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Strassenbahnfahrer und Fotos

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Daniel Rehbein

unread,
Nov 27, 2005, 8:35:21 AM11/27/05
to
Hallo,

wenn man mit Photoapparat an Bahnanlagen herumläuft, hat man ja manchmal
seltsame Erlebnisse. Früher hatte ich mehrfach Begegnungen mit
Betrunkenen, die mich von der Seite angehauen haben, in letzter Zeit
sind es eher pubertierende Mädchen, die sich laut über Photoapparate
muckieren. Ab und zu passiert es auch, daß Kinder auf mich zu kommen und
unbedingt photographiert werden wollen.

Ein bisher noch nicht erlebte seltsame Beobachung machte ich dagegen
gestern, als ich die Tunnelröhren der Ost-West-Strecke im Osten der
Dortmunder Innenstadt besuchte. Dabei bin ich an den Rampen bis nach
oben gegangen und habe auch ein paar Aufnahmen von den dort fahrenden
Straßenbahnen gemacht.

An der Rampe Weißenburger Straße (Haltestelle Geschwister-Scholl-Straße)
zog der Straßenbahnfahrer des betreffenden Zuges plötzlich den
Sonnenschutz nach unten und hielt sich ein Blatt Papier vor das Gesicht.

Das ist das Photo, was dabei entstanden ist:
http://www.magik.de/img_0239.jpg

Manche Leute scheinen doch eine fast panische Angst davor zu haben,
vielleicht irgendwo auf einem Photo zu erscheinen. Dabei sitzen die
Straßenbahnfahrer ohnehin hinter getönten Scheiben, so daß sie auf
Photos nicht zu erkennen sind. Das folgende Bild, was ich etwas später
an der Rampe Hamburger Straße aufgenommen habe, zeigt dies:
http://www.magik.de/img_0745.jpg
(siehe auch http://www.mailbox-internet.de/desktop-photos.html )

Es ist im Grunde ähnlich wie bei den zu Anfang angesprochenen
pubertierenden Mädchen, die manchmal auf Bahnhöfen auf mich zukommen und
meinen, die könnten jetzt die Polizei holen. Die haben teilweise noch
nicht einmal in meinem Blickfeld gestanden, machmal auch weit weg, so
daß sie nur als ein paar Pixel erscheinen.

Insgesamt sehe ich bestätigt, was ich immer wieder in verschiedenen
Newsgroups schreibe, sobald es um Photos geht: Es gibt bei manchen
Menschen eine irrationale Abneigung gegen alle Arten von Photoapparaten.
Meiner Einschätzung nach ist dies gepuscht worden durch eine
medienwirksame Diskussion im Sommerloch vor einigen Jahren, als in
Fernsehen und Zeitungen das Thema "Handy-Spanner" hochgekocht wurde.
Dabei ging es um Personen, die mittels Handykameras heimlich Aufnahmen
von Frauen in Umkleide- und Toilettenkabinen machten, und der
Gesetzgeber sah sich veranlaßt, mit dem §201a StGB einen passenden
Straftatbestand zu definieren.

Seitdem scheint in einigen Köpfen die Ansicht herumzuspuken, daß
photographieren verboten sei, sobald überhaupt Menschen in der Nähe
stehen. Ich habe ja Mitte des Jahres hier schon mal ein entsprechendes
Erlebnis beschrieben:
http://groups.google.de/group/de.rec.fotografie/msg/69eec3ed3a463119

Bei der Beobachtung mit der Straßenbahn gestern kam natürlich kein
Security-Mann auf mich zu mit der Androhnung, meine Kamera zu zerstören.
Aber trotzdem weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll...

Daniel Rehbein
www.daniel-rehbein.de


Sascha Rheker

unread,
Nov 27, 2005, 8:51:19 AM11/27/05
to
Das liegt IMHO daran, daß sich heute viele Leut für zu wichtig nehmen
und sogar glauben ein Fotograf der mit dem Rücken zu ihnen steht, würde
nur wegen ihnen da eine Kamera dabeihaben. Madonna wird ja auch von
Papparazzos verfolgt.

Schau Dir mal auf RTL die Leute bei den aktuellen Castingfolgen von
"Deutschland sucht den Superstar" an, dann kannst Du abschätzen wieviele
Menschen heute eine völlig verzerrte Eigenwahrnehung und damit auch
Probleme in der Wahrnehmung der Relaität haben.


SASCHA

Ralf R. Radermacher

unread,
Nov 27, 2005, 8:53:11 AM11/27/05
to
Daniel Rehbein <pass...@briefbox.de> wrote:

> Meiner Einschätzung nach ist dies gepuscht worden durch eine
> medienwirksame Diskussion im Sommerloch vor einigen Jahren, als in
> Fernsehen und Zeitungen das Thema "Handy-Spanner" hochgekocht wurde.

Der eigentliche Auslöser war schon Jahre vorher der Medienrummel um den
Unfalltod einer getrennt lebenden englischen Hausfrau.

> Bei der Beobachtung mit der Straßenbahn gestern kam natürlich kein
> Security-Mann auf mich zu mit der Androhnung, meine Kamera zu zerstören.
> Aber trotzdem weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll...

Hier in Köln wird ein Fotografierverbot seitens der Verkehrsbetriebe in
den Haltestellen massiv durchgesetzt.

Ralf

--
Ralf R. Radermacher - DL9KCG - Köln/Cologne, Germany
private homepage: http://www.fotoralf.de
manual cameras and photo galleries - updated Jan. 10, 2005
Contarex - Kiev 60 - Horizon 202 - P6 mount lenses

Bernhard Ess

unread,
Nov 27, 2005, 8:55:25 AM11/27/05
to

So ähnlich hätte ich auch geantwortet.

Bernhard


Olaf Baumann

unread,
Nov 27, 2005, 8:57:28 AM11/27/05
to
> Manche Leute scheinen doch eine fast panische Angst davor zu haben,
> vielleicht irgendwo auf einem Photo zu erscheinen.
Es das gute Recht eines Menschen, dass er nicht der Mittelpunkt eines Fotos
ist.

> Dabei sitzen die Straßenbahnfahrer ohnehin hinter getönten Scheiben, so
> daß sie auf
Photos nicht zu erkennen sind.
Ob der betreffende Straßenbahnfahrer das weiß?

> Es ist im Grunde ähnlich wie bei den zu Anfang angesprochenen
> pubertierenden Mädchen, die manchmal auf Bahnhöfen auf mich zukommen und
> meinen, die könnten jetzt die Polizei holen. Die haben teilweise noch
> nicht einmal in meinem Blickfeld gestanden, machmal auch weit weg, so daß
> sie nur als ein paar Pixel erscheinen.

Auch hier die Frage: Können die Leute das denn wissen? Oder hast du ein
T-Shirt auf dem steht "ich fotografiere nur Bahnanlagen"?

> Insgesamt sehe ich bestätigt, was ich immer wieder in verschiedenen
> Newsgroups schreibe, sobald es um Photos geht: Es gibt bei manchen
> Menschen eine irrationale Abneigung gegen alle Arten von Photoapparaten.

Sagt dir das Stichwort "Recht am eigenen Bild" etwas? Ich möchte
entscheiden, wann und wie ich auf einem Foto festgehalten werden.

Ansonsten verweise ich auf die
http://www.stack.de/fotorechtfaq.pdf
und deinen Anstand. Da es sich bei denen Fotos ja eher um technische
Dokumentationen handelt, würde ich es gut finden, wenn du mindestens die
Gesichter "verpixelst".

Gruß,
Olaf


Daniel Rehbein

unread,
Nov 27, 2005, 9:01:39 AM11/27/05
to
Ralf R. Radermacher wrote:

>>Meiner Einschätzung nach ist dies gepuscht worden durch eine
>>medienwirksame Diskussion im Sommerloch vor einigen Jahren, als in
>>Fernsehen und Zeitungen das Thema "Handy-Spanner" hochgekocht wurde.
>
> Der eigentliche Auslöser war schon Jahre vorher der Medienrummel um den
> Unfalltod einer getrennt lebenden englischen Hausfrau.

Unfalltod wegen eines Photoapparats?

>>Bei der Beobachtung mit der Straßenbahn gestern kam natürlich kein
>>Security-Mann auf mich zu mit der Androhnung, meine Kamera zu zerstören.
>>Aber trotzdem weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll...
>
> Hier in Köln wird ein Fotografierverbot seitens der Verkehrsbetriebe in
> den Haltestellen massiv durchgesetzt.

Huch? Warum ein Photographierverbot, womit wird das begründet?

Eisenbahn- und Straßenbahnfans gibt es doch auf der ganzen Welt, daran
hat doch normalerweise kein Verkehrsunternehmen etwas auszusetzen.

Daniel Rehbein
www.daniel-rehbein.de

Peter Rohrer

unread,
Nov 27, 2005, 9:01:44 AM11/27/05
to
Daniel Rehbein wrote:

> Hallo,
>
> wenn man mit Photoapparat an Bahnanlagen herumläuft, hat man ja manchmal
> seltsame Erlebnisse. Früher hatte ich mehrfach Begegnungen mit
> Betrunkenen, die mich von der Seite angehauen haben, in letzter Zeit
> sind es eher pubertierende Mädchen, die sich laut über Photoapparate
> muckieren. Ab und zu passiert es auch, daß Kinder auf mich zu kommen und
> unbedingt photographiert werden wollen.
>

Ich wollte kürzlich in der U-Bahn München fotografieren, was solange gutging
bis mich ein Angestellter darauf aufmerksam macht, dass dies seit "London"
nur noch mit Bewilligung erlaubt sei. Ich hatte zwar keine weiteren
negativen Konsequenzen (Film abgeben oder ähnliches), aber nächtes Mal gehe
ich wohl in eine andere deutsche Stadt (und erkundige mich vorher, ob so
was erlaubt ist).

> Es ist im Grunde ähnlich wie bei den zu Anfang angesprochenen
> pubertierenden Mädchen, die manchmal auf Bahnhöfen auf mich zukommen und
> meinen, die könnten jetzt die Polizei holen. Die haben teilweise noch
> nicht einmal in meinem Blickfeld gestanden, machmal auch weit weg, so
> daß sie nur als ein paar Pixel erscheinen.
>

Ich probiere meistens dann auszulösen, wenn grad keine Menschen gross im
Bild zu sehen sind, um eben diese Probleme gar nicht erst zu haben.
Bisweilen gibts auch Leute, die extra ausserhalb des Bildes warten bis ich
ausgelöst habe.

> Insgesamt sehe ich bestätigt, was ich immer wieder in verschiedenen
> Newsgroups schreibe, sobald es um Photos geht: Es gibt bei manchen
> Menschen eine irrationale Abneigung gegen alle Arten von Photoapparaten.
>

Ich lasse mich ehrlich gesagt auch nicht gerne (direkt) fotografieren und
fühle mich hinter der Kamera wesentlich wohler. Aber wenn ich zufällig auf
einem Bild im Hintergrund zu sehen bin tut mir das nicht weh.

> Meiner Einschätzung nach ist dies gepuscht worden durch eine
> medienwirksame Diskussion im Sommerloch vor einigen Jahren, als in
> Fernsehen und Zeitungen das Thema "Handy-Spanner" hochgekocht wurde.
> Dabei ging es um Personen, die mittels Handykameras heimlich Aufnahmen
> von Frauen in Umkleide- und Toilettenkabinen machten, und der
> Gesetzgeber sah sich veranlaßt, mit dem §201a StGB einen passenden
> Straftatbestand zu definieren.
>

Zumindest hier in der Schweiz ist in der Folge nicht all zu viel passiert
und man hat die Region auch nicht mit Handyverbotsschildern vollgepflaster,
obwohl die Geräte heute wesentlich mehr können (damals QVGA-VGA-Fotos,
heute bis ca. 3 MPixel und Videos) Ich wurde bisher genau einmal darauf
hingewiesen, dass ich bitte nicht mit umgehängter Kamera eine Toilette
betreten soll (Was ich auch gut verstehen kann, seitdem packe ich die
Kamera halt weg bevor ich ein WC betrete), aber nie wegen meines Handys
angesprochen.

> Seitdem scheint in einigen Köpfen die Ansicht herumzuspuken, daß
> photographieren verboten sei, sobald überhaupt Menschen in der Nähe
> stehen.

Ich habe mich ehrlich gesagt nie mit der genauen Rechtslage in der Schweiz
befasst, müsste das wohl mal machen.

Gruss

Peter

Peter Rohrer

unread,
Nov 27, 2005, 9:04:20 AM11/27/05
to
Ralf R. Radermacher wrote:

> Daniel Rehbein <pass...@briefbox.de> wrote:
>
>> Meiner Einschätzung nach ist dies gepuscht worden durch eine
>> medienwirksame Diskussion im Sommerloch vor einigen Jahren, als in
>> Fernsehen und Zeitungen das Thema "Handy-Spanner" hochgekocht wurde.
>
> Der eigentliche Auslöser war schon Jahre vorher der Medienrummel um den
> Unfalltod einer getrennt lebenden englischen Hausfrau.
>

Hmm, was war das genau? Mag mich gar nicht daran erinnern.

>> Bei der Beobachtung mit der Straßenbahn gestern kam natürlich kein
>> Security-Mann auf mich zu mit der Androhnung, meine Kamera zu zerstören.
>> Aber trotzdem weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll...
>
> Hier in Köln wird ein Fotografierverbot seitens der Verkehrsbetriebe in
> den Haltestellen massiv durchgesetzt.
>

Danke für den Hinweis, kann ich schon mal ne Stadt von meiner Liste
streichen.

Gruss

Peter


Rainer Ziegenbein

unread,
Nov 27, 2005, 10:21:47 AM11/27/05
to
"Ralf R. Radermacher" wrote:

> > Bei der Beobachtung mit der Straßenbahn gestern kam natürlich
> > kein Security-Mann auf mich zu mit der Androhnung, meine Kamera
> > zu zerstören. Aber trotzdem weiß ich nicht, ob ich lachen oder
> > weinen soll...
>

> Hier in Köln wird ein Fotografierverbot seitens der Verkehrs-

> betriebe in den Haltestellen massiv durchgesetzt.

...waehrend gleichzeitig die Straszenbahnzuege (wie z.B. in
Dresden) und die Haltestellen (wie die Bahnsteige bei der Eisenbahn)
komplett kamera-ueberwacht werden?

kopfschuettelnd,
Rainer

Sascha Rheker

unread,
Nov 27, 2005, 9:04:28 AM11/27/05
to
Olaf Baumann schrieb:

> Sagt dir das Stichwort "Recht am eigenen Bild" etwas? Ich möchte
> entscheiden, wann und wie ich auf einem Foto festgehalten werden.
>


Ihm vielleicht schon. Dir offenbar nicht so.


SASCHA

Daniel Rehbein

unread,
Nov 27, 2005, 9:11:28 AM11/27/05
to
Olaf Baumann wrote:

> Es das gute Recht eines Menschen, dass er nicht der Mittelpunkt eines Fotos
> ist.
>>Dabei sitzen die Straßenbahnfahrer ohnehin hinter getönten Scheiben, so
>>daß sie auf
> Photos nicht zu erkennen sind.
> Ob der betreffende Straßenbahnfahrer das weiß?

Du glaubst also, daß er davon ausgeht, daß er der Mittelpunkt des Photos
ist? Daß ich wegen ihm die Kamera zücke?

>>Es ist im Grunde ähnlich wie bei den zu Anfang angesprochenen
>>pubertierenden Mädchen, die manchmal auf Bahnhöfen auf mich zukommen und
>>meinen, die könnten jetzt die Polizei holen. Die haben teilweise noch
>>nicht einmal in meinem Blickfeld gestanden, machmal auch weit weg, so daß
>>sie nur als ein paar Pixel erscheinen.
> Auch hier die Frage: Können die Leute das denn wissen? Oder hast du ein
> T-Shirt auf dem steht "ich fotografiere nur Bahnanlagen"?

Ich photographiere durchaus auch Menschenmengen, z.B. das Gewühl beim
Ein- und Ausstieg in Fahrzeuge. Aber ich greife mir nicht gezielt
einzelne Personen heraus.

>>Insgesamt sehe ich bestätigt, was ich immer wieder in verschiedenen
>>Newsgroups schreibe, sobald es um Photos geht: Es gibt bei manchen
>>Menschen eine irrationale Abneigung gegen alle Arten von Photoapparaten.
> Sagt dir das Stichwort "Recht am eigenen Bild" etwas? Ich möchte
> entscheiden, wann und wie ich auf einem Foto festgehalten werden.

Das Recht am eigenen Bild endet, wo Personen nur Beiwerk sind.

Daniel Rehbein
www.daniel-rehbein.de

Olaf Baumann

unread,
Nov 27, 2005, 9:16:04 AM11/27/05
to

"Daniel Rehbein" :

> Du glaubst also, daß er davon ausgeht, daß er der Mittelpunkt des Photos
> ist? Daß ich wegen ihm die Kamera zücke?
Ich meine damit nicht den Fahrer als thematische Mittelpunkt, sondern eben
dass der Fahrer in der Mitte des Bildes - dort wo man hinsschaut - ist.
Für mich fällt das nicht unter die Definition Beiwerk.

Gruß,
Olaf


Daniel Rehbein

unread,
Nov 27, 2005, 9:18:36 AM11/27/05
to
Peter Rohrer wrote:

> Ich wollte kürzlich in der U-Bahn München fotografieren, was solange gutging
> bis mich ein Angestellter darauf aufmerksam macht, dass dies seit "London"
> nur noch mit Bewilligung erlaubt sei.

Hoppala! Welche Erkenntnisse könnte denn ein Terrorist aus offen
aufgenommenen Photos ziehen, die er aus heimlich aufgenommenen Photos
nicht ziehen könnte?

> Ich wurde bisher genau einmal darauf
> hingewiesen, dass ich bitte nicht mit umgehängter Kamera eine Toilette
> betreten soll (Was ich auch gut verstehen kann, seitdem packe ich die
> Kamera halt weg bevor ich ein WC betrete), aber nie wegen meines Handys
> angesprochen.

Ich muß beruflich öfters mal Messen besuchen. Da habe ich meine Kamera
häufig sogar eingeschaltet, wenn ich die Toilette betrete. Und machmal
mache ich auch ein paar Photos. Dieses hier ist in den Messehalle
Düsseldorf entstanden:
http://www.magik.de/img_2384.jpg

Daniel Rehbein
www.daniel-rehbein.de

Daniel Rehbein

unread,
Nov 27, 2005, 9:28:46 AM11/27/05
to
Olaf Baumann wrote:

Auch bei Aufnahmen von Menschengruppen stehen ein paar der Personen in
der Mitte des Bildes. Und zusätzlich ergibt sich häufig auch noch die
Situation, daß einzelne Personen aus einer Gruppe dadurch herausstechen,
daß sie direkt in die Kamera gucken.

Nach Deiner Argumentation dürfte man dann nur noch menschenleere
Szenerieren ablichten.

Daniel Rehbein
www.daniel-rehbein.de

Reiner Schischke :-)

unread,
Nov 27, 2005, 9:29:37 AM11/27/05
to
Daniel Rehbein wrote:

> Eisenbahn- und Straßenbahnfans gibt es doch auf der ganzen Welt, daran
> hat doch normalerweise kein Verkehrsunternehmen etwas auszusetzen.

Da haben Planespotter ja noch mal richtig Glück, dass die Führer der
Objekte ihrer Begierde nicht sofort anhalten und sie vermöbeln können. :-)
Und gerade jetzt sind sie wieder heiß begehrt, da man an Hand ihrer
Fotos nach verfolgen und beweisen kann, wann welches CIA Flugzeug wo
gestartet und gelandet ist. Dumm dreist ist in diesem Zusammenhang nur
der Angriff auf die Bundesregierung durch die grünen Heuchler im
Bundestag, deren Außenminister dies ja auch jahrelang an zentraler
Stelle mit zu verantworten hatte.

--
Fiat lux!
Reiner

Christoph Schmitz

unread,
Nov 27, 2005, 9:42:06 AM11/27/05
to
Peter Rohrer wrote:
> Ralf R. Radermacher wrote:
>
>>Daniel Rehbein <pass...@briefbox.de> wrote:
>>
>>>Meiner Einschätzung nach ist dies gepuscht worden durch eine
>>>medienwirksame Diskussion im Sommerloch vor einigen Jahren, als in
>>>Fernsehen und Zeitungen das Thema "Handy-Spanner" hochgekocht wurde.
>>
>>Der eigentliche Auslöser war schon Jahre vorher der Medienrummel um den
>>Unfalltod einer getrennt lebenden englischen Hausfrau.
>
> Hmm, was war das genau? Mag mich gar nicht daran erinnern.

Ich glaube, er meint den Fall der Frau, die auf der Flucht vor
den Photographen in Paris gegen eine Tunnelwand gefahren wurde.
Aber was das mit unaufdringlichen Hobbyphotographen zu tun ha-
ben soll, ist mir auch nicht ganz klar.

>>Hier in Köln wird ein Fotografierverbot seitens der Verkehrsbetriebe in
>>den Haltestellen massiv durchgesetzt.
>
> Danke für den Hinweis, kann ich schon mal ne Stadt von meiner Liste
> streichen.

Das faende ich uebereilt. Ich photographiere zwar eher selten
im Bereich der KVB, habe aber noch nie Probleme gehabt. Wenn
Du Fahrzeuge photographieren willst, geht das auf der Strecke
sowieso besser (alle Linien fahren irgendwo mal oberirdisch).

Christoph

Sascha Rheker

unread,
Nov 27, 2005, 9:48:33 AM11/27/05
to
Daniel Rehbein schrieb:

>> Sagt dir das Stichwort "Recht am eigenen Bild" etwas? Ich möchte
>> entscheiden, wann und wie ich auf einem Foto festgehalten werden.
>
>
> Das Recht am eigenen Bild endet, wo Personen nur Beiwerk sind.

Jein, es fängt erst bei der Veröffentlichung an (und da macht es auch
noch einen Unterschied ob redaktionell oder werblich). Das ist auch ganz
gut so, weil sich sonst jemand mit schlechter Laune eine Stunde vor den
Kölner Dom stellt und allen Touristen von der Polizei die Filme aus den
Kameras machen läßt...


SASCHA

Jens Wahnes

unread,
Nov 27, 2005, 9:52:47 AM11/27/05
to
Ralf R. Radermacher schrieb am 27. November 2005 14:53:11 CET folgendes:

> Hier in Köln wird ein Fotografierverbot seitens der Verkehrsbetriebe in
> den Haltestellen massiv durchgesetzt.

Womöglich gar so streng wie das Rauchverbot in den unterirdischen
Bahnstationen, ja?

Wuhaha,
Jens

Sascha Rheker

unread,
Nov 27, 2005, 9:56:42 AM11/27/05
to
Olaf Baumann schrieb:

Soso. Man schaut bei Bildern immernur auf die Bildmitte. Nur zur
Erinnerung Du redest hier über dieses Bild:

http://www.magik.de/img_0239.jpg

Nach Deiner Weltanschauung:

Kein Beiwerk:

http://www.attenzione-foto.com/notweb/port/rhe/platzeck/slides/pla014.jpg


Beiwerk:

http://www.attenzione-foto.com/notweb/port/rhe/spd_ka_05/slides/spd014.jpg

Sorry, aber meiner Meinung nach machst Du dich gerade lächerlich.


SASCHA


Klaus Werner

unread,
Nov 27, 2005, 10:13:58 AM11/27/05
to

"Peter Rohrer" <accoun...@yahoo.de> wrote in message
news:dmcf2q$d4g$2...@nntp.init7.net...
> Daniel Rehbein wrote:
[schnipps]

> >
> Ich wollte kürzlich in der U-Bahn München fotografieren, was solange
gutging
> bis mich ein Angestellter darauf aufmerksam macht, dass dies seit "London"
> nur noch mit Bewilligung erlaubt sei. Ich hatte zwar keine weiteren
> negativen Konsequenzen (Film abgeben oder ähnliches), aber nächtes Mal
gehe
> ich wohl in eine andere deutsche Stadt (und erkundige mich vorher, ob so
> was erlaubt ist).
>
Aktueller Kommentar aus GB, Naehe London:
Tja, nach "London" hat man an all die appelliert, die Fotos im Umfeld
machten,
die doch bitte bei der Polizei abzuliefern, zwecks moeglicher Sichtungen der
Attentaeter.
Aber: man muesste beruecksichtigen das die Taeter ihre Taten ganz offen
"geuebt" hatten,
in voller Sicht der Security-Kameras. Und sie wurden nicht mit Kameras
gesichtet!
Leider treibt die Hysterie hier auch ihr Unwesen: versuche mal Bilder zu
machen
an oeffentlichen Plaetzen - der Terrorismus Hinweis ist immer gleich parat.
Allerdings, als richtiger Amateur-Fotograf weiss man sich immer zu helfen
...
Irgendwo habe ich noch ein Bild vom ausgebombten Irak Airways Buero in
Paris,
Anfang der 80er, der Polizist sagte "Non" ich hab's dann aber doch
aufgenommen,
aus der Huefte "geschossen".
Man muss ja nicht immer durch den Sucher gucken !
Tschuess,
Klaus-P.

Ralf R. Radermacher

unread,
Nov 27, 2005, 10:15:50 AM11/27/05
to
Reiner Schischke :-) <reiner.s...@free.fr> wrote:

> Da haben Planespotter ja noch mal richtig Glück, dass die Führer der
> Objekte ihrer Begierde nicht sofort anhalten und sie vermöbeln können. :-)

Erzähl das mal den britischen Planespottern, die in Griechenland zu
langjährigen Haftstrafen verurteilt wurden und nur nach energischen
Interventionen seitens EU und britischer Regierung wieder freigekommen
sind.

http://news.scotsman.com/topics.cfm?tid=312&id=1229082002

Ralf R. Radermacher

unread,
Nov 27, 2005, 10:15:51 AM11/27/05
to
Daniel Rehbein <pass...@briefbox.de> wrote:

> Huch? Warum ein Photographierverbot, womit wird das begründet?

Garnicht. Ausübung des Hausrechts.

Reiner Schischke :-)

unread,
Nov 27, 2005, 10:17:23 AM11/27/05
to
Sascha Rheker wrote:

> Kein Beiwerk:
>
> http://www.attenzione-foto.com/notweb/port/rhe/platzeck/slides/pla014.jpg

> Sorry, aber meiner Meinung nach machst Du dich gerade lächerlich.

Sascha, da hast du aber Glück, dass der im ersten Foto/Mitte gerade
ernannt und vorher als Ministerpräsident gewählt wurde und nicht zum
mitlaufenden Parteivolk gehört. Sonst hätte er dich sicher mit
Abmahnungen überhäuft. Ach neh, solche Leute wollen ja in den
öffentlichen Mittelpunkt deiner Fotos. :-)

--
Fiat lux!
Reiner

Daniel Rehbein

unread,
Nov 27, 2005, 10:25:55 AM11/27/05
to
Ralf R. Radermacher wrote:

>>Huch? Warum ein Photographierverbot, womit wird das begründet?
>
> Garnicht. Ausübung des Hausrechts.

Aber zumindest intern muß es doch eine Begründung geben. Für
Fahrpreiserhöhungen oder Streckenänderung gibt man doch den Mitarbeitern
auch einen internen Leitfaden in die Hand, der Argumente gegenüber dem
kritischen Fahrgast beinhaltet. Als reine Willkür möchte ja ein
kundenorientiertes Unternehmen seine Handlungen nicht erscheinen lassen.

Daniel Rehbein
www.daniel-rehbein.de

Stefan Rodrian

unread,
Nov 27, 2005, 10:29:20 AM11/27/05
to

Das nimmst du doch sehr leicht, gerade seit Aufkommen der Digitalkameras
im Zusammenhang mit dem Internet hat das an Brisanz gewonnen, weil
natürlich immer Leuten klar ist, dass mit diesen Techniken zwischen
Aufnehmen und weltweit veröffentlichen nur ein paar Mausklicks liegen,
das früher nicht so.

Lese doch mal das PDF über das Fotorecht das freundlicherweise verlinkt
wurde.

Die Veröffentlichung ist der Punkt, und die ist seit digital mit der
Aufnahme gefühlsmäßig fast identisch, besonderes aus Sicht der
fotografierten Personen die dich und deine Absichten nicht kennen.

Entsprechende Dienste können vermutlich mit entsprechender Software in
der Masse der im Web vorhanden Bilder nach bestimmten Gesichtern suchen,
mal daran gedacht?

Werden Personaler ihre Bewerber auch bald damit suchen, um zu sehen, in
welchen sozialen Kontexten und an welchen Orten sich diese bewegen?

Das ist nicht so trivial wie du glaubst.

SR

Reiner Schischke :-)

unread,
Nov 27, 2005, 10:34:57 AM11/27/05
to
Ralf R. Radermacher wrote:

> Erzähl das mal den britischen Planespottern, die in Griechenland zu
> langjährigen Haftstrafen verurteilt wurden und nur nach energischen
> Interventionen seitens EU und britischer Regierung wieder freigekommen
> sind.
>
> http://news.scotsman.com/topics.cfm?tid=312&id=1229082002

Ausnahmen braucht man nicht erst in Greek zu suchen. An militärischen
Flugplätzen und an Anlagen, an dessen Zäunen unmissverständlich ein
durchgestrichener Fotoapparat prangt, haben die Flugzeugführer auch hier
meist hilfreiche Trachtengruppen in grüner Kostümierung am Boden.

--
Fiat lux!
Reiner

Golo Kahlert

unread,
Nov 27, 2005, 10:42:41 AM11/27/05
to
Peter Rohrer schrieb :

> Ich wollte kürzlich in der U-Bahn München fotografieren, was solange gutging
> bis mich ein Angestellter darauf aufmerksam macht, dass dies seit "London"
> nur noch mit Bewilligung erlaubt sei. Ich hatte zwar keine weiteren
> negativen Konsequenzen (Film abgeben oder ähnliches), aber nächtes Mal gehe
> ich wohl in eine andere deutsche Stadt (und erkundige mich vorher, ob so
> was erlaubt ist).

Jetzt habe ich innerhalb von zwei Minuten hier gelesen, dass zwei deutsche
Großstädte in ihren Bahnanlagen keine Fotografen mehr wünschen. Kann man
das offiziell irgendwo nachlesen oder muss man sich dazu erst von
uniformiertem Wachpersonal zurechtweisen lassen?

Die Argumentation mit "London" ist für mich Schwachsinn. Wenn ein Terrorist
etwas in die Luft sprengen will, kann er genauso gut drei Tage lang immer
wieder durch den Bahnhof seiner Wahl fahren, dann braucht er auch keine
Fotos mehr.
Und welche Begründung führt Köln für sein Verbot an? Immerhin bin ich ja
dann wohl ein Straftäter, da ich 2004 einen Achtachser im Tunnel
aufgenommen habe (natürlich ohne Blitz, so schlau bin ich auch). Abgesehen
davon ist es natürlich intelligenter, bei oberirdischen Anlagen auch nur
dort zu fotografieren.


Gruß
Golo
--
Golo Kahlert
http://www.gokasites.de.vu
http://www.deutscher-nahverkehr.de.vu
http://www.go-ka.de.vu

Lars Zerpich

unread,
Nov 27, 2005, 10:43:50 AM11/27/05
to
Daniel Rehbein schrieb:


> Manche Leute scheinen doch eine fast panische Angst davor zu haben,
> vielleicht irgendwo auf einem Photo zu erscheinen.

> Insgesamt sehe ich bestätigt, was ich immer wieder in verschiedenen


> Newsgroups schreibe, sobald es um Photos geht: Es gibt bei manchen
> Menschen eine irrationale Abneigung gegen alle Arten von Photoapparaten.

Also, deine Einstellung finde ich ehrlich gesagt etwas anmaßend. Das
Verhalten des Fahrers kann zumindest ich nachvollziehen. Ob die
Abneigung gegen Fotos irrational ist, kannst du meiner Meinung nach
nicht beurteilen, da wird wohl jeder einen individuellen Grund für
haben. Ich z.B. erscheine höchst ungern auf Fotos und daher existieren
von mir auch nicht viele. Eine richtige Belästigung ist neuerdings die
Fotografier-Seuche auf irgendwelchen Festen, wo man sich dann am
nächsten Tag im Internet wiederfindet. Ich habe keine vernünftige
Begründung für meine Fotoangst, das kannst du von mir aus irrational
nennen, aber warum habe ich nicht das Recht, dass man das respektiert?

Egal, ob in den besprochenen Fällen das Recht am eigenen Bild greift
oder nicht, aber irgendwie sagt mir mein normales
Höflichkeitsempfinden, dass ich versuche, beim fotografieren keine
fremden Personen mit aufzunehmen, wenn es irgendwie geht.

mfg lars

Stefan Rodrian

unread,
Nov 27, 2005, 10:52:06 AM11/27/05
to

Diejenigen, die rechtlich in der Lage dazu sind (oder manchmal auch
nicht) etwas zu verbieten, befriedigt es ungemein es dann auch zu
verbieten, sie brauchen dazu keine plausible Begründung!

Oft genügt es, dass bekannt wird, dass es möglich ist (Hausrecht...) und
das andere es auch machen, dann macht man es auch, man beweist sich
damit seine eigene Macht, was fast allen Menschen Freude bereitet, es
ist eine Form des Erlebens der Selbstwirksamkeit, die auch Behörden und
Apparate empfinden können.

SR

Daniel Rehbein

unread,
Nov 27, 2005, 10:53:49 AM11/27/05
to
Stefan Rodrian wrote:

> Entsprechende Dienste können vermutlich mit entsprechender Software in
> der Masse der im Web vorhanden Bilder nach bestimmten Gesichtern suchen,
> mal daran gedacht?
>
> Werden Personaler ihre Bewerber auch bald damit suchen, um zu sehen, in
> welchen sozialen Kontexten und an welchen Orten sich diese bewegen?

Und dann ist es schutzwürdig, daß jemand als Fahrer im Führerstand einer
bestimmten Straßenbahn der Dortmunder Stadtwerke AG gesessen hat?

Daniel Rehbein

Stefan Rodrian

unread,
Nov 27, 2005, 10:54:49 AM11/27/05
to

Lars spricht mir aus dem Herzen!

SR

Frank SCHLIFFKE

unread,
Nov 27, 2005, 11:02:14 AM11/27/05
to
Lars Zerpich schrieb:

> Also, deine Einstellung finde ich ehrlich gesagt etwas anmaßend. Das
> Verhalten des Fahrers kann zumindest ich nachvollziehen.

Du kannst nachvollziehen, dass ein Straßenbahnfahrer seine Bahn mitsamt
ihren Fahrgästen in eine Straßenkreuzung fährt und sich dabei ein Blatt
Papier bewusst ins Sichtfeld hält, so dass er vom Verkehr nichts mehr
wahrnehmen kann?

Interessante Einstellung.

Gruß

Frank SCHLIFFKE

x-post, f'up d.e.b.stadtverkehr

Stefan Rodrian

unread,
Nov 27, 2005, 11:08:24 AM11/27/05
to

Du liegst völlig neben der Sache, es geht nicht um deinen Einzelfall,
aus Sicht der Fotografierten ist nicht entscheident was ist (das können
sie eh nicht feststellen), sondern was sein KÖNNTE, darauf kommt es an
und das muss die Argumentation leiten.

Ich wollte auch unbedingt das schöne blaue Licht in Essen HbF mit den
gelben Bahnen fotofrafieren (und hab es auch gemacht), aber mulmig war
es mir und ich rechnet schon damit, dass vielleicht strenge Aufseher auf
mich zu kommen.
Ich gebe zu, die Fahrer der Bahnen, an ihrer Stelle wäre mir das auch
zumindest unangenehm gewesen.

SR

Roland Kölzer

unread,
Nov 27, 2005, 11:15:46 AM11/27/05
to
Hallo Ralf,

Ralf R. Radermacher schrieb:


> Hier in Köln wird ein Fotografierverbot seitens der Verkehrsbetriebe in
> den Haltestellen massiv durchgesetzt.

IMHO haben die Sicherheitsleute das Recht dazu, wenn es in den
Beförderungsbedingngen (die mit Kauf einer Karte anerkannt hast) oder
sichtbar in den Haltestellen ausgewiesen ist.
Sie haben das Hausrecht und können dich nötigenfalls unter Rechtshilfe
der Polizei mittels eines Platzverweises entfernen (sofern du dich in
deren Eigentum befindest)

Was eindeutig geregelt ist: das Fotografieren von Privateigentum von
öffentlichen Grund ist erlaubt und bedarf auch keiner Genehmigung.

Ansonsten hilft dir das aktuelle Presse- und Medienrecht, in der auch
das Fotografierverhalten zumindest im Groben geregelt ist.
Die essentiellen Paragrafen des Presserechts sowie des
Persönlichkeitsrechts habe ich immer dabei!

MfG
Roland

Manfred Grebler

unread,
Nov 27, 2005, 11:16:17 AM11/27/05
to
Lars Zerpich wrote:
> haben. Ich z.B. erscheine höchst ungern auf Fotos und daher existieren
> von mir auch nicht viele.
Dann solltest Du aber besser nur noch maskiert aus dem Haus gehen. Die
Bedrohung durch die zahlreichen Überwachungsanlagen erscheint mir
jedenfalls wesentlich weniger irrational.


Gruß
Manfred

Manfred Grebler

unread,
Nov 27, 2005, 11:19:22 AM11/27/05
to
Stefan Rodrian wrote:
>
> Entsprechende Dienste können vermutlich mit entsprechender Software in
> der Masse der im Web vorhanden Bilder nach bestimmten Gesichtern suchen,
> mal daran gedacht?
>
> Werden Personaler ihre Bewerber auch bald damit suchen, um zu sehen, in
> welchen sozialen Kontexten und an welchen Orten sich diese bewegen?

Der Personaler wird sich eher von seinem Kumpel beim LKA das komplette
Bewegungsprofil der letzten 5 Jahre ausdrucken lassen...
Dieses Szenario erscheint mir mittelfristig jedenfalls wesentlich
wahrscheinlicher (effektiver sowieso) als die Gesichtssuche im Web!

Gruß
Manfred

Daniel Rehbein

unread,
Nov 27, 2005, 11:37:51 AM11/27/05
to
Lars Zerpich wrote:

> Ich z.B. erscheine höchst ungern auf Fotos und daher existieren
> von mir auch nicht viele. Eine richtige Belästigung ist neuerdings die
> Fotografier-Seuche auf irgendwelchen Festen, wo man sich dann am
> nächsten Tag im Internet wiederfindet.

Wenn Du damit Photos meinst, auf denen Personen gezielt abgelichtet
sind, hat das mit diesem Thread nichts zu tun. Andernfalls solltest Du
näher erläutern, was Du genau meinst.

Daniel Rehbein

unread,
Nov 27, 2005, 11:42:40 AM11/27/05
to
Stefan Rodrian wrote:

> Ich wollte auch unbedingt das schöne blaue Licht in Essen HbF mit den
> gelben Bahnen fotofrafieren (und hab es auch gemacht), aber mulmig war
> es mir und ich rechnet schon damit, dass vielleicht strenge Aufseher auf
> mich zu kommen.

Soweit ist es schon? Es wird Dir mulmig, wenn Du in U-Bahn-Anlagen
photographierst?

Als ich in Dortmund knipsend durch die Linienstraße gegangen bin, da
wusste ich, daß ich nicht gerade auf Gegenliebe stoßen würde. Da musste
ich mir auch allerhand Beschimpfungen von den dort arbeitenden Damen
anhören. - http://www.mein-dortmund.de/linienstrasse.html

Aber beim Photographieren von U-Bahn-Anlagen?

Daniel Rehbein
www.daniel-rehbein.de

Reinhard Greulich

unread,
Nov 27, 2005, 11:57:59 AM11/27/05
to
Daniel Rehbein schrieb am Sun, 27 Nov 2005 16:25:55 +0100:

> Als reine Willkür möchte ja ein
> kundenorientiertes Unternehmen seine Handlungen nicht erscheinen lassen.

Würde dieses Unternehmen das Unternehmensziel "Kundenorientiertheit"
auch wirklich verstehen und umsetzen, dann gäbe es diesen Schwachsinn
wohl auch nicht, auch wenn es nicht direkt etwas mit Beförderung zu
tun hat. Die Nebenwirkung davon ist nämlich auch ein Imagefaktor.

Ich jedenfalls finde, die haben sie nicht alle.

Gruß - Reinhard.

-- ~=@=~ 70086 (52°22,726'N - 009°48,775'E)
Jetzt als Relaunch wieder da:
http://www.debx.de
- die Homepage der deb*-Newsgruppen.

Daniel Rehbein

unread,
Nov 27, 2005, 12:00:34 PM11/27/05
to
Ralf R. Radermacher wrote:

> Hier in Köln wird ein Fotografierverbot seitens der Verkehrsbetriebe in
> den Haltestellen massiv durchgesetzt.

Ich überlege gerade, wie das denn für mich wäre, wenn ich da wohnen
würde. In Dortmund photographiere ich immer wieder in den
U-Bahn-Anlagen. Wenn ich ohnehin gerade meinen Photoapparat dabeihabe
und ihn zum photographieren verwende, dann lichte ich in der Regel auf
der Rückfahrt auch noch die Bahnanlagen ab.

Manchmal ergeben sich da spontan interessante Effekte. Am Freitag
beispielsweise war die Beleuchtung im Tunnel zwischen Stadtgarten und
Kampstraße eingeschaltet. Da sind dann u.a. folgende Aufnahmen entstanden:

http://www.magik.de/img_9858.jpg
http://www.magik.de/img_9870.jpg

Wenn ich da jedesmal vorher erst eine Genehmigung einholen müsste,
könnte ich solche Aufnahmen gar nicht machen.

Ebenso wie dieses Bild einer Zugzielanzeige, deren Inhalt nicht zu dem
gerade einfahrenden Zug paßt (ebenfalls am Freitagabend aufgenommen):

http://www.magik.de/img_9827.jpg

Wenn ich in Köln wohnen würde, hätte ich also ein massives Problem :-(

Daniel Rehbein
www.daniel-rehbein.de

Reiner Schischke :-)

unread,
Nov 27, 2005, 12:02:04 PM11/27/05
to
Daniel Rehbein wrote:

> Als ich in Dortmund knipsend durch die Linienstraße gegangen bin, da
> wusste ich, daß ich nicht gerade auf Gegenliebe stoßen würde. Da musste
> ich mir auch allerhand Beschimpfungen von den dort arbeitenden Damen
> anhören. - http://www.mein-dortmund.de/linienstrasse.html

Ist ja niedlich, Linienstraße nennt sich der Strich in Dortmund. :-)

--
Fiat lux!
Reiner

Daniel Rehbein

unread,
Nov 27, 2005, 12:24:32 PM11/27/05
to
Ralf R. Radermacher wrote:

>>Huch? Warum ein Photographierverbot, womit wird das begründet?
>
> Garnicht. Ausübung des Hausrechts.

Vielleicht ergibt sich ja eine Begründung für das Verbot, wenn man mal
umgekehrt fragt: Unter welchen Bedingungen wird eine Genehmigung zum
Photographieren erteilt?

Reinhard Schumacher

unread,
Nov 27, 2005, 12:29:30 PM11/27/05
to
Daniel Rehbein <pass...@briefbox.de> schrieb:

>An der Rampe Weißenburger Straße (Haltestelle Geschwister-Scholl-Straße)
> zog der Straßenbahnfahrer des betreffenden Zuges plötzlich den
>Sonnenschutz nach unten und hielt sich ein Blatt Papier vor das Gesicht.

es wäre auch mal interessant zu hören, was die DSW dazu sagen, daß ein
Fahrer mitten im Verkehr mit runtergezogenem Rollo und Blatt vor dem
Gesicht eineStraßenbahn führt, und das auch noch mit Fahrgästen drin.

--
Reinhard

"Frau Merkel, Sie sind die schönste Bundeskanzlerin,
die wir je hatten." (Stefan Raab in TV total am 22.11.05)

Ralf R. Radermacher

unread,
Nov 27, 2005, 12:36:47 PM11/27/05
to
Daniel Rehbein <pass...@briefbox.de> wrote:

> Wenn ich in Köln wohnen würde, hätte ich also ein massives Problem :-(

Mindestens so massiv wie das Vorgehen derer, die das Verbot durchsetzen.
Die tauchen gewöhnlich zu dritt auf. Mein Tip: halt Dich an den, der
keine Mütze auf hat und auch keine Uniform trägt. Das ist gewöhnlich der
intelligenteste von den dreien. ;-)

Daniel Rehbein

unread,
Nov 27, 2005, 12:42:54 PM11/27/05
to
Ralf R. Radermacher wrote:

>>Wenn ich in Köln wohnen würde, hätte ich also ein massives Problem :-(
>
> Mindestens so massiv wie das Vorgehen derer, die das Verbot durchsetzen.
> Die tauchen gewöhnlich zu dritt auf. Mein Tip: halt Dich an den, der
> keine Mütze auf hat und auch keine Uniform trägt. Das ist gewöhnlich der
> intelligenteste von den dreien. ;-)

Ich habe zu dem Thema auf der Homepage www.kvb-koeln.de gesucht, kann
aber nichts zu dem Thema finden. Eine Hausordnung der U-Bahn-Anlagen
scheint es nicht zu geben, zum Stichwort "photographieren" oder
"photoapparat" findet man weder mit PH noch mit F etwas.

Kennst Du Dich aus in Köln? Wie wird denn das Photographierverbot
veröffentlicht? Wie kommt man an eine Photogenehmigung?

Daniel Rehbein
www.daniel-rehbein.de

Ralf R. Radermacher

unread,
Nov 27, 2005, 12:50:44 PM11/27/05
to
Daniel Rehbein <pass...@briefbox.de> wrote:

> Kennst Du Dich aus in Köln? Wie wird denn das Photographierverbot
> veröffentlicht?

Garnicht. Wenn Du auf dem Bahnsteig eine Kamera auspackst, sieht man das
in der Leitstelle und Du bekommst Gesellschaft.

> Wie kommt man an eine Photogenehmigung?

Frag doch einfach mal bei der Abt. Öffentlichkeitsarbeit und erstatte
Bericht.

Inge Müller

unread,
Nov 27, 2005, 1:00:09 PM11/27/05
to
Peter Rohrer <accoun...@yahoo.de> schrieb:

>Ich wollte kürzlich in der U-Bahn München fotografieren, was solange gutging
>bis mich ein Angestellter darauf aufmerksam macht, dass dies seit "London"
>nur noch mit Bewilligung erlaubt sei.

Dieser Angestellte war nicht richtig informiert. Das Fotografieren in
den Münchner U-Bahnhöfen ist nämlich schon lange (mindestens seit 10
Jahren, eher länger) nur mit Genehmigung erlaubt. Oder was für ein
"London" meinte er?

Gruß,
INge

--
http://www.worteundbilder.info

Daniel Rehbein

unread,
Nov 27, 2005, 1:00:39 PM11/27/05
to
Ralf R. Radermacher wrote:

>>Kennst Du Dich aus in Köln? Wie wird denn das Photographierverbot
>>veröffentlicht?
>
> Garnicht. Wenn Du auf dem Bahnsteig eine Kamera auspackst, sieht man das
> in der Leitstelle und Du bekommst Gesellschaft.

Und dann? Was sagen die Leute, die dann kommen?

Ralf R. Radermacher

unread,
Nov 27, 2005, 1:04:46 PM11/27/05
to
Daniel Rehbein <pass...@briefbox.de> wrote:

> Und dann? Was sagen die Leute, die dann kommen?

Die sagen Dir dann, das sei verboten und Du sollst damit aufhören.

Mehr wirst Du von denen nicht zu hören bekommen. Die zwei mit Mütze und
Uniform wären damit überfordert, auch noch Erklärungen auswendig zu
lernen, und der ohne Mütze spricht zu undeutlich. Muß wohl am Maulkorb
liegen.

Message has been deleted

Ralf R. Radermacher

unread,
Nov 27, 2005, 1:13:50 PM11/27/05
to
Matthias Wieser <matthia...@gmx.de> wrote:

> Kannst du ein paar URLs nennen, wo man die Fotos von den angesprochenen
> Überwachungskameras für alle frei zugänglich betrachten kann?

Dann fang schon mal hier an:

http://www.koeln.de/stadtinfo/verkehr/index-webcams.html

Daniel Rehbein

unread,
Nov 27, 2005, 1:17:55 PM11/27/05
to
Ralf R. Radermacher wrote:

>>Und dann? Was sagen die Leute, die dann kommen?
>
> Die sagen Dir dann, das sei verboten und Du sollst damit aufhören.
>
> Mehr wirst Du von denen nicht zu hören bekommen. Die zwei mit Mütze und
> Uniform wären damit überfordert, auch noch Erklärungen auswendig zu
> lernen, und der ohne Mütze spricht zu undeutlich. Muß wohl am Maulkorb
> liegen.

Nach der Beschreibung frage ich mich: Gibt dieses Photographierverbot
wirklich oder war das ein einmaliges Erlebnis, das Du mit übereifrigem
Sicherheitspersonal hattest?

Vor einigen Jahren hatte ich hier ja mal berichtet von Sicherheitsposten
am Dortmunder Güterbahnhof (am Hafen), die der Meinung waren, das
Photographieren von Bahnanlagen sei generell verboten, sogar von
öffentlichem Straßenraum aus. Mir wurde damals von anderen
Newsgroup-Teilnehmern ähnliche Erlebnisse an demselben Ort bestätigt.

Secutiry-Personal gibt also gerne auch mal Weisungen aus, die nicht der
rechtlichen Situation und auch nicht der Unternehmensmeinung
entsprechen. Deshalb frage ich mich nun, ob das Photographierverbot in
der Kölner U-Bahn wirklich existiert oder ob es der Willkür von ein paar
Security-Leute entspringt.

Daniel Rehbein
www.daniel-rehbein.de

Frank Westerholt

unread,
Nov 27, 2005, 1:19:20 PM11/27/05
to
Daniel Rehbein schrieb:

>> Garnicht. Ausübung des Hausrechts.
>
>
> Vielleicht ergibt sich ja eine Begründung für das Verbot, wenn man mal
> umgekehrt fragt: Unter welchen Bedingungen wird eine Genehmigung zum
> Photographieren erteilt?

Ich hatte mir vor gut 3 Jahren mal eine Genehmigung für die Dortmunder
U-Bahn besorgt. War eigentlich problemlos, wobei es grundsätzlich immer
um die Sicherheit geht. Zudem soll der Verkehrsbetrieb nicht gestört
werden. Es wurde auch tatsächlich kontrolliert, wobei die
Sicherheitsnasen gut drauf waren, was vermutlich am Team gelegen hat,
eine Visagistin und zwei weibliche Modelle...;-)

Frank

Message has been deleted

Sebastian Suchanek

unread,
Nov 27, 2005, 1:20:54 PM11/27/05
to
Ralf R. Radermacher spoke thusly:

> Daniel Rehbein <pass...@briefbox.de> wrote:
>
>> Huch? Warum ein Photographierverbot, womit wird das
>> begründet?
>
> Garnicht. Ausübung des Hausrechts.

Hausrecht? Auf einer öffentlichen Straße?
Oder reden wir hier gerade über U-Bahn-Stationen?


Tschüs,

Sebastian

--
"Muss ich mir eigentlich im Vergleich zu einem Analog-Fotografen
eine 1.6-fach grössere Fototasche kaufen, weil die Objektive
länger werden?"
[P.J. Meisch in drf zum Thema "Verlängerungsfaktor"]

Daniel Rehbein

unread,
Nov 27, 2005, 1:28:09 PM11/27/05
to
Frank Westerholt wrote:

Ich glaube, wir sprechen von verschiedenen Dingen. In der Dortmunder
U-Bahn photographiere ich immer wieder mal, ohne mir jemals Gedanken um
eine Genehmigung gemacht zu haben. Es ging also wohl eher darum, daß auf
dem Bahnsteig ein Set für ein Photoshooting eingerichtet werden durfte.

Der Diskussion zum Thema Köln entnehme ich jedoch, daß bereits das
Auspacken eines Photoapparates durch eine Einzelperson zu einem
Einschreiten des Sicherheitspersonals führen würde. Da muß man also
nicht erst Modelle dazuholen, damit was passiert, sondern bereits so ein
Photo wäre in Köln illegal:

http://magik.de/img_9875.jpg

Daniel Rehbein
www.mein-dortmund.de

Message has been deleted
Message has been deleted

Ralf R. Radermacher

unread,
Nov 27, 2005, 1:47:53 PM11/27/05
to
Sebastian Suchanek <sebastian...@gmx.de> wrote:

> Hausrecht? Auf einer öffentlichen Straße?
> Oder reden wir hier gerade über U-Bahn-Stationen?

Ich zitiere mich mal gerade selbst:

"Hier in Köln wird ein Fotografierverbot seitens der Verkehrsbetriebe in
den Haltestellen massiv durchgesetzt."

Ich schrieb bewußt "in", also in U-Bahn-Stationen und abgetrennten
Stadtbahnhaltestellen.

Ralf R. Radermacher

unread,
Nov 27, 2005, 1:47:53 PM11/27/05
to
Daniel Rehbein <pass...@briefbox.de> wrote:

> Deshalb frage ich mich nun, ob das Photographierverbot in
> der Kölner U-Bahn wirklich existiert oder ob es der Willkür von ein paar
> Security-Leute entspringt.

0221/547-0

Die Abteilung heißt "Öffentlichkeitsarbeit".

Uwe 'hammernocker' Roßberg

unread,
Nov 27, 2005, 1:49:47 PM11/27/05
to
Daniel Rehbein schrieb:

> Ralf R. Radermacher wrote:
>
>>> Meiner Einschätzung nach ist dies gepuscht worden durch eine
>>> medienwirksame Diskussion im Sommerloch vor einigen Jahren, als in
>>> Fernsehen und Zeitungen das Thema "Handy-Spanner" hochgekocht wurde.
>>
>>
>> Der eigentliche Auslöser war schon Jahre vorher der Medienrummel um den
>> Unfalltod einer getrennt lebenden englischen Hausfrau.
>
>
> Unfalltod wegen eines Photoapparats?

Prinzessin Diana.

bye uwe
--
AIM: hammernocker2000 ## ICQ: 115118874 ## www.pssgzudresden.de
Jürgen Gerkens in d.r.f. : "... gerade ein Polfilter ist als
Schutzfilter auch nicht viel schlauer, als die Frontlinse zum Schutz
vor Streulicht zu lackieren. ;-)"

Peter A. Meier

unread,
Nov 27, 2005, 1:59:39 PM11/27/05
to
Daniel Rehbein schrieb:

> sondern bereits so ein Photo wäre in Köln illegal:
>
> http://magik.de/img_9875.jpg

Dafür gibt es im Netz aber einen ganzen haufen eben genau dieser Fotos
aus Köln. ;-)

Message has been deleted

Manfred Grebler

unread,
Nov 27, 2005, 2:14:42 PM11/27/05
to

Matthias Wieser wrote:
>>Dann solltest Du aber besser nur noch maskiert aus dem Haus gehen. Die
>>Bedrohung durch die zahlreichen Überwachungsanlagen erscheint mir
>>jedenfalls wesentlich weniger irrational.

>
> Kannst du ein paar URLs nennen, wo man die Fotos von den angesprochenen
> Überwachungskameras für alle frei zugänglich betrachten kann?

Witzhbold! - Mir reicht es vollkommen, daß Polizei, Verfassungsschutz
etc. pp und vielleicht auch noch CIA und Consorten Zugang dazu haben.
Die Öffentlichkeit würde mich deutlich weniger jucken!

Gruß
Manfred

Christoph Schmitz

unread,
Nov 27, 2005, 2:16:53 PM11/27/05
to
Ralf R. Radermacher wrote:
>
> Mehr wirst Du von denen nicht zu hören bekommen. Die zwei mit Mütze und
> Uniform wären damit überfordert, auch noch Erklärungen auswendig zu
> lernen, und der ohne Mütze spricht zu undeutlich. Muß wohl am Maulkorb
> liegen.

Jetzt weiss ich auch endlich, wen Du mit dem "Dritten ohne
Uniform, der am intelligentesten ist" meinst. :-)

Christoph (gelegentlich auch in Uniform unterwegs)

Reinhard Greulich

unread,
Nov 27, 2005, 2:17:18 PM11/27/05
to
Daniel Rehbein schrieb am Sun, 27 Nov 2005 19:17:55 +0100:

> Secutiry-Personal gibt also gerne auch mal Weisungen aus, die nicht der
> rechtlichen Situation und auch nicht der Unternehmensmeinung
> entsprechen. Deshalb frage ich mich nun, ob das Photographierverbot in
> der Kölner U-Bahn wirklich existiert oder ob es der Willkür von ein paar
> Security-Leute entspringt.

Die Leute werden schon einen entsprechenden Auftrag haben, aber die
fragt ja sowieso keiner.

Mit Sicherheitsphilosophie ist das ähnlich wie mit Rheumadecken, die
auch noch gegen Erdstrahlen schützen sollen. Es gibt eine
interessierte Seite, die eine angenommene Gefährdung braucht, um ihre
Gegenmittel überhaupt erst verkaufen zu können. Im Sicherheitsgewerbe
gibt es praktisch keine unabhängigen Berater, denn das ganze Geschäft
würde nicht existieren, wenn die an dem Geschäft teilnehmenden Berater
sagen würden "Leute, keine Panik, alles halb so wild". Deshalb wird es
wohl in Köln gelungen sein, Fotografen als potenzielle Gefahr
darzustellen und damit Nachfrage nach entsprechenden Dienstleistungen
zu erzeugen.

Als Bedrohung wird neben irgendwelchen Kaputtmachern auch immer gern,
wenn nicht gar noch lieber, der zu erfüllende "Datenschutz" genommen,
bei dessen Nichterfüllen angeblich millionenschwere Klagen drohen
*könnten*. Und es macht für das Ergebnis keinen Unterschied, ob das
den Bedarf erzeugende Unternehmen eine Fremdfirma ist oder der die
ungemeine Wichtigkeit seiner Existenz untermauernde
unternehmensinterne Sicherheitsbeauftragte, wenn es dem gelingt, die
richtigen Entscheider einzuwickeln.

Gruß - Reinhard.

-- ~=@=~ 70086 (52°22,726'N - 009°48,775'E)
Jetzt als Relaunch wieder da:
http://www.debx.de
- die Homepage der deb*-Newsgruppen.

Message has been deleted

Reinhard Greulich

unread,
Nov 27, 2005, 2:19:22 PM11/27/05
to
Matthias Wieser schrieb am Sun, 27 Nov 2005 19:19:15 +0100:

> Dass die durch die Bank alle bescheuert sind und die Richtung, in die er
> seine Kamera hält, fehlinterpretieren, glaube ich nicht wirklich. Dass er
> nur langweilige Straßenbahnen fotografiere, wäre dann freilich eine ganz
> praktische Ausrede.

Dass Du in der Lage bist, das auch nur ansatzweise zu beurteilen,
glaube ich nicht wirklich. Ich finde, dass Du Dich mit Deinen
Unterstellungen ganz schön weit aus dem Fenster lehnst.

Rainer Ziegenbein

unread,
Nov 27, 2005, 3:41:32 PM11/27/05
to
Matthias Wieser wrote:

> Naja, wenn sich wirklich so of junge Mädchen bei ihm beschweren,
> dann könnte man fast meinen, dass er zumindest nicht abgeneigt
> ist, junge Mädchen auf dem Foto zu haben.

Ja und?

> Dass die durch die Bank alle bescheuert sind und die Richtung,
> in die er seine Kamera hält, fehlinterpretieren, glaube ich
> nicht wirklich.

Nun ja, um das ganz unhoeflich auszudruecken: Ich halte all
diejenigen fuer bescheuert, die glauben, dass die Anti-Foto-
Hysterie tatsaechlich den Schutz der Persoenlichkeitsrechte
der Abgebildeten zum Ziel hat.

Seit "Toy Story" ist die Beweiskraft elektronisch erfasster
Bilder exakt Null. Nach meinem Verstaendnis der Rechtslage
wandere ich fuer ein vollsynthetisches - weil mit dem Computer
gerendertes - kinderpornographisches Bild in den Bau, selbst
wenn ich nachweisen kann, dass an der Herstellung dieses Bildes
auszer mir selbst kein weiterer Mensch beteiligt war. Das
Gesetzt dient also allem Moeglichen - nur nicht dem Schutz der
Kinder.


Grusz,
Rainer

Daniel Rehbein

unread,
Nov 27, 2005, 2:27:08 PM11/27/05
to
Matthias Wieser wrote:

> Naja, wenn sich wirklich so of junge Mädchen bei ihm beschweren, dann könnte
> man fast meinen, dass er zumindest nicht abgeneigt ist, junge Mädchen auf
> dem Foto zu haben.

> Dass die durch die Bank alle bescheuert sind und die Richtung, in die er

> seine Kamera hält, fehlinterpretieren, glaube ich nicht wirklich. Dass er
> nur langweilige Straßenbahnen fotografiere, wäre dann freilich eine ganz
> praktische Ausrede.

Ich führe keine Statistik, wie viele Personen welchen Alters sich
überhaupt auf dem jeweiligen Bahnhof aufhalten, um diese ins Verhältnis
zu den Beschwerden zu setzen. Insofern ist "durch die Bank" nicht
zutreffend.

Früher habe ich eher die Erfahrung gemacht, daß sich Betrunkene bei mir
beschweren, wenn ich den Bahnhof ablichte. Willst Du daraus jetzt die
Schluß ziehen, daß ich gerne Betrunkene ablichte?

Im übrigen sind Straßenbahnen natürlich nicht langweilig, ebensowenig
wie andere Schienenverkehrsmittel. Guck z.B. mal auf
http://bahnbilder2004.rehbein.net/?serie=serie_4

Daniel Rehbein

Daniel Rehbein

unread,
Nov 27, 2005, 2:29:00 PM11/27/05
to
Peter A. Meier wrote:

>> sondern bereits so ein Photo wäre in Köln illegal:
>> http://magik.de/img_9875.jpg
>
> Dafür gibt es im Netz aber einen ganzen haufen eben genau dieser Fotos
> aus Köln. ;-)

Deswegen frage ich ja in einem anderen Beitrag, ob das
Photographierverbot in der Kölner U-Bahn wirklich die
Unternehmensmeinung des KVB widerspiegelt.

Daniel Rehbein
www.daniel-rehbein.de

Tom Rohwer

unread,
Nov 27, 2005, 2:34:45 PM11/27/05
to
Ralf R. Radermacher wrote:

> Daniel Rehbein <pass...@briefbox.de> wrote:

>> Huch? Warum ein Photographierverbot, womit wird das begründet?

> Garnicht. Ausübung des Hausrechts.

Straßenbahnhaltestellen sind genau wie Bahnhöfe "öffentlicher
Verkehrsraum", für den gilt, daß der Betreiber nicht willkürlich mittels
Hausrecht einen "normalen Gebrauch durch jedermann" verbieten darf. Der
Betreiber kann z.B. nicht willkürlich den Zugang verbieten, und er kann
z.B. auch nicht verbieten, daß Besucher dort Schokolade essen oder
ähnliches.

(Vgl. auch das BVG-Urteil zugunsten eines Punks, der die Satzung der
Stadt Hildesheim kippte, die das Biertrinken auf öffentlichen Straßen
verbieten wollte...)

Und zumindest das nicht-gewerbliche Fotografieren von
"Reise-Erinnerungs-Fotos" ist ein normales, übliches Verhalten auf
Bahnhöfen oder in Haltestellen.

Sebastian Suchanek

unread,
Nov 27, 2005, 2:34:21 PM11/27/05
to
Lars Zerpich spoke thusly:

> [...]
> Eine richtige Belästigung ist
> neuerdings die Fotografier-Seuche auf irgendwelchen Festen,
> wo man sich dann am nächsten Tag im Internet wiederfindet.
> [...]

Diejenigen Fotos, die ich aus dieser "Stilrichtung" kenne, sind
samt und sonders gestellt. Und auch das eine Mal, wo es mich
derart "erwischt" hat, war das mit vorheriger Frage durch die
Fotografin.
Du hast also Gelegenheit genug, höflich zum Ausdruck zu bringen,
daß Du nicht fotografiert werden möchtest.

Daniel Rehbein

unread,
Nov 27, 2005, 2:39:23 PM11/27/05
to
Matthias Wieser wrote:

> Ja klar, vielleicht meint er, dass du der Autofahrer bist, gegen den er
> gestern hart seine Vorfahrt durchgesetzt hat, oder der Randalierer, den er
> letzte Woche rausgeschmissen hat.

Beobachtungen in diese Richtung (schlechtes Gewissen) mache ich eher bei
der Aufnahme von Straßenverkehrsszenen.

Schönes Beispiel ist die Straßenkreuzung Im Defdahl / Deggingstraße in
Dortmund. Für die Fahrzeuge, die aus der Deggingstraße kommen, ist nur
das Abbiegen nach rechts und das Geradeausfahren erlaubt. Wenn man dort
eine Weile steht, kann man beobachte, daß viele Autos doch nach links
abbiegen. Wenn man in dem Moment aber den Photoapparat hebt, dann wird
der bereits nach links gesetzte Blinker ausgeschaltet und nach rechts
abgebogen.

Ich wollte diese Kreuzung, die zudem auch noch eine sehr
unübersichtliche Radverkehrssituation hat, vor einigen Jahren mal für
meine Homepage ablichten und mir ist partout nicht gelungen, ein Photo
zu bekommen, wo man tatsächlich mal ein nach links abbiegendes Fahrzeug
sieht.

Mit der Abbildung von Gesichtern hat das allerdings nichts zu tun. Ich
stand in der Deggingstraße, wo man die fraglichen Kfz also nur von
hinten sieht.

>>Das folgende Bild, was ich etwas später
>>an der Rampe Hamburger Straße aufgenommen habe, zeigt dies:
>>http://www.magik.de/img_0745.jpg
>>(siehe auch http://www.mailbox-internet.de/desktop-photos.html )
>
> Wenn man Kontrast- und Helligkeitsregler bedienen kann, kann man die
> Gesichter bei obigen Bildern sehr gut erkennen!

Aber man muß doch noch einige Mühe aufwenden, nämlich die Bilder von
meiner Webseite lokal speichern und nachbearbeiten. Bei einem Photo von
der Menschenmenge in der Fußgängerzone kann man die Gesichter direkt
erkennen. Doch daß hier die Personen nur Beiwerk sind, ist völlig
unstrittig.

Daniel Rehbein
www.daniel-rehbein.de

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Daniel Rehbein

unread,
Nov 27, 2005, 2:57:06 PM11/27/05
to
Tom Rohwer wrote:

> Straßenbahnhaltestellen sind genau wie Bahnhöfe "öffentlicher
> Verkehrsraum", für den gilt, daß der Betreiber nicht willkürlich mittels
> Hausrecht einen "normalen Gebrauch durch jedermann" verbieten darf. Der
> Betreiber kann z.B. nicht willkürlich den Zugang verbieten, und er kann
> z.B. auch nicht verbieten, daß Besucher dort Schokolade essen oder
> ähnliches.

> Und zumindest das nicht-gewerbliche Fotografieren von

> "Reise-Erinnerungs-Fotos" ist ein normales, übliches Verhalten auf
> Bahnhöfen oder in Haltestellen.

Hast Du speziell zu diesem Punkt ein Urteil?

Message has been deleted

Rainer Ziegenbein

unread,
Nov 27, 2005, 4:18:04 PM11/27/05
to
Matthias Wieser wrote:

> Kannst du ein paar URLs nennen, wo man die Fotos von den
> angesprochenen Überwachungskameras für alle frei zugänglich
> betrachten kann?

Nein. Und genau das ist die grosze Gefahr.


Grusz,
Rainer

Message has been deleted

Ralf R. Radermacher

unread,
Nov 27, 2005, 3:43:52 PM11/27/05
to
Matthias Wieser <matthia...@gmx.de> wrote:

> Kann ich dich mal kennenlernen, ich mache gerne Fotos von Leuten, die so
> denken wie du!

Aha? Erkär...

Ralf

P.S.: ...und laßt doch bitte diese ewige Zwangs-Umleiterei nach debs.
Danke.

Message has been deleted

Ralf R. Radermacher

unread,
Nov 27, 2005, 4:09:14 PM11/27/05
to
Matthias Wieser <matthia...@gmx.de> wrote:

> Dass du selbst aber noch eine extra Erklärung meines Postings brauchst, wird
> manchen Leuten vielleicht ein kleines Schmunzeln entlocken.

Du hattest Recht. Es ist wirklich besser, Ihr macht damit in debs
weiter. Viel Spaß noch.

Ralf

Sascha Rheker

unread,
Nov 27, 2005, 4:43:37 PM11/27/05
to
Lars Zerpich schrieb:


> Eine richtige Belästigung ist neuerdings die
> Fotografier-Seuche auf irgendwelchen Festen, wo man sich dann am
> nächsten Tag im Internet wiederfindet.


Das Fotografieren da nervt und die Bilder sind sowas wie optische
Umwltverschmutzung, aber das Recht am eigenen Bild tangiert das nicht.


Solche Bilder kenne ich nur mit Leuten drauf die absolut offensichtlich
posieren. Auf Partys und in Discos stehen die Leute nunmal nicht umarmt
in 4er Gruppen rum.

Wer aber sogar noch posiert wurde sicher nicht unbemerkt fotografiert
und hat ganz sicher nicht widersprochen.


Und wer da irgendwo im Hintergrund der Disko steht isst nun wirklich
Beiwerk...


SASCHA

Sascha Rheker

unread,
Nov 27, 2005, 4:45:18 PM11/27/05
to
Frank SCHLIFFKE schrieb:
> Lars Zerpich schrieb:
>
>> Also, deine Einstellung finde ich ehrlich gesagt etwas anmaßend. Das
>> Verhalten des Fahrers kann zumindest ich nachvollziehen.
>
>
> Du kannst nachvollziehen, dass ein Straßenbahnfahrer seine Bahn mitsamt
> ihren Fahrgästen in eine Straßenkreuzung fährt und sich dabei ein Blatt
> Papier bewusst ins Sichtfeld hält, so dass er vom Verkehr nichts mehr
> wahrnehmen kann?
>
> Interessante Einstellung.


Ja, wenn man mal die ganzen leicht paranoiden Erklärungsversuche dafür
liest kann man nur den Kopf schütteln.

Wenn er seinen Arbeitsplatz verliert, dann gerade wegen dem Blatt vor
den Augen beim fahren einer Straßenbahn.


SASCHA

Heiko Schneider

unread,
Nov 27, 2005, 5:05:20 PM11/27/05
to
Frank SCHLIFFKE schrieb:

>Lars Zerpich schrieb:
>
>> Also, deine Einstellung finde ich ehrlich gesagt etwas anmaßend. Das
>> Verhalten des Fahrers kann zumindest ich nachvollziehen.
>
>Du kannst nachvollziehen, dass ein Straßenbahnfahrer seine Bahn mitsamt
>ihren Fahrgästen in eine Straßenkreuzung fährt und sich dabei ein Blatt
>Papier bewusst ins Sichtfeld hält, so dass er vom Verkehr nichts mehr
>wahrnehmen kann?

Selbiges habe ich auch in Nürnberg bei einem Straßenbahnfahrer erlebt.
Dieser überquerte eine Kreuzung und fuhr anschließend in die
Haltestelle ein. Er zog das Rollo runter und duckte sich dann, um
durch den verbleibenden Spalt noch etwas zu sehen...

>Interessante Einstellung.

Finde ich auch.

Generelle Anmerkung: Die Frontscheibe ist normalerweise nicht getönt.
Aber durch die gewölbten Scheiben spiegeln diese mehr oder weniger, so
daß der Fahrer nicht immer erkennbar ist. Zudem kann man (zumindest
bei stehenden Fahrzeugen) schon auf den Fahrer Rücksicht nehmen, in
dem ein Fensterholm oder ein Spiegel vor dessen Gesicht ist.


--
Heiko Schneider, DPIN
Pirna - Zwickau
www.pirnese.de.vu

Folke Brockmann

unread,
Nov 27, 2005, 6:18:27 PM11/27/05
to

"Olaf Baumann" <news...@olaf-b.de> schrieb
> "Daniel Rehbein" :
>> Du glaubst also, daß er davon ausgeht, daß er der Mittelpunkt des Photos
>> ist? Daß ich wegen ihm die Kamera zücke?
> Ich meine damit nicht den Fahrer als thematische Mittelpunkt, sondern eben
> dass der Fahrer in der Mitte des Bildes - dort wo man hinsschaut - ist.
> Für mich fällt das nicht unter die Definition Beiwerk.

Im Mai hatte ich mal ein Erlebnis wo sich der Tram-Fahrer bei meiner
Video-Aufnahme selbst in den Mittelpunkt stellte, er wollte sich nicht
filmen lassen was ich aber nicht verstehen konnte sondern erst später beim
abspielen auf dem heimischen TV-Gerät heraushörte, er hielt extra an und
rief mehrmals gegen den Strassenlärm anschreiend aus seinem Führerhaus
heraus "...er möchte nicht gefilmt werden", siehe Bild 3 auf diesem
DSO-Beitrag:
http://s134260722.online.de/drehscheibe-online/forum/read.php?f=5&i=50560&t=50560
;-)


--
Gruss Folke aus 44867 WATTENSCHEID

vorlaeufige Internetpraesenz www.DEUTSCHE-BUNDESBAHN.Webseite.ms


Folke Brockmann

unread,
Nov 27, 2005, 6:22:51 PM11/27/05
to

"Reiner Schischke :-)" <reiner.s...@free.fr> schrieb
> Daniel Rehbein wrote:

>> Als ich in Dortmund knipsend durch die Linienstraße gegangen bin, da
>> wusste ich, daß ich nicht gerade auf Gegenliebe stoßen würde. Da musste
>> ich mir auch allerhand Beschimpfungen von den dort arbeitenden Damen
>> anhören. - http://www.mein-dortmund.de/linienstrasse.html
>
> Ist ja niedlich, Linienstraße nennt sich der Strich in Dortmund. :-)

Deswegen gab's bestimmt zuhause auch hinterher Beschimpfungen von Daniels
Frau?! ;-)


--
Die gewohnten Signaturen sind z. Zt. offline
und befinden sich in Aktualisierung
und danken für das dafuer entgegengebrachte Verstaendnis


Folke Brockmann

unread,
Nov 27, 2005, 6:26:09 PM11/27/05
to

"Frank SCHLIFFKE" <spama...@schliffke.de> schrieb

>> Also, deine Einstellung finde ich ehrlich gesagt etwas anmaßend. Das
>> Verhalten des Fahrers kann zumindest ich nachvollziehen.

> Du kannst nachvollziehen, dass ein Straßenbahnfahrer seine Bahn mitsamt
> ihren Fahrgästen in eine Straßenkreuzung fährt und sich dabei ein Blatt
> Papier bewusst ins Sichtfeld hält, so dass er vom Verkehr nichts mehr
> wahrnehmen kann?

Ich kann z. Bleistift nachvollziehen dass der Fahrer genau in dem Augenblick
nur eine Seite der BILD umgeblättert hat... ;-)

Daniel Rehbein

unread,
Nov 27, 2005, 6:33:29 PM11/27/05
to
Folke Brockmann wrote:

>>>Als ich in Dortmund knipsend durch die Linienstraße gegangen bin, da
>>>wusste ich, daß ich nicht gerade auf Gegenliebe stoßen würde. Da musste
>>>ich mir auch allerhand Beschimpfungen von den dort arbeitenden Damen
>>>anhören. - http://www.mein-dortmund.de/linienstrasse.html
>>
>>Ist ja niedlich, Linienstraße nennt sich der Strich in Dortmund. :-)
>
> Deswegen gab's bestimmt zuhause auch hinterher Beschimpfungen von Daniels
> Frau?! ;-)

Nö.

Daniela Duerbeck

unread,
Nov 27, 2005, 8:03:26 PM11/27/05
to
Sascha Rheker wrote:

> Papparazzos

Echt? Ist das jetzt der aktuelle Plural von Paparazzo?

Viele Grüße von Dani

Matthias Andree

unread,
Nov 27, 2005, 7:46:16 PM11/27/05
to
Daniel Rehbein <pass...@briefbox.de> writes:

> kritischen Fahrgast beinhaltet. Als reine Willkür möchte ja ein
> kundenorientiertes Unternehmen seine Handlungen nicht erscheinen lassen.

Seit wann sind (halb)öffentliche Verkehrsunternehmen oder solche am
Tropf öffentlicher Mittel kundenorientiert? Wenn sie das sind, dann
hören sie auf der Stelle auf, ihr Material von DSW auf DSW2I
umzuspritzen und üben stattdessen die zweisprachige Beschilderung in
Vorbereitung der Fußball-WM-2006. Wenn das Land schon die nötigen
Ausbauten der Infrastruktur zusammenstreicht (wäre zu dumm, es könnten
ja Arbeitsplätze dabei erhalten bleiben...)

--
Matthias Andree

Matthias Andree

unread,
Nov 27, 2005, 8:12:18 PM11/27/05
to
Daniel Rehbein <pass...@briefbox.de> writes:

> Der Diskussion zum Thema Köln entnehme ich jedoch, daß bereits das
> Auspacken eines Photoapparates durch eine Einzelperson zu einem
> Einschreiten des Sicherheitspersonals führen würde. Da muß man also
> nicht erst Modelle dazuholen, damit was passiert, sondern bereits so ein

> Photo wäre in Köln illegal:
>
> http://magik.de/img_9875.jpg

Hübsche Mülleimer.

SCNR

--
Matthias Andree

Reiner Schischke :-)

unread,
Nov 27, 2005, 8:44:51 PM11/27/05
to
Daniela Duerbeck wrote:
> Sascha Rheker wrote:
>
>> Papparazzos
>
> Echt? Ist das jetzt der aktuelle Plural von Paparazzo?

der deutsche, nicht der italienische.

--
Fiat lux!
Reiner

Reiner Schischke :-)

unread,
Nov 27, 2005, 8:50:18 PM11/27/05
to
Reiner Schischke :-) wrote:

>> Echt? Ist das jetzt der aktuelle Plural von Paparazzo?
>
> der deutsche, nicht der italienische.

Aber den Paparazzo vervielfältigt selbst der Duden nach italienischer
Regel. ->Paparazzi

--
Fiat lux!
Reiner

Sascha Rheker

unread,
Nov 27, 2005, 8:50:54 PM11/27/05
to
Daniela Duerbeck schrieb:


Nein.

Singular mit o, Plural mit i.

Wenn der Rechtschreibfehler alles ist, was von meinem Text bei Dir
angekommen ist, solltest Du mich vielleicht besser gleich filtern, sowas
passiert öfter mal und Tippfehler mache ich auch.


SASCHA

Manfred Cuntz

unread,
Nov 28, 2005, 12:59:09 AM11/28/05
to
Reiner Schischke :-) wrote:

> Aber den Paparazzo vervielfältigt selbst der Duden nach italienischer
> Regel. ->Paparazzi

Und wenn es ganz viele sind, sind es Paparazzies :duck:

--
Viele Grüße aus dem schönen Rodgau
Manfred

Dominique Ecken

unread,
Nov 28, 2005, 3:35:06 AM11/28/05
to
Daniel Rehbein schrieb am Sun, 27 Nov 2005 17:42:40 +0100:

>Als ich in Dortmund knipsend durch die Linienstraße gegangen bin, da
>wusste ich, daß ich nicht gerade auf Gegenliebe stoßen würde. Da musste
>ich mir auch allerhand Beschimpfungen von den dort arbeitenden Damen
>anhören. - http://www.mein-dortmund.de/linienstrasse.html

Mist, wieso hat mir das keiner gesagt, als ich mal nach den
Sehenswürdigkeiten von dortmund frug? ;-)

Schönen Tag noch!
Dominique

--
"Ecken rundgeschnitten, hingelegt, fertig."
Maria Winter in dafa

Dominique Ecken

unread,
Nov 28, 2005, 3:35:05 AM11/28/05
to
Daniel Rehbein schrieb am Sun, 27 Nov 2005 19:28:09 +0100:


>Der Diskussion zum Thema Köln entnehme ich jedoch, daß bereits das
>Auspacken eines Photoapparates durch eine Einzelperson zu einem
>Einschreiten des Sicherheitspersonals führen würde. Da muß man also
>nicht erst Modelle dazuholen, damit was passiert, sondern bereits so ein
>Photo wäre in Köln illegal:
>
>http://magik.de/img_9875.jpg

Das ist in Düsseldorf ohne Genehmigung auch verboten. Da bin ich auch schon
rausgeflogen.

Dominique Ecken

unread,
Nov 28, 2005, 3:35:06 AM11/28/05
to
Uwe 'hammernocker' Roßberg schrieb am Sun, 27 Nov 2005 19:49:47 +0100:

>> Unfalltod wegen eines Photoapparats?
>
>Prinzessin Diana.

Na, das dürfte doch eher überhöhte Geschwindigkeit gewesen sein...

Tom Rohwer

unread,
Nov 28, 2005, 4:50:37 AM11/28/05
to
Daniel Rehbein wrote:

> Hast Du speziell zu diesem Punkt ein Urteil?

Ja. Z.B. das Urteil zum "Hildesheimer Punk". Oder ein Urteil
(-->>google.de) über das eingeschränkte "Hausrecht in Chatrooms" (ein
LG-Urteil, das sagt, daß ein Chat-Room-Betreiber nicht willkürlich ein
Mitglied ausschließen darf, da auch ein Chat-Room eine Art "öffentlicher
Raum" ist, und dort "Hausverbote" nicht willkürlich und nur auf
Grundlage eines schwerwiegenden Grundes ausgesprochen werden können).

Darüberhinaus: die Bahn z.B. darf dem Inhaber einer gültigen Fahrkarte
den Zutritt zum Bahnhof nicht verweigern...


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