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Privat doppelte Buchführung?

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Matthias Frey

unread,
Jun 30, 2005, 6:13:24 AM6/30/05
to
Hallo,
als Selbständiger muss man sich ja (noch mehr) um die eigene
Altervorsorge kümmern. Dazu habe ich jemand. Nun fragt der (u.a)
nach den monatlichen privaten Ausgaben. Woher soll ich denn das
Wissen. Wir holen das Geld vom Automat wenn nötig und gut ist ;-)
Wohin das dann geht haben wir keinen Überblick.
Mit ner Kalkulation machen wir immer wieder eine
Liquiditätsplanung, die sagt aber nur aus, obs reicht.

Im Unternehmen haben wir eine doppelte Buchführung mit
dem Kontorahmen nach SRK04.
So kam ich auf die Idee, fürs private auch eine doppelte
Buchführung zu machen. So sieht man dann was man hat und
gelaufen ist.

Was haltet Ihr davon? Macht schon jemand sonst so was?

Falls das gut ist, wie teilt man die Konten ein?
Hat jemand dafür schon einen Kontenrahmen?
Als Idee:

Klasse 0: z.B.: 0260 Haus; 0520 Pkw
Klasse 1: Bankkonten, Kasse, etc
Klasse 2: entfällt
Klasse 3: entfällt
Klasse 4: Einnahmen z.B. 4000 Privatennahme
Klasse 5: Ausgaben, da gibts wohl die meisten Konten
Klasse 6: entfällt
Klasse 7: Zinserträge
Klasse 8: entfällt
Klasse 9: Abschlusskonten

Liebe Grüße
Matthias

Lutz Schulze

unread,
Jun 30, 2005, 6:29:04 AM6/30/05
to
On Thu, 30 Jun 2005 12:13:24 +0200, Matthias Frey
<in...@Matthias-Frey.de> wrote:

>Hallo,
>als Selbständiger muss man sich ja (noch mehr) um die eigene
>Altervorsorge kümmern. Dazu habe ich jemand. Nun fragt der (u.a)
>nach den monatlichen privaten Ausgaben.

Er will also wissen, wieviel du bei ihm jeden Monat anlegen kannst ;-)

> Woher soll ich denn das
>Wissen. Wir holen das Geld vom Automat wenn nötig und gut ist ;-)
>Wohin das dann geht haben wir keinen Überblick.

Das ist schlecht.

>Mit ner Kalkulation machen wir immer wieder eine
>Liquiditätsplanung, die sagt aber nur aus, obs reicht.

Ist doch schon was.

>Im Unternehmen haben wir eine doppelte Buchführung mit
>dem Kontorahmen nach SRK04.
>So kam ich auf die Idee, fürs private auch eine doppelte
>Buchführung zu machen. So sieht man dann was man hat und
>gelaufen ist.
>
>Was haltet Ihr davon?

Scheint mir Overkill.
Früher hatte ich Übersichten in Tabellenform über die regelmässigen
Ausgaben, auch mit Tendenz für die nächsten Monate ...

Die Disziplin ist geblieben, die Tabellen habe ich nicht mehr.

Lutz
--
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Markus Richter

unread,
Jun 30, 2005, 6:35:53 AM6/30/05
to
Hi Matthias,

> Was haltet Ihr davon? Macht schon jemand sonst so was?

Ich finde es etwas übertrieben für den Privatgebrauch. Ich würde mir da
eher eine gute Haushaltsbuch-Software oder sowas holen, die ist IMHO
wesentlich übersichtlicher und einfacher zu pflegen wie ein
Buchhaltungsprogramm für den Privaten.

Ich mache das mit Excel. Hab mir da ein bisschen was zusammengestellt,
gewürzt mit ein paar Makros für die Automatisierung bzw. Vereinfachung
und das leistet mir eigentlich recht gute Dienste bis jetzt. Hab jetzt
endlich mal wieder Überblick über mein Geld.

Desweiteren haben wir 2 Bankkonten, eines auf dem gehen alle
automatischen Buchungen wie Kredit, Leasing, usw. weg und Lohn usw.
drauf, und ein zweites von dem leben wir. Auf dieses Konto laufen per
Dauerauftrag von dem ersten Konto monatlich ein fester Betrag auf das
zweite. Dieses Geld muß dann reichen. So gehe ich dem Risiko aus dem
Weg, das ich Geld ausgebe welches ich bspw. 3 Monate drauf bräuchte für
eine Versicherung (wieviel das ist usw. kann ich aufgrund meiner
Excel-Liste erkennen) o.ä. Und Geld das übrig bleibt am Ende des Monats
wird auf ein Sparkonto überwiesen auf dem es liegt als Puffer falls mal
was unerwartetes kommt.

Weiß nicht ob dir das weiterhilft, aber ich finde diese Methode
wesentlich übersichtlicher und einfacher zu handhaben wie mit einem
Buchhaltungsprogramm was ich auch schon probiert habe.

Die Trennung nach Konten mache ich dann in meiner Excel-Datei, dort
schreibe ich mir kurz dazu wofür ich dieses Geld welches vom Konto
geholt wurde benützt habe. Allerdings denke ich sollte es relativ egal
sein für die Altersvorsorge wie genau sich dein Verbrauch zusammensetzt.
Die Höhe des Endbetrages ist doch wichtig und das du kein Geld ausgibst
welches du nicht hast. Oder?

Ciao Markus

Will Berghoff

unread,
Jun 30, 2005, 6:55:12 AM6/30/05
to
Über viele Jahre habe ich das mit Microsoft Money gemacht. Das war
einfach und hilfreich, erleichterte die Abrechnungen mit der privaten
KV und die Jahresfinanzplanung.

Dann kam der Euro und MS Money ging. Quicken ist dafür scheisse,
StarMoney absolut ungeeignet, da man nicht mal eine ordentliche
Saldenliste produzieren kann und Umbuchungen ziwschen den Konten nicht
in der Buchung dokumentiert werden.

Gruß
Will

Christian Schmidt

unread,
Jun 30, 2005, 6:55:09 AM6/30/05
to
Am Thu, 30 Jun 2005 12:13:24 +0200 schrieb Matthias Frey:

> Hallo,
> als Selbständiger muss man sich ja (noch mehr) um die eigene
> Altervorsorge kümmern. Dazu habe ich jemand. Nun fragt der (u.a)
> nach den monatlichen privaten Ausgaben. Woher soll ich denn das
> Wissen. Wir holen das Geld vom Automat wenn nötig und gut ist ;-)
> Wohin das dann geht haben wir keinen Überblick.
> Mit ner Kalkulation machen wir immer wieder eine
> Liquiditätsplanung, die sagt aber nur aus, obs reicht.
>
> Im Unternehmen haben wir eine doppelte Buchführung mit
> dem Kontorahmen nach SRK04.
> So kam ich auf die Idee, fürs private auch eine doppelte
> Buchführung zu machen. So sieht man dann was man hat und
> gelaufen ist.
>
> Was haltet Ihr davon? Macht schon jemand sonst so was?
>

Ein einfaches "Haushaltsbuch" sollte doch fürs erste reichen. Ob Du das nun
handschriftlich oder PC-gestützt machst, sei Dir überlassen.

Chris

Peter Pietzk

unread,
Jun 30, 2005, 7:00:46 AM6/30/05
to
Hallo Will!

> Dann kam der Euro und MS Money ging.

Ich habe noch einen Kunden der Money 99 nutzt. Dieses habe ich auf Euro
umstellen können (die Währung ist Money bekannt).
Lediglich die Umsatzsteuer müsste ich von 15% auf 16% manuell bei allen
Kategorien ändern!


Grüße


Peter

Matthias Hanft

unread,
Jun 30, 2005, 7:15:44 AM6/30/05
to
Matthias Frey schrieb:

> So kam ich auf die Idee, fürs private auch eine doppelte
> Buchführung zu machen. So sieht man dann was man hat und
> gelaufen ist.
> Was haltet Ihr davon? Macht schon jemand sonst so was?

Jo, mach ich.

> Falls das gut ist, wie teilt man die Konten ein?
> Hat jemand dafür schon einen Kontenrahmen?

Ich habe den SKR03 ein bißchen vergewaltigt, mit folgenden
Hauptunterschieden:
- ich mache keine Abschreibung auf teure Anschaffungen, sondern
buche die Ausgabe einfach gleich - wenn das Geld weg ist,
ist es weg :-) (z.B. bei einem neuen Fernseher - der kommt
halt auf "Besondere Kosten" oder so, damit der nicht im
Lebensunterhalt untergeht). Monsterkosten wie Hauskauf
kommen auf ergebnisneutrale Anlagekonten, das hat ja mit
dem "normalen" Leben nix zu tun. Zins+Tilgung (!, eine
Todsünde bei "richtiger" Buchhaltung) dagegen zählen
als Ausgabe - werden ja jeden Monat von der Bank abge-
bucht.
- ich mache monatlich aktive Rechnungsabgrenzung für
jährliche vorausbezahlte Dinge (z.B. Zeitungs-Abo,
ADAC-Beitrag, Kabelanschluß, Haftpflicht-/Hausrat-
versicherung etc.). So hat man im BWA-Abschnitt
"Versicherungen/Beiträge" immer exakt den für
_diesen_ Monat aufgewandten Anteil (und keine Riesen-
schwankung, nur weil mal wieder was Jährliches fällig
war).

Funktioniert eigentlich erstaunlich gut (die bei der
Bank waren richtig begeistert, als wir den Fragebogen
wegen dem Hauskredit ausfüllen mußten).

Gruß Matthias.

Jochen Kriegerowski

unread,
Jun 30, 2005, 7:44:14 AM6/30/05
to
"Matthias Frey" <in...@Matthias-Frey.de> schrieb

> Was haltet Ihr davon? Macht schon jemand sonst so was?

Ja. Läuft bei mir in Quicken, quasi nebenbei.
Da kann man verschiedene 'Buchungsklassen' definieren.
Also z.B. Büro und privat. Ein Mausklick und ich habe
eine EÜR fürs FA der Klasse 'b'(üro), und wenn ich wissen
will was ich privat so ausgebe eine wunschgemäße Aufstel-
lung der 'p'(rivaten) Buchungen.

(Privatkram muss ich ohnehin mitbuchen, weil ich mir den
Luxus von getrennten Konten, Portemonnaies, Kreditkarten
uns sonstigem (jeweils eine Ausführung 'fürs Jeschäft' nicht
leisten möchte)

Gruß
Jochen

Hans-Peter Popowski

unread,
Jun 30, 2005, 7:47:37 AM6/30/05
to
Matthias Frey" schrieb im Newsbeitrag
news:da0gl7$dfa$04$1...@news.t-online.com...

Hallo Matthias,

> als Selbständiger muss man sich ja (noch mehr) um die eigene
> Altervorsorge kümmern. Dazu habe ich jemand. Nun fragt der (u.a)
> nach den monatlichen privaten Ausgaben. Woher soll ich denn das
> Wissen. Wir holen das Geld vom Automat wenn nötig und gut ist ;-)
> Wohin das dann geht haben wir keinen Überblick.
> Mit ner Kalkulation machen wir immer wieder eine
> Liquiditätsplanung, die sagt aber nur aus, obs reicht.

> Im Unternehmen haben wir eine doppelte Buchführung mit
> dem Kontorahmen nach SRK04.
> So kam ich auf die Idee, fürs private auch eine doppelte
> Buchführung zu machen. So sieht man dann was man hat und
> gelaufen ist.
>
> Was haltet Ihr davon? Macht schon jemand sonst so was?

> Falls das gut ist, wie teilt man die Konten ein?
> Hat jemand dafür schon einen Kontenrahmen?

früher (vor 1945) gab es einmal gedruckte Haushaltsbücher für die sparsame
Hausfrau, das waren Spaltenbücher für die jeweiligen lfd. Ausgaben wie z.B
Fleisch/Wurstwaren, Milcherzeugnisse, Getränke, Gemüse, Obst,
Schokolade/Eis, Kleidung, Wohnungsausstattung, Miete, Versicherungen,
Abgaben, Bücher, Zeitschriften, Kultur, und mind. zwei Spalten für Einnahmen
und auch noch ein paar frei definierbare für z.B. Rauchen und andere Hobbys.
Aufzählung ist bestimmt nicht vollzählig, weiß auch gar nicht mehr wo ich
die Haushaltbücher gelagert habe.
Hinten wurden die Summen und Salden eingetragen.
Das Problem bei mir war halt, dass viele Naturalien bzw. andere Waren als
Ausgabe und gleichzeitig als Einnahme einzutragen waren, da musste man oft
schätzen. ;-))

Hatte Anfang der 80er Jahre damit angefangen, diese täglich auszufüllen, ist
interessant, wo man eigentlich sein Geld lässt. ;-)) (Und vor allem wieviel
jeweils.)
Ob es heute noch solche Bücher gibt, weiß ich nicht, meine waren damals von
alten Leuten, die so etwas noch auf dem Boden zu liegen hatten.
Aber mit der Wende ist das untergegangen, hätte ich eigentlich weiter führen
sollen.

Sollte sich aber auch mit Excel machen lassen. Aber in Papierform gefällt es
mir besser.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter

Stefan Froehlich

unread,
Jun 30, 2005, 10:30:55 AM6/30/05
to
On Thu, 30 Jun 2005 12:13:24 +0200 Matthias Frey wrote:
> So kam ich auf die Idee, fürs private auch eine doppelte
> Buchführung zu machen. So sieht man dann was man hat und
> gelaufen ist.

> Was haltet Ihr davon? Macht schon jemand sonst so was?

Also ich kenne jemanden, der sich beruflich mit
Konzernbilanzierung herumschlaegt, und der dann aus Jux
und Tollerei drei oder vier Jahre seine eigene Buchhaltung
strikt nach den Richtlinien gefuehrt hat (inklusive Abgrenzungen,
G+V-Rechnung und was halt so anfaellt). Meines Erachtens totaler
Overkill, fuer ihn war es halt eine Art Fingeruebung.

E/A-Rechnung mit sinnvoll gewaehlten Kategorien tut es
fuer den Privatgebrauch sicherlich auch (allenfalls vielleicht
noch einige wenige Konten fuer besonders teure und langlebige
Anlagegueter, wenn Du jederzeit Deinen "Wert" wissen moechtest).

Servus,
Stefan

--
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Stefan. Mit dem Atem des Waldes!
(Sloganizer)

Karsten Heymann

unread,
Jun 30, 2005, 9:40:09 AM6/30/05
to
Hans-Peter Popowski wrote:

> Matthias Frey" schrieb

>> als Selbständiger muss man sich ja (noch mehr) um die eigene
>> Altervorsorge kümmern. Dazu habe ich jemand. Nun fragt der (u.a)
>> nach den monatlichen privaten Ausgaben. Woher soll ich denn das
>> Wissen. Wir holen das Geld vom Automat wenn nötig und gut ist ;-)
>> Wohin das dann geht haben wir keinen Überblick.
>> Mit ner Kalkulation machen wir immer wieder eine
>> Liquiditätsplanung, die sagt aber nur aus, obs reicht.

> früher (vor 1945) gab es einmal gedruckte Haushaltsbücher für die sparsame
> Hausfrau


> Ob es heute noch solche Bücher gibt, weiß ich nicht

Zweckform 201 ;-)

Gruß,
Karsten

Matthias Frey

unread,
Jun 30, 2005, 1:03:44 PM6/30/05
to
Am 30.06.2005 13:15 schrieb Matthias Hanft:

> Matthias Frey schrieb:
>
>> So kam ich auf die Idee, fürs private auch eine doppelte
>> Buchführung zu machen. So sieht man dann was man hat und
>> gelaufen ist.
>> Was haltet Ihr davon? Macht schon jemand sonst so was?
>
> Jo, mach ich.

Ah ja - bis jetzt bist du hier der einzige.

BTW: Danke an alle anderen.
Eben weil wir ja schon Fibu machen und wir in das Programm
eingearbeitet sind, war der Gdanke Fibu für privat naheliegend.
Eine EÜR anzufangen oder gar eine Software kaufen, wäre für
*uns* Overkill.

>> Falls das gut ist, wie teilt man die Konten ein?
>> Hat jemand dafür schon einen Kontenrahmen?
>
> Ich habe den SKR03 ein bißchen vergewaltigt, mit folgenden
> Hauptunterschieden:

SKR03 kenn ich nicht. Ist der viel anders wie 04?

> - ich mache keine Abschreibung auf teure Anschaffungen, sondern
> buche die Ausgabe einfach gleich - wenn das Geld weg ist,
> ist es weg :-) (z.B. bei einem neuen Fernseher - der kommt
> halt auf "Besondere Kosten" oder so, damit der nicht im
> Lebensunterhalt untergeht).

Daran dachte ich doch schon auch. Muss aber zumindest
vorläufig nicht sein.

> Monsterkosten wie Hauskauf
> kommen auf ergebnisneutrale Anlagekonten, das hat ja mit
> dem "normalen" Leben nix zu tun. Zins+Tilgung (!, eine
> Todsünde bei "richtiger" Buchhaltung) dagegen zählen
> als Ausgabe - werden ja jeden Monat von der Bank abge-
> bucht.

Zins ist doch natürlich eine Ausgabe - ist doch weg ;-)

> - ich mache monatlich aktive Rechnungsabgrenzung für
> jährliche vorausbezahlte Dinge (z.B. Zeitungs-Abo,
> ADAC-Beitrag, Kabelanschluß, Haftpflicht-/Hausrat-
> versicherung etc.). So hat man im BWA-Abschnitt
> "Versicherungen/Beiträge" immer exakt den für
> _diesen_ Monat aufgewandten Anteil (und keine Riesen-
> schwankung, nur weil mal wieder was Jährliches fällig
> war).

Uiii. Klingt nach viel Aufwand aber interessant.
Wenn eine Versicherung z.B. vom 1.10 bis zum nächsten 1.10
geht, buchst du dann den Teil ins nächste Jahr oder
verteilst du das auf das aktuelle?

> Funktioniert eigentlich erstaunlich gut (die bei der
> Bank waren richtig begeistert, als wir den Fragebogen
> wegen dem Hauskredit ausfüllen mußten).

Haben die das geblickt? ;-)

Danke. Darf ich dich später auch noch konkret noch mehr fragen?

> Gruß Matthias.


Liebe Grüße
Matthias

Jochen Kriegerowski

unread,
Jun 30, 2005, 2:00:42 PM6/30/05
to
"Matthias Hanft" <m...@hanft.de> schrieb

> - ich mache keine Abschreibung auf teure Anschaffungen, sondern
> buche die Ausgabe einfach gleich - wenn das Geld weg ist,
> ist es weg :-) (z.B. bei einem neuen Fernseher - der kommt
> halt auf "Besondere Kosten" oder so, damit der nicht im
> Lebensunterhalt untergeht).

Man sollte aber eine Art 'Abschreibung' (z.B. 10 % vom Wieder-
beschaffungswert der ganzen Geräte - es läppert sich!) zumindest
im Hinterkopf behalten - bei durchschnittlich 10 Jahren Nutzung
muss dieser Betrag für Neuanschaffungen zur Verfügung stehen.
Mit einer entsprechenden Liste fallen dir auch 'alte Gurken' eher
auf (....der Kühlschrank ist jetzt schon verdächtig alt - da wird
sicher bald ein neuer fällig) und ein Ausfall kommt nicht so ganz
aus heiterem Himmel.

Eigentlich alles Sachen, die einem Selbständigen so in Fleisch
und Blut übergegangen sein sollten, dass er privat gar nicht lange
nachdenken muss, ob und wie und wann man 'Bücher führt'.

Gruß
Jochen

Axel Ceh

unread,
Jun 30, 2005, 2:32:10 PM6/30/05
to
Matthias Frey schrieb:

> Am 30.06.2005 13:15 schrieb Matthias Hanft:

>>> So kam ich auf die Idee, fürs private auch eine doppelte
>>> Buchführung zu machen. So sieht man dann was man hat und
>>> gelaufen ist.
>>> Was haltet Ihr davon? Macht schon jemand sonst so was?
>>
>>
>> Jo, mach ich.
>
>
> Ah ja - bis jetzt bist du hier der einzige.


Nein, ich auch.
(Mache sogar eine Kostenträgerstückrechnung für Kinder, Ehefrau, etc. :-) )

>>> Falls das gut ist, wie teilt man die Konten ein?
>>> Hat jemand dafür schon einen Kontenrahmen?
>>
>>
>> Ich habe den SKR03 ein bißchen vergewaltigt, mit folgenden
>> Hauptunterschieden:
>
>
> SKR03 kenn ich nicht. Ist der viel anders wie 04?

03 ist nach Prozessgliederungsprinzip (also etwa Güter- und Wertefluss
im Unternehmen), 04 nach Abschlussgliederungsprinzip (Aufbau eher nach
Jahresabschluss) aufgebaut. Gibt (oder gab) auch 02.


>> - ich mache keine Abschreibung auf teure Anschaffungen, sondern
>> buche die Ausgabe einfach gleich - wenn das Geld weg ist,
>> ist es weg :-) (z.B. bei einem neuen Fernseher - der kommt
>> halt auf "Besondere Kosten" oder so, damit der nicht im
>> Lebensunterhalt untergeht).
>
>
> Daran dachte ich doch schon auch. Muss aber zumindest
> vorläufig nicht sein.


Ich mach sowohl als auch, d.h. falls Anlage in der Steuererklärung als
Werbungskosten berücksichtigt werden soll, natürlich mit Abschreibung,
der private Wohnzimmerschrank aber ohne.


>> Monsterkosten wie Hauskauf
>> kommen auf ergebnisneutrale Anlagekonten, das hat ja mit
>> dem "normalen" Leben nix zu tun. Zins+Tilgung (!, eine
>> Todsünde bei "richtiger" Buchhaltung) dagegen zählen
>> als Ausgabe - werden ja jeden Monat von der Bank abge-
>> bucht.
>
>
> Zins ist doch natürlich eine Ausgabe - ist doch weg ;-)

Ich trenne sogar Zinsen und Kontoführungsgebühren, obwohl es ein Posten
auf dem Auszug ist.

>> - ich mache monatlich aktive Rechnungsabgrenzung für
>> jährliche vorausbezahlte Dinge (z.B. Zeitungs-Abo,
>> ADAC-Beitrag, Kabelanschluß, Haftpflicht-/Hausrat-
>> versicherung etc.). So hat man im BWA-Abschnitt
>> "Versicherungen/Beiträge" immer exakt den für
>> _diesen_ Monat aufgewandten Anteil (und keine Riesen-
>> schwankung, nur weil mal wieder was Jährliches fällig
>> war).

> Uiii. Klingt nach viel Aufwand aber interessant.
> Wenn eine Versicherung z.B. vom 1.10 bis zum nächsten 1.10
> geht, buchst du dann den Teil ins nächste Jahr oder
> verteilst du das auf das aktuelle?


Diesen Aufwand mache ich mir nicht (immer), nur soweit steuerlich
relevant (z.B. LV).


>> Funktioniert eigentlich erstaunlich gut (die bei der
>> Bank waren richtig begeistert, als wir den Fragebogen
>> wegen dem Hauskredit ausfüllen mußten).


Das glaube ich gerne!

Gruß,
Axel

Matthias Hanft

unread,
Jul 1, 2005, 12:18:12 PM7/1/05
to
Matthias Frey schrieb:

> SKR03 kenn ich nicht. Ist der viel anders wie 04?

Steht das gleiche drin, nur in anderer Reihenfolge :-)

> Zins ist doch natürlich eine Ausgabe - ist doch weg ;-)

Ja - aber in der privaten Fibu buche ich auch die Tilgung
als Ausgabe; ist schließlich auch weg :-) Sowas dürfte man
in einer betrieblichen Fibu niemals tun...

> Wenn eine Versicherung z.B. vom 1.10 bis zum nächsten 1.10
> geht, buchst du dann den Teil ins nächste Jahr oder
> verteilst du das auf das aktuelle?

Natürlich auch aufs nächste Jahr. Hatte erst grad die Rech-
nung für die Hausratversicherung, 133,40 EUR, Rechnungsdatum
21.06.05, Laufzeit 07/05-06/05. Dann buche ich bei Rechnungs-
erhalt:

21.06.05 133,40 Aktive Rechnungsabgrenzung an Kreditor
15.07.05 11,12 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
15.08.05 11,12 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
15.09.05 11,11 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
15.10.05 11,12 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
15.11.05 11,12 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
15.12.05 11,11 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
15.01.06 11,12 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
15.02.06 11,12 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
15.03.06 11,11 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
15.04.06 11,12 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
15.05.06 11,12 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
15.06.06 11,11 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung

und wenn abgebucht wird, Kreditor an Bank.

Natürlich ist das ein _bißchen_ Aufwand, aber in meiner Fibu-
Software kann man die Konten und den Buchungstext etc. "fest-
klemmen" und braucht dann nur noch Datum und Betrag eingeben;
so kann man das eigentlich relativ schnell reinhacken.

In der monatlichen BWA sieht man so prima im Abschnitt "Bei-
träge/Versicherungen" den aktuell monatlichen Anteil für die
ganzen regelmäßigen Ausgaben (Zeitungs-Abo, Kabelfernsehen,
Versicherungen u.ä.), die man ja meist nur jährlich zahlt
und die daher eine monatliche Auswertung total verfälschen
würden.

>> Funktioniert eigentlich erstaunlich gut (die bei der
>> Bank waren richtig begeistert, als wir den Fragebogen
>> wegen dem Hauskredit ausfüllen mußten).
>
> Haben die das geblickt? ;-)

Keine Ahnung. Beeindruckt waren sie jedenfalls :-)

> Danke. Darf ich dich später auch noch konkret noch mehr fragen?

Gerne. Ich kann aber natürlich nur sagen, wie's _ich_ mache;
vieles dabei ist sicher Geschmackssache und auch nicht rich-
tiger oder falscher als andere Lösungen. Hat sich halt in
den letzten vier Jahren bei mir so eingependelt...

Gruß Matthias.

Bodo Rzany

unread,
Jul 1, 2005, 12:41:03 PM7/1/05
to
Matthias Hanft schrieb im Artikel <42C56CC4...@hanft.de>:

>
> Hatte erst grad die Rech-
> nung für die Hausratversicherung, 133,40 EUR, Rechnungsdatum
> 21.06.05, Laufzeit 07/05-06/05. Dann buche ich bei Rechnungs-
> erhalt:
>
> 21.06.05 133,40 Aktive Rechnungsabgrenzung an Kreditor
> 15.07.05 11,12 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
> 15.08.05 11,12 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
> 15.09.05 11,11 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
> 15.10.05 11,12 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
> 15.11.05 11,12 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
> 15.12.05 11,11 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
> 15.01.06 11,12 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
> 15.02.06 11,12 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
> 15.03.06 11,11 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
> 15.04.06 11,12 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
> 15.05.06 11,12 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
> 15.06.06 11,11 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
>
> und wenn abgebucht wird, Kreditor an Bank.

Sacht 'mal, Ihr habtse ja wohl nicht mehr alle...

Aber wenn's denn wirklich sein muß: Wollt ihr für sowas nicht besser
'ne neue de.etc.buchfuehrung.onanie aufmachen?

Oder war jetzt etwa nur mein Ironiedetektor defekt?

Kopfschüttelnde Grüße
Bodo Rzany

Lutz Schulze

unread,
Jul 1, 2005, 1:33:50 PM7/1/05
to
On Fri, 01 Jul 2005 18:18:12 +0200, Matthias Hanft <m...@hanft.de>
wrote:

>21.06.05 133,40 Aktive Rechnungsabgrenzung an Kreditor
>15.07.05 11,12 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
>15.08.05 11,12 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
>15.09.05 11,11 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
>15.10.05 11,12 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
>15.11.05 11,12 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
>15.12.05 11,11 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
>15.01.06 11,12 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
>15.02.06 11,12 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
>15.03.06 11,11 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
>15.04.06 11,12 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
>15.05.06 11,12 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
>15.06.06 11,11 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
>
>und wenn abgebucht wird, Kreditor an Bank.

mich gruselt

Buchst du noch oder lebst du schon? ;-)

Martin Schoenbeck

unread,
Jul 1, 2005, 3:17:45 PM7/1/05
to
Hallo Lutz,

Lutz Schulze schrieb:

> Buchst du noch oder lebst du schon? ;-)

Vor allem: wann verdient er das Geld, was er da verbucht. ;-)

Gruß Martin
--
Bitte nicht an der E-Mail-Adresse fummeln, die paßt so.
-------------------------------------------------------
Softwarepatente? Nein, danke. Hier eintragen:
http://petition.eurolinux.org/index_html

Matthias Hanft

unread,
Jul 1, 2005, 3:50:44 PM7/1/05
to
Lutz Schulze schrieb:

> Buchst du noch oder lebst du schon? ;-)

Mathe macht Spaß! :-)

Im Ernst, wie anders soll man seine festen monatlichen Kosten
denn sonst ermitteln? Fürn Hauskreditantrag haben wir das eh
gebraucht, und für sich selber ist das IMHO durchaus ebenso
interessant...

Gruß Matthias.

Edgar Warnecke

unread,
Jul 1, 2005, 2:01:32 PM7/1/05
to
Am Fri, 1 Jul 2005 18:41:03 +0200 schrieb Bodo Rzany:

...

> Oder war jetzt etwa nur mein Ironiedetektor defekt?

Nein!

Edg@r
--
Einfach ist genial

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Lutz Schulze

unread,
Jul 2, 2005, 12:31:27 AM7/2/05
to
On Fri, 01 Jul 2005 21:50:44 +0200, Matthias Hanft <m...@hanft.de>
wrote:

>Im Ernst, wie anders soll man seine festen monatlichen Kosten
>denn sonst ermitteln?

Alle Fixkosten des Jahre addieren und dann durch 12 teilen? Die
Ungenauigkeiten gehen doch im Rauschen unter.

>Fürn Hauskreditantrag haben wir das eh
>gebraucht, und für sich selber ist das IMHO durchaus ebenso
>interessant...

ansonsten ACK

Matthias Hanft

unread,
Jul 2, 2005, 1:52:36 AM7/2/05
to
Lutz Schulze schrieb:

> Alle Fixkosten des Jahre addieren und dann durch 12 teilen? Die
> Ungenauigkeiten gehen doch im Rauschen unter.

Ja, schon. Aber um die rauszufinden, müßte man ja auch die Konto-
auszüge der letzten zwölf Monate durchgucken, die jährlichen Ab-
buchungen auf einen Zettel schreiben und addieren... und dann
dürfte man diese vorab-jährlich-ermittelten Buchungen, wenn sie
mal auf einem Bankkontoauszug auftauchen, ja nicht mehr buchen;
die EC-Kartenzahlungen im Supermarkt für Lebensmittel dagegen
schon, und dann noch manuell für jeden Monatsabschluß die ge-
trennt ermittelten Fixkosten wieder dazuzählen...

Und das ganze dann noch jedes Jahr neu, weil die jährlichen
Abbuchungen ja auch jedes Jahr teurer werden.

Weiß nicht, ob das wirklich einfacher wäre. Nach meiner Methode
ergibt sich das monatliche Zeug halt immer automatisch ganz von
alleine. Und wie gesagt, viel Aufwand ist das auch nicht - man
nehme eine Vorlagenbuchung und hacke die zwölf Datumse schnell
mal eben rein, fertig ist die Abgrenzung...

Gruß Matthias.

Lutz Schulze

unread,
Jul 2, 2005, 5:54:34 AM7/2/05
to
On Sat, 02 Jul 2005 07:52:36 +0200, Matthias Hanft <m...@hanft.de>
wrote:

>Weiß nicht, ob das wirklich einfacher wäre. Nach meiner Methode


>ergibt sich das monatliche Zeug halt immer automatisch ganz von
>alleine. Und wie gesagt, viel Aufwand ist das auch nicht - man
>nehme eine Vorlagenbuchung und hacke die zwölf Datumse schnell
>mal eben rein, fertig ist die Abgrenzung...

Das gleiche Thema, aber andersrum: als ich früher aus verschiedenen
Gründen im privaten Bereich noch hartes Liquiditätsmanagement ;-)
betreiben musste, hatte ich mir ein kleines Proggi gestrickt, in dem
alle zu erwartenden Abbuchungen und Einnahmen auf Monate voraus drin
waren.

So wusste ich immer, wo wann der Pegel steht und konnte mit dem Kauf
von Baumaterial usw. hart am Dispo operieren, ohne von irgendwas kalt
erwischt zu werden.

Edgar Warnecke

unread,
Jul 2, 2005, 1:31:29 AM7/2/05
to
Am Sat, 02 Jul 2005 06:31:27 +0200 schrieb Lutz Schulze:

> On Fri, 01 Jul 2005 21:50:44 +0200, Matthias Hanft <m...@hanft.de>
> wrote:
>
>>Im Ernst, wie anders soll man seine festen monatlichen Kosten
>>denn sonst ermitteln?
>
> Alle Fixkosten des Jahre addieren und dann durch 12 teilen? Die
> Ungenauigkeiten gehen doch im Rauschen unter.

Genauso laeuft es hier auch.
Woechentlich wird ein empirisch ermittelter Fixbetrag abgeholt, das hat zu
reichen. Vorher wurden natuerlich die ueber das Jahr anfallenden Kosten
ermittelt und ausgerechnet was abgeholt werden darf.

Vor 20 Jahren hatte ich bei Famila einen Einkaufswagen fuer 50 Mark
randvoll. Heute brauche ich fast 100 Euro. Die Genauigkeit muss reichen.

Abbe Bremsen, TUEV, Reparaturen, Ruecklagen werden "irgendwie" mit
eingeplant. Ebenso die Ruecklage fuer "neues $Irgendwas".

Seit den Auswanderungsplaenen habe ich geeichelt.

Ganz stringent: 25% off!
Nu kuck sich einer an..., das hat funktioniert. Sogar beim Taschengeld der
Kinder. Mit sonderbarem Nebeneffekt:
Papa, kannse mir mal 'ne Kippe machen?
Haeh?
Na Du weisst doch, 25% off!

So kann man sich in's Knie schiessen.

Matthias Frey

unread,
Jul 2, 2005, 7:27:59 AM7/2/05
to
Am 02.07.2005 02:00 schrieb Thomas Noll:

> Das ist doch völlig egal, wofür du dein Geld _jetzt_ ausgibst.
> Wichtig ist doch, was du kaufen willst oder mußt, wenn du von der
> Altersvorsorge lebst.

Dann sag mir bitte, wie du das ermittelst. *eg*

Grüße
Matthias

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Matthias Frey

unread,
Jul 4, 2005, 1:31:36 AM7/4/05
to
Am 02.07.2005 14:27 schrieb Thomas Noll:
> Ich ermittele das gar nicht. Ebensowenig wie das Wetter in 4 Wochen.
> Aber statt im Sekundeninterval alle Wetterdaten heute aufzuzeichnen,
> habe ich einfach diverse Kleidungsstücke im Schrank.

Könntest du bitte das "diverse Kleidungsstücke" bitte hinsichtlich
der Rente näher erläutern? Danke.

Grüße
Matthias

Matthias Frey

unread,
Jul 4, 2005, 3:18:58 AM7/4/05
to
Am 02.07.2005 07:52 schrieb Matthias Hanft:

> Lutz Schulze schrieb:
>
>> Alle Fixkosten des Jahre addieren und dann durch 12 teilen? Die
>> Ungenauigkeiten gehen doch im Rauschen unter.

Ich habe schon Schwierigkeiten bei der Ermittlung der Fixkosten.
Auch auf dem Geschäftskosten gibt es private Buchungen, auf
dem Privatkonto natürlich mehr, auf dem XXX-Konto, etc.

> Ja, schon. Aber um die rauszufinden, müßte man ja auch die Konto-
> auszüge der letzten zwölf Monate durchgucken, die jährlichen Ab-
> buchungen auf einen Zettel schreiben und addieren... und dann
> dürfte man diese vorab-jährlich-ermittelten Buchungen, wenn sie
> mal auf einem Bankkontoauszug auftauchen, ja nicht mehr buchen;
> die EC-Kartenzahlungen im Supermarkt für Lebensmittel dagegen
> schon, und dann noch manuell für jeden Monatsabschluß die ge-
> trennt ermittelten Fixkosten wieder dazuzählen...

Das war auch mein Gedanke. Da müsste ich mir erst ein System
entwickeln. Bei der FiBu nur einen Kontenplan und der Rest
ist dann nur noch "kein Problem nur Arbeit"

> Weiß nicht, ob das wirklich einfacher wäre. Nach meiner Methode
> ergibt sich das monatliche Zeug halt immer automatisch ganz von
> alleine. Und wie gesagt, viel Aufwand ist das auch nicht - man
> nehme eine Vorlagenbuchung und hacke die zwölf Datumse schnell
> mal eben rein, fertig ist die Abgrenzung...

Ich weiß nicht, ob es bei mir eine Vorlagenbuchung gibt. Überlege
auch da nur eine Buchung ohne Abgrenzung zu machen.
Kannst du mir bitte mal deinen Kontenplan mailen?

> Gruß Matthias.

Grüße
Matthias

Hans-Peter Popowski

unread,
Jul 4, 2005, 5:29:50 AM7/4/05
to
"Matthias Frey" schrieb im Newsbeitrag
news:daahlh$f73$00$1...@news.t-online.com...

Hallo Matthias,

> > Ich ermittele das gar nicht. Ebensowenig wie das Wetter in 4 Wochen.
> > Aber statt im Sekundeninterval alle Wetterdaten heute aufzuzeichnen,
> > habe ich einfach diverse Kleidungsstücke im Schrank.

> Könntest du bitte das "diverse Kleidungsstücke" bitte hinsichtlich
> der Rente näher erläutern? Danke.

Ommas Sparstrumpf in der Kommode?

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter

Matthias Frey

unread,
Jul 4, 2005, 6:42:45 AM7/4/05
to
Am 01.07.2005 18:18 schrieb Matthias Hanft:

> Matthias Frey schrieb:
>
>> SKR03 kenn ich nicht. Ist der viel anders wie 04?
>
> Steht das gleiche drin, nur in anderer Reihenfolge :-)

Danke.

>> Zins ist doch natürlich eine Ausgabe - ist doch weg ;-)
>
> Ja - aber in der privaten Fibu buche ich auch die Tilgung
> als Ausgabe; ist schließlich auch weg :-) Sowas dürfte man
> in einer betrieblichen Fibu niemals tun...

Hm, da dachte ich, dass die Tilgung auf Darlehenskonto (ein
Finanzkonto) geht. Die Restschuld veringert sich dadurch.

>> Wenn eine Versicherung z.B. vom 1.10 bis zum nächsten 1.10
>> geht, buchst du dann den Teil ins nächste Jahr oder
>> verteilst du das auf das aktuelle?
>
> Natürlich auch aufs nächste Jahr. Hatte erst grad die Rech-
> nung für die Hausratversicherung, 133,40 EUR, Rechnungsdatum
> 21.06.05, Laufzeit 07/05-06/05. Dann buche ich bei Rechnungs-
> erhalt:

> ...


> 15.11.05 11,12 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
> 15.12.05 11,11 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung

Soweit o.k.
Schließt du dann die Konten nicht aber (über 9xxx)?
Sonst bleibt das ja auf Rechnungsabgrenzung stehen - oder?

> ...


> 15.06.06 11,11 Hausratversicherung an Rechnungsabgrenzung
>
> und wenn abgebucht wird, Kreditor an Bank.

Danke, schon eine Frage gespart. Die Rechnungsabgrenzung hab
ich mal in eine VHS-Kurs gelernt, aber bislang nie gebraucht.

Grüße
Matthias

Matthias Hanft

unread,
Jul 4, 2005, 9:38:19 AM7/4/05
to
Matthias Frey schrieb:

> Auch auf dem Geschäftskosten gibt es private Buchungen, auf
> dem Privatkonto natürlich mehr, auf dem XXX-Konto, etc.

Die sollten natürlich zusammenpassen. Was in der Geschäfts-
buchhaltung die Summe aus den Privatkonten (1800-1890 im
SKR03) ergibt, muß bei mir die Summe "Geschäftsentnahmen"
(8004) in der Privatbuchhaltung ergeben.

> Kannst du mir bitte mal deinen Kontenplan mailen?

Ungern, da sind in den Kontobezeichnungen etliche Konto-
nummern u.a. private Namen enthalten. Aber im Prinzip ist
das der SKR03, mit Einnahmen (Gehalt etc.) im 8er-Bereich,
regelmäßige Kosten (Versicherungen, Kabelfernsehen etc.)
im 43er-Bereich und Lebenshaltung im 49er-Bereich. Die
Rückstellungs- und Abgrenzungskonten habe ich gar nicht
verändert.

Banken & Kasse halt noch, und das wars dann eigentlich
auch schon...

Gruß Matthias.

Matthias Hanft

unread,
Jul 4, 2005, 9:41:58 AM7/4/05
to
Matthias Frey schrieb:

>
>> Ja - aber in der privaten Fibu buche ich auch die Tilgung
>> als Ausgabe; ist schließlich auch weg :-) Sowas dürfte man
>> in einer betrieblichen Fibu niemals tun...
>
> Hm, da dachte ich, dass die Tilgung auf Darlehenskonto (ein
> Finanzkonto) geht. Die Restschuld veringert sich dadurch.

Im Prinzip ja, aber meine Frau hat gesagt, sie will die Til-
gung auch als Ausgabe drin haben, also hab ich gehorcht :-)

Das Darlehenskonto wird bei uns demzufolge gar nicht geführt.

(Wäre auch etwas problematisch, da wir nur am Jahresende einen
Auszug mit Zins/Tilgung bekommen und unterm Jahr gar nicht
wissen, wieviel von der Rate Zins und wieviel Tilung ist.)

> Schließt du dann die Konten nicht aber (über 9xxx)?

Nee, das nicht (ist also mehr eine EÜR), aber...

> Sonst bleibt das ja auf Rechnungsabgrenzung stehen - oder?

...da bleibt nix drauf stehen, denn im letzten Monat der
Hausratversicherung (um in dem Beispiel zu bleiben) ist
das Abgrenzungskonto dann ja komplett "verbraucht" bzw.
"abgeräumt".

Gruß Matthias.

Matthias Frey

unread,
Jul 4, 2005, 11:58:15 AM7/4/05
to
Am 04.07.2005 15:38 schrieb Matthias Hanft:

> Matthias Frey schrieb:
>
>> Auch auf dem Geschäftskosten gibt es private Buchungen, auf
>> dem Privatkonto natürlich mehr, auf dem XXX-Konto, etc.
>
> Die sollten natürlich zusammenpassen. Was in der Geschäfts-
> buchhaltung die Summe aus den Privatkonten (1800-1890 im
> SKR03) ergibt, muß bei mir die Summe "Geschäftsentnahmen"
> (8004) in der Privatbuchhaltung ergeben.

Das dachte ich so ungefähr auch schon. Passt aber nicht,
da es auf dem Geschäftskonten auch andere private Zahlungen
gibt, die nicht über ein privates Konto laufen.
Da könnte ich aber wohl ein Zwischenkonto nehmen.

>> Kannst du mir bitte mal deinen Kontenplan mailen?
>
> Ungern, da sind in den Kontobezeichnungen etliche Konto-
> nummern u.a. private Namen enthalten.

Ja, verständlich. Habe ich nun seit vorhin auch drin.

> Aber im Prinzip ist
> das der SKR03, mit Einnahmen (Gehalt etc.) im 8er-Bereich,
> regelmäßige Kosten (Versicherungen, Kabelfernsehen etc.)
> im 43er-Bereich und Lebenshaltung im 49er-Bereich. Die
> Rückstellungs- und Abgrenzungskonten habe ich gar nicht
> verändert.

Gut, das hilft mir.
Sind die Kontenklassen beim SRK03 und SRK04 identisch?

> Banken & Kasse halt noch, und das wars dann eigentlich
> auch schon...

Die sind die einfachsten :-)

Danke.

> Gruß Matthias.

Grüße Matthias

Matthias Hanft

unread,
Jul 5, 2005, 3:14:31 AM7/5/05
to
Matthias Frey schrieb:

> Das dachte ich so ungefähr auch schon. Passt aber nicht,
> da es auf dem Geschäftskonten auch andere private Zahlungen
> gibt, die nicht über ein privates Konto laufen.

Über ein _Buchungs_konto müssen sie dann halt laufen. Wenn
mir z.B. eine private Versicherung vom Geschäftskonto abge-
bucht wird, ergibt das -
- in der Geschäftsbuchhaltung einen Buchungssatz "Privat-
entnahme an Bank"
und
- in der Privatbuchhaltung einen Buchungssatz "Versicherung
an Geschäftseinkünfte".

> Sind die Kontenklassen beim SRK03 und SRK04 identisch?

Weiß ich jetzt nicht auswendig. Teilweise, glaub ich. Du
kannst ja mal unter http://www.hanft.de/skr03.htm und
http://www.hanft.de/skr04.htm nachgucken :-)

Gruß Matthias.

Matthias Frey

unread,
Jul 6, 2005, 5:31:00 AM7/6/05
to
Am 01.07.2005 18:18 schrieb Matthias Hanft:
> Matthias Frey schrieb:
>
>> Danke. Darf ich dich später auch noch konkret noch mehr fragen?
>
> Gerne. Ich kann aber natürlich nur sagen, wie's _ich_ mache;
> vieles dabei ist sicher Geschmackssache und auch nicht rich-
> tiger oder falscher als andere Lösungen. Hat sich halt in
> den letzten vier Jahren bei mir so eingependelt...

Ich möchte das lieber gleich so für uns richtig machen. ;-)
Wenn es "pendelt", dann sind die Jahre schlechter vergleichbar.

Wir haben nun angefangen und ein Privatkonto und ein Jahr ist
drin. Wo ich momentan hänge, ist das Geschäftskonto.

Wie bereits erwähnt gibt es dort auch einige private Buchungen.
Das Meiste geht in der GeschäftsFiBu bei "2100 Privatentnahmen"
raus und geht aufs Privarkonto. Dort buche ich das von Bank
als Erlös zu 4000 Geschäftsentnahme.
Allerdings geht nicht alles über das private Bankkonto, sondern
direkt vom Geschäftskonto zum Lieferanten.
Ich möchte aber alles in der PrivatFiBu haben. Wäre es dann richtig
das über durchlaufende Posten zu buchen? Also dann von
4000 Geschäftsentnahme zu 1380 durchlaufende Posten
und dann von dort z.B. zu 6600 Hobby?

Grüße
Matthias

Hans-Peter Popowski

unread,
Jul 6, 2005, 9:38:08 AM7/6/05
to
"Matthias Frey" <in...@Matthias-Frey.de> schrieb im Newsbeitrag
news:dag8dc$39h$01$1...@news.t-online.com...

Hallo Matthias,

zum ersten, es sind keine durchlaufenden Posten.

Und zum anderen, warum eröffnest Du nicht ein einfaches fiktives
Bestandskonto, z.B. Einnahmen, dorthin fließen alle Einnahmen, wie Lohn,
Entnahmen und Sonstige, woher auch immer und alle Ausgaben werden dort
abgebucht auf die jeweiligen von Dir nach Deinen Vorstellungen
eingerichteten Aufwands- bzw. Anlagekonten.
Z.B. die private Harley Davidson. Weiß zwar nicht was so etwas kostet, aber
nehmen wir einmal an 20.000 Euro und per Banküberweisung vom Geschäftskonto
bezahlt, dann buchst Du die 20.000 Euro vom Geschäftskonto als Entnahme auf
Dein eingerichteten Geldkonto und von dort auf das Anlagekonto Motorrad und
dann die jährliche Afa, die Du auch nach Deinen Vorstellungen festlegen
kannst (persönliche Nutzungsdauer) von diesem Konto auf ein Aufwandskonto
Abschreibung, kannst ja auch die Schwackeliste als Grundlage für die Afa
nehmen.

Bedenke, Afa ist keine Ausgabe, die sich finanziell auswirkt, sie ist nur
Aufwand, also genau umgekehrt wie im betriebswirtschaftlichen Sinne, da sind
die Anschaffungskosten keine Ausgabe (mal abgesehen von GwG) sondern nur die
Afa und im privaten Bereicht sind die Anschaffungskosten die Ausgabe und
eben nicht die Afa, diese bestimmt nur den jeweiligen Restwert des
Wirtschaftsguten.

Damit machst Du auch eine mögliche Geldflussmengenrechnung für einen pösen
Finanzbeamten leichter nachvollziehbar, d.h. er kann keine "Haushaltslöcher"
nachweisen, die Schwarzgeld vermuten lassen und zu einer dementsprechenden
nicht gewollten Schätzung Anlass geben. ;-))

Manche Finanzbeamte halten es eben nicht für möglich, dass man mit so wenig
Einkommen sein Auskommen haben kann. Und Unternehmer verdienen nun mal immer
sehr viel Geld, nach deren Meinung. :-((
Deswegen meinen ja Beamte immer, dass sie eigentlich alle unterbezahlt sind.
Und solche Begriffe wie "sette un sette" oder "relativ" kennen sie nicht.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter

Matthias Frey

unread,
Jul 7, 2005, 5:48:28 AM7/7/05
to
Am 06.07.2005 15:38 schrieb Hans-Peter Popowski:

> Hallo Matthias,

Hallo Hans-Peter

> zum ersten, es sind keine durchlaufenden Posten.

In der Zwischenzeit buchen wir das direkt von Einnahmen/Erlöse
auf das Aufwandskonto. Das passt

> Und zum anderen, warum eröffnest Du nicht ein einfaches fiktives
> Bestandskonto, z.B. Einnahmen, dorthin fließen alle Einnahmen, wie Lohn,
> Entnahmen und Sonstige, woher auch immer und alle Ausgaben werden dort
> abgebucht auf die jeweiligen von Dir nach Deinen Vorstellungen
> eingerichteten Aufwands- bzw. Anlagekonten.

Sorry das ist mir zu hoch. Liegt vermutlich nur daran, dass ich
nicht weiß, was ein Bestandskonto ist ;-)

> [...]


> Damit machst Du auch eine mögliche Geldflussmengenrechnung für einen pösen
> Finanzbeamten leichter nachvollziehbar, d.h. er kann keine "Haushaltslöcher"
> nachweisen, die Schwarzgeld vermuten lassen und zu einer dementsprechenden
> nicht gewollten Schätzung Anlass geben. ;-))

Bisher hat ich nur einen lieben Außenprüfer fürs USt. Der - und
somit auch ich - war zufrieden.
Und solange die Geschäftsbuchhaltung unverdächtig ist, ist doch
die private Buchhaltung wurscht.


> Manche Finanzbeamte halten es eben nicht für möglich, dass man mit so wenig
> Einkommen sein Auskommen haben kann. Und Unternehmer verdienen nun mal immer
> sehr viel Geld, nach deren Meinung. :-((
> Deswegen meinen ja Beamte immer, dass sie eigentlich alle unterbezahlt sind.
> Und solche Begriffe wie "sette un sette" oder "relativ" kennen sie nicht.

Den Eindruck hatte ich hier in Reutlingen noch nie.

> Mit freundlichen Grüßen
> Hans-Peter

Liebe Grüße
Matthias

Hans-Peter Popowski

unread,
Jul 7, 2005, 7:48:11 AM7/7/05
to
"Matthias Frey" schrieb im Newsbeitrag
news:daitpi$5lj$05$1...@news.t-online.com...

Hallo Matthias,

> > zum ersten, es sind keine durchlaufenden Posten.

> In der Zwischenzeit buchen wir das direkt von Einnahmen/Erlöse
> auf das Aufwandskonto. Das passt

nun, ein Zwischenkonto "Alle Einnahmen" hätte den Vorteil, dass dort _alle_
Einnahmen erscheinen würden und Du hättest immer den genauen
"(Be)Stand" der privaten Einnahmen. Mal als Beispiel, Deine private
Versicherung ersetzt einen Schaden, also eine Einnahme, Omma schenkt Dir
einen gewissen Geldbetrag, .....

> > Und zum anderen, warum eröffnest Du nicht ein einfaches fiktives
> > Bestandskonto, z.B. Einnahmen, dorthin fließen alle Einnahmen, wie Lohn,
> > Entnahmen und Sonstige, woher auch immer und alle Ausgaben werden dort
> > abgebucht auf die jeweiligen von Dir nach Deinen Vorstellungen
> > eingerichteten Aufwands- bzw. Anlagekonten.

> Sorry das ist mir zu hoch. Liegt vermutlich nur daran, dass ich
> nicht weiß, was ein Bestandskonto ist ;-)

"Jeder Geschäftsvorfall ändert die *Bestände* des Vermögens oder des
Kapitals." Deswegen Bestandskonten.
Etwas anderes sind die Erfolgskonten, unterteilt in Aufwands- und
Ertragskonten.

> > [...]
> > Damit machst Du auch eine mögliche Geldflussmengenrechnung für einen
> > pösen Finanzbeamten leichter nachvollziehbar, d.h. er kann keine
> > "Haushaltslöcher" nachweisen, die Schwarzgeld vermuten lassen und zu
> > einer dementsprechenden nicht gewollten Schätzung Anlass geben. ;-))

> Bisher hat ich nur einen lieben Außenprüfer fürs USt. Der - und
> somit auch ich - war zufrieden.
> Und solange die Geschäftsbuchhaltung unverdächtig ist, ist doch
> die private Buchhaltung wurscht.

Ja, da hast Du recht, wenn alles normal läuft gibt es auch von keiner Seite
Bedenken, aber wenn nicht, was ich für keinen hoffe, denn das Leben ist
öfters auch gemein. Und da kann eine gut geführte private Buchhaltung
diesbezüglich schon hilfreich sein, abgesehen von den anderen Vorteilen.

> > Manche Finanzbeamte halten es eben nicht für möglich, dass man mit so
> > wenig Einkommen sein Auskommen haben kann. Und Unternehmer
> > verdienen nun mal immer sehr viel Geld, nach deren Meinung. :-((
> > Deswegen meinen ja Beamte immer, dass sie eigentlich alle unterbezahlt
> > sind.
> > Und solche Begriffe wie "sette un sette" oder "relativ" kennen sie
> > nicht.

> Den Eindruck hatte ich hier in Reutlingen noch nie.

Dann nimm als Beispiel eine Ich-AG, die eine Tätigkeit ausübt, die von
vornherein "schwarzarbeitsverdächtig" ist, egal ob es zutrifft oder nicht,
sie muss nur eine schlechte Auftragslage haben und schon wird mal ganz
schnell vermutet.
Oder der Unternehmer baut ein Haus und kann nicht so recht die Herkunft der
dazu benötigten finanziellen Mittel belegen. Also der Beispiele für die
Anwendung einer Geldflussmengenrechnung seites des FA sind vielfältig. Ein
etwas sehr vereinfachtes Beispiel kann man am Amway-Urteil des Nürnberger FG
nachvollziehen.
Steht irgendwo auf dem mlm-beobachter. Das Urteil basiert IMHO auf völlig
falschen Schlussfolgerungen bzw. ungenauer Sachverhaltsrecherche seitens der
Richter, es stellt sich nur die Frage, war es nur reine Unkenntnis oder
geförderte Absicht. :-((

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter

Matthias Frey

unread,
Jul 7, 2005, 12:05:19 PM7/7/05
to
Am 07.07.2005 13:48 schrieb Hans-Peter Popowski:

> "Matthias Frey" schrieb im Newsbeitrag
> news:daitpi$5lj$05$1...@news.t-online.com...
>
> Hallo Matthias,

Hallo Hans-Peter
Danke für deine Antworten,

>>>zum ersten, es sind keine durchlaufenden Posten.
>
>>In der Zwischenzeit buchen wir das direkt von Einnahmen/Erlöse
>>auf das Aufwandskonto. Das passt
>
> nun, ein Zwischenkonto "Alle Einnahmen" hätte den Vorteil, dass dort _alle_
> Einnahmen erscheinen würden und Du hättest immer den genauen
> "(Be)Stand" der privaten Einnahmen. Mal als Beispiel, Deine private
> Versicherung ersetzt einen Schaden, also eine Einnahme, Omma schenkt Dir
> einen gewissen Geldbetrag, .....

Außer dem letzten Fall haben wir alle Einnahmen in der Summen-
und Saldenliste aufgelistet. Die sind da in Konten der Klasse 4
und die FiBu macht dafür auch noch eine Summe.


>>Sorry das ist mir zu hoch. Liegt vermutlich nur daran, dass ich
>>nicht weiß, was ein Bestandskonto ist ;-)
>
> "Jeder Geschäftsvorfall ändert die *Bestände* des Vermögens oder des
> Kapitals." Deswegen Bestandskonten.

Klingt logisch.

> Etwas anderes sind die Erfolgskonten, unterteilt in Aufwands- und
> Ertragskonten

Und da änder sich das Vermögen nicht?

Grüße
Matthias

Jochen Kriegerowski

unread,
Jul 7, 2005, 12:26:37 PM7/7/05
to
"Matthias Frey" <in...@Matthias-Frey.de> schrieb

> Und da änder sich das Vermögen nicht?

Doch. Deshalb heißt es ja 'doppelte Buchführung': Es sind
bei jedem Vorgang immer zwei Konten betroffen.
Zum Beispiel 2 Bestandkonten (Bargeld vom Konto holen)
oder 1 Ertrags- und 1 Bestandkonto (Kunde zahlt Rechnung)
usw.

Gruß
Jochen

Lutz Schulze

unread,
Jul 7, 2005, 1:20:58 PM7/7/05
to

Man gewöhnt sich die Denke wirklich in kurzer Zeit an.

Und weiss dann auch, was das Vermögen mehrt:
der fertiggestellte Auftrag des Kunden, nicht erst seine Zahlung.
In der Praxis ist es zwar doch letzteres, aber wen interessiert das?
;-)

Lutz

>
>Gruß
>Jochen

Hans-Peter Popowski

unread,
Jul 7, 2005, 2:53:47 PM7/7/05
to
"Matthias Frey" schrieb im Newsbeitrag
news:dajjsf$m8c$05$1...@news.t-online.com...

Hallo Matthias,

> Danke für deine Antworten,

das weißt Du doch, dafür nicht.

> >>>zum ersten, es sind keine durchlaufenden Posten.

> >>In der Zwischenzeit buchen wir das direkt von Einnahmen/Erlöse
> >>auf das Aufwandskonto. Das passt

> > nun, ein Zwischenkonto "Alle Einnahmen" hätte den Vorteil, dass dort
> > _alle_ Einnahmen erscheinen würden und Du hättest immer den genauen
> > "(Be)Stand" der privaten Einnahmen. Mal als Beispiel, Deine private
> > Versicherung ersetzt einen Schaden, also eine Einnahme, Omma schenkt Dir
> > einen gewissen Geldbetrag, .....

> Außer dem letzten Fall haben wir alle Einnahmen in der Summen-
> und Saldenliste aufgelistet. Die sind da in Konten der Klasse 4
> und die FiBu macht dafür auch noch eine Summe.

Ich meinte das hinsichtlich einer Trennung der betrieblichen und der
privaten Buchführung.
Also "doppelte Buchführung" im Sinne des Wortes, aber nicht wie die von Al
Capone. ;-))

> >>Sorry das ist mir zu hoch. Liegt vermutlich nur daran, dass ich
> >>nicht weiß, was ein Bestandskonto ist ;-)

> > "Jeder Geschäftsvorfall ändert die *Bestände* des Vermögens oder des
> > Kapitals." Deswegen Bestandskonten.

> Klingt logisch.

Buchführung ist logisch. ;-))

> > Etwas anderes sind die Erfolgskonten, unterteilt in Aufwands- und
> > Ertragskonten

> Und da änder sich das Vermögen nicht?

Das ist der Sinn der doppelten Buchführung (nein, nicht wie oben gemeint),
die Aufwands- und Ertragskonten werden in der GuV gebucht und weisen als
Saldo den Gewinn oder Verlust aus = Eigenkapitalmehrung oder
Eigenkapitalminderung (ganz vereinfacht gesagt).
Es gibt vier Arten der Bestandsveränderung:
Aktiv-Tausch
Passiv-Tausch
Aktiv-Passiv-Mehrung
Aktiv-Passiv-Minderung
D.h. wo die Bestandsveränderungen stattfinden (Aktiva/Passiva), irknwie muss
ja die "Waage" (bilancia) stimmig sein.

Woher stammt das Sprichwort "Wer schreibt, der bleibt."?
Und warum? (Auf die Buchführung bezogen, insbesondere auf die doppelte.)

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter

Matthias Frey

unread,
Jul 8, 2005, 4:01:31 AM7/8/05
to
Am 07.07.2005 20:53 schrieb Hans-Peter Popowski:

> "Matthias Frey" schrieb im Newsbeitrag
> news:dajjsf$m8c$05$1...@news.t-online.com...
>
> Hallo Matthias,

Hallo Hans-Peter

>>Danke für deine Antworten,
>
> das weißt Du doch, dafür nicht.

<aufstampf>ich will aber</aufstampf>


>>>nun, ein Zwischenkonto "Alle Einnahmen" hätte den Vorteil, dass dort
>>>_alle_ Einnahmen erscheinen würden und Du hättest immer den genauen
>>>"(Be)Stand" der privaten Einnahmen. Mal als Beispiel, Deine private
>>>Versicherung ersetzt einen Schaden, also eine Einnahme, Omma schenkt Dir
>>>einen gewissen Geldbetrag, .....
>
>>Außer dem letzten Fall haben wir alle Einnahmen in der Summen-
>>und Saldenliste aufgelistet. Die sind da in Konten der Klasse 4
>>und die FiBu macht dafür auch noch eine Summe.
>
> Ich meinte das hinsichtlich einer Trennung der betrieblichen und der
> privaten Buchführung.
> Also "doppelte Buchführung" im Sinne des Wortes, aber nicht wie die von Al
> Capone. ;-))

Sorry, ich versteh immer noch nicht was du willst.
Die zwei Buchführungen sind getrennt. Zwar auf dem selben
PC und mit der gleichen Software. Es sind aber zwei unterschiedliche
Mandanten, zwei unterschiedliche Kontenrahmen, Konten, etc.

Liebe Grüße
Matthias

Hans-Peter Popowski

unread,
Jul 8, 2005, 4:19:11 AM7/8/05
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"Matthias Frey" schrieb im Newsbeitrag
news:dalbt1$he0$00$1...@news.t-online.com...

Hallo Matthias,

> >>Danke für deine Antworten,
> >
> > das weißt Du doch, dafür nicht.

> <aufstampf>ich will aber</aufstampf>

<an die Decke blickend und grinsenderweise leise ein Liedchen pfeifend>

> >>>nun, ein Zwischenkonto "Alle Einnahmen" hätte den Vorteil, dass dort
> >>>_alle_ Einnahmen erscheinen würden und Du hättest immer den genauen
> >>>"(Be)Stand" der privaten Einnahmen. Mal als Beispiel, Deine private
> >>>Versicherung ersetzt einen Schaden, also eine Einnahme, Omma schenkt
> >>>Dir einen gewissen Geldbetrag, .....

> >>Außer dem letzten Fall haben wir alle Einnahmen in der Summen-
> >>und Saldenliste aufgelistet. Die sind da in Konten der Klasse 4
> >>und die FiBu macht dafür auch noch eine Summe.

> > Ich meinte das hinsichtlich einer Trennung der betrieblichen und der
> > privaten Buchführung.
> > Also "doppelte Buchführung" im Sinne des Wortes, aber nicht wie die von
> > Al Capone. ;-))

> Sorry, ich versteh immer noch nicht was du willst.
> Die zwei Buchführungen sind getrennt. Zwar auf dem selben
> PC und mit der gleichen Software. Es sind aber zwei unterschiedliche
> Mandanten, zwei unterschiedliche Kontenrahmen, Konten, etc.

Ja, genau das meinte ich. Direkt aus und in der betrieblichen Buchführung
buchen würde ja auch gehen, könnte aber schnell zu Fehlern führen, wenn man
sich nicht mit den "Schlüsselzuweisungen" der einzelnen Konten auskennt,
sofern das Programm eine weitere Auswertung bzw. Zuordnung überhaupt
zulässt.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter

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Hans-Peter Popowski

unread,
Jul 9, 2005, 5:49:06 AM7/9/05
to
"Thomas Noll" schrieb im Newsbeitrag news:dan47q$lj6$1...@online.de...

Hallo Thomas,

> > nun, ein Zwischenkonto "Alle Einnahmen" hätte den Vorteil, dass dort
> > _alle_ Einnahmen erscheinen würden und Du hättest immer den genauen
> > "(Be)Stand" der privaten Einnahmen. Mal als Beispiel, Deine private
> > Versicherung ersetzt einen Schaden, also eine Einnahme, Omma schenkt Dir
> > einen gewissen Geldbetrag, .....

> Da stellt sich natürlich eine wichtige Frage:
> Wie werden Sachgeschenke bewertet? Der Kuchen zum Preis der Zutaten?
> Oder mit eingerechneter Arbeitszeit? Wie wird die Liebe bewertet, mit
> der er gebacken wurde?

nimm ganz einfach den "gemeinen Wert" § 9 (2) BewG [1], der "Teilwert" § 10
BewG [2] wäre zu kompliziert. ;-))
Habe ich früher (DDR) auch immer so gemacht, da viele den Gegenwert meiner
erbrachten Leistungen mittels Tausch oder tauschähnlichen Umsätzen
erbrachten.
(Sausack nüber, Worschtsack rüber.)
;-))

[1] § 9 (2) BewG - Gemeiner Wert
(2) 1Der gemeine Wert wird durch den Preis bestimmt, der im gewöhnlichen
Geschäftsverkehr nach der Beschaffenheit des Wirtschaftsgutes bei einer
Veräußerung zu erzielen wäre. 2Dabei sind alle Umstände, die den Preis
beeinflussen, zu berücksichtigen. 3Ungewöhnliche oder persönliche
Verhältnisse sind nicht zu berücksichtigen.

[2] § 10 BewG - Begriff des Teilwerts
1Wirtschaftsgüter, die einem Unternehmen dienen, sind, soweit nichts anderes
vorgeschrieben ist, mit dem Teilwert anzusetzen. 2Teilwert ist der Betrag,
den ein Erwerber des ganzen Unternehmens im Rahmen des Gesamtkaufpreises für
das einzelne Wirtschaftsgut ansetzen würde. 3Dabei ist davon auszugehen,
dass der Erwerber das Unternehmen fortführt.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter

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