in Jena ist eine Diskussion im Gange, eine altmodische
Straßenbahnlinie stillzulegen: eingleisig mit Ausweichen,
Gleis am Straßenrand (Linie 2 nach Jena-Ost).
Der Weiterbetrieb ist politisch gewollt, jedoch an einer
Stelle eine Millioneninvestition nötig (Kreuzung mit neuer
Umgehungsstraße). Die geringe Auslastung der Linie würde
eigentlich solchen Finanzaufwand nicht rechtfertigen, als
Bestandteil des Gesamtnetzes macht der Weiterbetrieb aber
Sinn. Angeblich gäbe es juristische Hürden:
- eingleisige Strecken dürften nach deutschem oder EU-Recht
nur noch befristet betrieben werden, bzw. solche
Rechtsvorschriften wären zu erwarten
- sie wären allein aus dem Grund der Eingleisigkeit nicht
nach GVFG förderungswürdig
- sie müßten bei größeren Umbauten gleich komplett
zweigleisig ausgebaut werden usw.
Kann man diese Argumente bestätigen oder widerlegen? Gibt es
in Deutschland Beispiele für eingleisige Straßenbahnstrecken
mit langfristiger Bestandsgarantie, die allein aus
Sparsamkeitsgründen (nicht wegen Platzmangel im Straßenraum
o.ä.) nicht zweigleisig ausgebaut werden? (müßten folgende
Bedingungen erfüllen: Führung im bebauten Stadtgebiet,
straßenbegleitende Strecke, BO-Strab-Betrieb - nicht z.B.
Thüringerwaldbahn).
Grüße von Thomas, der mit dem Ergebnis dieser Umfrage
die Diskussion versachlichen will
--
Thomas Wedekind, Camburger Str. 40, 07743 Jena
-> zwischen Saalbahnhof und Straßenbahndepot <-
>in Jena ist eine Diskussion im Gange, eine altmodische
>Straßenbahnlinie stillzulegen: eingleisig mit Ausweichen,
>Gleis am Straßenrand (Linie 2 nach Jena-Ost).
Huch -- und ich dachte, die Linie 2 sei durch die schon
getätigten Investitionen durchaus langfristig gesichert!
>- eingleisige Strecken dürften nach deutschem oder EU-Recht
> nur noch befristet betrieben werden, bzw. solche
> Rechtsvorschriften wären zu erwarten
Wenn dem wirklich so ist, entzöge man dem Prinzip Tram einen enormen
Vorteil: Auf sehr engem, aber dennoch kalkulierbaren Raum verkehren zu
können.
>Gibt es in Deutschland Beispiele für eingleisige
>Straßenbahnstrecken mit langfristiger Bestandsgarantie
Ei freilich, massigst. Als die schönste Straßenbahnneubaustrecke
Deutschlands seit langem empfinde ich die Neckarau-West-Strecke in
Mannheim. In der Meerfeldstraße liegt sie mitten im Straßenraum
eingleisig (Gleisverschlingungen) mit Ausweichen.
In Karlsruhe wurden in den letzten Jahren reichlich eingleisige
_Straßenbahn_neubaustrecken gebaut. Besonders hübsch: Der Westast der
Linie 2 durch Rheinstetten!
Wenn diese erst in den letzten Jahren _neu_ gebauten eingleisigen
Strecken keine langfristige Bestandsgarantie haben, welche dann...
Weiters ist in Dortmund ein signifikanter Prozentsatz des großen
Straßenbahn-/Stadtbahn(!)netzes eingleisig, vielleicht 15%
Und in Nordhausen ist der ganze Westast der Linie 2 ebenfalls
eingleisig, und weder stillegungsgefährdet noch zum Ausbau anstehend.
Lieber Thomas, sei so gut und hau diese Beispiele den Betreibern der
Einstellung der Jenaer Linie 2 um die Ohren. Deren Argumentation ist
dunklen Mittelalters (sprich: Sechziger-/Siebzigerjahre). Sie haben
"moderne Straßenbahn als stadtverträgliches Verkehrsmittel" nicht
verstanden.
Liebe Grüße aus Wien (inzwischen allerdings ohne eingleisige Strecken,
die auch politisch nicht gewollt werden :-( ), Wolfgang
--
Wolfgang Auer --------------------------------- ohne AUTO doppelt MOBIL
http://qspr03.tuwien.ac.at/~wauer/ --- mailto:wa...@qspr03.tuwien.ac.at
Wo und vorallem wann gab es die letzten eingleisigen Strecken in
Wien? Mir fallen auf Anhieb ein: Linie 31 vor Stammersdorf und
Linie 52 zweimal in der Linzer Straße.
BTW: Bis vor kurzem gab es auf der Linie 10 in der Breitenseer
Straße ein eingleisiges Stück - bedingt durch die
U-Bahn-Bauarbeiten. Auch der 64 hatte in Siebenhirten vor der
Umstellung auf die U6 ein eingleisiges Stück.
Im übrigen sollte es auch in Österreich noch einige eingleisige
Straßenbahnstrecken geben (z.B. Graz)
Ciao
Andreas René
> Kann man diese Argumente bestätigen oder widerlegen? Gibt es
> in Deutschland Beispiele für eingleisige Straßenbahnstrecken
> mit langfristiger Bestandsgarantie, die allein aus
> Sparsamkeitsgründen (nicht wegen Platzmangel im Straßenraum
> o.ä.) nicht zweigleisig ausgebaut werden? (müßten folgende
> Bedingungen erfüllen: Führung im bebauten Stadtgebiet,
> straßenbegleitende Strecke, BO-Strab-Betrieb - nicht z.B.
> Thüringerwaldbahn).
>
Z.B. SL 8 in Kassel zwischen Hessenschanze und Teichstrasse. Eingleisig,
eigener Bahnkoerper neben der Strasse in Seitenlage, Haltestellen mit
Ausweichen. Erst vor wenigen Jahren wurde fast der gesamte Oberbau
erneuert und die Haltestellen behindertengerecht ausgebaut.
Oli
--
Waeren Autos von Microsoft, wuerde das | Oliver Lemke
Airbag-System vor dem Ausloesen | TU Braunschweig
"Sind Sie sicher [J/N/A]?_" fragen! | FB Bauingenieurwesen
>Sinn. Angeblich gäbe es juristische Hürden:
>- eingleisige Strecken dürften nach deutschem oder EU-Recht
> nur noch befristet betrieben werden, bzw. solche
Wer erzählt denn diesen Unsinn? Bekomme schnell mal heraus, wo die
Quelle für diese Statements ist! Wenn dieser Unsinn weitererzählt
wird, könnte das sehr schnell gefährlich für die betreffende Linie
werden.
Gruß
Mathias m...@berlin.snafu.de http://www.snafu.de/~mat/
+++ Disclaimer: My opinions are my own +++ and mine only +++
J - Ottakringer Straße Höhe Vorortelinie bis Mitte/Ende der 70
31 - Bereich Groß Jedlersdorf - Van Swieten Kaserne bis 1990
Wobei der Bereich Groß Jedlersdorf - Gerasdorfer Straße schon Mitte 80 im Zuge
der Neugestaltung der Brünner Straße auf zwei Gleise umgebaut wurde.
Und dann fallen mir jetzt 3 Stellen ein wo wegen Bauarbeiten eingleisig gefahren
wurde
8 - In Bereich Koppstraße - Thaliastraße wegen Einbau der Haltestelle
Thaliastraße in die U6
10 - Wie schon erwähnt in der Breitenseer Straße - Wobei nur dann wenn man 5
Meter auch schon als eingleisige Strecke rechnest.
64 - Im Bereich Siebenhirten - Ebenfalls wegen Bau einer U-Bahn Haltestelle.
Wobei ich mi nicht sicher bin, aber wie die U 3 Gebaut wurde, glaube ich, hatte
auch die Linie 18 in der Schlachthausgasse nur 1 Gleis zur Verfügung. Bitte aber
nicht hauen, wenn es nicht stimmt. Die anderen Stellen gab es wirklich (und
sicher noch viele mehr).
Karl, der Glockenwurm
>Wo und vorallem wann gab es die letzten eingleisigen Strecken in
>Wien? Mir fallen auf Anhieb ein: Linie 31 vor Stammersdorf und
>Linie 52 zweimal in der Linzer Straße.
<J> in Ottakring.
Harald A. Jahn, Wien
al...@REMOVE-THESE-WORDS-AND-ALSO-THE-DOT.atnet.at
Visit my fetish photo website at
http://www.geocities.com/SoHo/Studios/6017 !
Stimmt, ganze Betriebe, z.B. in Gmunden!
Jörg.
Unfug. In vielen Städten, die ein Stadtbahnnetz errichten/erweitern, sind
solche Strecken geplant und werden auch gefördert. Frag' mal die Leute,
die dies behaupten, nach konkreten §§en.
Andi
--
Andreas Barth <a...@muenchen.pro-bahn.org> PGP-Key auf Anforderung
======PGP-Fingerabdruck DC F1 85 6D A6 45 9C 0F 3B BE F1 D0 C5 D1 D9 0C======
Aber die Halbwertszeit der Planungen der Stadtwerke werden wohl
auch immer kuerzer ... Lucas Neubauer
> - eingleisige Strecken dürften nach deutschem oder EU-Recht
> nur noch befristet betrieben werden, bzw. solche
> Rechtsvorschriften wären zu erwarten
> - sie wären allein aus dem Grund der Eingleisigkeit nicht
> nach GVFG förderungswürdig
> - sie müßten bei größeren Umbauten gleich komplett
> zweigleisig ausgebaut werden usw.
Wenn eingleisige Strecken einen eigenen Bahnkoerper haben, gibt es
eigentlich aus Sicht der Verkehrssicherheit ueberhaupt keinen Grund, sie
abzuschaffen.
Eingleisigkeit koennte allenfalls ein Indiz fuer schwache Auslastung und
damit Foerderungsunwuerdigkeit sein. Allerdings gibt es in einigen
Staedten kilometerlange eingleisige Neubaustrecken, die sich
offensichtlich lohnen, z.B. in Karlsruhe. In Lausanne wurde eine
komplette Stadtbahnlinie aus Platzgruenden eingleisig gebaut, dort wird
m.W. im Zehnminutentakt gefahren. Die Lausanner Strecke ist insofern
bemerkenswert, als dort aus aesthetischen Gruenden eine
Einfachfahrleitung installiert wurde, um das Stadtbild nicht zu
beeintraechtigen. Das sollten sich deutsche Verkehrsplaner mal zu Herzen
nehmen, anstatt bei jeder Gelegenheit fette Betonmasten und
Hochkettenfahrleitung auf die Strasse zu stellen.
Wenn eine eingleisige Strecke keinen eigenen Bahnkoerper hat, koennte
man das als gefaehrlich ansehen, weil die Strassenbahn hier in einer
Richtung auf der "falschen" Seite faehrt. Offensichtlich ist das aber
nicht verboten, denn solche Strecken gibt es noch haeufig, insbesondere
in Ostdeutschland. Aber auch im Westen gibt es noch solche Strecken,
z.B. in Heidelberg.
In Karlsruhe wurde sogar in den 80er Jahren noch eine Strassenbahnlinie
mit einer eingleisigen Ortsdurchfahrt in Seitenlage ohne eigenen
Bahnkoerper gebaut (auf dem Nordast der Albtalbahn).
Eingleisige Strassenbahnstrecken sind also gar nicht so abwegig, von
Verbot kann keine Rede sein.
chg
>> [...] Wien (inzwischen allerdings ohne eingleisige Strecken,
>> die auch politisch nicht gewollt werden :-( )
>
>Wo und vorallem wann gab es die letzten eingleisigen Strecken in
>Wien? Mir fallen auf Anhieb ein: Linie 31 vor Stammersdorf
In der Tat, der 31er war die letzte zweigleisig ausgebaute Linie
Wiens. Wenn man von Wien aus eingleisig straßenbahnartig fahren will,
bleibt nur noch die Badner Bahn in Baden, teilweise klassisch
interurbanartig trassiert (eingleisig in Straßenseitenlage).
Der 31er war 1990 fertig zweigleisig ausgebaut; davor gab es in den
80ern noch eingleisige Abschnitte auf den Strecken 45 (Linie J, 1987
durch Streckenverlegung in Parallelstraße nur mehr in eine Richtung
befahren) und 52 (1980 zweigleisig ausgebaut). Das wär's. Wer an einer
kompletten Aufstellung seit 1930 interessiert ist, kann sich gerne per
Email melden.
>Im übrigen sollte es auch in Österreich noch einige eingleisige
>Straßenbahnstrecken geben (z.B. Graz)
Ja; eine der schönsten Strecken Österreichs (Europas?), der 1er
zwischen Hilmteich und Maria Trost ist nach wie vor eingleisig und
dürfte es wohl auch bleiben; ähnliches trifft auf den 5er zwischen
Zentralfriedhof und Puntigam zu. Während ersterer Abschnitt vor allem
durch Wald und Wiese (bzw. zunehmend hinter Gärten vorbei) führt,
liegt letzterer an der stark befahrenen Triester Straße.
Die restlichen eingleisigen Straßenbahnstrecken in Österreich sind:
*) Gmunden:
Wie in diesem Theater schon festgestellt, der ganze Betrieb, noch
dazu mit Ausstieg und Türen nur auf einer Seite :-)
*) Innsbruck:
Linie 6 (auch unglaublich malerisch) Berg Isel--Igls
Stubaitalbahn Stubaitalbahnhof--Fulpmes
(allerdings keine Abschnitte im Straßenraum)
*) Linz:
Pöstlingbergbahn komplett
(allerdings ebenfalls keine Abschnitte im Straßenraum)
Quiz: Es gab in Österreich nach dem zweiten Weltkrieg einen über die
ganze freie Strecke ein"gleisigen" Obusbetrieb. Wer weiß, wo?
Liebe Grüße aus Wien, Wolfgang
KArl, der Glockenwurm
>Wo und vorallem wann gab es die letzten eingleisigen Strecken in
>Wien? Mir fallen auf Anhieb ein: Linie 31 vor Stammersdorf und
>Linie 52 zweimal in der Linzer Straße.
Die Linie 11 war über weite Strecken eingleisig, wurde aber schon 1974
eingestellt.
Grüsse,
-H
--
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The Vienna Metro/Die Wiener U-Bahn:
http://aardvark.magnet.at/metro/
Offiziell ist das eine eingleisige Strecke auf eigenem Bahnkörper
neben einer einspurigen Straße. Nur so waren Fördermittel zu bekommen.
In der Praxis fährt jedoch der Autoverkehr in einer Richtung auf dem
Gleis.
Grüße
Marc
--
Bitte nicht vergessen: Internetstreik am 11.11.98
Infoz unter http://www.gamesp.y.nu/internetstreik/
> In der Tat, der 31er war die letzte zweigleisig ausgebaute Linie
> Wiens. Wenn man von Wien aus eingleisig straßenbahnartig fahren will,
Da gab es ja noch auf freiem Feld neben der Bruenner Strasse die
Haltestelle "Betriebsausweiche". Wurde dann glaub ich, als die ersten
Haeuser in die Wiese gesaet wurden, nach der aus diesem Anlass gepflanzten
Empbergergasse benannt. Mittlerweile ist dort ein neues Stadtviertel
entstanden, und die Bruenner Strasse, die frueher an dieser Stelle eine
zweispurige Ueberlandstrasse (mit daneben liegendem
Strassenbahn-Vignolgleis) war, verlaeuft jetzt vierspurig durch die
Haeuserschluchten, daneben die zwei Strassenbahngleise in Rille und Gras.
Der 31er ist ja zwischen Bruenner Strasse S-Bahn und Stammersdorf komplett
neu gebaut worden (frueher durchgehende Seitenlage ab Bruenner Strasse
S-Bahn, zuerst zweigleisig in Rille, ab Siemensstrasse/alte Schleife
Grossjedlersdorf eingleisig in Vignol).Heute Mittellage bis
Gerasdorferstrasse, durchgehend zweigleisig in Rille.
Wenn man damals vom Beginn der Umbauten ein wenig weiter gedacht haette,
haette man den 31er ab Bruennerstrasse S-Bahn schon so bauen koennen, dass
er heute fuer die U6 geeignet waere. (Bruennerstrasse S-Bahn bis
Floridsdorf (derzeitige Endstelle der U6) waere dann ja irgendwie parallel
zur S-Bahn gegangen ...)
Oh, Tschuldigung fuer meine Traeumereien, aber jetzt bin ich wieder wach.
Was wollte ich eigentlich posten? Ach ja:
2 ehemals eingleisige Abschnitte in Wien sind mir noch eingefallen.
Kreuzung 49er mit 10er (Huetteldorferstrasse, Reinlgasse (?)). Da war
frueher ein Betriebsgleis, wo man von Huetteldorf kommend nach rechts in
die Reinlgasse einbiegen konnte und dort aber aus Platzgruenden auf dem
Gegengleis landete, von dem man sich gleich wieder mit einer Parallelweiche
entfernte.
Aehnliches war auch lange an der Kreuzung Kundmanngasse - Erdbergstrasse
(Linie J) zu beobachten. Der J fuhr eingleisig in Mittellage durch die
(Einbahnstrasse) Kundmanngasse und landete dann beim Rechtseinbiegen in die
Erdbergstrasse auf dem die Kreuzung gerade ueberquerenden Gegengleis. Erst
spaeter wurde dann in der Kundmanngasse vor dem Rechsteinbiegen nach links
verschwenkt, um ohne Befahren des Gegengleises auszukommen.
Der Grund, warum zuerst ohne Linksschwenk nach recht eingebogen wurde,
duerfte gewesen sein, dass man frueher nicht nur rechtseinbiegen, sondern
auch die Kundmanngasse geradeaus runterfahren konnte.
> bleibt nur noch die Badner Bahn in Baden, teilweise klassisch
> interurbanartig trassiert (eingleisig in Straßenseitenlage).
Richtig schoen, fast romantisch. Doch leider auch schon mit
Kettenfahrleitung.
--
Liebe Gruesse
Clemens
Eine Parallelweiche kenne ich nur aus CM's RailTaxi. Was ist das im
Straßenbahnösterreichisch?
Grüße
Marc
--
------------------------------------------------------------------------------
Marc Haber \ " Mensch, willst Du schnell und sorglos reisen,
Mailadresse im Header \------------\ so fahre mit der Bahn von Eisen. "
Bitte keine "courtesy copies", Danke! \ - Prof. Dr. Heinz Haber, 1975.
Karl, der Glockenwurm
On Thu, 29 Oct 1998 21:08:34 +0100, "Karl" <rot...@teleweb.at> wrote:
>
>>Quiz: Es gab in Österreich nach dem zweiten Weltkrieg einen über die
>>ganze freie Strecke ein"gleisigen" Obusbetrieb. Wer weiß, wo?
>>
>In Salzburg????????
>
Ist mir auch als erstes eingefallen, aber da es in der Frage
"Obusbetrieb" und nicht Strecke heißt sage ich einmal Laeouben ????
Andreas
Bitte vollen Realnamen angeben, das wird im de-Usenet als höflich
angesehen.
>Das ist meines Wissen eine Gleisverbindung die beide Richtungen verbindet.
Sowas:
-----------------------------------
\
----------------------------------
Sowas nennen wir Gleiswechsel :-)
Grüße
Marc
--
Bitte nicht vergessen: Internetstreik am 11.11.98
Infoz unter http://www.gamesp.y.nu/internetstreik/
Bitte auch http://sites.inka.de/~bigred/streik.html lesen.
>Sowas:
>
>-----------------------------------
> \
>----------------------------------
>
>Sowas nennen wir Gleiswechsel :-)
Soweit ich weiß ist eine Parallelweiche sowas:
----------------------------------
X
----------------------------------
also ein Ding mit einer Kreuzung in der Mitte.
Grüße,
-Horst
--
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Karl, der Glockenwurm
: - eingleisige Strecken dürften nach deutschem oder EU-Recht
: nur noch befristet betrieben werden, bzw. solche
: Rechtsvorschriften wären zu erwarten
Ist mir nicht bekannt, glaube ich auch nicht. In Hannover z.B. ist derzeit
eine eingleisige Strecke im Bau (Neubau der Strecke durch Grasdorf). Ich
glaube nicht, dass die gebaut wuerde, wenn in absehbarer Zeit mit einem
Verbot zu rechnen waere.
: - sie wären allein aus dem Grund der Eingleisigkeit nicht
: nach GVFG förderungswürdig
Auch das ist definitiv falsch. In den letzten Jahren gab es mehrere
eingleisige Neubaustrecken (Karlsruhe, Mannheim, jetzt Hannover), die nach
GVFG gefoerdert wurden/werden.
Eine eingleisige Strecke nach GVFG foerdern zu lassen, bedarf wohl einer
guten Begruendung. Aber IMHO gibts die fuer die Jenaer Linie 2 durchaus.
: mit langfristiger Bestandsgarantie, die allein aus
: Sparsamkeitsgründen (nicht wegen Platzmangel im Straßenraum
: o.ä.) nicht zweigleisig ausgebaut werden?
Was heisst hier "allein aus Sparsamkeitsgruenden"? Ein besonderer
Bahnkoerper waere auf der 2 nur eingleisig machbar - und der *ist* AFAIK
Bedingung fuer GVFG-Foerderung.
: Bedingungen erfüllen: Führung im bebauten Stadtgebiet,
: straßenbegleitende Strecke, BO-Strab-Betrieb - nicht z.B.
: Thüringerwaldbahn).
Mannheim - Strecke nach Neckarau West (eroeffnet 1995)
Hannover - Ortsdurchfahrt Grasdorf (z.Zt. im Umbau - bisher zwei-, neu
eingleisig)
--
Martin Bienwald <obe...@fim.informatik.uni-mannheim.de>
> Offiziell ist das eine eingleisige Strecke auf eigenem Bahnkörper
> neben einer einspurigen Straße. Nur so waren Fördermittel zu bekommen.
> In der Praxis fährt jedoch der Autoverkehr in einer Richtung auf dem
> Gleis.
Ja, leicht ausgetrickst... :-)
Allerdings ist das Beispiel Karlsruhe fuer eingleisige
_Neubau_strecken ein schlechtes Beispiel, denn die besagten
Neubaustrecken sind keine _Strassenbahn_strecken nach BOStrab
sondern _Stadtbahn_strecken nach Eisenbahnrecht und deswegen
auch eingleisig leichter genehmigungsfaehig und vor allem
foererfaehig. Es scheitn tatsaechlich so, dass eingleisige
_Tram_strecken nach BOStrab nicht foerderfaehig sind.
Davon abgesehen hat Karlsruhe ja noch einen kleinen Altbestand
an eingleisigen BOStrab-Strecken in der Stadt. Die Strassenbahner
haetten die aus Betriebsgruenden am liebsten zweigleisig, aber
dass die aus Gesetzesgruenden stillegungsbedroht waeren, das
waere mir wiederum neu. Interessant waere in dieser Hinsicht,
wie die Renovierung der Rappenwoerter Strecke finanziert wird,
denn das ist eine dieser Altbestandsstrecken, tw. eingleisig
und wird zZt erneuert. GVFG?
--
MfG: Heiko Jacobs Z!
Douglasstr. 30, 76133 Karlsruhe, Tel.: (+49) (0)721 / 24069 Fax: .../ 2030542
jac...@cousin.stud.uni-karlsruhe.de http://cousin.stud.uni-karlsruhe.de/cousin/
.../jacobs/ Geo-Bild Ing.buero: http://dienstleistungen.freepage.de/geo-bild/
> Unfug. In vielen Städten, die ein Stadtbahnnetz errichten/erweitern, sind
> solche Strecken geplant und werden auch gefördert. Frag' mal die Leute,
> die dies behaupten, nach konkreten §§en.
Halt, wie im anderen Posting gesagt, muss man da fein unterscheiden,
ob es eine BOStrab-Strecke ist, bei der man bei Eingleisigkeit offenbar
wirklich groessere Genehmigungs- und vor allem Finanzierungsprobs
kriegt, oder ob es eine Strecke nach Eisenbahnrecht ist, wo
Eingleisigkeit ueberhaupt kein problem ist...
Waere mir neu...
> Wenn dem wirklich so ist, entzöge man dem Prinzip Tram einen enormen
> Vorteil: Auf sehr engem, aber dennoch kalkulierbaren Raum verkehren zu
> können.
Genau... diese hypergenauen Vorschriften koennen manche sinnvolle
neubauplanung behindern... :-(
> >Gibt es in Deutschland Beispiele für eingleisige
> >Straßenbahnstrecken mit langfristiger Bestandsgarantie
> Ei freilich, massigst. Als die schönste Straßenbahnneubaustrecke
> Deutschlands seit langem empfinde ich die Neckarau-West-Strecke in
> Mannheim. In der Meerfeldstraße liegt sie mitten im Straßenraum
> eingleisig (Gleisverschlingungen) mit Ausweichen.
Das klingt sehr nach BOStrab-Strecke?! *interessiertschau*
> In Karlsruhe wurden in den letzten Jahren reichlich eingleisige
> _Straßenbahn_neubaustrecken gebaut. Besonders hübsch: Der Westast der
> Linie 2 durch Rheinstetten!
Vorsicht, mit 99% Wahrscheinlichkeit keine BOStrab-Strecke,
sondern Eisenbahn. Die Strassenbahner hier in Karlsruher
haben ja mit ihrer "Eisenbahn" AVG (Albtalbahnverkehrsgesellschaft)
neben der "Strassenbahn" VBK ja zumindestens ueberland die Moeglichkeit,
wahlweise nach BOStrab oder nach Eisenbahnrecht zu bauen.
Und das haben sie auch genutzt bei den Neubaustrecken, eben wegen
dieser Eingleisigkeit...
Du willst nicht sagen, daß Rheinstetten und Blankenloch nach EBO
fahren, oder?
:> Ei freilich, massigst. Als die schönste Straßenbahnneubaustrecke
:> Deutschlands seit langem empfinde ich die Neckarau-West-Strecke in
:> Mannheim. In der Meerfeldstraße liegt sie mitten im Straßenraum
:> eingleisig (Gleisverschlingungen) mit Ausweichen.
: Das klingt sehr nach BOStrab-Strecke?! *interessiertschau*
Ist es auch, Eroeffnung war Herbst 1995.
--
Martin Bienwald <obe...@fim.informatik.uni-mannheim.de>
Keine schwierigeren Fragen?
Klagenfurt, Linie K
Klagenfurt See - Krumpendorf/Leinsdorf
eröffnet: 29. 4. 1949
eingestellt: 23. 8. 1956
Schöne Grüße aus Wien!
auch noch in Betrieb sind
- eingleisig Line 5 / Zentralfriedhof bis Puntigam
- eingleisig Line 1 / Hilteich bis Mariatrost
- zwecks Ladetätigkeit wird ein Stück in der Jakoministraße stundenweise
eingleisig betrieben
das wars aber auch schon
hoku ;-)
Schwache Auslastung ist hier gegeben. Wenn eine stadt aber eh den
ÖPNV größtenteils mit der Straßenbahn bewältigt, kann man auch
solche Strecken im System haben. Deswegen will der Bahnbetreiber
selbst die Strecke erhalten.
>
> Wenn eine eingleisige Strecke keinen eigenen Bahnkoerper hat, koennte
> man das als gefaehrlich ansehen, weil die Strassenbahn hier in einer
> Richtung auf der "falschen" Seite faehrt. Offensichtlich ist das aber
> nicht verboten, denn solche Strecken gibt es noch haeufig, insbesondere
> in Ostdeutschland.
Unser Fall ist gerade so. Stadteinwärts auch am Tage mit Licht fahren
und an den kritischen Stellen 5 km/h... sollte sich nach Fertigbau der
Umgehungsstraße aber ändern (siehe anderes posting).
Grüße, Thomas
--
Thomas Wedekind, Camburger Str. 40, 07743 Jena
-> zwischen Saalbahnhof und Straßenbahndepot <-
Hier geht´s um etwa eine Million DM, im Bahnbau eigentlich
ein Kleckerbetrag, die der Ausbau der fraglichen Einmündung
_mit_ Bahn teurer wäre als ohne Bahn (150 m Gleis, ein paar
Stützmauern wegen Höhenunterschieds). Wenn im Zusammenhang
damit der Komplettausbau gefordert würde, wären es 1,5 km
Strecke, kostet für 5000 Fahrgäste täglich etwas viel.
Leider hat sich die JeNah beim Neubaunetz finanziell etwas
verhoben, und jetzt wird auch über kleine Baumaßnahmen und
andere Verbesserungen endlos diskutiert. Immerhin sollen
deswegen die zweiachsigen Altbauwagen (u.a auf der 2, wenn es
sie dann noch gibt) bis in die Jahre 2005 - 2008 im Einsatz
bleiben...
Obwohl: seit die 4 mit Niederflurzügen bis zur Geschw.-Scholl-Str.
fährt, hat sie so viele Fahrgäste, daß sich das Problem "Stillegung"
(-> Buslinie) hoffentlich von selbst erledigt. Daß die Diskussion
trotzdem hochkommt, liegt an der Holzhammer-Mentalität des
Finanzbürgermeisters. Der wird sowieso ständig kritisiert, daß
er die Stadt totsparen will.
> Ein besonderer
> Bahnkoerper waere auf der 2 nur eingleisig machbar
>
Seit neulich eben nicht mehr: Die neue Saalebrücke nördlich
des Saalbahnhofs ist fertig; damit neue Führung der B 7,
und die bisherige B 7 (Karl-Liebknecht-Str.) wird nächstes Jahr zur
Sammelstraße deklassiert.
Zumindest ein zweigleisiger Bahnkörper in Straßenmitte wäre bis zur
Ostschule machbar (mit abgerundeten Kantsteinen abgesetzt, um notfalls
mit dem Auto drüberzufahren). Das Endstück ("An der Trebe" - Jena-Ost")
hat schon einen eigenen Bahnkörper und bleibt eingleisig.
> Mannheim - Strecke nach Neckarau West (eroeffnet 1995)
> Hannover - Ortsdurchfahrt Grasdorf (z.Zt. im Umbau - bisher zwei-, neu
> eingleisig)
Werde den Herrn Graupe (s.o.) mal dorthin schicken...
genau um solche Beispiele geht es hier. Die Jenaer schauen
sonst nie über ihre Berge hinaus.
Danke für die rege Diskussion und ein schönes Wochenende.
>Kreuzung 49er mit 10er (Huetteldorferstrasse, Reinlgasse (?)).
Ja, Reinlgasse stimmt.
>Da war frueher ein Betriebsgleis, wo man von Huetteldorf kommend nach
>rechts in die Reinlgasse einbiegen konnte und dort aber aus Platzgruenden
>auf dem Gegengleis landete, von dem man sich gleich wieder mit einer
>Parallelweiche entfernte.
Wer heute noch solche Gustostückerln von Straßenbahn sehen will, möge
nach Turin reisen; diese Stadt ist geradezu berühmt für
abenteuerlichste Manöver, wenn es darum geht, irgendwo um die Ecke zu
kommen! In Zeiten, wo die Straßenbahn teilweise zum Ringelspiel
abgewertet wird (ohne Haken und Ösen in ausgelatschten Pfaden
herumgurken), sollte man sich solcher Möglichkeiten wieder besinnen.
Sie geben der Straßenbahn die Flexibilität wieder, die man ihr
absprach, indem man eben solche Einrichtungen verbot/abschaffte.
>Da gab es ja noch auf freiem Feld neben der Bruenner Strasse die
>Haltestelle "Betriebsausweiche".
Au ja, das war einer der gaudigsten Namen für Straßenbahnhaltestellen
die ich kenne; für "Haltestelle im Nirgendwo" aber gar nicht schlecht.
Melbourne mit seinem ausgedehnten Schnellbahnsystem hat Stationen, die
ebenso abseits von Gut und Böse lagen, einfach numerierte Stationen
gegeben (nicht durchgezählt, sondern wüst durcheinander, je nach
Entstehen). So gab es auf den Linienplänen bis vor sehr kurzem noch
den legendären "Stopping Place No. 15". Wenn das nicht herzig ist...
>- zwecks Ladetätigkeit wird ein Stück in der [Grazer]
>Jakoministraße stundenweise eingleisig betrieben
Wie konnte ich nur das vergessen...
Tcha, hier haben wir die letzte der früher häufigeren sogenannten
Geschäftsausweichen. An Werktagen frühnachmittags (früher[?] auch
spätvormittags) wird eine Parallelweiche (siehe auch Seitenthread :-)
umgestellt, und schwuppdiwupp fahren die Straßenbahnen (ohne jegliche
zugtechnische Sicherung!) nur mehr auf einem Gleis, während das andere
zur Ladetätigkeit freigegeben wird. Ist die Zeit abgelaufen, kommt ein
GVBler und stellt die Weiche wieder zurück. So einfach, so wirksam, so
erstaunlich anzuschauen.
Liebe deutsche Freunde, sowas habt ihr wohl schon lang nicht mehr,
oder?
Liebe Grüße aus Wien (auch schon seit ewig ohne Geschäftsausweichen),
>>Das [...Parallelweiche...] ist meines Wissen eine
>>Gleisverbindung die beide Richtungen verbindet.
>
>Sowas:
>
>-----------------------------------
> \
>----------------------------------
Ja, genau so etwas, wie hier schon festgestellt :-)
Hiezu eine kleine FAQ der Wiener Straßenbahngeschichte:
[Frage:] Wo lag die letzte Parallelweiche der Wiener Straßenbahn auf
offener Strecke, das heißt, fernab von Abzweigen in Einrichtungen wie
zum Beispiel Remisen oder Werkstätten?
[Antwort:] In der Stiftgasse, die nach ihrem Dasein als
Betriebsstrecke über ein halbes Jahrhundert(!) im Jahre 1992 noch
einmal zur wenngleich traurigen Ehre kam, die Linien 52 und 58
aufzunehmen; traurig deswegen, weil die Stiftgasse mitsamt der
gesamten inneren Mariahilfer Straße 1993 dem "U-Bahn-_statt_-Tram"-
Wahn anheim fiel :-(((
[Zusatz:] Die schon erwähnte, noch existierende Parallelweiche in der
Flurschützstraße liegt unmittelbar vor dem Kabelbüro. Es ist die
letzte Möglichkeit neben der Parallelweiche in der Donaufelder Straße
vor dem Bombardier-Rotax-Werk, zwischen regulären Streckengleisen zu
wechseln.
Liebe Grüße aus Wien, Wolfgang
>> In Karlsruhe wurden in den letzten Jahren reichlich eingleisige
>> _Straßenbahn_neubaustrecken gebaut.
>
>Vorsicht, mit 99% Wahrscheinlichkeit keine BOStrab-Strecke,
>sondern Eisenbahn.
Nun, daß man in Karlsruhe mit der Tram auch Eisenbahn spielt, ist ja
weltbekannt :-) Aber Forchheim, Mörsch, Blankenloch, Leopoldshafen,
Hochstetten sind alle Eisenbahn? *ungläubig guck'*
Grüße aus Wien mit seiner U-Bahn ist U-Bahn und Tram ist Tram-Manie,
Da waren doch noch alte Eisenbahngleise, die reaktiviert und mit neuen
Gleisen verbunden wurden. Ob überall, weiß ich nicht.
Gruß, ULF
--
_______________________________________________________________________________
Ulf Kutzner
Backhaushohl 46
D-55128 Mainz
_______________________________________________________________________________
Andi
--
Andreas Barth <a...@muenchen.pro-bahn.org> PGP-Key auf Anforderung
======PGP-Fingerabdruck DC F1 85 6D A6 45 9C 0F 3B BE F1 D0 C5 D1 D9 0C======
Aber die Halbwertszeit der Planungen der Stadtwerke werden wohl
auch immer kuerzer ... Lucas Neubauer
> Du willst nicht sagen, daß Rheinstetten und Blankenloch nach EBO
> fahren, oder?
Das wollte ich damit eigentlich sagen... :-)
Anders waeren die Informationen aus dem U-Strab-Wahlkampf nicht zu
interpretieren... Hatte da ja bekanntlich den Zirkel als
Alternative vorgeschlagen. Als Gegenargument kam immer "zu eng
fuer zwei Gleise". Na gut, dann halt nur eins... "Da gibt's kein
Geld fuer (ebensowenig wie fuer Bahnen ohne eigenen GLeiskoerper)"
Hmmm... Und die neuen Ueberlandstrecken wurden aus der Portokasse
finanziert? "Nein, das sind ja Eisenbahnstrecken"
Ich bin mir nicht 100% sicher, obs ich Frage udn Antwort damals
auf alle Strecken oder nur auf den Fall der Hardtbahn bezogen,
aber da Rheinstetten und Blankenloch nicht aus der Portokasse,
sondern nach GVFG finanziert wurden, muesste diese Regel alle
Strecken betreffen. VIelleicht weiss ich es demnext genauer,
habe kuerzlich von einer Datenquelle gehoert, wo evtl. auch sowas
drin steht... Und da wollte ich schon aus anderen Gruenden mal dringend
reinschauen... Mit etwas Glueck ist auch die Betriebsart drin...
Hmmm... Also die Strecke nach Leopoldshafen ist sicher nach EBO
gebaut und noch nicht sooo alt, bei den anderen bin ich zZt nicht
100% sicher... Dein Argument bringt mich aber leicht ins Trudeln.
Denn es gibt in Karlsruhe auch einen Fall, wo ein neuer Bahnuebergang
geplant ist fuer eine Industiregebietszufahrt am Nordende von
Karlsruhe-Neureut, abzweigend von einer Bundesstr. Und genau da
liegt man seit einer Weile im Clinch mit den Genehmigugnsbehoerden,
weil die einen ebenerdigen verweigern. Allerdings wird da eine
Stadtbahnstrecke ueberquert, die noch der DB gehoert und auf der
sporadisch noch Gueterzuege ins (exKern-)Forschungszentrum
verkehren. Von daher kann der Status dieser Strecke anders sein
als bei den anderen Stadtbahnstrecken ohne Zulassung fuer
Gueterzuege und lokbespannte Personenzuege u.ae.
Wenn D fuer alle EBO-Bahnen Recht haettest, dann hiesse das ja,
dass keine EBO-Nebenbahnen in D mehr neu gebaut werden koennten
(wohl auch keine alten abgebauten Trassen mehr reaktiviert werden
koennten?) und auch an bestehenden Trassen alle Neubaumassnahmen
nicht mehr moeglich waeren, weil niemand es finanzieren wuerde,
wegen einem Zug pro Stunde oder so eine Bruecke in die
Landschaft zu setzen...
> > Aber Forchheim, Mörsch, Blankenloch, Leopoldshafen,
> > Hochstetten sind alle Eisenbahn? *ungläubig guck'*
> Da waren doch noch alte Eisenbahngleise, die reaktiviert und mit neuen
> Gleisen verbunden wurden. Ob überall, weiß ich nicht.
Die Strecke nach Leopoldshafen/Hochstetten auf jeden Fall.
Ausgangspunkt ist dort ja die alte DB-Strecke Karlsruhe-neureut-Eggenstein-
Graben-Neudorf, die aber schon laenger nur noch bis hinter Leopoldshafen
bestand, weil da das Gleis zum (ExKern-)Forschungszentrum abzweigte.
Durch Leopoldshafen neu trassiert, aber auch als Ersatz fuer diese
Zufahrt, daher sicher Eisenbahnstrecke mit Gueterzugzulassung.
Am Ortseingang von Linkenheim steht ein "Halt fuer DB-Fahrzeuge"
oder so aehnlh, ab dort duerfen also nur noch Stadtbahnen fahren,
aber ob ab dort auch wieder BOStrab gilt, wage ich zu bezweifeln.
Auch der Rest bis Hochstetten ist neu durch den Ort trassiert abseits
der alten Strecke.
Nach Blankenloch und Rheinstetten-Moersch und -Forchheim folgt
die Bahn hauptsaechlich der Trasse einer alten meterspurigen
Lokalbahn, die zwar schon Ewigkeiten abgebaut war, aber schoene freie
Trassen hinterlassen hat...:-) Nun ja, halbwegs schoen, weil es
nur fuer eingeleisig reicht und das tw. auch nur mit Klimmzuegen :-)
Davon gehe ich aber aus, da sonst dort wohl auch überall Hauptsignale
und Schranken stehen würden.
Das glaube ich jedenfalls nicht. Die Signalanlagen können unmöglich
EBO-tauglich sein. Bei der Ausfahrt aus Blankenloch Allmendstraße muß
der Triebwagenführer zwei Signale beachten: Eins sichert die
Straßenkreuzung, das andere den eingleisigen Streckenabschnitt.
Gefahren werden darf natürlich erst dann, wenn beide Signale Frei
zeigen.
IMHO wäre so eine hanebüchene Konstruktion _jedenfalls_ nicht nach EBO
genehmigungsfähig. Wenn _das_ eine EBO-Strecke ist, verstehe ich den
Aufwand mit Schranken und Hauptsignalen in Neureut nicht.
Wolfgang Auer schrieb:
> Quiz: Es gab in Österreich nach dem zweiten Weltkrieg einen über die
> ganze freie Strecke ein"gleisigen" Obusbetrieb. Wer weiß, wo?
Ich tippe mal auf den Güter-Obus in St. Lambrecht!?
mfg Severin Kann
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Fahrgast Graz/Steiermark -- Die Lobby der Fahrgaeste
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Gelbe Post: Postfach 68, A-8027 Graz
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Marc Haber schrieb:
> Das glaube ich jedenfalls nicht. Die Signalanlagen können unmöglich
> EBO-tauglich sein. Bei der Ausfahrt aus Blankenloch Allmendstraße muß
> der Triebwagenführer zwei Signale beachten: Eins sichert die
> Straßenkreuzung, das andere den eingleisigen Streckenabschnitt.
> Gefahren werden darf natürlich erst dann, wenn beide Signale Frei
> zeigen.
Gips in Kassel auch. Hinter der Hst. "Baunatal-Altenbauna Baunsberg" gilt
rechtlich schon die EBO (Die Hst. hat auch ein "echtes" ASig), trotzdem
ist die folgende Kreuzung mit dem IV noch mit einem BOStrab-Signal ("|",
"-", ".") gesichert. Ob die beiden signaltechnisch miteinander verknuepft
sind (entweder beide "Halt" oder beide "Fahrt" kann ich aus dem Bauch raus
nicht sagen.) Muesste ich mal gucken fahren. Jedenfalls fordert ein
Fahrzeug an der Haltestelle per IMU sowohl die Fahrstrasse ins EBO-Gleis,
als auch die Freigabezeit an der LSA an (Leuchtmelder "A").
> IMHO wäre so eine hanebüchene Konstruktion _jedenfalls_ nicht nach EBO
> genehmigungsfähig.
Anscheinend schon.
Oli
--
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No risk, no fun - no brain, no headache
Oliver Lemke, Uni Kassel, FB Bauingenieurwesen
-----------------------------------------------------
Die Albalbahn ist doch auch ab Albtalbahnhof EBO-Strecke und
ohne Schranken. Der Unterschied duerfte sein, dass auf der Strecke
in Neureut auch Gueterzuege fahren duerfen.
Hmmm... So koennte es sein... Schranken sind mir im AVg/VBK-Netz
nur dort bekannt, wo auch "richtige" Zuege auftauchen koennen...
Hallo Thomas
Moin Allerseits
Hier in Köln gibt es sowas, die Linie 2, welch eine Dupliuzietät,
nach Frechen Benzelrath fähr in Frechen durch die Fußgängezone
Eingleisig. Aber leider nicht nach BO-Strab sondern nach der
EBO....
Die Frechner hatten von der KVB-Rheinbraun ein Angebot die Trassenführung
einige hundert Meter zu verlegen und die Gleise der Rheinbraun zu nutzen.
Man hat jedoch dankend abgelehnt und nutzt die alte Strecke weiter.
Ich nehm mal an noch in 10 Jahren ...
Bis die Tage keine Frage
MIKE icq:18559997
>Die Albalbahn ist doch auch ab Albtalbahnhof EBO-Strecke und
>ohne Schranken.
Nicht ab Albtalbahnhof, sondern ab Battstraße in Rüppur.
Bis die Tage, Martin
--
Martin Schrader * Hermann-Sielcken-Str. 34 * D-76530 Baden-Baden
Martin....@T-Online.de * Martin_...@compuserve.com
> Wenn D fuer alle EBO-Bahnen Recht haettest, dann hiesse das ja,
> dass keine EBO-Nebenbahnen in D mehr neu gebaut werden koennten
> (wohl auch keine alten abgebauten Trassen mehr reaktiviert werden
> koennten?) und auch an bestehenden Trassen alle Neubaumassnahmen
> nicht mehr moeglich waeren, weil niemand es finanzieren wuerde,
> wegen einem Zug pro Stunde oder so eine Bruecke in die
> Landschaft zu setzen...
Da liegt der Kasus knaxus.
Schau Dir die halbe OEG an. Da laeuft sowas definitiv in den EBO-Bereichen.
Gruss,
Holger K. aus D.
--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!
E-Mail: koetting @ rbg.informatik.tu-darmstadt.de
Netmail: Holger Koetting @ 2:2464/6.42
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting
: Die Frechner hatten von der KVB-Rheinbraun ein Angebot die Trassenführung
: einige hundert Meter zu verlegen und die Gleise der Rheinbraun zu nutzen.
: Man hat jedoch dankend abgelehnt und nutzt die alte Strecke weiter.
Warum sollte man auch die Tram aus der Fussgaengerzone == Stadtmitte
an den Rand verlegen und damit im Zweifel Fahrgaeste verlieren? Ich kenne
die Frechener Strecke und hatte nicht den Eindruck, dass Fussgaenger und
Tram sich dort in groesserem Mass behindern.
Eher koennte man sich ueberlegen, die doch sehr einsam gelegene Endstelle
Benzelrath an einen etwas dichter besiedelten Punkt zu verlegen ...
--
Martin Bienwald <obe...@fim.informatik.uni-mannheim.de>
--
tobias benjamin koehler * * * * ,-/o"O`--.._ * _/(_ *
* * * * * * _,-o'.|o 0 'O o O`o--'. e\
dresden, europe * (`o-..___..--''o:,-' )o /._" O "o 0 o : ._>
* * ``--o___o..o.'' * :'.O\_ ```--.\o .' `--
un...@tigerden.com * * * `-`.,) * \`.o`._ *
t...@rcs.urz.tu-dresden.de * * * fL `-`-.,)
Ich frug:
>> Quiz: Es gab in Österreich nach dem zweiten Weltkrieg einen über die
>> ganze freie Strecke ein"gleisigen" Obusbetrieb. Wer weiß, wo?
Danke an Karl, Andreas, Severin und Michael fürs Mitspielen!
Karls Vorschlag, Salzburg, ist im Zusammenhang Österreich--Obus immer
eine gute Idee, ist Salzburg doch unsere einzige echte Obusstadt mit
einem großen Netz, das weiter expandieren soll. Aber Salzburg war
immer schon auf zeitgemäße Ausstattung bedacht, und ich glaub' nicht,
daß es jemals auch nur eine ein"gleisige" Strecke gab.
Andreas' Vorschlag, ich zitiere: "Laeouben" :-)), war da schon besser.
Leider weiß ich von diesem Betrieb wenig bis gar nix, aber ich bin mir
doch sicher, daß der erst 1949 eröffnete Betrieb zwei"gleisige"
Strecken aufwies (wenn nicht gar komplett zwei"gleisig" war), und das
bei allen Mängeln, unter dem dieser Betrieb litt, der im Gegensatz zum
benachbarten Kapfenberg leider auch eingestellt wurde (1973).
Severin Kann <fahr...@oeh.tu-graz.ac.at> schrieb dann:
>Ich tippe mal auf den Güter-Obus in St. Lambrecht!?
Gewonnen! (nein, ich hab' mich mit'm Severin nicht abgesprochen :-)
Der gesamte St. Lambrechter Betrieb, errichtet mit gebrauchten
Obuseinrichtungen vom Obus am Stilfser Joch, bestand nur aus einer
Strecke zwischen St. Lambrecht und Mariahof; weil nur wenige Male am
Tage Güterobusse fuhren, war eine ein"gleisige" Anlage ausreichend.
In der Mitte der Strecke befand sich sogar eine "Ausweiche", die aber
nicht mit Weichen an die Strecke angeschlossen war. Leider kam die
Verlängerung in den Ortskern St. Lambrechts für den Personenverkehr
nie zustande, obwohl schon Masten aufgestellt wurden. Soweit ich weiß,
hätte die Post diese Verbindung übernehmen sollen, und die wollte wohl
keinen elektrisch betriebenen Fremdkörper.
Die Geschichte des Obusses in Österreich ist jedenfalls sehr spannend;
sie wird oft von der Tram überdeckt, was die Recherche nicht gerade
einfach macht.
Dann kam Michael Suda <michae...@magnet.at> und schockierte mich:
>Klagenfurt, Linie K
>
>Klagenfurt See - Krumpendorf/Leinsdorf
Noch einmal gewonnen! :-))
Um Gottes Willen, wie konnte ich Klagenfurt vergessen? In der Tat,
wenn man die isolierte, ein"gleisige" Linie K, die leider der einzige
Torso einer geplanten Obuslinie um den Wörther See (was für geniale
Idee!) blieb, als eigenen Betrieb betrachtet, hamma schon die zweite
Lösung, an die ich beileibe nicht gedacht hab'. Usenet bildet :-))
Liebe Grüße aus Wien (seit fast genau 40 Jahren ohne Obus),
Wolfgang (direkt von der ehemaligen Obuslinie)
Hallo Martin
Moin Allerseits
> : Die Frechner hatten von der KVB-Rheinbraun ein Angebot die Trassenführung
> : einige hundert Meter zu verlegen und die Gleise der Rheinbraun zu nutzen.
> : Man hat jedoch dankend abgelehnt und nutzt die alte Strecke weiter.
>
> Warum sollte man auch die Tram aus der Fussgaengerzone == Stadtmitte
> an den Rand verlegen und damit im Zweifel Fahrgaeste verlieren? Ich kenne
> die Frechener Strecke und hatte nicht den Eindruck, dass Fussgaenger und
> Tram sich dort in groesserem Mass behindern.
Fahr mal hin wenn dort Weihnachtsmarkt ist ;)
Außerdem hat man wenig Problemmit Frechner, sondern mit Imis (Synonym für
Touristen und Zugereiste)
Außerdem ist auch der Wagentyp ausschlaggebend, neuere sind zu leise, es
ist nicht zu Klingeln, (man müsste ja hupen EBO)
Verwenden könnte man noch die Scheibenwaschdüsen, doch die sind auch schon
fast alle elektrisch :)
>
> Eher koennte man sich ueberlegen, die doch sehr einsam gelegene Endstelle
> Benzelrath an einen etwas dichter besiedelten Punkt zu verlegen ...
Nanana, wenn die RVK nicht so viel Ärger machen würde, könnte man die 2
bis Kerpen-Horrem fahren lassen und sich den Ausbau der S-Bahntrasse
sparen ;)
> Eher koennte man sich ueberlegen, die doch sehr einsam gelegene Endstelle
> Benzelrath an einen etwas dichter besiedelten Punkt zu verlegen ...
Im OePNV-Bedarfsplan fuer Nordrhein-Westfalen ist eine Verlaengerung
nach Frechen West (1,9 km; 24 Mio. DM) im Vordringlichen Bedarf (bis
2007) vorgesehen.
Siehe http://www.fantasy.prima.de/oepnv.html.
Robert Weemeyer, Bonn
Ah, wie habe ich die Worte des Propheten vermißt....!;-)
Doch dann verrat' mir mal, lieber Wolfgang, wer denn die
Parallelweichen und Zweirichtungswagen verboten hat?
Davon weiß ich jedenfalls nix, auch mit dem "abschaffen" ist
das so eine Sache......
Vielleicht gibt's ja doch ökonomische Argumente, die für den
Einrichtungsbetrieb sprechen. Oder zumindest gegen dessen
Wieder-Abschaffung.
gesendet von: Michael Suda
Autokaderstraße 3-7/32/15
A-1210 Wien, Österreich/Austria
weitere E-Mail-Adressen: michae...@blackbox.at
>[über Parallelweichen und Zweirichtungsbetrieb:]
Bevor's zum eigentlichen Zitat kommt, möchte ich nur festhalten, daß
ich nirgendwo im Ursprungsposting von Zweirichtungsbetrieb oder auch
nur -wägen gesprochen hab'. Diese Wörter kamen in diesem Thread noch
nicht einmal vor! Parallelweichen, und die waren nur als _Beispiel_
für flexible, unverkrampfte Lösungen aufgeführt, sind auch im _reinen_
Einrichtungsbetrieb sinnvoll. Siehe dazu weiter unten.
Aber wenn wir schon wieder einmal dabei sind, züruck zur
Zweirichtungsangelegenheit. Du schriebst resumierend:
>Vielleicht gibt's ja doch ökonomische Argumente, die für den
>Einrichtungsbetrieb sprechen. Oder zumindest gegen dessen
>Wieder-Abschaffung.
Lieber Michael, ich bin doch weiß Gott kein Zweirichtungsdogmatiker!
Ich wünsche mir nur, daß wir bei uns kein Einrichtungs_dogma_ hätten
man das Prinzip Zweirichtungswagen zumindest in Hinterkopf andachte.
Ein so großer Betrieb wie Wien sollte sich meines Erachtens deren
vielleicht 10% oder 15% (sprich gut 50 Stück) leisten, um bei
Bauarbeiten, unvorhergesehenen Streckenunterbrechungen und
insbesondere planmäßigen temporären Einstellungen von Strecken,
etwa anläßlich der zahlreichen Veranstaltungen am Ring, angemessen
reagieren zu können -- das Fehlen jeglichen Straßenbahnverkehrs in der
Josefstädter Straße (Linie J), bloß weil man in der Stadiongasse keine
Schleife hat, ist ein schon fast abgedroschenes Bonmot, aber deswegen
um nichts weniger ärgerlich. Den Ulf, preislich zweifellos eine
Luxusstraßenbahn, können wir uns doch auch leisten.
Reine Einrichtungsstädte wie zum Beispiel Erfurt, das für seine
Straßenbahnfreundlichkeit bekannt ist, wie auch Dresden, wo man
ansonsten schon weniger Erfreuliches hört, praktizieren es doch genau
so mit einer Handvoll Zweirichtungswägen! Ja es müssen nicht einmal
"echte" Zweirichtungswagen sein, wenn man weiterhin ausschließlich
Strecken mit Endschleifen baut -- Eineinhalbrichtungswägen täten's
genauso.
Jetzt vorhandene Schleifen wieder abzubauen und den gesamten Wagenpark
umzukrempeln halte ich für genausoeinen Schwachsinn wie Du! Aber mir
mißfällt es außerordentlich, daß man bei den Wiener Linien
"Straßenbahn" _ausschließlich_ mit "Türen nur auf einer Seite und
reguläre Fahrereinrichtungen nur 'vorne'" gleichsetzt. Das ist
dogmatisch und raubt dem Prinzip Tram einiges seiner Vorzüge. Wegen
jedem, mit Verlaub, Lercherlschas muß Schienenersatz gefahren werden,
und das wiederum gibt der Tram das Image der Verzichtbarkeit --
fahr'ma halt mit'm Bus, wo immer es geht. Ist das in Ordnung?
Gent ist zugegebermaßen radikal mit seiner Zweirichtungsphilosophie,
aber dafür berühmt, bei jedweder Unterbrechung die Straßenbahnen
soweit auszunützen und weiterzubetreiben wie nur irgendwie möglich!
Doch wie ich schon erwähnte, kam es mir mit meinem Posting gar nicht
auf Zweirichtungsbetrieb an, sondern...
>Ich selbst wurde zitiert mit:
>>sollte man sich solcher Möglichkeiten wieder besinnen.
>>Sie geben der Straßenbahn die Flexibilität wieder,
>>die man ihr absprach, indem man eben solche
>>Einrichtungen verbot/abschaffte.
... auf "solche Möglichkeiten", wobei ich mich konkret auf
Parallelweichen zum Abbiegen um scharfe, enge Ecken für
Einrichtungsfahrzeuge(!) bezog -- ich sprach von Turin, und das ist
typisch-italienisch seit langem ein reiner Einrichtungsbetrieb.
Parallelweichen im Einrichtungsbetrieb können aber auch in weiterer
Hinsicht praktisch sein. In Darmstadt erlebt: Baustelle auf einer
Außenstrecke. Tram bleibt stehen. Tram fährt auf einmal rückwärts(!)
über eine Parallelweiche. Und schwuppdiwupp, ging's in Falschfahrt
weiter. Oder in Linz: Bei Innenstadtsperrung wird einfach über eine
Parallelweiche am Blumauer Platz auf das andere Gleis gewechselt, um
mit dem Heck voraus durch die Schleife Hauptbahnhof zu wenden. Bei uns
hätte man gleich wieder alles auf Schienen Fahrende im Umkreis von x
km eingestellt, polemisch formuliert.
Doch diese Parallelweichen sind ja nur _ein_ Beispiel; ursprünglich
gingen wir ja von Eingleisigkeit aus (siehe Subject!). Schlag einmal
unseren Verantwortlichen vor, auf einem wenig frequentierten Außenast
eine eingleisige Straßenbahnstrecke zu bauen, wo's zweigleisig kaum
oder gar nicht geht. Die Resonanz wird das Gegenteil von Begeisterung
sein. Weiters wurde von HoKu(?) und mir in einem Seitenthread die
Grazer Geschäftsausweiche erwähnt -- bei uns wohl undenkbar.
Das System Straßenbahn leidet meines Erachtens in Wien, wie eigentlich
in Österreich überhaupt, unter chronischer Mutlosigkeit. Man hört so
oft "Das geht nicht, weil..." oder "Das könn'ma nicht, weil...",
anstatt einfach auf teilweise ohnehin schon wohlbewährte Maßnahmen
zurückzugreifen, oder solche, die im englischen mit "no-frills"
umschrieben werden. Der (auch im Usenet angekündigte) Diavortrag,
den Harald A. Jahn vor kurzem zur modernen Straßenbahn vor allem
in Frankreich veranstaltete, zeigte so schön eine Atmosphäre des
"Wenn's partout nicht so geht, dann machen wir's halt anders!"
Bei uns ham die Leut' doch, wie Ernst Happel formulierte, einen
Beistrich in der Hose, wenn's um kritische Schienenverkehrsprojekte
geht -- und mit kritisch meine ich nicht den Buddelwahn der U-Bahn!
Wenn man sich nämlich die wenigen in Wien geplanten
Straßenbahnstrecken ansieht, fällt auf, daß nur an (absolut
unkritische) periphere und peripherste Tramstreckerln gedacht wird,
die wohl ohnehin nur bruchstückhaft verwirklicht werden dürften, wenn
überhaupt -- wirklich sinnvolle Netzschlüsse innerhalb des Gürtels
(Burggasse, Reinprechtsdorfer Straße, Erschließung Margaretens,
Zweierlinie Ost und vor allem Landstraßer Hauptstraße, möglicherweise
auch Mariahilfer Straße, Favoritenstraße und Praterstraße), die
zumindest teilweise sicherlich mehr Fahrgastaufkommen haben, sind
offenbar total "Jehova" (siehe unten) :-(
Man werfe einen Blick auf den Schienenverkehrsbedarfsplan
Nordrhein-Westfalen -- das sind Perspektiven!
>Ah, wie habe ich die Worte des Propheten vermißt....!;-)
Jehova, Jehova :-)) Aber wieso "Prophet"?
Liebe Grüße von der Vorortelinie, Wolfgang
>ich sprach von Turin, und das ist typisch-italienisch
>seit langem ein reiner Einrichtungsbetrieb.
Im Straßenbahnbereich, abgesehen von der Stadtbahn.
[Rot anlauf'! Asche über mein Haupt! Bitte um Verzeihung!]
Liebe Grüße noch einmal aus Wien, Wolfgang
Die doppelte Gleisverbindung ("Hosenträger") ist bei einer
Tramway eh nur von beschränktem Nutzen.
Da die Tramway - soweit sie im Straßenraum unterwegs sein
sollte - die Fahrordnung des Straßenverkehrs einhalten mußte
(Für Feinspitze: ausgenommen die Badner Bahn in der
Feldgasse in Guntramsdorf bis zum 19. September 1938, aber
die galt und gilt rechtlich dort nicht als Straßenbahn.),
demnach Rechts-, in Ostösterreich bis zum schon erwähnten
Datum Linksfahren, konnte es so was wie Gleiswechselbetrieb
nicht geben. Die Parallelweiche diente praktisch
ausschließlich dem Wenden von Zweirichtungfahrzeugen, als
Solowagen bzw. an Endstationen mittels Stoßbeiwagen, auf der
Strecke eventuell auch mittels nachfolgendem Stoßtriebwagen.
Parallelweichen wurden i.d.R. so eingebaut, daß sie nicht
gegen die Spitze befahren werden mußten, wie Karl schon
geschrieben hat.
Ich habe Mariahof - St. Lambrecht eher außer Konkurrenz
gesehen, da es ja ein reiner Werksverkehr der Dynamit-Nobel
AG ohne öffentlichen Personenverkehr, ich glaube sogar
überhaupt nur für Gütertransporte, war.
>Dann kam Michael Suda <michae...@magnet.at> und
schockierte mich:
>
>>Klagenfurt, Linie K
>>
>>Klagenfurt See - Krumpendorf/Leinsdorf
>
>Noch einmal gewonnen! :-))
>
>Um Gottes Willen, wie konnte ich Klagenfurt vergessen? In
der Tat,
>wenn man die isolierte, ein"gleisige" Linie K, die leider
der einzige
>Torso einer geplanten Obuslinie um den Wörther See (was für
geniale
>Idee!) blieb, als eigenen Betrieb betrachtet, hamma schon
die zweite
>Lösung, an die ich beileibe nicht gedacht hab'. Usenet
bildet :-))
Danke für die Blumen! Ob die Linie K einen eigenen "Betrieb"
bildete, ist Ansichtssache. Sie hatte jedenfalls eine eigene
Stromversorgung - weswegen sie die Straßenbahnlinie S, an
die sie am See Anschluß hatte, um rund zwei Jahre überleben
konnte - und für den planmäßig benötigten einzigen Obus
(eventuell mit Anhänger im Einsatz) gab es bei der
Endstation See im Freien einen Abstellplatz und eine
Inspektionsgrube. Planmäßig wurde der Obus aber täglich von
einem Lkw oder Bus aus der Garage nahe dem Hauptbahnhof zum
See und wieder zurück geschleppt. Kein Wunder, daß diese
umständliche Betriebsform für einen schnellen Abgang sorgte;
Anlaß war die Elektrifizierung der ÖBB-Strecke Klagenfurt -
Villach, die der K-Obus im Niveau kreuzte.
Sinnvoller als der "geniale" Obus um den Wörthersee - die
Weiterverlängerung des "K" bis Pörtschach galt immerhin als
so konkret, daß man das Unterwerk in Krumpendorf, also in
der gedachten Streckenmitte, baute - wäre der 1913/14
ebenso konkrete Weiterbau der Seelinie der Straßenbahn in
gleicher Richtung gewesen. Auch die wurde nach 1945 kurz
noch mal diskutiert - Tempi passati!
>Liebe Grüße aus Wien (seit fast genau 40 Jahren ohne Obus),
War nicht besonders schade 'drum......
[hier gekürzt]
O.k., dem kann ich in den Grundzügen - Details laß' ma bitte
aus - nicht widersprechen.
Nur zu Linz eine Anmerkung: Die "Behelfswende" des Einser am
Hauptbahnhof mit Rangierfahrt rückwärts ist eher Ausdruck
der Unfähigkeit der ESG, einen einfachen Gleisbogen an der
Blumau einzubauen. Um das drücken sie sich seit dem Ende des
Zweirichtungsbetriebes Mitte der Achtziger herum, weil sie
auf das Geld für einen Tunnel unter dem Hauptbahnhof warten,
der jetzt wieder mal hochaktuell ist.
>Liebe Grüße aus Wien (seit fast genau 40 Jahren ohne Obus),
Wien hatte mal eine Obuslinie?????
Wann, wie? wo?
Übrigens Danke für Deine Frage, für mich als Obusfan aus Linz gabs sehr
interessante Antworten! Usenet bildet wirklich!!
Gibt es über die "Museumslinien" irgendwo Websites?
fragt Michael
>Hier in Köln gibt es sowas, die Linie 2, welch eine Dupliuzietät,
>nach Frechen Benzelrath fähr in Frechen durch die Fußgängezone
>Eingleisig. Aber leider nicht nach BO-Strab sondern nach der
>EBO....
Den letzten Satz musste ich erst mal verdauen, ist aber wohl richtig. Aber
was bitte schoen ist "EBO Strab"?
"1969/71 wurden die KFBE-Grossraumwagen verkauft und durch normale
KVB-Einrichtungs-Achtachser ersetzt. Seitdem wird der Personenverkehr nach
der EBO Strab durchgefuehrt." Gerd Wolff, Deutsche Klein- und Privatbahnen,
Band 4, S. 176.
--
Kai Borgolte, Bonn
>On 31 Oct 1998 21:36:04 GMT, Heiko Jacobs
><jac...@cousin.stud.uni-karlsruhe.de> wrote:
>
>>Die Albalbahn ist doch auch ab Albtalbahnhof EBO-Strecke und
>>ohne Schranken.
>
>Nicht ab Albtalbahnhof, sondern ab Battstraße in Rüppur.
>
ich muß Dich leider korrigieren:
zwischen Albtalbahnhof und Battstr. wird nach EBO
gefahren (mit Ausnahmegenehmigung auf Sicht), auch
wenn es die beginnenden Zugsicherungsanalgen
in der Battstr. den Schluß nahe liegen hier wäre
die Grenze zwischen EBO/BOStrab.
So long, Martin
--------------------------------------------------------------------------------
Martin Karr----------------Tel +49-721-370691
Kaiserstr. 49--------------Fax +49-721-9375348
76131 Karlsruhe--------Mail ne...@karr.de
----------------------------------WWW http://www.karr.de
--------------------------------------------------------------------------------
Wien hatte, wenn man das heutige Stadtgebiet rechnet, sogar
DREI Obuslinien:
1. Liesing - Kalksburg 1909 - 1917
System: Stoll-Electrique (Doppeldrahtoberleitung mit einem
durch Schleppkabel verbundenen Kontaktwagen), gehörte einer
privaten Gesellschaft (oder der Gemeinde?), Liesing war
damals eine eigene Stadtgemeinde.
2. Pötzleinsdorf - Salmannsdorf 1908 - 1938
System: Stoll-Electrique, war der einzige derartige Betrieb,
der deutlich länger als zehn Jahre bestand. Eigentümerin war
die Stadt Wien, Betriebsführung durch die Städtischen
Straßenbahnen.
3. Währinger Gürtel - Salmannsdorf 1946 - 1958
System: "deutscher" Standardobus mit Stangenbügeln
Eigentum und Betriebsführung; Stadt Wien, Wiener
(Stadtwerke) Verkehrsbetriebe.
Eine während des 2. Weltkrieges geplante und angeblich
teilweise gebaute Linie Heiligenstadt - Klosterneuburg (war
damals 26. Bezirk von "Groß Wien") wurde nie fertiggestellt.
Ist das dann zwischen "Nordweststadt, Haus Bethlehem, Neureut-Heide"
[1] und Welschneureuter Straße ähnlich?
Grüße
Marc
[1] Das ist Originalton der Haltestellenansage
--
------------------------------------------------------------------------------
Marc Haber \ " Mensch, willst Du schnell und sorglos reisen,
Mailadresse im Header \------------\ so fahre mit der Bahn von Eisen. "
Bitte keine "courtesy copies", Danke! \ - Prof. Dr. Heinz Haber, 1975.
Hallo Kai
Moin Allerseits
> Mike Henze schrieb in Nachricht <7418b...@mcmarlow.ndh.com>...
>
> >Hier in Köln gibt es sowas, die Linie 2, welch eine Dupliuzietät,
> >nach Frechen Benzelrath fähr in Frechen durch die Fußgängezone
> >Eingleisig. Aber leider nicht nach BO-Strab sondern nach der
> >EBO....
>
> Den letzten Satz musste ich erst mal verdauen, ist aber wohl richtig. Aber
> was bitte schoen ist "EBO Strab"?
Kenn ich leider nicht, wenns die hier geb sollte ich das aber ;)
Also entweder fahren wir hier nach BO-Strab oder nach EBO, was anderes
haben wir nicht. Naja wir könnten ja noch die DF-Strab nennen, die aber
auf das obige keinerlei Auswirkung hat.
> "1969/71 wurden die KFBE-Grossraumwagen verkauft und durch normale
> KVB-Einrichtungs-Achtachser ersetzt. Seitdem wird der Personenverkehr nach
> der EBO Strab durchgefuehrt." Gerd Wolff, Deutsche Klein- und Privatbahnen,
> Band 4, S. 176.
Richtig ist das hier mit Achtachsern gefahren wird, aber in Frechen nur
nach EBO sonnst nix. Irgend wann wird der Tag kommen und die zwo wird mit
Niederfluchwagen bedient ??
Leider komm ich da nicht hin, weil die nicht von unserem Bahnhif gefahren
wird... denn es es eine der schönsten Linien hier im Netz.
wede...@uumail.de schrieb am 29.10.98 in der Msg A27806@MK2(Gruppe
de.etc.bahn.stadtverkehr):
TW>
TW>in Jena ist eine Diskussion im Gange, eine altmodische
TW>Straßenbahnlinie stillzulegen: eingleisig mit Ausweichen, Gleis am
TW>Straßenrand (Linie 2 nach Jena-Ost).
Solche Strecken gibt es u.a. auch im Ruhrgebiet noch
reichlich. Zur Zeit werden sie teilweise an den Stadtbahnwagen B
bzw. an Niederflurfahrzeuge angepasst.
Die Eingleisigkeit bleibt dabei teilweise bestehen.
TW>Der Weiterbetrieb ist politisch gewollt, jedoch an einer Stelle eine
TW>Millioneninvestition nötig (Kreuzung mit neuer Umgehungsstraße). Die
TW>geringe Auslastung der Linie würde eigentlich solchen Finanzaufwand
TW>nicht rechtfertigen, als Bestandteil des Gesamtnetzes macht der
TW>Weiterbetrieb aber Sinn. Angeblich gäbe es juristische Hürden:
Anscheinend eher juristische Phantasien.
TW>- eingleisige Strecken dürften nach deutschem oder EU-Recht nur noch
TW>befristet betrieben werden, bzw. solche Rechtsvorschriften wären zu
TW>erwarten
Wo sollte dieses Recht denn herkommen?
Eine rot-grüne Bundesregierung wird ein solches Recht nicht
schaffen.
EU-Regelungen sind ohne Zustimmung auch der rot-grünen Bundesregierung
im Ministerrat wenig denkbar.
Warum sollte es denn eine einheitliche europäische Regelung geben?
Eingleisige Strassenbahnen schaden doch nicht dem Binnenmarkt,
denn:
1.)Sie haben kein Einfluß auf die Fahrzeuge.
2.)Auch Schienen und Oberleitung sind gleich.
Möglicherweise werden von der EU mal die E 52 Schiene oder
die Ri E 73 Schiene und der ESW eingeführt um den Binnenmarkt
zu fördern. (Die Autos wurden ja schon längst vereinheitlicht
und ein einheitliches Eisenbahnsignalsystem wird eingeführt.)
TW>- sie wären allein aus dem Grund der Eingleisigkeit nicht
TW>nach GVFG förderungswürdig - sie müßten bei größeren Umbauten gleich
TW>komplett zweigleisig ausgebaut werden usw.
Ganz offensichtlich gibt es da Spielräume.
TW>Kann man diese Argumente bestätigen oder widerlegen? Gibt es in
TW>Deutschland Beispiele für eingleisige Straßenbahnstrecken mit
TW>langfristiger Bestandsgarantie, die allein aus
TW>Sparsamkeitsgründen (nicht wegen Platzmangel im Straßenraum o.ä.)
TW>nicht zweigleisig ausgebaut werden?
Im Raum Köln-Bonn gibt es da u.a.:
- Stadtbahn nach Leverkusen-Schlebusch (Eingleisige Strecke
zwischen Ausfallstraße und Waldrand.)
- Strassenbahn in Frechen (Eingleisig durch die Fußgängerzone
und auch zwischen Strasse und Bürgersteig am Straßenrand
in teilweise nur einseitig bebauter Strasse.)
- Stadtbahn Vorgebirgsbahn (Die teilweise eingleisige
Strecke wird in den nächsten Jahren ausgebaut wegen
10 Minutentakt.)
- Siegburg Bahnhof (Die eingleisige Strecke auf dem
Bahnhofsvorplatz wird im Rahmen der ICE Strecke unter
den Bahnhof verlegt.)
- Stadtbahn nach Bad Honnef (Strecke teilweise mit 90 cm
Bahnsteigen wurde als eingleisige Strecke in den letzten
Jahren renoviert. Gleis in Uferpromenade, zwischen
Strasse und Promenade, im Park.
- Neubau der Bahn zur Hardthöhe ist teilweise eingleisig
in Stadtstrasse geplant.
Achim
: Fahr mal hin wenn dort Weihnachtsmarkt ist ;)
Halten die den Weihnachtsmarkt in der Fussgaengerzone ab? Na, da kanns
schon ein wenig Chaos geben.
: Außerdem ist auch der Wagentyp ausschlaggebend, neuere sind zu leise, es
: ist nicht zu Klingeln, (man müsste ja hupen EBO)
_Duerfen_ EBO-Fahrzeuge nicht klingeln? Das waere mir neu. Sie muessen
lediglich auch hupen koennen.
Ausserdem ist eine Hupe in der Fussgaengerzone ziemlich wirkungsvoll, wie
ich bei den OEG-Zuegen in Mannheim immer wieder feststellen kann. Da
springen die Fussgaenger nur so! ;-)
--
Martin Bienwald <obe...@fim.informatik.uni-mannheim.de>
>In article <71ffn2$4kk$1...@test-news.rz.uni-karlsruhe.de>,
> Marc.Hab...@gmx.de (Marc Haber) writes:
>|> IMHO wäre so eine hanebüchene Konstruktion _jedenfalls_ nicht nach EBO
>|> genehmigungsfähig. Wenn _das_ eine EBO-Strecke ist, verstehe ich den
>
>Schau Dir die halbe OEG an. Da laeuft sowas definitiv in den EBO-Bereichen.
>
Da die OEG eine NE-Bahn ist, unterliegt diese nicht zwangslaeufig dem
AEG sondern wie die meisten anderen NE-Bahnen auch dem LEG.
Und wie die einzelnen Bundeslaender mit ihren Gesetzen schalten und
walten ist halt ihnen ueberlassen.
Zudem muesste man auch noch fuer jede einzelne Strecke klaeren, ob
diese ueberhaupt eine oeffentliche Strecke oder moeglicherweise nur
eine nichtoeffentliche Strecke ist und hier ist eine EBO fuer das LEG
nicht zwingend vorgeschrieben.
Gruss Thomas
####################################################
http://www.online.de/home/billy (meine persoenliche Homepage)
http://www.igeb.org (Homepage des Fahrgastverbandes IGEB e.V)
>Wien hatte mal eine Obuslinie?????
>Wann, wie? wo?
Sogar zweimal !
Die erste in der Urzeit des Obus Betriebs überhaupt. Ich muß
nachschauen wann genau, kann aber nicht lange nach der
Jahrhundertwende gewesen sein. Es war die Sorte von Obus, die ein
kleines Wägelchen (english trolley), das auf der Oberleitung lief,
nachzog. Die Linie ging von Pötzleinsdorf nach Neustift, irgendwie
müssen es die Obusse geschafft haben über die Pötzleinsdorfer Höhe
drüberzukommen. (Sowiel ich weiß, gab es damals die Krottenbachstraße
noch nicht).
Die spätere Obuslinie führte dann vom Gürtel (bei der heutigen U6
Staion Nußdorfer Straße) ebenfalls nach Neustift (diesmal über die
Krottenbachstraße) und weiter nach Salmannsdorf. Ist heute ein Teil
der Buslinie 35 A. Ich werde noch nachschauen, ob ich irgendwo
weitere Daten finde (oder ich warte, ob Wolfgang sie postet :-) )
Andreas
Tja, vor eigentlich nicht einmal noch so langer Zeit -
Zweirichtungswagen waren nicht bzw. kaum mehr in Betrieb - waren
auch die Wiener Verkehrsbetriebe noch recht flexibel. Mir fallen
auf Anhieb zwei Beispiele ein:
1. Wie die Philadelphiabrücke neu gebaut wurde, mußte der 62er
geteilt werden. Die Außenstrecke bekam unmittelbar nach der
Brücke eine Kletterweiche verpaßt und mit den damals schon recht
betagten (und meines Wissens auch nicht mehr im Planbetrieb
eingesetzten) M-Zweirichtungswagen wurde sogar ein Verkehr mit
Beiwagen eingerichtet.
2. Nach dem Einsturz der Reichsbrücke im August 1978 wurden für
eine rasche Wiederaufnahme des Tramwaybetriebes auf der Wagramer
Straße wieder alte Zweirichtungswagen aus der Remise geholt.
Ich hoffe, meine Infos sind nicht all zu falsch.
Ciao
Andreas René
>Die spätere Obuslinie führte dann vom Gürtel (bei der heutigen U6
>Staion Nußdorfer Straße) ebenfalls nach Neustift (diesmal über die
>Krottenbachstraße) und weiter nach Salmannsdorf. Ist heute ein Teil
>der Buslinie 35 A. Ich werde noch nachschauen, ob ich irgendwo
>weitere Daten finde (oder ich warte, ob Wolfgang sie postet :-) )
Wenn ich mich richtig erinnere, hatte sie die Linienbezeichnung 21,
und ich bin in grauer Vorzeit sogar einmal damit gefahren. Sie muß
also -- ich bin Jahrgang 1953 -- zu Beginn der 60er Jahre eingestellt
worden sein.
Übrigens: Es fibt die hübsche kleine, postkartengroße Heftchenreihe
("ESA, Eisenbahn-Sammlerhefte) aus dem Verlag Slezak zu allen
möglichen Eisenbahnthemen -- aber ausgerechnet ESA 16 ("Obusbetrieb in
>Die spätere Obuslinie führte dann vom Gürtel (bei der heutigen U6
>Staion Nußdorfer Straße) ebenfalls nach Neustift (diesmal über die
>Krottenbachstraße) und weiter nach Salmannsdorf. Ist heute ein Teil
>der Buslinie 35 A. Ich werde noch nachschauen, ob ich irgendwo
>weitere Daten finde (oder ich warte, ob Wolfgang sie postet :-) )
Wenn ich mich richtig erinnere, hatte sie die Linienbezeichnung 21,
und ich bin in grauer Vorzeit sogar einmal damit gefahren. Sie muß
also - ich bin Jahrgang 1953 - zu Beginn der 60er Jahre eingestellt
worden sein.
Übrigens: Es gibt die hübsche kleine, postkartengroße Heftchenreihe
("ESA", Eisenbahn-Sammlerhefte) aus dem Verlag Slezak zu allen
möglichen Eisenbahnthemen -- aber ausgerechnet ESA 16 ("Obusbetrieb
in Österreich") fehlt in meiner Sammlung.
HTH,
Michael
>Wenn ich mich richtig erinnere, hatte sie die
Linienbezeichnung 21,
Auf alten Photos (u.a. auch im erwähnte ESA-Heft aus dem
Verlag Slezak) tragen die Obusse das Signal "22" im
Zielschild.
Grüße!
>ne...@karr.de (Martin Karr) wrote:
>>zwischen Albtalbahnhof und Battstr. wird nach EBO
>>gefahren (mit Ausnahmegenehmigung auf Sicht), auch
>>wenn es die beginnenden Zugsicherungsanalgen
>>in der Battstr. den Schluß nahe liegen hier wäre
>>die Grenze zwischen EBO/BOStrab.
>
>Ist das dann zwischen "Nordweststadt, Haus Bethlehem, Neureut-Heide"
>[1] und Welschneureuter Straße ähnlich?
>
>Grüße
>Marc
>
Nein, soviel ich weiß nicht;
Die Grenze zwischen EBO und BOStrab ist in der Welschneureuter Str.,
wo die Straßenbahntrasse in die alte Bahnstrecke einmündet.
(Dort ist auch das BOStrab Zeichen So 1 bzw. So 2 (Anfang/ Ende
Zugsicherung) zu bewundern.
Genauers über die rechtlichen (und auch technischen) Aspekte von
Mehrsystembetrieben in Deutschland und Europa kann man in kürze
(etwa ab nächster Woche) auf meiner Hompage bewundern.
(Kopie meiner Vertieferarbeit am Inst. für Straßen- und Eisenbahnwesen
- Abt. eisenbahnwesen)
> Da die OEG eine NE-Bahn ist, unterliegt diese nicht zwangslaeufig dem
> AEG sondern wie die meisten anderen NE-Bahnen auch dem LEG.
§ 1 Abs. 1 Satz 1 AEG lautet: "Dieses Gesetz gilt fuer Eisenbahnen."
Fuer alle, nicht nur fuer Eisenbahnen des Bundes.
> Zudem muesste man auch noch fuer jede einzelne Strecke klaeren, ob
> diese ueberhaupt eine oeffentliche Strecke oder moeglicherweise nur
> eine nichtoeffentliche Strecke ist und hier ist eine EBO fuer das LEG
> nicht zwingend vorgeschrieben.
Das Eisenbahnverkehrsunternehmen OEG ist eine oeffentliche Eisenbahn
(vgl. § 3 Abs 1 Nr. 1 AEG). Dann duerfte auch das Eisenbahninfrastruk-
turunternehmen OEG dem oeffentlichen Verkehr dienen.
Dementsprechend gilt hier nicht eine oder keine "EBO fuer das LEG",
sondern die vom Bundesminister fuer Verkehr verordnete EBO, die fuer
alle regelspurigen Eisenbahnen des oeffentlichen Verkehrs gilt.
Weil es hier um EISENbahnrechtliche Fragen geht, die nicht fuer den
Stadtverkehr spezifisch sind, schlage ich vor, in deb.eisenbahn weiter-
zudiskutieren, und habe entsprechendes Followup-to gesetzt.
Robert Weemeyer, Bonn
> Seit wann dürfen denn beim Neubau von EBO-Strecken
> wieder ebenerdige Kreuzungen mit dem Straßenverkehr angelegt werden?
§ 2 Abs. 1 Eisenbahnkreuzungsgesetz lautet:
"Neue Kreuzungen von Eisenbahnen und Strassen, die nach der Be-
schaffenheit ihrer Fahrbahn geeignet und dazu bestimmt sind,
einen allgemeinen Kraftfahrzeugverkehr aufzunehmen, sind als
Ueberfuehrungen herzustellen."
Also duerfen normalerweise keine neuen Bahnuebergaenge mehr ge-
baut werden. Aber Abs. 2 erlaubt Ausnahmen:
"In Einzelfaellen, insbesondere bei schwachem Verkehr, kann die
Anordnungsbehoerde Ausnahmen zulassen. Dabei kann angeordnet wer-
den, welche Sicherungsmassnahmen an der Kreuzung mindestens zu
treffen sind."
Robert Weemeyer, Bonn
PS: EISENbahnrechtlicher Inhalt, kein Bezug zum Stadtverkehr
=> Followup-to auf deb.eisenbahn gesetzt.
Michael Suda <michae...@magnet.at> schrieb:
[Vielen Dank für die Ausführungen!]
>2. Pötzleinsdorf - Salmannsdorf 1908 - 1938
Lieber Michael, der Du wie immer hervorragend informiert bist,
weißt Du vielleicht, ob die enge, malerische Busschleife in
Salmannsdorf noch aus dieser Zeit datiert, wie ich vermute?
Heute verlangte es übrigens einen hübschen Umweg, wollte man diese
Strecke mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen; es wird auf der
besagten Strecke ein ganz schön steiler und hoher Hügel überwunden!
>3. Währinger Gürtel - Salmannsdorf 1946 - 1958
>System: "deutscher" Standardobus mit Stangenbügeln
>Eigentum und Betriebsführung; Stadt Wien, Wiener
>(Stadtwerke) Verkehrsbetriebe.
Dazu darf ich noch ein paar Details anfügen: Diese Obuslinie, wie so
viele in Österreich ein typisches Produkt des 2. Weltkrieges mit
seinem Mangel an so vielem, war schon 1944 zur Eröffnung vorbereitet
-- ein Bombenangriff, der die Remise Gürtel samt Obussen schwerst
beschädigte, verzögerte dies jedoch bis nach dem 2. Weltkrieg. Die
Linie führte das seltsame Signal 22; 21 war vielleicht für die
Klosterneuburger Linie gedacht(?)
Es gab nur eine Generation von Obussen; schon im Dezember 1958, mit
der Verfügbarkeit von Verbrennungsmotorbussen -- erst kurz davor
stellte man als erste Wiener Straßenbahnlinie den 158er "probeweise"
auf Busbetrieb um --, wurde der Trolleybus eingestellt und zunächt
durch den Autobus 22 ersetzt, der dereinst ein 39A wurde und jetzt als
35A fährt. Wer einen Netzplan Wiens besitzt: Der Obus befuhr genau die
Streckenführung der heutigen Nachtbuslinie N35 bzw. den Westast des
heutigen 35A, mit der Haltestelle Nußdorfer Straße als Trennungspunkt.
Die 10 Lohner-Obusse wurden nach Kapfenberg abgegeben, wo man der MVG
als Außenseiterprovinzbetrieb gar nicht genug Respekt dafür zollen
kann, den Obusbetrieb bis heute nicht nur über die Runden gebracht zu
haben, sondern derzeit auch noch einen hochmodernen Wagenpark
einzusetzen.
Da ich nun in der unmittelbaren Nachbarschaft des ehemaligen Wiener
Obusses wohn', hab' ich mich (bisher erfolglos) auf Spurensuche
gemacht; ich konnte bis jetzt weder Rosetten noch sonstige
Überbleibsel finden. Wesentlich dazu beitragen dürfte, daß ein
Großteil der Bebauung der Krottenbachstraße, einer der wichtigsten
Teilstrecken der heutigen Linie 35A, erst in den späten
Fünfziger-Jahren und danach entstand.
>Eine während des 2. Weltkrieges geplante und angeblich
>teilweise gebaute Linie Heiligenstadt - Klosterneuburg (war
>damals 26. Bezirk von "Groß Wien") wurde nie fertiggestellt.
Diese Relation ist heute meines Erachtens ein Kandidat für
vordringliche Ablösung des von Privatfirmen betriebenen Busverkehrs
durch attraktivere Nahverkehrsmittel, welche auch immer.
Liebe Grüße aus Wien, Wolfgang
>Tja, vor eigentlich nicht einmal noch so langer Zeit [...] waren
>auch die Wiener Verkehrsbetriebe noch recht flexibel.
>1. Wie die Philadelphiabrücke neu gebaut wurde [...]
>2. Nach dem Einsturz der Reichsbrücke im August 1978 [...]
Danke für diese Beispiele -- genau so' was in dieser Art meinte ich
mit Flexibilität.
[Reichsbrückeneinsturz war übrigens am 1. Aug. 1976. Weiß ich so
genau, weil eine meiner ersten aktiven Erinnerungen. War ja auch ein
absoluter kollektiver Schock :-) ].
Liebe Grüße aus Wien, Wolfgang
>Wenn ich mich richtig erinnere, hatte sie die Linienbezeichnung 21,
Laut Stadtplan von damals 22; siehe hiezu auch ein anderes Posting von
mir in diesem Thread!
>Sie muß also zu Beginn der 60er Jahre eingestellt worden sein.
... und ich schreib' noch "fast genau 40 Jahre" (Dez. 1958!) ;-)
>Übrigens: Es gibt die hübsche kleine, postkartengroße Heftchenreihe
>("ESA", Eisenbahn-Sammlerhefte) aus dem Verlag Slezak
Als erster Einstieg in die jeweilige Materie sind die wirklich sehr
empfehlenswert -- man beachte allerdings das Alter von teilweise schon
20 Jahren und mehr!
>ESA 16 ("Obusbetrieb in Österreich") fehlt in meiner Sammlung.
... ist aber nach wie vor zu kaufen[1]; ich besitz' seit wenigen
Monaten eins dieser Heftchen :-)
[1] mit persönlichem Memo mitgeteilt, wo.
>Ich habe Mariahof - St. Lambrecht eher außer Konkurrenz
>gesehen, da es ja ein reiner Werksverkehr der Dynamit-Nobel
>AG ohne öffentlichen Personenverkehr, ich glaube sogar
>überhaupt nur für Gütertransporte, war.
Jaja, das stimmt schon -- aber gerade deswegen ist die eher
einzigartige Geschichte dieses reinen Obuswerksverkehrs ja so
interessant :-) Meines Wissens wurden Personen nur auf besondere
Anfrage in den großen Fahrerkabinen der Güterobusse mitgenommen.
>Klagenfurt, Linie K
Vielen Dank für die aufschlußreichen Ausführungen -- wie gesagt,
Usenet bildet :-)
>>Liebe Grüße aus Wien (seit fast genau 40 Jahren ohne Obus),
>
>War nicht besonders schade 'drum......
Tcha, gerade in einer typischen Straßenbahnstadt wie unserer war das
immer eine Art Wurmfortsatz... Ich gestehe aber durchaus den Gedanken
ein, daß ich viel lieber ein elektrisches Verkehrsmittel an des
Diesel-pardon-Flüssiggas-35As statt hätt' -- Auslastung und Frequenz
würden allemal eine Tram auf dieser Linie rechtfertigen! Und wenn
schon nicht eine Straßenbahn, dann doch "wenigstens" einen Obus!
>Nur zu Linz eine Anmerkung: Die "Behelfswende" des Einser am
>Hauptbahnhof mit Rangierfahrt rückwärts ist eher Ausdruck
>der Unfähigkeit der ESG, einen einfachen Gleisbogen an der
>Blumau einzubauen.
D'accord. Bei Wiener (und auch Grazer) Verhältnissen würden sie
allerdings wohl schon in der Neuen Welt umdrehen...
>weil sie auf das Geld für einen Tunnel unter dem
>Hauptbahnhof warten, der jetzt wieder mal hochaktuell ist.
Oja, ich sach' nur "Cable Liner" als derzeitige unglückliche Idee der
Anbindung des Hauptbahnhofes an das Stadtzentrum...
Könnte man meinen - scheint aber nicht so zu sein. In der
Krottenbachstraße gab es schon in den Dreißigerjahren einen
"Stinker"-Bus, wurde, glaube ich, sogar schon als Linie 22
numeriert (Zählung unabhängig vom Schema der Tramway, zwecks
Unterscheidung vom "Stadtnetz" scheint man zweistellige
Nummern verwendet zu haben). Die jetzige Umkehrstelle bei
der Gasse "An der Zwerchwiese" dürfte von diesem Bus oder
vom zweiten Salmannsdorfer Obus stammen. Und jetzt das
kleine Mysterium:
Meine (Teil-)Kopie eines Stadtplans aus dem Artaria-Verlag,
Ausgabe 1911, zeigt den Salmannsdorfer Stoll-Obus
(allerdings als "Autobus" beschriftet), laut diesem Plan lag
die Endstelle noch weiter bergauf Richtung Höhenstraße bei
der Keylwerthgasse, wo das Kreuzungsplateau tatsächlich
breit genug für das Umkehren der relativ kleinen
Stoll-Obusse gewesen sein dürfte. Die moderneren und
größeren 22er-Obusse und erst recht die Doppelstock- und
Gelenkbusse des 35A dürften mit der Steigung und/oder dem
Wendekreisradius Probleme gehabt haben. Ich kann aber auch
nicht ausschließen, daß der Plan falsch ist bzw. der
Stoll-Obus schon früher (Höhenstraßenbau?) zurückgezogen
wurde.
>Linie führte das seltsame Signal 22; 21 war vielleicht für
die
>Klosterneuburger Linie gedacht(?)
Kann ich nicht bestätigen, "21" hieß bis Ende der
Sechzigerjahre der Kahlenbergbus, heute Teil des 38A, der
dazwischen meines Wissens ein "S"-Signal (Sondertarif)
führte.
>Da ich nun in der unmittelbaren Nachbarschaft des
ehemaligen Wiener
>Obusses wohn', hab' ich mich (bisher erfolglos) auf
Spurensuche
>gemacht; ich konnte bis jetzt weder Rosetten noch sonstige
>Überbleibsel finden.
Kein Wunder, die markanten "Rosetten" als Anker für
Querdrähte waren anno 1944 nicht mehr modern; verwendet wurd
en (aus Photos ersichtlich) sogenannte Schleuderbeton- und
Doppel-T-Eisenmasten, in Hausfassaden unscheinbare
Schraubenanker ohne Verzierung.
Irgendwann habe ich auch das Gerücht gehört, es gebe noch
irgendwo den Rest eines Wiener Obusses. Wenn zufällig wer
was davon weiß.....
Hallo Martin
Moin Allerseits
> : Fahr mal hin wenn dort Weihnachtsmarkt ist ;)
>
> Halten die den Weihnachtsmarkt in der Fussgaengerzone ab? Na, da kanns
> schon ein wenig Chaos geben.
Well, da darfst dann mit 3 cm an der Glühweinbude vorbeifahren,
kommt gut.
>
> : Außerdem ist auch der Wagentyp ausschlaggebend, neuere sind zu leise, es
> : ist nicht zu Klingeln, (man müsste ja hupen EBO)
>
> _Duerfen_ EBO-Fahrzeuge nicht klingeln? Das waere mir neu. Sie muessen
> lediglich auch hupen koennen.
Äh ja ich glaub mal das man vor sich hin Läutet, aber nicht provokant
Klingelt ;)
> Ausserdem ist eine Hupe in der Fussgaengerzone ziemlich wirkungsvoll, wie
> ich bei den OEG-Zuegen in Mannheim immer wieder feststellen kann. Da
> springen die Fussgaenger nur so! ;-)
Es herrscht ein allgemeines Signalverbot, bis auf Notsituationen :)
das ist recht nett :)
Die Schleife am Haus Bethlehem ist aber auch mit Signalen gesichert.
Wo steht das So 1 zwischen Albtalbahnhof und Battstraße?
Grüße
Marc
wa...@qspr03.tuwien.ac.at quälte ihre/seine Tastatur,um folgenden Text zu schreiben:
wa...@qspr03.tuwien.ac.at pijnigte haar/zijn toetsenbord,om volgende text te schrijven:
> Gent ist zugegebermaßen radikal mit seiner Zweirichtungsphilosophie,
> aber dafür berühmt, bei jedweder Unterbrechung die Straßenbahnen
> soweit auszunützen und weiterzubetreiben wie nur irgendwie möglich!
Erklär mal genauer.
Doei ! ---------
| VENLO |
Dennis ---------
||
e-Mail: ||
DEN...@FUNLINE.GUN.DE || http://members.aol.com/DennisXXXX
DEN...@DENNIS.WMB.DE || of /fahrplaene
||
ICQ: 8093515 || PGP-Request: betref "##"
-------------------------------------------------------------------------
Goede avond,dames,meneeren,in enkele minuten bereiken wij de Station
Roosendaal. Deze trein zal verder rijden dan een Intercity via Dordrecht,
Rotterdam Centraal,Den Haag Hollands Spoor,Leiden,Schipol en de
eindbestemming Amsterdam Centraal.
Station Roosendaal
>ne...@karr.de (Martin Karr) wrote:
>>Am Tue, 03 Nov 1998 22:07:29 GMT, Marc.Hab...@gmx.de (Marc
>>Haber) schrieb:
>>>Ist das dann zwischen "Nordweststadt, Haus Bethlehem, Neureut-Heide"
>>>[1] und Welschneureuter Straße ähnlich?
>>>
>>Nein, soviel ich weiß nicht;
>>Die Grenze zwischen EBO und BOStrab ist in der Welschneureuter Str.,
>>wo die Straßenbahntrasse in die alte Bahnstrecke einmündet.
>>(Dort ist auch das BOStrab Zeichen So 1 bzw. So 2 (Anfang/ Ende
>>Zugsicherung) zu bewundern.
>
>Die Schleife am Haus Bethlehem ist aber auch mit Signalen gesichert.
Vielleicht weil auf diesem Streckenabschnitt mit größerer
Geschwindigkeit (V>70Km/h) verkehrt werden soll; dann ist
auch nach BOStrab Zugsicherung obligatorisch (nix mehr mit fahren
auf Sicht)
>Wo steht das So 1 zwischen Albtalbahnhof und Battstraße?
Gibt´s keins. Das Zeichen entstammt ja der BOStrab und
kann folglich nur an deren Eingangsbereich oder innerhalb
von BOStrab-Strecken stehen. Da aber an der Grenze zur EBO
(Albtalbahnhof) kein Streckenabschnitt mit Zugsicherung anschließt...
>Grüße
>Marc
Ebenfalls Grüße, Martin
>
>Dazu darf ich noch ein paar Details anfügen: Diese Obuslinie, wie so
>viele in Österreich ein typisches Produkt des 2. Weltkrieges mit
>seinem Mangel an so vielem, war schon 1944 zur Eröffnung vorbereitet
>-- ein Bombenangriff, der die Remise Gürtel samt Obussen schwerst
>beschädigte, verzögerte dies jedoch bis nach dem 2. Weltkrieg. Die
>Linie führte das seltsame Signal 22; 21 war vielleicht für die
>Klosterneuburger Linie gedacht(?)
>
Die haette wahrscheinlich eher das Signal 20 erhalten. Jedenfalls war
das das Signal der Autobuslinie nach Klosterneuburg. Die ist uebrigens
eine Zeit lang mit den Anhaengern der spaeteren Obuslinie 22 gefahren,
weil diese (weil noch zu wenig Unterwerke vorhanden waren) bis 1947
nicht mit Anhaengern verkehren durfte.
Ciao, Matthias
>> Da die OEG eine NE-Bahn ist, unterliegt diese nicht zwangslaeufig dem
>> AEG sondern wie die meisten anderen NE-Bahnen auch dem LEG.
>
>Dementsprechend gilt hier nicht eine oder keine "EBO fuer das LEG",
>sondern die vom Bundesminister fuer Verkehr verordnete EBO, die fuer
>alle regelspurigen Eisenbahnen des oeffentlichen Verkehrs gilt.
OEG = Regelspur ?
>Weil es hier um EISENbahnrechtliche Fragen geht, die nicht fuer den
>Stadtverkehr spezifisch sind, schlage ich vor, in deb.eisenbahn weiter-
>zudiskutieren, und habe entsprechendes Followup-to gesetzt.
Es ging um eine Abgrenzung der Verkehrsträger auf juristischer Basis. Daß
ist nicht ausschließlich Eisenbahnrecht. Immerhin war der Kern der
Diskussion in wie weit "hybride" Formen einzuordnen sind oder wie die
Handhabe ist. Daß kann man eigentlich ganz prima hier diskutieren
Gruß Thorsten
Es gab ein nur rudimentär verwirklichtes Nummernschema für Buslinien,
in dem für die "peripheren" Linien zweistellige Nummern vorgesehen
waren. Die Buslinie nach Klosterneuburg führte meines Wissens einmal
(zu Zeiten "Groß-Wiens" wahrscheinlich) die Nummer 20; 21 war dann die
Linie auf den Kahlenberg und 22 nach Salmannsdorf. Irgendwo am linken
Donauufer gab es auch einmal einen 17er Bus.
Andreas
> >Eine während des 2. Weltkrieges geplante und angeblich
> >teilweise gebaute Linie Heiligenstadt - Klosterneuburg (war
> >damals 26. Bezirk von "Groß Wien") wurde nie fertiggestellt.
>
> Diese Relation ist heute meines Erachtens ein Kandidat für
> vordringliche Ablösung des von Privatfirmen betriebenen Busverkehrs
IMHO sehr gut betrieben. Meistens AFAIK im 10 min-Takt. Und das schon zu
einer Zeit, als man von Heiligenstadt nach Grinzing nur im 15 min-Takt kam
(38A auf den Kahlenberg alle 30 min, dazwischen alle 30 min ein 37A ueber
dieselbe Strecke nach Grinzing).
> durch attraktivere Nahverkehrsmittel, welche auch immer.
Was meinst Du? Strassenbahn? Stadtbahn? Den D-Wagen ab Nussdorf S als
Zweisystemwagen auf der FJ-Bahn nach Klo'burg?
--
Liebe Gruesse
Cle-"heute wieder kreativ"-mens
> "21" hieß bis Ende der
> Sechzigerjahre der Kahlenbergbus, heute Teil des 38A, der
> dazwischen meines Wissens ein "S"-Signal (Sondertarif)
> führte.
Ja.
--
Liebe Gruesse
Clemens
uzs...@uni-bonn.de schrieb am 04.11.98 in der Msg A34294@MK2(Gruppe
de.etc.bahn.stadtverkehr):
RW>
RW>Dementsprechend gilt hier nicht eine oder keine "EBO fuer das LEG",
RW>sondern die vom Bundesminister fuer Verkehr verordnete EBO, die fuer
RW>alle regelspurigen Eisenbahnen des oeffentlichen Verkehrs gilt.
Die OEG ist eine Schmalspurbahn!
Achim
: (38A auf den Kahlenberg alle 30 min, ...
Da 'rauf muss es doch mal 'ne Zahnradbahn gegeben haben
(oder verwechsele ich da die Berge)?
Wie lange hat die denn eigentlich existiert? Entstanden sein
muss sie ja vor 1896 ( auf einer Karte von damals hab ich sie
verzeichnet gefunden).
Jan-Martin
>[Reichsbrückeneinsturz war übrigens am 1. Aug. 1976. Weiß ich so
>genau, weil eine meiner ersten aktiven Erinnerungen. War ja auch ein
>absoluter kollektiver Schock :-) ].
Ja, in der Früh Reichsbrücke eingestürzt, am Nachmittag Niki Lauda in
Monza verunglückt.
-Horst
--
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ICQ #22494998