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Man hat den Eindruck, bei der Bahn sitzt jemand ...

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Dave U. Random

unread,
May 28, 2013, 5:44:28 PM5/28/13
to

Wor�ber man aber mal sprechen k�nnte, sind die Erkl�rungen der Bahn,
die in diesen Situationen aus dem Lautsprecher kommen. Denn nicht
immer ist da von ganz normalen "vereisten Oberleitungen" oder
"Weichenproblemen" die Rede. Eine unserer Kolleginnen (Bahn-Card-100-
Besitzerin) vertritt die These, bei der Bahn gebe es ein dickes Buch
voller frei ausgedachter Gr�nde f�r Versp�tungen. Und ja, dieser
Gedanke hat was.

http://www.tagesschau.de/schlusslicht/geschirrspueler-dresden100.html

Dave

Gerd Belo

unread,
May 30, 2013, 5:28:55 AM5/30/13
to
Am 28.05.2013 23:44, schrieb Dave U. Random:

> .... bei der Bahn gebe es ein dickes Buch
> voller frei ausgedachter Gründe für Verspätungen.

Dann würden ja immer die selben Gründe genannt werden, das geht
natürlich nicht!

Vielmehr gibt es einen (internen) Wettbewerb, bei dem sogar die besten
Verspätungsgründe prämiert werden! Allerdings werden die Prämien ähnlich
der GEMA-Gebühren ausgeschüttet, nämlich nach Anzahl der Durchsagen. Da
einige einflussreiche Mitarbeiter die Urheberrechte an ziemlich
nichtssagenden Ansagen haben, werden die natürlich öfter eingesetzt, so
das wirklich kreative Werke nur in Sonderfällen zum Einsatz kommen.......

Tschüß GERD
--
Gerd Belo
G.B...@BAFAS.de

Anne Bonfigt

unread,
May 30, 2013, 9:49:03 AM5/30/13
to
Besonders prämienverdächtig:
Störungen im Betriebsablauf
Signal- oder Weichenstörung
Verspätung aus vorhergehender Fahrt

Apropos GEMA. Immer wieder schön:

http://www.youtube.com/watch?v=jiOTKjXZaYI

Kreative Ansagen höre ich nur selten, obwohl ich in der Hauptstadt
der Verspätungen lebe und zwangsläufig viel Zeit am Bahnhof verbringe.

http://url9.de/E59

ciao
Anne
Message has been deleted

Marc Ensenbach

unread,
May 30, 2013, 10:26:13 AM5/30/13
to
Am 30.05.2013 16:15, schrieb Michael Kümmling:
> Nun, eine Liste mit Verspätungsgründen gibt es tatsächlich, ob sie
> erfunden sind, sei mal dahingestellt. Hier eine selbst gesammelte
> (deswegen nicht vollständige) Liste der Verspätungsgründe im RIS:
> [...]

Ich ergänze

> 9:

Streikauswirkungen

> 19:

Unfall an einem Bahnübergang

und nehme mir im Gegenzug die Texte zu 10 und 17.

Grüße,

Marc

Dirk Moebius

unread,
May 30, 2013, 1:44:38 PM5/30/13
to
On 5/30/13 15:49 , Anne Bonfigt wrote:
> Am 30.05.2013 11:28, schrieb Gerd Belo:
>> Am 28.05.2013 23:44, schrieb Dave U. Random:
>>
>>> .... bei der Bahn gebe es ein dickes Buch
>>> voller frei ausgedachter Gründe für Verspätungen.
>>
>> Dann würden ja immer die selben Gründe genannt werden, das geht
>> natürlich nicht!
>>
>> Vielmehr gibt es einen (internen) Wettbewerb, bei dem sogar die besten
>> Verspätungsgründe prämiert werden! Allerdings werden die Prämien ähnlich
>> der GEMA-Gebühren ausgeschüttet, nämlich nach Anzahl der Durchsagen. Da
>> einige einflussreiche Mitarbeiter die Urheberrechte an ziemlich
>> nichtssagenden Ansagen haben, werden die natürlich öfter eingesetzt, so
>> das wirklich kreative Werke nur in Sonderfällen zum Einsatz kommen.......
>
> Besonders prämienverdächtig:
> Störungen im Betriebsablauf
> Signal- oder Weichenstörung
> Verspätung aus vorhergehender Fahrt

Oder - bei versehentlich regenlosem Wochenende

"wegen einem erhoehten Fahrgastaufkommen" (ja, Dativ)

Kann ja keiner ahnen, dass die Berliner am Wochenende rausfahren,
womoeglich noch mit dem Fahrrad im RE.


Gruss
Dirk

--
If I steal your bicycle you have to take the bus,
but if I just copy it, there’s one for each of us.

http://questioncopyright.org/minute_memes/copying_is_not_theft
Message has been deleted

Reinhard Greulich

unread,
May 30, 2013, 3:23:13 PM5/30/13
to
Felix Rublack schrieb am Thu, 30 May 2013 21:09:51 +0200:

> Dafür aber das Zugbegleitpersonal verantwortlich zu machen und der Lüge
> zu bezichtigen, ist einfach nur eine bodenlose Frechheit.

Lass den Troll doch einfach, das ist keine Silbe wert.

Gruß - Reinhard.

--
70086
~=@=~ www.debx.de ~=@=~
die Homepage der deb*-Newsgruppen.

Ralf Gunkel

unread,
May 30, 2013, 3:42:04 PM5/30/13
to
Am 30.05.13 21:09, schrieb Felix Rublack:
>Am 30.05.2013 19:44, schrieb Dirk Moebius:
>> On 5/30/13 15:49 , Anne Bonfigt wrote:
...
>>>
>>> Besonders prämienverdächtig:
>>> Störungen im Betriebsablauf
>>> Signal- oder Weichenstörung
>>> Verspätung aus vorhergehender Fahrt
>>
>> Oder - bei versehentlich regenlosem Wochenende
>>
>> "wegen einem erhoehten Fahrgastaufkommen" (ja, Dativ)
>>
>> Kann ja keiner ahnen, dass die Berliner am Wochenende rausfahren,
>> womoeglich noch mit dem Fahrrad im RE.

Der Besteller sollte es wissen und entsprechend bestellen oder gewillt sein
dem Auftragnehmer (EVU) einen gewissen Spielraum einräumen bzw. die nötige
Mehrleistung im Nachgang bezahlen.

Aber Hallo, wir sind hier beim ÖPNV und da gilt "Geiz ist geil".

>
>Das hat aber nichts mit dem Artikel zu tun. Schließlich wird dort
>behauptet, viele Verspätungsbegründungen seinen frei erfunden. Wenn man
>- wie der Autor - keine Ahnung hat, mag sich "Wegen noch fehlender
>Fahrtunterlagen wird sich unsere Fahrt auf unbestimmte Zeit verzögern."
>abstrus anhören, ist aber nun mal gültiges Regelwerk der DB (Keine
>Zugfahrt ohne Fahrplan). Natürlich läuft bei der Bahn nicht alles glatt.
>Dafür aber das Zugbegleitpersonal verantwortlich zu machen und der Lüge
>zu bezichtigen, ist einfach nur eine bodenlose Frechheit.

Bisweilen kann man schon der Versuchung erliegen das zu glauben. Wenn eine
Verspätung mit bekannten Grund wahrend der Fährt von Signalstörung

(scheint ohnehin die beliebteste Erstaussage zu sein wenn man noch nichts
genaues weiss) über Zufolge und Fahrzeugdefekt zum hohen Fahrgastandrag
mutiert.
Aber da wird es dem Personal auf dem Zug auch nicht anders gehen wenn die
das so auf ihr Streicheltelefon für das mehr oder minder qualifizierte
Ablesen bei den Durchsagen gesendet bekommen.


Gruss Ralf (jetzt mit extra Gnampf)
--
"Sicherungstechnik ist praktizierte Paranoia. Und das ist gut so." Dirk
Moebius in deb*

Ralf Gunkel

unread,
May 30, 2013, 3:43:06 PM5/30/13
to
Am 30.05.13 21:23, schrieb Reinhard Greulich:
>Felix Rublack schrieb am Thu, 30 May 2013 21:09:51 +0200:
>
>> Dafür aber das Zugbegleitpersonal verantwortlich zu machen und der Lüge
>> zu bezichtigen, ist einfach nur eine bodenlose Frechheit.
>
>Lass den Troll doch einfach, das ist keine Silbe wert.
>
Was hast du gegen Dirk?
Er hat nicht ganz Unrecht.

Reinhard Greulich

unread,
May 30, 2013, 4:45:27 PM5/30/13
to
Ralf Gunkel schrieb am 30 May 2013 19:43:06 GMT:

> Was hast du gegen Dirk?
> Er hat nicht ganz Unrecht.

Oh, ich meine nicht Dirk, sondern den OP. Der steckt bei mir tief im
Trollfilter und wird nur zitatweise hochgespült.

"Erhöhtes Fahrgastaufkommen" wäre ja nicht ganz falsch. "Erhöhtes
Deppenradleraufkommen" kann man ja nicht wirklich öffentlich sagen.

Reinhard Greulich

unread,
May 30, 2013, 4:48:51 PM5/30/13
to
Ralf Gunkel schrieb am 30 May 2013 19:42:04 GMT:

> Der Besteller sollte es wissen und entsprechend bestellen oder gewillt sein
> dem Auftragnehmer (EVU) einen gewissen Spielraum einr�umen bzw. die n�tige
> Mehrleistung im Nachgang bezahlen.

Der Besteller will Sitzpl�tze, Sitzpl�tze und nochmal Sitzpl�tze, weil
sich Zahlen so gut machen. Aber nicht "koste es, was es wolle",
sondern "koste es bitte nix", was dann zu den ber�hmten Klappsitzen
vorm Klo f�hrt, wo sich dann Radler und Fahrg�ste bei Vorhandensein
beider maximal behindern k�nnen.

Macht es ein anderer Besteller richtig und l�sst er die Metronom-Z�ge
mit einem Sommer-Fahrradabteil ausr�sten, dann n�rgeln gleich wieder
welche, dass ihnen so sch�ne Sitzpl�tze weggenommen werden.

Gru� - Reinhard.

frank paulsen

unread,
May 31, 2013, 5:51:37 AM5/31/13
to
Felix Rublack <fr...@frubi.net> writes:

> Das hat aber nichts mit dem Artikel zu tun. Schließlich wird dort
> behauptet, viele Verspätungsbegründungen seinen frei erfunden. Wenn man
> - wie der Autor - keine Ahnung hat, mag sich "Wegen noch fehlender
> Fahrtunterlagen wird sich unsere Fahrt auf unbestimmte Zeit verzögern."
> abstrus anhören, ist aber nun mal gültiges Regelwerk der DB (Keine
> Zugfahrt ohne Fahrplan).

das ist genauso abstrus, wie es sich anhoert: als buchfahrplaene noch in
papierform vorgehalten werden mussten, war das fehlen von fahrplaenen
ein vergleichsweise seltener fehler.

heute ist das ein haeufiger fehler geworden, obwohl papier immer noch in
hinreichenden mengen hergestellt wird...

--
frobnicate foo

Ralf Gunkel

unread,
May 31, 2013, 8:39:33 PM5/31/13
to
Am 31.05.13 11:51, schrieb frank paulsen:
>Felix Rublack <fr...@frubi.net> writes:
>
>> Das hat aber nichts mit dem Artikel zu tun. Schließlich wird dort
>> behauptet, viele Verspätungsbegründungen seinen frei erfunden. Wenn man
>> - wie der Autor - keine Ahnung hat, mag sich "Wegen noch fehlender
>> Fahrtunterlagen wird sich unsere Fahrt auf unbestimmte Zeit verzögern."
>> abstrus anhören, ist aber nun mal gültiges Regelwerk der DB (Keine
>> Zugfahrt ohne Fahrplan).
>
>das ist genauso abstrus, wie es sich anhoert: als buchfahrplaene noch in
>papierform vorgehalten werden mussten, war das fehlen von fahrplaenen
>ein vergleichsweise seltener fehler.

Wieso nutzt du die Vergangenheitsform?
Buchfahrpläne füllen auch heute noch die Schränke der Führerstandsrückwand.
Vor nicht mal 2 Wochen gesehen.

Reinhard Greulich

unread,
Jun 1, 2013, 6:00:24 AM6/1/13
to
Ralf Gunkel schrieb am 1 Jun 2013 00:39:33 GMT:

> Buchfahrpläne füllen auch heute noch die Schränke der Führerstandsrückwand.
> Vor nicht mal 2 Wochen gesehen.

Wenn die nicht regelmäßig genutzt werden, fehlt aber offenbar schon
mal der, den man gerade braucht. Auch schon erlebt in einem ICE-3, ein
Spaziergang zum anderen Ende brachte dann das Gesuchte und natürlich
ein paar Minuten mehr Verspätung.

Dabei eine Frage an die Profis: wenn die EBULA-Anzeige tot ist und
angenommen, es liegt am Display, kann man die Anzeige auf ein anderes
umleiten, wenn man will? - Wobei sich dann das Problem stellen würde,
dass man was anderes nicht mehr sieht, schon klar...

Gruß - Reinhard.

Gerd Belo

unread,
Jun 1, 2013, 7:48:38 AM6/1/13
to
Am 01.06.2013 12:00, schrieb Reinhard Greulich:
>
> Dabei eine Frage an die Profis: wenn die EBULA-Anzeige tot ist und
> angenommen, es liegt am Display, kann man die Anzeige auf ein anderes
> umleiten, wenn man will?

Nein. Es ist ja nicht nur das Display, dahinter sitzt ein kompletter PC.
Und dessen Software ist in keinem der anderen der Displays verfügbar.

Reinhard Greulich

unread,
Jun 1, 2013, 8:25:33 AM6/1/13
to
Gerd Belo schrieb am Sat, 01 Jun 2013 13:48:38 +0200:

> Nein. Es ist ja nicht nur das Display, dahinter sitzt ein kompletter PC.
> Und dessen Software ist in keinem der anderen der Displays verfügbar.

Ah, okay. Auf den zweiten Teil bezog sich meine Frage.

Ralf Gunkel

unread,
Jun 1, 2013, 9:05:01 AM6/1/13
to
Am 01.06.13 14:25, schrieb Reinhard Greulich:
>Gerd Belo schrieb am Sat, 01 Jun 2013 13:48:38 +0200:
>
>> Nein. Es ist ja nicht nur das Display, dahinter sitzt ein kompletter PC.
>> Und dessen Software ist in keinem der anderen der Displays verfügbar.
>
>Ah, okay. Auf den zweiten Teil bezog sich meine Frage.
>
Was auch kein Problem ist / sein sollte da die Druckversion die
Rückfallebene darstellt.
Was natürlich auch voraussetzt dass diese vollständig ist.
Bei großflächig eingesetzten Fahrzeugen kann es aber auch mal vorkommen das
Strecken besucht werden für die der Tf Streckenkunde besitzt aber die
Unterlagen nicht im Schrank stehen da die Lok sonst 1-2m länger sein musste
für die Bücherregale.

Gerd Belo

unread,
Jun 1, 2013, 10:18:18 AM6/1/13
to
Am 01.06.2013 15:05, schrieb Ralf Gunkel:

> Was auch kein Problem ist / sein sollte da die Druckversion die
> Rückfallebene darstellt.
> Was natürlich auch voraussetzt dass diese vollständig ist.

Die "Druckversion" besteht aus dem Ausdruck der EBuLa, ist auf keinem
Fahrzeug verfügbar und kann nur per Turnschuhnetz übertragen werden. Da
das Turnschuhnetz immer mehr zurückgebaut wird, ist das nur dann eine
Alternative, wenn das Gerät an einem "günstigen" Ort ausfällt.

Die auf dem Fahrzeug verfügbaren Ersatzfahrpläne sind mehr allgemeiner
Natur. Fällt das Fahrzeuggerät während der Fahrt aus, wird der Fahrplan
per Fahrplanmitteilung dem Lokführer diktiert. Der muss dann die darin
vorgegebenen Hefte heraussuchen. In der Regel ist dieser Fahrplan nur
bis zum nächsten Bahnhof abgefasst, wo ein Ausdruck an übergeben werden
kann.

Die Fahrzeuge sind übrigens mit netzweiten Ersatzfahrplänen bestückt,
wenn sie netzweit eingesetzt werden, allerdings beschränkt auf ihre
Fahrzeugeigenschaften. (z.B. Ersatzfahrpläne für Güterzüge findet man
nicht auf ICEs, Elloks haben keine Ersatzfahrpläne für nicht
elektrifizierte Strecken)

Ralf Gunkel

unread,
Jun 1, 2013, 10:25:50 AM6/1/13
to
Am 01.06.13 16:18, schrieb Gerd Belo:
Danke fur die detallierte Korrektur.
Fur mich sehen diese rosa Hefte gleich aus.

;-)

Da stellt sich langsam die Frage weshalb man sowas diktiert und nicht etwa
via GSM-R und einem Faxgerät überträgt. Also erst mal überhaupt ein Fax
installiert. Diverse Private haben das schon lange.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jun 1, 2013, 11:40:32 AM6/1/13
to
Ralf Gunkel <nutznetz.nos...@ralf-gunkel.de> wrote:

>Da stellt sich langsam die Frage weshalb man sowas diktiert und nicht etwa
> via GSM-R und einem Faxgerät überträgt. Also erst mal überhaupt ein Fax
> installiert. Diverse Private haben das schon lange.

Fax?! Das geht doch deutlich moderner und hochauflösender, voll
elektronisch, ohne Gezettel, oder dann eben das PDF ausdrucken.


-ras

--

Ralph A. Schmid

http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/

Ralf Gunkel

unread,
Jun 1, 2013, 11:50:02 AM6/1/13
to
Am 01.06.13 17:40, schrieb Ralph A. Schmid, dk5ras:
>Ralf Gunkel <nutznetz.nos...@ralf-gunkel.de> wrote:
>
>>Da stellt sich langsam die Frage weshalb man sowas diktiert und nicht etwa
>> via GSM-R und einem Faxgerät überträgt. Also erst mal überhaupt ein Fax
>> installiert. Diverse Private haben das schon lange.
>
>Fax?! Das geht doch deutlich moderner und hochauflösender, voll
>elektronisch, ohne Gezettel, oder dann eben das PDF ausdrucken.
>
Das war ein anderes (südlich D gelegenes) EVU das "EBuLa" mittels PDA
wesentlich schneller und flexibler aktivierten.
Das altmodische Fax an GSM-R hatte den Vorteil zugscharf zu übermitteln.

Oder hat man den Tf mittlerweile auch entsprechend taugliche
Streicheltelefone beschafft?

Reinhard Greulich

unread,
Jun 1, 2013, 1:15:19 PM6/1/13
to
Ralf Gunkel schrieb am 1 Jun 2013 15:50:02 GMT:

> Das war ein anderes (südlich D gelegenes) EVU das "EBuLa" mittels PDA
> wesentlich schneller und flexibler aktivierten.

Das südlich gelegene EVU (und die da fahrenden Privaten ebenso) haben
allerdings auch PDA am Mann, die eine hinreichende Wiedergabegröße
gewährleisten, ohne Papier bedrucken zu müssen. Alternativ bräuchte
man irgendwas auf jedem Führerstand, womit sich Papier bedrucken lässt
(ich weiß, Steve hielt bedrucktes Papier für überholt).

Fa.l.k.Sc.h.ad.e

unread,
Jun 1, 2013, 5:53:11 PM6/1/13
to
Am 01.06.2013 17:40, schrieb Ralph A. Schmid, dk5ras:
> Ralf Gunkel <nutznetz.nos...@ralf-gunkel.de> wrote:
>
>> Da stellt sich langsam die Frage weshalb man sowas diktiert und nicht etwa
>> via GSM-R und einem Faxgerät überträgt. Also erst mal überhaupt ein Fax
>> installiert. Diverse Private haben das schon lange.
>
> Fax?! Das geht doch deutlich moderner und hochauflösender, voll
> elektronisch, ohne Gezettel, oder dann eben das PDF ausdrucken.
>
wenn man das auf dem Führerstand ausdrucken wöllte, wäre bestimmt die
Rolle im Fax/Drucker gerade zu Ende ;-)

Helmut Barth

unread,
Jun 2, 2013, 7:51:53 AM6/2/13
to
Salut!

Reinhard Greulich schrieb:

> Dabei eine Frage an die Profis: wenn die EBULA-Anzeige tot ist und
> angenommen, es liegt am Display, kann man die Anzeige auf ein anderes
> umleiten, wenn man will? - Wobei sich dann das Problem stellen würde,
> dass man was anderes nicht mehr sieht, schon klar...

Prinzipiell ist es beim ICE3 ja schon so, dass die Ebula-
_Anzeige_ auf das rechte maschinentechnische Display umgeleitet
wird und die dortigen Anzeigen während der Fahrt nicht mehr
abgerufen werden dürfen (technisch ist das problemlos möglich,
aber "kein Zug darf ohne Fahrplan bla blubb").

Liegt der Fehler am Display ist das halt komplett tot, liegt
der Fehler am Ebularechner oder dessen Verbindung zum großen Netz
dann ist die Rückfallebene Papier und man kann das rechte Display
noch für fahrzeugtechnische Anzeigen und Bedienungen verwenden.

Es war angedacht eine weitere elektronische Rückfallebene in
mobiler Form zu schaffen, aber da tun sich, sehr bedauerlich aber
wenig überraschend, wohl enorme Probleme bei der
Genehmigungsfähigkeit auf :(.

Grüßle, Helmut

Helmut Barth

unread,
Jun 2, 2013, 7:54:52 AM6/2/13
to
Salut!

Fa.l.k.Sc.h.ad.e schrieb:

> wenn man das auf dem Führerstand ausdrucken wöllte, wäre bestimmt die
> Rolle im Fax/Drucker gerade zu Ende ;-)

Vorteil für die DB: In den Toiletten gibt es noch
Papierhandtücher ;).

Grüßle, Helmut

Helmut Barth

unread,
Jun 2, 2013, 8:00:43 AM6/2/13
to
Salut!

Reinhard Greulich schrieb:

> Das südlich gelegene EVU (und die da fahrenden Privaten ebenso) haben
> allerdings auch PDA am Mann, die eine hinreichende Wiedergabegröße
> gewährleisten, ohne Papier bedrucken zu müssen.

Vergleichbares mit modernen Streicheldisplays in Tablettenform
war für die DB angedacht. Es stellten sich allerdings ein paar
Fragen die die Genehmigungsfähigkeit des Ganzen stark negativ
beeinträchtigen. Im Moment ist es um das Projekt, wie schon vor
Jahren als es "Notebooks für alle" hieß, wieder einmal sehr ruhig
geworden.

Grüßle, Helmut

Reinhard Greulich

unread,
Jun 2, 2013, 8:24:10 AM6/2/13
to
Helmut Barth schrieb am Sun, 02 Jun 2013 14:00:43 +0200:

> Es stellten sich allerdings ein paar
> Fragen die die Genehmigungsfähigkeit des Ganzen stark negativ
> beeinträchtigen. Im Moment ist es um das Projekt, wie schon vor
> Jahren als es "Notebooks für alle" hieß, wieder einmal sehr ruhig
> geworden.

Die dortige Genehmigungsbehörde mag etwas unbürokratischer agieren,
aber letztlich gucken die auch genau hin. Sie hatten da ja schon
frühzeitig Lokführer-Psions, danach auch mal Notebooks. Die waren
sogar von Sienehmens und wirkten ziemlich bahnfest, ganz anders als so
ein Obsttablett, aber da waren die Psions auch nicht stabiler.

Letztlich geht es aber um deutlich weniger, was die reine Zahl angeht.
Ich könnte mir schon vorstellen, dass die Kosten da heftig mitspielen,
denn damit geht jede technische Weiterentwicklung, und sei es nur,
dass der Hersteller sich mal wieder einen neuen Connector ausdenkt,
gleich heftig ins Geld.

Reinhard Greulich

unread,
Jun 2, 2013, 8:29:09 AM6/2/13
to
Helmut Barth schrieb am Sun, 02 Jun 2013 13:51:53 +0200:

> Es war angedacht eine weitere elektronische Rückfallebene in
> mobiler Form zu schaffen, aber da tun sich, sehr bedauerlich aber
> wenig überraschend, wohl enorme Probleme bei der
> Genehmigungsfähigkeit auf :(.

Ach[tm].

Fa.l.k.Sc.h.ad.e

unread,
Jun 2, 2013, 8:34:04 AM6/2/13
to
auch da gibt es manchmal nur noch heiße Luft ;-)

Fa.l.k.Sc.h.ad.e

unread,
Jun 2, 2013, 8:36:26 AM6/2/13
to
Am 02.06.2013 14:29, schrieb Reinhard Greulich:
> Helmut Barth schrieb am Sun, 02 Jun 2013 13:51:53 +0200:
>
>> Es war angedacht eine weitere elektronische Rückfallebene in
>> mobiler Form zu schaffen, aber da tun sich, sehr bedauerlich aber
>> wenig überraschend, wohl enorme Probleme bei der
>> Genehmigungsfähigkeit auf :(.
>
> Ach[tm].
>
bei uns (ZuB) heißt es ja immer das Eba verlangt bestimmt Unterlagen in
Papierform! Blöd nur wenn man im Zug mit den EbA Leuten ins Gespräch
kommt und die
dann sage ist uns egal, Hauptsache dabei. Und ich habe nicht nur mit
einem gesprochen.

Ralf Gunkel

unread,
Jun 2, 2013, 8:48:43 AM6/2/13
to
Am 02.06.13 14:36, schrieb Fa.l.k.Sc.h.ad.e:
EBL Menschen und da gerade die vom Betrieb können noch wesentlich paranoider
sein wie eine Mutation aus LSTer und EBA Prüfer jedweder Sparte.

Ich bin immer wieder erstaunt wie wenig innovationsfreudig die sind.
Das gipfelt dann regelmässig darin dass auf technischer. Innovationen schön
tolle Regelungen draufgesattelt werden die die Innovation de facto wieder
entwerten.
Man denke auch an den Schwachsinn mit dem Befehl "sie bleiben halten" bei
Signalrücknahme obwohl das ganze schon Jahrzehnte ohne den Befehl
funktionierte und der Sicherheitsgewinn Null war. Gut, der Ehrlichkeit
halber sei gesagt dass man den Mist wenigstens wieder rückgängig gemacht
hat.
Aber viele Dinge und Vorteile die man aus modernen ESTW und
Gleisfreimeldeanlagen gerade bei Störungen herauskitzeln könnte werden
nicht genutzt und ganz im Gegenteil noch Verkompliziert.
Sobald der Regelprozess ausfällt (Display am EBuLa defekt, Achszähler Kasper
usw. usf.) fällt man immer wieder von Informationszeitalter zum Zeitalter
des Faustkeil zurück...

Helmut Barth

unread,
Jun 2, 2013, 9:58:56 AM6/2/13
to
Salut!

Reinhard Greulich schrieb:

> Letztlich geht es aber um deutlich weniger, was die reine Zahl angeht.
> Ich könnte mir schon vorstellen, dass die Kosten da heftig mitspielen,
> denn damit geht jede technische Weiterentwicklung, und sei es nur,
> dass der Hersteller sich mal wieder einen neuen Connector ausdenkt,
> gleich heftig ins Geld.

Naja, ums Geld geht es natürlich auch. Dabei spielt zum einen
natürlich eine Rolle, dass man sehr viel Papier (auch abseits von
Ebula) durch Elektronen ersetzt, was einen dicken Nutzen bringt.

Auf der anderen Seite steht neben der relativ preiswerten
Standardhardware allerdings ein kostenträchtiger Nachweis der
sicheren Darstellung auf dem Konto. Man will schließlich
möglichst sicher ausgeschlossen wissen, dass dem Tf manipulierte
Fahrpläne untergeschoben werden können, bzw. dass die Darstellung
der Fahrpläne selbst auf dem Rechner manipuliert werden kann.

Bei Ebula als geschlossenem System ist der Nachweis noch
"relativ einfach". Bei einem Tablett mit unkontrollierbaren
Anschlussmöglichkeiten (USB, Speicherkarten) und WLAN (ggf.
Bluetooth) und einem nicht näher kontrollierbaren Betriebssystem
wird das aber IMHO im Grunde unmöglich.

Die Hardware dürfte vor dem Hintergrund klar der kleinste
Posten auf der Rechnung sein, selbst wenn man in ein paar Jahren
wegen schwachen Akkus, Defekten, Ersatzteilmangel und der
allfälligen Weiterentwicklung mal neue Geräte braucht.

Grüßle, Helmut

Helmut Barth

unread,
Jun 2, 2013, 10:02:02 AM6/2/13
to
Salut!

Fa.l.k.Sc.h.ad.e schrieb:
Vorteil für die SNCF: Die produzieren heiße Luft mit Atomstrom,
bei uns braucht man dafür überwiegend Gebäude in Stadtzentren.

SCNR, Helmut

Reinhard Greulich

unread,
Jun 2, 2013, 10:24:33 AM6/2/13
to
Helmut Barth schrieb am Sun, 02 Jun 2013 15:58:56 +0200:

> Auf der anderen Seite steht neben der relativ preiswerten
> Standardhardware allerdings ein kostenträchtiger Nachweis der
> sicheren Darstellung auf dem Konto. Man will schließlich
> möglichst sicher ausgeschlossen wissen, dass dem Tf manipulierte
> Fahrpläne untergeschoben werden können, bzw. dass die Darstellung
> der Fahrpläne selbst auf dem Rechner manipuliert werden kann.

War Ebula nicht mal als nicht signaltechnisch sicheres
Unterstützungs-Beiwerk deklariert? Im Zweifel braucht man halt immer
noch den Aktenschrank im Führerraum, die bisherigen Rückfallebenen
muss man deswegen ja nicht gleich abschaffen.

> Bei Ebula als geschlossenem System ist der Nachweis noch
> "relativ einfach". Bei einem Tablett mit unkontrollierbaren
> Anschlussmöglichkeiten (USB, Speicherkarten) und WLAN (ggf.
> Bluetooth) und einem nicht näher kontrollierbaren Betriebssystem
> wird das aber IMHO im Grunde unmöglich.

Ohne dass ich weiß wie, haben die Schweizer, die da ja keine kleineren
Anforderungen haben und wo der Betrieb im Großen und Ganzen kaum
anders funktioniert, das offenbar gelöst. Die Endgeräte sind Standard,
aber es gibt als Schnittstelle zur Außenwelt da, wie ich es
mitbekommen habe, so eine geschlossene Benutzergruppe, über die dann
Software und Updates eingespielt werden - entsprechend kann man
umgekehrt extern auch keine schweizer Buchfahrpläne aus dem AppStore
herunterladen.

Wahrscheinlich gibt es, wenn man will, aber ganz viele sehr gute
Gründe, das trotzdem alles neu zu entwickeln, oder es halt gleich zu
lassen.

> Die Hardware dürfte vor dem Hintergrund klar der kleinste
> Posten auf der Rechnung sein, selbst wenn man in ein paar Jahren
> wegen schwachen Akkus, Defekten, Ersatzteilmangel und der
> allfälligen Weiterentwicklung mal neue Geräte braucht.

Und man muss einigermaßen Vertrauen in den Lieferanten haben, dass er
nicht auf irgendwelche komischen Ideen kommt. Vor allem, wenn der so
groß ist, dass so ein Eisenbahnunternehmen irgendwo jenseits des
Atlantik für den zu vernachlässigende Peanuts sind. Immerhin haben die
SBB den Laden ja erfolgreich zu einer nicht ganz kleinen Lizenzzahlung
für das Kopieren ihrer Bahnhofsuhren bewegen können, von daher sollte
der Name nicht ganz unbekannt sein. ;-)

Marc Haber

unread,
Jun 2, 2013, 12:03:35 PM6/2/13
to
Reinhard Greulich <usn0208...@greulich.de> wrote:
>Letztlich geht es aber um deutlich weniger, was die reine Zahl angeht.
>Ich könnte mir schon vorstellen, dass die Kosten da heftig mitspielen,
>denn damit geht jede technische Weiterentwicklung, und sei es nur,
>dass der Hersteller sich mal wieder einen neuen Connector ausdenkt,
>gleich heftig ins Geld.

Bei den zu erwartenden Stückzahlen könnte man einem anbieter
vielleicht ins Pflichtenheft schreiben, dass Connector und Halter für
mindestens zehn Jahre konstant zu halten sind.

Grüße
Marc
--
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Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Marc Haber

unread,
Jun 2, 2013, 12:05:20 PM6/2/13
to
Helmut Barth <Helmut...@arcor.de> wrote:
> Bei Ebula als geschlossenem System ist der Nachweis noch
>"relativ einfach". Bei einem Tablett mit unkontrollierbaren
>Anschlussmöglichkeiten (USB, Speicherkarten) und WLAN (ggf.
>Bluetooth) und einem nicht näher kontrollierbaren Betriebssystem
>wird das aber IMHO im Grunde unmöglich.

Android mit CyanogenMod ist weitgehend (komplett) Open Source. Da ist
"kontrollierbar" möglich, und die unerwünschen Features patched man
raus.

Reinhard Greulich

unread,
Jun 2, 2013, 12:07:10 PM6/2/13
to
Marc Haber schrieb am Sun, 02 Jun 2013 18:03:35 +0200:

> Bei den zu erwartenden Stückzahlen könnte man einem anbieter
> vielleicht ins Pflichtenheft schreiben, dass Connector und Halter für
> mindestens zehn Jahre konstant zu halten sind.

Ist bei dem konkreten Anbieter, der da genommen wurde, ziemlich
unvorstellbar. Immerhin haben sie gerade einen neuen Connector
eingeführt, der auch nicht mal schlecht ist - der könnte drei, vier
Jahre bleiben.

Gruß - Reinhard

Kai Skalweit

unread,
Jun 2, 2013, 3:24:22 PM6/2/13
to
Marc Haber schrieb:
>Bei den zu erwartenden St�ckzahlen k�nnte man einem anbieter
>vielleicht ins Pflichtenheft schreiben, dass Connector und Halter f�r
>mindestens zehn Jahre konstant zu halten sind.

Also sowas wie Business-Laptops. Gibt es sowas grund-
saetzlich im Handy-/Smartphone-Bereich?

--
Gruesse
Kai

HC Ahlmann

unread,
Jun 9, 2013, 4:48:03 AM6/9/13
to
Reinhard Greulich <usn0208...@greulich.de> wrote:

> Ralf Gunkel schrieb am 30 May 2013 19:43:06 GMT:
>
> > Was hast du gegen Dirk?
> > Er hat nicht ganz Unrecht.
>
> Oh, ich meine nicht Dirk, sondern den OP. Der steckt bei mir tief im
> Trollfilter und wird nur zitatweise hochgespült.
>
> "Erhöhtes Fahrgastaufkommen" wäre ja nicht ganz falsch. "Erhöhtes
> Deppenradleraufkommen" kann man ja nicht wirklich öffentlich sagen.

Das heißt Torkelradler, sagt drf. Leute, die an regenlosen Wochenenden
aufs Rad steigen, haben selbstverständlich keine Übung und keinen Plan,
wie sie ihre Räder in einen Zug hinein- oder herausbekommen.

Im letzten Jahr trafen einige Dutzend dieser Torkelradler auf einen
überforderten Zugführer. Ein oder zwei Fahrräder blockierten eine linke
Tür einer Dreifachtraktion 628 zwischen Köln Hbf und Blankenheim-Wald,
worauf der Zf per Lautsprecher zum Entfernen dieser Räder aufforderte;
in der Wiederholung der Durchsage kündigte er an, nur mit freiem
Ausstieg weiterzufahren. Es führte zu rund 50 Minuten Wartezeit am
Bahnsteig mit weiteren Durchsagen, in denen heftigere Konsequenzen bis
zur Räumung des Zuges durch die Bundespolizei angedroht wurden. Das eine
ist sicher regelgerecht, die Drohungen waren ungeschickt, denn sie
blieben ohne Konsequenzen. Unter den nicht betroffenen Fahrgästen
stellte sich die Frage, warum die Fahrräder nicht einfach herausgestellt
wurden. Als der nachfolgende Zug auflief (Takt oder Verstärker), wurde
abgepfiffen, obwohl die Räder im Ausstieg waren.

Nächsten Sonntag werden wieder Dutzende Torkelradler zwischen Köln Hbf
und Blankenheim-Wald in einer Zwei- oder Dreifachtraktion 628 zu sehen
sein. Und wir sind mittendrin :-(
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jun 9, 2013, 5:22:03 AM6/9/13
to
hc.ah...@gmx.de (HC Ahlmann) wrote:

>Unter den nicht betroffenen Fahrgästen
>stellte sich die Frage, warum die Fahrräder nicht einfach herausgestellt
>wurden.

Vermutlich hätte meine Frau versucht, mich davon abzuhalten, genau das
zu tun - die blöden Dinger rauszustellen und dann zu warten, wer
panisch gerannt kommt.

Reinhard Greulich

unread,
Jun 9, 2013, 8:02:38 AM6/9/13
to
Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb am Sun, 09 Jun 2013 11:22:03 +0200:

> Vermutlich hätte meine Frau versucht, mich davon abzuhalten, genau das
> zu tun - die blöden Dinger rauszustellen und dann zu warten, wer
> panisch gerannt kommt.

Als Fahrgast hast Du natürlich andere Möglichkeiten, als der an seine
Weisungen gebundene Zugbegleiter. Kann sich manchmal vorteilhaft
ergänzen. ;-)

Gruß - Reinhard.

Marc Haber

unread,
Jun 9, 2013, 9:06:06 AM6/9/13
to
Reinhard Greulich <usn0208...@greulich.de> wrote:
>Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb am Sun, 09 Jun 2013 11:22:03 +0200:
>
>> Vermutlich hätte meine Frau versucht, mich davon abzuhalten, genau das
>> zu tun - die blöden Dinger rauszustellen und dann zu warten, wer
>> panisch gerannt kommt.
>
>Als Fahrgast hast Du natürlich andere Möglichkeiten, als der an seine
>Weisungen gebundene Zugbegleiter. Kann sich manchmal vorteilhaft
>ergänzen. ;-)

In der MRB hat der Lokführer gestern in Koblenz auch ein paar Radler
zur Ordnung gewiesen. Fand ich völlig in Ordnung und angemessen.
Message has been deleted

Paul Muster

unread,
Jun 9, 2013, 10:05:43 AM6/9/13
to
On 09.06.2013 15:41, Ralf . K u s m i e r z wrote:

> Wenn aber der Zug wegen sowas fast eine Stunde rumsteht, dann sind
> alle Beteiligten bescheuert - nicht nur die Fahrgäste, welche, sondern
> auch diejenigen, die an sich unbeteilgt sind, sich das aber vom
> Dienstleister ohne Konsequenzen bieten lassen, und auch die
> Uniformierten.

ACK

(Wer sind Sie und was haben Sie mit Ralf K u s usw. gemacht?)


mfG Paul

Reinhard Greulich

unread,
Jun 9, 2013, 10:08:56 AM6/9/13
to
Marc Haber schrieb am Sun, 09 Jun 2013 15:06:06 +0200:

> In der MRB hat der Lokführer gestern in Koblenz auch ein paar Radler
> zur Ordnung gewiesen. Fand ich völlig in Ordnung und angemessen.

Absolut. Das ist halt dann ein Problem, wenn die sich nicht drum
scheren und, wie hier beschrieben, einfach nicht reagieren. Dann haben
Offizielle halt nur die Option BuPo mit den entsprechenden Folgen,
Verspätungen und allem Drum und Dran. Ein beherzter Fahrgast schnappt
sich dann die Räder, stellt sie auf den Bahnsteig und gut. In den
allermeisten Fällen werden die Betroffenen dann angerannt kommen.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jun 9, 2013, 10:25:17 AM6/9/13
to
Reinhard Greulich <usn0208...@greulich.de> wrote:

>Als Fahrgast hast Du natürlich andere Möglichkeiten, als der an seine
>Weisungen gebundene Zugbegleiter.

So isses :)

>Kann sich manchmal vorteilhaft
>ergänzen. ;-)

Hätte man gesehen...aber den Spaß wäre es wohl wert gewesen.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jun 9, 2013, 10:25:56 AM6/9/13
to
Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:

>In der MRB hat der Lokführer gestern in Koblenz auch ein paar Radler
>zur Ordnung gewiesen. Fand ich völlig in Ordnung und angemessen.

Im ICE 1223 eben gab es einen gehörigen Anschiß per ELA wegen Rauchens
im Klo. Fand ich auch gut so.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jun 9, 2013, 10:29:38 AM6/9/13
to
"Ralf . K u s m i e r z" <m...@privacy.invalid> wrote:

>
>Niemand, weil der Radeigentümer vermutlich nicht in der Nähe ist und
>davon überhaupt nichts mitkriegt. Zudem muß er nicht einmal
>Verursacher sein, denn es wäre gut möglich, daß er sein Rad nicht
>behindernd in den Zug bugsiert hat, danach dann aber $Arschloch kam
>und es umrangiert hat.

Irrelevant, man hat eben mal nachzusehen, wenn einem von Problemen um
sein Radl herum erzählt wird.

>Neulich bin ich diesen notorischen Bahnidioten mal wieder elegant

Jaja.

>erfolgreich aus dem Weg gegangen, indem ich nach Abwägung der
>Alternativen dankend verzichtet hatte und dann eben mit dem Mopped ins
>Ruhrgebiet und zurück gefahren bin - bequem war es nicht, aber
>konkurrenzlos billig. (Über Preise könnte man natürlich reden - was
>mich aber ankotzt, ist diese eingerissene Abzockermentalität mit
>hunderttausend verschiedenen Frühbucher- und Rabattstufen anstatt
>einem simplen System mit bezahlbaren Normalpreisen für 1. und 2.
>Klasse, ggf. noch D-Zug-Zuschlägen, wer's denn eilig hat, und als
>Bonus vielleicht die Möglichkeit, wenn man früh kommt, eine
>Sitzplatzreservierung erwerben zu können. Mehr braucht's nicht, das

Du bist offenbar schon lange nicht mehr mit der Bahn gefahren. Das
Angebot ist kleiner als die Nachfrage, also steuert man den Verkehr
über den Preis. Machen Fluggesellschaften, Busbetreiber,
Autovermietungen - aber die Bahn soll das nicht dürfen?

>derzeitige Affentheater ist kontraproduktiv, und mehr als 10 Ct. pro
>km ist unverschämt teuer. Wenn Bahnfahren gesellschaftlich gewünscht
>ist, dann soll die Politik es bitte wieder erschwinglich machen und
>vor allem auch genügend Verkehrsangebote bereitstellen. Im Nahverkehr
>funktioniert das schließlich auch.)

So? Der Nahverkeher ist ziemlich kaputt, zwar viele Züge, aber
beschissener Komfort, beschissener Service, uninteressiertes oder gar
kein Personal, null Flexibilität.

>Gruß aus Bremen

Nun ja, Bremen, OK, die Straßenbahn da scheint tatsächlich gut.

>Ralf

Reinhard Greulich

unread,
Jun 9, 2013, 10:40:48 AM6/9/13
to
Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb am Sun, 09 Jun 2013 16:29:38 +0200:

> Nun ja, Bremen, OK, die Straßenbahn da scheint tatsächlich gut.

Die Regio-S-Bahn da wurde heftig verschlimmbessert, als sie nach
Neuausschreibung an die Nordwestbahn gegangen ist, vorher DB Regio.
Das übliche Problem, unsägliche Gurken (mit Sitzplätzen vollgestopfte
Coradia Continental aka 441) als "neuer" Fahrzeugpark ersetzen
geräumige DoSto-Züge.
Message has been deleted

HC Ahlmann

unread,
Jun 9, 2013, 12:57:38 PM6/9/13
to
Ralph A. Schmid, dk5ras <ra...@schmid.xxx> wrote:

> "Ralf . K u s m i e r z" <m...@privacy.invalid> wrote:
>
> >
> >Niemand, weil der Radeigentümer vermutlich nicht in der Nähe ist und
> >davon überhaupt nichts mitkriegt. Zudem muß er nicht einmal
> >Verursacher sein, denn es wäre gut möglich, daß er sein Rad nicht
> >behindernd in den Zug bugsiert hat, danach dann aber $Arschloch kam
> >und es umrangiert hat.
>
> Irrelevant, man hat eben mal nachzusehen, wenn einem von Problemen um
> sein Radl herum erzählt wird.

Nicht irrelevant, denn es wurde von Problemen mit einem Rad berichtet.
Wenn der Besitzer es ordentlich gestaut und ein Dritter vermurkst hat,
ist kein Wunder, wenn der Besitzer sich nicht angesprochen fühlt.

Paul Muster

unread,
Jun 9, 2013, 1:53:03 PM6/9/13
to
On 09.06.2013 16:25, Ralph A. Schmid, dk5ras wrote:
> Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:

>> In der MRB hat der Lokführer gestern in Koblenz auch ein paar Radler
>> zur Ordnung gewiesen. Fand ich völlig in Ordnung und angemessen.
>
> Im ICE 1223 eben gab es einen gehörigen Anschiß per ELA wegen Rauchens
> im Klo.

Boah, is' ja toll.

> Fand ich auch gut so.

Wird unglauuuublich viel weiterhelfen.

Besser wäre es gewesen, den Verursacher konkret herauszufinden und mit
entsprechendem Bußgeld, Vertragsstrafe etc. zu bedenken. Aber dann hätte
das Zugpersonal ja einen konkreten Konflikt eingehen müssen.


mfG Paul

Fa.l.k.Sc.h.ad.e

unread,
Jun 9, 2013, 3:25:34 PM6/9/13
to
dazu müsste das Zugpersonal erst mal Sanktionsmöglichkeiten haben, Du
Schwätzer.


Klaus von der Heyde

unread,
Jun 9, 2013, 3:46:34 PM6/9/13
to
HC Ahlmann wrote:

> Das heißt Torkelradler, sagt drf. Leute, die an regenlosen
> Wochenenden aufs Rad steigen, haben selbstverständlich keine Übung
> und keinen Plan, wie sie ihre Räder in einen Zug hinein- oder
> herausbekommen.

Ich nehme nur selten mein Fahrrad im Zug mit.
Wo kann ich lernen, wie man es richtig macht?

K.

Paul Muster

unread,
Jun 9, 2013, 4:20:22 PM6/9/13
to
Ui, der, der seinen Namen verschleiert, beschimpft andere Leute. Naja,
er wird schon wissen, warum er nicht gefunden werden will.

Wenn das Zugpersonal keine Sanktionsmöglichkeiten hat, was soll dann der
"Anschiss"? Ist doch komplett überflüssig oder nicht?


Paul

Paul Muster

unread,
Jun 9, 2013, 4:23:56 PM6/9/13
to

Fa.l.k.Sc.h.ad.e

unread,
Jun 9, 2013, 4:42:11 PM6/9/13
to
Am 09.06.2013 22:20, schrieb Paul Muster:
> On 09.06.2013 21:25, Fa.l.k.Sc.h.ad.e wrote:
>> Am 09.06.2013 19:53, schrieb Paul Muster:
>>> On 09.06.2013 16:25, Ralph A. Schmid, dk5ras wrote:
>
>>>> Im ICE 1223 eben gab es einen gehörigen Anschiß per ELA wegen Rauchens
>>>> im Klo.
>>>
>>> Boah, is' ja toll.
>>>
>>>> Fand ich auch gut so.
>>>
>>> Wird unglauuuublich viel weiterhelfen.
>>>
>>> Besser wäre es gewesen, den Verursacher konkret herauszufinden und mit
>>> entsprechendem Bußgeld, Vertragsstrafe etc. zu bedenken. Aber dann hätte
>>> das Zugpersonal ja einen konkreten Konflikt eingehen müssen.
>>
>> dazu müsste das Zugpersonal erst mal Sanktionsmöglichkeiten haben, Du
>> Schwätzer.
>
> Ui, der, der seinen Namen verschleiert, beschimpft andere Leute. Naja,
> er wird schon wissen, warum er nicht gefunden werden will.

Bei Dir hat nicht nur Deine Platte einen gewaltigen Sprung


Message has been deleted

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jun 10, 2013, 6:40:18 AM6/10/13
to
Paul Muster <exp-3...@news.muster.net> wrote:

>Wird unglauuuublich viel weiterhelfen.

Wird zumindest den Wankelmütigen einen Hinweis geben, daß es nicht
erwünscht ist.

>Besser wäre es gewesen, den Verursacher konkret herauszufinden und mit
>entsprechendem Bußgeld, Vertragsstrafe etc. zu bedenken. Aber dann hätte

Wenn das so einfach wäre...

>das Zugpersonal ja einen konkreten Konflikt eingehen müssen.

Habe ich durchaus schon mitbekommen, daß da ein Faß aufgemacht wird,
wenn man den Pappenheimer erwischt. Ist aber u.U. dann auch mit
Verspätung und daraus resultierendem Chaos verbunden, wird man sich
also gut überlegen...

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jun 10, 2013, 6:40:18 AM6/10/13
to
hc.ah...@gmx.de (HC Ahlmann) wrote:

>Nicht irrelevant, denn es wurde von Problemen mit einem Rad berichtet.
>Wenn der Besitzer es ordentlich gestaut und ein Dritter vermurkst hat,
>ist kein Wunder, wenn der Besitzer sich nicht angesprochen fühlt.

Wer nur ein klein wenig mitdenkt, der schaut mal nach, wenn keiner
zuckt. Aber das mit dem Mitdenken ist natürlich schon schwierig, und
ich denke immer noch, derjenige wollte das vorsätzlich aussitzen. Wäre
jedenfalls typisch für die Wochenend-Horden, egal, ob Radler,
Wanderer, Kegelvereine, Säufer oder Schnittmengen daraus.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jun 10, 2013, 6:40:18 AM6/10/13
to
"Ralf . K u s m i e r z" <m...@privacy.invalid> wrote:

>Nein, soll sie nicht, sondern das Angebot der Nachfrage anpassen, und
>zwar nicht in 1-A-Luxus-Abzockqualität, sondern in zuverlässiger und
>preiswerter Holzklasse, denn sie ist kein x-beliebiges

Wie soll das gehen, wenn die Industrie nicht liefern kann?

>profitorientiertes Wirtschaftsunternehmen - oder sollte es zumindest
>nicht sein - sondern erfüllt einen öffentlichen Versorgungsauftrag.

Da haben wir den Nahverkehr für.

>Von wegen der gesellschaftlichen Erwünschtheit...

Es war erst mal politisch erwünscht, ein Unternehmen daraus zu machen.
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