Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

9 Tage Bahnodyssee: Ist die Zumutbarkeitsgrenze überschritten?

156 views
Skip to first unread message

Andy

unread,
Aug 2, 2017, 7:41:44 PM8/2/17
to
"Ein Wunder, dass wir heute überhaupt fahren!"
(Eine gereizte IC-Zub'in)

Da ich im Bekanntenkreis für geschickte Organisation mehrtägiger Bahnreisen mit Unterbrechungen an sehenswerten Orten bekannt bin, durfte ich neulich 9 Tage lang den Reiseleiter für eine 4-köpfige 4 SeniorInnen-Gruppe spielen. Davon waren zwei Personen aus dem ferneren Ausland zu Besuch, wo das Bahnfahren ausschließlich nach dem P2P-Prinzip funktioniert und 300 km/h als Überschallgeschwindigkeit gelten.

Bestellt wurde mir eine Rundreise mit bestimmten vorgegebenen Orten in Deutschland, den Rest durfte ich selbst zusammenstellen, wobei ich auf möglichst wenig Umstiege achten sollte, weil die Reisenden altersbedingt nicht mehr die Schnellsten waren.

Geplant/gebucht:
Hin: Köln - Darmstadt - Stuttgart - Freiburg - Chur - St. Moritz - Tirano: 39€ pro Person
Dazwischen: Tirano - Stilfserjoch - Meran mit Bussen und der Vinschgaubahn
Rück: Meran - Bozen - Brixen - Innsbruck - Garmisch - Memmingen - Ulm - Köln: 39€ pro Person

Ich bin oft mit der Bahn unterwegs und weiß Bescheid um die herrschenden Zustände, aber meine letzte Reise der genannten Art lag inzwischen 2 Jahre zurück. Was ich dieses Mal an Zuständen erleben musste, übertraf alle Erwartungen - nicht im positiven Sinne. Es betrifft nicht nur die DB, sondern auch SBB und ÖBB. Die gebotene "Leistung" finde ich inzwischen nicht mehr als die bezahlten 39€ pro Nase Wert. Und die Platzreservierungen kann man sich gleich in den A... stecken.

Es soll kein Reisebericht sein. Irgendwann habe ich angefangen aufzuschreiben, was gerade los war, hier das Logbuch. Mich interessiert die Frage, ob mein
Eindruck, dass die Häufung des technischen und menschlichen Versagens und höherer Gewalt zugenommen hat, subjektiv ist, oder ob ich bisher verschont wurde.

Zuvor ein paar Aussagen von meinen ausländischen Mitfahrern nach überstandener Reise:
"Bahnfahren ist bei Euch ein Quest, und Passagiere sind Bestandteil dieses Spiels."
"Es ist mir ein Rätsel, wie man eine dermaßen konzipierte Bahn für Geschäftsreisen nutzen kann. Man kommt ja oft zu spät zu seinem Termin".
"Sieht aus, dass man bei Euch auch dann aufgeschmissen ist, wenn man bloß von A nach B fahren will. Für Unerfahrene eine Herausforderung."
"Das war eine Abenteuerreise, mit Komfort und zum Spottpreis".

Also:

Köln-Mainz: Stellwerkausfall bei Düsseldorf, IC mit +40 angekündigt. Im IC die Klimaanlage in zwei Wagen ausgefallen, daher werden andere Wagen verstärkt
genutzt. Glücklicherweise sind unsere Platzreservierungen in einem klimatisierten Wagen. Die Sitze wurden platzgenau mit Blick auf die Rheinseite gebucht, damit die ausländischen Gäste die Landschaft bewundern können. Pustekuchen! Umgekehrte Wagenreihung und damit Hang- statt Flussseite.
In Mainz ist der Anschluss nach Darmstadt weg. Die nächste Bahn fällt aus, Grund unklar. Ankunft mit +120, somit blieben von den geplanten 4,5 Stunden Sightseeing nur 2,5.

Mainz-Stuttgart: IC bis auf wenige Minuten pünktlich - als einziges Fernverkehrssegment auf der ganzen Reise.

Stuttgart-Freiburg: IC fährt im Hbf fast pünktlich ein. Die Digitalanzeigen auf den Waggons blenden allerdings einen anderen Zug ein. Der Zub bestätigt, dass es sich um den richtigen Zug handelt. Im Zug werden unsere reservierten Plätze nicht angezeigt. Es folgt eine Diskussion mit Fahrgästen, die auf unseren Plätzen sitzen und nicht verstehen, warum wir die Plätze beanspruchen, die nicht als reserviert angezeigt sind. Die Zub'in klärt auf: die Waggonanzeigen und Reservierungen sind vom vorherigen Zuglauf. Dann die Durchsage, dass die Abfahrt sich um voraussichtlich 20 Min. verzögert, weil vom ablösenden Zugteam noch nicht alle eingetroffen sind. Abfahrt mit +15, Ankunft mit +10.

Freiburg-Chur: Abfahrtzeit des direkten ICEs laut DB Navigator (und gebuchtem Ticket) 12:15, Verspätung wegen Bauarbeiten +25. Laut Bahnsteiganzeige Abfahrt um 12:25 und Verspätung +10. Äh? Der ICE trifft gegen 12:40 ein.
Aus dem Plan, in einem ruhigen Abteil zum Zürichsee hin den ebensolchen zu bestaunen, wird nichts. Der ICE endet überraschend in Zürich HB, worüber erst 10 Minuten vor der Ankunft eine Durchsage erfolgt. Dabei hat der ICE zu diesem Zeitpunkt nur +5. Umstieg in Zürich zum Glück am selben Bahnsteig, in eine "Ersatzkomposition" der SBB, die aus recht verschlissenen und unklimatisierten Waggons aus den 60-er Jahren besteht und in der wir bis Chur in der Gesellschaft laut quatschender Spanier und tobender Jugendlicher fahren dürfen.

Chur-St. Moritz: +10 bei Ankunft am Ziel wegen eingleisiger Strecke und Abwartens eines Gegenzugs. Hatte ich aus meinen bisherigen Reisen mit RhB so nicht in Erinnerung.

St. Moritz-Tirano-Stilfserjoch: Ebenso +10 bei Ankunft in Tirano wegen eingleisiger Strecke und Abwartens eines Gegenzugs. Der günstige italienische Bus Richtung Stilfserjoch (ca 11 EUR pro Person) ist dadurch weg. Wir nehmen das teure Schweizer Postauto für ca 20 EUR pro Person. Unterwegs holen wir den italienischen Bus auf, der wohl mit einer Verspätung losgefahren war.

Stilfserjoch-Sponidig-Meran: Der südtiroler Busfahrer hat eine Leseschwäche und will das "Anschlussticket Südtirol" nicht akzeptieren. Der Ticketaufdruck "gilt in allen Bussen des südtiroler Verkehrsverbundes" wird vorgelesen, der Fahrer lenkt ein. Nach dem Einstieg überprüfe ich die Verbindung in der "Südtirol2Go" App und stelle plötzlich fest, dass in der Reiseauskunft ein Segment mit der Vinschgaubahn steht, die ja aus technischen Gründen für 4 Wochen außer Betrieb sein sollte. Ich prüfe die Rubrik Aktuelles, die Information darüber ist verschwunden. Allerdings auch kein Hinweis, dass die Bahn wieder fährt. Aber sie fährt in der Tat und ist pünktlich. Dadurch gewinnen wir eine Stunde fürs Sightseeing und müssen einmal weniger umsteigen.

Meran-Bozen: Die Regionalbahn ist auf die Sekunde pünktlich.

Bozen-Brixen: Die Regionalbahn ist fast pünktlich. Aber die automatische Durchsage läuft Amok. Jede Minute ertönt die Ansage einer weiteren Station, so dass man schon vor Waidbruck-Lajen laut Durchsage den Brenner erreicht hat. Der ganze Waggon kichert. Keine richtigen Durchsagen vom Tf oder wem auch immer. Nur wenn man weiß, wie lange die Fahrt dauert, kann ein Fremder an der richtigen Station aussteigen.

Brixen-Innsbruck: der EC fährt mit +5 ein und erreicht Brenner mit +20, wegen eines Lokschadens. Dabei bleibt es bis Innsbruck.

Innsbruck-Garmisch-Reutte-Kempten: bis Garmisch pünktlich. Die österreichiche Zub'in in DB-Uniform und im DB-Zug inspiziert akribisch unser Ticket und reklamiert, dass wir nicht genau in der Bahn sitzen, die im Abschnitt "Reiseverbindung" angegeben ist. Ich weise sie darauf hin, dass für NV-Züge keine Zugbindung besteht. Erst da fällt ihr auf, dass das Ticket von der DB und nicht von der ÖBB ist, wo die Zugbindung für alle Segmente gilt.
Kurz vor Garmisch wechselt die Zielanzeige plötzlich von "München Hbf" auf "Oberau". Es folgt die Durchsage, dass die Strecke Oberau-Eschenlohe wegen Hochwasser gesperrt ist. Ich ahne nichts Gutes, denn der Zug, in den wir in Garmisch umsteigen müssen, soll aus München kommen; der nächste und letzte Anschluss wäre 2 Stunden später. Und in der Tat steht im DB Navigator für den Anschlusszug "Fahrt fällt aus". Die Zubin hat keine weiteren Informationen. Wir steigen in Garmisch aus... es gibt unangekündigten Gleiswechsel... und am selben Bahnsteig steht abfahrbereit unser Anschlusszug! Der Lokführer bestätigt, dass wir planmäßig abfahren werden, und so wird es auch. Im Zug selbst steht während der gesamten Fahrt bei jeder Station "Halt entfällt". Der Zub klärt auf: die Anzeige ist von einem anderen Zuglauf, der tatsächlich ausgefallen war. Die "Phantomfahrt" endet pünktlich.

Kempten-Ulm: Der RE ist pünktlich.

Ulm-Stuttgart-Köln: 30 Minuten vor der geplanten Abfahrt zeigt der DB-Navigator für den ICE +5. Am Bahnsteig angekommen, lese ich +40. Wenig später wechselt die Anzeige auf "fällt aus". Es folgt die Durchsage, dass die Strecke Ulm-Stuttgart wegen eines Notarzteinsatzes wohl für mehrere Stunden gesperrt ist. Ich habe glücklicherweise einen BaWü-Netzplan dabei und finde heraus, dass man die Strecke über Aalen umfahren kann. Wenig später rät auch die Durchsage zu dieser Umfahrung. Das ergibt einen zusätzlicher Umstieg in Aalen in einen IC. Der Umstieg von diesem IC in den ICE nach Köln soll in Stuttgart laut DB Navigator bahnsteiggleich sein, jedoch entscheide ich mich angesichts des fortgeschrittenen Alters der Mitreisenden vorsorglich für den ersten Wagen im IC. Und tatsächlich gibt es ca 5 Min. vor der Ankunft in Stuttgart einen spontanen Gleiswechsel. Dank unserer Positionierung sind wir unter den ersten, die in den ICE einsteigen, und so können wir uns auf wenige nicht reservierte Plätze setzen. Unsere Platzreservierung ist ja weg, weil der gebuchte Zug irgendwo vor Ulm noch auf die Freigabe der Strecke wartet. Es folgt eine Durchsage, dass der ICE überfüllt ist und deshalb nicht abfahren kann. Mit +10 geht es los. Zwischen Stuttgart und Mannheim dann noch Umleitung über Worms. Ankunft in Köln mit +150.

Das war's. Ich verweise an dieser Stelle auf die oben zitierten Aussagen meiner ausländischer Mitfahrer. Unrecht haben sie wohl nicht. Mein persönliches Fazit: man kann natürlich Bahn fahren, aber als System, als Ganzes, funktioniert es inzwischen so wie von Konzeptmachern gedacht wegen der zu vielen Einflussfaktoren nicht.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Aug 3, 2017, 3:21:27 AM8/3/17
to
Andy <apdou...@gmail.com> wrote:

>"Ein Wunder, dass wir heute überhaupt fahren!"
>(Eine gereizte IC-Zub'in)

Das ist einfach Murphy, mit Wenigreisenden dabei gehts schief. Solche
Nummern erlebe ich alle paar Jahre mal, im Vergleich zu unzähligen
funktionierenden Reiseketten. Eigentlich erinnere ich mich konkret nur
an zwei richtige Mistfahrten mit drastischen eskalierenden
Verspätungen, http://dk5ras.dyndns.org/www/bc/20160103/ und
http://dk5ras.dyndns.org/www/bc/20100228/.


-ras

--
Ralph A. Schmid
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/ http://www.mygargoyles.net/

Patrick Rudin

unread,
Aug 3, 2017, 7:50:24 AM8/3/17
to
Andy wrote:
> Aus dem Plan, in einem ruhigen Abteil zum Zürichsee hin den ebensolchen zu bestaunen, wird nichts.
Der ICE endet überraschend in Zürich HB, worüber erst 10 Minuten vor
der Ankunft eine Durchsage erfolgt.
> Dabei hat der ICE zu diesem Zeitpunkt nur +5. Umstieg in Zürich zum
Glück am selben Bahnsteig,

Sei froh, die Dinger werden bei ähnlich kurzen Verspätungen regelmässig
in Basel Bad gewendet und Hin- wie Rückreisen auf die S-Bahn verwiesen.
Keine Ahnung, ob dabei die Fahrzeugdispo der DB oder die der SBB die
Hosten an hat.

> in eine "Ersatzkomposition" der SBB, die aus recht verschlissenen und unklimatisierten Waggons aus
> den 60-er Jahren besteht

Willkommen im Dispozug.

> und in der wir bis Chur in der Gesellschaft laut quatschender Spanier und tobender Jugendlicher fahren dürfen.

Auch nicht schlimmer als eine deutsche Kegelgruppe oder ein
entsprechender Fussballverein...

> Chur-St. Moritz: +10 bei Ankunft am Ziel wegen eingleisiger Strecke und Abwartens eines Gegenzugs.

Kommt vor. Aber ernsthaft, Du hast auf der Strecke Chur-Tirano die
Übernachtung und Sightseeing auf St. Moritz gelegt? Argh.


Gruss

Patrick

Ulf.K...@web.de

unread,
Aug 3, 2017, 8:33:10 AM8/3/17
to
Moin,

Am Donnerstag, 3. August 2017 01:41:44 UTC+2 schrieb Andy:

> Chur-St. Moritz: +10 bei Ankunft am Ziel wegen eingleisiger Strecke und Abwartens eines Gegenzugs. Hatte ich aus meinen bisherigen Reisen mit RhB so nicht in Erinnerung.



War da zweigleisig?

Gruß, ULF

Andy

unread,
Aug 3, 2017, 9:34:05 AM8/3/17
to
Natürlich nicht. Aber auf meinen früheren Reisen auf der Strecke war die RhB immer superpünktlich.

Andy

unread,
Aug 3, 2017, 9:38:09 AM8/3/17
to
Am Donnerstag, 3. August 2017 13:50:24 UTC+2 schrieb Patrick Rudin:
> Sei froh, die Dinger werden bei ähnlich kurzen Verspätungen regelmässig
> in Basel Bad gewendet und Hin- wie Rückreisen auf die S-Bahn verwiesen.
> Keine Ahnung, ob dabei die Fahrzeugdispo der DB oder die der SBB die
> Hosten an hat.

Ich wusste schon, dass verspätete ICE schon mal gern in Basel SBB verenden, und freute mich, als wir Basel verlassen haben. Zu früh gefreut.

Am Donnerstag, 3. August 2017 13:50:24 UTC+2 schrieb Patrick Rudin:
> > und in der wir bis Chur in der Gesellschaft laut quatschender Spanier und tobender Jugendlicher fahren dürfen.
>
> Auch nicht schlimmer als eine deutsche Kegelgruppe oder ein
> entsprechender Fussballverein...

Aber doch nicht in einem (ICE-)Abteil.

Am Donnerstag, 3. August 2017 13:50:24 UTC+2 schrieb Patrick Rudin:
> ernsthaft, Du hast auf der Strecke Chur-Tirano die
> Übernachtung und Sightseeing auf St. Moritz gelegt? Argh.

Zu sehen gibt's da nichts, aber wegen Umsteigen und angesichts einer bezahlbaren Unterkunft (AirBnB) in fußläufiger Entfernung vom Bahnhof - ja.

Reinhard Greulich

unread,
Aug 3, 2017, 3:31:23 PM8/3/17
to
Andy schrieb am Thu, 3 Aug 2017 06:38:08 -0700 (PDT):

> > Auch nicht schlimmer als eine deutsche Kegelgruppe oder ein
> > entsprechender Fussballverein...
>
> Aber doch nicht in einem (ICE-)Abteil.

Warum nicht?

- R.

--
70086
~=@=~

Reinhard Greulich

unread,
Aug 3, 2017, 3:33:07 PM8/3/17
to
Andy schrieb am Thu, 3 Aug 2017 06:38:08 -0700 (PDT):

> Am Donnerstag, 3. August 2017 13:50:24 UTC+2 schrieb Patrick Rudin:
> > ernsthaft, Du hast auf der Strecke Chur-Tirano die
> > Übernachtung und Sightseeing auf St. Moritz gelegt? Argh.
>
> Zu sehen gibt's da nichts, aber wegen Umsteigen und angesichts einer bezahlbaren Unterkunft (AirBnB) in fußläufiger Entfernung vom Bahnhof - ja.

Pontresina: Jugi direkt am Bahnhof. Alp Grüm: muss ich das noch
beschreiben? Leider nur wenige Zimmer.

Gruß - Reinhard.

--
70086
~=@=~

Andy

unread,
Aug 3, 2017, 4:50:30 PM8/3/17
to
Weil ein Kegelclub oder Fussballverein mehr als 6 Sitzplätze brauchen und ergo im Großraumwagen sitzen. Randale im Abteilbereich habe ich in allen Jahren nur einmal erlebt, es waren 4 besoffene Kumpels auf einer Fahrt nach Amsterdam.

Andy

unread,
Aug 3, 2017, 4:56:05 PM8/3/17
to
Danke, ist für die Zukunft notiert. Wir brauchten allerdings eine Bleibe vor oder in St. Moritz, weil ich die Auslastung der Bernina-Strecke nicht kenne und daher auf jeden Fall am Startbahnhof (St. Moritz) zusteigen wollte, um Sitzplätze zu sichern. 90€/Nacht für eine 2,5 Zimmer Wohnung war für St. Moritz ein sehr guter Preis.

Reinhard Greulich

unread,
Aug 3, 2017, 5:43:28 PM8/3/17
to
Andy schrieb am Thu, 3 Aug 2017 13:50:29 -0700 (PDT):

> Weil ein Kegelclub oder Fussballverein mehr als 6 Sitzplätze brauchen und ergo im Großraumwagen sitzen.

Ah jetzt ja, auf die Raumaufteilung kam es an. Nun wirst Du Abteile in
der ganzen Schweiz nirgends mehr finden, allerdings sind randalierende
Reisende auch äußerst selten, selbst bei größeren Ansammlungen von
Armee- oder Pfadfinderangehörigen. Fußball scheint aber dem Vernehmen
nach auch ein Problem zu sein.

Andy

unread,
Aug 3, 2017, 5:55:12 PM8/3/17
to
Am Donnerstag, 3. August 2017 23:43:28 UTC+2 schrieb Reinhard Greulich:
> Nun wirst Du Abteile in der ganzen Schweiz nirgends mehr finden

Das wusste ich und habe mich u.a. deshalb auf diesen ICE festgelegt, auch wenn er für uns zeitlich nicht ideal war. Und dann macht SBB sowas. Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass SBB auch nur geringfügig verspätete Züge ausländischer Betreiber schikaniert. Die Qualität der Ersatzkomposition (wie musikalisch!) war ein Hohn. Mit Umsteigen hätten wir jede andere Verbindung fahren können und jede andere SBB-Garnitur wäre besser als das.

Reinhard Greulich

unread,
Aug 3, 2017, 5:55:18 PM8/3/17
to
Andy schrieb am Thu, 3 Aug 2017 13:56:04 -0700 (PDT):

> 90€/Nacht für eine 2,5 Zimmer Wohnung war für St. Moritz ein sehr guter Preis.

Das ist wirklich sehr gut, zahlst Du auf Alp Grüm ungefähr je
Einzelzimmer. Aber schon die Aussicht aus dem Fenster bekommst Du
nirgends sonst so. Restauration ist halt schweizer Preisniveau, aber
allerbeste Qualität.

Belegung der Züge ist unproblematisch, wenn es nicht einer der
Aussichtswagen sein muss. Da das Zugfahrzeug in der Regel ein Allegra
ist und nicht reserviert werden kann, ist gute Aussicht eigentlich
immer garantiert.

Reinhard Greulich

unread,
Aug 3, 2017, 6:07:13 PM8/3/17
to
Andy schrieb am Thu, 3 Aug 2017 14:55:11 -0700 (PDT):

> Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass SBB auch nur geringfügig verspätete Züge ausländischer Betreiber schikaniert.

"Schikaniert" ist zweifellos nicht der Fall. Die teilweise gegenüber
hiesigen Verhältnissen wirklich extrem hohe Auslastung der
Infrastruktur lässt wenig Spielraum, wenn man andererseits auch noch
pünktlich sein will. Heißt in der Schweiz, maximal 3 Minuten
Verspätung.

> Die Qualität der Ersatzkomposition (wie musikalisch!) war ein Hohn. Mit Umsteigen hätten wir jede andere Verbindung fahren können und jede andere SBB-Garnitur wäre besser als das.

Naja, andere kriegen da feuchte, ähm, Augen, weil man die Fenster
aufmachen kann. Ich finde es auch museal, zumal man irgendwann mal der
Meinung war, die wirklich sehr angenehme Erste Klasse, die fast schon
Plüschsofa-Atmosphäre geboten hat, gegen andersfarbig gepolsterte
Zweitklasswagen zu ersetzen. Nein, Freude löst das bei mir nicht aus,
in diesem Jahr allerdings habe ich die zwei Mal nutzen müssen - einmal
auch bei so einer Kurzwende, so dass ich von Zürich bis Basel SBB dem
ICE entgegenfahren musste und dann noch mal in Domodossola für einen
ausgefallenen Pendolino, was man eigentlich kennt, aber nachdem ja
auch die SBB diese Dreckskarren betreibt, eigentlich nicht mehr
erwartet und im Komfort ist es da auch kein großer Rückschritt, eher
im Gegenteil.

Patrick Rudin

unread,
Aug 4, 2017, 5:22:28 AM8/4/17
to
Andy wrote:
> Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass SBB auch nur geringfügig verspätete
> Züge ausländischer Betreiber schikaniert.

Das ist eine Frage der Sichtweise, aber tatsächlich wird der Krempel
regelmässig schon bei kleinen Verspätungen in Basel Bad gewendet.

Wo das genau entschieden wird, weiss ich aber auch nicht.


Gruss

Patrick

Jan Marco Funke

unread,
Aug 4, 2017, 6:02:22 AM8/4/17
to
Am 03.08.2017 um 13:50 schrieb Patrick Rudin:
> Andy wrote:
>> Aus dem Plan, in einem ruhigen Abteil zum Zürichsee hin den ebensolchen zu bestaunen, wird nichts.
>> Der ICE endet überraschend in Zürich HB, worüber erst 10 Minuten vor
>> der Ankunft eine Durchsage erfolgt.
>> Dabei hat der ICE zu diesem Zeitpunkt nur +5. Umstieg in Zürich zum
>> Glück am selben Bahnsteig,
>
> Sei froh, die Dinger werden bei ähnlich kurzen Verspätungen regelmässig
> in Basel Bad gewendet und Hin- wie Rückreisen auf die S-Bahn verwiesen.
> Keine Ahnung, ob dabei die Fahrzeugdispo der DB oder die der SBB die
> Hosten an hat.

Der Bestand an Schweiztauglichen ICE 1 ist ziemlich knapp. Wenn nicht
genug einsatzbereite Fahrzeuge verfügbar sind, ist es aus Sicht der DB
natürlich attraktiv, erstmal Leistungen im Ausland ausfallen zu lassen
und die eigenen Leistungen im Inland mit ICE abzudecken.

Gut möglich, dass dein in Zürich endender ICE schon nach kurzer Zeit
unter anderer Zugnummer zurück nach Deutschland gefahren ist.

Viele Grüße
Jan Marco

--
8000315 - ERDW - KBS 400+406

Roman Racine

unread,
Aug 4, 2017, 6:20:42 AM8/4/17
to
Jan Marco Funke wrote:

>> Sei froh, die Dinger werden bei ähnlich kurzen Verspätungen regelmässig
>> in Basel Bad gewendet und Hin- wie Rückreisen auf die S-Bahn verwiesen.
>> Keine Ahnung, ob dabei die Fahrzeugdispo der DB oder die der SBB die
>> Hosten an hat.
>
> Der Bestand an Schweiztauglichen ICE 1 ist ziemlich knapp. Wenn nicht
> genug einsatzbereite Fahrzeuge verfügbar sind, ist es aus Sicht der DB
> natürlich attraktiv, erstmal Leistungen im Ausland ausfallen zu lassen
> und die eigenen Leistungen im Inland mit ICE abzudecken.

Häufiger dürften die eingesetzten Kompositionen auch nicht schweiztauglich
sein und deshalb über Basel SBB hinaus gar nicht verkehren können. Wenn man
vorzeitig gewendete Züge in Basel anschaut, ist z.B. der fehlende zweite
Stromabnehmer auf dem Dach schon von weitem ein klares Anzeichen.

Gruss

Roman°

Patrick Rudin

unread,
Aug 4, 2017, 7:11:29 AM8/4/17
to
Jan Marco Funke wrote:
> Der Bestand an Schweiztauglichen ICE 1 ist ziemlich knapp.

Hat hier jemand eine Übersicht, wieviele das ganz genau noch sind?


Gruss

Patrick

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Aug 4, 2017, 7:38:23 AM8/4/17
to
Ich weiß nur, daß 19 gebaut wurden, kann aber nix zu Ausfällen
sagen...

>Gruss
>
>Patrick

Andy

unread,
Aug 4, 2017, 8:54:25 AM8/4/17
to
Das ist gut möglich, denn der ICE davor mit Ziel Zürich hatte noch mehr Verspätung und wurde schon in Freiburg als nur bis Basel Bad fahrend angekündigt. Schade, dass die DB für unseren ICE die Wahrheit nicht kommuniziert hat.

Andy

unread,
Aug 4, 2017, 8:59:23 AM8/4/17
to
Am Freitag, 4. August 2017 00:07:13 UTC+2 schrieb Reinhard Greulich:
> > Die Qualität der Ersatzkomposition (wie musikalisch!) war ein Hohn. Mit Umsteigen hätten wir jede andere Verbindung fahren können und jede andere SBB-Garnitur wäre besser als das.
>
> Naja, andere kriegen da feuchte, ähm, Augen, weil man die Fenster
> aufmachen kann. Ich finde es auch museal, zumal man irgendwann mal der
> Meinung war, die wirklich sehr angenehme Erste Klasse, die fast schon
> Plüschsofa-Atmosphäre geboten hat, gegen andersfarbig gepolsterte
> Zweitklasswagen zu ersetzen. Nein, Freude löst das bei mir nicht aus,
> in diesem Jahr allerdings habe ich die zwei Mal nutzen müssen - einmal
> auch bei so einer Kurzwende, so dass ich von Zürich bis Basel SBB dem
> ICE entgegenfahren musste und dann noch mal in Domodossola für einen
> ausgefallenen Pendolino, was man eigentlich kennt, aber nachdem ja
> auch die SBB diese Dreckskarren betreibt, eigentlich nicht mehr
> erwartet und im Komfort ist es da auch kein großer Rückschritt, eher
> im Gegenteil.
>
> Gruß - Reinhard.
>
> --
> 70086
> ~=@=~

Die Fenster wurden auf- und gleich im ersten Tunnel zugemacht, weil der Lärm bei den modernen Geschwindigkeiten nicht zu ertragen war. Die 1. Klasse mag komfortabel sein, aber wir waren in der 2. Nach einem ICE-Abteil war das ein krasser Unterschied. Das habe ich nicht gebucht :) Die Plüschsofa-Atmosphäre hatten wir im Brenner-EC der ÖBB. wir haben zufällig einen Abteilwagen erwischt (ohne Reservierung), da war's wirklich komfortabel.

Fa.lk.Sc.H.a.de

unread,
Aug 4, 2017, 10:29:14 AM8/4/17
to
in Zürich soll die DB die Wahrheit verkünden?

Andy

unread,
Aug 4, 2017, 10:48:57 AM8/4/17
to
Am Freitag, 4. August 2017 16:29:14 UTC+2 schrieb Fa.lk.Sc.H.a.de:
> in Zürich soll die DB die Wahrheit verkünden?

Eben viel früher. Sobald die DB beschlossen hat, den ICE nach Chur in Zürich enden zu lassen. Kaum zu glauben, dass es erst. 10 Min. vor der Ankunft in Zürich beschlossen wurde, wo es längst bekannt war, dass ein anderer ICE in Basel Bad endet, so dass der Churer ICE für seine Rückfahrt einspringen soll.

Arne Johannessen

unread,
Aug 4, 2017, 11:01:10 AM8/4/17
to
Andy said:
>
> Mich interessiert die Frage, ob meinEindruck, dass die Häufung des
> technischen und menschlichen Versagens und höherer Gewalt zugenommen
> hat, subjektiv ist, oder ob ich bisher verschont wurde.

Diese Häufung der Ereignisse klingt nach außergewöhnlichem Pech.
Einzeln für sich klingen die Ereignisse jedoch für mich nicht
außergewöhnlich.


> Köln-Mainz: Stellwerkausfall bei Düsseldorf, IC mit +40 angekündigt.
> [...] Die Sitze wurden platzgenau mit Blick auf die Rheinseite gebucht,
> [...]

In einem IC? Wie soll das gehen?


> Mein persönliches Fazit: man kann natürlich Bahn fahren, aber als
> System, als Ganzes, funktioniert es inzwischen so wie von
> Konzeptmachern gedacht wegen der zu vielen Einflussfaktoren nicht.

Kann ich so nicht bestätigen. Aber ich verstehe gut, dass Eure Reise
keine gute Werbung für eine Wiederholung war.


--
Arne Johannessen

Thorsten Klein

unread,
Aug 4, 2017, 11:13:20 AM8/4/17
to
Na da hast Du aber viel Pech auf einen Schlag. Wenns kommt, dann kommts
dicke.

Am 03.08.2017 um 01:41 schrieb Andy:
> Glücklicherweise sind unsere Platzreservierungen in einem klimatisierten Wagen. Die Sitze wurden platzgenau mit Blick auf die Rheinseite gebucht, damit die ausländischen Gäste die Landschaft bewundern können. Pustekuchen! Umgekehrte Wagenreihung und damit Hang- statt Flussseite.

Und auf der Flusseite war nichts mehr frei?

> Aus dem Plan, in einem ruhigen Abteil zum Zürichsee hin den ebensolchen zu bestaunen, wird nichts. Der ICE endet überraschend in Zürich HB, worüber erst 10 Minuten vor der Ankunft eine Durchsage erfolgt. Dabei hat der ICE zu diesem Zeitpunkt nur +5. Umstieg in Zürich zum Glück am selben Bahnsteig, in eine "Ersatzkomposition" der SBB, die aus recht verschlissenen und unklimatisierten Waggons aus den 60-er Jahren besteht

EW I? Die sind GEIL!

und in der wir bis Chur in der Gesellschaft laut quatschender Spanier
und tobender Jugendlicher fahren dürfen.

Na und? Fenster auf und schon hört man die nicht mehr :-)
>
> Chur-St. Moritz: +10 bei Ankunft am Ziel wegen eingleisiger Strecke und Abwartens eines Gegenzugs. Hatte ich aus meinen bisherigen Reisen mit RhB so nicht in Erinnerung.

Kommt vor. +10 ist eigentlich gar nicht so übel, wenn mal ein Zug
verspätet ist, schaukelt sich das auf. Mit den +10 sollten alle
Anschlüsse weiterhin gewährleistet sein (was zu weiteren Verspätungen
führt...)

Meine letzte Reise führte vergangenes WE vom Hochrhein nach Tschechien
und zurück. Auf der Hinfahrt hatte der Sprinter +10, angeblich wegen
Aufnahme eines Rollstuhls, die sich bis Ulm auf ca. +20 wegen
verschobener Kreuzungen aufschaukelten (Ankunft um .13). Natürlich sind
die Anschlusszüge gegen Aalen-Crailsheim pünktlich gefahren, waren also
weg. Und auch der um .13 abfahrende RE nach Crailsheim war um .13
bereits weg, wäre gleiches Gleis gewesen. Da alle anderen Züge pünktlich
waren und der CD-Nahverkehrszug in Eger knapp verpasst wird
(planmässig), war ich mit +120 am Ziel. Auch gut, gibts was zurück und
die Anreise war nicht zeitkritisch.

Für die Rückreise habe ich mir, wegen heisser Tage, die längere Fahrt
mit dem Alex und über München gegönnt. Was in München natürlich
suboptimal ist, ist die 2h Übergangszeit von Alex zu Alex. Aber da ich
eh am Auer Dult noch Baumstriezel kaufen wollte, war das ok. Wenn man
die 5min, die der Alex Süd aufgrund zuwenig Wagen hatte, vernachlässigt,
war an diesem Tag alles pünktlich. Nur eine Zub, die Ihre Arbeit nicht
machte zwischen Friedrichshafen und Radolfzell doch das ist ein anderes
Thema.

Thorsten Klein

unread,
Aug 4, 2017, 11:17:10 AM8/4/17
to
Am 03.08.2017 um 13:50 schrieb Patrick Rudin:
> Sei froh, die Dinger werden bei ähnlich kurzen Verspätungen regelmässig
> in Basel Bad gewendet und Hin- wie Rückreisen auf die S-Bahn verwiesen.
> Keine Ahnung, ob dabei die Fahrzeugdispo der DB oder die der SBB die
> Hosten an hat.

Basel Bad? Nicht SBB? Ich glaube, das Wenden am Bad. Bf. ist nur bei
sehr grossen Verspätungen der Fall.
Vermutlich wird auch einige Male der Fahrzeitgewinn des
Katzenbergtunnels "vergessen", wenn in Freiburg +20 gemeldet werden,
daraufhin der Ersatzzug herausgeholt wird und in Basel sind es dann
"nur" noch 5min.

Thorsten Klein

unread,
Aug 4, 2017, 11:19:01 AM8/4/17
to
Am 03.08.2017 um 23:43 schrieb Reinhard Greulich:
> Nun wirst Du Abteile in
> der ganzen Schweiz nirgends mehr finden,

Doch, die gibts noch im ICN. Nennt sich Business Class Abteil.

Thorsten Klein

unread,
Aug 4, 2017, 11:24:25 AM8/4/17
to
Am 04.08.2017 um 16:48 schrieb Andy:
> Eben viel früher. Sobald die DB beschlossen hat, den ICE nach Chur in Zürich enden zu lassen.

Die DB hat nicht die Kompetenzen zu entscheiden, wo ein Zug in $Ausland
endet. Das entscheidet hier die SBB und kann mitunter auch kurzfristig
erfolgen.
Für die DB endet die Fahrt in Basel Bad.

Jan Marco Funke

unread,
Aug 4, 2017, 12:14:18 PM8/4/17
to
Es sei denn, wie ich schon schrieb, ab Zürich fehlte ein ICE nach
Hamburg und die DB hat deshalb bei der SBB angefragt, ob sie zwischen
Zürich und Chur einen Ersatzzug einsetzen kann, damit der ICE von Zürich
nach Hamburg nicht ausfällt. Denn von Zürich nach Chur benötigt man ja
nicht zwingend einen Hochgeschwindigkeitszug, mehr als 140 km/h gibt die
Strecke da ohnehin nicht her. Gerade auf dem Abschnitt Zürich - Chur
scheint der ICE ziemlich oft auszufallen und mit einem Ersatzzug zu
fahren. Ich glaube nicht, dass das immer nur an Verspätungen aus
Deutschland liegt. Vor allem dann nicht, wenn die Fahrgäste aus dem ICE
den pünktlich fahrenden Ersatzzug noch erreichen.

Jan Marco Funke

unread,
Aug 4, 2017, 12:19:08 PM8/4/17
to
Am 04.08.2017 um 14:54 schrieb Andy:
>
> Das ist gut möglich, denn der ICE davor mit Ziel Zürich hatte
> noch mehr Verspätung und wurde schon in Freiburg als nur
> bis Basel Bad fahrend angekündigt. Schade, dass die DB für
> unseren ICE die Wahrheit nicht kommuniziert hat.
Manchmal erfährt man es im DB Navigator bzw. im ICE-Portal schon eher,
als es im Zug kommuniziert wird. Um die Leute nicht unnötig zu verwirren
ist es eigentlich schon sinnvoll, den Umstieg in einen Ersatzzug nicht
zu früh anzusagen. Ansonsten steigt vielleicht schon jemand in Freiburg
oder Basel statt erst in Zürich aus, weil er die Ansage nicht richtig
verstanden hat.

Jan Marco Funke

unread,
Aug 4, 2017, 12:35:13 PM8/4/17
to
Am 04.08.2017 um 17:01 schrieb Arne Johannessen:
> Andy said:
>>
>> Mich interessiert die Frage, ob meinEindruck, dass die Häufung des
>> technischen und menschlichen Versagens und höherer Gewalt zugenommen
>> hat, subjektiv ist, oder ob ich bisher verschont wurde.
>
> Diese Häufung der Ereignisse klingt nach außergewöhnlichem Pech.
> Einzeln für sich klingen die Ereignisse jedoch für mich nicht
> außergewöhnlich.

ACK. Wobei ich die Erfahrung auch schon gemacht habe, wenn man für
Menschen, die sonst nicht mit der Bahn fahren eine Fahrt organisiert,
dann schlägt Murphy immer zu, das geht dann meistens grandios in die
Hose. Allerdings sind Stellwerksausfälle, Streckensperrungen wegen
"Notarzteinsatz am Gleis" und Unwetterschäden bei der DB mittlerweile
leider auch wirklich keine Ausnahme mehr, sondern absolut an der
Tagesordnung.

>> Köln-Mainz: Stellwerkausfall bei Düsseldorf, IC mit +40 angekündigt.
>> [...] Die Sitze wurden platzgenau mit Blick auf die Rheinseite gebucht,
>> [...]
>
> In einem IC? Wie soll das gehen?

Das frage ich mich auch. Selbst beim ICE kann man sich nicht drauf
verlassen, weil gefühlt jeder zweite ICE mit abweichender Wagenreihung
unterwegs ist.

>> Mein persönliches Fazit: man kann natürlich Bahn fahren, aber als
>> System, als Ganzes, funktioniert es inzwischen so wie von
>> Konzeptmachern gedacht wegen der zu vielen Einflussfaktoren nicht.
>
> Kann ich so nicht bestätigen. Aber ich verstehe gut, dass Eure Reise
> keine gute Werbung für eine Wiederholung war.

Man fragt sich schon, wozu die DB den ganzen Aufwand mit der Zugbindung
und Auslastungssteuerung treibt, wenn man jedes zweite mal mit einem
Sparpreis einen Anschluss verpasst und dann ohne Zugbindung weiter
fahren kann, wie man möchte. Die vielen Anschlussverluste erklären ja
zum Teil auch, warum in den Fernzügen so viele reservierte Plätze frei
bleiben.

Jan Marco Funke

unread,
Aug 4, 2017, 12:45:48 PM8/4/17
to
Am 04.08.2017 um 17:13 schrieb Thorsten Klein:
>
> EW I? Die sind GEIL!

Ich kann die Enttäuschung normaler Fahrgäste schon verstehen, wenn man
gemütlich im ICE bis Chur fahren wollte und plötzlich in einem 50 Jahre
alten unklimatisierten Wagen sitzt, in dem man vor der Wahl steht, bei
geschlossenen Fenstern im Sommer einen Hitzschlag zu bekommen oder bei
offenen Fenstern wegen des unerträglichen Lärms einen Tinnitus.

Die EW I sind für Sonderfahrten schöne Wagen, aber für Ersatzzüge
eigentlich nicht mehr zeitgemäß. Man stelle sich mal vor, die DB würde
für ausfallende ICE im Ruhrgebiet regelmäßig n-Wagen als Ersatz
einsetzen. Die Fahrgäste wären bestimmt begeistert!

Andy

unread,
Aug 4, 2017, 1:05:25 PM8/4/17
to
Am Freitag, 4. August 2017 17:01:10 UTC+2 schrieb Arne Johannessen:
> Andy said:
> > Köln-Mainz: Stellwerkausfall bei Düsseldorf, IC mit +40 angekündigt.
> > [...] Die Sitze wurden platzgenau mit Blick auf die Rheinseite gebucht,
> > [...]
>
> In einem IC? Wie soll das gehen?

Die Wagenreihungen inkl. Fahrtrichtung bei grahnert.de studiert, und die Sitzpläne für ICs sind in Hafas schon seit ca. einem Jahr hinterlegt.

Andy

unread,
Aug 4, 2017, 1:06:20 PM8/4/17
to
Am Freitag, 4. August 2017 17:13:20 UTC+2 schrieb Thorsten Klein:
> Am 03.08.2017 um 01:41 schrieb Andy:
> > Glücklicherweise sind unsere Platzreservierungen in einem klimatisierten Wagen. Die Sitze wurden platzgenau mit Blick auf die Rheinseite gebucht, damit die ausländischen Gäste die Landschaft bewundern können. Pustekuchen! Umgekehrte Wagenreihung und damit Hang- statt Flussseite.
>
> Und auf der Flusseite war nichts mehr frei?

Da zwei Wagen unklimatisiert waren und draußen +35 Grad war, waren die klimatisierten Wagen überfüllt.

Arne Johannessen

unread,
Aug 4, 2017, 1:10:33 PM8/4/17
to
Und woher hast Du die Info, wie rum der Wagen eingereiht ist?


--
Arne Johannessen

Andy

unread,
Aug 4, 2017, 1:10:40 PM8/4/17
to
Am Freitag, 4. August 2017 18:19:08 UTC+2 schrieb Jan Marco Funke:
> Manchmal erfährt man es im DB Navigator bzw. im ICE-Portal schon eher,
> als es im Zug kommuniziert wird. Um die Leute nicht unnötig zu verwirren
> ist es eigentlich schon sinnvoll, den Umstieg in einen Ersatzzug nicht
> zu früh anzusagen. Ansonsten steigt vielleicht schon jemand in Freiburg
> oder Basel statt erst in Zürich aus, weil er die Ansage nicht richtig
> verstanden hat.
>
> Viele Grüße
> Jan Marco
>
> --
> 8000315 - ERDW - KBS 400+406

Also meine Erfahrung in Freiburg (abweichende Abfahrtzeit) und Garmisch (Zuglauf fand statt, obwohl lt. Navigator ausgefallen) hat geizeigt, dass man dem DB Navigator auch nicht blind vertrauen darf. Außerdem: was kann man an der Durchsage, dass der Zug in X endet, mißverstehen? Und ja, ich wäre dann schon in Basel SBB umgestiegen, da dort alle SBB-Züge Richtung Zürich starten und man am Startbahnhof die bestmöglichen Plätze aussuchen kann. In Zürich war die Ersatzkomposition schon zu 60% besetzt, als wir eingestiegen waren.

Andy

unread,
Aug 4, 2017, 1:12:47 PM8/4/17
to
Schau Dir die Wagenreihungskizzen auf grahnert.de an. Da ist die Fahrtrichtung angegeben. Anhand der Wagennummerfolge kann man dann bei Hafas nachvollziehen, wo da vorne und wo hinten ist :)

Andy

unread,
Aug 4, 2017, 1:19:56 PM8/4/17
to
Am Freitag, 4. August 2017 18:35:13 UTC+2 schrieb Jan Marco Funke:
> Man fragt sich schon, wozu die DB den ganzen Aufwand mit der Zugbindung
> und Auslastungssteuerung treibt, wenn man jedes zweite mal mit einem
> Sparpreis einen Anschluss verpasst und dann ohne Zugbindung weiter
> fahren kann, wie man möchte. Die vielen Anschlussverluste erklären ja
> zum Teil auch, warum in den Fernzügen so viele reservierte Plätze frei
> bleiben.
>
> Viele Grüße
> Jan Marco
>
> --
> 8000315 - ERDW - KBS 400+406

Das frage ich mich auch. Inzwischen bitte ich meine Reisestelle, für die Dienstreisen 2. Klasse zu buchen, weil die 1. Klasse zu Stoßzeiten auf meinen oft genutzten Strecken infolge des Platzreservierungszwangs bei den Sparpreisen kurzfristig ausgebucht ist. Tatsächlich bleiben einige Plätze frei, aber ich reserviere lieber kurzfristig die 2. Klasse als auf ein Noshow in der 1. Klasse zu spekulieren.

Arne Johannessen

unread,
Aug 4, 2017, 1:25:39 PM8/4/17
to
Andy said:
> Am Freitag, 4. August 2017 19:10:33 UTC+2 schrieb Arne Johannessen:
>>
>> Und woher hast Du die Info, wie rum der Wagen eingereiht ist?
>
> Schau Dir die Wagenreihungskizzen auf grahnert.de an. Da ist die
> Fahrtrichtung angegeben. Anhand der Wagennummerfolge kann man dann bei
> Hafas nachvollziehen, wo da vorne und wo hinten ist :)

Allein das bringt Dir aber beim IC noch nichts. Ich kenne keine
Möglichkeit, vor der Buchung zu erfahren, ob z. B. der Avmz so
eingereiht ist, dass die Gangseite zum Rhein zeigt oder ob er so
eingereiht ist, dass die Abteile zum Rhein zeigen.


--
Arne Johannessen

Andy

unread,
Aug 4, 2017, 1:26:24 PM8/4/17
to
Ganz genau. Wohl angemerkt, im ICE hatten wir auch Sitzplatzreservierungen. Und ein Abteil. Ich habe meinen Mitreisenden nur erklärt, dass die Schweiz eigentlich über das modernste und gepflegte Wagenmaterial in Europa verfügt, wir aber das Glück haben, im wohl ältesten und verschlissensten Zug der SBB zu sitzen, weil die Schweizer Bahn die Deutsche Bahn für ihre Verspätungen so bestrafen will.

Andy

unread,
Aug 4, 2017, 1:30:17 PM8/4/17
to
Hm, ich fahre viel IC und hatte damit nie Probleme *). Wollen wir das mal an einem Beispiel durchspielen?

Was man natürlich nicht erfährt, ob man am Reisetag die umgekehrte Wagenreihung bekommt, das zeigt der DB Navigator derzeit nur für ICEs. Das war eben unser Pech.

*) Doch, einmal: lt. Hafas-Sitzplan sollte es ein Touristikzugwagen sein, tatsächlich war es ein normaler Großraumwagen.

Arne Johannessen

unread,
Aug 4, 2017, 1:53:09 PM8/4/17
to
Andy said:
> Am Freitag, 4. August 2017 19:25:39 UTC+2 schrieb Arne Johannessen:
>>> Am Freitag, 4. August 2017 19:10:33 UTC+2 schrieb Arne Johannessen:
>>>>
>>>> Und woher hast Du die Info, wie rum der Wagen eingereiht ist?
>>
>> Ich kenne keine Möglichkeit, vor der Buchung zu erfahren, ob z. B. der
>> Avmz so eingereiht ist, dass die Gangseite zum Rhein zeigt oder ob er
>> so eingereiht ist, dass die Abteile zum Rhein zeigen.
>
> Hm, ich fahre viel IC und hatte damit nie Probleme *).
>
> [...]
>
> *) Doch, einmal: lt. Hafas-Sitzplan sollte es ein Touristikzugwagen
> sein, tatsächlich war es ein normaler Großraumwagen.

Schreibe ich wirklich so unverständlich?

Ich probiere es noch einmal mit anderen Worten: Bei einem IC hast Du
keine Möglichkeit, vor der Buchung zu wissen, ob ein bestimmter Wagen
so eingereiht ist, dass die Platznummern in Fahrtrichtung des Zuges
aufsteigen oder absteigen. Du kannst zwar erfahren, an welcher Stelle
innerhalb des Zuges der Wagen eingereiht ist, aber nicht, ob *dieser*
*Wagen* vorwärts oder rückwärts gedreht ist.

Eine Buchung eines bestimmten nummerierten Platzes ist zwar möglich
(mittlerweile sogar online), aber eine Buchung bezogen auf die
Fahrtrichtung nicht. Grund dafür ist, dass klassische ICs bekanntlich
im Gegensatz zu ICEs nicht zwangsläufig in fester Komposition
verkehren, sondern die Züge aus einzelnen Wagen so zusammengestellt
werden können, wie eben die einzelnen Wagen gerade zur Hand sind.


--
Arne Johannessen

Thorsten Klein

unread,
Aug 4, 2017, 2:42:32 PM8/4/17
to
Am 04.08.2017 um 19:26 schrieb Andy:
> wir aber das Glück haben, im wohl ältesten und verschlissensten Zug der SBB zu sitzen, weil die Schweizer Bahn die Deutsche Bahn für ihre Verspätungen so bestrafen will.
>
Natürlich. Warum denn sonst :-p
Es werden aber auch nationale Linien gerne mal mit einem Ersatzzug
gefahren, der Flugzug Basel-Effretikon ist auch ein gern genommener
Kandidat, da man diese Komposition nicht überall einsetzen kann.

Diese Ersatzzüge sind auch der Grund, weshalb ich beim Fotografieren am
Bözberg wegen der Re 4/4 die Flugzüge nicht komplett ignorieren kann. Im
Juni wurde eine Komposition in einem Umlauf auch über mehrere Wochen
eingesetzt.
Teilweise fuhren auch schonmal zwei Ersatzkompositionen (von insgesamt 4)
Einmal wurde sogar die ICN-Kompo in Basel ersetzt.

Wer sicher gehen will, keine EW1-Wagen vorzufinden, muss ETCS-Strecken
befahren.

Andy

unread,
Aug 4, 2017, 3:16:53 PM8/4/17
to
Am Freitag, 4. August 2017 19:53:09 UTC+2 schrieb Arne Johannessen:
> Schreibe ich wirklich so unverständlich?
>
> Ich probiere es noch einmal mit anderen Worten: Bei einem IC hast Du
> keine Möglichkeit, vor der Buchung zu wissen, ob ein bestimmter Wagen
> so eingereiht ist, dass die Platznummern in Fahrtrichtung des Zuges
> aufsteigen oder absteigen. Du kannst zwar erfahren, an welcher Stelle
> innerhalb des Zuges der Wagen eingereiht ist, aber nicht, ob *dieser*
> *Wagen* vorwärts oder rückwärts gedreht ist.
>
> Eine Buchung eines bestimmten nummerierten Platzes ist zwar möglich
> (mittlerweile sogar online), aber eine Buchung bezogen auf die
> Fahrtrichtung nicht. Grund dafür ist, dass klassische ICs bekanntlich
> im Gegensatz zu ICEs nicht zwangsläufig in fester Komposition
> verkehren, sondern die Züge aus einzelnen Wagen so zusammengestellt
> werden können, wie eben die einzelnen Wagen gerade zur Hand sind.
>
>
> --
> Arne Johannessen

Ok, jetzt verstehe ich wie Du es meinst. Dass einzelne Wagen verkehrt rum angehängt sind, kenne ich bisher nur von italienischen ICs, in Deutschland ist es mir nie passiert. Wahrscheinlich weil ich mich möglichst in den Triebkopfwagen (Bimdzf, Bpmbdzf) setze (den mit dem Fahrradbereich), weil er am wenigsten frequentiert wird, und den kann man ja nicht verkehrt anhängen :) Рassiert wohl eher bei den Wagen, die öfter an- und abgehängt werden.

Arne Johannessen

unread,
Aug 4, 2017, 3:39:48 PM8/4/17
to
Andy said:
>
> Dass einzelne Wagen verkehrt rum angehängt sind, kenne ich bisher nur
> von italienischen ICs, in Deutschland ist es mir nie passiert.
> Wahrscheinlich weil ich mich möglichst in den Triebkopfwagen (Bimdzf,
> Bpmbdzf)

Steuerwagen


> setze (den mit dem Fahrradbereich), weil er am wenigsten frequentiert
> wird, und den kann man ja nicht verkehrt anhängen :)

Doch, man kann. BTST mehr als einmal. Wird aber aus offensichtlichen
Gründen schnell behoben, wohingegen es bei Wagen mit Übergängen an
beiden Enden im Prinzip egal ist, wie rum die eingereiht sind.


--
Arne Johannessen

Thorsten Klein

unread,
Aug 4, 2017, 4:10:07 PM8/4/17
to
Am 04.08.2017 um 18:45 schrieb Jan Marco Funke:
> Man stelle sich mal vor, die DB würde
> für ausfallende ICE im Ruhrgebiet regelmäßig n-Wagen als Ersatz
> einsetzen. Die Fahrgäste wären bestimmt begeistert!

Die wären begeistert, wenn dadurch der Ausfall eines Zuges verhindert
werden könnte.
Allerdings ist es bei der DB auch ohnehin nicht so einfach, dass FV
Wagen von Regio für einen spontanen Ersatzzug anmietet.

Fa.lk.Sc.H.a.de

unread,
Aug 5, 2017, 4:40:40 AM8/5/17
to
Am 04.08.2017 um 16:48 schrieb Andy:
Wer sagt denn das das die DB beschlossen hat?

Fa.lk.Sc.H.a.de

unread,
Aug 5, 2017, 4:49:13 AM8/5/17
to
bei ICs ist aber nicht vorgegeben wie rum im Zugverband ein Wagen steht.

Patrick Rudin

unread,
Aug 5, 2017, 6:14:57 AM8/5/17
to
Thorsten Klein wrote:
> Am 03.08.2017 um 13:50 schrieb Patrick Rudin:
>> Sei froh, die Dinger werden bei ähnlich kurzen Verspätungen
>> regelmässig in Basel Bad gewendet und Hin- wie Rückreisen auf die
>> S-Bahn verwiesen. Keine Ahnung, ob dabei die Fahrzeugdispo der DB oder
>> die der SBB die Hosten an hat.
>
> Basel Bad? Nicht SBB?

Beides. Die ICE3 werden aber recht oft in Basel Bad gewendet, mag auch
mit der Personaldisposition zu tun haben. Wenn kein anderer Lokführer
zur Verfügung steht, ist die Wanderung bei einem Doppel-ICE3 doch recht
ausgiebig.

Beim Flirt gucke ich regelmässig zu, ein Rekord-Lokführer (alleine)
schafft es von Türöffnung bis Türschliessung in 4,5 Minuten.

Und das Zugspersonal scheint beim ICE auch eher selten vollständig beim
SBB einzusteigen. Ich wurde in den letzten 15 Jahren zwischen Bad und
SBB auch nie kontrolliert, ausser in der S-Bahn.

> Vermutlich wird auch einige Male der Fahrzeitgewinn des
> Katzenbergtunnels "vergessen", wenn in Freiburg +20 gemeldet werden,
> daraufhin der Ersatzzug herausgeholt wird und in Basel sind es dann
> "nur" noch 5min.

Eher umgekehrt: Ich sehe regelmässig, dass man offenbar das Gefühl hat,
ein Zug mit +10 habe nach Frankfurt am Main Hbf nur noch +5 drauf.
Klappt in der Praxis kaum.


Gruss

Patrick

Ulf.K...@web.de

unread,
Aug 6, 2017, 1:46:17 PM8/6/17
to
Moin nochmal,

am Donnerstag, 3. August 2017 01:41:44 UTC+2 schrieb Andy:

> Zwischen Stuttgart und Mannheim dann noch Umleitung über Worms. Ankunft in Köln mit +150.
>


Das war dann eine ziemlich heftige Umleitung.

Gruß, ULF

Reinhard Greulich

unread,
Aug 7, 2017, 1:09:10 PM8/7/17
to
Andy schrieb am Fri, 4 Aug 2017 05:59:22 -0700 (PDT):

> Die Fenster wurden auf- und gleich im ersten Tunnel zugemacht, weil der Lärm bei den modernen Geschwindigkeiten nicht zu ertragen war.

Der Lärm ist auch bei 80 km/h bei diesem Wagentyp ziemlich groß, innen
wie außen. Vielleicht liegt es an den Klotzbremsen. Nein, zeitgemäß
sind die nicht mehr - sind Knotenpunktreserven bei der DB allerdings
auch nicht.

Gruß - Reinhard.

--
70086
~=@=~

Ulf.K...@web.de

unread,
Aug 7, 2017, 1:45:31 PM8/7/17
to
Am Montag, 7. August 2017 19:09:10 UTC+2 schrieb Reinhard Greulich:
> Andy schrieb am Fri, 4 Aug 2017 05:59:22 -0700 (PDT):
>
> > Die Fenster wurden auf- und gleich im ersten Tunnel zugemacht, weil der Lärm bei den modernen Geschwindigkeiten nicht zu ertragen war.
>
> Der Lärm ist auch bei 80 km/h bei diesem Wagentyp ziemlich groß, innen
> wie außen. Vielleicht liegt es an den Klotzbremsen.

Ggf. wäre ein Dröhneffekt zu prüfen. Deutsche Bodackwagen
sind laut.

Zum EW I: https://de.wikipedia.org/wiki/Einheitswagen_Normalspur_(Schweiz)#Einsatz

Andy

unread,
Aug 7, 2017, 6:08:43 PM8/7/17
to
Jo. Kaum habe ich behauptet, das nie erlebt zu haben, schon hatte es mich erwischt. Wieder so ein Erlebnis am Samstag im IC zwischen Köln und Hamburg:

- Platzreservierungen im Abteil gebucht, doch die Bahn entschied, unter dieser Wagennummer einen reinen Großraumwagen bereitzustellen.

- Platzreservierungen in Fahrtrichtung gebucht, aber der Wagen war verkehrt rum angehängt -> Sitze gegen die Fahrtrichtung.

- Zwei von vier reservierten Sitzplätzen waren auch anderweitig reserviert (und nein, wir waren wirklich im richtigen Wagen). Laut Zub kann es bei Familienreservierungen schon vorkommen, dass Kindersitzplätze nicht geblockt werden.

- Ein Wagen fehlte, die anderen waren ausgebucht, deshalb wurden Reisende mit Reservierung im fehlenden Wagen (sowie Reisende ohne Reservierung) per Durchsage wiederholt gebeten, den nächsten Zug zu nehmen (der aber keine Direktverbindung war), und sonst mit Zwangsräumung gedroht.

- Einfahrt in Köln mit +25, zusätzlich +5 in Dortmund, weil jemand vom ablösenden Zugteam zu spät ist, Ankunft in Hamburg mit +40.

War wieder eine ganz "tolle" Fahrt.

Andy

unread,
Aug 7, 2017, 6:09:07 PM8/7/17
to
Sorry, zwischen Mannheim und FFM Flughafen, natürlich.

Ulrich Onken

unread,
Aug 8, 2017, 3:41:31 PM8/8/17
to
In den 90er Jahren waren die EW I zwischen Basel und Chur noch im
regelmässigen Einsatz. Temperaturregelung im Sommer mit den Fenstern,
und bei den 140 km/h im Hauenstein- und Heitersberg-Tunnel musste man
die Fenster halt zumachen, wenn man sich unterhalten wollte. Trotz der
schlechten Laufruhe hat damals noch die Minibar ihre Runden gemacht,
jetzt wird sie gerade abgeschafft

Die EW I sind heute sicher nicht mehr zeitgemäss, aber mir ist es immer
noch lieber, zwischen Basel und Zürich pünktlich in so einem Ersatzzug
(Dispo) zu fahren, als auf den wieder mal verspäteten ICE aus dem Norden
warten zu müssen. Nostalgische Erinnerungen (siehe oben) inklusive,
wobei das natürlich für eine gebuchte Reise im reservierten ICE-Abteil
nicht unbedingt ein guter Ersatz ist.

Apropos ICE: Der ICE 1271 Hamburg-Chur wurde AFAIR in den letzten drei
Tagen immer vorzeitig in Basel oder Zürich gewendet, wegen Verspätung
aus DB-Land. Da spielen wohl Baustellen zwischen Hannover und Göttingen,
und südlich von Frankfurt eine Rolle. Auch die Fahrzeitreserve am
Katzenbergtunnel ist zumindest am Sonntag durch Fahrt auf dem Gegengleis
bei Haltingen wieder aufgefressen worden.

Grüsse
Uli


Roman Racine

unread,
Aug 8, 2017, 4:10:03 PM8/8/17
to
Ulrich Onken wrote:

> Die EW I sind heute sicher nicht mehr zeitgemäss, aber mir ist es immer
> noch lieber, zwischen Basel und Zürich pünktlich in so einem Ersatzzug
> (Dispo) zu fahren, als auf den wieder mal verspäteten ICE aus dem Norden
> warten zu müssen. Nostalgische Erinnerungen (siehe oben) inklusive,
> wobei das natürlich für eine gebuchte Reise im reservierten ICE-Abteil
> nicht unbedingt ein guter Ersatz ist.

Ich hatte letzte Woche zweimal das Vergnügen, den EW II-Ersatzzug zu
kriegen. Ein bisschen lustig ist's ja schon, an Hochglanzzüge gewöhnte
irritierte japanische Touristen zu sehen, die sich fünfmal erkundigen, ob
das tatsächlich der ICE nach Zürich sei, oder den Schrecken bei unerfahrenen
Leuten zu sehen, wenn beim ersten Gegenzug die Fenster gefühlt fast
rausfliegen. Ich habe deshalb übrigens bis heute die Gewohnheit, mich im
Zug in Fahrtrichtung links zu setzen.

Gruss

Roman°

frank paulsen

unread,
Aug 9, 2017, 2:41:29 AM8/9/17
to
Arne Johannessen <arne...@thaw.de> writes:

> Allein das bringt Dir aber beim IC noch nichts. Ich kenne keine
> Möglichkeit, vor der Buchung zu erfahren, ob z. B. der Avmz so
> eingereiht ist, dass die Gangseite zum Rhein zeigt oder ob er so
> eingereiht ist, dass die Abteile zum Rhein zeigen.

ist das nicht mehr allgemein ueblich, dass die abteile zum Rhein zeigen?

in der zeit vor KRM konnte man sich (module betrieblicher stoerungen)
darauf verlassen, dass der gang am berg war, bzw. die einzelsitze.

--
frobnicate foo

frank paulsen

unread,
Aug 9, 2017, 2:41:29 AM8/9/17
to
Jan Marco Funke <jmf+use...@sags-per-mail.de> writes:

> Die EW I sind für Sonderfahrten schöne Wagen, aber für Ersatzzüge
> eigentlich nicht mehr zeitgemäß. Man stelle sich mal vor, die DB würde
> für ausfallende ICE im Ruhrgebiet regelmäßig n-Wagen als Ersatz
> einsetzen. Die Fahrgäste wären bestimmt begeistert!

immerhin wuerde der fahrgastwechsel dann in angemessener zeit
stattfinden koennen...

--
frobnicate foo

Ulf.K...@web.de

unread,
Aug 9, 2017, 4:02:30 AM8/9/17
to
Moin,

Am Freitag, 4. August 2017 18:45:48 UTC+2 schrieb Jan Marco Funke:
> Man stelle sich mal vor, die DB würde
> für ausfallende ICE im Ruhrgebiet regelmäßig n-Wagen als Ersatz
> einsetzen. Die Fahrgäste wären bestimmt begeistert!

Recht spontan waren wohl über mehrere
Tage RS der HzL auf der Gäubahn:
http://www.bahnbilder.de/bild/Deutschland~Unternehmen~HzL+Hohenzollersche+Landesbahn+AG/235167/vt-238-236-und-243-der.html

Gruß, ULF

Holger Koetting

unread,
Aug 11, 2017, 5:25:36 AM8/11/17
to
Arne Johannessen wrote:
> Diese Häufung der Ereignisse klingt nach außergewöhnlichem Pech.
> Einzeln für sich klingen die Ereignisse jedoch für mich nicht
> außergewöhnlich.

Sind sie auch nicht. Es gibt manchmal nur den Eindruck, daß es
einen wieder mal überall trifft. Momentan bin ich auch auf
Europakreuzfahrt und könnte in gewissen Punkten einfach nur
kotzen. So als Beispiel: Machst Du mal 'ne Tour durch die
Niederlande. Also ein Sparpreis nach Venlo gezogen und von dort
weitergeplant. Nun ja, 14 Tage später werde ich freundlich
darüber informiert, daß jetzt ganz urplötzlich SEV zwischen
Kaldenkirchen und Venlo vom Himmel gefallen ist. Gut, daß ich
mit Puffer bezüglich Weiterfahren geplant habe. Egal, ich komme
in Venlo an und dann bringt (auch scheinbar ganz kurzfristig
vom Himmel gefallen) die Anzeigetafel erstmal "fährt nicht" in
alle Richtungen, nur nach Roermond geht's. Also Tour komplett
umgestrickt. Daß dann nachmittags in Rotterdam gefühlt 50% der
Züge abgesagt wurden, war dann nur noch ein Randthema. Insofern
blöd, weil die ICs nach Brüssel auch kurzfristig in Breda
endeten und just der Anschlußzug von Rotterdam auch ausfiel.
Egal.

Dafür habe ich es endlich nach fünf Jahren mal wieder geschafft,
über Mittenwald nach Innsbruck zu fahren, was vorher regelmäßig
an irgendwelchen Störungen mit Anschlußverlust gescheitert ist.
Aber dann sind ganz plötzlich wieder Bauarbeiten bei Rosenheim
gewesen, was am Folgetag dazu führte, daß mein Railjet keinen
Anschluß in Salzburg an den Folgezug mehr hatte. OK, wieder 'ne
Stunde Verlust. Da macht dann der Lokschaden in Budweis auch
nix mehr aus, fiel halt eine Nebenstreckenbereisung weg.

Über die aus 0 werden 30 Minuten im TGV von Bordeaux nach
Tours, inklusive Entfall der letzten Navette plus Einlegung
Sonderzug, reden wir nicht, insbesondere weil am Vortag schon
ein Bus von Oleron nach Rochefort ausgefallen war. Da ist das
Kleinkram.

Und daß vor drei Tagen dann just im IC von Genua nach Pisa der
Wagen mit unseren Reservierungen abgesperrt war, geschenkt.

Immerhin bekam ich dann gestern noch eine Gratisbereisung des
Rangierbahnhofs in Nürnberg, weil die ICE von Wien umgeleitet
wurden. Warum man allerdings ersatzweise nicht in Fürth hält,
entzieht sich meiner Kenntnis. Jedenfalls waren wir sechs
Minuten zu früh in Würzburg.

Naja, ab morgen geht's Richtung Schottland. Ich lasse mich
überraschen...

Gruß,

Holger K. aus D.

--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!

E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.strassenbahn-darmstadt.de

Marc Haber

unread,
Aug 11, 2017, 3:06:41 PM8/11/17
to
Holger Koetting <holger....@gmx.de> wrote:
>Immerhin bekam ich dann gestern noch eine Gratisbereisung des
>Rangierbahnhofs in Nürnberg, weil die ICE von Wien umgeleitet
>wurden. Warum man allerdings ersatzweise nicht in Fürth hält,
>entzieht sich meiner Kenntnis. Jedenfalls waren wir sechs
>Minuten zu früh in Würzburg.

ICE am 38-cm-Bahnsteig in Fürth macht sich laut Webforum schlecht, und
den den in Tagesrandlagen von ICE angefahrenen S-Bahnsteig kommt man
wohl aus dem Rbf nicht.

Aber angeblich ist ICE am 96-cm-Bahnsteig auch nicht.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Reinhard Greulich

unread,
Aug 11, 2017, 3:21:07 PM8/11/17
to
Marc Haber schrieb am Fri, 11 Aug 2017 21:06:33 +0200:

> ICE am 38-cm-Bahnsteig in Fürth macht sich laut Webforum schlecht

Am 38-cm-Bahnsteig in Bern hält er mehrmals täglich planmäßig.
Meinjanur.

Jan Marco Funke

unread,
Aug 11, 2017, 3:30:50 PM8/11/17
to
Am 11.08.2017 um 21:06 schrieb Marc Haber:
>
> ICE am 38-cm-Bahnsteig in Fürth macht sich laut Webforum schlecht, und
> den den in Tagesrandlagen von ICE angefahrenen S-Bahnsteig kommt man
> wohl aus dem Rbf nicht.
>
> Aber angeblich ist ICE am 96-cm-Bahnsteig auch nicht.

Warum sollte es nicht erlaubt sein? Gab es am Bahnhof Köln/Bonn
Flughafen planmäßig, als dort noch ICE aus Berlin (w)endeten. Die
Fußbodenhöhe des ICE liegt ja bei über 1 Meter.

Jan Marco Funke

unread,
Aug 11, 2017, 3:34:27 PM8/11/17
to
Am 11.08.2017 um 21:21 schrieb Reinhard Greulich:
> Marc Haber schrieb am Fri, 11 Aug 2017 21:06:33 +0200:
>
>> ICE am 38-cm-Bahnsteig in Fürth macht sich laut Webforum schlecht
>
> Am 38-cm-Bahnsteig in Bern hält er mehrmals täglich planmäßig.
> Meinjanur.

Die Schweizer sind im Bergsteigen halt geübter als wir Deutschen.

Ralf Gunkel

unread,
Aug 11, 2017, 3:41:31 PM8/11/17
to
Am 11.08.17 11:26, schrieb Holger Koetting:
>Arne Johannessen wrote:
>> Diese Häufung der Ereignisse klingt nach außergewöhnlichem Pech.
>> Einzeln für sich klingen die Ereignisse jedoch für mich nicht
>> außergewöhnlich.
>
>Sind sie auch nicht. Es gibt manchmal nur den Eindruck, daß es
>einen wieder mal überall trifft. Momentan bin ich auch auf
>Europakreuzfahrt und könnte in gewissen Punkten einfach nur
>kotzen. So als Beispiel: Machst Du mal 'ne Tour durch die
>Niederlande. Also ein Sparpreis nach Venlo gezogen und von dort
>weitergeplant. Nun ja, 14 Tage später werde ich freundlich
>darüber informiert, daß jetzt ganz urplötzlich SEV zwischen
>Kaldenkirchen und Venlo vom Himmel gefallen ist. Gut, daß ich
>mit Puffer bezüglich Weiterfahren geplant habe. Egal, ich komme
>in Venlo an und dann bringt (auch scheinbar ganz kurzfristig
>vom Himmel gefallen) die Anzeigetafel erstmal "fährt nicht" in
>alle Richtungen, nur nach Roermond geht's. Also Tour komplett
>umgestrickt. Daß dann nachmittags in Rotterdam gefühlt 50% der
>Züge abgesagt wurden, war dann nur noch ein Randthema. Insofern
>blöd, weil die ICs nach Brüssel auch kurzfristig in Breda
>endeten und just der Anschlußzug von Rotterdam auch ausfiel.
>Egal.
>
Das und wenn Baustellen "vom Himmel fallen" ist ärgerlich. Mich wundert
derartiges gerade bei grösseren Umbauten deren betriebliche Auswirkungen
bestimmt nicht erst 1 Woche vor Baubeginn klar sind. Gut, Baustellen von DB
StuS nehme ich da definitiv aus da ich deren Arbeitsweise und Projektierung
gut kenne...
Ach ja, BTW
Aber wann sollen die Holl- / Niederländer auch sonst umbauen wenn nicht in
den Sommerferien wenn das Land ohne Einheimische ist. ;-)

>Dafür habe ich es endlich nach fünf Jahren mal wieder geschafft,
>über Mittenwald nach Innsbruck zu fahren, was vorher regelmäßig
>an irgendwelchen Störungen mit Anschlußverlust gescheitert ist.

Na siehste. Mal was positives.

>Aber dann sind ganz plötzlich wieder Bauarbeiten bei Rosenheim
>gewesen, was am Folgetag dazu führte, daß mein Railjet keinen
>Anschluß in Salzburg an den Folgezug mehr hatte. OK, wieder 'ne
>Stunde Verlust. Da macht dann der Lokschaden in Budweis auch
>nix mehr aus, fiel halt eine Nebenstreckenbereisung weg.

Mimimi :-D

>
>Über die aus 0 werden 30 Minuten im TGV von Bordeaux nach
>Tours, inklusive Entfall der letzten Navette plus Einlegung
>Sonderzug, reden wir nicht,

Vor ein paar Jahren hätten die SNCF Personale wegen dieses Extradienst
wochenlang gestreikt.

> insbesondere weil am Vortag schon
>ein Bus von Oleron nach Rochefort ausgefallen war. Da ist das
>Kleinkram.

Du hast die +40 im Intercité von Bordeaux nach Rochefort wegen Vandalismus
an Bahnanlagen am Vorabend vergessen.

>
>Und daß vor drei Tagen dann just im IC von Genua nach Pisa der
>Wagen mit unseren Reservierungen abgesperrt war, geschenkt.

Aber mal tum positiven gesehen. Die FS war die Tour über unglaublich
pünktlich. Und ohne Streik.
.
>
>Naja, ab morgen geht's Richtung Schottland. Ich lasse mich
>überraschen...
>
Viel Spaß.

Gruß Ralf
--
"Sicherungstechnik ist gelebte Paranoia. Und das ist gut so." Dirk Möbius in
deb*

Kai Garlipp

unread,
Aug 11, 2017, 5:36:56 PM8/11/17
to
On 11.08.2017 21:21, Reinhard Greulich wrote:

>> ICE am 38-cm-Bahnsteig in Fürth macht sich laut Webforum schlecht
>
> Am 38-cm-Bahnsteig in Bern hält er mehrmals täglich planmäßig.
> Meinjanur.

Für die 34 cm in Waren(Müritz) stehen immer noch die mobilen Trittstufen-Wagen
auf dem Bahnsteig rum. Obwohl seit 2 Jahren da kein ICE mehr verkehrt (jetzt
hält an diesem alten Bahnsteig ein IC) und seit ca. 8 Jahren ein Bahnsteig extra
ICE tauglich mit einem 55 cm Bahnsteig gemacht wurde.

Bye Kai

Reinhard Greulich

unread,
Aug 11, 2017, 6:04:16 PM8/11/17
to
Jan Marco Funke schrieb am Fri, 11 Aug 2017 21:34:26 +0200:

> Die Schweizer sind im Bergsteigen halt geübter als wir Deutschen.

Für Schweizer sind die Türen gedacht, die über einer auf SOK
abgesenkten Stelle zum Stehen kommen (zum Überfahren der Gleise mit
irgendwelchen Gefährten), da ist es dann ein guter halber Meter bis
zur Trittstufe. Stört irgendwie auch keinen.

Klaus Mueller

unread,
Aug 11, 2017, 10:56:38 PM8/11/17
to
Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:
> Holger Koetting <holger....@gmx.de> wrote:
>> Immerhin bekam ich dann gestern noch eine Gratisbereisung des
>> Rangierbahnhofs in Nürnberg, weil die ICE von Wien umgeleitet
>> wurden. Warum man allerdings ersatzweise nicht in Fürth hält,
>> entzieht sich meiner Kenntnis. Jedenfalls waren wir sechs
>> Minuten zu früh in Würzburg.
>
> ICE am 38-cm-Bahnsteig in Fürth macht sich laut Webforum schlecht, und
> den den in Tagesrandlagen von ICE angefahrenen S-Bahnsteig kommt man
> wohl aus dem Rbf nicht.

Welcher ICE sollte das sein? Und passt der an die 140m Länge?

> Aber angeblich ist ICE am 96-cm-Bahnsteig auch nicht.

Da täts halt aufwärts gehen, aber die Trittgrube würde wohl manche
überfordern. Sowas hats aber in der Westvorstadt nicht.

Klaus




Ulf.K...@web.de

unread,
Aug 12, 2017, 2:49:29 AM8/12/17
to
Am Freitag, 11. August 2017 11:25:36 UTC+2 schrieb Holger Koetting:
> Arne Johannessen wrote:
> > Diese Häufung der Ereignisse klingt nach außergewöhnlichem Pech.
> > Einzeln für sich klingen die Ereignisse jedoch für mich nicht
> > außergewöhnlich.
>
> Sind sie auch nicht. Es gibt manchmal nur den Eindruck, daß es
> einen wieder mal überall trifft. Momentan bin ich auch auf
> Europakreuzfahrt und könnte in gewissen Punkten einfach nur
> kotzen. So als Beispiel: Machst Du mal 'ne Tour durch die
> Niederlande. Also ein Sparpreis nach Venlo gezogen

Wenn Du ohnehin einen Auslandssparpreis holst, warum nur bis Venlo?

War gleich dahinter der Riesenpreissprung?

> und von dort
> weitergeplant. Nun ja, 14 Tage später werde ich freundlich
> darüber informiert, daß jetzt ganz urplötzlich SEV zwischen
> Kaldenkirchen und Venlo vom Himmel gefallen ist. Gut, daß ich
> mit Puffer bezüglich Weiterfahren geplant habe. Egal, ich komme
> in Venlo an und dann bringt (auch scheinbar ganz kurzfristig
> vom Himmel gefallen) die Anzeigetafel erstmal "fährt nicht" in
> alle Richtungen,

Du hättest vielleicht spätestens bei
Eintrudeln der Nichtanfahrmeldung
bei den Niederländern im Web schauen können, was da
sonst noch so los ist. Ja, das ist auf Niederländisch,
aber mit etwas Übung bekommt man raus, worum es geht.

> nur nach Roermond geht's. Also Tour komplett
> umgestrickt. Daß dann nachmittags in Rotterdam gefühlt 50% der
> Züge abgesagt wurden, war dann nur noch ein Randthema. Insofern
> blöd, weil die ICs nach Brüssel auch kurzfristig in Breda
> endeten und just der Anschlußzug von Rotterdam auch ausfiel.


> Über die aus 0 werden 30 Minuten im TGV von Bordeaux nach
> Tours, inklusive Entfall der letzten Navette plus Einlegung
> Sonderzug, reden wir nicht, insbesondere weil am Vortag schon
> ein Bus von Oleron nach Rochefort ausgefallen war.

Kann der über SNCF mitgebucht werden?

Immerhin hatte ich dort gegen 1983 einen SNCF-Schalter
am gleislosen Inselbahnhof gefunden.

Gruß, ULF

Tobias Nicht

unread,
Aug 12, 2017, 2:52:47 AM8/12/17
to
On Sat, 5 Aug 2017 12:14:55 +0200, Patrick Rudin <tax...@gmx.ch>
wrote:

>Beim Flirt gucke ich regelmässig zu, ein Rekord-Lokführer (alleine)
>schafft es von Türöffnung bis Türschliessung in 4,5 Minuten.

Wenn es optimal läuft, ist beim 521 in Doppeltraktion inklusive
Bremsprobe auch 3,5 Minuten drin ohne am Bahnsteig entlagzurennen.
Beim KISS habe ich da schon solo Schwierigkeiten unter 5 Minuten zu
kommen.

Gruß Tobias

Ralf Gunkel

unread,
Aug 12, 2017, 3:05:45 AM8/12/17
to
Am 12.08.17 08:49, schrieb Ulf.K...@web.de:
>Am Freitag, 11. August 2017 11:25:36 UTC+2 schrieb Holger Koetting:

>> ..., reden wir nicht, insbesondere weil am Vortag schon
>> ein Bus von Oleron nach Rochefort ausgefallen war.
>
>Kann der über SNCF mitgebucht werden?
>
>Immerhin hatte ich dort gegen 1983 einen SNCF-Schalter
>am gleislosen Inselbahnhof gefunden.
>
Der Schalter wurde dieses Frühjahr geschlossen und es standen einige mit
SNCF Fahrscheinen herum denen der TGV in La Rochelle wegen Anschlussverlust
in Rochefort wegzufahren drohte.
Achja. Beim Busunternehmen wusste man nichts vom Entfall wie man Telefonaten
entnehmen konnte.
Scheint ein Unternehmen der MVG zu sein ;-)

Jan Marco Funke

unread,
Aug 12, 2017, 3:26:38 AM8/12/17
to
An so einer Stelle bin ich auch schon mal todesmutig von der letzten
Trittstufe nach unten gesprungen. Ich meine, es war in Interlaken West
auf dem hinteren BÜ, der vor einigen Jahren endlich entfernt wurde.

Aber es tut sich was in der Schweiz, in Sachen Barrierefreiheit sind sie
uns im Fernverkehr mittlerweile sogar schon etwas voraus. Während die DB
wahrscheinlich noch über Jahrzehnte mit dem ICE 4 einen technisch
veralteten Hochflurzug mit der Krücke eines viel zu umständlich zu
bedienenden eingebauten Hubliftes beschafft, gibt es mit dem Giruno in
der Schweiz bereits jetzt ein HGV-Fahrzeug, das an deutschen Bahnsteigen
100%ige Barrierefreiheit an allen Türen ermöglichen würde. Ebenso bieten
sämtliche Dosto-Züge in der Schweiz einen barrierefreien Zugang ins
Unterdeck.

Ärgerlich ist nur, dass sich der Bahnhof Bern wegen der starken
Kurvenlage nie barrierefrei wird ausbauen lassen.

Kai Garlipp

unread,
Aug 12, 2017, 4:57:56 AM8/12/17
to
On 12.08.2017 09:26, Jan Marco Funke wrote:
> Während die DB
> wahrscheinlich noch über Jahrzehnte mit dem ICE 4 einen technisch
> veralteten Hochflurzug mit der Krücke eines viel zu umständlich zu
> bedienenden eingebauten Hubliftes beschafft, gibt es mit dem Giruno in
> der Schweiz bereits jetzt ein HGV-Fahrzeug, das an deutschen Bahnsteigen
> 100%ige Barrierefreiheit an allen Türen ermöglichen würde. Ebenso bieten
> sämtliche Dosto-Züge in der Schweiz einen barrierefreien Zugang ins
> Unterdeck.

Währenddessen baut man in Deutschland die Bahnstrecke Berlin-Dresden gemischt
mit 55 cm und 76 cm Bahnsteigen aus, obwohl da im Regionalverkehr nur
Tiefeinstieg-Doppelstockwagen fahren für die 55 cm ideal ist. Echter Fernverkehr
dürfte an keinem der 76 cm Bahnsteige halten (der hält allenfalls in Elsterwerda
und noch in Doberlug-Kirchhain)

http://www.maz-online.de/Brandenburg/Vorsicht-Stufe!-an-der-Bahn

Bye Kai

Jan Marco Funke

unread,
Aug 12, 2017, 6:24:36 AM8/12/17
to
Am 12.08.2017 um 10:34 schrieb Kai Garlipp:
>
> Währenddessen baut man in Deutschland die Bahnstrecke Berlin-Dresden gemischt
> mit 55 cm und 76 cm Bahnsteigen aus, obwohl da im Regionalverkehr nur
> Tiefeinstieg-Doppelstockwagen fahren für die 55 cm ideal ist. Echter Fernverkehr
> dürfte an keinem der 76 cm Bahnsteige halten (der hält allenfalls in Elsterwerda
> und noch in Doberlug-Kirchhain)

Das eigentliche Problem ist ja, dass es in Deutschland keine
Standard-Bahnsteighöhe gibt. Der Fernverkehr setzt auf 76 cm, der
Nahverkehr je nach Region auf 55 cm oder 76 cm und die älteren S-Bahnen
im Westen historisch gewachsen auf 96 cm.

Der Verkehrsbund Rhein-Ruhr überlegt, seine S-Bahn langfristig von 96 cm
auf 76 cm umzustellen, weil es viele Mischverkehrsstrecken gibt und man
deshalb nie alle Bahnsteige auf 96 cm wird bringen können. Aber schon
die Nachbarn der Kölner S-Bahn stellen sich quer und beharren auf 96 cm,
weil sie in den letzten Jahren viel in neue Strecken und Bahnsteige
investiert haben.

Wohin man auch schaut, die Situation ist in ganz Deutschland verzwickt.
Vielleicht erfindet ja irgendjemand mal einen höhenverstellbaren Zug,
der an allen Bahnsteigen barrierefrei halten kann...

Arne Johannessen

unread,
Aug 12, 2017, 9:37:40 AM8/12/17
to
frank paulsen said:
>
> ist das nicht mehr allgemein ueblich, dass die abteile zum Rhein zeigen?

Nein.


> in der zeit vor KRM konnte man sich (module betrieblicher stoerungen)
> darauf verlassen, dass der gang am berg war, bzw. die einzelsitze.

Damals bin ich diese Strecke nicht oft genug gefahren, um mich dazu
äußern zu können.


--
Arne Johannessen

Ulf.K...@web.de

unread,
Aug 12, 2017, 10:31:03 AM8/12/17
to
Moin,

Am Mittwoch, 9. August 2017 08:41:29 UTC+2 schrieb frank paulsen:

> ist das nicht mehr allgemein ueblich, dass die abteile zum Rhein zeigen?
>
> in der zeit vor KRM

Seitdem ist das da um Koblenz bestenfalls B-Netz.

> konnte man sich (module betrieblicher stoerungen)
> darauf verlassen, dass der gang am berg war, bzw. die einzelsitze.

Andererseits ist für den jeweiligen Nutzer
Einzelsitz auf der Talseite auch in Ordnung.

Gruß, ULF

Marc Haber

unread,
Aug 12, 2017, 1:45:20 PM8/12/17
to
Jan Marco Funke <jmf+use...@sags-per-mail.de> wrote:
>Aber es tut sich was in der Schweiz, in Sachen Barrierefreiheit sind sie
>uns im Fernverkehr mittlerweile sogar schon etwas voraus.

Im Nahverkehr, z.B. auf der Berninabahn, werden Zugangsstellen
ersatzlos geschlossen weil die Herstellung der Barrierefreiheit
entweder nicht möglich oder völlig unwirtschaftlich wäre.

Jan Marco Funke

unread,
Aug 12, 2017, 2:09:38 PM8/12/17
to
Am 12.08.2017 um 19:45 schrieb Marc Haber:
> Jan Marco Funke <jmf+use...@sags-per-mail.de> wrote:
>>Aber es tut sich was in der Schweiz, in Sachen Barrierefreiheit sind sie
>>uns im Fernverkehr mittlerweile sogar schon etwas voraus.
>
> Im Nahverkehr, z.B. auf der Berninabahn, werden Zugangsstellen
> ersatzlos geschlossen weil die Herstellung der Barrierefreiheit
> entweder nicht möglich oder völlig unwirtschaftlich wäre.
Dann möge man den Bahnhof Bern bitte auch schließen...

Das treibt schon manchmal seltsame Blüten. Dann sollte man bei kleinen
Zugangsstellen doch besser in den Fahrplänen kennzeichnen, dass dort
kein barrierefreier Zugang möglich ist. Ein geschlossener Halt nutzt dem
Rollifahrer genauso wenig wie ein nicht barrierefreier. Zudem sind die
Alpen auch längst nicht überall barrierefrei. Schon aus dem Grund muss
nicht jeder Kleckerhalt barrierefrei ausgebaut werden, der zum Beispiel
nur von Wanderern genutzt wird.

Reinhard Greulich

unread,
Aug 12, 2017, 2:53:57 PM8/12/17
to
Jan Marco Funke schrieb am Sat, 12 Aug 2017 20:09:37 +0200:

> Dann möge man den Bahnhof Bern bitte auch schließen...

Man plant einen Großumbau, unter rollendem Rad. Allerdings kommt
zuerst der RBS-Tiefbahnhof dran, der heute schon aus allen Nähten
platzt, das kann sich also noch zwei Jahrzehnte hinziehen.

Ralf Gunkel

unread,
Aug 12, 2017, 3:30:47 PM8/12/17
to
Am 12.08.17 20:09, schrieb Jan Marco Funke:
...
>
>Das treibt schon manchmal seltsame Blüten. Dann sollte man bei kleinen
>Zugangsstellen doch besser in den Fahrplänen kennzeichnen, dass dort
>kein barrierefreier Zugang möglich ist.

Just in Genua gesehen.
Auf der Zahnradbahn von Genua Principe nach Granarolo (
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Zahnradbahn_Principe–Granarolo) hat es
diverse barrierefreie Haltestellen. Man kommt also mit dem Rolli problemlos
azf den Bahnsteig. Das war es dann aber auch da sich nach dem Bahnsteig
erst mal ein paar Treppenstufen und steile gepflasterte Wege anschliessen.

Roman Racine

unread,
Aug 12, 2017, 6:41:21 PM8/12/17
to
Marc Haber wrote:

> Jan Marco Funke <jmf+use...@sags-per-mail.de> wrote:
>>Aber es tut sich was in der Schweiz, in Sachen Barrierefreiheit sind sie
>>uns im Fernverkehr mittlerweile sogar schon etwas voraus.
>
> Im Nahverkehr, z.B. auf der Berninabahn, werden Zugangsstellen
> ersatzlos geschlossen weil die Herstellung der Barrierefreiheit
> entweder nicht möglich oder völlig unwirtschaftlich wäre.

Die Tramhaltestelle Central in Zürich, einer der zentralen Knotenpunkte, ist
heute nach dem Umbau wieder eröffnet worden. Wegen der Kurvenradien und
Kreuzungen ist sie nicht vollständig barrierefrei. Laut Zeitungsberichten
gab es aber eine Ausnahmebewilligung. Möglich ist es offenbar. Zumindest,
wenn man den Kanton Zürich im Rücken hat.

Gruss

Roman°

Ulf.K...@web.de

unread,
Aug 13, 2017, 4:00:31 AM8/13/17
to
Moin,

Am Sonntag, 13. August 2017 00:41:21 UTC+2 schrieb Roman Racine:

> Die Tramhaltestelle Central in Zürich, einer der zentralen Knotenpunkte, ist
> heute nach dem Umbau wieder eröffnet worden. Wegen der Kurvenradien und
> Kreuzungen ist sie nicht vollständig barrierefrei. Laut Zeitungsberichten
> gab es aber eine Ausnahmebewilligung. Möglich ist es offenbar. Zumindest,
> wenn man den Kanton Zürich im Rücken hat.

Das ist nicht selten, daß sich lokale/regionale Ebenen
Ausnahmen genehmigen, wenn sie dadurch Geld sparen können.

Wie genau die Kostenlast und Genehmigungzuständigkeiten
in und für Zürich liegen, habe ich nicht untersucht.

Gruß, ULF


Roman Racine

unread,
Aug 13, 2017, 8:37:06 AM8/13/17
to
Ulf.K...@web.de wrote:

> Moin,
>
> Am Sonntag, 13. August 2017 00:41:21 UTC+2 schrieb Roman Racine:
>
>> Die Tramhaltestelle Central in Zürich, einer der zentralen Knotenpunkte,
>> ist heute nach dem Umbau wieder eröffnet worden. Wegen der Kurvenradien
>> und Kreuzungen ist sie nicht vollständig barrierefrei. Laut
>> Zeitungsberichten gab es aber eine Ausnahmebewilligung. Möglich ist es
>> offenbar. Zumindest, wenn man den Kanton Zürich im Rücken hat.
>
> Das ist nicht selten, daß sich lokale/regionale Ebenen
> Ausnahmen genehmigen, wenn sie dadurch Geld sparen können.

Zuständig für die Genehmigung einer Ausnahme ist das Bundesamt für Verkehr.
Für einen barrierefreien Ausbau hätte man wohl zwei Häuser abreissen müssen.

Gruss

Roman°

Oliver Schnell

unread,
Aug 13, 2017, 8:50:26 AM8/13/17
to
Am 04.08.2017 um 19:26 schrieb Andy:
[..]
> Und ein Abteil. Ich habe meinen Mitreisenden nur erklärt, dass die Schweiz
> eigentlich über das modernste und gepflegte Wagenmaterial in Europa verfügt,
was erzählst Du denen auch so 'nen Scheiß ...

> wir aber das Glück haben, im wohl ältesten und verschlissensten Zug der SBB zu
> sitzen, weil die Schweizer Bahn die Deutsche Bahn für ihre Verspätungen so
> bestrafen will.

Du solltest beim Orwellschen Ministerium für Wahrheit anheuern.

Oliver Schnell

Patrick Rudin

unread,
Aug 13, 2017, 8:51:00 AM8/13/17
to
Roman Racine wrote:
> Ulf.K...@web.de wrote:
>> Das ist nicht selten, daß sich lokale/regionale Ebenen
>> Ausnahmen genehmigen, wenn sie dadurch Geld sparen können.
>
> Zuständig für die Genehmigung einer Ausnahme ist das Bundesamt für Verkehr.
> Für einen barrierefreien Ausbau hätte man wohl zwei Häuser abreissen müssen.
>

https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20002658/index.html

Insbesondere Artikel 11 und 12. Grundsatz der Verhältnismässigkeit. Den
musste die SBB bei ihren neubestellen Zügen allerdings auch
kennenlernen, nur anders...


Gruss

Patrick

Ralf Gunkel

unread,
Aug 14, 2017, 4:48:16 PM8/14/17
to
Am 14.08.17 22:35, schrieb Martin Theodor Ludwig:
>On Sat, 12 Aug 2017 19:45:18 +0200, Marc Haber
><mh+usene...@zugschl.us> wrote:
>
>>Jan Marco Funke <jmf+use...@sags-per-mail.de> wrote:
>>>Aber es tut sich was in der Schweiz, in Sachen Barrierefreiheit sind sie
>>>uns im Fernverkehr mittlerweile sogar schon etwas voraus.
>>
>>Im Nahverkehr, z.B. auf der Berninabahn, werden Zugangsstellen
>>ersatzlos geschlossen weil die Herstellung der Barrierefreiheit
>>entweder nicht möglich oder völlig unwirtschaftlich wäre.
>
>Selbiges droht auch der Murgtal-Station Kirschbaumwasen.
>
Bei Marcs Beispiel spielt vmtl. auch der Umbau von Poschiavo mit einem neuen
Begegnungsabschnitt mit rein.
Evtl. bräuchte es dann für die durchschnittlich 5 Fahrgäste am Tag dann zwei
Bahnsteige.

Marc Haber

unread,
Aug 17, 2017, 3:33:40 AM8/17/17
to
Ralf Gunkel <nutznetz.nos...@richtige-stellwerke.de> wrote:
>Am 14.08.17 22:35, schrieb Martin Theodor Ludwig:
>>On Sat, 12 Aug 2017 19:45:18 +0200, Marc Haber
>><mh+usene...@zugschl.us> wrote:
>>
>>>Jan Marco Funke <jmf+use...@sags-per-mail.de> wrote:
>>>>Aber es tut sich was in der Schweiz, in Sachen Barrierefreiheit sind sie
>>>>uns im Fernverkehr mittlerweile sogar schon etwas voraus.
>>>
>>>Im Nahverkehr, z.B. auf der Berninabahn, werden Zugangsstellen
>>>ersatzlos geschlossen weil die Herstellung der Barrierefreiheit
>>>entweder nicht möglich oder völlig unwirtschaftlich wäre.
>>
>>Selbiges droht auch der Murgtal-Station Kirschbaumwasen.
>>
>Bei Marcs Beispiel spielt vmtl. auch der Umbau von Poschiavo mit einem neuen
> Begegnungsabschnitt mit rein.
>Evtl. bräuchte es dann für die durchschnittlich 5 Fahrgäste am Tag dann zwei
> Bahnsteige.

IIRC geht es um den Haltepunkt nördlich von Poschiavo, um den es
vermutlich wirklich nicht schade wäre, weil er 2 km und 200 Höhenmeter
vom Ort entfernt liegt, und um einen weiteren mitten in einem kleinen
Ort zwischen Brusio und Campocologno.

Ralf Gunkel

unread,
Aug 17, 2017, 6:20:47 AM8/17/17
to
Am 17.08.17 09:33, schrieb Marc Haber:
>Ralf Gunkel <nutznetz.nos...@richtige-stellwerke.de> wrote:
>>Am 14.08.17 22:35, schrieb Martin Theodor Ludwig:
>>>On Sat, 12 Aug 2017 19:45:18 +0200, Marc Haber
>>><mh+usene...@zugschl.us> wrote:
>>>
>>>>Jan Marco Funke <jmf+use...@sags-per-mail.de> wrote:
>>>>>Aber es tut sich was in der Schweiz, in Sachen Barrierefreiheit sind sie
>>>>>uns im Fernverkehr mittlerweile sogar schon etwas voraus.
>>>>
>>>>Im Nahverkehr, z.B. auf der Berninabahn, werden Zugangsstellen
>>>>ersatzlos geschlossen weil die Herstellung der Barrierefreiheit
>>>>entweder nicht möglich oder völlig unwirtschaftlich wäre.
>>>
>>>Selbiges droht auch der Murgtal-Station Kirschbaumwasen.
>>>
>>Bei Marcs Beispiel spielt vmtl. auch der Umbau von Poschiavo mit einem neuen
>> Begegnungsabschnitt mit rein.
>>Evtl. bräuchte es dann für die durchschnittlich 5 Fahrgäste am Tag dann zwei
>> Bahnsteige.
>
>IIRC geht es um den Haltepunkt nördlich von Poschiavo, um den es
>vermutlich wirklich nicht schade wäre, weil er 2 km und 200 Höhenmeter
>vom Ort entfernt liegt,

Privilasco
Das Kundenpotential ist recht gering.
Ausser ein Rudel debx-ler steigt aus. :-)

>und um einen weiteren mitten in einem kleinen
>Ort zwischen Brusio und Campocologno.
>
Campascio ist sehr speziel.
Im Bogen mit Überhöhunhg ist da kaum ein sinnvoller Bstg zu bauen. Zudem
ist der heute schon zu kurz und auch nicht verlängerbar.

Marc Haber

unread,
Aug 17, 2017, 10:45:42 AM8/17/17
to
Ralf Gunkel <nutznetz.nos...@richtige-stellwerke.de> wrote:
>Am 17.08.17 09:33, schrieb Marc Haber:
>>IIRC geht es um den Haltepunkt nördlich von Poschiavo, um den es
>>vermutlich wirklich nicht schade wäre, weil er 2 km und 200 Höhenmeter
>>vom Ort entfernt liegt,
>
>Privilasco
>Das Kundenpotential ist recht gering.
>Ausser ein Rudel debx-ler steigt aus. :-)

Ist das da schonmal passiert?

>>und um einen weiteren mitten in einem kleinen
>>Ort zwischen Brusio und Campocologno.
>>
>Campascio ist sehr speziel.
>Im Bogen mit Überhöhunhg ist da kaum ein sinnvoller Bstg zu bauen. Zudem
> ist der heute schon zu kurz und auch nicht verlängerbar.

Ja, und deswegen gibt man den Halt komplett auf. Verrückte Welt.

Klaus von der Heyde

unread,
Aug 17, 2017, 2:09:48 PM8/17/17
to
Marc Haber wrote:
> Ralf Gunkel wrote:
>>Campascio ist sehr speziel.
[…]
> Ja, und deswegen gibt man den Halt komplett auf. Verrückte Welt.

War da nicht auch was mit Fahrzeitverkürzung? Raufwärts habe ich das
Anfahren an der Station auch als ziemlich gemächlich in Erinnerung.
Mag sein dass das mit den Allegra nun besser ist?

-- Klaus

Ralf Gunkel

unread,
Aug 17, 2017, 3:18:34 PM8/17/17
to
Am 17.08.17 16:45, schrieb Marc Haber:
>Ralf Gunkel <nutznetz.nos...@richtige-stellwerke.de> wrote:
>>Am 17.08.17 09:33, schrieb Marc Haber:
>>>IIRC geht es um den Haltepunkt nördlich von Poschiavo, um den es
>>>vermutlich wirklich nicht schade wäre, weil er 2 km und 200 Höhenmeter
>>>vom Ort entfernt liegt,
>>
>>Privilasco
>>Das Kundenpotential ist recht gering.
>>Ausser ein Rudel debx-ler steigt aus. :-)
>
>Ist das da schonmal passiert?

Das müsste beim vorletzten CH debx gewesen sein als wir in Pontresina
übernachteten und nicht riskieren wollten dass der Umstieg in die Rückfahrt
in Poschiavo nicht klappt.

>
>>>und um einen weiteren mitten in einem kleinen
>>>Ort zwischen Brusio und Campocologno.
>>>
>>Campascio ist sehr speziel.
>>Im Bogen mit Überhöhunhg ist da kaum ein sinnvoller Bstg zu bauen. Zudem
>> ist der heute schon zu kurz und auch nicht verlängerbar.
>
>Ja, und deswegen gibt man den Halt komplett auf. Verrückte Welt.
>
Wobei Campascio wirklich ein sehr spezieller Halt ist.

Gruß Ralf
--
"Sicherungsdatei ist gelebte Paranoia. Und das ist gut so." Dirk Möbius in
deb*

eisenr...@gmail.com

unread,
Aug 18, 2017, 8:45:14 AM8/18/17
to
Am Donnerstag, 17. August 2017 16:45:42 UTC+2 schrieb Marc Haber:
> Ralf Gunkel <nutznetz.nos...@richtige-stellwerke.de> wrote:
> >Im Bogen mit Überhöhunhg ist da kaum ein sinnvoller Bstg zu bauen. Zudem
> > ist der heute schon zu kurz und auch nicht verlängerbar.
>
> Ja, und deswegen gibt man den Halt komplett auf. Verrückte Welt.
>
> Grüße
> Marc
Gesetz ist eben Gesetz
https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20152846/index.html

Es gibt nicht wenige Bürger, besonders Gemeinderäte, aber auch Behinderte, die die Umsetzung des Gesetzes für wenig sinnvoll halten. Natürlich kann man das Gesetz so umsetzen, dass man Niederflurbusse einsetzt; man verschiebt die Kosten an einen anderen Verkehrsträger, aber da geht es auch ums Geld. Am Ende fährt dann gar nichts mehr - weder Bahn noch Bus.

Ulf Kutzner

unread,
Apr 24, 2023, 6:12:32 AM4/24/23
to
Andy schrieb am Dienstag, 8. August 2017 um 00:08:43 UTC+2:

> Wieder so ein Erlebnis am Samstag im IC zwischen Köln und Hamburg:
>
> - Platzreservierungen im Abteil gebucht, doch die Bahn entschied, unter dieser Wagennummer einen reinen Großraumwagen bereitzustellen.
>
> - Platzreservierungen in Fahrtrichtung gebucht, aber der Wagen war verkehrt rum angehängt -> Sitze gegen die Fahrtrichtung.
>
> - Zwei von vier reservierten Sitzplätzen waren auch anderweitig reserviert (und nein, wir waren wirklich im richtigen Wagen). Laut Zub kann es bei Familienreservierungen schon vorkommen, dass Kindersitzplätze nicht geblockt werden.
>
> - Ein Wagen fehlte, die anderen waren ausgebucht, deshalb wurden Reisende mit Reservierung im fehlenden Wagen (sowie Reisende ohne Reservierung) per Durchsage wiederholt gebeten, den nächsten Zug zu nehmen (der aber keine Direktverbindung war), und sonst mit Zwangsräumung gedroht.


> War wieder eine ganz "tolle" Fahrt.

Eine neue Masche der DB ist, am Bahnsteig spontan Reservierungspflicht
zu verkünden, was nicht zuletzt die in Konflikte stürzt, die unreserviert und
zuggebunden fahren.

Gut, gab es hier vor ca. 20 Jahren beim Nachtzug nach Mailand mal ähnlich.
0 new messages