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Selbständig als Fotografin?

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Fragesteller

unread,
Jul 6, 2008, 6:20:26 PM7/6/08
to
Hallo zusammen,
ich bin auch mal wieder da ;o)

Eine Freundin will als gelernte Fotografin (Gesellenbrief) irgendwo im
westlichen Ruhrgebiet (Fußgängerzone) ein bestehendes Fotostudio für
Portrait und anderes übernehmen, es handelt sich dabei um ihren
ehemaligen Ausbildungsbetrieb, persönlicher Kontakt ist daher gegeben.
Ein Handelsgeschäft wurde bisher nicht betrieben und ist auch
weiterhin nicht beabsichtigt (Rahmen, Alben, Fotoartikel...)
Die Fähigkeiten und Kenntnisse hat sie seit mehreren Jahren
erfolgreich in Angestelltenverhältnis bei einem anderen Arbeitgeber in
einer anderen Region unter Beweis gestellt, nun geht es an die
selbständige Umsetzung.

Das Objekt befindet sich am Rande einer Fußgängerzone im ersten Stock
eines Altbaus, im Eingangsbereich des Erdgeschosses befindet sich ein
Schaufenster.
In der Nachbarschaft befinden sich ein Hörgeräteakustiker, ein
größeres Modegeschäft, ein Handyladen sowie ein Bäcker.

Der bisherige Betreiber stellt sich eine Ablösesumme in Höhe von ca.
30 tEuro vor, zahlbar in monatlichen Raten zur Sicherung des
Alterseinkommens, darin enthalten sind die -veraltete-
Studioausstattung sowie einiges -veraltetes- analoges Aufnahmegerät.
Das Studio existiert seit ca. 50 Jahren am Platz und ist im Ort gut
bekannt.

Die Fixkosten betragen ca. 500 Euro (incl. USt.) Warmmiete, weitere
Kosten (Heizung, Strom, Wasser, Telefon, etc...) derzeit nicht
bekannt.

Der Überlasser hat sich bisher nur sehr geringe Gedanken um die
beabsichtigte Betriebsübergabe gemacht, bisherige GuV u.a. liegt
derzeit nicht vor.


Meine Fragen daher:
Ist eine derart hohe Ablöse für ein derartiges Geschäft angemessen und
üblich?
Welche Kennzahlen müssen zur Unternehmensbewertung vorliegen bzw. sind
branchenüblich?
Mit welchen weiteren Kosten ist im laufenden Betrieb zu rechen?
Wieviel Vorlaufzeit braucht die o.g. Betriebsübernahme, wenn sich der
Überlasser am Tage X aus dem Geschäft zurück zieht?
Welche Risiken drohen, worauf muss sie unbedingt achten, wo liegen die
Knackpunkte (z.B. lange Mietvertragslaufzeiten,...)
und anderes.

Leider hat sie bisher weder Erfahrungen im selbständigen Bereich
sammeln können, noch will sie das Geschäft mit einem Partner
betreiben.

Leider kann ich ihr dabei auch nicht helfen, meine
Tätigkeitsschwerpubnkte liegen in einem völlig anderen Gewerk.


Liebe Grüße rundum,

Olli
*nur echt aus Trier*
*der mit den Kümmelspaltern, Sauerbratenpressen und
Diamantmagneten ;o)*

Gerrit Brodmann

unread,
Jul 6, 2008, 7:19:01 PM7/6/08
to
Fragesteller <spamf...@arcor.de> wrote:

Komischer Name

>Der bisherige Betreiber stellt sich eine Ablösesumme in Höhe von ca.
>30 tEuro vor, zahlbar in monatlichen Raten zur Sicherung des
>Alterseinkommens, darin enthalten sind die -veraltete-
>Studioausstattung sowie einiges -veraltetes- analoges Aufnahmegerät.
>Das Studio existiert seit ca. 50 Jahren am Platz und ist im Ort gut
>bekannt.
>
>Die Fixkosten betragen ca. 500 Euro (incl. USt.) Warmmiete, weitere
>Kosten (Heizung, Strom, Wasser, Telefon, etc...) derzeit nicht
>bekannt.

Da sollte man mal mindestens 300 Euro dazu rechnen.

>Meine Fragen daher:
>Ist eine derart hohe Ablöse für ein derartiges Geschäft angemessen und
>üblich?

Kommt auf die Ausrüstung und den Laden an.

>Welche Kennzahlen müssen zur Unternehmensbewertung vorliegen bzw. sind
>branchenüblich?
>Mit welchen weiteren Kosten ist im laufenden Betrieb zu rechen?
>Wieviel Vorlaufzeit braucht die o.g. Betriebsübernahme, wenn sich der
>Überlasser am Tage X aus dem Geschäft zurück zieht?
>Welche Risiken drohen, worauf muss sie unbedingt achten, wo liegen die
>Knackpunkte (z.B. lange Mietvertragslaufzeiten,...)
>und anderes.

Der Knackpunkt ist erstmal, daß sie entsprechend Jobs braucht. Diese
werden eher nur selten mit Laufkundschaft erreicht, ich glaube kaum,
daß der Fotograf vorher ganz alleine den Laden geführt hat, denn in
der Zeit wo er im Laden steht, kann er nicht beim Kunden vor Ort Jobs
erledigen.

Will man den Laden nur auf Abruf öffnen, braucht man keine Lage in der
Fußgängerzone.

Wie schaut die Lage Deiner Bekannten bisher aus? Welche Kunden hat sie
schon? Wie weit kennt sie die die Kunden des Vorbetreibers? Sind diese
bereit (zu welchen Bedingungen?) sie die Jobs weiter machen zu lassen?


Ralf Zschemisch

unread,
Jul 6, 2008, 10:12:41 PM7/6/08
to
Am Sun, 06 Jul 2008 15:20:26 -0700 schrieb Fragesteller:


> Eine Freundin will als gelernte Fotografin (Gesellenbrief)

Ohne Meister?

> irgendwo im
> westlichen Ruhrgebiet (Fußgängerzone) ein bestehendes Fotostudio für
> Portrait und anderes übernehmen, es handelt sich dabei um ihren
> ehemaligen Ausbildungsbetrieb, persönlicher Kontakt ist daher gegeben.

bei einem Handwerksbetrieb würde ich die 7 monatigen Vorbereitungskurse
und die Meisterprüfung mitnehmen.

http://infobub.arbeitsagentur.de/berufe/start?dest=profession&prof-id=8573

Ein Meister ist allerdings leider nicht mehr zwingend erforderlich
http://www.fotorecht.de/publikationen/meister.html

Aber Beiträge an die Handwerkskammer darf man sicherlich auch ohne
einen Meister zahlen...

> Das Objekt befindet sich am Rande einer Fußgängerzone im ersten Stock
> eines Altbaus, im Eingangsbereich des Erdgeschosses befindet sich ein
> Schaufenster.
> In der Nachbarschaft befinden sich ein Hörgeräteakustiker, ein größeres
> Modegeschäft, ein Handyladen sowie ein Bäcker.

Ob man in der Nachbarschaft ein Handy aufladen kann und ein Brötchen
kaufen kann ist sicherlich unwichtig für ein Fotostudio, Parkplätze sind
für die Brautpaare, Arbeitssuchenden usw. vermutlich wichtiger.

Die Treppe zum ersten Stock würde mich vermutlich abhalten. Oder aber,
der Altbau hat nur ein Stock und es befindet sich eine ansprechendes
Dach Atelier mit Tageslichtstudio dort...

> darin enthalten sind die -veraltete- Studioausstattung
> sowie einiges -veraltetes- analoges Aufnahmegerät.

Ich schreie mal laut _HIER_, ich habe Bedarf an
-veraltetem- analogen Kram ;)

> Meine Fragen daher:
> Ist eine derart hohe Ablöse für ein derartiges Geschäft angemessen und
> üblich?

Wenn der Umsatz und die Technik stimmt, ist dies doch recht günstig?

> Welche Kennzahlen müssen zur Unternehmensbewertung vorliegen bzw. sind
> branchenüblich?

Dies lernt man sicherlich in den Vorbereistungskursen zum Meister ;)

> Mit welchen weiteren Kosten ist im laufenden Betrieb zu rechen?

Sozialversicherung für Selbständige
http://www.jobtv24.de/index.php?partner=583&ct=119&vid=6290

Arbeitslosenversicherung ... falls der Versuch scheitern sollte.
Rentenversicherung, damit man sein Fotostudio nicht überteuert...


> Wieviel
> Vorlaufzeit braucht die o.g. Betriebsübernahme, wenn sich der Überlasser
> am Tage X aus dem Geschäft zurück zieht? Welche Risiken drohen, worauf
> muss sie unbedingt achten, wo liegen die Knackpunkte (z.B. lange
> Mietvertragslaufzeiten,...) und anderes.
>
> Leider hat sie bisher weder Erfahrungen im selbständigen Bereich sammeln
> können, noch will sie das Geschäft mit einem Partner betreiben.

Hier gibt es checklisten
http://www.existenzgruender.de/checklisten_und_uebersichten/index.php

http://www.existenzgruender.de/selbstaendigkeit/erste_schritte/
branchen_zielgruppen/handwerk/index.php


Tipp: Seminare der HWK besuchen
http://www.zdh.de/


> Leider kann ich ihr dabei auch nicht helfen, meine

> Tätigkeitsschwerpunkte liegen in einem völlig anderen Gewerk.

hth

ralf


--
http://www.r23.de/

Ulrich Hoffmann

unread,
Jul 7, 2008, 3:05:44 AM7/7/08
to

"Fragesteller" schrieb:

> Ablösesumme in Höhe von ca. 30 tEuro

Die Übernahmewert wird für den Käufer durch den
Mehrertrag begrenzt, den er dadurch erzielt, dass
er einen Laden übernimmt und vom ersten Tag höhe-
ren Umsatz erzielt gegenüber einem Neustart "from
Scratch". Diese Zahl zu kennen ist sehr wichtig
und verbessert auch die Verhandlungsposition. Das
kann nur eine ehrliche Kalkulation leisten, sowie
Einsicht in die vorhandenen Jahresabschlüsse der
Vorjahre (mindestens drei, um Trends zu erkennen).
Die Einsichtnahme kann ggf. ein zur Berufsverschwie-
genheit verpflichteter Steuerberater vornehmen,
der dann nur summarische Angaben weitergibt.

Hat man diese Zahlen, ist noch zusätzlich zu be-
werten:
- Bei einem Neustart "from Scratch" kann man jeder-
zeit wieder aussteigen und hat dann die Ablöse
nicht mehr am Hals
- Bei einer Übernahme hat man möglicherweise einen
Wettbewerber weniger.

Man sollte sich auch ehrlich überprüfen, ob man
überhaupt zum Kaufmann geboren ist! Sonst wird es
zu einem teueren Selbstverwirklichungsversuch.

UH


Martina Schenk

unread,
Jul 7, 2008, 5:46:01 AM7/7/08
to
Hallo Olli,

>Leider hat sie bisher weder Erfahrungen im selbständigen Bereich

>sammeln können ....

Neben den -sicher sehr wichtigen Fragen des Existenzaufbaus und den damit
einhergehenden Rahmenbedingungen - stellt sich mir beim lesen Deines
Postings die Frage nach dem Grund der Selbstständigkeit Deiner Bekannten.
Gerade im Bereich der Photographie hat sich in den letzten Jahren vieles
verändert. Gab´ es früher in (fast) jedem Dorf einen Photographen, der von
Tauf-, Kommunion-, Hochzeitsbildern oder auch Portraitaufnahmen leben
konnte, so sieht die heutige Welt im digitalen Zeitalter komplett anders
aus. Will heißen, heute knipsen (im wahrsten Sinne des Wortes) die meisten
ihre Erinnerungsbildchen selbt und schicken sie dann irgendwo an einen
Ausbelichter, welcher sie dann in mehr oder weniger guter Qualität für wenig
Geld auf Papier zurücksendet.

Welchen Grund gäbe es daher diese Praxis aufzugeben und zu Deiner Bekannten
zu wechseln? Alleinstellungsmerkmal?

Grüße
Martina


Heinrich Butschal

unread,
Jul 7, 2008, 7:41:11 AM7/7/08
to
Martina Schenk schrieb:

> Hallo Olli,
>
>> Leider hat sie bisher weder Erfahrungen im selbständigen Bereich
>> sammeln können ....
>
> Neben den -sicher sehr wichtigen Fragen des Existenzaufbaus und den damit
> einhergehenden Rahmenbedingungen - stellt sich mir beim lesen Deines
> Postings die Frage nach dem Grund der Selbstständigkeit Deiner Bekannten.
> Gerade im Bereich der Photographie hat sich in den letzten Jahren vieles
> verändert. Gab´ es früher in (fast) jedem Dorf einen Photographen, der von
> Tauf-, Kommunion-, Hochzeitsbildern oder auch Portraitaufnahmen leben
> konnte, so sieht die heutige Welt im digitalen Zeitalter komplett anders
> aus. Will heißen, heute knipsen (im wahrsten Sinne des Wortes) die meisten
> ihre Erinnerungsbildchen selbt und schicken sie dann irgendwo an einen
> Ausbelichter, welcher sie dann in mehr oder weniger guter Qualität für wenig
> Geld auf Papier zurücksendet.

In München gibt es bei jeder Eröffnung einer Telefonzelle oder einem Ball
Fotografen die herumgehen und die Gäste an den Tischen photographieren und
eine Stunde später am Eingang die Bilder ausbelichtet zum Kauf anbieten. Dazu
braucht man jedoch keine Geschäftsablöse und eigentlich auch kein Studio mieten.

Mit freundlichem Gruß,
Heinrich Butschal
--
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Oliver Henniges

unread,
Jul 7, 2008, 9:54:38 AM7/7/08
to
On 7 Jul., 09:05, "Ulrich Hoffmann" <D...@MAILME.invalid> wrote:

Sehe ich genauso. Ergänzend: Als Richtkorridor habe ich immer so
80-120% eines jährlichen Rohertrags für die Ablöse im Hinterkopf.
Wohlgemerkt Rohertrag nicht Gewinn. Alternativ das siebenfache des
Gewinns nach Abzug eines angemessenen Geschäftsführergehalts, aber das
macht bei einem Freiberufler wenig Sinn. Da der Vorgänger von 30 TE
abzgl Kosten (also vermutlich < 15 TE) kaum leben konnte, scheint mir
der Umsatzrückgang und das veraltete Equipment hier schon beinahe
eingepreist. Im Prinzip ist eine Ablöse aus genau den Gründen, die
Ulrich nennt, gerechtfertigt, aber für diese Branche habe ich da
erhebliche Zweifel:

> bisherige GuV u.a. liegt derzeit nicht vor.

Sollte aber. Alles andere hat keinen Sinn. Vor allem wirklich über
einen längeren Zeitraum, damit man die Tendenzen klarer herausrechnen
kann. Was Martina sagt, stimmt hundertprozentig, Aus den BWAs der
letzten drei Jahre kann man sicherlich ausrechnen, wann das Geschäft
überhaupt nicht mehr trägt und ob dann diese Ablöse überhaupt noch
gerechtfertigt ist. Außerdem würde ich mindestens 10-30%
runterrechnen, da der alte Inhaber vermutlich viele ältere Stammkunden
hat, die nur aufgrund persönlicher Bekanntschaft zu ihm kamen und mit
einem Jungspund sonettauchimmer nichts zu tun haben wollen.

> Da sollte man mal mindestens 300 Euro dazu rechnen.

Ich kalkuliere eigentlich immer außer den Personalkosten und dem
Eigenbedarf (incl Steuern, KV und Altervorsorge) das dreifache der
Kalt-Miete für alle "sonstigen Kosten": Zinsen, Steuerberater, Benzin,
Werbungskosten, IHK/Handwerkskammer, GEZ, Müllabfuhr, Strom, Heizung,
Telefon, webhosting, Versicherungen (Haftpflicht wg Treppe;), Porto
(Paketversand?), Büro- und Baumaterial (Renovierungen)
undsoweiterundsofort.

Sofern keine nachweisbaren Stammkunden da sind, die auch in Zukunft
noch regelmäßig Aufträge erteilen werden, würde ich die Finger davon
lassen. Da muß der Verkäufer schon mit erheblich mehr Informationen
rausrücken.

Oliver Henniges

unread,
Jul 7, 2008, 10:09:14 AM7/7/08
to
On 7 Jul., 09:05, "Ulrich Hoffmann" <D...@MAILME.invalid> wrote:

> In der Nachbarschaft befinden sich ein Hörgeräteakustiker, ein
größeres Modegeschäft, ein Handyladen sowie ein Bäcker.

Ein Schneider für Maßanzüge würde mehr Sinn machen, evtl ein
ebensolcher Schuster. Dazu noch ein Sonnen- und Nagelstudio und ein
Fitness-Center. Ggf auch ein Optiker.

Martin Hotze

unread,
Jul 7, 2008, 12:27:53 PM7/7/08
to
Oliver Henniges schrieb:

> On 7 Jul., 09:05, "Ulrich Hoffmann" <D...@MAILME.invalid> wrote:
>
> Sehe ich genauso. Ergänzend: Als Richtkorridor habe ich immer so
> 80-120% eines jährlichen Rohertrags für die Ablöse im Hinterkopf.

du meinst EGT?

> Wohlgemerkt Rohertrag nicht Gewinn. Alternativ das siebenfache des
> Gewinns nach Abzug eines angemessenen Geschäftsführergehalts, aber das

hm, warum der 7fache Gewinn? Ist wohl auch von der Branche abhängig, no?

> macht bei einem Freiberufler wenig Sinn. Da der Vorgänger von 30 TE
> abzgl Kosten (also vermutlich < 15 TE) kaum leben konnte, scheint mir
> der Umsatzrückgang und das veraltete Equipment hier schon beinahe
> eingepreist. Im Prinzip ist eine Ablöse aus genau den Gründen, die
> Ulrich nennt, gerechtfertigt, aber für diese Branche habe ich da
> erhebliche Zweifel:

oder gegenübergestellt die Kosten für einen Neustart ohne eine
Vorleistung (Name, Standort, Kundenstamm) zu bekommen.

> Ich kalkuliere eigentlich immer außer den Personalkosten und dem
> Eigenbedarf (incl Steuern, KV und Altervorsorge) das dreifache der
> Kalt-Miete für alle "sonstigen Kosten": Zinsen, Steuerberater, Benzin,
> Werbungskosten, IHK/Handwerkskammer, GEZ, Müllabfuhr, Strom, Heizung,
> Telefon, webhosting, Versicherungen (Haftpflicht wg Treppe;), Porto
> (Paketversand?), Büro- und Baumaterial (Renovierungen)
> undsoweiterundsofort.


hm, das ist IMHO auch stark branchenabhängig. So zahle ich nix für
Webhosting (Ok, bisserl was für ein paar Domains), aber meine Rechnungen
für Telekom(munikation) sind noch nicht 5-stellig.

> Sofern keine nachweisbaren Stammkunden da sind, die auch in Zukunft
> noch regelmäßig Aufträge erteilen werden, würde ich die Finger davon
> lassen. Da muß der Verkäufer schon mit erheblich mehr Informationen
> rausrücken.

IMHO meint ein Verkäufer dass seine Firma immer mehr Wert ist als sie
kalkulierter weise tatsächlich Wert ist.


#m

Ernst-Peter Nawothnig

unread,
Jul 7, 2008, 6:12:54 PM7/7/08
to
Martina Schenk schrieb:
Gab� es fr�her in (fast) jedem Dorf einen Photographen, der von

> Tauf-, Kommunion-, Hochzeitsbildern oder auch Portraitaufnahmen leben
> konnte, so sieht die heutige Welt im digitalen Zeitalter komplett anders
> aus. Will hei�en, heute knipsen (im wahrsten Sinne des Wortes) die meisten
> ihre Erinnerungsbildchen selbt

Ich kenne eine "Tante Fotostudio" in einem kleinen Ort, die davon wenn
auch inzwischen m�hsam noch leben kann. Die gestaltet eine Hochzeit zur
triefend kitschigen Veranstaltung im Stil der Kaiserzeit um und setzt
das Paar entsprechend ins Bild. Mit dieser Sonderleistung wird sie
weiter empfohlen, hat anscheinend den Volksgeschmack verinnerlicht.
Tja, neu anfangen w�rde ich sowas eher nicht.
Ernst-Peter

Fragesteller

unread,
Jul 8, 2008, 2:49:24 PM7/8/08
to
Hallo zusammen,

danke erstmal für all die guten Ratschläge, hier hat sich ja -im
positiven Sinne- nix verändert ;o)


@Gerrit Brodmann:
>Komischer Name:
Aufgrund eines netten "Nachschleichers" der unsere Schritte aufmerksam
verfolgt habe ich nicht unter meinem Klarnamen gepostet, böse zwar,
aber ich bins trotzdem selber ;o)

Mit 1000 Euro für Miete, NK, Versicherungen, und und und hatte ich
meine Bekannte schon vertraut gemacht, klar ist auch dass die
Kostenseite häufig nach oben offen ist, die Gewinne hingegen
komischerweise immer geringer werden...

Kundensituation: Stamm- und Laufkundschaft, denke mal dass evrtl. 50%
der Stammkunden ausbleiben werden, zudem nicht jeder jedes jahr frisch
heiratet. Und zwischen Hochzeit und Taufen vergehen zuweilen auch ein
paar Jahre, zwischen taufe und Hochzeit sowieso.

Denke mal dass das "Ding" meist von Pass- und Bewerbungsbildern laufen
kann, odern man macht Aktionen wie Deine "Sesselbuilder" oder "Die
rote Couch".

Es _sollen_ explizit Studioaufnahmen gemacht werden,. Festzelt-,
Party- und Eventfotografie _kann_ sie machen, aber der Schwerpunkt
liegt auf dem Studio für Pass, Portrait, Akt und sonstige
"Menschenbilder".

Warum selbständig:
Sie arbeitet -unterbezahlt wie alle Fotografen- bisher in einem Studio
in einer anderen Großstadt und will sich jetzt selbst verwirklichen.
Fakt ist dass sie gut ist und was kann, nur leider honoriert das ihr
Chef niocht mit klingender Münze.
Aufgrund ihres Bekanntheitsgrades _hier vor Ort_ durch ihre berufliche
Studioarbeit kann sie nicht "nebenbei" arbeiten ohne dass ihr Chef das
rauskricht und sie dadurch evtl. eine unehrenhafte Kündigung riskiert.
Und mom. braucht sie den Job einfach noch.


@Ralf Zschemisch:


>> Eine Freundin will als gelernte Fotografin (Gesellenbrief)

>Ohne Meister?
>[...]


>bei einem Handwerksbetrieb würde ich die 7 monatigen Vorbereitungskurse
>und die Meisterprüfung mitnehmen

Meisterzwang fiel weg.

Kann ich bei einem Fotografen irgendwie verstehen, beim Gas-Wasser-
Installateur, Elektriker oder Autoschrauber bin ich für den Beibehalt.

Dennoch: Ausbildung nur durch fachlich geeignete Leute, ausser man
heißt G**d* K*rp, der darf auch mit Sondergenehmigung ausbilden.


@Ulrich Hofmann:
Ich habe ihr bereits die Anrufung der Betriebsberatungsstelle der
örtlich zust. HwK empfohlen, derweil wartet sie auf
Informationsschriften diverser Stellen.

Ansonsten hast Du klar recht:
Ein stehendes Geschäft zu übernehmen bringt Vorteile, man hat aber die
Ablöse an der backe...

Oder ein Taxi kaufen, einer der wenigen Gewerbszweige die eigentlich
vom ersten Tag den möglichen Maximalertrag einfahren können (wenn der
Fahrer gut ist).


@Martina Schenk:
Ich will nicht zu meiner Bekannten wechseln, ich will ihr helfen und
sie ggfs. vor einer Riesendummheit warnen.

Ansonsten kannst Du als traditioneller Fotograf nur so punkten:
Du bist gut und das spricht sich rum.
Du bist verrückt und hat kreative Ideen und das spricht sich rum.
Du sitzt mitten auf dem Marktplatz.
Du bist der einzige am Ort.
Du machst was was sonst keiner macht, und sei es Bilder im Bierzeit.

Ansonsten sind die Knipser des Fotografen Tod oder so...
("500 Euro??? Mein Onkel Hans hat auch eine Kamera, der kann die
Hochzeit dann machen!"
In meiner damaligen Tätigkeit im Nachtlabor habe ich täglich mehrere
10.000 Bilder von Onkel Hans und Bruder Rudi gesehen, schade um das
Fotopapier...)

@Oliver Henniges:
Stimme Deinem ersten Kommentar voll zu, zum zweiten:
Bei der Standortfrage ist es auch nicht ganz unwichtig welche
nachbarschaft angesiedelt ist, ein Fotograf im Rotlichtviertel wird
eher weniger ausgeschmückte Brautleute oder Familien in der Kundschaft
haben...
(Ruf, Publikumsverkehr,...)
Insofern ist es nicht unerheblich welches Klientel die Strasse
frequentiert.
Wichtig ist halt _dass_ der Laden gefunden wird und durch sein
Erscheiningsbild auch dem Passanten positiv auffällt.


@Martin Hotze:


>IMHO meint ein Verkäufer dass seine Firma immer mehr Wert ist als sie
>kalkulierter weise tatsächlich Wert ist.

Betriebsbewertung, ein schwieriges Thema.
Gibt mehrere Bewertungsmöglichkeiten...
Hab ich ja vor einigen Jahren mal mit der Tankstelle gehabt...

Ich hab ihr vorgeschlagen mal zu pokern:
Wenn _sie_ nicht bald zuschlägt, wird entweder der Preis sinken, ein
anderer hats gekauft ooooder:
Der Betreiber gibt Objekt und Mietvertrtag auf und sie fängt dann
unmittelbar danach unter _neuem_ Namen an.
Müsste sie aber dann -vorab- mit dem Vermieter klären.


IMHO ist der Betreiber etwas phlegmatisch, er bietet ihr (sie war
seine ehem. Azubine) das Ding schon seit Jahren zur Übernahme an,
dennoch hat er jetzt wo er übergeben will immer noch seine
Hausaufgaben gemacht. Seine Worte sind immer "Da werden wir uns schon
einig..."
Da könnte zweierlei bedeuten: Entweder er schenkt ihr das Ding
gönnerhaft, oder er kricht was er will oder sie ist raus aus dem Deal.
Dennoch halte ich 30.000 Euro (zahlbar als eine Art Rente) für recht
viel, 60.000 tDM dafür dass er seine gammelige Bude räumt und erstmal
eine Totalsanierung der Räume ansteht???


@Ernst-Peter:
Es hat schon was, etwas besonderes zu bieten, ein Bekannter hat sich
auf Mittelalter, Larp und Fetisch spezialisiert, "echte" Portraits
oder macht er nicht, aber seine Inszenierungen sind spitze, die Leutz
fahren recht weit an zu ihm.


Soweit erstmal,
ich bleibe mal dran und berichte weiter.


Liebe Grüße rundrum, Olli

Peter Bruells

unread,
Jul 8, 2008, 2:55:02 PM7/8/08
to
Fragesteller <spamf...@arcor.de> writes:

> Hallo zusammen,
>
> danke erstmal für all die guten Ratschläge, hier hat sich ja -im
> positiven Sinne- nix verändert ;o)
>
>
> @Gerrit Brodmann:
>>Komischer Name:
> Aufgrund eines netten "Nachschleichers" der unsere Schritte aufmerksam
> verfolgt habe ich nicht unter meinem Klarnamen gepostet, böse zwar,
> aber ich bins trotzdem selber ;o)
>
> Mit 1000 Euro für Miete, NK, Versicherungen, und und und hatte ich
> meine Bekannte schon vertraut gemacht, klar ist auch dass die
> Kostenseite häufig nach oben offen ist, die Gewinne hingegen
> komischerweise immer geringer werden...
>

> Warum selbständig:


> Sie arbeitet -unterbezahlt wie alle Fotografen- bisher in einem Studio
> in einer anderen Großstadt und will sich jetzt selbst verwirklichen.
> Fakt ist dass sie gut ist und was kann, nur leider honoriert das ihr
> Chef niocht mit klingender Münze.

Muß leider mal klugscheißen: "Gut sein" allein reicht nicht - man muß
trotzdem das Geld erwirtschaften. Und daran kann es auch bei guten
hapern, wegen

a) Chef ungähig
b) Marksituation scheiße
c) Zu viel Konkurrenz
d) Zu wenig Kunden
e) Alles obige

Kann natürlich sein, daß der Chef auch richtig viel Geld mit ihr
verdient.

Gerrit Brodmann

unread,
Jul 8, 2008, 3:39:50 PM7/8/08
to
Fragesteller <spamf...@arcor.de> wrote:


>Denke mal dass das "Ding" meist von Pass- und Bewerbungsbildern laufen
>kann,

Hab ich meine Zweifel. Wenn da bei solchen Kleinkram je ein 10er
hängen bleibt, braucht sie 40 Kunden am Tag (bei 6 Tage Woche)

>odern man macht Aktionen wie Deine "Sesselbuilder" oder "Die
>rote Couch".

Damit ist kein Geld zu machen. Ich bin Dank Sponsoren auf plus/minus
Null gekommen. Ich hatte bei kostenloser Aktion ca. 100 Teilnehmer,
freiwillige Spenden waren bei 600 Teilnehmern ca 100 Euro.

Nimmst Du nen 10er für so ein Bild, habe ich arge Zweifel, daß von den
100 viel mehr als 1/10 über bleibt.

>Es _sollen_ explizit Studioaufnahmen gemacht werden,. Festzelt-,
>Party- und Eventfotografie _kann_ sie machen, aber der Schwerpunkt
>liegt auf dem Studio für Pass, Portrait, Akt und sonstige
>"Menschenbilder".

Wie gesagt, ich zweifle an der Laufkundschaft, zumal sie keine
Zusatzleistungen anbieten will (Bilderrahmen und anderen
Schnickschnack).

Dafür ist der Laden an dem Standort IMO nicht nötig, ausser als
Statussymbol. Und das kann sie sich wohl noch nicht leisten...


...


>@Ernst-Peter:
>Es hat schon was, etwas besonderes zu bieten, ein Bekannter hat sich
>auf Mittelalter, Larp und Fetisch spezialisiert, "echte" Portraits
>oder macht er nicht, aber seine Inszenierungen sind spitze, die Leutz
>fahren recht weit an zu ihm.

URL?


Ralf Zschemisch

unread,
Jul 8, 2008, 10:01:54 PM7/8/08
to
Am Tue, 08 Jul 2008 11:49:24 -0700 schrieb Fragesteller:

> @Ralf Zschemisch:
>>> Eine Freundin will als gelernte Fotografin (Gesellenbrief)
>
>>Ohne Meister?
>>[...]
>>bei einem Handwerksbetrieb würde ich die 7 monatigen Vorbereitungskurse
>>und die Meisterprüfung mitnehmen
>
> Meisterzwang fiel weg.

ach, darum ging es mir doch gar nicht. Mein Tipp sollte eigentlich darauf
zielen, dass man relativ schnell und Preiswert den kaufmännischen Aspekt
seines Handwerkbetriebes kennenlernt.

Selbstverständlich kann man auch an der VHS einen Buchführungskurs
belegen oder alles einem Dienstleister (Buchführungshelfer) überlassen...
Aber dies betrachte ich als recht leichtsinnig.

Des weiteren kann ein Meisterbrief bei der Kundenaquiese meiner Meinung
nach hilfreich sein. - Selbstverständlich wirkt auch, wenn sie selber
ausbildet...

> Insofern ist es nicht unerheblich welches Klientel die Strasse
> frequentiert.

jeep. In der Nachbarschaft sollten meiner Meinung Juwelier, Parfumerie
Feinkost, Buchhändler, Theater und nicht Hörgeräteakustiker, Handyladen
Bäcker sein

> Wichtig ist halt _dass_ der Laden gefunden wird und durch sein
> Erscheiningsbild auch dem Passanten positiv auffällt.


Hierbei kann die Werbegemeinschaft (Einzelhändler der Fußgängerzone)
je nach Stadt sinnvoll helfen (kommt halt darauf an, wie fiffig die
Nachbarn halt sind)

> Ich hab ihr vorgeschlagen mal zu pokern: Wenn _sie_ nicht bald
> zuschlägt, wird entweder der Preis sinken, ein anderer hats gekauft
> ooooder:
> Der Betreiber gibt Objekt und Mietvertrtag auf und sie fängt dann
> unmittelbar danach unter _neuem_ Namen an. Müsste sie aber dann -vorab-
> mit dem Vermieter klären.

Warum sollte der Vermieter dies seinem langjährigen Mieter nicht
mitteilen? Des weiteren kommt man mit linken Sachen im Ruhrgebiet
eigentlich nicht weit. D.h. selbst, wenn man so günstiger an
die Räume kommt, so können die Kunden ausbleiben... Da ist dies
hier wie ein kleines Dorf.

> Dennoch halte ich 30.000 Euro (zahlbar als eine Art Rente) für recht
> viel, 60.000 tDM dafür dass er seine gammelige Bude räumt und erstmal
> eine Totalsanierung der Räume ansteht???


Dafür gibt es ja Berater...
http://www.existenzgruender.de/newsletter/archiv_2007/03168/index.php

8<-
Dabei muss der Übergabeprozess ebenso sorgfältig geplant und vorbereitet
werden wie die Gründung eines neuen Unternehmens. Auch hier helfen die
Kammern und Verbände der Handwerksorganisation. So wurde ein Standard für
die handwerksgerechte Bewertung von Unternehmen entwickelt, der die
marktgerechte Preisfindung bei der Übergabe erleichtert. Auch bei der
Finanzierung erarbeiten die Berater des Handwerks gemeinsam mit den
Unternehmern und Nachfolgern Lösungen. Denn wirtschaftlich
überdurchschnittlich erfolgreiche Unternehmen haben auch einen
entsprechend hohen Unternehmenswert, so dass in der Regel erst einmal ein
höheres Startkapital aufgebracht werden muss als bei einer Neugründung.
8<-

cu

ralf


--
http://www.r23.de/

Heinrich Butschal

unread,
Jul 9, 2008, 2:56:24 AM7/9/08
to
Fragesteller schrieb:
....

> Ich hab ihr vorgeschlagen mal zu pokern:
> Wenn _sie_ nicht bald zuschlägt, wird entweder der Preis sinken, ein
> anderer hats gekauft ooooder:
> Der Betreiber gibt Objekt und Mietvertrtag auf und sie fängt dann
> unmittelbar danach unter _neuem_ Namen an.
> Müsste sie aber dann -vorab- mit dem Vermieter klären.

Das ist ein wichtiger Vorschlag, siehe unten.


>
> IMHO ist der Betreiber etwas phlegmatisch, er bietet ihr (sie war
> seine ehem. Azubine) das Ding schon seit Jahren zur Übernahme an,
> dennoch hat er jetzt wo er übergeben will immer noch seine
> Hausaufgaben gemacht. Seine Worte sind immer "Da werden wir uns schon
> einig..."
> Da könnte zweierlei bedeuten: Entweder er schenkt ihr das Ding
> gönnerhaft, oder er kricht was er will oder sie ist raus aus dem Deal.
> Dennoch halte ich 30.000 Euro (zahlbar als eine Art Rente) für recht
> viel, 60.000 tDM dafür dass er seine gammelige Bude räumt und erstmal
> eine Totalsanierung der Räume ansteht???

Ich würde mal eine Gegenrechnung aufstellen, was kostet es Deine Bekannte
ähnliche Räume in der Nähe zu mieten und mit moderner Technik aber
preisgünstigen Lösungen für den Anfang (Baustrahler statt teurer Fotolampen,
Digicam statt Linhoff, Drucker statt Durstvergrößerer, und bei Bedarf
ausbelichten bei einem Dienstleister)
Dann hätte sie eine Alternativlösung und kann nicht nur besser verhandeln
sondern auch mal schnell umswitchen wenn der Verkäufer sie versucht in eine
Falle zu locken.
Und der Spruch wir werden uns schon einig kann gefährlich sein, weil er
vielleicht auch verrät das der Verkäufer seine Pläne nicht offenlegen will.

Message has been deleted

Martin Dietrich

unread,
Jul 9, 2008, 9:46:47 AM7/9/08
to
Fragesteller wrote:
> Hallo zusammen,
> ich bin auch mal wieder da ;o)

[gesnippt]

Vorteile:
- ehemaliger Ausbildungsbetrieb (Kundenstamm)
- seit mehreren Jahren anderen Arbeitgeber
- Ausbildungsbetrieb existiert immer noch
- eingefahrener und somit bekannter Betrieb

Tipp:
alle Umsatzzahlen der letzten drei Jahren zzgl. Auswertung des laufenden
Jahres geben lassen und mit einem Steuerberater prüfen. Gleichfalls eine
Auflistung für das Inventar (hier kann man dann den jeweiligen Neupreis
gegenüberstellen) um den tatsächlinen Wert zu ermitteln. Dass der
Kundenstamm (Jahresumstaz) einen Verkaufswert darstellt, ist sicherlich
unbestritten. Jahresumsatz (multipliziert mitl X) und Inventar zusammen
ergeben den tatsächlichen Wert für eine Übernahme.

Wenn keine anhaltender oder extremer Kunden(Umsatz)schwund erkennbar ist,
vielleicht sogar Kunden(Umsatz)zuwachs, dürfte einer Übernahme nichts im
Wege stehen.

Hinweis:
Eine Übernahme ist allemal besser, als ein Konkurrenzbetrieb NEU im Ort
aufzubauen, denn der ehemalige Ausbildungsbetrieb wird ja nicht einfach
schließen sondern früher oder später einen Käufer (jeden Tag steht ein
Dummer auf - egal welcher Preis oder welche Qualität der Betrieb hat)
finden.

Tipp:
sollte der Betrieb sowieso schon am abnippeln sein, dann einfach clever
hinhalten, mit jedem Tag sinkt der Preis (aber steigt der Werbeetat um nach
der Übernahme wieder aufzubauen!

M@rtin


Martin Dietrich

unread,
Jul 9, 2008, 9:54:58 AM7/9/08
to
Heinrich Butschal wrote:

> Und der Spruch wir werden uns schon einig kann gefährlich sein, weil
> er vielleicht auch verrät das der Verkäufer seine Pläne nicht
> offenlegen will.

der Spruch ist immer gefährlich! JEDER welcher seinen Betrieb verkaufen will
hat hinter seiner Offerte Pläne um den besten Preis bzw. persönliche
Vorteile zu erzielen. Daran ist nichts verwerfliches.

Ein guter cleverer Käufer weis das und spürt die Hintergründe auf, ein
Neuling (z.B. Jungunternehmer bzw. angehender Unternehmer) bedient sich für
- die Zahlen eines Steuerberaters,
- den Vertrag eines Rechtsanwaltes,
- das bauliche (Miet)Objekt (bei Bedarf)
einen Bausachverständigen
- für die realistische Finanzierung ein Bank welche sein Vertrauen (auch in
Krisenzeiten) genießt.
Die Kosten sind allemal besser angelegt als sich über den Tisch ziehen zu
lassen.

M@rtin

Heinrich Butschal

unread,
Jul 9, 2008, 11:21:28 AM7/9/08
to
Rüdiger Silberer schrieb:

> Am 09.07.2008 schrieb Heinrich Butschal:
>
>
>> Ich würde mal eine Gegenrechnung aufstellen, was kostet es Deine Bekannte
>> ähnliche Räume in der Nähe zu mieten und mit moderner Technik aber
>> preisgünstigen Lösungen für den Anfang (Baustrahler statt teurer Fotolampen,
>> Digicam statt Linhoff, Drucker statt Durstvergrößerer, und bei Bedarf
>> ausbelichten bei einem Dienstleister)
>
> Sorry, aber was Du hier vorschlägst ist amateurhaftes Gestümpere im
> Gegensatz zu professionellem Arbeiten. Wer soll denn dafür Geld
> ausgeben?

Für das "Können" des Fachmannes soll der Lohn sein, nicht für sein Equipment.
Noch dazu wenn hier von Hochzeiten und Passfotos geschrieben wird, dann
dürften die Ansprüche vielleicht nicht so hoch sein.

Martin Dietrich

unread,
Jul 9, 2008, 11:34:20 AM7/9/08
to
Heinrich Butschal wrote:

> Für das "Können" des Fachmannes soll der Lohn sein, nicht für sein
> Equipment. Noch dazu wenn hier von Hochzeiten und Passfotos
> geschrieben wird, dann dürften die Ansprüche vielleicht nicht so hoch
> sein.

sag das mal dem Brautpaar!

M@rtin

Gerrit Brodmann

unread,
Jul 9, 2008, 11:43:44 AM7/9/08
to
"Martin Dietrich" <mdietr...@gmx.invalid> wrote:

Vielleicht hat es ja vorher bei ihm die Ringe gekauft, die er aus
Kostengründen aus nem Dosenverschluss gemacht hat 8-)


Oliver Henniges

unread,
Jul 9, 2008, 5:10:36 PM7/9/08
to
On 8 Jul., 20:49, Fragesteller <spamfut...@arcor.de> wrote:

> ein Bekannter hat sich
> auf Mittelalter, Larp und Fetisch spezialisiert, "echte" Portraits
> oder macht er nicht, aber seine Inszenierungen sind spitze, die Leutz
> fahren recht weit an zu ihm.

Cool. Ja, sowas kann gehen. Mein Ältester macht bisweilen Larps (wußte
vorher gar nicht daß es das gibt) und die Gothic-Scene hat hier in der
Nachbarstadt im Rahmen des Mera-Luna Festivals ein echtes highlight.

Falls Deine Freundin ein ähnlich tragfähiges überregionales Konzept
hat, wäre die Übernahme des Betriebes nur eine Übergangslösung, um bis
zum Zünd-Zeitpunkt eine regelmäßige Einnahmequelle zu haben. Frage
aber dann:

1) Hat sie ein solches Konzept?
2) Wie marketed man das?
3) Warum dann die Übernahme eines Betriebes: kann man das nicht auch
vom Wohnzimmer aus machen, anonym/pseudonym viral vermarkten und das
Gewerbe einfach starten, ohne den aktuellen Arbeitgeber in Kenntnis zu
setzen?

Message has been deleted

Gerrit Brodmann

unread,
Jul 9, 2008, 8:42:53 PM7/9/08
to
Oliver Henniges <in...@krieger-peine.de> wrote:

>On 8 Jul., 20:49, Fragesteller <spamfut...@arcor.de> wrote:
>
>> ein Bekannter hat sich
>> auf Mittelalter, Larp und Fetisch spezialisiert, "echte" Portraits
>> oder macht er nicht, aber seine Inszenierungen sind spitze, die Leutz
>> fahren recht weit an zu ihm.
>
>Cool. Ja, sowas kann gehen. Mein Ältester macht bisweilen Larps (wußte
>vorher gar nicht daß es das gibt) und die Gothic-Scene hat hier in der
>Nachbarstadt im Rahmen des Mera-Luna Festivals ein echtes highlight.

Aber die Szene ist überlaufen von vielen Möchtegernmodellen und
ebensolchen Knipsern. Wenn Du Dich mal in entsprechenden Foren
umschaust, merkst Du es schnell.

Ich mach im LARP mein eigenes Ding, allerdings sehe ich es eher als
Projekt und Spaß. Davon leben werd ich so schnell nicht können, eher
noch weiter draufzahlen.

Die Leute geben eher 300 Euro und mehr für ein Gummischwert aus als
nen Hunni für ne Fotosession.


Heinrich Butschal

unread,
Jul 10, 2008, 3:04:11 AM7/10/08
to
Martin Dietrich schrieb:

Die arrangierten meist etwas zu steifen Hochzeitsbilder in mittel bis
großformatigen Abzügen, sind eigentlich Klassiker die trotz Handyknipsern
immer wieder genommen werden.
Und hier ist das Auge des Fotographen für das Arrangement, die kosmetische
Vorbereitung des Brautpaares, sein Studio mit Hintergründen und Ausleuchtung,
und seine Fähigkeiten bei der Retusche gefragt.
Diejenigen die meinen, das selbst machen zu können, werden sich auch durch
teure Studiogeräte nicht überzeugen lassen.

Anders mag es sein bei Aufträgen der Industrie oder Werbebranche, die
großformatige Bilder will, da kann das relativ preiswerte Digitalequipment
unter Umständen nicht reichen. Von letzteren Aufträgen war hier aber nicht die
Rede und wenn, dann muss man halt durchrechnen ob sich vom Auftragsvolumen her
die Anschaffung lohnt.

Oliver Henniges

unread,
Jul 10, 2008, 2:44:17 PM7/10/08
to
On 10 Jul., 02:42, gerrit.brodm...@gmx.de (Gerrit Brodmann) wrote:

> Aber die Szene ist überlaufen von vielen Möchtegernmodellen und
> ebensolchen Knipsern.

Das mag gut sein. Es ging aber doch um die Idee der Nische als
solches. Jedenfalls habe ich das so verstanden.

OPs Freundin braucht jedenfalls für die Zukunft so ein Nischen-Konzept
mit überregionalem Vertrieb, sonst würde ich aus den vielen bereits
genannten Gründen im Fotografiebereich doch eher die Finger davon
lassen; aber da verstehst Du sicher erheblich mehr von.

Fragesteller

unread,
Jul 10, 2008, 2:47:47 PM7/10/08
to
On 10 Jul., 09:04, Heinrich Butschal <debsnews.ohne-d...@butschal.de>
wrote:

> Martin Dietrich schrieb:
>
> > Heinrich Butschal wrote:
>
> >> Für das "Können" des Fachmannes soll der Lohn sein, nicht für sein
> >> Equipment. Noch dazu wenn hier von Hochzeiten und Passfotos
> >> geschrieben wird, dann dürften die Ansprüche vielleicht nicht so hoch
> >> sein.
>
> > sag das mal dem Brautpaar!

Allerdings!
Hier ist mal die "vielleicht Täterin" schreibe auf Ollis account.
Erstmal DANKE für die ganzen Antworten und Hilfreichen Tipps!
Mit Baustrahlern werde ich mich nicht als Profifotograf hinstellen.
Das kann ich auch mit schrömmeliger IKEA Couch im Garten meiner Eltern
oder sonst wo. Ich bin seit 4 Jahren Gesellin und bin mit ausnahme von
drei Monaten AL nach der Ausbildung in diesem Beruf tätig! Gerstern
war ein wunderbarer Bericht im Stern TV. Es ging um eine Dame die
zuhause Erotikfotos von sich gemacht haben wollte. Dafür hat sie sich
im Auftrag von RTL 7 "Fotografen" kommen lassen in der Preisklasse von
50 bis 250 Euro. Niemand von denen hat gute Arbeit geleistet, wie
auch?! Mit ein paar Baulampen in einer Neubau- "Schuhkarton" Wohnung.
Das sind die Leute die einem Profi das Geschäft kaputt machen. So auch
von Tom Pocher (Innungsobermeister Köln) bestätigt.
Da gehe ich nicht hin und fange mit einer Ausrüstung an die jeder Depp
im Baumarkt kaufen kann und meint er wäre jetzt Fotograf.
Wenn ich das Studio übernehmen sollte oder ein neues aufmache dann nur
unter abolut Professionellen Vorraussetzungen! Ich frage mich ja jetzt
schon ob ich für den Anfang mit meiner 10 D Passbilder machen kann
oder ob mich meine Kunden dann auslachen. Technisch sind die Bilder
mit dieser Kamera einwandfrei, sie ist halt nur drei Jahre alt und
jeder Amatuer mit einer DSLR hat das moderne Gerät....
>

>
> Anders mag es sein bei Aufträgen der Industrie oder Werbebranche, die
> großformatige Bilder will, da kann das relativ preiswerte Digitalequipment
> unter Umständen nicht reichen. Von letzteren Aufträgen war hier aber nicht die
> Rede und wenn, dann muss man halt durchrechnen ob sich vom Auftragsvolumen her
> die Anschaffung lohnt.

Ist die Frage, ich habe mir wie gesagt schon reiflioche Überlegungen
zum Equipment gemacht und weiß was meine mindest Anforderungen sind.
Damit ließe sich auch Werbung fotografieren in einer Qualität die für
Plakatwäne reicht. Hab ja meinen momentanen Chef im Kopf der mit
deeiner Ausrüstung alles mögliche macht und das in sehr guter
Qualität....


>
> Mit freundlichem Gruß,
> Heinrich Butschal
> --
> Schmuck  Gutachter und Schmuckverkaufhttp://www.butschal.de
> Schmuck nach Maß anfertigenhttp://www.meister-atelier.de
> Firmengeschenke und Ehrennadelnhttp://www.goldschmiede-meister.com

> Schmuckmanufakturhttp://www.schmuckfabrik.de

Gerrit Brodmann

unread,
Jul 10, 2008, 5:25:11 PM7/10/08
to
Fragesteller <spamf...@arcor.de> wrote:

>Wenn ich das Studio übernehmen sollte oder ein neues aufmache dann nur
>unter abolut Professionellen Vorraussetzungen! Ich frage mich ja jetzt
>schon ob ich für den Anfang mit meiner 10 D Passbilder machen kann
>oder ob mich meine Kunden dann auslachen. Technisch sind die Bilder
>mit dieser Kamera einwandfrei, sie ist halt nur drei Jahre alt und
>jeder Amatuer mit einer DSLR hat das moderne Gerät....

Und?

Ich hab nur auf die 5er aufgerrüstet, weil mir die 10er mit dem APS
Format auf dem Senkel ging. Man kann damit nicht gut manuell
scharfstellen. Ansonsten hab ich damit schon A1 Poster gemacht und ein
Bild hängt in 4x6 Meter an eienr Hauswand (bzw hing)

Gerrit Brodmann

unread,
Jul 10, 2008, 5:28:31 PM7/10/08
to
Oliver Henniges <in...@krieger-peine.de> wrote:

>On 10 Jul., 02:42, gerrit.brodm...@gmx.de (Gerrit Brodmann) wrote:
>
>> Aber die Szene ist überlaufen von vielen Möchtegernmodellen und
>> ebensolchen Knipsern.
>
>Das mag gut sein. Es ging aber doch um die Idee der Nische als
>solches. Jedenfalls habe ich das so verstanden.

Naja, aber in dem Bereich würde ich niemanden raten dieses als
"Niesche" anzusehen. Das ist so als ob Du jmd als Niesche
Kindergartenfotos oder Konzertfotos nahelegst.


>OPs Freundin braucht jedenfalls für die Zukunft so ein Nischen-Konzept
>mit überregionalem Vertrieb, sonst würde ich aus den vielen bereits
>genannten Gründen im Fotografiebereich doch eher die Finger davon
>lassen; aber da verstehst Du sicher erheblich mehr von.


Sie muß ihre Auftraggeber/Abnehmer finden, das muß nicht mal
überregional sein


Heinrich Butschal

unread,
Jul 11, 2008, 1:46:15 AM7/11/08
to
Fragesteller schrieb:

> On 10 Jul., 09:04, Heinrich Butschal <debsnews.ohne-d...@butschal.de>
> wrote:
>> Martin Dietrich schrieb:
>>
>>> Heinrich Butschal wrote:
>>>> Für das "Können" des Fachmannes soll der Lohn sein, nicht für sein
>>>> Equipment. Noch dazu wenn hier von Hochzeiten und Passfotos
>>>> geschrieben wird, dann dürften die Ansprüche vielleicht nicht so hoch
>>>> sein.
>>> sag das mal dem Brautpaar!
>
> Allerdings!
> Hier ist mal die "vielleicht Täterin" schreibe auf Ollis account.
> Erstmal DANKE für die ganzen Antworten und Hilfreichen Tipps!
> Mit Baustrahlern werde ich mich nicht als Profifotograf hinstellen.

Ok dann nicht, sollte ja nur ein Beispiel sein, vielleicht kann man auch von
einer Filmproduktion gebrauchte Filmleuchten günstig erwerben.

> Das kann ich auch mit schrömmeliger IKEA Couch im Garten meiner Eltern
> oder sonst wo. Ich bin seit 4 Jahren Gesellin und bin mit ausnahme von
> drei Monaten AL nach der Ausbildung in diesem Beruf tätig! Gerstern
> war ein wunderbarer Bericht im Stern TV. Es ging um eine Dame die
> zuhause Erotikfotos von sich gemacht haben wollte. Dafür hat sie sich
> im Auftrag von RTL 7 "Fotografen" kommen lassen in der Preisklasse von
> 50 bis 250 Euro. Niemand von denen hat gute Arbeit geleistet, wie
> auch?! Mit ein paar Baulampen in einer Neubau- "Schuhkarton" Wohnung.

Hier irrst Du vermutlich, sagt meine Glaskugel, an den Lampen kann es nicht
gelegen haben. :-)

> Das sind die Leute die einem Profi das Geschäft kaputt machen. So auch
> von Tom Pocher (Innungsobermeister Köln) bestätigt.

Mangelnde Professionalität zeigt sich nicht in erster Linie an der Qualität
der Ausrüstung. Es ist mir schon klar das man mit besserer Ausrüstung
schneller und leichter zu professionellen Ergebnissen kommt. Als
Goldschmiedemeister liebe ich geradezu einige meiner Werkzeuge und
Einrichtungen auch oder gerade dann wenn sie selbst gebaut und auf höchste
Produktqualität optimiert sind.
Allerdings konnte mein Vater, ein begnadeter Goldschmdiemeister und Künstler,
auf einem Restauranttisch im Urlaub in Norwegen einen kleinen Diamanten in
einem Goldring mit der Ecke des Zinkens einer Gabel fassen. Das kann nur der
Fachmann und der macht auch aus einfachen Geräten ein Profiwerkzeug.

> Da gehe ich nicht hin und fange mit einer Ausrüstung an die jeder Depp
> im Baumarkt kaufen kann und meint er wäre jetzt Fotograf.

Rechne mal anders rum:
Nicht jeder Depp hat Deine Ausbildung und Kenntnisse. Und wenn er ohne Deine
Kenntnisse genau so gute Ergebnisse mit Baumarktlösungen erzielen kann, dann
würde ich den Berufswunsch überdenken.
Das meine ich ernst, ich habe zwei Firmen erlebt, die mit teuren
Fotosatzmaschinen, die sie über mehr als ein Jahrzehnt abgezahlt haben, sich
die Nächte mit Aufträgen um die Ohren geschlagen haben und die Meinung stets
vertraten das PC und Drucker niemals eine Konkurrenz für deren typische
Kleinaufträge im gewerblichen Bereich werden könnten.
Deren Anfangsinvestitionen lagen im Berich von 200 bis 300 tausend DM und sie
haben mit 0 aufgehört als die Geräte, hoffnungslos veraltet und unzeitgemäß,
gerade Abgezahlt waren.

> Wenn ich das Studio übernehmen sollte oder ein neues aufmache dann nur
> unter abolut Professionellen Vorraussetzungen!

Aufstampf.
Gerade gestern Abend habe ich eine Sendung im Fernsehen gesehen mit einer fast
pleite gegangenen Friseurmeisterin, die sehr professionell gearbeitet hat aber
nur langsam und anfangs unwillig mit einem Berater erkannte, das einen
Wirtschaftsbetrieb zu leiten auch kaufmännische Kenntnisse erfordert und das
diese Priorität haben.

> Ich frage mich ja jetzt
> schon ob ich für den Anfang mit meiner 10 D Passbilder machen kann
> oder ob mich meine Kunden dann auslachen. Technisch sind die Bilder
> mit dieser Kamera einwandfrei, sie ist halt nur drei Jahre alt und
> jeder Amatuer mit einer DSLR hat das moderne Gerät....

Tja, hier setzen sie schon ein, die Zweifel.

>> Anders mag es sein bei Aufträgen der Industrie oder Werbebranche, die
>> großformatige Bilder will, da kann das relativ preiswerte Digitalequipment
>> unter Umständen nicht reichen. Von letzteren Aufträgen war hier aber nicht die
>> Rede und wenn, dann muss man halt durchrechnen ob sich vom Auftragsvolumen her
>> die Anschaffung lohnt.
> Ist die Frage, ich habe mir wie gesagt schon reiflioche Überlegungen
> zum Equipment gemacht und weiß was meine mindest Anforderungen sind.
> Damit ließe sich auch Werbung fotografieren in einer Qualität die für
> Plakatwäne reicht. Hab ja meinen momentanen Chef im Kopf der mit
> deeiner Ausrüstung alles mögliche macht und das in sehr guter
> Qualität....

Ich spreche mich ja in keinster Weise gegen gutes Equipment aus. Nur, um es
betriebswirtschaftlich zu bewerten, es muss sich im Abschreibungszeitraum auch
bezahlt machen.

Und für eine Profilampe zahlt man deutlich über 1000 Euro und dies muss halt
auch erst verdient werden.

P.S.
Verdienst ist nicht der Umsatz, rechne z.B. mit 10% vom Umsatz. D.h. wenn Du
eine Lampe für 2000 Euro anschaffst, statt einer für 50,- Euro musst Du 1950,-
x 10 = 19.500,- Euro Umsatz mit Deinen Aufträgen machen damit die Lampe
verdient ist. Dann erst, fängt der Gewinn (aus dieser Lampe) an.

>> Mit freundlichem Gruß,
>> Heinrich Butschal
>> --
>> Schmuck Gutachter und Schmuckverkaufhttp://www.butschal.de
>> Schmuck nach Maß anfertigenhttp://www.meister-atelier.de
>> Firmengeschenke und Ehrennadelnhttp://www.goldschmiede-meister.com
>> Schmuckmanufakturhttp://www.schmuckfabrik.de
>> Schmuck gut verkaufen und günstig kaufenhttp://www.schmuck-boerse.com
>


Mit freundlichem Gruß,
Heinrich Butschal
--

Schmuck Gutachter und Schmuckverkauf http://www.butschal.de
Schmuck nach Maß anfertigen http://www.meister-atelier.de
Firmengeschenke und Ehrennadeln http://www.goldschmiede-meister.com

Schmuckmanufaktur http://www.schmuckfabrik.de

Lutz Schulze

unread,
Jul 11, 2008, 2:05:54 AM7/11/08
to
Am Fri, 11 Jul 2008 07:46:15 +0200 schrieb Heinrich Butschal:

> Ich spreche mich ja in keinster Weise gegen gutes Equipment aus. Nur, um es
> betriebswirtschaftlich zu bewerten, es muss sich im Abschreibungszeitraum auch
> bezahlt machen.
>
> Und für eine Profilampe zahlt man deutlich über 1000 Euro und dies muss halt
> auch erst verdient werden.
>
> P.S.
> Verdienst ist nicht der Umsatz, rechne z.B. mit 10% vom Umsatz. D.h. wenn Du
> eine Lampe für 2000 Euro anschaffst, statt einer für 50,- Euro musst Du 1950,-
> x 10 = 19.500,- Euro Umsatz mit Deinen Aufträgen machen damit die Lampe
> verdient ist. Dann erst, fängt der Gewinn (aus dieser Lampe) an.

Ich hatte mal einen Chef, der hatte eine Nase für gute Geschäfte, war aber
kaufmännisch nicht besonders interessiert.

Einer seiner Leitsätze war: 'was ich nicht ausgebe muß ich nicht 10fach als
Umsatz haben'. Alle Investitionen über 100 DM wurden also von ihm selbst
genehmigt. Damit erledigten sich viel Wünsche von selbst ;-)

Die Firma wuchs innerhalb 9 Jahren die ich dort war von 70 auf ca. 800
Mitarbeiter, er regierte mit recht harter Hand und hat immer gut verdient.

Als er sich zurückzog wurden schnell die internen Telefonlisten immer
länger, die kosten stiegen, der Umsatz stagnierte und ging kurz später
erheblich zurück, der Gewinn ging unter Null -> Übernahme.

Lutz

--
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Martin Hentrich

unread,
Jul 11, 2008, 2:40:32 AM7/11/08
to
On Thu, 10 Jul 2008 11:47:47 -0700 (PDT), Fragesteller
<spamf...@arcor.de> wrote:

>Da gehe ich nicht hin und fange mit einer Ausrüstung an die jeder Depp
>im Baumarkt kaufen kann und meint er wäre jetzt Fotograf.

Stimmt, nicht jeder Depp mit einer billigen Ausrüstung ist ein
Fotograf.

>Wenn ich das Studio übernehmen sollte oder ein neues aufmache dann nur
>unter abolut Professionellen Vorraussetzungen!

Es stimmt aber auch, dass eine 1A Profi-Ausrüstung aus einem Depp noch
keinen Fotografen macht.

Ist nicht eher der ein wirklich guter Fotograf, der mit einer 1B
Ausrüstung vom Kunden als toll empfundene Ergebnisse abliefert?

Und zu den absolut professionellen Voraussetzungen gehört auch der
Businessplan samt Liquiditätsvorschau unter Beachtung realistischer
Annahmen für das tatsächliche Geschäft.

Aber du weißt ja selbst, dass du irgendwo Kompromisse machen mußt.

Martin

--
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass der Föderalismus
im Bildungswesen abgeschafft werden muss!

Joachim Bussmann

unread,
Jul 11, 2008, 5:13:19 AM7/11/08
to
Moin Heinrich,

>> Mit Baustrahlern werde ich mich nicht als Profifotograf hinstellen.
>
> Ok dann nicht, sollte ja nur ein Beispiel sein, vielleicht kann man auch von
> einer Filmproduktion gebrauchte Filmleuchten günstig erwerben.

Warum sollte sie das machen? Heißes Licht ist in vielen Fällen nur
unpraktisch: Farbtemperatur stimmt nicht, groß und schwer, hoher
Stromverbrauch, Umgebung wird stark aufgeheizt ... und, wenn man
entsprechend viel Licht will, auch nicht billig.

Für zwei oder drei kleine Studioblitzköpfe nebst Stativen und einigen
einfachen Lichtformern muss man kein Vermögen ausgeben, schaue einfach
spasseshalber mal unter 'Hensel'...

Kostenbewusst klein anfangen ist sicher in Ordnung, aber man sollte
auch nicht am falschen Ende sparen.

Gruss
Joachim

Joachim Bussmann

unread,
Jul 11, 2008, 5:50:00 AM7/11/08
to
Moin ???,

> Da gehe ich nicht hin und fange mit einer Ausrüstung an die jeder Depp
> im Baumarkt kaufen kann und meint er wäre jetzt Fotograf.

Warum nicht? Wenn das Zubehör aus dem Baumarkt seinen Zweck erfüllt
und das Ergebnis stimmt ... was spricht dagegen?

> Wenn ich das Studio übernehmen sollte oder ein neues aufmache dann nur
> unter abolut Professionellen Vorraussetzungen! Ich frage mich ja jetzt
> schon ob ich für den Anfang mit meiner 10 D Passbilder machen kann
> oder ob mich meine Kunden dann auslachen. Technisch sind die Bilder
> mit dieser Kamera einwandfrei, sie ist halt nur drei Jahre alt und
> jeder Amatuer mit einer DSLR hat das moderne Gerät....

Willst Du professionell fotografieren oder soll es nur profi-mässig
aussehen? Deinen Passbildkunden ist es völlig schnuppe, ob die Kamera
schon 3 Jahre alt ist ... die wollen ein möglichst gutes Passbild,
mehr nicht.


Gruss
Joachim

Martina Schenk

unread,
Jul 11, 2008, 8:21:47 AM7/11/08
to
Hallo Fragestellerin,

>Das sind die Leute die einem Profi das Geschäft kaputt machen. So auch
von Tom Pocher (Innungsobermeister Köln) bestätigt.<

Korrektur - das sind "nicht" die Leute die Dir das Geschäft kaputt machen,
sie haben nur ihre eigene Geschäftsidee entdeckt; war eine Zeitlang ähnlich
bei Wäbdesignern. In erster Linie sind es die Auftraggeber, welche diese
Leute einem (meist teureren) Profi vorziehen. Qualität interessiert die
meisten Normalsterblichen erst nachrangig, entscheidend ist immer und zuerst
der Preis. Daran kannst Du erkennen, das hohe Qualität nicht immer der
ausschlaggebende Punkt für einen Auftrag darstellt.. Dies war auch der
zugrundeliegende Aspekt meiner ersten Antwort an den OP. Wenn Du allerdings
ein Alleinstellungsmerkmal (Du schaffst es Dich bzw. Deine Arbeit zu zu
verkaufen -Du bietest einen besonderen Service an etc.) aufweisen kannst und
dieses auch noch dem Zeitgeist entspricht, hast Du zumindest die erste Zeit,
bis Nachahmer auf dem Plan stehen, einen einigermassen kalkulierbaren
Umsatz. Nur nützt Dir das herzlich wenig, wenn Du vorne- also vor
Geschäftsübernahme- nicht genau kalkuliert und abwägst, was Du finanziell
wie stemmen und wie lange überleben kannst.

Grüße
Martina

Gerrit Brodmann

unread,
Jul 11, 2008, 9:24:11 AM7/11/08
to
Heinrich Butschal <debsnews....@butschal.de> wrote:

>Fragesteller schrieb:
>> On 10 Jul., 09:04, Heinrich Butschal <debsnews.ohne-d...@butschal.de>
>> wrote:
>>> Martin Dietrich schrieb:
>>>
>>>> Heinrich Butschal wrote:
>>>>> Für das "Können" des Fachmannes soll der Lohn sein, nicht für sein
>>>>> Equipment. Noch dazu wenn hier von Hochzeiten und Passfotos
>>>>> geschrieben wird, dann dürften die Ansprüche vielleicht nicht so hoch
>>>>> sein.
>>>> sag das mal dem Brautpaar!
>>
>> Allerdings!
>> Hier ist mal die "vielleicht Täterin" schreibe auf Ollis account.
>> Erstmal DANKE für die ganzen Antworten und Hilfreichen Tipps!
>> Mit Baustrahlern werde ich mich nicht als Profifotograf hinstellen.
>
>Ok dann nicht, sollte ja nur ein Beispiel sein, vielleicht kann man auch von
>einer Filmproduktion gebrauchte Filmleuchten günstig erwerben.

Oder der lokale Chemiehandel hat ein Kilo Magnesium über... ^^

Ich nehme an, Du kaufst auch billigst alte Quecksilberthermometer, um
dann das Gold aus dem Erz selber zu gewinnen?

>> Das kann ich auch mit schrömmeliger IKEA Couch im Garten meiner Eltern
>> oder sonst wo. Ich bin seit 4 Jahren Gesellin und bin mit ausnahme von
>> drei Monaten AL nach der Ausbildung in diesem Beruf tätig! Gerstern
>> war ein wunderbarer Bericht im Stern TV. Es ging um eine Dame die
>> zuhause Erotikfotos von sich gemacht haben wollte. Dafür hat sie sich
>> im Auftrag von RTL 7 "Fotografen" kommen lassen in der Preisklasse von
>> 50 bis 250 Euro. Niemand von denen hat gute Arbeit geleistet, wie
>> auch?! Mit ein paar Baulampen in einer Neubau- "Schuhkarton" Wohnung.
>
>Hier irrst Du vermutlich, sagt meine Glaskugel, an den Lampen kann es nicht
>gelegen haben. :-)

Doch, denn mit denen bekommst Du nur bescheidenes Licht. Selbst ein
kleiner Studioblitz ist heller als der übliche 500W Baustrahler und
erzeugt auch nicht so viel wärme, daß einem die Modelle vor der Kamera
zerfliessen.

>> Das sind die Leute die einem Profi das Geschäft kaputt machen. So auch
>> von Tom Pocher (Innungsobermeister Köln) bestätigt.
>
>Mangelnde Professionalität zeigt sich nicht in erster Linie an der Qualität
>der Ausrüstung.

Jo, sie zeigt sich an Deinen Ratschlägen.

Eine kleine Studioblitzanlage bekommst Du für wenig Geld, entweder für
den Anfang was Gebrauchtes oder notfalls noname Chinaware (immer noch
besser als Baustrahler, wenn Du damit bei Kunden aufschlagen willst)

>Es ist mir schon klar das man mit besserer Ausrüstung
>schneller und leichter zu professionellen Ergebnissen kommt. Als
>Goldschmiedemeister liebe ich geradezu einige meiner Werkzeuge und
>Einrichtungen auch oder gerade dann wenn sie selbst gebaut und auf höchste
>Produktqualität optimiert sind.
>Allerdings konnte mein Vater, ein begnadeter Goldschmdiemeister und Künstler,
>auf einem Restauranttisch im Urlaub in Norwegen einen kleinen Diamanten in
>einem Goldring mit der Ecke des Zinkens einer Gabel fassen. Das kann nur der
>Fachmann und der macht auch aus einfachen Geräten ein Profiwerkzeug.

Und aus dem Grunde rätst Du jedem Goldschmied sich lieber eine Gabel
zu kaufen?


...
>Ich spreche mich ja in keinster Weise gegen gutes Equipment aus. Nur, um es
>betriebswirtschaftlich zu bewerten, es muss sich im Abschreibungszeitraum auch
>bezahlt machen.
>
>Und für eine Profilampe zahlt man deutlich über 1000 Euro und dies muss halt
>auch erst verdient werden.

Wow, mal wieder typischer Fall von Nuhr...

Für 1000 Euro bekommst Du gebraucht eine komplette
Marken-Studioblitzanlage oder eben so viel Chinamüll, daß Du
mindestens 2 Blitze als Notfallreserve mitkaufen kannst.

>P.S.
>Verdienst ist nicht der Umsatz, rechne z.B. mit 10% vom Umsatz. D.h. wenn Du
>eine Lampe für 2000 Euro anschaffst, statt einer für 50,- Euro musst Du 1950,-
>x 10 = 19.500,- Euro Umsatz mit Deinen Aufträgen machen damit die Lampe
>verdient ist. Dann erst, fängt der Gewinn (aus dieser Lampe) an.

Auch diese Aussage ist so pauschal Blödsinn.

Gerrit Brodmann

unread,
Jul 11, 2008, 9:27:40 AM7/11/08
to
Joachim Bussmann <bussmann....@gmx.de> wrote:

>
>> Da gehe ich nicht hin und fange mit einer Ausrüstung an die jeder Depp
>> im Baumarkt kaufen kann und meint er wäre jetzt Fotograf.
>
>Warum nicht? Wenn das Zubehör aus dem Baumarkt seinen Zweck erfüllt
>und das Ergebnis stimmt ... was spricht dagegen?

Sie erfüllt ihren Zweck eben nicht. Schau Dir mal an von wem dieser
Tip kam. Vielleicht rät Heinrich den Goldschmideanfängern ja auch sich
lieber eine Gabel statt einer Zange zu kaufen?


Frank Husel

unread,
Jul 11, 2008, 10:04:13 AM7/11/08
to
Fragesteller schrieb:
> Mit 1000 Euro für Miete, NK, Versicherungen, und und und hatte ich
> meine Bekannte schon vertraut gemacht, klar ist auch dass die
> Kostenseite häufig nach oben offen ist, die Gewinne hingegen
> komischerweise immer geringer werden...

Mal überlegt, die Risiken zu minimieren, in man die Kosten drückt,
indem sie z.B. im Hinterzimmer ihres Studios wohnt? Vielleicht
wäre da ein Neuanfang mit einem anderen geeigneten Standort besser?


> Sie arbeitet -unterbezahlt wie alle Fotografen- bisher in einem Studio
> in einer anderen Großstadt und will sich jetzt selbst verwirklichen.
> Fakt ist dass sie gut ist und was kann, nur leider honoriert das ihr
> Chef nicht

> Aufgrund ihres Bekanntheitsgrades _hier vor Ort_ durch ihre berufliche
> Studioarbeit kann sie nicht "nebenbei" arbeiten ohne dass ihr Chef das

Das ist doch schon eine ganz gute Starthilfe, wenn sie selbst ihre
Kundschaft schon mitbringt.

> Und mom. braucht sie den Job einfach noch.

Und dann will sie das Risiko der Selbständigkeit eingehen? Mit
einer Last von 30.000 Euro?
Und was heißt hier "braucht den Job"? Zum Überleben? Zum
Kapitalbilden?


> Ansonsten hast Du klar recht:
> Ein stehendes Geschäft zu übernehmen bringt Vorteile, man hat aber die
> Ablöse an der backe...

Wenn man aber mit gutem Timing in eine Lücke reinspringt, dann sind
die Chancen auch nicht schlecht.


> Bei der Standortfrage ist es auch nicht ganz unwichtig welche
> nachbarschaft angesiedelt ist, ein Fotograf im Rotlichtviertel wird


> Insofern ist es nicht unerheblich welches Klientel die Strasse
> frequentiert.

> Wichtig ist halt _dass_ der Laden gefunden wird und durch sein
> Erscheiningsbild auch dem Passanten positiv auffällt.

Mehrere Schaukästen mit verständlicher Wegbeschreibung zu einem
besser geeigneten Standort genügen nicht? Oder jemanden suchen, der
selbst so einen Schaukasten gemietet hat oder mieten will, dem das
aber allein zu teuer ist, und mit dem man das teilen kann? Wär das
keine Lösung?


> @Martin Hotze:
>>IMHO meint ein Verkäufer dass seine Firma immer mehr Wert ist als sie
>>kalkulierter weise tatsächlich Wert ist.


> Ich hab ihr vorgeschlagen mal zu pokern:
> Wenn _sie_ nicht bald zuschlägt, wird entweder der Preis sinken, ein
> anderer hats gekauft ooooder:
> Der Betreiber gibt Objekt und Mietvertrtag auf und sie fängt dann
> unmittelbar danach unter _neuem_ Namen an.
> Müsste sie aber dann -vorab- mit dem Vermieter klären.

Sie macht einen Mietvertrag mit dem Vermieter. Was der Altmieter
dazu meint, ist unerheblich. Was der Neumieter nicht will,
muss der Altmieter entsorgen. Basta.

>
>
> IMHO ist der Betreiber etwas phlegmatisch, er bietet ihr (sie war
> seine ehem. Azubine) das Ding schon seit Jahren zur Übernahme an,
> dennoch hat er jetzt wo er übergeben will immer noch seine
> Hausaufgaben gemacht. Seine Worte sind immer "Da werden wir uns schon
> einig..."

Sie soll sich auf gar keine Fall aus Sentimentalität oder falsch
verstandener Dankbarkeit zum ehemaligen Ausbilder in Schulden stürzen.
Das wäre fatal.
So langsam gewinnt man den Eindruck, das sei so.


> Da könnte zweierlei bedeuten: Entweder er schenkt ihr das Ding
> gönnerhaft, oder er kricht was er will oder sie ist raus aus dem Deal.

Sie muss sich halt fragen, ob die alte Ausrüstung wirklich das ist,
was sie unbedingt von Anfang an braucht, oder ob sie nicht ein-
geschränkt anfängt und schrittweise das hinzukauft, was grade für
einen lukrativen Auftrag benötigt wird. Das muss sie als Fachfrau
doch selbst am besten beurteilen können.
Vielleicht kann sie ja mit einer beschränkten Grundausrüstung von
ein paar Tausend Euro schon einen Großteil der möglichen erwarteten
Aufträge übernehmen und muss nur wenige Leute abweisen? Das wäre
die bessere Lösung.


> Dennoch halte ich 30.000 Euro (zahlbar als eine Art Rente) für recht
> viel, 60.000 tDM dafür dass er seine gammelige Bude räumt und erstmal
> eine Totalsanierung der Räume ansteht???

Es IST viel, und offenbar reicht es ja nicht einmal aus.


Wenn ich mich selbständig machen wollte, dann würde ich auf jeden
Fall die Priorität darauf legen, alle Risiken zu minimieren und
die Kosten zu drücken, wo es nur geht, auch auf die Gefahr hin,
mir die Kundschaft erst (zurück)erobern zu müssen.

Auf jeden Fall am Anfang versuchen, Kapital zu bilden, anstatt
sich in Schulden zu stürzen.


Frank


Heinrich Butschal

unread,
Jul 11, 2008, 10:08:20 AM7/11/08
to
Frank Husel schrieb:
...

> Wenn ich mich selbständig machen wollte, dann würde ich auf jeden
> Fall die Priorität darauf legen, alle Risiken zu minimieren und
> die Kosten zu drücken, wo es nur geht, auch auf die Gefahr hin,
> mir die Kundschaft erst (zurück)erobern zu müssen.
>
> Auf jeden Fall am Anfang versuchen, Kapital zu bilden, anstatt
> sich in Schulden zu stürzen.
>
Full ACK

Heinrich Butschal

unread,
Jul 11, 2008, 10:14:26 AM7/11/08
to
Joachim Bussmann schrieb:

> Moin Heinrich,
>
>>> Mit Baustrahlern werde ich mich nicht als Profifotograf hinstellen.
>> Ok dann nicht, sollte ja nur ein Beispiel sein, vielleicht kann man auch von
>> einer Filmproduktion gebrauchte Filmleuchten günstig erwerben.
>
> Warum sollte sie das machen? Heißes Licht ist in vielen Fällen nur
> unpraktisch: Farbtemperatur stimmt nicht, groß und schwer, hoher
> Stromverbrauch, Umgebung wird stark aufgeheizt ... und, wenn man
> entsprechend viel Licht will, auch nicht billig.
>
> Für zwei oder drei kleine Studioblitzköpfe nebst Stativen und einigen
> einfachen Lichtformern muss man kein Vermögen ausgeben, schaue einfach
> spasseshalber mal unter 'Hensel'...

Ich bin kein Fotograf und daher auf diese Idee nicht gekommen, es sollten nur
Beispiele sein. Aber wenn das geht dann ist das natürlich die bessere Lösung
und auch die billigere.
Ich habe im Hinterkopf ein Dutzend Neonlichtbaustrahler mit Klebefolie
abgeklebt, damit die Farbtemperatur nicht zu kalt wird und das Licht
gleichmäßger fällt. Solche Flächenstrahler sind stromsparend und kosten je ca.
30 Euro.

> Kostenbewusst klein anfangen ist sicher in Ordnung, aber man sollte
> auch nicht am falschen Ende sparen.

Klar, wenn man kreativ ist und weis was am Ende herauskommen soll kann man
sicherlich auch gute und günstige Lösungen finden.

Heinrich Butschal

unread,
Jul 11, 2008, 10:16:20 AM7/11/08
to
Lutz Schulze schrieb:

> Am Fri, 11 Jul 2008 07:46:15 +0200 schrieb Heinrich Butschal:
>
>> Ich spreche mich ja in keinster Weise gegen gutes Equipment aus. Nur, um es
>> betriebswirtschaftlich zu bewerten, es muss sich im Abschreibungszeitraum auch
>> bezahlt machen.
>>
>> Und für eine Profilampe zahlt man deutlich über 1000 Euro und dies muss halt
>> auch erst verdient werden.
>>
>> P.S.
>> Verdienst ist nicht der Umsatz, rechne z.B. mit 10% vom Umsatz. D.h. wenn Du
>> eine Lampe für 2000 Euro anschaffst, statt einer für 50,- Euro musst Du 1950,-
>> x 10 = 19.500,- Euro Umsatz mit Deinen Aufträgen machen damit die Lampe
>> verdient ist. Dann erst, fängt der Gewinn (aus dieser Lampe) an.
>
> Ich hatte mal einen Chef, der hatte eine Nase für gute Geschäfte, war aber
> kaufmännisch nicht besonders interessiert.

Scheinbar Doch wie Du weiter unten beschreibst. :-)

> Einer seiner Leitsätze war: 'was ich nicht ausgebe muß ich nicht 10fach als
> Umsatz haben'. Alle Investitionen über 100 DM wurden also von ihm selbst
> genehmigt. Damit erledigten sich viel Wünsche von selbst ;-)
>
> Die Firma wuchs innerhalb 9 Jahren die ich dort war von 70 auf ca. 800
> Mitarbeiter, er regierte mit recht harter Hand und hat immer gut verdient.

Na also.

> Als er sich zurückzog wurden schnell die internen Telefonlisten immer
> länger, die kosten stiegen, der Umsatz stagnierte und ging kurz später
> erheblich zurück, der Gewinn ging unter Null -> Übernahme.

Mag es am Nachfolger gelegen haben?

Message has been deleted

Joachim Bussmann

unread,
Jul 11, 2008, 10:39:55 AM7/11/08
to
Moin Michael,

> Gerrit Brodmann wrote:
>> Doch, denn mit denen bekommst Du nur bescheidenes Licht. Selbst ein
>> kleiner Studioblitz ist heller als der übliche 500W Baustrahler
>

> Ich habe ja kein Hintergrundwissen aber mir stellt sich die Frage
> nach dem Sinn dieses Vergleiches wenn man die völlig unterschiedliche
> Funktion (Dauerlicht vs. Impulslicht) betrachtet. Bei den wenigen
> Malen bei denen ich einen Profifotografen bei der Arbeit gesehen
> habe, hatte er sowohl Dauerbeleuchtung wie Blitz dabei, was dagegen
> spricht, daß eine Substitution wie von Dir angenommen möglich ist.

Kann es sein, daß Du Dir unter 'Studioblitz' nix so rechtes vorstellen
kannst? ;-)

Alle Geräte, die ich so kenne, haben beides: Dauerlicht als
Einstellicht und den Blitz für die Aufnahme. Auf den ersten Blick mag
das dann so ausschauen, wie Du es beschreibst. Gerrits Einwand ist
dennoch durchaus berechtigt...

Gruss
Joachim

Joachim Bussmann

unread,
Jul 11, 2008, 10:43:55 AM7/11/08
to
Moin Gerrit,

> Joachim Bussmann <bussmann....@gmx.de> wrote:
>
>>Warum nicht? Wenn das Zubehör aus dem Baumarkt seinen Zweck erfüllt
>>und das Ergebnis stimmt ... was spricht dagegen?
>
> Sie erfüllt ihren Zweck eben nicht. Schau Dir mal an von wem dieser
> Tip kam. Vielleicht rät Heinrich den Goldschmideanfängern ja auch sich
> lieber eine Gabel statt einer Zange zu kaufen?

Ich bleibe dabei: *Wenn* das Zubehör aus dem Baumarkt seinen Zweck
erfüllt, kann man dort auch kaufen. Und daß die Baustrahler *kein*
Ersatz für 'nen kleinen Studioblitz darstellen, darüber sind wir uns
ja einig (siehe mein anderes Posting).


Gruss
Joachim

Gerrit Brodmann

unread,
Jul 11, 2008, 11:10:48 AM7/11/08
to
Heinrich Butschal <debsnews....@butschal.de> wrote:

>Joachim Bussmann schrieb:
>> Moin Heinrich,
>>
>>>> Mit Baustrahlern werde ich mich nicht als Profifotograf hinstellen.
>>> Ok dann nicht, sollte ja nur ein Beispiel sein, vielleicht kann man auch von
>>> einer Filmproduktion gebrauchte Filmleuchten günstig erwerben.
>>
>> Warum sollte sie das machen? Heißes Licht ist in vielen Fällen nur
>> unpraktisch: Farbtemperatur stimmt nicht, groß und schwer, hoher
>> Stromverbrauch, Umgebung wird stark aufgeheizt ... und, wenn man
>> entsprechend viel Licht will, auch nicht billig.
>>
>> Für zwei oder drei kleine Studioblitzköpfe nebst Stativen und einigen
>> einfachen Lichtformern muss man kein Vermögen ausgeben, schaue einfach
>> spasseshalber mal unter 'Hensel'...
>
>Ich bin kein Fotograf und daher auf diese Idee nicht gekommen, es sollten nur
>Beispiele sein. Aber wenn das geht dann ist das natürlich die bessere Lösung
>und auch die billigere.
>Ich habe im Hinterkopf ein Dutzend Neonlichtbaustrahler mit Klebefolie
>abgeklebt, damit die Farbtemperatur nicht zu kalt wird und das Licht
>gleichmäßger fällt. Solche Flächenstrahler sind stromsparend

LOOOL!
Bitte bleib bei Deinen Klunkern. Bei 12 Baustrahler fliegt Dir jede
normale Haussicherung und 6000 Watt als stromsparend zu bezeichnen...

>und kosten je ca. 30 Euro.

Für 360 Euro bekommst Du auch schon ein Blitz Set China

>> Kostenbewusst klein anfangen ist sicher in Ordnung, aber man sollte
>> auch nicht am falschen Ende sparen.
>
>Klar, wenn man kreativ ist und weis was am Ende herauskommen soll kann man
>sicherlich auch gute und günstige Lösungen finden.

Du empfiehlst hier aber teure und miese Lösungen...


Lutz Schulze

unread,
Jul 11, 2008, 11:14:16 AM7/11/08
to
Am Fri, 11 Jul 2008 16:16:20 +0200 schrieb Heinrich Butschal:

>> Ich hatte mal einen Chef, der hatte eine Nase für gute Geschäfte, war aber
>> kaufmännisch nicht besonders interessiert.
>
> Scheinbar Doch wie Du weiter unten beschreibst. :-)

Naja, nicht in dem Sinne wie man das eigentlich handhabt, mit Kennzahlen
usw. Das interessierte ihn alles nicht, es gab ganz einfache Vorgaben.

Man konnte z.B. als Gruppenleiter jederzeit Personal einstellen, musste aber
dafür sorgen, dass _jeder_ _jeden_ Monat 9500 DM Rohertrag erwirtschaftete
(90er Jahre). Wenn das klappte war man über Prämiensystem beteiligt, klappte
es einige Monate nicht war man nicht mehr lange Gruppenleiter.

O-Ton von ihm: 'Von mir aus können Sie auch Dixis vermieten, Hauptsache die
Zahlen stimmen'.

Dass das dann insgesamt für das Unternehmen reichte, dafür sorgte er mit
seinen recht einfachen Grundsätzen.

Einem BWLer hätten allerdings die Haare zu Berge gestanden.



>> Einer seiner Leitsätze war: 'was ich nicht ausgebe muß ich nicht 10fach als
>> Umsatz haben'. Alle Investitionen über 100 DM wurden also von ihm selbst
>> genehmigt. Damit erledigten sich viel Wünsche von selbst ;-)
>>
>> Die Firma wuchs innerhalb 9 Jahren die ich dort war von 70 auf ca. 800
>> Mitarbeiter, er regierte mit recht harter Hand und hat immer gut verdient.
>
> Na also.
>
>> Als er sich zurückzog wurden schnell die internen Telefonlisten immer
>> länger, die kosten stiegen, der Umsatz stagnierte und ging kurz später
>> erheblich zurück, der Gewinn ging unter Null -> Übernahme.
>
> Mag es am Nachfolger gelegen haben?

Verschiedene Gründe. Zum einen hielten die Werkzeuge für die Leitung mit dem
Wachstum des Unternehmens nicht Schritt, zum anderen wucherte der interne
Wasserkopf in 22 Niederlassungen. Das ging so langsam in die Richtung 'viele
Häuptlinge, wenig Indianer'.

Hauptsitz war übrigens in München.

War eine schöne Zeit, da konnte man viel lernen.
Habe dann nach 9 Jahren gekündigt ...

Gerrit Brodmann

unread,
Jul 11, 2008, 11:14:15 AM7/11/08
to
Michael Holzt <sp...@fqdn.org> wrote:

>Gerrit Brodmann wrote:
>> Doch, denn mit denen bekommst Du nur bescheidenes Licht. Selbst ein
>> kleiner Studioblitz ist heller als der übliche 500W Baustrahler
>

>Ich habe ja kein Hintergrundwissen aber mir stellt sich die Frage
>nach dem Sinn dieses Vergleiches wenn man die völlig unterschiedliche
>Funktion (Dauerlicht vs. Impulslicht) betrachtet. Bei den wenigen
>Malen bei denen ich einen Profifotografen bei der Arbeit gesehen
>habe, hatte er sowohl Dauerbeleuchtung wie Blitz dabei, was dagegen
>spricht, daß eine Substitution wie von Dir angenommen möglich ist.

Nö. Was Du als Dauerlicht gesehen hast war mit Sicherheit das
Einstellicht des Blitzgerätes.

Dauerlicht brauchst Du nur zum Filmen. bei Fotografie Baustrahler sind
eine reine Notlösung für Amateure

Martin Schoenbeck

unread,
Jul 11, 2008, 11:19:43 AM7/11/08
to
Hallo Lutz,

Lutz Schulze schrieb:

> Einem BWLer hätten allerdings die Haare zu Berge gestanden.

Das ist doch ein gutes Zeichen.

Gruß Martin
--
Bitte nicht an der E-Mail-Adresse fummeln, die paßt so.

Georg Schupp

unread,
Jul 11, 2008, 1:32:34 PM7/11/08
to
Martin Schoenbeck schrieb:

> Hallo Lutz,
>
> Lutz Schulze schrieb:
>
>> Einem BWLer hätten allerdings die Haare zu Berge gestanden.
>
> Das ist doch ein gutes Zeichen.

Mc Kinsey soll laut einem Spiegel-Artikel der Sachsen LB
mal empfohlen haben, das lokale Landesbankgeschäft (
Wirtschaftsförderung) abzustoßen und stattdessen ganz auf
die renditeträchtigen Geschäfte in Dublin zu setzen. Die
Geschäfte, die am Ende mit einer Blase mit einem Volumen
von 39 Milliarden bei einem Eigenkapital von 1,2 Mrd zum
Ende führten.

Ja, ich glaube du hast Recht :-).

Georg

Fragesteller

unread,
Jul 11, 2008, 2:04:24 PM7/11/08
to
Hallo zusammen,

hier ist wieder der Olli höchstselbst ,o)

Kurz zur Info:
_Sie_ arbeitet zur Zeit in einer Stadt westlich von Mainz, das zu
übernehmende Studio befindet sich irgendwo im westlichen Pott.
Insofern kann sie -trotz hoher Arbeitsqualität und Engagement- keine
Kundschaft "mitnehmen", sie ist auf das angewiesen was ihr ihr der
Betriebsübergeber "hinterlässt" bzw. was sie neu aquiriert.

Schwerpunkt eines jeden Fotostudios ist nunmal das Pass- bzw.
Bewerbungsbild.
Das ist Butter und Brot, alle weiteren Aktivitäten (Hochzeiten,
Kindergärten, Schulen, Akt, Fetisch, Fantasy, etc...) sind die
Fettränder am Braten, die Filetspitzen, dazu muss aber das
Tagesgeschäft zur Deckung der Kosten und des Unternehmerlohns stimmen.
IMHO
Oder sie spezialisiert sich so speziell, dass es schon in Umsatz
schwachen Zeiten zu Engpässen in der Kasse kommen könnte, es sei denn
sie ist so hochpreisig dass nur wenige sich das leisten können, IMHO
auch ein Risiko.

Denke mal ein vernünftiges Basisgeschäft was an 25 Tagen 15 x 15 Euro
für 4 Passbilder reinspült, zus. das eine oder andere Bewerbungsbild
in 10x15 zum selben Preis, der Rest ist dann die Sahne auf dem Kaffee.

Da ich ja auch noch in slashcam.de und in der fotocommunity.de aktiv
bin kurz ein paar Erklärungen:
"Baustrahler" mit 500W sind als Hobby-Videolampen für gelegentliche
Drehs ok, eigentlich aber unterste Grenze.
Vorteil: Billig
Nachteil: Immer ein gewisser Drift der Farbtemperatur um einige 100
Kelvin, zudem keine Möglichkeit der Anbringung vernünftiger
Lichtformer.
Und _weiches_ Licht ist beim Portrait obligatorisch, der Baustrahler
hingegen produziert als relativ punktförmige Lichtquelle ein sehr
hartes Licht, jede noch so kleine Hautfalte wird zum Grand Canyon im
Antlitz der Person...
http://de.wikipedia.org/wiki/Farbtemperatur
http://www.movie-college.de/filmschule/licht/farbtemperatur.htm

Da man aber in der Regel zwei bis drei "Lampen" für den klassischen
Setaufbau im Fotostudio verwendet (Führungslicht, Aufhelllicht,
Hintergrundbeleuchtung, ggfs. noch Akzentlicht) wird es dann schon
schwer mit dem ausfiltern wenn man auf das Gesicht neutral filtert und
der graue Hintergrund dann plötzlich einen Rot- oder Grünstich hat.

Filmlicht: Referenzierte Farbtemperatur, allerdings sind derart
selektierte Brenner sauteuer und leben nur recht kurz... (ca. 5-15
Stunden)

Auch interessant: 4x500 Watt Dauerlicht ergeben eine nette Höhensonne
von 1800 Watt Heizleistung, wenn man von 10% nutzbarer Lichtenergie
und 90% Verlust durch Wärmestrahlung ausgeht...
Dazu hat ein recht bekannter Usenet-User auch einiges geschrieben:
http://tinyurl.com/5dz644

Insofern kommt sie um Blitzgeräte nicht herum.

Dazu gibt es in der fc ein schönes Infokapitel mit weiter führenden
Informationen, unter anderem habe ich da auch einiges dazu
geschrieben, insbesondere über die W*l*m*x-Chinablitze ;o)
http://www.fotocommunity.de/info/Studiolicht


Was war das Thema?
Achso, die Selbständigkeit.
Klar, das nötige Wissen, so Fertigkeiten und Kenntnisse muss da sein,
das Handwerks- und Arbeitsgerät sowie eben "das bischen"
kaufmännisches Denken, Rechnen und Handeln.

Ich kann auch keine Autowerkstatt betreiben wenn ich keine Ahnung von
der Materie habe oder Werkzeug vom Wühltisch verwende, eher habe ich
die Kunden vergrault, denn Pfusch und Billigkram kriegen sie woanders
auch.
Und nur "Können" allein entscheidet eben nicht allein, der Kunde will
schon sehen ob der Laden vom Trödel zusammengeramscht ist oder die
Symbiose auf Können und Equipment den Preis von 150-400 Euro für ein
"phantasievolles" Bild der Partnerin rechtfertigt...

Baustrahler? No go!!


Zu den geforderten 30.00 Euro:
Hier schrieb jemand, dass man als Ablöse einen Jahres_UMSATZ_ ansetzen
(oder zahlen) kann.
Meine Überlegung: Wenn tatsächlich ein Jahresumsatz als Ablöse gezahlt
wird und der Gewinnanteil angenommen 10% beträgt, dann zieht sich ja
der Kapitaldienst (Zinsverlust der ehemaligen Ersparnisse, evtl. sogar
Kredite) mindestens 10 Jahre, eher das doppelte hin??
Wahnsinn, wann schöpft man den endlich ab, niemand zahlt doch einen
Jahresumsatz und hat dann bis Lebensende die Tilgung am Bein??

Sorry, aber da komm ich eben grad nicht mit.


Liebe Grüße erstmal und frohes Wochenende rundrum,

Olli

Angelika Jaunich

unread,
Jul 11, 2008, 3:23:50 PM7/11/08
to
On Fri, 11 Jul 2008 16:04:13 +0200, Frank Husel wrote:

[...eine Menge guter Gedanken]

Gibt es wirklich bei Paßbildern und Hochzeits- und Beerdigungsbildern
(sorry, dummer Witz *g*) Stammkunden? ;-)

Ich würde eher dazu tendieren, mir selbst ein passendes,
preisgünstiges Gehäuse zu suchen und die Betriebskosten möglichst
gering halten. Die steigen mit der Zeit auch ohne Euer Zutun rasant
genug. :-(
Ich kann mir nicht vorstellen, daß der "Name" des alten Unternehmens
so viel wert ist, um sich so lange zu verschulden.

An Ausrüstung genau das anschaffen, _was man braucht_, nicht, _was man
gerne hätte_; vielleicht kann man einiges dem Menschen gebraucht
abkaufen?
Den Komplex bzgl. "veralteter" Kamera schnell ablegen. Mich als
Kunden interessiert das überhaupt nicht. Die Kamerafreeks, die mit
ihren Geräten angeben sind doch meistens genau die, die das alles
selber "können".

Achja, wenn das Geschäft Citylage ist, muß man aufpassen, ob da eine
Werbegemeinschaft besteht. Die Mitgliedschaft kann da ziemlich
kostenintensiv sein, und ob die etwas bringt, ist sehr
unterschiedlich. Auf jeden Fall nicht sofort und ungeprüft Ja sagen.

Gruß
Angelika

Gerrit Brodmann

unread,
Jul 11, 2008, 4:31:03 PM7/11/08
to
Fragesteller <spamf...@arcor.de> wrote:

>Hallo zusammen,
>
>hier ist wieder der Olli höchstselbst ,o)
>
>Kurz zur Info:
>_Sie_ arbeitet zur Zeit in einer Stadt westlich von Mainz, das zu
>übernehmende Studio befindet sich irgendwo im westlichen Pott.
>Insofern kann sie -trotz hoher Arbeitsqualität und Engagement- keine
>Kundschaft "mitnehmen", sie ist auf das angewiesen was ihr ihr der
>Betriebsübergeber "hinterlässt" bzw. was sie neu aquiriert.
>
>Schwerpunkt eines jeden Fotostudios ist nunmal das Pass- bzw.
>Bewerbungsbild.
>Das ist Butter und Brot,

Ohne Dir zu Nahe treten zu wollen, irgendwie mag ich das nicht
wirklich glauben, wenn ich mir die Preise dafür anschaue.

Kann mich da auch täuschen, aber kommen wirklich 30-40 Leute jeden Tag
für Passbilder, nur weil man ein Studio in Citynähe hat?

>alle weiteren Aktivitäten (Hochzeiten,
>Kindergärten, Schulen, Akt, Fetisch, Fantasy, etc...) sind die
>Fettränder am Braten, die Filetspitzen, dazu muss aber das
>Tagesgeschäft zur Deckung der Kosten und des Unternehmerlohns stimmen.
>IMHO

Naja, mit zwei Hochzeiten am Wochenende hast Du schon einen Umsatz,
der zum Leben reicht, sofern Du nicht auch noch ein teures Studio
mitschleppen musst...



>Oder sie spezialisiert sich so speziell, dass es schon in Umsatz
>schwachen Zeiten zu Engpässen in der Kasse kommen könnte, es sei denn
>sie ist so hochpreisig dass nur wenige sich das leisten können, IMHO
>auch ein Risiko.
>
>Denke mal ein vernünftiges Basisgeschäft was an 25 Tagen 15 x 15 Euro
>für 4 Passbilder reinspült, zus. das eine oder andere Bewerbungsbild
>in 10x15 zum selben Preis, der Rest ist dann die Sahne auf dem Kaffee.

Eben da weiss ich nicht, ob wirklich so viele Leute kommen...

...
>Baustrahler? No go!!

Eben


Fragesteller

unread,
Jul 12, 2008, 4:45:08 AM7/12/08
to
Hallo Angelika,

der Laden _ist_ veraltet, die Ausrüstung auch.

Eine alte analoge Spiegelreflex, Fotolampen, braune
Baumwollhintergründe *örks* ...

Man mag über analoge Kameras denken wie man will, aber heute sind
digitale Kameras aktuell, wenn das Bild nix ist kann ich nochmal
nachschießen, ich muss nicht drei tage auf die Bilder warten...

Und Passfotos will man _gleich_ haben, niocht irgendwann.
BTW: Das Verbrauchsmaterial und die 4-fach Polaroid sind
schweineteuer, nicht wirklich prall.

Insofern kannste den Kram in die Tonne kloppen.
Du bist gern mal zu einem Shooting hier in Trier bei Fotolicht
eingeladen, Du wirst Dich über die Unterschiede zwischen "alt" und
"aktuell" wundern ;o)


@Gerrit: Leute die Passbilder brauchen kommen (aktuell) zu ihr in den
Laden, täglich zwischen 10-20 Leute, Das sind die aktuellen Zahlen
ihres aktuellen Arbeitgebers (Innenstadt, Seiten-Seitenstrasse einer
Fußgängerzone)
.
Ich war selbst im Herbst 2007 bei ihr als Passbildkunde, bis wir uns
durch Umstände über drei Ecken näher kennen lernten.


Frohes WE, Olli

Gerrit Brodmann

unread,
Jul 12, 2008, 4:50:21 AM7/12/08
to
Fragesteller <spamf...@arcor.de> wrote:

>@Gerrit: Leute die Passbilder brauchen kommen (aktuell) zu ihr in den
>Laden, täglich zwischen 10-20 Leute, Das sind die aktuellen Zahlen
>ihres aktuellen Arbeitgebers (Innenstadt, Seiten-Seitenstrasse einer
>Fußgängerzone)

OK, hätte ich nicht wirklich erwartet. Aber das allein reicht eben mit
Glück grade so um die Kosten des Ladens zu decken...

Weiß nicht, ob sie ggfls mit einem Heimstudio besser bedient ware?


Message has been deleted

Angelika Jaunich

unread,
Jul 12, 2008, 8:53:52 AM7/12/08
to
On Sat, 12 Jul 2008 01:45:08 -0700 (PDT), Fragesteller wrote:

Hi Olli,

>der Laden _ist_ veraltet, die Ausrüstung auch.

Dann stellt sich doch die Frage der Übernahme gar nicht, würde ich mal
sagen.

>Man mag über analoge Kameras denken wie man will, aber heute sind
>digitale Kameras aktuell, wenn das Bild nix ist kann ich nochmal
>nachschießen, ich muss nicht drei tage auf die Bilder warten...
>
>Und Passfotos will man _gleich_ haben, niocht irgendwann.
>BTW: Das Verbrauchsmaterial und die 4-fach Polaroid sind
>schweineteuer, nicht wirklich prall.

Naja, das fällt dann in den Bereich "brauchen".
Deine Freundin wird sicher wissen, was sie "braucht", und antik muß es
wirklich nicht sein.
Ich warne ja nur dafür, eine Hochleistungsausrüstung nur zum Eindruck
schinden anzuschaffen.

Ansonsten ist ein freundlliches, einladendes Ambiente mit ihrer
persönlichen Note viel wichtiger, das bekommt sie schon hin.

>Du bist gern mal zu einem Shooting hier in Trier bei Fotolicht
>eingeladen, Du wirst Dich über die Unterschiede zwischen "alt" und
>"aktuell" wundern ;o)

Schade, daß es soooo weit weg ist,sonst hättet Ihr mich glatt dabei.
;-)
Aber da ich von beiden Sachen Null Ahnung habe, würde ich sowieso nur
rumstaunen.

>@Gerrit: Leute die Passbilder brauchen kommen (aktuell) zu ihr in den
>Laden, täglich zwischen 10-20 Leute, Das sind die aktuellen Zahlen
>ihres aktuellen Arbeitgebers (Innenstadt, Seiten-Seitenstrasse einer
>Fußgängerzone)

25 min pro Person, wenn nicht alle auf einmal kommen. ;-)

Sind Aushilfen eingeplant?

>Frohes WE, Olli

Gleichfalls!

Angelika

Angelika Jaunich

unread,
Jul 12, 2008, 8:59:39 AM7/12/08
to
On 12 Jul 2008 11:58:05 +0200, Thomas Noll <-_tn...@web.de> wrote:

>Angelika Jaunich writes:
>
>
>> Den Komplex bzgl. "veralteter" Kamera schnell ablegen. Mich als
>> Kunden interessiert das überhaupt nicht. Die Kamerafreeks, die mit
>> ihren Geräten angeben sind doch meistens genau die, die das alles
>> selber "können".
>
>Wichtig bei er Ausstattung ist mE weder Alter noch Preis,
>sondern lediglich, daß der übliche Kunde den Eindruck hat,
>daß das Equipment etwas besonderes ist, das er nicht mal eben
>selbst im Media-Markt besorgen kann. Dabei ist es dann
>auch die Kombination von Geräten und Aufbau, die diesen Eindruck
>hinterlassen muß.

Na, wenn die Ausrüstung wirklich eher antik un muffig ist, wie Olli
berichtet, hat es ja auch keinen Sinn. Wichtig ist nur, daß man eine
hat, mit der man auch richtig arbeiten kann.
Kleine Extras, die das Leben schöner machen, leistet man sich dann,
wenn der Gewinn gedrückt werden muß. ;-))

Gruß
Angelika


Stefan Froehlich

unread,
Jul 13, 2008, 3:25:13 AM7/13/08
to
On Sat, 12 Jul 2008 01:45:08 -0700 (PDT) Fragesteller wrote:
> @Gerrit: Leute die Passbilder brauchen kommen (aktuell) zu ihr in den
> Laden, täglich zwischen 10-20 Leute, Das sind die aktuellen Zahlen
> ihres aktuellen Arbeitgebers

Wenn das so klappt, ist es natuerlich genial. Das ist alle 20 Minuten
ein Kunde - und das vermag ich mir, zumal als Durchschnitt ueber alle
Wochentage und Monate (Passfotos sind auch eine Art Saisonprodukt,
schaetze ich) irgendwie kaum vorzustellen. Ein Fotoautomat in der
S-Bahn Station kann das Geschaeft schon zum Erliegen bringen...
(Passfotos muessen nicht schoen sein, sondern billig; beim Automaten
kenne ich den Standort, weil ich ihn taeglich sehe - Fotogeschaeft
muesste ich mir hier est eines heraussuchen)

Servus,
Stefan

--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich

Stefan - weil beknackte Liebe nimmerdar verseucht.
(Sloganizer)

Martin Hotze

unread,
Jul 13, 2008, 5:50:27 AM7/13/08
to
Fragesteller schrieb:

> hier ist wieder der Olli höchstselbst ,o)

nur mal so zwischendurch: es ist ja nun nicht wirklich schwer mit 2
Accounts zu arbeiten oder fallweise seine Daten zu ändern. Auch ist der
Name "Fragesteller" recht wenig kreativ. Und: googlegroups zu verwenden
ist nicht unbedingt wertvoll.

Eine mögliche kostenlose (!) Alternative ist (neben dem Newsserver den
ein vernünftiger ISP bieten sollte) zB http://geiz-ist-geil.priv.at/

#m

Message has been deleted

Lutz Schulze

unread,
Jul 13, 2008, 8:05:57 AM7/13/08
to
Am Sun, 13 Jul 2008 13:24:46 +0200 schrieb Rüdiger Silberer:

> Bilder aus dem Fotoautomaten sind aber beispielsweise für Bewerbungen
> denkbar ungeeignet.

Das kommt sehr auf die zu besetzende Stelle an.

Gerrit Brodmann

unread,
Jul 13, 2008, 8:12:31 AM7/13/08
to
Rüdiger Silberer <Use...@Silberer.net> wrote:

>Am 13.07.2008 schrieb Stefan Froehlich:
>
>> On Sat, 12 Jul 2008 01:45:08 -0700 (PDT) Fragesteller wrote:
>>> @Gerrit: Leute die Passbilder brauchen kommen (aktuell) zu ihr in den
>>> Laden, täglich zwischen 10-20 Leute, Das sind die aktuellen Zahlen
>>> ihres aktuellen Arbeitgebers
>>
>> Wenn das so klappt, ist es natuerlich genial. Das ist alle 20 Minuten
>> ein Kunde - und das vermag ich mir, zumal als Durchschnitt ueber alle
>> Wochentage und Monate (Passfotos sind auch eine Art Saisonprodukt,
>> schaetze ich) irgendwie kaum vorzustellen. Ein Fotoautomat in der
>> S-Bahn Station kann das Geschaeft schon zum Erliegen bringen...
>> (Passfotos muessen nicht schoen sein, sondern billig; beim Automaten
>> kenne ich den Standort, weil ich ihn taeglich sehe - Fotogeschaeft
>> muesste ich mir hier est eines heraussuchen)
>

>Bilder aus dem Fotoautomaten sind aber beispielsweise für Bewerbungen
>denkbar ungeeignet.

Passfotos auch

Message has been deleted

Lutz Schulze

unread,
Jul 13, 2008, 8:18:48 AM7/13/08
to
Am Sun, 13 Jul 2008 14:13:24 +0200 schrieb Marianne Bloss:

>> Das kommt sehr auf die zu besetzende Stelle an.
>

> Klar, für werdende Fotoautomaten-Verkäufer sind sie das Mittel der Wahl,
> aber das war's dann auch schon.

Ich habe im Moment 40 Bewerbungen hier liegen.

Das Bild wird natürlich mal betrachtet, ausschlaggebend ist es sicher nicht,
schon gar nicht von der Qualität her.

Manche sind übrigens auch ohne Foto.

Lutz Schulze

unread,
Jul 13, 2008, 8:27:31 AM7/13/08
to
Am Sun, 13 Jul 2008 12:12:31 GMT schrieb Gerrit Brodmann:

>>> Wenn das so klappt, ist es natuerlich genial. Das ist alle 20 Minuten
>>> ein Kunde - und das vermag ich mir, zumal als Durchschnitt ueber alle
>>> Wochentage und Monate (Passfotos sind auch eine Art Saisonprodukt,
>>> schaetze ich) irgendwie kaum vorzustellen. Ein Fotoautomat in der
>>> S-Bahn Station kann das Geschaeft schon zum Erliegen bringen...
>>> (Passfotos muessen nicht schoen sein, sondern billig; beim Automaten
>>> kenne ich den Standort, weil ich ihn taeglich sehe - Fotogeschaeft
>>> muesste ich mir hier est eines heraussuchen)
>>
>>Bilder aus dem Fotoautomaten sind aber beispielsweise für Bewerbungen
>>denkbar ungeeignet.
>
> Passfotos auch

Gibt es neben diesen immer wieder gehörten Aussagen irgendwelche
ernstzunehmenden Untersuchungen über den Zusammenhang zwischen Qualität des
Fotos und Erfolg der Bewerbung?

Teure Mappen bringe es übrigens IMHO ebenfalls nicht.

Martin Hentrich

unread,
Jul 13, 2008, 9:02:15 AM7/13/08
to
On Sun, 13 Jul 2008 14:27:31 +0200, Lutz Schulze
<lsch...@netzwerkseite.de> wrote:

>Gibt es neben diesen immer wieder gehörten Aussagen irgendwelche
>ernstzunehmenden Untersuchungen über den Zusammenhang zwischen Qualität des
>Fotos und Erfolg der Bewerbung?
>
>Teure Mappen bringe es übrigens IMHO ebenfalls nicht.

Genausowenig, wie es *das* Unternehmen gibt, genausoweinig gibt es
*die* Bewerbung. Du schriebst anderswo, dass dir mal grad 40
Bewerbungen vorliegen. OK, du bist alles in einem: Chef und
Personalbüro. Du überblickst das. Anders in einem Großunternehmen, das
diverse Leute einstellt. Von Hilfsarbeiter bis Manager.

Da kommt es schon auf die Form an.

Beim Hilfsarbeiter z.B. wegen der Menge. Wenn die für 100 Posten 2000
Bewerbungen erhalten (DHL bei Leipzig z.B.), dann *muß* man im
Personalbüro eine erste Siebung nach der Form vornehmen. Das geht gar
nicht anders.

Und beim Manager wird natürlich auf die Form *und* den Inhalt
geschaut. Das muß kämmen.

Alles die Weißheiten, die ich aus den Personalseiten der
VDI-Nachrichten erlesen habe... Kommt also drauf an.

Und nicht nur auf die Qualität des Photos, auch die Mappe, Papier,
Anordnung, Vollständigkeit ---> erst dann kommt jemand, der sich das
*durchliest*. Manch einer hat die Zeit, *jede* Bewerbung *komplett*
durchzulesen. Bei anderen wird vorher gruppiert. Und für die, die
schon zuerst durch Rost fallen, gibts viele Gründe. Einer kann sein,
dass kein Bild da ist, obwohl eins erwartet (nicht gefordert) wurde.
Etc. pp.

Martin

--
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass der Föderalismus
im Bildungswesen abgeschafft werden muss!

Lutz Schulze

unread,
Jul 13, 2008, 9:21:27 AM7/13/08
to
Am Sun, 13 Jul 2008 15:02:15 +0200 schrieb Martin Hentrich:

> On Sun, 13 Jul 2008 14:27:31 +0200, Lutz Schulze
> <lsch...@netzwerkseite.de> wrote:
>
>>Gibt es neben diesen immer wieder gehörten Aussagen irgendwelche
>>ernstzunehmenden Untersuchungen über den Zusammenhang zwischen Qualität des
>>Fotos und Erfolg der Bewerbung?
>>
>>Teure Mappen bringe es übrigens IMHO ebenfalls nicht.
>
> Genausowenig, wie es *das* Unternehmen gibt, genausoweinig gibt es
> *die* Bewerbung.

Stimmt.

> Du schriebst anderswo, dass dir mal grad 40
> Bewerbungen vorliegen. OK, du bist alles in einem: Chef und
> Personalbüro. Du überblickst das. Anders in einem Großunternehmen, das
> diverse Leute einstellt. Von Hilfsarbeiter bis Manager.
>
> Da kommt es schon auf die Form an.

Ja, klar.

Da wird aber auch keiner die Anweisung haben: alle raus die nur Passfotos
statt aufwendigerer Variante verwenden.

Und später kommt es dann ohnehin auf anderes an.

Anders sieht es schon für Positionen mit Kundenkontakt aus, da sollte man
sich von vornherein optisch auch gut in Szene setzen. Verallgemeinern lässt
sich das aber nicht.

> Beim Hilfsarbeiter z.B. wegen der Menge. Wenn die für 100 Posten 2000
> Bewerbungen erhalten (DHL bei Leipzig z.B.), dann *muß* man im
> Personalbüro eine erste Siebung nach der Form vornehmen. Das geht gar
> nicht anders.

Klar, nur eben die Frage nach welchen Kriterien. Da wird doch zuerst einmal
alles mit groben Schnitzern aussortiert.



> Und beim Manager wird natürlich auf die Form *und* den Inhalt
> geschaut. Das muß kämmen.
>
> Alles die Weißheiten, die ich aus den Personalseiten der
> VDI-Nachrichten erlesen habe... Kommt also drauf an.

Solche Weisheiten gibt es zuhauf.

> Und nicht nur auf die Qualität des Photos, auch die Mappe, Papier,
> Anordnung, Vollständigkeit ---> erst dann kommt jemand, der sich das
> *durchliest*. Manch einer hat die Zeit, *jede* Bewerbung *komplett*
> durchzulesen. Bei anderen wird vorher gruppiert. Und für die, die
> schon zuerst durch Rost fallen, gibts viele Gründe. Einer kann sein,
> dass kein Bild da ist, obwohl eins erwartet (nicht gefordert) wurde.
> Etc. pp.

Passen muss es, insgesamt.

Gerrit Brodmann

unread,
Jul 13, 2008, 10:23:38 AM7/13/08
to
Lutz Schulze <lsch...@netzwerkseite.de> wrote:

>Am Sun, 13 Jul 2008 12:12:31 GMT schrieb Gerrit Brodmann:
>
>>>> Wenn das so klappt, ist es natuerlich genial. Das ist alle 20 Minuten
>>>> ein Kunde - und das vermag ich mir, zumal als Durchschnitt ueber alle
>>>> Wochentage und Monate (Passfotos sind auch eine Art Saisonprodukt,
>>>> schaetze ich) irgendwie kaum vorzustellen. Ein Fotoautomat in der
>>>> S-Bahn Station kann das Geschaeft schon zum Erliegen bringen...
>>>> (Passfotos muessen nicht schoen sein, sondern billig; beim Automaten
>>>> kenne ich den Standort, weil ich ihn taeglich sehe - Fotogeschaeft
>>>> muesste ich mir hier est eines heraussuchen)
>>>
>>>Bilder aus dem Fotoautomaten sind aber beispielsweise für Bewerbungen
>>>denkbar ungeeignet.
>>
>> Passfotos auch
>
>Gibt es neben diesen immer wieder gehörten Aussagen irgendwelche
>ernstzunehmenden Untersuchungen über den Zusammenhang zwischen Qualität des
>Fotos und Erfolg der Bewerbung?
>
>Teure Mappen bringe es übrigens IMHO ebenfalls nicht.

Naja, wenn Du Dich für die Müllabfuhr bewirbst, mag es egal sein...


Gerrit Brodmann

unread,
Jul 13, 2008, 10:28:28 AM7/13/08
to
Lutz Schulze <lsch...@netzwerkseite.de> wrote:

>
>Da wird aber auch keiner die Anweisung haben: alle raus die nur Passfotos
>statt aufwendigerer Variante verwenden.

Doch. Ist ganz einfach zu sortieren, denn ein Passbild ist IDR
kleiner. Und was die Quallität des Bildes betrifft, auch da läßt sich
schneller sortieren als beim kompletten Durchlesen.

Dazu kommt dann noch der Faktor, daß einem bei einem Passfoto niemand
sagt, daß man bescheuert ausschaut, da zählen nur die vom Amt
gegebenen Vorgaben. Bei einem anständigem Bewerbungsfoto wird Dir
gesagt, daß die Kravatte nicht sitzt, daß Deine Pose dusselig ist
usw...


Wolfgang Uhr

unread,
Jul 13, 2008, 10:40:07 AM7/13/08
to
Martin Dietrich schrieb:
> Tipp:
> sollte der Betrieb sowieso schon am abnippeln sein, dann einfach clever
> hinhalten, mit jedem Tag sinkt der Preis (aber steigt der Werbeetat um nach
> der Übernahme wieder aufzubauen!

Wenn der Betrieb abnippelt und der Grund ein neues Einkaufzentrum in der
Nähe ist und im Grunde alle Kunden ganz woanders hinfahren, dann hilft
kein Werbeetat der Welt mehr, den Laden wieder aufzubauen!

Lutz Schulze

unread,
Jul 13, 2008, 10:54:32 AM7/13/08
to
Am Sun, 13 Jul 2008 14:28:28 GMT schrieb Gerrit Brodmann:

> Lutz Schulze <lsch...@netzwerkseite.de> wrote:
>
>>
>>Da wird aber auch keiner die Anweisung haben: alle raus die nur Passfotos
>>statt aufwendigerer Variante verwenden.
>
> Doch. Ist ganz einfach zu sortieren, denn ein Passbild ist IDR
> kleiner. Und was die Quallität des Bildes betrifft, auch da läßt sich
> schneller sortieren als beim kompletten Durchlesen.

Klar geht das leicht, aber bedeutet das dass es gemacht wird?



> Dazu kommt dann noch der Faktor, daß einem bei einem Passfoto niemand
> sagt, daß man bescheuert ausschaut, da zählen nur die vom Amt
> gegebenen Vorgaben. Bei einem anständigem Bewerbungsfoto wird Dir
> gesagt, daß die Kravatte nicht sitzt, daß Deine Pose dusselig ist
> usw...

Dazu ist Mann verheiratet ;-)

Lutz Schulze

unread,
Jul 13, 2008, 10:58:02 AM7/13/08
to
Am Sun, 13 Jul 2008 14:23:38 GMT schrieb Gerrit Brodmann:

>>Gibt es neben diesen immer wieder gehörten Aussagen irgendwelche
>>ernstzunehmenden Untersuchungen über den Zusammenhang zwischen Qualität des
>>Fotos und Erfolg der Bewerbung?
>>
>>Teure Mappen bringe es übrigens IMHO ebenfalls nicht.
>
> Naja, wenn Du Dich für die Müllabfuhr bewirbst, mag es egal sein...

Was höre ich denn da für Vorurteile durch?

Bodo Rzany

unread,
Jul 13, 2008, 10:56:23 AM7/13/08
to
On 13.07.2008 16:54, Lutz Schulze wrote:
> Am Sun, 13 Jul 2008 14:28:28 GMT schrieb Gerrit Brodmann:
>
>> Dazu kommt dann noch der Faktor, daß einem bei einem Passfoto niemand
>> sagt, daß man bescheuert ausschaut, da zählen nur die vom Amt
>> gegebenen Vorgaben. Bei einem anständigem Bewerbungsfoto wird Dir
>> gesagt, daß die Kravatte nicht sitzt, daß Deine Pose dusselig ist
>> usw...
>
> Dazu ist Mann verheiratet ;-)

Was ich hiermit nachdrücklich betonen möchte. ;-)

Bodo

Gerrit Brodmann

unread,
Jul 13, 2008, 11:55:16 AM7/13/08
to
Lutz Schulze <lsch...@netzwerkseite.de> wrote:

>Am Sun, 13 Jul 2008 14:28:28 GMT schrieb Gerrit Brodmann:
>
>> Lutz Schulze <lsch...@netzwerkseite.de> wrote:
>>
>>>
>>>Da wird aber auch keiner die Anweisung haben: alle raus die nur Passfotos
>>>statt aufwendigerer Variante verwenden.
>>
>> Doch. Ist ganz einfach zu sortieren, denn ein Passbild ist IDR
>> kleiner. Und was die Quallität des Bildes betrifft, auch da läßt sich
>> schneller sortieren als beim kompletten Durchlesen.
>
>Klar geht das leicht, aber bedeutet das dass es gemacht wird?

Ja. Der Mensch ist faul und wenn Du im Großwerk jedes Jahr 6000
Bewerbungen bekommst, wirst Du schauen, daß die Vorauswahl möglichst
schnell und mühelos geht.



>> Dazu kommt dann noch der Faktor, daß einem bei einem Passfoto niemand
>> sagt, daß man bescheuert ausschaut, da zählen nur die vom Amt
>> gegebenen Vorgaben. Bei einem anständigem Bewerbungsfoto wird Dir
>> gesagt, daß die Kravatte nicht sitzt, daß Deine Pose dusselig ist
>> usw...
>
>Dazu ist Mann verheiratet ;-)

Es soll auch noch glückliche Männer geben...

Gerrit Brodmann

unread,
Jul 13, 2008, 11:59:31 AM7/13/08
to
Lutz Schulze <lsch...@netzwerkseite.de> wrote:

>Am Sun, 13 Jul 2008 14:23:38 GMT schrieb Gerrit Brodmann:
>
>>>Gibt es neben diesen immer wieder gehörten Aussagen irgendwelche
>>>ernstzunehmenden Untersuchungen über den Zusammenhang zwischen Qualität des
>>>Fotos und Erfolg der Bewerbung?
>>>
>>>Teure Mappen bringe es übrigens IMHO ebenfalls nicht.
>>
>> Naja, wenn Du Dich für die Müllabfuhr bewirbst, mag es egal sein...
>
>Was höre ich denn da für Vorurteile durch?

Was hörte ich bei Dir vorher für Vorurteile raus?


Hans- Peter Walther

unread,
Jul 13, 2008, 1:11:14 PM7/13/08
to
Am Sun, 13 Jul 2008 15:55:16 +0000 schrieb Gerrit Brodmann:


> Ja. Der Mensch ist faul und wenn Du im Großwerk jedes Jahr 6000
> Bewerbungen bekommst, wirst Du schauen, daß die Vorauswahl möglichst
> schnell und mühelos geht.

Äh, wie war doch gleich der Prozentsatz der Beschäftigten in
Großbetrieben im Vergleich zu KMU?
Und wohl auch die zu besetzenden Stellen...

>>Dazu ist Mann verheiratet ;-)

FullAck.

> Es soll auch noch glückliche Männer geben...

IdR ist das Gegenteil eigene Schuld.

<duckundwech>

mfg
HPW

Message has been deleted

Gerrit Brodmann

unread,
Jul 13, 2008, 1:32:25 PM7/13/08
to
Hans- Peter Walther <hp.wa...@gmx.de> wrote:

>Am Sun, 13 Jul 2008 15:55:16 +0000 schrieb Gerrit Brodmann:
>
>
>> Ja. Der Mensch ist faul und wenn Du im Großwerk jedes Jahr 6000
>> Bewerbungen bekommst, wirst Du schauen, daß die Vorauswahl möglichst
>> schnell und mühelos geht.
>
>Äh, wie war doch gleich der Prozentsatz der Beschäftigten in
>Großbetrieben im Vergleich zu KMU?
>Und wohl auch die zu besetzenden Stellen...

Also die Industriejobs sind für viele attraktiver, weil eben mehr
Aufstiegschancen, Sicherheit usw...

Und auch in kleineren Betrieben hat jeder seine eigene Methode zu
sortieren.

>>>Dazu ist Mann verheiratet ;-)
>
>FullAck.
>
>> Es soll auch noch glückliche Männer geben...
>
>IdR ist das Gegenteil eigene Schuld.

Jo, einmal "Ja" an der falschen Stelle gesagt...

><duckundwech>

8-)b

Bodo Rzany

unread,
Jul 13, 2008, 1:51:21 PM7/13/08
to
On 13.07.2008 19:25, Marianne Bloss wrote:
>
> Jetzt weiß ich wieder einmal warum ich Single bin: An derlei banalen
> Aufgaben bin ich wirklich nicht interessiert.

Schon interessant, was man alles so als "Aufgabe" betrachten kann.

> Bitte mich richtig zu
> verstehen: Männer sind mir jederzeit willkommen, für den
> Wissensaustausch und als Geschäftspartner. Das war's dann aber auch
> schon. Nix für ungut.

Basst scho (bayrisch).

Warum ich *nicht* Single bin und viel Sinn in einer beiden
Partnern nutzbringenden Zusammenarbeit sehe, werde ich hier
aber nicht weiter diskutieren.

Bodo

Hans- Peter Walther

unread,
Jul 13, 2008, 1:56:15 PM7/13/08
to
Am Sun, 13 Jul 2008 17:32:25 +0000 schrieb Gerrit Brodmann:


> Also die Industriejobs sind für viele attraktiver, weil eben mehr
> Aufstiegschancen, Sicherheit usw...

Das letzte ist aber schon seit vielen Jahren kein Argument für
Großunternehmen mehr. In letzter Zeit mal Zeitung gelesen?

> Und auch in kleineren Betrieben hat jeder seine eigene Methode zu
> sortieren.

Sicher. IdR (meine Frau hat beispielsweise täglich etwa 3- 10 Mappen auf
dem Tisch) ist aber hier der Inhalt entscheidend, nicht das Äußere (bis
auf wenige Jobs mit Kundenkontakt). Und die teuersten und aufwändigsten
Mappen kommen von Leuten, die an sogenannten "Bewerbungstrainings" im
Auftrag der AfA teilnehmen durften.
Ohne Wertung des Inhalts. 30% der Ausgaben hättens aber auch getan.
Wieso muß ich bei Bewerbung als Produktionsarbeiter eine schweineteure
Bewerbungsmappe abliefern?
mfg
HPW


Fragesteller

unread,
Jul 13, 2008, 2:20:11 PM7/13/08
to
Ahoi zusammen,

kurz mal zusammen gefasst:

Bilder aus Passfotoautomaten...
...sind wie S*x ohne Liebe,
...sind wie Tütensuppen,
...sind wie schlechte Unternehmensberater,
...sind wie gewollt und nicht gekonnt.

Du willst Dich doch darstellen, warum also am falschen Ende sparen?
Teuerer Anzug, edle Krawatte und dann Haare selbst geschnitten?

Nene, lass mal... ;o)

Einladendes Ambiente:
Muss erst geschaffen werden, derzeit ist der Laden offenbar auf dem
Stand von 1970.


Th*m*s N*ll schrieb:


>Wichtig bei er Ausstattung ist mE weder Alter noch Preis,
>sondern lediglich, daß der übliche Kunde den Eindruck hat,
>daß das Equipment etwas besonderes ist, das er nicht mal eben
>selbst im Media-Markt besorgen kann. Dabei ist es dann
>auch die Kombination von Geräten und Aufbau, die diesen Eindruck
>hinterlassen muß.
>

>Abgesehen von dem VooDoo muß dann natürlich auch das Ergebnis
>akzeptabel sein.

Manche Kunden sehen schon sehr genau, ob das Aufnahmeequipment
professionell ist oder ob "Onkel Heinz" selbst was besseres hat:
Eine Autowerkstatt die heute noch ausschließlich mit der Grube
arbeitet iost überholt, Hebebühnen sind aktueller Stand der Technik,
ebenso werden Reifen heute nicht mehr manuell von der Felge gehebelt
sondern schonend maschinell abgezogen.
Und auch fürs Fotostudio gilt:
>Schon zu analogen Zeiten gab es eine EOS 1000 -
>damals das Einsteigermodell in Canons EOS-Programm.
>Profikameras wie die 1D haben bei Canon einstellige Produktnummern,
>semiprofessionelle zweistellige (40D) und die Mittelklasse dreistellige (450D).
>Ab Juli 2008 wird diese Reihe durch die EOS 1000D nach unten ergänzt,
>dann soll die neue Kamera für 549 Euro zu haben sein.
[Quelle: http://www.golem.de/0806/60275.html]


Und schon Onkel Heinz hat die EOS 10, und dann will der Fotograf mit
seiner 1000er sooo viel Geld für das Bild?
BTW: Professionelle Fotografen arbeiten mit dem Vollformat, also
24x36mm als Chipgröße, der Amateurbereich wird vom APS-Sensor mit
18x24mm bedient.
Vorteil Vollformat: (Fast) alle Objektive der Marke "passen", der
Hintergrund wird gegenüber dem Gesicht als Hauptmotiv unscharf, beim
APS-Sensor oder gar der Billigknipse (Handycam, etc) ist alles von 4cm
bis unendlich scharf.
Und _das_ will niemand. _Das_ bekommt er auch von Onkel Heinz mit
seiner Media Quark-Kamera.


Passbild: Für Personalausweis und Reisepass werden "biometrische
Passbilder" verlangt, sie müssen nicht schön sein, sondern nur
maschinell lesbar:
http://de.wikipedia.org/wiki/Passbild
http://www.fontshop.de/fontblog/C1133814189/E283950616/index.html

Bewerbungsbilder hingegen unterliegen anderen Gesichtspunkten:
http://www.mygeo.info/bewerbungsfotos.html
http://www.bewerben.de/informationen/lichtbild.htm
Sie müssen für den Bewerber sprechen, sein Wesen und Charakter
unterstützen, die Chance des "ersten Eindruckes" wahrnehmen.

So habe ich z.B. noch nie einen Bewerber kommen lassen, der mAn an
einen Alkoholiker erinnert oder bei dem ich mich beim Anblick des
Bildes unwohl gefühlt habe. Ob ich natürlich auch immer bei den
übrigen Kandidaten glücklich wurde steht auf einem anderen Blatt.
Dennoch: Der erste Eindruck ist _nicht_ unrelevant!!


Mappen: Eine sehr gute Idee, auch für ein Fotostudio.
IMHO unterstreichen die eingereichten Unterlagen das Wesen des
Bewerbers, verknüllter Kram mit Fettflecken und Rechtschreibfehlern
lassen nicht grade auf einen sauber arbeitenden Mitarbeiter schließen.


Also nochmal: 30.000 Euro werden als Übernahmesumme für ein Fotostudio
in einer Stube im 1.Stock mit bischen Schund darin gefordert.
gefordert, zu viel oder ok?

Andere Idee: Den Vermieter ansprechen und auf Nachmieterschaft ab
Beendigung des Mietvertrages optionieren, Geschäft ist Geschäft, einer
will aufhören, ein anderer will das Objekt haben.
Für was also 30.000 bezahlen wenn der kasten eh runter gefahren wird?

Wer garantiert dass der Übergeber den Laden bis zum Übergabezeitpunkt
am laufen und die Kunden bei der stange hält, welchen wirtschaftlichen
oder pers. Vorteil hätte er darin sich nochmal richtig krumm zu
machen, wenn er sein Geld schon sicher in der Tasche hat??

Rechtliche Überlegung: Bei einer Betriebsübernahme kann der Laden dann
als "Foto Müller, Inh. Meier" firmieren, bei einer Neugründung (in den
selben Räumen höchstens als "Foto Meier, vorm Müller).

Überlegungen über Gedanken, ich drehe mich hier selbst im Kreise und
warte den Montag Abend ab, dann will meine Bekannte mit neuen
Informationen versorgt hier wieder eintreffen.


So long,
ich schleppe seit ein paar Tagen 'ne schöne Sommergrippe mit mir rum,

Olli

Martin Hotze

unread,
Jul 13, 2008, 2:24:14 PM7/13/08
to
Marianne Bloss schrieb:

> Jetzt weiß ich wieder einmal warum ich Single bin: An derlei banalen
> Aufgaben bin ich wirklich nicht interessiert. Bitte mich richtig zu

> verstehen: Männer sind mir jederzeit willkommen, für den
> Wissensaustausch und als Geschäftspartner. Das war's dann aber auch
> schon. Nix für ungut.


Mir ist jetzt das Wort "Hühnerfrüchte" in den Sinn gekommen und ich
musste innerlich lachen ... *hehe*

> Marianne

#m

Martin Hotze

unread,
Jul 13, 2008, 2:51:05 PM7/13/08
to
Fragesteller schrieb:

> Bilder aus Passfotoautomaten...
> ...sind wie S*x ohne Liebe,

hm, was hast du gegen Sex ohne Liebe?

> Mappen: Eine sehr gute Idee, auch für ein Fotostudio.

Mag sein. Mappen sind eine Plage, IMHO.
Und dann auch noch erwarten dass man das Zeug zurück sendet. Warum
erwarten sich das Bewerber blos?

#m

Gerrit Brodmann

unread,
Jul 13, 2008, 2:57:11 PM7/13/08
to
Hans- Peter Walther <hp.wa...@gmx.de> wrote:

>Am Sun, 13 Jul 2008 17:32:25 +0000 schrieb Gerrit Brodmann:
>
>

>> Also die Industriejobs sind für viele attraktiver, weil eben mehr
>> Aufstiegschancen, Sicherheit usw...
>
>Das letzte ist aber schon seit vielen Jahren kein Argument für
>Großunternehmen mehr. In letzter Zeit mal Zeitung gelesen?

Und? Du in letzter Zeit mal die Insolvenzbekanntmachungen gelesen?

>> Und auch in kleineren Betrieben hat jeder seine eigene Methode zu
>> sortieren.
>

>Sicher. IdR (meine Frau hat beispielsweise täglich etwa 3- 10 Mappen auf
>dem Tisch) ist aber hier der Inhalt entscheidend, nicht das Äußere (bis
>auf wenige Jobs mit Kundenkontakt). Und die teuersten und aufwändigsten

>Mappen kommen von Leuten, die an sogenannten "Bewerbungstrainings" im
>Auftrag der AfA teilnehmen durften.

Hast Du dafür Belege oder sind das nur Vorurteile?

>Ohne Wertung des Inhalts. 30% der Ausgaben hättens aber auch getan.
>Wieso muß ich bei Bewerbung als Produktionsarbeiter eine schweineteure
>Bewerbungsmappe abliefern?

Um zu zeigen, daß es einem mit dem Job wichtig ist? OK, für Dich
vielleicht schwer vorstellbar, daß jmd unbedingt so einen Job will?


Gerrit Brodmann

unread,
Jul 13, 2008, 3:00:30 PM7/13/08
to
Martin Hotze <loca...@eunet.at> wrote:

>Fragesteller schrieb:
>> Bilder aus Passfotoautomaten...
>> ...sind wie S*x ohne Liebe,
>
>hm, was hast du gegen Sex ohne Liebe?

Sex ohne Liebe ist wie französisches Bier, macht wirr im Kopf aber
schmeckt beschissen...

>> Mappen: Eine sehr gute Idee, auch für ein Fotostudio.
>
>Mag sein. Mappen sind eine Plage, IMHO.
>Und dann auch noch erwarten dass man das Zeug zurück sendet. Warum
>erwarten sich das Bewerber blos?

Weil Du Dich strafbar machst, wenn Du sie einfach wegwirfst?

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Olli Richter

unread,
Jul 13, 2008, 3:58:54 PM7/13/08
to
"Gerrit Brodmann" schrieb:

>>> Bilder aus Passfotoautomaten...
>>> ...sind wie S*x ohne Liebe,
>>
>>hm, was hast du gegen Sex ohne Liebe?
>
> Sex ohne Liebe ist wie französisches Bier, macht wirr im Kopf aber
> schmeckt beschissen...

Wie englische Küche, gute Zutaten aber keine Wiederholungsabsicht ;o)


>>> Mappen: Eine sehr gute Idee, auch für ein Fotostudio.
>>
>>Mag sein. Mappen sind eine Plage, IMHO.
>>Und dann auch noch erwarten dass man das Zeug zurück sendet. Warum
>>erwarten sich das Bewerber blos?
>
> Weil Du Dich strafbar machst, wenn Du sie einfach wegwirfst?

Weil es allgemein als höflich gilt, Unterlagen wieder zurück zu senden?
Vor allem angefordertes Material (Bewerben Sie sich bei...)
Ausnahmen: Werbezettel ;o)


LG Olli


Gerrit Brodmann

unread,
Jul 13, 2008, 4:06:20 PM7/13/08
to
"Olli Richter" <spamf...@arcor.de> wrote:

>"Gerrit Brodmann" schrieb:
>
>>>> Bilder aus Passfotoautomaten...
>>>> ...sind wie S*x ohne Liebe,
>>>
>>>hm, was hast du gegen Sex ohne Liebe?
>>
>> Sex ohne Liebe ist wie französisches Bier, macht wirr im Kopf aber
>> schmeckt beschissen...
>
>Wie englische Küche, gute Zutaten aber keine Wiederholungsabsicht ;o)

Wie die deutsche Bürokratie. Die meisten sind drüber eher unglücklich,
aber einige können nicht ohne und machen damit dem Rest das Leben
schwer.

>>>> Mappen: Eine sehr gute Idee, auch für ein Fotostudio.
>>>
>>>Mag sein. Mappen sind eine Plage, IMHO.
>>>Und dann auch noch erwarten dass man das Zeug zurück sendet. Warum
>>>erwarten sich das Bewerber blos?
>>
>> Weil Du Dich strafbar machst, wenn Du sie einfach wegwirfst?
>
>Weil es allgemein als höflich gilt, Unterlagen wieder zurück zu senden?

Komm doch nicht mit Höflichkeit, wir sind hier in Deutschland 8-)


Heinrich Butschal

unread,
Jul 13, 2008, 4:08:56 PM7/13/08
to
Marianne Bloss schrieb:
> Martin Hotze schrieb:

>
>> Mir ist jetzt das Wort "Hühnerfrüchte" in den Sinn gekommen und ich
>> musste innerlich lachen ... *hehe*
>
> Was bitte sind "Hühnerfrüchte"?
>
> Marianne

Das wurde beim debsmeet geklärt - kann man sonst nicht wissen. :-)

Mit freundlichem Gruß,
Heinrich Butschal
--
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Martin Hotze

unread,
Jul 13, 2008, 4:25:49 PM7/13/08
to
Olli Richter schrieb:

> "Gerrit Brodmann" schrieb:
>
>>>> Bilder aus Passfotoautomaten...
>>>> ...sind wie S*x ohne Liebe,
>>> hm, was hast du gegen Sex ohne Liebe?
>> Sex ohne Liebe ist wie französisches Bier, macht wirr im Kopf aber
>> schmeckt beschissen...
>
> Wie englische Küche, gute Zutaten aber keine Wiederholungsabsicht ;o)

komische Ansichten, naja: each to his own - oder so. :-)

>>>> Mappen: Eine sehr gute Idee, auch für ein Fotostudio.
>>> Mag sein. Mappen sind eine Plage, IMHO.
>>> Und dann auch noch erwarten dass man das Zeug zurück sendet. Warum
>>> erwarten sich das Bewerber blos?
>> Weil Du Dich strafbar machst, wenn Du sie einfach wegwirfst?

hu?
wenn mir wer was schickt dann hat er ziemlich viele Rechte an dem
Gesendeten verloren. Als netter Mensch ver-/entsorge ich aber das Papier
via Schredder.

> Weil es allgemein als höflich gilt, Unterlagen wieder zurück zu senden?
> Vor allem angefordertes Material (Bewerben Sie sich bei...)

Wenn ich bei einer Stellenausschreibung statt der geforderten Unterlagen
per Email (plain text, PDF Attachments oder Downloadlink, etc.) dennoch
toten Baum bekomme dann darf keiner erwarten dass ich Geld für die
Entsorgung (Rücksendung) ausgebe. [ausserdem weise ich bei einer
Stellenausschreibung darauf hin dass gesendete Unterlagen nicht
retourniert werden]

> Ausnahmen: Werbezettel ;o)

.. und selbst diese Entsorgung kostet dich Geld/Zeit.

> LG Olli

#m

Kai Kranzmann

unread,
Jul 13, 2008, 4:38:07 PM7/13/08
to

>
>
> Also nochmal: 30.000 Euro werden als Übernahmesumme für ein Fotostudio
> in einer Stube im 1.Stock mit bischen Schund darin gefordert.
> gefordert, zu viel oder ok?
>


Die Unternehmr die ich kenne und erfolgreich sind, haben zu Beginn ihrer
Unternehmerschaft grundsätzlich sparsam bis geizig gehaushaltet.
Und letztlich wird so immer gearbeitet.
Mir wäre der Laden keinen Euro wert.
Im Übrigen kenne ich einen Fotografen, der Hochzeiten,
Firmenpresentationen mit lichtstarken Objektiven und ner Nikon D70
fotografiert...... Will sagen eine gehobene DSLR, lichtstarke Objektive
und ne Fotoblitzanlage von Walimex reichen durchaus für den Anfang aus.
Für Passfotos gibt es fertige Anlagen, bei denen der Fotograf vor dem
Ausdruck noch manuell nacharbeiten kannn....
Somit bliebe von den 30.000 noch genügend übrig eine passendere
Örtlichkeit zu suchen und Werbung zu machen......

Kai

Stefan Froehlich

unread,
Jul 13, 2008, 4:38:34 PM7/13/08
to
On Sun, 13 Jul 2008 22:08:56 +0200 Heinrich Butschal wrote:
> >> Mir ist jetzt das Wort "Hühnerfrüchte" in den Sinn gekommen und ich
> >> musste innerlich lachen ... *hehe*

> > Was bitte sind "Hühnerfrüchte"?

> Das wurde beim debsmeet geklärt - kann man sonst nicht wissen. :-)

Google gibt wenigstens einen gewissen Hinweis auf die richtige Antwort,
allerdings nicht auf die Folgefrage, weshalb Martin seine Assoziation
gehabt hat :-)

Servus,
Stefan

--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich

Stefan! Da steckt mehr drin, als man hofft.
(Sloganizer)

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Gerrit Brodmann

unread,
Jul 13, 2008, 5:50:23 PM7/13/08
to
Stefan...@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) wrote:

>On Sun, 13 Jul 2008 22:08:56 +0200 Heinrich Butschal wrote:

>> >> Mir ist jetzt das Wort "Hühnerfrüchte" in den Sinn gekommen und ich


>> >> musste innerlich lachen ... *hehe*
>

>> > Was bitte sind "Hühnerfrüchte"?
>
>> Das wurde beim debsmeet geklärt - kann man sonst nicht wissen. :-)


>
>Google gibt wenigstens einen gewissen Hinweis auf die richtige Antwort,
>allerdings nicht auf die Folgefrage, weshalb Martin seine Assoziation
>gehabt hat :-)

Ohne nachzuschauen, ich würde auf Eier tippen...


Gerrit Brodmann

unread,
Jul 13, 2008, 5:53:05 PM7/13/08
to
Martin Hotze <loca...@eunet.at> wrote:


>>>>> Mappen: Eine sehr gute Idee, auch für ein Fotostudio.
>>>> Mag sein. Mappen sind eine Plage, IMHO.
>>>> Und dann auch noch erwarten dass man das Zeug zurück sendet. Warum
>>>> erwarten sich das Bewerber blos?
>>> Weil Du Dich strafbar machst, wenn Du sie einfach wegwirfst?
>
>hu?
>wenn mir wer was schickt dann hat er ziemlich viele Rechte an dem
>Gesendeten verloren. Als netter Mensch ver-/entsorge ich aber das Papier
>via Schredder.

Eben das darfst Du nicht, Du musst entweder zurückschicken oder die
Möglichkeit der Abholung geben. Vernichten darfst Du eigentlich nur
mit Zustimmung.

Wie schon festgestellt, so eine Mappe kostet auch Geld.


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Lutz Schulze

unread,
Jul 13, 2008, 8:14:26 PM7/13/08
to
Am Sun, 13 Jul 2008 19:25:55 +0200 schrieb Marianne Bloss:

>>>> Dazu kommt dann noch der Faktor, daß einem bei einem Passfoto niemand
>>>> sagt, daß man bescheuert ausschaut, da zählen nur die vom Amt
>>>> gegebenen Vorgaben. Bei einem anständigem Bewerbungsfoto wird Dir
>>>> gesagt, daß die Kravatte nicht sitzt, daß Deine Pose dusselig ist
>>>> usw...
>>>
>>> Dazu ist Mann verheiratet ;-)
>>
>> Was ich hiermit nachdrücklich betonen möchte. ;-)
>

> Jetzt weiß ich wieder einmal warum ich Single bin: An derlei banalen
> Aufgaben bin ich wirklich nicht interessiert.

Hier scheint es ja von Leuten zu wimmeln, die sich zu Höherem berufen fühlen
...

Smileys übersehen?

Lutz

--
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Neu: Ethernetbox jetzt auch im 19 Zoll Gehäuse mit 12 Ports für Sensoren

Lutz Schulze

unread,
Jul 13, 2008, 8:18:12 PM7/13/08
to
Am Sun, 13 Jul 2008 21:53:05 GMT schrieb Gerrit Brodmann:

> Martin Hotze <loca...@eunet.at> wrote:
>
>
>>>>>> Mappen: Eine sehr gute Idee, auch für ein Fotostudio.
>>>>> Mag sein. Mappen sind eine Plage, IMHO.
>>>>> Und dann auch noch erwarten dass man das Zeug zurück sendet. Warum
>>>>> erwarten sich das Bewerber blos?
>>>> Weil Du Dich strafbar machst, wenn Du sie einfach wegwirfst?
>>
>>hu?
>>wenn mir wer was schickt dann hat er ziemlich viele Rechte an dem
>>Gesendeten verloren. Als netter Mensch ver-/entsorge ich aber das Papier
>>via Schredder.
>
> Eben das darfst Du nicht, Du musst entweder zurückschicken oder die
> Möglichkeit der Abholung geben.

Vielleicht sind sie ja gar nicht angekommen. Oder auf dem Rückweg
verlorengegangen.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: ich sende die Unterlagen zurück,
soweit sie nicht nur aus 2 losen Blättern bestehen.

Ich frage mich allerdings, wie du diesen 'Anspruch' auf Rücksendung in der
Praxis durchsetzen willst und halte ihn deshalb für nicht relevant.

Lutz Schulze

unread,
Jul 13, 2008, 8:22:17 PM7/13/08
to
Am Sun, 13 Jul 2008 15:55:16 GMT schrieb Gerrit Brodmann:

>>> Doch. Ist ganz einfach zu sortieren, denn ein Passbild ist IDR
>>> kleiner. Und was die Quallität des Bildes betrifft, auch da läßt sich
>>> schneller sortieren als beim kompletten Durchlesen.
>>
>>Klar geht das leicht, aber bedeutet das dass es gemacht wird?


>
> Ja. Der Mensch ist faul und wenn Du im Großwerk jedes Jahr 6000
> Bewerbungen bekommst, wirst Du schauen, daß die Vorauswahl möglichst
> schnell und mühelos geht.

Die wenigsten Menschen arbeiten in Großbetrieben (auch wenn die öffentliche
Wahrnehmung eine andere ist), bei 80% wird das also vermutlich anders
gehandhabt.

>>> Dazu kommt dann noch der Faktor, daß einem bei einem Passfoto niemand
>>> sagt, daß man bescheuert ausschaut, da zählen nur die vom Amt
>>> gegebenen Vorgaben. Bei einem anständigem Bewerbungsfoto wird Dir
>>> gesagt, daß die Kravatte nicht sitzt, daß Deine Pose dusselig ist
>>> usw...
>>
>>Dazu ist Mann verheiratet ;-)
>

> Es soll auch noch glückliche Männer geben...

Ah ja, wieder ein Experte.

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