im Münchener Nahverkehr ist mir aufgefallen, dass die Fahrzeuge dort
meist deutlich voller sind als man es etwa von Rhein-Ruhr gewöhnt ist.
Zur S-Bahn: Einige S-Bahn-Linien scheinen werktags ganztags, also auch
außerhalb der HVZ, so voll zu sein, dass schon ab M-Pasing kaum mehr
ein Sitzplatz in Fahrtrichtung Zentrum verfügbar ist. Aufgefallen ist
mir das insbesondere bei der S5. Nun ist ja wegen der Überlastung der
S-Bahn ein 10-Min-Takt geplant. Warum kann man nicht schon heute
agieren und mehr Kapazität durch Ausdehnung planmäßiger
Dreifachtraktion erreichen? Die S5 kann in Dreifachtraktion fahren
(jedenfalls bis Germering), denn sie tut es während der HVZ. Warum
wird man nicht im Vorgriff auf den 10-Min-Takt bereits heute werktags
tagsüber soweit möglich durchgängig in Dreifachtraktion gefahren? Die
dazu notwendigen Fahrzeuge hätte beim Austausch der 420 durch 423
beschaffen können, für den folgenden 10-Min-Takt werden sie eh
gebraucht.
Zur U-Bahn: Münchener mögen das als normal empfinden, ich empfand die
Münchener U-Bahn tagsüber als erschreckend voll, meine Erfahrungen
beziehen sich dabei hauptsächlich auf die U5. Diese verkehrt tagsüber
im 10-Min-Grundtakt. Die Fahrzeuge (Dreifachtraktion) sind aus Ri.
Neuperlach Süd kommend bereits ab Neuperlach Zentrum, also zwei
Stationen nach der Endstelle, so voll, dass kaum mehr Sitzplätze zur
Verfügung stehen und viele Fahrgäste stehen. Zum Schülerverkehr
mittags - der ebenfalls keine Taktverdichtung auszulösen scheint - ist
dann noch engere Sardinendose angesagt. Ich bin jedenfalls jedesmal
froh gewesen, als ich die U-Bahn verlassen konnte. Gemäß
Fahrplanaushang wird mo-do ab etwa 15:30 Uhr bis 18 Uhr auf der U5
nicht nur im 5-Min-Takt gefahren, sondern darüber hinaus mit der U8
auch noch eine weitere Linie angeboten, d.h. 18 Fahrten die Stunde
statt 6 Fahrten die Stunde, freitags dagegen bleibt es bei 6 Fahrten
pro Stunde. Ist die Nachfrage freitags nachmittags wirklich so viel
geringer, dass es vertretbar ist, die Stundenkapazitäten um 2/3 zu
kürzen? Ich kann mir das kaum vorstellen. Darüber hinaus scheint der
10-Min-Takt tagsüber außerhalb der Hauptverkehrszeiten auch kaum
ausreichend. Aus welchem Grund wird in München die U-Bahn derart
sardinendosenmäßig betrieben? An mangelnder Nachfrage kann ein
durchgängiger 5-Min-Takt etwa auf der U5 wohl kaum scheitern, denn
diese ist offensichtlich vorhanden.
Steve
> im Münchener Nahverkehr ist mir aufgefallen, dass die Fahrzeuge dort
> meist deutlich voller sind als man es etwa von Rhein-Ruhr gewöhnt ist.
Daran ist klar zu sehen, dass im Ruhrpott das ÖV-Angebot eh viel zu
üppig ist.
SCNR
--
Oliver Schnell
Noch schlimmere Zustände als im Ruhrgebiet, das kann doch gar nicht sein
;-)
> Zur S-Bahn: Einige S-Bahn-Linien scheinen werktags ganztags, also auch
> außerhalb der HVZ, so voll zu sein, dass schon ab M-Pasing kaum mehr
> ein Sitzplatz in Fahrtrichtung Zentrum verfügbar ist. Aufgefallen ist
> mir das insbesondere bei der S5. Nun ist ja wegen der Überlastung der
> S-Bahn ein 10-Min-Takt geplant. Warum kann man nicht schon heute
> agieren und mehr Kapazität durch Ausdehnung planmäßiger
> Dreifachtraktion erreichen?
Werktags zu Spitzenzeiten fahren überall außer auf der S7
Dreifachtraktionen (zumindest auf den inneren Abschnitten). Da ist kein
Spielraum mehr und zu diesen Zeiten gibt es die größten Probleme. Abends
oder am WE kommt das mit dem Stehen eher vereinzelt vor. Das Problem ist
der morgendliche und nachmittagliche Berufsverkehr (letzterer dauert den
ganzen Nachmittag und überlagert sich natürlich mit dem Einkaufsverkehr).
> Die S5 kann in Dreifachtraktion fahren
> (jedenfalls bis Germering), denn sie tut es während der HVZ.
Müßte bis Herrsching und (mindestens) Grafing Bf, vermutlich sogar EBE
gehen.
> Zur U-Bahn: Münchener mögen das als normal empfinden, ich empfand die
> Münchener U-Bahn tagsüber als erschreckend voll, meine Erfahrungen
> beziehen sich dabei hauptsächlich auf die U5.
Das ist noch die mit Abstand (!) am schwächsten ausgelastete Stammlinie. U2
und U3/6 snd noch deutlich voller.
> Diese verkehrt tagsüber
> im 10-Min-Grundtakt. Die Fahrzeuge (Dreifachtraktion) sind aus Ri.
> Neuperlach Süd kommend bereits ab Neuperlach Zentrum, also zwei
> Stationen nach der Endstelle, so voll, dass kaum mehr Sitzplätze zur
> Verfügung stehen und viele Fahrgäste stehen.
Neuperlach Süd hatte bis zur Eröffnung der Messe-U-Bahn 2 Linien (heute zur
HVZ 1 1/2 bis Neuperlach Zentrum, sonst 1). Wird immer wieder zu Recht
kritisiert. Unterversorgt ist auch die U2 nördlich des Hbf, da die
Stammlinie sich schon am Hbf mitten in der Stadt verzweigt. An der Stelle
hat man das an sich sinnvolle System, den Kernstadtbereich mit zwei zu
einer Stammstrecke gebündelten Linien zu befahren, die sich dann in den
dünner besiedelten Außenbezirken gabeln, nicht konsequent durchgezogen.
Eine Zusatzlinie Olympiazentrum - Hbf - Neuperlach außerhalb der HVZ wäre
sinnvoll.
> kürzen? Ich kann mir das kaum vorstellen. Darüber hinaus scheint der
> 10-Min-Takt tagsüber außerhalb der Hauptverkehrszeiten auch kaum
> ausreichend. Aus welchem Grund wird in München die U-Bahn derart
> sardinendosenmäßig betrieben? An mangelnder Nachfrage kann ein
> durchgängiger 5-Min-Takt etwa auf der U5 wohl kaum scheitern, denn
> diese ist offensichtlich vorhanden.
Im Prinzip werden zwei Linien gebündelt gefahren. Das macht in der inneren
Stadt einen 5er-Takt, auf den Außenästen einen 10er-Takt. Zu HVZ das
doppelte. Ist so im großen und ganzen schon angemessen. Nur an manchen
Stellen, genauer auf der U1/2 hat man das nicht so durchgezogen.
P.S.: Die U3/6 scheinst Du nicht genutzt zu haben, zum Glück möchte man
fast sagen. Oder kommt das dann im nächsten posting?
Gruß,
Christoph
Mir ist aufgefallen daß es für den Verkähr in München sogar eine eigene
News-Group gibt:
muc.verkehr ! ;-))
--
Gruß Folke aus
44867 Wattenscheid
> > In München ist mir aufgefallen, dass die Straßen dort
> > meist deutlich voller sind als man es etwas von Rhein-
> > Ruhr gewöhnt ist.
Na ja. Das gilt m.E. nur für das Stadtgebiet (obwohl mir da Vergleiche
zur Essener oder Dortmunder Innenstadt fehlen) und einige besonders
prädestinierte Zulaufstrecken (Neufahrn - Garching). Dazu kommt noch die
Ausnahmesitution des Urlaubsverkehrs, der München wohl wirklich stärker
trifft als Rhein-Ruhr.
Die Verkehrsnachrichten des WDR sind nach meiner Erfahrung in der HVZ
deutlich umfangreicher als die des BR. Morgens kann m.E. schon der Raum
Köln locker mit München konkurrieren. Die A59 im Zulauf auf Köln ist
bestimmt nicht besser als die A9.
Aus dem Netz mal ein paar Daten (nur am Rande der HVZ und jeweils
_landesweit_ aber jeder kann ja mal morgens um 8 nachschauen bzw. nur
das werten was er als Großraum München oder Rhein/Ruhr versteht):
| NRW-Verkehrslage
| Stand: 16.09.03 16:46 (Quelle: Polizei und ADAC/WDR-Staufinder)
|
| [A1] Leverkusen Richtung Euskirchen zwischen Kreuz Köln-West und
| Frechen 1km Stau
| [A1] Leverkusen Richtung Köln zwischen Kreuz Köln-Nord und Köln-
| Bocklemünd 2km Stau
| [A1] Münster Richtung Bremen zwischen Kreuz Lotte/Osnabrück und
| Osnabrück-Hafen Unfall, 2km Stau
| [A1] Osnabrück Richtung Bremen zwischen Bramsche und
| Neuenkirchen/Vörden Baustelle, 6km Stau
| [A3] Leverkusen Richtung Köln zwischen Köln-Mülheim und Köln-
| Dellbrück 1km Stau
| [A3] Oberhausen Richtung Leverkusen zwischen Kreuz Breitscheid und
| Mettmann 2km Stau
| [A3] Frankfurt Richtung Leverkusen zwischen Dreieck Heumar und
| Kreuz Köln-Ost 1km Stau
| [A4] Olpe Richtung Köln zwischen Köln-Poll und Kreuz Köln-Süd 3km
| Stau
| [A44] Kassel Richtung Dortmund zwischen Zierenberg und Breuna 2km
| Stau
| [A57] Krefeld Richtung Köln zwischen Kreuz Kaarst und Holzbüttgen
| 1km Stau
| [A57] Köln Richtung Krefeld zwischen Neuss-Reuschenberg und Neuss-
| West 1km Stau
| [A57] Köln Richtung Krefeld zwischen Kreuz Kaarst und Bovert 1km
| Stau
| [A59] Köln Richtung Bonn zwischen Dreieck Köln-Porz und Tankstelle
| Schloß Röttgen 2km Stau
| Verkehrsmeldungen des Bayerischen Rundfunks
|
| 16:46 Uhr: Vorsicht auf der A9 Berlin Richtung Nürnberg
| zwischen Hormersdorf und Schnaittach Gefahr durch Gegenstände auf
| der Fahrbahn (Lkw-Reifenteile auf beiden Spuren)
| 16:46 Uhr: Vorsicht auf der A92 München Richtung Deggendorf
| zwischen Wörth an der Isar und Dingolfing Unfall, Stau, Gefahr
| durch Gegenstände auf der Fahrbahn
| 16:46 Uhr: A3 Nürnberg Richtung Würzburg
| zwischen Schlüsselfeld und Geiselwind Baustelle, 7 km Stau
| 16:46 Uhr: A3 Frankfurt Richtung Würzburg
| zwischen Offenbacher Kreuz und Obertshausen Unfall, 4 km Stau
| 16:46 Uhr: A6 Nürnberg Richtung Heilbronn
| zwischen Ansbach und Herrieden Baustelle, 5 km Stau
| 16:46 Uhr: A8 Salzburg Richtung München
| zwischen Irschenberg und Weyarn linke Richtungsfahrbahn gesperrt
| 16:46 Uhr: A9 München Richtung Nürnberg
| zwischen München-Schwabing und München-Frankfurter Ring Stau
| 16:46 Uhr: A9 München Richtung Nürnberg zwischen München-Freimann
| und Kreuz München-Nord 2 km stockender Verkehr
| 16:46 Uhr: Die A9 Nürnberg Richtung Berlin ist zwischen Trockau
| und Bayreuth-Nord nach einem LKW-Unfall gesperrt. 7 km Stau
| 16:46 Uhr: A9 Berlin Richtung Nürnberg
| zwischen Naila/Selbitz und Hof-West Baustelle, Staugefahr
| 16:46 Uhr: A96 Lindau - München in beiden Richtungen
| zwischen Landsberg am Lech-Ost und Schöffelding Dauerbaustelle,
| Behinderungen - die Anschlußstelle Schöffelding in Fahrtrichtung
| Lindau ist voraussichtlich bis 21.09.2003 gesperrt
| 16:46 Uhr: Die B304 Wasserburg am Inn - Freilassing in beiden
| Richtungen ist zwischen Altenmarkt und Stein an der Traun wegen
| Bauarbeiten bis voraussichtlich 26.September gesperrt - eine
| Umleitung ist eingerichtet.
| 16:46 Uhr: Die S2062 Murnau - Kochel am See in beiden Richtungen
| ist zwischen Großweil und Kochel am See nach einem Unfall gesperrt
| - die Polizei leitet um
|
| Copyright (c) 2003 Bayerischer Rundfunk
| Quelle: BR-Radionachrichten
> Mir ist aufgefallen daß es für den Verkähr in München sogar eine eigene
> News-Group gibt:
> muc.verkehr ! ;-))
Wow! Und sogar da ist mehr Verkehr als in nrw.verkehr. Obwohl der
Großraum München gerade mal satte 2 Mio Ew hat und NRW so mal grob das
neunfache.
Schönen Gruß,
Edmund Lauterbach
mailto:e.laut...@gmx.de
--
-- Reiseberichte und andere Geschichten -- Bahnen in Bonn --
-- http://home.arcor.de/e.lauterbach/ --
-- Konzepte für den ÖPNV -- Stadtbahnen und Artverwandtes --
Der Aufgabenträger spart auf den Transrapid!
Außerdem weiß ich nicht, wie es genau mit der Fahrzeugzahl ausssieht.
Dass für die HVZ genügend da sind, heißt nicht, daß man nicht außerhalb
der HVZ eine bestimmte Anzahl für Wartungsarbeiten rausziehen muß.
> Zur U-Bahn: Münchener mögen das als normal empfinden, ich empfand die
> Münchener U-Bahn tagsüber als erschreckend voll, meine Erfahrungen
> beziehen sich dabei hauptsächlich auf die U5. Diese verkehrt tagsüber
> im 10-Min-Grundtakt.
Die U5 ist _nicht_ die am stärksten ausgelastete Strecke.
> Die Fahrzeuge (Dreifachtraktion) sind aus Ri.
> Neuperlach Süd kommend bereits ab Neuperlach Zentrum, also zwei
> Stationen nach der Endstelle, so voll, dass kaum mehr Sitzplätze zur
> Verfügung stehen und viele Fahrgäste stehen.
Das Problem Neuperlach haben wir der Neuen Messe zu verdanken
(Alternativen wie S-Bahn zur Messe oder vielleicht U4 zur Messe
scheiterten politisch). Und einer gewissen Sturheit der MVG-Führung. Das
sind Machtspielchen - je weniger man dem Stadtrat auf der Tasche liegt,
umso weniger werden die Entscheidungskompetenzen beschitten. Da preßt
man lieber Fahrgäste und schaut gegenüber der Politik gut aus.
Das Münchner U-Bahn-Netz ist ja auch schon was historienbelastet. Es
waren mal vier Stammäste und der komplette Ersatz der Tram geplant. Jede
Strecke ist aber weniger Kind rationaler, fahrgastfruendlicher Planung
und viel mehr Kind ihre (Bau-)Zeit und dem was zu der Zeit gerade Mode
war. Man schau nur mal auf die U1 Rotkreuzplatz - Westfriedhof, die
Haltestellenabstände, die sich daraus ergebenen Fußwege, und wieviele
Oberglächenhaltestellen auf dem Abschnitt vor der U-bahn-Zeit
existieren. Oder die (nach Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten) total unnötige
U1 Mangfallplatz, die eine Folge davon ist, dass man sich nicht
eingestehen, dass Planungen auch irgendwann überholt sind und in der
Schublade (bzw. Reißwolf) am Besten aufgehoben sind.
> Gemäß
> Fahrplanaushang wird mo-do ab etwa 15:30 Uhr bis 18 Uhr auf der U5
> nicht nur im 5-Min-Takt gefahren, sondern darüber hinaus mit der U8
> auch noch eine weitere Linie angeboten, d.h. 18 Fahrten die Stunde
> statt 6 Fahrten die Stunde, freitags dagegen bleibt es bei 6 Fahrten
> pro Stunde. Ist die Nachfrage freitags nachmittags wirklich so viel
> geringer, dass es vertretbar ist, die Stundenkapazitäten um 2/3 zu
> kürzen? Ich kann mir das kaum vorstellen.
Ich auch nicht. :-(
> Aus welchem Grund wird in München die U-Bahn derart
> sardinendosenmäßig betrieben?
Siehe oben zu "Machtspielchen".
> An mangelnder Nachfrage kann ein
> durchgängiger 5-Min-Takt etwa auf der U5 wohl kaum scheitern, denn
> diese ist offensichtlich vorhanden.
Auf dem Westast verkehrt sie aber zusammen mit der U4. Und da sind 2
5-Minuten-Takte außerhalb der HVZ vielleicht leicht zuviel. Siehe oben
zu Historie.
> > Warum kann man nicht schon heute
> > agieren und mehr Kapazität durch Ausdehnung planmäßiger
> > Dreifachtraktion erreichen?
>
> Werktags zu Spitzenzeiten fahren überall außer auf der S7
> Dreifachtraktionen (zumindest auf den inneren Abschnitten).
Auch das hat man aber zeitlich eingeschränkt. Ich fahre morgens Ri. FS
(Ankunft zwischen 8 und 8:30) immer nur Vollzug, ab Neufahrn Kurzzug -
das war vor ein paar Jahren noch anders.
Am schlimmsten sind auf der S1 die Samstagsverkehre. Die Züge zum
Flugahfen fahren oft ab Ostbf als Kurzzug. Das ist dann am Nachmittag
Marienplatz zunächst mal ein Verspätungsquell, da die Leute nicht mit
einem Kurzzug rechen. Fluggepäck und Einkaufstüten belegen Sitz und die
Stehplätze - die Fahrgäste klettern am Besten in die Gepäcknetze. Am
vormittag stadteinwärts nicht viel besser.
Dafür haben wir wegen der Baustellenverkehre am Sonntag dann Langzüge.
> Neuperlach Süd hatte bis zur Eröffnung der Messe-U-Bahn 2 Linien (heute zur
> HVZ 1 1/2 bis Neuperlach Zentrum, sonst 1). Wird immer wieder zu Recht
> kritisiert. Unterversorgt ist auch die U2 nördlich des Hbf, da die
> Stammlinie sich schon am Hbf mitten in der Stadt verzweigt. An der Stelle
> hat man das an sich sinnvolle System, den Kernstadtbereich mit zwei zu
> einer Stammstrecke gebündelten Linien zu befahren, die sich dann in den
> dünner besiedelten Außenbezirken gabeln, nicht konsequent durchgezogen.
> Eine Zusatzlinie Olympiazentrum - Hbf - Neuperlach außerhalb der HVZ wäre
> sinnvoll.
Sieh auch http://home.arcor.de/e.lauterbach/ubahn/ ;-)
>Außerdem weiß ich nicht, wie es genau mit der Fahrzeugzahl ausssieht.
>Dass für die HVZ genügend da sind, heißt nicht, daß man nicht außerhalb
>der HVZ eine bestimmte Anzahl für Wartungsarbeiten rausziehen muß.
Nun, weitere Fahrzeuge müssen ja eh beschafft werden, da auf drei
Linien bald der 10-Min-TAkt kommen soll.
>Die U5 ist _nicht_ die am stärksten ausgelastete Strecke.
Oh je...
> Und einer gewissen Sturheit der MVG-Führung. Das
>sind Machtspielchen - je weniger man dem Stadtrat auf der Tasche liegt,
>umso weniger werden die Entscheidungskompetenzen beschitten. Da preßt
>man lieber Fahrgäste und schaut gegenüber der Politik gut aus.
Kosten senken auf Kosten der Fahrgäste - also das allgemeine Problem,
das wir derzeit nahezu überall erleben können.
>Das Münchner U-Bahn-Netz ist ja auch schon was historienbelastet. Es
>waren mal vier Stammäste und der komplette Ersatz der Tram geplant.
Aus heutiger Sicht wohl kaum sinnvoll, denn U-Bahn und Tram
erschließen unterschiedliche Verkehre.
>> Aus welchem Grund wird in München die U-Bahn derart
>> sardinendosenmäßig betrieben?
>
>Siehe oben zu "Machtspielchen".
Wesentlich besser als anderswo ist in München natürlich der
Spätverkehr. Trotz der Kürzungen wird nach wie vor bis kurz nach 0 Uhr
um 10-Minuten-TAkt gefahren, erst danach wird auf den für
Anschlussreisende ungünstigen 20-Min-Takt gewechselt. Wie voll sind
eigentlich die U-Bahnen in der Regel werktags so zwischen 23 Uhr und 0
Uhr? - Auch scheint die U-Bahn anch meinen Erfahrungen recht pünktlich
zu sein.
Zu den U-Bahn-Fahrzeugen: Ich empfinde die A-Wagen (?) als unangenehm,
weil man sich durch die fehlende Durchgangsmöglichkeit beengt fühlt.
Die neuen C-Wagen sind in dieser Hinsicht ja deutlich besser, da das
gesamte Fahrzeug abgegangen werden kann. Wieviel C-Wagen sind
eigentlich derzeit schon in Betrieb und auf welchen Linien fahren sie?
Ich konnte leider keine C-Wagen sehen.
Von wann bis wann wurden die A-Wagen beschafft und gibt es über die 10
bestellten Züge hinaus einen Zeitplan, wann wie viele weitere C-Wagen
kommen sollen? Ich konnte im Netz dazu nichts finden.
Steve