Muss ich bei einem neuen Konto unbedingt angeben, dass es für geschäftliche
Zwecke benutzt wird? Denn die Kosten sehen anders aus, als bei ein
Privatkonto.
Was gibt es für Vorteile, ein geschäftliches Konto zu führen?
Vielen dank,
-Nils-
War das nicht 'nen Schiff?
> Muss ich bei einem neuen Konto unbedingt angeben, dass es
> für geschäftliche Zwecke benutzt wird?
Nö.
> Denn die Kosten sehen anders aus, als bei ein Privatkonto.
Jo und daher darf's dic dann natürlcih nicht wundern, wenn
die Bank irgendwann mal sagt Ätsch so gehts aber nicht.
Grüße - Uli -
> Muss ich bei einem neuen Konto unbedingt angeben,
> dass es für geschäftliche Zwecke benutzt wird? Denn
> die Kosten sehen anders aus, als bei ein Privatkonto.
Gab's erst kürzlich nen langen Thread dazu:
<35048cdb...@news.okay.net>.
Bin jetzt aber zu faul, die dortigen Erkenntnisse zusammenzufassen.
Gruß
Micha
das wäre langsam ne Frage für die FAQ, glaube ich :-)
Also: Die Nutzung eines Privatkontos (ggf. bei einer reinen
"Privatbank", Direktbank o.ä.)
- ist möglich
- entspricht aber nicht dem Nutzungsvertrag, den Du mit Deiner Bank über
das Konto abgeschlossen hat.
Wie Deine Bank reagiert, wenn sie es merkt (und ob sie es überhaupt
merkt), ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Von "ist mir egal, ich
weiss offiziell von nix" (O-Ton meines Kundenberaters) bis zum anderen
Extrem ist da alles möglich.
Wenn die Bank aber im schlimmsten Fall *sehr* kurzfristig eine
Entscheidung "Auflösung oder Umwandlung in Geschäftskonto" von Dir
hätte, hast Du u.U. mit Zitronen gehandelt; eine andere Bank wäre
vielleicht bei Geschäftskonten günstiger, aber von heute auf morgen
wechselt es sich sehr schlecht.
Weitere Nachteile:
- Phantasienamen als Zahlungsempfänger sind nicht möglich, d.h. die
Überweisungen dürfen / sollten nicht an "XYZ Weppdesign", sondern an
Dich persönlich adressiert sein (sonst *könnten* sie zurückgehen).
Vermutlich kann man bei Geschäftskonten einen "Firmen"namen hinterlegen?!
- Es gibt Einschränkungen im "Funktionsumfang" des Kontos; Lastschriften
(d.h. Bankeinzug bei Deinen Kunden) werden die wenigsten Banken auf
einem Privatkonto mitmachen
- Es kann Einschränkungen im "technischen Funktionsumfang" geben: Bei
der Commerzbank z.B. ist es im Privatkunden-Onlinebanking NICHT möglich,
DTAUS-Dateien einzureichen; auf der Online-Banking-Seite für
Geschäftskunden dagegen geht es. Ist aber von Bank zu Bank
unterschiedlich, eine Kreissparkasse bietet "DTAUS-Upload" auch für
Privatkunden
- Es gibt Probleme, wenn Du irgendwann z.B. Kredite brauchst; spätestens
dann musst Du die "Hosen runterlassen" und zur Geschäftskundenabteilung
Deiner Bank wechseln, und wenn Dein dortiger neuer Kundenberater
unflexibel oder unmotiviert ist, betrachtet er Dich als einfach
Neukunden, bei dem erst mal die Umsätze im Auge behalten werden müssen o.ä.
kann alles sein, muss aber nicht.
Gruss
Joern
>"Nils Mayflower" schrieb
>
>War das nicht 'nen Schiff?
Auch Schiffe müssen sich doch vermehren...
ciao
Enrico
--
10 Gründe warum es toll ist, ein Mann zu sein
2. Du weißt etwas über Panzer.
Joern Dost schrieb:
> Weitere Nachteile:
> - Phantasienamen als Zahlungsempfänger sind nicht möglich, d.h. die
> Überweisungen dürfen / sollten nicht an "XYZ Weppdesign", sondern an
> Dich persönlich adressiert sein (sonst *könnten* sie zurückgehen).
> Vermutlich kann man bei Geschäftskonten einen "Firmen"namen hinterlegen?!
Bei der Deutschen Bank PGK haben Unterkonten
eine sogenannte "RUBRUM-Zeile"; dort kann dann
XYZ Weppdesign rein und die Überweisungen kommen
an - mache ich seit Jahren - wenn auch nicht mit
Wepdesign ;-)
Gruss
Peter Honka
>
> Wenn die Bank aber im schlimmsten Fall *sehr* kurzfristig eine
> Entscheidung "Auflösung oder Umwandlung in Geschäftskonto" von Dir
> hätte, hast Du u.U. mit Zitronen gehandelt; eine andere Bank wäre
> vielleicht bei Geschäftskonten günstiger, aber von heute auf morgen
> wechselt es sich sehr schlecht.
>
Dann wandelst Du halt in ein Geschäftskonto um und wechselst von halt von
diesem Monat auf den nächsten. Null Problemo.
Außer bei der jeweiligen Bank beginnen alle Privatkontonummern mit "1" und
alle Geschäftskontonummern mit "9" - dann hast Du ein Problem, allen Deinen
2.347 Kunden so schnell die neue Kontonummer mitzuteilen...
Gruß Matthias.
Tun sie in den meisten Faellen, dadurch wird die Bank auch auf die
geschaeftliche Nutzung aufmerksam.
> Vermutlich kann man bei Geschäftskonten einen "Firmen"namen hinterlegen?!
Yo, meistens gegen Zusatzgebuehren.
cu
alexs
--
Excuse of the hour:
loop found in loop in redundant loopback
Wenn Du 2.347 Kunden hast oder weißt, dass Du so viele haben wirst, ist das
mit dem Geschäftskonto keine Frage. Und zwar von Anfang an. Aber für 50-70%
aller Freiberufler (um die geht es hier, siehe OP) und viele andere reicht
ein Privatkonto. Meine Banken und Sparkassen haben sich in 10 Jahren noch
NIE beschwert. :)
ich schrieb ja auch "kann sein, muss aber nicht" bezüglich der Probleme,
die eine Bank Dir machen KANN.
Aber: Wenn aus irgend einem Grund doch ein Wechsel in ein Geschäftskonto
ansteht (weil die Bank etwas gegen die geschäftliche Nutzung hat) und
sich kurzfristig die Kontonummer ändert oder Du die Bank "zum nächsten
Monat" wechselst, da sie plötzlich zu teuer ist, hast Du ein Problem.
Auch die 50-70% aller Freiberufler würden sich freuen, wenn extrem
kurzfristig allen Kunden und Lieferanten (Telefon, Internet, Miete,
Versicherung, Kreditkartenunternehmen, u.v.a.) die neue Bankverbindung
mitgeteilt werden muss.
Gruss
Joern
> Weitere Nachteile:
> - Phantasienamen als Zahlungsempfänger sind nicht möglich, d.h. die
> Überweisungen dürfen / sollten nicht an "XYZ Weppdesign", sondern an
> Dich persönlich adressiert sein (sonst *könnten* sie zurückgehen).
> Vermutlich kann man bei Geschäftskonten einen "Firmen"namen hinterlegen?!
Nein, das geht nicht bei Personengesellschaften oder GbRs.
Da müssen auf den Name der *Person* lauten, die Kontoinhaber ist. Wir
hatten mal den Fall mit einer Band, wo ich vor ein paar Jahren mal
hobbymäßig mitgespielt habe. Da wollten wir auch ein Geschäftskonto unter
dem Bandnamen eröffnen (wir waren als GbR firmiert), was lt. Auskunft des
Zweigstellenleiters der Bank nicht ging ("Geht nur bei GmbH's, KGs, etc.").
Ich weiß jetzt nicht, warum genau das nicht geht, meine aber mich zu
erinnern daß es da irgend einen Passus im Geldwäschegesetz zu gibt (daß man
eben nicht ein Konto auf einen Phantasienamen eröffnen darf).
Grüße,
Frank
>>Vermutlich kann man bei Geschäftskonten einen "Firmen"namen hinterlegen?!
>
> Nein, das geht nicht bei Personengesellschaften oder GbRs.
Doch, aber _zusätzlich_. Als wir (GbR aus zwei Personen; gewerblicher
Betrieb einer Mailbox) 1986 unser Geschäftskonto bei der Postbank
eröffnet haben, haben sie sich auch zuerst geziert, aber als ich
ihnen dann ihre eigenen AGB unter die Nase gerieben habe, in denen
stand, daß sich die Kontobezeichnung aus "...den Namen der Konto-
inhaber, dem Gesellschaftsvertrag oder einer behördlichen Beschei-
nigung... ergibt", haben sie in die "zweite Zeile" der Kontobezeich-
nung tatsächlich "Mailbox System Nürnberg" eingetragen, da das so-
wohl in unserem Gesellschaftsvertrag stand als auch im Schreiben
des Finanzamts mit der Zuteilung der Steuernummer.
Daraufhin kamen auch Überweisungen problemlos an, in denen als
Empfänger _nur_ "Mailbox System Nürnberg" stand.
Es geht also, wenn man nur will :-)
Gruß Matthias.
> Frank Hucklenbroich schrieb:
>
>>>Vermutlich kann man bei Geschäftskonten einen "Firmen"namen hinterlegen?!
>>
>> Nein, das geht nicht bei Personengesellschaften oder GbRs.
>
> Doch, aber _zusätzlich_.
Okay, Du hast natürlich recht.
Als zweite Zeile / zweiter Name geht das in der Tat (wurde uns auch damals
so gesagt).
Wir wollten es halt damals *nur* auf den GbR-Namen (also Bandnamen) machen,
damit beim Wechsel von GbR-Mitgliedern (kommt bei einer Band ja schon mal
vor) nicht immer gleich das Konto gewechselt werden muß.
Und letzteres ging dann eben leider nicht, d.H. einer der GbR-Mitglieder
mußte mit seinem Namen das Konto eröffnen. Als der dann später ausschied
war das ein ziemlicher Papierkrieg auf der Bank (einfach sow echseln geht
nicht, also erst mal Konto kündigen, dann neues eröffnen).
Grüße,
Frank
> Und letzteres ging dann eben leider nicht, d.H. einer der GbR-Mitglieder
> mußte mit seinem Namen das Konto eröffnen. Als der dann später ausschied
> war das ein ziemlicher Papierkrieg auf der Bank (einfach sow echseln geht
> nicht, also erst mal Konto kündigen, dann neues eröffnen).
Was?! Ich hab inzwischen mehrere Gesellschafterwechsel hinter mir
(und inzwischen schmeiß ich den Laden _ganz_ alleine), aber das
Konto ist seit seiner Eröffnung am 20.11.86 dasselbe geblieben...
(und das auch noch bei der "verknöcherten" Postbank!)
Gruß Matthias.
Kompakt gibts das Thema noch einmal auf:
http://www.mediafon.net/aktuelles.php3#403a280b4e1e0
Gruss
Peter HOnka
> Muss ich bei einem neuen Konto unbedingt angeben, dass es für geschäftliche
> Zwecke benutzt wird? Denn die Kosten sehen anders aus, als bei ein
> Privatkonto.
Das hängt von Deiner Bank ab.
> Was gibt es für Vorteile, ein geschäftliches Konto zu führen?
Bei mir hat die Deutsche Bank die Gutschrift einer größeren Überweisung
auf mein Girkonto abgelehnt, das Geld kommentarlos an den Absender
zurückgeschickt und mich darüber nicht mal benachrichtigt. Grund war ein
zusätzlicher Text (neben meinem Namen) im Empfängerfeld, der auf eine
Firma hindeutete.
Die wenigen gesparten Euro Kontogebühren und das Verhalten der deutschen
Bank hätten mich fast runiert.
So haben Sie mich dazu erpreßt, mein Konto in ein Firmenkonto
umzuschlüsseln. Andere Banken mögen sich da anders verhalten.
Gruß
Marcel
--
Mein Provider ist daran interessiert, dass ich den günstigsten
Tarif nutze und meinen Volumenverbrauch stets im Auge habe.
Und die Welt ist eine Scheibe. http://www.trafficstatistic.com/
Marcel Bartels schrieb:
>
> So haben Sie mich dazu erpreßt, mein Konto in ein Firmenkonto
> umzuschlüsseln. Andere Banken mögen sich da anders verhalten.
Und Du hast das nicht zum Anlaß genommen, direkt das Institut zu
wechseln? Eine gut geführte Bank macht sowas nicht, sondern spricht
zunächst den Kunden an, bevor sie zu solchen Maßnahmen greift. Meine
Meinung.
Gruß Martin
--
Bitte nicht an der E-Mail-Adresse fummeln, die paßt so.
-------------------------------------------------------
Softwarepatente? Nein, danke. Hier eintragen:
http://petition.eurolinux.org/index_html
>>So haben Sie mich dazu erpreßt, mein Konto in ein Firmenkonto
>>umzuschlüsseln. Andere Banken mögen sich da anders verhalten.
>
> Und Du hast das nicht zum Anlaß genommen, direkt das Institut zu
> wechseln? Eine gut geführte Bank macht sowas nicht, sondern spricht
> zunächst den Kunden an, bevor sie zu solchen Maßnahmen greift. Meine
> Meinung.
Das war auch mein erster Gedanke: Kündigen.
Aber ich habe schon öfter solche Möpse von der Deutschen Bank gehört.
Conny
Conny Glitsch schrieb:
>
> Das war auch mein erster Gedanke: Kündigen.
>
> Aber ich habe schon öfter solche Möpse von der Deutschen Bank gehört.
Die haben eben ihre Kunden noch richtig im Griff. Man weiß ja nie so
genau, was von den Schauergeschichten, die man von Bekannten und
Freunden so hört, nun wirklich stimmt und was auf einer Fehleinschätzung
der Betroffenen beruht. Aber diese Bank taucht in diesen
Schauergeschichten so dermaßen überproportional auf, daß es eigentlich
kein Zufall sein kann.
Also ich habe auch schon so meinen Spaß mit der DB gehabt. Sie hatten alles
immer richtig gemacht bis auf einmal wo Sie meinten das ich 10.000 DM auf
ein Konto überwiesen hätte und mich damit hoffnungslos in die Minus
getrieben hatte (es war noch zu Anfangszeiten ohne hohen Dispo). Konto war
gesperrt, weil zu doll überzogen. Aber DB Berlin hatte das innerhalb von
24h geklärt und es wurde alles rückdatiert, so das mir kein Schaden
entstanden ist.
Dann in Mannheim meinte die DB in Mannheim, man müsse der DB in Berlin
nicht glauben und hat ein paar Überweisungen verschlampt. Meine 1. Reaktion
war eine Verwarnung und eine Frist mit zum Folgetag. Da Mannheim nicht
reagierte, wurde der Sparplan bei der DB aufgelöst.
Es lief alles bis meine EC-Karte gesperrt wurde. Zum Glück war es zu
Banköffnungszeiten am DB Automaten, welcher meine Karte einzog und nicht
die Tanke auf der Autobahn. Das Konto gut im Plus und zudem guten Dispo.
Fehler war, das neue Karte wohl falsch verschickt wurde. Wieder gab ich
Ihnen 2 Tage und meine Karte sollte dann kommen.
Nach 2. Tagen stellte sich heraus, das Mannheim (war zu diesem Zeitpunkt
viel in Mannheim) vergessen hatte den Auftrag weiterzuleiten, er war
verlorengegangen.
Nach 1! Woche kam die Karte, nur sie war Wertlos, da man nicht mal einen
Kontoauszug mit ziehen konnte. Die Berechtigung der Karte war null: keine
Kontoauszüge, kein EC, nichts! Da ich gerade in Schwetzingen war, sagte die
DB dort, das Sie solch eingeschränkte Karten noch nie gesehen hätte. Die
Dame hätte vergessen EC und Co. mit zu beantragen. Aber EC Zeichen war
drauf (also keine Kunden oder Sparkarte).
DB Berlin schickte schon eine Rechung wegen Adreßprüfung da DB Mannheim
falsche Adresse angegeben hätte. Kosten waren so um die 30-50 DM (ich weiß
den Betrag nimmer). Ein Anruf bei der DB Berlin, das ich nicht zahle und DB
FFM alles erzähle reichte um die Sache zu vergessen.
Ich ging zur DB Mannheim und erzählte etwas *lauter* an der Kasse, das ich
*alle* Namen der Damen haben will, die was an meinem Konto wegen Karten und
Adressen was gemacht hätten. Sie wollte es mir nicht geben und Frage, wieso
ich diese haben will. Ich erklärte Ihr so das es alle hören konnten, das DB
FFM eine Untersuchung gegen DB Mannheim gerade macht.
Aus dem Direktionsraum kam der Bankleiter gerannt und bat mit in sein Büro.
Er schaute sich den Vorfall an und bestätigte mir, das seine Kollegen alles
falsch gemacht hätten, was man falsch machen könne.
Er bat mich, das FFM nichts davon mitbekommt und sagte mir, das er nun
alles regele. Ich gab Ihm 1. Woche und er regelte alles. Ich löste aber
alle Aktien-Depos bei der DB auf und schob diese auf andere Banken.
Mein Konto konnte ich nicht auflösen, da Kunden auch nach Informationen
immer schön auf DB einzahlten. So gibt es bei der DB noch das Girokonto,
aber keine anderen Geschichten mit dem die Bank eigentlich Geld macht.
> Conny
Gruss
Kaweh
--
www.arcorteam.de der Arcoranschluss vom Fachhändler mit
Provisionsauszahlung KJNetzwerkservice / Arcorteam
Ihr habt es nicht anders gewollt.
Kann sich noch jemand an die ehemalige DB-Tochter "Bank24" erinnern? Bei
denen war ich "damals" Kunde - Konto war für lau und als Azubi gab's
sogar noch Guthabenzinsen.
Irgendwann gab's die dann nicht mehr und man wurde zwangsweise Kunde der
neuen "DB24". Ein halbes Jahr lang DB24-Kunde und irgendwann bekam ich
einen Brief, laut meiner damaligen Bescheinigung müsste ich meine
Ausbildung ja schon längst beendet haben, ich solle doch bitte entweder
eine Bescheinignug einreichen oder ab dem nächsten Quartal 12,50
DM/Monat bezahlen.
Ich also da hingeschrieben, dass ich natürlich meine Ausbildung schon
längst beendet habe, dass die Ausbildung aber nur für die Guthabenzinsen
von Bedeutung war. Die Kontoführung war bei der Bank24 aber für
jedermann kostenlos, wenn die DB24 mich nun als Kunden übernommen hat,
dann auch bitteschön zu den gleichen Konditionen.
Keine Reaktion. Statt dessen zu Beginn des nächsten Quartals die erste
Kontoführungsgebühr auf dem Konto. Ich da also angerufen
"ne, das geht nicht, Sie können höchstens in das Online-Konto wechseln,
das kostet nur 5 DM im Monat, aber kostenlos? Nein."
An der Stelle ein bisschen Kurzform, die Geschichte wird noch lang genug:
- mehrere Schreiben von mir, ich hätte gerne meine Bank24-Konditionen
wieder, sonst würde man mich als Kunde (neben dem Girokonto auch
Geldanlage) verlieren. Keine Reaktion.
- daraufhin mehrere schriftliche Versuche, das Konto aufzulösen. Keine
Reaktion.
- daraufhin der Versuch, das Konto in einer DB-Filiale (zahle ja
immerhin für das Filialnetz) aufzulösen. Geht nicht, die haben keinen
Zugriff auf das Konto, man wird an das CallCenter verwiesen.
Naja, irgendwann hatten sie es dann begriffen, dass ich das Konto nicht
mehr will. Dann hatte ich auch irgendwann eine Mitarbeiterin dran, die
Ahnung hatte, die mein Problem begriffen hat und die mir dann auch die
vergangenen Kontoführungsgebühren erstattet hat (immerhin war es nicht
meine Schuld, wenn die inzwischen 6 Monate für die Auflösung eines
Kontos gebraucht haben). Sie erzählte mir dann auch, dass mein Konto
natürlich als alter Bank24-Kunde auch bei der DB24 kostenlos hätte
geführt werden müssen und dass sie das gerne so einstellen könnte, wenn
ich mich noch umentscheiden würde. Aber zu diesem Zeitpnukt hatte ich
keine Lust mehr und wollte da nur noch weg.
Kurze Zeit später kam dann ein Schreiben, ich solle ec- und Visa-Card
bitte einschicken. Da ich ohnehin an dem Tag in die nächst größere Stadt
(in meinem damaligen Heimatstädtchen gab es nämlich drei Banken, aber
keine DB) fahren wollte, hab ich die VisaCard dort persönlich abgegeben.
Die ec-Karte ist bei dem Versuch, den letzten Kontoauszug zu ziehen,
bereits eingezogen worden.
"Puh. Endlich weg von dem Saftladen" dachte ich.
Kurze Zeit später kam ein Kontoauszug mit dem Endstand 0 Euro.
Zwei Monate später kam ein Schreiben, in dem mir mitgeteilt wurde, dass
das Konto nicht aufgelöst werden kann, weil es im Minus wäre. Dabei war
ein Kontoauszug, in dem mir 3 DM abgebucht wurden für die Zusendung des
letzten Kontoauszuges, den ich gefälligst hätte ziehen sollen, sowie 10
Mark Kontoführungsgebühr (für die beiden zusätzlichen Monate).
Ich also da angerufen und das Problem (ich wollte den letzten Auszug ja
ziehen, aber dabei ist mir die ec-Karte eingezogen worden) geschildert.
Hab die Kohle gutgeschrieben bekommen.
Es folgte ein Kontoauszug mit einer Gutschrift über und dem neuen
Endstand 0.
Zwei Monate später kam ein Kontoauszug mit dem Hinweis, ich möge doch
bitte in Zukunft meine Auszüge selbst am Drucker ziehen, den letzten
habe man mir zuschicken müssen. Neuer Kontostand -3 DM. Immerhin keine
Kontoführungsgebühr mehr.
Zwei Monate später kam ein Kontoauszug mit dem Hinweis, ich möge doch
bitte in Zukunft meine Auszüge selbst am Drucker ziehen, den letzten
habe man mir zuschicken müssen. Neuer Kontostand -6 DM.
Zwei Monate später kam ein Kontoauszug mit dem Hinweis, ich möge doch
bitte in Zukunft meine Auszüge selbst am Drucker ziehen, den letzten
habe man mir zuschicken müssen. Neuer Kontostand -9 DM.
Jeweils bei -15 DM habe ich da angerufen und meine Leidensgeschichte
erzählt. Die Leute am CallCenter haben gelacht über so viel eigene
Dummheit und natürlich würden sie das jetzt endgültig richtig machen,
damit das nicht nochmal passiert.
Zweimal im CallCenter angerufen, zweimal kam 2 Monate später wieder ein
Auszug, dass...
Nur um das ganze zeitlich einzuordnen, zwischen dem ersten Versuch, mein
Konto aufzulösen und diesem Zeitpunkt waren bereits 1,5 Jahre (!) vergangen.
Irgendwann bin ich mit dem 1KG Kontoauszüge in die Filiale gegangen. Die
Dame hat schallend gelacht und sich versprochen, drum zu kümmern. Hat
sie auch.
Ich hatte da aber ja noch ein Anlagekonto. Nach Auskunft der DB ist das
kein eigenständiges Produkt, d.h. ohne das inzwischen wirklich
aufgelöste Girokonto kann das nicht existieren. Ausserdem ist der
Auftrag "bitte lösen Sie das Anlagekonto auf und überweisen Sie das
Guthaben an" ja auch ausgeführt worden, das Guthaben wurde überwiesen;
das Anlagekonto ist auch nicht mehr "erreichbar" (drauf-überweisen geht
nicht).
Trotzdem bekomme ich bis heute (!) immer noch quartalsweise einen Auszug
von diesem Konto (der bei Anlagekonten aber gott sei Dank kostenlos
ist). Und die o.g. Geschichte ist schon ein weilchen her.
Soviel meiner Erfahrungen mit der DB :-(
Gruss
Joern
Thomas Erstfeld schrieb:
>
> Sorry, aber das ist Unsinn. Das haben wir in den letzten Wochen und
> Monaten auch schon öfter hier gelesen.
Ja, ich habe übersehen, daß der zusätzliche Text im Empfängerfeld stand.
Irgendwie war das bei mir in die Sparte 'zusätzliche Empfängerangaben im
Text' geraten.
Deshalb den Rest wegen Zustimmung weggeschnibbelt.
>Eine Überweisung, die nicht eindeutige Empfängerangaben enthält, muss
>die Bank zurückschicken.
Kurze Rücksprache mit dem Kunden hätte das klären können, zumal sein
Name draufstand
>Ein Paradebeispiel ist das Privatkonto, auf
>dem Gelder eingehen, die einen gewerblichen Hintergrund andeuten, ohne
>dass die Bank hierüber informiert ist.
Andeuten? Wo geht gewerblich los? Sollte man das nicht besser an der
Zahl der Buchungen festmachen, die ja den Aufwand für die Bank
ausmachen? Ansonsten kann ich keinen Mehraufwand erkennen, ob der
eine im Monat 10 private Buchungen und dazu vielleicht 10 gewerbliche
hat, der andere aber aufgrund anderer Situation 30 private.
>Das gilt auch für ein
>Geschäftskonto, wenn Fantasienamen verwandt werden, die der Bank nicht
>bekannt sind.
Klar, wenn nur die draufstehen. Aber zusätzlich zu den der Bank
bekannten Namen?
>Die Bank stellt mit dem Konto eine Dienstleistung zur Verfügung, aber
>die tägliche Disposition und die ordnungsgemäße Verwendung obliegt dem
>Kontoinhaber.
Richtig, der schreibt sich aber die Überweisung nicht selbst, die
abgelehnt wurde.
Die Bank macht ihm aber jetzt deswegen zusätzliche Umstände, handelt
also nicht in seinem Sinne. Sollte man sich das von einem Lieferanten
bieten lassen?
>Wer als Einzelunternehmer aus Kostengründen ein Privatkont nutzt,
>sollte auf Fantasienamen verzichten und eindeutige Kontobezeichnungen
>nutzen.
Du schriebst oben, das auch bei Geschäftskonten bei unbekannten Namen
Stornierung angesagt ist.
Wenn die Bank den Kunden als Kunden anerkennen würde, würde sie mit
ihm Rücksprache nehmen, ob das mit der Überweisung in Ordnung ist.
Schliesslich gibt es da Spielräume, nicht alles muss zurückgehen.
Voraussetzung ist aber, das sie ihn als Ihren Kunden und nicht als
Bittsteller sieht.
Ein weiter Weg.
Und: ja, ich habe ein Geschäftskonto (ist auch nicht besonders teuer)
Lutz
--
Temperatur und mehr mit dem PC messen - auch im Netzwerk: http://www.messpc.de
nach über 400 Installationen in einem Jahr jetzt 3 Jahre Herstellergarantie
http://www.netzwerkseite.de - die Seite rund um EDV-Netzwerke
http://www.snmpview.de - kostenloser SNMP-Monitor jetzt in Version 2.5
> Irgendwann gab's die dann nicht mehr und man wurde zwangsweise Kunde der
> neuen "DB24". Ein halbes Jahr lang DB24-Kunde und irgendwann bekam ich
> einen Brief, laut meiner damaligen Bescheinigung müsste ich meine
> Ausbildung ja schon längst beendet haben, ich solle doch bitte entweder
> eine Bescheinignug einreichen oder ab dem nächsten Quartal 12,50
> DM/Monat bezahlen.
>
Beim Übergang von Bank24 zu DB24 ist mein Konto (normal, nicht Azubi oder
so etwas) kostenlos geblieben.
Erst Anfang dieses Jahres, als der nächste Zwangsumzug, DB24 zu DB, erfolgt
war, wollten die von mir 4 Euro/Monat haben.
Auf die Frage hin, ob ich mein Wertpapier-Depot auch mitnehmen muß, wenn
ich mit meinem Girokonto zu einer anderen Bank wechsle, bekam ich ohne
großes Gerede Sonderkondition "Null Euro" für's Giro.
Was allerdings nichts daran ändert, daß von den ehemalig guten
Bank24-Zinsen auf CashSpar und DepotKonto fast nichts mehr übrig geblieben
ist.
Gruß
Michael
--
Die menschliche Sprache ist einzigartig, aber nicht eindeutig. Jeder
Versuch, sich mitzuteilen, kann nur mit dem Wohlwollen der anderen
gelingen. (Maria Benning in der Zeitschrift c't, 6/2002)
> Muss ich bei einem neuen Konto unbedingt angeben, dass es für geschäftliche
> Zwecke benutzt wird? Denn die Kosten sehen anders aus, als bei ein
> Privatkonto.
>
Zufällig gerade entdeckt: Die DKB bietet ein kostenloses Geschäftskonto
(nur für Freiberufler?)
https://www.dkb.de/privat/freie_berufe/dkb_business.html
>Zufällig gerade entdeckt: Die DKB bietet ein kostenloses Geschäftskonto
>(nur für Freiberufler?)
Ja, aber nur für:
Heilkundliche Berufe
Rechts- und Wirtschaftsberatende Berufe
Bautechnische Berufe
Hausverwalter
Schönen Tag noch!
Dominique
> > Zufällig gerade entdeckt: Die DKB bietet ein kostenloses
> > Geschäftskonto (nur für Freiberufler?)
>
> Ja, aber nur für:
>
> Heilkundliche Berufe
> Rechts- und Wirtschaftsberatende Berufe
Letzteres reicht mir. Da muss ich mal gucken.
Danke und Grüße
Matthias
Thomas Erstfeld schrieb:
>
> Wenn Du von einer regionalen Geno-Bank oder Sparkasse ausgehst, könnte
> es auch noch hinkommen.
Mein Reden. Damit fährt man als kleiner Unternehmer besser.
> Glaskugeln werden bei
> Banken noch nicht eingesetzt.
Bei manchen Entscheidungen hat man aber den Eindruck, daß da jemand zu
tief in die Glaskugel geschaut hat. Oder meintest Du 'funktionierende
Glaskugeln'?
> Na also. Wenn das alle so sehen und auch gegenüber der Bank mit
> offenen Karten spielen, klappt das auch.
Mein Reden. Aber die Bank muß natürlich auch wollen.
Dann kriegt der Spaßvogel sein Geld halt zurückgeschickt und ist
ein säumiger Schuldner.
Love and Peace,
Mark
--
Deutsche Gesetze im WWW: http://www.rechtliches.de
Thomas Erstfeld schrieb:
>
> Martin Schoenbeck <ms.usene...@Schoenbeck.de> schrieb:
>
> >> Glaskugeln werden bei
> >> Banken noch nicht eingesetzt.
> >
> > Bei manchen Entscheidungen hat man aber den Eindruck, daß da jemand zu
> > tief in die Glaskugel geschaut hat. Oder meintest Du 'funktionierende
> > Glaskugeln'?
>
> Wir benutzen kleine Tierknochen, Kaffeesatz, Würfel und Tarot-Karten,
> je nach Bedarf, aber keine Glaskugeln, da diese zu unzuverlässig sind.
> ;-))
Ja, ihr. Aber andere nehmen eben die Glaskugeln, und man sieht ja, was
dann dabei rauskommt. ;-)
Hallo Thomas,
> >> Glaskugeln werden bei
> >> Banken noch nicht eingesetzt.
> > Bei manchen Entscheidungen hat man aber den Eindruck, daß da jemand
> > zu tief in die Glaskugel geschaut hat. Oder meintest Du
> > 'funktionierende Glaskugeln'?
> Wir benutzen kleine Tierknochen, Kaffeesatz, Würfel und Tarot-Karten,
> je nach Bedarf, aber keine Glaskugeln, da diese zu unzuverlässig sind.
> ;-))
Glaskugeln nehmen ja auch nur Tanten, äh Dilettanten.
Profis verwenden Kristallkugeln.
Siehe auch Kristallschädel.
;-))
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter
> Lutz Schulze <lsch...@netzwerkseite.de> schrieb:
>
> >> Eine Überweisung, die nicht eindeutige Empfängerangaben enthält, muss
> >> die Bank zurückschicken.
> >
> > Kurze Rücksprache mit dem Kunden hätte das klären können, zumal sein
> > Name draufstand
>
> Lies das OP noch mal. Es ging um eine große Gutschrift auf einem
> Privatkonto, wo die zusätzlichen Empfängerangaben auf eine gewerbliche
> Tätigkeit schliessen ließ. Da kann ich den Banker verstehen, der sich
> vor den Folgen der Beihilfe zur Geldwäsche bzw. Steuerhinterziehung
> schützen will.
Müsste er den Vorgang dann nicht melden, anstatt das Geld einfach
zurückzuschicken?
> >> Ein Paradebeispiel ist das Privatkonto, auf
> >> dem Gelder eingehen, die einen gewerblichen Hintergrund andeuten, ohne
> >> dass die Bank hierüber informiert ist.
> >
> > Andeuten? Wo geht gewerblich los? Sollte man das nicht besser an der
> > Zahl der Buchungen festmachen, die ja den Aufwand für die Bank
> > ausmachen? Ansonsten kann ich keinen Mehraufwand erkennen, ob der
> > eine im Monat 10 private Buchungen und dazu vielleicht 10 gewerbliche
> > hat, der andere aber aufgrund anderer Situation 30 private.
>
> Was die Kosten angeht, gebe ich dir recht, aber wenn man seine Bank
> darüber nicht informiert, muss man mit den obigen Konsequenzen leben
> können. Buchungen aus gewerblicher oder freiberuflicher Tätigkeit
> weisen eben teilweise Besonderheiten auf (z.B. den abweichenden
> Empfängernamen bzw. Namen des Zahlungspflichtigen). Ein klärendes
> Gespräch mit der Bank (vorher) sollte selbstverständlich sein für eine
> vertrauensvolle Geschäftsverbindung.
Die Bank ist natürlich frei in ihrer Preisgestaltung. Sie kann für
gewerblich genutzte Konten durchaus höhere Preise verlangen und ist
niemandem Rechenschaft darüber schuldig, ob sie höhere Kosten hat.
Ein Kunde, der sein privat deklariertes Konto gewerblich nutzt, muss
wohl auch damit rechnen, dass Fehler dadurch entstehen, dass die Bank
nur mit privater Nutzung des Kontos rechnet.
Die Bank hat aber nicht das Recht, eine eingehende Überweisung allein
deshalb gezielt zurückzuweisen, weil die Überweisungsdaten auf einen
gewerblichen Anlass schließen lassen. Eine solche Maßnahme wäre
unverhältnismäßig, denn sie kann dem Kunden erheblich schaden. Die
Bank hat dagegen genügend andere Möglichkeiten, ihre Interessen
durchzusetzen (z.B. Preis nachberechnen, Konto kündigen).
> > Die Bank macht ihm aber jetzt deswegen zusätzliche Umstände, handelt
> > also nicht in seinem Sinne. Sollte man sich das von einem Lieferanten
> > bieten lassen?
>
> Sollte man es sich als Lieferant gefallen lassen, wenn man von einem
> Kunden belogen wird?
Man braucht sich die "Lüge" natürlich nicht gefallen zu lassen.
Allerdings ist man nicht völlig frei in der Wahl seiner Mittel,
sondern muss trotzdem noch die Interessen des Kunden wahren.
Unverhältnismäßige Strafmaßnahmen sind also nicht angebracht.
> > Wenn die Bank den Kunden als Kunden anerkennen würde, würde sie mit
> > ihm Rücksprache nehmen, ob das mit der Überweisung in Ordnung ist.
> > Schliesslich gibt es da Spielräume, nicht alles muss zurückgehen.
> [...] bei den hier oft propagierten
> Direktbanken oder gar bei Großbanken, werden solche Prüfungen zentral
> gemacht. Da bleibt weder die Zeit, noch ist es in der
> Kostenkalkulation enthalten, solche Anrufe zu tätigen. Da werden jeden
> Tag tausende von Buchungen überprüft. Entweder die Bank kennt die
> Bezeichnung oder der Kunde hat Pech gehabt. Glaskugeln werden bei
> Banken noch nicht eingesetzt.
Das passt jetzt irgendwie nicht ganz zu dem Bild, das du weiter oben
gezeichnet hast: Da habe ich einen gewissenhaft prüfenden Banker vor
Augen, der das Geld zurückgeschickt hat, weil er Angst davor hatte,
irgendwelchen unsauberen Geschäften Vorschub zu leisten.
> > Die Bank hat aber nicht das Recht, eine eingehende Überweisung allein
> > deshalb gezielt zurückzuweisen, weil die Überweisungsdaten auf einen
> > gewerblichen Anlass schließen lassen. Eine solche Maßnahme wäre
> > unverhältnismäßig, denn sie kann dem Kunden erheblich schaden. Die
> > Bank hat dagegen genügend andere Möglichkeiten, ihre Interessen
> > durchzusetzen (z.B. Preis nachberechnen, Konto kündigen).
>
> Lies das Originalposting. Es ging um eine abweichende Empfängerangabe,
> die zwar den vollständigen Namen enthielt, aber auch einen der Bank
> nicht bekannten Zusatz. Und bei abweichender Empfängerangabe ist die
> Sachlage recht eindeutig. Da kann die Bank die Gutschrift problemlos
> zurückgeben.
Du darfst davon ausgehen, dass ich das Originalposting durchaus genau
gelesen habe. Wenn der Absender den vollständigen Namen des Empfängers
angegeben hat, wird in aller Regel davon auszugehen sein, dass die
Zahlung für niemand anderen als den Kontoinhaber bestimmt war - auch
wenn noch irgendwelche Zusätze vorhanden sind.
> >> Sollte man es sich als Lieferant gefallen lassen, wenn man von einem
> >> Kunden belogen wird?
> >
> > Man braucht sich die "Lüge" natürlich nicht gefallen zu lassen.
> > Allerdings ist man nicht völlig frei in der Wahl seiner Mittel,
> > sondern muss trotzdem noch die Interessen des Kunden wahren.
> > Unverhältnismäßige Strafmaßnahmen sind also nicht angebracht.
>
> Das ist keine unverhältnismäßige Strafmaßnahme, sondern in den
> entsprechenden Überweisungsbedingungen geregelt. Falsche Empfängerangabe
> verpflichtet die Bank zur Rücküberweisung. Alles andere ist
> Auslegungssache.
Zur Rücküberweisung *verpflichtet* ist die Bank nur dann, wenn es sich
mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Irrläufer handelt. Wenn dagegen
ziemlich eindeutig zu erkennen ist, dass das Geld für den Kontoinhaber
bestimmt ist, sieht die Sache anders aus. Pocht die Bank dann auf ihre
Geschäftsbedingungen und lässt die Überweisung in Wahrheit nur deshalb
zurückgehen, weil sie dem Kunden eine Lehre erteilen will, ist das
unverhältnismäßig.
Ob es im konkreten Fall tatsächlich so krass war, bezweifle ich
eigentlich selbst ein bisschen. Aber aus deiner Argumentation könnte
man schließen, dass du das Verhalten der Bank auch unter dieser
Voraussetzung noch rechtfertigen würdest.
> Entschuldige bitte, aber ich mache hier ständig den Spagat zwischen der
> Bankengruppe, bei der ich arbeite und allen sonstigen Banken (die ich
> auf Grund des täglichen Geschäftes und entsprechender Kontakte auch
> kenne). In meiner Antwort an Edgar habe ich dargelegt, wie ich
> persönlich wahrscheinlich entschieden hätte.
Daran habe ich nichts auszusetzen.
>Falsch. Ein Privatkonto für Max Muster ist immer noch was anderes, als
>ein Geschäftskonto für max Muster Webdesign. Lies meine Ausführungen zu
>Geldwäsche und Steuerhinterziehung. Im Zweifel haftet erst mal der
>Bankmitarbeiter gegenüber den Behörden.
Da du das jetzt nochmal schreibst:
Die Ermittlungen, die vor einiger Zeit deswegen durch die Presse
gingen, gingen wohl davon aus, das die Bank über ihren Mitarbeiter dem
Kunden 'kreative' Modelle anbot, sein Geld am Fiskus vorbei zu einer
befreundeten Gesellschaft ins Ausland zu bringen. Da wurde IMHO zu
Recht ermittelt.
Im hier beschriebenen Zusammenhang ist das abwegig, eine
Mitwirkungspflicht hat die Bank wohl kaum, wenn ein Kunde gewerbliche
Einkünfte gegenüber dem FA nicht sauber deklariert.
>Würde ich, auch wenn die Frage für meine Bank eher akademisch ist, da
>die Gebühren für Privat- und Geschäftskonten sehr ähnlich sind.
>Allerdings habe ich in meinem Posting an Edgar auch schon ausgeführt,
>dass ich den Betrag nicht ohne weiteres auf einem Privatkonto
>gutgeschrieben hätte. Da hätte der Kunde schon entsprechende Nachweise
>bringen und ein Geschäftskonto eröffnen (oder sein Privatkonto
>umschreiben) müssen.
Vielleicht für das nächste Mal, einverstanden. Die Bank, die mich als
Kunden bei einer erstmaligen grösseren Überweisung so behandelt, würde
ich wechseln. Und ich habe wirklich ein dickes Fell.
>Da bin ich aber froh. ;-))
Alles nicht persönlich gemeint.
>Das stimmt schon, nur was im Verlauf dieser Ermittlungen noch alles so
>als Beihilfe ausgelegt wurde, übersteigt schon deutlich deine obigen
>Ausführungen.
Kann ich mir vorstellen. Liegt aber vielleicht auch daran, dass der
Nimbus von Seriosität geplatzt ist, mit dem man sich in
'Bankerkreisen' gern umgibt. Das passt mit der flächendeckenden
Beihilfe zur Steuerhinterziehung nun mal nicht zusammen. Und dann wird
eben genauer hingeschaut, manchmal sicher auch über das Ziel
hinausgeschossen. Aber es ist ja nicht so, dass man sich dagegen nicht
wehren könnte, wenn es haltlos ist. Ärger ist es natürlich erstmal.
Andererseits sollte die Haftung des Mitarbeiters manchmal noch viel
weitergehen, wenn man so liest, wie Banken zusammen mit Bauträgern
unbedarfte Immobilienkäufer ruiniert haben. Das sollte bis auf den
Mitarbeiter durchgreifen, wenn der von Verkaufs- oder
Kreditprovisionen profitierte.
>> Im hier beschriebenen Zusammenhang ist das abwegig, eine
>> Mitwirkungspflicht hat die Bank wohl kaum, wenn ein Kunde gewerbliche
>> Einkünfte gegenüber dem FA nicht sauber deklariert.
>
>Da bin ich mir seit damals halt nicht mehr so sicher und da die
>Mitarbeiter inzwischen bei allen Banken selber haften müssen, wird man
>halt vorsichtiger.
Kann ich verstehen.
>Wieso? Ich habe eine größere, nicht eindeutige Überweisungsgutschrift
>für dich, rufe dich an und bitte um entsprechende Aufklärung. Das
>Geschäftskonto ist ja nur eine Folge aus deinen
>Erläuterungen/Nachweisen.
Wenn du anrufst, ist das ja o.k. Dann kann man das Problem klären.
Die Lösung könnte so aussehen, das die Überweisung angenommen wird,
für die Zukunft aber ein Geschäftskonto eingerichtet wird.
Oder das die Überweisung angenommen wird, künftige aber nicht mehr
(falls ich dort kein Geschäftskonto will).
In Abstimmung könnte man die Überweisung auch zurückgehen lassen. Dann
weiss ich, woran ich bin und kann entsprechend reagieren.
Nicht in Ordnung ist, die Überweisung sang- und klanglos ohne Anruf
zurückgehen zu lassen.
Habe diese Probleme zum Glück nicht. Habe auch noch einige Kunden, die
aus Gewohnheit auf mein Privatkonto (Dreba) überweisen, gelegentlich
reiche ich dort auch geschäftliche Schecks aus USA zur Gutschrift ein.
Ohne Probleme.
Ohne Kunden machen auch Banken kein Geschäft, auch wenn die das eine
Zeitlang anders sahen.
> Am 05.03.2004 schrieb Frank Kozuschnik:
>
> > [...] Wenn der Absender den vollständigen Namen des Empfängers
> > angegeben hat, wird in aller Regel davon auszugehen sein, dass die
> > Zahlung für niemand anderen als den Kontoinhaber bestimmt war - auch
> > wenn noch irgendwelche Zusätze vorhanden sind.
>
> Falsch. Ein Privatkonto für Max Muster ist immer noch was anderes, als
> ein Geschäftskonto für max Muster Webdesign.
Das ist im Prinzip unbestritten. Aber nehmen wir an, es geht eine
Überweisung auf dem Privatkonto von Max Muster ein, die auf den
Empfängernamen "max Muster Webdesign" lautet. Dann gibt es keinen
vernünftigen Grund für die Annahme, das Geld könnte für jemand anderen
bestimmt sein.
> Lies meine Ausführungen zu Geldwäsche und Steuerhinterziehung.
Ich habe eine (geringfügig) andere Meinung als du. Gelesen habe ich
deine Ausführungen aber sehr wohl.
> > Zur Rücküberweisung *verpflichtet* ist die Bank nur dann, wenn es sich
> > mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Irrläufer handelt. Wenn dagegen
> > ziemlich eindeutig zu erkennen ist, dass das Geld für den Kontoinhaber
> > bestimmt ist, sieht die Sache anders aus. Pocht die Bank dann auf ihre
> > Geschäftsbedingungen und lässt die Überweisung in Wahrheit nur deshalb
> > zurückgehen, weil sie dem Kunden eine Lehre erteilen will, ist das
> > unverhältnismäßig.
>
> [...] Der Kunde hat ein Konto für private Transaktionen
> eröffnet, also kann die Bank bei eindeutig geschäftlichen Umsätzen
> (ausgehend von der Empfängerangabe) schon von einem Irrläufer ausgehen,
> da das Geld ja wohl für ein Geschäftskonto bestimmt ist.
Dann handelt sie wohl nach dem Motto: "Es kann nicht sein, was nicht
sein darf."
sorry, dass ich mal wieder ein paar Tage nicht dabei war.
Ich kann den Vorgang inzwischen durchaus verstehen, die feine Art
war's trotzdem nicht.
Auch ich bin DB24 Kunde gewesen, habe mich dann ohne zu murren auf ein
normales DB Konto umstellen lassen, und trotzdem hat die Bank mich nie
persönlich gesehen.
Als ich mich selbständig gemacht habe, habe ich das Konto einfach
als Geschäftskonto benutzt. Das ging auch immer gut.
Auch ähnlich große und genauso große Beträge wurden bereits
gutgeschrieben. Nur das eine Mal hat das dann ein übereifriger Banker
zurückgeschickt, anstelle mich anzuschreiben oder anzurufen, dass ich
dafür aus meinem Konto ein Geschäftskonto machen soll und mich bitte
dazu schleunigst in einer Filiale malden soll.
Seitdem kenne ich alle zuständigen Kundenbetreuer (und den Filialleiter
auch) persönlich, alle haben sich entschuldigt, und mir allesamt
persönlich versichert, dass so etwas nie wieder vorkommen wird. Ich
glaube denen das auch und bin eigentlich ganz froh, nun eine
Bankverbindung zu haben, von der ich überzeugt bin, das so etwas nicht
nochmal vorkommt, sondern ich bei jedem noch so kleinen Problem
informiert werde. Deshalb habe ich die Bank danach nicht gewechselt.
Aber, eine Privatkonto als Geschäftskonto zu gebrauchen, birgt Risiken,
darauf wollte ich hinweisen. Ich würde den Ärger niemanden anraten wollen.
Mit anderen Banken waren meine Erfahrungen in der Vergangenheit auch
nicht gerade gut, bei Bankgeschäften würde ich grundsätzlich zu extremer
Vorsicht raten.
Gruß
Marcel
--
Who comsumes all my bandwidth? I wanted to know it more detailed.
That's what came out: http://www trafficstatistic.com/
> Seitdem kenne ich alle zuständigen Kundenbetreuer (und den Filialleiter
> auch) persönlich, alle haben sich entschuldigt, und mir allesamt
> persönlich versichert, dass so etwas nie wieder vorkommen wird. Ich
> glaube denen das auch und bin eigentlich ganz froh, nun eine
> Bankverbindung zu haben, von der ich überzeugt bin, das so etwas nicht
> nochmal vorkommt, sondern ich bei jedem noch so kleinen Problem
> informiert werde. Deshalb habe ich die Bank danach nicht gewechselt.
>
Mußtest du denn nun auf ein Geschäftskonto wechseln, oder beziehen sich
deine Lobeshymnen auf das unverändert genutzte Privatkonto?
> bei Bankgeschäften würde ich grundsätzlich zu extremer Vorsicht raten.
>
Das ist natürlich kein falscher Tip, nur ziemlich nutzlos, weil Hinweise
fehlen, wie man das in der Praxis macen kann, ohne dadurch im täglichen
Handling erhebliche Nachteile zu haben.