"Es war ein einziger Alptraum", sagte Lee Godfree. "Unsere Kinder haben
auf dem Boden geschlafen, ihnen war schlecht und es gab nur eine
Toilette". "Menschen fielen in Ohnmacht, es war die H�lle." In den
Wagen seien Strom und L�ftung ausgefallen. Reisende h�tten
Asthma-Anf�lle bekommen. Einige h�tten die Notausg�nge selbst �ffnen
m�ssen, sagte Godfrey der BBC.
Wie andere Reisende warf Godfree der Eurostar-Besatzung vor, den
Passagieren nicht ausreichend geholfen zu haben. So h�tten sie allein
aus dem defekten Zug aussteigen und im Dunkeln durch den Tunnel laufen
m�ssen. Schlie�lich seien sie von einem "dreckigen" Transportzug
abgeholt worden.
Man habe sie v�llig sich selbst �berlassen, schimpfte die Reisende
Alison Sturgeon. "Die Zust�nde im Zug waren furchtbar. Wir haben wie
Landstreicher auf dem Fu�boden auf Zeitungen geschlafen, und niemand
wusste, was los war." Nie wieder werde sie mit einem Eurostar fahren,
schwor sie.
Gregoire Sentilhes erkl�rte, er habe die ganze Nacht im
�rmelkanal-Tunnel verbracht. "Um 06 Uhr morgens wurden wir dann von
Feuerwehrleuten aus dem Zug geholt. Wir sind eineinhalb Kilometer mit
unserem Gep�ck gelaufen." Niemand habe etwas zu Trinken gehabt oder sei
informiert worden, was vor sich gehe.
Der Zugbetrieb wurde auf unbestimmte Zeit eingestellt. Mit Testz�gen
wollte Eurostar am Sonntag die Ursache des Totalversagens der
Zugtechnik ermitteln. Die Hoffnung, die Z�ge ab Montag wieder fahren
lassen zu k�nnen, erf�llte sich nicht - womit sich der ohnehin schon
immense Schaden f�r Eurostar weiter vergr��erte: Mitten im
Weihnachtsreiseverkehr mussten am vierten Adventwochenende insgesamt
57.000 Reisende umbuchen, in den n�chsten Tagen kommen wohl noch viele
dazu.
GW
Wo bleibt eigentlich unser üblicher SNCF-Bot der uns erklären wird dass
daran bestimmt die Briten oder irgendjemand anderes außerhalb der
Grande Nation schuld ist?
Oder ist der im Ärmelkanal vergessen gegangen?
Lange schon kein Gefasel in debx mehr vernommen.
[de.talk.tagesgeschehen] herausgenommen.
Gruß Ralf
--
Wollen sie einen Bedienplatz von Siem***, oder gleich was gescheites?
Liegt schon l�ngst mit einer AF-Maschine bei Brasilien auf dem Boden des
Atlantik...
Jan
--
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Jan, Ramona & Johanna Homepage: http://www.heidoc.net/
>Wo bleibt eigentlich unser �blicher SNCF-Bot der uns erkl�ren wird dass
>daran bestimmt die Briten oder irgendjemand anderes au�erhalb der
>Grande Nation schuld ist?
>Oder ist der im �rmelkanal vergessen gegangen?
Leider nicht.
>Lange schon kein Gefasel in debx mehr vernommen.
Den �blichen Stuss sondert er in fr.misc.transport.rail ab.
> Sie waren 16 Stunden unter dem �rmelkanal gefangen, eingesperrt in
> dunklen und unbeheizten Eisenbahnwaggons. Die meisten der rund 2500
> Passagiere der Eurostar-Z�ge sind immer noch au�er sich.
Das von Herrn Wiese gew�hlte Betreff hat mit den Inhalt des von ihm
kopierten Zeitungsartikels zu tun.
Solche technischen Pannen k�nnen immer und �berall passieren -- ich
darf an die Achsenkrise bei den ICE-3 und ICE-T erinnern, die den
ICE-Verkehr in Deutschland fast zum Erliegen gebracht hat, an die
Katastrophe von Eschede, die 101 Menschen aus dem Leben bef�rdert hat,
wegen mangelnder Wartung und �berwachung einer Technik, die bis dahin
noch nie bei Hochgeschwindigkeitsz�gen eingesetzt worden war.
Die wirklichen Probleme liegen woanders, und zwar in zwei Gebieten:
1. die politisch motivierte Privatisierung, die den inneren
Zusammenhang des Bahnbetriebs zerschl�gt und Rechtsanw�lte vor jede
direkte L�sung eines praktischen Problems zwischenschaltet, die
erstmal Haftungsfragen und wer wem wieviel zahlt kl�ren m�ssen, bevor
im "kleinen Dienstweg" einfache Probleme einfach gel�st werden k�nnen;
und
2. die politisch motivierten Sicherheitsbestimmungen (im Sinne von
"security", nicht von "safety"), die einen einfachen Pendelverkehr,
der in Ashford (Kent) oder gar in Calais-Fr�thun endet praktisch
unm�glich macht, weil in diesen kleinen Bahnh�fen nicht die gro�e Zahl
von Reisenden in einem Eurostar (bis 794 Personen) sicherheitsm��ig
mit Durchleuchtung des Gep�cks etc abgefertigt werden k�nnen (man hat
das vor einigen Jahren, als die Anfahrt zum Londoner Bahnhof Waterloo
wegen eines Brandes mit Explosionsgefahr an der Strecke gesperrt war)
probiert, und das hat zum Kollaps des Bahnhofs Ashoford International
gef�hrt.
mfG,
L.W.
--
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Gewinnen und verlieren in einer Diskussion k�nnen sich
vern�nftigerweise nur beziehen auf Gewinn an Erkenntnis und Verlust
von Vorurteilen. Wer meint, es ginge um Gewinnen von Pl�tzen in der
Hackordnung und Niedermachen eines "Gegners", sollte sich begraben
lassen.
> Wo bleibt eigentlich unser �blicher SNCF-Bot der uns erkl�ren wird dass
> daran bestimmt die Briten oder irgendjemand anderes au�erhalb der
> Grande Nation schuld ist?
> Oder ist der im �rmelkanal vergessen gegangen?
Nein, der sch�umt �ber die Betriebsaufnahme der
"Sapsan"-Hochgeschwindigkeitsz�ge zwischen Moskau und Petrograd, weil
diese Z�ge n�mlich von Siemens gebaut wurden, also der letzte Dreck
sind.
Ich w�rde gerne wissen, was die Fa. Siemens dem angetan hat.
MfG,
L.W.
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