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Isotopp schreibt an die Bahn

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frank paulsen

unread,
Sep 5, 2011, 5:21:42 AM9/5/11
to

http://blog.koehntopp.de/archives/3133-Liebe-Bahn....html

,----
| Dieses Jahr werde ich den Versuch, meinen Status zu halten aufgeben. Ich
| bin jetzt in der 6. Woche, mit einem leicht irregulären Trip Berlin ->
| Siegburg (Froscon) -> Amsterdam und dann Amsterdam -> Berlin in der
| Mitte. Von den Fahrten der vergangenen Wochen ist nicht eine Fahrt ohne
| massive Verspätungen, Freigabe der ersten Klasse wegen
| Klimaanlagenversagens oder anderen Materialversagens abgegangen.
`----

(er ist natuerlich selbst schuld, denn wer so bloed ist, waehrend einer
der vier problematischen jahreszeiten oder in den ferien mit dem zug zu
fahren, soll nachher nicht meckern)

immerhin hat die fuehrungsebene der DB AG die probleme erkannt:
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/bahn-manager-warnt-vor-problemen-im-winter/4573218.html

,----
| Für viele Reisende sei bereits der Kauf eines Fahrscheins ein Problem.
| "Die Menschen haben Angst, ein falsches Ticket zu kaufen." Die
| Bahn-Unternehmen und die Verkehrsverbünde müssten solche
| Zugangsbarrieren abbauen. Sein Unternehmen setze auf Pauschalfahrscheine
| wie das Schönes-Wochenende- oder das Quer-durchs-Land-Ticket.
`----

--
frobnicate foo

Fa.lk S.ch.a.de

unread,
Sep 5, 2011, 6:01:12 AM9/5/11
to
Am 05.09.2011 11:21, schrieb frank paulsen:
>
> http://blog.koehntopp.de/archives/3133-Liebe-Bahn....html
>
> ,----
> | Dieses Jahr werde ich den Versuch, meinen Status zu halten aufgeben. Ich
> | bin jetzt in der 6. Woche, mit einem leicht irregulären Trip Berlin ->
> | Siegburg (Froscon) -> Amsterdam und dann Amsterdam -> Berlin in der
> | Mitte. Von den Fahrten der vergangenen Wochen ist nicht eine Fahrt ohne
> | massive Verspätungen, Freigabe der ersten Klasse wegen
> | Klimaanlagenversagens oder anderen Materialversagens abgegangen.
> `----
>
> (er ist natuerlich selbst schuld, denn wer so bloed ist, waehrend einer
> der vier problematischen jahreszeiten oder in den ferien mit dem zug zu
> fahren, soll nachher nicht meckern)

da freut Dich, gell? Gibt es noch andere die nur mit der Bahn fahren um
sich hinterher drüber aufregen zu können.

Hans Bonfigt

unread,
Sep 5, 2011, 6:03:14 AM9/5/11
to
frank paulsen:

> (er ist natuerlich selbst schuld, denn wer so bloed ist, waehrend einer
> der vier problematischen jahreszeiten oder in den ferien mit dem zug zu
> fahren, soll nachher nicht meckern)

Das Isotopp-Problem scheint mir zu sein, daß jener - ganz allgemein -
nicht zu blöd ist, sondern zu schlau. Guck' Dir Angelique an, die hat
auch erfolgreich Mathematik studiert und dennoch ...


In jedem Falle ist es sehr gut, daß 'ex cathedra' den selbsternannten
'Geeks' [1] qua Hirtenbrief verkündet ward, "was man nicht will" - näm-
lich Bahnfahren.
Wenn ich da die Herren Haber oder Jerzembeck höre, die Bahn sei "eigent-
lich fast immer" einigermaßen pünktlich, dann war eine Richtigstellung
überfällig.

Aber wie gesagt, Kris Köhntopp ist klug und daher finden sich im Posting
noch einige wichtige intrinsischen Aussagen wie diese hier,

| Einige Male im Jahr fahre ich mit der Bahn. Einmal, weil ich auf diese
| Weise nicht 2 oder 3 Wochen im Voraus planen muß, sondern spontan buchen
| kann.

Genau. DAS ist der entscheidende Vorteil, sozusagen das Alleinstel-
lungsmerkmal des Verkehrsmittels "Bahn" gegenüber Fluggesellschaften.
Und genau DAS wird durch das Schnäppchensystem kompromittiert, und da
paßt

> | Sein Unternehmen setze auf Pauschalfahrscheine
> | wie das Schönes-Wochenende- oder das Quer-durchs-Land-Ticket.

auf wunderbare Weise.


Meine Frau und ich hatten vor ein paar Wochen die überaus angenehme
Gelegenheit, uns in einem ICE-Abteil zu dritt mehrere Stunden lang
mit einem der Bahn-Vorstände zu unterhalten.
Es handelt sich um einen überraschend gebildeten, humorvollen und
ausgesprochen intelligenten Menschen, der aber selbst zugibt, etwas
aus der Art geschlagen zu sein. Wir haben uns auch nur zu einem Teil
über Bahnfragen unterhalten; ich bin auch stets angepißt, wenn mich
jemand nach Feierabend etwas "zu Computern" fragt, womöglich noch etwas
zur "FritzBox" oder ähnlichem Unrat.

Es wurde keine Diskretion vereinbart, aber angesichts der erfrischend
offenen Einlassungen scheint sie mir geboten, deshalb hier nur soviel:

Mir scheint, daß das Bahnmanagement sich stark von Umfrageergebnissen
leiten läßt. "Wir müssen Service am Platz anbieten, die Fluggesellschaf-
ten reichen auch Zeitungen und die Umfragen bestätigen, daß dies ge-
wünscht wird". Nur: Wer kreuzt so einen Blödsinn an, wenn nicht die
Schnäppchenjäger? Der Vielfahrer hätte gerne Ruhe, Kinderfreiheit,
Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, weniger Ansagen, weniger widersprüchli-
che Informationen im Falle einer Fahrplanabweichung.

Klar gucke ich mir ab und zu die aktuelle Springer - Tittenmieze an
und die Wasabi-Nüsse schmecken auch gut - ich kaufe mir meine Reise-
utensilien aber liebend gern auch selber.


Eines hat mich persönlich erfreut und läßt mich hoffen:

Dieser Mensch hatt eine fundierte Abneigung gegenüber Unternehmensbera-
tungen und wäre bereit, etwas zu ändern. Eine technokratenfreie Bahn,
die wieder ihre Grundleistungen erbringt, ohne den Fahrgast so zu inkom-
modieren wie es die Fluglinien tun, wäre ein Traum.

Gruß Hans

Message has been deleted

Stefan Reuther

unread,
Sep 5, 2011, 1:09:34 PM9/5/11
to
frank paulsen wrote:
> http://blog.koehntopp.de/archives/3133-Liebe-Bahn....html
> ,----
> | Dieses Jahr werde ich den Versuch, meinen Status zu halten aufgeben. Ich
> | bin jetzt in der 6. Woche, mit einem leicht irregulären Trip Berlin ->
> | Siegburg (Froscon) -> Amsterdam und dann Amsterdam -> Berlin in der
> | Mitte. Von den Fahrten der vergangenen Wochen ist nicht eine Fahrt ohne
> | massive Verspätungen, Freigabe der ersten Klasse wegen
> | Klimaanlagenversagens oder anderen Materialversagens abgegangen.
> `----
> (er ist natuerlich selbst schuld, denn wer so bloed ist, waehrend einer
> der vier problematischen jahreszeiten oder in den ferien mit dem zug zu
> fahren, soll nachher nicht meckern)

Ich würde eher sagen: wer die Bahn nur als Rückfalllösung nutzt, weil
andere Verkehrsmittel versagen (siehe Kommentar #5) oder wegen hoher
Auslastung keine Last-Minute-Sparschnäppchen mehr haben, der wird auch
überdurchschnittlich viel Bahnversagen erleben. Wer täglich fährt, bei
dem mittelt sich das raus. Bei mir jedenfalls.


Stefan

Matthias Warkus

unread,
Sep 5, 2011, 1:51:34 PM9/5/11
to
Am 05.09.11 14:14, schrieb Olaf Titz:

> Hans Bonfigt<bonfigt....@t-online.de> wrote:
>> Mir scheint, daß das Bahnmanagement sich stark von Umfrageergebnissen
>> leiten läßt. "Wir müssen Service am Platz anbieten, die Fluggesellschaf-
>> ten reichen auch Zeitungen und die Umfragen bestätigen, daß dies ge-
>> wünscht wird". Nur: Wer kreuzt so einen Blödsinn an, wenn nicht die
>> Schnäppchenjäger? Der Vielfahrer hätte gerne Ruhe, Kinderfreiheit,
>> Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, weniger Ansagen, weniger widersprüchli-
>> che Informationen im Falle einer Fahrplanabweichung.
>
> Es wird genau der Blödsinn angekreuzt, der zum Ankreuzen angeboten
> wird. Ich habe schon mehrere dieser Fragebögen ausgefüllt und was mir
> persönlich am wichtigsten wäre noch nie gefunden (z.B. die
> Möglichkeit, Temperatur und Beleuchtung individuell einstellen zu
> können - was freilich die beim DB-Vorstand offenbar grundverhassten
> Abteile erfordert - aber nach Ruhe wurde IIRC auch nicht gefragt).

Es gibt durchaus Gründe, warum man keine Abteile mehr möchte. Ich weine
den Dingern keine Träne nach.

mawa
--
http://www.prellblog.de

Reinhard Greulich

unread,
Sep 5, 2011, 2:17:33 PM9/5/11
to
Matthias Warkus schrieb am Mon, 05 Sep 2011 19:51:34 +0200:

> Es gibt durchaus Gründe, warum man keine Abteile mehr möchte. Ich weine
> den Dingern keine Träne nach.

Eine individuelle Klimaregelung bekommst du erst, wenn du jeden Sitz
in eine eigene Telefonzelle einbaust - bis dahin hat ein Abteil alle
Nachteile, die ein Großraum auch hat, bei schlechterer Raumausnutzung,
schlechterer Sicht nach draußen und anderen Nachteilen, die ich jetzt
nicht anfange, aufzuzählen.

Abteile sind das letzte Relikt der Postkutsche.

Gruß - Reinhard.

--
70086

~=@=~ www.debx.de ~=@=~
Alp Grüm 2011: www.debx.de/2011

Hans Bonfigt

unread,
Sep 5, 2011, 3:00:27 PM9/5/11
to
Reinhard Greulich:

> Abteile sind das letzte Relikt der Postkutsche.

Das wär' 'was.
Dann aber bitte auch noch eigene Eingangstüren.
Gab's 'mal.

Was das Abteil betrifft:

- im Abteil kann man schlafen

- im Abteil kann man sich ruhig über vertrauliche Dinge unter-
halten

- oder bezüglich vertraulicher Dinge telephonieren,

- ohne dabei andere zu stören.

- Abteile schirmen Kinderlärm ab

- generell setzt sich keiner dazu, sodaß man Bewegungsfreiheit
und Intimsphäre genießt

- andererseits kann man sich gut und interessant mit ausgewählten
Fahrgästen unterhalten, jetzt letztens gerade habe ich sehr
ein Gespräch über Anna Seghers "Gerechten Richter" genossen.
Undenkbar in so einem Großraum-Puff mit kreischbunten Sport-
taschen.

- Und ja, mir ist die allegemeine ICE-Temperatur im Sommer zu
kalt.

- Man kann die Ansagelautstärke reduzieren:
http://blog.zugschlus.de/uploads/stille_im_ice.jpg

Als Fahrgast interssieren mich Raumausnutzung und betriebliche
Belange erstmal nicht.


Gruß Hans

frank paulsen

unread,
Sep 5, 2011, 3:07:14 PM9/5/11
to
Reinhard Greulich <usn0208...@greulich.de> writes:

> Abteile sind das letzte Relikt der Postkutsche.

konventionelle kraftfahrzeuge sind im wesentlichen die nachfolger der
postkutsche, unter verzicht auf den kutscher. deshalb konnten sie sich
langfristig auch nicht am markt durchsetzen.

--
frobnicate foo

Reinhard Greulich

unread,
Sep 5, 2011, 3:32:03 PM9/5/11
to
Hans Bonfigt schrieb am Mon, 05 Sep 2011 21:00:27 +0200:

> Was das Abteil betrifft:
>
> -
>

> -
>
> - [...],

Das sind ausnahmslos Vorteile, die dann zutreffen, wenn Du ein Abteil
zur Alleinbenutzung hast. Das ist aber eher der Ausnahme- als der
Regelfall, auch in der ersten Klasse (nach meiner Erfahrung
jedenfalls, und auf den von mir benutzten Strecken). Und dann ist es
genau umgekehrt.

> Als Fahrgast interssieren mich Raumausnutzung und betriebliche
> Belange erstmal nicht.

Die meisten Fahrgäste interessieren sich genau so lange nicht dafür,
wie sie dafür nicht mehr Geld bezahlen müssen. Wenn ich (und das gilt
auch in der Ersten) die Wahl habe, mit drei mir völlig fremden
Personen über eine längere Strecke ein Abteil zu teilen oder mit x
Personen einen Großraum, bevorzuge ich Letzteren - wobei die meisten
von Dir genannten Gründe dafür ausschlaggebend sind.

Gruß - Reinhard

Stefan Froehlich

unread,
Sep 5, 2011, 3:50:10 PM9/5/11
to
On Mon, 05 Sep 2011 19:51:34 Matthias Warkus wrote:
> > was mir persönlich am wichtigsten wäre noch nie gefunden (z.B.
> > die Möglichkeit, Temperatur und Beleuchtung individuell
> > einstellen zu können - was freilich die beim DB-Vorstand
> > offenbar grundverhassten Abteile erfordert - aber nach Ruhe
> > wurde IIRC auch nicht gefragt).

> Es gibt durchaus Gründe, warum man keine Abteile mehr möchte. Ich
> weine den Dingern keine Träne nach.

Es gibt schon seit Ewigkeiten keine Zuege mehr, die _nur_
Abteilwagen haben, man konnte ihnen also stets ausweichen. Wenn Du
heutzutage (als Kleingruppe) unter Dir bleiben willst, hast Du
hingegen keine Chance dazu. Rein persoenlich reise ich deutlich
lieber in Abteilen (weil ich entweder ungestoert bin, oder aber die
Chance, interessante Menschen kennenzulernen gegeben ist - in
vielleicht zwei oder drei Ausnahmefaellen haette ich mich lieber
weit von den unfreiwillig Mitreisenden weg gewuenscht... was ich
dann auch getan habe).

Aber selbst wenn ich selbst im Grossraumwagen sitzen muss, gibt es
an den Tischen haeufig Menschen, die in Abteilen deutlich
umweltvertraeglicher aufgehoben waeren (und der Platzbedarf pro
Passagier, ergo die Kosten fuer die Bahn duerfte in diesem Fall
aehnlich gross sein).

Servus,
Stefan

--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Für kleine Genießer - murren mit Stefan!
(Sloganizer)

Hans Bonfigt

unread,
Sep 5, 2011, 4:04:08 PM9/5/11
to
Reinhard Greulich:

> Das sind ausnahmslos Vorteile, die dann zutreffen, wenn Du ein Abteil
> zur Alleinbenutzung hast. Das ist aber eher der Ausnahme- als der
> Regelfall,

Ich weiß nicht, was Du machst - oder unterläßt - , aber Anne und ich
habe in 9 von 10 Fahrten ein Abteil für uns allein.


> Die meisten Fahrgäste interessieren sich genau so lange nicht dafür,
> wie sie dafür nicht mehr Geld bezahlen müssen.

Ich bin kein Massenmarkt.

> Wenn ich (und das gilt
> auch in der Ersten) die Wahl habe, mit drei mir völlig fremden
> Personen über eine längere Strecke ein Abteil zu teilen oder mit x
> Personen einen Großraum, bevorzuge ich Letzteren - wobei die meisten
> von Dir genannten Gründe dafür ausschlaggebend sind.

ACK.
Man hat aber oft auch Glück.
Mal ein eher trauriges Beispiel: Ein Ehepaar setzt sich zu mir ins
Abteil, ich helfe beim Anschlußsuchen, das - Überraschung - infolge
von Verspätung notwendig wird. Stellt sich heraus, hier hat ein
Elternpaar seinen Sohn, der am Zielort studierte, durch einen Unfall
verloren. Die beiden wollen durch das Aufsuchen bestimmter Orte
ihrem Kind nahe sein. Es hat den beiden sehr gutgetan, mit jemandem
darüber zu sprechen, zumal ich - es ist schon etwas her - im ungefäh-
ren Alter ihres Sohnes war.
Diese Schilderung beißt sich nur scheinbar mit 'Glück'; ich habe es
seinerzeit als eine Art Freude empfunden, ein bißchen dazu beitragen
zu können, unerträgliche Schmerzen zu lindern.

Lustig dagegen war jetzt unser "Gegenangriff": Weil ein Zub im Gammel-
IC Berlin - Amsterdam wie üblich die 1. Klasse freigegeben hatte, damit
die armen Schüler das renovierte Comfort-Abteil demolieren konnten,
haben wir uns "gerächt" und das Dienstabteil besetzt.
Das gab natürlich richtig Zoff mit dem drinsitzenden Zub, aber hinterher
hatten wir doch viel Spaß mit guter gemeinsamer Unterhaltung, beispiels-
weise kennen wir jetzt *noch* lustigere Hintergründe zu den armen, armen
Schülern, die in Bielefeld wegen Al^H^HÜberhitzung kollabiert waren -
und zur Frau Lehrerin.

Wenn mir irgendwelche Mitinsassen nicht passen, kann ich immer noch
umziehen.


Gruß Hans

Lars P. Wolschner

unread,
Sep 5, 2011, 4:13:22 PM9/5/11
to
Hans Bonfigt <bonfigt....@t-online.de>:

> Was das Abteil betrifft:
>
> - im Abteil kann man schlafen

Früher konnte man sich sogar zwei gegenüberliegende Sitze zu einer
relativ bequemen Liege zusammenschieben. Das war AFAIR auch ein
(von vielen Bundeswehr-Wochenendheimfahrern genutztes) Privileg
der 2. Klasse, denn in der 1. Klasse waren die Sitze viel zu weit
auseinander.

> - im Abteil kann man sich ruhig über vertrauliche Dinge unter-
> halten
>
> - oder bezüglich vertraulicher Dinge telephonieren,
>
> - ohne dabei andere zu stören.
>
> - Abteile schirmen Kinderlärm ab
>
> - generell setzt sich keiner dazu, sodaß man Bewegungsfreiheit
> und Intimsphäre genießt

Die Bahn ist an einer hohen Auslastung interessiert und kürzt ihre
Züge soweit, daß die überwältigende Mehrzahl der Reisenden eben
nicht allein in vier- oder sechssitzigen Abteil sitzt. Sofern ich
überhaupt noch Abteile erlebe, ist das die absolute Ausnahme.
Schlimmer noch: Viele Strecken werden gar nicht nachfragegerecht
bedient, so daß Abteile die Lage wegen ihrer ungünstigeren
Platznutzung nur verschlimmern würden.

Da verkehrt sich der Vorzug dann in sein Gegenteil. In einem
Großraumwagen fühle ich mich privater, da hier die vielen Zeugen
für eine viel stärkere soziale Kontrolle der Umgebung sorgen.
Heimliches Rauchen im Nichtraucherbereich beispielsweise habe ich
noch niemals im Großraumwagen, sondern nur in Abteilen erlebt, von
den sonst üblichen Orten wie dem WC oder den Wagenübergängen
einmal abgesehen. Im Abteil hatte der Raucher nur höchstens fünf
anstatt 50 Mitreisende gegen sich.

Das Bestreben nach immer leichteren Fahrzeugkonstruktionen macht
die Wände zwischen Abteilen ohnehin zu einer rein optischen
Angelegenheit. Es gab mal IC-Wagen, in denen diese Trennung durch
gläserne Wände in ganz eigenartiger Weise angedeutet wurde. Der
Designer konnte sich anscheinend nicht entscheiden, ob er einen
Großraum- oder Abteilwagen entwerfen würde.

> - andererseits kann man sich gut und interessant mit
> ausgewählten
> Fahrgästen unterhalten, jetzt letztens gerade habe ich sehr
> ein Gespräch über Anna Seghers "Gerechten Richter" genossen.
> Undenkbar in so einem Großraum-Puff mit kreischbunten Sport-
> taschen.

Mir erscheint die Kontaktaufnahme in einem Großraumwagen leichter,
auch weil das Beisammensitzen weniger erzwungen ist, zumindestens
solange der Zug nicht gerade brechend voll ist.

> - Man kann die Ansagelautstärke reduzieren:
> http://blog.zugschlus.de/uploads/stille_im_ice.jpg

Ich habe den Eindruck, daß derartige Verstellmöglichkeiten
regelmäßig defekt sind.

--
Mit freundlichen Grüßen
Lars P. Wolschner

Hans Bonfigt

unread,
Sep 5, 2011, 4:22:17 PM9/5/11
to
Lars P. Wolschner:

> Fr�her konnte man sich sogar zwei gegen�berliegende Sitze zu einer


> relativ bequemen Liege zusammenschieben. Das war AFAIR auch ein
> (von vielen Bundeswehr-Wochenendheimfahrern genutztes) Privileg
> der 2. Klasse, denn in der 1. Klasse waren die Sitze viel zu weit
> auseinander.

Nein, man konnte vier Sitze ausziehen und hatte so ein sch�nes
Doppelbett. Im Zusammenhang mit den damals serienm��igen Vorh�ngen
erinnere ich mich an manche sch�ne Stunde auf der Rheinstrecke.


> Die Bahn ist an einer hohen Auslastung interessiert und k�rzt ihre
> Z�ge soweit,

Naja, Auslastung ist eben nicht alles, Erl�se z�hlen.


> Heimliches Rauchen im Nichtraucherbereich beispielsweise habe ich

> noch niemals im Gro�raumwagen, sondern nur in Abteilen erlebt,

Nun, wir haben 25% Raucher, da bietet sich doch ein Abteil geradezu
zum Rauchen an.


> Im Abteil hatte der Raucher nur h�chstens f�nf


> anstatt 50 Mitreisende gegen sich.

Fr�her war alles besser. "Rauchen nur mit Zustimmung aller Mitrei-
senden gestattet".


>> - Man kann die Ansagelautst�rke reduzieren:
>> http://blog.zugschlus.de/uploads/stille_im_ice.jpg
>
> Ich habe den Eindruck, da� derartige Verstellm�glichkeiten
> regelm��ig defekt sind.

Hier fehlt halt das 'Guerilla-Kit' f�r Bahnfahrer. K�nnte man ja
'mal zusammenstellen.


Gru� Hans

Stefan Reuther

unread,
Sep 5, 2011, 4:39:56 PM9/5/11
to
Hans Bonfigt wrote:
> - im Abteil kann man schlafen
> - im Abteil kann man sich ruhig über vertrauliche Dinge unter-
> halten
> - oder bezüglich vertraulicher Dinge telephonieren,
> - ohne dabei andere zu stören.

Trifft für leere Abteile zu. Aber auch für leere Großräume.

> - Abteile schirmen Kinderlärm ab

Oooch, die Gitarrenspielerin im IC2071 neulich fanden wir alle ganz nett.

> - generell setzt sich keiner dazu, sodaß man Bewegungsfreiheit
> und Intimsphäre genießt

Hier könnte man jetzt einen Kommentar über dein Erscheinungsbild
einfügen :-> Ab einem gewissen Füllstand setzt sich auch im Abteil
jemand dazu. Das kann nett werden oder nicht. Und wenn der Zug wirklich
voll ist, wird es mit den Beinen eng.

> - Und ja, mir ist die allegemeine ICE-Temperatur im Sommer zu
> kalt.

Dann bist du vermutlich noch nicht in CD-Abteilwagen gefahren. Bis auf
in dem Zug, wo die Klima nicht ging (eben jener 2071) fanden alle meine
Mitreisenden die Dinger zu kalt oder zu zugig.

Bei Nachtfahrten bevorzuge ich ja Abteile wegen der Möglichkeit, das
Licht auszuschalten, um aus dem Fenster schauen zu können. Ansonsten
eher Großraum. Schon weil man da eher einen Platz der Marke "setzt sich
keiner dazu" findet.


Stefan

Stefan Froehlich

unread,
Sep 5, 2011, 4:56:52 PM9/5/11
to
On Mon, 05 Sep 2011 22:22:17 Hans Bonfigt wrote:
> > Früher konnte man sich sogar zwei gegenüberliegende Sitze zu einer
> > relativ bequemen Liege zusammenschieben. [...]

> Nein, man konnte vier Sitze ausziehen und hatte so ein schönes
> Doppelbett.

Nein, man konnte sechs Sitze ausziehen und hatte geradezu eine
Spielwiese. *hust*

Aber das kenne ich (auslastungsbedingt) eigentlich nur aus dem
naheliegenderweise eingestellten Kurswagen Frankfurt-Wien im
ebenfalls eingestellten Orient-Express.

Servus,
Stefan

--
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Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Nur beerben ist pummeliger als toben! Stefan: Für kleine Schussel!
(Sloganizer)

Dirk Moebius

unread,
Sep 5, 2011, 5:23:24 PM9/5/11
to
On 05.09.11 22:56, Stefan Froehlich wrote:
> On Mon, 05 Sep 2011 22:22:17 Hans Bonfigt wrote:
>>> Früher konnte man sich sogar zwei gegenüberliegende Sitze zu einer
>>> relativ bequemen Liege zusammenschieben. [...]
>
>> Nein, man konnte vier Sitze ausziehen und hatte so ein schönes
>> Doppelbett.
>
> Nein, man konnte sechs Sitze ausziehen und hatte geradezu eine
> Spielwiese. *hust*

Wenn man dann noch die Vorhaenge zuzog und den Vierkant benutzte...
Das war, glaube ich, der Nachtzug Berlin-Krakow :-)

Dirk

--
Es herrschen zensurähnliche Zustände. Ich kann verstehen, wenn
Menschen das umgangssprachlich Zensur nennen. Ich tue das auch.

Reinhard Greulich

unread,
Sep 5, 2011, 5:49:58 PM9/5/11
to
Dirk Moebius schrieb am Mon, 05 Sep 2011 23:23:24 +0200:

> Wenn man dann noch die Vorhaenge zuzog und den Vierkant benutzte...
> Das war, glaube ich, der Nachtzug Berlin-Krakow :-)

Wo ließ sich denn das Abteil damit von innen verriegeln? Das Schloß
sitzt doch draußen und ist nur vom Gang aus erreichbar.

Von innen verriegeln ging auch, aber anders. Vierkant nützte da nix.

Stefan Froehlich

unread,
Sep 5, 2011, 6:11:08 PM9/5/11
to
On Mon, 05 Sep 2011 23:49:58 Reinhard Greulich wrote:
> > Wenn man dann noch die Vorhaenge zuzog und den Vierkant benutzte...
> > Das war, glaube ich, der Nachtzug Berlin-Krakow :-)

> Wo ließ sich denn das Abteil damit von innen verriegeln? Das Schloß
> sitzt doch draußen und ist nur vom Gang aus erreichbar.

Wer Lust auf derartiges hat, kann sich (noch) einen passenden Wagen
in den verbliebenen OeBB-Nachtzuegen suchen. Das, was tagsueber als
Damen- bzw. Stillabteil vorgesehen ist, wird auf Nachtfahrten als
gewoehnliches Abteil ausgeschildert, hat aber natuerlich immer noch die
Verriegelung.

> Von innen verriegeln ging auch, aber anders. Vierkant nützte da nix.

Auch in diesem Fall: ohne Vierkant.

Servus,
stefan

--
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Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Der dusslige Spaß öliger Esel. Stefan!
(Sloganizer)

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 5, 2011, 11:41:02 PM9/5/11
to
Matthias Warkus <mawa...@googlemail.com> wrote:

>Es gibt durchaus Gründe, warum man keine Abteile mehr möchte. Ich weine
>den Dingern keine Träne nach.

Ich auch nicht - irgendwie hatte ich da fast immer Pech, siebenköpfige
türkische Großfamilie kommt zu mir ins Sechserabteil, oder stinkende
Asis verpesten das Teil, oder eine mäkelnde Omi kommt hinzu und
fordert, das Fenster zu schließen und läßt sich lieber bei 35 Grad
dünsten, weil "von dem Zug holt man sich ja den Tod". Das
"hoffentlich" habe ich mir verkniffen, nicht aber "is' ja 'n Zug, da
zieht es eben".


-ras

--

Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 5, 2011, 11:42:13 PM9/5/11
to
Hans Bonfigt <bonfigt....@t-online.de> wrote:

>- im Abteil kann man schlafen

Im Großraum auch.

>- im Abteil kann man sich ruhig über vertrauliche Dinge unter-
> halten
>
>- oder bezüglich vertraulicher Dinge telephonieren,
>
>- ohne dabei andere zu stören.

Außer, die Anderen sind halt doch da.

>- Abteile schirmen Kinderlärm ab

Hör' mir auf, ich hatte da häufig das Pech, daß die genau zu mir ins
Abteil kamen.

Nein, ich kann auf die Büchsen verzichten.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 5, 2011, 11:44:44 PM9/5/11
to
"Lars P. Wolschner" <lars.wo...@nexgo.de> wrote:

>Da verkehrt sich der Vorzug dann in sein Gegenteil. In einem
>Großraumwagen fühle ich mich privater, da hier die vielen Zeugen
>für eine viel stärkere soziale Kontrolle der Umgebung sorgen.

ACK, den Eindruck habe ich auch - allerdings verzichte ich nach
Möglichkeit auf Abteile, meine Erfahrungen sind aus der Zeit um 1990,
und aus der "Bimz-statt-ICE-Zeit".

Dirk Moebius

unread,
Sep 6, 2011, 12:48:14 AM9/6/11
to
On 05.09.11 23:49, Reinhard Greulich wrote:
> Dirk Moebius schrieb am Mon, 05 Sep 2011 23:23:24 +0200:
>
>> Wenn man dann noch die Vorhaenge zuzog und den Vierkant benutzte...
>> Das war, glaube ich, der Nachtzug Berlin-Krakow :-)
>
> Wo ließ sich denn das Abteil damit von innen verriegeln?

an der Oberkante der Tuer.

Das war DAMALS (tm), ich glaube, so um 87,88. Und irgendein
plueschiger PKP-Erste-Klasse-Abteilwagen.

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Hans Bonfigt

unread,
Sep 6, 2011, 5:07:24 AM9/6/11
to
Ralph A. Schmid, dk5ras:

> Ich auch nicht - irgendwie hatte ich da fast immer Pech, siebenköpfige
> türkische Großfamilie kommt zu mir ins Sechserabteil, oder stinkende
> Asis verpesten das Teil,

Früher konzentrierten sich die, ahem, Herrschaften auf die Raucher-
abteile, damit die fette, faule Asi-Mami nicht so oft aufstehen mußte,
wenn sie quarzen wollte.


Gruß Hans

Karl Friedrich Siebert

unread,
Sep 6, 2011, 5:40:15 AM9/6/11
to
Am 06.09.2011 11:07, schrieb Hans Bonfigt:
>
>
> , damit die fette, faule Asi-Mami nicht so oft aufstehen mußte,
> wenn sie quarzen wollte.
>
>
>

Geht´s noch bisschen menschenverachtender?

--
Gruß
Karl Friedrich

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 6, 2011, 6:59:14 AM9/6/11
to
ol...@bigred.inka.de (Olaf Titz) wrote:

>Wobei für mich noch ein deutlicher Unterschied zwischen den
>Bimz-Großabteilen und einem echten Großraumwagen (Bpmz, ICE2) ist.

Ich hatte leider paarmal das Vergnügen, da in den Sechserabteilen zu
landen.

>Sogar der Railjet-Ampz bekommt durch den Mittelteiler ein etwas
>humaneres Gefühl als sein ICE2-Pendant.

Die Größe stört mich nicht, nur zu kleine Abteile missfallen mir.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 6, 2011, 7:00:37 AM9/6/11
to
Hans Bonfigt <bonfigt....@t-online.de> wrote:

>Früher konzentrierten sich die, ahem, Herrschaften auf die Raucher-
>abteile, damit die fette, faule Asi-Mami nicht so oft aufstehen mußte,
>wenn sie quarzen wollte.

Ja, dennoch hat es zweifelhafte Leute nicht davon abgehalten, sich zu
mir ins NR-Abteil quetschen zu müssen. Die netten Kontakte dagegen,
die, an die man sich gerne erinnert, hatte ich meist im Großraum.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 6, 2011, 7:07:41 AM9/6/11
to
Karl Friedrich Siebert <k.f.s...@online.de> wrote:

>Geht�s noch bisschen menschenverachtender?

Du ertr�gst die Realit�t nicht? Solcherlei Leute bev�lkern leider den
�PNV, je nach Region durchaus in bemerkenswerter Anzahl, und die
genannten Eigenschaften vermittelns sie selbst durch ihr Auftreten,
durch ihre Erz�hlungen und Gespr�che und oftmals durch ihre
Ausd�nstungen.

Auf gut Deutsch, wenn da ein 150-Kilo-Weib mit speckigen Klamotten und
fettigen Haaren und einem Gestank zum Davonlaufen am Telephon lauthals
erz�hlt, wie sie der Beh�rde die Kohle f�r dies und das 'rausgeleiert
hat, was sie vorgeblich f�r ihre Kinder braucht, um sich dann die neue
Playstation davon kaufen zu k�nnen, ja, dann bezeichne ich die
durchaus als fette, faule Asi-Mami. So erlebt vor nicht allzu langer
Zeit...Du magst sie vielleicht als ein armes, bedauernswertes Opfer
der Gesellschaft oder ihrer Umgebung bezeichnen. Ich pers�nlich hasse
solche Euphemismen. Daf�r darfst Du mich auch als arroganten Arsch
bezeichnen, ohne zu schleimen.

Danke, Ende.

Karl Friedrich Siebert

unread,
Sep 6, 2011, 7:43:01 AM9/6/11
to
Am 06.09.2011 13:07, schrieb Ralph A. Schmid, dk5ras:
> Karl Friedrich Siebert<k.f.s...@online.de> wrote:
>
> der Gesellschaft oder ihrer Umgebung bezeichnen. Ich persönlich hasse
> solche Euphemismen. Dafür darfst Du mich auch als arroganten Arsch
> bezeichnen, ohne zu schleimen. Danke, Ende. -ras

Ein kleines Bisschen hast du recht, aber ich habe was gegen
Verallgemeinerungen.

--
Gruß
Karl Friedrich

K.Huller

unread,
Sep 6, 2011, 7:44:37 AM9/6/11
to
Ralph A. Schmid, dk5ras wrote:

> Karl Friedrich Siebert <k.f.s...@online.de> wrote:
>
>>Geht´s noch bisschen menschenverachtender?
>

> Du erträgst die Realität nicht? Solcherlei Leute bevölkern leider den
> ÖPNV, je nach Region durchaus in bemerkenswerter Anzahl, und die


> genannten Eigenschaften vermittelns sie selbst durch ihr Auftreten,

> durch ihre Erzählungen und Gespräche und oftmals durch ihre
> Ausdünstungen.


>
> Auf gut Deutsch, wenn da ein 150-Kilo-Weib mit speckigen Klamotten und
> fettigen Haaren und einem Gestank zum Davonlaufen am Telephon lauthals

> erzählt, wie sie der Behörde die Kohle für dies und das 'rausgeleiert
> hat, was sie vorgeblich für ihre Kinder braucht, um sich dann die neue
> Playstation davon kaufen zu können, ja, dann bezeichne ich die


> durchaus als fette, faule Asi-Mami.
>

Wieso? Ich würde sie als erfolgreiche Unternehmerin (Ich-AGIn) bezeichnen,
die weiß, wie man in dieser Gesellschaft Gewinn (=Eigennutz) macht. So wie
auch die DB stolz verkündet, was sie an Geld kassiert, während sie die
Vorortbahn der Hauptstadt eines großen Industrielandes ruiniert hat und die
Bahnverbindung zwischen zwei Großstädten hier in der Nähe bis zur Sperrung
wegen Baufälligkeit verkommen ließ. Auch darüber ärgern sich manche, aber
schmälert das etwa den in Geld ausgedrückten Erfolg?

Vielleicht sind der 'Gestank zum Davonlaufen' und das Telefonat nur für dich
eine Belästigung - warum sollen andere darauf Rücksicht nehmen, wenn es
ihnen nichts nutzt? Oder es war sogar ein bewußt eingesetzte Mittel, um
sich Platz im Abteil zu verschaffen, analog zum Vergraulen von Radfahrern
bei führenden Logistikdienstleistern. Das wäre noch cleverer, als es auf
den ersten Blick aussieht. Und warum soll sie sich von staatlichen Geldern
(deren Zweckgebundenheit ich hier genausowenig beurteilen kann wie deren
Existenz) nicht eine Playstation kaufen, wenn die DB sich davon Arriva
kauft oder dem Mehdorn ein Schloß spendiert?

Ich finde, die Frau verhält sich vollkommen systemgerecht erfolgsorientiert.
Würden wir alle so handeln, hätten wir alle mehr Geld, die Krise wäre zu
Ende, und der Wohlstand bräche aus. Wie ich gerade gelesen habe, ist unser
großes Vorbild Josef Ackermann gerade wieder in Berlin zu diesem Zweck
vorstellig - da war die Dame ja doppelt clever, daß sie ihre eigenen
Schäfchen schon im Trockenen hat, während andere noch strampeln müssen.
Dagegen sollte man nicht den Neid auspacken, sondern selber reinklotzen.
Auch Subventionsbeschaffung ist nämlich ehrliche harte Arbeit, so wie
Autoabwracken, Kriegführen und An-die-Börse-gehen. Möglicherweise macht das
alles sogar schon mehr als 50% vom Bruttosozialprodukt aus, und wenn nicht,
dann wird es bald soweit sein. Zum Glück!

Gruß
Knut

Matthias Warkus

unread,
Sep 6, 2011, 7:52:28 AM9/6/11
to
Am 06.09.11 11:40, schrieb Karl Friedrich Siebert:

> Am 06.09.2011 11:07, schrieb Hans Bonfigt:
>>
>>
>> , damit die fette, faule Asi-Mami nicht so oft aufstehen mußte,
>> wenn sie quarzen wollte.
>>
>>
>>
>
> Geht´s noch bisschen menschenverachtender?

Hans hält es für einen emanzipatorischen Akt, möglichst vulgär zu sein,
weil er sich als einer der beiden letzten Menschen, die in Deutschland
noch arbeiten, stark genug fühlt, das Euphemismusrad im Alleingang
mehrere Umdrehungen zurückzukurbeln.

mawa
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Matthias Warkus

unread,
Sep 6, 2011, 7:58:00 AM9/6/11
to
Am 05.09.11 21:50, schrieb Stefan Froehlich:

> On Mon, 05 Sep 2011 19:51:34 Matthias Warkus wrote:
>>> was mir persönlich am wichtigsten wäre noch nie gefunden (z.B.
>>> die Möglichkeit, Temperatur und Beleuchtung individuell
>>> einstellen zu können - was freilich die beim DB-Vorstand
>>> offenbar grundverhassten Abteile erfordert - aber nach Ruhe
>>> wurde IIRC auch nicht gefragt).
>
>> Es gibt durchaus Gründe, warum man keine Abteile mehr möchte. Ich
>> weine den Dingern keine Träne nach.
>
> Es gibt schon seit Ewigkeiten keine Zuege mehr, die _nur_
> Abteilwagen haben, man konnte ihnen also stets ausweichen.

Das Problem ist, dass Abteilwagen den Fahrgastwechsel verzögern, weil
sie schlechter zu überblicken sind und die Leute dazu tendieren, ein
Abteil für sich finden zu wollen. Der subjektive Füllgrad aus der
Laienperspektive steigt außerdem noch schneller als beim Großraum - ein
Großraumwagen wird als voll empfunden, wenn ungefähr drei von sechs, ein
Abteilwagen hingegen bereits, wenn ein bis zwei von sechs Plätzen belegt
sind. Umso mehr Längsverkehr und unnötiges Rumstehen im Gang
resultieren. Das ist für mich mit das wichtigste Argument gegen die Dinger.

Ich weiß, dass das rein anekdotisch ist, aber subjektive
Einzelerlebnisse sind empirischen Erhebungen laut Bonfigt als Quelle
gesicherter Erkenntnis erheblich vorzuziehen.

mawa
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K.Huller

unread,
Sep 6, 2011, 8:07:57 AM9/6/11
to
Matthias Warkus wrote:
>
> Das Problem ist, dass Abteilwagen den Fahrgastwechsel verzögern, weil
> sie schlechter zu überblicken sind und die Leute dazu tendieren, ein
> Abteil für sich finden zu wollen.Umso mehr Längsverkehr und unnötiges
> Rumstehen im Gang
> resultieren. Das ist für mich mit das wichtigste Argument gegen die
> Dinger.
>
> Ich weiß, dass das rein anekdotisch ist
>
Zumindest der im Zitat genannte Aspekt ist außerdem irrelevant, seit die DB
insbes. die Gelegenheits-Schnäppchenfahrer (ein schnell wachsendes Segment,
wie wir wissen) zum Reservieren drängt. Das Reservierter-Platz-Suchen
schlägt alle anderen Verzögerungsursachen bei der Platzwahl um Längen, vor
allem dann, wenn der betreffende Wagen fehlt oder wenn eine Gruppe ihren
reservierten Anschluß verpaßt hat. Da drängelt man sich dann manchmal mit
allem Gepäck eine Viertelstunde lang im Gang herum - vorbei an ein ein bis
drei Dutzend leerer Plätze, die für Leute reserviert sind, die auch ihren
Anschluß verpaßt haben. Zu dem Zeitpunkt, an dem diese Operationen endlich
abgeschlossen sind, habe ich bei Fahrten ab Eupen schon die ersten 10 min.
wohltätigen Schlafs hinter mir.

Richtige Flugzeugatmosphäre eben. Kein Wunder, daß der Mehdorn gut bei Air
Berlin ankam.

Gruß
Knut

Stefan Froehlich

unread,
Sep 6, 2011, 8:15:41 AM9/6/11
to
On Tue, 06 Sep 2011 13:58:00 Matthias Warkus wrote:
> > Es gibt schon seit Ewigkeiten keine Zuege mehr, die _nur_
> > Abteilwagen haben, man konnte ihnen also stets ausweichen.

> Das Problem ist, dass Abteilwagen den Fahrgastwechsel verzögern,
> weil sie schlechter zu überblicken sind und die Leute dazu
> tendieren, ein Abteil für sich finden zu wollen.

I doubt that.

Die Leute stroemen in jedem Fall einmal ohne Ruecksicht auf Verluste
in den Wagen. Dort blockieren sie einander dann entweder durch
Suchen eines Abteils, oder durch Verstauen des Gepaecks - mir fallen
bei den OeBB-EC (wo es noch reichlich Abteilwagen gibt) jedenfalls
absolut keine Unterschiede an den Tueren auf.

> Der subjektive Füllgrad aus der Laienperspektive steigt außerdem
> noch schneller als beim Großraum - ein Großraumwagen wird als voll
> empfunden, wenn ungefähr drei von sechs, ein Abteilwagen hingegen
> bereits, wenn ein bis zwei von sechs Plätzen belegt sind.

Beim Grossraumwagen stimme ich Dir zu, aber ein Abteil mit zwei
Fahrgaesten empfinde ich noch als angenehm, denn es gibt jedenfalls
noch einen weiteren Platz mit Beinfreiheit (und wer den Mittelplatz
als nachteilig ansieht irrt: es ist naemlich genau derjenige, bei
dem einem die Beinfreiheit so gut wie immer erhalten bleibt).

> Ich weiß, dass das rein anekdotisch ist, aber subjektive
> Einzelerlebnisse sind empirischen Erhebungen laut Bonfigt als
> Quelle gesicherter Erkenntnis erheblich vorzuziehen.

Tja, meine Beobachtungen sind ebenso empirisch, sprechen aber eine
andere Sprache. Das einzige Argument fuer Grossraumwagen ist in
meinen Augen, dass sich die Passagiere dichter schlichten lassen
(natuerlich nur dann, wenn es wenige Tischgruppen gibt). Das muss
ich jetzt nicht unbedingt gut finden.

Servus,
Stefan

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Stefan - sehnende Liebe, die nimmerdar pfeift.
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Stefan Froehlich

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Sep 6, 2011, 8:24:25 AM9/6/11
to
On Tue, 06 Sep 2011 14:07:57 K.Huller wrote:
> Das Reservierter-Platz-Suchen schlägt alle anderen Verzögerungsursachen
> bei der Platzwahl um Längen, [...]

Wobei man das nicht ausschliesslich den dummen Passagieren anrechnen
kann. Die Reihenfolge der Sitzplatznumerierung erschliesst sich
Leuten mit mathematischer oder technischer Ausbildung nach einigen
Minuten des Hinsehens, allen anderen wird sie jedoch auf ewig
verborgen bleiben. Und _beschleunigt_ wird die Suche dadurch
bestimmt fuer genau gar niemanden.

Wenn man schon den Fahrgastwechsel beschleunigen will, dann waere
das einmal ein ganz einfach umzusetzender Punkt.

> Richtige Flugzeugatmosphäre eben. Kein Wunder, daß der Mehdorn gut
> bei Air Berlin ankam.

Jupp. Aber weil's bei euch so toll laeuft, muessen wir das jetzt
natuerlich unbedingt kopieren: <http://kurier.at/wirtschaft/4148645.php>.
Und ich hatte echt gehofft, dass uns _einmal_ etwas erspart bleibt.

Servus,
Stefan

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Stefan. Für klamme Koepfe, für romantische Stunden!
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Hans Friedlaender

unread,
Sep 6, 2011, 8:51:23 AM9/6/11
to
Am 5 Sep 2011 20:56:52 GMT schrieb Stefan Froehlich:

> On Mon, 05 Sep 2011 22:22:17 Hans Bonfigt wrote:
>>> Früher konnte man sich sogar zwei gegenüberliegende Sitze zu einer
>>> relativ bequemen Liege zusammenschieben. [...]
>
>> Nein, man konnte vier Sitze ausziehen und hatte so ein schönes
>> Doppelbett.
>
> Nein, man konnte sechs Sitze ausziehen und hatte geradezu eine
> Spielwiese. *hust*
>

Klassenfahrt Mannheim-Rom, Nacht-D-Zug, die "Spielwiese" reichte für
fünf Sardinen in Löffelchenlage, alle zwei Stunden wurde der(*) sechste
draussen auf dem Gang von seinem Ausklappsitz abgelöst.

Hans

*: Das Abteil war gemischt belegt, aber die Damen wurden schlafen
gelassen.

Reinhard Greulich

unread,
Sep 6, 2011, 1:06:54 PM9/6/11
to
Dirk Moebius schrieb am Tue, 06 Sep 2011 06:48:14 +0200:

> an der Oberkante der Tuer.

Schon, aber...

> Das war DAMALS (tm), ich glaube, so um 87,88. Und irgendein
> plueschiger PKP-Erste-Klasse-Abteilwagen.

... mag jetzt sein, dass PKP das anders gemacht hat, aber sowohl DB
wie auch DR hatten das Vierkantschloss außen am Abteil im oberen
Türrahmen. Das heißt, der Riegel griff von oben in die geschlossene
Schiebetür ein und ließ sich nur von außen betätigen.

Ich nehme stark an, dass man das auch bei heute verwendeten
Abteilwagen noch so vorfindet, habe aber lange nicht mehr drauf
geachtet.

Matthias Warkus

unread,
Sep 6, 2011, 8:07:08 PM9/6/11
to
Am 06.09.11 14:24, schrieb Stefan Froehlich:

> On Tue, 06 Sep 2011 14:07:57 K.Huller wrote:
>> Das Reservierter-Platz-Suchen schlägt alle anderen Verzögerungsursachen
>> bei der Platzwahl um Längen, [...]
>
> Wobei man das nicht ausschliesslich den dummen Passagieren anrechnen
> kann. Die Reihenfolge der Sitzplatznumerierung erschliesst sich
> Leuten mit mathematischer oder technischer Ausbildung nach einigen
> Minuten des Hinsehens,

Genau diese Nummerierungsfolge ist übrigens AFAIK international normiert
und die böse Bahn kann dafür nix. Masagn.

mawa
--
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Stefan Froehlich

unread,
Sep 7, 2011, 8:46:00 AM9/7/11
to
On Wed, 07 Sep 2011 02:07:08 Matthias Warkus wrote:
> >> Das Reservierter-Platz-Suchen schlägt alle anderen
> >> Verzögerungsursachen bei der Platzwahl um Längen, [...]

> > Wobei man das nicht ausschliesslich den dummen Passagieren anrechnen
> > kann. Die Reihenfolge der Sitzplatznumerierung erschliesst sich Leuten
> > mit mathematischer oder technischer Ausbildung nach einigen Minuten des
> > Hinsehens,
>
> Genau diese Nummerierungsfolge ist übrigens AFAIK international normiert
> und die böse Bahn kann dafür nix. Masagn.

Was sie natuerlich um keinen Deut uebersichtlicher macht.

Welchen Sinn hat es btw (noch), so etwas international zu normieren?
Zusammengehoerige Plaetze kann man damit auch nicht besser garantieren,
als wenn man die Nummern intuitiv vergibt, und ansonsten faellt mir
gerade nicht viel dazu ein.

Servus,
Stefan

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Geht nicht!? Aber, aber - es gibt doch Stefan!
(Sloganizer)

Fa.lk S.ch.a.de

unread,
Sep 7, 2011, 9:05:55 AM9/7/11
to
Am 07.09.2011 14:46, schrieb Stefan Froehlich:

>
> Was sie natuerlich um keinen Deut uebersichtlicher macht.
>
> Welchen Sinn hat es btw (noch), so etwas international zu normieren?
> Zusammengehoerige Plaetze kann man damit auch nicht besser garantieren,

doch genau darum geht es, vierer am Tisch haben damit immer die gleichen
Nummern, oder sollten es zumindest.

Unabhängig vom Besitzer des Wagens. Funktioniert heute sicherlich nicht
mehr immer aber warum das ganze jetzt noch ändern?


Stefan Froehlich

unread,
Sep 7, 2011, 11:11:08 AM9/7/11
to
On Wed, 07 Sep 2011 15:05:55 Fa.lk S.ch.a.de wrote:
> > Welchen Sinn hat es btw (noch), so etwas international zu normieren?
> > Zusammengehoerige Plaetze kann man damit auch nicht besser garantieren,

> doch genau darum geht es, vierer am Tisch haben damit immer die gleichen
> Nummern, oder sollten es zumindest.

Ja, aber doch nur, wenn ueberhaupt Vierergruppen vorhanden sind, und das
steht dann erst nirgendwo.

Ich reserviere nicht oft, und schon gar nicht mehrere Tickets, daher fehlen
mir hier die Erfahrungen. Unlaengst habe ich das einmal getan und prompt
zwei Sitze _hintereinander_ bekommen. Da war halt gerade kein Vierer...



> Unabhängig vom Besitzer des Wagens. Funktioniert heute sicherlich nicht
> mehr immer aber warum das ganze jetzt noch ändern?

Weil mir z.B. bei meiner Rueckreise aus London ein Maedel untergekommen
ist, das erst einmal voellig verwirrt (und natuerlich mit Rollkoffer im
Schlepptau) den ganzen Wagen suchend abgeklappert hat. Am letzten Platz
sass ich, weshalb sie mich dann um Hilfe bat - ihre Platznummer lag in etwa
in der Haelfte des Wagens, was ich ihr auch sagte. Sie zog wieder ab, hat
den Platz aber wohl neuerlich ueberlesen und ist dann zu guter letzt im
naechsten Wagen verschwunden (und dort vermutlich ueber einen
unreservierten Platz gestolpert, sie kam nicht wieder).

Das war jetzt eher ein Extremfall; Leute, die zwei oder drei Reihen zu weit
laufen und dann gegen den Strom zurueckschwimmen muessen, erlebe ich aber
recht haeufig. Wozu?

Servus,
Stefan

--
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Entzücken, mehr als man glaubt. Stefan: superb und wichtig.
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Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 7, 2011, 11:12:36 AM9/7/11
to
Reinhard Greulich <usn0208...@greulich.de> wrote:

>... mag jetzt sein, dass PKP das anders gemacht hat, aber sowohl DB

>wie auch DR hatten das Vierkantschloss au�en am Abteil im oberen
>T�rrahmen. Das hei�t, der Riegel griff von oben in die geschlossene
>Schiebet�r ein und lie� sich nur von au�en bet�tigen.

Ich habe mich mal in den 80ern in einem DB-Wagen in's Abteil
eingeschlossen...mit einem M�dl... Aber frag mich nicht, was das f�r
eine Karre war, stinknormaler Nahverkehrszug jedenfalls.

Dirk Moebius

unread,
Sep 7, 2011, 1:02:55 PM9/7/11
to
On 06.09.11 14:15, Stefan Froehlich wrote:
> On Tue, 06 Sep 2011 13:58:00 Matthias Warkus wrote:
>>> Es gibt schon seit Ewigkeiten keine Zuege mehr, die _nur_
>>> Abteilwagen haben, man konnte ihnen also stets ausweichen.
>
>> Das Problem ist, dass Abteilwagen den Fahrgastwechsel verzögern,
>> weil sie schlechter zu überblicken sind und die Leute dazu
>> tendieren, ein Abteil für sich finden zu wollen.
>
> I doubt that.
>
> Die Leute stroemen in jedem Fall einmal ohne Ruecksicht auf Verluste
> in den Wagen. Dort blockieren sie einander dann entweder durch
> Suchen eines Abteils, oder durch Verstauen des Gepaecks - mir fallen
> bei den OeBB-EC (wo es noch reichlich Abteilwagen gibt) jedenfalls
> absolut keine Unterschiede an den Tueren auf.

Aber am liebsten sind mir die, die dann - nachdem sie sich in Wagen
Vier gegenueberstehen und der eine nach Wagen Zwei will und der andere
nach Wagen Sechs - mit ihren Rollkoffern voreinanderstehen wie die
Ziegenboecke auf der Bruecke...
Dass die Dinger auch Henkel haben, ist den Besitzern oft unbekannt.

Dirk Moebius

unread,
Sep 7, 2011, 1:05:09 PM9/7/11
to
On 06.09.11 19:06, Reinhard Greulich wrote:
> Dirk Moebius schrieb am Tue, 06 Sep 2011 06:48:14 +0200:
>
>> an der Oberkante der Tuer.
>
> Schon, aber...
>
>> Das war DAMALS (tm), ich glaube, so um 87,88. Und irgendein
>> plueschiger PKP-Erste-Klasse-Abteilwagen.
>
> ... mag jetzt sein, dass PKP das anders gemacht hat, aber sowohl DB
> wie auch DR hatten das Vierkantschloss au�en am Abteil im oberen
> T�rrahmen. Das hei�t, der Riegel griff von oben in die geschlossene
> Schiebet�r ein und lie� sich nur von au�en bet�tigen.

Du verunsicherst mich. Ich bilde mir sehr stark ein, dass die Schloesser
frueher auch von innen erreichbar waren, dass man erst spaeter da Bleche
davorgeschraubt hatte.
Bei offener Tuer haette meine damalige Begleitung sicher protestiert.

Dirk

--
Es herrschen zensur�hnliche Zust�nde. Ich kann verstehen, wenn

Holger Koetting

unread,
Sep 7, 2011, 1:54:26 PM9/7/11
to
Stefan Froehlich wrote:
> kann. Die Reihenfolge der Sitzplatznumerierung erschliesst sich
> Leuten mit mathematischer oder technischer Ausbildung nach einigen
> Minuten des Hinsehens, allen anderen wird sie jedoch auf ewig
> verborgen bleiben.

Da mu� ich Dir ganz klar widersprechen. Es gibt auch Fahrzeuge
diverser Bahngesellschaften, bei denen die Sitze von 1-x
durchnumeriert sind und keine L�cken � la 11-16, 21-26, ...
existieren. Man also einfach ziemlich sicher davon ausgehen
kann, da� nach Platz 45 Platz 46 kommt. Trotzdem laufen die
Leute wie bl�de durch den Wagen. Die Renfe geht bei einigen
Triebwagen sogar soweit, da� die Sitzpl�tze durch den
gesamten Zug fortlaufend numeriert sind und damit noch nicht
mal eine Verwechslungsgefahr besteht, statt Platz 46 in Wagen 3
Platz 46 in Wagen 4 aufzusuchen. Trotzdem wei� ich nicht,
wieviele selbst f�r eine durchgehende Numerierung zu bl�d sind,
aber es sind etliche.

Gru�,

Holger K. aus D.

--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!

E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting

Marc Haber

unread,
Sep 7, 2011, 4:01:57 PM9/7/11
to
Stefan...@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) wrote:
>Weil mir z.B. bei meiner Rueckreise aus London ein Maedel untergekommen
>ist, das erst einmal voellig verwirrt (und natuerlich mit Rollkoffer im
>Schlepptau) den ganzen Wagen suchend abgeklappert hat. Am letzten Platz
>sass ich, weshalb sie mich dann um Hilfe bat - ihre Platznummer lag in etwa
>in der Haelfte des Wagens, was ich ihr auch sagte. Sie zog wieder ab, hat
>den Platz aber wohl neuerlich ueberlesen und ist dann zu guter letzt im
>naechsten Wagen verschwunden (und dort vermutlich ueber einen
>unreservierten Platz gestolpert, sie kam nicht wieder).

Die Nummerierung von Sitzwagen ist super-intuitiv, wenn man einmal im
Doppelstockschlafwagen nach seinem Hasenstall gesucht hat.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Reinhard Greulich

unread,
Sep 7, 2011, 5:26:35 PM9/7/11
to
Dirk Moebius schrieb am Wed, 07 Sep 2011 19:05:09 +0200:

> Du verunsicherst mich. Ich bilde mir sehr stark ein, dass die Schloesser
> frueher auch von innen erreichbar waren, dass man erst spaeter da Bleche
> davorgeschraubt hatte.

Das war bei Liegewagen so. Da wurde die Achse vom Schloss durchgeführt
nach innen und da konnte man die mit einem Knebel betätigen. Die hätte
man dann von Außen per Vierkant aufschließen können, ohne nicht.

Die Bm 23x hatten das innen jedenfalls nicht.

Reinhard Greulich

unread,
Sep 7, 2011, 5:32:58 PM9/7/11
to
Marc Haber schrieb am Wed, 07 Sep 2011 22:01:57 +0200:

> wenn man einmal im
> Doppelstockschlafwagen nach seinem Hasenstall gesucht hat

Das war da, wo die groß angeschriebenen Abteilnummern und die klein
angeschriebenen Platznummern nicht oder nicht erkennbar miteinander
korrelieren?

Gruß - Reinhard

Martin Hoffmann

unread,
Sep 8, 2011, 2:31:20 AM9/8/11
to
Reinhard Greulich wrote:
> Marc Haber schrieb am Wed, 07 Sep 2011 22:01:57 +0200:
>
>> wenn man einmal im
>> Doppelstockschlafwagen nach seinem Hasenstall gesucht hat
>
> Das war da, wo die groᅵ angeschriebenen Abteilnummern und die klein

> angeschriebenen Platznummern nicht oder nicht erkennbar miteinander
> korrelieren?

Das ist auch in den Einstᅵckern so. Platznummern aufsteigend,
Abteilnummern absteigend. Irgendeinen Sinn macht das sicherlich.

Gruss,
Martin

Christoph Schmitz

unread,
Sep 8, 2011, 3:03:19 AM9/8/11
to
Am 07.09.11 17:12, schrieb Ralph A. Schmid, dk5ras:

> Reinhard Greulich<usn0208...@greulich.de> wrote:
>
>> ... mag jetzt sein, dass PKP das anders gemacht hat, aber sowohl DB
>> wie auch DR hatten das Vierkantschloss au�en am Abteil im oberen
>> T�rrahmen. Das hei�t, der Riegel griff von oben in die geschlossene
>> Schiebet�r ein und lie� sich nur von au�en bet�tigen.
>
> Ich habe mich mal in den 80ern in einem DB-Wagen in's Abteil
> eingeschlossen...mit einem M�dl... Aber frag mich nicht, was das f�r
> eine Karre war, stinknormaler Nahverkehrszug jedenfalls.

Das war dann also kein oeffentlicher Nahverkehr, sondern privater?

SNCB
Christoph

Ralf Gunkel

unread,
Sep 8, 2011, 3:12:23 AM9/8/11
to
Am 07.09.2011 19:02, schrieb Dirk Moebius:
...

> Aber am liebsten sind mir die, die dann - nachdem sie sich in Wagen
> Vier gegenueberstehen und der eine nach Wagen Zwei will und der andere
> nach Wagen Sechs - mit ihren Rollkoffern voreinanderstehen wie die
> Ziegenboecke auf der Bruecke...
> Dass die Dinger auch Henkel haben, ist den Besitzern oft unbekannt.

Doch, aber die werden so schwer gepackt (weil rollen so leicht ist)
dass sie nicht mehr gehoben werden können.

Gruß Ralf

--
"Sicherungstechnik ist praktizierte Paranoia. Und das ist auch gut so."
Dirk Moebius in deb*

Frank Hucklenbroich

unread,
Sep 8, 2011, 4:34:35 AM9/8/11
to
Am 7 Sep 2011 15:11:08 GMT schrieb Stefan Froehlich:

> Das war jetzt eher ein Extremfall; Leute, die zwei oder drei Reihen zu weit
> laufen und dann gegen den Strom zurueckschwimmen muessen, erlebe ich aber
> recht haeufig. Wozu?

Den Extremfall hatte ich mal in der Schweiz, Sonntags nach Neujahr, also
extrem volle Z�ge (R�ckreiseverkehr mit Skitouristen). Da hatte die SBB es
geschafft, die Wagen genau anders herum zu reihen, als auf dem
Wagenstandsanzeiger angegeben war.
Das Resultat war nat�rlich, da� Leute, die hinten eingestiegen sind, durch
den ganzen Zug nach vorne mu�ten und umgekehrt. Und das mit wirklich viel
Gep�ck (Skis�cke, Rucks�cke mit Skistiefeln dran, Koffer). Irgendwo in der
Zugmitte kam es dann zum unvermeidlichen Stau. Da konnte man sich dann nur
mit M�he und Not aneinander vorbeibugsieren, ich hatte zum Gl�ck nur einen
Rucksack dabei, den mu�te ich dann �ber den Kopf halten, um �berhaupt
durchzukommen. Das waren dann so Szenen, wie man sie eigentlich nur aus
Dokumentarfilmen �ber Indien oder Pakistan kennt. Fehlten eigentlich nur
noch die Passagiere auf dem Dach ;-)

Gr��e,

Frank

Marc Haber

unread,
Sep 8, 2011, 6:30:12 AM9/8/11
to
Reinhard Greulich <usn0208...@greulich.de> wrote:
>Marc Haber schrieb am Wed, 07 Sep 2011 22:01:57 +0200:
>> wenn man einmal im
>> Doppelstockschlafwagen nach seinem Hasenstall gesucht hat
>
>Das war da, wo die groß angeschriebenen Abteilnummern und die klein
>angeschriebenen Platznummern nicht oder nicht erkennbar miteinander
>korrelieren?

Ich habe kein Schema erkennen können und von Berlin Hbf bis hinter
Berlin Südkreuz nach meinem Abteil gesucht. Was mir nichts genützt
hat, denn es war noch abgeschlossen und ich durfte nochmal auf dem
Gang 20 Minuten auf den Schaffner warten.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 8, 2011, 8:11:34 AM9/8/11
to
Christoph Schmitz <christoph...@post.rwth-aachen.de> wrote:

>Das war dann also kein oeffentlicher Nahverkehr, sondern privater?

Ähhm, ja, sozusagen...

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 8, 2011, 8:14:04 AM9/8/11
to
Ralf Gunkel <nutznetz.nos...@ralf-gunkel.de> wrote:

>Doch, aber die werden so schwer gepackt (weil rollen so leicht ist)
>dass sie nicht mehr gehoben werden können.

Wenn ich immer mal so ein Biest für jemanden in die Ablage wuchte,
dann sage ich immer großspurig, "ach was, so schlimm kann es nicht
sein, mache ich schon". Meistens sind die wirklich nicht so arg
schwer, die Leut' haben einfach keine Kraft oder unterschätzen sich,
aber ein, zwei Mal waren schon Dinger bei, bei denen ich mich sehr
anstrengen mußte, daß das Hochheben noch so locker und flockig wirkt.
Unglaublich, wie manche Leute verreisen.

Torsten Jerzembeck

unread,
Sep 8, 2011, 12:50:20 PM9/8/11
to
Hans Bonfigt <bonfigt....@t-online.de> wrote:
>Wenn ich da die Herren Haber oder Jerzembeck höre, die Bahn sei "eigent-
>lich fast immer" einigermaßen pünktlich, dann war eine Richtigstellung
>überfällig.

Ich habe mit meinen über den Daumen gepeilt etwa 50.000 km/a mit (im
Wesentlichen) der Deutschen Bahn sicherlich keine hinreichende Daten-
basis für Aussagen über die durchschnittliche Pünktlichkeit auf den von
mir benutzten Strecken, vermutlich ganz im Gegenteil zum Rückfallbahn-
fahrer Kris Köhntopp oder zu dir. Vielleicht ist die Pünktlichkeit bei
Benutzung der 2. Klasse auch eine andere als bei Benutzung der 1.
Klasse. Ich gehöre ja zum Pöbel, der 1. Klasse nur mit Sonderangeboten
oder abgegriffenen Gutscheinen fährt.

Mit der Dir gebührenden vorzüglichsten Hochachtung,

=ToJe=

--
Torsten Jerzembeck * Oberschlesische Str. 61 * D-70374 Stuttgart
Exil-Westfale * PGP: B74DB58D * MIME welcome * Generation Tux * ><o(((°>

Kai Rode

unread,
Sep 8, 2011, 1:37:33 PM9/8/11
to
>> , damit die fette, faule Asi-Mami nicht so oft aufstehen mußte,
>> wenn sie quarzen wollte.

>Geht´s noch bisschen menschenverachtender?

Wie ein Kollege neulich meinte "A Schlamp'n bleibt a Schlamp'n, net
'Mitbürgerin mit Penetrationshintergrund''

PC is overrated.
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Ralf Gunkel

unread,
Sep 8, 2011, 2:53:47 PM9/8/11
to
Am 08.09.2011 20:20, schrieb Mikha'el Busse:
> * Ralph A. Schmid, dk5ras:

>
>> Christoph Schmitz<christoph...@post.rwth-aachen.de> wrote:
>>
>>> Das war dann also kein oeffentlicher Nahverkehr, sondern privater?
>>
>> Ähhm, ja, sozusagen...
>
> Hmm, das geht gar nicht. Die Vorstellung, dass ein mitreisender vor mir das
> Abteil zum Beischlaf benutzt hat ist, hmm, einfach nur ekelig. NO GO!
>
Nicht jeder lässt das zu einer Gangbag-Party ausarten.
Und zum Reinigen gibt es ja auch "Cilit-GangBang" :-)

http://www.youtube.com/watch?v=KxQsJvFmD_o

*scnr*

Ralf Gunkel

unread,
Sep 8, 2011, 3:00:18 PM9/8/11
to
Am 08.09.2011 20:37, schrieb Mikha'el Busse:
> * Ralph A. Schmid, dk5ras:
>
>> Ralf Gunkel<nutznetz.nos...@ralf-gunkel.de> wrote:
>>
>>> Doch, aber die werden so schwer gepackt (weil rollen so leicht ist)
>>> dass sie nicht mehr gehoben werden können.
>>
>> Unglaublich, wie manche Leute verreisen.
>
> Ich hatte auch schon das Glück für 7 Wochen gen Süden Reisen zu dürfen.
> Natürlich nur mit Zug. Keine Möglichkeit Gepäck nachliefern zu lassen.
>
[Der Situation angepasst]
In den Süden? Du ärmster, ich habe auch einen Bekannten der in
Nordafrika ist.

[c] http://willkommenimsueden.de

Holger Koetting

unread,
Sep 8, 2011, 3:24:59 PM9/8/11
to
Mikha'el Busse wrote:
> >>Das war dann also kein oeffentlicher Nahverkehr, sondern privater?
> >Ähhm, ja, sozusagen...
> Hmm, das geht gar nicht. Die Vorstellung, dass ein mitreisender vor mir das
> Abteil zum Beischlaf benutzt hat ist, hmm, einfach nur ekelig. NO GO!

Wer weiß, vielleicht stand der Wagen ja auf einem Ausziehgleis. :-)

Gruß,

Ralf Gunkel

unread,
Sep 8, 2011, 3:30:54 PM9/8/11
to
Am 08.09.2011 21:24, schrieb Holger Koetting:
> Mikha'el Busse wrote:
>>>> Das war dann also kein oeffentlicher Nahverkehr, sondern privater?
>>> Ähhm, ja, sozusagen...
>> Hmm, das geht gar nicht. Die Vorstellung, dass ein mitreisender vor mir das
>> Abteil zum Beischlaf benutzt hat ist, hmm, einfach nur ekelig. NO GO!
>
> Wer weiß, vielleicht stand der Wagen ja auf einem Ausziehgleis. :-)
>
Oder war es ein Triebwagen?

Martin Hoffmann

unread,
Sep 8, 2011, 4:13:48 PM9/8/11
to
Marc Haber wrote:
> Reinhard Greulich <usn0208...@greulich.de> wrote:
>>Marc Haber schrieb am Wed, 07 Sep 2011 22:01:57 +0200:
>>> wenn man einmal im
>>> Doppelstockschlafwagen nach seinem Hasenstall gesucht hat
>>
>>Das war da, wo die groß angeschriebenen Abteilnummern und die klein
>>angeschriebenen Platznummern nicht oder nicht erkennbar miteinander
>>korrelieren?
>
> Ich habe kein Schema erkennen können und von Berlin Hbf bis hinter
> Berlin Südkreuz nach meinem Abteil gesucht. Was mir nichts genützt
> hat, denn es war noch abgeschlossen und ich durfte nochmal auf dem
> Gang 20 Minuten auf den Schaffner warten.

Immerhin kannst du dich da auf die Treppe setzen. Im Einstöcker wäre das
deutlich unangenehmer geworden.

Gruss,
Martin

PS: Die Preise von Cirrus sind gar nicht so schlecht. ;)

Martin Hoffmann

unread,
Sep 8, 2011, 4:18:17 PM9/8/11
to
Frank Hucklenbroich wrote:
> Am 7 Sep 2011 15:11:08 GMT schrieb Stefan Froehlich:
>
>> Das war jetzt eher ein Extremfall; Leute, die zwei oder drei Reihen zu weit
>> laufen und dann gegen den Strom zurueckschwimmen muessen, erlebe ich aber
>> recht haeufig. Wozu?
>
> Den Extremfall hatte ich mal in der Schweiz, Sonntags nach Neujahr, also
> extrem volle Züge (Rückreiseverkehr mit Skitouristen). Da hatte die SBB es
> geschafft, die Wagen genau anders herum zu reihen, als auf dem
> Wagenstandsanzeiger angegeben war.

In der Schweiz gibt es halt keine Reservierungen, da ist die Reihung des
Zuges eh egal. Zumal so eine Zug normalerweise dann ohnehin mit
zweieinhalb Verstärkermodulen (und so sieben Führerständen) verkehrt.

Wobei Flcahsrumfahren schon erstaunlich selten vorkommt.

Gruss,
Martin

Benedikt Spranger

unread,
Sep 8, 2011, 5:48:48 PM9/8/11
to
Am Tue, 06 Sep 2011 11:07:24 +0200
schrieb Hans Bonfigt <bonfigt....@t-online.de>:

> Früher konzentrierten sich die, ahem, Herrschaften auf die Raucher-
> abteile, damit die fette, faule Asi-Mami nicht so oft aufstehen mußte,
> wenn sie quarzen wollte.
Zu den Zeiten war ich noch jung und hatte zum Bahnfahren ein probates
Mittel dabei: Einen Satz billiger Stumpen und min. eine Flasche Bier.
Das hat mir im Raucherabteil das ein oder andere Mal die Fahrt gerettet.
Auf den Hinweis, das meine Stumpen stören würden, konnte ich mit einem
"Hier ist Raucher" kontern. Ich habe selten mehr als einen gebraucht.
(An das Gespräch mit den 4-5 älteren Herren, die auch Stumpen rauchten,
erinnere ich mich gerne zurück)

Bene

Benedikt Spranger

unread,
Sep 8, 2011, 5:59:59 PM9/8/11
to
Am Thu, 08 Sep 2011 14:14:04 +0200
schrieb "Ralph A. Schmid, dk5ras" <ra...@radio-link.net>:

> Unglaublich, wie manche Leute verreisen.
Och, als ich jünger war, bin ich noch mit meiner SparcStation 20 nebst
Monitor in der Bahn verreist...
Hat mir dann den süffisanten Kommentar eines ZuB eingebracht, es gäbe
auch Laptops.

Bene

Hans Bonfigt

unread,
Sep 8, 2011, 6:15:38 PM9/8/11
to
Torsten Jerzembeck:

> Klasse. Ich gehöre ja zum Pöbel, der 1. Klasse nur mit Sonderangeboten
> oder abgegriffenen Gutscheinen fährt.
>
> Mit der Dir gebührenden vorzüglichsten Hochachtung,

<gähn>

... und zur Sache ?

Benedikt Spranger

unread,
Sep 8, 2011, 6:18:41 PM9/8/11
to
Am 7 Sep 2011 15:11:08 GMT
schrieb Stefan...@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich):

> Das war jetzt eher ein Extremfall; Leute, die zwei oder drei Reihen
> zu weit laufen und dann gegen den Strom zurueckschwimmen muessen,
> erlebe ich aber recht haeufig. Wozu?
Leute die sich von der Wagennummerierung im ICE verwirren lassen,
bemerke ich häufiger:
Szenario: Ich sitze im BC-Bereich eines ICEs arbeite am Laptop und höre
dabei Musik.
1) der freundliche Fall:
"Entschuldigung, aber ich habe diesen Platz reserviert."
"Entschuldigung, aber sind Sie im richtigen Wagen? In welchem Wagen
haben Sie denn reserviert?"
"In Wagen X"
"Entschuldigung, aber dies ist Wagen X-1. Der Wagen X ist einen Wagen
weiter."
"Vielen Dank."

2) Der pampige Fall:
"Ich habe diesen Platz reserviert."
"Entschuldigung, aber ich glaube, Sie haben sich im Wagen geirrt."
"Das kann nicht, ich habe in Wagen X den Platz Y reserviert."
"Entschuldigung, dies ist zwar Platz Y, aber Wagen X-1. Der Wagen X ist
einen Wagen weiter."
"..."

Bene

Reinhard Greulich

unread,
Sep 8, 2011, 6:45:05 PM9/8/11
to
Benedikt Spranger schrieb am Fri, 9 Sep 2011 00:18:41 +0200:

> "Entschuldigung, aber ich glaube, Sie haben sich im Wagen geirrt."
> "Das kann nicht, ich habe in Wagen X den Platz Y reserviert."

Ich hatte mal (nicht selbst, aber in den Reservierungen einer von mir
begleiteten Gruppe) die Variante:

"Darf ich mal sehen?" "Bitte!"
<hmmmm>
"Das stimmt, aber Sie haben für den Tag X reserviert, heute ist der
Tag X-1"
"Ja, ich bin einen Tag früher gefahren."

"..."

Da fällt einem dann nix mehr ein.

Gruß - Reinhard.

Reinhard Greulich

unread,
Sep 8, 2011, 6:54:55 PM9/8/11
to
Hans Bonfigt schrieb am Mon, 05 Sep 2011 12:03:14 +0200:

> Wenn ich da die Herren Haber oder Jerzembeck höre, die Bahn sei "eigent-
> lich fast immer" einigermaßen pünktlich, dann war eine Richtigstellung
> überfällig.

Och, ich kann mich da, im Großen und Ganzen, anschließen.

Allerdings mit der Einschränkung, dass es in manchen Ecken absehbar
immer wieder Probleme gibt, wenn man nicht entsprechend plant oder
planen kann - so zum Beispiel, wenn man den RE1 zu nutzen gezwungen
ist. Nun ist Aachen eine nette Stadt mit wirklich netten Leuten, aber
ich bin wegen dieser Probleme schon versucht, aus meiner Sicht zu
sagen, dass ich da "leider" ab und an hinfahren muss. Wenn ich einen
ICE nehmen kann, geht es, aber zwischen TGV und RE1 zu wählen, ist wie
Pest und Cholera.

Andererseits: da plane ich halt einen Takt in Köln ein und dann wird
es eigentlich schon wieder entspannt. "Et kütt, wie't kütt" sagt man
in der Ecke dazu wohl und "et het no immer jot jejange":

Michael Muetterlein

unread,
Sep 8, 2011, 6:57:55 PM9/8/11
to
Moin,
"Hans Bonfigt" <bonfigt....@t-online.de> schrieb:
Hast Du entweder bewusst nicht mitgequotet, oder es ist Deiner Ignoranz zum
Opfer gefallen:
50000 km Bahn im Jahr als Datenbasis, um die durchschnittliche Pünktlichkeit
zu beurteilen.
Wieviel fährst Du denn so im Jahr?

MfG
Michael

Benedikt Spranger

unread,
Sep 8, 2011, 7:36:47 PM9/8/11
to
Am Fri, 09 Sep 2011 00:45:05 +0200
schrieb Reinhard Greulich <usn0208...@greulich.de>:

> Da fällt einem dann nix mehr ein.
Da gibt es IMHO nur zwei Möglichkeiten:
1) Beamte dieses Schlages:
Auf dem Bahnhof in Bad Salzschlirf hing ein Hinweisschild mit der
Aufschrift: "Zur Förderung der öffentlichen Gesundheitspflege wird
dringend ersucht, in den Bahnhofsräumen, auf den Bahnsteigen, Treppen
und Wagen nicht zu spucken". Der Eilzug aus Fulda hält knirschend und
fauchend. Macht ein Fahrgast das Fenster auf, und spuckt im hohen Bogen
in die Landschaft. Ein gerade vorbeikommender Bahnbeamter rügt erbost:
"Wissen sie nicht, dass es verboten ist auf den Bahnsteig zu spucken?"
Sagt der Fahrgast: " Weiß ich, hab ich auch nett gemacht. Ich hab ihne
ja auf ihr Kapp gespuckt." Da reißt sich der Beamte die Mütze vom Kopf,
sieht nach und sagt: "Da hawwe se awer noch emal Glück gehabbt. Ich
hätt sie sonst unweigerlich zur Anzeige bringe müsse."

2) Die Marketing-Abteilung von Apple Inc. abwerben.

Bene

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 9, 2011, 1:17:00 AM9/9/11
to
Benedikt Spranger <ben...@t-online.de> wrote:

>2) Der pampige Fall:
>"Ich habe diesen Platz reserviert."
>"Entschuldigung, aber ich glaube, Sie haben sich im Wagen geirrt."
>"Das kann nicht, ich habe in Wagen X den Platz Y reserviert."
>"Entschuldigung, dies ist zwar Platz Y, aber Wagen X-1. Der Wagen X ist
>einen Wagen weiter."
>"..."

Hatte ich letztens zum ersten Mal...mittelalte Dame, nur mittelmäßig
beherrscht, "würden Sie mich auf meinen Platz lassen?" - "*grins* Das
kann eher nicht sein" - "Doch, ich habe Platz xx reserviert" -
"Welcher Wagen?" - "Platz xx" - "Ja, aber WELCHER WAGEN??" -
"*kruschtel* *blätter* 24" - "Das hier ist 26" - "Ahso, echt?" - "Ja,
steht hier ganz groß in den Displays, 24 ist hier hinterm Restaurant"
- "Na, dann gehe ich mal weiter..."

*gnarf" Weiber!

Christoph Zimmermann-Große Banholt

unread,
Sep 9, 2011, 2:34:25 AM9/9/11
to
Am 08.09.2011 21:30, schrieb Ralf Gunkel:

>> Wer weiᅵ, vielleicht stand der Wagen ja auf einem Ausziehgleis. :-)


>>
> Oder war es ein Triebwagen?

Oder beides...


-chriz, der auch mal sein Nivo etwas absenken wollte,

Anne Bonfigt

unread,
Sep 9, 2011, 6:08:10 AM9/9/11
to
Am 09.09.2011 00:57, schrieb Michael Muetterlein:

> Hast Du entweder bewusst nicht mitgequotet, oder es ist Deiner Ignoranz zum
> Opfer gefallen:
> 50000 km Bahn im Jahr als Datenbasis, um die durchschnittliche Pünktlichkeit
> zu beurteilen.
> Wieviel fährst Du denn so im Jahr?

Die Pünktlichkeit ist ein Faktor, der mich dazu bringt, an Karma oder
etwas ähnliches zu glauben.
Ich bringe so ca. 90000 km Fernverkehr pro Jahr zusammen und meine
Züge sind fast immer pünktlich.
Hans liegt sicher bei 100000 km pro Jahr und ist ständig verspätet
und verpaßt Anschlüsse.
Wenn wir gemeinsam unterwegs sind, gewinnt im allgemeinen mein Karma,
und wir kommen pünktlich oder mit den noch als pünktlich geltenden
+5 an.

ciao
Anne

Michael Muetterlein

unread,
Sep 9, 2011, 7:14:49 AM9/9/11
to
Moin,
"Ralf Gunkel" <nutznetz.nos...@ralf-gunkel.de> schrieb:

> Am 08.09.2011 21:24, schrieb Holger Koetting:
>> Mikha'el Busse wrote:
>>> Hmm, das geht gar nicht. Die Vorstellung, dass ein mitreisender vor mir
>>> das
>>> Abteil zum Beischlaf benutzt hat ist, hmm, einfach nur ekelig. NO GO!
>> Wer wei�, vielleicht stand der Wagen ja auf einem Ausziehgleis. :-)

> Oder war es ein Triebwagen?

Am ehesten wohl ein Bei-Schlaf-Wagen.
(mit zus�tzlichem Antrieb w�re es ein Trieb-Schlaf-Wagen)

SCNR,
Michael

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 9, 2011, 8:07:30 AM9/9/11
to
Anne Bonfigt <you...@snafu.de> wrote:

>Die P�nktlichkeit ist ein Faktor, der mich dazu bringt, an Karma oder
>etwas �hnliches zu glauben.


>Ich bringe so ca. 90000 km Fernverkehr pro Jahr zusammen und meine

>Z�ge sind fast immer p�nktlich.
>Hans liegt sicher bei 100000 km pro Jahr und ist st�ndig versp�tet
>und verpa�t Anschl�sse.

Interessant. Vielleicht liegt es auch an der Region, in der ihr
unterwegs seid?!

Marc Haber

unread,
Sep 9, 2011, 10:13:30 AM9/9/11
to
Martin Hoffmann <hnu.s...@nvnc.de> wrote:
>Marc Haber wrote:
>> Ich habe kein Schema erkennen können und von Berlin Hbf bis hinter
>> Berlin Südkreuz nach meinem Abteil gesucht. Was mir nichts genützt
>> hat, denn es war noch abgeschlossen und ich durfte nochmal auf dem
>> Gang 20 Minuten auf den Schaffner warten.
>
>Immerhin kannst du dich da auf die Treppe setzen. Im Einstöcker wäre das
>deutlich unangenehmer geworden.

Das stimmt. Mein Hals war aber auch schon dick genug. Ich fahr doch
nicht von Berlin über Offenburg nach Mannheim, um mir durch die
Dussligkeit des Personals von der künstlich und kostenpflicht
verlängerten Nacht eine halbe Stunde Schlaf rauben zu lassen.

Dass derselbe Dussel mich trotz der Ansage "bitte keinesfalls vor
Baden-Baden wecken" just in dem Moment geweckt hat, wo der Zug in
Mannheim Hbf abfuhr, steht freilich auf einem anderen Blatt.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834
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Marc Haber

unread,
Sep 9, 2011, 10:14:07 AM9/9/11
to
Martin Hoffmann <hnu.s...@nvnc.de> wrote:
>Frank Hucklenbroich wrote:
>> Am 7 Sep 2011 15:11:08 GMT schrieb Stefan Froehlich:
>>
>>> Das war jetzt eher ein Extremfall; Leute, die zwei oder drei Reihen zu weit
>>> laufen und dann gegen den Strom zurueckschwimmen muessen, erlebe ich aber
>>> recht haeufig. Wozu?
>>
>> Den Extremfall hatte ich mal in der Schweiz, Sonntags nach Neujahr, also
>> extrem volle Züge (Rückreiseverkehr mit Skitouristen). Da hatte die SBB es
>> geschafft, die Wagen genau anders herum zu reihen, als auf dem
>> Wagenstandsanzeiger angegeben war.
>
>In der Schweiz gibt es halt keine Reservierungen,

EC6/7?

Marc Haber

unread,
Sep 9, 2011, 12:38:10 PM9/9/11
to
"Ralph A. Schmid, dk5ras" <ra...@radio-link.net> wrote:
>Benedikt Spranger <ben...@t-online.de> wrote:
>>2) Der pampige Fall:
>>"Ich habe diesen Platz reserviert."
>>"Entschuldigung, aber ich glaube, Sie haben sich im Wagen geirrt."
>>"Das kann nicht, ich habe in Wagen X den Platz Y reserviert."
>>"Entschuldigung, dies ist zwar Platz Y, aber Wagen X-1. Der Wagen X ist
>>einen Wagen weiter."
>>"..."
>
>Hatte ich letztens zum ersten Mal...mittelalte Dame, nur mittelmäßig
>beherrscht, "würden Sie mich auf meinen Platz lassen?" - "*grins* Das
>kann eher nicht sein" - "Doch, ich habe Platz xx reserviert" -
>"Welcher Wagen?" - "Platz xx" - "Ja, aber WELCHER WAGEN??" -
>"*kruschtel* *blätter* 24" - "Das hier ist 26" - "Ahso, echt?" - "Ja,
>steht hier ganz groß in den Displays, 24 ist hier hinterm Restaurant"
>- "Na, dann gehe ich mal weiter..."
>
>*gnarf" Weiber!

Mich wollte neulich die Zubine in Wagen 14 eines ICE 1 noch einen
Wagen weiter nach vorne schicken, weil sie sich in Wagen 13 wähnte und
die Oma, die sie in begleitete, im völlig leeren Zug unbedingt auf
ihren reservierten Fensterplatz (entgegen der Fahrtrichtung) wollte.

Meinen Spruch "Gerne, wenn Sie mir aufschließen" hat sie nicht
verstanden, und das nachgelegte "einen Wagen weiter vorne gibt es nur
Platz für zwei Menschen, und der eine, der da schon sitzt, wird dafür
bezahlt" auch nicht.

Hans Bonfigt

unread,
Sep 9, 2011, 1:05:54 PM9/9/11
to
Michael Muetterlein:

> 50000 km Bahn im Jahr als Datenbasis, um die durchschnittliche Pünktlichkeit
> zu beurteilen.
> Wieviel fährst Du denn so im Jahr?

Mit der Bahn ? Gut das Dreifache.

Meine Frau hat es 'mal für sich mithilfe der tschechoslowakischen
Bahnseite nachgehalten, sie brachte es auf "nur" 93.000 Km/a.

Es kommt aber m.E. gar nicht darauf an, wieviel man fährt, sondern
wie oft und wie "gestreut". Ein Pendler zwischen Frankfurt und Berlin
(gar nicht so selten) lacht über 100.000 Km/a, fahrt aber u.U. nur
eine Strecke und bestimmte Züge.

Meine Frau und ich müssen fast immer spontan und nach dem geographischen
Zufallsprinzip reisen. Da ist Torsten unterdessen bekannt.


Ich finde es einen ausgesprochen miesen Stil, Kristian als "Rückfallfah-
rer" (ja, warum ist er wohl zu einem solchen geworden ?) die Kompetenz
abzusprechen - aus dem Artikel geht immerhin hervor, daß er DB-Stammkun-
de ("Status") ist - oder mich zu desavouieren mit irgendwelchem blöden
Klamauk im Zusammenhang mit meiner Vorliebe für Ruhe und Sitzplätze.

Ist ja fast so schlimm wie ich - bloß, daß ich ja sowieso ein Arschloch
bin, während Torsten stets den guten Menschen gibt - solle das nachste
Mal besser aufpassen bei Frau Käßmann, wie man seine Bigotterie besser
einkleidet.


Mit ignorantem Gruße,

natürlich wieder einmal mit +65 unterwegs und erst knapp hinter Han-
nover. Laut Faltblatt "Ihr Reiseplan" habe ich deshalb in M eine knappe
Stunde Aufenthalt, bis ich die nächste S-Bahn nach Aying bekomme.
Wären also gute +120 oder 50 Euro Taxi. Und das ist für die Strecke
Gütersloh - Aying absolut *nix* Außergewöhnliches. Ist doch auch
logisch: Wenn die Wahrscheinlichkeit, daß jede der drei zu nutzenden
Teil"leistungen" auch nur zu 70% pünktlich ist, dann ist die Wahrschein-
lichkeit, pünktlich anzukommen, etwa 34%.

Reinhard Greulich

unread,
Sep 9, 2011, 1:09:41 PM9/9/11
to
Mikha'el Busse schrieb am Fri, 09 Sep 2011 16:14:07 +0200:

> Das Ältere Ehepaar hat einen Zug früher genommen. Das Paar
> bestannt beharlich darauf "ihre" Plätze in Anspruch nehmen zu wollen.

Und dies ist genau der richtige Augenblick, jede weitere Diskussion zu
beenden. Wenn sie wollen, können sie ja das Zugpersonal zur Klärung
herbeiholen, aber dafür würde ich in so einem Fall selbst keinen
Finger rühren.
Message has been deleted

Ralf Gunkel

unread,
Sep 9, 2011, 2:04:49 PM9/9/11
to
Keine Reservierungen?
In jedem IC oder IR wirst du mindestens einen Wagen finden der mit
reservierte Plätze gekennzeichnet ist (oder hat man die Schilder auch
abgeschafft). Bei meinen ersten toren in der Schweiz dachte ich "ok da
brauchst du nicht reind er ist ausreserviert. Pustekuchen. Meist waren
es 10-25% in seltenen Fällen 50%.

Oder man achte auf die Ansagen am Bahnsteig. Reserviert für Gruppe...
http://www.ralf-gunkel.de/dso/ansage.jpg

Und dann wären da noch Bernina- und GLacier-Express. :-)

Ralf Gunkel

unread,
Sep 9, 2011, 2:12:32 PM9/9/11
to
Am 09.09.2011 19:36, schrieb Mikha'el Busse:
> * Reinhard Greulich:
>
>> Mikha'el Busse schrieb am Fri, 09 Sep 2011 16:14:07 +0200:
>>
>>> Das Ältere Ehepaar hat einen Zug früher genommen. Das Paar
>>> bestannt beharlich darauf "ihre" Plätze in Anspruch nehmen zu wollen.
>>
>> Und dies ist genau der richtige Augenblick, jede weitere Diskussion zu
>> beenden.
>
> Korrekt!
>
>> Wenn sie wollen, können sie ja das Zugpersonal zur Klärung
>> herbeiholen, aber dafür würde ich in so einem Fall selbst keinen
>> Finger rühren.
>
> Was ja letztenendes auch so geschah. Sie hätten aber auch am nächsten Bhf
> aussteigen können und auf ihren Zug warten können. ...

Gaaanz schlechte Idee. die Reservation bleibt ja nicht dauerhaft
stehen. "No shows" werden zu freigaben.
Die Reservation z. B. Fulda - Karlsruhe erlischt bekanntlich nach
einiger Zeit nach verlassen von Mannheim (ich meine 15min?)

Wenn sich also nun jemand vor F-Hbf den Platz ergattert nachdem das
Display dunkel wurde oder z. B nur noch die zweite Reservation
Offenburg - Basel zeigt dürften diese beim "Inanspruchnehmen" der
Plätze ab Frankfurt/M Hbf auch schlechte Karten haben.

Ralf Gunkel

unread,
Sep 9, 2011, 2:16:54 PM9/9/11
to
Am 09.09.2011 18:38, schrieb Marc Haber:
...
> Mich wollte neulich die Zubine in Wagen 14 eines ICE 1 noch einen
> Wagen weiter nach vorne schicken, weil sie sich in Wagen 13 wähnte und
> die Oma, die sie in begleitete, im völlig leeren Zug unbedingt auf
> ihren reservierten Fensterplatz (entgegen der Fahrtrichtung) wollte.
>
> Meinen Spruch "Gerne, wenn Sie mir aufschließen" hat sie nicht
> verstanden, und das nachgelegte "einen Wagen weiter vorne gibt es nur
> Platz für zwei Menschen, und der eine, der da schon sitzt, wird dafür
> bezahlt" auch nicht.

Du versuchst aber auch alles um Helmut B. mal beim Arbeiten zu
besuchen, oder?

Hans Bonfigt

unread,
Sep 9, 2011, 2:19:21 PM9/9/11
to
Mikha'el Busse:

> Was ja letztenendes auch so geschah. Sie hätten aber auch am nächsten Bhf
> aussteigen können und auf ihren Zug warten können.

*GRÖHL*
DAS wär' aber dann ein Spaß geworden, wenn die Deppen "Ihre" Plätze
besetzt vorgefunden hätten.

Sowas ähnliches ham' wir 'mal erlebt.

Herr - lich. Das toppt jede Sitcom.
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Ralf Gunkel

unread,
Sep 9, 2011, 2:42:16 PM9/9/11
to
Am 09.09.2011 20:28, schrieb Mikha'el Busse:
> * Ralf Gunkel:
...

>> Wenn sich also nun jemand vor F-Hbf den Platz ergattert nachdem das
>> Display dunkel wurde oder z. B nur noch die zweite Reservation
>> Offenburg - Basel zeigt dürften diese beim "Inanspruchnehmen" der
>> Plätze ab Frankfurt/M Hbf auch schlechte Karten haben.
>
> Klinkt logisch. Wird das dann auch tatsächlich so gehandhabt? Ich meine,
> ich habe ja die Reservierung, bin im richtigen Zug nur ebend mit
> abweichenden Startpunkt.

Schon was gefunden:
http://www.bahn.de/p/view/angebot/preis/reservierung.shtml

Und dann den Reiter "Tipps und Hinweise" wählen:
"Gültigkeit der Reservierung
Ihre Sitzplatzreservierung wird bis 15 Minuten nach Abfahrt des Zuges
aufrechterhalten."

Unter dem Suchbegriff "bahn reservation verfällt" findet Tante Google
auch diverse Zeitungsartikel zum Thema.

Reinhard Greulich

unread,
Sep 9, 2011, 2:45:15 PM9/9/11
to
Mikha'el Busse schrieb am Fri, 09 Sep 2011 20:28:12 +0200:

> Klinkt logisch. Wird das dann auch tatsächlich so gehandhabt? Ich meine,
> ich habe ja die Reservierung, bin im richtigen Zug nur ebend mit
> abweichenden Startpunkt.

Nach 15 Minuten verfällt die Reservierung, wenn du nicht auf dem Platz
sitzt. Auch das ist gelegentlich Anlass von Unstimmigkeiten.
Message has been deleted

Stefan Froehlich

unread,
Sep 9, 2011, 3:08:14 PM9/9/11
to
On Fri, 09 Sep 2011 20:12:32 Ralf Gunkel wrote:
> Wenn sich also nun jemand vor F-Hbf den Platz ergattert nachdem
> das Display dunkel wurde oder z. B nur noch die zweite Reservation
> Offenburg - Basel zeigt dürften diese beim "Inanspruchnehmen" der
> Plätze ab Frankfurt/M Hbf auch schlechte Karten haben.

Das kann manchmal ganz schoen unangenehme Situationen ergeben.

Ich bin einmal Wien-Salzburg in einem gerammelt vollen ICE gefahren
und hatte mit viel Glueck einen Sitzplatz mit verfallener
Reservierung ergattert. In St. Poelten stieg dann eine etwas
gebrechliche, aeltere Frau zu und begann, sich suchend umzusehen...
das Ergebnis war absehbar.

Nachdem ich mich geweigert habe, meinen Platz zu verlassen, kam der
Zub hinzu, der sich erst einmal auch auf den Standpunkt gestellt
hat, es sei eine gueltige Reservierung vorhanden. Nach mehrfachem,
ruhigen aber konsequentem Erwidern, diese verfalle 15 Minuten nach
der Abfahrt, hat er dann wohl irgendwo im Zug doch noch einen Platz
fuer die Frau aufgetrieben - keine Ahnung wo.

Fuer die Mitreisenden in der naeheren Umgebung war ich vermutlich
der Arsch des Tages (wie kann der nur einer alten Frau den Platz
wegnehmen, fuer den sie extra gezahlt hat), aber waere ich
aufgestanden, haette der Zub _mir_ vermutlich keinen anderen, freien
Platz gesucht (und es sah zunaechst ueberhaupt nicht danach aus,
dass noch einer vorhanden war).

Servus,
Stefan

--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan - Eleganz die bezaubert: Zetern solange es albert!
(Sloganizer)

Stefan Froehlich

unread,
Sep 9, 2011, 3:09:53 PM9/9/11
to
On Fri, 09 Sep 2011 19:09:41 Reinhard Greulich wrote:
> > Das Ältere Ehepaar hat einen Zug früher genommen. Das Paar bestannt
> > beharlich darauf "ihre" Plätze in Anspruch nehmen zu wollen.

> Und dies ist genau der richtige Augenblick, jede weitere Diskussion zu
> beenden. [...]

Gluecklich, wenn man derjenige war, der zuerst beim umstrittenen Platz
gewesen ist.

Servus,
Stefan

--
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Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

2011 endlose Jahre seit der Zeitenwende! Und das alles ohne Stefan.
(Sloganizer)

Hans Bonfigt

unread,
Sep 9, 2011, 3:18:32 PM9/9/11
to
Mikha'el Busse:

>> DAS wär' aber dann ein Spaß geworden, wenn die Deppen "Ihre" Plätze
>> besetzt vorgefunden hätten.
>
> Also ist es wohl so wie Ralf schrieb. Reservierung ist verfallen. Korrekt?

Theoretisch ja. Aber die Zubs - genauergesagt die 'Pralinenpüppchen'
und 'Zuckerbläser', die unterwegs sind, um den Fahrgästen Leckerlis und
'Welt Compact' anzudienen - wissen das mitunter nicht.


Besonders lustig fand ich es einmal, als zwei weibliche Snobs befanden,
die von ihnen reservierten Sitzplätze seien nicht edel genug für VIPs.

Man setzte sich also um. Dumm nur, daß nach einer halben Stunde
ein Pärchen kam, das seinerseits diese Plätze gebucht hatte.
Also packten die Grazien ihre Ersatzteilläger wieder ein und strebten
"ihren" ursprünglichen Plätzen zu, die sie durch zwei Herren mittöeren
Alters besetzt vorfanden.

Dann kam das ganze Programm; erst versuchte man es mit den weiblichen
Reizen, aber beide hatten weder einen Arsch in der Hose noch Titten
im Hemd. Mag sein, das jedes der Parfüms für sich genommen edel und
angenehm gewesen wäre, aber in Kombination ...
Sofort empfahl ich den Herren, bloß sitzen zu bleiben -- was die dann
auch taten, weil ich leicht ausschmückend behauptete, daß die "Damen"
den Platz vorher als "billige Reservesitze" abgetan hätten, die jedoch
nun wohl auf einmal gut genug seien.

Dann wurde der Schaffner geholt, der auch gleich Partei für die Damen
ergriff. Habe dem Zub ganz vernünftig erklärt, daß die Herren den
Tisch brauchen würden, einfach weil sie arbeiten wollten, wohingegen
die beiden Tussen nix anderes zu tun hätten als über die Schnittmenge
ihrer abwesenden Bekannten herzuziehen und so Allgemeinheit und Fahr-
gäste belästigen würden.
Hat aber nix gebracht -- bis der Zugchef kam.

Dann haben die beiden den Zugchef fies angemacht und ich habe eine
Auswahl meiner fiesesten Verunglimpfungen gestreut, allesamt erlesene
Gemeinheiten von JUTTI, der infamsten Natter im Umkreis von 15.000 Km,
die sich Sachen ausdenken konnte, worauf wirklich nur Frauen kommen.

Das wiederum führte zu einer spannenden Diskussion^WDebatte über das
eine oder andere Thema, an der sich auch die umliegenden Fahrgäste
lebhaft beteiligte. Irgendwann fing eine an zu bläddern, Show natür-
lich, und zwei Rentner standen dann auf, weil "es zu laut war".

Jetzt 'mal die Quizfrage:
Haben sich die beiden Schnepfen jetzt hingesetzt oder nicht ?
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