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Defekter Bahnübergang

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Frank Hucklenbroich

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Sep 2, 2017, 5:11:18 AM9/2/17
to
Hallo zusammen,


gerade eben habe ich mit dem Auto den beschrankten Bahnübergang an der
Horbellerstraße in Köln-Marsdorf überquert. Dabei ist mir etwas
merkwürdiges aufgefallen:

Die Schranken waren zunächst unten, es hatte sich ein längerer Rückstau
gebildet. Dann gingen die Schranken hoch, die Fahrzeuge passierten den
Bahnübergang (auch ich). Da fiel mir auf, daß unmittelbar vor dem
Bahnübergang ein Güterzug stand (der Kohlenzug) und offenbar wartete.
Nachdem alle den Bahnübergang passiert hatten hat der Zug mehrmals laut
gepfiffen und hat dann mit langsamem Tempo den Bahnübergang mit den offenen
Schranken passiert.

Was war da los? Offenbar waren die Schranken defekt, aber wie ist so ein
Verhalten zu erklären? Ich dachte immer, die Schranken schließen sich
automatisch, wenn ein Zug naht. Sie waren ja auch kurz vorher noch
geschlossen gewesen, also wirklich kaputt waren sie nicht. Was bekommt der
Lokführer in so einer Situation angezeigt? Hat der noch ein zusätzliches
Haltesignal? Die Situation ist ja nicht ganz ungefährlich, auch wenn die
Güterzüge an dieser Stelle nicht wirklich schnell fahren, hat so ein
Kohlenzug mit xx Wagen sicher einen langen Bremsweg.

Der Bahnübergang ist nur durch Schranken und Andreaskreuz gesichert,
zusätzliche Ampeln oder Rotlicht gibt es dort nicht. Ich bin da auch schon
hunderte Male durchgefahren, aber sowas habe ich noch nicht erlebt.

Auf der gleichen Strecke fahren auch noch Straßenbahnen, da habe ich schon
öfters erlebt, daß die den Autoverkehr abwarten, aber die haben dort auch
eine reguläre Haltestelle und fahren natürlich nicht bei geöffneten
Schranken. Einen wartenden Zug habe ich da aber noch nie gesehen.

Grüße,

Frank

Tobias Nicht

unread,
Sep 2, 2017, 6:19:32 AM9/2/17
to
On Sat, 2 Sep 2017 11:11:19 +0200, Frank Hucklenbroich
<Hucklen...@aol.com> wrote:

>Hallo zusammen,

>
>Was war da los? Offenbar waren die Schranken defekt, aber wie ist so ein
>Verhalten zu erklären? Ich dachte immer, die Schranken schließen sich
>automatisch, wenn ein Zug naht.

Die Steuerung des Bahnübergang hat einen Fehler gefunden und diesen
weitergemeldet. Da ist es Egal wie der BÜ bedient wird. Oft reicht es,
dass eines der roten Lichter nicht funktioniert. Die Schranken können
da auch zu sein.
Der Tf hat via Befehl/Bü Überwachungssignal den Auftrag bekommen den
Übergang manuell zu sichern. Daher muss er davor halten.
Die älteren BÜ im westlichen Teil haben eine Grundstellerzeit,
nachder der BÜ wieder aufmacht. Daher gibt es in der
Fahrdienstvorschrift auch den Passus, das wenn in der Einschaltstrecke
gehalten wird oder/und eine gewisse Geschwindigkeit unterschritten
wird dieser BÜ manuell zu sichern ist. Auch dies kann in dem Fall
passiert sein.

Gruß Tobias

Ralf Gunkel

unread,
Sep 2, 2017, 6:29:38 AM9/2/17
to
Am 02.09.17 12:19, schrieb Tobias Nicht:
Da der Bü ohne Lichtzeichen beschrieben wurde scheidet das Thema
Grundstellerzeit aus.
Bü mit Schranken ohne Lz sind stets Wärterbedient da man den Schliessvorgang
auf den Strassenverkehr abstimmen muss da dieser nicht durch das Rotlicht
"vorgewarnt" wird.

Warum der Schrankenwärter / Fdl den oben genannten Ablauf wählte ist nicht
klar darzulegen da die Begleitumstände der Störung nicht bekannt sind.


Gruß Ralf
--
"Sicherungsdatei ist gelebte Paranoia. Und das ist gut so." Dirk Möbius in
deb*

Arne Johannessen

unread,
Sep 2, 2017, 7:19:13 AM9/2/17
to
Frank Hucklenbroich said:
>
> [beschrankter Bahnübergang an der
> Horbellerstraße in Köln-Marsdorf]
>
> Der Bahnübergang ist nur durch Schranken und Andreaskreuz gesichert,
> zusätzliche Ampeln oder Rotlicht gibt es dort nicht.

Huch? 2008 gab noch Rotlicht, siehe <https://goo.gl/maps/gzmy58gG5wA2>.


--
Arne Johannessen

Frank Hucklenbroich

unread,
Sep 2, 2017, 7:33:09 AM9/2/17
to
Da muß ich jetzt beim nächsten Mal noch mal explizit drauf achten,
jedenfalls war das Rotlicht nicht an.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Sep 2, 2017, 7:36:28 AM9/2/17
to
Am Sat, 02 Sep 2017 12:19:31 +0200 schrieb Tobias Nicht:

> On Sat, 2 Sep 2017 11:11:19 +0200, Frank Hucklenbroich
> <Hucklen...@aol.com> wrote:
>
>>Hallo zusammen,
>
>>
>>Was war da los? Offenbar waren die Schranken defekt, aber wie ist so ein
>>Verhalten zu erklären? Ich dachte immer, die Schranken schließen sich
>>automatisch, wenn ein Zug naht.
>
> Die Steuerung des Bahnübergang hat einen Fehler gefunden und diesen
> weitergemeldet. Da ist es Egal wie der BÜ bedient wird. Oft reicht es,
> dass eines der roten Lichter nicht funktioniert. Die Schranken können
> da auch zu sein.
> Der Tf hat via Befehl/Bü Überwachungssignal den Auftrag bekommen den
> Übergang manuell zu sichern. Daher muss er davor halten.

Reicht für "manuell sichern", daß die Lok ein paarmal tutet und dann in den
Übergang einfährt? Irgendwie ausgestiegen und Fähnchen geschwenkt hat der
Lokführer nämlich nicht, soweit ich das beobachten konnte. Wobei der
Übergang ja auch recht übersichtlich auf einer geraden Straße liegt, d.H.
wenn der Zug erst mal auf dem Übergang ist, dann sieht man das auch und es
besteht eigentlich keine Unfallgefahr.

Grüße,

Frank

Ralf Gunkel

unread,
Sep 2, 2017, 8:11:07 AM9/2/17
to
Am 02.09.17 13:36, schrieb Frank Hucklenbroich:
>Am Sat, 02 Sep 2017 12:19:31 +0200 schrieb Tobias Nicht:
>
>> On Sat, 2 Sep 2017 11:11:19 +0200, Frank Hucklenbroich
>> <Hucklen...@aol.com> wrote:
>>
>>>Hallo zusammen,
>>
>>>
>>>Was war da los? Offenbar waren die Schranken defekt, aber wie ist so ein
>>>Verhalten zu erklären? Ich dachte immer, die Schranken schließen sich
>>>automatisch, wenn ein Zug naht.
>>
>> Die Steuerung des Bahnübergang hat einen Fehler gefunden und diesen
>> weitergemeldet. Da ist es Egal wie der BÜ bedient wird. Oft reicht es,
>> dass eines der roten Lichter nicht funktioniert. Die Schranken können
>> da auch zu sein.
>> Der Tf hat via Befehl/Bü Überwachungssignal den Auftrag bekommen den
>> Übergang manuell zu sichern. Daher muss er davor halten.
>
>Reicht für "manuell sichern", daß die Lok ein paarmal tutet und dann in den
>Übergang einfährt?

Ein ordnungsgemäßes Zp1 reucht und dann vorsichtig bis zur Mitte Bü und dann
schnellstmöglich weiter.

> Irgendwie ausgestiegen und Fähnchen geschwenkt hat der
>Lokführer nämlich nicht, soweit ich das beobachten konnte.

Ginge auch nur mit Fernsteuerung per Bauchladen.

Ralf Gunkel

unread,
Sep 2, 2017, 8:11:45 AM9/2/17
to
Am 02.09.17 13:33, schrieb Frank Hucklenbroich:
Was jetzt?
Keibe vorhanden oder nicht an?

Arne Johannessen

unread,
Sep 2, 2017, 9:04:22 AM9/2/17
to
Ralf Gunkel said:
> Am 02.09.17 13:36, schrieb Frank Hucklenbroich:
>>
>> Irgendwie ausgestiegen und Fähnchen geschwenkt hat der
>> Lokführer nämlich nicht, soweit ich das beobachten konnte.
>
> Ginge auch nur mit Fernsteuerung per Bauchladen.

Kommt drauf an, wie viel Personal man hat :)
<http://dev.thaw.de/debx/IMG_4680.mp4> (6 MB)


--
Arne Johannessen

Frank Hucklenbroich

unread,
Sep 2, 2017, 9:17:25 AM9/2/17
to
Am 2 Sep 2017 12:11:43 GMT schrieb Ralf Gunkel:

> Am 02.09.17 13:33, schrieb Frank Hucklenbroich:
>>Am Sat, 2 Sep 2017 13:19:12 +0200 schrieb Arne Johannessen:
>>
>>> Frank Hucklenbroich said:
>>>>
>>>> [beschrankter Bahnübergang an der
>>>> Horbellerstraße in Köln-Marsdorf]
>>>>
>>>> Der Bahnübergang ist nur durch Schranken und Andreaskreuz gesichert,
>>>> zusätzliche Ampeln oder Rotlicht gibt es dort nicht.
>>>
>>> Huch? 2008 gab noch Rotlicht, siehe <https://goo.gl/maps/gzmy58gG5wA2>.
>>
>>Da muß ich jetzt beim nächsten Mal noch mal explizit drauf achten,
>>jedenfalls war das Rotlicht nicht an.
>>
> Was jetzt?
> Keibe vorhanden oder nicht an?

Ein Lichtsignal war wohl vorhanden (siehe Arne's Foto), aber definitiv
nicht an (also nicht auf "rot"), deshalb ist es mir wohl auch nicht weiter
aufgefallen.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Sep 2, 2017, 9:21:52 AM9/2/17
to
Am 2 Sep 2017 12:11:06 GMT schrieb Ralf Gunkel:

> Am 02.09.17 13:36, schrieb Frank Hucklenbroich:
>>Am Sat, 02 Sep 2017 12:19:31 +0200 schrieb Tobias Nicht:
>>
>>> On Sat, 2 Sep 2017 11:11:19 +0200, Frank Hucklenbroich
>>> <Hucklen...@aol.com> wrote:
>>>
>>>>Hallo zusammen,
>>>
>>>>
>>>>Was war da los? Offenbar waren die Schranken defekt, aber wie ist so ein
>>>>Verhalten zu erklären? Ich dachte immer, die Schranken schließen sich
>>>>automatisch, wenn ein Zug naht.
>>>
>>> Die Steuerung des Bahnübergang hat einen Fehler gefunden und diesen
>>> weitergemeldet. Da ist es Egal wie der BÜ bedient wird. Oft reicht es,
>>> dass eines der roten Lichter nicht funktioniert. Die Schranken können
>>> da auch zu sein.
>>> Der Tf hat via Befehl/Bü Überwachungssignal den Auftrag bekommen den
>>> Übergang manuell zu sichern. Daher muss er davor halten.
>>
>>Reicht für "manuell sichern", daß die Lok ein paarmal tutet und dann in den
>>Übergang einfährt?
>
> Ein ordnungsgemäßes Zp1 reucht und dann vorsichtig bis zur Mitte Bü und dann
> schnellstmöglich weiter.

Genauso hat er es auch gemacht. Dreimal laut gepfiffen und dann vorsichtig
losgefahren. Wie gesagt, der Übergang ist recht übersichtlich, keine Kurven
in der Nähe. Wenn da ein Zug fährt, sieht man das von weitem und kann
rechtzeitig bremsen (da ist Tempo 50). Auch der Lokführer hat einen guten
Überblick und viele Fußgänger sind da nicht.

>> Irgendwie ausgestiegen und Fähnchen geschwenkt hat der
>>Lokführer nämlich nicht, soweit ich das beobachten konnte.
>
> Ginge auch nur mit Fernsteuerung per Bauchladen.

Haben Güterzugloks sowas standardmäßig an Bord?

Grüße,

Frank

Ralf Gunkel

unread,
Sep 2, 2017, 9:57:15 AM9/2/17
to
Am 02.09.17 15:21, schrieb Frank Hucklenbroich:
>Am 2 Sep 2017 12:11:06 GMT schrieb Ralf Gunkel:
...
>
>>> Irgendwie ausgestiegen und Fähnchen geschwenkt hat der
>>>Lokführer nämlich nicht, soweit ich das beobachten konnte.
>>
>> Ginge auch nur mit Fernsteuerung per Bauchladen.
>
>Haben Güterzugloks sowas standardmäßig an Bord?
>

Nö. Drum wäre es etwas schwierig mit Flagge zu sichern.

Geht dann nur mit weiterem Personal.
http://www.bahnbilder.de/bild/deutschland~dieselloks--92-80-~br-1-212-db-v-10020-mak-v-100/896433/mit-dem-morgendlichen-gueterzug-von-kall.html
;-)

Ralf Gunkel

unread,
Sep 2, 2017, 9:59:58 AM9/2/17
to
Am 02.09.17 15:04, schrieb Arne Johannessen:
Jo. Genau das wäre Plan A

Personal kostet aber Geld und der Heizer auf der Elektrolok wurde (im
Gegensatz zu anderen Ländern) schon lange angeschafft.

Johann Mayerwieser

unread,
Sep 2, 2017, 10:01:41 AM9/2/17
to
Am Sat, 02 Sep 2017 13:36:29 +0200 schrieb Frank Hucklenbroich:

> Reicht für "manuell sichern", daß die Lok ein paarmal tutet und dann in
> den Übergang einfährt?

Wenn man die Sache genau betrachtet, heißt der geschlossene SChranken,
dass ein Zug kommt, der offene Schranken aber nicht, dass kein Zug kommt
und das Andreaskreuz gilt auch bei offenem Schranken, sodass rein
theoretisch und an sich wirklichkeitsfremd (was die Autofahrer betriff)
der Zug durchrauschen könnte.

Ja, Anhalten, Pfeifen und losfahren ist im Regelwerk enthalten.

Johann Mayerwieser

unread,
Sep 2, 2017, 10:02:25 AM9/2/17
to
Am Sat, 02 Sep 2017 15:21:53 +0200 schrieb Frank Hucklenbroich:

>>> Irgendwie ausgestiegen und Fähnchen geschwenkt hat der
>>>Lokführer nämlich nicht, soweit ich das beobachten konnte.
>>
>> Ginge auch nur mit Fernsteuerung per Bauchladen.
>
> Haben Güterzugloks sowas standardmäßig an Bord?

Wenn es eine Verschublok ist, kann es durchaus sein.

Ralf Gunkel

unread,
Sep 2, 2017, 10:07:00 AM9/2/17
to
Am 02.09.17 15:17, schrieb Frank Hucklenbroich:
>Am 2 Sep 2017 12:11:43 GMT schrieb Ralf Gunkel:
>
>> Am 02.09.17 13:33, schrieb Frank Hucklenbroich:
>>>Am Sat, 2 Sep 2017 13:19:12 +0200 schrieb Arne Johannessen:
>>>
>>>> Frank Hucklenbroich said:
>>>>>
>>>>> [beschrankter Bahnübergang an der
>>>>> Horbellerstraße in Köln-Marsdorf]
>>>>>
>>>>> Der Bahnübergang ist nur durch Schranken und Andreaskreuz gesichert,
>>>>> zusätzliche Ampeln oder Rotlicht gibt es dort nicht.
>>>>
>>>> Huch? 2008 gab noch Rotlicht, siehe <https://goo.gl/maps/gzmy58gG5wA2>.
>>>
>>>Da muß ich jetzt beim nächsten Mal noch mal explizit drauf achten,
>>>jedenfalls war das Rotlicht nicht an.
>>>
>> Was jetzt?
>> Keibe vorhanden oder nicht an?
>
>Ein Lichtsignal war wohl vorhanden (siehe Arne's Foto),

Der Link hatte vorhin nicht funktioniert.

>aber definitiv
>nicht an (also nicht auf "rot"), deshalb ist es mir wohl auch nicht weiter
>aufgefallen.
>

Okay. Aber da die Schranke oben war wäre das dunkle Lz auch nicht unlogisch.

Es gibt diverse Störungsszenarien die derartiges, im ersten Blick
unlogisches, Vorgehen nötig machen. Aber kein Grund zur Beunruhigung.

Da es nicht DB Infrastruktur ist wäre eine Grundstellerzeit bei so einer
Anlage (vmtl. Pintsch BÜP90 mit Üs) ggf. doch möglich.

Frank Hucklenbroich

unread,
Sep 2, 2017, 10:29:18 AM9/2/17
to
Am 2 Sep 2017 14:01:39 GMT schrieb Johann Mayerwieser:

> Am Sat, 02 Sep 2017 13:36:29 +0200 schrieb Frank Hucklenbroich:
>
>> Reicht für "manuell sichern", daß die Lok ein paarmal tutet und dann in
>> den Übergang einfährt?
>
> Wenn man die Sache genau betrachtet, heißt der geschlossene SChranken,
> dass ein Zug kommt, der offene Schranken aber nicht, dass kein Zug kommt
> und das Andreaskreuz gilt auch bei offenem Schranken, sodass rein
> theoretisch und an sich wirklichkeitsfremd (was die Autofahrer betriff)
> der Zug durchrauschen könnte.

Richtig, ich habe es in der Fahrschule auch noch so gelernt, daß man bei
jedem Bahnübergang sicherheitshalber noch mal schauen soll, ob nicht doch
ein Zug kommt.

Aber bei diesem Szenario ist es in der Tat wirklichkeitsfremd, denn die
Schranke war ja eine zeitlang unten und ging dann hoch, was praktisch
gesehen als "freie Bahn" für die Autofahrer interpretiert wird. Daß eine
Schranke sich öffnet und dann kommt ein Zug, erwartet man nun wirklich
nicht (eine schon offene Schranke könnte defekt sein, aber diese hier hat
ja gerade noch funktioniert).

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Sep 2, 2017, 10:31:14 AM9/2/17
to
War eine DE84 der HGK.

Grüße,

Frank

frank paulsen

unread,
Sep 2, 2017, 12:05:04 PM9/2/17
to
Johann Mayerwieser <johann.ma...@gmail.com> writes:

> Wenn man die Sache genau betrachtet, heißt der geschlossene SChranken,
> dass ein Zug kommt, der offene Schranken aber nicht, dass kein Zug kommt
> und das Andreaskreuz gilt auch bei offenem Schranken, sodass rein
> theoretisch und an sich wirklichkeitsfremd (was die Autofahrer betriff)
> der Zug durchrauschen könnte.

nein, das ist nicht so.

,----[ http://www.verkehrslexikon.de/Texte/Rspr3019.php ]---
| LG Magdeburg v. 05.07.2010: Ein Verkehrsteilnehmer darf bei einem
| beschrankten Bahnübergang auf die Funktionstüchtigkeit der Halbschranken
| und des Blinklichts vertrauen, sofern sich dem Verkehrsteilnehmer
| etwaige Zweifel an der Funktionstüchtigkeit nicht erkennbar aufdrängen.
`----

es hilft einem aber letztlich nicht viel, wenn man unter einem zug
landet.

--
frobnicate foo

Reinhard Greulich

unread,
Sep 2, 2017, 6:12:19 PM9/2/17
to
frank paulsen schrieb am Sat, 02 Sep 2017 17:26:29 +0200:

> es hilft einem aber letztlich nicht viel, wenn man unter einem zug
> landet.

Deshalb regelt das Betriebsverfahren bei gestörter technischer
Sicherung ja auch genau, dass der Zug nicht einfach "durchrauschen"
darf.

Gruß - Reinhard.

--
70086
~=@=~

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 4, 2017, 5:59:32 AM9/4/17
to
Ralf Gunkel <nutznetz.nos...@richtige-stellwerke.de> wrote:

>Es gibt diverse Störungsszenarien die derartiges, im ersten Blick
> unlogisches, Vorgehen nötig machen. Aber kein Grund zur Beunruhigung.

Ja, ich "liebe" Bü :( Jeder, der wegkommt, macht die Strecke
zuverlässiger.


-ras

--
Ralph A. Schmid
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/ http://www.mygargoyles.net/

Wolfgang Kynast

unread,
Sep 4, 2017, 8:45:18 AM9/4/17
to
On Mon, 04 Sep 2017 11:59:31 +0200, "Ralph A. Schmid, dk5ras" posted:

>Ralf Gunkel <nutznetz.nos...@richtige-stellwerke.de> wrote:
>
>>Es gibt diverse Störungsszenarien die derartiges, im ersten Blick
>> unlogisches, Vorgehen nötig machen. Aber kein Grund zur Beunruhigung.
>
>Ja, ich "liebe" Bü :( Jeder, der wegkommt, macht die Strecke
>zuverlässiger.

Das ist schon richtig. Allerdings nimmt man damit der Evolution auch
eine Chance, untaugliche Autofahrer auszusortieren.


Schöne Grüße,
Wolfgang

Vorsicht: Posting kann auch unmarkierte Witze, Ironie, Sarkasmus o.ä. enthalten!

Ralf Gunkel

unread,
Sep 4, 2017, 11:07:16 AM9/4/17
to
Am 04.09.17 11:59, schrieb Ralph A. Schmid, dk5ras:
>Ralf Gunkel <nutznetz.nos...@richtige-stellwerke.de> wrote:
>
>>Es gibt diverse Störungsszenarien die derartiges, im ersten Blick
>> unlogisches, Vorgehen nötig machen. Aber kein Grund zur Beunruhigung.
>
>Ja, ich "liebe" Bü :( Jeder, der wegkommt, macht die Strecke
>zuverlässiger.
>
Um 2000 herum gab es mal die Parole dass bis 2015 (oder 2020?) alle Bü durch
Brücken bzw. Unterführungen ersetzt oder geschlossen werden.
Naja... das waren wohl feuchte Wunschträume im Fieberwahn.

Aber mir sind die liebsten Bü auch diejenigen die dem Kollegen vom
konstruktiven Ingenieurbau zugeordnet sind. Die verursachen meist nur beim
Bau LST Probleme (Baufeldfreimachung) und dann hat man seeeeehr lange Ruhe.
:-)

Gruß Ralf
--
"Sicherungstechnik ist gelebte Paranoia. Und das ist gut so." Dirk Möbius in
deb*

Ulf.K...@web.de

unread,
Sep 4, 2017, 11:13:51 AM9/4/17
to
Am Montag, 4. September 2017 17:07:16 UTC+2 schrieb Ralf Gunkel:

> feuchte Wunschträume

Er kann's nicht Lasen. Onaniert Gunkel beim Posten?

Ralf Gunkel

unread,
Sep 4, 2017, 11:21:42 AM9/4/17
to
Am 04.09.17 17:13, schrieb Ulf.K...@web.de:
>Am Montag, 4. September 2017 17:07:16 UTC+2 schrieb Ralf Gunkel:
>
>> feuchte Wunschträume
>
>Er kann's nicht Lasen. Onaniert Gunkel beim Posten?

Dummschwätzender Quotenmarder.
Lese er den Kontext oder lass deine fummen Bemerkungen.
Eher habe ich bei dir den Verdacht dass du immer was suchst an dem du dich
aufzugeilen suchst.

Verdünnisuiere er sich wenn er nichts sinnvolles beizutragen hat.

Wolfgang Kynast

unread,
Sep 4, 2017, 12:48:40 PM9/4/17
to
On Mon, 4 Sep 2017 08:13:50 -0700 (PDT), "Ulf.K...@web.de" posted:

>Am Montag, 4. September 2017 17:07:16 UTC+2 schrieb Ralf Gunkel:
>
>> feuchte Wunschträume
>
>Er kann's nicht Lasen. Onaniert Gunkel beim Posten?

Du brauchst dringend einen Facharzt.

Ralf Gunkel

unread,
Sep 4, 2017, 1:17:12 PM9/4/17
to
Am 04.09.17 18:48, schrieb Wolfgang Kynast:
Im Gemeindegebiet des südlichen Ende der S7 der S-Bahn Rhein-Main gibt es
entsprechende Hilfe.


Gruß Ralf
--
"Sicherungsdatei ist gelebte Paranoia. Und das ist gut so." Dirk Möbius in
deb*

Ralf Gunkel

unread,
Sep 4, 2017, 1:18:40 PM9/4/17
to
Am 04.09.17 14:45, schrieb Wolfgang Kynast:
>On Mon, 04 Sep 2017 11:59:31 +0200, "Ralph A. Schmid, dk5ras" posted:
>
>>Ralf Gunkel <nutznetz.nos...@richtige-stellwerke.de> wrote:
>>
>>>Es gibt diverse Störungsszenarien die derartiges, im ersten Blick
>>> unlogisches, Vorgehen nötig machen. Aber kein Grund zur Beunruhigung.
>>
>>Ja, ich "liebe" Bü :( Jeder, der wegkommt, macht die Strecke
>>zuverlässiger.
>
>Das ist schon richtig. Allerdings nimmt man damit der Evolution auch
>eine Chance, untaugliche Autofahrer auszusortieren.
>
Nur bedingt.
Niedrige Brücken erkennen oder die Spur halten kann auch nicht jeder.

Volker Borchert

unread,
Sep 4, 2017, 2:10:07 PM9/4/17
to
Ralph A. Schmid, dk5ras wrote:
> Ralf Gunkel <nutznetz.nos...@richtige-stellwerke.de> wrote:
>
> >Es gibt diverse Störungsszenarien die derartiges, im ersten Blick
> > unlogisches, Vorgehen nötig machen. Aber kein Grund zur Beunruhigung.
>
> Ja, ich "liebe" Bü :( Jeder, der wegkommt, macht die Strecke
> zuverlässiger.

Es würde genügen, dem Andreaskreuz endlich die in der STVO
vorgesehene und mir seinerzeit in der Fahrschule auch so
eingebläute Bedeutung "Schienenfahrzeuge haben Vorrang" zu
verschaffen und die Gefährdungshaftung der Bahn im Falle
dessen Vorhandenseins wenigstens erheblich abzuschwächen.

--

"I'm a doctor, not a mechanic." Dr Leonard McCoy <mc...@ncc1701.starfleet.fed>
"I'm a mechanic, not a doctor." Volker Borchert <v_bor...@despammed.com>

Volker Borchert

unread,
Sep 4, 2017, 2:10:09 PM9/4/17
to
Ralf Gunkel wrote:

> Aber mir sind die liebsten Bü auch diejenigen die dem Kollegen vom
> konstruktiven Ingenieurbau zugeordnet sind. Die verursachen meist nur beim
> Bau LST Probleme (Baufeldfreimachung) und dann hat man seeeeehr lange Ruhe.

FSVO "seeeeehr lange": bis der Spannbeton verrottet ist.

Ralf Gunkel

unread,
Sep 4, 2017, 2:43:58 PM9/4/17
to
Am 04.09.17 19:24, schrieb v_bor...@despammed.com:
>Ralf Gunkel wrote:
>
>> Aber mir sind die liebsten Bü auch diejenigen die dem Kollegen vom
>> konstruktiven Ingenieurbau zugeordnet sind. Die verursachen meist nur beim
>> Bau LST Probleme (Baufeldfreimachung) und dann hat man seeeeehr lange Ruhe.
>
>FSVO "seeeeehr lange": bis der Spannbeton verrottet ist.
>
Ähm ja. :-D

Dann ist LST mit der La Stelle und Kabel zur nächsten Baufeldfreimachung
dabei.
Bei "richtigen Brücken" [tm] irgendwo bei 100 Jahren. Bei Spannbeton
irgendwas ab 25 Jahre da ursprüngluch für 100 Jahre (übliche angesetzte
Brückennutzungsdauer) geplant.


Gruß Ralf
--
"Sicherungsdatei ist gelebte Paranoia. Und das ist gut so." Dirk Möbius in
deb*

Henning Koch

unread,
Sep 4, 2017, 5:29:12 PM9/4/17
to
On 4 Sep 2017 17:21:12 GMT, Volker Borchert wrote:

>Ralph A. Schmid, dk5ras wrote:
>> Ralf Gunkel <nutznetz.nos...@richtige-stellwerke.de> wrote:
>>
>> >Es gibt diverse Störungsszenarien die derartiges, im ersten Blick
>> > unlogisches, Vorgehen nötig machen. Aber kein Grund zur Beunruhigung.
>>
>> Ja, ich "liebe" Bü :( Jeder, der wegkommt, macht die Strecke
>> zuverlässiger.
>
>Es würde genügen, dem Andreaskreuz endlich die in der STVO
>vorgesehene und mir seinerzeit in der Fahrschule auch so
>eingebläute Bedeutung "Schienenfahrzeuge haben Vorrang" zu
>verschaffen und die Gefährdungshaftung der Bahn im Falle
>dessen Vorhandenseins wenigstens erheblich abzuschwächen.

Damit also die Bahn auch bei gestörter technischer Sicherung mit
voller Streckengeschwindigkeit durchfahren darf, und der Teilnehmer am
Straßenverkehr das volle Risiko dafür übernimmt?

Eine so gefährliche Eisenbahn gehörte unverzüglich verboten...

Johann Mayerwieser

unread,
Sep 4, 2017, 6:45:29 PM9/4/17
to
Das sind die feuchten Träume bestimmter Personen, die aber vergessen,
dass bei technisch gesicherten Eisenbahnkreuzungen die von der Bahn
gefahrenen Geschwindigkeiten oft, sehr oft oder meist nicht mit den
Sichträumen zusammen passen, sodass der Autofahrer dann gar nicht die
Möglichkeit hat, den Zug rechtzeitig zu erkennen.

Ralf Gunkel

unread,
Sep 4, 2017, 11:32:05 PM9/4/17
to
Am 04.09.17 23:29, schrieb Henning Koch:
Nein. Dass Andreaskreuze an nicht technisch gesicherten Bü einer
Strassenkreuzung mit Stoppschild gleich angesehen wird.

Und man nicht in Bü einfährt wenn man diese nicht räumen kann und man bei
techn. gesicherten Bü das Rotlicht nicht nur als unverbindliche Empfehlung
betrachtet.

Tobias Nicht

unread,
Sep 5, 2017, 3:15:32 AM9/5/17
to
On 5 Sep 2017 03:32:04 GMT, Ralf Gunkel
<nutznetz.nos...@richtige-stellwerke.de> wrote:


>Nein. Dass Andreaskreuze an nicht technisch gesicherten Bü einer
> Strassenkreuzung mit Stoppschild gleich angesehen wird.
>
>Und man nicht in Bü einfährt wenn man diese nicht räumen kann und man bei
> techn. gesicherten Bü das Rotlicht nicht nur als unverbindliche Empfehlung
> betrachtet.

Gut in anderen Ländern wird auf das Andreaskreuz oder 5 Meter avor ein
Stoppschild gesetzt. Das hilft aber genausowenig.
Ich weiss nicht ob es sinvoll ist Bü, an welchen die StVo besonders
oft missachtet wird temporär mit Kameras zu überwachen und rigeros die
Übeltäter anzzuzeigen. Laut Datenschutz geht das wohl nicht.

Gruß Tobias

Ralf Gunkel

unread,
Sep 5, 2017, 3:17:52 AM9/5/17
to
Am 05.09.17 09:15, schrieb Tobias Nicht:
>On 5 Sep 2017 03:32:04 GMT, Ralf Gunkel
><nutznetz.nos...@richtige-stellwerke.de> wrote:
>
>
>>Nein. Dass Andreaskreuze an nicht technisch gesicherten Bü einer
>> Strassenkreuzung mit Stoppschild gleich angesehen wird.

In Österreich sah ich gefühlt mehr Disziplin am Andreaskreuz plus Stoppt

>>
>>Und man nicht in Bü einfährt wenn man diese nicht räumen kann und man bei
>> techn. gesicherten Bü das Rotlicht nicht nur als unverbindliche Empfehlung
>> betrachtet.
>
>Gut in anderen Ländern wird auf das Andreaskreuz oder 5 Meter avor ein
>Stoppschild gesetzt. Das hilft aber genausowenig.
>Ich weiss nicht ob es sinvoll ist Bü, an welchen die StVo besonders
>oft missachtet wird temporär mit Kameras zu überwachen und rigeros die
>Übeltäter anzzuzeigen. Laut Datenschutz geht das wohl nicht.
>

Blitzer Bü wäre mal was.


Gruß Ralf
--
"Sicherungstechnik ist gelebte Paranoia. Und das ist gut so." Dirk Möbius in
deb*

Ulf.K...@web.de

unread,
Sep 5, 2017, 4:23:45 AM9/5/17
to

Ulf.K...@web.de

unread,
Sep 5, 2017, 4:24:39 AM9/5/17
to
Am Montag, 4. September 2017 17:21:42 UTC+2 schrieb Ralf Gunkel:

> aufzugeilen

Irgendwoher muß Deine ekelhaft sexualisierte
Schreibe ja kommen.

Ralf Gunkel

unread,
Sep 5, 2017, 4:35:12 AM9/5/17
to
Am 05.09.17 10:24, schrieb Ulf.K...@web.de:
Du bist halt nur primitiv und ohne Lebenskenntnis

Aber schwafel ruhig weiter.

Ulf.K...@web.de

unread,
Sep 5, 2017, 4:37:18 AM9/5/17
to
Am Dienstag, 5. September 2017 10:35:12 UTC+2 rotzte Ralf Gunkel:

> >Irgendwoher muß Deine ekelhaft sexualisierte
> >Schreibe ja kommen.
>
> Du bist halt nur primitiv

Und Du der Kaiser von China.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 5, 2017, 5:31:13 AM9/5/17
to
Ralf Gunkel <nutznetz.nos...@richtige-stellwerke.de> wrote:

>Dummschwätzender Quotenmarder.

Noch net mal ignorieren, den Typen...

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 5, 2017, 5:31:53 AM9/5/17
to
Ralf Gunkel <nutznetz.nos...@richtige-stellwerke.de> wrote:

>Um 2000 herum gab es mal die Parole dass bis 2015 (oder 2020?) alle Bü durch
> Brücken bzw. Unterführungen ersetzt oder geschlossen werden.
>Naja... das waren wohl feuchte Wunschträume im Fieberwahn.

Dennoch finde ich es gut, daß viele nun wech sind. An meiner täglichen
S-Bahn-Strecke wird das auch kommen, wenn die überall ausgebaut ist.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 5, 2017, 5:36:04 AM9/5/17
to
Tobias Nicht <nurs...@arcor.de> wrote:

>Ich weiss nicht ob es sinvoll ist Bü, an welchen die StVo besonders
>oft missachtet wird temporär mit Kameras zu überwachen und rigeros die
>Übeltäter anzzuzeigen. Laut Datenschutz geht das wohl nicht.

Ich latsche zweimal pro Arbeitstag an einem Bü rüber, der Andreaskreuz
und rotes Blinklicht hat. Nachdem ich paarmal welche gesehen habe, die
da einfach noch knapp vor dem Zug rüberfahren, habe ich einen
Autofahrer angehalten und ziemlich schräg von der Seite angeredet, und
in einem Fall mit Zeugenaussage zu dreistelligem Bußgeld und autolosem
Quartal beigetragen. Ob es Zufall ist, daß ich seit paar Jahren derlei
da nicht mehr gesehen habe, oder ob es sich rumgesprochen hat?

Ralf Gunkel

unread,
Sep 5, 2017, 5:37:49 AM9/5/17
to
Am 05.09.17 11:31, schrieb Ralph A. Schmid, dk5ras:
>Ralf Gunkel <nutznetz.nos...@richtige-stellwerke.de> wrote:
>
>>Um 2000 herum gab es mal die Parole dass bis 2015 (oder 2020?) alle Bü durch
>> Brücken bzw. Unterführungen ersetzt oder geschlossen werden.
>>Naja... das waren wohl feuchte Wunschträume im Fieberwahn.
>
>Dennoch finde ich es gut, daß viele nun wech sind. An meiner täglichen
>S-Bahn-Strecke wird das auch kommen, wenn die überall ausgebaut ist.
>
100%
In der Generierung techn. Störungen sind Brückenbauwerke recht sparsam.

Eher funktionieren die (irgendwo im 100 jährigen Zeitfenster) nach dem "Hop
oder top" Prinzip.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 5, 2017, 5:40:36 AM9/5/17
to
Ralf Gunkel <nutznetz.nos...@richtige-stellwerke.de> wrote:

>Blitzer Bü wäre mal was.

Definitiv. Mir unverständlich, warum es da nix gibt.

Tobias Nicht

unread,
Sep 5, 2017, 6:05:48 AM9/5/17
to
On Tue, 05 Sep 2017 11:40:36 +0200, "Ralph A. Schmid, dk5ras"
<ra...@schmid.xxx> wrote:

>Ralf Gunkel <nutznetz.nos...@richtige-stellwerke.de> wrote:
>
>>Blitzer Bü wäre mal was.
>
>Definitiv. Mir unverständlich, warum es da nix gibt.
>
Das Thema hatten wir doch schon mal vor 7 oder 8 Jahren. Da hatte doch
einer ne Hubschrauberüberwachung vorgeschlagen.
Vermutlich passiert zu wenig. Subjektiv zähle ich mehr Gleislatscher
als Rotfahrer am BÜ.

Gruß Tobias

Markus Koßmann

unread,
Sep 5, 2017, 6:57:40 AM9/5/17
to
Ralf Gunkel wrote:

> 100%
> In der Generierung techn. Störungen sind Brückenbauwerke recht sparsam.
Die wesentliche Ausnahmne sind typischerweise LKW-Fahrer, die über die Höhe
ihres Fahrzeugs inclusive Ladung nicht Bescheid wissen und an der Brücke
"hängenbleiben"

Holger Koetting

unread,
Sep 5, 2017, 7:17:42 AM9/5/17
to
Markus =?UTF-8?B?S2/Dn21hbm4=?= wrote:
> Die wesentliche Ausnahmne sind typischerweise LKW-Fahrer, die über die Höhe
> ihres Fahrzeugs inclusive Ladung nicht Bescheid wissen und an der Brücke
> "hängenbleiben"

Das Problem läßt sich üblicherweise mit einem vorgelagerten
Anprallschutz abfedern.

Gruß,

Holger K. aus D.

--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!

E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.strassenbahn-darmstadt.de

Marc Haber

unread,
Sep 5, 2017, 7:32:33 AM9/5/17
to
Willkommen im 21sten Jahrhundert. "Feuchter Wunschtraum" ist nun
wirklich seit 40 Jahren ein salonfähiger Begriff.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Ulf.K...@web.de

unread,
Sep 5, 2017, 8:00:31 AM9/5/17
to
Am Dienstag, 5. September 2017 11:31:13 UTC+2 ralfte Ralph A. Schmid, dk5ras:

> Noch net [...]

Du reihst Dich ein...

Ulf.K...@web.de

unread,
Sep 5, 2017, 8:02:22 AM9/5/17
to
Am Dienstag, 5. September 2017 13:32:33 UTC+2 schrieb Marc Haber:
> Ul[...]de wrote:
> >Am Montag, 4. September 2017 17:21:42 UTC+2 schrieb Ralf Gunkel:
> >
> >> aufzugeilen
> >
> >Irgendwoher muß Deine ekelhaft sexualisierte
> >Schreibe ja kommen.
>
> Willkommen im 21sten Jahrhundert. "Feuchter Wunschtraum" ist nun
> wirklich seit 40 Jahren ein salonfähiger Begriff.

In meinem Elternhaus gälte so etwas nicht
annähernd als stubenrein.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 5, 2017, 8:32:33 AM9/5/17
to
Ralf Gunkel <nutznetz.nos...@richtige-stellwerke.de> wrote:

>>Dennoch finde ich es gut, daß viele nun wech sind. An meiner täglichen
>>S-Bahn-Strecke wird das auch kommen, wenn die überall ausgebaut ist.
>>
>100%
>In der Generierung techn. Störungen sind Brückenbauwerke recht sparsam.

Ja, die beiden Bü bei Vach sind immer wieder für Störungen gut :(
Derzeit nur getoppt von Störungen durch große, meist gelbe
Kabelsuchgeräte *grrr*

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 5, 2017, 8:35:17 AM9/5/17
to
Tobias Nicht <nurs...@arcor.de> wrote:

>Vermutlich passiert zu wenig. Subjektiv zähle ich mehr Gleislatscher
>als Rotfahrer am BÜ.

Das sowieso. Der Jogger letztens wurde dann auch noch beleidigend, als
ich ihn zugegeben etwas unwirsch darauf ansprach. Die kapieren es
einfach nicht, daß sie mir zwar als Mensch eher egal sind (klingt
böse, is' aber so), ich jedoch keinen Bock habe, 2h in Ebermannstadt
festzusitzen wegen Streckensperrung durch so einen Deppen.

Schorsch

unread,
Sep 5, 2017, 8:59:20 AM9/5/17
to
Kannst Du nicht lesen? Er schrieb nicht von "Stuben" sondern von
"Salons". ;_)

Am "feuchten Wunschtraum" habe ich nur auszusetzen, das da kein "Wunsch"
reingehört. "Feuchter Traum" tut es völlig,

SCNR
Schorsch

Ralf Gunkel

unread,
Sep 5, 2017, 9:38:33 AM9/5/17
to
Am 05.09.17 14:59, schrieb Schorsch:
...
>
>Am "feuchten Wunschtraum" habe ich nur auszusetzen, das da kein "Wunsch"
>reingehört. "Feuchter Traum" tut es völlig,
>
>SCNR
>Schorsch

Da die Planer meist älterem Semesters sind ist da schon eher der Wunsch
danach angesagt

SCNR2

Ulf.K...@web.de

unread,
Sep 5, 2017, 9:53:34 AM9/5/17
to
Am Dienstag, 5. September 2017 14:59:20 UTC+2 schrieb Schorsch:

> > In meinem Elternhaus gälte so etwas nicht
> > annähernd als stubenrein.
> >
>
> Kannst Du nicht lesen? Er schrieb nicht von "Stuben" sondern von
> "Salons". ;_)

Ja, geht klar.

https://www.openthesaurus.de/synonyme/edit/2557

Wer und was nicht stubenrein ist, taugt für den Salon...

Wolfgang Kynast

unread,
Sep 5, 2017, 12:34:16 PM9/5/17
to
On Tue, 5 Sep 2017 01:23:45 -0700 (PDT), "Ulf.K...@web.de" posted:

>Am Montag, 4. September 2017 18:48:40 UTC+2 schrieb Wolfgang Kynast über sich nach einem Blick in den Spiegel:

Mei, du bist ja ein richtiger Held. Maulheld, um genau zu sein.
Wenn es jetzt noch mit einem RL klappen würde ...


Mit der Ihnen gebührenden Hochachtung!

Wolfgang Kynast

unread,
Sep 5, 2017, 12:38:22 PM9/5/17
to
On Tue, 05 Sep 2017 09:15:30 +0200, "Tobias Nicht" posted:
Das sollte schon gehen, wenn Gemeinde oder Polizei da einen
Kamerawagen hinstellt. Nur eine fest installierte Kamera ist wohl
problematisch. Obwohl: bei Ampeln werden ja auch Rotlichtblitzer
eingesetzt. Also fehlt hier eher der politische Wille.

--
Schöne Grüße,
Wolfgang

Volker Borchert

unread,
Sep 5, 2017, 1:10:10 PM9/5/17
to
Ralf Gunkel wrote:
> Am 04.09.17 23:29, schrieb Henning Koch:
> >On 4 Sep 2017 17:21:12 GMT, Volker Borchert wrote:
> >
> >>
> >>Es würde genügen, dem Andreaskreuz endlich die in der STVO
> >>vorgesehene und mir seinerzeit in der Fahrschule auch so
> >>eingebläute Bedeutung "Schienenfahrzeuge haben Vorrang" zu
> >>verschaffen und die Gefährdungshaftung der Bahn im Falle
> >>dessen Vorhandenseins wenigstens erheblich abzuschwächen.
> >
> >Damit also die Bahn auch bei gestörter technischer Sicherung mit
> >voller Streckengeschwindigkeit durchfahren darf, und der Teilnehmer am
> >Straßenverkehr das volle Risiko dafür übernimmt?
>
> Nein. Dass Andreaskreuze an nicht technisch gesicherten Bü einer
> Strassenkreuzung mit Stoppschild gleich angesehen wird.

Der "Vorrang" am Andreaskreuz ist stärker als die "Vorfahrt" am
Stoppschild.

> Und man nicht in Bü einfährt wenn man diese nicht räumen kann und man bei
> techn. gesicherten Bü das Rotlicht nicht nur als unverbindliche Empfehlung
> betrachtet.

Und vor allem: Daß dunkles Rotlicht und offene Schranke keineswegs
freie Fahrt garantieren, sondern wie ein ungesicherter Übergang zu
beachten sind.

--

"I'm a doctor, not a mechanic." Dr Leonard McCoy <mc...@ncc1701.starfleet.fed>
"I'm a mechanic, not a doctor." Volker Borchert <v_bor...@despammed.com>

Volker Borchert

unread,
Sep 5, 2017, 1:10:10 PM9/5/17
to
Rotlichtblitzer an Wechsellichtzeichenanlagen sind offensichtlich nicht
datenschutzwidrig. Und selbst wenn - zwei Polizisten, die sich reihum
an verschiedenen Bahnübergängen in einem Wohnwagen im Gebüsch postieren,
würden sich über die 360 Tagessätze wegen vorsätzlichen gefährlichen
Eingriffs in den Schienenverkehr und die Erlöse aus der Versteigerung
der Tatwerkzeuge zugunsten der Staatskasse sehr schnell amortisieren.

Marc Haber

unread,
Sep 5, 2017, 1:22:29 PM9/5/17
to
v_bor...@despammed.com (Volker Borchert) wrote:
>Und vor allem: Daß dunkles Rotlicht und offene Schranke keineswegs
>freie Fahrt garantieren, sondern wie ein ungesicherter Übergang zu
>beachten sind.

Das halte ich übrigens für einen Designfehler. Die bahnseitige Technik
ist sicher ausgeführt, dass es mit verhältnismäßig kleinem Aufwand
möglich sein sollte, dem Autofahrer ein "BÜ ist zertifiziert frei,
kannst fahren" zu signalisieren.

Das ist nämlich der Unterschied zur Verkehrsampel: Dort sind auch
immer vorfahrtsregelnde Zeichen angebracht; "grün" sagt aber "kannst
fahren", während offene Schranke und nicht brennendes Rotlicht nur auf
"Andreaskreuz gilt, musst gucken und bist im Zweifel schuld+platt"
zurückfällt.

frank paulsen

unread,
Sep 5, 2017, 1:27:07 PM9/5/17
to
v_bor...@despammed.com (Volker Borchert) writes:

> Und vor allem: Daß dunkles Rotlicht und offene Schranke keineswegs
> freie Fahrt garantieren, sondern wie ein ungesicherter Übergang zu
> beachten sind.

das waere nur dann nuetzlich, wenn auch sichergestellt waere, dass
entsprechend der streckengeschwindigkeit sichtdreiecke freigehalten
werden. viel spass bei uebergaengen, die mit 160km/h befahren werden.

ps: es gibt keine ungesicherten uebergaenge. aber das weiss natuerlich
jeder, der ein andreaskreuz kennt.
--
frobnicate foo

Ralf Gunkel

unread,
Sep 5, 2017, 1:30:08 PM9/5/17
to
Am 05.09.17 18:56, schrieb v_bor...@despammed.com:
>Tobias Nicht wrote:
>> On 5 Sep 2017 03:32:04 GMT, Ralf Gunkel
>> <nutznetz.nos...@richtige-stellwerke.de> wrote:
>>
>>
>> >Nein. Dass Andreaskreuze an nicht technisch gesicherten Bü einer
>> > Strassenkreuzung mit Stoppschild gleich angesehen wird.
>> >
>> >Und man nicht in Bü einfährt wenn man diese nicht räumen kann und man bei
>> > techn. gesicherten Bü das Rotlicht nicht nur als unverbindliche Empfehlung
>> > betrachtet.
>>
>> Gut in anderen Ländern wird auf das Andreaskreuz oder 5 Meter avor ein
>> Stoppschild gesetzt. Das hilft aber genausowenig.
>> Ich weiss nicht ob es sinvoll ist Bü, an welchen die StVo besonders
>> oft missachtet wird temporär mit Kameras zu überwachen und rigeros die
>> Übeltäter anzzuzeigen. Laut Datenschutz geht das wohl nicht.
>
>Rotlichtblitzer an Wechsellichtzeichenanlagen sind offensichtlich nicht
>datenschutzwidrig. Und selbst wenn - zwei Polizisten, die sich reihum
>an verschiedenen Bahnübergängen in einem Wohnwagen im Gebüsch postieren,
>würden sich über die 360 Tagessätze wegen vorsätzlichen gefährlichen
>Eingriffs in den Schienenverkehr und die Erlöse aus der Versteigerung
>der Tatwerkzeuge zugunsten der Staatskasse sehr schnell amortisieren.
>
Im benachbarten Bezirk hatte man das Problem mit sehr undisziplinerten
Verkehrsteilnehmern.
Die Bahn- / Bundespolizisten durften sich, warum auch immer, im Gegensatz zu
bisweilen gut getarnten Rotlicht- oder Geschwindigkeitsblitzern nicht "auf
die Lauer legen".
Wen wundert es dass bei gut öffentlichen sichtbar platzierten Dienstfahrzeug
und Personal keiner das Rotlicht misachtete.


Gruß Ralf
--
"Sicherungsdatei ist gelebte Paranoia. Und das ist gut so." Dirk Möbius in
deb*

Volker Borchert

unread,
Sep 5, 2017, 2:10:10 PM9/5/17
to
Ralph A. Schmid, dk5ras wrote:

> Ich latsche zweimal pro Arbeitstag an einem Bü rüber, der Andreaskreuz
> und rotes Blinklicht hat. Nachdem ich paarmal welche gesehen habe, die
> da einfach noch knapp vor dem Zug rüberfahren, habe ich einen
> Autofahrer angehalten und ziemlich schräg von der Seite angeredet, und
> in einem Fall mit Zeugenaussage zu dreistelligem Bußgeld und autolosem
> Quartal beigetragen.

Wieso nur das? Das ist doch vorsätzlicher gefährlicher Eingriff in
den Schienenverkehr §315 StGB und kostet $TAGESSÄTZE oder bis zu
fünf Jahre Ferien in Sankt Adelheim oder Sankt Ammheim und natürlich
Einziehung der Tatwaffe zugunsten der Staatskasse?

Durch die vom Zugführer (oder wie auch immer der im Fahrerraum sich
Befindende genau betitelt ist ;-) ausgelöste Schnellbremsung wird
doch "Leib und Leben anderer", nämlich der Fahrgäste, die deswegen
stolpern oder stürzen, gefährdet?!

Holger Koetting

unread,
Sep 5, 2017, 3:18:56 PM9/5/17
to
Wolfgang Kynast wrote:
> problematisch. Obwohl: bei Ampeln werden ja auch Rotlichtblitzer
> eingesetzt. Also fehlt hier eher der politische Wille.

Das ist mit Sicherheit auch eine Frage der Risikoabwägung. So
ein Blitzer kann die unangenehme Nebenwirkung haben, daß der
betroffene Sünder das Ding "plötzlich" bemerkt und zwecks
(angenommener) Strafminderung bzw. aus rein intuitivem
Verhalten voll in die Eisen steigt und dann auf den Gleisen
steht statt den Bü zu räumen. Womit die Gefahr einer
Kollision größer und wahrscheinlicher wird.

Holger Koetting

unread,
Sep 5, 2017, 3:23:43 PM9/5/17
to
Marc Haber wrote:
> Das halte ich übrigens für einen Designfehler. Die bahnseitige Technik
> ist sicher ausgeführt, dass es mit verhältnismäßig kleinem Aufwand
> möglich sein sollte, dem Autofahrer ein "BÜ ist zertifiziert frei,
> kannst fahren" zu signalisieren.

Äh, nein. Du kannst lediglich signalisieren, daß der Bü
funktionsbereit ist (was einige Länder mit weißem Blinklicht
machen, z. B. Belgien - aber unabhängig davon fahren dort die
Autofahrer genauso drüber, wenn das Blinklicht nicht geht),
aber daraus kannst Du nicht ableiten, daß kein Zug kommt. Im
schlechtesten Fall könnte irgendein böser Bube schließlich
den Einschaltkontakt abbauen und neben dem Gleis plazieren.

Gruß,

Holger K. aus d.

Ralf Gunkel

unread,
Sep 5, 2017, 3:41:48 PM9/5/17
to
Am 05.09.17 21:24, schrieb Holger Koetting:
>Marc Haber wrote:
>> Das halte ich übrigens für einen Designfehler. Die bahnseitige Technik
>> ist sicher ausgeführt, dass es mit verhältnismäßig kleinem Aufwand
>> möglich sein sollte, dem Autofahrer ein "BÜ ist zertifiziert frei,
>> kannst fahren" zu signalisieren.
>
>Äh, nein. Du kannst lediglich signalisieren, daß der Bü
>funktionsbereit ist (was einige Länder mit weißem Blinklicht
>machen, z. B. Belgien - aber unabhängig davon fahren dort die
>Autofahrer genauso drüber, wenn das Blinklicht nicht geht),
>aber daraus kannst Du nicht ableiten, daß kein Zug kommt. Im
>schlechtesten Fall könnte irgendein böser Bube schließlich
>den Einschaltkontakt abbauen und neben dem Gleis plazieren.
>

Jein. Ich konnte bisher nie einen Einschaltkontakt abbauen / auswechseln
ohne einen Kollegen zu brauchen der dafür sorgt dass der Bü nicht in den
Rückfallmidus geht und sich einschaltet.

Bei Lo / Üs vielleicht aber da wird dann keine Einschaltung kommen und das
Bü 0 zwingt den Tf zum Anhalten.

Wobei ich persönlich für diese Meldung der Betriebsbereitschaft wäre.

Henning Koch

unread,
Sep 5, 2017, 4:16:12 PM9/5/17
to
On Tue, 05 Sep 2017 19:22:28 +0200, Marc Haber wrote:

>Das halte ich übrigens für einen Designfehler. Die bahnseitige Technik
>ist sicher ausgeführt, dass es mit verhältnismäßig kleinem Aufwand
>möglich sein sollte, dem Autofahrer ein "BÜ ist zertifiziert frei,
>kannst fahren" zu signalisieren.

welchen Vorteil sollte das bringen?

>Das ist nämlich der Unterschied zur Verkehrsampel: Dort sind auch
>immer vorfahrtsregelnde Zeichen angebracht; "grün" sagt aber "kannst
>fahren", während offene Schranke und nicht brennendes Rotlicht nur auf
>"Andreaskreuz gilt, musst gucken und bist im Zweifel schuld+platt"
>zurückfällt.

nein, offene Schranke und nicht leuchtende Lichtzeichen bedeuten "Wenn
jetzt ein Zug kommt, dann hält er vor dem BÜ und gibt Laut. Das musst
du dann erkennen und dann anhalten!".

Ich finde diese Regelung ziemlich sinnvoll.

Henning Koch

unread,
Sep 5, 2017, 4:19:47 PM9/5/17
to
On 5 Sep 2017 16:56:55 GMT, Volker Borchert wrote:

>Rotlichtblitzer an Wechsellichtzeichenanlagen sind offensichtlich nicht
>datenschutzwidrig. Und selbst wenn - zwei Polizisten, die sich reihum
>an verschiedenen Bahnübergängen in einem Wohnwagen im Gebüsch postieren,
>würden sich über die 360 Tagessätze wegen vorsätzlichen gefährlichen
>Eingriffs in den Schienenverkehr und die Erlöse aus der Versteigerung
>der Tatwerkzeuge zugunsten der Staatskasse sehr schnell amortisieren.

für den Vorsatz brauchst du ein "mir doch egal ob das jetzt passt oder
nicht und ob der Zug jetzt bremst und dann im Zug jemandem was
passiert, ich fahr jetzt drüber und fertig!" (und zwar nicht nur
unterstellt, sondern zumindestens den Richter überzeugend)

In der Praxis dürfte es sich überwiegend um ein "ach, das schaff ich
doch locker noch, da passiert niemandem was!", in Verbindung mit "was,
im Zug? Da hab ich ja garnicht dran gedacht, dass da jemand im Zug was
passiert, und der hätte doch auch garnicht bremsen brauchen, dachte
ich!" handeln. Das ist aber 'nur' fahrlässig.

Henning Koch

unread,
Sep 5, 2017, 4:21:05 PM9/5/17
to
On Tue, 05 Sep 2017 21:19:50 +0200, Holger Koetting wrote:

>Das ist mit Sicherheit auch eine Frage der Risikoabwägung. So
>ein Blitzer kann die unangenehme Nebenwirkung haben, daß der
>betroffene Sünder das Ding "plötzlich" bemerkt und zwecks
>(angenommener) Strafminderung bzw. aus rein intuitivem
>Verhalten voll in die Eisen steigt und dann auf den Gleisen
>steht statt den Bü zu räumen. Womit die Gefahr einer
>Kollision größer und wahrscheinlicher wird.

falls man das wirklich als ernstes Problem betrachten würde:

Blitzer im nicht sichtbaren Spektrum existieren, werden z.B. in
Tunneln verwendet.

Ralf Gunkel

unread,
Sep 5, 2017, 5:28:31 PM9/5/17
to
Am 05.09.17 22:16, schrieb Henning Koch:
>On Tue, 05 Sep 2017 19:22:28 +0200, Marc Haber wrote:
>
>>Das halte ich übrigens für einen Designfehler. Die bahnseitige Technik
>>ist sicher ausgeführt, dass es mit verhältnismäßig kleinem Aufwand
>>möglich sein sollte, dem Autofahrer ein "BÜ ist zertifiziert frei,
>>kannst fahren" zu signalisieren.
>
>welchen Vorteil sollte das bringen?

Es beruhigt und...

>
>>Das ist nämlich der Unterschied zur Verkehrsampel: Dort sind auch
>>immer vorfahrtsregelnde Zeichen angebracht; "grün" sagt aber "kannst
>>fahren", während offene Schranke und nicht brennendes Rotlicht nur auf
>>"Andreaskreuz gilt, musst gucken und bist im Zweifel schuld+platt"
>>zurückfällt.
>
>nein, offene Schranke und nicht leuchtende Lichtzeichen bedeuten "Wenn
>jetzt ein Zug kommt, dann hält er vor dem BÜ und gibt Laut. Das musst
>du dann erkennen und dann anhalten!".

... würde dann diese vollkommen richtige Aussage fester in Stein meißeln
bzw. erkennbar machen.

>
>Ich finde diese Regelung ziemlich sinnvoll.

Ich auch

Johann Mayerwieser

unread,
Sep 5, 2017, 7:35:27 PM9/5/17
to
Am Tue, 05 Sep 2017 21:19:50 +0200 schrieb Holger Koetting:

> Das ist mit Sicherheit auch eine Frage der Risikoabwägung. So ein
> Blitzer kann die unangenehme Nebenwirkung haben, daß der betroffene
> Sünder das Ding "plötzlich" bemerkt und zwecks (angenommener)
> Strafminderung bzw. aus rein intuitivem Verhalten voll in die Eisen
> steigt und dann auf den Gleisen steht statt den Bü zu räumen. Womit die
> Gefahr einer Kollision größer und wahrscheinlicher wird.

Was allerdings den unschätzbaren Vorteil hätte, dass man keine Angst mehr
haben muss, dass dieser bei Rot durch eine Straßenkreuzung fährt, wenn
man selbst gerade bei Grün unterwegs ist.

Willi Marquart

unread,
Sep 5, 2017, 11:12:13 PM9/5/17
to
Henning Koch schrieb:

>Blitzer im nicht sichtbaren Spektrum existieren, werden z.B. in
>Tunneln verwendet.

Das kann ich aus dem Rennsteigtunnel eindeutig bestätigen. Ich hatte
damals den Blitz nicht gesehen, aber das Bild war gut :-).

Gruß Willi

Volker Borchert

unread,
Sep 6, 2017, 1:10:11 AM9/6/17
to
Fahrlässig wäre, ein Rotlicht gegen die tiefstehende Sonne zu
übersehen. Grob fahrlässig wäre, ein Rotlicht wegen Daddelns
auf dem Händie zu übersehen. Eine geschlossene Halbschranke zu
umkurven ist aber so offensichtlich Vorsatz, das muß eigentlich
ohne Hauptverhandlung per Strafbefehl erledigt werden.

Volker Borchert

unread,
Sep 6, 2017, 1:10:11 AM9/6/17
to
frank paulsen wrote:
> v_bor...@despammed.com (Volker Borchert) writes:
>
> > Und vor allem: Daß dunkles Rotlicht und offene Schranke keineswegs
> > freie Fahrt garantieren, sondern wie ein ungesicherter Übergang zu
> > beachten sind.
>
> das waere nur dann nuetzlich, wenn auch sichergestellt waere, dass
> entsprechend der streckengeschwindigkeit sichtdreiecke freigehalten
> werden. viel spass bei uebergaengen, die mit 160km/h befahren werden.

Muß halt der Beifahrer aussteigen und sichern.

Andreas Barth

unread,
Sep 6, 2017, 4:11:15 AM9/6/17
to
Holger Koetting wrote:
> Wolfgang Kynast wrote:
>> problematisch. Obwohl: bei Ampeln werden ja auch Rotlichtblitzer
>> eingesetzt. Also fehlt hier eher der politische Wille.
>
> Das ist mit Sicherheit auch eine Frage der Risikoabwägung. So
> ein Blitzer kann die unangenehme Nebenwirkung haben, daß der
> betroffene Sünder das Ding "plötzlich" bemerkt und zwecks
> (angenommener) Strafminderung bzw. aus rein intuitivem
> Verhalten voll in die Eisen steigt und dann auf den Gleisen
> steht statt den Bü zu räumen. Womit die Gefahr einer
> Kollision größer und wahrscheinlicher wird.

Die Auslösung könnte ja auch erst beim Verlassen des BÜs erfolgen (bzw
die mit Blitz - man kann ja davor schonmal 2-3 Bilder ohne Blitz
machen, damit die Querung auch dokumentiert ist). Dann ist das Risiko
für solches erheblich niedriger.


Viele Grüße,
Andi

Ulf.K...@web.de

unread,
Sep 6, 2017, 6:22:57 AM9/6/17
to
Am Dienstag, 5. September 2017 18:34:16 UTC+2 maulte Wolfgang Kynast:

> Wenn es jetzt noch mit einem RL klappen würde ...

Dem Kynast steht es frei, seines hier auszubreiten.

Johann Mayerwieser

unread,
Sep 6, 2017, 8:14:29 AM9/6/17
to
Am Wed, 06 Sep 2017 04:56:01 +0000 schrieb Volker Borchert:

>> das waere nur dann nuetzlich, wenn auch sichergestellt waere, dass
>> entsprechend der streckengeschwindigkeit sichtdreiecke freigehalten
>> werden. viel spass bei uebergaengen, die mit 160km/h befahren werden.
>
> Muß halt der Beifahrer aussteigen und sichern.

Wir sind ja nicht bei der Straßenbahn und da wäre "Sichern durch
Vorgehen" bei Kreuzungen mit 160 km/h schnellen Eisenbahnkreuzungen
sicher auch nicht erlaubt gewesen.

Frank Hucklenbroich

unread,
Sep 6, 2017, 8:40:09 AM9/6/17
to
Richtig, es sei denn die Halbschranke war schon sehr lange unten, es kam
kein Zug, und der Autofahrer ging von einer defekten Schranke aus. Wie
lange "sehr lange" ist entscheidet im Zweifel der Richter, bei roten Ampeln
geht man wohl von 10 Minuten aus, nach denen man vorsichtig in die Kreuzung
einfahren darf. Bei einer geschlossenen Schranke dürfte der Zeitraum eher
länger sein. Aber da stundenlang stehen muß man auch nicht.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Sep 6, 2017, 8:40:10 AM9/6/17
to
Am Tue, 05 Sep 2017 21:24:38 +0200 schrieb Holger Koetting:

> Marc Haber wrote:
>> Das halte ich übrigens für einen Designfehler. Die bahnseitige Technik
>> ist sicher ausgeführt, dass es mit verhältnismäßig kleinem Aufwand
>> möglich sein sollte, dem Autofahrer ein "BÜ ist zertifiziert frei,
>> kannst fahren" zu signalisieren.
>
> Äh, nein. Du kannst lediglich signalisieren, daß der Bü
> funktionsbereit ist (was einige Länder mit weißem Blinklicht
> machen, z. B. Belgien - aber unabhängig davon fahren dort die
> Autofahrer genauso drüber, wenn das Blinklicht nicht geht),
> aber daraus kannst Du nicht ableiten, daß kein Zug kommt.

In Ungarn gibt es das auch. Da leuchtet ein weißes Licht am Bahnübergang
(dauerhaft, kein Blinklich), das bedeutet "Bahnübergang funktioniert". Da
ist man als fremder Autofahrer im ersten Moment erst mal irritiert, was das
bedeutet (für "Strecke frei" hätte man ja auch "grün" nehmen können).

Gr�ße,

Frank

Ralf Gunkel

unread,
Sep 6, 2017, 9:09:27 AM9/6/17
to
Am 06.09.17 10:14, schrieb Frank Hucklenbroich:
...
>>
>> Fahrlässig wäre, ein Rotlicht gegen die tiefstehende Sonne zu
>> übersehen. Grob fahrlässig wäre, ein Rotlicht wegen Daddelns
>> auf dem Händie zu übersehen. Eine geschlossene Halbschranke zu
>> umkurven ist aber so offensichtlich Vorsatz, das muß eigentlich
>> ohne Hauptverhandlung per Strafbefehl erledigt werden.
>
>Richtig, es sei denn die Halbschranke war schon sehr lange unten, es kam
>kein Zug, und der Autofahrer ging von einer defekten Schranke aus. Wie
>lange "sehr lange" ist entscheidet im Zweifel der Richter, bei roten Ampeln
>geht man wohl von 10 Minuten aus, nach denen man vorsichtig in die Kreuzung
>einfahren darf. Bei einer geschlossenen Schranke dürfte der Zeitraum eher
>länger sein. Aber da stundenlang stehen muß man auch nicht.
>
Bü mit Halbschranken werden nach aktueller Planungsrichtlin nach ca. 4
Minuten als nicht mehr ausreichend gesichert betrachtet.
Das bedeutet aber nicht dass sofort nach 4min eim Befehl geschrieben wird.
Der Gdl sitzt ja nicht mit der Stoppuhr am Platz. Nur der Planer muss
zunächst den Einschaltpunkt / Einschaltkriterium so wählen dass der Zug in
der Regel nach spätestens 4min den Bü erreicht. Das kann bei hoher
Streckengeschwindigkeit, weiter entfernt stehendem deckenden Signal (oder
Überwachungssignal) und dann noch mit einem Bahnsteig dazwischen sehr
herausfordernd werden.

Gruß Ralf
--
"Sicherungstechnik ist gelebte Paranoia. Und das ist gut so." Dirk Möbius in
deb*

Ralf Gunkel

unread,
Sep 6, 2017, 9:11:08 AM9/6/17
to
Am 06.09.17 10:09, schrieb Frank Hucklenbroich:
...
>
>In Ungarn gibt es das auch. Da leuchtet ein weißes Licht am Bahnübergang
>(dauerhaft, kein Blinklich), das bedeutet "Bahnübergang funktioniert". Da
>ist man als fremder Autofahrer im ersten Moment erst mal irritiert, was das
>bedeutet (für "Strecke frei" hätte man ja auch "grün" nehmen können).
>

Eben nicht. Da man damit das Andreaskreuz aushebeln würde.
Vgl. Strassenverkehr wo Grün das Stoppschild übertrumpft.

Stefan Reuther

unread,
Sep 6, 2017, 1:42:58 PM9/6/17
to
Die wird dem geneigten Kraftfahrer aber in der Fahrschule nicht in der
Form beigebracht.


Stefan

Stefan Reuther

unread,
Sep 6, 2017, 1:42:59 PM9/6/17
to
Am 05.09.2017 um 18:48 schrieb Volker Borchert:
> Ralf Gunkel wrote:
>> Nein. Dass Andreaskreuze an nicht technisch gesicherten Bü einer
>> Strassenkreuzung mit Stoppschild gleich angesehen wird.
>
> Der "Vorrang" am Andreaskreuz ist stärker als die "Vorfahrt" am
> Stoppschild.

Das Andreaskreuz gibt aber im Gegensatz zum Stopschild keine
Handlungsanweisung "anhalten".

Insofern wäre die (Legalisierung einer) Kombination aus Andreaskreuz und
Stopschild für besonders schwer einsehbare BÜ keine schlechte Idee.


Stefan

Stefan Reuther

unread,
Sep 6, 2017, 1:42:59 PM9/6/17
to
Am 05.09.2017 um 21:19 schrieb Holger Koetting:
> Wolfgang Kynast wrote:
>> problematisch. Obwohl: bei Ampeln werden ja auch Rotlichtblitzer
>> eingesetzt. Also fehlt hier eher der politische Wille.
>
> Das ist mit Sicherheit auch eine Frage der Risikoabwägung. So
> ein Blitzer kann die unangenehme Nebenwirkung haben, daß der
> betroffene Sünder das Ding "plötzlich" bemerkt und zwecks
> (angenommener) Strafminderung bzw. aus rein intuitivem
> Verhalten voll in die Eisen steigt und dann auf den Gleisen
> steht statt den Bü zu räumen. Womit die Gefahr einer
> Kollision größer und wahrscheinlicher wird.

Ich hab die Story glaube ich schon mal zum Besten gegeben:

BÜ "Dresden Stetzsch", Kraftfahrer kommt aus Ausfahrt auf die Straße und
sieht die roten Blinklichter, gibt Vollgas. Er sieht den Polizei-Bulli
im Gebüsch (unbesetzt, die turnten gerade wo völlig anders rum), bremst
und kommt mit Staubwolke mitten auf dem BÜ zum Stehen, wendet und rast
in Gegenrichtung davon.

Das kann passieren, wenn Kraftfahrer, BÜ und Rennleitung zusammenkommen.

Ich sehe da ja fast schon "Nichteignung zum Führen eines Kfz", aber um
sowas einzufangen, braucht's halt viel Manpower.


Stefan

Stefan Reuther

unread,
Sep 6, 2017, 1:42:59 PM9/6/17
to
Am 06.09.2017 um 06:52 schrieb Volker Borchert:
> Henning Koch wrote:
>> für den Vorsatz brauchst du ein "mir doch egal ob das jetzt passt oder
>> nicht und ob der Zug jetzt bremst und dann im Zug jemandem was
>> passiert, ich fahr jetzt drüber und fertig!" (und zwar nicht nur
>> unterstellt, sondern zumindestens den Richter überzeugend)
>>
>> In der Praxis dürfte es sich überwiegend um ein "ach, das schaff ich
>> doch locker noch, da passiert niemandem was!", in Verbindung mit "was,
>> im Zug? Da hab ich ja garnicht dran gedacht, dass da jemand im Zug was
>> passiert, und der hätte doch auch garnicht bremsen brauchen, dachte
>> ich!" handeln. Das ist aber 'nur' fahrlässig.
>
> Fahrlässig wäre, ein Rotlicht gegen die tiefstehende Sonne zu
> übersehen. Grob fahrlässig wäre, ein Rotlicht wegen Daddelns
> auf dem Händie zu übersehen. Eine geschlossene Halbschranke zu
> umkurven ist aber so offensichtlich Vorsatz, das muß eigentlich
> ohne Hauptverhandlung per Strafbefehl erledigt werden.

Das ist halt die Frage, ob wir vom Tatbestand "vorsätzliches verbotenes
Queren des Bahnübergangs" oder "vorsätzliche Gefährdung des
Bahnverkehrs" reden. Wer hinter einem stehenden Zug über das einzige
Gleis rennt, um selbigen noch zu bekommen, quert zwar illegal das Gleis,
gefährdet aber niemand.

Das ist ja an Ampeln im Straßenverkehr nicht anders.


Stefan

Henning Koch

unread,
Sep 6, 2017, 3:56:51 PM9/6/17
to
Dann wäre doch das ein sinnvoller Ansatzpunkt für eine Verbesserung!

Henning Koch

unread,
Sep 6, 2017, 4:00:19 PM9/6/17
to
On 6 Sep 2017 04:52:15 GMT, Volker Borchert wrote:

>Fahrlässig wäre, ein Rotlicht gegen die tiefstehende Sonne zu
>übersehen. Grob fahrlässig wäre, ein Rotlicht wegen Daddelns
>auf dem Händie zu übersehen.

grobe Fahrlässigkeit gibts im OWi-/Strafrecht nicht...

>Eine geschlossene Halbschranke zu
>umkurven ist aber so offensichtlich Vorsatz,

Das dürfte der Grund sein, warum sie im BKat im Abschnitt der
vorsätzlichen Taten behandelt wird.

>das muß eigentlich ohne Hauptverhandlung per Strafbefehl erledigt werden.

Bei Ordnungswidrigkeiten nennt man das aber Bußgeldbescheid.

Tobias Nicht

unread,
Sep 6, 2017, 9:04:40 PM9/6/17
to
On Wed, 6 Sep 2017 19:34:38 +0200, Stefan Reuther
Doch doch, meine Tochter hat gerade die Theorie hinter sich gebracht.
Die haben das genau so gelernt.

Gruß Tobias

Marc Haber

unread,
Sep 7, 2017, 4:15:27 AM9/7/17
to
Holger Koetting <holger....@gmx.de> wrote:
>Marc Haber wrote:
>> Das halte ich übrigens für einen Designfehler. Die bahnseitige Technik
>> ist sicher ausgeführt, dass es mit verhältnismäßig kleinem Aufwand
>> möglich sein sollte, dem Autofahrer ein "BÜ ist zertifiziert frei,
>> kannst fahren" zu signalisieren.
>
>Äh, nein. Du kannst lediglich signalisieren, daß der Bü
>funktionsbereit ist (was einige Länder mit weißem Blinklicht
>machen, z. B. Belgien - aber unabhängig davon fahren dort die
>Autofahrer genauso drüber, wenn das Blinklicht nicht geht),
>aber daraus kannst Du nicht ableiten, daß kein Zug kommt. Im
>schlechtesten Fall könnte irgendein böser Bube schließlich
>den Einschaltkontakt abbauen und neben dem Gleis plazieren.

Das ist aber bei einer Verkehrsampel genauso. Ich weiß, dass
Eisenbahns da höhere Ansprüche haben, aber an jedem Bü zu erwarten,
dsas sich jeder Autofahrer benimmt als wäre da ein Stopschild, ist
leider nicht realistisch.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Marc Haber

unread,
Sep 7, 2017, 4:16:57 AM9/7/17
to
Nach meinem Verständnis: Eben nicht. Vom Autofahrer wird erwartet,
dass er an einem Bü ohne brennendes Rotlicht damit rechnet, dass ein
Zug mit Vstrecke daherkommt.

Marc Haber

unread,
Sep 7, 2017, 4:18:51 AM9/7/17
to
Tobias Nicht <nurs...@arcor.de> wrote:
>Doch doch, meine Tochter hat gerade die Theorie hinter sich gebracht.
>Die haben das genau so gelernt.

Wenn die Kinder meiner Freunde (zu denen zähle ich Dich) Führerschein
machen, fühle ich mich alt. Mist.

Ich hab damals noch gelernt, dass man sich da rantasten muss wie an
die Sichtlinie beim negativen Vorfahrtsschild. In Blankenese und
Umgebung gibt es genau zwei Bahnübergänge mit regelmäßigem Verkehr und
zwei an einer damals noch benutzten Werksbahn, da sind wir mit der
Fahrschule _sehr_ oft längs gefahren.

Arne Johannessen

unread,
Sep 7, 2017, 4:26:15 AM9/7/17
to
Tobias Nicht said:
> On Wed, 6 Sep 2017 19:34:38 +0200, Stefan Reuther
> <stefa...@arcor.de> wrote:
>> Am 05.09.2017 um 22:16 schrieb Henning Koch:
>>>
>>> nein, offene Schranke und nicht leuchtende Lichtzeichen bedeuten "Wenn
>>> jetzt ein Zug kommt, dann hält er vor dem BÜ und gibt Laut. Das musst
>>> du dann erkennen und dann anhalten!".
>>>
>>> Ich finde diese Regelung ziemlich sinnvoll.

ACK


>> Die wird dem geneigten Kraftfahrer aber in der Fahrschule nicht in der
>> Form beigebracht.
>
> Doch doch, meine Tochter hat gerade die Theorie hinter sich gebracht.
> Die haben das genau so gelernt.

Um so besser. Wie so oft könnte das aber auch vom Ausbilder abhängen.
Ich erinnere mich leider nicht daran, was meine Fahrlehrer zum Thema
sagten, aber ich erinnere mich an die Leute. Gut möglich, dass es nicht
über "auf die Lichtzeichen am Bü kannst du dich verlassen" hinausging.


--
Arne Johannessen

Ulf.K...@web.de

unread,
Sep 7, 2017, 5:29:28 AM9/7/17
to
Moin,

Am Mittwoch, 6. September 2017 19:42:59 UTC+2 schrieb Stefan Reuther:

> Insofern wäre die (Legalisierung einer) Kombination aus Andreaskreuz und
> Stopschild für besonders schwer einsehbare BÜ keine schlechte Idee.

Ich würde allerdings befürchten, daß sich so mehr
Fahrzeuge auf dem BÜ zumindest vorübergehend
festfahren, und sei es durch Motorabwürgen
in der Wiederanfahrphase.

Gruß, ULF

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 7, 2017, 6:13:13 AM9/7/17
to
Ralf Gunkel <nutznetz.nos...@richtige-stellwerke.de> wrote:

>Wobei ich persönlich für diese Meldung der Betriebsbereitschaft wäre.

Je, kenne ich aus Ungarn, finde ich prima.


-ras

--
Ralph A. Schmid
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/

Frank Nitzschner

unread,
Sep 7, 2017, 10:50:23 AM9/7/17
to
Marc Haber schrieb:

>
> Ich hab damals noch gelernt, dass man sich da rantasten muss wie an
> die Sichtlinie beim negativen Vorfahrtsschild.
>

Ich habe in der Fahrschule noch gelernt, das auch am Wegübergang der
Vertrauensgrundsatz aufgehoben ist..
Irgendwann nach 1984 ist das aus der StVO rausgeflogen.

Grüsse
Frank

Volker Borchert

unread,
Sep 7, 2017, 1:10:16 PM9/7/17
to
Marc Haber wrote:
> Henning Koch <HKoch...@web.de> wrote:
> >On Tue, 05 Sep 2017 19:22:28 +0200, Marc Haber wrote:
> >>Das ist nämlich der Unterschied zur Verkehrsampel: Dort sind auch
> >>immer vorfahrtsregelnde Zeichen angebracht; "grün" sagt aber "kannst
> >>fahren",

Auch das gilt AFAIK nur für grüne Richtungspfeile. Bei einfachem
Grün muß man als Linksabbieger mit durchzulassendem Gegenverkehr
rechnen.

> >>während offene Schranke und nicht brennendes Rotlicht nur auf
> >>"Andreaskreuz gilt, musst gucken und bist im Zweifel schuld+platt"
> >>zurückfällt.
> >
> >nein, offene Schranke und nicht leuchtende Lichtzeichen bedeuten "Wenn
> >jetzt ein Zug kommt, dann hält er vor dem Bü und gibt Laut. Das musst
> >du dann erkennen und dann anhalten!".
>
> Nach meinem Verständnis: Eben nicht. Vom Autofahrer wird erwartet,
> dass er an einem Bü ohne brennendes Rotlicht damit rechnet, dass ein
> Zug mit Vstrecke daherkommt.

So hab ich es 1985 noch eingepaukt bekommen.

Ulf.K...@web.de

unread,
Sep 7, 2017, 1:23:49 PM9/7/17
to
Moin,

Am Donnerstag, 7. September 2017 19:10:16 UTC+2 schrieb Volker Borchert:

> > Nach meinem Verständnis: Eben nicht. Vom Autofahrer wird erwartet,
> > dass er an einem Bü ohne brennendes Rotlicht damit rechnet, dass ein
> > Zug mit Vstrecke daherkommt.
>
> So hab ich es 1985 noch eingepaukt bekommen.

Dann aber sind etliche Bahnübergänge nur
mit Einweiser passierbar.

Selbst als Beifahrer als solcher tätig gewesen,
in Portugal. VStrecke geschätzt auf 140,
keine Sichtdreiecke.

Gruß, ULF

Daniel Zwick

unread,
Sep 7, 2017, 2:50:35 PM9/7/17
to
Am 05.09.2017 um 09:17 schrieb Ralf Gunkel:

> In Österreich sah ich gefühlt mehr Disziplin am Andreaskreuz plus Stoppt

Die sehe ich nicht, aus Lokführerperspektive. Mag sein, dass das je nach
Örtlichkeit unterschiedlich ist, aber bei dem einen Bahnübergang mit
Stopptafel, über den ich am häufigsten fahre und der auch nennenswerten
Autoverkehr hat, fahren die Autos mit einem geschätzten 50er an der
Stopptafel vorbei, und es ist sich schon ein paar Mal nur knapp
ausgegangen. Wird aber derzeit umgebaut auf Unterführung oder ist
vielleicht sogar schon fertig (die Strecke war jetzt 3 Wochen wegen
Bauarbeiten gesperrt, ich komme erst nächste Woche wieder hin).

> Blitzer Bü wäre mal was.

In Österreich haben wir solche seit ein paar Jahren.
https://goo.gl/hXMv74
https://goo.gl/KVwZsH
http://burgenland.orf.at/news/stories/2536196/

Grüße,
Daniel

Stephan Seitz

unread,
Sep 7, 2017, 4:02:16 PM9/7/17
to
Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:
> Nach meinem Verständnis: Eben nicht. Vom Autofahrer wird erwartet,
> dass er an einem Bü ohne brennendes Rotlicht damit rechnet, dass ein
> Zug mit Vstrecke daherkommt.

Abgesehen davon, daß das Rotlicht dann eher unnötig ist, bleibt die
Frage, wie es denn in der Rechtsprechung aussieht. Ich bilde mir ein,
hier schon gelesen zu haben, daß Gerichte ein nicht brennendes
Rotlicht als "freie Fahrt" definieren und es als Aufgabe der Bahn
ansehen, für eine entsprechende Störungsmeldung zu sorgen.

Shade and sweet water!

Stephan

--
| Stephan Seitz E-Mail: stse+...@fsing.rootsland.net |
| Public Keys: http://fsing.rootsland.net/~stse/keys.html |
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