ich wundere mich immer wieder über die Stromschienen hier bei der S und U
Bahn in Hamburg.
Weiss jemand, wie genau das funktioniert? Da kann ja nicht dauerhaft Strom
drauf sein, oder?
Woher weiss die Schiene, wann sie Strom führen muss und wann nicht?
Wofür ist eigentlich bei der U Bahn das Kupferrohr in der Mitte zwischen den
Gleisen an den Stationen? Da ist auch noch am Anfang und am Ende der Station
auf den Gleisen so ein Rechtecht aus 1cm breitem Plastik, hat das was damit
zu tun?
Gruß
Michael
Wieso nicht?
|> Woher weiss die Schiene, wann sie Strom führen muss und wann nicht?
Nun, das geht ganz einfach: die Bahnsteige sind mit Drucksensoren
ausgestattet und je mehr Menschen auf dem Bahnsteig stehen, desto mehr
Druck messen die Sensoren. Wird der Druck nun gross genug, wird die
Stromschiene eingeschaltet und die naechste U-Bahn kann in die Station
einfahren.
Deswegen wirst Du es auch nie erleben, dass eine leere U-Bahn durch
die Gegend faehrt. Die Drucksensoren sind halt so eingestellt, dass
der Strom nur dann angeschaltet wird, wenn genuegend Leute da sind und
in der U-Bahn auch der letzte Stehplatz belegt werden kann.
Gruss,
Holger K. aus D.
--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!
E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting
> Hi,
>
> ich wundere mich immer wieder über die Stromschienen hier bei der S und U
> Bahn in Hamburg.
>
> Weiss jemand, wie genau das funktioniert? Da kann ja nicht dauerhaft Strom
> drauf sein, oder?
Doch.
<debk>
Es ist immer Spannung drauf, Strom fliesst natuerlich nur, wenn ein
Zug welchen verbraucht.
</debk>
> Woher weiss die Schiene, wann sie Strom führen muss und wann nicht?
Wenn an ihren Enden unterschiedliches Potential anliegt, weiss sie,
dass ein resultierender Strom zu fliessen hat. ;-)
Christoph
> Weiss jemand, wie genau das funktioniert? Da kann ja nicht dauerhaft Strom
> drauf sein, oder?
Doch, so ist es. Warum sollte deiner Meinung nach es nicht so sein?
Schon gesehen: www.u-bahn100.de
Uebrigens: Bei der grossen Eisenbahn liegt auch ständig der Fahrstrom in der
Oberleitung, ebenso bei der Strassenbahn.
Wobei mir gerade einfaellt:
Hier in Berlin gibt es wenigstens eine "Stromschiene", die nur Spannung führt,
wenn sich ein Zug darin befindet (Leitschienen an Brücken). Ähnlich wie in den
Betriebswerkstätten sind dies jedoch die Ausnahmen und daher eher
Sonderfälle....
--
Stellwerke unter Berlin: Eine Fotogalerie alter Stellwerke aus dem Untergrund
Berlins: www.u-bahn100.de/Technik/Stw/stw.html
Nu verkohl den armen Mann doch nicht... :-)))
Matthias
--
Matthias Köhler
Film- und Fernsehproduktion
http://www.koehler-film.de
Weil sich sonst ein Bauarbeiter oder sonst. Person verletzen könnte, wenn
sie ranpackt?
>
> Uebrigens: Bei der grossen Eisenbahn liegt auch ständig der Fahrstrom in
der
> Oberleitung, ebenso bei der Strassenbahn.
Da kommt ja auch keiner einfach so an! :)
> Wobei mir gerade einfaellt:
>
> Hier in Berlin gibt es wenigstens eine "Stromschiene", die nur Spannung
führt,
> wenn sich ein Zug darin befindet (Leitschienen an Brücken). Ähnlich wie in
den
> Betriebswerkstätten sind dies jedoch die Ausnahmen und daher eher
> Sonderfälle....
Die haben wir hier auch bei S Bahn, glaub ich.
Gruß
Michael
Was gibts da zu wundern?
> Weiss jemand, wie genau das funktioniert? Da kann ja nicht dauerhaft Strom
> drauf sein, oder?
Was meinst Du mit "wie das funktioniert"?
Da ist natürlich dauerhaft Saft drauf (wie Christoph schon schrieb: es liegt
beständig Spannung an ;) ) - Ausnahme: der Bereich ist durch Trenner oder
Stromausfall abgeschaltet.
> Woher weiss die Schiene, wann sie Strom führen muss und wann nicht?
Die Schiene weiß gar nix, die ist bloß ein Stück Metall. Wenn sie
angeschalten ist, dann weiß sie das nicht, und sie kann auch gar nix
dagegen tun - der Trenner im Unterwerk wird nämlich von Menschen bedient
(lokal oder Fernsteuerung).
Falls Du mit Deinen Fragen darauf hinaus willst, daß das evtl. gefährlich
sein könnte, weil hier immer Spannung anliegt: die Betreiber vertrauen
darauf, daß niemnd hinlangt. Deswegen übrigens ist sie auch immer auf der
bahnsteigabgewandten Seite des Gleises, falls doch mal jemand reinfällt.
Falls Du mal richtig gefährliche Stromschienen sehen willst - fahr nach
London. Dort liegen die Stromschienen zwischen den Fahrschienen (also ||||:
Strom - Fahr - Strom - Fahr), und zwar nach oben hin *blank*, werden mit
einem Schleifschuh abgenommen. Da möchte ich nicht ins Gleis fallen...
So, jetzt erwarte ich Deine Rückfragen :-)
> Station auf den Gleisen so ein Rechtecht aus 1cm breitem Plastik, hat das
> was damit zu tun?
Das Kupferrohr ist AFAIK die "Sendeantenne" für den Monitor im Führerstand,
auf dem das Bild der Bahnsteigkameras dargestellt wird. Die Rechtecke sind
entweder die Speisung der Antenne, oder aber sie gehören zur
Zugbeeinflussung. Bedeutet das "1 cm" die Höhe, Breite, Länge oder was?
MFG Michi
Wieso? Hab ich gesagt, dass er auf die Stromschiene treten soll? :-)
> "Marco Miseroni" <NOSPAM_mar...@eine-homepage.de> schrieb im
> Newsbeitrag news:afcgaj$d9upf$1...@ID-43552.news.dfncis.de...
> > > Weiss jemand, wie genau das funktioniert? Da kann ja nicht dauerhaft
> Strom
> > > drauf sein, oder?
> >
> > Doch, so ist es. Warum sollte deiner Meinung nach es nicht so sein?
>
> Weil sich sonst ein Bauarbeiter oder sonst. Person verletzen könnte, wenn
> sie ranpackt?
Deshalb hat man da ja auch nicht anzufassen. Sonstige Personen
haben im Gleis eh nix zu suchen, und bei Bauarbeiten gelten
entsprechende Vorsichtsmassnahmen.
> > Uebrigens: Bei der grossen Eisenbahn liegt auch ständig der Fahrstrom in
> der
> > Oberleitung, ebenso bei der Strassenbahn.
>
> Da kommt ja auch keiner einfach so an! :)
Ausser man ist dumm genug, irgendwo raufzuklettern. ;-(
Christoph
> > Doch, so ist es. Warum sollte deiner Meinung nach es nicht so sein?
> Weil sich sonst ein Bauarbeiter oder sonst. Person verletzen könnte, wenn
> sie ranpackt?
Sonstige Personen können sich auch leicht verletzen, darum ist das
Betreten der Gleise ja lebensgefährlich - und zwar nicht nur, weil ein
Zug kommen könnte, wie viele immer fälschlich annehmen.
Bauarbeiten werden bevorzugt während (nächtlicher oder außerplanmäßig
eingerichteter) Betriebspausen durchgeführt, da wird der Strom dann auch
abgeschaltet.
Bauarbeiten unter laufendem Betrieb wie bei der DB, wo die Arbeiter dann
per Warnsignal vor herrannahenden Zügen gewarnt werden, machen bei der
U-Bahn ja wenig Sinn. Wenn alle paar Minuten ein Zug kommt... da kommt
man zwischendrin nicht zu allzuviel. :-)
ben
Wie soll ich mir das vorstellen? Ein stromloser Abschnitt, der nur zum
"untenhalten" der Abnehmer dient; nur dadurch, daß sich ein Teil der
miteinander verbundenen Abnehmer
"außerhalb" befindet, geladen?
MFG Michi
> Bauarbeiten unter laufendem Betrieb wie bei der DB, wo die Arbeiter dann
> per Warnsignal vor herrannahenden Zügen gewarnt werden, machen bei der
> U-Bahn ja wenig Sinn. Wenn alle paar Minuten ein Zug kommt... da kommt
> man zwischendrin nicht zu allzuviel. :-)
U1 in Hamburg zwischen Alter Teichweg und Wandsbek Gartenstadt vor einigen
Wochen.
Da haben die abends gearbeitet und alle 10 Minuten kam ein Zug.
Die haben übrigens die Ummantelung der Stromschienen getauscht. :)
Gruß
Michael
Und wenn man rauffällt?
> > > Uebrigens: Bei der grossen Eisenbahn liegt auch ständig der Fahrstrom
in
> > der
> > > Oberleitung, ebenso bei der Strassenbahn.
> >
> > Da kommt ja auch keiner einfach so an! :)
>
> Ausser man ist dumm genug, irgendwo raufzuklettern. ;-(
Dann hat man hoffentlich keinen Bodenkontakt oder Kontakt zum Mast, sonst
tuts weh! *g*
Gruß
Michael
> "Christoph Schmitz" <christoph...@post.rwth-aachen.de> schrieb im
> Newsbeitrag news:3D19CA04...@post.rwth-aachen.de...
> > Michael Landmann schrieb:
> >
> > > "Marco Miseroni" <NOSPAM_mar...@eine-homepage.de> schrieb im
> > > Newsbeitrag news:afcgaj$d9upf$1...@ID-43552.news.dfncis.de...
> > > > > Weiss jemand, wie genau das funktioniert? Da kann ja nicht dauerhaft
> > > Strom
> > > > > drauf sein, oder?
> > > >
> > > > Doch, so ist es. Warum sollte deiner Meinung nach es nicht so sein?
> > >
> > > Weil sich sonst ein Bauarbeiter oder sonst. Person verletzen könnte,
> wenn
> > > sie ranpackt?
> >
> > Deshalb hat man da ja auch nicht anzufassen. Sonstige Personen
> > haben im Gleis eh nix zu suchen, und bei Bauarbeiten gelten
> > entsprechende Vorsichtsmassnahmen.
>
> Und wenn man rauffällt?
Das sollte eigentlich nicht passieren, schon wegen der Gefahr, dass
ein Zug kommt. Es gibt aber noch eine Abdeckung, die theoretisch
gegen Beruehrungen schuetzen soll. Ausserdem vermute ich mal,
dass die Stromschiene meist auf der dem Bahnsteig abgewandten
Seite ist.
> > > > Uebrigens: Bei der grossen Eisenbahn liegt auch ständig der Fahrstrom
> in
> > > der
> > > > Oberleitung, ebenso bei der Strassenbahn.
> > >
> > > Da kommt ja auch keiner einfach so an! :)
> >
> > Ausser man ist dumm genug, irgendwo raufzuklettern. ;-(
>
> Dann hat man hoffentlich keinen Bodenkontakt oder Kontakt zum Mast, sonst
> tuts weh! *g*
Aber nicht lange...
Christoph
Isolierplatte unterschieben ;-)
MFG Michi
> Da haben die abends gearbeitet und alle 10 Minuten kam ein Zug.
>
Naja, das sind ja Randstrecken .... Klar das geht hier in Berlin auch. Wir
dachten da an stärkere Strecken, etwa 2 Minuten Takt einer Großstadt-Metro.
> > führt, wenn sich ein Zug darin befindet (Leitschienen an Brücken). Ähnlich
>
> Wie soll ich mir das vorstellen? Ein stromloser Abschnitt, der nur zum
> "untenhalten" der Abnehmer dient; nur dadurch, daß sich ein Teil der
> miteinander verbundenen Abnehmer
> "außerhalb" befindet, geladen?
Ja, so in etwa. Eine solche Schiene, die ständig unter Strom steht, gibt es am
Ostkreuz. Sonst sind diese Schienen spannungslos, führen nur Strom, wenn ein
Zug an dieser Schiene fährt, und eine elektrische Verbindung zur normalen
Stromschiene herstellt.
Wenn du Beispiele haben willst, oder eine fachlich genaue Aussage zu diesem
Thema möchtest, empfehle ich eine Anfrage in "bln.verkehr"
--
Glückssignatur 004: Wenn du diese Signatur an den Absender zurücksendest,
erhältst du den Taschenfahrplan der Berliner S-Bahn fuer das Gebiet des Rba4
(Reichsbahnamt 4, entspr. Berlin -West-) gueltig fuer Sommer 1975 in PDF (2,14
MB) zugemailt.
WIMRE ist in Berlin keine Abdeckung drauf, oder doch?
Da ist die Frage schon berechtigt.
Gruß
Martin
> Wofür ist eigentlich bei der U Bahn das Kupferrohr in der Mitte zwischen den
> Gleisen an den Stationen?
Das sind die Sendeantennen für die Übertragung der Bilder der
Bahnsteigkameras auf die Führerstandsmonitore des Zuges (die
Selbstabfertigung wurde eh gerade in einigen Threads vorher
besprochen).
> Da ist auch noch am Anfang und am Ende der Station
> auf den Gleisen so ein Rechtecht aus 1cm breitem Plastik, hat das was damit
> zu tun?
Wie sieht das genau aus?
Eventuell Gleismagneten bei den Signalen für die Zugbeeinflussung?
Aber die sind um einiges größer (aber du hast ja das Rechteck nicht
genau definiert).
Ist unser Hochbahnfahrer Jan auf Urlaub?
Grüße,
Patrick
>
>"Christoph Schmitz" <christoph...@post.rwth-aachen.de> schrieb im
>> Deshalb hat man da ja auch nicht anzufassen. Sonstige Personen
>> haben im Gleis eh nix zu suchen, und bei Bauarbeiten gelten
>> entsprechende Vorsichtsmassnahmen.
>Und wenn man rauffällt?
Dann qualmt es etwas und riecht unangenehm. Ist aber schnell
wieder weg und deswegen nicht so schlimm.
>> Ausser man ist dumm genug, irgendwo raufzuklettern. ;-(
>Dann hat man hoffentlich keinen Bodenkontakt oder Kontakt zum Mast, sonst
>tuts weh! *g*
Naja, er muss ja nichtmal Kontakt haben, in der Naehe zu sein
sollte ja bereits ausreichen. :-)
Gruss, Stefan
--
http://www.stpaulianer.de <- News, Statistik, Fotos & Audios
http://www.stpaulifanclub.de <- FC St.Pauli-Netpirates
IRC-net: Kiezkickr @ #fcstpauli, #katzen und #hamburg
> Weiss jemand, wie genau das funktioniert? Da kann ja nicht dauerhaft
> Strom drauf sein, oder?
Ich hatte die Funktionsweise vor einiger Zeit hier einmal erklärt, Du
kannst es mit Google ja einmal suchen wenn Du als Suchwort eben
"Stromschiene" eingibst.
Gruß André
--
Glückssignatur 026! Wer diese Signatur zurücksendet, bekommt eine
Zeichnung einer Tunneleule zugesendet (jpg 265 Kb).
Weitere Dokumente bei BerlinMetro! Macht mit, öffnet Eure Archive!
| www.berlin-metro.de | www.andre-loop.de | www.hochbahnbuch.de |
"Martin Paffenholz" <mart...@freenet.de> schrieb im Newsbeitrag
news:afcrd7$39s$03$1...@news.t-online.com...
> WIMRE ist in Berlin keine Abdeckung drauf, oder doch?
> Da ist die Frage schon berechtigt.
Nur im Berliner Kleinprofilnetz (U1, U2, U4, U15) erfolgt der Kontakt
zwischen Stromschiene und Stromabnehmer oberhalb der Stromschiene und
daher gibt es hier keine Abdeckung.
Ich persönlich halte das für wirklich sehr gefährlich. Ich habe mich
gewundert, dass bei dem Brand in Deutsche Oper vor 2(?) Jahren niemand
auf die Stromschiene getreten ist. Da hätte sehr viel passieren
können.
Bei den restlichen U-Bahnlinien und die S-Bahn in Berlin wird der
Strom unterhalb der Stromschiene abgenommen und daher kann es hier
auch eine Abdeckung geben.
Bye
Kay
Die abdeckung gibt es bei "aufgehaengten" stromschienen, bei denen
der schleifer von unten dagegen drueckt.
Beispiele:
- Berlin U5 U6 U7 U8 (grossprofil)
- Berlin S-bahn
- Muenchen U-bahn
Die berliner U1 U2 U4 etc. (kleinprofil) haben freiliegende
stromschienen :(
> Ausserdem vermute ich mal,
> dass die Stromschiene meist auf der dem Bahnsteig abgewandten
> Seite ist.
Ja, es sei denn, es gibt auf beiden seiten bahnsteige ;)
Zu sehen, wimre, in Berlin Ostkreuz (unten).
Klaus
--
Klaus von der Heyde -- he...@informatik.uni-bonn.de
> - Berlin U5 U6 U7 U8 (grossprofil)
Die U9 fährt seit heute mit Silberlingen und Dieselloks. ;-)
Nicolas
Teils, teils.
Die Kleinprofil-Linien (U1 bis U4) bestreichen
die Stromschiene tatsaechlich von oben, auf den
restlichen U-Bahn-Linien (Grossprofil) und S-
Bahn wird von unten bestrichen.
--
Gruesse
Kai
Das sind 2 Rechtecke, die aus ca. 3 cm breiten Gummileisten (ist bestimmt
Metall drin) bestehen. Aussenmaß etwa: 80 x 50 cm.
>
> Ist unser Hochbahnfahrer Jan auf Urlaub?
Hab auch einige Zeit nichts von ihm gelesen.
Gruß
Michael
>
> Ich persönlich halte das für wirklich sehr gefährlich. Ich habe mich
> gewundert, dass bei dem Brand in Deutsche Oper vor 2(?) Jahren niemand
> auf die Stromschiene getreten ist. Da hätte sehr viel passieren
> können.
? Hast du dir mal überlegt, dass evtl. vorher der Strom abgeschaltet wurde?
--
Die Berliner Untergrundbahn feiert 100 Jahre! Diese Signatur laedt zu einem
Besuch in den Untergrund ein. www.u-bahn100.de
Hatte ich da was vergessen? ;) Das *tut* mir aber leid....
SCNR,
Sagen Sie mal, Herr Nicht, ist Strassenbahnfahren eigentlich schwer?
Grüße
Marc
--
------------------------------------------------------------------------------
Marc Haber \ " Mensch, willst Du schnell und sorglos reisen,
Mailadresse im Header \------------\ so fahre mit der Bahn von Eisen. "
Bitte keine "courtesy copies", Danke! \ - Prof. Dr. Heinz Haber, 1975.
> Ja, es sei denn, es gibt auf beiden seiten bahnsteige ;)
> Zu sehen, wimre, in Berlin Ostkreuz (unten).
Warschauer Straße müßte das sein. Ostkreuz hat kein Gleis mit beidseitigem
Bahnsteig.
... Martin
Torsten
--
__________________________________________________________
News suchen, lesen, schreiben mit http://newsgroups.web.de
> Falls Du mal richtig gefährliche Stromschienen sehen willst - fahr nach
> London. Dort liegen die Stromschienen zwischen den Fahrschienen (also ||||:
> Strom - Fahr - Strom - Fahr), und zwar nach oben hin *blank*, werden mit
> einem Schleifschuh abgenommen. Da möchte ich nicht ins Gleis fallen...
Die mittlere Stromschiene hat ja minus 210 Volt gegenüber
Erdpotential. Na gut, reicht aber auch schon aus, um gebruzelt zu
werden (die Stromstärke wird dafür sicherlich hoch genug sein).
Grüße,
Patrick
[Martin:]
> Warschauer Straße müßte das sein. Ostkreuz hat kein Gleis mit beidseitigem
> Bahnsteig.
Ditt stümpt. In BWRS kannste Dir uffs Gleis schuppsen lassen und hast die
Stromschiene jenau vorde Fresse...
Matthias
--
Matthias Köhler
Film- und Fernsehproduktion
http://www.koehler-film.de
[Nicolas:]
> Die U9 fährt seit heute mit Silberlingen und Dieselloks. ;-)
Ach was, wir setzen das Volk einfach auf offene Flachwagen, binden Seile ran
und lassen die Stärksten ziehen. U-Bahn zum Mitmachen. Umweltfreundlich und
mit Fitnessfaktor.
> Ditt stümpt. In BWRS kannste Dir uffs Gleis schuppsen lassen und hast die
> Stromschiene jenau vorde Fresse...
Verzichte dankend.
... Martin
> > Die U9 fährt seit heute mit Silberlingen und Dieselloks. ;-)
>
> Ach was, wir setzen das Volk einfach auf offene Flachwagen, binden Seile ran
> und lassen die Stärksten ziehen. U-Bahn zum Mitmachen. Umweltfreundlich und
> mit Fitnessfaktor.
So ähnlich gab's da ja schonmal auf der U9, nur waren auf die Flachwagen
Sitze montiert und gezogen wurde das ganze von einem VW Käfer.
chg
[Rest gekürzt]
Im Normalfall liegt wohl immer Spannung an. Ich merke bei dieser
Gelegenheit an, dass in Wien 1900 technische Experimente mit dem
Kontaktknopfsystem Patent Hillischer angestellt wurden. Es funktionierte
ähnlich wie der Punktkontakt-Mittelleiter der H0-Bahnen von Märklin, nur
dass die Knopfkontakte, wenn ich eine vorliegende Zeichnung [1] richtig
interpretiere, erst durch das Gewicht des Stromabnehmers nach unten
gedrückt und dadurch unter Spannung gesetzt wurden. Hier wurde das
'Übertragungsmedium' also tatsächlich aus Sicherheitsgründen nur beim
Passieren eines Wagens unter Spannung gesetzt. Das System war für im
Pflaster verlegte Straßenbahngleise vorgesehen.
Ähnliche Versuchsanlagen soll es in einigen Städten gegeben haben, sie
erwiesen sich allerdings alle als zu teuer und zu wenig robust für den
Alltagsbetrieb. Der Einzelkämpfer Hillischer, eigentlich Zahnarzt von
Beruf, lamentierte allerdings nach dem Scheitern seines Projekts noch
lange über die unfairen Methoden der Siemens-Leute, die schließlich den
Auftrag für die Elektrifizierung der Wiener Tramway an Land zogen.
[1] Krobot-Slezak-Sternhart, Straßenbahn in Wien, Zweite überarbeitete
Auflage, 1983, Seite 33ff
--
Michael Suda
A-1150 Wien, Oesterreich/Austria/Autriche
"Nicolas L. Jost" schrieb:
> Die U9 fährt seit heute mit Silberlingen und Dieselloks. ;-)
Ich dachte die Schicken Sandwich-Züge mit Diesellok vorne
und hinten und den offenen Wagen mit Bänken dazwischen
gehen in Großserie. Immerhin kann man die gefährlichen
Subject-Geber dann abschalten.
MfG
Knud
Ja klar.
Sogar die Berliner Feuerwehr hat Gerätschaften, um die Stromschiene
kurzschließen zu können.
Allerdings muß der Strom erstmal abgeschaltet sein. Und bis dahin
vergeht eine gewisse Zeit. Bei einer Panik kann das zuviel Zeit sein.
Auch glaube nicht das der Tf, dessen Zug dort brannte, zuerst daran
gedacht hat, die Stromschiene abzuschalten.
Bye
Kay
> "Marco Miseroni" <NOSPAM_mar...@eine-homepage.de> schrieb im
> Newsbeitrag news:afds9h$dlnsq$1...@ID-43552.news.dfncis.de...
> >
> > "Kay-Peter Scholz" <kay-pete...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
> >
> > >
> > > Ich persönlich halte das für wirklich sehr gefährlich.
> > > Ich habe mich gewundert, dass bei dem Brand in Deutsche
> > > Oper vor 2(?) Jahren niemand auf die Stromschiene getreten
> > > ist. Da hätte sehr viel passieren können.
> >
> > ? Hast du dir mal überlegt, dass evtl. vorher der Strom
> > abgeschaltet wurde?
>
> Ja klar.
> Sogar die Berliner Feuerwehr hat Gerätschaften, um die Stromschiene
> kurzschließen zu können.
> Allerdings muß der Strom erstmal abgeschaltet sein.
In Koeln (da haengt die "Stromschiene" allerdings etwas hoeher)
koennen die Geraete der Feuerwehr die Leitung auch bei einge-
schalteter Spannung kurzschliessen. Bei 750 V ist das also mach-
bar. Ist in Berlin die Spannung hoeher?
Christoph
Nein, aber wegen des niedrigeren Fahrleitungswiderstands ist der
Kurzschlußstrom höher.
Klaus
>schalteter Spannung kurzschliessen. Bei 750 V ist das also mach-
>bar. Ist in Berlin die Spannung hoeher?
Als Spannung werden 750 Volt oder 800 Volt angegeben.
--
Gruß
Mathias +++ m...@snafu.de +++ http://home.snafu.de/mat/
+++ Disclaimer: My opinions are my own +++ and mine only +++
>> In Koeln (da haengt die "Stromschiene" allerdings etwas hoeher)
>> koennen die Geraete der Feuerwehr die Leitung auch bei einge-
>> schalteter Spannung kurzschliessen. Bei 750 V ist das also mach-
>> bar. Ist in Berlin die Spannung hoeher?
>
>Nein, aber wegen des niedrigeren Fahrleitungswiderstands ist der
>Kurzschlußstrom höher.
Dennoch sind die Kurzschließer dafür ausgelegt auch unter Last gesetzt
zu werden. Soll natürlich nur in Notfällen gemacht werden.
Gruß
Lennart