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Als Freiberufler Geschaeftskonto notwendig?

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G?tz E. Fabian

unread,
Nov 11, 2003, 5:12:07 AM11/11/03
to
Hallo miteinander,

um alles schön ordentlich zu machen, hatte ich die Absicht, neben
meinem Privatgirokonto ein zweites Konto für die freiberufliche
Tätigkeit einzurichten. Mir ist nicht ganz klar ob ein weiteres
(Privat-)Girokonto verwendet werden kann, oder welchen Zweck ein
reguläres Geschäftsgirokonto hat oder hätte. Ich habe keinen
Finanzierungsbedarf - das Konto nimmt Erträge auf und wird für
Ausgaben verwendet. Einiger meiner Bekannten haben am Anfang generell
Ihr Privatkonto benutzt. Dazu habe ich aber keine Lust - wie gesagt
neige ich zur Ordnung;-)
Wann also Geschäftsgirokonto (Personengesellschaften?) und kann ich
ein zweites Privatgirokonto benutzen (eigentlich ja meist auch
günstiger...)?

Danke Euch,

Götz

Peter Racz

unread,
Nov 11, 2003, 5:32:54 AM11/11/03
to
G?tz E. Fabian schrieb:

Es zwingt Dich niemand ein zweites Konto zu benutzen, außer Dein
berechtigter Wunsch nach Ordnung.

Bei den Banken unterscheidet sich ein Geschäftsgirokonto von einem
privaten Girokonto meistens nur durch die Gebühren, und daß Du eventuell
einen anderen Ansprechpartner hast. Es soll aber Fälle geben, wo die
Bank, wenn aus den Texten der Zahlungsverkehr offensichtlich ist, daß
das Konto für gewerbliche Zwecke benutzt wird, doch die Gebühren für ein
Geschäftskonto verrechnet. Nimm eine Online Bank, dort ist es eher
unwahrscheinlich, daß jemand nachschaut.

Gruß
Peter

Martin Hentrich

unread,
Nov 11, 2003, 5:31:37 AM11/11/03
to
G?tz E. Fabian bemerkte:

>um alles schön ordentlich zu machen, hatte ich die Absicht, neben
>meinem Privatgirokonto ein zweites Konto für die freiberufliche
>Tätigkeit einzurichten. Mir ist nicht ganz klar ob ein weiteres

>(Privat-)Girokonto verwendet werden kann, ...

Ja. Wenn die bank mitspielt. Sinnvoll ist ein gesondertes Konto für das
Unternehmen nur aus einem Grunde: ...alles schön ordentlich zu machen...

>...oder welchen Zweck ein


>reguläres Geschäftsgirokonto hat oder hätte.

Die Banken definieren das "Geschäftskonto" eigentlich nur, damit sie
mehr abkassieren können, so ein Konto hat nämlich eher mehr Buchungen
als ein Privatkonto. Und es erlaubt Lastschrifteinzüge.

Martin
--
"Das Usenet ist prinzipiell ein recht lustiger Haufen, machmal ein
lustiger Haufen kleinkarierter, besserwissender und arroganter
Arschlöcher, aber doch immer irgendwie lustig." (Oliver C. Thornton)

Hans-Georg Michna

unread,
Nov 11, 2003, 1:12:52 PM11/11/03
to
Götz,

manchmal gibt es ganz seltsame Probleme mit den sogenannten
Geschäftskonten. Z.B. sendet meine Bank bei jeder Bewegung auf
meinem Geschäftskonto einen Auszug zu und erzeugt dadurch
vollkommen unsinnige Kosten.

Möglicherweise ist es schlauer, ein zweites Privatkonto zu
verwenden.

Hans-Georg

--
No mail, please.

Patrick Schnabel

unread,
Nov 11, 2003, 1:51:01 PM11/11/03
to
Hans-Georg Michna <hans-georgN...@michna.com> hat in
news:kb92rv45jkqhthc6u...@4ax.com geschrieben:

> manchmal gibt es ganz seltsame Probleme mit den sogenannten
> Geschäftskonten. Z.B. sendet meine Bank bei jeder Bewegung auf
> meinem Geschäftskonto einen Auszug zu und erzeugt dadurch
> vollkommen unsinnige Kosten.

Für Geschäftsleute, die täglich wissen müssen, was auf dem Konto
abgeht und kein Online-Banking nutzen können oder wollen, ist der
tägliche Kontoauszug elementar.
Allerdings kann man jede Bank anweisen Bankauszüge nur zu
bestimmten Zeiten zuschicken zu lassen. Das sollte bei keiner Bank
ein Problem sein.


Gruss von Patrick

--
http://www.elektronik-kompendium.de/

Bego Mario Garde

unread,
Nov 12, 2003, 4:18:57 AM11/12/03
to
G?tz E. Fabian schrieb:
> Hallo miteinander,

Hallo,

> um alles schön ordentlich zu machen, hatte ich die Absicht, neben
> meinem Privatgirokonto ein zweites Konto für die freiberufliche
> Tätigkeit einzurichten.

IMHO ist das auch vollkommen richtig so. Deine privaten Ausgaben gehen
keinen etwas an und private Unterlagen müssen (im Gegensatz zu
geschäftlichen Unterlagen) auch nicht zehn Jahre lang
aufbewahrt werden. Deshalb macht es schon Sinn, die geschäftlich
bedingten Kontobewegungen separat zu halten.

> Mir ist nicht ganz klar ob ein weiteres (Privat-)Girokonto verwendet
> werden kann, oder welchen Zweck ein reguläres Geschäftsgirokonto hat
> oder hätte.

Meist wird in den AGB geregelt, wozu das Konto genutzt werden darf. "Das
Kontokorrentkonto dient zur Abwicklung des privaten Zahlungsverkehrs
sowie der kurzfristigen Geldanlage." Eine abweichende Nutzung, also z.B.
als Geschäftskonto, ist somit ein Verstoß gegen die AGB und könnte zur
Kontokündigung führen.

> Ich habe keinen Finanzierungsbedarf ...

Die Eröffnung eines Geschäftskontos schließt leider nicht automatisch
eine Einräumung einer Kreditlinie ein. Allerdings habe ich mich
gewundert, dass die Postbank (die nach meinen Recherchen für
Geschäftskunden immer noch die günstigste Bankverbindung ist) gleich
eine Visa-Karte mit anbietet. (Muss man zwar nicht abschließen, aber es
ist auch eine Form der Krediteinräumung.)

Bego

Joachim Wiesemann

unread,
Nov 12, 2003, 6:27:23 AM11/12/03
to
Am Wed, 12 Nov 2003 10:18:57 +0100, verlautete Bego Mario Garde:

> Die Eröffnung eines Geschäftskontos schließt leider nicht automatisch
> eine Einräumung einer Kreditlinie ein. Allerdings habe ich mich
> gewundert, dass die Postbank (die nach meinen Recherchen für
> Geschäftskunden immer noch die günstigste Bankverbindung ist) gleich
> eine Visa-Karte mit anbietet. (Muss man zwar nicht abschließen, aber es
> ist auch eine Form der Krediteinräumung.)

Ich weiß nicht, wie es die Post hält, aber es gibt Visa-Karten auf
Guthabenbasis. Da ist nix mit Kredit.

Viele Grüße
Joachim

--
Dr. Joachim Wiesemann
http://www.bestviewed.de/ Seiten über Webdesign und Usability
http://jwiesemann.com/ Ingenieurdienstleistungen, Usabilityberatung
"Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche!"

Bego Mario Garde

unread,
Nov 13, 2003, 2:25:12 AM11/13/03
to
Joachim Wiesemann schrieb:

> Ich weiß nicht, wie es die Post hält, aber es gibt Visa-Karten auf
> Guthabenbasis. Da ist nix mit Kredit.

Ursprünglich heißt die Kreditkarte ja so, weil sie (insbesondere in
Amerika) die Möglichkeit einräumen soll, die Einkäufe auch in Raten
abzustottern oder die Zahlung erst später zu leisten. IIRC gibt es in
den USA kein Dispo, da wird das alles über die Kreditkarten gesteuert.
Und wenn die Kreditlinie einer Karte erschöpft ist, besorgt man sich
schnell eine neue ...

Die meisten Kreditkarten laufen in Deutschland wohl auf Guthabenbasis.
Allerdings ist auch das aus Sicht der Bank ein Kreditrisiko. Schließlich
besteht die Möglichkeit, dass der Kreditkarteninhaber fleißig einkauft
und nicht rechtzeitig das entsprechende Guthaben auf seinem Konto
anschafft. Das hat zwar zur Folge, dass der Kunde zunächst eine Mahnung
und hohe Gebühren für die Lastschriftrückgabe aufgedrückt bekommt und
ggf. später Konto und Karte gekündigt werden (inklusive nettem Eintrag
bei der Schufa), aber die Bank muss trotzdem erstmal hinter ihrem Geld
herrennen.

Bego

Joachim Wiesemann

unread,
Nov 13, 2003, 3:34:58 AM11/13/03
to
Am Thu, 13 Nov 2003 08:25:12 +0100, verlautete Bego Mario Garde:

> Joachim Wiesemann schrieb:
>> Ich weiß nicht, wie es die Post hält, aber es gibt Visa-Karten auf
>> Guthabenbasis. Da ist nix mit Kredit.
>

> Die meisten Kreditkarten laufen in Deutschland wohl auf Guthabenbasis.
> Allerdings ist auch das aus Sicht der Bank ein Kreditrisiko. Schließlich
> besteht die Möglichkeit, dass der Kreditkarteninhaber fleißig einkauft
> und nicht rechtzeitig das entsprechende Guthaben auf seinem Konto
> anschafft. Das hat zwar zur Folge, dass der Kunde zunächst eine Mahnung
> und hohe Gebühren für die Lastschriftrückgabe aufgedrückt bekommt und
> ggf. später Konto und Karte gekündigt werden (inklusive nettem Eintrag
> bei der Schufa), aber die Bank muss trotzdem erstmal hinter ihrem Geld
> herrennen.

Falsch. Bei jedem online-Zugriff wird aktuell das Kreditlimit bzw. das
Guthaben geprüft. Und Visa-Electron z.B. geht nur online.
<http://www.eurokartensysteme.de/acquirer/vertragspartner/vorteile/visaelectron/>

Kreditkarten heißen diese Dinger nur (noch) im "Volksmund".

Wobei es durchaus auch noch "echte" Kreditkarten gibt, die über ein
eigenes Kreditlimit verfügen und zum Monatsende abrechnen.

Martin Hentrich

unread,
Nov 13, 2003, 4:18:37 AM11/13/03
to
Joachim Wiesemann bemerkte:

>Wobei es durchaus auch noch "echte" Kreditkarten gibt, die über ein
>eigenes Kreditlimit verfügen und zum Monatsende abrechnen.

Wie es zum Beispiel die kostenlose (!) Mastercard von Karstadt macht.
Abrechnung einmal monatlich. Man erhält eine Übersicht per Post und den
Termin der Abbuchung mitgeteilt. Und man hat auch einen bestimmten
eingeräumten Kreditrahmen für den man dann einkaufen kann. Bei mir sind
das 1.500 Euronen. reicht für den Monat... :-) Und dann gipps noch
diese Punkte bei HappyDigits oben drauf.

Ist
--
*Der* Newsreader schlechthin: Forte (Free) Agent (deutsch)
http://www.forteinc.com/agent/download.php?language=Deutsch

Martin Schoenbeck

unread,
Nov 13, 2003, 8:43:30 AM11/13/03
to
Hallo Joachim,

Joachim Wiesemann schrieb:


>
> Wobei es durchaus auch noch "echte" Kreditkarten gibt, die über ein
> eigenes Kreditlimit verfügen und zum Monatsende abrechnen.

Ich dachte, daß sei immer noch der Normalfall. Bietet nicht z.B.
Eurocard nur die Sorte an?

Gruß Martin
--
Softwarepatente? Nein, danke. Hier eintragen:
http://petition.eurolinux.org/index_html

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