Es gibt dort zwar einen kostenlosen touristenfahrplan mit
allen nahverkehrslinien sowie eine übersichtliche darstellung
der U-bahnen, aber keine übersichtliche U- und straßenbahn-
spinne. In Berlin ja auch nicht. Vielleicht sollte sich mal
ein fähiger graphiker ran machen ....
Die U-bahn (U1 bis U4) hat ungemütliche stationen und sechs-
wagenzüge ohne übergänge mit zwei verschiedenen sitzbezügen.
Besonderheit sind die weißen leuchtbalken an der front jedes
zuges. Leider bedingt die netztopographie etliche umsteige-
vorgänge, die mit langen wegen zwischen den linien verbunden
sind. Die anzeigetafeln auf den bahnsteigen sind mir be-
sonders aufgefallen, die mit einer hochkomplizierten "kreuz-
und-quer-matrix" eine einigermaßen lesbare schrift dar-
stellen.
Die U6 (U5 gibt es nicht) ist ein sonderfall; sie hat nied-
rigere bahnsteige und zwei verschiedene fahrzeugtypen, die
wild gemischt untereinander gekuppelt werden: zum einen um-
gebaute straßenbahnen mit festen trittbrett-verbreiterungen
(gelenk-sechsachser, teilweise auch gelenk-sechsachs-bei-
wagen), zum anderen recht bequeme, moderne, breitere fahr-
zeuge mit höhengleichem einstieg vom bahnsteig. Zweirich-
tungsfähig, aber mit nur einem führerstand, so dass bei der
bildung der garnituren etwas aufgepasst werden muss. :)
Die U6 scheint die älteste linie zu sein, sie hat noch
einige alte Jugendstilstationen.
Die straßenbahn ist größtenteils noch um einiges uriger als
in Graz. Alte sechsachser mit ungepolsterten pressholz-
sitzen, teilweise mit anhängern, deren ältere bauart noch
holzboden und holzwände hat. Auf einer seite steht an den
fenstern, dass sie zur vermeidung von zugluft verschlossen
bleiben - im winter verständlich, aber im hochsommer, wo
wir für jedes laue zuglüftchen dankbar sind, sicher recht
stickig. Dazu allerdings eine ansagestimme, die an HAL 9000
erinnert - und deutlich verständlicher als in Graz ist. Die
linien sind ohne erkennbare logik mal mit buchstaben, mal
mit nummern bezeichnet, wobei die linie J als "Jeh" ausge-
sprochen wird, damit sie akustisch leichter mit den linien
B, C, D, E und G verwechselt werden kann. :)
Leider haben manche tramlinien bereits um 23:00 betriebs-
schluss. Bei einer großstadt hätte ich das nicht erwartet.
Ich wollte gerne mal mit dem ULF fahren, musste mich aber
dazu aber in die außenbezirke begeben und bin schließlich
die linie 6 zu später stunde damit abgefahren. Das ist nun
ein sprung mehrere generationen in die zukunft - die kan-
tigen trams der 70er/80er jahre sowie die teilniederfluri-
gen fahrzeuge der ersten generation auslassend. Der ein-
stieg vom straßenniveau ist wirklich bequem, und vor allem
gibt es im innern keine störenden podeste wie in so vielen
anderen "100 % NF" fahrzeugen. Auch der innenraum macht
einen wirklich gemütlichen eindruck - die kurzen sektionen
schaffen heimelige "kleinräume", ohne dass dabei der über-
blick über das gesamte fahrzeug verloren geht. Die einzel-
radfahrwerke befinden sich unter den etwas verlängerten
gelenken. Lediglich das in engen kurven aufgrund der nur
einstufigen federung ruckelig-rumpelnde fahrverhalten trübt
das bild, ansonsten ein wirklich schönes fahrzeug mit hohem
sitzplatzangebot. Schade, dass (zur zeit) nur obskure
außenlinien damit bedient werden. Vermutlich ist ein ULF
bei so viel high-tech so teuer, dass nur kleinserien be-
schafft werden, solange das alte material nicht von alleine
auseinanderfällt. Auch konnte der ULF noch in keine anderen
städte "exportiert" werden.
Busse gibt es natürlich auch, die mit nummern (teils den
gleichen wie trams) bezeichnet werden, jedoch ein A oder B
haben. Das sind meistens moderne Gräf/Steyr-busse mit
einem buckel auf dem dach - erdgas oder wasserstoff etwa?
Manche linien wie die 13A haben in beiden richtungen eine
etwas unterschiedliche streckenführung, was das auffinden
von haltestellen nicht gerade erleichtert.
So weit meine eindrücke aus Wien. Ich bin übrigens mit
keiner tram in die bank gerauscht ....
tobias
tobias koehler wrote:
[...]
> linien sind ohne erkennbare logik mal mit buchstaben, mal
> mit nummern bezeichnet, wobei die linie J als "Jeh" ausge-
> sprochen wird, damit sie akustisch leichter mit den linien
> B, C, D, E und G verwechselt werden kann. :)
Wolfgang, Dein Einsatz!
[hier gekürzt]
>Die U-bahn (U1 bis U4) hat ungemütliche stationen und sechs-
>wagenzüge ohne übergänge mit zwei verschiedenen sitzbezügen.
>Besonderheit sind die weißen leuchtbalken an der front jedes
>zuges. Leider bedingt die netztopographie etliche umsteige-
>vorgänge, die mit langen wegen zwischen den linien verbunden
>sind. Die anzeigetafeln auf den bahnsteigen sind mir be-
>sonders aufgefallen, die mit einer hochkomplizierten "kreuz-
>und-quer-matrix" eine einigermaßen lesbare schrift dar-
>stellen.
Da in Wien aber - bis auf die U6 - zielrein gefahren wird, dient
das ganze auf U1 bis 4 lediglich für die gelegentlichen Anzeigen
"Sonderzug", "Fahrschule" sowie "Betriebsschluss". Letztere
Anzeige soll, solange noch Fallblattanzeigen verwendet wurden,
hauptsächlich den Zweck gehabt haben, die Mechanik durch
ein-mal-tägliches Ingangsetzen am Einrosten zu hindern ;-)
>
>Die U6 (U5 gibt es nicht) ist ein sonderfall; sie hat nied-
>rigere bahnsteige und zwei verschiedene fahrzeugtypen, die
>wild gemischt untereinander gekuppelt werden: zum einen um-
>gebaute straßenbahnen mit festen trittbrett-verbreiterungen
>(gelenk-sechsachser, teilweise auch gelenk-sechsachs-bei-
>wagen), zum anderen recht bequeme, moderne, breitere fahr-
>zeuge mit höhengleichem einstieg vom bahnsteig. Zweirich-
>tungsfähig, aber mit nur einem führerstand, so dass bei der
>bildung der garnituren etwas aufgepasst werden muss. :)
>Die U6 scheint die älteste linie zu sein, sie hat noch
>einige alte Jugendstilstationen.
[hier gekürzt]
Gefahren wird derzeit nur in den Kombinationen E6+c6+T+c6+E6,
T+T+T oder T+T+T+T. Möglich wäre auch T+c6+E6. E6 = Triebwagen,
c6 = Beiwagen, T = breiter Niederflurtriebwagen.
Nur der Abschnitt Gumpendorferstraße - Nussdorfer Straße der U6
ist alt, übrigens etwa gleich alt wie die U4. Beide Strecken
(Wiental-, Donaukanal- und Gürtellinie der Stadtbahn) waren bei
der Eröffnung Vollbahnen mit Dampfbetrieb.
>Ich wollte gerne mal mit dem ULF fahren, musste mich aber
>dazu aber in die außenbezirke begeben und bin schließlich
>die linie 6 zu später stunde damit abgefahren. Das ist nun
>ein sprung mehrere generationen in die zukunft - die kan-
>tigen trams der 70er/80er jahre sowie die teilniederfluri-
>gen fahrzeuge der ersten generation auslassend.
Nanu? Ein Großteil der E1 wurde erst in den Siebzigern gebaut,
und auf dem 6er müsstest Du eigentlich auch der Type E2
(Einrichtungsversion des U6-Gelenkwagens) begegnet sein, Baujahre
zwischen 1978 und 1990. Wien hat Baumuster immer schon lange
immer wieder nachbestellt und dabei auch an überholter Technik
(elektromechanisches Nockenschaltwerk bei E2 und E6) "weil sie
sich bewährt hat" festgehalten.
>Der ein-
>stieg vom straßenniveau ist wirklich bequem, und vor allem
>gibt es im innern keine störenden podeste wie in so vielen
>anderen "100 % NF" fahrzeugen. Auch der innenraum macht
>einen wirklich gemütlichen eindruck - die kurzen sektionen
>schaffen heimelige "kleinräume", ohne dass dabei der über-
>blick über das gesamte fahrzeug verloren geht. Die einzel-
>radfahrwerke befinden sich unter den etwas verlängerten
>gelenken. Lediglich das in engen kurven aufgrund der nur
>einstufigen federung ruckelig-rumpelnde fahrverhalten trübt
>das bild, ansonsten ein wirklich schönes fahrzeug mit hohem
>sitzplatzangebot.
Gratuliere! Du bist außer mir sicher der einzige, der lobende
Worte für dieses Fahrzeug findet.
>Schade, dass (zur zeit) nur obskure
>außenlinien damit bedient werden. Vermutlich ist ein ULF
>bei so viel high-tech so teuer, dass nur kleinserien be-
>schafft werden, solange das alte material nicht von alleine
>auseinanderfällt. Auch konnte der ULF noch in keine anderen
>städte "exportiert" werden.
Du sagst es!
Weil Siemens sich die Entwicklung von den Wiener
Verkehrsbetrieben praktisch bezahlen hat lassen, besteht dazu
auch keinerlei Veranlassung. Die Firma hat ihren Schnitt schon
gemacht. Es dürfte Konzernpolitik sein, kostengünstigere Modelle
wie den "Combino" zu forcieren.
>Busse gibt es natürlich auch, die mit nummern (teils den
>gleichen wie trams) bezeichnet werden, jedoch ein A oder B
>haben. Das sind meistens moderne Gräf/Steyr-busse mit
>einem buckel auf dem dach - erdgas oder wasserstoff etwa?
Die Wiener Linien verwenden ausschließlich Busse mit Flüssiggas
als Treibstoff.
>Manche linien wie die 13A haben in beiden richtungen eine
>etwas unterschiedliche streckenführung, was das auffinden
>von haltestellen nicht gerade erleichtert.
[gekürzt]
Auf diese Linie (13er) musste schon die Straßenbahn wegen der
Gassenquerschnitte nicht nur Schnürstellen sondern auch
Einbahnführungen in Kauf nehmen.
>So weit meine eindrücke aus Wien. Ich bin übrigens mit
>keiner tram in die bank gerauscht ....
Das gilt auch als extrem unhöflich und wird nicht einmal am
Weltspartag toleriert!
-------------------------------------
Michael Suda
A-1170 Wien, Oesterreich/Austria/Autriche
michae...@blackbox.net
Ich empfehle:
http://www.fahrgast.at/
http://www.viennaslide.com/tramway.htm
> Die U6 scheint die älteste linie zu sein, sie hat noch
> einige alte Jugendstilstationen.
Jein. Die U6 an sich ist die juengste. Sie folgt allerdings weitgehend
dem Verlauf der alten Stadtbahn.
Das mit der U5 ist eine lange Geschichte. Die heutige U2 ist eine
Kombination aus den einstmals geplanten Linien U2 und U5.
> linien sind ohne erkennbare logik mal mit buchstaben, mal
uiuiuiuiuiui, das wird aerger mitden Wienern geben! :)
Da steckt ein recht gutes System dahinter: Irgendwie unterschied
Durchgangs/Ringlinien, im Uhrzeigersinn, etc. Ich kenn mich da auch
nicht naeher aus, weil ich's noch nie gebraucht habe...
> tobias
--
cu mail: we...@sbox.tu-graz.ac.at
stephan www: www.sbox.tu-graz.ac.at/home/w/weini
Hallo Tobias,
zur Wiener Strassenbahn kann ich die Nahverkehrsseiten von Wolfgang Auer
empfehlen:
http://qspr03.tuwien.ac.at/~wauer/nv/nv_at.html
Insbesondere erklaert e auch die Logik hinter den Bezeichnungen der
Strassenbahnlinien:
http://qspr03.tuwien.ac.at/~wauer/nv/l.html
Horst Prillingers Webseiten zur Wiener U-Bahn, insbes. auch zu ihrer
(interessanten und verwickelten) Geschichte:
http://aardvark.magnet.at/metro/
Gruss,
Sven
--
Sven Manias * Karlsruhe, Germany * E-mail: sven....@gmx.de
WWW: http://www.uni-karlsruhe.de/~Sven.Manias/
>Busse gibt es natürlich auch, die mit nummern (teils den
>gleichen wie trams) bezeichnet werden, jedoch ein A oder B
>haben. Das sind meistens moderne Gräf/Steyr-busse mit
>einem buckel auf dem dach - erdgas oder wasserstoff etwa?
Nahverkehr in Wien ist schon etwas Besonderes, aber da werden sich
Wolfgang und die anderen Wiener hier sich schon äußern. Mir ist das
jedenfalls öfters mal eine Reise wert. Die Busse der Wiener Stadtwerke
fahren alle mit Gas, auch die noch im Einsatz befindlichen älteren
Gräf+Stift mit den orangen Plastik-Schalensitzen. Die haben keinen
Buckel, aber dafür einen ziemlich hohen Fußboden.
Gruß - Reinhard.
--
052°22,79'N
009°48,81'E
Am Mon, 10 Jan 2000 18:30:37 +0100 schrieb "tobias koehler"
<tobias....@sgpvt.at>:
>Die straßenbahn ist größtenteils noch um einiges uriger als
>in Graz. Alte sechsachser mit ungepolsterten pressholz-
>sitzen, teilweise mit anhängern, deren ältere bauart noch
>holzboden und holzwände hat. Auf einer seite steht an den
>fenstern, dass sie zur vermeidung von zugluft verschlossen
>bleiben - im winter verständlich, aber im hochsommer, wo
>wir für jedes laue zuglüftchen dankbar sind, sicher recht
>stickig.
Gibt es das nicht auch in manchen ÖBB-Regionaltriebwagen?
>Dazu allerdings eine ansagestimme, die an HAL 9000
>erinnert - und deutlich verständlicher als in Graz ist. Die
>linien sind ohne erkennbare logik mal mit buchstaben, mal
>mit nummern bezeichnet, wobei die linie J als "Jeh" ausge-
>sprochen wird, damit sie akustisch leichter mit den linien
>B, C, D, E und G verwechselt werden kann. :)
Hier werden dir Einheimische sicher genauer helfen können, aber meines
Wissens gibt es doch eine bestimmte Struktur der Linienbezeichnungen
(sagt man in Wien nicht "Wagen" statt "Linie"?): Linien, die
(teilweise) den Ring entlang fahren; Linien, die den Ring kreuzen und
Linien weiter ausserhalb, die den Ring überhaupt nicht berühren.
Bis die Tage, Martin
--
Martin Schrader * Hermann-Sielcken-Str. 34 * D-76530 Baden-Baden
Martin....@T-Online.de * Martin_...@compuserve.com
> Insbesondere erklaert e auch die Logik hinter den Bezeichnungen der
> Strassenbahnlinien:
> http://qspr03.tuwien.ac.at/~wauer/nv/l.html
Danke! Nach längerem studium sehe ich zwar nun, dass dahinter ein
sinn steckt, dieser erschließt sich (auch mangels informationsmaterial)
aber dem außenstehenden nicht. Die Wiener brauchen wohl etwas, um sich
von Nichtwienern unterscheiden zu können. :)
> Nanu? Ein Großteil der E1 wurde erst in den Siebzigern gebaut,
> und auf dem 6er müsstest Du eigentlich auch der Type E2
> (Einrichtungsversion des U6-Gelenkwagens) begegnet sein, Baujahre
> zwischen 1978 und 1990. Wien hat Baumuster immer schon lange
> immer wieder nachbestellt und dabei auch an überholter Technik
> (elektromechanisches Nockenschaltwerk bei E2 und E6) "weil sie
> sich bewährt hat" festgehalten.
Gut, Duewag-typen mit niedriger und hoher frontscheibe kenne
ich zur genüge aus anderen städten .... allerdings belässt
Wien sie im originalzustand, so dass sich ein recht alt-
modischer eindruck einstellt. Interessant ist die gemischte
mehrfachtraktionsfähigkeit auf der E6 - auf so etwas wird
bei modernen fahrzeugen sonst gern verzichtet.
> Weil Siemens sich die Entwicklung von den Wiener
> Verkehrsbetrieben praktisch bezahlen hat lassen, besteht dazu
> auch keinerlei Veranlassung. Die Firma hat ihren Schnitt schon
> gemacht. Es dürfte Konzernpolitik sein, kostengünstigere Modelle
> wie den "Combino" zu forcieren.
Tja, "design to cost" .... städte wie Wien (ULF) und Zürich
(Cobra) leisten sich extravagante spezialmodelle, die hersteller
scheinen diese nur noch mit einem zähneknirschen zu liefern.
(Einschub bezüglich Cobra: meiner einschätzung nach deuten
mehrere faktoren darauf hin, dass Stadler das werk Pratteln
übernimmt und dort einmal die aufträge fertigt, die Adtranz
vertraglich in der Schweiz bauen muss, zum anderen das
"kleinkram" wie zahnrad- und schmalspurfahrzeuge, die in
keinen "baukasten" passen. Nach dem letzten Eckrodt-inter-
view will Adtranz ja einiges untervergeben.)
Übrigens habe ich heute in "VT live" gelesen, dass der erste ULF
1995 ausgeliefert wurde, inzwischen 35 im einsatz sind und bis
mitte 2001 weitere 47 geliefert werden.
Darf der ULF auf allen Wiener Straßenbahnlinien fahren? Aus
anderen städten kenne ich diverse nicht "niederflurtaugliche"
strecken.
tobias
Aber Hallo!
Da kann ich doch nur meine Homepage allerwärmstens empfehlen ;-))
--
Harald A. Jahn
Die Tramwayseite (letztes Update: 9.1.2000):
www.viennaslide.com/tramway.htm
(Geschichte des Wiener Stadtverkehrs, Moderne Tramway in Frankreich)
Kurzfassung:
Die Innenstadt kreisförmig umfahrende Linien: 1...18 (von innen nach aussen
nummeriert)
Sternförmig nach aussen laufende Linien: Nummern 21...80 (gegen den
Uhrzeigersinn nummeriert)
Linien, die erst auf die Stadt zufahren, dann über den Ring umrunden und auf
der anderen Seite wieder rausfahren: A...Z (gegen den Uhrzeigersinn
nummeriert)
War bei den vielen Linien früher wichtig & sinnvoll, beim heute stark
ausgedünnten Netz sind die Buchstabenlinien eigentlich nur noch ein
Überbleibsel.
Der Vorteil dieses Systems ist, dass die Endstellen praktisch nie die
Liniennummer wechseln (so ist es in Wien völlig unvorstellbar, dass eine
andere Line als der 38er nach Grinzing fährt)
Sind in Österreich eigenartigerweise sehr unbeliebt und ungebräuchlich.
Eine Logik war zu der Zeit, als das System erdacht worden ist, sehr wohl
da, allerdings ist sie dank der großen Stillegungsorgien (50er bis 70er
Jahre) und einiger Teilstrecken-Zusammenlegungen ziemlich verwässert.
Man unterscheidet in Wien zwischen Rund-, Radial- und Durchgangslinien.
Rundlinien (Nummerngruppe 1 - 20) umrunden die Innenstadt mehr oder
weniger kreis- bzw. kreisbogenförmig.
Radiallinien (Nummerngruppe 21 - 82) fahren mehr oder weniger
schnurgerade von der Innenstadt aus Richtung Stadtrand. Die
Bezeichnungen wurden von der Linie Schwedenplatz - Praterstern -
Praterkai (21) aus entgegen dem Uhrzeigersinn vergeben.
Durchgangslinien (Kennzeichnung mit Buchstaben) stellen eine Mischform
beider Linienarten dar, laut System verläuft die Strecke teilweise über
die Ringstraße. Bei Führung über eine andere Rundlinie stand hinter dem
Buchstaben die Liniennummer der entsprechenden Rundlinie als Index (zB
E2, S8, W4. Ausnahme: Linie O seit 1972 auf einem Teilabschnitt der
ehemaligen Zweierlinie, aber keine Umänderung des Liniensignals in O2!).
--
mfg Manfred
Sent via Deja.com http://www.deja.com/
Before you buy.
> Es gibt dort zwar einen kostenlosen touristenfahrplan mit
> allen nahverkehrslinien sowie eine übersichtliche darstellung
> der U-bahnen, aber keine übersichtliche U- und straßenbahn-
> spinne. In Berlin ja auch nicht. Vielleicht sollte sich mal
> ein fähiger graphiker ran machen ....
Dafuer gibt es an jeder Station einen Wien-Gesamtplan, mit allen Linien
und allen Stationen auf eine geografische Karte aufgezeichnet.
> Die U-bahn (U1 bis U4) hat ungemütliche stationen und sechs-
Das war mal modern. Dazuzusagen ist noch, dass die U3 als letztes gebaut
wurde und die Stationen sich im Stil ein wenig unterscheiden. Mir ist
zum Beispiel in Erinnerung, dass im Zuge der Planung der
U3-Stationsgebauede festgestellt wurde, dass die gebogenenen Glasfenster
der Bauten der U1 und U4 zu teuer sind und daher die Bauten der U3 nur
mehr gerade Glasflaechen haben. Die Neubauten der U6 uebrigens auch
(Dresdnerstrasse, Jaegerstrasse, Laengenfeldgasse, Niederh...).
> wagenzüge ohne übergänge mit zwei verschiedenen sitzbezügen.
Wie sich das mit den Sitzbezuegen verhaelt, weiss ich nicht, aber es
gibt jedenfalls grob zwei Fahrzeugtypen: U und U11. U mit groesstenteils
mechanisch gesteuerten Gleichstrommaschinen, U11 mit Drehstromantrieb.
Die beiden schauen auesserlich fast gleich aus, Unterschiede gibt es in
den Tuergriffen und in den Kontrolllampen oberhalb der Fahrgasttueren.
Der U11 ist uebrigens ein wenig laenger, da die Elektronik in der
Fuehrerstandsrueckwand untergebracht werden musste.
Der Vollstaendigkeit halber: Es gibt noch eine dritte Type, den U1. Das
waren die ersten Drehstromer, und sie sind daher generationsmaessig
zwischen U und U11 anzusiedeln. Der Profi erkennt sie abgesehen von der
Beschriftung an wieder anderen Tuergriffen sowie einem etwas anderen
Motorengeraeusch. Sehr geringe Stueckzahl.
> sind. Die anzeigetafeln auf den bahnsteigen sind mir be-
> sonders aufgefallen, die mit einer hochkomplizierten "kreuz-
> und-quer-matrix" eine einigermaßen lesbare schrift dar-
> stellen.
AFAIK sind diese AFAIK 42-segmentigen Anzeigen ein Patent aus der
Schweiz.
> Die U6 (U5 gibt es nicht) ist ein sonderfall; sie hat nied-
> rigere bahnsteige und zwei verschiedene fahrzeugtypen, die
> wild gemischt untereinander gekuppelt werden:
Neiin, wild nicht. Die Zulassung erlaubt zwar saemtliche Kombinationen,
in der Praxis sind aber nur genau zwei Zugzusammenstellungen unterwegs.
> zum einen um-
> gebaute straßenbahnen mit festen trittbrett-verbreiterungen
Die waren nie als Strassenbahn eingesetzt. Aber Du hast recht, es sind
Strassenbahnwaegen. Die Triebwaegen heissen E6, die Beiwaegen c6, und
von jedem dieser Waegen gibt es zwei "Generationen".
Die festen Trittbrett-Verbreiterungen wurden erst angebracht, als die
neuen, breiteren Waegen kamen und damit auch saemtliche Stationen
umgebaut werden mussten.
Die Stammstrecke der U6 (Gumpendorferstrasse-Nussdorferstrasse) war
urspruenglich als Vollbahn konzipiert. Als die Gemeinde Wien die
Stadtbahn uebernahm, wurde sie elektrifizert, es kamen allerdings
Kleinprofil-Strassenbahnwaegen zum Einsatz. Deswegen wurde in den
damaligen Stationen das Gleis zum Bahnsteig hin verschwenkt. Das war
deutlich sichtbar, und auch die reinen E6-c6-Zuege fuhren in diesem
Profil. Mit dem Aufkommen der "breiteren moderneren Fahrzeuge" wurde
diese Gleisverschwenkung rueckgaengig gemacht und bei den in der
Kleinprofilzeit neu erreichteten Stationen der Bahnsteig abgeschnitten.
Die neuen Waegen heissen T. Die zwei oben erwaehnten Kombinationen sind:
E6-c6-T-c6-E6
T-T-T-T
> Die U6 scheint die älteste linie zu sein, sie hat noch
> einige alte Jugendstilstationen.
Das sind die, bei denen die Gleise hin- und hergeschwenkt wurden. Was
jetzt die aelteste Linie ist, weiss ich nicht. Die U4 war aber genauso
wie die U6-Stammstrecke sowie auch die S45 (Vorortelinie) Teil der
Wiener Stadtbahn mit Jugendstilstationen. Bei der U4 sind eigentlich nur
Stadtpark und Schoenbrunn einigermassen original geblieben, jetzt wurde
da auch drangebaut, um Aufzuege unterzubringen.
Jugendstil-Empfangsgebauede gibt es noch mehr, Du hast sie nur
wahrscheinlich nicht gesehen. Die von Dir geschilderten ungemuetlichen
Bahnsteige von
Ober St. Veit
Unter St. Veit
Braunschweiggasse
Margaretenguertel
Pilgramgasse
Kettenbrueckengasse
Rossauerlaende
Friedensbruecke
muenden in Jugenstil-Empfangsgebaeude.
Die S45 hat noch ziemlich viel original Jugendstil, wenn Du sie nicht
gesehen hast, sieh sie Dir beim nexten Wien-Besuch mal an.
> Die straßenbahn ist größtenteils noch um einiges uriger als
> in Graz. Alte sechsachser mit ungepolsterten pressholz-
Urig: Lieb gesagt.
> erinnert - und deutlich verständlicher als in Graz ist. Die
> linien sind ohne erkennbare logik mal mit buchstaben, mal
> mit nummern bezeichnet, wobei die linie J als "Jeh" ausge-
> sprochen wird, damit sie akustisch leichter mit den linien
> B, C, D, E und G verwechselt werden kann. :)
Ausser D gibts keine einzige. Das System Buchstaben oder Ziffer war
einmal sehr durchdacht, dazu gibt es auch irgendwo eine Webseite. Ganz
vereinfacht gesagt: Die Buchstaben sind die sogenannten
Durchgangslinien, die von irgendwo aussen konnen, das Zentrum tangential
auf z.B. Ring oder Zweierlinie (heute U2) beruehren und wieder woanders
hinfahren. Geblieben ist nur der D in ziemlich originaler Fuehrung, der
eine Ast des Jeeeh (er fuhr frueher mal den Ring weiter und dann ueber
die Strecken des 74A und 79A bis Stadionbruecke), und der O (nicht Null,
sondern Oooo, der wurde schon ziemlich oft veraendert, gleich geblieben
ist nur Radetzkystrasse-Suedbahnhof). Der N ist eine Neuerfindung. Die
Linie wurde uebrigens ungefaehr zu der Zeit eroeffnet, als Stadtrat
Nittel ermordet wurde. Man munkelt, dass ...
> Leider haben manche tramlinien bereits um 23:00 betriebs-
> schluss. Bei einer großstadt hätte ich das nicht erwartet.
Der Jeeeh ja. Da geht aber zwei Haeuserbloecke links von ihm der 46er.
> die linie 6 zu später stunde damit abgefahren. Das ist nun
> ein sprung mehrere generationen in die zukunft - die kan-
> tigen trams der 70er/80er jahre sowie die teilniederfluri-
> gen fahrzeuge der ersten generation auslassend.
Das kannst Du laut sagen. Die modernsten Strassenbahn-Gelenkwaegen E2
und der vergleichbare U6-Wagen E6 haben schaltwerksgesteuerte
Gleichstrommaschinen. Zu der Zeit, als die gebaut wurden, gab es schon
Thyristorsteuerung fuer Gleichstrombahnen. Vergleiche mit den
entsprechenden Waegen aus Graz. Da wurde glatt in Wien glatt eine
Genneration verschlafen.
Uebrigens: es hat irrsinnige Schwierigkeiten gegeben, als man auf der U6
die Schaltwalzen-E6 mit den Drehstrom-T zusammenhaengen wollte!
> sitzplatzangebot. Schade, dass (zur zeit) nur obskure
> außenlinien damit bedient werden. Vermutlich ist ein ULF
Haengt ab, bei welchem Bahnhof er stationiert ist. In dem Fall ist es
Favoriten, und von Favoriten aus werden 6, 65, 67, O, 18 und D bedient.
Momentan faehrt er 6, 65 und 67, auf O und D hab ich schon mal einen
gesehen.
> bei so viel high-tech so teuer, dass nur kleinserien be-
> schafft werden, solange das alte material nicht von alleine
Muss nicht sein. Momentan wird erst grad gross ausgeliefert. Die Zeit,
wo nur der lange Prototyp auf 67 und der kurze auf 65 unterwegs war, ist
noch gar nicht so lange her.
> Busse gibt es natürlich auch, die mit nummern (teils den
> gleichen wie trams) bezeichnet werden, jedoch ein A oder B
Bei den A-Linien liegt die Konzession bei den Wiener Linien, bei den
B-Linien bei einem anderen Betreiber. Wenn Du ohne Fahrschein in eine
B-Linie einsteigst, bekommst Du beim Fahrer keinen Verbundfahschein,
sondern nur einen Fahrschein fuer diese Linie. Der Fahrer entwertet Dir
aber einen mitgebrachten Vorverkaufs-Verbundfahrschein, auch
Verbund-Netzkarten werden akzeptiert.
Unabhaengig davon werden einige A-Linien auch von privaten Betreibern
gefahren, es gilt jedoch konzessions- und fahrscheinmaessig alles wie
auf den Normal-A-Linien.
> Manche linien wie die 13A haben in beiden richtungen eine
> etwas unterschiedliche streckenführung, was das auffinden
> von haltestellen nicht gerade erleichtert.
Liegt an den Einbahnen, durch die er verkehrt.
--
Liebe Gruesse
Clemens
>Es gibt dort zwar einen kostenlosen touristenfahrplan mit
>allen nahverkehrslinien sowie eine übersichtliche darstellung
>der U-bahnen, aber keine übersichtliche U- und straßenbahn-
>spinne.
Kann mich nicht erinnern, daß es soetwas jemals gegeben hätte. Was es
gab und auch noch gibt (allerdings nicht gratis) ist ein Stadtplan mit
darübergedruckten Liniennetz.
>
>Die U6 (U5 gibt es nicht) ist ein sonderfall; sie hat nied-
>rigere bahnsteige und zwei verschiedene fahrzeugtypen, die
>wild gemischt untereinander gekuppelt werden:
Nichts ist wild, es ist genau geregelt in welcher Zusammenstellung
gefahren werden darf.
>zum einen umgebaute straßenbahnen mit festen trittbrett-verbreiterungen
>(gelenk-sechsachser, teilweise auch gelenk-sechsachs-bei-
>wagen),
Da wurde nichts umgebaut, die wurden extra für die (damals noch)
Stadtbahn - nach Wiener Definition ;-) - angeschafft.
>Die U6 scheint die älteste linie zu sein, sie hat noch
>einige alte Jugendstilstationen.
Da müßte ich nachschauen, welche Linie zuerst gebaut wurde (oder ich
warte bis ein Experte antwortet). U4 und U6 stammen aus der gleichen
Zeit und waren Teil des ursprünglichen dampfbetriebenen
Stadtbahnnetzes, von den Jugenstilstationen ist allerdings auf der U6
mehr erhalten.
>Auf einer seite steht an den
>fenstern, dass sie zur vermeidung von zugluft verschlossen
>bleiben - im winter verständlich, aber im hochsommer, wo
>wir für jedes laue zuglüftchen dankbar sind, sicher recht
>stickig.
Keine Angst, auch die Fenster auf der anderen Seite bleiben im Sommer
normalerweise fest zu, die Wiener sind ein sehr zugluftempfindliches
Volk und jeder der es auch nur wagt ein Fenster zu öffnen zieht sich
unweigerlich den Haß der Mitreisenden zu.
>Dazu allerdings eine ansagestimme, die an HAL 9000
>erinnert - und deutlich verständlicher als in Graz ist.
Hinter der Stimme steht Herr Franz Kaida; gestern war im Standard ein
Artikel über ihn, wer ihn nachlesen möchte: zirka eine Wochen lang
geht das unter http://derstandard.at/archiv/VMontag/20000110/60.htm ,
später kann er auch noch im Archiv des Standard gesucht werden.
>Die linien sind ohne erkennbare logik mal mit buchstaben, mal
>mit nummern bezeichnet, wobei die linie J als "Jeh" ausge-
>sprochen wird,
Um dazu etwas zu sgen gibt es wahrlich berufenere als mich ;-)
>Das sind meistens moderne Gräf/Steyr-busse mit
>einem buckel auf dem dach - erdgas oder wasserstoff etwa?
Erdgas
Grüße aus Wien,
Andreas
--
Andreas Pavlik
Wien(Vienna), Austria
tobias koehler wrote:
> der fahrkartenautomat in Wien hat mir zwei 20-schilling-münzen
> herausgegeben. Beides goldfarbene sondermünzen. Ich wusste gar
> nicht, dass es überhaupt 20-schilling-münzen gibt (üblich sind
> 1-, 5- und 10-schilling-münzen sowie 20-, 50-, usw.-schilling-
> scheine) - geschweige denn dass diese ein gängiges zahlungs-
> mittel an wiener automaten sind! :)
Wir koennen ja mal eine Diskussion starten, ob's zulaessig gewesen
waere, wenn Du sie wieder reingeworfen haettest. :-)
Pe "Andere Laender, andere Sitten" ter
Clemens Aigner wrote:
> tobias koehler schrieb:
>> Die U6 (U5 gibt es nicht) ist ein sonderfall; sie hat nied-
>> rigere bahnsteige und zwei verschiedene fahrzeugtypen, die
>> wild gemischt untereinander gekuppelt werden:
> Neiin, wild nicht. Die Zulassung erlaubt zwar saemtliche Kombinationen,
> in der Praxis sind aber nur genau zwei Zugzusammenstellungen unterwegs.
[...]
> Die neuen Waegen heissen T. Die zwei oben erwaehnten Kombinationen sind:
> E6-c6-T-c6-E6
> T-T-T-T
Ergaenzung: Auf diese Weise findet sich in der Zugmitte immer ein
Niederflurwagen, was der Sinn der ganzen Angelegenheit ist (sonst
koennte man ja auch typenrein fahren).
[...]
>> mit nummern bezeichnet, wobei die linie J als "Jeh" ausge-
>> sprochen wird, damit sie akustisch leichter mit den linien
>> B, C, D, E und G verwechselt werden kann. :)
[...]
> Durchgangslinien, die von irgendwo aussen konnen, das Zentrum tangential
> auf z.B. Ring oder Zweierlinie (heute U2) beruehren und wieder woanders
> hinfahren. Geblieben ist nur der D in ziemlich originaler Fuehrung, der
> eine Ast des Jeeeh (er fuhr frueher mal den Ring weiter und dann ueber
> die Strecken des 74A und 79A bis Stadionbruecke), und der O (nicht Null,
> sondern Oooo, der wurde schon ziemlich oft veraendert, gleich geblieben
> ist nur Radetzkystrasse-Suedbahnhof). Der N ist eine Neuerfindung. Die
Eine unpraktischere Linienbezeichnung ist kaum denkbar - ist das
wenigstens eine Ringlinie? Es kann ja mal jemand die Geschichte der O
aufzeichnen...
[...]
> Uebrigens: es hat irrsinnige Schwierigkeiten gegeben, als man auf der U6
> die Schaltwalzen-E6 mit den Drehstrom-T zusammenhaengen wollte!
Welche denn?
>> Busse gibt es natürlich auch, die mit nummern (teils den
>> gleichen wie trams) bezeichnet werden, jedoch ein A oder B
> Bei den A-Linien liegt die Konzession bei den Wiener Linien, bei den
> B-Linien bei einem anderen Betreiber. Wenn Du ohne Fahrschein in eine
> B-Linie einsteigst, bekommst Du beim Fahrer keinen Verbundfahschein,
> sondern nur einen Fahrschein fuer diese Linie. Der Fahrer entwertet Dir
> aber einen mitgebrachten Vorverkaufs-Verbundfahrschein, auch
> Verbund-Netzkarten werden akzeptiert.
Arghl. Ist das schon ein unpraktisches System, so ist es doch wenigstens
klar gekennzeichnet. Warum gibt man den Fahrern keine Verbundfahrscheine
mit?
Peter
[hier gekürzt, über U-Bahn Wien, Wagentypen]
>Wie sich das mit den Sitzbezuegen verhaelt, weiss ich nicht,
aber es
>gibt jedenfalls grob zwei Fahrzeugtypen: U und U11. U mit
groesstenteils
>mechanisch gesteuerten Gleichstrommaschinen, U11 mit
Drehstromantrieb.
>Die beiden schauen auesserlich fast gleich aus, Unterschiede
gibt es in
>den Tuergriffen und in den Kontrolllampen oberhalb der
Fahrgasttueren.
>Der U11 ist uebrigens ein wenig laenger, da die Elektronik in
der
>Fuehrerstandsrueckwand untergebracht werden musste.
>Der Vollstaendigkeit halber: Es gibt noch eine dritte Type, den
U1. Das
>waren die ersten Drehstromer, und sie sind daher
generationsmaessig
>zwischen U und U11 anzusiedeln. Der Profi erkennt sie abgesehen
von der
>Beschriftung an wieder anderen Tuergriffen sowie einem etwas
anderen
>Motorengeraeusch. Sehr geringe Stueckzahl.
U1 ist eigentlich keine eigene Type sondern eine Kleinserie von
Prototypen (vier oder fünf Doppeltriebwagen), an denen
verschiedene Drehgestelle für die Serientype erprobt wurden.
Entschieden hat man sich dann für die meines Wissens teuerste
Variante mit radial einstellbaren Achsen, um endlich geeignete
Fahrzeuge für die U2 zu haben. Ich weiß gar nicht, ob überall bei
den U1 noch die ursprünglichen Fahrwerke dran sind.
Bei 33 Tramwaylinien ist das ein eher sinnloses Unterfangen. Es
gibt aber um wohlfeile ATS 15.- einen detailierten Liniennetzplan
mit allen Linien und Haltestellen.
> Die U-bahn (U1 bis U4) hat ungemütliche stationen und sechs-
> wagenzüge ohne übergänge mit zwei verschiedenen sitzbezügen.
Die nächste Generation von U-Bahn-Wagen wird Übergänge haben, die
Prototypen sind bereits in Bau.
> Besonderheit sind die weißen leuchtbalken an der front jedes
> zuges. Leider bedingt die netztopographie etliche umsteige-
> vorgänge, die mit langen wegen zwischen den linien verbunden
> sind.
Lediglich, wenn Du von der U1 zur U6 willst, musst Du zweimal
umsteigen.
> Die U6 (U5 gibt es nicht) ist ein sonderfall; sie hat nied-
> rigere bahnsteige und zwei verschiedene fahrzeugtypen, die
> wild gemischt untereinander gekuppelt werden: zum einen um-
> gebaute straßenbahnen mit festen trittbrett-verbreiterungen
> (gelenk-sechsachser, teilweise auch gelenk-sechsachs-bei-
> wagen),
Umgebaute Straßenbahnwagen stimmt nicht ganz, weil sie von Anfang
an für den Einsatz auf der U6 bestimmt waren. Sie sind aber für
einen möglichen Einsatz am Straßenbahnnetz vorgesehen gewesen,
was aber nie passieren wird.
> Die U6 scheint die älteste linie zu sein, sie hat noch
> einige alte Jugendstilstationen.
Mehr Infos zur Wiener U-Bahn: http://aardvark.magnet.at/metro/
> Die
> linien sind ohne erkennbare logik mal mit buchstaben, mal
> mit nummern bezeichnet, wobei die linie J als "Jeh" ausge-
> sprochen wird, damit sie akustisch leichter mit den linien
> B, C, D, E und G verwechselt werden kann. :)
In (Ost-)Österreich wird der Buchstabe "J" nun mal als "Je"
ausgesprochen. Näheres zur Aussprache und zum System der Wiener
Linienbezeichungen im Tramwaycafé (Das Straßenbahnliniensystem)
unter http://qspr03.tuwien.ac.at/~wauer/
> Leider haben manche tramlinien bereits um 23:00 betriebs-
> schluss. Bei einer großstadt hätte ich das nicht erwartet.
Das betrifft nur wenige, schwach ausgelastete Linien. Der "Blaue"
(letzter Zug) fährt auf den meisten Linien zwischen 23.30 und
1.00 Uhr, die Faustregel ist Mitternacht.
> Ich wollte gerne mal mit dem ULF fahren, musste mich aber
> dazu aber in die außenbezirke begeben und bin schließlich
> die linie 6 zu später stunde damit abgefahren.
Auf der Linie 65 von der Oper weg hättest Du mit den kurzen ULFen
fahren können.
> Schade, dass (zur zeit) nur obskure
> außenlinien damit bedient werden. Vermutlich ist ein ULF
> bei so viel high-tech so teuer, dass nur kleinserien be-
> schafft werden, solange das alte material nicht von alleine
> auseinanderfällt.
Der ULF wurde zunächst auf den Linien 65, 67 und dann auch 6
eingesetzt, weil die Remise Favoriten als erste "ULF-tauglich"
gemacht wurde; vermutlich wegen der Nähe zur Zentralwerkstätte.
Es gab anfangs viele Probleme mit dem ULF, sodass die geplanten
Auslieferungen um über ein Jahr hinten nach sind.
> Busse gibt es natürlich auch, die mit nummern (teils den
> gleichen wie trams) bezeichnet werden, jedoch ein A oder B
> haben.
Die A-Linien sind jene der Wiener Linien, die B-Linien werden von
Privaten bedient. Dazukommen noch die Regionalbusse, die mit
dreistelligen Zahlen bezeichnet werden (Schema des
Verkehrsverbundes).
> Das sind meistens moderne Gräf/Steyr-busse mit
> einem buckel auf dem dach - erdgas oder wasserstoff etwa?
Flüssiggas
> Manche linien wie die 13A haben in beiden richtungen eine
> etwas unterschiedliche streckenführung, was das auffinden
> von haltestellen nicht gerade erleichtert.
Dies ist fast ausschließlich durch die Einbahnführungen bedingt.
Parkplätze sind ein kostbares Gut *:-(
Ciao
Andreas René
Web-Tipps zu diesem Thema:
http://aardvark.magnet.at/metro/
http://www.viennaslide.com/tramway.htm
http://qspr03.tuwien.ac.at/~wauer/
http://unet.univie.ac.at/~a9600960/
http://stud3.tuwien.ac.at/~e9526947/Ov.html
http://www.fahrgast.at/
http://www.wienerlinien.co.at/
Genau technisch hab ich das nicht analysiert. Der Termin fuer die
Inbetriebnahme des Mischbetriebs wurde immer wieder verschoben.
Grundsaetzlich bedingt die Forderung nach Kompatibilitaet zwischen
Schaltwalzen-Glechstromzuegen und Drehstromzuegen einiges an
Kompromissen: Die aelteren Waegen muessen sich ja untereinander
verstaendigen, welche Schaltstufe gerade drin ist. Da ich nicht annehme,
dass die Altwagen dann fuer den Mischbetrieb mit den Drehstromern
adaptiert wurden, folgt daraus, dass zumindest in einem Mischzug und
ziemlich wahrscheinlich auch in einem reinen Drehstromzug die einzige
Information die ueber eine eingelegte Schaltstufe ist, die der
Drehstromwagen halt elektronisch interpretiert.
> > B-Linie einsteigst, bekommst Du beim Fahrer keinen Verbundfahschein,
> > sondern nur einen Fahrschein fuer diese Linie. Der Fahrer entwertet
> > Dir aber einen mitgebrachten Vorverkaufs-Verbundfahrschein,
> klar gekennzeichnet. Warum gibt man den Fahrern keine
> Verbundfahrscheine mit?
Es gibt gewisse Fragen, die man in Wien oder Oesterreich einfach nicht
stellen darf. :-) Der Grund dafuer koennte sein, dass der private
Konzessionsinhaber sich dadurch ein groesseres Geschaeft erhofft.
Aber wie soll das gehen, wenn selbst die Wiener Lokalbahnen
(Mehrheitseigentuemer: Gemeinde Wien) und die Wiener Linien streiten,
welche Zuege wie auf welchen Strecken fahren duerfen. Die Wiener Linien
lehnen den Einsatz von Lokalbahn-Langzuegen von auf ihrer Strecke
Wolfganggasse - Oper nach wie vor ab. Eigentlich wollten die Wiener
Linien auch den Einsatz von Lokalbahn-Nostalgiezuegen auf dieser Strecke
unterbinden, aber dann haette die Wiener Lokalbahn ihrerseits ihre
Strecke Wolfganggasse - Philadelphiabruecke fuer die Wiener Linien
gesperrt, wodurch der Bahnhof Meidling dann per Strassenbahn nicht mehr
erreichbar gewesen waere.
Wichtig: Den letzten Absatz hab ich mir nur so ungefaehr aus dem
Gedaechtnis zusammengereimt, hoffentlich ist er nicht zu unexakt.
--
Liebe Gruesse
Clemens
--
___________________________________________
Wie man`s macht is´es falsch,
macht man´s verkehrt,
is´auch nicht richtig.
tobias koehler <un...@tigerden.com> schrieb in im Newsbeitrag:
387A5A78...@tigerden.com...
> Sven Manias schrieb:
>
> > Insbesondere erklaert e auch die Logik hinter den Bezeichnungen der
> > Strassenbahnlinien:
> > http://qspr03.tuwien.ac.at/~wauer/nv/l.html
>
> Danke! Nach längerem studium sehe ich zwar nun, dass dahinter ein
> sinn steckt, dieser erschließt sich (auch mangels informationsmaterial)
> aber dem außenstehenden nicht. Die Wiener brauchen wohl etwas, um sich
> von Nichtwienern unterscheiden zu können. :)
---> Wollte ich doch glatt in Wien mal ein echtes Wiener Würstchen essen, zu
meinem Entsetzten gibts dort nur Frankfurter !!!!
P.S. Wiener werden in Stuttgart und Umgebung "Saidewerschtle" (hochdeutsch:
Saiten) genannt. Nicht die Personen sondern die Essware.
---> ja aber bis wir als ahnungslose deutsche Österreichtouristen da mal
durchgestiegen sind. Nach langem Beobachten bei Einspänner und Apfelstrudel
ist mir erst aufgefallen, das Buslinien einen Buchstaben hinter den Zahlen
haben.
Gruß Jens
> > tobias
Als ganz super habe ich in Wien den 5 - 6 Minuten Takt, AUCH AM WOCHENENDE,
gefunden. Davon sollte sich manche Großstadt mal eine Scheibe abschneiden.
Außer die S-bahn der ÖBB tanz ein bisschen aus der Reihe. Da fährt man doch
lieber Straßenbahn.
gruß Jens
---> Am schönsten fand ich ja die Ansage: "Wir bitten Sie älteren oder
Behinderten, sowie Personen mit Kleinkindern die Sitzplätze zu überlassen"
oder so ähnlich. Muß man sowas eigentlich noch sagen ? Das versteht sich von
selbst, jedenfalls bei einigen. Bei unserer Jugend hat man da ziemlichen
Nachhohlebedarf.
Gruß jens
[hier gekürzt]
>Aber wie soll das gehen, wenn selbst die Wiener Lokalbahnen
>(Mehrheitseigentuemer: Gemeinde Wien) und die Wiener Linien
streiten,
>welche Zuege wie auf welchen Strecken fahren duerfen. Die Wiener
Linien
>lehnen den Einsatz von Lokalbahn-Langzuegen von auf ihrer
Strecke
>Wolfganggasse - Oper nach wie vor ab. Eigentlich wollten die
Wiener
>Linien auch den Einsatz von Lokalbahn-Nostalgiezuegen auf dieser
Strecke
>unterbinden, aber dann haette die Wiener Lokalbahn ihrerseits
ihre
>Strecke Wolfganggasse - Philadelphiabruecke fuer die Wiener
Linien
>gesperrt, wodurch der Bahnhof Meidling dann per Strassenbahn
nicht mehr
>erreichbar gewesen waere.
>
>Wichtig: Den letzten Absatz hab ich mir nur so ungefaehr aus dem
>Gedaechtnis zusammengereimt, hoffentlich ist er nicht zu
unexakt.
Er stimmt leider überhaupt nicht, da WLB-eigene Gleise nunmehr
seit der Einstellung des 64ers von den Wiener Linien planmäßig
nicht mehr benutzt werden. Im fraglichen Abschnitt gehört den WLB
das Gleis Siebertgasse - Bf. Wolfganggasse - Eichenstraße bis
Aßmayergasse, das die Wiener Linien planmäßig nicht benötigen. In
der übrigen Eichenstraße wurde die WLB schon ca. 1939 auf
städtische Gleise umgelegt; bis dahin gab es dort drei Gleise,
wovon das südlich am Straßenrand vor dem Meidlinger Südbahnhof
liegende exklusiv der Badner Bahn gehörte.
Es gibt allerdings meines Wissens eine wechselseitige
Vereinbarung zwischen WLB und Wiener Linien, bei Störungen oder
Bauarbeiten auf die Strecke der jeweils anderen Bahn umleiten zu
dürfen.
Im übrigen dürfte kein Vorstand der Aktiengesellschaft der Wiener
Lokalbahnen, der vorhätte, mit der Geschäftsführung der Wiener
Linien Ges.m.b.H. & Co. KG ernsthaften Streit, etwa durch die
angedeuteten Streckenblockaden, anzufangen, ein langes
Berufsleben vor sich haben.
_Strom_fresser? Ja sicher. Im Gegensatz zu 420 und 423 fahren die nur
mit 750 Volt. :-)
Nein, ich glaube nicht, dass diese Zuege mit 400kW pro Wagen
uebermotorisiert sind. Wieviel hat ein 420? Ich glaub, das doppelte bei
gleicher Wagenanzahl ... Gut, schwerer ist ein 420 sicher.
Was bei den Wiener Silberpfeilen manchmal ungemuetlich ist, ist die Art,
wie sie fahren Beispiel:
Zug faehrt vollautomatisch eine Steigung hinauf, erreicht aber aus
Leistungsgruenden nicht die durch die LZB vorgegebene Geschwindigkeit.
Station kommt, LZB-Vorgabe faehrt runter. Wagen reagiert erst, wenn die
LZB-Vorgabe gleich Fahrgeschwindigkeit ist. Somit: Ein grosser Ruck, und
uebergangslos wird von voller Beschleunigung in mittlere
Betriebsbremsung gewechselt.
Beispiel 2:
Zug bremst normal Station oder sonst was an. Es wird rutschig,
Raedergleiten, LZB-Vorgabe wird ueberschritten. Folge: Notbremsung bis
zum Stillstand. Bremsen bleiben voll bis zum Stillstand, Anhalteruck ist
somit unvermeidlich.
Es sei aber dazugesagt, dass die Fahrer auch die Moeglichkeit haben
manuell zu fahren. Bei entsprechendem Koennen tritt zumindest Beispiel 1
dann nicht auf.
Und noch was macht die Wiener Silberpfeile sehr
haltverschaffungsfoerdernd: Sie fahren mit unterdimensionierten
Spurkraenzen und haben daher einen eher unruhigen Lauf. Der Grund dafuer
ist, dass damit halt eine Kompatibilitaet aller Schienenfahrzeuge der
Wiener Linien gegeben ist. Strassenbahn-Arbeitsfahrzeuge mit schmalen
Laufflaechen koennen im U-Bahn-Bereich fahren, U-Bahn-Triebwaegen
koennen in der Zentralwerkstaette auch auf Strab-Rillenschienen fahren.
Ich bin kein Freund davon. Es waere meines Erachtens besser gewesen, im
Zuge der normalen Ausbesserung den Waegen gleich breitere Laufflaechen
zu geben. Beim ULF hat mans ja auch gemacht, obwohl im Strab-Netz keine
Notwendigkeit dazu besteht.
--
Liebe Gruesse
Clemens
> ---> Wollte ich doch glatt in Wien mal ein echtes Wiener Würstchen
> essen, zu meinem Entsetzten gibts dort nur Frankfurter !!!!
Überhaupt nicht wahr. Ausser Frankfurtern gibt es mindestens noch:
Debreziner, Käsekrainer, Waldviertler, Burenwurst ... Schon die
Angebotsvielfalt an einem Wiener Würstlstand ist die Bahnreise wert.
Mit Gruß, Hans
--
URL http://www.rz.uni-frankfurt.de/~hmvff/
Als die U-Bahn neu und ich noch ziemlich klein war (etwa
1976/78), habe ich die Silberpfeile, gewöhnt an die lahmarschigen
Stadtbahnzüge (N1/n1) und die doch sehr behäbigen 4030er der
ÖBB-Schnellbahn, für außergewöhnlich spritzig beim Beschleunigen
gehalten. Inzwischen - na ja, guter Durchschnitt im
internationalen Vergleich, wie ich annehme. Ein Doppeltriebwagen
der Type U ist mit etwa 4 x 200 kW motorisiert, beim U11 sollten
es 8 x 125 kW sein, dieses Fahrzeug kann allerdings auch schon
Bremsstrom rückspeisen.
[Rest gekürzt]
Aähhh....
Es kommen zwei Niederflurfahrzeuge in Frage, beide fahren auf
einer Linie, die einen Sechser im Signal hat und am Westbahnhof
vorbeikommt:
Stadtbahn: Linie U6 (Siebenhirten - Floridsdorf),
Niederflur-Stadtbahnwagen der Type T;
Tramway: Linie 6 (Simmering, Grillgasse - Burggasse-Stadthalle
U), Niederflur-Straßenbahnzüge der Type B ("langer ULF").
Was war nun bitte gemeint?
Und da frage ich jetzt:
<FRAGE>
Ist es nicht so gewesen, dass die Strassenbahn frueher
* von der Flurschuetzstrasse geradeaus weiter in der Wilhelmstrasse bis
zur Philadelphiabruecke gefahren ist?
* die Strecken durch die Assmayergasse bzw. Doerfelstrasse erst nachher
gebaut wurden, um Bf Meidling anzuschliessen
* und somit die Eichenstrasse nur von der WLB befahren wurde?
</FRAGE>
> der übrigen Eichenstraße wurde die WLB schon ca. 1939 auf
> städtische Gleise umgelegt; bis dahin gab es dort drei Gleise,
> wovon das südlich am Straßenrand vor dem Meidlinger Südbahnhof
> liegende exklusiv der Badner Bahn gehörte.
Aus diesem Absatz schliesse ich, dass meine "<FRAGE>" mit nein zu
beantworten ist. Das suedliche Gleis kenn ich noch. Damals zweigte die
Badner irgendwo nach der Haltestelle Meidling nach links auf dieses
Gleis ab, um die notwendige Hoehe fuer die Ueberquerung der Suedbahn zu
bekommen. Sie ueberquerte die Suedbahn auf einer eigenen Bruecke, die
sich in gerader Fortsetzung der Strecke nach Sueden befand.
> Es gibt allerdings meines Wissens eine wechselseitige
> Vereinbarung zwischen WLB und Wiener Linien, bei Störungen oder
> Bauarbeiten auf die Strecke der jeweils anderen Bahn umleiten zu
> dürfen.
Originelles Detail dazu: Eine Fahrerin der Linie 62 traute sich im Bf.
Wolfganggasse stadtauswaerts nicht anzufahren, da gerade am Gegengleis
ein Altwagen daherkam. Sie wartete lieber, bis er den Knick passiert
hatte und am geraden Gleis an der Strassenbahn vorbeigefahren war.
> Im übrigen dürfte kein Vorstand der Aktiengesellschaft der Wiener
> Lokalbahnen, der vorhätte, mit der Geschäftsführung der Wiener
> Linien Ges.m.b.H. & Co. KG ernsthaften Streit, etwa durch die
> angedeuteten Streckenblockaden, anzufangen, ein langes
> Berufsleben vor sich haben.
So aehnlich duerfte es zugehen. Und man denke daran, dass die
Haltestelle Wienerbergstrasse (auf WLB-Gleis), die anlaesslich der
64er-Eroeffnung gebaut wurde, ganz schnell wieder weg war, als der 64er
eingestellt und das Interesse der Wiener Linien an dieser Station somit
nicht mehr gegeben war. Die Macht der Wiener Linien zeigt sich momentan
aber noch darin, dass der Abschnitt Schedifkaplatz-Abzweigung U6 nur mit
750 Volt versorgt wird. Schaltbar fuer die U6-Ueberstellung waere besser
gewesen, denn so oft faehrt da keine U6, und die WLB-Zuege koennten ein
wenig zuegiger die Steigung stadteinwaerts befahren - die 750 Volt
reichen bei weitem nicht fuer 80km/h.
Aetzende Bemerkung am Rande: Wenn die Wiener Linien so ein Interesse an
der Station Wienerbergstrasse haben, warum haben sie dann nicht dort der
U6 eine Station gebaut? SCNR
--
Clemens
> ---> Am schönsten fand ich ja die Ansage: "Wir bitten Sie älteren oder
> Behinderten, sowie Personen mit Kleinkindern die Sitzplätze zu überlassen"
> oder so ähnlich.
Als ich das erste Mal in Wien war dachte ich bei dieser Ansage
tatsaechlich einen Augenblick lang, dass jetzt ein besonders
gefaehrliches Streckenstueck kommt, das aeltere Personen stehend
nicht bewaeltigen ....
Nett sind auch die Ansagen bei der Badener Bahn:
Wir begruessen alle Fahrgaeste ... (Karlsplatz)
Wir begruessen die *neu zugestiegenen* Fahrgaeste .... (Philadelphiabruecke)
Vielen Dank, dass Sie mit uns mitgefahren sind ...
... oder so aehnlich.
Gruss
Rainer Johanni
> Als die U-Bahn neu und ich noch ziemlich klein war (etwa
> 1976/78), habe ich die Silberpfeile, gewöhnt an die lahmarschigen
> Stadtbahnzüge (N1/n1) und die doch sehr behäbigen 4030er der
> ÖBB-Schnellbahn, für außergewöhnlich spritzig beim Beschleunigen
> gehalten. Inzwischen - na ja, guter Durchschnitt im
> internationalen Vergleich, wie ich annehme. Ein Doppeltriebwagen
> der Type U ist mit etwa 4 x 200 kW motorisiert, beim U11 sollten
> es 8 x 125 kW sein, dieses Fahrzeug kann allerdings auch schon
> Bremsstrom rückspeisen.
Frage: Sind U und U11 eigentlich kuppelbar und im Mischbetrieb
einsetzbar?
Als ich das letzte Mal in Wien war, habe ich auch schon die Anschrift U11
and den Drehstromprototypen U1 gesehen...
Ciao,
Carsten
>Grundsaetzlich bedingt die Forderung nach Kompatibilitaet zwischen
>Schaltwalzen-Glechstromzuegen und Drehstromzuegen einiges an
>Kompromissen: Die aelteren Waegen muessen sich ja untereinander
>verstaendigen, welche Schaltstufe gerade drin ist. Da ich nicht annehme,
>dass die Altwagen dann fuer den Mischbetrieb mit den Drehstromern
>adaptiert wurden, folgt daraus, dass zumindest in einem Mischzug und
>ziemlich wahrscheinlich auch in einem reinen Drehstromzug die einzige
>Information die ueber eine eingelegte Schaltstufe ist, die der
>Drehstromwagen halt elektronisch interpretiert.
Erinnert mich irgendwie an mehrfachtraktion mit SBB Re 4/4 II,
BLS Re 465 (in der mitte, als "übersetzer") und BLS Re 4/4
(die sich normal nicht mit einer SBB-lok verständigen könnte,
das kabel ist auch völlig anders).
>>Dazu allerdings eine ansagestimme, die an HAL 9000
>>erinnert - und deutlich verständlicher als in Graz ist.
>Hinter der Stimme steht Herr Franz Kaida; gestern war im Standard ein
>Artikel über ihn, wer ihn nachlesen möchte: zirka eine Wochen lang
>geht das unter http://derstandard.at/archiv/VMontag/20000110/60.htm ,
>später kann er auch noch im Archiv des Standard gesucht werden.
Ist das der gleiche, der auch die "Ich bin dein Fernseher, melde
mich an" Werbesendungen im ORF spricht? Die stimme kommt mir sehr
ähnlich vor. :)
[Wiener Fahrzeuge auf U1 bis U4]
>Wie sich das mit den Sitzbezuegen verhaelt, weiss ich nicht, aber es
>gibt jedenfalls grob zwei Fahrzeugtypen: U und U11. U mit groesstenteils
>mechanisch gesteuerten Gleichstrommaschinen, U11 mit Drehstromantrieb.
>Die beiden schauen auesserlich fast gleich aus, Unterschiede gibt es in
>den Tuergriffen und in den Kontrolllampen oberhalb der Fahrgasttueren.
>Der U11 ist uebrigens ein wenig laenger, da die Elektronik in der
>Fuehrerstandsrueckwand untergebracht werden musste.
Ein unterschied, den ich noch gesehen habe, ist, dass bei manchen
fahrzeugen das leuchtband an der front mit einer langen leucht-
stoffröhre realisiert wird, bei anderen mit vielen kleinen
vertikalen lampen (was wie ein lückiges gebiss aussieht, wenn
einige davon ausgefallen sind).
tobias
>---> Am schönsten fand ich ja die Ansage: "Wir bitten Sie älteren oder
>Behinderten, sowie Personen mit Kleinkindern die Sitzplätze zu überlassen"
>oder so ähnlich. Muß man sowas eigentlich noch sagen?
In einem fast leeren zug am abend wirkt so etwas unfreiwillig
komisch :)
Aber auch so eine ansage kann zur besseren orientierung beitragen,
wenn sie an "meiner" station erfolgt. :)
>Umgebaute Straßenbahnwagen stimmt nicht ganz, weil sie von Anfang
>an für den Einsatz auf der U6 bestimmt waren. Sie sind aber für
>einen möglichen Einsatz am Straßenbahnnetz vorgesehen gewesen,
>was aber nie passieren wird.
Auf der U6 fuhren aber früher breitere fahrzeuge?
Warum sonst der spalt, der mit trittbrettern über-
brückt wird?
Oder war das ein umbau für den einsatz der neuen
breiteren wagen?
> http://aardvark.magnet.at/metro/
> http://www.viennaslide.com/tramway.htm
> http://qspr03.tuwien.ac.at/~wauer/
> http://unet.univie.ac.at/~a9600960/
> http://stud3.tuwien.ac.at/~e9526947/Ov.html
> http://www.fahrgast.at/
> http://www.wienerlinien.co.at/
Danke, da habe ich erst mal einiges zu surfen.
tobias
[hier gekürzt]
><FRAGE>
>
>Ist es nicht so gewesen, dass die Strassenbahn frueher
>
>* von der Flurschuetzstrasse geradeaus weiter in der
Wilhelmstrasse bis
>zur Philadelphiabruecke gefahren ist?
Meines Wissens nicht, jedenfalls nicht in der Ära der
elektrischen Tramway.
>* die Strecken durch die Assmayergasse bzw. Doerfelstrasse erst
nachher
>gebaut wurden, um Bf Meidling anzuschliessen
>
>* und somit die Eichenstrasse nur von der WLB befahren wurde?
>
></FRAGE>
>
>> der übrigen Eichenstraße wurde die WLB schon ca. 1939 auf
>> städtische Gleise umgelegt; bis dahin gab es dort drei Gleise,
>> wovon das südlich am Straßenrand vor dem Meidlinger Südbahnhof
>> liegende exklusiv der Badner Bahn gehörte.
>
>Aus diesem Absatz schliesse ich, dass meine "<FRAGE>" mit nein
zu
>beantworten ist. Das suedliche Gleis kenn ich noch. Damals
zweigte die
>Badner irgendwo nach der Haltestelle Meidling nach links auf
dieses
>Gleis ab, um die notwendige Hoehe fuer die Ueberquerung der
Suedbahn zu
>bekommen. Sie ueberquerte die Suedbahn auf einer eigenen
Bruecke, die
>sich in gerader Fortsetzung der Strecke nach Sueden befand.
Ja, nur wurde 1939 die Strecke vom Bahnhof Wolfganggasse bis zur
Aßmayergasse zweigleisig ausgebaut, das WLB-Gleis in die aus der
Aßmayergasse kommende (damals) zweigleisige städtische Strecke
eingebunden und nach einigen hundert Metern nach dem Bahnhof
Meidling wieder in die zweigleisige Rampe zur Brücke über die
Südbahn ausgebunden. Nur die Brücke selbst blieb bis zu ihrer
Abtragung und Umlegung der WLB auf die neue Philadelphiabrücke
eine eingleisige Schnürstelle.
[Rest gekürzt]
Letzteres.
Selbst die Wagen der Type N1, die man in den Fünfzigerjahren
"verbrochen" hat, und für die als einzige Stadtbahnwagen ein
planmäßiger Einsatz auf Tramwaystrecken ausgeschlossen wurde,
hielten sich brav ans Straßenbahnprofil, da sie, wie alle
Stadtbahnfahrzeuge, über das Gleisnetz der Tramway zur
Hauptwerkstätte (Rudolfsheim, später ZW Simmering) überstellt
werden müssen. Auch für die T ist das noch möglich, allerdings
i.d.R. nur nach Betriebsschluss, mit Sicherungsfahrzeug und unter
Einhaltung eines Begegnungsverbotes in Bögen.
Zuerst wurde das Gleis aus dem Eisenbahnprofil an die
Bahnsteigkante gerückt, dann für den Einsatz der T wieder
Richtung Mittelachse der Trasse zurück verschwenkt und die
"Schwimmflossen" bei den E6 und c6 angeschraubt.
Gerade die Farbmonitore sind angeschafft worden, weil sie _billiger_
waren, als die alten s/w-Geraete, die offenbar einfach nicht mehr
den entsprechenden Absatz hatten. Btw. ist die Qualitaet auch deutlich
besser.
Noch preiswerter (und _noch_ besser) ist allerdings wohl die Loesung
mit den Spiegeln, die in manchen Stationen problemlos angewendet wird.
Servus,
Stefan
--
Heissersehnt: Stefan - gegen den Stress am Morgen!
(http://www.sloganizer.de/)
Noch was, was mir bei den wiener beiwagen aufgefallen ist: bei
manchen bauarten befindet sich neben der hinteren zweiflügligen
falttür ein türgroßer, zurückgesetzter blechausschnitt mit einem
vertikal geteilten fenster. War das ursprünglich mal eine drei-
flüglige falttür? Da muss ja immer ein flügel im wege gewesen
sein.
tobias
Wohl gab es mal einen solchen Plan. Er war aber ziemlich hässlich und
komplett unübersichtlich. Die Tramlinien waren im 45° Raster eingezeichnet.
Vollkommen sinnlos. Es sind einfach zuviele (vor allem, weil man ja die
wichtigsten Buslinien auch reinnehmen muss)
--
Harald A. Jahn
Die Tramwayseite (letztes Update: 11.1.2000):
www.viennaslide.com/tramway.htm
(Geschichte des Wiener Stadtverkehrs, Moderne Tramway in Frankreich)
Ja, das stammt aus der Zeit der schaffnerbesetzen Wagen mit Fahrgastfluss.
Nachdem die Wiener ja konservative Ästheten sind, hat man die Verblechung an
die weggenommene Tür angepasst ;-)
un...@tigerden.com (tobias koehler) schrieb am <10-Jan-00>
zum Thema "Wien":
> Und noch was hab ich vergessen:
> der fahrkartenautomat in Wien hat mir zwei 20-schilling-münzen
> herausgegeben. Beides goldfarbene sondermünzen. Ich wusste gar nicht,
> dass es überhaupt 20-schilling-münzen gibt
Eine Analogie zu unseren 5DM-Scheinen, die trifft man etwa genauso haeufig
an. Sind aber an sich keine Sondermuenzen- IIRC.
> geschweige denn dass diese ein gängiges zahlungsmittel an wiener
> automaten sind! :)
Das erstaunt mich allerdings. :-) Wie viele deutsche Fahrkartenautomaten
akzeptieren 5DM-Banknoten, wie viele US-Automaten nehmen 1$-Muenzen?
bis dannmalwieder...
<<< MICHAEL >>>
[hier gekürzt]
>Noch was, was mir bei den wiener beiwagen aufgefallen ist: bei
>manchen bauarten befindet sich neben der hinteren zweiflügligen
>falttür ein türgroßer, zurückgesetzter blechausschnitt mit einem
>vertikal geteilten fenster. War das ursprünglich mal eine drei-
>flüglige falttür? Da muss ja immer ein flügel im wege gewesen
>sein.
Das waren dreiflügelige Türen für Fahrgastfluss im Stile der
Fünfzigerjahre: alle hinten rein, in der Mitte oder ganz vorne
raus, der Schaffner saß bei der hinteren Türe.
Müßte sich um die Beiwagentype c3 handeln, gebaut ab 1960. Sie
sind etwa gleich alt wie die ältesten Triebwagen der Type E,
gebaut ab 1959 meines Wissens. Ich weiß allerdings nicht, wie alt
der älteste derzeit noch in Betrieb befindliche Wagen tatsächlich
ist, da die E jetzt rapide vom Aussterben bedroht sind.
> Frage: Sind U und U11 eigentlich kuppelbar und im Mischbetrieb
> einsetzbar?
Ja. das wurde auch eine kurze Zeit lang gemacht. Nur war die Fahrt ziemlich
unrund. Besonders beim Stehenbleiben faellt die unterschiedliche
Charakteristik auf. Der Drehstrommotor bremst bis auf den Stillstand runter,
und dann erst wird der Federspeicher "angelegt" (wie sagt man da?). Die
Gleichstrommaschine kann aus technischen Gruenden nicht bis auf Stillstand
herunterbremsen, da muss die letzte Speed per Federspeicher vernichtet
werden. Und ich vermute mal, dass alle Waegen, gesteuert vom fuehrenden
Doppeltriebwagen, den Federspeicher zur gleichen Zeit anlegen.
Interessant, das dieses Problem nicht bei den T-E6-Mischzuegen auf der U6
auftritt. Anscheinend wurde die Charakteristik des T besser auf den
Gleichstrombetrieb angepasst. Im Gegensatz zu reinen U11-Zuegen meine ich
sogar, bei reinen T- und damit Drehstromzuegen ganz leicht so etwas wie
Fahrstufen zu spueren (siehe auch eines meiner anderen Postings in diesem
Thread, betreffend "Kommunikation" in einem E6-T-Mischzug).
Die letzte Mischfahrt U-U11, die ich miterlebt habe, war in den Anfaengen
der U3 (eroeffnet AFAIK 1991). Momentan sind nirgendwo Mischzuege unterwegs.
--
Clemens
> Sind die wiener beiwagen mit kleinen fenstern und innen viel
> holz älter als alle straßenbahntriebwagen, die dort noch fahren?
> Zu welchen inzwischen ausgemusterten triebwagen haben sie dann
> mal gehört?
Diese, von vornherein mit Falttueren ausgeruesteten Beiwaegen waren noch
mit offenen 2-Achs-Triebwaegen unterwegs (die Typenbezeichnung weiss
ich nicht , eine davon ist die, die jetzt so kitschig mit Innenlaternen
als Touristentramway adaptiert wurde (M?)).
--
Clemens
Letzteres Strab 6 nach Simmering
Alsooo...
Vom heute noch bestehenden Netz wurden vor der offiziellen
Inbetriebnahmne der "U-Bahn" folgende Strecken eröffnet:
1898
Strecke der U4 zwischen Hütteldorf und Landstraße
Strecke der U6 zwischen Wientalbrücke und Abzweigung Nussdorfer Strasse
Strecke der S45 zwischen Hütteldorf und Heiligenstadt
1899
Strecke der U4 zwischen Landstraße und Heiligenstadt
1901
Strecke der U6 zwischen Abzweigung Nußdorfer Straße bis kurz vor der
Station Spittelau
1965
Strecke der U2 zwischen Babenbergerstraße und Rathaus
Weitere Details sind nachzulesen auf
http://aardvark.magnet.at/metro/
Grüße,
-H
Aber:
> Die Innenstadt kreisförmig umfahrende Linien: 1...18 (von innen nach aussen
> nummeriert)
Nicht ganz. 1-10 von innen nach außen, aber für 11-20 gibt es keine
wirkliche innen-außen-Logik, da diese Linien später eröffnet wurden und
zwischen die bestehenden 1-10 eingefügt wurden (siehe heute noch 13A,
18).
> Sternförmig nach aussen laufende Linien: Nummern 21...80 (gegen den
> Uhrzeigersinn nummeriert)
Mit folgenden Fehlnumerierungen: 26, 33, 35A, 40.
> Linien, die erst auf die Stadt zufahren, dann über den Ring umrunden und auf
> der anderen Seite wieder rausfahren: A...Z (gegen den Uhrzeigersinn
> nummeriert)
Mit Ausnahme der Linie J, die nach der Auflassung des Südastes
eigentlich in 45 umbenannt werden hätte sollen, und N, für die eher V
passen würde.
> Der Vorteil dieses Systems ist, dass die Endstellen praktisch nie die
> Liniennummer wechseln (so ist es in Wien völlig unvorstellbar, dass eine
> andere Line als der 38er nach Grinzing fährt)
Ausnahme: 25 nach Stadlau (zuvor jahrzehntelang 26), 26 nach
Strebersdorf (zuvor seit der Eröffnung 32)
Gerade in den letzten 20 Jahren wurde das ziemlich ausgeklügelte System
ganz ordentlich verwässert.
-H
Falsch. Unter St Veit und Braunschweiggasse sind komplett neu gebaut
worden.
-H
Neun.
-H
Die ursprüngliche Ausführung *aller* Typen war mit den kleinen
senkrechten Leuchtstoffröhren, anläßlich der Nauptausbesserungen werden
aber jetzt sukzessive alle Typen auf lange waagrechte Röhren umgebaut,
da diese billiger sind.
Ditto Sitzbezüge:
Ursprüngliche Ausführung Typ U: schwarze Plastiksitze, sehr unangenehm
im Sommer!
Ursprüngliche Ausführung Typ U1/U11: graue Stoffsitze.
In weiterer Folge wurden sämtliche U auf graue Stoffsitze umgerüstet.
Derzeit werden in allen U, U1 und U11 gerade die grauen Stoffsitze durch
leuchtenddunkelblaue ersetzt, die leider farblich überhaupt nicht in die
orangen Innenräume passen.
-H
Möglicherweise gehst du als Wiener zu selten zur Touristeninformation.
Dort gibt es tatsächlich gratis Freytag & Berndt-Wienpläne mit dem
Liniennetz der Wiener Linien.
-H
Nein, aber die Durchsage erfolgt in der Regel nach einer Station auf der
Linie, bei der erfahrungsgemäß besonders viele Fahrgäste einsteigen, pro
Fahrtrichtung aber jeweils nur ein Mal.
-H
<Berufener-Modus>
In weiten Teilen Österreichs wird der Buchstabe J als "Jeh"
ausgesprochen.
</Berufener-Modus>
Siehe dazu auch Einleitung und Nachwort in Jakob Ebner, Wie sagt man in
Österreich, 2. Auflage, Duden-Taschenbuch, Dudenverlag 1987? (in der
aktuellen 3. Auflage fehlen diese Artikel leider).
-H
>Wohl gab es mal einen solchen Plan. Er war aber ziemlich hässlich und
>komplett unübersichtlich. Die Tramlinien waren im 45° Raster eingezeichnet.
>Vollkommen sinnlos. Es sind einfach zuviele (vor allem, weil man ja die
>wichtigsten Buslinien auch reinnehmen muss)
Etwa auch alle in eigenen farben? :)
(reinorange, blutorange, gelborange, telegrau, schmutzgrau,
aschfahl ....)
Oder du gehst zur Webseite
http://aardvark.magnet.at/metro/m/largemap-tram.html
Ich arbeite seit längerem an einer geometrischeren Version mit allen
Stationen, aber das ist bei diesem Netz ein eher komplziertes
Unterfangen...
-H
70er-Jahre-Ästhetik eben. Wobei die neuen Stationen auf der U3 und
teilweise U6 schon als deutlicher Fortschritt zu bezeichnen sind.
> und sechs-
> wagenzüge
Oder Vierwagenzüge.
> ohne übergänge mit zwei verschiedenen sitzbezügen.
Die Sitze werden im Zuge von Haupterneuerungen derzeit gerade
ausgetauscht, darum hast du zwei Arten gesehen.
> Leider bedingt die netztopographie etliche umsteige-
> vorgänge, die mit langen wegen zwischen den linien verbunden
> sind.
Nix gegen London oder Barcelona. ;)
> Leider haben manche tramlinien bereits um 23:00 betriebs-
> schluss. Bei einer großstadt hätte ich das nicht erwartet.
Bei den (wenigen) Straßenbahnlinien mit frühem Betriebsschluss (33, 42,
44, J?) ist jeweils in unmittelbarer Nähe, entweder auf demselben Gleis
oder zwei Parallelstraßen weiter, eine Linie mit späterem
Betriebsschluss zu finden.
-H
Wobei zwischen
Kurzzug *********
********* Kurzzug
**** Kurzzug ****
zu unterscheiden ist. Das Wort "Kurzzug" gibt jeweils die Position des
Zuges (vorderes Bahnsteigende, hinteres Bahnsteigende, Bahnsteigmitte)
an.
-H
Ich vergass:
* 26 sollte 17 sein
* 33 sollte 30 sein
* 35A ist ein Problem, weil es die in Betracht kommenden Bezeichnungen
29A, 30A, und 40A schon gibt und 39 1/2 A oder 39,5A leider nicht gibt.
* Ebenso sollte 40 eigentlich 41 1/2 oder 41,5 sein, und das geht leider
auch nicht (man könnte maximal die Liniennummern 40 und 41 tauschen).
-H
Andreas
--
Andreas Pavlik
Wien(Vienna), Austria
>Ausnahme: 25 nach Stadlau (zuvor jahrzehntelang 26),
so lange war das aber auch nicht, ich kann mich noch an 16 erinnern.
>26 nach Strebersdorf (zuvor seit der Eröffnung 32)
Bis auf die (diesmal wirklich jahrzehntelange) Unterbrechnung als es
keinen 32er gab und nach Strebersdorf der 132er fuhr. Aber daß der
26er eigentlich ein 17er sein sollte, da sind wir uns wohl einig.
Grammatilkalische Anmerkung für Nichtwiener: Linienbezeichnungen von
Straßenbahnen und Bussen sind in Wien immer männlich.
Um sie von den Straßenbahnlinien unterscheiden zu können. Früher gab es
auch Busse ohne "A" oder "B", aber das wurde irgendwann in den späten
70er/frühen 80er Jahren bereinigt. Heute haben die Busse entweder ein
"A" oder ein "B" (Stadtverkehr) oder eine dreistellige Nummer
(Regionalbusse, Ausnahme: 156B).
-H
Man kann im Verkehrsverbund Ost-Region an Hand der
Linienbezeichung die Art des Verkehrsmittels erkennen:
R10 .... Regionalbahn (damit können auch ECs und ICs gemeint
sein)
S1 ..... Schnellbahn
U1 ..... U-Bahn
D, 1 ... Straßenbahn (Buchstabe oder ein-/zweistellige Zahl)
1A ..... Autobus in Wien (Konzession Wiener Linien)
20B .... Autobus in Wien (Konzession privates Unternehmern)
N6 ..... Nachtbus in Wien (Wiener Linien)
125 .... Regionalbus (dreistellige Zahl)
Die Vergabe der Zahlen richtet sich in etwa nach den dem Schema
für die Straßenbahnen, bei den Regionalbussen zeigt die
Hunderterstelle normalerweise die äußerste befahrene
Hunderterzone an.
Ciao
Andreas René
>Inwieweit sind die Wiener Silberpfeile eigentlich baugleich mit den
>Zügen, die in Istanbul fahren? Ich meine in Istanbul sowohl die Tramlinie
>von Eminönü/Sirkeci in Richtung Topkapi als auch die Stadtbahnlinie (Metro)
>auf dem europäischen Teil, deren Verlauf ich vergessen habe (von/nach
>Aksaray?).
Aus einem SGP-prospekt von 1990:
Das fahrzeug des Istanbul Metro System wurde von ABB (endmontage,
fahrwerke, elektrik) und SGP Wien (wagenkästen) gebaut. Das design
ist in der tat ähnlich (fenster- und lampenanordnung, leuchtbalken),
aber das fahrzeug für Istanbul ist ein zweiteiliger gelenkwagen aus
stahl (Wien: zwei gekuppelte vierachser aus alu). Auch die anderen
daten weichen voneinander ab. Istanbul hat oberleitung, Wien seit-
liche stromschiene. Der streckenverlauf steht hier nicht drin, das
zielschild des abgebildeten zuges zeigt BAGCILAR an.
Nach laaaanger Zeit gibt's wieder einmal eine Nachricht von mir --
die ÖPNV-Gruppen im Usenet sind dermaßen "schnell" und gut
frequentiert geworden, daß ich kaum mehr etwas wirklich Neues
beitragen kann, denn außer durch Zufall komm' ich kaum mit weniger
als 1 oder 2 Tagen Zeitverzögerung zum Antworten. Am 1. Februar
beginnt mein Zivildienst, und dann wird's noch schwieriger,
fürcht' ich.
Vor 3 Jahren hat ein allgemeines Posting über Wien noch vielleicht
zwei, drei Antworten provoziert, die langsam eintröpfelten. Und
heute... Beim Wegsenden dieses Postings führt mein Newsserver
alleine 71 Antworten mit demselben Subject!
Aber Tobias' Posting hat mich denn dann doch aus der Wartestellung
gelockt; danke auch an Peter B für mein Stichwort! Das meiste ist
eh schon gesagt, hier also nur mehr meine besonderen Anliegen:
Tobias Köhler <tobias....@sgpvt.at> schrieb:
>Gerade war ich ein paar tage in Wien.
>Ein paar impressionen:
Danke dafür!
>Es gibt dort zwar einen kostenlosen touristenfahrplan mit
>allen nahverkehrslinien sowie eine übersichtliche darstellung
>der U-bahnen, aber keine übersichtliche U- und straßenbahn-
>spinne.
Ähm, kennst Du den "Verkehrslinienplan"? Für nunmehr wohlfeile 20
ATS (leider nicht mehr 15 ATS, wie hier schon gepostet) nicht nur
ein vollwertiger Stadtplan, sondern ein absolut gelungener
ÖPNV-Plan obend'rein, und das natürlich maßstäblich.
>Vielleicht sollte sich mal ein fähiger graphiker ran machen ....
Du meinst mit einer schematischen Schienenverkehrsnetzspinne?
Da ist das Wiener Straßenbahnnetz Gott sei Dank noch immer fast
zu groß dafür. Das könnte sich allerdings dereinst ändern :-(
Aber eine Herausforderung wär's dennoch... Inzwischen empfehle
ich Horst Prillingers gelungenes Exemplar, verfügbar unter
http://aardvark.magnet.at/metro/m/largemap-tram.html
>Die U-bahn (U1 bis U4) hat ungemütliche stationen
Ungemütlich findest Du die? Hmmm. Vom rein architektonischen
Standpunkt halt' ich die Wiener U-Bahn für eine der gelungensten
überhaupt, sieht man (meine persönliche Meinung) von den ältesten
Stationen der U1 ab (teilweise seeehr eng). Eine U-Bahn-Station
soll ja schließlich, wie's so schön heißt, zum Betreten einladen,
nicht jedoch zum Verweilen...
>Leider bedingt die netztopographie etliche umsteigevorgänge,
>die mit langen wegen zwischen den linien verbunden sind.
Man munkelt, daß der U1-/U2-Übergang am Praterstern sogar extra
überlang konstruiert werden soll, um ein Umsteigen dort zu
erschweren -- die U1, heißt es, stößt langsam an ihre
Kapazitätsgrenze. Hätten die Dummköpfe doch nur damals um 1980
herum innerhalb von bloß 4 Jahren nicht durch die Einstellung der
Straßenbahnlinien 66, 167, A, A_K, B, B_K (und deren
provisorischen Nachfolger 22), 25_K, 25_R sowie teilweise 25 und
26 (alle für die U1) das Tramnetz in Wien heftigst zerrissen...
Aber die U-Bahn in Wien ist ja anerkannterweise ein Unding, was
ihre Konzeption im Hinblick aufs gesamte ÖPNV-Netz betrifft.
>Die anzeigetafeln auf den bahnsteigen sind mir besonders
>aufgefallen, die mit einer hochkomplizierten "kreuz-
>und-quer-matrix" eine einigermaßen lesbare schrift dar-
>stellen.
Hübsch, was? Das müßte Dir, Tobias, ja besonders gefallen! Ich
halt' diese Segmentanzeigen für das einzig halbwegs tolerierbare
nichtgedruckte Anzeigesystem, im Gegensatz zu den für mich so
unseligen Matrixanzeigen. Aber mein typographisches Auge ist halt
einmal kritischer, und wir ham das eh schon durchgekaut.
>Auf einer seite steht an den fenstern, dass sie zur vermeidung
>von zugluft verschlossen bleiben - im winter verständlich, aber
>im hochsommer, wo wir für jedes laue zuglüftchen dankbar sind,
>sicher recht stickig.
Dennoch sind diese Halbfenster ein Segen, was die Durchlüftung
angeht, vor allem im Vergleich zu den (vornehmlich in Deutschland
anzutreffenden) Klapperln im obersten Teil der Fenster, die das
Attribut "frischluftzuführend" nur bei sehr hitzeunempfindlichen
Menschen verdienen.
>Dazu allerdings eine ansagestimme, die an HAL 9000
>erinnert - und deutlich verständlicher als in Graz ist.
Dabei ist unser Herr Kaida doch aus Fleisch und Blut :-)
>Die linien sind ohne erkennbare logik mal mit buchstaben, mal
>mit nummern bezeichnet, wobei die linie J als "Jeh" ausge-
>sprochen wird, damit sie akustisch leichter mit den linien
>B, C, D, E und G verwechselt werden kann. :)
Ha! Unwürdiger! Wenn ich nicht am Samstag heiraten würd',
wär' ich schon bei Dir und klopfte Dir mit Blechsignaltafeln
(insbesondere etwa 25K, 117 und 331) heftig auf den Kopf :-)
Und Je ist Je. Jot ist Piefke (oder Westösterreich). Und 2
ist zwei und nicht zwo und die 38 ist "daa ochtadreißga".
Aber das haben andere auch schon festgestellt :-)
Die Verweise auf Literatur hiezu haben andere auch schon gegeben,
wobei ich mich hier entschuldigen möchte, daß meine Webseiten
derzeit kaum weiterentwickelt werden. Seufz, wenn der Tag bloß 48
Stunden hätt'... Aber mei, ist das nett, daß soviele von Euch auf
meine Liniensignalgeschichte, Version ca. 0.95, verweisen :-)
>Leider haben manche tramlinien bereits um 23:00 betriebs-
>schluss. Bei einer großstadt hätte ich das nicht erwartet.
Oh! Da mußt Du aber an eine sehr periphere (oder sonst nicht allzu
bedeutende) Linie (J vielleicht, zwischen den länger fahrenden
Linien 44 und 46 liegend?) geraten sein. Viele Wiener ÖPNV-Linien
haben bis 0:30 oder noch länger "Tagesbetrieb" im 15-, teilweise
sogar im 7½-Minuten-Takt, und dann hast Du immer noch unser feines
Nachtbusnetz mit 22 Linien im 30-Minuten-Takt. Das halt' ich denn
dann schon für eine Stärke des Wiener ÖPNV...
>Ich wollte gerne mal mit dem ULF fahren, musste mich aber
>dazu aber in die außenbezirke begeben und bin schließlich
>die linie 6 zu später stunde damit abgefahren.
Noja, sooo peripher ist der Sechser auch ned... Aber der 65er,
die zweite Ulf-Linie (von dreien) -- der wär' doch für Dich
nahegelegener gewesen, nicht wahr?
>Manche linien wie die 13A haben in beiden richtungen eine
>etwas unterschiedliche streckenführung, was das auffinden
>von haltestellen nicht gerade erleichtert.
Ja, der Segen von Einbahnführungen halt (wobei der 13er als
Spezialfall schon zu Tramzeiten eine ähnliche Linienführung
hatte)! Allerdings gibt es in Wien zahlreiche zweigleisige
Straßenbahnabschnitte in Straßen, die für den Individualverkehr
Einbahnen sind, was ich persönlich für eine sehr gute Möglichkeit
halte, auch in engeren Straßenzügen für einen selbständigen
Gleiskörper zu sorgen. Aber sag das nicht unserem Autofahrerclub-
Präsidenten und Verkehrsstadtrat Svihalek, weil sonst kommt dieser
<Zensur> noch d'rauf, daß man da super neue Parkplätze errichten
könnt', anstelle des so lästigen Gleiskörpers :-(
Danke noch einmal für Deinen stimmungsvollen Bericht!
Liebe Grüße aus Wien, Wolfgang
--
Wolfgang Auer --------------------------------- ohne AUTO doppelt MOBIL
http://qspr03.tuwien.ac.at/~wauer/ --- mailto:wa...@qspr03.tuwien.ac.at
Rainer Johanni wrote:
[irgendjemand anders schrieb]
>> ---> Am schönsten fand ich ja die Ansage: "Wir bitten Sie älteren oder
>> Behinderten, sowie Personen mit Kleinkindern die Sitzplätze zu überlassen"
>> oder so ähnlich.
> Als ich das erste Mal in Wien war dachte ich bei dieser Ansage
> tatsaechlich einen Augenblick lang, dass jetzt ein besonders
> gefaehrliches Streckenstueck kommt, das aeltere Personen stehend
> nicht bewaeltigen ....
Ich erinnere mich aus meiner Jugend an Schilder in allen Strassenbahnen:
Zeichnung eines stehenden Kindes/Jugendlichen, der auf einen Sitzplatz
deutet. Darueber: "Mein Platz ist immer frei fuer Erwachsene".
Pe "Fand ich ungerecht" ter
Wobei
a) kein Schwein, außer einem Dutzend Spezialisten, in Wien das
weiß und
b) man sich auch nicht blind darauf verlassen sollte.
>Frage: Sind U und U11 eigentlich kuppelbar und im Mischbetrieb
>einsetzbar?
[Rest gekürzt]
Technisch ja. Den Beweis lieferte mir heute ein Sonderzug auf der
Linie U4 in Heiligenstadt, bestehend aus je einem U- und einem
U11-Doppeltriebwagen. Muss sich um eine technische Erprobung (der
Bremsen?) gehandelt haben; der U war nämlich mit Ballastgewichten
beladen und mit einer sichtbaren Messverkabelung bestückt.
Im Planbetrieb habe ich eine solche Zusammenstellung noch nie
bewusst registriert. Es besteht aber auch keine Veranlassung,
solche Züge zu bilden.
Horst Prillinger <hor...@mac.com> schrieb:
>>Kurzzug *********
>********* Kurzzug
>**** Kurzzug ****
>
>[...] Das Wort "Kurzzug" gibt jeweils die Position des Zuges [...] an.
Boah, echt? <glühbirnaufleuchtundmirselbstaufdiestirnhau>
Und ich hab' bis jetzt immer gedacht, daß das Zufall ist,
wo "Kurzzug" steht. Bei den so einfallsreichen Texten, die
angezeigt werden, hab' ich den Wiener Linien diese hübsche
Idee partout nie zugetraut. Usenet bildet eben :-)
Liebe Grüße, Wolfgang
Beate/Jens <Beate.Kaubisch...@t-online.de> schrieben:
>---> Am schönsten fand ich ja die Ansage: "Wir bitten Sie älteren oder
>Behinderten, sowie Personen mit Kleinkindern die Sitzplätze zu überlassen"
Früher hieß das im unseligsten Wiener Amtsdeutsch "Es wird
ersucht, älteren und blafasel", bis sich zu einer Zeit, als
die Wiener Stadtwerke-Verkehrsbetriebe zu den Wiener Linien
migrierten, irgendjemand erbarmte und den neuen Text "erfand".
In Linz glaubte man ausnahmsweise, etwas von Wien abkupfern zu
müssen, und da heißt's heute noch im Möchtegernpassiv "Es wird
ersucht...".
"tobias koehler" <tobias....@sgpvt.at> schrieb:
>>Hinter der Stimme steht Herr Franz Kaida
>
>Ist das der gleiche, der auch die "Ich bin dein Fernseher, melde
>mich an" Werbesendungen im ORF spricht? Die stimme kommt mir sehr
>ähnlich vor. :)
Nö, letzteres dürfte "Selfman" Andreas Steppan sein, wenn ich
mich nicht allzusehr verhört hab' (bei dieser irre blöden
Werbung verwinden sich immer meine Gehörnerven).
Liebe Grüße, Wolfgang
PS: Gibt's ein passendes Follow-Up zu "Sprachkultur"?
Clemens Aigner <clemens...@siemens.at> schrieb:
>> Die anzeigetafeln auf den bahnsteigen sind mir besonders aufgefallen
>
>AFAIK sind diese AFAIK 42-segmentigen Anzeigen ein Patent aus der
>Schweiz.
Ja, Firma Ascom. AFAIK :-)
Liebe Grüße, Wolfgang
Wolfgang Auer wrote:
> Horst Prillinger <hor...@mac.com> schrieb:
[Irgendjemand anders schrieb]
>>> Kurzzug *********
>> ********* Kurzzug
>> **** Kurzzug ****
>> [...] Das Wort "Kurzzug" gibt jeweils die Position des Zuges [...] an.
> Boah, echt? <glühbirnaufleuchtundmirselbstaufdiestirnhau>
> Und ich hab' bis jetzt immer gedacht, daß das Zufall ist,
> wo "Kurzzug" steht. Bei den so einfallsreichen Texten, die
> angezeigt werden, hab' ich den Wiener Linien diese hübsche
> Idee partout nie zugetraut. Usenet bildet eben :-)
Wobei sich trotzdem die Frage stellt: Wozu in aller Welt braucht man
fuer die Kurzzuege drei verschiedene Haltepositionen?
Pe "Gleichmaessige Bahnsteigabnutzung" ter
> Wobei sich trotzdem die Frage stellt: Wozu in aller Welt braucht man
> fuer die Kurzzuege drei verschiedene Haltepositionen?
Aeh, nein. Je Station gibt es exakt _eine_ Halteposition fuer einen
Kurzzug (die ist auch zusaetzlich noch mit einem festen Schild
gekennzeichnet, ausserdem gibt es im Bereich, der frei bleibt,
noch Hinweise).
Die Tatsache, dass _verschiedene_ Stationen verschiedene Haltepositionen
haben, haengt mit der Lage und der Wichtigkeit der einzelnen Ausgaenge
zusammen. Der Zug bleibt i.a. dort stehen, wo vermutet wird, dass die
meisten Leute hinwollen.
Servus,
Stefan
--
Weinen im Droehnen der Motoren - Stefan!
(http://www.sloganizer.de/)
Zustimmung. Beeindruckend finde ich, dass man dazu in der Lage war,
ein Konzept halbwegs durchzuhalten. Für den Fahrgast ist die
Uniformitaet der Stationen natuerlich ein Nachteil, man erkennt nicht
z.B. an der Farbe, wo man ist. (O.K., Alte Donau etc. sind gelungene
Ausnahmen.)
> Man munkelt, daß der U1-/U2-Übergang am Praterstern sogar extra
> überlang konstruiert werden soll, um ein Umsteigen dort zu
> erschweren -- die U1, heißt es, stößt langsam an ihre
> Kapazitätsgrenze.
Bei der Vorstellung der U2-Plaene im zweiten Bezirk wurde mir die Lage
der Station mit vielen Dingen, aber nicht mit der Kapazitaetsgrenze
der U1 begruendet. Da mein Gespraechspartner sonst recht offen
Schwachstellen zugab, hielt ich das fuer halbwegs glaubhaft. In
Erinnerung geblieben ist mir der wichtige Ausgang Richtung Prater
sowie die Entzerrung der Umsteigevorgaenge U1-Schnellbahn (wird ja
besser) und U2-Schnellbahn. Immerhin wird die U1-Station ja unter
Benutzung des umsonst vorgehaltenen Platzes für
3.Gleiu/Seitenbahnsteigs erweitert. Und wird nicht die U1 evt. auch
durch die U2 entlastet (etwa Kagran - Schottentor)?
Gruss Gerhard
>Man kann im Verkehrsverbund Ost-Region an Hand der
>Linienbezeichung die Art des Verkehrsmittels erkennen:
>
>R10 .... Regionalbahn (damit können auch ECs und ICs gemeint
>sein)
>S1 ..... Schnellbahn
>U1 ..... U-Bahn
>D, 1 ... Straßenbahn (Buchstabe oder ein-/zweistellige Zahl)
>1A ..... Autobus in Wien (Konzession Wiener Linien)
>20B .... Autobus in Wien (Konzession privates Unternehmern)
>N6 ..... Nachtbus in Wien (Wiener Linien)
>125 .... Regionalbus (dreistellige Zahl)
Auch hier gibts Ausnahmen, so O, W und T als Buslinien der Badner
Bahn. Und die Badner Bahn ist einfach die Badner Bahn; vermutlich hat
sie irgendeine interne Liniennummer, aber die steht nirgends dran.
Oder hab' ich da was übersehen?
Gruß - Reinhard.
--
052°22,79'N
009°48,81'E
> >>> Kurzzug *********
> >> ********* Kurzzug
> >> **** Kurzzug ****
> >> [...] Das Wort "Kurzzug" gibt jeweils die Position des Zuges [...] an.
> > Boah, echt? <glühbirnaufleuchtundmirselbstaufdiestirnhau>
> > Und ich hab' bis jetzt immer gedacht, daß das Zufall ist,
> > wo "Kurzzug" steht. Bei den so einfallsreichen Texten, die
> > angezeigt werden, hab' ich den Wiener Linien diese hübsche
> > Idee partout nie zugetraut. Usenet bildet eben :-)
> Wobei sich trotzdem die Frage stellt: Wozu in aller Welt braucht man
> fuer die Kurzzuege drei verschiedene Haltepositionen?
In einer Station nicht, aber in verschiedenen Stationen schon. Ich kenne
das aus Hannover. Wenn z.B. Zugänge zum Bahnsteig vorne und hinten sind
und der "vordere" Eingang im Verhältnis von den Fahrgästen mehr genutzt
wird, dann hält der Zug vorne, wenn der hintere mehr genutzt wird, dann
hält der Zug hinten. Wenn beide relativ gleichmäßig genutzt werden, oder
der wichtigste Eingeng in der Mitte des Bahnsteigs sich befindet, dann
hält der Kurzzug in der Mitte.
So haben die Fahrgäste jeweils im Durchschnitt die kürzesten Wege, gut
nicht? Bei den Anzeigen in hannover gibt (gab?) es das auch.
Gruß
Jost
> Was sind denn Waldviertler?
>
A) Bewohner des Nord-westlichen Teiles von Niederösterreich, sagen von
sich: "Ein Waldviertler = 3 Leut"
B) gsöchte Burnhaxn (geselchte=geräucherte Burenwurst)
Liebe Grüße
hannes
Sent via Deja.com http://www.deja.com/
Before you buy.
> 125 .... Regionalbus (dreistellige Zahl)
>
Entschuldige lieber Andreas René, ich weiß, dass du das wesentlich
größere Wissen hast, aber da muss ich dich berichtigen:
3-stellige Liniensignale bei Bussen zeigen erst einen Regionalbus an,
wenn sie größer als 199 ist (da die Außenzonen mit 200 beginnen),
darunter haben wir es mit einem normalen Linienbus in der Kernzone zu
tun.
Beispiel: 156B:
Die Linien 56B und 156B fahren einen identen ringförmigen Kurs. Zur
Besseren unterscheidung wurde der im Uhrzeigersinn befahrene Bus 56B,
der gegen den Uhrzeigersinn fahrende Bus 156B bezeichnet.
Weitere Beispiele sind 148B und 152B.
Liebe Grüße
Hannes
> Originelles Detail dazu: Eine Fahrerin der Linie 62 traute sich im Bf.
> Wolfganggasse stadtauswaerts nicht anzufahren, da gerade am Gegengleis
> ein Altwagen daherkam. Sie wartete lieber, bis er den Knick passiert
> hatte und am geraden Gleis an der Strassenbahn vorbeigefahren war.
Gibt es vielleicht Begegnungsverbot mit Altwagen der Badner-Bahn
(eventuell auch bei der Kurve zur Philadelphiabrücke)?
>
> nicht mehr gegeben war. Die Macht der Wiener Linien zeigt sich
momentan
> aber noch darin, dass der Abschnitt Schedifkaplatz-Abzweigung U6 nur
mit
> 750 Volt versorgt wird. Schaltbar fuer die U6-Ueberstellung waere
besser
> gewesen, denn so oft faehrt da keine U6, und die WLB-Zuege koennten
ein
> wenig zuegiger die Steigung stadteinwaerts befahren - die 750 Volt
> reichen bei weitem nicht fuer 80km/h.
Frag mich nur, was unsere deutschen Freunde sagen, wenn sie erfahren,
dass die Aktien der Badner Bahn AG zu mehr als 90% in Besitz der
Gemeinde Wien sind!
Liebe Grüße
hannes
> >> Busse gibt es natürlich auch, die mit nummern (teils den
> >> gleichen wie trams) bezeichnet werden, jedoch ein A oder B
> > Bei den A-Linien liegt die Konzession bei den Wiener Linien, bei den
> > B-Linien bei einem anderen Betreiber. Wenn Du ohne Fahrschein in
eine
> > B-Linie einsteigst, bekommst Du beim Fahrer keinen Verbundfahschein,
> > sondern nur einen Fahrschein fuer diese Linie. Der Fahrer entwertet
Dir
> > aber einen mitgebrachten Vorverkaufs-Verbundfahrschein, auch
> > Verbund-Netzkarten werden akzeptiert.
> Arghl. Ist das schon ein unpraktisches System, so ist es doch
wenigstens
> klar gekennzeichnet. Warum gibt man den Fahrern keine
Verbundfahrscheine
> mit?
>
> Peter
>
Soviel ich weiß passiert da folgendes:
Bei den "A"-Linien ist der Konzessionär die Wiener Linien, wird auch
meistens von ihnen befahren, in wenigen Fällen mieten die Wiener Linien
die Leistung bei einem Privatunternehmer an (z.B. 60A - Badner Bahn AG,
52A - Südburg, 74A??? Dr. Richard). Daher müssen die Fahrer auch
VOR-Fahrscheine verkaufen. Diese Linien haben auch Kurzstreckenzonen.
Bei den "B"-Linien ist der Konzessionär der Privatunternehmer,hat aber
mit den Wiener Linien einen Vertrag abgeschlossen, dass er die
VOR-Fahrkarten akzeptiert und bekommt daher einen Zuschuß zu den
Betriebskosten der Linie. Es gibt keine Kurzstreckenzonen, die Höhe des
Fahrpreises des Privatunternehmers richtet sich aber oft nach eigenen
Streckenzonen. Da bei Benutzung nur des Privatbusses der Fahrpreis oft
unter den Preis eines Vorverkaufsscheines liegt, verkaufen sie relativ
viele Eigenfahrscheine.
Detail am Rande: Beim Dr. Richard muss für einen Hund ein Fahrpreis von
- ich glaube derzeit 12 Schilling entrichtet werden. Da kommt es oft
vor, dass Leute, die mit Hund fahren, für sich eine Richard-Fahrkarte
kaufen, für den Hund aber eine VOR-Halbpreiskarte zwicken lassen.
Liebe Grüße
Hannes
> Auch hier gibts Ausnahmen, so O, W und T als Buslinien der Badner
> Bahn. Und die Badner Bahn ist einfach die Badner Bahn; vermutlich hat
Nein. Wo der T faehrt, weiss ich nicht, aber sowohl der O (Moellersdorf
(?)-Baden-Bad Voeslau-Gainfarn) als auch der W (Wien Oper-Baden) haben
Nummern (361 und 360, glaub ich).
--
Liebe Gruesse
Clemens
> Man munkelt, daß der U1-/U2-Übergang am Praterstern sogar extra
> überlang konstruiert werden soll, um ein Umsteigen dort zu
> erschweren -- die U1, heißt es, stößt langsam an ihre
> Kapazitätsgrenze.
Was ist die kürzestmögliche zugfolgezeit auf der U1?
> Hübsch, was? Das müßte Dir, Tobias, ja besonders gefallen!
Ja, wenn ich etwas mehr zeit gehabt hätte, hätte ich das raster
abgezeichnet und zuhause einen truetype-font daraus gebastelt ;)
Na ja .. proportionalschrift können sie nicht, und, wie schon
jemand anders angemerkt hat, sind sie für die pro station drei
anzeigemöglichkeiten wahrscheinlich overkill :)
> Dennoch sind diese Halbfenster ein Segen, was die Durchlüftung
> angeht, vor allem im Vergleich zu den (vornehmlich in Deutschland
> anzutreffenden) Klapperln im obersten Teil der Fenster, die das
> Attribut "frischluftzuführend" nur bei sehr hitzeunempfindlichen
> Menschen verdienen.
Offenbar schreibt die deutsche BOStrab vor, dass neue tramfahrzeuge
fenster haben müssen, bei denen es unmöglich ist, sich aus dem
fenster zu lehnen. Deshalb wurden die T4D/B4D in Dresden von
schiebe- auf kippfenster umgebaut, in anderen städten wohl auch.
(Immerhin ein segen, dass sie noch dachlüftungsklappen haben ....)
Was ist das österreichische äquivalent zur BOStrab? Und was sagt es
zum fensterthema?
> Dabei ist unser Herr Kaida doch aus Fleisch und Blut :-)
Anders als offenbar die blecherne dame in Graz .... die das ergebnis
ist, wenn ein minderwertiger sprachspeicher eine lebendige stimme
verwurstelt.
> Ha! Unwürdiger! Wenn ich nicht am Samstag heiraten würd',
> wär' ich schon bei Dir und klopfte Dir mit Blechsignaltafeln
> (insbesondere etwa 25K, 117 und 331) heftig auf den Kopf :-)
Das komplizierteste liniennummernsystem, das ich kenne, scheint wohl
wirklich eine heilige kuh der wiener zu sein .....
> Und Je ist Je. Jot ist Piefke (oder Westösterreich).
Ich kann mich nicht erinnern, in Graz jemals Je gehört zu haben.
Aber die SGP-belegschaft ist wohl mit dem steirischen bevölkerungs-
querschnitt nicht zu vergleichen. :)
> >Leider haben manche tramlinien bereits um 23:00 betriebs-
> >schluss. Bei einer großstadt hätte ich das nicht erwartet.
> Oh! Da mußt Du aber an eine sehr periphere (oder sonst nicht allzu
> bedeutende) Linie (J vielleicht, zwischen den länger fahrenden
> Linien 44 und 46 liegend?) geraten sein.
Linie 5 vom westbahnhof zu meiner übernachtungsmöglichkeit. Letzte
abfahrt laut aushangfahrplan 23:06.
> Noja, sooo peripher ist der Sechser auch ned... Aber der 65er,
> die zweite Ulf-Linie (von dreien) -- der wär' doch für Dich
> nahegelegener gewesen, nicht wahr?
Dumm nur, dass mir VT live 12/99, wo die drei linien drin stehen,
erst nach meiner rückkehr in die hände fiel.
Vielleicht fahre ich nochmal nach Wien, bevor ich Austria fürs
erste ade sage, um in Dresden mein studium zu vollenden.
gruß .... tobias
Ja ja, wie hier in München gestern und vorgestern im Abendverkehr
die U-Bahnfahrer sich auch "verbremst" hatten: sie sollten mit dem
2-Wagen Zug an der Silberhornstrasse eigentlich am Bahnsteiganfang
halten, der vorgestern ist gleich ganz bis zum Spiegel am Bahnsteigende
vorgefahren, der gestern kam dann irgendwas 1/2 Zuglänge davor zum
stehen ...
Lustig ist dabei immer das Bremsmanöver: erst normales Bremsen, dann
merken die, das sie wohl zu weit fahren - also anziehen, dann merken
sie, scheiße es reicht nicht - also wieder nachgeben und langsam bis
Bahnsteigenden rollen; das ist nicht unbeding Alte-Menschen-Kompatibel.
Bevor hier in München die Spiegel eingebaut wurden, kam das übrigens
so gut wie nie vor, aber seitdem die Fahrer an ueber 90% der Stationen
grundsätzlich am Bahnsteigende halten, scheint keiner mehr auf die
Idee zu kommen, dass es auch weiterhin Aussnahmen von der Regel gibt.
Ach ja, kommt latürnich nur nach 22. Uhr vor - davor wird ja per
Automatik gefahren :-).
Lucas.
>
> Wobei
> a) kein Schwein, außer einem Dutzend Spezialisten, in Wien das
> weiß und
> b) man sich auch nicht blind darauf verlassen sollte.
Wollt ich schon schreiben, hab mich dann aber nicht getraut... :)
-H
Die von dir genannten Linien sind Ausnahmen und nicht durch die
dreistellige Liniennummer, sondern durch den Buchstaben "B" als Stadtbus
erkennbar (weitere Verwässerung des Liniensystems!). Die Linie 171 z.B.
hingegen ist ein Regionalbus, dessen Endstation in Schwechat, also in
der Zone 1 liegt.
-H
Weil sie immer so stehen bleiben, dass der meistfrequentierte Ausgang
näher beim Zug ist.
-H
Lange nicht mehr in der Landrasser Hauptstrasse gewesen, oder? :)
74A fährt mit den neuen Niederflurgelenkbussen der Wiener Linien.
Du meinst wahrscheinlich 73A, 77A, 78A oder 79A.
-H
Nicht mal nur blafasel...
"Es wird ersucht, älteren und gebrechlichen Personen die Sitzplätze zu
überlassen."
Aus den Gebrechlichen (klang wohl zu zerbrechlich) wurden zunächst die
Behinderten, die Personen mit Kleinkindern kamen dann später dazu.
-H
War bis vor ein paar Jahren noch 20:00, da praktisch eine Querstraße
weiter die U6 fährt.
> Dumm nur, dass mir VT live 12/99, wo die drei linien drin stehen,
> erst nach meiner rückkehr in die hände fiel.
Hmmm... hättest ja in at.verkehr.bahn fragen können... :) SCNR.
-H
Interessanterweise wird das von den WL auch fast nirgends publik
gemacht, mir ist nur einmal vor Jahren eine Broschüre in die Hände
gefallen, wo das erklärt wurde.
Eine Zeit lang dürften es nicht einmal alle Stationswarte gewusst haben.
Kurz nach Eröffnung der U3 wurde in der Station Landstrasse konsequent
*** Kurzzug *** angezeigt, obwohl die Züge dort nicht in der Mitte
halten, aber wahrscheinlich dachte der Stationswart (oder wer immer das
so eingestellt hat), dass es so netter aussieht.
A propos: was ich mir wirklich wünschen würde, wäre, dass der letzte Zug
mit
LETZTER ZUG
U3 ERDBERG
oder entsprechend angekündigt würde... von der verbleibenden Zeit bis
zur Ankunft des Zuges mal abgesehen, was ja angeblich jetzt sogar
geplant ist.
A propos dazu: auf uk.transport.london wurde vor Weihnachten eine in
dieser Hinsicht sehr nette Beobachtung auf einem Londoner
Zugzielanzeiger (Jubilee Line) gepostet:
1 STANMORE 3min
4 CHRISTMAS 1 day
:-))
-H
Gestern noch in einer Krefelder Einrichtungsbahn gesehen.
Vielleicht sollte ich mal einen Jugendlichen fragen ob er nicht aufstehen
möchte;-)
Michael
2 Triebzug Zug meine ich natuerlich, also 4 Wagen ...
Lucas.
Fairerweise sollte man erwähnen, daß es ein recht dichtes netz
von nachtbussen gibt, die im halbstundentakt (in etwa) die strecken
der wichtigsten u-bahn und strassenbahnlinien fahren.
cheers - gregor
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Dr. Gregor Erbach gregor...@ftw.at
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