chg
> Bei der Muenchner U-Bahn sind fast alle Streckenabschnitte im
> Gleiswechselbetrieb befahrbar, bei der Berliner U-Bahn dagegen gibt es
> ueberhaupt keine Streckenabschnitte mit Gleiswechselbetrieb. Wie sieht
Bist Du Dir sicher, dass dort ein echter GWB möglich ist? Das heißt, es ist
dem "Stellwerk" oder der Strecke völlig egal auf welchem Gleis der Zug
fährt?
In Stuttgart haben wir bei der Stadtbahn einen Haufen Gleiswechsel, die in
Ausnahmefällen auch reichlich genutzt werden und dann Falschfahrten
durchgeführt werden, aber von GWB möchte ich noch lange nicht sprechen. Eher
von signalisiertem Falschfahrbetrieb.
Wer weiß mehr?
Gruß Valentin
Werden die Gleiswechsel wirklich zum Umsetzen genutzt oder nur, um
Züge vorzeitig zu wenden? Ich kann mich nur an stumpf befahrene
Gleiswechsel erinnern, und Umsetzen auf einem solchen zur Weiterfahrt
in die gleiche Richtung auf falschem Gleis ist auf einem solchen etwas
aufwendig.
Grüße
Marc
--
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Marc Haber \ " Mensch, willst Du schnell und sorglos reisen,
Mailadresse im Header \------------\ so fahre mit der Bahn von Eisen. "
Bitte keine "courtesy copies", Danke! \ - Prof. Dr. Heinz Haber, 1975.
Hannover: keine Chance. Man kommt immerhin rückwärts aus den
Kehranlagen ins Streckengleis und kann die Gleisverbindung
zwischen Altenbekener Damm und Geibelstraße benutzen.
Sven
Stimmt, in gewöhnlicher Fahrtrichtung werden die Gleiswechsel stumpf
befahren.
Ich verstehe nun nur nicht, was bei Dir der Unterschied zwischen Umsetzten
oder vorzeitig wenden ist?
Valentin
Seien A, B und C Haltestellen auf derselben Linie. Zwischen B und C
sei ein Gleiswechsel.
"Wenden" ist, wenn ein Zug von A kommt, in B seine Fahrgäste auslädt,
dann über den Gleiswechsel und wieder zurück nach A fährt.
"Umsetzen" ist, wenn ein Zug von A kommt, in B über den Gleiswechsel
fährt und dann auf dem falschen Gleis weiter nach C fährt.
München: Jein. Die LZB kann nicht links, das Stellwerk schon, außer auf der
ältesten Strecke. Äußerlich daran zu erkennen, daß dort am falschen Ende jedes
Bahnsteiges ein Sh2 ist, an den neueren Strecken ein rotes Signal.
> In Stuttgart haben wir bei der Stadtbahn einen Haufen Gleiswechsel, die in
> Ausnahmefällen auch reichlich genutzt werden und dann Falschfahrten
> durchgeführt werden, aber von GWB möchte ich noch lange nicht sprechen.
Sven Herzfeld wrote:
> Hannover: keine Chance.
Gefragt war nach U-Bahnen, nicht nach Unterpflasterstraßenbahnen.
Haben wir ein neues Unterscheidungskriterium gefunden?
Aber womöglich haben dann die Berliner ein Problem?
Michael Kauffmann
Warum die Berliner, eher Stuttgart! Was ist denn unsere U-Stadtbahn?
Entstanden aus einer echten Unterpflasterstraßenbahn - welch genialer
Begriff!! - aber nun hat sie - fast - nur noch Hochbahnsteige und Radien <50
Meter. Dennoch fährt sie teils als ganz gewöhnliche Überpflasterstraßenbahn
zwischen dem IV herum. Hmm?!?
Gebaut nach BOStrab werden auch "reine" U-Bahnen. D. h., die Gleisanlagen
dürften sich ähneln. Damit ist die Frage ob Unterpflasterstraßenbahn oder
U-Bahn sekundär. Oder gibt es U-Bahnen nach anderen Bau- und Betriebsorten?
Last was von euch hören!
Valentin
PS: Unterpflasterstraßenbahn gilt als neues Unterscheidungskriterium!
Es heißt auch in München "signalisierte Falschfahrt", de facto ist es aber
ein GWB. Es wird zB. gerne bei Verspätungen so gemacht, das ich am
vorletzten Bahnhof schon auf das Gegengleis wechsle, sodaß ich dann nicht
mehr am Endbahnhof in die Kehranlage fahren muß. Auch bei Störungen wird so
verfahren.
Schöne Grüße
Euer Trambaer
Have you ever been in Darmstadt? Da ist Michael S. und mir mal genau das
passiert... Das Zurücksetzen hat ein Rangierfahrer am Hilfsführerstand
hinten am Beiwagen des Einrichtungszuges(!) gemacht, dann sind wir zwei
Stationen lang auf dem linken Gleis gefahren, dahinter wieder zurück aufs
rechte.
Michael und ich waren --- ziemlich geplättet. Das hat uns aber gezeigt, dass
- vernünftig organisiert - auch mit einfachen Gleiswechseln gegen die
Fahrtrichtung Gleiswechselbetrieb kein großes Problem ist.
Ciao, Dirk
--
+---- Dirk Hillbrecht, Germany ----+ How could I change the world,
| Hannover - City of the Expo 2000 | If I can't even change myself?
| di...@hillbrecht.de | How can I change the way I am?
| http://www.hillbrecht.de | I don't know. - Faithless, Salva Mea
>Bei der Muenchner U-Bahn sind fast alle Streckenabschnitte im
>Gleiswechselbetrieb befahrbar, bei der Berliner U-Bahn dagegen gibt es
>ueberhaupt keine Streckenabschnitte mit Gleiswechselbetrieb.
Doch, gibt es auf der U5 zwischen Hönow und Tierpark (?)
Gruß
Lennart
Hamburg: U1 zwischen Ochsenzoll und Norderstedt
U2 zwischen Hagenbecks Tierpark und Niendorf Nord.
Soll ausgebaut werden, bei der U1 im Zuges der Einführung des SBS nach
Gleisanpassungen sowie generell beim Neubau des ESTW Farmsen. Wenn die
fertig sind, ist praktisch die gesamte U1 im GWB befahrbar.
Die U2 wird danach auf GWB ausgebaut, vmtl. von Hagenbecks Tierpark bis
einschl. Berliner Tor. Von der U3 erwarte ich dies nicht, da der größte
Teil der Signalanlagen noch zu neu sind.
Die Gleiswechsel auf den angepassten Strecken werden nur sehr
unregelmäßig, bereits häufig anläßlich von Bauarbeiten wird zwischen
Ochsenzoll und Norderstedt, zwischen Hagenbeck und Niendorf im kommenden
Jahr.
Viele Grüße
Jan Borchers
> Da ist Michael S. und mir mal genau das
> passiert... Das Zurücksetzen hat ein Rangierfahrer am Hilfsführerstand
> hinten am Beiwagen des Einrichtungszuges(!) gemacht, dann sind wir zwei
> Stationen lang auf dem linken Gleis gefahren, dahinter wieder zurück aufs
> rechte.
>
Ohne auf das Problem einzugehen, dass es weder in Darmstadt noch in Dortmund
eine U-Bahn gibt. In Dortmund macht man es manchmal genauso. Der
Rangierfahrer übernimmt in diesem Fall gleichzeitig die Funktion des
Signalstabes. In den Dortmunder Unterpflasterstraßenbahnabschnitten -
zumindest auf der Stammstrecke - wird bei Störungen auch im GWB gefahren -
hier liegen die Gleiswechsel sogar in beiden Richtungen.
Gruß,
B.
> Bist Du Dir sicher, dass dort ein echter GWB möglich ist? Das heißt, es ist
> dem "Stellwerk" oder der Strecke völlig egal auf welchem Gleis der Zug
> fährt?
In München: ziemlich sicher. (Ich bin neulich mal mit einer U1
vom Kolumbusplatz zum Mangfallplatz durchgehend auf dem linken
Gleis gefahren. Normale Geschwindigkeit, ...)
Das einzige, was den Stellwerken nicht "egal" ist, ist, daß der
Default "rechtes Gleis" heißt, sprich ohne Bedieneinwirkung fährt
alles rechts.
> Ausnahmefällen auch reichlich genutzt werden und dann Falschfahrten
> durchgeführt werden, aber von GWB möchte ich noch lange nicht sprechen. Eher
> von signalisiertem Falschfahrbetrieb.
Was sind für Dich die genauen Unterschiede?
Andi
--
Im Usenet wird man meistens nicht wegen technischer, sondern wegen
sozialer Inkompetenz geflamet. Hajo Zierke in dcouln
Aber AFAIK nicht mit LZB-Betrieb, sondern nur nach Signalen.
Ausserdem gehts nicht auf den alten Abschnitten U3/U6.
Tom
Valentin Funk schrieb:
> Hallo Christian
>
> > Bei der Muenchner U-Bahn sind fast alle Streckenabschnitte im
> > Gleiswechselbetrieb befahrbar, bei der Berliner U-Bahn dagegen gibt es
> > ueberhaupt keine Streckenabschnitte mit Gleiswechselbetrieb. Wie sieht
>
> Bist Du Dir sicher, dass dort ein echter GWB möglich ist? Das heißt, es ist
> dem "Stellwerk" oder der Strecke völlig egal auf welchem Gleis der Zug
> fährt?
>
In München gibt es Gleisverbindungen, die auf allen U-Bahnstrecken
einen Zehn-Minuten-Takt ermöglichen sollen. Als Mindeststandart
sozusagen. (Hier ist die münchner U-Bahn moderner als die berliner U-Bahn.)
Diese Fahrten finden ganz normal auf Signal statt. das entspricht m.E.
GWB bei der großen Bahn. Gibt es dafür einen Begriff im Bereich der
BOStrab? Die Länge der Blockabschnitte bzw. der Abstand der
Signale "links" und "rechts" ist verschieden.
Die LZB hingegen ist nur zum Fahren auf dem rechten Gleis geeignet.
(Kostengründe). Zuglenkung gibt es im Falschfahrbetrieb m.W. auch
nicht.
MfG
Knud
> Sven Herzfeld wrote:
>> Hannover: keine Chance.
> Gefragt war nach U-Bahnen, nicht nach Unterpflasterstraßenbahnen.
He, Du sprichst von der modernsten Fahrgemeinschaft Europas :-)
(Behauptet sie zumindest von sich ... und in Sachen Zahlung ohne
Bargeld ist sie tatsächlich ihrer Zeit weit voraus.)
> Haben wir ein neues Unterscheidungskriterium gefunden?
Könnte glatt sein.
Sven
Jo, Bezeichnung und Signalisierung wie bei der großen Eisenbahn
(Gleiswechselzeichen bei Einfahrt in das linke Streckengleis).
Bei GWB gibt es hierzulande im linken Streckengleis keine Block-
(Zwischen-)signale, sondern nur Ein- und Ausfahrsignale.
Viele Grüße
Jan Borchers
> Aber AFAIK nicht mit LZB-Betrieb, sondern nur nach Signalen.
Ich werde das nächste Mal darauf achten.
> Ausserdem gehts nicht auf den alten Abschnitten U3/U6.
Klar. Umso neuer, umso mehr Technik. Bei der U3/6 stehen dagegen
häufig nur Sh2-Tafeln auf der "falschen" Bahnhofsseite. Reicht,
um am Bahnsteig zu wenden.
>Bei der Muenchner U-Bahn sind fast alle Streckenabschnitte im
>Gleiswechselbetrieb befahrbar, bei der Berliner U-Bahn dagegen gibt es
>ueberhaupt keine Streckenabschnitte mit Gleiswechselbetrieb. Wie sieht
>es bei den anderen deutschen U-Bahnen bzw. u-bahn-aehnlich betriebenen
>Stadtbahnen Deutschlands aus?
>
>chg
Frankfurt am Main:
unterirdisch sind alle Strecken für den Gleiswechselbetrieb tauglich.
Oberirdisch sind teilweise Einschränkungen.
Gruß Tobias
--
Tobias...@gmx.net
http://members.tripod.de/tram/start.htm
Karlstr. 32 Tel: +49 69 T1ROBE
63065 Offenbach Mobil: +49 177 4814443
in Dortmund auf der U41, die meinen persönlichen Kriterien nach durchaus
eine U-Bahn ist, findet/fand zwischen dem Gleiswechsel zwischen
Karl-Liebknecht-Straße und Willem-van-Vloten-Straße und dem Endpunkt Hörde
(Clarenberg) abends regelmäßig Gleiswechselbetrieb statt. Da die Endstelle
und Wendeanlage Clarenberg zugestellt war, fuhr man ab dem Gleiswechsel
auf in beiden Richtungen auf dem stadteinwärtigen Gleis.
Viele Grüße von einem Kurzzeit-Dortmunder
Christoph Heuer
Christoph Heuer schrieb:
> Hallo zusammen,
>
> in Dortmund auf der U41, die meinen persönlichen Kriterien nach durchaus
> eine U-Bahn ist, findet/fand zwischen dem Gleiswechsel zwischen
> Karl-Liebknecht-Straße und Willem-van-Vloten-Straße und dem Endpunkt Hörde
> (Clarenberg) abends regelmäßig Gleiswechselbetrieb statt. Da die Endstelle
> und Wendeanlage Clarenberg zugestellt war, fuhr man ab dem Gleiswechsel
> auf in beiden Richtungen auf dem stadteinwärtigen Gleis.
>
Die Strecke vom Stadtgarten bis zu den städt. Kliniken wird auch im GWB als
eingleisige Strecke betrieben, obwohl sie zweigleisig ist.
(Ändert sich mit der Verlängerung zur Möllerbrücke)
MfG
Knud