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Abschlussatz im Zeugnis

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Sascha Neuhold

unread,
Aug 19, 2003, 4:42:43 AM8/19/03
to
Hallo Allerseits

bei einigen Bewerbung, die ich bekam, war ein netter Abschlusssatz im
Zeugnis, leider find ich die nicht mehr. Es war sowas wie "Dieses
Zeugnis entspricht § der ?...ordnung und enthält keine Klauseln nach
dem ?..code und sind auch nicht beabsichtigt" Ich bekomme diesen Satz
einfach nicht mehr hin, war aber nett. Kennt einer diese Klausel, ich
hatte sie bei Zeugnissen einiger größeren Unternehmen gesehen, ich
nehme an dass sie irgendwo mal veröffentlicht wurde und seit dem
benutzen einige Firmen diese Abschlusssatz.

Sascha

Matthias Koehler

unread,
Aug 19, 2003, 4:49:29 AM8/19/03
to
[Sascha:]

> Ich bekomme diesen Satz einfach nicht mehr hin, war aber nett.

Zeugnisse ohne versteckte Botschaften sind ja doooooof... :-))

Matthias


--
Matthias Köhler
Film- und Fernsehproduktion
http://www.koehler-film.de

Matthias Kryn

unread,
Aug 19, 2003, 4:55:37 AM8/19/03
to
Sascha Neuhold <news-...@gmx.de> schrieb:

> bei einigen Bewerbung, die ich bekam,

Welche Branche/welches Tätigkeitsprofil?

> war ein netter Abschlusssatz
> im Zeugnis, leider find ich die nicht mehr. Es war sowas wie "Dieses
> Zeugnis entspricht § der ?...ordnung

Eine Zeugnisklauselverordnung gibt es zum Glück noch nicht :-)

> und enthält keine Klauseln nach
> dem ?..code und sind auch nicht beabsichtigt"

Hm. Das habe ich noch nicht gesehen, wobei das in diesem Fall nichts
zu bedeuten hat.

Wenn man so etwas liest, hört man dann wirklich auf, nach versteckten
Hinweisen zu suchen? Wie war Dein Eindruck (außer "nett")?

> Ich bekomme diesen
> Satz einfach nicht mehr hin, war aber nett. Kennt einer diese
> Klausel, ich hatte sie bei Zeugnissen einiger größeren Unternehmen

Wenn Du das Unternehmen noch weißt, könntest Du Dich da mal in die
Personalabteilung durchtelefonieren. Welche Unternehmen waren das
denn? *neugier*

> gesehen, ich nehme an dass sie irgendwo mal veröffentlicht wurde
> und seit dem benutzen einige Firmen diese Abschlusssatz.

^^^^^^
*ähäm*

Grüße
Matthias

Sascha Neuhold

unread,
Aug 19, 2003, 6:38:16 AM8/19/03
to
Naja meine Ordnung ;-)

Dieses Zeugnis enthält keine verschlüsselten Hinweise (§113 Gewo, Abs.
3). Jede Interpretation im Sinne des sogenannten „Unternehmenscodes“
würde unsere Aussagen verfälschen.

was haltet ihr von solchen Sätzen gelesen bei der "Bewag (Berliner
Stromlieferant), und der TU-Berlin in Praktikantenzeugnissen. Ist das
neu, macht das Sinn?
Ich meine, geknickte Zeugnisse ganz schlecht oder "umfassendes
Einfühlungsvermögen" = lesbisch bzw. schwul, da blickt man ja nun
wirklich nicht mehr durch, ich zumindest.

Sascha

Matthias Kryn

unread,
Aug 19, 2003, 6:38:25 AM8/19/03
to
Sascha Neuhold <news-...@gmx.de> schrieb:

> Dieses Zeugnis enthält keine verschlüsselten Hinweise
> (§113 Gewo, Abs. 3).

Weils im Gesetz steht, kann man sich diesen Satz auch schenken.
Außerdem bezieht sich dieser Absatz nicht auf Formulierungen.

> Jede Interpretation im Sinne des sogenannten
> "Unternehmenscodes" würde unsere Aussagen verfälschen.

Was ist denn der sog. "Unternehmenscode"?

> was haltet ihr von solchen Sätzen gelesen bei der "Bewag (Berliner
> Stromlieferant), und der TU-Berlin in Praktikantenzeugnissen. Ist
> das neu, macht das Sinn?

Ich würde mein Zeugnis ohne solch einen Kokolores verlangen. Und hier
in Hessen habe ich so etwas noch nicht gesehen.

Grüße
Matthias

Matthias Kryn

unread,
Aug 19, 2003, 7:21:34 AM8/19/03
to
Angelika Jaunich <a.ja...@gmx.de> schrieb:

> AmTue, 19 Aug 2003 12:38:25 +0200, "Matthias Kryn" schrieb:

> > Was ist denn der sog. "Unternehmenscode"?
>

> Dieses "voll - voller -am vollsten", wo mir immer die Galle
> überläuft und von Zufriedenheit nichts mehr bleibt?

Das hieße "Zeugniscode".

Unter "Unternehmenscode" stelle ich mir eine EAN o.ä. vor. Auch so
gesehen trägt der Satz mehr zur Verwirrung bei und sollte ersatzlos
wegfallen.

Grüße
Matthias

Guenter Cornett

unread,
Aug 19, 2003, 7:30:29 AM8/19/03
to
Sascha Neuhold schrieb:

> Naja meine Ordnung ;-)
>
> Dieses Zeugnis enthält keine verschlüsselten Hinweise (§113 Gewo, Abs.
> 3). Jede Interpretation im Sinne des sogenannten „Unternehmenscodes“
> würde unsere Aussagen verfälschen.
>
> was haltet ihr von solchen Sätzen gelesen bei der "Bewag (Berliner
> Stromlieferant), und der TU-Berlin in Praktikantenzeugnissen. Ist das
> neu, macht das Sinn?

Jau, interessiert mich auch. Ich habe mal ein Zeugnis erhalten, das
einerseits gespickt war mit Unternehmenscodes andererseits den Hinweis
enthielt, dass eine Interpretation im Sinne der Codes die Aussagen
verfälschen würde.

Da eine Interpretation des Zeugnisses im Sinne der Codes für mich recht
positiv war, kam ich ins Grübeln, ob der Schlussatz nicht vielleicht
auch ein Code darstellt, der so etwas besagt wie: ätsch, wir meinen das
Gegenteil.

Ich vermute aber eher, dieser Hinweis nur aufgrund interner oder
gesetzlicher Vorschriften (für bestimmte Betriebe?) unterm Zeugnis steht
und nicht wirklich von Bedeutung ist.

Gruß, Günter

--
Guenter Cornett - http://www.spieleautorenseite.de/
BAMBUS SPIELEVERLAG: http://www.bambusspiele.de/

-------> http://www.jekyllandhyde.info/ <-------

Peter Racz

unread,
Aug 19, 2003, 9:45:17 AM8/19/03
to

"Sascha Neuhold" <news-...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:bhsne9$2ptqk$1...@ID-21169.news.uni-berlin.de...

Wenn ich einen Praktikanten beschäftige, dann enthält der Zeugnis etwa
folgendes:

"Da ich versteckte und verschlüsselte Formulierungen in Arbeitszeugnisse
ablehne, enthält dieses Zeugnis keine solchen Formulierungen."

Außerdem achte ich peinlich darauf daß keine der bekannten Formulierungen
(zu unseren vollen, vollsten Zufriedenheit) im Zeugnis vorkommen. Stattdem
schreibe ich sachlich und ohne amtsdeutch.

Vorausgesetzt der Praktikant ist einverstanden. Sonst kann er ein Zeugnis
mit "vollsten" Sch*** bekommen. Bisher waren alle immer einverstanden.

Gruß
Peter


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Hans-Peter Popowski

unread,
Aug 19, 2003, 2:19:07 PM8/19/03
to

"Andy Glaser" <Andy....@glaser-ruder.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3F4260F7...@glaser-ruder.de...

Hallo Andy,

> Ein Beispiel dafür ist mein letztes Arbeitszeugnis, als ich noch
> angestellt war. Da schrieb der Mann: "Sein Verhalten gegenüber
> Kunden, Vorgesetzten und Mitarbeitern war stets einwandfrei.
> " Für ihn stand der Kunde über allen anderen.
> Der Kunde war für ihn immer der wichtigste Teil im Unternehmen,
> weshalb der Kunde auch vorn in der Formulierung zu finden ist.
> Das hat er mir später mal so begründet. Die Zeugnisvercoder
> dagegen sagen bei dieser > Formulierung, dass es "starke
> Reibungsverluste" zwischen Mitarbeitern, Vorstand und mir
> gegeben hat, da bei der Formulierung dieses Satzes die
> Standard-Reihenfolge (!) Vorgesetzte-Kollegen-Dritte nicht
> eingehalten wurde. Referenzen sind viel brauchbarer, leider
> gibt es im gehässigen Deutschland so etwas kaum.

JStA Nr. 1.0.
Diese Formulierung in der Reihenfolge *kann*, aber muss nicht richtig
sein, kommt eben auf die Art der Tätigkeit an Innendienst oder
Kundenservice (z.B. Vertreter).

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter


Wolfgang Woicke

unread,
Aug 19, 2003, 2:30:55 PM8/19/03
to
Hallo Andy,

> BTW: Auf Arbeitszeugnisse kann man eigentlich langsam scheixxx, da
> wird a) entweder nur noch Schönschreiberei betrieben oder b) der
> Zeugnisschreiber kann es einfach nicht besser. Vor Gericht bekommt
> ein klagewilliger Arbeitnehmer bei einem schlechten zeugnis auch
> fast alles positiv durch (es sei denn es gab Abmahnungen). Viele
> Arbeitgeber wollen ein sehr gutes Zeugnis schreiben, da sie aber die
> Scheixxcodes nicht kennen kommt dabei ein mangelhaftes Zeugnis raus.


> Ein Beispiel dafür ist mein letztes Arbeitszeugnis, als ich noch
> angestellt war. Da schrieb der Mann: "Sein Verhalten gegenüber
> Kunden, Vorgesetzten und Mitarbeitern war stets einwandfrei." Für
> ihn stand der Kunde über allen anderen. Der Kunde war für ihn immer
> der wichtigste Teil im Unternehmen, weshalb der Kunde auch vorn in
> der Formulierung zu finden ist. Das hat er mir später mal so
> begründet. Die Zeugnisvercoder dagegen sagen bei dieser
> Formulierung, dass es "starke Reibungsverluste" zwischen
> Mitarbeitern, Vorstand und mir gegeben hat, da bei der Formulierung
> dieses Satzes die Standard-Reihenfolge (!)
> Vorgesetzte-Kollegen-Dritte nicht eingehalten wurde. Referenzen sind
> viel brauchbarer, leider gibt es im gehässigen Deutschland so etwas
> kaum.

Du hast so recht. Aber, da beisst sich die Katze in den Schwanz. Die
Personalabteilungen wissen sicher um diese Kalamität, fordern aber
trotzdem Arbeitszeugnisse an. Aber was sollen sie auch sonst tun?

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Woicke

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