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Re: Sparpreis hoeher als Normalpreis

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Hans-Joachim Zierke

unread,
Jan 31, 2012, 9:56:31 AM1/31/12
to

Paul Muster schrieb:


>> Letztes Posting von der Site Odysseus.Zierke.com in Hüllhorst. See you in
>> Berlin.
>> root@Odysseus:~# shutdown -h now
>
> Gute Reise.


Die Reise war okay, nur das Schleppen nicht.

Jetzt allerdings lautet die Feststellung: Von 5 Bussen sind nur noch
2 übriggeblieben in dieser Ecke. Ganz offensichtlich will die BVG etwas
für meine Fitness tun, Fahrrad statt Monatskarte.

Na gut, ich bin sowieso zu fett geworden.



Hans-Joachim



--
Telekomiker heißen Telekomiker, weil sie ungefragt und unbestellt eine
Sprachbox auf einen FeTap 751-1 aufschalten.

"... dann drücken Sie bitte die Eins." "Hab' ich gemacht..."

Martin Bienwald

unread,
Feb 1, 2012, 3:24:55 AM2/1/12
to
Hans-Joachim Zierke schrieb in de.etc.bahn.stadtverkehr:

> Jetzt allerdings lautet die Feststellung: Von 5 Bussen sind nur noch
> 2 übriggeblieben in dieser Ecke.

Fahren diese zwei dann wenigstens auch seltener als vorher?

> Telekomiker heißen Telekomiker, weil sie ungefragt und unbestellt eine
> Sprachbox auf einen FeTap 751-1 aufschalten.

Hast du einen Wohnungs- oder einen Museumsanschluß beauftragt?

... Martin

Hans-Joachim Zierke

unread,
Feb 1, 2012, 4:37:16 AM2/1/12
to

Martin Bienwald schrieb:


>> Jetzt allerdings lautet die Feststellung: Von 5 Bussen sind nur noch
>> 2 übriggeblieben in dieser Ecke.
>
> Fahren diese zwei dann wenigstens auch seltener als vorher?

Kommt drauf an, mit welcher der vorher vorhandenen Du das vergleichst.
Zusatzschwierigkeit: Ich habe keinen BVG-Fahrplan von '97.

Andererseits ist es natürlich konsequent: Wenn man Fronteinstieg
eingeführt und die Buslinien verlangsamt hat, kann man die Bedienung der
modifizierten Nachfrage anpassen.



>> Telekomiker heißen Telekomiker, weil sie ungefragt und unbestellt eine
>> Sprachbox auf einen FeTap 751-1 aufschalten.
>
> Hast du einen Wohnungs- oder einen Museumsanschluß beauftragt?

Der FeTap 751-1 schlägt in punkto Sprachverständlichkeit die Mehrzahl der
heute verkauften Telefone deutlich, und eigentlich dienen Telefone doch
der Verständigung, und sind nicht zum Spielen da. Das jetzt am Anschluß
hängende Tiptel 160 ist auch nicht übel, aber eher
eine Ausnahmeerscheinung.

Tatsächlich war es so, daß ich nicht für 1,5 Wochen ein neues Telefon
kaufen mochte. Sprachbox will ich immer noch nicht, jetzt allerdings
könnte ich den unbeauftragten Krempel selbst abschalten, statt mich bei
der Telekom in die Warteschleife hängen zu lassen.


Hans-Joachim



--
Telekomiker heißen Telekomiker, weil sie ungefragt und unbestellt eine
Sprachbox auf einen FeTap 751-1 aufschalten.

Marc Haber

unread,
Feb 1, 2012, 6:43:28 AM2/1/12
to
Hans-Joachim Zierke <Usenet...@Zierke.com> wrote:
>Andererseits ist es natürlich konsequent: Wenn man Fronteinstieg
>eingeführt und die Buslinien verlangsamt hat, kann man die Bedienung der
>modifizierten Nachfrage anpassen.

Fronteinstieg in Berlin gibt es so lange wie ich Bus korrekt schreiben
kann. War mir damals in den 80ern ganz ungewohnt, weil aus Hamburg
völlig unbekannt.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Hannes Kuhnert

unread,
Feb 1, 2012, 6:43:37 AM2/1/12
to
Hans-Joachim Zierke schrieb:

> Der FeTap 751-1 schlägt in punkto Sprachverständlichkeit die Mehrzahl der
> heute verkauften Telefone deutlich, […]

Stimmt wohl. Hier steht ein Telekom Signo rum, das scheint in der gleichen
Traditionslinie zu liegen.

Praktisch bevorzuge ich aber doch das Eurit 33 von Ascom. Nummerntippen ist
nicht mein Ding und Rückruf bei nicht angenommenem Gespräch ist extrem
praktisch, genauso die Anzeige des Namens etc.

Original hat es allerdings eine Hörkapsel wie
<http://ekulit.de/fileadmin/Bilder/produkte/hoerkapseln/210025 ETR-28W.pdf>,
nur mit anderen elektrischen Werten. So ein feines Telefon und dann so ein
schlechter Lautsprecher: Hörer runtergefallen – Spule verklemmt, selbst den
Postversand scheint er übel zu nehmen.

Identischer Ersatz war nicht zu finden. Glücklicherweise lässt sich aber die
elektrisch passende, wesentlich größere Hörkapsel
<http://ekulit.de/fileadmin/Bilder/produkte/hoerkapseln/210030 ETR-3521A.pdf>
nach Bearbeitung von Kapsel- und Hörergehäuse einbauen, und zwar äußerlich
nicht erkennbar.

Das ist solide, aber das Signo klingt immer noch besser.

„SprachBox“ – keine Ahnung, ob Versatel sowas macht, der Anrufbeantworter
vom Eurit 33 Plus ist auf jeden Fall angenehmer. Ich hoffe, die Geräte
laufen noch viele Jahre. Falls jemand eins übrig hat, egal in welchem
Zustand: bitte melden!

<http://kusti.ch/web/_pics/196/eurit33_orange.jpg>
--
Hannes Kuhnert, Chemnitz

Başar Alabay

unread,
Feb 1, 2012, 7:19:12 AM2/1/12
to
Marc Haber schrieb:

> Hans-Joachim Zierke <Usenet...@Zierke.com> wrote:
>>Andererseits ist es natürlich konsequent: Wenn man Fronteinstieg
>>eingeführt und die Buslinien verlangsamt hat, kann man die Bedienung der
>>modifizierten Nachfrage anpassen.
>
> Fronteinstieg in Berlin gibt es so lange wie ich Bus korrekt schreiben
> kann. War mir damals in den 80ern ganz ungewohnt, weil aus Hamburg
> völlig unbekannt.

Öhm, also ganz früher, ich fing da so langsam an, Bus schreiben zu
können, war das eher ein Heckeinstieg. Front kam danach. Und irgendwann
in den 90ern, da pendelte ich nur noch nach Berlin, kam dann das große
Chaos. Jetzt ist es wohl wieder reiner Fronteinstieg. Ich weiß nur, daß
in Ostberlin überall eingestiegen werden konnte. Als ich dann (90? 91?)
in Potsdam mal hinten einstieg (war ooch nur’n Ikarus), gab’s ganz schön
Ärger :-)

B. Alabay

--
લવ ઇસ્તંબુલ
http://www.thetrial.de/

Martin Bienwald

unread,
Feb 1, 2012, 7:11:17 AM2/1/12
to
Marc Haber schrieb:
> Hans-Joachim Zierke <Usenet...@Zierke.com> wrote:

>>Andererseits ist es natürlich konsequent: Wenn man Fronteinstieg
>>eingeführt und die Buslinien verlangsamt hat, kann man die Bedienung der
>>modifizierten Nachfrage anpassen.

> Fronteinstieg in Berlin gibt es so lange wie ich Bus korrekt schreiben
> kann. War mir damals in den 80ern ganz ungewohnt, weil aus Hamburg
> völlig unbekannt.

Der Fronteinstieg bei den (West-)Berliner Bussen hatte sich zwar sehr lange
gehalten, wurde aber um 1990 dann doch abgeschafft, um vor einigen Jahren
dann wieder eingeführt zu werden.

... Martin

Martin Bienwald

unread,
Feb 1, 2012, 7:14:05 AM2/1/12
to
Hans-Joachim Zierke schrieb:
> Martin Bienwald schrieb:

>>> Jetzt allerdings lautet die Feststellung: Von 5 Bussen sind nur noch
>>> 2 übriggeblieben in dieser Ecke.

>> Fahren diese zwei dann wenigstens auch seltener als vorher?

> Kommt drauf an, mit welcher der vorher vorhandenen Du das vergleichst.
> Zusatzschwierigkeit: Ich habe keinen BVG-Fahrplan von '97.

Sowas müßte ich eigentlich haben, jedenfalls +/- 1 Jahr. Welche Linien
warens denn, bzw. welche Haltestelle(n)?

... Martin

Kai Garlipp

unread,
Feb 1, 2012, 7:27:24 AM2/1/12
to
On 01.02.2012 12:43, Marc Haber wrote:
>> Andererseits ist es natürlich konsequent: Wenn man Fronteinstieg
>> eingeführt und die Buslinien verlangsamt hat, kann man die Bedienung der
>> modifizierten Nachfrage anpassen.
>
> Fronteinstieg in Berlin gibt es so lange wie ich Bus korrekt schreiben
> kann. War mir damals in den 80ern ganz ungewohnt, weil aus Hamburg
> völlig unbekannt.

Dabei musst du aber immer schön die Zeitschiene beachten.

In den 80er Jahren war in Westberlin der Fronteinsteig angesagt. Im Osten stieg
man in alle Türen ein und diese Regelung wurde nach 1990 im Gesamtnetz so
eingeführt. 2004 hat dann die BVG wieder den Fronteinstieg im Bus mit der
Begründung eingeführt, die Fahrgeldeinnahmen würden steigen und die
Reinigungskosten würden sich dadurch reduzieren [1]. Interessant wäre aber der
Langzeiteffekt der Maßnahme, denn dem Fahren kann man jeden Papierschnipsel als
"Fahrschein" vorzeigen.

Bye Kai

[1] http://www.bvg.de/index.php/de/103839/article/43620.html

Hans-Joachim Zierke

unread,
Feb 1, 2012, 12:17:14 PM2/1/12
to

Martin Bienwald schrieb:


> Sowas müßte ich eigentlich haben, jedenfalls +/- 1 Jahr. Welche Linien
> warens denn, bzw. welche Haltestelle(n)?

Stendaler Straße. Das waren und sind eigentlich zwei Haltestellen, eine
in der Rathenower, eine in der Perleberger. Man pflegte sich für den
Weg nach Turmstraße fahrplaninformationslos an die Ecke zu stellen, und
anhand der Busnummer zur einen oder anderen zu gehen. Zusätzlich fuhr
noch der 16er(?) zum S Bellevue, an der Haltestelle in der Rathenower,
und einen kurzen Fußweg entfernt fuhr noch ein Bus die Quitzowstraße
entlang.

Eine der Bushaltestellen ist vor der Ratheower 26. Wenn Du bei
http://www.stadtplandienst.de/home.asp?
"10559 Berlin" "Rathenower Str. 26"
eingibst, wird die Position schön markiert. Da hält heute der 123er.
Gegenüber an der Perleberger der M27. Beides als "Stendaler Str."
bezeichnet, meines Erinnerns auch damals.

Hans-Joachim Zierke

unread,
Feb 1, 2012, 12:22:10 PM2/1/12
to

Marc Haber schrieb:


> Fronteinstieg in Berlin gibt es so lange wie ich Bus korrekt schreiben
> kann.

Den gab es in den frühen 80ern, wurde aber abgeschafft, nachdem ein
ausführliches Gutachten den Beschleunigungseffekt nachgewiesen hatte.
Führte zu einem Aufruhr unter den Busfahrern, wozu man wissen muß, daß
die Behandlung von Fahrgästen durch manche der Westberliner Busfahrer ...
legendär war. Das ging dann plötzlich nicht mehr.

Hans-Joachim Zierke

unread,
Feb 1, 2012, 12:25:22 PM2/1/12
to

Kai Garlipp schrieb:


> Interessant wäre aber der
> Langzeiteffekt der Maßnahme, denn dem Fahren kann man jeden Papierschnipsel als
> "Fahrschein" vorzeigen.

Einige Kommilitonen haben Anfang der 80er einen Sport daraus gemacht, was
man alles vorzeigen konnte, sofern man nur die richtige Geste mit
Bestimmtheit verwendete: Feuerzeuge zum Beispiel.

Reinhard Greulich

unread,
Feb 1, 2012, 2:36:15 PM2/1/12
to
Marc Haber schrieb am Wed, 01 Feb 2012 12:43:28 +0100:

> War mir damals in den 80ern ganz ungewohnt, weil aus Hamburg
> völlig unbekannt.

Wobei die BVG die Mauer noch ein wenig weiterleben ließ, weil ihre
Busfahrer im Ostsektor an allen Türen einstiegen ließen, während sie
in "West-Berlin" auf Fronteinstieg bestanden.

"He! Kommense ma nach vorne und zeijensemir ihren Fahrschein!"

Gruß - Reinhard.

--
70086
~=@=~ www.debx.de ~=@=~
die Homepage der deb*-Newsgruppen.

Wolf Behrenhoff

unread,
Feb 1, 2012, 4:37:16 PM2/1/12
to
Am 01.02.2012 18:22, schrieb Hans-Joachim Zierke:
>
> Marc Haber schrieb:
>
>
>> Fronteinstieg in Berlin gibt es so lange wie ich Bus korrekt schreiben
>> kann.
>
> Den gab es in den frühen 80ern, wurde aber abgeschafft, nachdem ein
> ausführliches Gutachten den Beschleunigungseffekt nachgewiesen hatte.
> Führte zu einem Aufruhr unter den Busfahrern, wozu man wissen muß, daß
> die Behandlung von Fahrgästen durch manche der Westberliner Busfahrer ...
> legendär war. Das ging dann plötzlich nicht mehr.

Tja, Gutachten...

In Hamburg ist man jetzt der Meinung, das Vorzeigen der Fahrkarte
einführen zu müssen. Momentan gilt es schon seit einiger Zeit im
Süderelbebereich und in Bergedorf. Ab März (?) dann wohl überall, wobei
wohl die Linie 5 ausgenommen werden soll. Ich bin gespannt, ob sich das
dann auf die Fahrzeiten auswirkt...

- Wolf
Message has been deleted

Martin Bienwald

unread,
Feb 1, 2012, 5:07:14 PM2/1/12
to
Hans-Joachim Zierke schrieb:
> Martin Bienwald schrieb:

>> Sowas müßte ich eigentlich haben, jedenfalls +/- 1 Jahr. Welche Linien
>> warens denn, bzw. welche Haltestelle(n)?
>
> Stendaler Straße. Das waren und sind eigentlich zwei Haltestellen, eine
> in der Rathenower, eine in der Perleberger. Man pflegte sich für den
> Weg nach Turmstraße fahrplaninformationslos an die Ecke zu stellen, und
> anhand der Busnummer zur einen oder anderen zu gehen. Zusätzlich fuhr
> noch der 16er(?) zum S Bellevue, an der Haltestelle in der Rathenower,
> und einen kurzen Fußweg entfernt fuhr noch ein Bus die Quitzowstraße
> entlang.

Das isr allerdings schon deutlich länger her als 1997.

1997 gab es an der Haltestelle Stendaler Straße drei Buslinien, die alle
(auf verschiedenen Wegen) in Richtung Turmstraße fuhren:

Linie / Takt mo-fr HVZ mo-fr tagsüber übrige
sa bis 14h Zeiten

127 10 20 20
227 10 10 20
340 10 20 20

Fahrten/Stunde 18 12 9

Die Verbindungen nach S Bellevue und "geradeaus" durch die Quitzowstraße
gab es 1997 schon nicht mehr; die scheinen schon bei der Zusammenlegung
von West- und Ostnetz (1991?) weggefallen zu sein.

Dafür gab es aber 1997 wie auch heute eine Verbindung zum Lehrter Bahnhof.

Heute sieht das so aus:

Linie / Takt mo-fr HVZ mo-fr 20-23h übrige
u. tagsüber sa/so 9-23h Zeiten

M27 6-7 10 20
123 20 20 20

Fahrten/Stunde 12 9 9

Deutlich schlechter ist das Angebot also im wesentlichen in der HVZ geworden.
(Dabei sollte man aber berücksichtigen, daß einen Teil der Relationen jetzt
auch die Ringbahn abdeckt, die 1997 noch nicht wieder fuhr.)

... Martin

Jakob Krieger

unread,
Feb 1, 2012, 5:10:19 PM2/1/12
to
- Wolf Behrenhoff / 01.02.2012:


>>> Fronteinstieg in Berlin gibt es so lange wie ich Bus korrekt schreiben
>>> kann.

>> Den gab es in den frühen 80ern, wurde aber abgeschafft, nachdem ein
>> ausführliches Gutachten den Beschleunigungseffekt nachgewiesen hatte.
>> Führte zu einem Aufruhr unter den Busfahrern, wozu man wissen muß, daß
>> die Behandlung von Fahrgästen durch manche der Westberliner Busfahrer ...
>> legendär war. Das ging dann plötzlich nicht mehr.


> In Hamburg ist man jetzt der Meinung, das Vorzeigen der Fahrkarte
> einführen zu müssen. Momentan gilt es schon seit einiger Zeit im
> Süderelbebereich und in Bergedorf. Ab März (?) dann wohl überall, wobei
> wohl die Linie 5 ausgenommen werden soll. Ich bin gespannt, ob sich das
> dann auf die Fahrzeiten auswirkt...


Auf die Fahrzeiten sicher nicht, dafür aber auf die
Halte- und Einstiegszeiten.

Linie 5 ist doch die mit den doppelknichenden Holländern?
Dass man die nicht ausschließlich von vorne beschicken kann,
ist eigentlich klar; dass die Verwaltungsleute das kapiert
haben, ist eine beachtliche Leistung.



jk




--
no sig

Kai Garlipp

unread,
Feb 1, 2012, 5:23:13 PM2/1/12
to
On 01.02.2012 18:17, Hans-Joachim Zierke wrote:
>
> Stendaler Straße. Das waren und sind eigentlich zwei Haltestellen, eine
> in der Rathenower, eine in der Perleberger. Man pflegte sich für den
> Weg nach Turmstraße fahrplaninformationslos an die Ecke zu stellen, und
> anhand der Busnummer zur einen oder anderen zu gehen. Zusätzlich fuhr
> noch der 16er(?) zum S Bellevue, an der Haltestelle in der Rathenower,
> und einen kurzen Fußweg entfernt fuhr noch ein Bus die Quitzowstraße
> entlang.

Andererseits fahren da heute (wenn sie denn fahren) wieder diese rot-gelben Züge
der S-Bahn rum. Die haben gerade im Bereich der nördlichen und westlichen
Ringbahn den parallel verlaufenden Buslinien einige Fahrgäste abgejagt. Deshalb
war es durchaus auch richtig das Buslinien-Netz in den Gebieten nicht nur neu zu
ordnen sondern auch auszudünnen. Die Leute vom Marketing haben das dann als
"Metronetz" versucht zu verkaufen.

Wie viele von den Buslinien dort waren "S-Bahn-Ersatzverkehr", damit du keine
Mark mehr für "Ulbrichts Stacheldraht" zu zahlen brauchtest?

Bye Kai

Thomas Wedekind

unread,
Feb 2, 2012, 5:06:56 AM2/2/12
to
Am Wed, 01 Feb 2012 20:36:15 +0100 schrieb Reinhard Greulich
<usn0208...@greulich.de>:

> Wobei die BVG die Mauer noch ein wenig weiterleben ließ, weil ihre
> Busfahrer im Ostsektor an allen Türen einstiegen ließen, während sie
> in "West-Berlin" auf Fronteinstieg bestanden.

Im Osten sogar möglicherweise "an allen Türen außer vorn". Beim
damals üblichen Ikarus-Stadtbus war der Durchgang zwischen erster Tür
und Fahrgastraum sehr oft ganz abgesperrt (Mini-Schranke zum
Hochklappen, damit der Fahrer bei Bedarf ohne Aussteigen nach hinten
konnte; war aber eigentlich immer unten). Die erste Tür war eine
reine Fahrertür. Begründung war wohl, dass niemand vorn stehen
durfte, um die Sicht des Fahrers nicht zu behindern, es aber
Zeitgenossen gab, die unbedingt dort stehen wollten. Bei
Überlandausführungen im Stadtverkehr klappte das allerdings, auch mit
Fronteinstieg. (Bei einem Gelenkbus für 140 Hanseln, mit zwei Türen
und starkem Fahrgastwechsel musst du beide nach Belieben nutzen, sonst
ist jeder Fahrplan sofort für die Tonne.)

Traditionen sind im übrigen zäh, hier in Jena wird auch beim neuesten
MAN die Vordertür nur auf nachdrückliche Bitte des Fahrgastes
geöffnet (bei gerade -14 Grad sogar verständlich). Dass der Fahrer
jemand direkt wieder nach hinten schickt, der vorn durchwill, habe
ich allerdings lange nicht mehr gesehen; gab es aber.

--
Viele Grüße, Thomas

Mathias Kőrber

unread,
Feb 2, 2012, 12:12:31 PM2/2/12
to
On 1/2/12 19:43, Marc Haber wrote:

> Fronteinstieg in Berlin gibt es so lange wie ich Bus korrekt schreiben
> kann. War mir damals in den 80ern ganz ungewohnt, weil aus Hamburg
> völlig unbekannt.

Bei der VHH (Hamburger Osten, Bergedorf etc) gab es in den 80ern mal ne
Weile lang Fronteinstieg ab 20.00h (?). Ob sich das mal geändert hat
kann ich mangels 'vor-Ort-sein' nicht sagen.

Matthias Luetticke

unread,
Feb 2, 2012, 1:19:54 PM2/2/12
to

Thomas Wedekind schrieb
> Am Wed, 01 Feb 2012 20:36:15 +0100 schrieb Reinhard Greulich
> <usn0208...@greulich.de>:
>
>> Wobei die BVG die Mauer noch ein wenig weiterleben ließ, weil ihre
>> Busfahrer im Ostsektor an allen Türen einstiegen ließen, während sie
>> in "West-Berlin" auf Fronteinstieg bestanden.
>
> Im Osten sogar möglicherweise "an allen Türen außer vorn". Beim
> damals üblichen Ikarus-Stadtbus war der Durchgang zwischen erster Tür
> und Fahrgastraum sehr oft ganz abgesperrt (Mini-Schranke zum
> Hochklappen, damit der Fahrer bei Bedarf ohne Aussteigen nach hinten
> konnte; war aber eigentlich immer unten). Die erste Tür war eine
> reine Fahrertür.

Wat? Gab es nie! Da war zwar 'ne Stange, an die im Winter 'ne Matte gehängt
wurde. Aber die wurde vorm Fahrer hochgeklappt, damit der nicht rausfällt.
In den letzten gelieferten Serien war dort dann die Schiebetür zur
Fahrerkabine. Mit der ersten Tür hatte die aber nichts zu tun. Da ganz ganz
andere "Tricks", um die erste Tür zu "sperren".


> Begründung war wohl, dass niemand vorn stehen
> durfte, um die Sicht des Fahrers nicht zu behindern, es aber
> Zeitgenossen gab, die unbedingt dort stehen wollten. Bei
> Überlandausführungen im Stadtverkehr klappte das allerdings, auch mit
> Fronteinstieg. (Bei einem Gelenkbus für 140 Hanseln, mit zwei Türen
> und starkem Fahrgastwechsel musst du beide nach Belieben nutzen, sonst
> ist jeder Fahrplan sofort für die Tonne.)
>

Dafür gab's an der Decke 'nen Strich, hinter der die Fahrgäste zu stehen
hatten.


--
Schönen Tag M@tthias
Traumferienwohnung
Urlaub in der Sächsischen Schweiz
http://www.ferienhaus-protze.de/

Hans-Joachim Zierke

unread,
Feb 2, 2012, 3:54:45 PM2/2/12
to

Wolf Behrenhoff schrieb:


> Tja, Gutachten...

Das geht recht einfach: Stoppuhr, Fahrgastwechsel beobachten. Kein
Hexenwerk.


> In Hamburg ist man jetzt der Meinung, das Vorzeigen der Fahrkarte
> einführen zu müssen.

In einer US-Newsgroup schrieb ich 2007:



#v+
In big cities of Germany, it's cyclic:

Phase 1: Some scientist or consultant or staff fresh from university
will do a speed calculation, and the buses will be speeded up
with more doors and free boarding (which is inferior to the
system used in many Italian cities: Boarding front and rear,
exit middle.)

Phase 2: Some beancounter saves money by reducing staff for random
ticket checks. That's a position, where you can save money
without /immediate/ effect, so that's a good way to look like
a cost-saving manager.

Phase 3: Some beancounter detects, that fare-dodging has reached an
unacceptable level, and draws up a great money-saving plan:
Reintroducing driver ticket checks. The formerly
fresh-from-university staffer has arranged with the absurdities
of real-world administration years ago, and won't contribute
more than a cynical laughter.

Phase 4: Another beancounter detects, that the costs for the passenger
mile have gone up, and orders a study about possible
cost-saving measures.

Phase 1: The study shows, that speeding up the buses...
#v-

Hans-Joachim Zierke

unread,
Feb 2, 2012, 4:52:35 PM2/2/12
to

Kai Garlipp schrieb:


> Andererseits fahren da heute (wenn sie denn fahren) wieder diese rot-gelben Züge
> der S-Bahn rum.

Wenn Du südlich der Perleberger wohnst, und dann zum Westhafen laufen
willst, gibt es das Problem, daß Du, wenn Du endlich in der S-Bahn sitzt,
mit Fahrrad oder Auto bereits mehrere Kilometer Vorsprung hast.


> Wie viele von den Buslinien dort waren "S-Bahn-Ersatzverkehr", damit du keine
> Mark mehr für "Ulbrichts Stacheldraht" zu zahlen brauchtest?

Für den Bus in der Quitzowstraße könnte das gegolten haben. Für die an
der Haltestelle Stendaler Str. nicht.

Lüko Willms

unread,
Feb 2, 2012, 4:56:19 PM2/2/12
to
Am 02.02.2012 21:54, schrieb Hans-Joachim Zierke:
> Phase 4: Another beancounter detects, that the costs for the passenger
> mile have gone up, and orders a study about possible
> cost-saving measures.
>
> Phase 1: The study shows, that speeding up the buses...

es gibt eine Phase 5: Stillegung der Buslinie wegen Unrentabilität.


MfG,
L.W.

Hans-Joachim Zierke

unread,
Feb 3, 2012, 11:58:57 AM2/3/12
to

Martin Bienwald schrieb:


> Das isr allerdings schon deutlich länger her als 1997.

> Die Verbindungen nach S Bellevue und "geradeaus" durch die Quitzowstraße
> gab es 1997 schon nicht mehr; die scheinen schon bei der Zusammenlegung
> von West- und Ostnetz (1991?) weggefallen zu sein.

Jetzt wo Du's sagst: Ja, ich erinnere mich jetzt, daß ich damals meinen
Stadtrenner mit Halfstep-Schaltung aufbaute, als Gegenmaßnahme. Den muß
ich jetzt renovieren.


> Dafür gab es aber 1997 wie auch heute eine Verbindung zum Lehrter Bahnhof.

Heute gibt es sogar zwei. Entweder 123 oder M27 mit Umsteigen Fennstraße.
Zumindest bei der Ankunft in Berlin wird dabei das Intervall ziemlich
genau halbiert.

Andererseits: Schnellen Schrittes diagonal durch den Fritz-Schloß-Park
ist nicht so sehr viel langsamer, zumindest mit leichtem Gepäck.



> Deutlich schlechter ist das Angebot also im wesentlichen in der HVZ geworden.
> (Dabei sollte man aber berücksichtigen, daß einen Teil der Relationen jetzt
> auch die Ringbahn abdeckt, die 1997 noch nicht wieder fuhr.)

Die ist gut für Verbindungen, bei denen man das Rad in der Bahn mitnimmt.
Sonst eher nicht so wertvoll.

Also hoffe ich mal darauf, daß die U5 unter dem Fritz-Schloß-Park im
weiten, nicht engen Bogen geführt werden wird. Und daß sie möglichst bald
kommt.

Lüko Willms

unread,
Feb 3, 2012, 12:24:17 PM2/3/12
to
Am 03.02.2012 17:58, schrieb Hans-Joachim Zierke:
> Also hoffe ich mal darauf, daß die U5 unter dem Fritz-Schloß-Park im
> weiten, nicht engen Bogen geführt werden wird. Und daß sie möglichst bald
> kommt.

Damit stehen Sie in diesem Forum wohl ziemlich allein.


MfG,
L.W.

Philip Newton

unread,
Feb 4, 2012, 7:57:21 AM2/4/12
to
On 02.02.2012 18:12, Mathias Kőrber wrote:
> Bei der VHH (Hamburger Osten, Bergedorf etc) gab es in den 80ern mal ne
> Weile lang Fronteinstieg ab 20.00h (?).

Das gab's mal, wenn mich nicht alles täuscht, irgendwann in ganz HVV: ab
21:00 vorne einsteigen und Fahrschein vorzeigen.

Gruß,
Philip

Matthias Warkus

unread,
Feb 4, 2012, 8:29:21 AM2/4/12
to
Am 03.02.12 18:24, schrieb Lüko Willms:
Nein, ich befürworte das durchaus auch.

Ansonsten: Für jemanden, der einen Unterschied zwischen "USENET" und
"Usenet" machen zu müssen glaubt, ist "Forum" schon eine peinliche
Selbstdesavouierung, meinst du nicht?

mawa
--
http://www.prellblog.de

Wolf Behrenhoff

unread,
Feb 4, 2012, 9:09:53 AM2/4/12
to
Am 02.02.2012 21:54, schrieb Hans-Joachim Zierke:
> Phase 2: Some beancounter saves money by reducing staff for random
> ticket checks. That's a position, where you can save money
> without /immediate/ effect, so that's a good way to look like
> a cost-saving manager.

Exakt hier sind wir momentan in HH. Ich fahre seit 3 Jahren täglich mit
dem Bus zur Arbeit und zurück (Fahrzeit je ca. 20min) und bin noch nie
kontrolliert worden. In der S- und U-Bahn (und sogar auf der Fähre), wo
ich wesentlich seltener fahre, bin ich dagegen schon öfter kontrolliert
worden.

Wolf

K. Huller

unread,
Feb 4, 2012, 10:41:11 AM2/4/12
to
Matthias Warkus wrote:
>
>>
>> Damit stehen Sie in diesem Forum wohl ziemlich allein.
> ...
> Ansonsten: Für jemanden, der einen Unterschied zwischen "USENET" und
> "Usenet" machen zu müssen glaubt, ist "Forum" schon eine peinliche
> Selbstdesavouierung, meinst du nicht?
>
Selbst ohne das Fach studiert zu haben: ich finde das Vorzitat genauso
hochphilosophisch wie die Antwort darauf. In den Naturwissenschaften gibt es
keine solche Präzision. Da würde man 'Usenet', 'USENET' und 'Forum' als
identisch ansehen, falls sich die hineingelegten Inhalte um weniger
unterscheiden als die Meßgenauigkeit.

Gruß
Knut

Lüko Willms

unread,
Feb 4, 2012, 11:10:44 AM2/4/12
to
Am 04.02.2012 16:41, schrieb K. Huller:
>> Ansonsten: Für jemanden, der einen Unterschied zwischen "USENET" und
>> > "Usenet" machen zu müssen glaubt, ist "Forum" schon eine peinliche
>> > Selbstdesavouierung, meinst du nicht?
>> >
> Selbst ohne das Fach studiert zu haben: ich finde das Vorzitat genauso
> hochphilosophisch wie die Antwort darauf. In den Naturwissenschaften gibt es
> keine solche Präzision. Da würde man 'Usenet', 'USENET' und 'Forum' als
> identisch ansehen, falls sich die hineingelegten Inhalte um weniger
> unterscheiden als die Meßgenauigkeit.

Lassen 'se mal, der Warkus schwätzt einfach nur dumm daher, weil er
einfach keine Ahnung hat.

Eigentlich hätte er mir wegen meiner besseren Geschichtskenntnisse
auch noch Antisemitismus vorwerfen müsssen, "strukturellen" natürlich.

Da gibts ja auch noch diesen Klaus Müller, der mich seit Jahr und Tag
dafür haßt, daß mein Gedächtnis weiter als vier Wochen reicht.


MfG,
L.W.

Lüko Willms

unread,
Feb 4, 2012, 11:16:04 AM2/4/12
to
Am 04.02.2012 14:29, schrieb Matthias Warkus:
>>> Also hoffe ich mal darauf, daß die U5 unter dem Fritz-Schloß-Park im
>>> weiten, nicht engen Bogen geführt werden wird. Und daß sie möglichst
>>> bald
>>> kommt.
>>
>> Damit stehen Sie in diesem Forum wohl ziemlich allein.
>
> Nein, ich befürworte das durchaus auch.

Echt? Normalerweise gilt doch bei den Pufferküssern jeder Ausbau der
öffentlichen Verkehrsmittel als eine ungeheuerliche Verschwendung.

Die ganze Häme, die hier auf die U5 ausgegossen wurde und noch wird,
auf die Einrichtung eines zentralen Hauptbahnhofs im wiedervereinigten
Berlin, die Schnellfahrstrecken, den Umbau des Bahnknotens Stuttgart...

Oder ist das einfach nur so, daß man hinterher immer dafür gewesen
ist, und das ganze "Geschwätz von gestern" als Fälschung der pösen Puben
erklärt? Jeder, der daran erinnert, dann auf Ewigkeiten gemobbt wird und
mit den übelsten Verleumdungen verfolgt wird?



Marc Haber

unread,
Feb 4, 2012, 3:29:21 PM2/4/12
to
Philip Newton <nospam...@gmx.li> wrote:
>On 02.02.2012 18:12, Mathias K?rber wrote:
>> Bei der VHH (Hamburger Osten, Bergedorf etc) gab es in den 80ern mal ne
>> Weile lang Fronteinstieg ab 20.00h (?).
>
>Das gab's mal, wenn mich nicht alles täuscht, irgendwann in ganz HVV: ab
>21:00 vorne einsteigen und Fahrschein vorzeigen.

Ist das nicht der aktuelle Zustand?

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Jens Schmidt

unread,
Feb 4, 2012, 5:04:42 PM2/4/12
to
Marc Haber schrieb:

> Philip Newton <nospam...@gmx.li> wrote:
>>Das gab's mal, wenn mich nicht alles täuscht, irgendwann in ganz HVV: ab
>>21:00 vorne einsteigen und Fahrschein vorzeigen.
>
> Ist das nicht der aktuelle Zustand?

Fast. Zusätzlich Sonntags ganztägig und wie weiter oben erwähnt
in Harburg und Bergedorf immer.
--
Viele Grüße,
Jens Schmidt

Message has been deleted

Marc Haber

unread,
Feb 5, 2012, 10:41:40 AM2/5/12
to
Das ist immerhin logischer als "bei roten Bussen immer, bei blauen und
orangenen nur nach 21 Uhr".

Hans-Joachim Zierke

unread,
Feb 5, 2012, 11:01:05 AM2/5/12
to

Jens Schmidt schrieb:


>>>Das gab's mal, wenn mich nicht alles täuscht, irgendwann in ganz HVV: ab
>>>21:00 vorne einsteigen und Fahrschein vorzeigen.
>>
>> Ist das nicht der aktuelle Zustand?
>
> Fast. Zusätzlich Sonntags ganztägig und wie weiter oben erwähnt
> in Harburg und Bergedorf immer.



Genau so muß sie sein: Die vorbildliche, intuitiv verständliche
Benutzerschnittstelle zum ÖPNV.

Matthias Warkus

unread,
Feb 5, 2012, 11:26:30 AM2/5/12
to
Am 04.02.12 16:41, schrieb K. Huller:
So bescheuert zu behaupten, alle Prädikate seien Ausprägungen
graduierbarer Größen, sind weder Philosophen noch Naturwissenschaftler.

mawa
--
http://www.prellblog.de

Martin Bienwald

unread,
Feb 6, 2012, 10:19:23 AM2/6/12
to
Hans-Joachim Zierke schrieb:
> Martin Bienwald schrieb:

>> Dafür gab es aber 1997 wie auch heute eine Verbindung zum Lehrter Bahnhof.
>
> Heute gibt es sogar zwei. Entweder 123 oder M27 mit Umsteigen Fennstraße.
> Zumindest bei der Ankunft in Berlin wird dabei das Intervall ziemlich
> genau halbiert.

Naja, ich hatte nur die Direktverbindung gezählt. Bei Umsteigeverbindungen
auf so kurzen Distanzen ist man ja meist zu Fuß schneller, es sei denn es
handelt sich um mehr oder weniger garantierte Korrespondenzanschlüsse.

>> Deutlich schlechter ist das Angebot also im wesentlichen in der HVZ geworden.
>> (Dabei sollte man aber berücksichtigen, daß einen Teil der Relationen jetzt
>> auch die Ringbahn abdeckt, die 1997 noch nicht wieder fuhr.)

> Die ist gut für Verbindungen, bei denen man das Rad in der Bahn mitnimmt.
> Sonst eher nicht so wertvoll.

Ich meinte jetzt nicht notwendigerweise für deine Verkehrsbedürfnisse; ich
denke aber, die Ringbahn wird von den dort in Ost-West-Richtung fahrenden
Bussen durchaus Fahrgäste abgezogen haben.

Wobei ich die Verbindung Richtung Turmstraße mit 12 Fahrten pro Stunde
(Mo-Fr tagsüber) auch heute nicht wirklich als schlecht bezeichnen mag.

... Martin

Martin Bienwald

unread,
Feb 6, 2012, 10:21:51 AM2/6/12
to
Hans-Joachim Zierke schrieb:
> Kai Garlipp schrieb:

>> Wie viele von den Buslinien dort waren "S-Bahn-Ersatzverkehr", damit du keine
>> Mark mehr für "Ulbrichts Stacheldraht" zu zahlen brauchtest?

> Für den Bus in der Quitzowstraße könnte das gegolten haben. Für die an
> der Haltestelle Stendaler Str. nicht.

Das sind aber heute auch nicht so viel weniger (mit Ausnahme der HVZ).
Das einzige, was wirklich weggefallen ist, ist die direkte Verbindung
zum S-Bahnhof Bellevue, die allerdings mit durchgehendem 20-Minuten-Takt
auch nicht gerade üppig bedient war.

... Martin

Mathias Bölckow

unread,
Feb 7, 2012, 4:57:15 PM2/7/12
to
Es gibt auch Ecken im HVV, wo fast nie die Fahrscheine vorgezeigt werden
müssen. Ich vermute, dass dort der ganztägige Einstieg nur vorn auch nur
per Aktenlage und in der NVZ wird.

Mathias Bölckow

unread,
Feb 7, 2012, 5:19:21 PM2/7/12
to
Am Wed, 01 Feb 2012 22:37:16 +0100 schrieb Wolf Behrenhoff:

> In Hamburg ist man jetzt der Meinung, das Vorzeigen der Fahrkarte
> einführen zu müssen. Momentan gilt es schon seit einiger Zeit im
> Süderelbebereich und in Bergedorf.

Es gilt in Harburg und Bergedorf. Die Insel an der Süderelbe wird sich nach
meiner Einschätzung nicht beteiligen. In Harburg sind wohl die Fahrgäste
der HVZ mächtig genervt, auch wenn der HVV gegenteiliges behauptet. In
Bergedorf sind vermutlich die Fahrgäste mit Beförderungsalternativen schon
durch den Umbau des ZOB vertrieben worden.

> Ab März (?) dann wohl überall, wobei
> wohl die Linie 5 ausgenommen werden soll.

Ausgenommen werden die Metrobuslinien 4, 5 und 6.

> Ich bin gespannt, ob sich das
> dann auf die Fahrzeiten auswirkt...

Ob es sich auswirkt ist keine Frage. Es wird sich in massiven
Fahrzeitverlängerungen niederschlagen. Die Frage ist, ob genügend Fahrgäste
dem HVV den Rücken kehren, so dass mit den frei gewordenen Bussen und
Fahrern die Takte gehalten werden können. Für die gezahlten Gehälter sind
nicht beliebig Fahrer in der Metropolregion verfügbar.

--
Gruß, Mathias Bölckow
http://www.mathias-boelckow.de

Hans-Joachim Zierke

unread,
Feb 9, 2012, 7:54:57 PM2/9/12
to

Martin Bienwald schrieb:


> Naja, ich hatte nur die Direktverbindung gezählt. Bei Umsteigeverbindungen
> auf so kurzen Distanzen ist man ja meist zu Fuß schneller, es sei denn es
> handelt sich um mehr oder weniger garantierte Korrespondenzanschlüsse.

Das ist ziemlich okay: Tegeler Straße aussteigen, um die Blockecke gehen,
1 bis 2 Minuten warten, weiterfahren.

Am Lehrter Bf kann man also rausgehen, gucken, ob der eine oder andere
kommt, und wenn gerade einer abgefahren ist, geht man halt diagonal durch
den Fritz-Schloß-Park.


> Ich meinte jetzt nicht notwendigerweise für deine Verkehrsbedürfnisse; ich
> denke aber, die Ringbahn wird von den dort in Ost-West-Richtung fahrenden
> Bussen durchaus Fahrgäste abgezogen haben.

Sicher, ja.


> Wobei ich die Verbindung Richtung Turmstraße mit 12 Fahrten pro Stunde
> (Mo-Fr tagsüber) auch heute nicht wirklich als schlecht bezeichnen mag.

Im Vergleich zu Hüllhorst?
Phantastisch.
Im Vergleich zu West-Berlin kein Anlaß zur Begeisterung.



Hans-Joachim,
der das Kuhkaff gestern hinter sich ließ, ohne einmal in den Rückspiegel
zu sehen.

Martin Bienwald

unread,
Feb 14, 2012, 4:10:48 AM2/14/12
to
Hans-Joachim Zierke schrieb:
> Martin Bienwald schrieb:

>> Wobei ich die Verbindung Richtung Turmstraße mit 12 Fahrten pro Stunde
>> (Mo-Fr tagsüber) auch heute nicht wirklich als schlecht bezeichnen mag.

> Im Vergleich zu West-Berlin kein Anlaß zur Begeisterung.

Das *ist* West-Berlin.

Gerade in Berlin fahren viele Buslinien (außerhalb der HVZ, oder auch
komplett) nur im 20-Minuten-Takt. Das ist im übrigen keineswegs neu,
sondern eher eine langjährige Tradition in beiden Teilen Berlins gewesen.

Verglichen damit ist dieses Angebot - auch für Berliner Verhältnisse -
ziemlich brauchbar.

... Martin

Marc Haber

unread,
Feb 16, 2012, 3:34:37 PM2/16/12
to
Martin Bienwald <martin....@gmx.de> wrote:
>Hans-Joachim Zierke schrieb:
>> Martin Bienwald schrieb:
>
>>> Wobei ich die Verbindung Richtung Turmstraße mit 12 Fahrten pro Stunde
>>> (Mo-Fr tagsüber) auch heute nicht wirklich als schlecht bezeichnen mag.
>
>> Im Vergleich zu West-Berlin kein Anlaß zur Begeisterung.
>
>Das *ist* West-Berlin.

Ich denke, er spricht von West-Berlin zu Mauerzeiten. Da war das
Busangebot wirklich umwerfend.

Martin Bienwald

unread,
Feb 17, 2012, 3:59:42 AM2/17/12
to
Marc Haber schrieb:
> Martin Bienwald <martin....@gmx.de> wrote:
>>Hans-Joachim Zierke schrieb:
>>> Martin Bienwald schrieb:

>>>> Wobei ich die Verbindung Richtung Turmstraße mit 12 Fahrten pro Stunde
>>>> (Mo-Fr tagsüber) auch heute nicht wirklich als schlecht bezeichnen mag.

>>> Im Vergleich zu West-Berlin kein Anlaß zur Begeisterung.

>>Das *ist* West-Berlin.

> Ich denke, er spricht von West-Berlin zu Mauerzeiten. Da war das
> Busangebot wirklich umwerfend.

Umwerfend war es auf den Magistralen und den S-Bahn-"Ersatzlinien". Ansonsten
gab es auch zu Mauerzeiten viele Linien mit 20-Minuten-Takt.

... Martin

Hannes Kuhnert

unread,
Feb 18, 2012, 12:36:51 PM2/18/12
to
Hans-Joachim Zierke schrieb:

> In einer US-Newsgroup schrieb ich 2007:
>
>
>
> #v+
> In big cities of Germany, it's cyclic:
>
> Phase 1: Some scientist or consultant or staff fresh from university
> will do a speed calculation, and the buses will be speeded up
> with more doors and free boarding (which is inferior to the
> system used in many Italian cities: Boarding front and rear,
> exit middle.)
>
> Phase 2: Some beancounter saves money by reducing staff for random
> ticket checks. That's a position, where you can save money
> without /immediate/ effect, so that's a good way to look like
> a cost-saving manager.
>
> Phase 3: Some beancounter detects, that fare-dodging has reached an
> unacceptable level, and draws up a great money-saving plan:
> Reintroducing driver ticket checks. The formerly
> fresh-from-university staffer has arranged with the absurdities
> of real-world administration years ago, and won't contribute
> more than a cynical laughter.
>
> Phase 4: Another beancounter detects, that the costs for the passenger
> mile have gone up, and orders a study about possible
> cost-saving measures.
>
> Phase 1: The study shows, that speeding up the buses...
> #v-


Hier™ haben alle seit 2007 beschafften Gelenkbusse vier Türen.

Schon seit 2001 darf abends ab 20 Uhr nur noch vorn eingestiegen werden.

Zu Anfang dieses Jahres wurde das Fahrschein-Kontrollsystem umgestellt.
Statt nebenberuflichen Kontrolleuren und Sicherheitsdienst-Leuten sind jetzt
die Angestellten eines speziell beauftragten Dienstleisters unterwegs. Die
Kontrollen wurden damit deutlich ausgeweitet. Januar 2011: 12000 Kontrollen,
502 Schwarzfahrer; Januar 2012: 58000 Kontrollen, 1082 Schwarzfahrer. Man
hofft, die Schwarzfahrerquote von 6% auf 2% zu senken, und rechnet damit,
dass sich die Mehrausgaben für die Kontrollen finanziell lohnen.


Wie ist das einzuordnen?

Ah, ich sehe gerade die Beschriftung obigen Schemas – mglw. ist was dran,
dass Ostdeutschlands drittgrößter Stadt häufig abgesprochen wird, „big city“
zu sein. ;-)

Dafür gibt’s hier auch betuliche Werbung wie diese:
<http://hannes-kuhnert.de/tmp/Bus.jpeg>
--
Hannes Kuhnert, Chemnitz

Lüko Willms

unread,
Feb 18, 2012, 6:09:42 PM2/18/12
to
Am 18.02.2012 18:36, schrieb Hannes Kuhnert:
> Zu Anfang dieses Jahres wurde das Fahrschein-Kontrollsystem umgestellt.
> Statt nebenberuflichen Kontrolleuren und Sicherheitsdienst-Leuten sind jetzt
> die Angestellten eines speziell beauftragten Dienstleisters unterwegs. Die
> Kontrollen wurden damit deutlich ausgeweitet. Januar 2011: 12000 Kontrollen,
> 502 Schwarzfahrer; Januar 2012: 58000 Kontrollen, 1082 Schwarzfahrer. Man
> hofft, die Schwarzfahrerquote von 6% auf 2% zu senken, und rechnet damit,
> dass sich die Mehrausgaben für die Kontrollen finanziell lohnen.
>
>
> Wie ist das einzuordnen?

Man sucht den Schnittpunkt der beiden Kurven, der einen, die die
Kosten des Ticketing (incl. Kontrollen) darstellt, und der anderen, die
die Fahrgeldeinnahmen (incl. EBE) darstellt.


Mfg,
l.w.

Hans-Joachim Zierke

unread,
Feb 18, 2012, 6:13:31 PM2/18/12
to

Hannes Kuhnert schrieb:


> Zu Anfang dieses Jahres wurde das Fahrschein-Kontrollsystem umgestellt.
> Statt nebenberuflichen Kontrolleuren und Sicherheitsdienst-Leuten sind jetzt
> die Angestellten eines speziell beauftragten Dienstleisters unterwegs. Die
> Kontrollen wurden damit deutlich ausgeweitet. Januar 2011: 12000 Kontrollen,
> 502 Schwarzfahrer; Januar 2012: 58000 Kontrollen, 1082 Schwarzfahrer. Man
> hofft, die Schwarzfahrerquote von 6% auf 2% zu senken, und rechnet damit,
> dass sich die Mehrausgaben für die Kontrollen finanziell lohnen.

Das halte ich für realistisch.


> Dafür gibt’s hier auch betuliche Werbung wie diese:
> <http://hannes-kuhnert.de/tmp/Bus.jpeg>

Die komfortable Großraumlimousine wird doch nicht etwa richtige Sitze
haben?


Hans-Joachim

Kai Garlipp

unread,
Feb 19, 2012, 4:41:33 AM2/19/12
to
On 19.02.2012 00:13, Hans-Joachim Zierke wrote:
>
>> Zu Anfang dieses Jahres wurde das Fahrschein-Kontrollsystem umgestellt.
>> Statt nebenberuflichen Kontrolleuren und Sicherheitsdienst-Leuten sind jetzt
>> die Angestellten eines speziell beauftragten Dienstleisters unterwegs. Die
>> Kontrollen wurden damit deutlich ausgeweitet. Januar 2011: 12000 Kontrollen,
>> 502 Schwarzfahrer; Januar 2012: 58000 Kontrollen, 1082 Schwarzfahrer. Man
>> hofft, die Schwarzfahrerquote von 6% auf 2% zu senken, und rechnet damit,
>> dass sich die Mehrausgaben für die Kontrollen finanziell lohnen.
>
> Das halte ich für realistisch.

Kurzzeitig vielleicht. Wenn die private Firma auf Provisionsbasis arbeitet
dürfte sie schon bald Probleme bekommen genügend Schwarzfahrer zu finden.

>> Dafür gibt’s hier auch betuliche Werbung wie diese:
>> <http://hannes-kuhnert.de/tmp/Bus.jpeg>
>
> Die komfortable Großraumlimousine wird doch nicht etwa richtige Sitze
> haben?

Eine Seite hat nur Türen und Radkästen. Wo willst du da noch halbwegs
vernünftige Sitze unterbringen?

Bye Kai

Hergen Lehmann

unread,
Feb 19, 2012, 5:53:37 AM2/19/12
to
On 19.02.2012 10:41, Kai Garlipp wrote:

> Kurzzeitig vielleicht. Wenn die private Firma auf Provisionsbasis arbeitet
> dürfte sie schon bald Probleme bekommen genügend Schwarzfahrer zu finden.

Da kann man durch schikanöse Auslegung der Tarifbestimmungen ja nachhelfen.
Der große Nachteil, wenn solche Aufgaben an "externe" ausgelagert
werden, deren einzigen Interesse ihrer Provision gilt...

Hergen

Reinhard Greulich

unread,
Feb 19, 2012, 7:08:23 AM2/19/12
to
Hergen Lehmann <hlehmann.e...@snafu.de> wrote:

> Da kann man durch schikanöse Auslegung der Tarifbestimmungen ja nachhelfen.
> Der große Nachteil, wenn solche Aufgaben an "externe" ausgelagert werden,
> deren einzigen Interesse ihrer Provision gilt...

Kann man. Wen. Sich die Berschwerden häufen, ist der Auftrag weg, das geht
dann ganz fix. Nix Autrag, nix Provision.

Im übrigen würde ich gern man konkretes Beispiel sehen, wo aktuell solche
Provisionen vereinbart sind. Ich lese das immer nur in Form von unbelegten
Behauptungen..

Gruß, Reinhard.
--
mobil

Kai Garlipp

unread,
Feb 19, 2012, 7:56:14 AM2/19/12
to
On 19.02.2012 13:08, Reinhard Greulich wrote:
>> Da kann man durch schikanöse Auslegung der Tarifbestimmungen ja nachhelfen.
>> Der große Nachteil, wenn solche Aufgaben an "externe" ausgelagert werden,
>> deren einzigen Interesse ihrer Provision gilt...
>
> Kann man. Wen. Sich die Berschwerden häufen, ist der Auftrag weg, das geht
> dann ganz fix. Nix Autrag, nix Provision.

Dafür muß man aber schon einen erheblichen öffentlichen Druck ausüben damit das
passiert. So eine Situation gab es durchaus vor ein paar Jahren (ich meine das
könnte durchaus ca. 2008 gewesen sein) als die private Kontrollfirma zu
aggressiv auf Schwarzfahrerjagd war.

> Im übrigen würde ich gern man konkretes Beispiel sehen, wo aktuell solche
> Provisionen vereinbart sind. Ich lese das immer nur in Form von unbelegten
> Behauptungen..

Da hast du natürlich das Problem das die Verträge geheim gehalten werden.

Das hier ist aus dem Jahr 2008 in Berlin, beschreibt aber nur den Druck der
innerhalb der privaten Kontroll-Firma auf die Mitarbeiter ausgeübt wird und das
dort vorhandene Vergütungssystem damit diese entsprechend viele Schwarzfahrer
fangen:

http://www.berliner-zeitung.de/archiv/fahrgastverband-lehnt--fangpraemien--fuer-kontrolleure-bei-der-bvg-strikt-ab-1-50-euro-fuer-jeden-schwarzfahrer,10810590,10605962.html

Etwas älter (2003) ist dieser Artikel ebenfalls aus Berlin, der etwas die
Vertragsbeziehungen zwischen der BVG und der Sicherheitsfirma beleuchtet.

http://www.welt.de/print-welt/article254353/Abzocke_von_Fahrgaesten_Ein_Kontrolleur_packt_aus.html

Bye Kai

Reinhard Greulich

unread,
Feb 19, 2012, 2:38:45 PM2/19/12
to
Kai Garlipp schrieb am Sun, 19 Feb 2012 13:56:14 +0100:

> Etwas älter (2003) ist dieser Artikel ebenfalls aus Berlin, der etwas die
> Vertragsbeziehungen zwischen der BVG und der Sicherheitsfirma beleuchtet.

Ea gab eine Zeit, als man durchaus mit sowas seine (schlechten)
Erfahrungen gesammelt hat - deshalb fragte ich nach aktuellen Fällen.
Ich traue den Verkehrsbetrieben durchaus zu, aus Fehlern zu lernen.

Hier[tm] ist das betreffende Personal fest angestellt und erhält auch
keinerlei Provisionen und der Betrieb weiß sehr genau, warum er so
vorgeht. Kontrolldichte ist so, dass ich auf dem täglichen Weg zur
Arbeit etwa 2-3 Mal im Monat kontrolliert werde.

Gruß - Reinhard.

--
70086
~=@=~ www.debx.de ~=@=~
die Homepage der deb*-Newsgruppen.

Hans-Joachim Zierke

unread,
Feb 19, 2012, 4:23:41 PM2/19/12
to

Kai Garlipp schrieb:


>>> Man
>>> hofft, die Schwarzfahrerquote von 6% auf 2% zu senken, und rechnet damit,
>>> dass sich die Mehrausgaben für die Kontrollen finanziell lohnen.
>>
>> Das halte ich für realistisch.
>
> Kurzzeitig vielleicht. Wenn die private Firma auf Provisionsbasis arbeitet
> dürfte sie schon bald Probleme bekommen genügend Schwarzfahrer zu finden.


Deshalb ja 2%. Das ist normalerweise das Limit, bei dem man noch genug
Schwarzfahrer erwischt, um die Kontrollen zu finanzieren. Die Quote unter
2% zu drücken, wird teuer.

Aber "externe Firma" ist eine ganz schlechte Idee in dem Fall, weil die
Kontrolleure dann sehr leicht einen Umgang mit dem Kunden pflegen, den
das Transportunternehmen keinesfalls wollen kann.

Hans-Joachim Zierke

unread,
Feb 19, 2012, 4:29:24 PM2/19/12
to

Reinhard Greulich schrieb:


> Hier[tm] ist das betreffende Personal fest angestellt und erhält auch
> keinerlei Provisionen und der Betrieb weiß sehr genau, warum er so
> vorgeht. Kontrolldichte ist so, dass ich auf dem täglichen Weg zur
> Arbeit etwa 2-3 Mal im Monat kontrolliert werde.


Eine Eisenbahn sollte meines Erachtens für die Kontrollen einen
gemeinsamen Personalpool mit den normalen Zugbegleitern haben.

Das vermeidet einerseits den psychologischen Effekt reiner
Kontrolltätigkeit (die Leute nehmen irgendwann immer nur noch das
schlechteste an, weil sie in /Ihrer/ Tätigkeit sehr häufig mit weniger
erfreulichen Menschen zu tun haben), andererseits schult es automatisch
die Zugbegleiter in den Tricks der Schwarzfahrer.

Hannes Kuhnert

unread,
Feb 20, 2012, 4:40:36 AM2/20/12
to
Hans-Joachim Zierke schrieb:

>> Dafür gibt’s hier auch betuliche Werbung wie diese:
>> <http://hannes-kuhnert.de/tmp/Bus.jpeg>
>
> Die komfortable Großraumlimousine wird doch nicht etwa richtige Sitze
> haben?

„Richtig“ ist subjektiv.

Ich bin sehr zufrieden damit. Es sind Stadtbussitze der besseren Sorte,
d. h. richtig gepolsterte. Schön ist, dass man aufrecht sitzen kann und
nicht die Beine flach strecken muss.

Allerdings will ich nicht verschweigen, dass schätzungsweise 15% Busse mit
Sitzen vom Typ teppichbezogene Platte unterwegs sind.
--
Hannes Kuhnert, Chemnitz

Hannes Kuhnert

unread,
Feb 20, 2012, 4:46:05 AM2/20/12
to
Hans-Joachim Zierke schrieb:

> Aber "externe Firma" ist eine ganz schlechte Idee in dem Fall, weil die
> Kontrolleure dann sehr leicht einen Umgang mit dem Kunden pflegen, den
> das Transportunternehmen keinesfalls wollen kann.

An eine Kontrolle nach der Umstellung kann ich mich konkret erinnern.
Die Kontrolleurin schien noch nicht ganz routiniert zu sein, hat aber keinen
schlechten Eindruck gemacht, insbesondere keinen unfreundlichen.
--
Hannes Kuhnert, Chemnitz

Klaus Föhl

unread,
Feb 20, 2012, 8:14:11 AM2/20/12
to
Äh nein. Man suche den Schnittpunkt *der*Ableitungen* der beiden Kurven.
(je nach Vorzeichendefinition ggf. Betragszeichen)

Einfacher gehts grafisch: Maximum der Gesamtkurve Einnahmen minus Ausgaben.

Klaus

Ralph Sontag

unread,
Mar 6, 2012, 12:23:14 PM3/6/12
to
Hans-Joachim Zierke schrieb:

> Eine Eisenbahn sollte meines Erachtens für die Kontrollen einen
> gemeinsamen Personalpool mit den normalen Zugbegleitern haben.
>
> Das vermeidet einerseits den psychologischen Effekt reiner
> Kontrolltätigkeit (die Leute nehmen irgendwann immer nur noch das
> schlechteste an, weil sie in /Ihrer/ Tätigkeit sehr häufig mit weniger
> erfreulichen Menschen zu tun haben), andererseits schult es automatisch
> die Zugbegleiter in den Tricks der Schwarzfahrer.

So macht es die City-Bahn http://www.city-bahn.de/
- Zugbegleiter, die gelegentlich auch mal kontrollieren.
Häufig erscheinen die auch als dienstbare Helfer, wenn ältere Herrschaften
etwas ratlos die Automaten studieren, um einen passenden Fahrschein zu suchen.

Ralph.
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