danke
> Einer meiner Lieferanten hat einseitig meinen Rabatt gekürzt.
Ja, auch den Lieferanten gehts schlechter ...
> Und ich sehe das eigentlich nicht ein.
Warum nicht? Klar, Du bist verärgert.
> Hat jemand einen Tip, wie ich
> am besten vorgehen kann um meinen alten Rabatt wieder zu
> erhalten, bzw weiß jemand ob eine solche Rabattkürzung überhaupt
> juristisch einwandfrei ist.
Ich würde es sehen als Kündigung des Liefervertrages mit
gleichzeitigem neuen Angebot, zukünftig mit einem geringeren Rabatt zu
liefern.
Außer verhandeln hast Du IMO keine Möglichkeit, die alten Konditionen
zurückzuerlangen.
> Ich kann leider nicht auf einen anderen Lieferanten ausweichen,
> und das Produkt unterliegt auch noch einer Preisbindung.
Da bist Du nicht die einzige :-(
HTH und Grüße
Matthias
> > Hat jemand einen Tip, wie ich
> > am besten vorgehen kann um meinen alten Rabatt wieder zu
> > erhalten, bzw weiß jemand ob eine solche Rabattkürzung überhaupt
> > juristisch einwandfrei ist.
>
> Ich würde es sehen als Kündigung des Liefervertrages mit
> gleichzeitigem neuen Angebot, zukünftig mit einem geringeren Rabatt zu
> liefern.
Gibt es irgendeine Formvorschrift, die der Lieferant bei dieser
Konditionenkündigung einzuhalten hat. Meinen neuen EK habe ich nämlich
erst durch eine Rechnung erfahren. Und erst auf mehrfache Nachfrage hin
hat der Lieferant gesagt das der alte EK nicht mehr gelte. Ein offizielles
Schreiben mit dem entsprechenden blabla habe ich nicht erhalten.
> Außer verhandeln hast Du IMO keine Möglichkeit, die alten Konditionen
> zurückzuerlangen.
Mache ich ja, aber zu welchem Preis? Wenn das so mir nichts dir nichts
einfach geht, was spricht dagegen, nachdem ich einen Kundenstamm aufgebaut
habe, meinen EK auf Null zu kürzen. Meine Kunden kann ich dann nicht mehr
beliefern und die wandern direkt zum Händler. Das kann es ja auch nicht
sein?
Gruß
Jein, aber mal etwas anderes unten, weil das Streiten meist nicht zum Erfolg
führt.
>> Außer verhandeln hast Du IMO keine Möglichkeit, die alten Konditionen
>> zurückzuerlangen.
>
> Mache ich ja, aber zu welchem Preis? Wenn das so mir nichts dir nichts
> einfach geht, was spricht dagegen, nachdem ich einen Kundenstamm
> aufgebaut habe, meinen EK auf Null zu kürzen. Meine Kunden kann ich
> dann nicht mehr beliefern und die wandern direkt zum Händler. Das
> kann es ja auch nicht sein?
Mal angenommen die Handelsspanne sinkt auf null und Deine Kunden
wandern ab. Enstscheidend ist die Frage:
Wieviele bestellen direkt und wieviele andere Produkte oder gar nichts.
Wenn der Prozentsatz hoch ist dann hat auch Dein Lieferant Gewinnnachteile.
Ich würde versuchen Ihn davon zu überzeugen.
--
Heinrich Butschal
Gutachten, Projektmanagement
http://www.butschal.de
IANAL, aber ich befürchte, unter Kaufleuten: nein.
> Meinen neuen EK habe ich nämlich erst durch eine Rechnung erfahren.
Das ist nicht nett, aber solche Geschichten kenne ich auch ...
> > Außer verhandeln hast Du IMO keine Möglichkeit, die alten
> > Konditionen zurückzuerlangen.
>
> Mache ich ja, aber zu welchem Preis? Wenn das so mir nichts dir
> nichts einfach geht, was spricht dagegen, nachdem ich einen
> Kundenstamm aufgebaut habe, meinen EK auf Null zu kürzen.
Das habe ich leider nicht verstanden:
zu welchem Preis: metaphorisch gemeint?
Wer kürzt den EK auf Null? Du?
> Meine Kunden kann ich dann nicht mehr beliefern und die wandern
> direkt zum Händler. Das kann es ja auch nicht sein?
Warum nicht? Direktvertrieb ist für viele Unternehmen attraktiv
geworden.
Grüße
Matthias
> > Mache ich ja, aber zu welchem Preis? Wenn das so mir nichts dir
> > nichts einfach geht, was spricht dagegen, nachdem ich einen
> > Kundenstamm aufgebaut habe, meinen EK auf Null zu kürzen.
>
> Das habe ich leider nicht verstanden:
>
> zu welchem Preis: metaphorisch gemeint?
> Wer kürzt den EK auf Null? Du?
Ja, Metapher. Stell dir vor du bringst x Kunden für ein Produkt, wofür du
einen Rabatt von 25% erhälst. Jetzt kommt z.b. ein neuer Vertriebler und
kürzt jedes Jahr deinen Rabatt. Wenn er das bis auf Null macht, dann hat
er am Ende billig Kunden gewonnen. Das kann ich nicht so einfach
hinnehmen, oder.
> > Meine Kunden kann ich dann nicht mehr beliefern und die wandern
> > direkt zum Händler. Das kann es ja auch nicht sein?
>
> Warum nicht? Direktvertrieb ist für viele Unternehmen attraktiv
> geworden.
Klar, aber es gibt *saubere* und *unsaubere* Wege zu seinen Kunden zu
kommen.
Gruß
[Metaphorische Kalkulation gesnipt]
>>> Meine Kunden kann ich dann nicht mehr beliefern und die wandern
>>> direkt zum Händler. Das kann es ja auch nicht sein?
>>
>> Warum nicht? Direktvertrieb ist für viele Unternehmen attraktiv
>> geworden.
>
> Klar, aber es gibt *saubere* und *unsaubere* Wege zu seinen Kunden zu
> kommen.
Nun einVertrag als Handelsvertreter mit Kunden oder Gebietsschutz hätte
hier genützt und geschützt. :-(
> Einer meiner Lieferanten hat einseitig meinen Rabatt gekürzt.
>... Ich
> kann leider nicht auf einen anderen Lieferanten ausweichen, und das
> Produkt unterliegt auch noch einer Preisbindung.
Ist Dein Lieferant auch Produzent oder nur Großhändler?
Wenn letzeres, dann geh´doch mal direkt zum Hersteller. Stichwort
Direktvertrieb wurde ja schon genannt.
Horst
> Ist Dein Lieferant auch Produzent oder nur Großhändler?
>
> Wenn letzeres, dann geh´doch mal direkt zum Hersteller. Stichwort
> Direktvertrieb wurde ja schon genannt.
>
> Horst
Ist der Hersteller selbst. Leider.
> Sabine Sass wrote:
> > Matthias Kryn schrieb:
>
> [Metaphorische Kalkulation gesnipt]
>
> >>> Meine Kunden kann ich dann nicht mehr beliefern und die wandern
> >>> direkt zum Händler. Das kann es ja auch nicht sein?
> >>
> >> Warum nicht? Direktvertrieb ist für viele Unternehmen attraktiv
> >> geworden.
> >
> > Klar, aber es gibt *saubere* und *unsaubere* Wege zu seinen Kunden zu
> > kommen.
>
> Nun einVertrag als Handelsvertreter mit Kunden oder Gebietsschutz hätte
> hier genützt und geschützt. :-(
Kleines Beispiel (nicht mein konkreter Fall). Jemand vertreibt domains mit
webspace und erhält dafür vom Provider z.B 20% auf den offiziellen VK. Ich
glaube bei Strato geht das tatsächlich so. Wenn dann der Lieferant den
Rabatt runterschraubt, schaue ich in die Röhre, weil ich den VK nicht
erhöhen kann und weil meine Kunden das Produkt beim gleichen Provider
weiternehmen, selbst wenn ich weg vom Fenster bin. Ich kann natürlich
versuchen einen anderen Provider zu finden (werde ich auch machen) aber es
gibt Produkte die eben keinen vergleichbaren Wettbewerber haben. Das
Problem betrifft eigentlich alle Streckengeschäfte, sofern der VK *fest*
oder *quasi fest* ist.
Danke für die Tips
Hast Du einen Vertrag oder ein aktuelles Angebot mit ihm?
--
Mit freundlichen Gruessen Dipl.-Ing.(FH) Thomas Budich
[ E-Mail Antworten hierauf werden automatisch gelöscht ]
> > Einer meiner Lieferanten hat einseitig meinen Rabatt gekürzt.
>
> Hast Du einen Vertrag oder ein aktuelles Angebot mit ihm?
Offensichtlich ja.
Grüße
Matthias
> Ja, Metapher. Stell dir vor du bringst x Kunden für ein Produkt,
> wofür du einen Rabatt von 25% erhälst. Jetzt kommt z.b. ein neuer
> Vertriebler und kürzt jedes Jahr deinen Rabatt. Wenn er das bis
> auf Null macht, dann hat er am Ende billig Kunden gewonnen.
Jap.
> Das kann ich nicht so einfach hinnehmen, oder.
Was genau willst Du dagegen tun?
Grüße
Matthias
> Sabine Sass schrieb:
> > Einer meiner Lieferanten hat einseitig meinen Rabatt gekürzt.
>
> Hast Du einen Vertrag oder ein aktuelles Angebot mit ihm?
Ich habe 1997 per Fax nach VK und Rabatt angefragt (relativ formlos) und
eine entsprechende Antwort erhalten (die ich seit Wochen verzweifelt
suche). Aber seitdem habe ich per monatlicher Rechnung immer diesen
Rabatt erhalten (Gewohnheitsrecht?) Bitte jetzt keine hahaha mails, ,
das ist in der Branche absolut üblich. Nur auf Rechnungen neueren Datums
stimmt der EK nicht mehr.
Gruß
Auch wenn schwer wird: Ausweichprodukt anbieten. Rechnungen nicht
zahlen, verhandeln, Gewerbe abmelden ;-)
Nun fast alle Autohersteller haben in den letzten Jahren so gehandelt.
Die Autohäuser wurden motiviert sich hoch zu verschulden, weil die
eigenen Autos nur in Marmor, Glas und Gold zu präsentieren seien,
ansonsten würden die Verträge nicht verlängert.
Als dies passiert war, wurden die Margen gekürzt.
Ein Vertrag hilft hier nur, die Planbarkeit von rückwirkend auf ein, oder
2 Jahre zu verlängern.
Bei Providern hilft ein Stamm an Provisionshändlern das Marketing zu
verbessern. Das gleiche gilt auch für andere Produkte.
Ich habe einmal für einen bekannten Schmucknamen den Deutschland-
vertrieb gehabt. Nach drei Jahren wurde mir trotz zweistelliger
Umsatzzuwächse pro Jahr gekündigt. Ich erfuhr das alle
europäischen Ländervertreter gekündigt wurden man wollte den Direkt-
vertrieb (an Juweliere) von der Schweiz aus machen.
Leichte Schadenfreude ist erst stpäter aufgekommen das die Umsätze
sogar unter meinen Anfangsstand zurückgefallen waren. Sie haben sich
bis heute nicht erholt obwohl man in D inzwischen einen Großhändler
gefunden hatte der dies nebenbei führt.
Also ich würde mit wirtschaftlichen Argumenten für den Hersteller verhandeln
ansonsten, wenn er nicht will, muß man sich ein neues Betätigungsfeld suchen.
> > > Einer meiner Lieferanten hat einseitig meinen Rabatt gekürzt.
> >
> > Hast Du einen Vertrag oder ein aktuelles Angebot mit ihm?
>
> Ich habe 1997 per Fax nach VK und Rabatt angefragt (relativ
> formlos) und eine entsprechende Antwort erhalten (die ich seit
> Wochen verzweifelt suche).
Brauchst Du eigentlich nicht. Wenn mehrere Jahre die gleichen
Konditionen gewährt wurden - was soll es denn sein, wenn nicht ein
Vertrag mit bestimmten Konditionen?
> Aber seitdem habe ich per monatlicher
> Rechnung immer diesen Rabatt erhalten (Gewohnheitsrecht?)
Ich weiß nicht, ob in dieser Hinsicht "Gewohnheitsrecht" möglich ist.
Das ist ganz normales Vertragsrecht. Angebot, Annahme, mehrere Jahre
laufende Geschäftsfälle.
> Bitte jetzt keine hahaha mails, , das ist in der Branche absolut
> üblich.
Glaube ich Dir sofort.
> Nur auf Rechnungen neueren Datums stimmt der EK nicht mehr.
... aus Deiner Sicht ...
Wie lange kommen denn schon die Rechnungen mit dem veränderten EK?
Nicht, dass Du die neuen Konditionen schon akzeptiert hast.
Grüße
Matthias
> Brauchst Du eigentlich nicht. Wenn mehrere Jahre die
> gleichen Konditionen gewährt wurden - was soll es denn
> sein, wenn nicht ein Vertrag mit bestimmten Konditionen?
Für die Katz?
> Ich weiß nicht, ob in dieser Hinsicht "Gewohnheitsrecht"
> möglich ist.
Ebben. Wenn da kein konkreter Vertrag mit festgehaltenen
Rabatten etc. vorliegt kann der Hersteller doch auch einfach
sagen - ätsch an Sie liefern wir nicht mehr und fertig.
Also vielleicht anders ausgedrückt :-) aber rechtlich ist
da doch rein gar nix zu machen.
Anrufen, fragen warum die Änderung der jahrelangen Konditionen
aufgrund derer man schließlich seine Kalkulation gemacht hat
und dass das Produkt bei wegfallenden Rabatten einfach nicht
mehr rentabel ist.
BTW: Du hast dich nicht vielleicht nicht an die "unverbindlichen"
VK-Preise gehalten und bekommst jetzt die "Quittung"?
Grüße - Uli -
Sabine Sass schrieb:
> Ich habe 1997 per Fax nach VK und Rabatt angefragt (relativ formlos)
Die Bindefrist, welche sicherlich irgendwo festgeschrieben wurde,
ist mit Garantie längst abgelaufen.
> Rabatt erhalten (Gewohnheitsrecht?) Bitte jetzt keine hahaha
Das wäre ein Wunder.
> > Brauchst Du eigentlich nicht. Wenn mehrere Jahre die
> > gleichen Konditionen gewährt wurden - was soll es denn
> > sein, wenn nicht ein Vertrag mit bestimmten Konditionen?
>
> Für die Katz?
Nah. Sie braucht die ursprüngliche Vereinbarung nicht zwingend, weil
sie auch auf andere Weise sehr einfach nachweisen kann, wie die
Konditionenvereinbarung war.
> > Ich weiß nicht, ob in dieser Hinsicht "Gewohnheitsrecht"
> > möglich ist.
>
> Ebben. Wenn da kein konkreter Vertrag mit festgehaltenen
> Rabatten etc. vorliegt
Der liegt vor. Und ganz einfach nachzuweisen.
> kann der Hersteller doch auch einfach
> sagen - ätsch an Sie liefern wir nicht mehr und fertig.
Das nennt man dann Kündigung.
> Also vielleicht anders ausgedrückt :-) aber rechtlich ist
> da doch rein gar nix zu machen.
ACK.
Grüße
Matthias
> Am Fri, 03 Oct 2003 16:37:01 +0200, schrieb Sabine Sass :
>
> >Hallo, hoffe meine Frage passt in diese NG.
> >Einer meiner Lieferanten hat einseitig meinen Rabatt gekürzt.
>
> Avon?
>
> SCNR
> Edg@r
> --
> Einfach ist genial
Noe.
> > Nur auf Rechnungen neueren Datums stimmt der EK nicht mehr.
>
> ... aus Deiner Sicht ...
>
> Wie lange kommen denn schon die Rechnungen mit dem veränderten EK?
>
> Nicht, dass Du die neuen Konditionen schon akzeptiert hast.
>
> Grüße
> Matthias
Die *neuen* Rechnugen kommen schon eine ganze Weile. Bezahlt habe ich
bisher, unter Hinweis auf meinen EK, keine dieser Rechnungen. Es kam mal
eine Erinnerung, aber nie eine Mahnung oder härteres. Seit längerer Zeit
kommt gar nichts mehr, die Kunden werden aber (noch) beliefert. Wie ist
eigentlich die aktuelle Verjährung, hat sich die nicht Anfang 2002
geändert?
Gruß
> BTW: Du hast dich nicht vielleicht nicht an die "unverbindlichen"
> VK-Preise gehalten und bekommst jetzt die "Quittung"?
>
> Grüße - Uli -
Nein, es handelt sich um preisgebundene Produkte, wenn ich diese Preise
nicht verlange, stehen die Geier schnell vor der Tür...
> > Nah. Sie braucht die ursprüngliche Vereinbarung nicht zwingend,
> > weil sie auch auf andere Weise sehr einfach nachweisen kann,
> > wie die Konditionenvereinbarung war.
>
> Selbst wenn die vorhanden ist, muss der Hersteller doch noch
> lange nicht an Sie liefern.
Richtig.
> Ich glaube kaum, das es einen Vertrag gibt, in dem steht, wir
> beliefern sie bis zum Zeitpunkt x, mit Ware y und dem Rabatt, den
> wir per FAX vor 10 Jahren ausgemacht haben.
Im Handel ist so etwas gängig. Nennt sich Lieferantenvereinbarung.
"Diese Vereinbarung gilt bis $Datum für $Produktgruppe. Es gelten die
Konditionen, wie sie im Rahmenliefervertrag von $langezurückliegend
vereinbart wurden."
Oder habe ich jetzt was missverstanden?
Grüße
Matthias
> > Brauchst Du eigentlich nicht. Wenn mehrere Jahre die gleichen
> > Konditionen gewährt wurden - was soll es denn sein, wenn nicht
> > ein Vertrag mit bestimmten Konditionen?
>
> Eine von Fall zu Fall getroffene Vereinbarung ohne irgendwelchen
> Schutz.
Ach so. Hmm ... kommt dann IMO auf den Lieferumfang an. Wenn jede
Woche zwei, drei oder mehr Bestellungen abgewickelt wurden, dann lässt
sich das mit dem "Fall zu Fall" nach meiner Auffassung nicht
durchsetzen. Wenn es einmal im Halbjahr eine Lieferung war, so dass
man von Einzelfällen ausgehen könnte, dann eher ja. IANAL, habe nur
ein wenig Erfahrung.
> > Ich weiß nicht, ob in dieser Hinsicht "Gewohnheitsrecht"
> > möglich ist.
>
> Kann ich mir nicht vorstellen. Streckengeschäfte sind halt nur da
> wirklich sinnvoll, wo vertragliche Absicherung besteht oder
> Endkunde und Hersteller sich nicht kennen.
Huch! Geht es hier um Streckengeschäft? Wo habbich das überlesen?
> > Das ist ganz normales Vertragsrecht. Angebot, Annahme, mehrere
> > Jahre laufende Geschäftsfälle.
>
> Was aber niemand zu Fixpreisen oder ehern festgeschriebenen
> Rabatten verpflichtet.
Full ACK. Deswegen meine Meinung, dass der Vertrag mit der Festsetzung
neuer EK-Preise bzw. neuer, niedrigerer Rabattsätze gekündigt wurde.
> Natürlich auch nicht zum Kauf...
Jap.
Grüße
Matthias
> wie die Konditionenvereinbarung war.
Einseitig und jederzeit einseitig änderbar oder ganz
kündbar oder welcher § sollte dem entgegenstehen?
> Der liegt vor. Und ganz einfach nachzuweisen.
Ja? Also bei mir kommt bei bestimmten Lieferanten 'nen
netter Außendienstmitarbeiter vorbei und erkundigt sich
wie denn so alles läuft, was die Kunden für Rückmeldungen
bringen, was es neues gibt und wie mein Umsatz aussieht.
Daraufhin je nach Situation da und dort ein Kreutzchen,
unterm Strich xyx% er unterschreibt, ich unterschreibe,
da steht eine Laufzeit drauf etc.
> > kann der Hersteller doch auch einfach
> > sagen - ätsch an Sie liefern wir nicht mehr und fertig.
>
> Das nennt man dann Kündigung.
Glaub' ich nicht. Was für'n Vertrag den's zu kündigen gibt
soll sie denn mit dem Hersteller haben? Sie schickt 'nen
Auftrag den der annehmen kann oder auch nicht und sonst
garnix, oder?
Grüße - Uli -
> Im Handel ist so etwas gängig. Nennt sich Lieferantenvereinbarung.
ACK und so einen hat sie nicht - zumindest hab' ich's so
verstanden ...
Grüße - Uli -
> > Huch! Geht es hier um Streckengeschäft? Wo habbich das
> > überlesen?
>
> <3F7DA51F...@operamail.com>
Danke.
> Änderungskündigung sozusagen...
Ja, der Vergleich kommt hin.
Grüße
Matthias
> Gibt es irgendeine Formvorschrift, die der Lieferant bei dieser
> Konditionenkündigung einzuhalten hat.
Hast du einen Liefervertrag?
> Meinen neuen EK habe ich nämlich
> erst durch eine Rechnung erfahren.
Schlecht, wenn man bei seiner Bestellung nicht den Kaufpreis vorgibt.
> Und erst auf mehrfache Nachfrage
> hin hat der Lieferant gesagt das der alte EK nicht mehr gelte. Ein
> offizielles Schreiben mit dem entsprechenden blabla habe ich nicht
> erhalten.
Solange du keinen Vertrag hast in dem dein Lieferant sich zu irgendetwas
verpflichtet ist er frei in seiner Preisgestaltung.
>> Außer verhandeln hast Du IMO keine Möglichkeit, die alten Konditionen
>> zurückzuerlangen.
>
> Mache ich ja, aber zu welchem Preis? Wenn das so mir nichts dir nichts
> einfach geht, was spricht dagegen, nachdem ich einen Kundenstamm
> aufgebaut habe, meinen EK auf Null zu kürzen. Meine Kunden kann ich
> dann nicht mehr beliefern und die wandern direkt zum Händler. Das
> kann es ja auch nicht sein?
Dein Problem, wenn du mit deinen Lieferanten keine festen Lieferverträge
vereinbarst.
Harald
> Schlecht, wenn man bei seiner Bestellung nicht den Kaufpreis
> vorgibt.
Buchhandel: Verkaufspreis minus ausgehandelter Rabatt.
Grüße
Matthias
Was willst du mir sagen?
Bestellung
1 Buch Preis 39.90 abzüglich 40% Rabatt.
Dann bekommst du entweder zu dem Preis oder nichts, oder ein neues Angebot.
Harald
> > Buchhandel: Verkaufspreis minus ausgehandelter Rabatt.
>
> Was willst du mir sagen?
> Bestellung
> 1 Buch Preis 39.90 abzüglich 40% Rabatt.
>
> Dann bekommst du entweder zu dem Preis oder nichts, oder ein neues
> Angebot.
Buchpreis war ein schlechtes Beispiel, weil Buchpreisbindung! Deswegen
ist das Beispiel nicht das allgemeine Handelsgebaren, aber richtig:-)
Leider werden immer mehr Bücher produziert, nach einer kurzen
Schamfrist, um anschließend über Antiquariate öder ähnlichem verramscht
zu werden. Von Herstellung oder sogar Buchkultur kann diesbezüglich
nicht mehr die Rede sein. Aber Kultur und Bildung sind ja heutzutage
auch nur Ware oder Handelsgüter:-(
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Woicke
eMails an Versende-Adresse werden automatisch gelöscht.
--
In seiner majestätischen Gleichheit verbietet das Gesetz allen Menschen,
unter Brücken zu nächtigen, auf den Straßen zu schlafen und Brot zu
stehlen - den Reichen genauso wie den Armen.
Anatole France
Hallo Frank,
> >> > Brauchst Du eigentlich nicht. Wenn mehrere Jahre die
> >> > gleichen Konditionen gewährt wurden - was soll es denn
> >> > sein, wenn nicht ein Vertrag mit bestimmten Konditionen?
> >> Für die Katz?
> > Nah. Sie braucht die ursprüngliche Vereinbarung nicht zwingend, weil
> > sie auch auf andere Weise sehr einfach nachweisen kann, wie die
> > Konditionenvereinbarung war.
> Selbst wenn die vorhanden ist, muss der Hersteller doch noch lange nicht
> an Sie liefern.
>
> Ich glaube kaum, das es einen Vertrag gibt, in dem steht, wir beliefern
> sie bis zum Zeitpunkt x, mit Ware y und dem Rabatt, den wir per FAX vor
> 10 Jahren ausgemacht haben.
nun, es könnte ja auch "mündlich" vertraglich festgelegt sein, dass
gewisse Konditionen jederzeit (u.U. ohne Angabe von Gründen) einseitig
abänderbar sind. Wie will man das widerlegen? Vorausgesetzt, es gibt
keinen schriftlichen Vertrag indem für Änderungen eine Schrifterfordernis
vereinbart wurde.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter
Hallo Matthias,
> > > > Hat jemand einen Tip, wie ich
> > > > am besten vorgehen kann um meinen alten Rabatt wieder zu
> > > > erhalten, bzw weiß jemand ob eine solche Rabattkürzung
> > > > überhaupt juristisch einwandfrei ist.
> > > Ich würde es sehen als Kündigung des Liefervertrages mit
> > > gleichzeitigem neuen Angebot, zukünftig mit einem geringeren
> > > Rabatt zu liefern.
> > Gibt es irgendeine Formvorschrift, die der Lieferant bei dieser
> > Konditionenkündigung einzuhalten hat.
> IANAL, aber ich befürchte, unter Kaufleuten: nein.
naja, Sender Jerewan würde sagen, es kommt auf die Vertragsinhalte an.
Aber die sollte man eigentlich schon bei Vertragsabschluss geprüft haben.
> > Meinen neuen EK habe ich nämlich erst durch eine Rechnung erfahren.
> Das ist nicht nett, aber solche Geschichten kenne ich auch ...
Und die gibt es auch zuhauf. Sollte man unter "Lehrgeld" ausbuchen, sofern
man es noch ausbuchen kann.
> > > Außer verhandeln hast Du IMO keine Möglichkeit, die alten
> > > Konditionen zurückzuerlangen.
> > Mache ich ja, aber zu welchem Preis? Wenn das so mir nichts dir
> > nichts einfach geht, was spricht dagegen, nachdem ich einen
> > Kundenstamm aufgebaut habe, meinen EK auf Null zu kürzen.
> Das habe ich leider nicht verstanden:
Das war eine prophetische Erkenntnis aus pessemistischer Sicht.
> zu welchem Preis: metaphorisch gemeint?
> Wer kürzt den EK auf Null? Du?
Die negative Erwartungshaltung.
Mit Null, ist IMHO die Handelsspanne gemeint und nicht der Einkaufspreis.
> > Meine Kunden kann ich dann nicht mehr beliefern und die wandern
> > direkt zum Händler. Das kann es ja auch nicht sein?
> Warum nicht? Direktvertrieb ist für viele Unternehmen attraktiv
> geworden.
Zumindest kann man sich auch so einen Kundenstamm aufbauen bzw. erweitern,
im Osten tausendfach und erfolgreich praktiziert. Und es muss nicht nur
über die Direktvertriebsschiene gehen, man kann es auf vielfältigste Art
und
Weise auf die eigene Reihe bringen. Das bringt das Wolfsgesetz so mit
sich. Deswegen hat sich der Schäfer Hunde zugelegt. Aber nicht immer kann
er seine Schäfchen alle schützen, vor allem nicht, wenn sie vorwitzig
sind. Oder nimm doch mal den Wolf der Kreide gefressen hat ....
Ach, meine Omma und ihre schönen Gutenachtgeschichten. ;-))
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter
> Leider werden immer mehr Bücher produziert, nach einer kurzen
> Schamfrist, um anschließend über Antiquariate öder ähnlichem
> verramscht zu werden. Von Herstellung oder sogar Buchkultur kann
> diesbezüglich nicht mehr die Rede sein.
Bücher sind Hilfsmittel um Informationen abrufbar zu speichern. Das
sind Handelswaren wie Fernseher und Kühlschränke.
>Aber Kultur und Bildung sind
> ja heutzutage auch nur Ware oder Handelsgüter:-(
Kultur und Bildung sind persönliche Eigenschaften und daher nicht handelbar.
In Produkte, die höhere Werte transportieren sollen, wird zum besseren
Marketing der Odem der Kultur eingehaucht. Siehe:
Bierwerbung - erfolgreiche, schöne Menschen
früher Zigarettenwerbung - Freiheit in einem anderen Land
Pop - Kultur (Musik und Clipbrachne) - Mehr Geld verdienen als die Eltern mit
weniger Arbeit
u.s.w
Und wenn man sich dann über die Gütervermarktung beschwert, hat man
das Marketing verinnerlicht.
Schönen Tag noch Wolfgang, wollte Dich nicht kritisieren, sondern nur mal
zu mehr Trennschärfe auffordern. ;-)
> Kultur und Bildung sind persönliche Eigenschaften und daher nicht
> handelbar.
>
Vielleicht liegt die verschiedene Deutung der Begriffe Kultur und
Bildung an unserer verschiedenen Localisation. In meinen Augen sind das
Wirtschaftsgüter, allerdings immer mehr keine freien Güter. In dem 24-
bändigen Bertelsmann-Lexikon gibt es nicht einmal eine Erläuterung des
Begriffes Kultur:-(
Wenn sich immer mehr Menschen nicht einmal die Zeitung mit den vier
Buchstaben leisten können, wie sollen diese Menschen sich die
hochpreisigen Zeitungen mit höherem Informationsgehalt gönnen können?
Wieviel Menschen müssen sich heute einen Theater- oder Opernbesuch
versagen. Dagegen ist der Besuch eines Museums noch preiswert:-( Vier
bis sechs Euro pro Person bezahlt man doch aus der Portokasse:-) Viele
Familien können sich aber eine Portokasse nicht leisten.
Um wieder etwas in die Nähe von debs zu kommen. Entscheidende
Voraussetzung für einen Erfolg heutzutage ist nicht die Bildung und
Kultur des Unternehmers, sondern sein Selbstmarketing.
> In Produkte, die höhere Werte transportieren sollen, wird zum
> besseren Marketing der Odem der Kultur eingehaucht. Siehe:
> Bierwerbung - erfolgreiche, schöne Menschen
> früher Zigarettenwerbung - Freiheit in einem anderen Land
> Pop - Kultur (Musik und Clipbrachne) - Mehr Geld verdienen als die
> Eltern mit weniger Arbeit
> u.s.w
> Und wenn man sich dann über die Gütervermarktung beschwert, hat man
> das Marketing verinnerlicht.
>
Ich beschwere mich nicht über die Gütervermarktung. Marketing ist eine
der Grundsäulen dieses Systems! Und ich werde doch keine Systemkritik
äußern:-;
Ein gutes Beispiel, wie excellentes Marketing gewaltige staatstragende
Umsätze generieren kann, ist die IT-Branche. Den Unterschied zwischen
Marketingversprechen und Realität kennt sicher jeder:-(
> Schönen Tag noch Wolfgang, wollte Dich nicht kritisieren, sondern
> nur mal zu mehr Trennschärfe auffordern. ;-)
Da dies zu einer endlosen Grundsatzdiskussion führen könnte, außerdem
die Themen Bildung und Kultur nicht zu den Inhalten dieser NewsGroup
zählen, beenden wir am besten den Disput.
Mit freundlichen Grüßen aus Berlin
Wolfgang Woicke
Hast Du den Rabatt für einen bestimmten Zeitrahmen mit ihm vereinbart,
oder hat er ihn Dir ohne Vereinbarung freiwillig gewährt?
Viele Grüße,
VB.
--
X-Pie Software GmbH
Postfach 1540, 88334 Bad Waldsee
Phone +49-7524-996806 Fax +49-7524-996807
mailto:v...@x-pie.de http://www.x-pie.de
Hallo Wolfgang,
> > Kultur und Bildung sind persönliche Eigenschaften und daher nicht
> > handelbar.
> Vielleicht liegt die verschiedene Deutung der Begriffe Kultur und
> Bildung an unserer verschiedenen Localisation. In meinen Augen sind das
> Wirtschaftsgüter, allerdings immer mehr keine freien Güter. In dem 24-
> bändigen Bertelsmann-Lexikon gibt es nicht einmal eine Erläuterung des
> Begriffes Kultur:-(
wobei man IMHO einerseits die persönliche Kultur und Bildung eines
einzelnen Menschen betrachten sollte (was wohl Heinrich meinte) und
andererseits die Kultur und die Bildung einer Gesellschaft und im weiteren
Sinne z.B. die Deutschlands.
Also ein 24-bändiges Bertelsmann-Lexikon ist mir zu teuer, das darin
versammelte Wissen kann man sich auch andersweitig und bestimmt besser
aneignen, wobei ich nicht meine, dass man alles wissen muss was darin
steht, aber je mehr desto besser. ;-))
Also ich habe hier ein kleines, wenn auch altes Lexikon mit einer
auszugsweisen Definition von Kultur:
"Die Kultur oder Gesittung, die Veredlung des Menschen und der Völker
durch Ausbildung des Geistes und Entwicklung aller Anlagen, durch die
Schöpfung von Einrichtungen (Kulturgüter), die Ausdruck einer veredelten
Geistesgesinnung sind. Die Kulturbereiche: Religion, Kunst, Wissenschaft,
Recht, Sitte, Erziehung, Wirtschaft, Technik, staatliche Ordnung werden im
Lauf einer Kulturentwicklung selbständig. Damit entsteht die Gefahr, dass
die Einheit der Kultur zerbricht und technisch hochentwickelten, aber
gegeneinander verkapselten Sonderbereichen Platz macht (--> Zivilisation)"
"Zivilisation: 1. Gesittung verfeinerte Lebensweise. 2. Bezeichnung für
die
nicht mehr schöpferische, sondern nur verarbeitende Entwicklungsstufe
eines Volkes im Gegensatz zur Kultur."
> Wenn sich immer mehr Menschen nicht einmal die Zeitung mit den vier
> Buchstaben leisten können, wie sollen diese Menschen sich die
> hochpreisigen Zeitungen mit höherem Informationsgehalt gönnen können?
Das ist dann eben keine Kultur mehr sondern eine etwas abartige
Zivilisation.
> Wieviel Menschen müssen sich heute einen Theater- oder Opernbesuch
> versagen. Dagegen ist der Besuch eines Museums noch preiswert:-( Vier
> bis sechs Euro pro Person bezahlt man doch aus der Portokasse:-) Viele
> Familien können sich aber eine Portokasse nicht leisten.
Das wird aber noch *besser*, wenn erst die Zusammenlegung von ALH und SH
gesetzlich geregelt ist --> "Vermögensverwertung".
Wobei es im Osten viele gibt, die trotz ALH noch einen darüber
hinausgehenden Anspruch auf Sozialhilfe haben.
Und die Kürzungen bei der Sozialhilfe sind ja auch schon in Sicht.
Aber das ist der Trend der Zeit, denn es ist IMHO nicht nachvollziehbar,
warum ein Vollbeschäftigter noch einen Anspruch auf Sozialhilfe hat.
> Um wieder etwas in die Nähe von debs zu kommen. Entscheidende
> Voraussetzung für einen Erfolg heutzutage ist nicht die Bildung und
> Kultur des Unternehmers, sondern sein Selbstmarketing.
Siehe Politiker, wie sie sich vermarkten, da muss nur ein blöder Artikel
in der BLÖD stehen und schon wird mit einer Gesetzesänderung reagiert. So
schnell sind sie doch sonst nicht. :-((
> > In Produkte, die höhere Werte transportieren sollen, wird zum
> > besseren Marketing der Odem der Kultur eingehaucht. Siehe:
> > Bierwerbung - erfolgreiche, schöne Menschen
> > früher Zigarettenwerbung - Freiheit in einem anderen Land
> > Pop - Kultur (Musik und Clipbrachne) - Mehr Geld verdienen als die
> > Eltern mit weniger Arbeit
> > u.s.w
> > Und wenn man sich dann über die Gütervermarktung beschwert, hat man
> > das Marketing verinnerlicht.
> Ich beschwere mich nicht über die Gütervermarktung. Marketing ist eine
> der Grundsäulen dieses Systems! Und ich werde doch keine Systemkritik
> äußern:-;
Warum nicht? Gesunde Kritik sollte doch möglich sein, siehe Schwarzbuch
des Bundes der Steuerzahler, 30 Milliarden sind doch kein Pappenstiel,
aber da gibt es keine Gesetzesänderung wegen der Haftung, aber für den
"Rolf" wurde sofort ein Gesetz geändert. Auch das ist "Kultur". Es fragt
sich nur was für eine.
> Ein gutes Beispiel, wie excellentes Marketing gewaltige staatstragende
> Umsätze generieren kann, ist die IT-Branche. Den Unterschied zwischen
> Marketingversprechen und Realität kennt sicher jeder:-(
Ja, und an wem oder was liegt das? Auch das ist verinnerlichte *Kultur*,
aber das wussten schon die alten Römer (Brot und Spiele).
> > Schönen Tag noch Wolfgang, wollte Dich nicht kritisieren, sondern
> > nur mal zu mehr Trennschärfe auffordern. ;-)
> Da dies zu einer endlosen Grundsatzdiskussion führen könnte, außerdem
> die Themen Bildung und Kultur nicht zu den Inhalten dieser NewsGroup
> zählen, beenden wir am besten den Disput.
Nun, auch in debs gibt es eine Kultur, sie wird geprägt durch die
teilnehmenden User.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter
--
Kultur ist das was der Metzger hätte, wenn er Chirurg wäre.
-Mary Pittibone Poole-
> > Güter. In dem 24- bändigen Bertelsmann-Lexikon gibt es nicht
> > einmal eine Erläuterung des Begriffes Kultur:-(
>
hiermit wollte ich eigentlich nur andeuten, welchen Stellenwert Kultur
in dieser Gesellschaft hat:-(
> wobei man IMHO einerseits die persönliche Kultur und Bildung eines
> einzelnen Menschen betrachten sollte (was wohl Heinrich meinte) und
> andererseits die Kultur und die Bildung einer Gesellschaft und im
> weiteren Sinne z.B. die Deutschlands.
Um sich aber persönliche Kultur und Bildung aneignen zu können, müssen
Rahmenbedingungen vorhanden sein. Diese Rahmenbedingungen sind derzeit
aber wohl mehr als schlecht. Da sie sich zukünftig noch wesentlich
verschlechtern werden, lässt für die nächste Pisa-Studie arges vermuten.
> Also ein 24-bändiges Bertelsmann-Lexikon ist mir zu teuer, das darin
> versammelte Wissen kann man sich auch andersweitig und bestimmt
> besser aneignen, wobei ich nicht meine, dass man alles wissen muss
> was darin steht, aber je mehr desto besser. ;-))
Bücher, nicht nur Fachbücher, sind für mich ein wesentlicher Bestandteil
des Lebens. Hierdrin kann man blättern, entdeckt immer wieder Neues, es
ist für mich ein Stück Kultur.
Woher sollte man sich Wissen sonst aneignen? In meinem Alter sich noch
mit einem Computer beschäftigen, vielleicht sogar noch Internet.
Igitigit:-)
> Also ich habe hier ein kleines, wenn auch altes Lexikon mit einer
> auszugsweisen Definition von Kultur:
>
Wilhelm Liebknechts Volksfremdwörterbuch (Dietz Verlag Berlin 1953) mag
vielleicht nicht so alt sein, enthält aber eine mir besser gefallene
Definition:
| ideologischer Stand einer Gesellschaft, der durch die materiellen
| Lebensbedingungen d. Gesellschaft bestimmt wird u. in ihrer
| Lebensweise, in ihrer Ideologie, Bildung u. Erziehung z. Ausdruck
| kommt; "die Kultur ändert sich ihrem Inhalt nach mit jeder neuen
| Entwicklungsperiode d. Gesellschaft" (Stalin)
Vielleicht hätte ich J.W. früher studieren sollen, dann würde ich mich
nicht so über den den derzeitigen Stand der Kultur wundern:-)
> Das ist dann eben keine Kultur mehr sondern eine etwas abartige
> Zivilisation.
>
Aber dafür eine Demokratie.
> > Um wieder etwas in die Nähe von debs zu kommen. Entscheidende
> > Voraussetzung für einen Erfolg heutzutage ist nicht die Bildung und
> > Kultur des Unternehmers, sondern sein Selbstmarketing.
>
> Siehe Politiker, wie sie sich vermarkten, da muss nur ein blöder
> Artikel in der BLÖD stehen und schon wird mit einer Gesetzesänderung
> reagiert. So schnell sind sie doch sonst nicht. :-((
>
Kann ich nicht nachvollziehen, die Zeitung mit den grossen Buchstaben
fasse ich nicht einmal mit spitzen Fingern an.
> > Ich beschwere mich nicht über die Gütervermarktung. Marketing ist
> > eine der Grundsäulen dieses Systems! Und ich werde doch keine
> > Systemkritik äußern:-;
>
> Warum nicht? Gesunde Kritik sollte doch möglich sein, siehe
> Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler, 30 Milliarden sind doch
> kein Pappenstiel, aber da gibt es keine Gesetzesänderung wegen der
> Haftung, aber für den "Rolf" wurde sofort ein Gesetz geändert. Auch
> das ist "Kultur". Es fragt sich nur was für eine.
>
Dieses Schwarzbuch der Steuerzahler ist doch auch nur zu grossen Teilen
Volksverdummung: Seht hier darf man kritisieren. Welche Konsequenzen
gibt es? Es dient doch auch nur dazu, Arbeitsplätze (aus Steuermitteln
bezahlte?) zu schaffen oder wird dies alles in freiwilliger unbezahlter
Zeit erschaffen? Jeder, der an staatlich alimentierten Pfründen sitzt,
behauptet doch: Mein Tun ist staatserhaltend:-(
> > Da dies zu einer endlosen Grundsatzdiskussion führen könnte,
> > außerdem die Themen Bildung und Kultur nicht zu den Inhalten
> > dieser NewsGroup zählen, beenden wir am besten den Disput.
>
> Nun, auch in debs gibt es eine Kultur, sie wird geprägt durch die
> teilnehmenden User.
>
Dem kann ich nur zustimmen.
Mit freundlichen Grüssen aus dem sonnigem Berlin
Wolfgang Woicke
--
eMails an Versende-Adresse werden automatisch gelöscht.
Wer noch nie jemanden auf die Füße getreten ist,
hat sich nicht sehr viel bewegt
>Ja, Metapher. Stell dir vor du bringst x Kunden für ein Produkt, wofür du
>einen Rabatt von 25% erhälst. Jetzt kommt z.b. ein neuer Vertriebler und
>kürzt jedes Jahr deinen Rabatt. Wenn er das bis auf Null macht, dann hat
>er am Ende billig Kunden gewonnen. Das kann ich nicht so einfach
>hinnehmen, oder.
oder gar keine, wenn zu viele Händler sagen, dass sie für diese Spanne
das Produkt nicht mehr vermitteln werden.
Klaus
--
Meine Absender-Adresse ist gültig, allerdings werden emails an diese
Adresse gnadenlos und ohne Benachrichtigung gelöscht.
Wer mir also schreiben will, ersetze den local part der Adresse durch
was anderes.
sofern Dein Rabatt nicht vertraglich festgeschrieben ist, hast Du nach
meiner Beurteilung Pech gehabt.
Selbst für Endverbraucher wird bei der Nutzung von "offenem" call-by-
call nach meinem Wissen die Prüfung der aktuellen Konditionen vor einem
Anruf als zumutbar angesehen.
Insofern müsste es auch Gewerbetreibenden zumutbar sein, vor Bestellun-
gen zu prüfen, ob sich die Konditionen des Lieferanten geändert haben.
Soweit ich das im Folgenden gesehen habe, hast Du in Kenntnis der geän-
derten Bedingungen erneut bestellt und damit imo die geänderten Bedin-
gungen akzeptiert.
> Bei [Lebensmittelmarkt] wurde die Milch 5ct teurer. Das sehe ich
> eigentlich nicht ein. Wer hat einen Tip, wie ich mich dagegen wehren
> kann?
Woanders kaufen oder Milchtrinken generell bleiben lassen. Ist doch
bestimmt eh BSE-verseucht ;-)
Gruß
Micha
Hallo Christian,
[Rabatt]
> Ansonsten:
> Bei [Lebensmittelmarkt] wurde die Milch 5ct teurer. Das sehe ich
> eigentlich nicht ein. Wer hat einen Tip, wie ich mich dagegen wehren
> kann?
siehe sig.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter
--
Es ist geradezu eine vaterländische Pflicht, zum Anstieg des Bierkonsums
beizutragen.
(Wolfgang Clement, Wirtschaftsminister)
Hallo Wolfgang,
> > > Güter. In dem 24- bändigen Bertelsmann-Lexikon gibt es nicht
> > > einmal eine Erläuterung des Begriffes Kultur:-(
> hiermit wollte ich eigentlich nur andeuten, welchen Stellenwert Kultur
> in dieser Gesellschaft hat:-(
ja, eigentlich weiß das jeder, ich meine welchen Stellenwert sie haben
sollte, aber im Rahmen der Globalisierung kann man ja auch die Kultur
outsourcen. :-((
Und dann müssen wir eben nicht nur Deutschland am Hindukusch verteidigen
sondern auch unsere Kultur, weil sie vielleicht gerade dort liegt. Wer
will das dann so genau wissen, wenn sie uns abhanden gekommen ist.
> > wobei man IMHO einerseits die persönliche Kultur und Bildung eines
> > einzelnen Menschen betrachten sollte (was wohl Heinrich meinte) und
> > andererseits die Kultur und die Bildung einer Gesellschaft und im
> > weiteren Sinne z.B. die Deutschlands.
> Um sich aber persönliche Kultur und Bildung aneignen zu können, müssen
> Rahmenbedingungen vorhanden sein. Diese Rahmenbedingungen sind derzeit
> aber wohl mehr als schlecht. Da sie sich zukünftig noch wesentlich
> verschlechtern werden, lässt für die nächste Pisa-Studie arges vermuten.
Mein reden seit meiner Ommas Zeiten.
> > Also ein 24-bändiges Bertelsmann-Lexikon ist mir zu teuer, das darin
> > versammelte Wissen kann man sich auch andersweitig und bestimmt
> > besser aneignen, wobei ich nicht meine, dass man alles wissen muss
> > was darin steht, aber je mehr desto besser. ;-))
> Bücher, nicht nur Fachbücher, sind für mich ein wesentlicher Bestandteil
> des Lebens. Hierdrin kann man blättern, entdeckt immer wieder Neues, es
> ist für mich ein Stück Kultur.
Richtig, Bücher sind echte Freunde, sie helfen einem bei der
Selbstfindung.
> Woher sollte man sich Wissen sonst aneignen? In meinem Alter sich noch
> mit einem Computer beschäftigen, vielleicht sogar noch Internet.
> Igitigit:-)
In debs fragen? ;-))
> > Also ich habe hier ein kleines, wenn auch altes Lexikon mit einer
> > auszugsweisen Definition von Kultur:
> Wilhelm Liebknechts Volksfremdwörterbuch (Dietz Verlag Berlin 1953) mag
> vielleicht nicht so alt sein,
Es ist schon sehr alt, er hat es IMHO während seines Zuchthausaufenthaltes
vor mehr als 100 Jahren geschrieben.
> enthält aber eine mir besser gefallene Definition:
> | ideologischer Stand einer Gesellschaft, der durch die materiellen
> | Lebensbedingungen d. Gesellschaft bestimmt wird u. in ihrer
> | Lebensweise, in ihrer Ideologie, Bildung u. Erziehung z. Ausdruck
> | kommt; "die Kultur ändert sich ihrem Inhalt nach mit jeder neuen
> | Entwicklungsperiode d. Gesellschaft" (Stalin)
> Vielleicht hätte ich J.W. früher studieren sollen, dann würde ich mich
> nicht so über den den derzeitigen Stand der Kultur wundern:-)
Stalin hat auch nur abgeschrieben. ;-))
> > Das ist dann eben keine Kultur mehr sondern eine etwas abartige
> > Zivilisation.
> Aber dafür eine Demokratie.
Und eine "freiheitliche" noch dazu.
> > > Um wieder etwas in die Nähe von debs zu kommen. Entscheidende
> > > Voraussetzung für einen Erfolg heutzutage ist nicht die Bildung und
> > > Kultur des Unternehmers, sondern sein Selbstmarketing.
> > Siehe Politiker, wie sie sich vermarkten, da muss nur ein blöder
> > Artikel in der BLÖD stehen und schon wird mit einer Gesetzesänderung
> > reagiert. So schnell sind sie doch sonst nicht. :-((
> Kann ich nicht nachvollziehen, die Zeitung mit den grossen Buchstaben
> fasse ich nicht einmal mit spitzen Fingern an.
Naja, lese sie auch nicht, aber im Fernsehen wurde dies ausgiebig
ausdiskutiert.
> > > Ich beschwere mich nicht über die Gütervermarktung. Marketing ist
> > > eine der Grundsäulen dieses Systems! Und ich werde doch keine
> > > Systemkritik äußern:-;
> > Warum nicht? Gesunde Kritik sollte doch möglich sein, siehe
> > Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler, 30 Milliarden sind doch
> > kein Pappenstiel, aber da gibt es keine Gesetzesänderung wegen der
> > Haftung, aber für den "Rolf" wurde sofort ein Gesetz geändert. Auch
> > das ist "Kultur". Es fragt sich nur was für eine.
> Dieses Schwarzbuch der Steuerzahler ist doch auch nur zu grossen Teilen
> Volksverdummung: Seht hier darf man kritisieren. Welche Konsequenzen
> gibt es?
Das ist es ja eben, die Freiheit der Andersdenkenden, sie können "denken"
was sie wollen, sie können sogar sagen was sie wollen, aber wen
interessiert es? In der DDR konnte man wenigstens noch stolz auf etwas
Gesagtes sein, denn es wurde dementsprechend honoriert.
> Es dient doch auch nur dazu, Arbeitsplätze (aus Steuermitteln
> bezahlte?) zu schaffen oder wird dies alles in freiwilliger unbezahlter
> Zeit erschaffen?
Der Bund der Steuerzahler finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen (war mal
60 DM) und aus Spendengeldern.
> Jeder, der an staatlich alimentierten Pfründen sitzt,
> behauptet doch: Mein Tun ist staatserhaltend:-(
Ja, ja, die Träger des Staates, einer träger als der andere. ;-))
> > > Da dies zu einer endlosen Grundsatzdiskussion führen könnte,
> > > außerdem die Themen Bildung und Kultur nicht zu den Inhalten
> > > dieser NewsGroup zählen, beenden wir am besten den Disput.
> > Nun, auch in debs gibt es eine Kultur, sie wird geprägt durch die
> > teilnehmenden User.
> Dem kann ich nur zustimmen.
Hoffen wir, dass es so bleibt. :-)
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter
--
Buchwissen: abwertender Begriff, den der Dummkopf für alles Wissen prägt,
das über seine eigene ungestrafte Ignoranz hinausgeht.
[Ambrose Bierce]
Hallo Wolfgang,
> Da dies zu einer endlosen Grundsatzdiskussion führen könnte, außerdem
> die Themen Bildung und Kultur nicht zu den Inhalten dieser NewsGroup
> zählen, beenden wir am besten den Disput.
warum, das "Bildung" auch zu den notwendigen Voraussetzungen eines
Unternehmers gehört, das dürfte doch wohl klar sein und was die Kultur
betrifft, so gibt es die sehr vielseitige Unternehmenskultur, die
Marketingkultur u.v.a.m.. Wobei ich hiermit Jockel kommissarisch zum
Kulturattacheé von debs ernenne.
Gegenstimmen?
Stimmenthaltungen?
<g>
Um aber noch einmal zum Bund der Steuerzahler zurückzukommen, immer
dienstags läuft im MDR eine Sendung (3 Teile) "Die Pfuscher" um 20.45 Uhr;
diesen Dienstag die erste unter dem Untertitel "Wenn Beamte unser Geld
verschwenden." und nächsten Dienstag "Wenn Anwälte uns austricksen."
Manch einer wird das wohl unter Verschwörungstheorie abtun wollen, vor
allem die ins Rampenlicht gestellten. Vielleicht gibt es danach ein
Völlerupdate? ;-))
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter
Hallo Thomas,
> > Der Bund der Steuerzahler finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen (war
> > mal 60 DM) und aus Spendengeldern.
> Kann man die von der Steuer absetzen? :-)
weiß nicht wie das gehen soll, aber IMHO kann man diesen Mitgliedsbeitrag
als Betriebsausgabe bzw. als Werbungskosten ansetzen. ;-))
Und Spenden sind als Sonderausgaben ansetzbar.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter
> > Woher sollte man sich Wissen sonst aneignen? In meinem Alter sich
> > noch mit einem Computer beschäftigen, vielleicht sogar noch
> > Internet. Igitigit:-)
>
> In debs fragen? ;-))
>
Du glaubst, debs bewirkt, daß auch ich es schaffe mit dem Computer
umzugehen:-) Du meinst Internet ist nicht so schlimm, ich sollte es
ruhig mal probieren:-( Vielleicht versuche ich es mal. Aber ich weiß
nicht, lieber nicht. Man hört soviel schlechtes vom Internet.
> > > > Um wieder etwas in die Nähe von debs zu kommen. Entscheidende
> > > > Voraussetzung für einen Erfolg heutzutage ist nicht die
> > > > Bildung und Kultur des Unternehmers, sondern sein
> > > > Selbstmarketing.
>
> > > Siehe Politiker, wie sie sich vermarkten, da muss nur ein blöder
> > > Artikel in der BLÖD stehen und schon wird mit einer
> > > Gesetzesänderung reagiert. So schnell sind sie doch sonst nicht.
> > > :-((
>
> > Kann ich nicht nachvollziehen, die Zeitung mit den grossen
> > Buchstaben fasse ich nicht einmal mit spitzen Fingern an.
>
> Naja, lese sie auch nicht, aber im Fernsehen wurde dies ausgiebig
> ausdiskutiert.
>
Es gibt nicht nur keine Bild, sondern auch keinen Fernseher in meinem
Haushalt. Diese beiden Bildungsträger liegen mittlerweile fast auf einem
Niveau, da verträume ich meine Zeit lieber anders. Aber deswegen ist es
schwierig für mich, manche Diskussionen mit aus derartigen
Bildungsträgern bezogenen Insiderinformationen zu verfolgen. Aber
Blödheit, Unwissenheit ist ja nicht unbedingt ein Hinderungsgrund für
Erfolg in diesem Staat.
> Das ist es ja eben, die Freiheit der Andersdenkenden, sie können
> "denken" was sie wollen, sie können sogar sagen was sie wollen, aber
> wen interessiert es? In der DDR konnte man wenigstens noch stolz auf
> etwas Gesagtes sein, denn es wurde dementsprechend honoriert.
>
Der vorauseilende Gehorsam in diesem Staat ist wesentlich ausgeprägter
als in dem Staat der ungebildeten, unterdrückten, auf dem Baum von
Bananen träumenden Affen. Ach nein, es waren ja keine Affen, es waren ja
die geliebten Brüder und Schwestern aus der Zone.
Hier muss der Angestellte doch ständig auf der Hut sein, den Boss nicht
zu verärgern, sonst hat er keinen Boss mehr. Aber dem Selbständigen geht
es meist nicht viel Anders, der Kunde muss mit Glacehandschuhen
angefasst werden. Diese übertriebene, erzwungene Freundlichkeit wird
auch bald bei uns zu Zuständen wie bei dem großen Vorbild führen, halb
Amerika liegt auf der Psychiatercouch.
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Woicke
--
eMails an Versende-Adresse werden automatisch gelöscht.
Je weniger man weiß, desto begeisterter ist man davon.
Elias Canetti
Na ja. Da sehe ich erst mal nur belegt, dass gezielte Züchtung auf
eine Eigenschaft oft dazu führt, dass in anderen Bereichen Probleme
auftreten.
Love and Peace,
Mark
--
Deutsche Gesetze im WWW: http://www.rechtliches.de
Hallo Wolfgang,
> > > Woher sollte man sich Wissen sonst aneignen? In meinem Alter sich
> > > noch mit einem Computer beschäftigen, vielleicht sogar noch
> > > Internet. Igitigit:-)
> > In debs fragen? ;-))
> Du glaubst, debs bewirkt, daß auch ich es schaffe mit dem Computer
> umzugehen:-) Du meinst Internet ist nicht so schlimm, ich sollte es
> ruhig mal probieren:-(
Klar doch, nur der Versuch macht kluch. ;-))
> Vielleicht versuche ich es mal. Aber ich weiß
> nicht, lieber nicht. Man hört soviel schlechtes vom Internet.
Das sollte man ausgrenzen können oder zumindest eingrenzen, bis auf den
Spam habe ich noch keine Schäden durch das Internet gehabt und man kann ja
auch auf einige "Angebote" im Internet verzichten, aber ansonsten ist es
ein
riesengroßer Wissenspool und das zu allen Wissensgebieten, etwas gesunde
Unterscheidungskraft braucht man aber in gewissen Sachen schon.
> > > > > Um wieder etwas in die Nähe von debs zu kommen. Entscheidende
> > > > > Voraussetzung für einen Erfolg heutzutage ist nicht die
> > > > > Bildung und Kultur des Unternehmers, sondern sein
> > > > > Selbstmarketing.
> > > > Siehe Politiker, wie sie sich vermarkten, da muss nur ein blöder
> > > > Artikel in der BLÖD stehen und schon wird mit einer
> > > > Gesetzesänderung reagiert. So schnell sind sie doch sonst nicht.
> > > > :-((
> > > Kann ich nicht nachvollziehen, die Zeitung mit den grossen
> > > Buchstaben fasse ich nicht einmal mit spitzen Fingern an.
> > Naja, lese sie auch nicht, aber im Fernsehen wurde dies ausgiebig
> > ausdiskutiert.
> Es gibt nicht nur keine Bild, sondern auch keinen Fernseher in meinem
> Haushalt. Diese beiden Bildungsträger liegen mittlerweile fast auf einem
> Niveau, da verträume ich meine Zeit lieber anders.
Naja, beim TV ist das wie mit den Zeitungen, manche Zeitschriften sind
eben reineweg für den Arxxx und im TV sind es eben manche (viele) Sender
bzw. Sendungen.
> Aber deswegen ist es schwierig für mich, manche Diskussionen mit
> aus derartigen Bildungsträgern bezogenen Insiderinformationen zu
> verfolgen. Aber Blödheit, Unwissenheit ist ja nicht unbedingt ein
> Hinderungsgrund für Erfolg in diesem Staat.
Nein, da sind manchmal andere Eigenschaften gefragt bzw. setzen sich
durch.
> > Das ist es ja eben, die Freiheit der Andersdenkenden, sie können
> > "denken" was sie wollen, sie können sogar sagen was sie wollen, aber
> > wen interessiert es? In der DDR konnte man wenigstens noch stolz auf
> > etwas Gesagtes sein, denn es wurde dementsprechend honoriert.
> Der vorauseilende Gehorsam in diesem Staat ist wesentlich ausgeprägter
> als in dem Staat der ungebildeten, unterdrückten, auf dem Baum von
> Bananen träumenden Affen. Ach nein, es waren ja keine Affen, es waren ja
> die geliebten Brüder und Schwestern aus der Zone.
Ja, "Dienst nach Vorschrift" war in der DDR IMHO ausgeprägter. ;-))
Aber halt auch nur von Fall zu Fall, denn es lag ja auch daran, dass es
auch hier sette un sette gab. ;-))
> Hier muss der Angestellte doch ständig auf der Hut sein, den Boss nicht
> zu verärgern, sonst hat er keinen Boss mehr. Aber dem Selbständigen geht
> es meist nicht viel Anders, der Kunde muss mit Glacehandschuhen
> angefasst werden. Diese übertriebene, erzwungene Freundlichkeit wird
> auch bald bei uns zu Zuständen wie bei dem großen Vorbild führen, halb
> Amerika liegt auf der Psychiatercouch.
"Mene, Mene, Tekel, Upharsin".
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter
> >Es gibt nicht nur keine Bild, sondern auch keinen Fernseher in meinem
> >Haushalt. Diese beiden Bildungsträger liegen mittlerweile fast auf einem
> >Niveau, da verträume ich meine Zeit lieber anders. Aber deswegen ist es
> >schwierig für mich, manche Diskussionen mit aus derartigen
> >Bildungsträgern bezogenen Insiderinformationen zu verfolgen. Aber
> >Blödheit, Unwissenheit ist ja nicht unbedingt ein Hinderungsgrund für
> >Erfolg in diesem Staat.
Stimmt.
> Scheint so zu sein:
> http://www.rp-online.de/public/article/wissenschaft/medizin/22943
> Hohe Intelligenz mindert Ueberlebensfaehigkeit...
Toll, eine Studie mit Fruchtfliegen. Mit welchen Tieren wir Menschen
vergleichbar sind, interessant. Ratten, Mäuse bzgl. Medizin und
Kosmetik (Tierversuche), Fruchtfliegen bzgl. Intelligenz. :-)
Gruß
Susanne
Hallo Susanne,
> > Scheint so zu sein:
> > http://www.rp-online.de/public/article/wissenschaft/medizin/22943
> > Hohe Intelligenz mindert Ueberlebensfaehigkeit...
> Toll, eine Studie mit Fruchtfliegen. Mit welchen Tieren wir Menschen
> vergleichbar sind, interessant. Ratten, Mäuse bzgl. Medizin und
> Kosmetik (Tierversuche), Fruchtfliegen bzgl. Intelligenz. :-)
Analogie?
Hmm, Millionen Schmeißfliegen können nicht irren. ;-))
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter
> > > > Woher sollte man sich Wissen sonst aneignen? In meinem Alter
> > > > sich noch mit einem Computer beschäftigen, vielleicht sogar
> > > > noch Internet. Igitigit:-)
>
> > > In debs fragen? ;-))
>
> > Du glaubst, debs bewirkt, daß auch ich es schaffe mit dem Computer
> > umzugehen:-) Du meinst Internet ist nicht so schlimm, ich sollte es
> > ruhig mal probieren:-(
>
> Klar doch, nur der Versuch macht kluch. ;-))
>
Um den Scherz zu beenden, ich bin erst seit 1967 in der IT-Branche. Als
Facharbeiter habe ich noch etwas Ordentliches gelernt. Dann zog es mich
in die Branche der Datenverarbeiter/Künstler (Definition AA). Nach einer
intensiven Lernphase durfte ich mich Dipl.-Inf. nennen. Wobei, lernen
muss man in dieser Branche ununterbrochen:-) Seit 1984 befasse ich mit
den kleineren Rechenmaschinen, von IBM PC getauft, und dem dazugehörigem
Organisations- und Software-Umfeld.
> "Mene, Mene, Tekel, Upharsin".
>
Das ich mich jetzt auch noch mit der Bibel befassen muss. Danke, wieder
etwas dazugelernt.
http://www.mgb-home.de/Die-Bibel19.html
Mit freundlichen Grüssen
Wolfgang Woicke
--
eMails an Versende-Adresse werden automatisch gelöscht.
Wer noch nie jemanden auf die Füße getreten ist,
Hallo Wolfgang,
> > > > > Woher sollte man sich Wissen sonst aneignen? In meinem Alter
> > > > > sich noch mit einem Computer beschäftigen, vielleicht sogar
> > > > > noch Internet. Igitigit:-)
> > > > In debs fragen? ;-))
> > > Du glaubst, debs bewirkt, daß auch ich es schaffe mit dem Computer
> > > umzugehen:-) Du meinst Internet ist nicht so schlimm, ich sollte es
> > > ruhig mal probieren:-(
> > Klar doch, nur der Versuch macht kluch. ;-))
> Um den Scherz zu beenden, ich bin erst seit 1967 in der IT-Branche. Als
> Facharbeiter habe ich noch etwas Ordentliches gelernt. Dann zog es mich
> in die Branche der Datenverarbeiter/Künstler (Definition AA). Nach einer
> intensiven Lernphase durfte ich mich Dipl.-Inf. nennen. Wobei, lernen
> muss man in dieser Branche ununterbrochen:-) Seit 1984 befasse ich mit
> den kleineren Rechenmaschinen, von IBM PC getauft, und dem dazugehörigem
> Organisations- und Software-Umfeld.
nun, dann muss es ja wohl ein Scherz gewesen sein, denn bei diesen
Kenntnissen bist Du ja fast genauso für das Internet prädestiniert wie
Omma Müller, die gerade ihren Datenautobahnführerschein bei der VHS
abgelegt hat. ;-))
> > "Mene, Mene, Tekel, Upharsin".
> Das ich mich jetzt auch noch mit der Bibel befassen muss. Danke, wieder
> etwas dazugelernt.
>
> http://www.mgb-home.de/Die-Bibel19.html
Hmm, das freut mich ungemein, ich meine das Hinzulernen, war doch gewiss
nicht schwer. <vbg>
Aber ich stellte mir diesen Spruch eigentlich so an der Wand im Bundestag
vor.
<g>
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter