>Eine Stromschiene kanns ja nicht sein, da die U-Bahn in Frankfurt ja
>mit Oberleitung fährt.
Da Frankfurt (Main) keine U-Bahn hat, solltest Du Deine Frage
nocheinmal genau formulieren und dann erst der Netzgemeinde zur
Diskussion vorlegen.
Möglicherweise meintest Du die unterirdische Straßenbahn in Ffm?
Gruß
Mathias m...@berlin.snafu.de http://www.snafu.de/~mat/
+++ Disclaimer: My opinions are my own +++ and mine only +++
Mathias Hiller schrieb:
> Da Frankfurt (Main) keine U-Bahn hat, solltest Du Deine Frage
> nocheinmal genau formulieren und dann erst der Netzgemeinde zur
> Diskussion vorlegen.
*plonk*
Oli
--
-----------------------------------------------------
No risk, no fun - no brain, no headache
Oliver Lemke, Uni Kassel, FB Bauingenieurwesen
-----------------------------------------------------
Bitte, Matthias, allmählich finde ich diese Haarspaltereien nicht mehr
witzig, sondern nervig. Wie wäre es, sich einfach mal an den
Sprachgebrauch der Leute zu halten, für die jenes Verkehrsmittel
unterwegs ist? Oder sagst du zu denen etwa U-Strab-Beförderungsfälle?
Joachim
Doch genau das wird's. Das sind Vorbereitungen fuer den Umbau der
Stromaufnahme ueber Stromschienen. Langfristig soll die Oberleitung
entfallen (und auch die Klingeln werden ausgebaut!). Die Frankfurter
U-Bahn wird streckenmaessig voellig unabhaengig trassiert. der Vorteil
ist dann, dass man hauptsaechlich wg. den oberirdischen Strecken
auf die Oberleitung verzichten kann wg. des optischen Eindrucks
(visuelle Umweltverschmutzung!).
Der RMV ist es halt auch leid immer vorgeworfen zu bekommen, dass
Frankfurt keine U-Bahn habe, deswegen tut man jetzt diesen
entscheidenden
Schritt, um das Gerede ein fuer allemal aus der Welt zu schaffen!
Gruss
GR
>
>Doch genau das wird's. Das sind Vorbereitungen fuer den Umbau der
>Stromaufnahme ueber Stromschienen. Langfristig soll die Oberleitung
>entfallen (und auch die Klingeln werden ausgebaut!). Die Frankfurter
>U-Bahn wird streckenmaessig voellig unabhaengig trassiert. der Vorteil
>ist dann, dass man hauptsaechlich wg. den oberirdischen Strecken
>auf die Oberleitung verzichten kann wg. des optischen Eindrucks
>(visuelle Umweltverschmutzung!).
Es ist aber auch ein Kostenfaktor.
Durch den geringeren Querschnitt des Fahrdrahtes steigt nicht nur der
Verlustwiderstand der Leitungen, sondern auch deren Unterhaltskosten.
Fahrleitungsanlagen muessen in regelmaessigen abstaenden auf
Drahtdurchmesser und Zugspannung im Draht ueberprueft , korrigiert
und/oder erneuert werden.
Eine Stromschiene dagegen wird einmal errichtet und steht dann ohne
jede Ueberwachung einige Jahrzehnte ohne weitere Kosten.
Gruss Thomas
####################################################
http://www.online.de/home/billy (meine persoenliche Homepage)
http://www.igeb.org (Homepage des Fahrgastverbandes IGEB e.V)
> Mathias Hiller schrieb:
>> Da Frankfurt (Main) keine U-Bahn hat, (...)
> Bitte, Matthias, allmählich finde ich diese Haarspaltereien nicht
> mehr witzig, sondern nervig. Wie wäre es, sich einfach mal an den
So isser nun mal. Dabei war ich es diesmal gar nicht, der das Reizwort benutzt
hat.
Durch den Umbau der C-Strecke steht inzwischen allerdings dem freizuegigen
Einsatz der Fahrzeuge auf dem ganzen Netz nicht mehr viel entgegen.
-JJ
RE steht fuer ReiseEppler!
Hmm, das Überprüfen des Drahtdurchmessers kann ich mir ja noch
vorstellen, aber wie korrigiert man den, falls erforderlich?
Gruß - Wolfgang
--
*** Don't Call Us, We'll Call You ***
*** Mon, 28 Sep 1998 22:01 +0200 ***
>Bitte, Matthias, allmählich finde ich diese Haarspaltereien nicht mehr
>witzig, sondern nervig.
Ich bin gespannt, wann Du über ähnlich gelagerte Fälle aufheulst ...
Ist eine Diesellok eine Dampflok, weil Rauchwolken hervorquellen?
>unterwegs ist? Oder sagst du zu denen etwa U-Strab-Beförderungsfälle?
Ich benutze bei Verkehrsmitteln gewöhnlich den Ausdruck "Fahrgäste".
>Hmm, das Überprüfen des Drahtdurchmessers kann ich mir ja noch
>vorstellen, aber wie korrigiert man den, falls erforderlich?
Durch kompletten Wechsel. Aber Thomas meinte sicher den zu
korrigierenden Abstand zwischen Schienenoberkante und dem Fahrdraht.
> On Sun, 27 Sep 1998 20:12:54 +0200, Joachim Schmid
> <joachim...@online-club.de> wrote:
>
> >Bitte, Matthias, allmählich finde ich diese Haarspaltereien nicht mehr
> >witzig, sondern nervig.
>
> Ich bin gespannt, wann Du über ähnlich gelagerte Fälle aufheulst ...
> Ist eine Diesellok eine Dampflok, weil Rauchwolken hervorquellen?
Trifft es zu, daß die Berliner U-Bahn, die Du sicher auch so
bezeichnest, nach der BO StraB betrieben wird? Oder gilt hier das
Preußische Kleinbahngesetz von 1893? Oder was sonst?
--
Eberhard; send your reply ONLY to: e...@snafu.de
> die U-Bahn in Frankfurt
Geht das *schon wieder* los?
Zu der zusaetzlichen Schiene: ich kenne die oertliche Situation nicht.
Allgemein finden sich solche Schienen dort, wo entweder eine erhoehte
Gefahr besteht, dass ein Zug entgleist (in scharfen Kurven vielleicht)
oder ein entgleister Zug empfindliche Bauteile (z.B. Brueckenpfeiler)
gefaehrden koennte. Diese Schienen sollten i.d.R. unbenutzt, also
dunkel-rostig, daliegen.
Holger
>On Mon, 28 Sep 1998 22:30:16 +0200, Wolfgang Broeker
><wolf...@broeker.com> wrote:
>
>>Hmm, das Überprüfen des Drahtdurchmessers kann ich mir ja noch
>>vorstellen, aber wie korrigiert man den, falls erforderlich?
>
>Durch kompletten Wechsel. Aber Thomas meinte sicher den zu
>korrigierenden Abstand zwischen Schienenoberkante und dem Fahrdraht.
>
Sorry. :-))
Aber ich bezog mich auf die Zugspannung im Draht, da diese mit der
abnahme des Querschnittes angepasst werden muss (Rissgefahr).
An die Hoehenlage des Drahtes und desen Spurlage hatte ich noch
garnicht gedacht.
Danke fuer den Nachtrag.
Du hast voellig recht! Wenn man dann die Stromschiene noch aus
Aluminium machen wuerde, wuerde man auch noch einen Haufen Strom
sparen! - Aber Du wirst sicher gemerkt haben, dass meine ganze
Antwort nicht ganz ernst gemeint war!
Gruss, Gerhard
Schade, nun hatten wir Mathias gerade soweit, daß er sich auf die
"Frankfurt kriegt jetzt doch eine U-Bahn-Diskussion" einläßt und nun
kommst Du und gibst so eine banale Erklärung für die dritte Schiene ab
...
...was das Frankfurter Netz ja eigentlich um eine seiner wenigen
Attraktionen ärmer macht. Früher gab es breite und schmale, hohe und tiefe,
neue und alte Wagen, die an Bahnsteigen wechselnder Höhe vorbeifuhren, so
dass man ohne mehrwöchige theoretische Betrachtung gar nicht verstand, was
da eigentlich warum und wo fuhr.
Für die dritte Schiene könnte ich ansonsten noch den Erklärungsversuch
bieten, dass sie mit den "Barriere" zwischen Stadtbahn- und
Vollbahnstromversorgung zusammenhängen könnte. Immerhin befinden sich die
spannungführenden und -ableitenden Gerätschaften im Tunnel in unmittelbarer
Umgebung.
Ciao, Dirk
--
* Dirk Hillbrecht, Hannover - City of the Expo 2000, Germany | A fool
* dirk.hi...@gmx.de | with a tool
* http://www-c.informatik.uni-hannover.de/~dh | is still
* I don't speak for anyone else but me, myself, and I. | a fool
>Schade, nun hatten wir Mathias gerade soweit, daß er sich auf die
>"Frankfurt kriegt jetzt doch eine U-Bahn-Diskussion" einläßt und nun
>kommst Du und gibst so eine banale Erklärung für die dritte Schiene ab
:-))))))))))))))))))))))
>Trifft es zu, daß die Berliner U-Bahn, die Du sicher auch so
>bezeichnest, nach der BO StraB betrieben wird? Oder gilt hier das
>Preußische Kleinbahngesetz von 1893? Oder was sonst?
1.) BOStrab. (Gilt wohl auch für die Frankfurter
Untergrund-Straßenbahn)
2.) Es handelt sich um ein völlig unabhängiges System. Wie sieht da
mit der Frankfurter Untergrund-Straßenbahn aus?
>Sorry. :-))
>Aber ich bezog mich auf die Zugspannung im Draht, da diese mit der
>abnahme des Querschnittes angepasst werden muss (Rissgefahr).
Auf die bin ich wiederum nicht gekommen ;-)
Hätte man nicht den Begriff U-Bahn zum volkstümlichen Oberbegriff für
Unterpflasterstraßenbahnen gemacht, dann hätten wir den Streit heute
nicht, denn die eigentlich "wissenschaftliche" Definition ist über jeden
Zweifel erhaben, von daher schüttel ich über diese Diskussion hier
einfach nur den Kopf.
U-Bahnen gibt es in:
1) Berlin
2) Hamburg
3) Nürnberg
4) München
Diese Systeme wurden als autarkes System erbaut, haben nichts mit dem
Straßenverkehr zu tun, sind auch nicht mit den früheren
Straßenbahnbetrieben in diesen Städten vernetzt gewesen, oder sind es
gar heute. Sie werden nach entsprechenden Grundsätzen betrieben, die auf
der BOStrab basieren. Das Kleinbahngesetz wurde für U-Bahnen nie
angewendet.
*Alle* anderen Betriebe in Deutschland, die für den *Fahrgast* heute
unter "U-Bahn" firmieren, bauen auf ehemaligen Straßenbahnbetrieben auf.
Viele Städte nennen diese Betriebe auch für den Fahrgast sichtbar
U-Stadtbahn oder U-Strab, einschl. des blauen Logos mit dem Vermerk
Stadtbahn.
Innerbetrieblich firmiert betriebstechnisch keiner dieser Betriebe als
U-Bahn, die eingesetzen Wagen werden in Beschreibungen der Hersteller
und Betriebe Stadtbahnwagen genannt.
Die hochausgebauten Stadtbahnbetriebe in Frankfurt/M und Stuttgart mögen
zwar U-Bahn*standard* aufweisen, sind es aber betriebstechnisch nicht,
der Fahrgast sieht sie aber zurecht als solche an.
Der erst jung ausgebaute Betrieb in Karlsruhe firmiert als S-Bahn, würde
in Karlsruhe irgendwann doch noch ein Tunnel gebaut werden, dann fährt
dort keine U-Bahn, sondern eine S-Bahn, nebst Straßenbahnlinien.
Logisch, oder? ;-)
Wir pflegen hier keine Stammtischparolen auf Bild-Zeitungniveau. Und
somit müssen wir an unsere Diskussionen schon tatsächliche
Randbedingungen knüpfen.
Sonst können wir demnächst einen Thread zum Eschede-Unglück aufmachen,
und dort fragen "Welcher Idiot hat in Eschede eine Brücke gebaut und
davor noch eine Weiche gelegt???"
(Wenn dieses nun auch ein wenig arg überspitzt ist...)
Soviel zu dieser Diskussion, die ich zwar lustig finde, wie sich hier
Leute gegenseitig die Köpfe einschlagen, über Dinge - die eigentlich
klar definiert sind.
Viele Grüße
Jan Borchers
Komischer Zufall. Ich habe gerade in debe auf den korreekten begriff
hingewiesen.
> Die hochausgebauten Stadtbahnbetriebe in Frankfurt/M und Stuttgart mögen
> zwar U-Bahn*standard* aufweisen, sind es aber betriebstechnisch nicht,
> der Fahrgast sieht sie aber zurecht als solche an.
Zurecht? Wohl nur, weil er keine U-Bahn kennt. Frankfurt kenne ich
nicht, aber die Stuttgarter Fahrzeuge wirken wie die typische
Straszenbahnform (schmal und hoch), die wuerde auch ein Normalfahrgast
kaum mit den eisenbahnfoermigen U-Bahnen in Verbindung bringen, wenn er
beide kennen wuerde.
Michael Kauffmann
>
>Du hast voellig recht! Wenn man dann die Stromschiene noch aus
>Aluminium machen wuerde, wuerde man auch noch einen Haufen Strom
>sparen! - Aber Du wirst sicher gemerkt haben, dass meine ganze
>Antwort nicht ganz ernst gemeint war!
>
Deshalb hatte ich auch nur auf den ersten Absatz hin gepostet.
Auf das magische Reizthema wollte ich nicht naehr eingehen. ;-)
Du hast voellig recht mit Deiner Argumentation und ich bin mir
100%ig sicher, dass alle die hier diskutieren das genauso sehen.
Blos es gibt halt e paar echte Frankforter die forchtbar gern
e rischtische U-Bahn habbe taete und es gibt ein paar waschechte
Berliner, die diese deswegen furchtbar gerne foppen wollen!
Das ist alles!
Gruss GR
Jein!
Im Frankfurter Sprachgebrauch wird dieses Verkehrsmittel nun mal als U-Bahn bezeichnet, unabhängig davon, ob es nach gaengigen Definitionen eine ist (ist es auch meiner Meinung nach nicht).
Deshalb folgende Bitte: akzeptiert den Sprachgebrauch der Frankfurter. Dass es keine 'echte' U-Bahn ist, weiss hier inzwischen sicher (fast*) jeder.
Gruss Gerhard
(* wer ist wohl die Ausnahme?)
>Doch genau das wird's. Das sind Vorbereitungen fuer den Umbau der
>Stromaufnahme ueber Stromschienen. Langfristig soll die Oberleitung
>entfallen (und auch die Klingeln werden ausgebaut!). Die Frankfurter
>U-Bahn wird streckenmaessig voellig unabhaengig trassiert. der Vorteil
>ist dann, dass man hauptsaechlich wg. den oberirdischen Strecken
>auf die Oberleitung verzichten kann wg. des optischen Eindrucks
>(visuelle Umweltverschmutzung!).
Ich habe neulich mal gehoert, dass im Stadtbereich von Ffm. demnaechst
wie Wild Bahnen (welche, lasse ich aus bekannten Gruenden bewusst offen)
in der Erde verbuddelt werden sollen.
Weiss jemand, was da konkret passieren soll ausser dem, was Du da schon
geschrieben hattest? Neue Linen, Verlaengerung der alten oder wie?
--
Der Unterschied zwischen Linux und anderen PC-Betriebsystemen entspricht
ungefaehr dem Unterschied zwischen tauchen und schnorcheln.
Gerhard Radermacher schrieb:
> Du hast voellig recht! Wenn man dann die Stromschiene noch aus
> Aluminium machen wuerde, wuerde man auch noch einen Haufen Strom
> sparen!
Gibts schon! In einer aelteren Ausgabe von verkehr+technik war mal ein
Artikel ueber eine Stahl-Aluminium-Verbund-Stromschiene. Die
Beruehrungsflaeche war aus Stahl, der Koerper aus Alu. Die beiden
Werkstoffe wurde irgendwie ganz kompliziert miteinander verwalzt.
Uebrigens war bei den Artikel ein Bild ueber die Testpahse:
Es wurde ein Kurzschlusstest gemacht, wobei _manuell_ mittels eines
Gestelles der Kontakt zwischen Fahr- und Stromschiene hergestellt wurde.
Ist das nicht etwas gefaehrlich und...aehh...etwas laut?
>Jan Borchers schrieb: (...)
Meinen Dank erstmal an Jan für diese Zusammenfassung.
>Blos es gibt halt e paar echte Frankforter die forchtbar gern
>e rischtische U-Bahn habbe taete und es gibt ein paar waschechte
>Berliner, die diese deswegen furchtbar gerne foppen wollen!
>Das ist alles!
Ja.
>Deshalb folgende Bitte: akzeptiert den Sprachgebrauch der Frankfurter. Dass es keine 'echte' U-Bahn ist, weiss hier inzwischen sicher (fast*) jeder.
>Gruss Gerhard
Das ist schon keine Bitte mehr, das ist Bettelei! ;-)
>(* wer ist wohl die Ausnahme?)
Ich weiß nicht ...
Hä???? Kann mich nicht erinnern, jemals über den Dampfgehalt von
Dieselabgasen räsoniert zu haben.
Joachim
Du scheinst die alten Stuttgarter Straßenbahnwagen GT4 mit den dortigen
Stadtbahnwagen DT8 zu verwechseln. Die DT8 sehen sehr U-Bahn-mäßig aus!
Gleiche Hauptabmessungen und Bauart wie die Münchner U-Bahn-Wagen, bloß
mit weniger Türen und nur 2,65 m breit.
Joachim
Viele Grüße
Karl, der Glockenwurm
>Also ich durchschau eure Diskussion, was eine Ustrab und was eine U-Bahn ist
>nicht ganz. In wien ist es einfach. Da haben wir nämlich auch eine
>Unterpflasterstraßenbahn. Aber dort fahren wie schon der Name sagt,
>Straßenbahnen unter der Erde
Um die Spitzfindigkeiten jetzt noch auf die Spitze zu treiben, könnte ich
mit der Begriffsdefinition von Ermst Kurz kommen, der in seinem sehr guten
Buch über die Entwicklung des öffentlichen Verkehrs in Wien zwischen
U-Bahnen, U-Straßenbahnen und Unterpflasterstarßenbahnen unterscheidet.
In Wien wäre nach der Defginition von Kurz der Tunnel am Gürtel eine
U-Straßenbahn, das Jonasreindl (wienerisch für die Umkehrschleife
Schottentor) hingegen eine Unterpflasterstraßenbahn.
Ist in meinen Augen aber wirklich eher eine Spitzfindigkeiet, genauso wie
die Tatsache, daß Daniel Riechers in seinem Buch sich weigert, die Wiener
Linie U6 als U-Bahn zu bezeichnen, was sie meiner Meinung nach ganz
eindeutig ist.
Grüße,
-H
--
Die Wiener U-Bahn - The Vienna Metro:
http://aardvark.magnet.at/metro/
> > Ich bin gespannt, wann Du über ähnlich gelagerte Fälle aufheulst ...
> > Ist eine Diesellok eine Dampflok, weil Rauchwolken hervorquellen?
>
> Hä???? Kann mich nicht erinnern, jemals über den Dampfgehalt von
> Dieselabgasen räsoniert zu haben.
Der ist aber ganz enorm (Hauptverbrennungsprodukt).
Viele Grüße
Ulrich
---------------------------------------------
Vorsicht: Diese Nachricht hat keine Signatur!
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> Uebrigens war bei den Artikel ein Bild ueber die Testpahse:
> Es wurde ein Kurzschlusstest gemacht, wobei _manuell_ mittels eines
> Gestelles der Kontakt zwischen Fahr- und Stromschiene hergestellt wurde.
> Ist das nicht etwas gefaehrlich und...aehh...etwas laut?
Das kommt ganz auf die Versuchsbedingungen an, die so nicht ohne
weiteres aus einem Bild zu ersehen sind.
:-)
Torsten Schneider schrieb:
> Gerhard Radermacher wrote:
> >Doch genau das wird's. Das sind Vorbereitungen fuer den Umbau der
> >Stromaufnahme ueber Stromschienen. Langfristig soll die Oberleitung
> >entfallen (und auch die Klingeln werden ausgebaut!). Die Frankfurter
> >U-Bahn wird streckenmaessig voellig unabhaengig trassiert. der Vorteil
> >ist dann, dass man hauptsaechlich wg. den oberirdischen Strecken
> >auf die Oberleitung verzichten kann wg. des optischen Eindrucks
> >(visuelle Umweltverschmutzung!).
Diesen Beitrag solltest Du aus den bekannten Gruenden nicht ganz
so ernst nehmen!
> Ich habe neulich mal gehoert, dass im Stadtbereich von Ffm. demnaechst
> wie Wild Bahnen (welche, lasse ich aus bekannten Gruenden bewusst offen)
> in der Erde verbuddelt werden sollen.
> Weiss jemand, was da konkret passieren soll ausser dem, was Du da schon
> geschrieben hattest? Neue Linen, Verlaengerung der alten oder wie?
Die Verlaengerung der U4 von Seckbacher Landstraße über Konstabler
Wache und Römer bis zum Hauptbahnhof ist im Bau und wird wohl naechstes
Jahr
in Betrieb gehen. Baukosten fuer 2 weitere Stationen (Messe und
Bockenheimer
Warte) wobei letztere eine Kreuzungsstation mit U6/U7 ist: ca.
500.000.000 DM!
Ausserdem wird wohl auch die seit ca. 87,531 Jahren im Bau befindliche
Verlaengerung
der U6 vom Zoo bis zum Ostbahnhof (eine Station; im Rohbau fertig)
nächstes
Jahr in Betrieb gehen.
Geplant ist eine Verlängerung der U4 ab Bockenheimer Warte über
Zeppelinallee
nach Ginnheim. Ab dort soll sie die bisherige Strecke der U1 von
Ginnheim bis
zum Nordwestzentrum befahren, wobei langfristig geplant ist, diese
Strecke
vor Zeilweg auszufädeln und als U-Strecke unter dem Mertonviertel bis
nach
Kalbach auf die U2-Strecke zu verlängern.
Für mehr ist vorläufig mit Sicherheit kein Geld da!
Auf was Du wahrscheinlich anspielst, das ist dieses sagenumwobene
Projekt
Frankfurt 21. Es sieht die Tieferlegung der Gleisanlagen des
Hauptbahnhofes
vor (unter Reduzierung der Bahnsteige) um durch Weiterführung der
Strecken
durch einen Tunnel unter der Innenstadt aus dem bisherigen Kopfbahnhof
einen Durchgangsbahnhof zu machen. Die Tunnelstrecke (Dies ist jetzt mit
Vorsicht zu geniessen, weil ich mir bei allen Details nicht sicher bin,
ob ich sie richtig in Erinnerung habe. Ich habe keine Unterlagen, wo ich
es nachschauen koennte!) soll im Osten an die beiden Strecken Richtung
Hanau am Ostbahnhof und ueber Offenbach und auch ueber eine Schleife
nach
Norden bis etwa Bad Vilbel auf die Strecke nach Friedberg angeschlossen
werden.
Der Vorteil dieser Lösung wäre, daß Züge im Hauptbahnhof nicht mehr
wenden
müßten und deswegen einige wenige Minuten früher wieder abfahren
könnten.
Die Baukosten liegen so im Größenbereich von 20 Mrd. DM. Das schafft
Arbeitplätze!
Das Ganze soll finanziert werden durch den Verkauf der dann überbaubaren
Flächen die das jetzige Gleisvorfeld des Hauptbahnhofs darstellen (und
wahrscheinlich auch durch die Flächen des aufzulassenden Güterbahnhofes
hinter dem Messegelände) an private
Investoren, die dort eine Hochhaus-City hinstellen! (Ähnlichkeiten mit
Stuttgart 21 und München 21 sind nicht zufällig sondern beabsichtigt!)
Gruss Gerhard
Also da hat einer einen riesen Blödsinn verzapft (auch wenn er ein Buch
geschrieben hat). Denn das Jonasreindl ist bei uns eine Unterführung. Denn wäre
sie eine Unterpflasterstraßenbahn, kurz Ustrab, dann müßten dort Signale hängen
und die Fahrer die dort fahren bräuchten eine eigene Schulung. Bist du sicher,
das du das nicht mit der U2 verwechselst? Denn dort fuhren früher die Linien E2,
G2 und H2 in einer USTRAB.
Und der Bereich am Gürtel ist ebenfalls eine Ustrab - Strecke. Wobei das UStrab
nicht für U-Straßenbahn steht, sondern für Unterpflasterstraßenbahn.
>Ist in meinen Augen aber wirklich eher eine Spitzfindigkeit, genauso wie
>die Tatsache, daß Daniel Riechers in seinem Buch sich weigert, die Wiener
>Linie U6 als U-Bahn zu bezeichnen, was sie meiner Meinung nach ganz
>eindeutig ist.
>
>Grüße,
>-H
Nein überhaupt nicht. Denn die U6 wurde anläßlich der Verlängerung der Stadtbahn
nach Philadelphiabrücke 1989 in eine U-Bahn umgewidmet.
Karl, der Glockenwurm
> Mathias Hiller wrote:
> >
> Hätte man nicht den Begriff U-Bahn zum volkstümlichen Oberbegriff für
> Unterpflasterstraßenbahnen gemacht, dann hätten wir den Streit heute
> nicht, denn die eigentlich "wissenschaftliche" Definition ist über jeden
> Zweifel erhaben, von daher schüttel ich über diese Diskussion hier
> einfach nur den Kopf.
Wenn es um Unterpflaster-Straßenbahnen geht, ist dann das Berliner
"Großprofil" keine U-Bahn, weil in - 1 1/2 oder tiefer gelegen und eben
nicht als Unterpflasterbahn gebaut, oder gar die noch tiefer liegenden
U-Bahnen in Stockholm oder London oder Paris?
> U-Bahnen gibt es in:
>
> 1) Berlin
> 2) Hamburg
> 3) Nürnberg
> 4) München
>
> Diese Systeme wurden als autarkes System erbaut, haben nichts mit dem
> Straßenverkehr zu tun, sind auch nicht mit den früheren
> Straßenbahnbetrieben in diesen Städten vernetzt gewesen, oder sind es
> gar heute.
Ist dann die Kleinprofil-U-Bahn in (Ost-)Berlin eine S-Bahn, da sie an
das S-Bw Friedrichsfelde angeschlossen war?
Und wie ist das dann mit der Frankfurter B-Linie, solange sie linienrein
zwischen Seckbacher Landstraße und Hauptbahnhof verkehrte mit völlig
eigenem Wagenmaterial und ohne mehr als Überführungsverbindungen zum
übrigen Straßenbahn- bzw. Stadtbahn-Netz?
> Sie werden nach entsprechenden Grundsätzen betrieben, die auf
> der BOStrab basieren. Das Kleinbahngesetz wurde für U-Bahnen nie
> angewendet.
Das hatte ich - mit Verlaub - auch nie ernsthaft in Betracht gezogen ...
> *Alle* anderen Betriebe in Deutschland, die für den *Fahrgast* heute
> unter "U-Bahn" firmieren, bauen auf ehemaligen Straßenbahnbetrieben auf.
Wie ist das mit der Flachbahn der Berliner Hochbahngesellschaft?
> Viele Städte nennen diese Betriebe auch für den Fahrgast sichtbar
> U-Stadtbahn oder U-Strab, einschl. des blauen Logos mit dem Vermerk
> Stadtbahn.
...
> Der erst jung ausgebaute Betrieb in Karlsruhe firmiert als S-Bahn, würde
> in Karlsruhe irgendwann doch noch ein Tunnel gebaut werden, dann fährt
> dort keine U-Bahn, sondern eine S-Bahn, nebst Straßenbahnlinien.
> Logisch, oder? ;-)
Wahrscheinlich müßte man über die EBO-StraBs vs. S-Bahn einen ganz
ähnlichen Thread vom Zaun brechen können ... oder über den
S-Bahn-ähnlichen Verkehr, der mancherorts als S-Bahn daher kommt.
> Wir pflegen hier keine Stammtischparolen auf Bild-Zeitungniveau. Und
> somit müssen wir an unsere Diskussionen schon tatsächliche
> Randbedingungen knüpfen.
Wär nur schön, wenn die Debatte nicht Anzeichen von akademischem
Dogmatismus annähme ...
Die Rahmenbedingungen sollten die Beförderungsfälle sein (au wei!
Grammatik-Falle!). Merke: ÖPNV ist eine Dienstleistung, eine
Dienstleistung, eine Dienstleistung ...
Nix für ungut, Beste Grüße
Michael Kauffmann schrieb in Nachricht
<3610EB...@photo.verm.tu-muenchen.de>...
>Jan Borchers wrote:
>> Die hochausgebauten Stadtbahnbetriebe in Frankfurt/M und Stuttgart mögen
>> zwar U-Bahn*standard* aufweisen, sind es aber betriebstechnisch nicht,
>> der Fahrgast sieht sie aber zurecht als solche an.
>
>Zurecht? Wohl nur, weil er keine U-Bahn kennt. Frankfurt kenne ich
>nicht, aber die Stuttgarter Fahrzeuge wirken wie die typische
>Straszenbahnform (schmal und hoch), die wuerde auch ein Normalfahrgast
>kaum mit den eisenbahnfoermigen U-Bahnen in Verbindung bringen, wenn er
>beide kennen wuerde.
Kommt drauf an. In Stuttgart gibt es noch die alten Fahrzeuge, die wo
(schwäcische Relativsatz!) die Leute auch als "Straßenbahn" bezeichnen. Die
sind meterspurig, haben die typische Straßenbahnform mit Mittelgelenk und
sind nur noch in Doppeltraktion anzutreffen. Diese verkehren noch auf 2
Linien, nämlich auf der 2 und der 15. Die haben deshalb kein "U".
Die normalen DT4 dagegen, zweiteilig, gelb, normalspurig und recht modern
sehen die Meisten durchaus als U-Bahn-Fahrzeuge an.
Ciao,
Benny Siegert.
--
Homepage: http://home.t-online.de/home/benny.siegert/
> Und wie ist das dann mit der Frankfurter B-Linie, solange sie linienrein
> zwischen Seckbacher Landstraße und Hauptbahnhof verkehrte mit völlig
> eigenem Wagenmaterial und ohne mehr als Überführungsverbindungen zum
> übrigen Straßenbahn- bzw. Stadtbahn-Netz?
>
Die Ausbaustandards mögen zwar U-Bahnstandards haben... Aber eine U-Bahn
hat keine Bremslichter... ;-)
> Wie ist das mit der Flachbahn der Berliner Hochbahngesellschaft?
Sowohl in Berlin als auch in Hamburg wurden die heutigen U-Bahnbetriebe
zunächst als Hochbahn geplant und gebaut, ehe die fortschreitende
Stadtentwicklung den Untergrund erforderlich machte (daher der Name
Hamburger Hochbahn AG).
> Wär nur schön, wenn die Debatte nicht Anzeichen von akademischem
> Dogmatismus annähme ...
Erwarte ich doch auch nicht, aber man darf vor lauter Lokalpatrionismus
auch nicht die Fakten vergessen...
> Die Rahmenbedingungen sollten die Beförderungsfälle sein (au wei!
> Grammatik-Falle!). Merke: ÖPNV ist eine Dienstleistung, eine
> Dienstleistung, eine Dienstleistung ...
Jo, stimmt - deswegen nehme ich auch keinem *Fahrgast* in FFM oder S die
Bezeichnung U-Bahn übel, weil er fährt eben in gewissen Standards.
Viele Grüße
Jan Borchers
>Also da hat einer einen riesen Blödsinn verzapft (auch wenn er ein Buch
>geschrieben hat). Denn das Jonasreindl ist bei uns eine Unterführung. Denn wäre
>sie eine Unterpflasterstraßenbahn, kurz Ustrab, dann müßten dort Signale hängen
>und die Fahrer die dort fahren bräuchten eine eigene Schulung.
Das widerspricht sich nicht. Kurz unterscheidet zwischen U-Bahn,
Untergrundstraßenbahn (Ustrab) und Unterpflasterstraßenbahn (Upflaba). Und
eben weil im Jonasreindl keine Signale hängen und es keine eigene Schulung
gibt, ist es eine Upflaba und keine Ustrab.
Aber wie gesagt, Spitzfindigkeiten...
>Nein überhaupt nicht. Denn die U6 wurde anläßlich der Verlängerung der
Stadtbahn
>nach Philadelphiabrücke 1989 in eine U-Bahn umgewidmet.
Das versteh ich jetzt nicht ganz - gibst du mir jetzt recht oder
widersprichst du mir?
Meiner Meinung nach ist der Begriff "Stadtbahn" ein ziemlich unsäglicher -
als er in Wien 1898 eingeführt wurde, hat man einfach einen im Ausland
üblichen Begiff genommen und übersetzt (metropolitan railway in London,
metropolitain in Paris).
Trotzdem sagt niemand von London, dort wäre 1863 eine Stadtbahn eröffnet
worden, die dann später zur U-Bahn umgebaut wurde - obwohl dort genau
dasselbe passiert ist wie in Wien, nämlich daß eine Dampfeisenbahn später
elektrifiziert wurde.
In Wien hat sich der Begriff "Stadtbahn" ja nur deswegen so lange
gehalten, weil das Wort "U-Bahn" ein Begriff der Oppositionsparteien und
politisch verpönt war.
Jan Borchers wrote:
> Wir pflegen hier keine Stammtischparolen auf Bild-Zeitungniveau. Und
> somit müssen wir an unsere Diskussionen schon tatsächliche
> Randbedingungen knüpfen.
Da die Randbedingungen sich gewandelt haben, sind aber IMHO neue
Definitionen und Begrifflichkeiten notwendig.
Als Mitte der 60er Jahre das Bundesverkehrsministerium den Bau von
Tunnelstrecken forcierte, war die Stadtbahn als Vorstufe zur "reinrassigen
U-Bahn" vorgesehen. Die Baustandarts richteten sich daher nach den
Bedürfnissen eines späteren U-Bahnbetriebs (Hochbahnsteige etc.). Als klar
wurde, daß es wirtschaftlich und finanziell nicht immer weiter aufwärts
ginge, nahm man teilweise Abschied von der Hoffnung U-Stadtbahnen in
absehbarer Zeit zu voll U-Bahnen ausbauen zu können.
Die Wiederentdeckung der Straßenbahn und der entsprechende Ausbau führte
dazu, daß auch Stadtbahnsysteme ohne Tunnelstrecken möglich sind und durch
Einbeziehung von Eisenbahnstrecken die Ausdehnung in die Region möglich ist
(Regional-Stadtbahn).
Der Begriff Stadtbahn ist daher nicht mehr klar zu definieren, zumal wenn er
mittlerweile auch für moderne Straßenbahnsysteme (wie bspw. Darmstadt
verwendet wird). Er besagt lediglich, daß es sich um ein modernes kommunales
Schienenverkehrsmittel handelt, welches zu einem bedeutenden Teil eigene
Trassen befährt.
Wenn also die Frankfurter "U-Bahn" (die das "U"-Logo ohne Zusatz trägt) auch
keine "reinrassige U-Bahn" (ein Terminus der u.a.von der
Stadtbahngesellschaft Rhein-Ruhr verwendet wird) ist, hat sie aber bereits
zuviele Merkmale einer U-Bahn um als "Unterpflasterstraßenbahn" oder
bezeichnet zu werden. Die Bezeichnung Stadtbahn trifft zwar zu, sagt aber
nichts über die Bauform und Trassierung aus.
Im übertragenen Sinne müßte man sagen, die Frankfurter U-Bahn ist eine nicht
ausgewachsene U-Bahn - quasi ein U-Bahnkind (schließlich kam der Vater
-sprich der erste Chef des Stadtbahnbauamtes aus Berlin). Auch wenn die
Frankfurter U-Bahn auf Dauer ihre kindliche Ungezwungenheit, die sie auch
mal auf Straßenniveau fahren läßt, behalten wird, gehört sie IMHO der
U-Bahnfamilie an (auch wenn diese mit "Schwiegersöhnen oder -töchtern ihre
Schwierigkeit hat).
Ich plädiere daher nicht, wie bisher praktiziert, den Stadtbahnbegriff
aufzuspalten, sondern diesen für oberirdische Systeme ohne wesentliche
Tunnelabschnitte zu verwenden und dafür den U-Bahnbegriff um die "U-Bahn
light" zu ergänzen oder sonstwie zeitgemäße Begrifflichkeiten für den "Light
Railway Transit" zu definieren (wäre dringend notwendig damit diese
Dauerdiskussion mal zu einem fruchtbaren Ende geführt wird).
Denjenigen, die mir jetzt unterstellen werden, daß ich als Frankfurter die
U-Bahnehre der Stadt retten wollte, sei gesagt, daß ich froh bin, das wir
keine "reinrassige U-Bahn" haben, sondern als tolerante Stadt auch sinnvolle
Mischungen praktizieren. Ich hoffe sogar, daß künftig einige U-Bahnelemente,
wie die unterirdischen Zugänge zu den Stationen im Zuge der Eschersheimer
Landstraße verschwinden.
So jetzt habe ich aber schon viel zu viel geschrieben.
Tschüß,
Stephan
>>
>> Ist dann die Kleinprofil-U-Bahn in (Ost-)Berlin eine S-Bahn, da sie an
>> das S-Bw Friedrichsfelde angeschlossen war?
>>
>Die U-Bahnlinie A musste in DDR-Zeiten eine eigene Wartungsanlage
>erhalten, da die Bw Grunewald des Kleinprofiles im Westen lag. Somit
>wurde der Wagenpark der Kleinprofilstrecke zum U-Bw Friedrichsfelde des
>Großprofils gefahren. Das hat aber *nichts* mit dem S-Bw Friedrichsfelde
>zutun, bitte die Zusammenhänge beachten, danke!
>
Im U-Bw Friedrichsfelde wurden nur kleine Reparaturen an den Zuegen
vorgenommen, alle HUs wurden im ex RAW Schoeneweide vorgenommen. Und
fuer solche Ueberfuehrungen wurde am S+U-Bf-Wuhletal eine
Gleisverbindung zwischen U-Bahn und S-Bahn geschaffen.
Ergo: Die U-Bahnwagen wurden am S-Bw Friedrichsfelde vorbei gefahren.
> Und der Bereich am Gürtel ist ebenfalls eine Ustrab - Strecke. Wobei das
> UStrab nicht für U-Straßenbahn steht, sondern für
> Unterpflasterstraßenbahn.
Was ist aber, wenn an der Oberflaeche kein Pflaster mehr ist? Das ist ja
sicher im Bereich der Ustrabstrecke am Guertel so. Was ist dann die
richtige Bezeichnung fuer Ustrab?
:-) Edwin.
> Eberhard wrote:
> > Ist dann die Kleinprofil-U-Bahn in (Ost-)Berlin eine S-Bahn, da sie an
> > das S-Bw Friedrichsfelde angeschlossen war?
> >
> Die U-Bahnlinie A musste in DDR-Zeiten eine eigene Wartungsanlage
> erhalten, da die Bw Grunewald des Kleinprofiles im Westen lag. Somit
> wurde der Wagenpark der Kleinprofilstrecke zum U-Bw Friedrichsfelde des
> Großprofils gefahren. Das hat aber *nichts* mit dem S-Bw Friedrichsfelde
> zutun, bitte die Zusammenhänge beachten, danke!
Danke für die Korrektur, da hatte sich in meinem Gedächtnis eine
Verwechslung festgesetzt.
> > Und wie ist das dann mit der Frankfurter B-Linie, solange sie linienrein
> > zwischen Seckbacher Landstraße und Hauptbahnhof verkehrte mit völlig
> > eigenem Wagenmaterial und ohne mehr als Überführungsverbindungen zum
> > übrigen Straßenbahn- bzw. Stadtbahn-Netz?
> >
> Die Ausbaustandards mögen zwar U-Bahnstandards haben... Aber eine U-Bahn
> hat keine Bremslichter... ;-)
Wofür braucht(e) die B-Linie Bremslichter? Und ist das dann der einzige,
allein diskriminierende Unterschied? Macht dann ein funktionsloser
Farbklecks die Unterscheidung aus, nach dem Motto alle U-Bahnen sind
blau?
> > Wie ist das mit der Flachbahn der Berliner Hochbahngesellschaft?
>
> Sowohl in Berlin als auch in Hamburg wurden die heutigen U-Bahnbetriebe
> zunächst als Hochbahn geplant und gebaut, ehe die fortschreitende
> Stadtentwicklung den Untergrund erforderlich machte (daher der Name
> Hamburger Hochbahn AG).
Meine Frage bezog sich auf die _Flach_bahn, nicht auf die eigentliche
Hochbahnstrecke. Schließlich wurde die Flachbahn als echte Straßenbahn
von der Hochbahngesellschaft errichtet und betrieben.
Nur ganz zum Schluß noch: In Anbetracht der immensen Investitionskosten
für ein "echtes" U-Bahn-System, der deutlichen Überlegenheit eines
Straßenbahn-Netzes in der Flächenerschließung und der Chancen von
Linienbündelung erscheint mir (seit Beginn der Stadtbahn-Diskussion in
NRW) das Stadtbahnkonzept deutlich moderner als die U-Bahn-Manie in
München und Berlin (Asche aufs Haupt meiner Heimatstadt!). Auswüchse wie
die Station Hauptbahnhof in Bonn sind natürlich Ergebnisse eines
kommunalpolitischen Egotrips, unterscheiden sich darin aber auch kaum
von der Nord-Verlängerung der U 8 in Berlin oder den jahrzehntelangen
Parallelplanungen von U 10 und S-Bahn mit all den Geisterbahnhöfen und
-Tunnelstücken im Zuge der Bundesstraße 1.
"Erkauft" wird die größere Flexibilität in der Anbindung der weniger
zentralen Stadtteile natürlich durch Störfaktoren wie
Fahrplan-Abweichungen und die Ein- und Ausfädelung der einzelnen
Linienäste. Also weniger verläßlicher Takt-Fahrplan und geringfügig
größere Zugabstände.
Gruß aus der Hauptstadt
>An der Haltestelle Hauptwache in Richtung Zoo/Enkheim habe ich an der
>linken Schiene eine weitere entdeckt.
>Wozu dient sie?
>Eine Stromschiene kanns ja nicht sein, da die U-Bahn in Frankfurt ja
>mit Oberleitung fährt.
PMS= ProfilMessSchiene.
Die gibt es noch bei der einfahrt in die Wendeanlage Suedbahnhof,
allerdings nicht im sichtbaren Bereich. Die Anlage an der Hauptwache
ist in die Leitschiene (Entgleisungsschutz da die Station im Bogen
liegt) mit eingebaut. Wenn Du auf dem Bahsteig der S-bahn stehst
kannst Du an einigen stellen ein schwaches rotes Leuchten an der
Schiene sehen (Wenn die Einrichtung nicht zu schmutzig ist).
Die lichtabtastung geschieht auf Hoehe des H1. Die Radarmessung bei
einfahrt in den Bahsteig. Die Radprofiele werden allerdings auch noch
mal im Depot allabendlich nachgemessen, da die Anlagen sehr
Stoeranfaellig sind bzw. auf der B-Strecke keine vorhanden sind.
Gruss Tobias
--
Tobias Nicht Tobias...@gmx.net
Karlstrasse 32 Tel: ++49 69 817623
63065 Offenbach Quix: ++49 165 6 2710563
http://home.t-online.de/home/tobias.nicht/start.htm
Ich kenne aus Stuttgart alte rundliche und neue eckige Straßenbahnen.
Und beides finde ich auf Mercurio wieder, und die eckigen heißen DT8.
> Die DT8 sehen sehr U-Bahn-mäßig aus!
Auf mich wirken die überhaupt nicht so.
> Gleiche Hauptabmessungen und Bauart wie die Münchner U-Bahn-Wagen, bloß
> mit weniger Türen und nur 2,65 m breit.
Das ist doch schon ein Unterschied.Und auf den Bildern fällt mir auf,
daß dir gelbe Hülle vorne sehr weit hinunterreicht. Vielleicht deshalb
wirken die auf mich mehr hoch als breit und somit eindeutig
straßenbahnmäßig.
Michael Kauffmann
Ah, dieses Kriterium hatten wir noch überhaupt nicht. Es steht
in einer Linie mit Klingel und Drehfalttür.
Gruß - Wolfgang
--
*** Don't Call Us, We'll Call You ***
*** Thu, 01 Oct 1998 18:02 +0200 ***
Also ehrlich gesagt ist es mir als Fahrgast ziemlich egal, wie eine
unabhängige Trasse mit ordentlicher Fahrgeschwindigkeit realisiert wird.
Die Frankfurter U3 ist auf jeden Fall deutlich schneller als die
Hamburger _Hoch_bahn!
Joachim
--
Edwin Cikan schrieb in Nachricht
<1dg846p.1wk...@macec.cc.univie.ac.at>...
>Was ist aber, wenn an der Oberflaeche kein Pflaster mehr ist? Das ist ja
>sicher im Bereich der Ustrabstrecke am Guertel so.
Schuld an dem Kuddelmudel sind - die Magyaren.
Ich vermute nämlich, daß die Bezeichnung "Unterpflasterbahn" nämlich nichts
anderes ist als die wörtlich Übersetzung des ungarischen Begriffs
"földalatti vasút". Und als "Millenniumi földalatti villamos vasút" wurde
die 1896 eröffnete elektrische Bahn ("villamos", wörtlich "Elektrische" ist
die in Ungarn gebräuchliche Kurzbezeichnung für Straßenbahn) vom Vörösmarty
tér im Zentrum von Pest (der Teil von Buda-Pest auf dem Ostufer der Donau)
zum Varosligét (Stadtwald) bezeichnet. Sie ist - obwohl nach Umbauten
inzwischen zur Gänze im Tunnel liegend - im Grunde eine in einen seicht
unter dem "Pflaster" der Andrassy-Straße liegenden Tunnel verlegte
Straßenbahn. Kurioserweise gibt es in Budapest Tramwaylinien mit höherer
Kapazität, da die Földalatti (offiziell als Metrovonal/U-Bahnlinie M1
bezeichnet) nur einen für einen Gelenk-Achtachser ausreichende
Bahnsteiglänge hat. Die Földalatti wurde gebaut, um den zur
Millenniumsausstellung 1896 (1000 Jahre Ansiedlung der Ungarn in Ungarn) im
Varosligét anreisenden Magnaten und Großbürgern in ihren Kutschen den
Anblick einer ordinären Tramway auf der neugestalteten Prachtstraße zu
"ersparen".
Aber Vorsicht ihr Kritikaster! Die Budapester sind sehr stolz auf diese Bahn
und bezeichnen sich als die Bewohner der Stadt mit der ersten (elektrischen)
Untergrundbahn Kontinentaleuropas, erbaut noch vor den Bahnen in Paris und
Berlin.
Wer das in Frage stellen wollte, sollte sich spätestens in Bruck an der
Leitha eines Besseren besinnen - so er nicht als Zuwag' im Pörkölt-Kochtopf
(ungarische Bezeichnung für Gulasch) landen will.......
gesendet von: Michael Suda
Autokaderstraße 3-7/32/15
A-1210 Wien, Österreich/Austria
weitere E-Mail-Adressen: michae...@blackbox.at
michae...@bka.gv.at
Gruss Gerhard
Viele Grüße
Jan Borchers
Hah, es ist doch schön zu sehen, welch ergiebige Diskussion ich über ein
ausgelatschtes Thema anzetteln konnte, weiter so! *Das* macht Spaß zu
lesen!
Wenn wir jetzt noch einen Bogen über Österreich-Ungarn und die späteren
Verbindungen zwischen Österreich und dem Deutschen Reich schließen, dann
wird das hier noch echt anspruchsvoll in deutscher Geschichte...
Viele Grüße
Jan Borchers
> Die Frankfurter U3 ist auf jeden Fall deutlich schneller als die
> Hamburger _Hoch_bahn!
Ah, ja. Du meinst, weil Du i.A. mit ca. 45 km/h durch die Stadt gefahren
wirst? Nun, dann mal hier der Grund, warum das so ist.
Wäre dies nicht so, dann würde es an *keinem* Umsteigepunkt eine
zeitgleiche Umsteigemöglichkeit geben. Ein ier oftmals als
*beispielhaft* herausgestellter Punkt. Die HHA fährt die U3 wg. der
Anschlußsicherung auch von Betriebsbeginn bis -schluß im 10 min-Takt.
Nicht, weil da so viel los ist! Die Reisegeschwindigkeit liegt dennoch
höher als beim Auto. Im direkten Punkt zu Punkt-Vergleich.
Ich habe hier schon was von Dauer-La wegen überalterten Viadukten usw.
gehört. Doch der Viadukt Isestraße (seit 1912 in Betrieb) ist für 70
km/h zugelassen, alle anderen für 60 km/h. Es gibt keine La´s wg.
Baufälligkeit. Die einzige mir bekannte liegt an der Strecke Volksdorf -
Großhansdorf.
Einen weiteren Vorteil hat die von Dir kritisierte
Abschaltgeschwindigkeit von meist ca. 45-50 km/h: Verspätungen sind
vergleichsweise einfach wieder hereinzufahren. Das wäre nicht der Fall
bei konsequenter Ausnutzung der Reserven. Ergo, der Betrieb würde
störanfälliger.
Also von daher liegt der Nutzen einer bewußt gewählten
Reisegeschwindigkeit bei weitem höher, als man Kritik anbringen könnte.
Viele Grüße
Jan Borchers
>> Ich bin gespannt, wann Du über ähnlich gelagerte Fälle aufheulst ...
>> Ist eine Diesellok eine Dampflok, weil Rauchwolken hervorquellen?
>Hä???? Kann mich nicht erinnern, jemals über den Dampfgehalt von
>Dieselabgasen räsoniert zu haben.
Ich schrieb nicht, daß Du bereits aufgeheult hast, sondern: "Ich bin
gespannt, wann Du über ähnlich gelagerte Fälle aufheulst ..."
Mit anderen Worten: ein Gleichnis.
Zum Glück sind Dieselloks definiert, wie auch die vier deutschen
U-Bahnen.
Gruß
Mathias m...@berlin.snafu.de http://www.snafu.de/~mat/
+++ Disclaimer: My opinions are my own +++ and mine only +++
> Die HHA fährt die U3 wg. der
>Anschlußsicherung auch von Betriebsbeginn bis -schluß im 10 min-Takt.
>Nicht, weil da so viel los ist!
Aha, das ist interessant. Ich haette bis jetzt auch darauf getippt,
dass auf der U3 auch abends so viel los ist. Um die Anschluesse auf
dem Ring zu sichern, muesste es doch auch reichen, die U3 nur
im Abschnitt Barmbek -- Berl. Tor im 10-Min-Takt zu fahren
(nicht dass ich den Billstedtern den Takt nicht goenne, aber
nur mal so rumgesponnen ...).
Lars
--
Lars Haenisch * la...@fh-wedel.de * www.fh-wedel.de/~lars
KBS 101.1 und 10033 * Bf. AWL (AROE leider ohne PV)
>Das widerspricht sich nicht. Kurz unterscheidet zwischen U-Bahn,
>Untergrundstraßenbahn (Ustrab) und Unterpflasterstraßenbahn (Upflaba). Und
Diese Abkürzungen gehört ab sofort dazu:
Upflaba -- Unterpflasterstraßenbahn
:-)
>> > Wie ist das mit der Flachbahn der Berliner Hochbahngesellschaft?
>Meine Frage bezog sich auf die _Flach_bahn, nicht auf die eigentliche
>Hochbahnstrecke. Schließlich wurde die Flachbahn als echte Straßenbahn
>von der Hochbahngesellschaft errichtet und betrieben.
Ja und? Es gab sogar eine Gleisverbindung -- aber nur, damit die
Flachbahnwagen in die Werkstatt der Hochbahn fahren konnte. Ansonsten
war es eine ganz gemeine Straßenbahn. Einen Wagen davon kannst Du Dir
in der Wagenhalle Schmöckwitz ansehen.
--
Liebe Gruesse
Clemens
Ich meine, bevor man diskutiert, was nun welche "-Bahn" ist,
muessen
die Kriterien festgelegt werden, nach denen entschieden werden
kann,so wie Karl
sie aufgezaehlt hat. Nur fuehren nicht alle Kriterien zwingend
und eindeutig
zu einer Bezeichnung.
Sicher ist fuer mich zum Beispiel:
Ein Schienenfahrzeug, das im Regelbetrieb auf Sicht faehrt, kann
keine
U-Bahn sein.
Fahren in anderer als Tieflage schliesst die Bezeichnung U-Bahn
nicht aus.
Eher umstritten sind fuer mich die folgenden Kriterien:
Die Verwendung ein und derselben Fahrzeuge im Strassenbahnbetrieb
und einem
anderen Betrieb laesst die Bezeichnung U-Bahn fuer diesen Betrieb
zu, sofern
kein linienmaessiger Uebergang zum Strassenbahnbetrieb erfolgt
(siehe Wiener
U6, die E6 sind ja eigentlich nur Zweirichtungs-E2).
Die Verwendung ein und derselben Fahrzeuge im Strassenbahnbetrieb
und einem
anderen Betrieb laesst die Bezeichnung Eisenbahn fuer diesen
Betrieb zu, auch
wenn ein direkter Uebergang vom Strassenbahn- zum
Eisenbahnbetrieb erfolgt.
Die Bezeichnung Eisenbahn ist jedoch nicht fuer den
Strassenbahnabschnitt
zulaessig (siehe Badner Bahn).
Eisenbahnen, Schnell- und Stadtbahnen koennen niveaugleich mit
Strassen kreuzen,
U-Bahnen nicht.
Sehr umstritten sind fuer mich Kriterien wie:
Was Falttueren hat, ist keine U-Bahn.
Was klingelt, ist keine U-Bahn.
Wie sind Eure Kriterien? Dann kommen wir, wenn uns das wichtig
ist, eher
zu einem Ergebnis ...
--
Liebe Gruesse
Clemens
> Tunnelabschnitte zu verwenden und dafür den U-Bahnbegriff um die "U-
> Bahn light" zu ergänzen oder sonstwie zeitgemäße Begrifflichkeiten für
> den "Light Railway Transit" zu definieren (wäre dringend notwendig damit
Damit reihst Du Dich in die Reihe der Vergewaltiger der deutschen Sprache ein.
Das kommt aehnlich gut wie die "englisch"sprachigen Bezeichnungen der Bahn fuer
ihre Produkte.
-JJ
RE steht fuer ReiseEppler!
Joerg Jonas wrote:
Im Gegenteil: Ich suche ja nach neuen deutschen Bezeichnungen für die einzelnen
Verkehrsmittel die unter oben genannten englischen Begriff zusammengefaßt sind, für
den es noch keine deutsche sondern höchstens eingedeutschte Bezeichnungen gibt.
Man merkt ja, daß die Unterscheidung in Straßenbahn, Stadtbahn und U-Bahn zu grob
gefaßt ist. Außerdem ruft besonders der Begriff Straßenbahn bei vielen Mitbürgern
negative Assoziationen aus, da die Unterschiede zwischen der Straßenbahn alter und
neuer Art nicht erkannt werden.
Stephan
> Ich vermute nämlich, daß die Bezeichnung "Unterpflasterbahn" nämlich nichts
> anderes ist als die wörtlich Übersetzung des ungarischen Begriffs
> "földalatti vasút". (...)
Jetzt mal n'ne wirklich ernste Frage: Klingelt die vielleicht auch noch?
Hat die evtl. Bremsleuchten???? Und - ich wage es nicht auszusprechen -
blinkt die evtl. sogar in den Kurven?????? Oder <schnauff> gibt's da
evtl.
sogar Drehfalttueren!?
Es waer zu schoeoeoeoen!
> Wer das in Frage stellen wollte, sollte sich spätestens in Bruck an der
> Leitha eines Besseren besinnen - so er nicht als Zuwag' im Pörkölt-Kochtopf
> (ungarische Bezeichnung für Gulasch) landen will.......
Die Frankfurter haetten da auch eine Verarbeitungsmoeglichkeit - zum
Wuerstchen!
Vielen Dank fuer den Beitrag!
Gruss Gerhard
Clemens Aigner schrieb:
>
> Clemens Aigner wrote:
> ... fuer den Umbruch.
> Da muss ich wohl was umstellen.
Dieses Problem habe ich auch immer wieder: Lass mich raten:
Du gehoerst zu den Leuten, die ihren Beitrag nicht sofort abschicken,
sondern hinterher nochmal auf Tippfehler und Ungereimtheiten
abchecken, hier etwas korrigieren und dort etwas einfuegen und dann aus
optischen Gruenden die Zeilenlaengen veraendern (und wahrscheinlich
dazu den Netscape-Editor verwenden) und sich dann hinterher wundern,
warum so viele Zeilenwechsel das Schriftbild verhunzen.
Kommt nir irgendwie bekannt vor ;-)))
Gruss, Gerhard
Für mich ist das absolut unwichtig, aber eine gute Gelegneheit, das
neueste Erkenntnis meiner (inzwischen fünfjährigen) Tochter zu dieem
Thema bekanntzugeben ;-)
Ein ULF ist eine U-Bahn, die auf Straßenbahnschienen fährt.
Welche kriterien sie anwendet. weiß ich nicht, aber vielleicht sind es
die Türen.
Grüße,
Andreas
aus Wien
Mit dieser Definition ist alles in Frankfurt ausser der U5 eine U-Bahn!
Gruss, Gerhard
>Eisenbahnen, Schnell- und Stadtbahnen koennen niveaugleich mit
>Strassen kreuzen,
>U-Bahnen nicht.
Ist kein Kriterium. Wenn die niveaugleiche Kreuzung mit Schranken
gesichert ist, kann eine U-Bahn durchaus den Straßenverkehr kreuzen.
Bei einer S-Bahn (die ja eine Eisenbahn mit ganz besonderen
Eigenschaften ist) klappt das ja auch (sogar ohne Schranken, wenn ich
mal an einen Bahnübergang zwischen Hegermühle und Strausberg Stadt
erinnern darf).
> Für mich ist das absolut unwichtig, aber eine gute Gelegneheit, das
> neueste Erkenntnis meiner (inzwischen fünfjährigen) Tochter zu dieem
> Thema bekanntzugeben ;-)
>
> Ein ULF ist eine U-Bahn, die auf Straßenbahnschienen fährt.
>
Vielleicht weil die ULFs fast immer wo in dunklen Hallen abgestellt
sind, und so wie die "U-Boote" manchmal unauffindbar sind?
> Welche kriterien sie anwendet. weiß ich nicht, aber vielleicht sind es
> die Türen.
Hmmm.
Gruesse :-), Edwin.
> Sehr umstritten sind fuer mich Kriterien wie:
>
> Was Falttueren hat, ist keine U-Bahn.
>
> Was klingelt, ist keine U-Bahn.
Diese Kriterien sind nicht nur umstritten, sondern hier in Wien auch gar
nicht "erlaubt" - denn sonst waere die U6 vielleicht gar keine U-Bahn.
Wieder einmal :-), Edwin.
über LRT (Pssst! Das heißt "light-rail-transit"):
>Damit reihst Du Dich in die Reihe der Vergewaltiger >der deutschen Sprache
ein.
Bitte, ich sag' immer "Tramway", was ja is auch ein englisches Wort.
Komischerweise nennt man diese Art Bahn sogar in Frankreich so - dafür in
Amerika nicht.
Bin ich da auch ein Sprachverderber?
>Ein Schienenfahrzeug, das im Regelbetrieb auf Sicht faehrt, kann
>keine
>U-Bahn sein.
Ja was drehen sich echte U-Bahnfahrer um wenn sie losgefahren sind
oder halten sie sich die Augen zu?
>Zum Glück sind Dieselloks definiert, wie auch die vier deutschen
>U-Bahnen.
Da bin ich mir nicht so sicher. Bei einer Diesellok auf dem
Frankfurter Suedbahnhof kam heute jede menge Dampf raus.
Das duerfte dann eine dampfdiesellok gewesen sein.
Sie hatte auch keine Bremslichter und Aussenspiegel -> U-Bahn
>Bitte, ich sag' immer "Tramway", was ja is auch ein englisches Wort.
>Komischerweise nennt man diese Art Bahn sogar in Frankreich so - dafür in
>Amerika nicht.
>
>Bin ich da auch ein Sprachverderber?
Nein, nur Österreicher. :)
-H
>Sehr umstritten sind fuer mich Kriterien wie:
>
>Was Falttueren hat, ist keine U-Bahn.
>
>Was klingelt, ist keine U-Bahn.
Ich kenn ein paar U-Bahnen, wo die Türen klingeln, bevor sie zugehen...
:)
-H
--
Die Wiener U-Bahn - The Vienna Metro:
http://aardvark.magnet.at/metro/
> >Ein Schienenfahrzeug, das im Regelbetrieb auf Sicht faehrt, kann
> >keine
> >U-Bahn sein.
> Ja was drehen sich echte U-Bahnfahrer um wenn sie losgefahren sind
> oder halten sie sich die Augen zu?
>
och, ich lese ganz gerne morgens die Morgenpost, paßt genau auf den
Contoller... ;-)
Aber im Ernst, Sichtfahrten machen wir nur bei Signalstörungen,
ansonsten könnten wir auf Tunnelstrecken kaum 70 km/h fahren.
Viele Grüße
Jan Borchers
>Da bin ich mir nicht so sicher. Bei einer Diesellok auf dem
>Frankfurter Suedbahnhof kam heute jede menge Dampf raus.
>Das duerfte dann eine dampfdiesellok gewesen sein.
>Sie hatte auch keine Bremslichter und Aussenspiegel -> U-Bahn
Aber EBO. Also hat's wieder nicht mit 'ner U-Bahn geklappt ...
>Mit dieser Definition ist alles in Frankfurt ausser der U5 eine U-Bahn!
Ich sprach von S-Bahn, nicht U-Bahn. Und schon gar nicht von einer
Untergrund-Straßenbahn. :-)
>Ich kenn ein paar U-Bahnen, wo die Türen klingeln, bevor sie zugehen...
Achtung! Klingeln die Türen oder klingelt der ganze Wagen?
> Was klingelt, ist keine U-Bahn.
>
> Wie sind Eure Kriterien? Dann kommen wir, wenn uns das wichtig
> ist, eher zu einem Ergebnis ...
Ist doch ganz einfach: Was ein "U" in der Linienbezeichnung hat,
ist eine U-Bahn... fettich.
Ihr habt Probleme :)
usch
--
Every feature is a bug unless it can be turned off.
>Ihr habt Probleme :)
Soll ich jetzt neidisch sagen "Du hast keine Probleme" ;-)
>Jetzt weiß ich doch endlich, warum es in Frankfurt keine Straßenbahnlinie
>mit Ampelvorrangschaltungen gibt: solbald eine Linie so beschleunigt wurde,
>wird sie zur "U-Bahn".
Das hoert sich ja so an, als ob unsere Frankfurter U-Bahnen
Ampelvorrangschaltungen haetten. AFAIK ist das jedenfalls auf der
Eschersheimer Landstr. (Weisser Stein, Huegelstrasse, Dornbusch) nicht
der Fall. Bei einem 2 1/2-Minutentakt waere das ja auch dem
Autoverkehr nicht zuzumuten ;-)
Auch die U6 hatte vor dem Industriehof (jedenfalls vor dessen Umbau)
haeufig lange Wartezeiten.
Beschleunigt wurden in Ffm bisher Strassenbahnen (16) und Busse (34,
33). Vielleicht auch noch weitere.
>Tschüß, Martin (der sich diese Woche in Frankfurt wieder darüber gewundert
>hat, wieviel Zeit die Straßenbahn dort an den Ampeln verliert)
Allerdings, es wurden nur wenige Vorzeigeprojekte realisiert :-(
Gruesse
--
Yann Matthaei aus Frankfurt am Main
>Heisst das, die Frankfurter "U-Bahn" sei trassenfrei?
>Die Kreuzungen mit dem Strassenverkehr sind keine Kreuzungen sondern
>Bahnuebergaenge? Es gibt keine Linie, die in Teilen konventionelle
>Strassenbahn sei? *Heftig zweifel*
Alle Kreuzungen sind mit Andreaskreuzen gesichert. Ausgenommen den
Strassenabschnitt der U5.
>
>Auch die U6 hatte vor dem Industriehof (jedenfalls vor dessen Umbau)
>haeufig lange Wartezeiten.
Die U6 hat genuegend Fahrzeit. Wenn ich etwas frueh bin lasse ich das
Signal vor dem Industriehof ausgehen. Wenn ich zu frueh da hineinfahre
kriege ich einen Anpfiff vom Fahrdienstleiter weil meine Zug ab
Industriehof in der Ueberwachung ist.
Die Geder fuer die Beschleunigung der U6 sind bewilligt und naechstesb
Fruehjahr soll es losgehen.
>
>Beschleunigt wurden in Ffm bisher Strassenbahnen (16) und Busse (34,
>33). Vielleicht auch noch weitere.
15, teilw 11,12,19,21,30,35,36
>>Tschüß, Martin (der sich diese Woche in Frankfurt wieder darüber gewundert
>>hat, wieviel Zeit die Straßenbahn dort an den Ampeln verliert)
>
>Allerdings, es wurden nur wenige Vorzeigeprojekte realisiert :-(
Ein ULF ist ein Klumpert!
Clemens
Auf der Eschersheimer Landstr. stimmt das nicht in allen Fällen, es sei denn, man hat seit gestern Nachmittag Andreaskreuze am Weissen Stein aufgestellt.
Gruss Gerhard
>Achtung! Klingeln die Türen oder klingelt der ganze Wagen?
Naja, nachdem *alle* Türen klingeln, klingelt es im ganzen Wagen... :)
>Alle Kreuzungen sind mit Andreaskreuzen gesichert. Ausgenommen den
>Strassenabschnitt der U5.
Heisst das, dass die Strassenbahn (bzw. Moechte-Gern-U-Bahn ;.)) )
wie Eisenbahnen an BUEs Vorrang hat?
Lars
--
Lars Haenisch * la...@fh-wedel.de * www.fh-wedel.de/~lars
KBS 101.1 und 10033 * Bf. AWL (AROE leider ohne PV)
> On Fri, 02 Oct 1998 23:12:13 +0200, nos...@nospam.com (Horst
> Prillinger) wrote:
>
> >Ich kenn ein paar U-Bahnen, wo die Türen klingeln, bevor sie zugehen...
>
> Achtung! Klingeln die Türen oder klingelt der ganze Wagen?
Aber Mathias, der hat doch keinen Otto-Motor, der bei zu geringer
Oktanzahl anfängt zu klingeln ...
P.S.: Ich bin gegen Nazi-Schriften auf Web-Pages
--
Eberhard; send your reply ONLY to: e...@snafu.de
>Mathias Hiller <m...@berlin.snafu.de> wrote:
>
[...]
>
>Aber Mathias, der hat doch keinen Otto-Motor, der bei zu geringer
>Oktanzahl anfängt zu klingeln ...
>
>
>P.S.: Ich bin gegen Nazi-Schriften auf Web-Pages
Das, glaube ich, hattest Du nicht schreiben duerfen. :-)))
Gruss Thomas
####################################################
http://www.online.de/home/billy (meine persoenliche Homepage)
http://www.igeb.org (Homepage des Fahrgastverbandes IGEB e.V)
>P.S.: Ich bin gegen Nazi-Schriften auf Web-Pages
Ich nehme an, Du meinst die Tanneberg-Fraktur. Ich finde die Äußerung
allerdings sehr unqualifiziert: Zum einen haben die Nazis selbst alle
Frakturschriften verboten. Zum anderen störe ich mich an Seiten mit
Nazi-Inhalten -- und nicht an historischen Schriften.
[Unterpflasterstrassenbahn als Ustadtbahnersatzbegriff]
g>Jetzt mal n'ne wirklich ernste Frage: Klingelt die vielleicht auch
g>noch? Hat die evtl. Bremsleuchten???? Und - ich wage es nicht
g>auszusprechen - blinkt die evtl. sogar in den Kurven?????? Oder
g><schnauff> gibt's da evtl.
g>sogar Drehfalttueren!?
g>Es waer zu schoeoeoeoen!
Hatten bzw. haben wir noch in Koeln (der ersten Anwendungsstadt fuer
Unterpflasterstrassenbahnen in Deutschland, jawoll!) (ausser Blinken)
alles zu bieten. Aber nicht mehr lange, wenn die Himmelsrichtungstrennung
in N-S- und O-W-Linien kommt.
Gruss
Karl
--
Karl Strang Tel. +49 211 8994623
Fax +49 211 8929081
Geschichte ist die Luege, auf die man sich geeinigt hat. Napoleon
## CrossPoint v3.1 ##
> On Sun, 4 Oct 1998 14:11:58 +0200, etz...@hotmail.com (Eberhard)
> wrote:
>
> >P.S.: Ich bin gegen Nazi-Schriften auf Web-Pages
>
> Ich nehme an, Du meinst die Tanneberg-Fraktur. Ich finde die Äußerung
> allerdings sehr unqualifiziert: Zum einen haben die Nazis selbst alle
> Frakturschriften verboten. Zum anderen störe ich mich an Seiten mit
> Nazi-Inhalten -- und nicht an historischen Schriften.
Ich habe nichts gegen Fraktur-Schriften im Allgemeinen. Aber wenn eine
Schrift schon _Tannenberg_ heißt, wenn sie dann auch noch vorzugsweise
von Nazis benutzt wurde, dann hat sie ihre historische "Unschuld"
verloren, Pardon: nie besessen. Alles weitere - weil off topic - per
e-mail.
> On Sun, 4 Oct 1998 14:11:58 +0200, etz...@hotmail.com (Eberhard)
> wrote:
>>P.S.: Ich bin gegen Nazi-Schriften auf Web-Pages
> Das, glaube ich, hattest Du nicht schreiben duerfen. :-)))
Sicherlich kann man die Schrift nicht verantwortlich machen, es kommen jedoch
Assoziationen zutage. Den Gedanken hatte ich auch schonmal...
-JJ
RE steht fuer ReiseEppler!
> Ist kein Kriterium. Wenn die niveaugleiche Kreuzung mit Schranken
> gesichert ist, kann eine U-Bahn durchaus den Straßenverkehr kreuzen.
> Bei einer S-Bahn (die ja eine Eisenbahn mit ganz besonderen
> Eigenschaften ist) klappt das ja auch (sogar ohne Schranken, wenn ich
> mal an einen Bahnübergang zwischen Hegermühle und Strausberg Stadt
> erinnern darf).
Eine S-Bahn ist keine U-Bahn. Definitionsmerkmal eines U-Bahn-Systems
ist vor allem die voellige Kreuzungsfreiheit.
chg
> > >Ein Schienenfahrzeug, das im Regelbetrieb auf Sicht faehrt, kann
> > >keine
> > >U-Bahn sein.
> Aber im Ernst, Sichtfahrten machen wir nur bei Signalstörungen,
> ansonsten könnten wir auf Tunnelstrecken kaum 70 km/h fahren.
Aber wenn's bei Euch i.d.R. keine Vorsignale gibt, koenntet Ihr doch
genausogut auch auf Sicht fahren. Das rote Licht befaende sich dann halt
nicht am Signal, sondern am Schluss des vorausfahrenden Zuges.
Wenn man mit Signalen ohne Vorsignale faehrt, ist das m.E. Fahren auf
Sicht, da man den Gefahrenpunkt (Signal) erst im Sichtabstand erkennt.
chg
Irgendwie vermisse ich da die Smilies. Oder aber ich verstehe Dich
nicht ganz.
--
Liebe Gruesse
Clemens
> Aber wenn's bei Euch i.d.R. keine Vorsignale gibt, koenntet Ihr doch
> genausogut auch auf Sicht fahren. Das rote Licht befaende sich dann halt
> nicht am Signal, sondern am Schluss des vorausfahrenden Zuges.
>
*gruebel* Schwierige Sache. Einen Unterschied gibts trotzdem. Die Fahrer
werden ja auf die Strecke eingeschult. Sie muessten daher die
Signalstandorte kennen, es taucht also keinesfalls ein ueberraschendes
Signal auf - im Gegensatz zu einem auf der Strecke liegengebliebenen Zug.
Beispiel Wiener U6. Ich weiss jetzt nicht, ob dort konsequent Vorsignale
stehen oder nicht. Ich weiss aber, dass der Zug die 60km/h in weniger als
einer Zuglaenge herunterbremst (ohne Sand und ohne Schienenbremse, aber die
wuerde ja sowieso fast nicht wirken). Und 60 km/h auf einer Vollbahn mit
diesen Garnituren ist - im Hinblick auf das Verhaeltnis Sichtweite zu
Anhalteweg - wirklich nicht schnell. Nur in 50km/h-Kurven in eingleisigen
Tunnels (Laengenfeldgasse) ist ein Blindflug angesagt.
> Wenn man mit Signalen ohne Vorsignale faehrt, ist das m.E. Fahren auf
> Sicht, da man den Gefahrenpunkt (Signal) erst im Sichtabstand erkennt.
Sehen muss der Triebfahrzeugfuehrer auch bei der Bundesbahn, wo das Signal
steht, dass ihm so boesartigerweise die Weiterfahrt verwehrt. Sehen muss er
auch bei einer Einfahrt in einen Kopfbahnhof, wo denn nun der Prellbock
ist.
Die Badner Bahn hat auf ihrer Strecke glaub ich kein einziges Vorsignal
(sie verwenden die Signalnachahmer anscheinend als Vorsignal). Und auch da
wird manchmal gerne auf Sicht gefahren, ich erinnere mich an einen Fahrer,
der einen verspaeteten Zug auf einer schnurgeraden 80km/h-Strecke mit
40km/h pilotierte, nur weil eben dichter Nebel war. Die Bundesbahn koennte
sich sowas nicht erlauben.
--
Liebe Gruesse
Clemens
Nein, ich vermute, hier klingeln Klingeln, die extra fuer diesen Zweck
eingebaut worden sind. SCNR
--
Liebe Gruesse
Clemens
Fahrt auf Sicht
Eine Fahrt auf Sicht, dort mußt Du zu jedem Zeitpunkt mit einem
Fahrthindernis rechnen. D.h. Du musst den Zug im Sichtbereich jederzeit
rechtzeitig zum stehen bekommen können. D.h. zum Beispiel in engen
Kurven, darf ich nur entsprechend schnell fahren, wie der Bremsweg der
Sichtstrecke entspricht.
Fahrt auf Signalsicht
Hier zeigt das Signal an, daß sich im folgenden Abschnitt einschl. des
berechneten Durchrutschweges kein Zug befindet. In engen Kurven brauche
ich somit nicht vorsichtig fahren, da hier sich kein Fahrthindernis
befinden darf (wenn doch, hat´s halt Pech gehabt, z.B. Bäume). Das
folgende Signal sehe ich immer im ausreichenden Sichtabstand
entsprechend des aus der Streckenhöchstgeschwindigkeit berechneten
Bremswegs. Reicht dieser nicht, ist entsprechend ein Vorsignal
aufgestellt.
Im Gegenzug dazu darf ich entsprechend bei einer Sichtfahrt kein
Hindernis im Gleis (z.B. Bäume) überfahren, da ich entsprechend zu
fahren hatte. Überfahre ich während einer Sichtfahrt ein haltzeigendes
oder erloschenes Signal, dann verliere ich die Fahrtberechtigung für
min. 2 Jahre, meist für alle Zeiten. In den vergangenen zwei Jahren
betraf dieses vier Kollegen, die nun Haltestellenwärter oder
Prüfschaffner sind.
Dann gibt es noch das fahren auf elektronische Sicht, das wird aber in
Hamburg nicht angewendet.
Viele Grüße
Jan Borchers
> Und auch da
> wird manchmal gerne auf Sicht gefahren, ich erinnere mich an einen Fahrer,
> der einen verspaeteten Zug auf einer schnurgeraden 80km/h-Strecke mit
> 40km/h pilotierte, nur weil eben dichter Nebel war. Die Bundesbahn koennte
> sich sowas nicht erlauben.
Bei unsichtigem Wetter oder rutschigen Schienen (Herbst!!) ist natürlich
ein entsprechendes Tempo zu wählen, dafür ist natürlich der Fahrer
verantwortlich. Da hat die DB schon einen entsprechenden Vorteil, aber
bei Nebel im Herbst ist auch diese davon betroffen, da dann die 1000m
Bremsweg mangels Haftung oftmals nicht ausreichen.
Viele Grüße
Jan Borchers