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Wie funktioniert das Lastschriftverfahren? Was gilt alles als Einzugsermächtigung?

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Eric Kempe

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Dec 29, 2001, 5:20:08 AM12/29/01
to
Ich interessiere mich derzeit für das Lastschriftverfahren. Bei der Bank
gibt es ja solche Scheine, mit denen man von einem Konto einen gewissen
Betrag abbuchen kann. Dazu braucht man natürlich eine Einzugsermächtigung
des Kontoinhabers, sonst macht man sich strafbar. Was gilt aber als
Einzugsermächtigung?
Viele Unternehmen wollen dazu die Unterschrift des Kontoinhabers. Bei
anderen im Internet reicht es, wenn man nur seine Bankverbindung mitteilt,
z.B. über ein Online-Formular.

Kann mir jemand noch einmal genau erläutern, wie das ganze genau
funktioniert und was man rechtlich alles beachten muß, damit es im
nachhinein keinen Ärger gibt.

Jetzt schon einmal Danke!

MfG

E. Kempe


Uli Fehr

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Dec 29, 2001, 6:42:28 AM12/29/01
to
"Eric Kempe" <e.k...@firemail.de> schrieb im Newsbeitrag news:3c2d986e$0$14097$9b62...@news.freenet.de...

> Ich interessiere mich derzeit für das Lastschriftverfahren. Bei der Bank
> gibt es ja solche Scheine, mit denen man von einem Konto einen gewissen
> Betrag abbuchen kann. Dazu braucht man natürlich eine Einzugsermächtigung
> des Kontoinhabers, sonst macht man sich strafbar.

Strafbar?


> Was gilt aber als Einzugsermächtigung?
> Viele Unternehmen wollen dazu die Unterschrift des Kontoinhabers. Bei
> anderen im Internet reicht es, wenn man nur seine Bankverbindung
> mitteilt, z.B. über ein Online-Formular.

Das reicht im zweifelsfall IMHO nicht aus, bestenfalls nach Anerkennung
der digitalen Unterschrift.


> Kann mir jemand noch einmal genau erläutern, wie das ganze genau
> funktioniert und was man rechtlich alles beachten muß, damit es im
> nachhinein keinen Ärger gibt.

Ja, Deine Bank - SCNR


Grüße - Uli -

Matthias Hanft

unread,
Dec 30, 2001, 12:53:37 AM12/30/01
to
Thomas Erstfeld schrieb:
>
> Dann erstellst Du die Lastschriften entweder auf Papier (Vordrucke im Handel
> oder bei deiner Bank) und reichst sie mit einem entsprechenden
> Einreicherformular (gibt es auch bei deiner Bank) ein (=teuerste Loesung)

Ich glaub nicht, daß es heute noch eine Bank gibt, die Lastschriften auf
Papier akzeptiert.

Gruß Matthias.

Matthias Hanft

unread,
Dec 31, 2001, 4:13:04 AM12/31/01
to
Thomas Erstfeld schrieb:
>
> glaub mir ruhig, diese Banken gibt es noch, allerdings kostet dann die Buchung
> zwischen DM 0,70 und DM 1,50 pro Lastschrift. Dies ist dann etwa 2 bis 4
> mal so teuer, wie ein Buchungsposten auf einer DTA-Diskette.

Oh, interessant. Ich war der Meinung, das beleghafte Lastschriften seit 1999
vollständig ausgestorben seien... :-)

Ich würde das aber eher als "zehnmal bis unendlich so teuer" definieren - bei der
einen Bank, wo ich bin, kosten beleglose Buchungen nur DM 0,06, und bei der an-
deren zahle ich eh nur eine monatliche Pauschale inkl. aller Buchungen (ja, Ge-
schäftskonto!). Beleglose Buchungen im Bereich von DM 0,35 oder so finde ich
also eigentlich auch schon extrem teuer...

Gruß Matthias.

Matthias Hanft

unread,
Dec 31, 2001, 5:55:53 PM12/31/01
to
Thomas Erstfeld schrieb:
>
> da sind wir wieder bei dem alten Problem. Bank =! Bank. Eine regionale
> Geschaeftsbank mit Filialen an jeder Ecke kann nicht so kostenguenstig sein,
> wie ein Institut, welches in 50 km Umkreis nur eine Filiale (wenn ueberhaupt)
> unterhaelt.

Äh, das Geschäftskonto mit monatlicher Pauschale ist die HypoVereinsbank...
25 DM pro Monat ist zwar nicht geschenkt, aber wenn mal ein paar Tage größere
Beträge drauf rumstehen, vermindert sich das schon mal durch die 0,5% p.a.
Guthabenzinsen, und in der Pauschale ist wirklich *alles* enthalten: Alle
Buchungen, Barein- und auszahlungen, Daueraufträge, Lastschriften, FTAM-
Zugang. Bei reichlich Buchungen kann da kein Einzelpostenpreismodell mit-
halten...

> Und jetzt komm bitte nicht mit der Postbank, denn die lebt immer noch von der
> versteckten Quersubvention durch die Briefpost und will auch erstmal eine Bank
> werden. ;-)

Ok, zugegeben, das Beispiel mit den DM 0,06 pro Buchung war tatsächlich die
Postbank :-)

Gruß Matthias.

Uli Fehr

unread,
Jan 1, 2002, 7:35:29 AM1/1/02
to
"Matthias Hanft" <m...@hanft.de> schrieb im Newsbeitrag news:3C302C20...@hanft.de...

> Ich würde das aber eher als "zehnmal bis unendlich so teuer" definieren - bei der
> einen Bank, wo ich bin, kosten beleglose Buchungen nur DM 0,06, und bei der an-
> deren zahle ich eh nur eine monatliche Pauschale inkl. aller Buchungen (ja, Ge-
> schäftskonto!).

Red' nicht um den Brei rum - bei welchen bist Du denn jetzt?


Grüße - Uli -


Matthias Hanft

unread,
Jan 1, 2002, 12:55:42 PM1/1/02
to
Uli Fehr schrieb:

>
> Red' nicht um den Brei rum - bei welchen bist Du denn jetzt?

Hatte ich in meinem anderen Posting schon geschrieben:

a) Postbank, 100 Buchungen im Monat gratis, jede weitere EUR 0,03.
Wenn kein monatlicher Umsatz von EUR 10.000,00, dann zuzüglich
EUR 4,35.

b) HypoVereinsbank. EUR 12,78 pro Monat. All-inclusive (außer EC-Karte).

Beide mit Internet- und Telefonbanking und FTAM-Zugang. Und, ja, ich
bin mit beiden sehr zufrieden (wobei das - besonders bei der HVB -
sicher vor allem von den jeweiligen Firmenkundenbetreuern abhängt,
mit denen ich halt zufällig Glück gehabt habe).

Gruß Matthias.

Matthias Hanft

unread,
Jan 1, 2002, 3:53:04 PM1/1/02
to
Thomas Erstfeld schrieb:
>
> das ist zwar guenstig, aber z.B. im Rheinland musst Du dann schon nach
> Duesseldorf (oder ist in Koeln auch eine Filiale?) fahren, um vor Ort zu
> deiner Bank zu kommen.

Naja, die *Bayerische* HypoVereinsbank ist hier in *Bayern* schon etwas
dichter gesiedelt... :-) (grad mal 200 Meter oder so, ebenso wie zur
Volksbank, Commerzbank, Sparkasse, Schmidtbank und Dresdner - weiß auch
nicht, warum sich die alle ausgerechnet um *mich* angesiedelt haben... :-)
okok, sie waren _vor_mir_ schon da :-)))

> Allerdings sind 0,5% p.a. Guthabenzinsen auch nicht der Hit. Bieten die kein
> Tagesgeldkonto an?

IMHO nein, nur Festgeld, aber mindestens 30 Tage, und das ist zu lang.

Die 0,5% p.a. mußte ich mir aber erst wieder erstreiten - die gehörten damals
zum Standard der Hypobank und sind dann "eigentlich" weggefallen bei der
Fusion mit der Vereinsbank. Aber ein paar gute Worte, und schon hatte ich
sie wieder :-)

Gruß Matthias.

Matthias Hanft

unread,
Jan 28, 2002, 2:26:48 PM1/28/02
to
Rüdiger Silberer schrieb:

>
> >Ich glaub nicht, daß es heute noch eine Bank gibt, die Lastschriften auf
> >Papier akzeptiert.
>
> Gibt's natürlich. Warum auch nicht?

Weils (der Bank) unnötige Arbeit macht?

Gruß Matthias.

Daniel Roedding

unread,
Jan 28, 2002, 9:13:42 PM1/28/02
to
Matthias Hanft <m...@hanft.de> wrote:
> > Dann erstellst Du die Lastschriften entweder auf Papier (Vordrucke im Handel
> > oder bei deiner Bank) und reichst sie mit einem entsprechenden
> > Einreicherformular (gibt es auch bei deiner Bank) ein (=teuerste Loesung)
>
> Ich glaub nicht, daß es heute noch eine Bank gibt, die Lastschriften auf
> Papier akzeptiert.

Die hiesige Sparkasse Paderborn bekommt von mir ab und an sowas in
Papierform und nimmt das auch anstandslos.

Daniel

Daniel Roedding

unread,
Jan 28, 2002, 9:28:08 PM1/28/02
to
"Eric Kempe" <e.k...@firemail.de> wrote:
> Ich interessiere mich derzeit für das Lastschriftverfahren.
[...]

> Kann mir jemand noch einmal genau erläutern, wie das ganze genau
> funktioniert und was man rechtlich alles beachten muß, damit es im
> nachhinein keinen Ärger gibt.

Technisch:

Gehe zu Deiner Bank und sage, daß Du Lastschriften ziehen willst. Sie werden
Dir a) einen halben Baum zur Unterschrift vorlegen, b) Dich mit Zugangsdaten
bzw. papiernen Vordrucken versorgen. Bis Du dann tatsächlich Lastschriften
ziehen kannst werden einige Tage vergehen, weil bankintern noch eine
Prüfung in punkto "Kreditwürdigkeit" läuft. Genau wie bei Schecks muß die
Bank davon ausgehen, daß auf diese Weise eingegangene Beträge unvorhergesehen
wieder vom Konto abfließen (durch Rückbuchung durch den Belasteten), und
da wird bankintern durchaus Risikomanagement betrieben. Bei einem laufenden
Gewerbe sollte es aber daran normalerweise nicht scheitern, und wenn doch
ist es ein gutes Indiz, daß Du die Bank wechseln oder Dein Geschäftsmodell
überdenken möchtest... :-)


Rahmenbedingungen:

Die Bank fordert in ihren Vertragsbedingungen, daß eine schriftliche
Einverständniserklärung des Kunden beim Einziehenden vorliegen muß. Das
wird aber nicht geprüft, man verläßt sich zunächst auf den Vertragspartner,
daß er nur korrekte Dinge tut. Wenn es aber mal Probleme mit derartigen
Lastschriften geben sollte könnte ich mir gut vorstellen, daß die Bank
Dir wg. Vertragsbruchs lastschriftenmäßig den Hahn abdrehen könnte.


Bei der Bank ist es ansonsten wohl so organisiert, daß Rückbuchungen
"auffallen" und damit ggfs. auch von der Bank gezielt hinterfragt werden
können. Was dann genau passiert wird aber wohl Ermessenssache sein - und
damit auch ein wenig vom "guten Draht" zur Bank abhängen, den Du Dir
pflegen solltest.

Daniel

P.S.: Alle Einschätzungen beziehen sich auf gewerbliche Aktivitäten. Wenn
Du als Privatperson Lastschriften ziehen willst, wird die Bank
vermutlich ein wenig argwöhnischer hinschauen und möglicherweise
auch hinterfragen, was Du da eigentlich treibst.

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