[DD] "CapaCity" soll getestet werden

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Carsten Weber

ungelesen,
27.01.2006, 05:11:1627.01.06
an
Gemäß dem hier zitierten Artikel will man also dieses Jahre mal wieder einen
größeren Bus in Dresden testen.
Man darf gespannt sein.

DNN-Online, 27.01.2006

Neuer Bus-Riese wird zum Test erwartet

25 Meter waren zuviel des Guten, zwei Gelenke auch. Knapp 21 Meter und nur
ein Gelenk könnten dagegen für Dresden passen. Ob das stimmt, soll noch in
diesem Jahr ein Test zeigen. Die Verkehrsbetriebe wollen den "CapaCity"
ausprobieren, einen neuen Bus von Mercedes-Benz, der im vergangenen Jahr zum
ersten Mal auf einer Messe zu sehen war.

Mit dem neuen Riesen reagiert Mercedes auf einen Nahverkehrs-Trend. Denn
mehr Fahrgäste pro Bus bedeuten niedrigere Transportkosten. Schließlich
müssten sonst unter Umständen zwei Busse fahren, um keine potenziellen
Kunden an den Haltestellen stehen lassen zu müssen. Solche Situationen
drohen in Dresden gelegentlich auf der Route der Linie 61 in Uninähe. Denn
die vielen Studenten, die dort unterwegs sind, bringen auch die längsten
Gelenkbusse der Verkehrsbetriebe schnell an ihre Kapazitätsgrenze. 164
Personen haben stehend und sitzend in einem Citaro-Ziehharmonikabus von
Mercedes Platz, bis zu 193 dagegen in einem der neuen "CapaCity"-Fahrzeuge.
Zum Vergleich: Die belgischen Van-Hool-Busse, mit 25 Metern rund ein Fünftel
länger als die Neuen von Mercedes, hatten Platz für maximal 210 Fahrgäste.


Neben der "Marke mit dem Stern" setzen die Verkehrsbetriebe auf MAN und die
polnische Firma Solaris. Drei neue MAN-Busse werden demnächst erwartet, 16
gerade neu gelieferte Solaris-Fahrzeuge hat Uwe Weich, Leiter der
Kraftfahrzeug-Sparte bei den DVB, in "seinen" Hallen stehen. Die Zweiachser
aus Polen sollen ab der kommenden Woche in Betrieb genommen werden. Dafür
rollen später 16 zweiachsige Mercedes-Busse auf den Verkaufsparkplatz, die
1992 und 1993 in Betrieb genommen worden sind. Bis zu einer Million
Kilometer haben die Gebrauchtbusse auf dem Tacho, eigentlich sollten sie
"nur" acht Jahre in Dresden fahren. Doch gute Pflege verlängerte die
Einsatzdauer, jetzt soll jeder Bus noch rund 15.000 Euro für die DVB-Kasse
bringen. Weich rechnet damit, dass die gebrauchten Gelben von
professionellen Händlern gekauft werden, die sie dann im Ausland mit Gewinn
weiter verkaufen wollen. Aber auch Privatleute könnten zuschlagen. Einzige
Voraussetzung laut Weich: "Sie bringen das Geld mit."


Bekommen die Verkehrsbetriebe vom Land die nötigen Fördergelder, sollen in
diesem Jahr wieder wenigstens zwölf neue Busse bestellt werden. "Ich würde
aber auch 16 nehmen", deutet Weich an, dass ihm die Qualität der
DVB-Busflotte besonders wichtig ist. Bei sechs Monaten Lieferzeit sei dann
etwa zum Jahresende mit den Neuen zu rechnen.


Wann der erste "CapaCity" in Dresden im Einsatz sein könnte, ist dagegen
noch offen. Erfüllen die neuen Mercedes-Riesen die Ansprüche der
Verkehrsbetriebe, müssen außerdem besondere Zulassungsvoraussetzungen
ausgehandelt werden, um diese Busse täglich einsetzen zu können. Denn bisher
sind in Deutschland nur knapp 19 Meter lange Busse erlaubt. DVB-Bus-Chef Uwe
Weich ist optimistisch, schließlich dürfen die langen Van-Hools in Hamburg
seit 2005 im Linienbetrieb fahren. Dafür gab's eine entsprechende
Ausnahmegenehmigung, Weich hofft darauf, dass per Gesetz künftig
grundsätzlich längere Busse als bisher auf deutschen Straßen erlaubt sein
werden.

Gruß
Carsten


Thomas Purkert

ungelesen,
27.01.2006, 11:30:2827.01.06
an
Wenn der 61er wirklich konstant ueber den Tag so voll ist und eher noch
groessere
Fahrzeuge braeuchte, dann sollte man sich wirklich ein Herz nehmen und auf
Tram
umstellen.

~200 Personen passen nur in solche Busse, wenn die Leut schon halb aus den
Fenstern rausgedruekt werden oder man alle Sitzplaetze ausbaut und nur eine
Ladefläche äh Stehfläche anbietet.

TP


tobias b köhler

ungelesen,
27.01.2006, 12:13:3827.01.06
an
Thomas Purkert schrieb:

> Wenn der 61er wirklich konstant ueber den Tag so voll ist und eher noch
> groessere Fahrzeuge braeuchte, dann sollte man sich wirklich ein Herz
> nehmen und auf Tram umstellen.

Dafür bin ich auch. Die linie 61 war schon überlastet, als sie noch mit
Ikarusbussen betrieben wurde.

Ich vermute, die linie 61 wird dann am Schillerplatz gebrochen, weil das
blaue wunder (brücke über die Elbe) angeblich zu schwach für
straßenbahnen ist (deshalb wurde die ehemalige linie nach Pillnitz
stillgelegt und abgebaut).

Die straßenbrücke über die eisenbahn am Dampflokfest (bei der
haltestelle Zwickauer Straße) ist auch nicht für straßenbahnen
dimensioniert und müsste umgebaut werden (ist aber anders als das blaue
wunder nicht denkmalgeschützt).

Liniennetzplan: http://dvb.de/netz/Bilder/Li2005-06-20.pdf

Hier ist zu sehen, dass das bestehende straßenbahnnetz an verschiedenen
stellen gekreuzt wird: Südvorstadt - Nürnberger Platz (linie 8 - ob die
linie 8 so weitergeführt wird, sei einmal dahingestellt), Wasaplatz,
Zwinglistraße, Pohlandplatz und Schillerplatz. In ergänzung könnte auch
gleich ein gleis komplett am südrand des großen gartens verlegt werden
und eine weitere linie Hauptbahnhof - Schillerplatz über diese strecke
geführt werden.

Ich denke, eine wendeschleife am Wasaplatz wäre angebracht, um auf dem
am stärksten belasteten abschnitt zu stoßzeiten verstärker führen zu können.

--
tobias benjamin köhler ____________________________________ t...@uncia.de
._______..__________.._______.._________. <>_<> <>_<>
| |_| || |_| |_| || |_| || |_| |_| | .---|'"`|---. .---|'"`|---.
"-o---o-""-oo----oo-""-o---o-""-oo---oo-""o"O-OO-OO-O"o""o"O-OO-OO-O"o"_

H. Schubert

ungelesen,
27.01.2006, 13:01:4527.01.06
an
Thomas Purkert schrieb:

> Wenn der 61er wirklich konstant ueber den Tag so voll ist und eher noch
> groessere
> Fahrzeuge braeuchte, dann sollte man sich wirklich ein Herz nehmen und auf
> Tram
> umstellen.

Das hat man in Dresden schon seit den sechziger Jahren geplant. Warum
sollte das ausgerechnet jetzt klappen? ;-)

Und wenn, dann bitte Umstellung auf Strab oder Stadtbahn, aber nicht
Tram. Mit der Tram fuhr mein Großvater.

--
Gruß
Hartmut

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tobias b köhler

ungelesen,
27.01.2006, 13:48:3927.01.06
an
H. Schubert schrieb:

> Und wenn, dann bitte Umstellung auf Strab oder Stadtbahn, aber nicht
> Tram. Mit der Tram fuhr mein Großvater.

Du meinst, dein Großvater war Süddeutscher?

H. Schubert

ungelesen,
27.01.2006, 14:13:1527.01.06
an
tobias b köhler schrieb:

> Du meinst, dein Großvater war Süddeutscher?

Nee, aber unter Tram stelle ich mir so was mit offener Plattform,
Kurbelfahrschalter und Lyra-Stromabnehmer vor. ;-)

Thomas Wedekind

ungelesen,
27.01.2006, 14:40:1327.01.06
an
tobias b köhler schrieb:

> Ich vermute, die linie 61 wird dann am Schillerplatz gebrochen, weil das
> blaue wunder (brücke über die Elbe) angeblich zu schwach für
> straßenbahnen ist (deshalb wurde die ehemalige linie nach Pillnitz
> stillgelegt und abgebaut).

Es hieß bei der Stilllegung, dass es nicht an der Last an sich
liegt, sondern an Schwingungsproblemen, da die Gleise wohl direkt
auf den Brückenträgern lagen. Ob sich das mit heutigen Sonder-
Oberbauformen ändern lässt, ist die Frage. Natürlich kann man auch
die Brücke (äußerlich unsichtbar) entsprechend verstärken,
vorausgesetzt es bezahlt jemand...

Ketzerische Frage: Wie steil ist eigentlich die Grundstraße? Der
Erinnerung nach ist die für eine Straßenbahn eine ziemliche
Herausforderung.

--
Grüße, Thomas

Klaus Dahlwitz

ungelesen,
27.01.2006, 15:37:1227.01.06
an
tobias b köhler <t...@uncia.de> wrote:

> H. Schubert schrieb:
>
> > Und wenn, dann bitte Umstellung auf Strab oder Stadtbahn, aber nicht
> > Tram. Mit der Tram fuhr mein Großvater.
>
> Du meinst, dein Großvater war Süddeutscher?

Oder Berliner.

tschuess,
Kl-"Wir haben sogar eine MetroTram"-aus

Frank Spreer

ungelesen,
27.01.2006, 17:49:5427.01.06
an
Thomas Wedekind schrieb am 27 Jan 2006 :

> Ketzerische Frage: Wie steil ist eigentlich die Grundstraße? Der
> Erinnerung nach ist die für eine Straßenbahn eine ziemliche
> Herausforderung.

Streckenweise wohl bis 8%.
Schafft das überhaupt eine Straßenbahn?
Wurde nicht aus dem Grund dort mit Zugmaschinen für die O-Busse aus der
Südvorstadt nach Weißig experimentiert? Die Busse hatten wohl auch so
ihre liebe Not mit der Steigung.

Frank

Valentin Brueckel

ungelesen,
27.01.2006, 18:24:4327.01.06
an
Frank Spreer <muellei...@gmx.net> schrieb/wrote:

> Thomas Wedekind schrieb am 27 Jan 2006 :
>
>> Ketzerische Frage: Wie steil ist eigentlich die Grundstraße? Der
>> Erinnerung nach ist die für eine Straßenbahn eine ziemliche
>> Herausforderung.
>
> Streckenweise wohl bis 8%.
> Schafft das überhaupt eine Straßenbahn?

In Stuttgart will man demnächst 8,5% mit Stadtbahnwagen fahren - derzeit
fährt da noch Straßenbahn und früher gab's wohl noch eine etwas steilere
Strecke.

Gruß,

Val

Christoph Schmitz

ungelesen,
27.01.2006, 18:44:4627.01.06
an
tobias b köhler wrote:
> H. Schubert schrieb:
>
>> Und wenn, dann bitte Umstellung auf Strab oder Stadtbahn, aber nicht
>> Tram. Mit der Tram fuhr mein Großvater.
>
> Du meinst, dein Großvater war Süddeutscher?

In Koeln-Ehrenfeld gibts auch eine "Tram", wenn man
den Hinweisschildern auf dem Bahnsteig glauben darf.

Christoph

Kai-Uwe Thiessenhusen

ungelesen,
27.01.2006, 20:21:0027.01.06
an
Klaus Dahlwitz schrieb:


Quark. ;-)

Natürlich haben wir in Berlin jetzt eine MetroTram. Aber das ist
neuzeitliches MarketingGewäsch.

-kut

Die Nachricht wurde gelöscht

Falk Schade

ungelesen,
28.01.2006, 03:22:5628.01.06
an

"Valentin Brueckel" <vb.usen...@gmx.com> schrieb im Newsbeitrag
news:op.s318nhqrarf5e6@name-d46bgeu6t5...

Die Grundstr. ist wohl nach meiner Erinnerung auch recht eng und kurvig,
da wäre dann wohl auch ein Tunnel von Nöten um den Durchgangsverkehr
nicht all zu sehr zu behindern.
Spekulatius an:
Da wäre dann natürlich noch die Trasse der Standseilbahn, dürfte aber für
ein Straba zu steil sein
Spekulatius aus:


Falk

--
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Hörbücher,versteigere
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Martin Bienwald

ungelesen,
28.01.2006, 04:16:2128.01.06
an
Frank Spreer schrieb:

> Streckenweise wohl bis 8%.
> Schafft das überhaupt eine Straßenbahn?

Es gibt Straßenbahnstrecken bis etwa 11% Steigung, beispielsweise
in Würzburg und Gmunden.

... Martin

Valentin Brueckel

ungelesen,
28.01.2006, 03:53:1428.01.06
an
Christoph Schmitz <christoph...@post.rwth-aachen.de> schrieb/wrote:

> In Koeln-Ehrenfeld gibts auch eine "Tram", wenn man
> den Hinweisschildern auf dem Bahnsteig glauben darf.

Laß mich raten: Es gibt lt. diesen Schildern außerdem eine U-Bahn und
U-Bahn und Tram fahren beide mit den gleichen Fahrzeugen...?

Gruß,

Val

Thomas Reincke

ungelesen,
28.01.2006, 06:34:2728.01.06
an
Thomas Purkert schrieb:

Beliebter Trick. Bei Eisenbahnen werden 4 Pers/m² gerechnet, bei Bussen
8 Pers/m². Das ist je Fahrgast die Fläche eines DIN A3-Blattes. Ein
Phantasiewert für die Zulassung, damit man ohne Prüfung des Einzelfalls
immer sicher behaupten kann, dass der Bus nicht überladen war.

--
Thomas Reincke

Stefan Reuther

ungelesen,
28.01.2006, 06:50:5828.01.06
an
Frank Spreer wrote:
> Thomas Wedekind schrieb am 27 Jan 2006 :
>>Ketzerische Frage: Wie steil ist eigentlich die Grundstraße? Der
>>Erinnerung nach ist die für eine Straßenbahn eine ziemliche
>>Herausforderung.
>
> Streckenweise wohl bis 8%.

WIMRE war im letzten Thread zu diesem Thema in dieser GABELN davon die
Rede, eine 61er-Ersatz-Straßenbahn sowieso nur bis zur CDF-Straße fahren
zu lassen und von dort die Dohnaer nach Prohlis. Wäre IMHO sowieso
sinnvoller, da die Dohnaer wie der Zellesche Weg ebenfalls sehr breit
und teilweise mit unbebaumtem Mittelstreifen versehen ist.

Wie würde eine Straßenbahn sonst weiterfahren können? CDF-Straße,
Wasaplatz, Hp Strehlen, Tiergartenstraße, Karcherallee, Zwinglistraße
sollte noch mit Ach und Krach machbar sein. Aber wie dann weiter? Die
Kretzschmerstraße und Niederwaldstraße sind doch recht eng. Und danach
kommt erst das Problem Blaues Wunder / Grundstraße. An diesen Stellen
ist der 61er aber auch nicht mehr so chronisch überfüllt. Die
"Studentenshuttle" fahren immer nur bis Hp Strehlen bzw. Zwinglistraße
(ersteres war zu meinen Studentenzeiten so, jetzt wohl alle bis
Zwinglistraße).

Wenn wir dann oben in Bühlau sind, möchte Stefan übrigens gerne mit der
61 die Quohrener Straße rauf. *Dort* passt definitiv keine Straßenbahn hin.

> Schafft das überhaupt eine Straßenbahn?

Mit viel Schwung :-) Allerdings gibt es entlang der Grundstraße auch
eine Menge Haltestellen, und ich könnte mir schon vorstellen, dass das
Anfahren an der Steigung besondere Probleme bereitet.


Stefan

Thomas Purkert

ungelesen,
28.01.2006, 08:49:5128.01.06
an

"Thomas Reincke" <de-th...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:441361F...@individual.net...

Leider gibt es in der "politischen Kaste" sicher viele, die diese Daten
glauben und dann zu der Meinung "warum eine Strablinie, die Busse haben auch
genug Kapazitaet".


TP


Christoph Schmitz

ungelesen,
28.01.2006, 10:50:2528.01.06
an

Bingo.
Und woher der ortsunkundige Fahrgast weiss, dass die Linien
3 und 4 unter "U-Bahn" zu suchen sind, die 13 hingegen unter
"Tram", ist mir auch nicht klar.

Christoph

Frank Spreer

ungelesen,
28.01.2006, 14:14:4628.01.06
an
Falk Schade schrieb am 28 Jan 2006 :

> Die Grundstr. ist wohl nach meiner Erinnerung auch recht eng und
> kurvig,

Jep.

> da wäre dann wohl auch ein Tunnel von Nöten um den
> Durchgangsverkehr nicht all zu sehr zu behindern.
> Spekulatius an:
> Da wäre dann natürlich noch die Trasse der Standseilbahn, dürfte aber
> für ein Straba zu steil sein
> Spekulatius aus:

Höchststeigung 29%...

Frank
--
Wunschphantasierer sind zum Beispiel Leute, die Lotto spielen und ne Million
gewinnen wollen. Wunschphantasierer sind oft total unzufriedene Leute, weilse
sich an wat klammern oder erhoffen, wat sowieso nich eintrifft und aus dem
Wuenschen daraus entsteht dann das Leid, also die Unzufriedenheit. (Vava Luna)

Frank Spreer

ungelesen,
28.01.2006, 14:14:4528.01.06
an
Martin Bienwald schrieb am 28 Jan 2006 :

>> Streckenweise wohl bis 8%.
>> Schafft das überhaupt eine Straßenbahn?
>
> Es gibt Straßenbahnstrecken bis etwa 11% Steigung, beispielsweise
> in Würzburg und Gmunden.

Hätte ich nicht gedacht.
Ich fahre gelegentlich mal dortlang raus aus DD, es ist schon ein ganz
schöner Hügel ;-)

Frank
--
Laufen und Turnen fuellt Graeber und Urnen.

Frank Spreer

ungelesen,
28.01.2006, 14:14:4828.01.06
an
Stefan Reuther schrieb am 28 Jan 2006 :

> Wenn wir dann oben in Bühlau sind, möchte Stefan übrigens gerne mit
> der 61 die Quohrener Straße rauf. *Dort* passt definitiv keine
> Straßenbahn hin.

Solange keiner entgegenkommt ;-)
Und ein paar Ecken sollte man auch entschärfen.

<duck>
Man könnte ja auch über die Schillerstraße in die Bautzener...
</>

>> Schafft das überhaupt eine Straßenbahn?
>
> Mit viel Schwung :-) Allerdings gibt es entlang der Grundstraße auch
> eine Menge Haltestellen, und ich könnte mir schon vorstellen, dass das
> Anfahren an der Steigung besondere Probleme bereitet.

Wie ist das in den anderen steigungsreichen Straßenbahnstädten geregelt?

Frank
--
Die Hummel hat 0,7cm² Flügelfläche bei 1,2g Gewicht. Nach den Gesetzen der Aerodynamik ist
es unmöglich, bei diesen Verhältnissen zu fliegen. Die Hummel weiß dies aber nicht und
fliegt einfach trotzdem!

Ingolf Berger

ungelesen,
28.01.2006, 19:11:1328.01.06
an

Frank Spreer schrieb:

>
>>>Schafft das überhaupt eine Straßenbahn?
>>
>>Mit viel Schwung :-) Allerdings gibt es entlang der Grundstraße auch
>>eine Menge Haltestellen, und ich könnte mir schon vorstellen, dass das
>>Anfahren an der Steigung besondere Probleme bereitet.
>
>
> Wie ist das in den anderen steigungsreichen Straßenbahnstädten geregelt?

Es gibt ein interessantes Beispiel für ein Mitte der neunziger Jahre des
20. Jahrhunderts neu entstandenes Straßenbahnsystem.w elches starke
Steigungen (irgendwo zwischen 7 und 9 %, wenn ich mich richtig erinnere)
auf einer straßenbündigen Strecke realisiert. Als ich mal vor einigen
Jahren da mitgefahren bin, musste ich kurioserweise auch an die
Grundstraße in Dresden denken (die Diskussion über Straßenbahnen dort
entlang taucht ja immer wieder mal auf und ich war auch relativ kurz
vorher in Dresden gewesen...).
Es handelt sich um das System von Sheffield in Mittelengland, welches
damals neu aus dem Boden gestampft wurde. Es hat u.a. eine ganze Menge
straßenbündiger Strecken. Für einen besseren Verkehrsfluss hat man die
Gleise oft asymmetrisch bzw. an den Straßenrand verlegt (in der Fahrspur
(, um verkehrsgefährdendes Überholen evon Autofahrern zu unterbinden,
hat man den Mittelbereich stellenweise aufgepflastert.
Die Strecke ist sehr steigungsreich und auch die Haltestellen liegen
m.E. nach in Steigungsabschnitten. Die Fahrzeuge sind übrigens
tatasächlich stärker motorisiert...
Um diese Querschnittsgestaltung auf die Grundtrsaße anzuwenden, müsste
man sich allerdings anaschauen, wiviele Auto desnn da drüberfahren.
Denkbar wäre als Alternative eine asymmertrische Gleislage, so dass in
Staurichtung die Tram auf Eigentrasse fährt (müsste doch vom Platz her
halbwegs reichen, so wie ich die Straße in Erinnerung habe).

Im Netz habe ich auf die Schnelle folgende Bilder dieser Strecke (Park
Grange, Sheffield) gefunden:

http://www.thetrams.co.uk/supertram/trams/101-4.jpg
http://www.thetrams.co.uk/supertram/trams/102-2.jpg
http://www.thetrams.co.uk/supertram/trams/104-9.jpg
http://www.thetrams.co.uk/supertram/trams/106-6.jpg
http://www.thetrams.co.uk/supertram/trams/107-5.jpg
http://www.thetrams.co.uk/supertram/trams/117-6.jpg
Das Hochhaus ist inzwischen weg, "Stadtumbau" ist also kein spezifisch
ostdeutsches Problem...
http://www.thetrams.co.uk/supertram/grange/grange3.jpg

Viele Grüße
Ingolf

H. Schubert

ungelesen,
28.01.2006, 19:18:5828.01.06
an
Falk Schade schrieb:

> Die Grundstr. ist wohl nach meiner Erinnerung auch recht eng und kurvig,
> da wäre dann wohl auch ein Tunnel von Nöten um den Durchgangsverkehr
> nicht all zu sehr zu behindern.

Die Bautzner Landstr. ist in einem Abschnitt steiler, wobei die Silbe
"Land-" besonders wichtig ist. Der relativ bekannte "Hirschberg" ist
nicht so steil und gehört zur Bautzner Straße. (Zahlen zu Steigungen
habe ich im Moment nicht zur Hand.)

An einer anderen Stelle soll aber wirklich die Linie 61 durch Strab
ersetzt werden: Zwischen Bühlau und Weißig.
Weiß dazu hier jemand etwas Genaueres? (Planungen, Jahreszahlen?)

--
Gruß aus BS

Stefan Reuther

ungelesen,
29.01.2006, 04:35:2029.01.06
an
H. Schubert wrote:
> Falk Schade schrieb:
>> Die Grundstr. ist wohl nach meiner Erinnerung auch recht eng und
>> kurvig, da wäre dann wohl auch ein Tunnel von Nöten um den
>> Durchgangsverkehr nicht all zu sehr zu behindern.
>
> Die Bautzner Landstr. ist in einem Abschnitt steiler, wobei die Silbe
> "Land-" besonders wichtig ist. Der relativ bekannte "Hirschberg" ist
> nicht so steil und gehört zur Bautzner Straße. (Zahlen zu Steigungen
> habe ich im Moment nicht zur Hand.)

Einspruch, Euer Ehren. Die Umbenennung der Bautzner Straße in Bautzner
Landstraße findet genau unterhalb des Hirschberges statt. Das
Straßenschild "< Bautzner Straße | Bautzner Landstraße >" steht an der
Einmündung der Schillerstraße.

Allerdings befinden sich weder am Hirschberg, noch an dem Berg zwischen
Rissweg und Weißem Adler, Haltestellen. Und den Hirschberg kommen die
Züge der 11 teilweise auch nur unter Einsatz von massig Sand hoch, wenn
sie einmal den Schwung verloren haben. Ich bin da jedenfalls schon ein
paar Mal in Zügen raufgefahren, die mit Dauer-Sand gerade mal Schritt-
geschwindigkeit erreichten.

> An einer anderen Stelle soll aber wirklich die Linie 61 durch Strab
> ersetzt werden: Zwischen Bühlau und Weißig.
> Weiß dazu hier jemand etwas Genaueres? (Planungen, Jahreszahlen?)

Das dürfte noch ein Weilchen dauern. Meines Wissens stand das auf der
"mögliche Erweiterungen"-Liste hinter der Straßenbahn nach Gompitz.
Letztere wird wohl nun gebaut, aber über Weißig reden wir dann
vermutlich frühestens in zehn Jahren wieder :) Dazu müsste auch der
komplette Ullersdorfer Platz mal wieder umgebaut werden.

Google findet zu "Straßenbahn Weißig" den Eintrag
| < sz-online | sachsen im netz >
| Linie 11 nach Weißig? Die DVB sagt nein Straßenbahn. ...
| Schönfeld-Weißig will die Straßenbahn-Linie 11 alsbald bis ans
| östliche Ende seines Gewerbeparks an ...
| www.sz-online.de/nachrichten/base.asp?ausgabe=301 - 69k - Im Cache
Allerdings finde ich nirgends die Webseite, wo dieser Text draufstand.
Auch nicht im Google-Cache.


Stefan

Stefan Reuther

ungelesen,
29.01.2006, 04:44:5629.01.06
an
Ingolf Berger wrote:
> Um diese Querschnittsgestaltung auf die Grundtrsaße anzuwenden, müsste
> man sich allerdings anaschauen, wiviele Auto desnn da drüberfahren.
> Denkbar wäre als Alternative eine asymmertrische Gleislage, so dass in
> Staurichtung die Tram auf Eigentrasse fährt (müsste doch vom Platz her
> halbwegs reichen, so wie ich die Straße in Erinnerung habe).

An großen Teilen der Straße wäre sogar Platz, man müsste halt den Radweg
opfern (wovon ich allerdings auch nicht begeistert wäre). Der Radweg an
der Grundstraße ist ein mit dickem weißem Strich abmarkierter Rand-
streifen. Diesen Radweg gibt es nur, damit die Fahrbahn (die Grundstraße
ist IIRC eine Staatsstraße) breit genug ist, um da mit begleiteten
Sondertransporten rauf zu kommen. Eigentlich wollte man die Fahrbahn
schmaler bauen (Aussage des ehem. Ortsamtsleiters).

Die Staustellen sind aber die Enden der Straße, kurz vor dem Körnerplatz
(unten) bzw. der Bautzner Landstraße (oben). Da ist kein Platz. Deswegen
gibt's da auch keinen Radweg.

Nach oben hin war vor langer Zeit mal geplant, die Grundstraße geradeaus
direkt auf den Ullersdorfer Platz zu führen, deswegen sind da auch noch
einige Grundstücke freigehalten. Allerdings wurde diese Möglichkeit
schon zu DDR-Zeiten mit dem Kurhaus Bühlau verbaut, und, wenn ich
richtig gesehen habe, werden da gerade noch weitere Häuser errichtet.


Stefan

Knut Ochdorf

ungelesen,
29.01.2006, 04:54:3329.01.06
an
H. Schubert schrieb:

> Die Bautzner Landstr. ist in einem Abschnitt steiler, wobei die Silbe
> "Land-" besonders wichtig ist. Der relativ bekannte "Hirschberg" ist
> nicht so steil und gehört zur Bautzner Straße. (Zahlen zu Steigungen
> habe ich im Moment nicht zur Hand.)

Bis zu 7,7 % geht es da hinauf.

> An einer anderen Stelle soll aber wirklich die Linie 61 durch Strab
> ersetzt werden: Zwischen Bühlau und Weißig.

Wieder. Man fuhr ja schon mal bis 1947 mit einer Straßenbahn lang.

> Weiß dazu hier jemand etwas Genaueres? (Planungen, Jahreszahlen?)

Die Planungen sind abgeschlossen und der Baubeginn auf unbestimmte Zeit
verschoben. Die Ursachen kenne ich auch nicht.

Knut

Hannes Haidvogel

ungelesen,
29.01.2006, 06:30:0329.01.06
an
Stefan Reuther <stefa...@arcor.de> wrote:


>Allerdings befinden sich weder am Hirschberg, noch an dem Berg zwischen
>Rissweg und Weißem Adler, Haltestellen. Und den Hirschberg kommen die
>Züge der 11 teilweise auch nur unter Einsatz von massig Sand hoch, wenn
>sie einmal den Schwung verloren haben. Ich bin da jedenfalls schon ein
>paar Mal in Zügen raufgefahren, die mit Dauer-Sand gerade mal Schritt-
>geschwindigkeit erreichten.

Was machen die dann?
http://www.linzag.at/linzweb/index.php?id=167&nodeid=167%3C=en

IMHO haben die keine besonders großen Sandbehälter, allerdings aber
Zangenbremsen.


Liebe Grüße
Hannes

Stefan Reuther

ungelesen,
29.01.2006, 06:44:0429.01.06
an
Hannes Haidvogel wrote:
> Stefan Reuther <stefa...@arcor.de> wrote:
>>Allerdings befinden sich weder am Hirschberg, noch an dem Berg zwischen
>>Rissweg und Weißem Adler, Haltestellen. Und den Hirschberg kommen die
>>Züge der 11 teilweise auch nur unter Einsatz von massig Sand hoch, wenn
>>sie einmal den Schwung verloren haben. Ich bin da jedenfalls schon ein
>>paar Mal in Zügen raufgefahren, die mit Dauer-Sand gerade mal Schritt-
>>geschwindigkeit erreichten.
>
> Was machen die dann?
> http://www.linzag.at/linzweb/index.php?id=167&nodeid=167%3C=en
[Pöstlingbergbahn]

Keine Ahnung :) Ich bin kein Bahntechniker, nur Bahnbenutzer.


Stefan

Michael Suda

ungelesen,
29.01.2006, 07:08:4529.01.06
an

Steigungen wie die der Pöstlingbergbahn können nur unter
Spezialbedigungen bewältigt werden; diese sind:

1. Allachsantrieb, keine Anhängelasten;
2. (relativ) starke Motorisierung (in Relation zu Bahnen für
Nicht-Steigungsbetrieb);
3. Direktfahrschalter (weil es sich damit immer noch mit mehr Gefühl
schalten lässt);
4. Zangenbremsen (nicht geeignet für Rillenschienen).

Ich würde die Pöstlingbergbahn überhaupt nicht als Straßenbahn
bezeichnen.

Allerdings kann ich mich (bewusst) an keinen miterlebten Fall
erinnern, in dem ein Motorführer der Pöstlingbergbahn mit seinem Wagen
ins Schleudern oder Gleiten geraten wäre und Sand oder Zangenbremse
eingesetzt hätte. Vor etwa einem Jahr gab es allerdings einen
Winterunfall, bei dem ein Wagen, vermutlich wegen eines Eisbrockens
oder -keils unter der gleitenden Achse, entgleist ist.

--
Michael Suda
A-1040 Wien
Oesterreich/Austria/Autriche


Frank Spreer

ungelesen,
29.01.2006, 07:14:5629.01.06
an
Stefan Reuther schrieb am 29 Jan 2006 :

> Allerdings finde ich nirgends die Webseite, wo dieser Text draufstand.

Sächsische Zeitung
Freitag, 27. Januar 2006
URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=1062791

-------------------------------------------------------------------------

Linie 11 nach Weißig? Die DVB sagt nein

Von Stefan Rössel

Straßenbahn. Neuer Konflikt zwischen der Hochlandortschaft und der
Stadt. Die Verkehrsbetriebe streiten konkreten Bedarf ab.

Neben dem Streit um Schwimmbad und Sporthalle schwelt ein weiterer
Konflikt zwischen den Hochlandorten und der Stadtverwaltung. Schönfeld-


Weißig will die Straßenbahn-Linie 11 alsbald bis ans östliche Ende

seines Gewerbeparks an der dortigen Bautzner Straße geführt sehen.
Dafür hat sich bereits der Ortschaftsrat ausgesprochen.

Die Sache bekommt besondere Aktualität durch Überlegungen von Stadt und
Verkehrsbetrieben, die Endhaltestelle vom Ullersdorfer Platz in Bühlau
weg zu verlegen. Bisher ist als neuer Platz dafür allerdings nur ein
Gelände am östlichen Ortsausgang von Bühlau im Gespräch.

Ortsvorsteher Hans-Jürgen Behr (CDU) weist dagegen schon einmal darauf
hin, dass sich die Landeshauptstadt im Eingemeindungsvertrag zu einer
bedarfsgerechten Ergänzung des Nahverkehrsnetzes verpflichtet habe. Und
der Bedarf sei bereits vor Jahren in einer Verkehrsanalyse nachgewiesen
worden, sagte er der SZ. Jedenfalls sei er größer als bei Gompitz,
wohin die Linie 2 von Gorbitz aus verlängert werden soll. Behr erinnert
auch daran, dass die Tram schon einmal bis zum Jahr 1951 nach Weißig
gefahren sei.

Schwimmbad als Argument

Bei Verkehrsfragen im Dresdner Nordosten mischt sich der
FDP-Ortsverband Loschwitz und Hochland besonders engagiert mit ein.
Sein Vorsitzender Joachim Brockpähler will sich bei dem Thema nicht
vertrösten lassen. „Wenn die Endhaltestelle erst einmal innerhalb von
Bühlau verlegt ist, ist angesichts der knappen Kassen kaum damit zu
rechnen, dass die Trasse in einem zweiten Schritt doch noch nach Weißig
verlegt wird“, sagt er.

Außerdem weist Brockpähler darauf hin, dass Weißig voraussichtlich
Standort für ein neues Schwimmbad werde. In dem jetzt diskutierten
neuen Bäderkonzept sei jedenfalls eine Anlage im Nordwesten vorgesehen,
und die solle ja wohl nach Weißig kommen, wo es Platz am Sportpark
gebe. Die Investition würde dann ein weiteres Argument für die
Straßenbahn bis Weißig darstellen.

Bei der Stadtverwaltung wird das Thema gleich an die Verkehrsbetriebe
(DVB) verwiesen. Ja, dort sei einmal eine Machbarkeitsstudie erarbeitet
worden, sagt Gerhard Ritscher, der Leiter der Hauptabteilung Mobilität.
Und DVB-Sprecher Falk Lösch hält das Thema auf ganz kleiner Flamme. Es
gebe zwar weiter die Option, bis nach Weißig zu fahren. Platz für die
Trasse werde wohl auch frei gehalten. Aber die Entwicklung der
Ortschaft sei in den letzten fünf Jahren nicht besonders stark gewesen,
gibt er zu bedenken. Und der 61er Bus sei noch lange nicht voll
ausgelastet.

Zum Vergleich mit Gompitz bestätigt er, dass Weißig mehr Einwohner
habe. Er weist allerdings darauf hin, dass die auf ein sehr großes
Straßennetz verteilt seien, so dass deutlich weniger Menschen im
Einzugsbereich der möglichen Haltestellen wohnten. Bei Gompitz würden
dagegen auch Altfranken und ein kompaktes Einkaufsgebiet für Zulauf
sorgen.
--
Kippt der Bauer tot von Traktor, glüht im Walde der Reaktor!

Hannes Haidvogel

ungelesen,
29.01.2006, 08:42:1829.01.06
an
"Michael Suda" <ms.u...@depp.at> wrote:


>
>Steigungen wie die der Pöstlingbergbahn können nur unter
>Spezialbedigungen bewältigt werden; diese sind:
>
>1. Allachsantrieb, keine Anhängelasten;
>2. (relativ) starke Motorisierung (in Relation zu Bahnen für
>Nicht-Steigungsbetrieb);
>3. Direktfahrschalter (weil es sich damit immer noch mit mehr Gefühl
>schalten lässt);
>4. Zangenbremsen (nicht geeignet für Rillenschienen).
>

Straßenbahnfahrzeuge sollten den Steigungen im Netz angepasst sein,
wenn man nicht hochkommt, dann hat man das Fahrzeug falsch konstruiert
(eben zu wenig angetriebene Achsen, zu schwache Motoren,
Anhängerbetrieb statt Doppeltraktion etc.)

>Ich würde die Pöstlingbergbahn überhaupt nicht als Straßenbahn
>bezeichnen.

Allerdings gibt es in Linz Pläne, die Pöstlingsbergbahn umzubauen, so
dass dann mit modernen Fahrzeugen von der Stadt direkt hinaufgefahren
werden kann. Werden sehen, ob sie das machen und ob sie erfolgreich
sein werden.

LG
Hannes

H. Schubert

ungelesen,
29.01.2006, 10:30:0029.01.06
an
Stefan Reuther schrieb:

> Nach oben hin war vor langer Zeit mal geplant, die Grundstraße geradeaus
> direkt auf den Ullersdorfer Platz zu führen, deswegen sind da auch noch
> einige Grundstücke freigehalten. Allerdings wurde diese Möglichkeit
> schon zu DDR-Zeiten mit dem Kurhaus Bühlau verbaut, und, wenn ich
> richtig gesehen habe, werden da gerade noch weitere Häuser errichtet.

Die Planungen waren ein wenig anders. Am oberen Ende der Grundstraße
gibt es so einen kurzen Straßenstumpf, dort sollte es losgehen. Und in
die Bautzner Landstraße sollte die Trasse erst hinter dem Ullersdorfer
Platz einmünden. Da ist hinter einer Tankstelle (JET?) rechts eine
Freifläche. Aber auch auf dieser Trasse ist in letzter Zeit gebaut worden.

--
Gruß

H. Schubert

ungelesen,
29.01.2006, 10:32:4029.01.06
an
Stefan Reuther schrieb:

> Einspruch, Euer Ehren. Die Umbenennung der Bautzner Straße in Bautzner
> Landstraße findet genau unterhalb des Hirschberges statt. Das
> Straßenschild "< Bautzner Straße | Bautzner Landstraße >" steht an der
> Einmündung der Schillerstraße.

Tut mir leid. Da muss ich genauer hinschauen, wenn ich wieder mal in
Dresden bin.

--
Gruß

Carsten Weber

ungelesen,
30.01.2006, 03:10:2430.01.06
an
"tobias b köhler" <t...@uncia.de> schrieb im Newsbeitrag
news:17422$43da54cb$5473814c$54...@news.chello.at...

> Thomas Purkert schrieb:
>> Wenn der 61er wirklich konstant ueber den Tag so voll ist und eher noch
>> groessere Fahrzeuge braeuchte, dann sollte man sich wirklich ein Herz
>> nehmen und auf Tram umstellen.
>
> Dafür bin ich auch. Die linie 61 war schon überlastet, als sie noch mit
> Ikarusbussen betrieben wurde.
>

Daran hat sich nichts geändert. Im Gegenteil, große deutsche Bushersteller
mussten sich erst von Polen zeigen lassen, dass man auch Busse mit 4 Türen
bauen kann. Plötzlich ging das auch in Deutschland. Komisch oder?

> Ich vermute, die linie 61 wird dann am Schillerplatz gebrochen, weil das
> blaue wunder (brücke über die Elbe) angeblich zu schwach für straßenbahnen
> ist (deshalb wurde die ehemalige linie nach Pillnitz stillgelegt und
> abgebaut).
>
> Die straßenbrücke über die eisenbahn am Dampflokfest (bei der haltestelle
> Zwickauer Straße) ist auch nicht für straßenbahnen dimensioniert und
> müsste umgebaut werden (ist aber anders als das blaue wunder nicht
> denkmalgeschützt).

Denkmalschutz nicht, aber Fördermittelschutz!
Da die Verlängerung der Nossener Brücke (die über die Eisenbahn) zum
Ambrosufer aber mit Fördermitteln gebaut wurde und die momentan noch in
Teilen zurückgezahlt werden müssten, passiert dort nix. Man müsste wohl
irgendwie den Brückenkopf auf Löbtauer Seite umbauen und da müsste man mit
Fördermitteln Fördermittel zurückzahlen oder so.
Interessanterweise soll wohl eine ehemaliger DVB-Vorstand verlauten lassen
haben: Eine Neubaustrecke nur für Studenten lohnt sich nicht
(Semesterticket).
Andererseits sollen diese Jahr(?) wieder Bäume auf der Nürnberger gepflanzt
werdern. Ich bin mal gespannt, ob man da Rücksicht auf die
Straßenbahnvorhaltung nimmt oder man dann, wenn die o.b.
Fördermittelproblematik vorbei ist wieder so große Bäume dort stehen hat,
dass die nicht gefällt werden dürfen. ...

>
> Liniennetzplan: http://dvb.de/netz/Bilder/Li2005-06-20.pdf
>
> Hier ist zu sehen, dass das bestehende straßenbahnnetz an verschiedenen
> stellen gekreuzt wird: Südvorstadt - Nürnberger Platz (linie 8 - ob die
> linie 8 so weitergeführt wird, sei einmal dahingestellt), Wasaplatz,
> Zwinglistraße, Pohlandplatz und Schillerplatz. In ergänzung könnte auch
> gleich ein gleis komplett am südrand des großen gartens verlegt werden und
> eine weitere linie Hauptbahnhof - Schillerplatz über diese strecke geführt
> werden.
>
Ja Ideen gibts da viele, aber nur an der Umsetzung hapert es.

> Ich denke, eine wendeschleife am Wasaplatz wäre angebracht, um auf dem am
> stärksten belasteten abschnitt zu stoßzeiten verstärker führen zu können.
>
Auch als Ersatz für das Dreieck in der Hugo-Bürkner-Straße. Ich empfehle
dazu eine Schleife um die Strehlener Kirche und eine Verlegung der
Straßenbahn "direkt" dort lang.

Carsten
aber mich fragt ja keiner ...


tak...@yahoo.de

ungelesen,
30.01.2006, 03:24:2930.01.06
an

Thomas Reincke wrote:
> > ~200 Personen passen nur in solche Busse, wenn die Leut schon halb aus den
> > Fenstern rausgedruekt werden oder man alle Sitzplaetze ausbaut und nur eine
> > Ladefläche äh Stehfläche anbietet.
>
> Beliebter Trick. Bei Eisenbahnen werden 4 Pers/m² gerechnet, bei Bussen
> 8 Pers/m². Das ist je Fahrgast die Fläche eines DIN A3-Blattes. Ein
> Phantasiewert für die Zulassung, damit man ohne Prüfung des Einzelfalls
> immer sicher behaupten kann, dass der Bus nicht überladen war.

Glaub ich Dir nicht: Der Bus ist knapp 21 m lang und 2,55 m breit, das
macht knapp 53,55 m^2 Grundflaeche. Bei 4 Pers/m^2 brauchen 193
Fahrgaeste 48,25 m^2 - passt. Also keine Verschwoerung gegen die
Eisenbahn.

Stefan Löwe

ungelesen,
30.01.2006, 03:29:4630.01.06
an
Carsten Weber schrieb:

>> Dafür bin ich auch. Die linie 61 war schon überlastet, als sie noch
>> mit Ikarusbussen betrieben wurde.
>
> Daran hat sich nichts geändert. Im Gegenteil, große deutsche
> Bushersteller mussten sich erst von Polen zeigen lassen, dass man auch
> Busse mit 4 Türen bauen kann. Plötzlich ging das auch in Deutschland.
> Komisch oder?

Dem ist nicht ganz so. Zwar war es Anfang der 90er tatsächlich schwierig
bis unmöglich von deutschen Herstellern viertürige Gelenkbusse zu
bekommen, aber spätestens Mitte der 90er gab es sie dann. Dem Vernehmen
nach nicht zuletzt aufgrund der Nachfrage aus dem Osten Deutschlands,
wo man bisher viertürige Ikarus gewohnt war uns sie auch brauchte.

Nur scheint das an Dresden vorbeigegangen zu sein und man wurde erst
darauf aufmerksam, als zur Flutopferhilfe viertürige Gelenkbusse
auftauchten und ordentliche Fahrgastwechselzeiten und somit
Gesamtfahrzeiten schafften.

Tschau,

Stefan

Christoph Schmitz

ungelesen,
30.01.2006, 03:53:5630.01.06
an

Ein Teil der Fahrgaeste ist aber auf Sitzplaetzen untergebracht,
und da passen keine vier Personen auf den Quadratmeter.

Christoph

Carsten Weber

ungelesen,
30.01.2006, 04:02:1530.01.06
an
<tak...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag
news:1138609469....@g47g2000cwa.googlegroups.com...

Thomas Reincke wrote:
> > ~200 Personen passen nur in solche Busse, wenn die Leut schon halb aus
> > den
> > Fenstern rausgedruekt werden oder man alle Sitzplaetze ausbaut und nur
> > eine
> > Ladefläche äh Stehfläche anbietet.
>
> Beliebter Trick. Bei Eisenbahnen werden 4 Pers/m² gerechnet, bei Bussen
> 8 Pers/m². Das ist je Fahrgast die Fläche eines DIN A3-Blattes. Ein
> Phantasiewert für die Zulassung, damit man ohne Prüfung des Einzelfalls
> immer sicher behaupten kann, dass der Bus nicht überladen war.

Eben. Eine Zulassungsgröße als Lastannahme. Es wäre dann mal zu prüfen
wieviele Personen wirklich stehend mitfahren dürfen. Das steht eigentlich in
jedem Bus vorn irgendwo deutlich zu lesen.
Ähnlich gilt das ja auch bei Straßenbahnen, weshalb man ja in Dresden
relativ viele Sitzplätze im Verhältnis zu den Stehplätzen hat, da die
Meterlasten nicht zu groß werden dürfen.

Gruß Carsten


Die Nachricht wurde gelöscht

Knut Ochdorf

ungelesen,
30.01.2006, 04:09:2030.01.06
an
Carsten Weber schrieb:

> Ähnlich gilt das ja auch bei Straßenbahnen, weshalb man ja in Dresden
> relativ viele Sitzplätze im Verhältnis zu den Stehplätzen hat, da die
> Meterlasten nicht zu groß werden dürfen.

Wozu soll die Meterlastbeschränkung gut sein?

Knut

tak...@yahoo.de

ungelesen,
30.01.2006, 04:14:0030.01.06
an
Ich muss mich berichtigen. Ich habe noch mal auf der Webseite zum
CapaCity bei Mercedes-Benz nachgeschaut: Der Bus soll nur 19,54 m lang
sein. Anscheinend liegt der Zeitungsartikel aus dem Eingangsposting
hier falsch. Die Grundflaeche wuerde zwar trotzdem gerade noch fuer 193
Fahrgaeste ausreichen, wenn keine Sitzplaetze eingebaut werden, aber...

Da hast Du allerdings recht. Trotzdem mag ich noch nicht glauben, dass
fuer Busse andere Massstaebe angelegt werden wie fuer die Bahn. Macht
man es vielleicht so, dass man fuer die Zulassung alle Sitzplaetze
ausbaut und dann mit 4 Personen/m^2 rechnet? Dann wuerde es passen. Ist
dann immer noch kein brauchbarer Wert fuer den praktischen Einsatz,
aber man braeuchte keine Benachteiligung der Eisenbahn anzunehmen.

Knut Ochdorf

ungelesen,
30.01.2006, 04:14:3930.01.06
an
Carsten Weber schrieb:

> Denkmalschutz nicht, aber Fördermittelschutz!
> Da die Verlängerung der Nossener Brücke (die über die Eisenbahn) zum
> Ambrosufer aber mit Fördermitteln gebaut wurde und die momentan noch in
> Teilen zurückgezahlt werden müssten, passiert dort nix. Man müsste wohl
> irgendwie den Brückenkopf auf Löbtauer Seite umbauen und da müsste man mit
> Fördermitteln Fördermittel zurückzahlen oder so.

Das glaube ich nicht. Der Teil, der umgebaut werden müßte, wurde ja
bereits zu DDR-Tagen fertig und dafür gab es keine Fördermittel.

> Interessanterweise soll wohl eine ehemaliger DVB-Vorstand verlauten lassen
> haben: Eine Neubaustrecke nur für Studenten lohnt sich nicht
> (Semesterticket).

Das glaube ich auch ungesehen.

> Andererseits sollen diese Jahr(?) wieder Bäume auf der Nürnberger gepflanzt
> werdern. Ich bin mal gespannt, ob man da Rücksicht auf die
> Straßenbahnvorhaltung nimmt oder man dann, wenn die o.b.
> Fördermittelproblematik vorbei ist wieder so große Bäume dort stehen hat,
> dass die nicht gefällt werden dürfen. ...

Bäume waren noch nie ein Argument gegen Ausbaumaßnahmen.

> Auch als Ersatz für das Dreieck in der Hugo-Bürkner-Straße. Ich empfehle
> dazu eine Schleife um die Strehlener Kirche und eine Verlegung der
> Straßenbahn "direkt" dort lang.

So wie früher? Ist aber nicht günstig, besser wäre die Schleife hinter
dem Hp Strehlen.

> aber mich fragt ja keiner ...

Doch hier...

Knut

tak...@yahoo.de

ungelesen,
30.01.2006, 04:23:0030.01.06
an

Hans-Joachim Zierke wrote:
> tak...@yahoo.de schrieb:

>
>
> > Glaub ich Dir nicht: Der Bus ist knapp 21 m lang und 2,55 m breit, das
> > macht knapp 53,55 m^2 Grundflaeche.
>
> Keineswegs.

Spielst Du darauf an, dass der Bus keine 21 m, wie der Zeitungsartikel
behauptet, sondern nur 19,54 m lang ist?

Die Nachricht wurde gelöscht

Oliver Lemke

ungelesen,
30.01.2006, 05:25:3830.01.06
an
Knut Ochdorf schrieb:

Brücken?

Oli

--
Ausrüstung der örtlichen Aufsicht:
Die örtliche Aufsicht trägt eine rote Mütze.

Konzernrichtlinie 408 der Deutschen Bahn AG, Modul 0325, Absatz 3

Knut Ochdorf

ungelesen,
30.01.2006, 05:51:1430.01.06
an
Oliver Lemke schrieb:

>> Wozu soll die Meterlastbeschränkung gut sein?
>
>
> Brücken?

Soweit war mir das klar. Aber irre ich mich, daß die Tatrawagen eine
höhere Meterlast hatten?

Knut

Die Nachricht wurde gelöscht

Ulf Kutzner

ungelesen,
30.01.2006, 06:48:4530.01.06
an
Knut Ochdorf schrieb:

Das Blaue Wunder soll aber mittlerweile altersschwach sein. Wenn ich
Tobias recht verstand, kommt die Linie 61 da durch.

Gruß, ULF

tak...@yahoo.de

ungelesen,
30.01.2006, 07:27:0930.01.06
an

Hans-Joachim Zierke wrote:
> 1) ist der Wert mit 8 Personen pro Quadratmeter gerechnet.

Woher hast Du diese Information? Hast Du vielleicht eine Quelle oder
einen Beleg dafuer?

Carsten Weber

ungelesen,
30.01.2006, 10:01:3130.01.06
an
"Knut Ochdorf" <KnutO...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4469d2...@individual.net...

Damals wusste man auch noch, was die Carolabrücke an Lasten verträgt.
Seit dem Hochwasser fehlen dazu die Unterlagen ....

Gruß Carsten


Die Nachricht wurde gelöscht

Carsten Weber

ungelesen,
30.01.2006, 10:06:0230.01.06
an
"Knut Ochdorf" <KnutO...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4463o0...@individual.net...

> Carsten Weber schrieb:
>
>> Denkmalschutz nicht, aber Fördermittelschutz!
>> Da die Verlängerung der Nossener Brücke (die über die Eisenbahn) zum
>> Ambrosufer aber mit Fördermitteln gebaut wurde und die momentan noch in
>> Teilen zurückgezahlt werden müssten, passiert dort nix. Man müsste wohl
>> irgendwie den Brückenkopf auf Löbtauer Seite umbauen und da müsste man
>> mit Fördermitteln Fördermittel zurückzahlen oder so.
>
> Das glaube ich nicht. Der Teil, der umgebaut werden müßte, wurde ja
> bereits zu DDR-Tagen fertig und dafür gab es keine Fördermittel.
>
Es betrifft wie gesagt den Übergang zwischen Nossener Brücke und der
eigentlichen Hochstraße.
M. Mn. nach dürfte das eigentlich auch alles locker daneben passen. Was dort
genau "geplant" ist entzieht sich meiner Kenntnis.

>> Interessanterweise soll wohl eine ehemaliger DVB-Vorstand verlauten
>> lassen haben: Eine Neubaustrecke nur für Studenten lohnt sich nicht
>> (Semesterticket).
>
> Das glaube ich auch ungesehen.

Hätte aber den galanten Vorteil, dass man günstiger z. Bsp. mit der 7 von
Gorbitz über die Kesselsdorfer und Nürnberger zum Hbf kommt und nicht den
mehr oder weniger sinnlosen Umweg über die Freiberger macht.


>
>> Andererseits sollen diese Jahr(?) wieder Bäume auf der Nürnberger
>> gepflanzt werdern. Ich bin mal gespannt, ob man da Rücksicht auf die
>> Straßenbahnvorhaltung nimmt oder man dann, wenn die o.b.
>> Fördermittelproblematik vorbei ist wieder so große Bäume dort stehen hat,
>> dass die nicht gefällt werden dürfen. ...
>
> Bäume waren noch nie ein Argument gegen Ausbaumaßnahmen.

Das nicht, aber verteuern den ganzen Spaß ungemein.


>
>> Auch als Ersatz für das Dreieck in der Hugo-Bürkner-Straße. Ich empfehle
>> dazu eine Schleife um die Strehlener Kirche und eine Verlegung der
>> Straßenbahn "direkt" dort lang.
>
> So wie früher? Ist aber nicht günstig, besser wäre die Schleife hinter dem
> Hp Strehlen.
>

Auf der wilden Wiese dort?
Die Verlegung um die Stehlener Kirche finde ich aber günstiger für die
jetzigen 9 und 13. Dann kann man gleich hinter der Kirche den Abzweig
Richtung Zwinglistraße bauen.
Von dort weg gibts dann auch genügend breite Straßen Richtung Schillerplatz.
Man muss nur die "richtigen" Nutzen. Die, die jetzt von 61 befahren werdern
sind natürlich nicht geeignet.

>> aber mich fragt ja keiner ...
>
> Doch hier...

Wenigstens einer. :)

Gruß Carsten


Carsten Weber

ungelesen,
30.01.2006, 10:13:0830.01.06
an
"Stefan Reuther" <stefa...@arcor.de> schrieb im Newsbeitrag
news:drfpb...@stefan.msgid.phost.de...
> Frank Spreer wrote:
>> Thomas Wedekind schrieb am 27 Jan 2006 :
>>>Ketzerische Frage: Wie steil ist eigentlich die Grundstraße? Der
>>>Erinnerung nach ist die für eine Straßenbahn eine ziemliche
>>>Herausforderung.
>>
>> Streckenweise wohl bis 8%.
>
> WIMRE war im letzten Thread zu diesem Thema in dieser GABELN davon die
> Rede, eine 61er-Ersatz-Straßenbahn sowieso nur bis zur CDF-Straße fahren
> zu lassen und von dort die Dohnaer nach Prohlis. Wäre IMHO sowieso
> sinnvoller, da die Dohnaer wie der Zellesche Weg ebenfalls sehr breit
> und teilweise mit unbebaumtem Mittelstreifen versehen ist.
>
Da kann man dann auch günstiger die 72/76 entlasten. Die würden dann
irgendwie mit der "Rest 61" zusammengelegt werden. (Damit hätte man dann
auch die "exotische" Liniennummer weg.) Die STrecke müsste aber weiter bis
über Prohis hinaus bis nach Luga führen. Angedacht wäre/war dafür die Linie
9 einzusetzen.

[Schnitt]

>> Schafft das überhaupt eine Straßenbahn?

Der steilste Abschnitt befindet sich übrigens an einer anderen Stelle im
Netz.
Der findet sich zwischen Zellescher Weg und Zschertnitz. Dort muss die Bahn
auch anfahren, da dort u. U. noch ein Räumen des eingleisigen Abschnittes
abgewartet werden muss.

Gruß Carsten


Die Nachricht wurde gelöscht

Ingolf Berger

ungelesen,
30.01.2006, 12:29:4330.01.06
an

Knut Ochdorf schrieb:
> Carsten Weber schrieb:

>

>> Interessanterweise soll wohl eine ehemaliger DVB-Vorstand verlauten
>> lassen haben: Eine Neubaustrecke nur für Studenten lohnt sich nicht
>> (Semesterticket).
>
>
> Das glaube ich auch ungesehen.
>

Ich frage mich immer wieder, warum selbstverständlich angenommen wird
(und von den Vorständen der Verkehrsunternhemen auch noch propagiert
wird), Semestertickets seihen grundsätzlich besonders subventionierte
Tickets und die Gruppe der Studierenden somit nicht besonders
interessant für die Verkehrsunternehmen.

Noch einmal zur Verdeutlichung:
Ein Semesterticket beruht von der Kalkulation her darauf, dass man die
Summe aller Einnahmen, die vor einem solchen Ticket von Studierenden
erzielt wurden (Einzelfahrkarten, Monatstickets etc.) auf die Gesamtheit
aller Studierenden 1:1 umlegt. Daher ist normalerweise jedes "echtes"
Semesterticketmodell mit einem Zwangsbeitrag für die Studis verbunden
(egal, ob es sich um eine Sockelbetragsmodell oder eine Vollticket
handelt).
Die sonst bein "normalen" Monatskarten für Studierende gewährten
Ermäßigungen sind auch kein Wohlgefallen der Verkehrsbetriebe, sondern
werden vom Staat erstattet (§ 45a Personenbeförderungsgeetz, wenn ich
jetzt die Paragraphen nicht ganz durcheinander bringe).

Hinzu kommt, dass die Verkehrsbetriebe durch Semesterticketmodelle etwas
bekommen, worüber eigentlich jedes am Markt tätige Unternehmen mehr als
begeistert wäre: eine Gruppe von womöglich mehreren zehtausend Kunden
wird per "Zwangsbeitrag" an das Unternehmen gebunden - und das
langfristig für mehrere Jahre. Eigentlich müsste man für so etwas schon
von selbst aus eien fetten Rabatt anbieten...
Somit wäre es eigentlich auch recht und billig zu erwarten, dass das
Unternehmen auch eine gute Gegenleistung für dieses Geld zu bieten hat.
Und das bedeutet in diesem Fall, dass man im Sinne der Kundenbindung
(die Studierenden können ja bei mangelnder Leistung ein solches Ticket
nach einer bestimmten Peiode durchsu in einer Urabsrimmung wieder
abwählen) auch ein angemessenes Angebot bzw. ein für den Bedarf
angemessenes Verkehrsmittel anbieten sollten.

Viele Grüße
Ingolf

Lucas Neubauer

ungelesen,
30.01.2006, 11:22:2630.01.06
an
Knut Ochdorf schrieb:


>
> Bäume waren noch nie ein Argument gegen Ausbaumaßnahmen.

[ ] Du kennst Die Argumente der Gegner der Münchner Tram durch den
englischen Garten.
Wenn es etwas zu verhindern gilt, ist jedes Argument recht. Umgekehrt
häufig aber auch ...

Lucas.

Christoph Schmitz

ungelesen,
30.01.2006, 11:31:2030.01.06
an
Lucas Neubauer wrote:
> Knut Ochdorf schrieb:
>
>> Bäume waren noch nie ein Argument gegen Ausbaumaßnahmen.
>
> [ ] Du kennst Die Argumente der Gegner der Münchner Tram durch den
> englischen Garten.

Ich kenne sie nicht, aber mir fiele spontan ein Argument ein,
das sich durch die Unsitte der zugeklebten Fenster schon wie-
der erledigt hat...

> Wenn es etwas zu verhindern gilt, ist jedes Argument recht. Umgekehrt
> häufig aber auch ...

Fassen wir zusammen: Wenn jemand seine Meinung durchsetzen
will, ist ihm jedes Argument recht.

Christoph

Stefan Reuther

ungelesen,
30.01.2006, 12:25:1630.01.06
an
Carsten Weber wrote:
> "tobias b köhler" <t...@uncia.de> schrieb im Newsbeitrag
>>Die straßenbrücke über die eisenbahn am Dampflokfest (bei der haltestelle
>>Zwickauer Straße) ist auch nicht für straßenbahnen dimensioniert und
>>müsste umgebaut werden (ist aber anders als das blaue wunder nicht
>>denkmalgeschützt).
>
> Denkmalschutz nicht, aber Fördermittelschutz!
> Da die Verlängerung der Nossener Brücke (die über die Eisenbahn) zum
> Ambrosufer aber mit Fördermitteln gebaut wurde und die momentan noch in
> Teilen zurückgezahlt werden müssten, passiert dort nix.

Ich würde ja vorschlagen, mit dem Backen von kleineren Brötchen zu
beginnen :) An der Nossener Brücke ist die 61 auch nicht mehr so
überlastet. Und am Nürnberger Ei liegen schon Gleise nebst
Wendeschleife. Wenn schon der Einsatz einer Straßenbahn auf dem
Zelleschen Weg noch in weiter Ferne liegt, ist eine Verlängerung bis
Löbtau IMHO utopisch.

>>Ich denke, eine wendeschleife am Wasaplatz wäre angebracht, um auf dem am
>>stärksten belasteten abschnitt zu stoßzeiten verstärker führen zu können.
>
> Auch als Ersatz für das Dreieck in der Hugo-Bürkner-Straße. Ich empfehle
> dazu eine Schleife um die Strehlener Kirche und eine Verlegung der
> Straßenbahn "direkt" dort lang.

Das ist aber eng, bergig und kurvig. Wahrscheinlich keine Freude, da
lang zu fahren. Und eine Kirche inmitten einer Wendeschleife ist auch
nicht so der Bringer. Die jetzige Strecke der 61 ist da IMHO besser
geeignet. Sie ist hinreichend eben, und die Tiergartenstraße ist
unheimlich breit.


Stefan

Stefan Reuther

ungelesen,
30.01.2006, 12:30:3230.01.06
an
Ulf Kutzner wrote:
> Knut Ochdorf schrieb:

>> Soweit war mir das klar. Aber irre ich mich, daß die Tatrawagen eine
>> höhere Meterlast hatten?
>
> Das Blaue Wunder soll aber mittlerweile altersschwach sein. Wenn ich
> Tobias recht verstand, kommt die Linie 61 da durch.

Auch nur mit Sondergenehmigung, für den Rest der Welt gilt ein Tonnage-
limit. Und es scheint eine (DVB-interne?) Anweisung zu geben, dass sich
möglichst nie zwei Busse gleichzeitig auf der Brücke befinden. Es hält
sich zwar nicht jeder Fahrer dran, aber es ist oft zu sehen, dass der
hintere Bus vor der Brücke anhält, bis der vor ihm fahrende per Warn-
blinker ankündigt, dass er die Brücke verlassen hat.

Offenbar ist man sich der Last der Busse auf die Brücke durchaus bewusst.


Stefan

Knut Ochdorf

ungelesen,
30.01.2006, 13:52:1630.01.06
an
Carsten Weber schrieb:

>>Das glaube ich nicht. Der Teil, der umgebaut werden müßte, wurde ja
>>bereits zu DDR-Tagen fertig und dafür gab es keine Fördermittel.
>>
>
> Es betrifft wie gesagt den Übergang zwischen Nossener Brücke und der
> eigentlichen Hochstraße.

Genau der Teil wurde doch bis zum Ende der DDR fertig. Danach war ja
erst einmal Baustop und Umplanung auf bundesdeutsches Regelwerk.

> M. Mn. nach dürfte das eigentlich auch alles locker daneben passen. Was dort
> genau "geplant" ist entzieht sich meiner Kenntnis.

Das könnte hinkommen.

> Hätte aber den galanten Vorteil, dass man günstiger z. Bsp. mit der 7 von
> Gorbitz über die Kesselsdorfer und Nürnberger zum Hbf kommt und nicht den
> mehr oder weniger sinnlosen Umweg über die Freiberger macht.

Dann kann man ja die Straßenbahn in der Freiberger auch einstellen. So
groß ist dann nicht mehr das übrige Verkehrsaufkommen.

Knut

Thomas Purkert

ungelesen,
30.01.2006, 15:08:4530.01.06
an

"Lucas Neubauer" <lu...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:43de3dc4$0$30434$9b62...@news.freenet.de...


Laufen da die Tage nicht sogar Verhandlungen?

TP


Thomas Purkert

ungelesen,
30.01.2006, 15:12:1230.01.06
an

"Carsten Weber" <carste...@mailbox.tu-dresden.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4462pb...@news.dfncis.de...

> <tak...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:1138609469....@g47g2000cwa.googlegroups.com...
>
> Thomas Reincke wrote:
>> > ~200 Personen passen nur in solche Busse, wenn die Leut schon halb aus
>> > den
>> > Fenstern rausgedruekt werden oder man alle Sitzplaetze ausbaut und nur
>> > eine
>> > Ladefläche äh Stehfläche anbietet.
>>
>> Beliebter Trick. Bei Eisenbahnen werden 4 Pers/m² gerechnet, bei Bussen
>> 8 Pers/m². Das ist je Fahrgast die Fläche eines DIN A3-Blattes. Ein
>> Phantasiewert für die Zulassung, damit man ohne Prüfung des Einzelfalls
>> immer sicher behaupten kann, dass der Bus nicht überladen war.
>
> Eben. Eine Zulassungsgröße als Lastannahme. Es wäre dann mal zu prüfen
> wieviele Personen wirklich stehend mitfahren dürfen. Das steht eigentlich
> in jedem Bus vorn irgendwo deutlich zu lesen.

Bei uns (MUC) sind das um die 150 in einem 18m-Gelenkbus,wenn ich mich
einigermassen recht erinnere.

TP


tak...@yahoo.de

ungelesen,
30.01.2006, 21:58:4530.01.06
an

Hans-Joachim Zierke wrote:

> Okay, schnell mal Google fragen:
> http://www.autosieger.de/print.php?sid=8085
> Klingt das hinreichend nach abgeschriebener Pressemappe?

Ja, danke.

Frank Spreer

ungelesen,
30.01.2006, 22:15:4230.01.06
an
Knut Ochdorf schrieb am 30 Jan 2006 :

>> Andererseits sollen diese Jahr(?) wieder Bäume auf der Nürnberger
>> gepflanzt werdern. Ich bin mal gespannt, ob man da Rücksicht auf die
>> Straßenbahnvorhaltung nimmt oder man dann, wenn die o.b.
>> Fördermittelproblematik vorbei ist wieder so große Bäume dort stehen
>> hat, dass die nicht gefällt werden dürfen. ...
>
> Bäume waren noch nie ein Argument gegen Ausbaumaßnahmen.

<räusper>
Da wäre DD aber die erste Stadt, die den sog. Umweltschützern schon im
ersten Anlauf die Fällgenehmigung abtrotzt.
</>

Frank
--
Das Schwierige am Diskutieren ist nicht,
den eigenen Standpunkt zu verteidigen,
sondern ihn zu kennen.
André Maurois

Frank Spreer

ungelesen,
30.01.2006, 22:15:4330.01.06
an
Carsten Weber schrieb am 30 Jan 2006 :

>>> Schafft das überhaupt eine Straßenbahn?
>
> Der steilste Abschnitt befindet sich übrigens an einer anderen Stelle
> im Netz.
> Der findet sich zwischen Zellescher Weg und Zschertnitz. Dort muss die
> Bahn auch anfahren, da dort u. U. noch ein Räumen des eingleisigen
> Abschnittes abgewartet werden muss.

Ich bin kein Dresdener, nur öfter mal da ;-)
Aber so aus dem Gedächtnis kann ich dir zustimmen, Grundstraße bin ich
heute des Überblicks wegen auf dem Heimweg hochgefahren, die Südseite
aus dem Talkessel raus erscheint mir steiler.

Frank
--
Der Diskettenvorrat geht immer am Samstag nach Ladenschluss zur Neige.

(Murphy's Gesetz)

Lucas Neubauer

ungelesen,
31.01.2006, 11:29:1431.01.06
an
Thomas Purkert schrieb:


Vorm Bayrischen Verwaltungsgericht, ja. Aber da spielen die 3 zu
fällenden Bäume wohl keine Rolle, mehr Verfahrensfragen und Begründungen
bei der Ablehnung der Planfeststellung.

Lucas.