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Kurt Krömer und die Berliner U-Bahn

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Oliver Lemke

unread,
Mar 9, 2007, 6:40:01 AM3/9/07
to
Moin,

Kurt Krömer ein Berliner...hmm..Kabarettist, Comedian, etc. pp. führt in
einer seiner Nummern die Berliner U-Bahn-Fahrer als Inbegriff der
Freundlichkeit an.

Als Beispiel nennt er die "nonchalante Art", wie man darauf hingewiesen
wird, dass man mit dem Fahrrad nicht in den 1. Wagen einsteigen solle.
On-Topic-Frage: Darf man das wirklich nicht in Berlin und wenn ja - warum?

Gruß

Oli

--
Ausrüstung der örtlichen Aufsicht:
Die örtliche Aufsicht trägt eine rote Mütze.

Konzernrichtlinie 408 der Deutschen Bahn AG, Modul 0325, Absatz 3

Dieter Bruegmann

unread,
Mar 9, 2007, 6:56:20 AM3/9/07
to
Oliver Lemke (Fri, 09 Mar 2007 12:40:01 +0100):

> Moin,

Mahlzeit!

> Kurt Krömer ein Berliner...hmm..Kabarettist, Comedian, etc. pp. führt in
> einer seiner Nummern die Berliner U-Bahn-Fahrer als Inbegriff der
> Freundlichkeit an.
>
> Als Beispiel nennt er die "nonchalante Art", wie man darauf hingewiesen
> wird, dass man mit dem Fahrrad nicht in den 1. Wagen einsteigen solle.
> On-Topic-Frage: Darf man das wirklich nicht in Berlin und wenn ja - warum?

Man darf es nicht, weil im ersten Wagen die Tür zum Cockpit nicht
verstellt werden darf.

Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://bruhaha.de/
der tempel der al-lat, der gnaedigen und hilfreichen, liegt in
zarhada, der hauptstadt des heiligen landes. dort dann einfach immer
der blutspur hinterher. (Rita Fernsler in detebe)

Oliver Lemke

unread,
Mar 9, 2007, 8:23:52 AM3/9/07
to
Dieter Bruegmann schrieb:

>
> Oliver Lemke (Fri, 09 Mar 2007 12:40:01 +0100):
>>
>>Als Beispiel nennt er die "nonchalante Art", wie man darauf hingewiesen
>>wird, dass man mit dem Fahrrad nicht in den 1. Wagen einsteigen solle.
>>On-Topic-Frage: Darf man das wirklich nicht in Berlin und wenn ja - warum?
>
>
> Man darf es nicht, weil im ersten Wagen die Tür zum Cockpit nicht
> verstellt werden darf.

Ach so, der Mehrzweckraum ist direkt hinter den Fahrerstand? Das erklärt
es natürlich.

Oli, der nur Straßenbahnen vor der(n) Türen hat, deren Mehrzweckraum in
mehr Richtung Mitte[1] liegt.

[1] Nicht Berlin-, sondern auf den Wagen bezogen.

Uwe Sinha

unread,
Mar 9, 2007, 12:43:31 PM3/9/07
to
Oliver Lemke <o.l...@tu-bs.de> schrieb:

> Dieter Bruegmann schrieb:
> >
>> Oliver Lemke (Fri, 09 Mar 2007 12:40:01 +0100):
>>>
>>>Als Beispiel nennt er die "nonchalante Art", wie man darauf hingewiesen
>>>wird, dass man mit dem Fahrrad nicht in den 1. Wagen einsteigen solle.
>>>On-Topic-Frage: Darf man das wirklich nicht in Berlin und wenn ja - warum?
>>
>>
>> Man darf es nicht, weil im ersten Wagen die Tür zum Cockpit nicht
>> verstellt werden darf.

> Ach so, der Mehrzweckraum ist direkt hinter den Fahrerstand?

[...]

Ja, zumindest bei den Baureihen A3L (Kleinprofil) und F (Großprofil),
ebenso bei den nicht modernisierten GI/1-Zügen (auch Kleinprofil). Die
neueren, durchgängig begehbaren Züge (Baureihe H bzw. Hk) haben
Klappsitze an den Übergängen zwischen den einzelnen "Wagen". Dort kann
man Kinderwagen, Fahrräder o.ä. abstellen, es sei denn, dort sitzt schon
jemand[1]. Bei den modernisierten GI-Zügen sind jeweils zwei Trieb- und
zwei Beiwagen zu einer Einheit zusammengefaßt, Übergänge zwischen den
einzelnen Wagen gibt es dort nicht. Dort hast Du ein Lastenabteil im
hinteren (i.e. dem Fahrer abgewandten) Bereich eines der beiden
Triebwagen.

Es ist also zu erwarten, daß das Verbot, das Fahrrad mit in den ersten
Wagen zu nehmen, irgendwann Fallen wird.

Zum Thema "Mit dem Fahrrad nicht in den ersten Wagen" gibt es übrigens
das definitive Lied von Phil Tägert[2], von dem Kurt Krömer sich IMO
eine ganze Menge abgeguckt hat.

Griettinckx, Uwe

[1] Dasselbe Problem hat man auch in den neueren S-Bahn-Wagen (BR
481/482).
[2] "Gesungen" wird es allerdings von seinem Hai Sharky
--
"Mein Name ist so ungewöhnlich, daß ich kein Pseudonym brauche."
(Arnim Sommer in de.alt.fan.konsumterror)

Christian Einzmann

unread,
Mar 9, 2007, 12:56:00 PM3/9/07
to
"NichmitRadinersteWaagen!!!"


"Oliver Lemke" <o.l...@tu-bs.de> schrieb im Newsbeitrag
news:esrh33$1v8$1...@rzcomm2.rz.tu-bs.de...

Thomas Krickstadt

unread,
Mar 9, 2007, 1:34:27 PM3/9/07
to
Uwe Sinha:
> Oliver Lemke:

>> Als Beispiel nennt er die "nonchalante Art", wie man darauf
>> hingewiesen wird, dass man mit dem Fahrrad nicht in den
>> 1. Wagen einsteigen solle.

> Zum Thema "Mit dem Fahrrad nicht in den ersten Wagen" gibt


> es übrigens das definitive Lied von Phil Tägert[2], von dem
> Kurt Krömer sich IMO eine ganze Menge abgeguckt hat.

Hat der Vortrag von Kurt oder das Lied von Phil Ähnlichkeit
mit dem Fritz-Jingle von der Fußballweltmeisterschaft?

<http://www.fritz.de/_/_servlet/de.blueorange.xred.util.getfile/db=frz/imgcol=xred_file/key=id/keyval=76553/tbl=int_xredfile/fritz+jingle+die+welt+zu+gast+bei+freunden+ubahn.mp3>

Gruß, Thomas
--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, <mailto:use...@krickstadt.de>

Thomas Billik

unread,
Mar 9, 2007, 2:45:35 PM3/9/07
to
Uwe Sinha schrieb:

>
> Es ist also zu erwarten, daß das Verbot, das Fahrrad mit in den ersten
> Wagen zu nehmen, irgendwann Fallen wird.
>

Ich würde mal ganz frech sagen: Da kannst Du lange warten!
Die Tür dient, ganz nebenbei, auch als Fluchtweg für den Fahrer ...

--
Gruß Thomas

#############################################################
http://www.igeb.org (Homepage des Berliner Fahrgastverbandes IGEB e.V.)

Olaf Baumann

unread,
Mar 10, 2007, 1:20:15 PM3/10/07
to
"Thomas Billik" schrieb im Newsbeitrag
news:essdg2$rni$1...@news01.versatel.de...

> Die Tür dient, ganz nebenbei, auch als Fluchtweg für den Fahrer ...

Und das nicht zu unrecht, siehe der S-Bahn-Unfall im Südkreuz mit diesem
Gleisbauwasauchimmerfahrzeug.
Afaik ist der Fahrer dort auch schnell aus seiner Kabine geflüchtet.

Gruß,
Olaf


Michael F. Mehnert

unread,
Mar 10, 2007, 4:25:45 PM3/10/07
to
Oliver Lemke wrote/schrieb:

> Kurt Krömer ein Berliner...hmm..Kabarettist, Comedian, etc. pp. führt in
> einer seiner Nummern die Berliner U-Bahn-Fahrer als Inbegriff der
> Freundlichkeit an.

Ohne die Nummer zu kennen möchte ich nur mal schnell an eine alte
Berliner Volksweisheit erinnern:
»Höflichkeit ist enne Zier - schneller jeht et ohne ihr!« ;-)

Schade, das er offenbar die Zugabfertiger nicht mehr erlebt hat...
Über die gibt es nämlich die nette Anekdote, das ein Politiker mal
der BVG nahe gelegt haben soll, das die Zugabfertiger auf den
Bahnhöfen statt "Zurückbleiben!" doch besser "Zurückbleiben bitte."
sagen sollten. Das wäre höflicher und würde nichts kosten.

Darauf wurde von der BVG entgegnet, dass dies
a) ein Warnruf sei und
b) jede Abfertigung dann zwei Sekunde länger dauern würde. Auf der
U7 mit 40 Stationen wären das eineinhalb Minuten pro Richtung
also fast drei Minuten insgesamt. Folglich würde man dann im
Berufsverkehr einen Zug mehr brauchen...

Die Steigerung von "Zurückblaim!" war damals übrigens "Zurückblaim
ha' ick jeschacht!"

Mike.

--
Michael Floyd Mehnert xGCU Nervous Energy
----------------------------------------------------------------------
"Money implies poverty" a basic insight of The Culture - Iain M. Banks

Uwe Sinha

unread,
Mar 10, 2007, 5:26:57 PM3/10/07
to
Thomas Krickstadt <use...@krickstadt.de> schrieb:
> Uwe Sinha:

[...]


> Hat der Vortrag von Kurt oder das Lied von Phil Ähnlichkeit
> mit dem Fritz-Jingle von der Fußballweltmeisterschaft?

> <http://www.fritz.de/_/_servlet/de.blueorange.xred.util.getfile/db=frz/imgcol=xred_file/key=id/keyval=76553/tbl=int_xredfile/fritz+jingle+die+welt+zu+gast+bei+freunden+ubahn.mp3>

Die Kurt-Krömer-Nummer sagt mir gerade nix, aber das Lied von Phil
(bzw. Sharky) ist eine Ballade, also doch *ziemlich* anders.

HTH, Uwe (Flup2poster, weil ziemlich off-topic)

Uwe Sinha

unread,
Mar 10, 2007, 5:35:31 PM3/10/07
to
Olaf Baumann <news...@olaf-b.de> schrieb:

In der S-Bahn, zumindest in der am Südkreuz verunfallten BR 481, ist es
AFAIS nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht, sein Fahrrad o.ä. in
den 1. Wagen zu nehmen. Schließlich befindet sich dort das "Klappsitz-
abteil"[1] -- allerdings eben nicht, wie bei den älteren U-Bahn-
Baureihen, hinter der Fahrertür.

Griettinckx, Uwe

[1] Von "Gepäck-" oder "Lastenabteil" zu reden wäre vermessen, da die
Klappsitze meist von gepäcklosen Zeitgenossen, die einfach gern
lange Zeit auf Klappsitzen verbringen, besetzt sind. In dieser
Hinsicht ist die BR 481 eine Flhekonstruktion.

Michael F. Mehnert

unread,
Mar 10, 2007, 7:08:23 PM3/10/07
to
Michael F. Mehnert wrote/schrieb:

> Die Steigerung von "Zurückblaim!" war damals übrigens "Zurückblaim
> ha' ick jeschacht!"

Soll latürnich "jesacht" heißen...

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Uwe Sinha

unread,
Mar 11, 2007, 9:03:00 AM3/11/07
to
André Loop <spam3.07....@spamgourmet.com> schrieb:
> Uwe Sinha schrieb:

>>Es ist also zu erwarten, daß das Verbot, das Fahrrad mit in den ersten
>>Wagen zu nehmen, irgendwann Fallen wird.

^^^^^^^^^^

> Nein, und um Zweifel zitiere ich noch die
> Beförderungsbedingungen: Den Weisungen des Betriebspersonals
> ist Folge zu leisten.

Nur beziehen sich ja die Beförderungsbedingungen und die Weisungen des
Betriebspersonals ja immer auf den Ist-Zustand. Ich beziehe mich aber
gerade *nicht* auf den Ist-Zustand, sondern auf den Tag nach der großen
Abschiedsfeier für die Baureihen A3(L|E) und F. 8-)

Was für einen Grund hättest Du z.B., mich aus Deinem H-Zug 'rauszuwerfen,
wenn ich in den vordersten Teil (-1 bzw. -6) mit meinem Fahrrad durch die
letzte Tür einsteigen und es mir am Übergang zum zweiten Teil (-2 bzw. -5)
auf dem Klappsitz bequem machen will?

Griettinckx, Uwe

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