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Vereiste Oberleitung

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Reinhard Zwirner

unread,
Dec 24, 2010, 7:59:30 AM12/24/10
to
Liebe Experten,

nun sind wir im Norden ja erst recht spät mit der Segnung der
elektrifizierten Bahn beglückt worden; insofern haben wir halt auch
weniger Erfahrungen mit elektrischem Betrieb unter Winterbedingungen ;-).

Aber mal ernsthaft: heute mußte die Schnellstrecke H-B wegen vereister
Oberleitungen gesperrt werden, weil ICEs damit offenbar nicht
zurechtkamen. Liegt das nun an den ICEs? Oder liegt es an den damit
gefahrenen höheren Geschwindigkeiten? Oder ist das Thema so alt, wie es
Oberleitungen gibt?

Für Erklärungen bedankt sich im voraus und wünscht fröhliche Weihnachten

Reinhard, der leider nicht widerstehen konnte:

<http://www6.pic-upload.de/24.12.10/sr5s39hgirb.jpg>

Reinhard Greulich

unread,
Dec 24, 2010, 8:51:03 AM12/24/10
to
Reinhard Zwirner schrieb am Fri, 24 Dec 2010 13:59:30 +0100:

> Aber mal ernsthaft: heute mu�te die Schnellstrecke H-B wegen vereister

> Oberleitungen gesperrt werden, weil ICEs damit offenbar nicht
> zurechtkamen. Liegt das nun an den ICEs? Oder liegt es an den damit

> gefahrenen h�heren Geschwindigkeiten? Oder ist das Thema so alt, wie es
> Oberleitungen gibt?

Generell sind Drehstr�mer (und das sind praktisch alle modernen
elektrischen Triebfahrzeuge, die heute im Einsatz sind) deutlich
empfindlicher gegen Schwankungen der Eingangsspannung. Das, was eine
rundum vereiste Fahrleitung mit st�ndigem Lichtbogen am Stromabnehmer
denen zumutet, ist dann schon mal zu viel.

Altbauloks sind da weniger zickig, aber die sind wenig ICE-kompatibel
und au�erdem auch nicht mehr so zahlreich vorhanden.

Gru� - Reinhard.


--
70086

~=@=~ www.debx.de ~=@=~
die Homepage der deb*-Newsgruppen.

Herr Willms

unread,
Dec 24, 2010, 9:20:12 AM12/24/10
to
Am Fri, 24 Dec 2010 12:59:30 UTC, schrieb Reinhard Zwirner
<reinhard...@t-online.de> auf de.etc.bahn.misc :

> Reinhard, der leider nicht widerstehen konnte:
>
> <http://www6.pic-upload.de/24.12.10/sr5s39hgirb.jpg>

Nette Idee, richtig gut allerdings erst dann, wenn man die originale
Schrift verwendet, nämlich die Gill Sans ExtraBold. Ich hab mal ein
"Wir jetzt auch!" in dieser Schrift gesetzt, in Kurven umgewandelt und
schick das als EPS zu.


MfG,
L.W.

-----------------------------------------------------
Wenn die Milch sich in den Kaffee integriert,
dann ändert der Kaffee seine Farbe.
Falls nicht, ists kein Kaffee, sondern Altöl

Holger Schulz

unread,
Dec 24, 2010, 9:26:11 AM12/24/10
to
Am 24.12.2010 13:59, schrieb Reinhard Zwirner:

> Aber mal ernsthaft: heute mußte die Schnellstrecke H-B wegen vereister
> Oberleitungen gesperrt werden, weil ICEs damit offenbar nicht
> zurechtkamen. Liegt das nun an den ICEs? Oder liegt es an den damit
> gefahrenen höheren Geschwindigkeiten? Oder ist das Thema so alt, wie
> es Oberleitungen gibt?

Das Thema existiert, seit es Oberleitungen (OL) gibt.
Früher, als es nur einen geringen elektrischen Verkehr
gab, installierte man eine Abtau-Schaltung für die
Oberleitung. Die OL wurde in Betriebspausen abgeschaltet,
an einem Ende geerdet und vom anderen Ende her über einen
Trafo mit einem konstanten Strom beaufschlagt, der die
Oberleitung erwärmte. Das ist beim heutigen Verkehr nicht
mehr machbar.

Ein weiteres Problem: die Schleifleisten der Stromabnehmer
werden durch Eis und Lichtbögen an der Oberleitung sehr stark
beansprucht - es drohen Brüche der Schleifleisten, die einen
Oberleitungsschaden zur Folge haben können.

Neuere Fahrzeuge haben eine Schleifleistenüberwachung, die zur
Senkung des Stromabnehmers führt.

--
Holger Schulz, DPS
Die Adresse im From: ist gültig, wird aber nicht gelesen!

Alfons Schürhaus

unread,
Dec 24, 2010, 11:04:28 AM12/24/10
to
Am 24.12.2010 13:59, schrieb Reinhard Zwirner:
> Liebe Experten,

> Aber mal ernsthaft: heute mußte die Schnellstrecke H-B wegen vereister
> Oberleitungen gesperrt werden, weil ICEs damit offenbar nicht
> zurechtkamen. Liegt das nun an den ICEs? Oder liegt es an den damit
> gefahrenen höheren Geschwindigkeiten? Oder ist das Thema so alt, wie es
> Oberleitungen gibt?
>

Das liegt an der heutigen Technik!

und indirekt dann auch wieder an den Sparmaßnahmen der DB!

Die Vereisung ist ein Wetterproblem das nur bei speziellen Temperaturen
gefährlich wird, eben dann wenn der Regen/Schnee auf der Fahrleitung
sich als Eispanzer um die Leitung legt.
Wird diese Eisschicht sehr dick kann die Fahrleitung zu stark
"durchhängen" und dann zu tief ins Profil ragen.
Ein Eispanzer um den eigentlichen Fahrdraht bildet sich dann, wenn
das Wasser ausreichend Zeit bekommt zu gefrieren. Wird eine Strecke
häufig befahren ist das selten der Fall. Bei "günstigen" Bedingungen
kann ein Stundentakt schon zu wenig sein.
Um Schäden an der Fahrleitung oder dem Stromabnehmer zu vermeiden
werden an den neueren Lokomotiven oder Treibzügen
Schleifleistenbruchüberwachungen eingebaut.
Neu = 101, 403, 411
Beim ICE 1/2 sind nur einige Fahrzeuge versuchsweise damit ausgestattet.
Der "Versuch" bezieht sich aber hier nicht auf die Funktion der
Überwachung sondern eher wie oft sie anspricht.
Beim 402 ist nähmlich nur 1 Stromabnehmer vorhanden und ist der
defekt und als Solo unterwegs....
Die Überwachung ist sehr simpel, in der/den Schleifleisten ist
ein Luftkanal angebracht der mit Druckluft beaufschlagt wird.
Entsteht nun ein Riß oder Bruch in der Kohleleiste entweicht
die Luft und ab einer gewissen Strömungsmenge spricht ein
"Druckwächter" an. Hat die Überwachung einmal angesprochen
kann der Lokführer diese nicht wieder zurückstellen sondern
muss, wenn vorhanden auf den zweiten Stromabnehmer wechseln.

--
Mit freundlichen Gruessen, Alfons
_____
\ / | oo| ..:.
||__|___| _/ |
/________|-|______|
/ o OOOO o o o o

Ralf Gunkel

unread,
Dec 24, 2010, 11:07:25 AM12/24/10
to
Am 24.12.2010 17:04, schrieb Alfons Schürhaus:
> Am 24.12.2010 13:59, schrieb Reinhard Zwirner:
>> Liebe Experten,
>
>> Aber mal ernsthaft: heute mußte die Schnellstrecke H-B wegen vereister
>> Oberleitungen gesperrt werden, weil ICEs damit offenbar nicht
>> zurechtkamen. Liegt das nun an den ICEs? Oder liegt es an den damit
>> gefahrenen höheren Geschwindigkeiten? Oder ist das Thema so alt, wie es
>> Oberleitungen gibt?
>>
> Das liegt an der heutigen Technik!
>
> und indirekt dann auch wieder an den Sparmaßnahmen der DB!
>
> Die Vereisung ist ein Wetterproblem das nur bei speziellen Temperaturen
> gefährlich wird, eben dann wenn der Regen/Schnee auf der Fahrleitung
> sich als Eispanzer um die Leitung legt.
> Wird diese Eisschicht sehr dick kann die Fahrleitung zu stark
> "durchhängen" und dann zu tief ins Profil ragen.
> Ein Eispanzer um den eigentlichen Fahrdraht bildet sich dann, wenn
> das Wasser ausreichend Zeit bekommt zu gefrieren. Wird eine Strecke
> häufig befahren ist das selten der Fall. Bei "günstigen" Bedingungen
> kann ein Stundentakt schon zu wenig sein.
> Um Schäden an der Fahrleitung oder dem Stromabnehmer zu vermeiden
> werden an den neueren Lokomotiven oder Treibzügen
> Schleifleistenbruchüberwachungen eingebaut.
> Neu = 101, 403, 411
> Beim ICE 1/2 sind nur einige Fahrzeuge versuchsweise damit ausgestattet.

Und was hat das mit Sparmaßnahmen zu tun?

Hannover - Berlin wird gar noch öfter wie 1x in der Stunde befahren und
bei Bruch ohne Schleifleistenüberwachung kommt bei einem Defekt gleich
die Ganze Oberleitung mit runter.
Das dauert dann noch länger bis das wieder in Ordnung ist.

Gruß Ralf

--
Wollen sie einen Bedienplatz von Siem***, oder gleich was gescheites?

Erhard Schwenk

unread,
Dec 24, 2010, 12:00:11 PM12/24/10
to
Holger Schulz schrieb:

> Am 24.12.2010 13:59, schrieb Reinhard Zwirner:
>
>> Aber mal ernsthaft: heute mußte die Schnellstrecke H-B wegen vereister
>> Oberleitungen gesperrt werden, weil ICEs damit offenbar nicht
>> zurechtkamen. Liegt das nun an den ICEs? Oder liegt es an den damit
>> gefahrenen höheren Geschwindigkeiten? Oder ist das Thema so alt, wie
>> es Oberleitungen gibt?
>
> Das Thema existiert, seit es Oberleitungen (OL) gibt.
> Früher, als es nur einen geringen elektrischen Verkehr
> gab, installierte man eine Abtau-Schaltung für die
> Oberleitung. Die OL wurde in Betriebspausen abgeschaltet,
> an einem Ende geerdet und vom anderen Ende her über einen
> Trafo mit einem konstanten Strom beaufschlagt, der die
> Oberleitung erwärmte. Das ist beim heutigen Verkehr nicht
> mehr machbar.

Hm... hat noch keiner probiert, nen "Oberleitungs-Grill" aufs Zugdach zu
pflanzen? Das müßte doch möglich sein, mit etwas langsameren Zügen immer
wieder mal für Wärme an der Leitung zu sorgen...

> Ein weiteres Problem: die Schleifleisten der Stromabnehmer
> werden durch Eis und Lichtbögen an der Oberleitung sehr stark
> beansprucht - es drohen Brüche der Schleifleisten, die einen
> Oberleitungsschaden zur Folge haben können.

Man müßte also mit dem Auftauen rechtzeitig loslegen. Oder halt
Dieselloks benutzen.

> Neuere Fahrzeuge haben eine Schleifleistenüberwachung, die zur
> Senkung des Stromabnehmers führt.

Da könnte man doch nen Gasbrenner dazubauen, der das Eis wegtaut, oder
sowas...


--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-Württemberg - http://www.akkordeonjugend.de/
APAYA running System - http://www.apaya.net/

Reinhard Greulich

unread,
Dec 24, 2010, 12:05:53 PM12/24/10
to
Erhard Schwenk schrieb am Fri, 24 Dec 2010 18:00:11 +0100:

> Da könnte man doch nen Gasbrenner dazubauen, der das Eis wegtaut, oder
> sowas...

Oder sowas. Tolle Idee, kann ja nur von dir kommen.

Frohe Weihnachten!
- R.

Reinhard Greulich

unread,
Dec 24, 2010, 12:23:44 PM12/24/10
to
Erhard Schwenk schrieb am Fri, 24 Dec 2010 18:00:11 +0100:

> Hm... hat noch keiner probiert, nen "Oberleitungs-Grill" aufs Zugdach zu
> pflanzen? Das müßte doch möglich sein, mit etwas langsameren Zügen immer
> wieder mal für Wärme an der Leitung zu sorgen...

Eine Enteisungsanlage für Fahrleitungen sieht ungefähr so aus:

<http://pix.greulich.de/Eisenbahn/debx2009/16.2.2009/slides/2009_02_16%2012_31_01-0032.jpg>

... wobei das hier eine zweipolige Drehstromfahrleitung ist, aber das
Prinzip ist gleich. Man sprüht ein Glykolgemisch von unten gegen den
Fahrdraht und fängt das ablaufende Auftaumittel, weil es nicht so
besonders gut für die Umwelt wäre, wenn es in den Boden sickern würde,
über eine auf dem Fahrzeugdach angebrachte Auffangwanne wieder auf.
Das Ganze findet bei Geschwindigkeiten um 15 km/h hinter
vorausfahrender Schneeschleuder statt und nur bei Bedarf als erste
Fahrt nach der nächtlichen Betriebspause, wenn die
Witterungsbedingungen das erfordern. Nebenbei sprengt man dann noch
gleich ein paar Lawinen weg, wenn das erforderlich sein sollte.

Für eine Schnellfahrstrecke scheint mir das nur sehr bedingt geeignet
zu sein.

Gruß - Reinhard.

Alfons Schürhaus

unread,
Dec 24, 2010, 12:32:01 PM12/24/10
to
Am 24.12.2010 17:07, schrieb Ralf Gunkel:

>
> Und was hat das mit Sparmaßnahmen zu tun?
>

Ausrüsten der Fahrzeuge mit nur einem Stromabnehmer!

Fernsteuerung der Strecken ohne "Sichtkontakt" zu
den Zügen, der Regionalbereich Ost (z.B. Oebisfelde - Wustermark)
wird von Leipzig gesteuert.

Jede Weiche die nicht vorhanden ist kann auch nicht kaputt gehen!
Wenn jetzt aber auf so einem langen Abschnitt ein Zug liegen bleibt
sind es schnell einmal (6) Züge die sich stapeln.
Im Trappen Tiefluggebiet sind die Bahnsteiggleise von Nennhausen
und Buschow ohne LZB. Also jetzt im Winter bleiben die Weichen auf
"krumm" und das bedeutet 2 x LZB Ende und wieder warten bis man
angemeldet ist.

Ich empfehle einmal bei 200km/h aus dem rückwärtigen Fenster
eines Steuerwagens zu schauen!
Was da alles so durch die Gegend "fliegt" wenn Eisbrocken von
den Wagen abfallen und die Schottersteine animiert werden...

Wer bei diesem Wetter an einer 200er Strecke auf dem Bahnsteig steht
weiß nicht in was für einer Gefahr er sich befindet.
(P.S. Im Sommer könnte schon einmal eine Coladose geflogen kommen)

paux-courrouges

unread,
Dec 24, 2010, 12:32:56 PM12/24/10
to
On 24 Dez., 14:51, Reinhard Greulich <usn0208+nos...@greulich.de>
wrote:

"Generell sind Drehstr mer (und das sind praktisch alle modernen
elektrischen Triebfahrzeuge, die heute im Einsatz sind) deutlich
empfindlicher gegen Schwankungen der Eingangsspannung. Das, was eine
rundum vereiste Fahrleitung mit st ndigem Lichtbogen am Stromabnehmer
denen zumutet, ist dann schon mal zu viel".

Sind aber echte Mimosen, Ihre Drehstromer!

http://www.youtube.com/watch?v=Hwwf-8OQiUQ&feature=player_embedded

CdePC

Ralf Gunkel

unread,
Dec 24, 2010, 2:10:56 PM12/24/10
to
Am 24.12.2010 18:32, schrieb Alfons Schürhaus:
> Am 24.12.2010 17:07, schrieb Ralf Gunkel:
>
>>
>> Und was hat das mit Sparmaßnahmen zu tun?
>>
> Ausrüsten der Fahrzeuge mit nur einem Stromabnehmer!
>
> Fernsteuerung der Strecken ohne "Sichtkontakt" zu
> den Zügen, der Regionalbereich Ost (z.B. Oebisfelde - Wustermark)
> wird von Leipzig gesteuert.

Schön dass es noch Leute gibt die konsequent sind und nicht mal an
Weihnachten ihr gewohntes "Niveau" ablegen.


Gruß Ra*ho ho ho Weihnachtsbraten*lf

Jan Henning

unread,
Dec 24, 2010, 4:04:18 PM12/24/10
to
Am 24.12.2010 18:32, schrieb paux-courrouges:
> Sind aber echte Mimosen, Ihre Drehstromer!
>
> http://www.youtube.com/watch?v=Hwwf-8OQiUQ&feature=player_embedded
>
> CdePC
>

??? Das sind aber doch keine Drehstromfahrzeuge, oder? Soweit ich weiß,
hat man sogar einfach die Fahrmotoren von Vorgängerbaureihen (4REP)
weiterverwendet.
Und wenn man manchen Aussagen aus englischen Foren trauen kann, sind die
alten Fahrzeuge zwar unter widrigen Umständen zuerst weitergefahren,
aber danach richtig kaputt gegangen, sodass man am Ende des Winters
einen Haufen defekter Fahrzeuge hatte, die man alle erst mal reparieren
musste.

Frohe Weihnachten übrigens.

Helmut Barth

unread,
Dec 24, 2010, 6:14:28 PM12/24/10
to
Salut!

Alfons Schürhaus schrieb:

> Die Überwachung ist sehr simpel, in der/den Schleifleisten ist
> ein Luftkanal angebracht der mit Druckluft beaufschlagt wird.
> Entsteht nun ein Riß oder Bruch in der Kohleleiste entweicht
> die Luft und ab einer gewissen Strömungsmenge spricht ein
> "Druckwächter" an.

So simpel und doch falsch erklärt: Die Speisung der Leitung zur
Schleifleiste und des Schleifleistenkanals erfolgt über eine Drossel.
Entsteht hinter der Drossel ein Leck (kann auch ein Vogel sein, der am
Stromabnehmer die Leitung zerstört), so kann nicht genug Luft
nachströmen und der Druck im Bereich hinter der Drossel sinkt worauf ein
Druckwächter die Fahrzeugsteuerung über einen (vermuteten)
Schleifleistenbruch informiert und den Stromabnehmer senkt.

> Hat die Überwachung einmal angesprochen
> kann der Lokführer diese nicht wieder zurückstellen sondern
> muss, wenn vorhanden auf den zweiten Stromabnehmer wechseln.

Aber auch das nur, weil man dem Tf nicht zutraut den Zustand seines
Stromabnehmers richtig zu beurteilen. Technisch gesehen könnte man den
Druckwächter einfach per Schalter überbrückbar machen und damit im Falle
eines Fehlalarms/Leitungsschadens den Zug trotzdem fahrbereit halten und
ihn wenigstens mit eigener Kraft einer Werkstatt zuführen.

Grüßle, Helmut

Michael Rudolf

unread,
Dec 25, 2010, 3:50:21 AM12/25/10
to
paux-courrouges schrieb:

> Sind aber echte Mimosen, Ihre Drehstromer!

Nun, wir wissen ja welches Fahrzeug sich mit Abstand am zickigsten
verhält wenn es um Rauhreif und Eis an der FL geht, gell ;-)

M.

paux-courrouges

unread,
Dec 25, 2010, 3:53:11 AM12/25/10
to
On 24 Dez., 22:04, Jan Henning <jan_thors...@web.de> wrote:

> ??? Das sind aber doch keine Drehstromfahrzeuge, oder? Soweit ich weiß,
> hat man sogar einfach die Fahrmotoren von Vorgängerbaureihen (4REP)
> weiterverwendet.

Eben! Kein Gramm Silizium im ganzen Antrieb, nur Kupfer und Kohle.
Fährt solange, bis die Lichtbögen alles weggeschmolzen haben*.

Während der deutsche Bahner ellenlang blättert, welchen Knopf er denn
drücken sollte.

http://www.railmeester.nl/mediapool/69/699637/data/Regelgeving_DB-3.pdf

CdePC

* Dann ist in der Tat eine Großreparatur fällig!

Ralf Gunkel

unread,
Dec 25, 2010, 4:40:16 AM12/25/10
to

Nur gut dass p.c. auch an Weihnachten den stets gleichen Blödsinn von
sich gibt.

Seine überlegene Technologie strecke nämlich auch die Waffen:

www.bahn.de:

Fahrplanänderungen im ICE-Verkehr Frankfurt (M) - Paris

Aufgrund der Witterungsfolgen ist es notwendig, vsl. bis Montag, den
03.01.11 auf der Relation Frankfurt/M - Saarbrücken - Paris
Fahrplanänderungen vorzunehmen:

>>> Bis auf wenige Ausnahmen ist es erforderlich, in Saarbrücken Hbf
umzusteigen; die Weiterfahrt ist direkt nach dem Fahrzeugwechsel
vorgesehen.

>>> Durch die auch in Frankreich verringerte Geschwindigkeit wegen
Schnee und Eis können Reisezeitverlängerungen von bis zu 60 Minuten
entstehen.

Denn derartigen Stromschienenschrott ist doch keine Diskussion wert.
Alte "Bundesbahnloks" haben auch kein Problem damit wenn der
Spannungseingang etwas "Brutzelt", nur die Oberleitung und der
Stromabnehmer mag das nicht. Ergo Folgeschäden.
Aber bei der Firma für die du den selbsternannten Pressesprecher machst
ist das ja Normalzustand. Auf Beziers - Neussargues kommt man sich
selbst im Hochsommer in den Tunneln vor als würde da jemand ein
Silvesterfeuerwerk abbrennen.

Und zum Thema bedienen habe ich mich auch schon köstlich über ein
Schulungsvideo für die "SNCF Fret Prima" amüsiert das irgendwo bei
youtube kursiert. Ist auch unheimlich einfach zu bedienen.

Also hat dich zurück und leg dich wieder.

Gruß Ralf

Ralf Gunkel

unread,
Dec 25, 2010, 4:45:21 AM12/25/10
to
Du meinst die überlegene französische Technologie?

Mal kurz bei
http://sbb-him.hafas.de/bin/help.exe/dn?tpl=showmap_external
vorneigeschaut.

25.12.2010
08:11:00 12:30:00 Paris-Est - Zürich HB TGV 9207 Eisbildung: TGV
9207
Eisbildung: TGV 9207 von Paris-Est ab 06:24 über Strasbourg Ville 08:47
- Mulhouse-Ville 09:36 - Basel SBB 10:07 nach Zürich HB an 11:00 hat 50
Minuten Verspätung.

Reisende von Basel SBB nach Zürich HB benützen den InterRegio (IR)
10:13 nach Zürich HB.


25.12.2010
08:44:00 14:30:00 Paris-Est - Zürich HB TGV 9213 Eisbildung: TGV
9213
Eisbildung: TGV 9213 von Paris-Est ab 08:24 über Strasbourg Ville 10:47
- Colmar 11:15 - Mulhouse-Ville 11:38 - Basel SBB 12:07 nach Zürich HB
an 13:00 hat 50 Minuten Verspätung.

Reisende von Basel SBB nach Zürich HB benützen den InterRegio (IR)
12:13 nach Zürich HB.

*ggg*
Nicht dass da nicht auch ICE aufgetaucht wären aber bei den paar TGV
die da Fahren gegenüber den stündlichen Verbindungen aus D ist der
Anteil exponentiell höher.

Joyeux Noël an den selbsternannten Pressesprecher der SNCF. Klasse
Eigentor und danke an dich Michael für die Steilvorklage :-)

Marc Haber

unread,
Dec 25, 2010, 5:54:50 AM12/25/10
to
Jan Henning <jan_th...@web.de> wrote:
>Am 24.12.2010 18:32, schrieb paux-courrouges:
>> Sind aber echte Mimosen, Ihre Drehstromer!
>>
>> http://www.youtube.com/watch?v=Hwwf-8OQiUQ&feature=player_embedded
>>
>> CdePC
>>
>
>??? Das sind aber doch keine Drehstromfahrzeuge, oder?

Nach dem Sound zu urteilen eher nicht. Außerdem haben Fahrzeuge mit
Seitenstromabnehmer in aller Regel mehr als einen Schleifer an der
Schiene.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
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Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Herr Willms

unread,
Dec 25, 2010, 7:04:03 AM12/25/10
to
Am Sat, 25 Dec 2010 09:40:16 UTC, schrieb Ralf Gunkel
<nutznetz.nos...@ralf-gunkel.de> auf de.etc.bahn.misc :

> Fahrplanänderungen im ICE-Verkehr Frankfurt (M) - Paris
>
> Aufgrund der Witterungsfolgen ist es notwendig, vsl. bis Montag, den
> 03.01.11 auf der Relation Frankfurt/M - Saarbrücken - Paris
> Fahrplanänderungen vorzunehmen:
>
> >>> Bis auf wenige Ausnahmen ist es erforderlich, in Saarbrücken Hbf
> umzusteigen; die Weiterfahrt ist direkt nach dem Fahrzeugwechsel
> vorgesehen.

M.a.W., die ICE-3 kommen mal wieder mit dem französischen
Schnellfahrnetz nicht klar.

Umsteigen in Saarbrücken kommt auf der Strecke leider sehr häufig
vor.

Herr Willms

unread,
Dec 25, 2010, 7:04:03 AM12/25/10
to
Am Sat, 25 Dec 2010 09:45:21 UTC, schrieb Ralf Gunkel
<nutznetz.nos...@ralf-gunkel.de> auf de.etc.bahn.misc :

> Joyeux Noël an den selbsternannten Pressesprecher der SNCF. Klasse

> Eigentor und danke an dich Michael für die Steilvorklage :-)

Wollen Sie nicht bei der BILD-Zeitung als der Spezialist für
chauvinistische Hetze "gegen alles Welsche" anfangen? Das würde doch
auch mehr Kohle bringen denn als Weichenwärter..


L.W:

Reinhard Greulich

unread,
Dec 25, 2010, 7:33:02 AM12/25/10
to
Ralf Gunkel schrieb am Sat, 25 Dec 2010 10:45:21 +0100:

> > Nun, wir wissen ja welches Fahrzeug sich mit Abstand am zickigsten
> > verhält wenn es um Rauhreif und Eis an der FL geht, gell ;-)
> >
> Du meinst die überlegene französische Technologie?

In jeder Hinsicht überlegen, meint Michael wohl.

Gruß & frohe Weihnachten - Reinhard.

Helmut Barth

unread,
Dec 25, 2010, 1:05:36 PM12/25/10
to
Salut!

Ralf Gunkel schrieb:

Da die Verspätung aus einer Verringerung der Höchstgeschwindigkeit auf
der LGV Est auf 170km/h resultiert ist es herzlich egal ob es sich bei
dem Fahrzeug um einen TGV oder ICE handelt. Bei 230er Limit legt man 22
Minuten zu, bei 170 irgendwas zwischen 40 und 45. Dazu gibts dann gerne
noch irgendwo auf der Strecke mal ein Halt erwarten samt zugehöriger
Visa und schon hat man seine knappe 50 Minuten.

Das ganze ist in etwa vergleichbar mit 160er/200er Limit im DB Netz um
Schäden an Fahrzeugen und besonders deren Glasbausteinen zu vermeiden.

Ich möchte allerdings nicht beschönigen, dass der TGV auf dem Netz der
DB ein kleines Stromabnehmer/Hauptschalterproblem hat, weil man es bei
Alstom und SNCF nicht auf die Reihe gebracht hat geeignete
Stromrichtersoftware und/oder geeignete Störstromfilter zu verbauen.
Mein persönlicher Rekord liegt bei über 75 Hauptschalterauslösungen
durch die 100Hz Überwachung auf den 241 km von München bis Stuttgart.

Oder um es an pc zurückzugeben: Es sind niemandes spezielle
Drehstromer, weil das französische Premiumprodukt genau die gleichen
Probleme hat, wenns oben ein wenig brutzelt.

Grüßle, Helmut

Alfons Schürhaus

unread,
Dec 25, 2010, 2:06:40 PM12/25/10
to
Am 25.12.2010 00:14, schrieb Helmut Barth:

>
> So simpel und doch falsch erklärt:

Wen Du es so haben willst:

Die „Automatische Stromabnehmersenkeinrichtung (AS)“ soll bei
Beschädigungen eines Schleifstückes durch schnelles Absenken aller
Stromabnehmer die Oberleitung und den nicht beschädigten Stromabnehmer
schützen. Eine Übertragung des Senkbefehls auf geführte Fahrzeuge ist
nicht vorhanden.
Unterhalb der Schleifleisten ist ein Luftkanal vorhanden, der bei
gehobenem SA mit Druckluft gefüllt ist. Bei beschädigter Schleifleiste
entweicht die Druckluft aus dem Luftkanal und das pneumatische
Schnellsenkventil spricht an. Dieses entlüftet die Druckluftleitung zum
SA-Hubantrieb, wodurch der SA schnell gesenkt wird.
Der Druckwächter AS meldet das Ansprechen dem ZSG.
Das ZSG löscht daraufhin den Ausgabebefehl „SA-Heben“, schaltet den
Hauptschalter aus und zeigt eine Diagnosemeldung im MTD an.
Das ZSG aktiviert die AS erst 20 Sekunden nach dem Heben des
Stromabnehmers.

----------------
Genau genug? (Auszug aus der DS 493 101)

Reinhard Zwirner

unread,
Dec 26, 2010, 7:54:34 AM12/26/10
to
Herr Willms schrieb:
[...]

> Nette Idee, richtig gut allerdings erst dann, wenn man die originale
> Schrift verwendet, n�mlich die Gill Sans ExtraBold. I

Hier die schriftm��ig angepa�te Version:

<http://www6.pic-upload.de/25.12.10/3lzqzw5sjk1y.jpg>

SCNRAgain

Reinhard

Gregor Frowein

unread,
Dec 26, 2010, 11:01:32 AM12/26/10
to
Reinhard Zwirner <reinhard...@t-online.de> wrote:

>Herr Willms schrieb:
>[...]
>> Nette Idee, richtig gut allerdings erst dann, wenn man die originale

>> Schrift verwendet, nämlich die Gill Sans ExtraBold. I
>
>Hier die schriftmäßig angepaßte Version:
>
><http://www6.pic-upload.de/25.12.10/3lzqzw5sjk1y.jpg>
>
>SCNRAgain

Sorry, aber diese Version paßt auch nicht. Es ist nur ein ähnliche
Schrift, sicher nicht die von der Bahn benutzte Gill Sans, und der vom
Typographen mit Sorgfalt festgelegte Buchstabenabstand des Originals
wurde komplett ignoriert.

Auf ein neues.

Gruß
Gregor

Ralf

unread,
Dec 26, 2010, 11:56:04 AM12/26/10
to
Am Fri, 24 Dec 2010 13:59:30 +0100 schrieb Reinhard Zwirner:

> Aber mal ernsthaft: heute mußte die Schnellstrecke H-B wegen vereister
> Oberleitungen gesperrt werden, weil ICEs damit offenbar nicht
> zurechtkamen.

So leid es mir tut, aber die "bösen" ICE sind daran nicht schuld. Die IC
1912 und 2815 (als Ersatzzug zum IC 2863) sowie die ICE 655, 947 und 592
bekamen den Auftrag wegen vereister Oberleitungen nur vmax 110 km/h zu
fahren.

Alle Züge fuhren in Richtung Berlin links, um einen Güterzug zu überholen.
Zuerst blieb IC 2815 wegen vetreister Oberleitung liegen, danach IC 1912
und dahinter kamen die ICE 655, 947 und 592 zum Halten. ICE 592 stand Höhe
Mieste also knapp 40 km hinter Wolfsburg. Die Schlepp-Tfz wurden von Berlin
aus herangeführt. Zuerst wurde IC 2815 nach Stendal geschleppt, danach fuhr
der IC 1912 weiter. Auch die ICE 655, 947 und 592 fuhren wieder. Allerdings
hatte IC 1912 kurz darauf Lokschaden, so daß nur der 655 vorbeifahren
konnte. Ein Ansetzen einer Schlepplok an den IC 1912 war wegen einer
Weichenstörung nicht möglich. Weiterhin war IC 2815 nach der Ausfahrt in
Stendal nochmals liegengeblieben, so daß die Schlepplok abkuppeln, den Zug
umfahren und anschließend wieder nach Stendal schleppen mußte. Das ergab
weitere Verspätung.

Die beiden ICE 947 und 592 konnten danach auch weiterfahren und überholten
sowohl den noch vor Stendal liegengebliebenen IC 1912 und den in Stendal
stehenden IC 2815.

Der "Zieleinlauf" in Spandau:
1. ICE 655 (gegen 4.50 Uhr)
2. ICE 947 (gegen 6.58 Uhr)
3. ICE 592 (gegen 7.08 Uhr)
4. IC 1912 (gegen 7.25 Uhr)
5. IC 2815 (gegen 7.35 Uhr)

> ...Liegt das nun an den ICEs?

ICEs? Intercityexpress(e)*s*? Komische Wortschöpfung.

> ..Oder liegt es an den damit
> gefahrenen höheren Geschwindigkeiten?

Wenn alle Züge nur noch vmax 110 km/h fahren dürfen, wie hoch ist dann die
zulässige Höchstgeschwindigkeit?

> ...Oder ist das Thema so alt, wie es
> Oberleitungen gibt?

Letzteres, wenigstens teilweise. Das Problem lag zusätzlich am Wetter. Es
nieselte die ganze Zeit. Die Oberleitung vereiste, weil die
Umgebungstemperatur, zwar niedrig war um Eis bilden zu können, aber war
nicht niedrig genug, um den Regen als Schnee runter kommen lassen zu
können.

> Für Erklärungen bedankt sich im voraus und wünscht fröhliche Weihnachten

Waren hoffentlich ausreichende Erklärungen.

Gruß, Ralf
(der als Zf des o.g. 592 erstmalig eine mehr als dreistündige Verspätung
hatte)

Reinhard Greulich

unread,
Dec 26, 2010, 12:06:08 PM12/26/10
to
Ralf schrieb am Sun, 26 Dec 2010 17:56:04 +0100:

> Alle Züge fuhren in Richtung Berlin links, um einen Güterzug zu überholen.
> Zuerst blieb IC 2815 wegen vetreister Oberleitung liegen, danach IC 1912
> und dahinter kamen die ICE 655, 947 und 592 zum Halten. ICE 592 stand Höhe
> Mieste also knapp 40 km hinter Wolfsburg. Die Schlepp-Tfz wurden von Berlin

> aus herangeführt. [...]

Woran wir wieder sehen: wenn etwas dumm kommt, dann kommt es richtig
dumm. Der Verlauf erinnert mich stark an den Kanaltunnel im vorigen
Jahr.

Danke für die ausführliche Erläuterung!

Gruß - Reinhard.

Herr Willms

unread,
Dec 26, 2010, 12:42:45 PM12/26/10
to
Am Sun, 26 Dec 2010 16:01:32 UTC, schrieb Gregor Frowein
<Gregor....@gmx.eu> auf de.etc.bahn.misc :

> >> Nette Idee, richtig gut allerdings erst dann, wenn man die originale
> >> Schrift verwendet, nämlich die Gill Sans ExtraBold. I
> >
> >Hier die schriftmäßig angepaßte Version:
> >
> ><http://www6.pic-upload.de/25.12.10/3lzqzw5sjk1y.jpg>

> Sorry, aber diese Version paßt auch nicht. Es ist nur ein ähnliche


> Schrift, sicher nicht die von der Bahn benutzte Gill Sans,

tja, wer die Gill Sans nicht kennt, der erkennt sie auch nicht.
Genauer gesagt, es ist die Gill Sans ExtraBold, nicht die regular. Ich
werd doch wissen, aus welcher Schrift ich den Text gesetzt habe!

> und der vom Typographen mit Sorgfalt festgelegte Buchstabenabstand
> des Originals wurde komplett ignoriert.

Der Wortabstand hätte noch geringer sein können, der
Buchstabenabstand geht so.


MfG,
L.W.

-------------------------------------------------------

Gregor Frowein

unread,
Dec 26, 2010, 2:00:57 PM12/26/10
to
"Herr Willms" <l.wi...@domain.invalid> wrote:

>Am Sun, 26 Dec 2010 16:01:32 UTC, schrieb Gregor Frowein
><Gregor....@gmx.eu> auf de.etc.bahn.misc :
>
>> >> Nette Idee, richtig gut allerdings erst dann, wenn man die originale
>> >> Schrift verwendet, nämlich die Gill Sans ExtraBold. I
>> >
>> >Hier die schriftmäßig angepaßte Version:
>> >
>> ><http://www6.pic-upload.de/25.12.10/3lzqzw5sjk1y.jpg>
>
>> Sorry, aber diese Version paßt auch nicht. Es ist nur ein ähnliche
>> Schrift, sicher nicht die von der Bahn benutzte Gill Sans,
>
> tja, wer die Gill Sans nicht kennt, der erkennt sie auch nicht.
>Genauer gesagt, es ist die Gill Sans ExtraBold, nicht die regular. Ich
>werd doch wissen, aus welcher Schrift ich den Text gesetzt habe!

Ich erkenne die Schrift, ich erkenne aber auch die gar nicht so
kleinen Unterschiede zwischen der von Dir und der von der Bahn
benutzten Schrift. Den siehst Du doch in jedem Buchstaben, der in
beiden Varianten vorkommt, auch ist die Bahnschrift deutlich "bolder"
als Deine.

Ich denke durchaus, daß die Bahn sich eine eigene Variante der Schrift
herstellen ließ.

>> und der vom Typographen mit Sorgfalt festgelegte Buchstabenabstand
>> des Originals wurde komplett ignoriert.
>
> Der Wortabstand hätte noch geringer sein können, der
>Buchstabenabstand geht so.

Der Buchstabenabstand geht insgesamt gar nicht im Vergleich zum
Original. Vielleicht kann Dein Programm den Abstand zwischen den
Buchstaben nicht variieren. Vom Unterschneiden einzelner
Buchstabenpaare ganz zu schweigen. Schau nur mal wie schön die beiden
"t" sich ineinander schmiegen oder das "e" vom W überdacht ist. Das
ist fast schon ein "W"etterschutz im kleinen.

Und schau auch mal, welche häßliche Lücke zwischen dem "W" und dem "i"
in "Wir" oder dem "z" und dem "t" bei Dir klafft.

Gruß
Gregor

Tom Orle

unread,
Dec 26, 2010, 2:14:06 PM12/26/10
to
Ralf <lie...@arcor.de> wrote:

> ... Alle Züge fuhren in Richtung Berlin links, um einen Güterzug zu überholen.

Ralf,

Und der Güterzug?
Der hatte womöglich beide Bügel oben so dass ihm die vereiste
Oberleitung weniger aus machte. Und so konnte er ganz gemütlich und
vielleicht sogar noch schneller als die 110 km/h fahrenden ICE gegen
sein Ziel fahren.

Meint,
-=tom=-

Herr Willms

unread,
Dec 26, 2010, 3:40:54 PM12/26/10
to
Am Sun, 26 Dec 2010 19:00:57 UTC, schrieb Gregor Frowein
<Gregor....@gmx.eu> auf de.etc.bahn.misc :

> Ich erkenne die Schrift, ich erkenne aber auch die gar nicht so


> kleinen Unterschiede zwischen der von Dir und der von der Bahn
> benutzten Schrift.

Dann erklären Sie mal die Unterschiede zwischen der Gill Sans
Extrabold und der Gill Sans Extrabold.

Den Rest schenk ich mir, solche kleinliche Krittelei kann doch nur
zum mitleidigen Kopfschütteln anregen.


Mfg,
L.W.

Marc Haber

unread,
Dec 26, 2010, 6:14:56 PM12/26/10
to
"Herr Willms" <l.wi...@domain.invalid> wrote:
> Den Rest schenk ich mir, solche kleinliche Krittelei kann doch nur
>zum mitleidigen Kopfschütteln anregen.

Das war klar.

Arnd Hellinger

unread,
Dec 27, 2010, 8:06:45 AM12/27/10
to
"Tom Orle" <xspam...@comcast.net> schrieb im Newsbeitrag
news:844fh6trghs7a0lkn...@4ax.com...
Nicht unbedingt. :-)

Wenn dieser Gz nämlich von einer Mehrsystemlok (18x) gefahren
wurde, kann es durchaus sein, dass nur _ein_ in EBA-Land nutzbarer
Stromabnehmer auf dem Tfz vorhanden war, weil es sich z. B. um
eine SBB-/RFF-taugliche 185 handelte. Bei "Einsystemern" ist zudem
denkbar, dass der zweite Abnehmer wegen Vereisung beweglicher
Teile erst gar nicht gehoben werden konnte...

So einfach ist das heute alles leider nicht mehr.

Viele Grüße
Arnd

--
Mag. Arnd Hellinger
Lothringer Straße 47
D-44805 Bochum, Germany

Christoph Schmitz

unread,
Dec 27, 2010, 8:24:27 AM12/27/10
to
Am 27.12.10 14:06, schrieb Arnd Hellinger:

> "Tom Orle" <xspam...@comcast.net> schrieb im Newsbeitrag
> news:844fh6trghs7a0lkn...@4ax.com...
>> Ralf <lie...@arcor.de> wrote:
>>
>>> ... Alle Züge fuhren in Richtung Berlin links, um einen Güterzug
>>> zu überholen.
>>
>> Ralf,
>>
>> Und der Güterzug?
>> Der hatte womöglich beide Bügel oben so dass ihm die vereiste
>> Oberleitung weniger aus machte. Und so konnte er ganz gemütlich
>> und vielleicht sogar noch schneller als die 110 km/h fahrenden ICE
>> gegen sein Ziel fahren.
>>
> Nicht unbedingt. :-)
>
> Wenn dieser Gz nämlich von einer Mehrsystemlok (18x) gefahren
> wurde, kann es durchaus sein, dass nur _ein_ in EBA-Land nutzbarer
> Stromabnehmer auf dem Tfz vorhanden war, weil es sich z. B. um
> eine SBB-/RFF-taugliche 185 handelte.

185er kenne ich nur in zwei Varianten. Entweder zwei Stromabnehmer
(beide mit breiter Wippe), oder vier Stromabnehmer (zwei mit breiter
und zwei mit schmaler Wippe). In beiden Faellen sind zwei fuer den
Einsatz in Deutschland taugliche Stromabnehmer vorhanden.
186er haben in der Tat nur einen Stromabnehmer mit breiter und einen
mit schmaler Wippe, was den Wechselstrombereich angeht, und zwei mit
breiter Wippe fuer Gleichstrom. 189er sind m.W. je nachdem aehnlich
ausgeruestet.

Christoph

Gregor Frowein

unread,
Dec 27, 2010, 11:10:11 AM12/27/10
to
"Herr Willms" <l.wi...@domain.invalid> wrote:

>Am Sun, 26 Dec 2010 19:00:57 UTC, schrieb Gregor Frowein
><Gregor....@gmx.eu> auf de.etc.bahn.misc :
>
>> Ich erkenne die Schrift, ich erkenne aber auch die gar nicht so
>> kleinen Unterschiede zwischen der von Dir und der von der Bahn
>> benutzten Schrift.
>
> Dann erklären Sie mal die Unterschiede zwischen der Gill Sans
>Extrabold und der Gill Sans Extrabold

Die Gill Sans Extrabold ist für teures Geld gekauft, von einem
Typographen für den Werbespruch mit bedacht gesetzt und das Buchstabe
für Buchstabe.

Die Gill Sans Extrabold ist von irgendwoher zugelaufen, auf jedenfall
für umme, und wurde von einem Amateur ohne Sachverstand und wohl auch
ohne geeignete Software eingesetzt, um das Beispiel der Bahn mehr
recht als schlecht zu imitieren.

Damit können wir unsere Unterhaltung beenden.

Reinhard Greulich

unread,
Dec 27, 2010, 12:04:58 PM12/27/10
to
Gregor Frowein schrieb am Mon, 27 Dec 2010 17:10:11 +0100:

> Die Gill Sans Extrabold ist für teures Geld gekauft, von einem
> Typographen für den Werbespruch mit bedacht gesetzt und das Buchstabe
> für Buchstabe.
>
> Die Gill Sans Extrabold ist von irgendwoher zugelaufen, auf jedenfall
> für umme, und wurde von einem Amateur ohne Sachverstand und wohl auch
> ohne geeignete Software eingesetzt, um das Beispiel der Bahn mehr
> recht als schlecht zu imitieren.

Es ist schön, sowas zu lesen in Zeiten, da nahezu jeder glaubt, mit
einer Schriften-CD (1000 Schriften für einsneunundneunzig) und einem
kastrierten Giveaway-Photoshop die Arbeit gelernter Grafiker und
Schriftsetzer perfekt emulieren zu können.

Leider machen das auch manche Profis heute so, die Ergebnisse sind
überall sichtbar. Die Bahn gehört aber auch heute noch nicht dazu.

Herr Willms

unread,
Dec 27, 2010, 12:44:39 PM12/27/10
to
Am Mon, 27 Dec 2010 16:10:11 UTC, schrieb Gregor Frowein
<Gregor....@gmx.eu> auf de.etc.bahn.misc :

> Damit können wir unsere Unterhaltung beenden.

Wenn Sie dann mit dem Hochgefühl der Überlegenheit von Supermännern
in das Neue Jahr rutschen, dann sollen Sie das auch gerne so genießen.
Möge das Eis recht glatt sein.

Ich freu mich einfach, eine nette kleine Arbeit gemacht zu haben.
Ihre Häme, weil Sie das nicht hingekriegt haben, juckt mich dabei
nicht im geringsten. Sie verlangt mir nur ein Grinsen ab - auch ein
Erfolg. Achten Sie auf Ihren Blutdruck! Zuviel Ärger über die Erfolge
anderer kann zum Hirnschlag und damit zum Exitus führen!

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