allerdings recht gut. Trotz des
heiklen Themas war noch genuegend Humor im Film (mancher Humor
natuerlich nur fuer Schimanski-Fans verstaendlich). Und die Aktion, wo
Schimanksi sich ins Auto setzt, losfaehrt und somit den an die
Tuerklinke gefesselten Zuhaelter zum Mitlaufen zwingt, war schon wieder
ein 'echter Schimmi'.
> übertrieben. Es ist schon irgendwie bezeichnend, daß die Produktionen
> immer wieder verschoben und gestrichen werden weil die Drehbücher zu
> schwach sind (also noch schwächer als das, was am Ende heraus kommt).
Das ist leider wahr. Der erste der neuen Reihe hat mir richtig gut
gefallen, danach hat es dann etwas nachgelassen.
> Richtig gute Streifen wie "Moltke" sind wohl nicht mehr zu erwarten.
>
Jo, oder 'gebrochene Blueten'.... Ich werde jedenfalls mal anfangen
meine Sammlung auf CD zu archivieren. Auf das ARD-Archiv will ich mich
da naemlich nicht verlassen, es scheint als wuerden die Baender dort
noch schneller altern als meine VHS-Kassetten.
Alexander
Hallo! Das war ein Film aus der Reihe 'Schimanski' und nicht 'CX'. :-)
> Neues Modell... silber... schwarze Seitenstreifen... eigenartige Felgen
> (nicht unbedingt häßlich)... aber immerhin ein CX! Sehr schön.
>
> Eine ordentliche Verfolgungsjagd konnte ich leider keine entdecken, aber
> manchmal flitzte er ganz nett um die Ecken. Wahrscheinlich gibt es
> selbst für die Film-Produktionsfirma keine CX mehr für Stunts und zum
> Ruinieren. Mir hat mal eine nicht wenig Geld angeboten, sie wollten ihn
Wenn ich mich recht entsinne, waren wilde Verfolgungsjagden und das
Ruinieren von Autos _nie_ ein tragendes Element von Schimanski-Tatorts.
Alexander
> "Frank Kemper" <fke...@aol.com> schrieb im Newsbeitrag
> news:3C140B31...@aol.com...
>
>>Mit Citroens ist es in vielen Dingen wie mit Apple-Computern: Sie
>>weichen von der Norm ab und sind in den meisten Abweichungen nur anders,
>>aber nicht unbedingt besser.
>>
>
> Das nennt man Idividualitaet! Und wer nicht mit der Masse schwimmen _will_
> muss dies auch nicht tun. Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.
Richtig.
Gruß, geschrieben auf einem alten G3 466,
--
Oliver Sprenger
http://www.rs2-limo.com
Home of the RS80
>...BX...
>Der jetzige zickt allerdings etwas, verliert Hydrauliköl
Dem mußt Du auf den Grund gehen. Also rauf mit dem trockenen Fahrzeug
auf die nächste Bühne oder über eine Grube. Die meisten Leitungen sind
von unten sehr gut sichtbar (zumindest im CX), schau nach, ob es
irgendwo tropft oder feucht ist. Den Rest erkennst Du im Motorraum.
Prüfe auch den Verschluß des Hydraulikflüssigkeitsbehälters.
Tip, falls Du etwas ersetzen mußt: Du brauchst nicht unbedingt die
sündhaft teuren Originalmetalleitungen aus gezogener
Kupfer/Drahtstahllegierung. Alle Leitungen, die unter Druck stehen, sind
aus diesem Material, die Rücklaufleitungen sind aus Gummi (auch hier
kontrollieren, der wird irgendwann mal porös). Ein guter Spengler biegt
Dir die Metallteile aus mindestens genauso gut geeignetem Ersatzmaterial
(Installateurbedarf) nach der Originalvorlage (alte Teile) zurecht. Beim
TÜV merkt kein Mensch was.
Ich habe vor fünf Jahren sämtliche Leitungen ersetzen lassen, weil sie
ein wenig rostig und bedient *aussahen*. Sie waren allesamt voll
funktionstüchtig, dicht und sicher, ich hatte das extra überprüft.
Gezogener Drahtstahl kann nicht durchrosten. Mit der Hydropneumatik
gab's noch nie Probleme. Die ersetzten Leitungen sehen jetzt noch aus
wie neu. Macht sich überigens sehr gut, das schimmernde Kupfer an dem
ansonsten optisch wenig attraktiven Unterboden (die Cit's sehen sogar
von unten fabelhaft aus).
Die Hydraulik-Hochdruckpumpe rennt auch ewig. Nach fünf bis sechs Jahren
fängt sie allerdings allmählich an, ein wenig laut zu werden (sie
schnattert), und sie läuft in kürzeren Intervallen (also öfter), weil
die Ventile nicht mehr ganz dicht sind. Falls das so sein sollte,
findest Du für Deinen BX bestimmt eine gut erhaltene gebrauchte Pumpe.
Den Austausch müßte ein guter Mechaniker in einer halben Stunde erledigt
haben. Den Hunni wär's mir wert. Das Geschnatter kann einem nämlich auch
bei guten Nerven im Stau ein wenig auf den Wecker gehen (bei einem
Diesel fällt es allerdings nicht so auf).
Sehr wichtig ist es auch, für den einwandfreien Zustand der vier
Haupt-Federkugeln zu sorgen. Sie ermöglichen das traumhafte, sanfte
Dahingleiten und die perfekte Straßenlage. Sobald aber auch nur eine
einzige davon nicht mehr ganz so tut, ist es damit vorbei. Es ist fast
noch gefährlicher, mit defekten Federkugeln zu fahren, als mit defekten
Stoßdämpfern.
Man kann das natürlich auch meßtechnisch in der Service-Werkstatt
fachmännisch und kostenpflichtig überprüfen lassen, mit ein wenig
Erfahrung reicht es jedoch, sich einmal pro Monat auf die Eckkanten des
Autos zu lehnen und die Karosserie weit, so weit wie möglich
runterzudrücken. Der Motor muß dabei laufen, oder er muß kurz vorher
gelaufen sein. Es geht wirklich fast unendlich weit tief runter.
Das müßte an allen vier Ecken gleich leicht bis zum Anschlag gehen, und
die Tonnen müßten stets gleich leicht und gleich schnell wie
selbstverständlich wieder hochkommen. Dann ist alles OK mit Deinen
Federkugeln. Ich lasse mir übrigens dabei gerne zuschauen, es herrscht
dann immer allgemeines Staunen, was man mit einem Citroën so alles
anstellen kann. Man kann damit einen ganzen Kindergarten in den Schlaf
wiegen, ohne sich dabei anzustrengen.
Ansonsten ist es überhaupt kein Problem: Neue Federkugeln halten etwa
fünf Jahre. Danach können sie zwei- bis dreimal revitalisiert werden
(nur beim Citroën-Spezialist!), dann halten sie jedesmal wieder zwei bis
drei Jahre. Das Revitalisieren kostet fuffzich Euro für alle vier,
inklusive dem watscheneinfachen Austausch. Das Austauschen kann auch ein
Laie, wenn man die paar Regeln einhält. Ist so einfach wie Glühbirnen
wechseln.
Auf meiner Hompage wird bei den Bildern ein Buch empfohlen aus der Reihe
"Jetzt helfe ich mir selbst" (MotorBuchVerlag) von Ing. Dieter Korp, da
habe ich schon jede Menge gelernt daraus.
>und hat einen
>Kriechstrom,
dazu kann Dir womöglich ein spezialisierter Auto-Elektriker ein Tip
geben.
>Rollentacho rules (leider nicht in meinem)!!
>>Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.
Den Satz laß ich auch gerne so stehen.
"Michael Simon" <AXGGEF...@spammotel.com>
> >...BX...
Ne, ne, ist schon ein CX (2,5 l Benziner Break, Bj. 89).
> Die meisten Leitungen sind
> von unten sehr gut sichtbar (zumindest im CX), schau nach, ob es
> irgendwo tropft oder feucht ist.
Genau, das mach ich dann wenns mal wieder etwas wärmer wird, bis dahin muß
ich ein wenig nachfüllen, soviel ist das nicht!
> Die Hydraulik-Hochdruckpumpe rennt auch ewig. Nach fünf bis sechs Jahren
> fängt sie allerdings allmählich an, ein wenig laut zu werden (sie
> schnattert), und sie läuft in kürzeren Intervallen (also öfter), weil
> die Ventile nicht mehr ganz dicht sind.
Das scheint mir noch ganz fit zu sein, macht zwar ab und zu klack im
Motorraum, aber schnattern tut nix.
> Erfahrung reicht es jedoch, sich einmal pro Monat auf die Eckkanten des
> Autos zu lehnen und die Karosserie weit, so weit wie möglich
> runterzudrücken. Der Motor muß dabei laufen, oder er muß kurz vorher
> gelaufen sein. Es geht wirklich fast unendlich weit tief runter.
> Das müßte an allen vier Ecken gleich leicht bis zum Anschlag gehen, und
> die Tonnen müßten stets gleich leicht und gleich schnell wie
> selbstverständlich wieder hochkommen. Dann ist alles OK mit Deinen
> Federkugeln. Ich lasse mir übrigens dabei gerne zuschauen, es herrscht
> dann immer allgemeines Staunen, was man mit einem Citroën so alles
> anstellen kann.
Das muß ich natürlich mal ausprobieren!
> Das Austauschen kann auch ein
> Laie, wenn man die paar Regeln einhält. Ist so einfach wie Glühbirnen
> wechseln.
Aber die kosten wahrscheinlich ne Mark?
> Auf meiner Hompage wird bei den Bildern ein Buch empfohlen aus der Reihe
> "Jetzt helfe ich mir selbst" (MotorBuchVerlag) von Ing. Dieter Korp, da
> habe ich schon jede Menge gelernt daraus.
Das hab ich beim Kauf sogar mit dazu bekommen, zusammen mit einem riesigen
Werkstattbuch, in dem wirklich jedes Teil aufgeführt ist!
> >und hat einen
> >Kriechstrom,
> dazu kann Dir womöglich ein spezialisierter Auto-Elektriker ein Tip
> geben.
Schade, ich dachte, das wäre vielleicht so eine "Krankheit".
Viel Spaß noch,
Carsten
> Wenn ich mich recht entsinne, waren wilde Verfolgungsjagden und das
> Ruinieren von Autos _nie_ ein tragendes Element von
> Schimanski-Tatorts.
Ich bin mir recht sicher, daß die alten Schimanskis (die richtigen
Tatorte) von Citroën gesponsert waren. Ich kann mich noch gut erinnern,
daß, als der XM herauskam, Schimanskis gerade neu gekaufter roter CX GTi
telegen in Flammen aufging. Der XM scheint ihm aber nicht getaugt zu
haben -- es gibt nur eine oder zwei Folgen damit. Danach waren es wieder
CX oder gar DS. Kann ich verstehen.
Schimanski im C5? Örks.
Da gab es doch dann noch diesen als Schimi-Nachfolger geplanten auch
frankophilen Kommissar, der immer mit Baguette Fahrrad und DS fuhr.
Kann sich an den noch jemand erinnern? Den mochten außer mir wohl nicht
viele.
Wolf "Ein CX bricht durchs Maisfeld zur Musik von Klaus Lage. Hach,
früher ..." gang
> Frank Kemper <fke...@aol.com> wrote:
>>Gerade in Frankreich sind die französischen Marken allein so stark,
>>dass es reicht. Renault hat 70 Prozent seines Safrane allein in
>>Frankreich verkauft und es hat gereicht, um einen Schnitt zu
>>machen. Dass heute PSA zum Beispiel in den USA kein einziges Auto mehr
>>verkauft, liegt bestimmt nicht an der Lobby irgendwelcher deutscher
>>Hersteller
>
> Ich meinte nicht den U.S.-Markt, der ist völlig unerheblich in dieser
> Frage.
Citroën hat sich schon in den Siebziger aus dem US-Markt
zurückgezogen. Dort finden sich nur DS, SM und einige Enten. In Kanada
und Australien gibt es aber noch eine rege CX-Szene, und dort schaffen
die Dinger sagenhafte Laufleistungen jenseits der 400.000.
>> > Der GS/GSA war ein absolut außergewöhnliches und unvergleichliches
>> > Fahrzeug. Du hattest den Hydropneumatik-Fahrkomfort einer
>> > Luxuslimousine zum moderaten Preis eines Mittelklassewagens.
>
>>Musst Du mir nicht erzählen, habe ihn ja selbst gefahren.
>
> Denk mal an, vielleicht bist Du nicht der einzige, dem ich hier etwas
> erzähle. Egoist.
Hoppla, wir wollen mal nicht auf das Niveau der letzten
Camaro-Diskussionen abfallen.
>>Aber die tolle Federung und das schöne Konzept nützen Dir halt wenig,
>>wenn Dir auf der Autobahn ein lötteriger Elektrikstecker im Fußraum
>>das ganze Auto lahm legt, wenn eine Windböe ausreicht, um die
>>Fahrertür so weit aufzureißen, dass die Außenhaut vom Vorderkotflügel
>>eingedrückt wird, und wenn das Auto auf 100.000 km (älter ist er nicht
>>geworden) drei Getriebe braucht.
>
> Deine Horrorgeschichten sind wahrscheinlich darauf zurückzuführen, daß
> Du Dich um den Erhalt Deiner Fahrzeuge überhaupt nicht kümmerst. Für
> Deine DIN-A4-großen Rostlöcher in den Bodenplatten, die Du in einem
> anderen Artikel erwähntest, bist Du weitestgehend selbst
> verantwortlich.
Wenn ich dazu als Sohn eines früheren Citroën-Händlers was sagen darf:
Wir haben länger einen gebrauchten GS gefahren, ohne die geringsten
Probleme. So etwas wie Fahrertüren, die vom Wind aufgerissen werden oder
ständige Getriebeschäden sind mir unbekannt. Was es allerdings schon
gab, waren Startprobleme in unkundiger Hand (manche GS wollten mit Choke
gestartet werden, andere nie und soffen gnadenlos ab, wenn man ihnen zu
viel gab) und die extreme Rostanfälligkeit der späten GS, die die frühen
nicht so stark hatten und der GSA auch nicht mehr.
Ich kann mich noch gut an die Basalte-Sondermodelle Ende der Siebziger
erinnern, die wunderschön aussahen: schwarzer Lack und rote
Innenausstattung. Die bekamen wir nach kaum drei Jahren mit faustgroßen
Löchern in den Kotflügeln zurück.
In den Achtzigern habe ich es bei GSAs teilweise erlebt, daß die
Lenkradumschäumung bei einigen, die wohl immer draußen geparkt waren, in
großen Stücken abgefallen ist.
Ich würde gerne mal wieder in einem Erstserien-GS mit Lupentacho sitzen,
aber den letzten habe ich vor bestimmt 15 Jahren gesehen.
>>Und nach meiner unmaßgeblichen Meinung ist die einfachste
>>Rostvorsorge: keinen extremen Roster kaufen.
>
> Toller Tip.
Hohlraumversiegeln hielte ich auch für einen besseren. Die Erhaltung von
Autos aus den Siebzigern ist leider ein sehr schwieriges und teures
Unterfangen, nicht nur wegen der bescheuerten Abgasgesetzgebung in D,
sondern auch wegen der meist fürchterlichen Blechqualität und der
erstmals starken Verwendung von Kunststoffen, mit denen man noch wenig
Erfahrung hatte. Heute sieht man mehr 190 SL auf den Straßen als schöne
Siebziger-Jahre-Klassiker.
>>Junge, Du bist echt verblendet. Ich kaufe mir doch nicht ein Auto,
>>manipuliere die Fahrersitzaufhängung und bringe damit die ABE zum
>>Erlöschen, damit ich darin sitzen kann.
Eine Sitzschienenverlängerung hat auch mein Vater (1,87) in jeden seiner
CX eingebaut. Damit erlöscht die ABE nicht. Das ist ein kleiner
Eingriff, den jeder Händler bei Bedarf in wenigen Minuten durchführen
konnte.
>> Und wenn Du behauptest, Du habest in noch keinem Auto so bequem
>>gesessen wie in einem CX, dann schlage ich Dir einfach einmal
>>Sitzproben in einem Saab und einem neueren BMW vor, die haben nämlich
>>bessere Sitze.
Daskommtdaraufan. Als ich das erste Mal in einem E28 saß (so gegen Ende
der Achtziger), kam ich mir furchtbar beengt vor. Dazu die
vergleichsweise unbequemen Sitze, das hohe Armaturenbrett, die
Motorhaube im Blickfeld und die schlechte Federung ... Aber man gewöhnt
sich an alles -- heute ist mir ein Dreier groß genug. Was mir damals als
einziges positiv am BMW im Vergleich zum CX auffiel, war der ungleich
bessere Geräuschkomfort, nicht zuletzt durch den fantastisch laufruhigen
Diesel (war ein 524td). Der CX Turbodiesel, obschon sparsamer und
kräftiger, war viel lauter.
>>Aber ich glaube, Du bist ohnehin restlos in Deinen CX verliebt, und
>>dann soll es ja gut sein... :-) (aber immer Kondom benutzen, gell!)
>
> *PLONK*
Hmmmmm ...
> Wenn ich mich recht entsinne, waren wilde Verfolgungsjagden und das
> Ruinieren von Autos _nie_ ein tragendes Element von
> Schimanski-Tatorts.
Da fällt mir noch was ein: Es gibt eine Folge, in der sie Schimanski
erst unter Drogen und dann in einen Einser-Golf setzen. Das dürfte eine
der wildesten Auto-Verschrottungs-Szenen im Deutschen
Prä-Privatsender-Fernsehen sein.
Servus
> >>Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.
>
> Den Satz laß ich auch gerne so stehen.
Ist ja auch so!
mfg
Daniel
du meinst also einen echten Tatort [tm] :-)
> daß, als der XM herauskam, Schimanskis gerade neu gekaufter roter CX GTi
> telegen in Flammen aufging. Der XM scheint ihm aber nicht getaugt zu
> haben -- es gibt nur eine oder zwei Folgen damit. Danach waren es wieder
> CX oder gar DS. Kann ich verstehen.
>
> Schimanski im C5? Örks.
Oder im Berlingo, jetzt wo er geheiratet hat .
*grööööl*
>
> Da gab es doch dann noch diesen als Schimi-Nachfolger geplanten auch
> frankophilen Kommissar, der immer mit Baguette Fahrrad und DS fuhr.
> Kann sich an den noch jemand erinnern? Den mochten außer mir wohl nicht
> viele.
>
Meinst du Jochen Senf alias <Vorname> Palu? Lief der nicht immer mit
'ner Bratwurst rum?
> Wolf "Ein CX bricht durchs Maisfeld zur Musik von Klaus Lage. Hach,
> früher ..." gang
>
Jaja.....
Alexander
War das nicht Zabou? Jetzt wo du es sagst.. es sind schon hin und wieder
Autos zu Bruch gegangen. Wie schon gesagt z.B. Tanners brandneuer
Japaner, davor im selben Tatort Schimmis Auto und es gab gewiss noch
mehr.
Aber dennoch bleibe ich dabei, Verfolgungsjagden und
Verschrottungsorgien a la 'Blechpiraten' gab es da nicht - brauchte auch
nicht.
Alexander
Michael Simon wrote:
> >> Fährst Du nur, um nachzumessen, ob alles im grünen Bereich ist?
>
> >Nein. Aber wenn ich's wissen will, dann will ich es auch
> >auf den ersten Blick sehen können.
>
> Also was jetzt? Ja oder nein? Oder doch lieber beides?
Beides. Ich fahre nicht nur, um zu wissen, wie es meinem Auto
so geht. Aber wenn ich es wissen will, dann will ich es auf
den ersten Blick sehen können. Insofern ärgert mich die MFA
im Golf ein wenig -- lieber hätte ich ein paar kleine
Zeigerinstrumente für Öltemperatur, Außentemperatur und
Momentanverbrauch.
> >> Außerdem brauche ich nicht jedesmal beim Einsteigen optisch angebrüllt
> >> zu werden: "Hier, ich kann zweihundert Sachen. Fahr mich. Jag' das
> >> Männchen auf die Leiter."
> >
> >Ich fühle mich in keiner Weise optisch angebrüllt.
>
> Gewohnheitssache. Wenn Du einen minimalistischen Walzentacho gewöhnt
> bist, und Du steigst dazwischen mal in eine gewöhnliche Kiste ein, dann
> fühlst Du Dich sehr wohl als erstes vom Tacho angebrüllt, noch bevor Du
> Dich angeschnallt hast.
Das ist nun wohl eindeutig Geschmackssache.
> >> Ich habe einen sehr zeitkritischen Beruf und trage seit
> >> zwanzig Jahren keine Armbanduhr. So etwas gibt es.
> >
> >Weiß ich, ich hab meine letzte mit 15 weggeschmissen.
>
> Kompliment. Willkommen im Club! Uhr brauchst Du keine, aber einen Tacho?
> Du bist inkonsequent in dieser Frage.
Wenn ich zu spät komm, ist das im Regelfall nicht schlimm.
Wenn ich zu schnell bin, könnte das teuer werden oder sogar
gefährlich.
> >Ein Lupentacho ist
> >für mich ein klassisches Beispiel für "function follows form",
> >und sowas verabscheue ich eben.
>
> Na, na. So schlimm wird's ja hoffentlich nicht sein... Aber zugegeben,
> ich habe auch etwas gegen die Einstellung: Hauptsache anders, egal um
> welchen Preis. Das ist jedoch beim Zylindertacho nicht zutreffend. Da
> wurde genau der richtige Mittelweg gefunden IMHO.
Eben: IYHO. IMHO nicht. Generationen von Autodesignern haben
Platz für Zeigerinstrumente gefunden, nur im CX war keiner?
Das *ist* der Versuch, anders zu sein -- und das auf Kosten der
Funktionalität.
So ein CX hat doch eigentlich auch kein sonderlich kleines
Instrumentenfeld, fällt mir gerade so auf. Was nimmt da eigentlich
den ganzen Platz weg?
> >Der Zeigertacho ist wie jedes Zeigerinstrument im PKW alles
> >andere als ein Präzisionsinstrument -- er ist ein Schätzeisen,
> >mehr nicht.
>
> Merkst Du nicht, was ich ausdrücken will? Du kommst mir entgegen. Ich
> hatte noch gar nicht betont, daß es ohnehin nie stimmt, was auf diesen
> Tachos abzulesen ist. Und wenn ich schon weitestgehend schätzen muß,
> dann verlasse ich mich lieber ganz auf mein eigenes Gefühl. Also weg mit
> den Dingern, oder auf das Notwendigste reduzieren. Das Zeug ist
> Kinderkram.
Das wäre es, wenn es keine Geschwindigkeitsbegrenzungen gäbe
außer "den Umständen angepaßt" *und* wenn sich jeder dran
hielte. Solange aber Schilder 60 einfordern oder 120, obwohl
vielleicht auch 80 oder 160 an der Stelle "den Umständen angepaßt"
wäre, kann man eben nicht nur nach Gefühl fahren.
> >Auf plus/minus 10 km/h kommt's in den seltensten
> >Fällen an. Deswegen ist eine Anzeige der Geschwindigkeit in
> >Zahlen so sinnlos: ich will ja gerade nicht wissen, ob ich
> >58 fahr oder 62, sondern nur, ob ich so ca. 60 fahr. [...]
>
> Auch Dein Zeigertacho hat Nummern, ohne die Du ziemlich aufgeschmissen
> wärst.
Jein. Ich weiß, daß mein Zeigertacho bei 60 auf "kurz vor 9"
zeigt, bei 100 auf "11" und bei 140 auf "kurz nach 12", wenn
ich mal ein Uhren-Zifferblatt als Vergleich nehmen darf.
D.h., es genügt, aus dem Augenwinkel die Zeigerstellung zu
erfassen. Zahlen lesen ist überflüssig.
> Du brauchst keinen Tacho, wenn Du wissen willst, ob Du so zirka
> 60 fährst, egal in welchem Verkehrsmittel. Verlaß Dich ruhig auf Deine
> eigenen Erfahrungswerte. Du kannst das.
Ich kann das meistens. Aber das Beispiel Autobahnbaustelle gilt:
da kann ich das nicht. Da kommen Schilder: 120, 100, 80, 60.
Und ich, der ich eben noch 180 fuhr, lasse mich reinrollen, kucke
100 Meter vorm 120-Schild auf den Tacho und stelle fest, daß ich
noch über 140 draufhabe und nicht die geschätzten 130. Das
kann im Ernstfall bedeuten, daß ich ein Ticket kriege.
> >> Mach Dich frei von den Zahlen
>
> >Das sollte ich zu Dir sagen. Du mußt Zahlen lesen. Ich nicht.
>
> Na, ich möchte Dich erleben, wenn auf Deinem Zeigertacho keine Zahlen
> notiert wären...
Überhaupt kein Problem.
> Noch dazu sind Deine Zahlen *wesentlich* kleiner und
> schlechter abzulesen als meine auf dem CX-Walzentacho.
Macht nix, ich muß sie ja nicht lesen, wenn ich die Kiste
erstmal ne Weile gefahren habe.
> An einen
> Zeigertacho muß man sich erst gewöhnen, da alle ein wenig anders
> aussehen.
Das Problem hast Du beim Lupentacho natürlich nicht, da
gibt's schließlich nicht so viele verschiedene von. ;-)
> Frag mal einen Berufsfahrer, der oft das Fahrzeug wechseln muß. In
> diesem Falle sind Tachos mit Zifferblatt sogar eine richtige,
> gefährliche Fehlerquelle, da man dazu tendiert, wie Du schon wiederholt
> ausführtest, sich auf die Zeigerstellung zu verlassen,
Zugegebenermaßen. Aber auch dann muß man eben nur die ersten
paar Male so genau hinkucken wie Du immer.
> Lange bevor Du Dich an die verschiedenen Zeigerstellungen und
> Font-Größen gewöhnt hast, habe ich mich daran gewöhnt, völlig ohne Tacho
> auszukommen.
Das glaube ich nicht.
> >Das würd ich wirklich gern mal ausprobieren: ob Du als CX-Fahrer
> >mit meinem Golf ohne Tacho auch nur annähernd die richtige
> >Geschwindigkeit treffen könntest. Ich glaube nein.
>
> Warum nicht? Bestimmt! Was ist an einem Golf so anders, wenn man aus dem
> Fenster sieht?
Er lärmt wie Tier und federt dafür kaum (jedenfalls verglichen
mit dem CX). Jede Wette, daß Dir 100 in meinem Golf vorkommen wie
130.
> Wir sind analoge Wesen und haben es verlernt, uns auf
> unsere eigenen Fähigkeiten zu verlassen. Mache bitte demnächst einen
> ehrlichen Selbsttest, Erik. Fahr ein paar Minuten, schätze die
> Geschwindigkeit, so gut Du kannst, und schau erst dann auf den Tacho. Du
> wirst Dich wundern, was für ein präzises, analoges Anzeigeinstrument in
> Dir schlummert.
Ich werde es testen. Und zwar eben gerade nicht mit meinem
Golf, sondern mit dem Firmenpolo, mit dem ich morgen eine
längere Landstraßenfahrt in unbekanntes Terrain vor mir habe.
> Und sollte es wider Erwarten nicht gleich funktionieren, wirst Du
> merken, daß man das lernen kann, wenn man will.
Aber nicht mit der gebotenen Zuverlässigkeit.
> >[Graphische Aufschlüsselung]
> Wow, Du nimmst das aber ernst. Wie gesagt, ich finde, das Ausmessen im
> Millisekundenbereich ist nur für Piloten relevant,
Gerade nicht. Einem Piloten springt eher selten ein Reh vors
Flugzeug, der kann (außer im Tiefflug oder Luftkampf ;-) locker
3 sec mal auf die Instrumente kucken (oder sogar nur mit denen
landen, ganz ohne Sicht). Im Auto ist Nach-Vorne-Kucken wichtiger
als alles andere, also ist es da auch wichtig, die Instrumente
so schnell wie möglich ablesen zu können.
> Für Dich käme wahrscheinlich eine Tachoanzeige in Frage, die quer über
> die gesamte Windschutzscheibe eingespiegelt wird. Was hältst Du davon,
> Erik? Dann hätten auch Deine Beifahrer etwas davon ;-)
Dann seh ich ja nix mehr von dem, was draußen abgeht. Aber ich
hielte es z.B. durchaus für sinnvoll, Anzeigen an geeigneter
Stelle (also unten) so einzublenden, daß das Auge nicht mehr
hin- und herfokussieren muß, um sie abzulesen -- also unscharf,
aber so, daß es bei Fokussierung auf unendlich scharf aussieht.
Und ebenfalls für sinnvoll hielte ich es, wenn wichtige
Kontrolllampen nicht unten beim Tacho säßen, sondern direkt
am unteren Scheibenrand -- oder sogar darüber, in dem Bereich,
durch den man im Golf 2 eh nur die Motorhaube sieht.
Ich spinne mal jetzt nicht weiter, was das betrifft -- aber ich
denke schon, daß man da noch einiges verbessern könnte. Und
ich stelle auch gar nicht in Abrede, das Citroen das gemacht
hat -- ich hab noch nie einen Citroen mit Bedienungssatelliten
gefahren, stelle mir das aber durchaus praktisch vor nach der
erforderlichen Gewöhnung. Das Problem ist nur, daß es ein
schmaler Grat ist zwischen sinnvoll anders und anders nur um
des Andersseins willen; Citroen wanderte auf diesem Grat, und
ob die einzelnen Fußabdrücke nun dies- oder jenseits der
Grenze sind, darüber könnten wir vermutlich bis ans Ende des
Usenets diskutieren.
Und deshalb bleibe ich bei meiner Meinung, daß solche
Verbesserungen -- sicher gut gemeint -- auch nach hinten losgehen
können; nicht notwendigerweise weil der Gedanke falsch war,
sondern weil die Gewöhnung an das Anderssein schwerer fällt,
als es der Nutzen des Andersseins rechtfertigen könnte.
Ein gutes Beispiel dafür ist das Layout unserer Tastaturen:
es gibt erwiesenermaßen Besseres (Stichwort "Dvorak"), aber
es setzt sich nicht durch, weil alle Welt das Qwertz-Layout
kennt und benutzt. Und warum wechselt kaum einer? Weil die
Umgewöhnung, vor allem aber die entstehende Inkompatibilität
des eigenen Wissens mit fast allen anderen Tastaturen außer
der eigenen zu aufwendig ist, um dann danach 10% schneller
tippen zu können.
Dasselbe greift wohl auch bei den Bedienungssatelliten.
Und daß Analog-Instrumente schneller ablesbar sind und
Digital-Instrumente genauer, und daß es im Auto eher auf
Schnelligkeit als auf Genauigkeit ankommt, ist eben eine
Tatsache (bzw. sind es derer zwei). Dein Argument, daß Du
keinen Tacho brauchst, ist kein Argument für den
Digitaltacho, sondern steht davon unberührt für sich.
Aber bitte: Geschmack ist Geschmackssache. Ich will Dir
den CX nicht schlechtreden -- ich hätte selber gern einen,
aber bitte das neuere Modell mit richtigen Instrumenten.
Auch wenn
> Das eleganteste Automobil der Welt
IMHO trotzdem der kleine Karmann Ghia in der Version
Mitte der 60er Jahre bleibt, dicht gefolgt von der DS
in der Version ab '69 (IIRC).
Liebe Grüße,
Erik.
--
"Wir besiegen den Tod nur, indem wir ihn ignorieren:
Er ist gar nicht da. Und wenn er da ist, sind wir ja weg."
-- Dieter Nuhr
>Danke für die ausführliche Antwort! Werd' ich mir gleich mal hinter die
>Sonnenblende stecken!
Gerne, keine Ursache!
>"Michael Simon" <AXGGEF...@spammotel.com>
>> >...BX...
>
>Ne, ne, ist schon ein CX (2,5 l Benziner Break, Bj. 89).
Sorry, falsch gelesen.
>Genau, das mach ich dann wenns mal wieder etwas wärmer wird, bis dahin muß
>ich ein wenig nachfüllen, soviel ist das nicht!
>
>> Die Hydraulik-Hochdruckpumpe rennt auch ewig. Nach fünf bis sechs Jahren
>> fängt sie allerdings allmählich an, ein wenig laut zu werden (sie
>> schnattert), und sie läuft in kürzeren Intervallen (also öfter), weil
>> die Ventile nicht mehr ganz dicht sind.
>
>Das scheint mir noch ganz fit zu sein, macht zwar ab und zu klack im
>Motorraum, aber schnattern tut nix.
Gut, gut. Dann hast Du ja keine Eile. Schau trotzdem, daß Du bei
Gelegenheit eine gute Ersatzpumpe findest, gewisse Teile sollte man sich
auf Vorrat anlegen, wenn man das Fahrzeug noch länger fahren möchte.
Dazu gehören auch die Wischerblätter, die es bald nicht mehr geben wird.
Auch die original TRX-Sicherheitsreifen von Michelin sind im Auslaufen.
Sollten sie mal platzen (habe ich noch nicht erlebt), dann sind sie so
konstruiert, daß sie sich nach innen einrollen. Man darf damit offiziell
bis 80 km/h weiterfahren!
Wenn es keine Michelin mehr geben sollte, muß man auf Ersatz von der
Firma Avlon umsteigen.
>Aber die kosten wahrscheinlich ne Mark?
Neue Federkugeln kosten bißchen was, ja, aber sie sind noch wesentlich
billiger als Stoßdämpfer, und es wird fast keine Arbeitszeit verrechnet.
In diesem Falle rate ich eindeutig zu Original-Federkugeln von Citroën.
Es versuchte mal jemand, mir welche von einem Dritthersteller (günstig)
anzudrehen, die ich ihm dann allerdings nach zwei Tagen wieder auf den
Tresen knallte.
>Das hab ich beim Kauf sogar mit dazu bekommen, zusammen mit einem riesigen
>Werkstattbuch, in dem wirklich jedes Teil aufgeführt ist!
Schön. Ich schmökere gerne darin. Man findet hunderttausend geniale
Kleinigkeiten.
>> >und hat einen
>> >Kriechstrom,
>> dazu kann Dir womöglich ein spezialisierter Auto-Elektriker ein Tip
>> geben.
>
>Schade, ich dachte, das wäre vielleicht so eine "Krankheit".
Das Problem kenne ich leider nicht, so, wie Du es beschrieben hast.
>Viel Spaß noch,
Danke gleichfalls :-) Freue mich schon auf die erste Ausfahrt im
Tiefschnee. Bin bereit, extra dafür um halbfünf in der Früh aufzustehen,
damit ich noch vor dem ersten Schneepflug unterwegs bin :-)
>Citroën hat sich schon in den Siebziger aus dem US-Markt
>zurückgezogen. Dort finden sich nur DS, SM und einige Enten. In Kanada
>und Australien gibt es aber noch eine rege CX-Szene, und dort schaffen
>die Dinger sagenhafte Laufleistungen jenseits der 400.000.
Kann es sein das die da irgendwelche besonderen Bestimmungen haben? Im
Motorraum meines XM klebt jedenfalls ein Aufkleber auf dem steht das
der Wagen keineswegs in den USA benutzt werden darf.
Olaf
--
D.i.e.s.S. (K.)
>Citroën hat sich schon in den Siebziger aus dem US-Markt
>zurückgezogen. Dort finden sich nur DS, SM und einige Enten. In Kanada
>und Australien gibt es aber noch eine rege CX-Szene, und dort schaffen
>die Dinger sagenhafte Laufleistungen jenseits der 400.000.
Und das größte Citroën-Treffen aller Zeiten findet im nächsten August in
*Boston* statt. Ich bin wirklich am Überlegen, ob ich da nicht hin
sollte. Die haben auf der Homepage sogar schon Sammelorders für die
Verschiffung organisiert. Ist gar nicht sooo teuer.
Siehe bitte:
International Citroën Car Club Rally on the campus of the University of
Massachusetts at Amherst
http://www.icccr.org/
>>> > Der GS/GSA war ein absolut außergewöhnliches und unvergleichliches
>>> > Fahrzeug. Du hattest den Hydropneumatik-Fahrkomfort einer
>>> > Luxuslimousine zum moderaten Preis eines Mittelklassewagens.
>>
>>>Musst Du mir nicht erzählen, habe ihn ja selbst gefahren.
>>
>> Denk mal an, vielleicht bist Du nicht der einzige, dem ich hier etwas
>> erzähle. Egoist.
>
>Hoppla, wir wollen mal nicht auf das Niveau der letzten
>Camaro-Diskussionen abfallen.
Wem erzählst Du das jetzt, Wolfgang?
>Wenn ich dazu als Sohn eines früheren Citroën-Händlers was sagen darf:
Ja, ja. Interessiert mich alles außerordentlich. Danke für den Text
(gesnippt). Ich denke, daß ich nicht der einzige bin.
>Ich würde gerne mal wieder in einem Erstserien-GS mit Lupentacho sitzen,
>aber den letzten habe ich vor bestimmt 15 Jahren gesehen.
So. Jetzt reicht's. Ich habe also die Abbildungen von der Auto-Bild
11/2001 gescannt. Hier ist der schnuckelige Lupentacho + Drehzahlmesser
sehr gut zu erkennen:
http://www.pages.at/heaven/cx/gsa_autobild.jpg
Wie gesagt, im CX gab es ab 1980 das Vergrößerungsglas nicht mehr (sehr
wohl aber den Walzentacho). Es spiegelt auch nur dann so sehr, wenn die
Beleuchtung nicht eingeschaltet ist wie auf diesem Bild.
Und, bitte: Welcher Mittelklassewagen (Neupreis Luxusausführung: 13.300
Mark!) hatte je so eine abgehobene Innenausstattung? Auch der GS war
seiner Zeit Jahrzehnte voraus. Über die Farbgebung und die Anordnung von
Handbremse und Autoradio kann man streiten, ja. Letzteres war im CX (bis
1984) besser gelöst. Und vergeßt das Mimosengelb auf dem Foto. Für den
GS gibt es ein wunderschönes, mittelhelles
Metallic-Himmelfasttaubengraublau, die einzige (!) akzeptable
Originalfarbe (eigentlich vom CX Prestige).
>Eine Sitzschienenverlängerung hat auch mein Vater (1,87) in jeden seiner
>CX eingebaut. Damit erlöscht die ABE nicht. Das ist ein kleiner
>Eingriff, den jeder Händler bei Bedarf in wenigen Minuten durchführen
>konnte.
Sitzschienen*verlängerung*? Also ich weiß nur von der mechanischen
Höhenverstellung, die ich eigenhändig entfernte (Inbusschlüssel
vonnöten). Die Schienen scheinen original zu sein, und ich habe sogar
noch zwei Rasten nach hinten frei in der Fahr-Stellung, sonst erwische
ich die Pedale nicht mehr (1,85).
>Was mir damals als
>einziges positiv am BMW im Vergleich zum CX auffiel, war der ungleich
>bessere Geräuschkomfort, nicht zuletzt durch den fantastisch laufruhigen
>Diesel (war ein 524td). Der CX Turbodiesel, obschon sparsamer und
>kräftiger, war viel lauter.
Ja. Die CX-Diesel sind leider Traktoren. Aber im Benziner mit seinen 8
(früher 12) Silent-Blöcken (Gummipfropfen, auf denen die Karosserie
ruht) und einer Spezial-Dämmatte unter der Motorhaube (Sonderzubehör)
kannst Du Dich bei 140 km/h flüsternd mit den Fond-Passagieren
unterhalten.
>> *PLONK*
>
>Hmmmmm ...
Was grübelst Du? Das galt nicht Dir, Wolfgang, sondern Frank Kemper
wegen seines völlig unnötigen Nebensatzes. Er ist jetzt für ein paar
Wochen in meinem Killfile, und dann wollen wir sehen, ob er sich
gebessert hat.
Servus
> > Das nennt man Idividualitaet! Und wer nicht mit der Masse schwimmen
_will_
> > muss dies auch nicht tun. Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.
>
> Richtig.
>
> Gruß, geschrieben auf einem alten G3 466,
Zur Zeit keinen Platz für Mac + Amiga aber wenigstens im Auto ist ein
Newton :-).
> Oliver Sprenger
mfg
Daniel
Michael Simon wrote:
> Hier ist der schnuckelige Lupentacho + Drehzahlmesser
> sehr gut zu erkennen:
> http://www.pages.at/heaven/cx/gsa_autobild.jpg
> Wie gesagt, im CX gab es ab 1980 das Vergrößerungsglas nicht mehr (sehr
> wohl aber den Walzentacho). Es spiegelt auch nur dann so sehr, wenn die
> Beleuchtung nicht eingeschaltet ist wie auf diesem Bild.
Und der Platz, den sonst ein ordentlich ablesbarer Tacho einnähme,
wird verschwendet für ein Bildchen vom Auto, wo es nur einer
Handvoll Kontrollleuchten bedürfte.
Schaudernde Grüße,
Erik, trotzdem den GSA klasse findend, allein schon weil
Luftboxerfahrer zusammenhalten müssen.
--
Eine Schraube ohne Nagel ist ein Gewinde.
> "Oliver Sprenger" <o_spr...@terra-ct.de> schrieb:
>>
>>Gruß, geschrieben auf einem alten G3 466,
>>
> Zur Zeit keinen Platz für Mac + Amiga aber wenigstens im Auto ist ein
> Newton :-).
Oh, welch Zufall, ich war langjähriger Amiganer, und habe Mitte 1998
dann, als absehbar wurde, daß da nichts mehr kommt, zum Macintosh
gewechselt. Windows/Intel kommt mir nicht unter den Schreibtisch. Und
wenn Apple pleite gehen sollte, halt ganz ohne Computer.
Einen A3000 Desktop, ganz original, habe ich allerdings heute noch im
Keller stehen...
>> Da gab es doch dann noch diesen als Schimi-Nachfolger geplanten auch
>> frankophilen Kommissar, der immer mit Baguette Fahrrad und DS fuhr.
>> Kann sich an den noch jemand erinnern? Den mochten außer mir wohl
>> nicht viele.
>>
> Meinst du Jochen Senf alias <Vorname> Palu? Lief der nicht immer mit
> 'ner Bratwurst rum?
Ja, den! Max Palu hieß der, oder?
Wolf "und was ist aus Klaus Lage geworden?" gang
F'up nach Hause, ist wohl jetzt endgültig OT.
--
Eck Eck
Eck Eck
> Auch die original TRX-Sicherheitsreifen von Michelin sind
> im Auslaufen. Sollten sie mal platzen (habe ich noch nicht erlebt),
> dann sind sie so konstruiert, daß sie sich nach innen einrollen. Man
> darf damit offiziell bis 80 km/h weiterfahren!
>
> Wenn es keine Michelin mehr geben sollte, muß man auf Ersatz von der
> Firma Avlon umsteigen.
Sind die auch so unverschämt teuer? Die Alus von meinem iX sind auch für
TRX, aber 600 Mark *pro* *Stück* ist mir ein bißchen zu viel.
Irgendwas scheint es da zu geben. Ich meine, gelesen zu haben, daß
William H. Gates (Du weißt schon, der Ami mit den kaputten, die
Volkswirtschaft hemmenden Betriebssystemen) einen deutschen Sportwagen
(nicht mehr sicher, ob's ein deutscher M3 oder doch ein Porsche war)
nicht zugelassen bekam, weil die erforderlichen drei Crashtests nicht
durchgeführt worden waren.
Wenn es jemand genauer weiß (die Gates-Story oder die
Einfuhrbeschränkungen), würde ich um Aufklärung bitten.
> Bei dem Tempo jedenfalls, mit dem er gestern im Film einmal über einen
> Bahnübergang raste, dürften sich bei jedem anderen Straßenkreuzer
> wahrscheinlich die Achsen und Bodenplatten auf Nimmerwiedersehen
> verabschieden.
Und immer alle Räder am Boden!
> Warum ging's bei dem Krimi?
Mord?
[CX wieder bauen]
>>Den Traum kann ich gut nachvollziehen. Auf der AMC-Mailingliste wird
>>so etwas auch gerne mal geträumt. Ich denke, es reicht schon, wenn man
>>sich um die noch existierenden Exemplare kümmert und schöne Websites
>>und Bücher darüber schreibt. Wenn man konkret darüber nachdenkt, sind
>>die Schwierigkeiten, die einer Neuauflage im Weg stehen, doch recht
>>ernüchternd.
>
> Ja... Hm... Schwierigkeiten? Welche Schwierigkeiten?
Na ja -- Geld, Markchancen und so. *g*
> Gehen wie die Hölle. Und erst der Turbo-GTi! Orange bringst Du mir
> bitte aber nicht aufs Blech, Wolfgang. Es gibt gewisse Dinge aus den
> Siebzigern, da bin ich ganz froh, daß sie vorbei sind, dazu gehören
> eindeutig die Modefarben, die waren damals schon kaum auszuhalten ;-)
Sind aber authentisch. Ich würde auch einen in braun oder resedagrün
nehmen, aber orange war der meines Onkels (und es war auch der einzige
orange CX, den ich je gesehen habe). Zu den Siebzigern gehören solche
Farben einfach dazu.
[Wankel für CX geplant]
> Jedenfalls hochinteressant. Habe ich auch aus dem Artikel in
> Oldtimer-Markt 11/01 erfahren. Mir ein Rätsel, warum die
> Wankel-Entwicklung nicht so recht weitergeht. Einen rundlaufenden
> Wankel in meinen CX! Ich flipp aus! Scheiß-Ölkrise.
Ich weiß nicht, ob mit der Wankeltechnik die aktuellen Abgasgrenzwerte
eingehalten werden können. Anfang der Siebziger hatten einige Marken
große Pläne mit dem Wankel (in den 60ern waren's Turbinen gewesen):
Mercedes machte Versuche (C111), GM wollte ihn einführen, AMC
lizenzierte die Technik, wollte den Pacer mit GM-Wankel bringen und
später selbst einen bauen, und bei Citroën sollte er GS und CX
antreiben. Die NSU-Pleite machte die großen Pläne zunichte, dazu konnte
man in den USA schon die damals neu eingeführten strengeren
Abgasgrenzwerte nicht damit erfüllen. Als Folge mußte man bei einigen
Projekten mit heißer Nadel eine Alternativlösung stricken:
Der Pacer bekam den schweren, durstigen Sechszylinder aus den anderen
AMC-Modellen und dazu den nötigen Standardantrieb. Dazu mußte die
Karosserie um ein ganzes Stück verbreitert werden und der Wagen wurde
erheblich schwerer als geplant.
Dem GS pflanzte man einen im Prinzip aus zwei Entenmotoren
zusammengesetzten Boxer ein.
Der CX bekam überarbeitete Motoren aus der DS (mit umgekehrter
Drehrichtung). Sparsam, drehmomentstark, aber für das Auto zu rauh
laufend.
>>Selbst wenn ich die Kohlen hätte, würde ich mir lieber einen CX
>>perfekt herrichten lassen,
>
> ...dann fang aber möglichst bald damit an, kann ich Dir raten...
Ich fühle mich durch diese Diskussion schon wieder ein bißchen
infiziert. Muß mal die ganzen alten Prospekte rauskramen.
>>als einen neuen mit ungewissen Ergebnissen bauen zu lassen. Außerdem
>>kann man davon ausgehen, daß Citroën die Preßwerkzeuge längst
>>verschrottet hat.
>
> Wäre interessant, das defintiv herauszukriegen.
Das sind tonnenschwere, sperrige Werkzeuge. Jede Wette, daß die längst
eingeschmolzen sind.
> Es freut mich außerordentlich, daß es noch ein paar wie Dich,
> Wolfgang, gibt, die sich für diese perfekte Limousine begeistern
> können. Man steht dann nicht so alleine da mit seinem Fimmel :-)
Ich glaube, daß die Liebe zu Klassikern immer ein bißchen mit der
Kindheit zu tun hat. Bei mir ist es jedenfalls so. Dazu ein Faible für
bestimmte Formgebungen, und schon spinnt man auf Edelschrott. :-)
Ich hab auch einen von diesen Nummernplättchen-Weckern. Ich verehre
ihn. Und ein Kassettendeck mit Analoganzeigen. Jauchz!
Wolf "Nostalgie JETZT!" gang
[GSA-Kombiinstrument]
> Und der Platz, den sonst ein ordentlich ablesbarer Tacho einnähme,
> wird verschwendet für ein Bildchen vom Auto, wo es nur einer
> Handvoll Kontrollleuchten bedürfte.
Mit dem Kombiinstrument im GSA konnte ich mich auch nie anfreunden. Für
mich war das ein Versuch, den noch gar nicht veralteten GS auf Teufel
komm raus zu modernisieren.
> Schaudernde Grüße,
> Erik, trotzdem den GSA klasse findend, allein schon weil
> Luftboxerfahrer zusammenhalten müssen.
Kein Argument. :-)
> Eben: IYHO. IMHO nicht. Generationen von Autodesignern haben
> Platz für Zeigerinstrumente gefunden, nur im CX war keiner?
> Das *ist* der Versuch, anders zu sein -- und das auf Kosten der
> Funktionalität.
>
> So ein CX hat doch eigentlich auch kein sonderlich kleines
> Instrumentenfeld, fällt mir gerade so auf. Was nimmt da eigentlich
> den ganzen Platz weg?
Die Tatsache, daß *alle* Instrumente da drin sind und alle
Warnleuchten. Auch die Uhr. Man kann schon Tacho und Drehzahlmesser als
Zeigerinstrumente ausführen, aber irgendetwas muß dann zwangsläufig aus
dem direkten Blickfeld wandern.
Ich glaube, daß der Lupentacho ein paar Jahre später eine Digitalanzeige
geworden wäre. 1974 war die Technik dafür wohl noch nicht reif fürs
Auto. Und als der CX II kam, hatten schon andere Prügel für ihre
Mäusekinos eingesteckt.
> Ich werde es testen. Und zwar eben gerade nicht mit meinem
> Golf, sondern mit dem Firmenpolo, mit dem ich morgen eine
> längere Landstraßenfahrt in unbekanntes Terrain vor mir habe.
>
>> Und sollte es wider Erwarten nicht gleich funktionieren, wirst Du
>> merken, daß man das lernen kann, wenn man will.
Ich merke gerade, wie schlecht ich dabei bin, genau zu schätzen. Mein
Tacho geht zur Zeit nur manchmal, ansonsten fahre ich nach Gehör und
Drehzahlmesser. Interessant dabei ist, daß ich, wenn der Tacho sich mal
dazu entschließt, anzuzeigen, feststelle, daß ich meist langsamer bin
als ich mit Tacho wäre.
> <wolfgang...@stud.uni-muenchen.de> (Wolfgang Mederle) wrote:
>
>
>>Ich möchte mal einen anderen Walzentacho in die Diskussion werfen, den
>>ich für den besten Kompromiß aus geringem Platzbedarf und schneller
>>Ablesbarkeit halte: Den "Fieberthermometer"-Tacho aus dem
>>Heckflossenbenz. Der sichtbare Balken wechselt die Farbe je nach Tempo
>>(0-50 gelb, 50-60 gelb-rot, darüber rot) und die Geschwindigkeit ist
>>nach Höhe des Balkens aus dem Augenwinkel zu sehen wie bei einem
>>Zeigertacho.
>
>AFAIR gabs auch mal 'nen Opel Rekord, der hatte sowas waagerecht liegen
>und in verschiedenen Farben. Kadett A hatte glaube ich, auch sowas.
Aha, der Rekord war das also. Hier habe ich ihn beschrieben:
Message-ID: <gs371uom67plloirt...@4ax.com>
vor kurzem in dieser Newsgruppe.
>Obwohl die Walze im Benz deutlich kürzer war. 10cm so aus der
>Erinnerung. Im Rekord war das Teil bestimmt 20cm lang.
...wenn nicht länger. Da war ich auch Zeitzeuge :-) Als Junge konnte
mich dieser Tacho lange Zeit in den Bann ziehen.
[ die alten Zeiten ]
>
> > Es freut mich außerordentlich, daß es noch ein paar wie Dich,
> > Wolfgang, gibt, die sich für diese perfekte Limousine begeistern
> > können. Man steht dann nicht so alleine da mit seinem Fimmel :-)
>
> Ich glaube, daß die Liebe zu Klassikern immer ein bißchen mit der
> Kindheit zu tun hat. Bei mir ist es jedenfalls so. Dazu ein Faible für
> bestimmte Formgebungen, und schon spinnt man auf Edelschrott. :-)
> Ich hab auch einen von diesen Nummernplättchen-Weckern. Ich verehre
> ihn. Und ein Kassettendeck mit Analoganzeigen. Jauchz!
>
Ja gell, die guten Analoganzeigen der 70er und 80er Jahre. Auch der
Faszinantion vor einem guten alten Analogtuner zu sitzen und anstelle
des automatischen Sendersuchlaufs den Schwungrad unterstuetzten
Drehknopf sausen zu lassen, gebe ich mich immer wieder gerne hin.
Alexander
f'up to poster
Alexander
Servus
> Einen A3000 Desktop, ganz original, habe ich allerdings heute noch im
> Keller stehen...
Ich biete A2000 + A4000T :-).
> Oliver Sprenger
mfg
Daniel
Quatsch, Palu war/ist nie und nimmer Schimi-Nachfolger! Schimi-Tatort kommt
vom WDR, Palu-Tatort vom SR, und den gibt's auch immer noch.
Boris
IIRC gab's tatsächlich auch mal einen GS "Birotor" mit Wankelmotor!
Boris
Den gab es, und einige der 400 (?) gebauten haben ueberlebt. Die ersten
Wankel-Prototypen von Citroen kamen uebrigens auf Basis des AMI
daher.
> Quatsch, Palu war/ist nie und nimmer Schimi-Nachfolger! Schimi-Tatort
> kommt vom WDR, Palu-Tatort vom SR, und den gibt's auch immer noch.
Der kam aber doch genau daher, als sich Schimi vom Hochhaus
segelfliegend und das boese braune Stinkewort verkuendend
verabschiedete.
Wenn es den noch gibt, dann aber nicht als Tatort, oder? Wo läuft der
denn?
F'up2p.
>> Kann es sein das die da irgendwelche besonderen Bestimmungen haben? Im
>> Motorraum meines XM klebt jedenfalls ein Aufkleber auf dem steht das
>> der Wagen keineswegs in den USA benutzt werden darf.
>
>Irgendwas scheint es da zu geben. Ich meine, gelesen zu haben, daß
>William H. Gates (Du weißt schon, der Ami mit den kaputten, die
>Volkswirtschaft hemmenden Betriebssystemen) einen deutschen Sportwagen
>(nicht mehr sicher, ob's ein deutscher M3 oder doch ein Porsche war)
>nicht zugelassen bekam, weil die erforderlichen drei Crashtests nicht
>durchgeführt worden waren.
>
>Wenn es jemand genauer weiß (die Gates-Story oder die
>Einfuhrbeschränkungen), würde ich um Aufklärung bitten.
Ich weiß nur vom CX, daß es eine spezielle Version für den
amerikanischen Markt gab/gibt. Äußerlich hat er andere Scheinwerfer
(geteilt, auch über das Design kann man geteilter Meinung sein), andere
elektrische Schaltungen (in den USA muß der Blinker ständig brennen,
wenn er nicht gerade blinkt) und noch ein paar Kleinigkeiten.
Im Internet findet sich jede Menge Fotos davon.
>Es schrieb Michael Simon:
>
>> Bei dem Tempo jedenfalls, mit dem er gestern im Film einmal über einen
>> Bahnübergang raste, dürften sich bei jedem anderen Straßenkreuzer
>> wahrscheinlich die Achsen und Bodenplatten auf Nimmerwiedersehen
>> verabschieden.
>
>Und immer alle Räder am Boden!
>
>> Worum ging's bei dem Krimi?
>
>Mord?
Ah, ja. Ist mir entgangen ;-)
>[CX wieder bauen]
>> Gehen wie die Hölle. Und erst der Turbo-GTi! Orange bringst Du mir
>> bitte aber nicht aufs Blech, Wolfgang. Es gibt gewisse Dinge aus den
>> Siebzigern, da bin ich ganz froh, daß sie vorbei sind, dazu gehören
>> eindeutig die Modefarben, die waren damals schon kaum auszuhalten ;-)
>
>Sind aber authentisch.
Das reicht mir nicht als Argument. Beileibe nicht.
>Ich würde auch einen in braun oder resedagrün
>nehmen,
Bitte nicht, bitte nicht; bitte, bitte nicht. Würg. :-(
>aber orange war der meines Onkels (und es war auch der einzige
>orange CX, den ich je gesehen habe).
Au, das tut weh! Zahnarzt, hilf mir!
>Zu den Siebzigern gehören solche
>Farben einfach dazu.
Könnten wir das Thema bitte beiseite lassen, Wolfgang?
Herzlichsten Dank im voraus ;-)
>[Wankel für CX geplant, sehr interessanten Text gesnippt]
>Der CX bekam überarbeitete Motoren aus der DS (mit umgekehrter
>Drehrichtung). Sparsam, drehmomentstark, aber für das Auto zu rauh
>laufend.
Du sprichst von den Graugußmotoren anfangs. Ab 1980 zirka waren es dann
Leichtmetallmotoren. Ich habe den Zweiliter-"Euro"-Motor, der auch in
andere Marken eingebaut wurde (wenn auch manchmal andersrum).
>Ich fühle mich durch diese Diskussion schon wieder ein bißchen
>infiziert. Muß mal die ganzen alten Prospekte rauskramen.
Scan sie bitte (aber nur die mit den schönen Farben).
>Ich glaube, daß die Liebe zu Klassikern immer ein bißchen mit der
>Kindheit zu tun hat. Bei mir ist es jedenfalls so. Dazu ein Faible für
>bestimmte Formgebungen, und schon spinnt man auf Edelschrott. :-)
Ich muß gestehen, daß ich erst vor zehn Jahren auf den CX "gekommen
bin". Ich hatte zwar schon früher welche "live" erlebt, aber ich war zu
verblendet, die Perfektion zu erkennen.
>Ich hab auch einen von diesen Nummernplättchen-Weckern.
Solange sie nicht zu laut herunterfallen...
>Ich verehre
>ihn. Und ein Kassettendeck mit Analoganzeigen. Jauchz!
Kann ich voll verstehen. Und ich suche dringend ein Telefon mit
Glöckchenklingel. Die, welche ich aufgetrieben habe, funktionieren nicht
am Kabel-Anschluß (Telefon über TV-Kabel).
American Motors: http://www.american-motors.de/
Coole Seite übrigens. Da gibt es welche, die schauen aus wie eine
Kreuzung zwischen Corvette und CX.
Schmöker...
Aber wieso :-). Da faellen mir spontan noch einige Autos in solchen
'unmoeglichen' Farben ein.
Der '5er'-BMW der 70er wurde doch auch in so einem schoenen orange
vertrieben, auch viele 200X (Vorlaeufer vom 3er) waren so gefaerbt. Das
braun-beige der Opel Ascona oder Rekord dieser Zeit hatte auch was.
Ganz anders als der schwarz-dunkel-metallic-Einheitsbrei von heute :-)
>
> Kann ich voll verstehen. Und ich suche dringend ein Telefon mit
> Glöckchenklingel. Die, welche ich aufgetrieben habe, funktionieren nicht
> am Kabel-Anschluß (Telefon über TV-Kabel).
>
Eventuell geht's, wenn du eine netzgespeiste analoge Telefonanlage
dazwischenschaltest. Ansonsten koenntest du dich, sofern nicht schon
geschehen, mit deinem Problem mal an de.sci.electronics wenden.
Alexander
>Das wäre es, wenn es keine Geschwindigkeitsbegrenzungen gäbe
>außer "den Umständen angepaßt" *und* wenn sich jeder dran
>hielte. Solange aber Schilder 60 einfordern oder 120, obwohl
>vielleicht auch 80 oder 160 an der Stelle "den Umständen angepaßt"
>wäre, kann man eben nicht nur nach Gefühl fahren.
Doch, es geht. Probier's aus. Übe es. Jeder kann das.
>Er lärmt wie Tier und federt dafür kaum (jedenfalls verglichen
>mit dem CX). Jede Wette, daß Dir 100 in meinem Golf vorkommen wie
>130.
Ja. Das kenne ich. Nix Neues. Darauf kann man sich einstellen.
>Ich werde es testen. Und zwar eben gerade nicht mit meinem
>Golf, sondern mit dem Firmenpolo, mit dem ich morgen eine
>längere Landstraßenfahrt in unbekanntes Terrain vor mir habe.
Mein herzliches, aufrichtiges Beileid.
>Gerade nicht. Einem Piloten springt eher selten ein Reh vors
>Flugzeug,
Ha ha, der war gut!
>> Für Dich käme wahrscheinlich eine Tachoanzeige in Frage, die quer über
>> die gesamte Windschutzscheibe eingespiegelt wird. Was hältst Du davon,
>> Erik? Dann hätten auch Deine Beifahrer etwas davon ;-)
>
>Dann seh ich ja nix mehr von dem, was draußen abgeht.
Ich habe das mal in einer Designstudie gesehen. Da wurde das Bild einer
Infrarotkamera in die Windschutzscheibe (unten links) eingeblendet
(eigentlich eingespiegelt), und man konnte die Intensität einstellen.
Bei Nachtfahrten erhöht das die Sicherheit, die Frage ist nur, ob es den
Aufwand wert ist. Und genauso kann man natürlich auch die Anzeigen
einblenden. Weiß nicht, ob das schon in Serie zu haben ist.
>Das Problem ist nur, daß es ein
>schmaler Grat ist zwischen sinnvoll anders und anders nur um
>des Andersseins willen; Citroen wanderte auf diesem Grat, und
>ob die einzelnen Fußabdrücke nun dies- oder jenseits der
>Grenze sind, darüber könnten wir vermutlich bis ans Ende des
>Usenets diskutieren.
Ja. Aber die haben damals wenigstens den Mut gehabt, es in die Tat
umzusetzen, sodaß man es am eigenen Leibe erleben kann. Dem gebührt mein
aufrichtiger Respekt. Das weitaus meiste ist IMHO gelungen, soweit ich
es beobachten kann. Ob es die Masse akzeptierte, ist eine andere Frage.
>Und deshalb bleibe ich bei meiner Meinung, daß solche
>Verbesserungen -- sicher gut gemeint -- auch nach hinten losgehen
>können; nicht notwendigerweise weil der Gedanke falsch war,
>sondern weil die Gewöhnung an das Anderssein schwerer fällt,
>als es der Nutzen des Andersseins rechtfertigen könnte.
Gewöhnung ist Alltag, Alltag ist der Tod. Die Routinen nehmen uns
Energie. Manchmal ist der Weg steinig zur Freiheit.
>Ein gutes Beispiel dafür ist das Layout unserer Tastaturen:
>es gibt erwiesenermaßen Besseres (Stichwort "Dvorak"), aber
>es setzt sich nicht durch, weil alle Welt das Qwertz-Layout
>kennt und benutzt. Und warum wechselt kaum einer? Weil die
>Umgewöhnung, vor allem aber die entstehende Inkompatibilität
>des eigenen Wissens mit fast allen anderen Tastaturen außer
>der eigenen zu aufwendig ist, um dann danach 10% schneller
>tippen zu können.
Und vergiß nicht das Zurück-Umgewöhnen. Ich tippe hier ganz brav auf
meiner ergonomischen Tastatur, die ich verehre. Aber wehe, ich muß
woanders mal auf einer normalen Tastatur tippen. Da bin ich am Anfang um
70% langsamer. Trotzdem werde ich deshalb meine nicht hergeben.
Die Fernsehkameras in Österreich haben den Zoom (BW-Transfokator) am
rechten Schwenkhebel und die Schärfeneinstellung (Focus) am linken. In
Deutschland (oder in Ü-Wagen, die von Deutschland angemietet werden) ist
es genau umgekehrt. In Japan haben sie die Schärfenspeichen direkt am
Suchermonitor angeschraubt. Jetzt kann ich diese Bedienungselemente
austauschen lassen, was ich bei heiklen Produktionen unter heftigsten
Protesten der Assistenten ("...den Ösis eine Extrawurst braten...") auch
tue. Manchmal geht das aber technisch oder aus anderen Gründen nicht.
Dann muß ich mich halt dazu zwingen, mich in kürzester Zeit
umzugewöhnen. Eine gute Übung. Es schadet nicht. Man muß eben flexibel
bleiben und darf sich nicht der Technik unterwerfen.
>Und daß Analog-Instrumente schneller ablesbar sind und
>Digital-Instrumente genauer, und daß es im Auto eher auf
>Schnelligkeit als auf Genauigkeit ankommt, ist eben eine
>Tatsache (bzw. sind es derer zwei).
Ich finde diese "echten" Digitalanzeigen am verwirrendsten, da die
hinteren Stellen dauernd wechseln. Eine Lösung wären vielleicht die (an
anderer Stelle erwähnten) "Fieberthermometer-Anzeigen" mit deutlicher
Farbgebung, wenn schon ein Tacho da sein muß. Ansonsten reicht mir der
im CX völlig.
>Dein Argument, daß Du
>keinen Tacho brauchst, ist kein Argument für den
>Digitaltacho, sondern steht davon unberührt für sich.
Das ist richtig.
>Aber bitte: Geschmack ist Geschmackssache. Ich will Dir
>den CX nicht schlechtreden -- ich hätte selber gern einen,
>aber bitte das neuere Modell mit richtigen Instrumenten.
Gerade nachgezählt: Ich habe auf dem Armaturenbrett im "alten" CX 25
Anzeigen (in Worten: fünfundzwanzig). Beim neueren Modell haben sie, wie
Wolfgang schon erwähnte, wegen dem Zeigertacho etliche davon
weggelassen.
>Auch wenn
>> Das eleganteste Automobil der Welt
>IMHO trotzdem der kleine Karmann Ghia in der Version
>Mitte der 60er Jahre bleibt,
muß ich mir mal näher ansehen
>dicht gefolgt von der DS
>in der Version ab '69 (IIRC).
Aber beide wahrscheinlich keine alltagstauglichen Fahrzeuge mehr. Der CX
lebt!
Die DS kam bei der Wahl zum Auto des Jahrhunderts wenigstens unter die
ersten zehn, wenn ich mich richtig erinnere, oder sie wurde zumindest
nominiert.
--
Citroën-CX-Homepage
Das eleganteste Automobil der Welt
Erik Meltzer wrote:
> Moin!
>
> Und der Platz, den sonst ein ordentlich ablesbarer Tacho einnähme, wird
> verschwendet für ein Bildchen vom Auto, wo es nur einer Handvoll
> Kontrollleuchten bedürfte.
>
Ja, das war lustig. Vor allem die Anhalter waren immer restlos
fasziniert. Rein technisch betrachtet war der GSA viel besser als der
GS. Ein kleines Beispiel dafür war die Halterung für einen
Reservekanister Hydraulikflüssigkeit im GS-Motorraum, die beim GSA
offensichtlich aus Gründen der Überflüssigkeit wegrationalisiert wurde.
Optisch fand ich den GS aber schöner, vor allem den Break mit der im
oberen Bereich herumgezogenen Scheibe und den Chromstoßstangen. Was mir
bei beiden nicht gut gefallen hat, was die verhältnismäßig schwergängige
Lenkung und der laute Motor. Immerhin hatte der GSA dann fünf Gänge, da
hat es auf der Autobahn nicht mehr so gestört.
Der GS, den wir hatten, war IIRC ein "special" mit den ganz
konventionellen Rundarmaturen. Das war an sich ein prima Auto, wenn er
nicht so beschissen verarbeitet gewesen wäre. Und, nein: ich bin nicht
der Ansicht, dass man nach Erwerb eines Neuwagens sofort
Anti-Rost-Maßnahmen ergreifen muss, weil sonst bereits nach drei Jahren
die ersten Durchrostungen auftreten. Citroen übrigens auch nicht: Als
wir ihnen 1979 den Fall schilderten und mit Briefen an die Autopresse
drohten, bekamen wir auf unseren neuen GSA einen ziemlich dicken Rabatt
(30 Prozent oder so).
Frank
>Aber wieso :-). Da faellen mir spontan noch einige Autos in solchen
>'unmoeglichen' Farben ein.
>Der '5er'-BMW der 70er wurde doch auch in so einem schoenen orange
>vertrieben, auch viele 200X (Vorlaeufer vom 3er) waren so gefaerbt. Das
>braun-beige der Opel Ascona oder Rekord dieser Zeit hatte auch was.
>Ganz anders als der schwarz-dunkel-metallic-Einheitsbrei von heute :-)
Das ist schon richtig. Aber in diesem Falle verzichte ich gerne auf das
"ganz anders". Es gibt schon schöne Farben jenseits des Breis, die man
durchaus verwenden kann.
>>Und ich suche dringend ein Telefon mit
>> Glöckchenklingel. Die, welche ich aufgetrieben habe, funktionieren nicht
>> am Kabel-Anschluß (Telefon über TV-Kabel).
>>
>Eventuell geht's, wenn du eine netzgespeiste analoge Telefonanlage
>dazwischenschaltest. Ansonsten koenntest du dich, sofern nicht schon
>geschehen, mit deinem Problem mal an de.sci.electronics wenden.
Danke für den Tip. Sobald mich das Casio-Gedudel zu sehr nervt, werd ich
mich mal ernsthaft drum kümmern. Ein Bekannter scheute nicht den
Aufwand, über eine nicht unkomplizierte Schaltung ein Midi-Interface am
Telefon anzuschließen. Jetzt ertönt das Rufen von Blauwalen, wenn das
Telefon "klingelt", sogar am Klo. Traue mich schon gar nicht mehr, dort
anzurufen ;-)
> Und, nein: ich bin nicht der Ansicht, dass man nach Erwerb eines
> Neuwagens sofort Anti-Rost-Maßnahmen ergreifen muss, weil sonst
> bereits nach drei Jahren die ersten Durchrostungen auftreten.
Sollte man nicht muessen, haette man damals aber sollen. Vor allem im
Hinblick auf die relativ geringen Kosten im Vergleich zum Wertverlust
durch den Rost. Ist mir aus heutiger Sicht ein Raetsel, wieso weder
Hersteller noch die meisten Kunden damals von selbst darauf gekommen
sind. Geschweige denn die Haendler, was das betrifft ...
> IIRC gab's tatsächlich auch mal einen GS "Birotor" mit Wankelmotor!
Und irgendwer hat genau diesen Motor in ein Motorrad gepackt (hieß IIRC
'Van Veen'), da sind aber auch nur ein paar Stück von entstanden.
cu ulf
--
Bereifung 165/80R13 - wenn jemand eine Verfolgungsjagd vertonen
möchte... [Frank Bombien in de.etc.fahrzeug.auto über sein Auto]
> Einige Modelle aus der Anfangszeit des Pontiac Firebirds hatten auch ein
> Zeigerinstrument (IIRC Drehzahlmesser) vor der Windschutzscheibe auf der
> Motorhaube. Ob diese notgedrungen wegen Ueberfuellung des
> Armaturenbretts oder nur des Gags wegen geschehen ist, entzieht sich
> aber meiner Kenntnis.
Ja, das war der Drehzahlmesser und eine Art Mode-Gag bei einigen
Muscle-Cars. AFAIK galten diese Dinger als recht unzuverlässig. Platz
wäre innen schon genug gewesen. Sogar im Blickfeld des Fahrers wenn man
auf den Bandtacho verzichtet oder den Drehzahlmesser auf der Lenksäule
montiert hätte.
cu ulf
--
Auch der New Beetle ist doch kein Käfer mehr, eher eine Mogelpackung
in Form einer Schildkröte. Aufgewärmtes geht nun mal gern auf, sagt
meine Frau. [Fritz B. Busch in ams 01/2001]
> "Oliver Sprenger" <o_spr...@terra-ct.de> schrieb im Newsbeitrag
>> Einen A3000 Desktop, ganz original, habe ich allerdings heute noch im
>> Keller stehen...
> Ich biete A2000 + A4000T :-).
Ich glaube, da kann ich mit meinen nostalgischen A500 und A600HD nicht
ganz mithalten. :-)
cu ulf
--
Ecken? Was für Ecken? Ein VW T3 oder eine Mercedes Heckflosse haben
vielleicht Ecken, aber ein Focus? Das sind keine Ecken, das sind
Kratzer. :-) [Erik Meltzer in defa]
Servus
> >> Einen A3000 Desktop, ganz original, habe ich allerdings heute noch im
> >> Keller stehen...
>
> > Ich biete A2000 + A4000T :-).
>
> Ich glaube, da kann ich mit meinen nostalgischen A500 und A600HD nicht
> ganz mithalten. :-)
Na der 600er ist eh chon HighTech :-) und der 500er ist Nostalgie.
> cu ulf
mfg
Daniel
> Du sprichst von den Graugußmotoren anfangs. Ab 1980 zirka waren es
> dann Leichtmetallmotoren. Ich habe den Zweiliter-"Euro"-Motor, der
> auch in andere Marken eingebaut wurde (wenn auch manchmal andersrum).
Kam von Renault.
>>Ich fühle mich durch diese Diskussion schon wieder ein bißchen
>>infiziert. Muß mal die ganzen alten Prospekte rauskramen.
>
> Scan sie bitte (aber nur die mit den schönen Farben).
Hatte ich sowieso vor. Da ist unter anderem der wilde
Grace-Jones-Prospekt dabei.
> Ich muß gestehen, daß ich erst vor zehn Jahren auf den CX "gekommen
> bin". Ich hatte zwar schon früher welche "live" erlebt, aber ich war
> zu verblendet, die Perfektion zu erkennen.
Ich saß immer hinten in der Mitte und starrte auf die wahnsinnigen
Geschwindigkeiten, die der Lupentacho anzeigte.
>>Ich hab auch einen von diesen Nummernplättchen-Weckern.
>
> Solange sie nicht zu laut herunterfallen...
Fast unhörbares "flapp".
> American Motors: http://www.american-motors.de/
> Coole Seite übrigens. Da gibt es welche, die schauen aus wie eine
> Kreuzung zwischen Corvette und CX.
Welche meinst Du?
> Aber wieso :-). Da faellen mir spontan noch einige Autos in solchen
> 'unmoeglichen' Farben ein. Der '5er'-BMW der 70er wurde doch auch in
> so einem schoenen orange vertrieben, auch viele 200X (Vorlaeufer vom
> 3er) waren so gefaerbt. Das braun-beige der Opel Ascona oder Rekord
> dieser Zeit hatte auch was. Ganz anders als der
> schwarz-dunkel-metallic-Einheitsbrei von heute :-)
Es gibt auch Farben aus jüngerer Zeit, die zum Kotzen sind. Etwa das
greuliche blaßlila für den DB 190, oder diverse andere Lilas, zum
Beispiel für den A3. Will gar nicht weiter nachdenken. Wie schön sich
dagegen doch ein dezentes Leuchtorange plus Vinyldach, schwarz,
ausnimmt.
> Ich weiß nur vom CX, daß es eine spezielle Version für den
> amerikanischen Markt gab/gibt. Äußerlich hat er andere Scheinwerfer
> (geteilt, auch über das Design kann man geteilter Meinung sein),
Das liegt an den sealed beams, die dort Vorschrift waren (sind?). Auch
der SM hat so häßliche Dinger verpaßt bekommen, die die Front nachhaltig
ruinieren.
> Es gibt auch Farben aus jüngerer Zeit, die zum Kotzen sind. [...] Wie
> schön sich dagegen doch ein dezentes Leuchtorange plus Vinyldach,
> schwarz, ausnimmt.
In der Tat. Kann übrigens auch am GS (nicht unbedingt am GSA) sehr fein
aussehen.
Wirsing!
ltrebing
--
The first time you'll get a Microsoft product that doesn't suck will be
the day they start producing vacuum cleaners.
Lars Trebing | http://www.ltrebing.de/ | mailto:ltre...@ltrebing.de
> Wir haben's jetzt also schwarze Pixel auf weißen Pixeln.
Einspruch! Schwarze Pixel auf hellgrauen Pixeln bitteschön! Ohnehin viel
angenehmer zu lesen. :)
> Es schrieb Alexander Doetsch:
>
>> Aber wieso :-). Da faellen mir spontan noch einige Autos in solchen
>> 'unmoeglichen' Farben ein. Der '5er'-BMW der 70er wurde doch auch in
>> so einem schoenen orange vertrieben, auch viele 200X (Vorlaeufer vom
>> 3er) waren so gefaerbt. Das braun-beige der Opel Ascona oder Rekord
>> dieser Zeit hatte auch was. Ganz anders als der
>> schwarz-dunkel-metallic-Einheitsbrei von heute :-)
>
> Es gibt auch Farben aus jüngerer Zeit, die zum Kotzen sind. Etwa das
> greuliche blaßlila für den DB 190, oder diverse andere Lilas, zum
> Beispiel für den A3. Will gar nicht weiter nachdenken. Wie schön sich
> dagegen doch ein dezentes Leuchtorange plus Vinyldach, schwarz,
> ausnimmt. ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Joh, so ist das.
Wenn ich so ein Teil mal fahre, werde ich Schalghosen und einen
Pulli mit V-Ausschnitt tragen. Und Koteletten muß ich mir noch
wachsen lassen.
hab' ich was vergessen? Ach ja, Hornbrille natürlich.
N.
--
Kernelupdate!
Kernelupdate!
> Und deshalb bleibe ich bei meiner Meinung, daß solche Verbesserungen
> -- sicher gut gemeint -- auch nach hinten losgehen können; nicht
> notwendigerweise weil der Gedanke falsch war, sondern weil die
> Gewöhnung an das Anderssein schwerer fällt, als es der Nutzen des
> Andersseins rechtfertigen könnte.
>
> Ein gutes Beispiel dafür ist das Layout unserer Tastaturen: es gibt
> erwiesenermaßen Besseres (Stichwort "Dvorak"), aber es setzt sich
> nicht durch, weil alle Welt das Qwertz-Layout kennt und benutzt. Und
> warum wechselt kaum einer? Weil die Umgewöhnung [...] zu aufwendig
> ist, um dann danach 10% schneller tippen zu können.
Nein. Vor einer Weile habe ich nach dem Kauf einer klassischen
IBM-Schreibmaschine mal ein paar Webseiten zum Thema angeschaut und bin
dazu auf ein paar Seiten über Tastaturschreibweltrekorde und ähnliches
gestoßen. Da war irgendwo die Rede von Dvorak-Tastaturen. Kurz
zusammengefaßt stand da, daß die Dinger theoretisch zwar tatsächlich
sinnvoller konzipiert sind; ein entsprechend ausgelegter Versuch habe
aber zu dem Ergebnis geführt, daß es sich letztendlich nicht - auch
nicht um zehn Prozent - auswirkt. Wer schnell tippen kann, kann das
praktisch mit jeder Tastatur, wer nicht schnell tippen kann, dem hilft
auch Dvorak nicht.
> Mit Citroens ist es in vielen Dingen wie mit Apple-Computern: Sie
> weichen von der Norm ab und sind in den meisten Abweichungen nur
> anders, aber nicht unbedingt besser. Deshalb hat Citroen auch pleite
> gemacht und ist von PSA gekauft worden.
Unfug. Citroën hat ein sehr gutes Auto (SM) genau im falschen Moment,
nämlich zu Beginn der Ölkrise auf den Markt gebracht. Das war der
einzige Grund für die finanziellen Probleme, die zur Übernahme durch
Peugeot geführt haben.
> Mein Verhältnis zu Citroen im Speziellen und zu französischen Autos im
> Allgemeinen wurde von zwei Autos (Citroen GS Break und Renault R19
^^^^^^^^^^^
Renault Renault 19?
> Cabrio) geprägt, die beide einfach beschissen verarbeitet waren. Der
> Citroen war nach sechs Jahren komplett durchgerostet (DIN A4 große
> Löcher im Boden.)
Das Rostproblem war bei Citroën eine Spezialität der 70er Jahre. Wie du
ja selbst weißt, gab es zeitweise sehr, sehr große Probleme mit dem
Geld, da hat man dann teilweise die Farbe direkt aufs rohe Blech
gespritzt, das entsprechend umgehend zu rosten anfing. Diese paar Jahre
haben den Ruf von Citroën dermaßen ruiniert, daß Leute wie du bei
Citroën als erstes immer noch an Rost denken, obwohl das Problem seit
Anfang der 80er Jahre weitgehend und seit Mitte der 80er Jahre praktisch
vollständig behoben ist. Dazu will ich dir mal ein paar Tatsachen aus
der Wirklichkeit geben (mein Vater fährt schon fast immer Citroën):
- Unser GS Break (Mitte/Ende 70er, also vor meiner Zeit) fiel wie deiner
schnell der Korrosion zu Opfer.
- Unser erster GSA Break (80) fiel leider im Jahre 84 (IIRC) einem
Herrn Schrott (!) zu Opfer, der aus einer Seitenstraße kam, ohne
aufzupassen.
- Unser zweiter GSA Break (83, 84 als Jahreswagen gekauft) war bei
seinem Verkauf (92) ziemlich genau an einer einzigen Stelle rostig,
nämlich am vorderen linken Kotflügel, der nach einem kleinen Unfall
durch ein gebrauchtes Exemplar von einem GS (nicht GSA) ersetzt worden
war.
- Unser BX Break (89, 92 gekauft), dessen Lackschickt schon beim Kauf
an ein paar kleinen Stellen (Türen, also keine Plastikteile) ab war,
war 97 noch komplett rostfrei.
- Unser XM Break (94, 97 gekauft) rostet nach meinem derzeitigen
Kenntnisstand an beiden Vordertüren jeweils an genau einer winzigen
Stelle, bei deren Konzeption die für den Rostschutz zuständigen
Ingenieure wohl schon Feierabend hatten, und im Motorraum an zwei
Stellen, an denen vorübergehend WC-Duftsteine als vermeintliche
Marder-Abwehr angebracht waren. :)
Interessanterweise sind wir mittlerweile soweit, daß fast alle deutschen
Fabrikate schneller rosten als französische und italienische. Die
meisten Leute hierzulande haben sich aber als sehr lernresistent
herausgestellt und werden vermutlich noch einige Jahre brauchen, um das
zu bemerken.
> Was mich außerdem noch stört, ist die Tatsache, dass Citroen (und alle
> Südländer) auch bei ihren größten Autos die Verstellwege der
> Sitzschienen und der Kopfstützen so beschränken, dass mit
> ergonomischem Sitzen spätestens ab 1,80 Metern Schluss ist.
Blödsinn. Für den GS gab es Sitzschienenverlängerungen, und ich möchte
gerne ein paar Autos aus der Epoche mit für große Leute geeigneten
Kopfstützen sehen. Beim BX waren die Sitzschienen für 2-Meter-Leute
ausreichend und Kopfstützenverlängerungen lieferbar (das soll mal ein
anderer Hersteller nachmachen). Der XM schließlich ist bis auf die
leider wieder nur "handelsüblichen" Kopfstützen der Traum jedes
2-Meter-Manns. Mir ist kein anderes Auto in der Preisklasse unter 150000
Mark bekannt, in das vier solche Leute so problemlos hineinpassen.
> Verstehe gar nicht, warum sie die Dinger dann überhaupt nach
> Nordeuropa liefern.
Vielleicht solltest du dich über die Autos erst informieren, bevor du
sie pauschal als Mist bezeichnest.
> [ziemlich viel Unsinn]
Warum fällt mir erst jetzt auf, daß du AOL-Kunde bist?
Wirsing!
ltre "honi soit qui mal y pense" bing
> So. Jetzt reicht's. Ich habe also die Abbildungen von der Auto-Bild
> 11/2001 gescannt. Hier ist der schnuckelige Lupentacho +
> Drehzahlmesser sehr gut zu erkennen:
> http://www.pages.at/heaven/cx/gsa_autobild.jpg
Ich will wieder in so einem Auto sitzen! Verdammt, ich sollte eigentlich
wirklich aufhören, diesen Thread zu lesen ...
Wirsing!
ltrebing
> "Wolfgang Mederle" <wolfgang...@stud.uni-muenchen.de> meint:
>> Es gibt auch Farben aus jüngerer Zeit, die zum Kotzen sind. Etwa das
>> greuliche blaßlila für den DB 190, oder diverse andere Lilas, zum
>> Beispiel für den A3. Will gar nicht weiter nachdenken. Wie schön sich
>> dagegen doch ein dezentes Leuchtorange plus Vinyldach, schwarz,
>> ausnimmt. ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
>
> Joh, so ist das.
>
> Wenn ich so ein Teil mal fahre, werde ich Schalghosen und einen
> Pulli mit V-Ausschnitt tragen. Und Koteletten muß ich mir noch
> wachsen lassen. ^^^^^^^^^^
Hab ich schon, hab ich schon.
--
Eck Eck
Eck Eck
>> American Motors: http://www.american-motors.de/
>> Coole Seite übrigens. Da gibt es welche, die schauen aus wie eine
>> Kreuzung zwischen Corvette und CX.
>
>Welche meinst Du?
Zum Beispiel den
AMC Eagle SX/4 1983
http://www.mederle.de/amc/amcfr_js.html
Das Thema hatte wir hier vor einiger Zeit schonmal. Was mir immer noch
nicht klar ist:
Was ist der Vorteil eines 'Sealed Beams' gegenuber einem hierzulande
ueblichen Scheinwerfer?
Warum waren die 'Sealed Beams' vorgeschrieben und die anderen noch nicht
einmal zugelassen?
Alexander
Alexander
Eigentlich keiner. Sie sind nur relativ billig.
> Warum waren die 'Sealed Beams' vorgeschrieben und die anderen noch nicht
> einmal zugelassen?
>
Da solltest Du beim DOT nachfragen. Ansonsten:
http://lighting.mbz.org/faq/#sealed
--
"... meinen Internetzugang hab ich bei *A* *O* *L*"
- "und dein Hirn? wo hast du dein Hirn?"
(deb*ltel-Werbung)
: > anders, aber nicht unbedingt besser. Deshalb hat Citroen auch pleite
: > gemacht und ist von PSA gekauft worden.
: Unfug. Citroën hat ein sehr gutes Auto (SM) genau im falschen Moment,
: nämlich zu Beginn der Ölkrise auf den Markt gebracht. Das war der
: einzige Grund für die finanziellen Probleme, die zur Übernahme durch
: Peugeot geführt haben.
... ich weiss nicht ... der SM war doch ein Coupe mit einem etwas
... naja ... aussergewoehnlichen Motor (AFAIK von Maserati), und damit
ein Nischenmodell. Der konnte kein "Markterfolg" werden.
Ich wuerde das Problem eher daran ansetzen, dass unterhalb des GS
(also in de Golf/R14 und Polo/R5-Klasse), wo in F *sehr* viele Autos
verkauft werden, kein konkurrenzfaehiges Modell da war. Erst nur der
in den 70ern doch schon etwas antiquierte 2CV, und dann der erfolglose
und zu spaete (1978?) Visa. Zwischen Visa und GS/GSA war dann
*nichts*.
Wolfgang
> dagegen doch ein dezentes Leuchtorange plus Vinyldach, schwarz,
> ausnimmt.
Fiat 131 Supermirafiori. Nur zum Beispiel. aber ich würde dann doch aufs
Vinyldach verzichten und mir endlich meinen 2002er in Orange oder einen
504er in Grasgrün kaufen. Hach, soviel Autos, so wenig Zeit ;-)
Raoul
--
Make love not war!
> > Pulli mit V-Ausschnitt tragen. Und Koteletten muß ich mir noch
> > wachsen lassen. ^^^^^^^^^^
>
> Hab ich schon, hab ich schon.
Wollt ich grad sagen, seit ich mich erinnern kann, trag ich die
Vorbereitung für ein orangenes Auto :-)
> > Warum waren die 'Sealed Beams' vorgeschrieben und die anderen noch nicht
> > einmal zugelassen?
> >
>
> Da solltest Du beim DOT nachfragen. Ansonsten:
>
> http://lighting.mbz.org/faq/#sealed
>
Das ist eine sehr interessante Seite, danke sehr.
Ich glaube, ich habe geraede auch zum ersten Mal den Sinn des
Unterschiedes zwischen H3- und H1-Gluehlampen verstanden.
Alexander
Servus
> > Ich glaube, da kann ich mit meinen nostalgischen A500 und A600HD nicht
> > ganz mithalten. :-)
> >
> Oder ich, mit meinem C64 mit nachgeruestetem Resetknopf.
Hab ich auch noch (+ der "FinalCartridge") und nen 128D :-)
Wird langsam OT oder irre ich mich ?? *g*
> Alexander
mfg
Daniel
Servus
> Wollt ich grad sagen, seit ich mich erinnern kann, trag ich die
> Vorbereitung für ein orangenes Auto :-)
Seltsam, seltsam wieviele Leut auf sowas stehen. :-)
> Raoul
mfg
Daniel (seit 10 Jahren Kotelettenträger)