Hallo,
ich hoffe mal, dass ich hier richtiger bin als in
de.etc.bahn.misc und schonaml vorab sorry für den
langen Text.
Ich habe aktuell folgendes Problem mit dem Deutsch-
land-Ticket:
Das Ticket hatte ich am 1.5. über
www.bahn.de bestellt
und auch prompt per Mail eine Bestellbestätigung mit
Bestellnummer bekommen. Also kein Problem der Art, dass
etwa der Server nicht erreichbar gewesen wäre.
Das Problem ist nun, dass sich seitdem nichts mehr
getan hat, die angekündigte zweite Mail (vermutlich mit dem Ticket
oder einem Link) ist nicht gekommen, auch keine sonstige Nachricht,
das Ticket ist auch (nach mehreren Aktualisierungen) nicht in
der DB-App sichtbar. Im Spamfilter ist auch nix.
Am 2.5. musste ich mit Bus&Bahn (VRR) zu einer Beerdigung und
habe mir deshalb hilfsweise ein 24-Stunden-Ticket für die
betreffenden Strecken im VRR gekauft - ebenfalls über
www.bahn.de,
damit das in deren System sichtbar ist für eine ebentuelle
spätere Erstattung.
Den Vorgang habe ich dann auch per Kontaktformular berichtet und
angefragt, wie ich denn jetzt verfahren soll. Die Bestellung war
ja eingegangen, aber ohne Ticket kann ich ja nicht fahren. Die
Telefonhotline spielt Ansagen ab und bittet darum, angesichts der
Überlastung der Hotline später nochmal anzurufen. Ok, versteh ich.
Am folgenden Wochenende inkl. Freitagabend hatte ich eigentlich
einige Fahrten geplant - nach Soest, Münster und Köln - und deshalb
ein paar Tage später 0nochmal versucht, eine Antwort zu bekommen.
Inzwischen spielt die
Telefonhotline der DB immer noch Ansagen ab, erwähnt aber immerhin,
dass man kulant sein werde und bis ca. Mitte Mai die Bestell-
bestätigung als gültigen Fahrausweis akzeptieren wolle.
Das gilt natürlich erstmal nur für die von DB betriebenen Linien.
Also habe ich im VRR-Support-Chat angefragt sowie per Email beim
Support der KVB und der Eurobahn.
VRR-Support sagt, man betreibe keine Linien, ich müsse mich an
die Verkehrsunternehmen wenden. Auch gebe es (noch) keine
verbindliche Regelung, ob und wie in Fällen wie meinem die
Bestellbestätigung anerkannt wird. Vermutung seitens des Supports:
Ich habe erstmal kein gültiges Ticket zum Vorzeigen, aber einen
Nachweis, dass ich rechtzeitig eine gültige Zeitkarte bestellt habe.
Das würde dann vermutlich so ähnlich gehandhabt, wie wenn ich meine
Zeitkarte vergessen hätte - also nur ca. 7 statt 60 Euro kosten.
Ich könnte vermutlich auch beantragen, diese 7 Euro zu streichen,
weil es ja nicht mein Verschulden sei.
Nun entsteht hier im Ruhrgebiet ein Problem natürlich sehr schnell
dadurch, dass i.d.R. nicht nur Verkehrsmittel der Bahn, sondern
z.B. auch des VRR oder anderer Betreiber wie Eurobahn oder National
Express beteiligt sind. Da stehen an einem Freitag Nachmittag die
Chancen recht schlecht, noch eine verbindliche Auskunft - am besten
vorzeigbar schriftlich - zu bekommen. Die geplanten Fahrten für
das Wochenende hatte ich deshalb abgesagt.
Am 8.Mai kommt eine Antwort auf meine Kontaktformular-Anfrage
- man sei nicht zuständig, ich solle mich an
a...@bahn.de wenden.
Dort per Mail den bisherigen Verlauf geschildert, bis dato keine
Antwort, die zugehörige Telefonhotline spielt die bekannten
Ansagen, stellt aber nicht zu einer menschlichen Person durch.
Hängt offenbar mit einer Überlastung der Hotline zusammen, kann
ich auch verstehen, hilft mir aber erstmal nicht weiter.
Immerhin steht die Sache mit der vorübergehenden Akzeptanz der
Bestellbestätigung jetzt ausdruckbar in der Bestätigungsmail
von
a...@bahn.de.
Weiteres Problem: National Express hat mir inzwischen mitgeteilt,
dass sie die Bestellbestätigung *nicht* als gültiges Ticket
anerkennen werden. In der Mail heißt es wörtlich:
"Eine Bestellbestätigung kann leider nicht als Fahrschein
anerkannt werden. Im Zug müssen Sie das Deutschland-Ticket
vorlegen. Kann ein Ticket nicht vorgelegt werden und das
Kontrollpersonal erhebt ein erhöhtes Beförderungsentgelt
in Höhe von 60 EUR, haben Sie innerhalb von 14 Tagen die
Möglichkeit, Ihr persönliches und nicht übertragbares Ticket
vorzulegen. In diesem Fall wird laut gültigen Beförderungs-
bedingungen eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 7 EUR fällig."
Anfrage bei der Eurobahn ergibt (bisher nur telefonisch,
Rückmeldung auf meine Mail habe ich noch nicht) im Prinzip
dieselbe Antwort - eine Kulanzregelung gibt es nicht, ohne
Ticket greifen die Regelungen fürs Fahren ohne Fahrausweis
(bzw. Zeitkarte vergessen).
National Express betreibt hier in der Region die Strecken
RE1 (RRX), RE4, RE5 (RRX), RE6 (RRX), RE7, RE11 (RRX) und
RB 48, Eurobahn u.a. die Linien RE3, RE13, RB50, RB59 sowie
weitere im Münsterland und weiterem Umfeld in Westfalen.
Da wird es schon schwierig, mit dem Regionalexpress
zu Zielen wie Köln, Düsseldorf, Essen, Bochum, Wuppertal,
Münster, Paderborn oder Kassel zu fahren, ohne Linien von
National Express oder Eurobahn zu nutzen. Ich weiß nicht,
wer die diversen S-Bahnen betreibt, aber die halten
natürlich an jeder Milchkanne, und zu manchen mit Eurobahn
oder N.E. erreichbaren Zielen kommt man damit auch nicht.
Nach Münster Hbf z.B. zeigt mir
bahn.de - wenn ich z.B.
den RE7 oder die RB50 nicht nehmen kann - Verbindungen
nur mit Bussen und 5-8 Umstiegen und minimal 4:15 (bis 6h)
Fahrzeit an, wo es mit Eurobahn 2:15 und 1 Umstieg wäre.
VRR und KVB teilen mir inzwischen schriftlich mit, dass sie
sich der von der DB mitgeteilten Regelung anschließen.
Das hilft mir bei den o.g. Zielen nur begrenzt, weil ich ja
nach Köln erst einmal fahren können müsste, was wegen der
von National Express bekundeten Regelung schwierig würde.
Von den weiteren ggf. beteiligten Verkehrsunternehmen habe
ich noch keine Rückmeldung bekommen.
Insbesondere habe ich noch keine Rückmeldung von der Bahn,
was denn nun eigentlich der Status meiner Bestellung ist.
Der VRR teilt mir mit, ich könne über die VRR-App sofort
ein DE-Ticket erwerben.
Aber: Ich habe das Deutschlandticket ja schon bei der DB
bestellt, die ja auch schreibt, dass in den Linien der DB
bereits die Bestellbestätigung vorläufig akzeptiert wird.
Deshalb nehme ich an, dass die DB das Deutschlandticket
auch liefern will, es aber irgendeine (ggf. technisch
bedingte) Verzögerung gibt.
Wenn das so ist, würde das Abo ja auch in den Juni weiter
laufen, denn die entsprechende Kündigungsfrist ist ja zum
10.Mai abgelaufen.
Wenn ich jetzt woanders ein zweites Deutschlandticket kaufen
würde, hätte ich im Zweifel zwei kostenpflichtige Aboverträge
- und würde darüber hinaus jetzt den vollen Preis für einen
halben Monat zahlen. Nett fände ich, wenn ich das DE-Ticket
endlich mal von der Bahn bekäme und kulanterweise nur für
die Zeit bezahlen müsste, in der ich es auch bestimmungs-
gemäß nutzen kann.
Mir würde es auch schon reichen, wenn ich mal bei der DB
eine Support-Person ans Telefon bekäme, mit der ich die
Problematik besprechen und eine Lösung finden kann.
Habt Ihr da irgendwelche Tips, Ideen oder Erfahrungen?
Danke schonmal und viele Grüße,
Dieter