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Klärung von Distributionsbegriffen (Händler, Zwischenhändler)

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HarrysPotter

unread,
Apr 15, 2014, 1:56:48 PM4/15/14
to
Liebe kompetente Selbstständige, ich verstehe da was nicht:
Für mich stehen im Raum die Begriffe (Einzelhändler) Händler, Zwischenhändler.

1. Ist es richtig dass der Begriff Zwischenhändler so gar nicht verwendet wird weil der Händler immer zwischen Hersteller und Konsument steht? Oft wird der Begriff verwendet als zwischenglied zwischen Hersteller und weiterem Wiederverkäufer, also nicht Endverbraucher! Stimmt das?

2. Einzelhändler: Ist das dass gleiche wie der begriff Händler? Der Händler kauft beim Produzenten das Produkt und verkauft es an den Endkunden, während der Zwischenhändler das Produkt nie gekauft hat, sondern an einen weiteren Wiederverkäufer verkauft! Stimmt das? Kann ein Zwischenhändler, sofern dieser Begriff verwandt wird auch direkt an den Endkunden (vermitteln, verkaufen)?

3. Was ist ein Großhändler?

und letztendlich: Wenn ich als Online-Shopbetreiber Waren von Produzenten an Endkunden vermittel und dafür eine Provision bekomme? Was bin ich dann von diesen vielen Begriffen? Händler, Zwischenhändler, Großhändler? Wie läuft das beim Kauf eines Produktes. Zahlt der Kunde den Preis an den Produzenten der Ware und der mir wiederum die Provision, oder zahlt der Kunde mir als Shop-Betreiber den Betrag für das Produkt und ich überweise den hauptbetrag an den Produzenten und ich behalte mir die Provision ein?

Ich bin Euch sowas von Dankbar für Antworten:

HarrysPotter

unread,
Apr 16, 2014, 9:32:37 AM4/16/14
to
..Jetzt hat das Posten nicht geklappt, deswegen nochmal:
Mir ist nicht klar, welcher Distributionsweg für unseren Online-Shop in Frage kommt? Wir haben einen Shop für handgefertigte Produkte. Private Künstler mit oder ohne Gewerbeanmeldung (das ist deren Sache) stellen Ihre Produkte in unseren OnlineShop (z. B. hochwertige Ledergürtel, o. ä.) Nun, welcher Weg?
1. Wir als Vermittler zwischen Produzent und Endverbraucher, wir sehen uns dann quasi als Makler, Vermittler und haben mit dem Abschließen einer beidseitigen Willenserklärung (Vertrag) in dem Sinn nichts zu tun. Wir verlangen für das zustanegekommene Geschäft eine Provision. Das gibt es genau in der Form schon, Z. B. Dawanda (mit dem Unterschied, dass da jeder Hersteller eine eigene kleine Homepage hat) das können wir so nicht leisten, die Sache an für sich ist aber ähnlich..
2. Oder, wir kaufen die Ware selbst beim Produzenten ein, wenn sich vom Kunden bestellt wird. Dass hat den Vorteil, dass wir diese unglaublich ausführlichen AGBS nicht brauchen, dafür aber voll in der Haftung stehen, wenn etwas schief geht?

Welcher dieser, oder ein anderer Weg ist aus Eurer Sicht sinnvoll? Daaanke für die Rückmeldungen..

HarrysPotter

unread,
Apr 16, 2014, 9:31:12 AM4/16/14
to

Heinrich Butschal

unread,
Apr 17, 2014, 2:13:09 PM4/17/14
to
Am 15.04.2014 19:56, schrieb HarrysPotter:
> Liebe kompetente Selbstständige, ich verstehe da was nicht:
> Für mich stehen im Raum die Begriffe (Einzelhändler) Händler, Zwischenhändler.

Wenn Du das ganze erweiterst um freundlicher/unfreundlicher Händler,
Straßenhändler, Börsenhändler u.s.w. wird Dir auffallen das ein wichtiges
Wörtchen immer wieder vorkommt, das ist der Händler.
Die Zusatzbegriffe sind nur beschreibend und ändern nichts daran das Du als
Händler Deinen Einkauf selbst regelst und dem Käufer gegenüber in der Haftung
stehst.
Das kannst Du mehr oder minder geschickt anstellen durch Rückgabemöglichkeiten
bei Lieferanten und soweit zulässig, einschränkende AGB dem Kunden gegenüber.
Als Händler kassierst Du das Geld und gibst die Ware aus. Du trennst Kunden
und Lieferanten denn deren Kenntnis ist Dein wertvollstes Betriebsgeheimnis.
Du bezahlst die Rechnungen und hoffst das etwas für Dich übrig bleibt.
Dafür erstellst Du vorher einen Businessplan.

Das war der Händler.

Jetzt zum Vetreter etwas vereinfacht:
Davon gibt es noch mehr beschreibende Zusatzbegriffe als beim Händler die ich
mir jetzt spare.

Als Vertreter bekommst Du vom Hersteller/Lieferanten ein Gehalt und/oder
Provision. Du tätigst keine Geschäfte in eigener Regie. Das wird Dir in der
Regel vom Lieferanten untersagt. Der Lieferant schreibt Dir mehr oder minder
genau vor an wen und wie Du verkaufen sollst. Dazu bekommst Du eine
Visitenkarte und einen Auftragsblock von Ihm mit seiner Adresse und er haftet
für die Ware, kassiert vom Kunden behält die Kundenkartei. Er kann direkt
liefern oder Dich damit beauftragen. Er kann Dich auch mit dem Inkasso für Ihn
beauftragen.

Jetzt musst Du für Deine Geschäftsidee erst einmal klären ob der
Lieferant/Hersteller das überhaupt will und wenn ja, ob Du das dann überhaupt
willst.

Grüße,
erstellt von: Heinrich Butschal

--
www.schmuck-boerse.com
www.meister-atelier.de
www.schmuckfabrik.de
www.royal-magazin.de

Martin Hotze

unread,
Apr 18, 2014, 12:42:45 AM4/18/14
to
8Am 17.04.2014 20:13, schrieb Heinrich Butschal:
(...)
> Jetzt zum Vetreter etwas vereinfacht:
> Davon gibt es noch mehr beschreibende Zusatzbegriffe als beim H�ndler
> die ich mir jetzt spare.

Gut, nehmen wir den Volks-Vertreter.

> Als Vertreter bekommst Du vom Hersteller/Lieferanten ein Gehalt und/oder
> Provision.

... und das nicht zu knapp.

> Du t�tigst keine Gesch�fte in eigener Regie. Das wird Dir in

Verantwortung �bernehmen? Ha!

> der Regel vom Lieferanten untersagt. Der Lieferant schreibt Dir mehr
> oder minder genau vor an wen und wie Du verkaufen sollst. Dazu bekommst
^^^ ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
na, das Volk eben.

> Du eine Visitenkarte und einen Auftragsblock von Ihm mit seiner Adresse

ja, und bunte Flyer, Trillerpfeifen, Kugelschreiber ...

> und er haftet f�r die Ware, kassiert vom Kunden beh�lt die Kundenkartei.
> Er kann direkt liefern oder Dich damit beauftragen. Er kann Dich auch
> mit dem Inkasso f�r Ihn beauftragen.

Das Inkasso ist ziemlich ausgepr�gt.

> Jetzt musst Du f�r Deine Gesch�ftsidee erst einmal kl�ren ob der
> Lieferant/Hersteller das �berhaupt will und wenn ja, ob Du das dann
> �berhaupt willst.

... und was wollen _wir_?

> Gr��e,
> erstellt von: Heinrich Butschal

Diese Gr��e wurden elektronisch erstellt und sind ohne Unterschrift g�ltig.

--
"What would I do with 72 virgins? That's not a reward,
that's a punishment. Give me two seasoned whores any day."
(Billy Connolly)
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