Viele Grüße
Christoph
--
> Bei den neuen Kasseler Niederflurwagen ist die Totmann-Einrichtung auch
> "eisenbahnmäßig" geschaltet, d.h. alle 30 sec. muß der Totmannknopf,
> sprich der Sollwertgeber, kurz losgelassen werden, sonst ertönt ein Warn-
> ton und irgendwann kommt die Zwangsbremsung. Wer sich gewöhnen muß sind
> die Fahrerinnen und Fahrer.
In Köln sind das aber Fußtaster. Zumindest bei den alten 2000er und
3000er Stadtbahnwagen (bei den 4000er-Niederflur weiss ich es nicht).
Ich gehe davon aus, dass es beim CitySprinter genauso ist.
"Eisenbahnmäßig" ist die Totmann-Einrichtung beim CitySprinter sicher
nicht geschaltet, immerhin ist er ja mit Dauerbetätigung des Pedals aus
dem Betriebshof und dann noch zwei Stationen weit gekommen, bevor die
Software verrückt spielte.
--
Bernd Fegers | bernd....@gmx.net | ICQ# 114 16 448
=====================================================
> > Bei den neuen Kasseler Niederflurwagen ist die Totmann-Einrichtung auch
> > "eisenbahnmäßig" geschaltet, d.h. alle 30 sec. muß der Totmannknopf,
> > sprich der Sollwertgeber, kurz losgelassen werden, sonst ertönt ein Warn-
> > ton und irgendwann kommt die Zwangsbremsung. Wer sich gewöhnen muß sind
> > die Fahrerinnen und Fahrer.
>
> In Köln sind das aber Fußtaster. Zumindest bei den alten 2000er und
> 3000er Stadtbahnwagen (bei den 4000er-Niederflur weiss ich es nicht).
> Ich gehe davon aus, dass es beim CitySprinter genauso ist.
> "Eisenbahnmäßig" ist die Totmann-Einrichtung beim CitySprinter sicher
> nicht geschaltet, immerhin ist er ja mit Dauerbetätigung des Pedals aus
> dem Betriebshof und dann noch zwei Stationen weit gekommen, bevor die
> Software verrückt spielte.
Fahren die Züge über *Eisenbahn*strecken?
Gruß, ULF
--
_______________________________________________________________________________
Ulf Kutzner
Backhaushohl 46
D-55128 Mainz
_______________________________________________________________________________
>> In Köln sind das aber Fußtaster. Zumindest bei den alten 2000er und
>> 3000er Stadtbahnwagen (bei den 4000er-Niederflur weiss ich es nicht).
>> Ich gehe davon aus, dass es beim CitySprinter genauso ist.
>> "Eisenbahnmäßig" ist die Totmann-Einrichtung beim CitySprinter sicher
>> nicht geschaltet, immerhin ist er ja mit Dauerbetätigung des Pedals aus
>> dem Betriebshof und dann noch zwei Stationen weit gekommen, bevor die
>> Software verrückt spielte.
>
>Fahren die Züge über *Eisenbahn*strecken?
>
1. Bei allen bisherigen Fahrzeugtypen gibt es den oben erwähnten Fußtaster
und zusätzlich die Kugel bzw. den Griff am Fahrschalter der gedrückt werden
muß. (Eins von beiden muß während der Fahrt immer gedrückt sein, man braucht
auch nicht loslassen. Der 5000er soll jetzt entsprechend umprogrammiert
werden.)
2. Die Strecken nach Bonn (Rheinuferbahn (Linie 16) und Vorgebirgsbahn (18))
und die Strecke nach Frechen (7) sind Eisenbahnstrecken. (... oder auch
nicht, jedenfalls muß man eine Extra-Ausbildung absolvieren, hier in Köln
"EBO" genannt.)
Gundolf
>
> 2. Die Strecken nach Bonn (Rheinuferbahn (Linie 16) und Vorgebirgsbahn (18))
> und die Strecke nach Frechen (7) sind Eisenbahnstrecken. (... oder auch
> nicht, jedenfalls muß man eine Extra-Ausbildung absolvieren, hier in Köln
> "EBO" genannt.)
>
EBO = Eisenbahn Bau- und Betriebsordung, also sind Rheinuferbahn, Vor-
gebirgsbahn und die Frechener Strecke Eisenbahnen. Nach Frechen werden
die 5000er wohl nicht kommen, da Frechen Teil des Mittelflur-Netzes ist
aber nach Bonn werden die 5000er wohl kommen. Ob das allerdings was mit
der Form der Totmann-Einrichtung zu tun hat, weis ich nicht. Auffällig
ist nur, daß die neuen Kasseler Wagen über eine DB-Strecke nach Hessisch
Lichtenau fahren werden, also auf einer bundeseigenen Eisenbahnstrecke.
Viele Grüße
Christoph
--
> 2. Die Strecken nach Bonn (Rheinuferbahn (Linie 16) und Vorgebirgsbahn (18))
> und die Strecke nach Frechen (7) sind Eisenbahnstrecken. (... oder auch
> nicht, jedenfalls muß man eine Extra-Ausbildung absolvieren, hier in Köln
> "EBO" genannt.)
AFAIK haben auch nicht alle KVB-Fahrer diese Ausbildung und dürfen
deshalb nicht die 7, 16 und 18 fahren. Der größte Unterschied zwischen
EBO und Kölner Stadtbahn ist sicher das Signalsystem.
> EBO = Eisenbahn Bau- und Betriebsordung, also sind Rheinuferbahn, Vor-
> gebirgsbahn und die Frechener Strecke Eisenbahnen. Nach Frechen werden
> die 5000er wohl nicht kommen, da Frechen Teil des Mittelflur-Netzes ist
> aber nach Bonn werden die 5000er wohl kommen. Ob das allerdings was mit
> der Form der Totmann-Einrichtung zu tun hat, weis ich nicht.
Anscheinend müssen Bahnen für die EBO-Zulassung also nicht unbedingt
genau die gleiche Totmann-Einrichtung besitzen wie die Loks und
Triebfahrzeuge der DB. Ich weiss nicht, ob der 5000er die Zulassung
schon hat oder nicht, aber wenn nicht, wird er sie garantiert bekommen.
Sonst hätte man die Züge nie im Leben bestellt.
> Auffällig
> ist nur, daß die neuen Kasseler Wagen über eine DB-Strecke nach Hessisch
> Lichtenau fahren werden, also auf einer bundeseigenen Eisenbahnstrecke.
Die genannten Kölner Strecken werden übrigens gar nicht mehr von der DB
befahren. Auf der Frechener Strecke verkehren teilweise noch Güterzüge
der HGK (zumindest vor einigen Jahren noch), auf den beiden Strecken
nach Bonn verkehren nur noch Stadtbahnen von KVB und SWB. Wem die
Eisenbahnstrecken inzwischen "gehören", weiss ich nicht. Das Personal in
den Stellwerken und Bahnmeistereien ist AFAIK von der HGK, oder irre ich
mich?
> Auffällig
> ist nur, daß die neuen Kasseler Wagen über eine DB-Strecke nach Hessisch
> Lichtenau fahren werden, also auf einer bundeseigenen Eisenbahnstrecke.
Ist die noch bundeseigen? Was war da noch mit der Regionalbahn
Kassel GmbH? (Man muss sich wirklich alles aufschreiben ...)
Robert Weemeyer, Bonn
> Die genannten Koelner Strecken werden uebrigens gar nicht mehr von der DB
> befahren.
Wurden sie auch nie. Die Frechener Strecke wurde frueher von der
Koeln-Frechen-Benzelrather Eisenbahn (KFBE) im Personen- und
Gueterverkehr befahren. Die beiden Bonner Strecken gehoerten den
Koeln-Bonner Eisenbahnen (KBE). Aus beiden Bahnen und der Haefen Koeln
GmbH ist vor einigen Jahren die 'Haefen und Gueterverkehr der Stadt Koeln'
(HGK) entstanden.
> Auf der Frechener Strecke verkehren teilweise noch Gueterzuege
> der HGK (zumindest vor einigen Jahren noch),
...und auch heute noch.
> auf den beiden Strecken
> nach Bonn verkehren nur noch Stadtbahnen von KVB und SWB.
Teile der ehem. Rheinuferbahn (heute Linie 16) werden auch weiterhin fuer
Gueterverkehr genutzt.
> Wem die
> Eisenbahnstrecken inzwischen "gehoeren", weiss ich nicht. Das Personal in
> den Stellwerken und Bahnmeistereien ist AFAIK von der HGK, oder irre ich
> mich?
Schon richtig. Und denen gehoert auch die Infrastruktur.
Ralf
Ralf R. Radermacher - DL9KCG
Koeln (Cologne), Germany
Ralf's Cologne Tram Page: http://www.netcologne.de/~nc-radermra
> 2. Die Strecken nach Bonn (Rheinuferbahn (Linie 16) und Vorgebirgsbahn (18))
> und die Strecke nach Frechen (7) sind Eisenbahnstrecken. (... oder auch
> nicht, jedenfalls muss man eine Extra-Ausbildung absolvieren, hier in Koeln
> "EBO" genannt.)
Interssante Frage. Zugegeben bin ich auch nicht der grosse EBO
Spezialist. Tatsaechlich werden diese Strecken 'nach EBO befahren', was
immer das heisst.
Die Signalisierung ist deutlich aufwendiger als auf den BO Strab bzw.
Stadtbahn-Strecken. Strab-Fahrzeuge mit nur einem Frontscheinwerfer durften
auf diesen Strecken auch nicht eingesetzt werden. Nicht zuletzt
deswegen sind in den spaeten 60ern alle 8achser mit zwei
Scheinwerfern ausgestattet worden. Zusammen mit der Liniennummer
ergab sich so das Dreilicht-Spitzensignal. Indusi ist vorhanden, ich habe
aber noch nie jemand bei Vorsignalen oder Lf Tafeln die Indusi 'ziehen'
sehen.
Auf der anderen Seite sind Konstruktion und Aufbau eines Koelner 8achsers
weit entfernt von den Vorgaben, die wohl z.B. bei den Fahrzeugen der
Karlsruher bzw. der Saarbahn gelten.
Wer weiss naeheres? Konzessioniert sind die Strecken m.W. nach wie vor als
Eisenbahnstrecken.
Ich bin mir nicht sicher, ob die Regionalbahn Kassel GmbH nicht nur Be-
treiber der Strecke sein wird, das Eigentum aber bei der DBAG verbleibt.
Auf jeden Fall wird die DBAG weiterhin offensichtlich profitable Ganzzüge
(zu irgendeinem Kraftwerk glaube ich) auf der Strecke fahren lassen.
Viele Grüße
Christoph
--
[Linien 7, 16 und 18 in Köln]
> Interssante Frage. Zugegeben bin ich auch nicht der grosse EBO
> Spezialist. Tatsaechlich werden diese Strecken 'nach EBO befahren', was
> immer das heisst.
>
> Die Signalisierung ist deutlich aufwendiger als auf den BO Strab bzw.
> Stadtbahn-Strecken. Strab-Fahrzeuge mit nur einem Frontscheinwerfer durften
> auf diesen Strecken auch nicht eingesetzt werden. Nicht zuletzt
> deswegen sind in den spaeten 60ern alle 8achser mit zwei
> Scheinwerfern ausgestattet worden. Zusammen mit der Liniennummer
> ergab sich so das Dreilicht-Spitzensignal. Indusi ist vorhanden, ich habe
> aber noch nie jemand bei Vorsignalen oder Lf Tafeln die Indusi 'ziehen'
> sehen.
>
> Auf der anderen Seite sind Konstruktion und Aufbau eines Koelner 8achsers
> weit entfernt von den Vorgaben, die wohl z.B. bei den Fahrzeugen der
> Karlsruher bzw. der Saarbahn gelten.
>
> Wer weiss naeheres? Konzessioniert sind die Strecken m.W. nach wie vor als
> Eisenbahnstrecken.
>
Ein wesentlicher Unterschied zwischen EBO und BOStrab ist, daß bei der
BOStrab auf Sicht gefahren wird, bei EBO aber ausschließlich signalgeregelt.
Das bedingt auch die erheblich aufwendigere Signalisierung.
Viele Grüße
Christoph
--
> Auf der anderen Seite sind Konstruktion und Aufbau eines Koelner 8achsers
> weit entfernt von den Vorgaben, die wohl z.B. bei den Fahrzeugen der
> Karlsruher bzw. der Saarbahn gelten.
Eher vergleichbar mit Baunatal (keine Wechselspannungsausrüstung).
>
> Wer weiss naeheres? Konzessioniert sind die Strecken m.W. nach wie vor als
> Eisenbahnstrecken.
Sehe ich ähnlich, schon wegen der Güterzüge ;-)
> > > Auffällig
> > > ist nur, daß die neuen Kasseler Wagen über eine DB-Strecke nach Hessisch
> > > Lichtenau fahren werden, also auf einer bundeseigenen Eisenbahnstrecke.
> >
> > Ist die noch bundeseigen? Was war da noch mit der Regionalbahn
> > Kassel GmbH? (Man muss sich wirklich alles aufschreiben ...)
> >
> Ich bin mir nicht sicher, ob die Regionalbahn Kassel GmbH nicht nur Be-
> treiber der Strecke sein wird, das Eigentum aber bei der DBAG verbleibt.
> Auf jeden Fall wird die DBAG weiterhin offensichtlich profitable Ganzzüge
> (zu irgendeinem Kraftwerk glaube ich) auf der Strecke fahren lassen.
Da es jetzt eisenbahnig wird: Liegen in debe hierzu Erkenntnisse vor?
> Die genannten Kölner Strecken werden übrigens gar nicht mehr von der DB
> befahren.
Wurden sie jemals von der DB befahren? Die Strecken gehoerten
noch nie zu Reichs-, Bundes- oder Deutscher Bahn, sondern zu
den Koeln-Bonner Eisenbahnen und zur Koeln-Frechen-Benzelrather
Eisenbahn. Diese sind im Zuge einer Fusion in der HGK (Haefen
und Gueterverkehr Koeln) aufgegangen.
> Auf der Frechener Strecke verkehren teilweise noch Güterzüge
> der HGK (zumindest vor einigen Jahren noch),
In Frechen standen auch am Sonntag noch etliche Gueterwagen.
> auf den beiden Strecken
> nach Bonn verkehren nur noch Stadtbahnen von KVB und SWB.
Unzutreffend, auch auf diesen Strecken gibt es noch abschnitts-
weise Gueterverkehr.
> Wem die
> Eisenbahnstrecken inzwischen "gehören", weiss ich nicht. Das Personal in
> den Stellwerken und Bahnmeistereien ist AFAIK von der HGK, oder irre ich
> mich?
Ja, die HGK scheinen das Eisenbahninfrastrukturunternehmen zu sein.
Sind sie eigentlich auch das Eisenbahnverkehrsunternehmen fuer die
Stadtbahnen von KVB und SWB? Wenn nicht, wer sonst?
Robert Weemeyer, Bonn
Crosspost und Followup-To: de.etc.bahn.eisenbahn und rhein.misc
> Ein wesentlicher Unterschied zwischen EBO und BOStrab ist, dass bei der
> BOStrab auf Sicht gefahren wird, bei EBO aber ausschliesslich signalgeregelt.
> Das bedingt auch die erheblich aufwendigere Signalisierung.
Auch auf den BO Strab Strecken wird hier kaum noch auf Sicht gefahren.
Die Stadtbahnstrecken sind saemtlich signalisiert.
Die Frage ist doch eher: gibt es einen Unterschied in den Anforderungen an
die Fahrzeuge, der davon abhaengt, ob diese Fahrzeuge auf EBO Strecken der
DB oder auf EBO Strecken einer NE Bahn gefahren werden?
> Die Frage ist doch eher: gibt es einen Unterschied in den Anforderungen an
> die Fahrzeuge, der davon abhaengt, ob diese Fahrzeuge auf EBO Strecken der
> DB oder auf EBO Strecken einer NE Bahn gefahren werden?
Über NE-Strecken hängen keine 15 kV. Dies gilt nicht immer für solche
Strecken, die an NE verpachtet wurden.
"Ralf R. Radermacher" schrieb:
> Am 13.07.1999 schrieb boll...@netcologne.de (Gundolf Bollenbeck)
> zu: Re: Totmann-Einrichtung (was: Kln: City-Sprinter)Interssante Frage.
> Tatsaechlich werden diese Strecken 'nach EBO befahren', was
> immer das heisst.
_E_isenbahnbau und _B_etriebs _O_rdnung, im Gegensatz zur _B_ertriebs_O_rdnung
fuer Bau und Betrieb von _STRA_ssen_B_ahnen. Darin werden uA Signale und
Fahrzeugausruestungen geregelt, also so aehnlich wie StVZO fuer Strassenbahnen und
Eisenbahnen.
>
> Auf der anderen Seite sind Konstruktion und Aufbau eines Koelner 8achsers
> weit entfernt von den Vorgaben, die wohl z.B. bei den Fahrzeugen der
> Karlsruher bzw. der Saarbahn gelten.
Die fahren mit Bahnstrom 15kV/16,7Hz im Mischbetrieb mit traditionellen
Eisenbahnen.
Wolfgang
>> aber nach Bonn werden die 5000er wohl kommen. Ob das allerdings was mit
>> der Form der Totmann-Einrichtung zu tun hat, weis ich nicht.
>Anscheinend müssen Bahnen für die EBO-Zulassung also nicht unbedingt
>genau die gleiche Totmann-Einrichtung besitzen wie die Loks und
>Triebfahrzeuge der DB.
In der Tat schreibt § 28 Abs. 1 Nr. 6 der EBO nur die Ausrüstung mit
"Sicherheitsfahrschaltung" und ihre Wirkungsweise (ab v=20 km/h) vor,
läßt aber die Bauart offen.
mfg Matthias Dörfler
Gruß,
Ingo
> Ralf R. Radermacher wrote:
>
> > Die Frage ist doch eher: gibt es einen Unterschied in den Anforderungen an
> > die Fahrzeuge, der davon abhaengt, ob diese Fahrzeuge auf EBO Strecken der
> > DB oder auf EBO Strecken einer NE Bahn gefahren werden?
>
> Ueber NE-Strecken haengen keine 15 kV. Dies gilt nicht immer fuer solche
> Strecken, die an NE verpachtet wurden.
Aha? Und wegen der 15 kV muessen dann Windschutzscheiben aus Panzerglas
eingebaut werden und die Wagenkaesten fuer enorme mechanische
Druckbelastungen an den Koepfen ausgelegt sein...?
Immer noch verwirrt,
> > Tatsaechlich werden diese Strecken 'nach EBO befahren', was
> > immer das heisst.
>
> _E_isenbahnbau und _B_etriebs _O_rdnung, im Gegensatz zur _B_ertriebs_O_rdnung
> fuer Bau und Betrieb von _STRA_ssen_B_ahnen. Darin werden uA Signale und
> Fahrzeugausruestungen geregelt, also so aehnlich wie StVZO fuer Strassenbahnen und
> Eisenbahnen.
Ach, wirklich...? ;-)
Mit 'nach EBO befahren' hatte ich auch eher andeuten wollen, dass mir hier
nicht die ganze EBO in ihrer vollen Wucht angewendet zu werden scheint.
Jedenfalls dann nicht, wenn sie derartige Fahrzeugausstattungen wie in
Saarbruecken oder Karlsruhe vorschreiben sollte. 'Nach EBO fahren' koennte
man, extrem gesagt, auch ne Lehmannbahn im Garten, mit oder ohne
Konzessionierung.
> > Auf der anderen Seite sind Konstruktion und Aufbau eines Koelner 8achsers
> > weit entfernt von den Vorgaben, die wohl z.B. bei den Fahrzeugen der
> > Karlsruher bzw. der Saarbahn gelten.
>
> Die fahren mit Bahnstrom 15kV/16,7Hz im Mischbetrieb mit traditionellen
> Eisenbahnen.
Unsere Achtachser fahren (oder fuhren bis vor einigen Wochen) auf der
Frechener Strecke mit 750 V DC im Mischbetrieb mit traditionellen
Eisenbahnen.
Die Frage ist doch wohl eher, ob die DB fuer das Befahren ihrer
Strecken Auflagen an die Fahrzeugtechnik macht, die ueber den nach EBO
vorgeschriebenen Rahmen hinausgehen.
Nun...?
> >
> >Auch auf den BO Strab Strecken wird hier kaum noch auf Sicht gefahren.
> >Die Stadtbahnstrecken sind saemtlich signalisiert.
> >
> Welche Koelner Linien zaehlst Du zu den Stadtbahn-Strecken ?
Die Abschnitte, die zwar nach nach BO Strab, aber auf eigenem Gleiskoerper,
mit gesicherten Bahnuebergaengen und Blocksignalisierung betrieben werden.
Beispiele dafuer waeren die Thielenbrucher Strecke, die Bensberger Strecke
zwischen Hoehenberg und Abzweig zum Btf. Merheim (danach geht's, glaub ich,
auf Sicht weiter), die Hochbahnstrecke der 13 oder der Abschnitt Zoo -
Wiener Platz, nicht hingegen solche Strecken wie die 13 suedlich der
Hochbahn oder der Abschnitt Moltkestrasse - Junkersdorf, eben weil hier
staendig an Verkehrsampeln gestanden wird.
So recht?
> ergab sich so das Dreilicht-Spitzensignal. Indusi ist vorhanden, ich habe
> aber noch nie jemand bei Vorsignalen oder Lf Tafeln die Indusi 'ziehen'
> sehen.
Vielleicht gibt es gar keine Wachsamkeitstaste? Könnte ich mir
vorstellen, denn auf den "U-Bahn"-Abschnitten in Köln gibt es ja keine
richtigen Vorsignale, die quittiert werden könnten. Indusi ist aber
dennoch vorhanden, sie verhindert im Tunnel das Überfahren von
Rotsignalen.
BTW: Wie würde man das Signalsystem im KVB-Tunnel einordnen? EBO ist das
sicher nicht, aber evtl. BOStrab?
> > Welche Koelner Linien zaehlst Du zu den Stadtbahn-Strecken ?
>
> Die Abschnitte, die zwar nach nach BO Strab, aber auf eigenem Gleiskoerper,
> mit gesicherten Bahnuebergaengen und Blocksignalisierung betrieben werden.
...oder anders gesagt: Die Abschnitte, die alle Bedingungen erfüllen,
dass man sie theoretisch auf den Schnellverkehrsplänen als (oberirdisch
trassierte) U-Bahn-Abschnitte bezeichnen könnte, was man aber nur
teilweise tut (z.B. Hochbahnstrecke Linie 13 oder auch Zoo - Wiener
Platz).
> BTW: Wie wuerde man das Signalsystem im KVB-Tunnel einordnen? EBO ist das
> sicher nicht, aber evtl. BOStrab?
Durchaus. BO Strab, Anlage 4, Teil 1: Hauptsignale. Wobei H2 (Fahrt mit
Geschwindigkeitsbeschraenkung) in Koeln jedoch nur mit gelb angezeigt wird.
Und EBO koennte es schon deshalb nicht sein, weil hier mit sog. 'halbem
Blockabstand' gefahren wird. Will heissen: der Block hinter einem besetzten
Block darf bereits wieder mit verringerter Geschwindigkeit befahren werden.
> > > Die Frage ist doch eher: gibt es einen Unterschied in den Anforderungen an
> > > die Fahrzeuge, der davon abhaengt, ob diese Fahrzeuge auf EBO Strecken der
> > > DB oder auf EBO Strecken einer NE Bahn gefahren werden?
> >
> > Ueber NE-Strecken haengen keine 15 kV. Dies gilt nicht immer fuer solche
> > Strecken, die an NE verpachtet wurden.
>
> Aha? Und wegen der 15 kV muessen dann Windschutzscheiben aus Panzerglas
> eingebaut werden und die Wagenkaesten fuer enorme mechanische
> Druckbelastungen an den Koepfen ausgelegt sein...?
Nein, nicht wegen der 15 kV, sondern wegen möglicher Begegnungen mit
richtigen großen Eisenbahnzügen. Es gint im übrigen erleichterte
Zulassungsmöglichkeiten für Stadtbahnzüge mit hohem Bremsvermögen.
Gruß, ULF
F'up2 gesetzt.
> Und EBO koennte es schon deshalb nicht sein, weil hier mit sog. 'halbem
> Blockabstand' gefahren wird. Will heissen: der Block hinter einem besetzten
> Block darf bereits wieder mit verringerter Geschwindigkeit befahren werden.
Warum sollte man nach EBO nicht bis zum haltzeigenden Blocksignal,
welches den besetzten Block abdeckt, fahren dürfen?
Gruß, ULF
> Auf der anderen Seite sind Konstruktion und Aufbau eines Koelner 8achsers
> weit entfernt von den Vorgaben, die wohl z.B. bei den Fahrzeugen der
> Karlsruher bzw. der Saarbahn gelten.
Bis in die 80er Jahre waren auf der Albtalbahn auch strassenbahnartige
Gelenkwagen eingesetzt, die mit den Koelner Achtachsern nahe verwandt
sind, und zwar auch unter EBO und abschnittsweise im Mischverkehr mit
(allerdings seltenen) Gueterzuegen.
Sven
--
Sven Manias * Rintheimer Str. 32 * 76131 Karlsruhe * Germany
Telephone: +49-721-699556 * E-mail: sven....@stud.uni-karlsruhe.de
WWW home page: http://www.uni-karlsruhe.de/~Sven.Manias/
Ulf Kutzner <kutz...@mail.uni-mainz.de> wrote:
> Über NE-Strecken hängen keine 15 kV. Dies gilt nicht immer für solche
> Strecken, die an NE verpachtet wurden.
Die AVG hat auch eigene, nicht gepachtete Strecken, die mit 15 kV
16,irgendwas Hz elektrifiziert sind: Bruchsal - Ubstadt - Menzingen/
Odenheim sowie Groetzingen - Soellingen ("drittes Gleis" entlang der
Strecke Karlsruhe - Pforzheim, aber AVG-eigen und rechtlich und
betrieblich eine eigene Strecke), ausserdem noch kuerzere Abschnitte im
Bereich von Systemwechselstellen.
"Ralf R. Radermacher" schrieb:
> Am 14.07.1999 schrieb wolfgang...@post.rwth-aachen.de (Wolfgang Preiser)
> zu: Re: Totmann-Einrichtung (was: Kln: City-Sprinter)
>
> > > Tatsaechlich werden diese Strecken 'nach EBO befahren', was
> > > immer das heisst.
> >
> > _E_isenbahnbau und _B_etriebs _O_rdnung,[...]
>
> Ach, wirklich...? ;-)
Na, sei doch nicht gleich pikiert, wenn ich Dir was erzaehle, was Du schon weisst!
> Mit 'nach EBO befahren' hatte ich auch eher andeuten wollen, dass mir hier
> nicht die ganze EBO in ihrer vollen Wucht angewendet zu werden scheint.
> Jedenfalls dann nicht, wenn sie derartige Fahrzeugausstattungen wie in
> Saarbruecken oder Karlsruhe vorschreiben sollte.
Was haben die denn mehr, was die Koeln/Bonner nicht haben?
> 'Nach EBO fahren' koennte
> man, extrem gesagt, auch ne Lehmannbahn im Garten, mit oder ohne
> Konzessionierung.
Das kannste auch mit Deiner Maerklin MiniClub, Du kannst es aber auch lassen. ;-)
>
> Unsere Achtachser fahren (oder fuhren bis vor einigen Wochen) auf der
> Frechener Strecke mit 750 V DC im Mischbetrieb mit traditionellen
> Eisenbahnen.
>
> Die Frage ist doch wohl eher, ob die DB fuer das Befahren ihrer
> Strecken Auflagen an die Fahrzeugtechnik macht, die ueber den nach EBO
> vorgeschriebenen Rahmen hinausgehen.
Aber nach Frechen hat doch die DB nix zu melden! Das ist das Bier der HGK, und wie die
Strassenbahnfahrten und Eisenbahnfahrten im Plan behandelt, weiss ich nicht. Robert
koennte das wissen..
> Nun...?
was??
Wolfgang
> Durchaus. BO Strab, Anlage 4, Teil 1: Hauptsignale. Wobei H2 (Fahrt mit
> Geschwindigkeitsbeschraenkung) in Koeln jedoch nur mit gelb angezeigt wird.
Gelb kann aber doch auch für "Halt erwarten" stehen, oder nicht?
> Christoph Heuer schrieb:
>
> > Auffällig
> > ist nur, daß die neuen Kasseler Wagen über eine DB-Strecke nach Hessisch
> > Lichtenau fahren werden, also auf einer bundeseigenen Eisenbahnstrecke.
>
> Ist die noch bundeseigen? Was war da noch mit der Regionalbahn
> Kassel GmbH? (Man muss sich wirklich alles aufschreiben ...)
Ja, die Strecke ist in den Besitz der RBK uebergegangen. Dies ist eine
Gesellschaft aus KVG, KNE (Kassel-Naumburger Eisenbahn, macht den
Gueterverkehr zum VW-Werk) und - glaube ich - RKH (RegionalVerkehr Kurhessen,
DB-Tochter). Die KNE wurde ins Boot geholt, weil sie eine "echte" Lizenz fuer
das fahren nach EBO hat, die KVG nicht.
Die neuen 8/NGTW gehoeren rechtlich wohl auch der RBK, fahren aber in den
Farben und mit Logo der KVG.
Die Fahrzeuge haben Indusi und echte Sifa (desegen auch anfaenglich die
ganzen Zwangsbremsungen auf freier Strecke, die Fahrer hatten sich noch nicht
ganz an den 30-Sek.-Takt gewoehnt...) und eisenbahntypische Beschriftung.#
Oli
Hp3 (Gelb) bedeutet "Fahrt, Halt erwarten", d.h. das nächste Signal steht
auf Hp0 (Rot) und die evtl. folgenden Geschwindigkeitsprüfer sind scharf.
Hp2 (Gelb & Grün) "Fahrt mit Geschwindigkeitsbeschränkung" gibt es in Köln
nur an zwei Stellen:
1. Bahnhof Deutz/Messe -> Deutz-Kalker-Bad
2. Deutz-Kalker-Bad -> Bahnhof Deutz/Messe.
Hp2 wird bei der Einfahrt in die BDU (unterirdische Abstellanage) angezeigt:
Hp2, Zs3 "2", Gleis "31-34".
Gundolf
> Warum sollte man nach EBO nicht bis zum haltzeigenden Blocksignal,
> welches den besetzten Block abdeckt, fahren duerfen?
Ich sag doch, ich kenne mich mit der EBO nicht so aus, weiss aber
immerhin, was es heisst... ;)
War da nicht aber was, dass zwischen zwei besetzten Blocks immer ein
weiterer frei sein muss?
> > Auf der anderen Seite sind Konstruktion und Aufbau eines Koelner 8achsers
> > weit entfernt von den Vorgaben, die wohl z.B. bei den Fahrzeugen der
> > Karlsruher bzw. der Saarbahn gelten.
>
> Bis in die 80er Jahre waren auf der Albtalbahn auch strassenbahnartige
> Gelenkwagen eingesetzt, die mit den Koelner Achtachsern nahe verwandt
> sind, und zwar auch unter EBO und abschnittsweise im Mischverkehr mit
> (allerdings seltenen) Gueterzuegen.
In Kassel sind sogar die erste Generation Niederflurzuege (die zweite
auch, aber die ist schon eher eisenbahnartig) fuer EBO-Betrieb
zugelassen. Diese Fahrzeuge erfuellen garantiert nicht die 1500 kN
Pufferdruck. Deswegen gilt auch die Einschraenkung, dass auf der Strecke
nach Bauntal nur entweder ein Strassenbahnzug oder ein Eisenbahnzug
fahren darf. Oder liegt das nicht an den Fahrzeugen, sondern an der
fehlenden Zugbeeinflussung an der Strecke? Christoph?
Oli
--
Diese Schutzverletzung wird | Oliver Lemke, TU Braunschweig
Ihnen praesentiert von: | o.l...@tu-bs.de
"Krombacher" |
> Aber nach Frechen hat doch die DB nix zu melden! Das ist das Bier der
HGK, und wie die
> Strassenbahnfahrten und Eisenbahnfahrten im Plan behandelt, weiss ich
nicht. Robert
> koennte das wissen..
Robert weiss es nicht.
Robert Weemeyer, Bonn
PS: Das ist mal wieder so ein Thema, wo man nicht weiss, ob
deb.eisenbahn oder deb.stadtverkehr die richtige Gruppe ist.
> Hp2 (Gelb & Grün) "Fahrt mit Geschwindigkeitsbeschränkung" gibt es in Köln
> nur an zwei Stellen:
> 1. Bahnhof Deutz/Messe -> Deutz-Kalker-Bad
> 2. Deutz-Kalker-Bad -> Bahnhof Deutz/Messe.
> Hp2 wird bei der Einfahrt in die BDU (unterirdische Abstellanage) angezeigt:
> Hp2, Zs3 "2", Gleis "31-34".
Und warum macht man das nur dort so? Und vor allem, wie werden all die
anderen Stellen mit Geschwindigkeitsbegrenzung signalisiert?
Beispielsweise vom Friesenplatz kommend Richtung Appellhofplatz/Breite
Str. Da hab ich an der Abzweigung noch nie irgendein
geschwindigkeitsbegrenzendes Signal gesehen, i.d. Regel steht hier alles
auf grün (ausser wenn es sich mal wieder staut). Aus anderen Städten
kenne ich das anders. In Mülheim/Ruhr im Ruhrtunnel beispielsweise wird
grundsätzlich bei allen Geschwindigkeitsbeschränkungen Hp2 (grün-gelb)
gegeben.
> Wer weiss naeheres? Konzessioniert sind die Strecken m.W.
> nach wie vor als Eisenbahnstrecken.
"10.04.1979: ... Abschnitt Hersel - Bonn West wird auf die
BOSTRAB umkomzessioniert."
Mehr zum Thema konnte leider ich nicht finden.
Liebe Grüße aus Köln
Barbara
> War da nicht aber was, dass zwischen zwei besetzten Blocks immer ein
> weiterer frei sein muss?
Nein. Es empfiehlt sich nur, damit der folgende Zug ohne zu stutzen
durchfahren kann.
Numerisch, also als leuchtende Zahl. Ist doch wohl auch die neuere
Form, dem elektronischen Zeitalter zu verdanken.
Markus
--
EMail bitte nur an: betz ett iname dott com. Aber keine Werbung!
Stimm gegen Spam: http://www.politik-digital.de/spam/de
Sent via Deja.com http://www.deja.com/
Share what you know. Learn what you don't.
... und außerdem nach den sogenannten "LNT-Richtlinien", die den
Einsatz dieser für den reinen EBO-Betrieb zu leichten Fahrzeuge weiter
einschränken. Es ist bei weitem nicht so einfach wie "einfach
reinfahren".
Grüße
Marc
--
------------------------------------------------------------------------------
Marc Haber \ " Mensch, willst Du schnell und sorglos reisen,
Mailadresse im Header \------------\ so fahre mit der Bahn von Eisen. "
Bitte keine "courtesy copies", Danke! \ - Prof. Dr. Heinz Haber, 1975.
Du möchtest Karlsruhe besuchen und in der S5 zwischen Grötzingen und
Söllingen die Fahrdrahtspannungsanzeige im Führerstand beobachten.
Schon gut, im übrigen kein schlechter Vorschlag.
:> Aber nach Frechen hat doch die DB nix zu melden! Das ist das Bier der
: HGK, und wie die
: PS: Das ist mal wieder so ein Thema, wo man nicht weiss, ob
: deb.eisenbahn oder deb.stadtverkehr die richtige Gruppe ist.
Nicht so schlimm. Wenn man nicht ortskundig ist und nicht
den Thread verfolgt hat, weiss man sowieso nicht, worum
es geht, wer sich was erfrecht hat, oder ob es gar erfrochen
heissen muss.
SCNR,
-kut
> Nicht so schlimm. Wenn man nicht ortskundig ist und nicht
> den Thread verfolgt hat, weiss man sowieso nicht, worum
> es geht, wer sich was erfrecht hat, oder ob es gar erfrochen
> heissen muss.
Das liegt aber eher an der Unzulaenglichkeit, mit den Mitteln neuzeitlicher
Hochsprachen lokale Idiome und Ortsbezeichnungen richtig wiederzugeben.
Denn eigentlich muesste es wohl "Vrrrei'schen" geschrieben werden. :))
> Und warum macht man das nur dort so? Und vor allem, wie werden all die
> anderen Stellen mit Geschwindigkeitsbegrenzung signalisiert?
Mit Tafeln (G1a bzw. G2a) oder numerischen Displays (G1b bzw. G2b)
entsprechend BOStrab, Anlage 4.
Gibt's eigentlich woanders als auf den Koelner HGK Strecken noch G4
mit einer '9' drin (also 90 km/h)?
Und um die Frage zu erweitern: Die Rheinuferbahn war doch
streckenweise für 100km/h zugelassen, gilt das noch?
Barbara
Bei der Rheinuferbahn (und auch bei der Vorgebirgsbahn) handelte sich
ja schließlich um eine der wenigen NE-Hauptbahnen, sagt mir meine eine
Deutschlandkarte aus den frühen 50ern. Die zweite, Stand 01.10.1998,
meint, daran habe sich rechtlich nichts geändert.
Schnellzüge und 1. Klasse gab es auch nicht gerade häufig auf NE.
Welche fahrzeugseitige vmax galt für die Silberpfeile?
mfg Matthias Dörfler
Geschwindigkeitsbeschränkungen werden mit Lf6 (gelbes Dreieck mit schwarzem
Rand, auf der Spitze stehend) und Lf7 (weiße Tafel mit schwarzem Rand)
gekennzeichnet.
Es gibt allerdings keinen Grund auf Weichen (wie der angesprochenen
Römerturmweiche) langsamer als erlaubt (in diesem Fall 50 km/h) zu fahren.
Bei der Einfahrt in die BDU wird in besetzte Gleise eingefahren und auf der
Stammstrecke kann mit der Streckenhöchstgeschwindigkeit (70 km/h) gefahren
werden, darum die Signalisierung.
In den alten U-Bahn-Bereichen
(Severinstraße/Barbarossaplatz-Neumarkt-Friesenplatz/Dom/Hbf.) könnte auch
ein Hp2 angezeigt werden: Es sind an allen Signalen vier Optiken vorhanden.
Rot/2*Gelb/Grün. Das zweite Gelb ist zugeklebt, leuchtet bei Hp3 (Gelb) aber
mit.
Mit der Geschwindigkeitsanzeige Zs3 "2" bei Hp3 wird übrigens im oben
genannten U-Bahn-Bereich das nachrücken in eine von einem Kurzzug besetzte
Haltestelle ermöglicht bzw. wenn der vorausfahrende Langzug aus der
Haltestelle ausfährt.
Gundolf
> Schnellzuege und 1. Klasse gab es auch nicht gerade haeufig auf NE.
> Welche fahrzeugseitige vmax galt fuer die Silberpfeile?
120 km/h. Tja, von der Fahrzeit der Eilzuege zwischen Koeln und Bonn
traeumen wir heute noch.
> Bei der Rheinuferbahn (und auch bei der Vorgebirgsbahn)
> handelte sich ja schließlich um eine der wenigen NE-Hauptbahnen,
> sagt mir meine eine Deutschlandkarte aus den frühen 50ern. Die
> zweite, Stand 01.10.1998, meint, daran habe sich rechtlich nichts
> geändert. Schnellzüge und 1. Klasse gab es auch nicht gerade
> häufig auf NE. Welche fahrzeugseitige vmax galt für die Silberpfeile?
120km/h, alle
Barbara :-)
> War da nicht aber was, dass zwischen zwei besetzten Blocks immer ein
> weiterer frei sein muss?
Zwischen zwei Zuegen muss ein haltzeigendes Signal sein.
(Ja, ich weiss von den Ausnahmen, aber dies ist der Regelfall.)
Robert Weemeyer, Bonn
Crosspost und Followup-To: de.etc.bahn.eisenbahn
Die OEG hatte frueher zumindest besonders ausgewiesene Eilzuege. Zwar kein
'Schnellzug', aber immerhin...
Gruss,
Holger K. aus D.
--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!
E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting
> |> Schnellzüge und 1. Klasse gab es auch nicht gerade häufig auf NE.
>
> Die OEG hatte frueher zumindest besonders ausgewiesene Eilzuege. Zwar kein
> 'Schnellzug', aber immerhin...
Der AKN-Schnellzug hatte m.W. nur zweite Klasse.
Gruß, ULF
f'up2
Der Begriff "Eilzug" wird von der AVG heute noch für einzelne Züge auf
der S1/S11 und S4 mit weniger Halten verwendet.
>Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!
Doch. Busse!
Seit ich Deinen Satz das erste mal gelesen habe, hat es mir
in den Fingern gejuckt- diesesmal mußte es 'raus.
Das berühmte 70er-Jahre-Interview mit dem damaligen Ver-
kehrsminister (Name glücklicherweise vergessen), in etwa:
"Keine Streckenstillegungen... nur ein Wechsel der Trans-
portgefäße... die Deutsche Bundesbahn kauft Busse...".
In diesem Sinne: Klar wird was bestellt- Busse!
Barbara :-)
> War da nicht aber was, dass zwischen zwei besetzten Blocks immer ein
> weiterer frei sein muss?
Das haengt vom Durchrutschweg ab. Bei U-Bahnen sind die Blockabstaende
sehr kurz, so dass der Durchrutschweg hinter dem Signal fast genauso
lang ist wie der Block. Daraus ergibt es sich von selbst, dass zwischen
zwei Zuegen immer ein Block als Durchrutschweg frei bleibt. Wenn die
Bloecke sehr kurz sind, kann es auch erforderlich sein, dass zwei
Bloecke frei bleiben. Bei langen Bloecken dagegen muss dies nicht sein.
Der naechste Zug kann bis zum Blocksignal fortfahren, wenn der
Durchrutschweg hinter dem Signal frei ist, auch wenn der Block noch
besetzt ist.
Ausserdem gibt es bei U-Bahnen als Zugbeeinflussung meist nur eine
Fahrsperre, die eine Zwangsbremsung ausloest, sobald der Zug ein Halt
zeigendes Signal ueberfahren hat. D.h. man muss damit rechnen, dass der
Zug bei Unachtsamkeit des Fahrers mit der groesstmoeglichen
Geschwindigkeit am Halt zeigenden Signal vorbeifaehrt. Entsprechend lang
muss der Durchrutschweg sein.
Mit einer Zugbeeinflussung, die bereits das Abbremsen des Zuges vor dem
Signal ueberwacht (z.B. die Indusi der DB, die ZUB [z.B. Dortmund,
Stuttgart] oder eine linienfoermige Zugbeeinflussung), kann man den
Durchrutschweg wesentlich verkuerzen. Das kann man in begrenztem Umfang
auch mit einer einfachen Fahrsperre machen, indem man in einem gewissen
Abstand vor dem Signal einen Fahrsperrenmagneten und eine
Geschwindigkeitsmesseinrichtung anbringt. Bremst ein Zug nicht
rechtzeitig, so dass seine Geschwindigkeit im definierten Abstand vor
dem Signal noch zu gross ist, wird bereits dort durch die Fahrsperre
eine Zwangsbremsung ausgeloest.
chg
> Vielleicht gibt es gar keine Wachsamkeitstaste? Könnte ich mir
> vorstellen, denn auf den "U-Bahn"-Abschnitten in Köln gibt es ja keine
> richtigen Vorsignale, die quittiert werden könnten. Indusi ist aber
> dennoch vorhanden, sie verhindert im Tunnel das Überfahren von
> Rotsignalen.
Es ist auch eine Frage der "Bequemlichkeit". Bei den kurzen
Signalabstaenden und dem hektischen Betriebsablauf einer
Stadtschnellbahn ist es m.E. dem Fahrer nicht zumutbar, jedes
einschraenkende Signal mit einer Wachsamkeitstaste quittieren zu
muessen; das waere zu stressig.
chg
Diese Werte gelten jedoch nur in jüngst zugelassener Zeit, in älteren
Anlagen bis zurück bis etwa Ende der 60er Jahre galten im
BOStrab-Bereich z.T. sehr eingeschränkte Werte.
Extrem-Beispiel ist wie bereits hin und wieder genannt der U1-Abschnitt
zwischen Wandsbek-Gartenstadt und Lohmühlenstraße, wo z.T. es nur
Durchrutschwege von 10m(!) Länge gibt, bei Vmax 70 km/h. Beispiel ist
die Hst Wandsbek-Markt, wo das Einfahrtsignal bereits wieder auf Fahrt
geht, wenn die letzte Achse eines Zuges die erste Weiche in Richtung
Straßburger Straße verlassen hat (=> 10m Durchrutschweg).
Bei Anlagen ab ca. 1975 ist aber durchweg 100% Durchrutschweg
eingerechnet.
Viele Grüße
Jan Borchers
Vermutlich, da die Bonner Stadtbahnwagen vor allem bei Verspätungen 100
km/h fahren, wenn die Haltestellen weit genug voneinander entfernt sind.
Die Kölner Wagen sind nur für 80 km/h zugelassen (warum eingentlich?
Zumindest die 2000er und 2100er sind doch baugleich mit den Bonnern.)
André Nicoll
> Vermutlich, da die Bonner Stadtbahnwagen vor allem bei Verspaetungen 100
> km/h fahren, wenn die Haltestellen weit genug voneinander entfernt sind.
> Die Koelner Wagen sind nur fuer 80 km/h zugelassen (warum eingentlich?
> Zumindest die 2000er und 2100er sind doch baugleich mit den Bonnern.)
Mooooment....
Sind wirklich alle Bonner B-Wagen B100? Robert?
Es gibt sowohl bei den Koelner 2000ern als auch bei den 2100ern jeweils
eine bestimmte Anzahl von B100. Die genauen Verhaeltnisse B80/B100 pro
Baureihe kenne ich auch nicht. Auf jeden Fall sind die Wagen 209x und
219x (ex KBE) B100.
Richtig ist, dass bei den Koelner Drehstrom B-Wagen (22xx und 23xx) keine
B100 mehr beschafft worden sind. Hier wird die niedrigere Vmax aber
angeblich durch die hoehere Anfahrbeschleunigung ausgeglichen.
André Nicoll schrieb:
>[ B100/B80]
> Die Kölner Wagen sind nur für 80 km/h zugelassen (warum eingentlich?
> Zumindest die 2000er und 2100er sind doch baugleich mit den Bonnern.)
Die 2000/2100 sind meines Wissens zwar vom Typ B100, also fuer 100km/h
gebaut, fahren aber mit kuerzer untersetzendem Getriebe nur 80km/h. Man
erreicht so auf den Stadtstrecken hoehere Beschleunigungen, was
ebenfalls die Fahrzeit reduziert, und zwar auch da, wo langsamer
gefahren wird als 100.
Wolfgang
Du hast "Angebotsumstellung" nur unwesentlich anders ausgedrueckt... :-)
Gruss,
Holger K. aus D.
--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!
E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting
> Diese Werte gelten jedoch nur in jüngst zugelassener Zeit, in älteren
> Anlagen bis zurück bis etwa Ende der 60er Jahre galten im
> BOStrab-Bereich z.T. sehr eingeschränkte Werte.
Dass ein Zug auf den vorausfahrenden Zug auffaehrt wenn er ein Signal
ueberfaehrt und der Durchrutschweg hinter dem Signal nicht ausreicht
(und das verstehe ich unter "Wert"), gilt seit jeher.
Wieviel Muehe sich ein Verkehrsbetrieb oder ein Gesetzgeber macht, dies
zu verhindern, kann bei jedem Verkehrsbetrieb bzw. Gesetzgeber
unterschiedlich sein und sich von heute auf morgen aendern und ist daher
nicht von ingenieurwissenschaftlichem Interesse.
chg
Ach? War das bei mir in Frage gestellt?
> Wieviel Muehe sich ein Verkehrsbetrieb oder ein Gesetzgeber macht, dies
> zu verhindern, kann bei jedem Verkehrsbetrieb bzw. Gesetzgeber
> unterschiedlich sein und sich von heute auf morgen aendern und ist daher
> nicht von ingenieurwissenschaftlichem Interesse.
Sehr wohl aber das Faktum, daß im Gegensatz zu früher heute die
komplette Nichtbeachtung von Hauptsignalen und gleichzeitig Fahrt mit
Streckenhöchstgeschwindigkeit zur Berechnung angenommen wird.
Das war früher nicht der Fall.
Und die Bremsverzögerung ist im U-Bahnsystem Hamburg seit eh und je
unverändert. Hier wirkt wie 1912 ausschließlich die einfache Entlüftung
der Bremsleitung (Ausnahme DT2 - hier Einfallen der mechanischen
Federspreicher).
Dieser Umstand ist sehr wohl von "ingieneurwissenschaftlichem"
Interesse. Oder siehst Du das anders?
Welche Regel in den 60er Jahren in Hamburg zum völligen Verzicht auf
Durchrutschwege bei Anlagen des Sv-Signalsystems geführt hat, konnte mir
bis heute noch niemand erläutern. Du?
Viele Grüße
Jan Borchers
> Welche Regel in den 60er Jahren in Hamburg zum völligen Verzicht auf
> Durchrutschwege bei Anlagen des Sv-Signalsystems geführt hat, konnte mir
> bis heute noch niemand erläutern. Du?
Ingenieurwissenschaftlich laesst sich das wohl auch nicht erklaeren.
Wenn ich in meinem Posting gesagt habe, hinter einem Signal muss eine
Bremsweglaenge frei sein, damit das zurueckliegende Signal auf Fahrt
gehen kann, dann meinte ich mit "muss" nicht eine Vorschrift oder
Gepflogenheit eines Verkehrsbetriebs, sondern ich meinte, er muss frei
sein, damit ein Unfall sicher ausgeschlossen werden kann.
chg
> Sind wirklich alle Bonner B-Wagen B100? Robert?
Keine Ahnung. Und zum Nachfragen habe ich jetzt auch nur
noch selten Gelegenheit - siehe unten
Robert Weemeyer, Berlin
^^^^^^
ich bin vorgestern umgezogen
|NNTP-Posting-Host: ascend-tk-p181.rhrz.uni-bonn.de (131.220.244.181) ?
Und, hat Berlin eine U-Bahn?
Herr Weemeyer scheint die Kunst der Rechnerfernbedienung zu beherrschen.
Als ich aus der Slowakei postete, stand hier trotzdem Mainz ;-)
Gruß, ULF
Für mich sieht das eher so aus, als ob Herr Weemeyer sich aus Berlin
in Bonn eingewählt hat; Ascend ist ein großer Hersteller von
Einwahlroutern. Naja, bundesweite Telefonate sind ja auch nur noch
unwesentlich teurer als Ortsgespräche.
> Für mich sieht das eher so aus, als ob Herr Weemeyer sich aus Berlin
> in Bonn eingewählt hat; Ascend ist ein großer Hersteller von
> Einwahlroutern. Naja, bundesweite Telefonate sind ja auch nur noch
> unwesentlich teurer als Ortsgespräche.
Genau richtig.
Ihr duerft mich uebrigens weiterhin beim Vornamen nennen.
So wichtig bin ich nun wirklich nicht.
Robert Weemeyer, Berlin
Wenn ich mich richtig erinnere, sind zu bestimmten Tageszeiten
bundesweite Telefonate mittlerweile sogar günstiger als Ortsgespräche.
Grüße aus Münster,
=To 'Ich finde es ja irgendwie bescheuert...' Je=
--
Torsten Jerzembeck * Dahlweg 49 * D-48153 Münster (Westfalen)
* PGP public key ID: B74DB58D * MIME welcome * Generation Tux *
"Wenn das Kryptographieverbot kommt, muss Kristian sowieso seinen Namen
aendern." -- Peter Berlich zu =?ISO-8859-1?Q?Kristian_K=F6hntopp?=
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>Wurden sie jemals von der DB befahren? Die Strecken gehoerten
>noch nie zu Reichs-, Bundes- oder Deutscher Bahn, sondern zu
>den Koeln-Bonner Eisenbahnen und zur Koeln-Frechen-Benzelrather
>Eisenbahn. Diese sind im Zuge einer Fusion in der HGK (Haefen
>und Gueterverkehr Koeln) aufgegangen.
Ich hab in den 80´er in Brühl-Vochem Uebergabezuege mit DB BR 215 gesehen,
die von der KBE uebernommen worden sind.
Gruß Bernd Müller,
Esslingen-Mettingen