Ralf Gunkel <
nutznetz.nos...@ralf-gunkel.de> writes:
> Am 13.02.2012 21:06, schrieb frank paulsen:
>> Ralf Gunkel<
nutznetz.nos...@ralf-gunkel.de> writes:
>> das ist durchaus richtig, ja. dass die deutsche eisenbahn das aber
>> bisher nicht einfach so, als abfallprodukt, hinbekommen hat, finde ich
>> trotzdem peinlich.
>
> Was ist daran Peinlich?
> Wenn du eine Palette aus einem LKW auslädst weiss auch keiner mehr wo
> sie ist wenn sie nicht gleich wieder eingescannt wird oder einen
> eigenen RFID oder sonswas hat.
es geht in halbwegs normalen betrieben keine palette ueber die rampe,
ohne gescannt zu werden. dass sich das langsam von barcodes zu RFID
verschiebt, ist nur noch eine marginale aenderung. vor zwanzig jahren
hat man das per ankreuzliste gemacht, und heute macht man das in
winzelfirmen auch noch so, aber in der regel laeuft das heute
elektronisch unterstuetzt.
> Der Wagen in einem Zug ist eine Kiste in einem LKW. Wie die Kiste im
> Wagen beim ausladen aus dem Wagen.
warum hat der wagen im zug nicht wie ein container seit ungefaehr
zwanzig jahren einen aus der distanz lesbaren barcode?
die norm fuer codes existiert, distanzleser sind heute richtig billig
geworden, und platz ist an so einem wagen auch genug.
stattdessen sitzt da irgendwo ein wagenmeister und guckt mit nem
*fernglas* hin, ob die wagenreihung stimmt. anyway, selbst eine
wagenliste auf papier sollte in einem gesunden betrieb schnellstmoeglich
in der EDV landen, und dann auch vom kunden (auf sein ladegut bezogen!)
abfragbar sein.
meine guete, ich habe 1992 in einem chemieunternehmen praktikum gemacht,
und die kesselwagentransponder bei der uebergabe von der hafenbahn
ausgelesen. war zwar ein rumpeliges geraetchen, aber es funktionierte.
> Offenbar verstehst du den unterschied zwischen Zugfahrten und
> Rangieren nicht.
ein teil meines jobs ist es, genau die probleme zu loesen, die mit der
elektronischen verfolgung von sendungen zu tun haben. das ist je nach
partner unterschiedlich kompliziert, das faengt bei kleinen kurieren mit
gefaxten zetteln an (die kann man mitlerweile aber auch dazu bringen,
die daten gleich in ein webformular einzutragen, wenn sie keine scanner
kaufen wollen) und geht bis hin zu per EDIFACT komplett verfolgbaren
betriebsablaeufen.
nur, Die Bahn steht dabei trotz ihrer groesse qualitativ irgendwo im
unteren mittelfeld, auf dem niveau einer regionalen spedition, die
gerade dabei ist, dinge einzufuehren, die wir vor vieleicht fuenfzehn
jahren konzipiert haben. (und zig andere softwarehersteller natuerlich
auch, ist ja alles kein hexenwerk)
da muss ich halt immer wieder den kopf schuetteln, warum das so ist.
die SBB haben uebrigens seit drei jahren so eine RFID-loesung mit
distanzlesung produktiv, samt kundenschnittstelle...
--
frobnicate foo