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5 Tote bei BÜ-Unfall

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Paul Muster

unread,
Sep 12, 2015, 4:02:02 AM9/12/15
to
http://www.focus.de/panorama/welt/zug-erfasst-auto-fuenf-menschen-sterben-bei-schwerem-verkehrsunfall_id_4942420.html

In Monzingen (RLP) ist ein Auto von einem VLEXX-Zug zerrissen worden.


mfG Paul

Marc Haber

unread,
Sep 12, 2015, 6:02:32 AM9/12/15
to
Paul Muster <exp-3...@news.muster.net> wrote:
>http://www.focus.de/panorama/welt/zug-erfasst-auto-fuenf-menschen-sterben-bei-schwerem-verkehrsunfall_id_4942420.html
>
>In Monzingen (RLP) ist ein Auto von einem VLEXX-Zug zerrissen worden.

Der Zug war da, wo er sein sollte, mit der Geschwindigkeit, die
erfahren sollte. Das Auto war zu einer Zeit, wo es nicht hätte auf dem
BÜ sein sollen, auf dem BÜ.

Deine Formulierung suggeriert die Schuld des Zuges, die mit sehr hoher
Wahrscheinlichkeit nicht gegeben ist.

Hingegen werden am gleichen Tag bei Verkehrsunfällen unter
MIV-Teilnehmern mehr Menschen ums Leben gekommen sein; von diesen
Schicksalen schreibt keine Zeitung was.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

K. Huller

unread,
Sep 12, 2015, 6:07:14 AM9/12/15
to
Am 12.09.2015 12:02, schrieb Marc Haber:
>
> Hingegen werden am gleichen Tag bei Verkehrsunfällen unter
> MIV-Teilnehmern mehr Menschen ums Leben gekommen sein; von diesen
> Schicksalen schreibt keine Zeitung was.
>
Straßenverkehrsunfälle mit 5 Toten schaffen es gewöhnlich schon in die
Presse. Sofern die Ursache nicht Einschlafen, Besuff, technischer Fehler
am Fahrzeug oder sonst etwas vollständig einem der Beteiligten
zuzurechnendes war, denkt man danach meistens über solche Dinge nach wie
Kreuzungsumbau oder neue Ampel.

Gruß
Knut

Wolfgang Kynast

unread,
Sep 12, 2015, 6:34:37 AM9/12/15
to
On Sat, 12 Sep 2015 12:07:14 +0200, "K. Huller" posted:

>Am 12.09.2015 12:02, schrieb Marc Haber:
>>
>> Hingegen werden am gleichen Tag bei Verkehrsunfällen unter
>> MIV-Teilnehmern mehr Menschen ums Leben gekommen sein; von diesen
>> Schicksalen schreibt keine Zeitung was.
>>
>Straßenverkehrsunfälle mit 5 Toten schaffen es gewöhnlich schon in die
>Presse.

Gestern gab es allein in der Region Heilbronn drei Verkehrstote,
völlig unspektakulär. Auf der A6 im Bereich des Weinsberger Kreuzes
gibt es fast täglich schwere Unfälle, meist durch LKW.

>Sofern die Ursache nicht Einschlafen, Besuff, technischer Fehler
>am Fahrzeug oder sonst etwas vollständig einem der Beteiligten
>zuzurechnendes war, denkt man danach meistens über solche Dinge nach wie
>Kreuzungsumbau oder neue Ampel.

Das ist ja nun selten blödes Geschwätz. Zwei der o.a. drei waren
Motorradfahrer im Gegenverkehr. Glaubst du im Ernst, da würden jetzt
Fahrbahnteiler errichtet? Die dritte Tote war ein "Vorfahrt mißachtet"
an einer innerörtlichen Kreuzung in einer kleinen Gemeinde. Sollen
jetzt alle innerörtlichen Kreuzungen in D mit Ampeln versehen werden?
Was ja auch nix helfen würde, weil rote Ampeln auch mal ignoriert
werden. Was dann? An jeder Kreuzung Schranken? Am Besten
Halbschranken, die dann umfahren werden, wie bei dem BÜ-Unfall mit
großer Wahrscheinlichkeit auch.

Meine Überzeugung, dass "Paul Muster" und "K. Huller" Sockenpuppen von
Psychologiestudenten sind, festigt sich immer mehr. Derart penetrant
solchen Scheiß zu schreiben bringen doch normale Menschen überhaupt
nicht fertig.

--
Schöne Grüße,
Wolfgang

Helmut Springer

unread,
Sep 12, 2015, 8:06:03 AM9/12/15
to
Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:
>>In Monzingen (RLP) ist ein Auto von einem VLEXX-Zug zerrissen
>>worden.
>
> Der Zug war da, wo er sein sollte, mit der Geschwindigkeit, die
> erfahren sollte. Das Auto war zu einer Zeit, wo es nicht hätte auf
> dem BÜ sein sollen, auf dem BÜ.
>
> Deine Formulierung suggeriert die Schuld des Zuges, die mit sehr
> hoher Wahrscheinlichkeit nicht gegeben ist.

Man muss schon sehr bahnverliebt sein fuer so einen Beissreflex,
oder? Das liest sich wie frisch vom Genderwahn...


> Hingegen werden am gleichen Tag bei Verkehrsunfällen unter
> MIV-Teilnehmern mehr Menschen ums Leben gekommen sein; von diesen
> Schicksalen schreibt keine Zeitung was.

Die lokale Tageszeitung hat die im umliegenden Bereich praktisch
jeden Tag im Polizeibericht.

--
Best Regards
helmut springer panta rhei

Helmut Springer

unread,
Sep 12, 2015, 8:09:07 AM9/12/15
to
Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:
>>In Monzingen (RLP) ist ein Auto von einem VLEXX-Zug zerrissen
>>worden.

Die Formulierung beschreibt das auf den Bilder genau so zu sehende
Ergebnis.

> Der Zug war da, wo er sein sollte, mit der Geschwindigkeit, die
> erfahren sollte. Das Auto war zu einer Zeit, wo es nicht hätte auf
> dem BÜ sein sollen, auf dem BÜ.
>
> Deine Formulierung suggeriert die Schuld des Zuges, die mit sehr
> hoher Wahrscheinlichkeit nicht gegeben ist.

Man muss schon sehr bahnverliebt sein fuer so einen Beissreflex,
oder? Das liest sich wie frisch vom Genderwahn...


> Hingegen werden am gleichen Tag bei Verkehrsunfällen unter
> MIV-Teilnehmern mehr Menschen ums Leben gekommen sein; von diesen
> Schicksalen schreibt keine Zeitung was.

Hans CraueI

unread,
Sep 12, 2015, 9:15:14 AM9/12/15
to
Marc Haber schrieb

> Paul Muster <exp-3...@news.muster.net> wrote:
>> http://www.focus.de/panorama/welt/zug-erfasst-auto-fuenf-menschen-sterben-bei-schwerem-verkehrsunfall_id_4942420.html
>>
>> In Monzingen (RLP) ist ein Auto von einem VLEXX-Zug zerrissen worden.
>
> Der Zug war da, wo er sein sollte, mit der Geschwindigkeit, die
> erfahren sollte. Das Auto war zu einer Zeit, wo es nicht hätte auf dem
> BÜ sein sollen, auf dem BÜ.
>
> Deine Formulierung suggeriert die Schuld des Zuges, die mit sehr hoher
> Wahrscheinlichkeit nicht gegeben ist.

Das sehe ich ebenso. Eine Darstellung mit etwas mehr Hintergrund findet
sich in
<http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/polizei/zug-faehrt-in-auto-auf-den-gleisen-fuenf-junge-maenner-sterben-bei-unfall-in-monzingen_16133244.htm>

Insbesondere gibt es dort die Information, dass der Uebergang
Halbschranken hat, sowie

| Die Unfallstelle gilt bei Lokführern als einer der gefährlichsten
| Bahnübergänge. Hier fahren Züge mit bis zu 160 Kilometern pro Stunde
| durch, der Vlexx-Zug soll etwa mit 130 angekommen sein, was die
| Wucht des Aufpralls erklären würde.

Warum die Strassenverkehrsbehoerden da nicht schon laengst fuer
Abhilfe gesorgt und Vollschranken verbaut haben, bleibt raetselhaft.

> Hingegen werden am gleichen Tag bei Verkehrsunfällen unter
> MIV-Teilnehmern mehr Menschen ums Leben gekommen sein; von diesen
> Schicksalen schreibt keine Zeitung was.

Ueberregional nur selten. Der Sensationswert ist zu niedrig.

Hans "gestern nacht im RE 29538 auf der Strecke unterwegs" CraueI

Helmut Springer

unread,
Sep 12, 2015, 9:22:58 AM9/12/15
to
Hans CraueI <crauel...@freenet.de> wrote:
> Marc Haber schrieb
>> Paul Muster <exp-3...@news.muster.net> wrote:
>>> http://www.focus.de/panorama/welt/zug-erfasst-auto-fuenf-menschen-sterben-bei-schwerem-verkehrsunfall_id_4942420.html
>>>
>>> In Monzingen (RLP) ist ein Auto von einem VLEXX-Zug zerrissen worden.
[...]
>> Deine Formulierung suggeriert die Schuld des Zuges, die mit sehr hoher
>> Wahrscheinlichkeit nicht gegeben ist.
>
> Das sehe ich ebenso. Eine Darstellung mit etwas mehr Hintergrund findet
> sich in
> <http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/polizei/zug-faehrt-in-auto-auf-den-gleisen-fuenf-junge-maenner-sterben-bei-unfall-in-monzingen_16133244.htm>
>

Zitat Abstrakt:

MONZINGEN - Bei einem Unfall in Monzingen an der Nahe sind am
frühen Samstagmorgen fünf junge Menschen ums Leben gekommen. Ihr
Auto war an einem beschrankten Bahnübergang von einem Zug erfasst
und zerrissen worden.

Das unterscheidet sich jetzt wie signifikant von dem oben von Paul?

K. Huller

unread,
Sep 12, 2015, 9:26:24 AM9/12/15
to
Am 12.09.2015 12:34, schrieb Wolfgang Kynast:
>
>> Sofern die Ursache nicht Einschlafen, Besuff, technischer Fehler
>> am Fahrzeug oder sonst etwas vollständig einem der Beteiligten
>> zuzurechnendes war, denkt man danach meistens über solche Dinge nach wie
>> Kreuzungsumbau oder neue Ampel.
>
> Das ist ja nun selten blödes Geschwätz. Zwei der o.a. drei waren
> Motorradfahrer im Gegenverkehr. Glaubst du im Ernst, da würden jetzt
> Fahrbahnteiler errichtet?
>
Es gibt z.B. Motorradfahrverbote am Wochenende auf bekannten Rennstrecken.

Die Fahrbehnteiler breiten sich ebenfalls aus. In den Niederlanden
werden sie bei stark genutzten neuen Straßen langsam zum Standard (diese
Form des Überholverbots richtet sich nicht nur gegen Motorradler).

> Die dritte Tote war ein "Vorfahrt mißachtet"
> an einer innerörtlichen Kreuzung in einer kleinen Gemeinde. Sollen
> jetzt alle innerörtlichen Kreuzungen in D mit Ampeln versehen werden?

Nein, angepaßte Lösungen, die man vor Ort ausdenkt. Auch gar keine
Maßnahme kann eine Option sein.

> Meine Überzeugung, dass "Paul Muster" und "K. Huller" Sockenpuppen von
> Psychologiestudenten sind, festigt sich immer mehr.

Meine Berufsausbildung kriegst du ganz leicht heraus, indem du bei
scholar.google.com 'Huller' (Name) plus 'amorphous' (Fachgebiet)
abfragst. Dort sieht du auch gleich, wann ich etwa die Uni verlassen
habe (Zeitpunkt von Examina und Publikationen) und wer sich heute mit
dem Stoff noch befaßt (Zitatenliste). Psychologie ist mein Fach
definitiv nicht und Wirtschaft auch nicht (das ist nur Hobby, wie der
normale google leicht findet).

Gruß
Knut

Hans CraueI

unread,
Sep 12, 2015, 9:33:41 AM9/12/15
to
Helmut Springer schrieb
> Zitat Abstrakt: [...]
> Das unterscheidet sich jetzt wie signifikant von dem oben von Paul?

HINT: Weiterlesen.

Hans CraueI

Helmut Springer

unread,
Sep 12, 2015, 9:43:00 AM9/12/15
to
Hans CraueI <crauel...@freenet.de> wrote:
>> Das unterscheidet sich jetzt wie signifikant von dem oben von Paul?
>
> HINT: Weiterlesen.

Habe ich. Beide Artikel. Deine Antwort?

Hans CraueI

unread,
Sep 12, 2015, 9:58:11 AM9/12/15
to
Helmut Springer schrieb

> Hans CraueI <crauel...@freenet.de> wrote:
>>> Das unterscheidet sich jetzt wie signifikant von dem oben von Paul?
>>
>> HINT: Weiterlesen.
>
> Habe ich. Beide Artikel. Deine Antwort?

Schau dir einfach das Ergebnis von `diff' an.

Oder beantworte nur unter Nutzung des von Paul zitierten Beitrags
* Aus welchen Ortschaften kamen die Maenner im Auto konkret?
* Auf was fuer einem Weg waren sie?
* Um was fuer ein Auto handelte es sich?
* Wie schnell war der Zug?
* Ueber welche Strecke wurden die Truemmer gestreut?
* Nach welcher Strecke kam der Zug zum Stillstand?
* Ist der Bahnuebergang mit Halb- oder Vollschranken gesichert?
* Wie schaetzen Lokfuehrer die Strecke ein?

Sowie diverse weitere Informationen, die in dem zweiten
Beitrag zu finden sind.
Und von wegen `signifikant': Sind etwa Geschwindigkeit,
Halb- oder Vollschranken und Einschaetzungen von Lokfuehrern
nicht signifikant?

Deine Antworten?

Hans CraueI

Helmut Springer

unread,
Sep 12, 2015, 11:14:34 AM9/12/15
to
Hans CraueI <crauel...@freenet.de> wrote:
> Sowie diverse weitere Informationen, die in dem zweiten Beitrag zu
> finden sind.

Die alle genau nichts mit dem von Mark und Dir bemaengelten "Auto
von Zug zerrissen" zu tun haben, das von Paul hier zitiert wurde und
eben in beiden Artikeln benutzt wird.


> Deine Antworten?

*plonk*

Wolfgang Kynast

unread,
Sep 12, 2015, 12:44:21 PM9/12/15
to
On 12 Sep 2015 15:14:33 GMT, "Helmut Springer" posted:

>Hans CraueI <crauel...@freenet.de> wrote:
>> Sowie diverse weitere Informationen, die in dem zweiten Beitrag zu
>> finden sind.
>
>Die alle genau nichts mit dem von Mark und Dir bemaengelten "Auto
>von Zug zerrissen" zu tun haben, das von Paul hier zitiert wurde und
>eben in beiden Artikeln benutzt wird.

Die Zusatzinformationen im zweiten Artikel "kamen von Party,
Halbschranken" ergeben für mich schon ein anderes Bild als nur
aufgrund des ersten Artikels.

>> Deine Antworten?
>
>*plonk*

Achgottchen, seit wann bist du denn so ein Sensibelchen?

Ich möchte auch :-)

--
Schöne Grüße,
Wolfgang

Johann Mayerwieser

unread,
Sep 12, 2015, 1:15:42 PM9/12/15
to
Am Sat, 12 Sep 2015 13:13:21 +0000 schrieb Hans CraueI:

> Warum die Strassenverkehrsbehoerden da nicht schon laengst fuer Abhilfe
> gesorgt und Vollschranken verbaut haben, bleibt raetselhaft.

Warum braucht es einen Vollschranken? Halbschranken oder Rotlicht soll
doch genügen. Ich verstehe es wirklich nicht, warum diese Deppen
(vorausgesetzt, der Schranken hat funktioniert) bei einem Schranken bzw.
Rotlicht weiterfahren und bei jeder Verkehrsampel brav stehen bleiben.

Schade, dass er bei seinem Lernprozess 4 Leute mitgenommen hat.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 12, 2015, 1:16:16 PM9/12/15
to
Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:

>Hingegen werden am gleichen Tag bei Verkehrsunfällen unter
>MIV-Teilnehmern mehr Menschen ums Leben gekommen sein; von diesen
>Schicksalen schreibt keine Zeitung was.

Naja, die Lokalzeitung vielleicht...

Ansonsten, schaut wieder nach den Klassiker aus :(


-ras

--
Ralph A. Schmid
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 12, 2015, 1:17:21 PM9/12/15
to
Helmut Springer <delta+...@lug-s.org> wrote:

>Man muss schon sehr bahnverliebt sein fuer so einen Beissreflex,
>oder? Das liest sich wie frisch vom Genderwahn...

Höh?!

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 12, 2015, 1:18:49 PM9/12/15
to
Hans CraueI <crauel...@freenet.de> wrote:

>Warum die Strassenverkehrsbehoerden da nicht schon laengst fuer
>Abhilfe gesorgt und Vollschranken verbaut haben, bleibt raetselhaft.

Was soll das bringen? Wenn Baum unten, dann warten, und wenn Baum
runtergeht, während man auf dem Bü ist, dann flüchten. Was macht da
den Utnerschied, ob halb oder voll? Außer, daß bei halb das Flüchten
leichter ist...

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 12, 2015, 1:20:36 PM9/12/15
to
Wolfgang Kynast <w...@gmx.de> wrote:

>Die Zusatzinformationen im zweiten Artikel "kamen von Party,
>Halbschranken" ergeben für mich schon ein anderes Bild als nur
>aufgrund des ersten Artikels.

Ja, läßt mehr in Richtung " der Klassiker" vermuten. Genauer wird man
es kaum mehr erfahren, kann ja keiner mehr was berichten :(

Wolfgang Kynast

unread,
Sep 12, 2015, 1:23:47 PM9/12/15
to
On Sat, 12 Sep 2015 19:20:36 +0200, "Ralph A. Schmid, dk5ras" posted:

>Wolfgang Kynast <w...@gmx.de> wrote:
>
>>Die Zusatzinformationen im zweiten Artikel "kamen von Party,
>>Halbschranken" ergeben für mich schon ein anderes Bild als nur
>>aufgrund des ersten Artikels.
>
>Ja, läßt mehr in Richtung " der Klassiker" vermuten. Genauer wird man
>es kaum mehr erfahren, kann ja keiner mehr was berichten :(

Lass mich prophezeihen: man wird feststellen, dass die Schranken und
das Blinklicht korrekt funktioniert haben.

--
Schöne Grüße,
Wolfgang

Helmut Springer

unread,
Sep 12, 2015, 1:51:13 PM9/12/15
to
Ralph A. Schmid, dk5ras <ra...@schmid.xxx> wrote:
> Helmut Springer <delta+...@lug-s.org> wrote:
>>Man muss schon sehr bahnverliebt sein fuer so einen Beissreflex,
>>oder? Das liest sich wie frisch vom Genderwahn...
>
> Höh?!

Der Vorwurf der Unterstellung einer Schuld durch Verwenden eines
aktiven Formulierung wie "Zug zerreisst Auto", der letztlich
lediglich passend das Geschehene beschreibt.

Gender-Ueberbewusste reagieren aehnlich auf entsprechende
Formulierungen im Gender-Umfeld.

Henning Koch

unread,
Sep 12, 2015, 1:59:43 PM9/12/15
to
On Sat, 12 Sep 2015 19:23:42 +0200, Wolfgang Kynast wrote:

>Lass mich prophezeihen: man wird feststellen, dass die Schranken und
>das Blinklicht korrekt funktioniert haben.

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch.

Allerdings streut diese Meldung gewisse Zweifel:
http://nahe-news.net/bereits-letzte-woche-fuhr-zug-bei-offener-schranke-am-bahnuebergang-vorbei/

wobei ich die an anderer Stelle schon gestellte Frage gerne auch hier
formuliere:

Was darf man sich denn überhaupt darunter vorstellen, wenn "die Ampel
an den Bahngleisen komisch blinkt"?

Laut Fotos ist das ja eine Halbschrankenanlage mit Lichtzeichen, also
einer "gelb-rot-Ampel".

Ist da irgendeine Form von Blinken überhaupt technisch vorgesehen?

(ich gehe ja nicht davon aus, dass das BÜ1-Signal gemeint ist...)

Paul Muster

unread,
Sep 12, 2015, 2:22:04 PM9/12/15
to
On 12.09.2015 15:56, Hans CraueI wrote:

> Schau dir einfach das Ergebnis von `diff' an.

Schau du dir bitte an, welche Informationen zu welchem Zeitpunkt
verfügbar waren. Und schau dir dann an, von wann mein Posting ist. Zu
der Zeit gab es nicht mehr Informationen.


mfG Paul

Paul Muster

unread,
Sep 12, 2015, 2:22:04 PM9/12/15
to
On 12.09.2015 12:02, Marc Haber wrote:
> Paul Muster <exp-3...@news.muster.net> wrote:

>> http://www.focus.de/panorama/welt/zug-erfasst-auto-fuenf-menschen-sterben-bei-schwerem-verkehrsunfall_id_4942420.html
>>
>> In Monzingen (RLP) ist ein Auto von einem VLEXX-Zug zerrissen worden.
>
> Der Zug war da, wo er sein sollte, mit der Geschwindigkeit, die
> erfahren sollte. Das Auto war zu einer Zeit, wo es nicht hätte auf dem
> BÜ sein sollen, auf dem BÜ.

Ja, natürlich. (Ohne Ironie oder Sarkasmus.) Schauen wir mal, was die
Untersuchung ergibt.

> Deine Formulierung suggeriert die Schuld des Zuges, die mit sehr hoher
> Wahrscheinlichkeit nicht gegeben ist.

Nein, das war in diesem Fall wirklich nicht so gemeint. (Ob du es nun
glaubst oder nicht.)

Hast du dir die Bilder mal angeschaut? Das ist echt schockierend. Gerade
hat N24 in den Nachrichten einen kurzen Beitrag dazu gesendet, das sieht
wirklich sehr übel aus.

> Hingegen werden am gleichen Tag bei Verkehrsunfällen unter
> MIV-Teilnehmern mehr Menschen ums Leben gekommen sein; von diesen
> Schicksalen schreibt keine Zeitung was.

Manchmal schon, aber die poste ich hier nicht, weil sie OT wären.


mfG Paul

Marc Haber

unread,
Sep 12, 2015, 2:52:03 PM9/12/15
to
Paul Muster <exp-3...@news.muster.net> wrote:
>Hast du dir die Bilder mal angeschaut? Das ist echt schockierend.

Nein, ich weiß, leider. Zug gegen Auto gewinnt, bei 130 km/h bleibt da
nicht viel übrig. So ist das halt.

Beim typischen Landstraßenunfall (knapp unter hundert, Frontal, gerne
mit Offset) sieht es nicht viel anders aus.

Hans CraueI

unread,
Sep 12, 2015, 4:13:13 PM9/12/15
to
Paul Muster schrieb
Das scheint ein Missverstaendnis zu sein; mein Verweis auf einen
informativeren Beitrag war nicht als Kritik an dir gedacht. Bei der
Suche nach mehr Information zum Hergang hatte ich etliche Beitraege
mit gleichen Inhalt, teils wortgleich, gefunden; da war vermutlich
schlicht der Text von einer Nachrichtenagentur wiedergegeben worden.
Bei dem dann von mir zitierten waren dagegen wohl eigene Recherchen
angestellt worden.

Hans CraueI

g. Kühne

unread,
Sep 12, 2015, 6:13:28 PM9/12/15
to
Paul Muster war der Meinung:

> On 12.09.2015 12:02, Marc Haber wrote:
>> Paul Muster <exp-3...@news.muster.net> wrote:
>
>>> http://www.focus.de/panorama/welt/zug-erfasst-auto-fuenf-menschen-sterben-bei-schwerem-verkehrsunfall_id_4942420.html
>>>
>>> In Monzingen (RLP) ist ein Auto von einem VLEXX-Zug zerrissen worden.
>>
>> Der Zug war da, wo er sein sollte, mit der Geschwindigkeit, die
>> erfahren sollte. Das Auto war zu einer Zeit, wo es nicht hätte auf dem
>> BÜ sein sollen, auf dem BÜ.
>
> Ja, natürlich. (Ohne Ironie oder Sarkasmus.) Schauen wir mal, was die
> Untersuchung ergibt.
>
>> Deine Formulierung suggeriert die Schuld des Zuges, die mit sehr hoher
>> Wahrscheinlichkeit nicht gegeben ist.
>
> Nein, das war in diesem Fall wirklich nicht so gemeint. (Ob du es nun
> glaubst oder nicht.)
>
> Hast du dir die Bilder mal angeschaut? Das ist echt schockierend. Gerade
> hat N24 in den Nachrichten einen kurzen Beitrag dazu gesendet, das sieht
> wirklich sehr übel aus.
Hast du in Physik geschlafen??
Die Wirkung müsste jeden von Vorher klar sein.
Oder er hat eben keine Polytechnische Bildung.




>> Hingegen werden am gleichen Tag bei Verkehrsunfällen unter
>> MIV-Teilnehmern mehr Menschen ums Leben gekommen sein; von diesen
>> Schicksalen schreibt keine Zeitung was.
>
> Manchmal schon, aber die poste ich hier nicht, weil sie OT wären.
>
> MfG

g. Kühne

unread,
Sep 12, 2015, 6:14:54 PM9/12/15
to
Johann Mayerwieser war der Meinung:
Darwinaward
Zu mindestens Anwärter. :(

Wolfgang Kynast

unread,
Sep 12, 2015, 6:46:57 PM9/12/15
to
On Sat, 12 Sep 2015 20:08:48 +0200, "Paul Muster" posted:

...
>Hast du dir die Bilder mal angeschaut? Das ist echt schockierend. Gerade
>hat N24 in den Nachrichten einen kurzen Beitrag dazu gesendet, das sieht
>wirklich sehr übel aus.

Natürlich. Aber was ist daran jetzt wesentlich anders als bei anderen
Verkehrsunfällen? Soll ich mal die Bilder zu den von mir genannten
drei Verkehrstoten von Gestern raussuchen?

Nur wenn die Bahn beteiligt ist, legen ein paar Heinis hier sofort die
Platte von der pösen Bahn auf.

--
Schöne Grüße,
Wolfgang

Tim Landscheidt

unread,
Sep 12, 2015, 7:08:36 PM9/12/15
to
Paul Muster <exp-3...@news.muster.net> wrote:

>>> http://www.focus.de/panorama/welt/zug-erfasst-auto-fuenf-menschen-sterben-bei-schwerem-verkehrsunfall_id_4942420.html

>>> In Monzingen (RLP) ist ein Auto von einem VLEXX-Zug zerrissen worden.

> [...]

>> Deine Formulierung suggeriert die Schuld des Zuges, die mit sehr hoher
>> Wahrscheinlichkeit nicht gegeben ist.

> Nein, das war in diesem Fall wirklich nicht so gemeint. (Ob du es nun
> glaubst oder nicht.)

> Hast du dir die Bilder mal angeschaut? Das ist echt schockierend. Gerade
> hat N24 in den Nachrichten einen kurzen Beitrag dazu gesendet, das sieht
> wirklich sehr übel aus.

> [...]

Es ist auch eine Formulierung, die bei anderen Verkehrsmit-
teln in der gleichen Konstellation benutzt wird. Wenn hier
ein Fußgänger blindlings auf die Straße läuft, wird er - in
dem Polizeibericht, in den Medien - von einem Auto erfasst,
ohne dass damit eine Aussage über die Schuld getroffen wird.

Tim

Herbert Meinl

unread,
Sep 13, 2015, 4:35:33 AM9/13/15
to
Am 13.09.2015 um 00:46 schrieb Wolfgang Kynast:
.,..

> Nur wenn die Bahn beteiligt ist, legen ein paar Heinis hier sofort die
> Platte von der pösen Bahn auf.
>
So, wer hat das denn hier gemacht? Du phantasierst!

Hans CraueI

unread,
Sep 13, 2015, 8:35:51 AM9/13/15
to
Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb

> Hans CraueI <crauel...@freenet.de> wrote:
>> Warum die Strassenverkehrsbehoerden da nicht schon laengst fuer
>> Abhilfe gesorgt und Vollschranken verbaut haben, bleibt raetselhaft.

> Was soll das bringen? Wenn Baum unten, dann warten, und wenn Baum
> runtergeht, während man auf dem Bü ist, dann flüchten. Was macht da
> den Utnerschied, ob halb oder voll?

Ich hatte erstmal, und ohne viel Sachverstand dazu, gemeint, dass
es mit Vollschranken weniger Unfaelle als mit Halbschranken gaebe
(dass also die Statistiken dies zeigen wuerden, geeignet bezogen
auf das Schienen- und Strassen-Verkehrsaufkommen). Wenn dem nicht
so sein sollte, ist mein Einwand natuerlich gegenstandslos.
Du selbst bezeichnest es allerdings als `den Klassiker', was ich so
verstehe, dass der von dir skizzierte sinnvolle Umgang mit
schliessenden bzw. geschlossenen Halbschranken regelmaessig nicht
von allen so umgesetzt wird.

> Außer, daß bei halb das Flüchten leichter ist...

Passiert es haeufig, dass durch Vollschranken jemand eingeschlossen
wird? Ueblicherweise geht doch erst die rechte Schranke und nach
einigen Sekunden erst die linke zu, so dass etwas Zeit zum Raeumen
der Schienen verbleibt.

Hans CraueI

Hans CraueI

unread,
Sep 13, 2015, 8:49:00 AM9/13/15
to
Johann Mayerwieser schrieb

> Am Sat, 12 Sep 2015 13:13:21 +0000 schrieb Hans CraueI:
>> Warum die Strassenverkehrsbehoerden da nicht schon laengst fuer Abhilfe
>> gesorgt und Vollschranken verbaut haben, bleibt raetselhaft.
>
> Warum braucht es einen Vollschranken? Halbschranken oder Rotlicht soll
> doch genügen.

Sollte man meinen.

> Ich verstehe es wirklich nicht, warum diese Deppen (vorausgesetzt,
> der Schranken hat funktioniert) bei einem Schranken bzw. Rotlicht
> weiterfahren und bei jeder Verkehrsampel brav stehen bleiben.

Ich verstehe es schon. Ich habe selbst in diesem Alter ein paar Mal
aehnlich idiotische Dinge gemacht, aus einer Mischung von
Selbstueberschaetzung, mangelnder Erfahrung und Selbstdarstellung
heraus. Das gehoert zu dieser Lebensphase, vor allem bei Maennern.
Darum meine ich auch, dass Maenner erst ab 25 Auto fahren sollten.

> Schade, dass er bei seinem Lernprozess 4 Leute mitgenommen hat.

Es hat leider keinen Lernerfolg gegeben.

Hans CraueI

Reinhard Greulich

unread,
Sep 13, 2015, 8:58:12 AM9/13/15
to
Hans CraueI schrieb am Sun, 13 Sep 2015 12:33:57 +0000 (UTC):

> Passiert es haeufig, dass durch Vollschranken jemand eingeschlossen
> wird? Ueblicherweise geht doch erst die rechte Schranke und nach
> einigen Sekunden erst die linke zu, so dass etwas Zeit zum Raeumen
> der Schienen verbleibt.

Büs mit Vollabschluss werden überwacht; entweder durch den nächsten
Fahrdienstleiter per Video oder elektronisch durch Radar. Die linke
Schranke schließt erst bei freiem Innenraum, so lange gilt der
Übergang als nicht gesichert mit entsprechender Auswirkung auf die
Fahrstraßenlogik.

Gruß - Reinhard.

--
70086
~=@=~

frank paulsen

unread,
Sep 13, 2015, 9:11:30 AM9/13/15
to
Johann Mayerwieser <johann.ma...@gmail.com> writes:

> Warum braucht es einen Vollschranken? Halbschranken oder Rotlicht soll
> doch genügen. Ich verstehe es wirklich nicht, warum diese Deppen
> (vorausgesetzt, der Schranken hat funktioniert) bei einem Schranken bzw.
> Rotlicht weiterfahren und bei jeder Verkehrsampel brav stehen bleiben.

es ist irrig anzunehmen, typische "Discounfälle" wuerden normale rote
ampeln auslassen, und sich auf Bü beschraenken.

--
frobnicate foo

Markus Koßmann

unread,
Sep 13, 2015, 10:35:42 AM9/13/15
to
Johann Mayerwieser wrote:

> Am Sat, 12 Sep 2015 13:13:21 +0000 schrieb Hans CraueI:
>
>> Warum die Strassenverkehrsbehoerden da nicht schon laengst fuer Abhilfe
>> gesorgt und Vollschranken verbaut haben, bleibt raetselhaft.
>
> Warum braucht es einen Vollschranken? Halbschranken oder Rotlicht soll
> doch genügen. Ich verstehe es wirklich nicht, warum diese Deppen
> (vorausgesetzt, der Schranken hat funktioniert) bei einem Schranken bzw.
> Rotlicht weiterfahren und bei jeder Verkehrsampel brav stehen bleiben.

Woher weisst du, das so ein Fahrer vorher bei jeder roten Ampel "brav stehen
geblieben" ist ? Umkurven von Halbschranken kann durchaus eine
Weiterentwicklung von "Spätgelb"-Fahren bei Ampeln sein.

Wolfgang Kynast

unread,
Sep 13, 2015, 10:43:12 AM9/13/15
to
On Sun, 13 Sep 2015 10:35:34 +0200, "Herbert Meinl" posted:
Hat der Muster-Troll schon jemals was anderes hier gepostet als
Genörgel?

Wolfgang Kynast

unread,
Sep 13, 2015, 11:14:03 AM9/13/15
to
On Sat, 12 Sep 2015 15:26:23 +0200, "K. Huller" posted:

>Am 12.09.2015 12:34, schrieb Wolfgang Kynast:
>>
>>> Sofern die Ursache nicht Einschlafen, Besuff, technischer Fehler
>>> am Fahrzeug oder sonst etwas vollständig einem der Beteiligten
>>> zuzurechnendes war, denkt man danach meistens über solche Dinge nach wie
>>> Kreuzungsumbau oder neue Ampel.
>>
>> Das ist ja nun selten blödes Geschwätz. Zwei der o.a. drei waren
>> Motorradfahrer im Gegenverkehr. Glaubst du im Ernst, da würden jetzt
>> Fahrbahnteiler errichtet?
> >
>Es gibt z.B. Motorradfahrverbote am Wochenende auf bekannten Rennstrecken.
>
>Die Fahrbehnteiler breiten sich ebenfalls aus. In den Niederlanden
>werden sie bei stark genutzten neuen Straßen langsam zum Standard (diese
>Form des Überholverbots richtet sich nicht nur gegen Motorradler).

Beide Motorradfahrer starben auf popeligen Kreisstraßen. Da könnte man
schon froh sein, wenn die mal auf Normbreite gebracht würden.

>> Die dritte Tote war ein "Vorfahrt mißachtet"
>> an einer innerörtlichen Kreuzung in einer kleinen Gemeinde. Sollen
>> jetzt alle innerörtlichen Kreuzungen in D mit Ampeln versehen werden?
>
>Nein, angepaßte Lösungen, die man vor Ort ausdenkt. Auch gar keine
>Maßnahme kann eine Option sein.

Schätzen wir mal, an wieviel Prozent aller innerörtlichen Kreuzungen
es "nur" Verkehrsschilder (oder einfach "rechts vor links") gibt:
99%? Weil Du es bist: 98% - und da kann und wird sich nichts daran
ändern. Eher bringen selbstfahrende Autos da Besserung.

Hier übrigens die nächsten sechs Toten:
http://www.stimme.de/polizei/suedwesten/Sechs-Menschen-sterben-auf-Strassen;art1495,3462235

Auch hier sehe ich nicht, was man da an der Straßensituation ändern
könnte - außer wiederum selbstfahrende Autos, was bei Fahrrad gegen
Traktor aber auch nichts hilft.

Bei threadstartenden BÜ-Unfall wundert mich in dem Bericht
http://www.swr.de/landesschau-aktuell/rp/nach-unfall-mit-fuenf-toten-bei-bad-kreuznach-raetselraten-nach-horrorcrash-polizei-ermittelt/-/id=1682/did=16142506/nid=1682/17vxvxb/index.html
allerdings, dass man evntl. den Pegel des Fahrers nicht ermitteln
will: "Voraussichtlich am Montag werde entschieden, ob die Leichen
rechtsmedizinisch untersucht werden, so ein Sprecher."


--
Schöne Grüße,
Wolfgang

Stefan Reuther

unread,
Sep 13, 2015, 11:44:49 AM9/13/15
to
Am 12.09.2015 um 12:34 schrieb Wolfgang Kynast:
> On Sat, 12 Sep 2015 12:07:14 +0200, "K. Huller" posted:
>> Am 12.09.2015 12:02, schrieb Marc Haber:
>>> Hingegen werden am gleichen Tag bei Verkehrsunfällen unter
>>> MIV-Teilnehmern mehr Menschen ums Leben gekommen sein; von diesen
>>> Schicksalen schreibt keine Zeitung was.
>>>
>> Straßenverkehrsunfälle mit 5 Toten schaffen es gewöhnlich schon in die
>> Presse.
[...]
>> Sofern die Ursache nicht Einschlafen, Besuff, technischer Fehler
>> am Fahrzeug oder sonst etwas vollständig einem der Beteiligten
>> zuzurechnendes war, denkt man danach meistens über solche Dinge nach wie
>> Kreuzungsumbau oder neue Ampel.
>
> Das ist ja nun selten blödes Geschwätz. Zwei der o.a. drei waren
> Motorradfahrer im Gegenverkehr. Glaubst du im Ernst, da würden jetzt
> Fahrbahnteiler errichtet? Die dritte Tote war ein "Vorfahrt mißachtet"
> an einer innerörtlichen Kreuzung in einer kleinen Gemeinde.

Es ging um Unfälle mit 5 Toten. Nicht um Einzel-/Alleinunfälle. Und da
wird, genau wie bei Häufungen, durchaus über Änderungen nachgedacht.
Kann man aber natürlich mißverstehen wollen, wenn der Poster einen
gewissen Namen trägt.

> Sollen jetzt alle innerörtlichen Kreuzungen in D mit Ampeln
> versehen werden?

Ich kann dir aus dem Hut eine Menge Ampeln nennen, die aufgrund von
Unfallhäufungen aufgestellt wurden. (Bei einer war ich möglicherweise
einer der Auslöser, indem ich mich (Anfang der 90er) von einem Mopped
erlegen lassen hab; kurz darauf erhielt die Kreuzung eine Ampel.)
Insbesondere Pförtner-Ampeln an Haltestellen oder Regelungen a la "die
Bahn zieht hinter sich die Kreuzung zu" sind aus sowas entstanden.


Stefan

Wolfgang Kynast

unread,
Sep 13, 2015, 11:51:30 AM9/13/15
to
On Sun, 13 Sep 2015 17:06:35 +0200, "Michael Zink" posted:

>On Sun, 13 Sep 2015 12:14:49 +0200, frank paulsen wrote:
>
>>es ist irrig anzunehmen, typische "Discounfälle" wuerden normale rote
>>ampeln auslassen, und sich auf Bü beschraenken.
>
>Nur kommt da keiner auf die Idee, man müsse sofort alle
>Ampelkreuzungen mit Schranken versehen. (Und Kreuzungen ohne Ampeln
>gehörten sowieso verboten.)

Und alle Straßenbäume, vor allem in Kurven, sollten gefällt und durch
Strohballen ersetzt werden.

--
Schöne Grüße,
Wolfgang

Paul Muster

unread,
Sep 13, 2015, 12:02:04 PM9/13/15
to
Klingt nach vernünftiger moderner Technik.


mfG Paul

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 13, 2015, 12:49:04 PM9/13/15
to
Wolfgang Kynast <w...@gmx.de> wrote:

>Lass mich prophezeihen: man wird feststellen, dass die Schranken und
>das Blinklicht korrekt funktioniert haben.

Die Wahrscheinlichkeit ist groß. Wenn wir nie mehr von der Sache
hören, dann ist es wohl so, andernfalls wird man sicher nochmals was
hören...

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 13, 2015, 12:51:37 PM9/13/15
to
frank paulsen <frank....@gmx.net> wrote:

>es ist irrig anzunehmen, typische "Discounfälle" wuerden normale rote
>ampeln auslassen, und sich auf Bü beschraenken.

Nur sind halt rote Ampeln selten so fatal wie gesicherte Bü.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 13, 2015, 12:53:19 PM9/13/15
to
Hans CraueI <crauel...@freenet.de> wrote:

>Du selbst bezeichnest es allerdings als `den Klassiker', was ich so
>verstehe, dass der von dir skizzierte sinnvolle Umgang mit
>schliessenden bzw. geschlossenen Halbschranken regelmaessig nicht
>von allen so umgesetzt wird.

Mit "der Klassiker" meine ich ganz allgemein, daß die Gefahren eines
Bü gerne ignoriert werden, wie auch immer das geschehen mag.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 13, 2015, 12:56:14 PM9/13/15
to
Paul Muster <exp-3...@news.muster.net> wrote:

>Klingt nach vernünftiger moderner Technik.

Ja, wurde verpflichtend so eingeführt, eben wegen der Gefahr des
Einschließens. Da schien oft die Angst, die Schranke umzufahren,
größer als die Angst, vom Zug erfaßt zu werden, was zu entsprechend
fatalen Unfällen führte. Radar sehe ich eher selten, häufiger scheint
die Kamera, zumindest in den Ecken, in denen ich unterwegs bin.

Tim Landscheidt

unread,
Sep 13, 2015, 1:33:03 PM9/13/15
to
"Ralph A. Schmid, dk5ras" <ra...@schmid.xxx> wrote:

>>Klingt nach vernünftiger moderner Technik.

> Ja, wurde verpflichtend so eingeführt, eben wegen der Gefahr des
> Einschließens. Da schien oft die Angst, die Schranke umzufahren,
> größer als die Angst, vom Zug erfaßt zu werden, was zu entsprechend
> fatalen Unfällen führte. Radar sehe ich eher selten, häufiger scheint
> die Kamera, zumindest in den Ecken, in denen ich unterwegs bin.

Ich meine auch einmal von einem Unfall gelesen zu haben
(USA?), wo die senkende Schranke den Luftschlauch zwischen
Sattelzugmaschine und -auflieger herausgerissen hat. Da kann
man natürlich den Wunsch haben, die Schranke umzufahren,
aber es bewegt sich nichts :-).

Tim

Reinhard Greulich

unread,
Sep 13, 2015, 1:55:31 PM9/13/15
to
Paul Muster schrieb am Sun, 13 Sep 2015 17:55:48 +0200:

> Klingt nach vernünftiger moderner Technik.

Früher war da ja der Schrankenwärter, der musste nur aus dem Fenster
seiner Bude gucken. Als die abgeschafft wurden, musste man sich was
einfallen lassen.

frank paulsen

unread,
Sep 13, 2015, 2:08:38 PM9/13/15
to
"Ralph A. Schmid, dk5ras" <ra...@schmid.xxx> writes:

> frank paulsen <frank....@gmx.net> wrote:
>
>>es ist irrig anzunehmen, typische "Discounfälle" wuerden normale rote
>>ampeln auslassen, und sich auf Bü beschraenken.
>
> Nur sind halt rote Ampeln selten so fatal wie gesicherte Bü.

gut, fuenf tote sind selten, aber so ein bis zwei kommen (leider)
regelmaessig vor.

--
frobnicate foo

Marc Haber

unread,
Sep 13, 2015, 2:22:19 PM9/13/15
to
"Ralph A. Schmid, dk5ras" <ra...@schmid.xxx> wrote:
>Paul Muster <exp-3...@news.muster.net> wrote:
>>Klingt nach vernünftiger moderner Technik.
>
>Ja, wurde verpflichtend so eingeführt, eben wegen der Gefahr des
>Einschließens. Da schien oft die Angst, die Schranke umzufahren,
>größer als die Angst, vom Zug erfaßt zu werden, was zu entsprechend
>fatalen Unfällen führte. Radar sehe ich eher selten, häufiger scheint
>die Kamera, zumindest in den Ecken, in denen ich unterwegs bin.

Radar in aller Regel dort, wo die Strecke aus der BZ fernbedient wird,
z.B. in Mannheim-Neckarau.

Holger Koetting

unread,
Sep 13, 2015, 4:20:54 PM9/13/15
to
Tim Landscheidt wrote:
> Es ist auch eine Formulierung, die bei anderen Verkehrsmit-
> teln in der gleichen Konstellation benutzt wird.

Naja, ich habe in der gleichen Tageszeitung schon deutlich
gelesen, wo die Prioritäten gesetzt werden. Der heranrasende
Zug, der das Auto erwischte, als es auf dem Bü stand, aber
der Lkw, der auf den Fußweg ausweichen mußte (!) und dabei
halt dummerweise eine alte Frau totgefahren hat.

Gruß,

Holger K. aus D.

--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!

E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.strassenbahn-darmstadt.de

Holger Koetting

unread,
Sep 13, 2015, 4:22:56 PM9/13/15
to
Reinhard Greulich wrote:
> Fahrdienstleiter per Video oder elektronisch durch Radar. Die linke
> Schranke schließt erst bei freiem Innenraum, so lange gilt der
> Übergang als nicht gesichert mit entsprechender Auswirkung auf die
> Fahrstraßenlogik.

Nein, die Ausfahrschranke schließt zeitverzögert und erst dann
wird auf Freisein geprüft.

Holger Koetting

unread,
Sep 13, 2015, 4:24:26 PM9/13/15
to
Paul Muster wrote:
> Klingt nach vernünftiger moderner Technik.

Nein, tut es nicht. Denn dann könnten all die Kasper, die
um Schranken rumkurven, effektiv das Schließen (und
Freimelden) des Büs verhindern. Und dann würde hier ein
gewisser Troll wieder rummaulen, warum doch die Bahnen
immer so verspätet seien.

Hartmut Ott

unread,
Sep 13, 2015, 6:41:40 PM9/13/15
to
Hej,

Am 12.09.2015 19:18, schrieb Ralph A. Schmid, dk5ras:

>>Warum die Strassenverkehrsbehoerden da nicht schon laengst fuer
>>Abhilfe gesorgt und Vollschranken verbaut haben, bleibt raetselhaft.
>
> Was soll das bringen? Wenn Baum unten, dann warten, und wenn Baum

Oder im ZickZack den BÜ überqueren - oft genug gesehen. Bei
Vollschranken könnte ja das Auto einen Schaden davon tragen, da macht
man so was eher nicht.


mfg
Hartmut Ott
*Wir alle tragen den Heiligenschein des gewöhnlichen Wahnsinns*
--
Trage es lachend

Reinhard Greulich

unread,
Sep 13, 2015, 6:55:50 PM9/13/15
to
Holger Koetting schrieb am Sun, 13 Sep 2015 22:23:23 +0200:

> Nein, die Ausfahrschranke schließt zeitverzögert und erst dann
> wird auf Freisein geprüft.

Ah.

Martin Bienwald

unread,
Sep 14, 2015, 4:30:00 AM9/14/15
to
Derartige Forderungen habe ich nun durchaus schon gehoert. (Nicht das
mit den Strohballen, aber das Faellen der ach-so-gefaehrlichen Allee-
baeume wird immer mal wieder von irgendeinem Bleifusspolitiker vor-
geschlagen.)

... Martin

Tobias Nicht

unread,
Sep 14, 2015, 5:07:21 AM9/14/15
to
On Sat, 12 Sep 2015 19:59:37 +0200, Henning Koch <HKoch...@web.de>
wrote:

>Was darf man sich denn überhaupt darunter vorstellen, wenn "die Ampel
>an den Bahngleisen komisch blinkt"?

wüsste ich auch gern

>
>Laut Fotos ist das ja eine Halbschrankenanlage mit Lichtzeichen, also
>einer "gelb-rot-Ampel".

richtig

>
>Ist da irgendeine Form von Blinken überhaupt technisch vorgesehen?

nein

>
>(ich gehe ja nicht davon aus, dass das BÜ1-Signal gemeint ist...)

vermutlich nicht, wenn man von seinem angenommenen Standort aus
schaut. Auch ist unklar, was er genau gesehen hat.

Ich habe mal bei Goggle geschaut ob Überwachungssignale erkennbar
sind, aber so richtig ist das nicht zu sehen.

Gruß Tobias

Wolfgang Kynast

unread,
Sep 14, 2015, 6:26:54 AM9/14/15
to
On Mon, 14 Sep 2015 10:33:13 +0200, "Michael Zink" posted:

>On Sun, 13 Sep 2015 17:51:29 +0200, Wolfgang Kynast wrote:
>
>>Und alle Straßenbäume, vor allem in Kurven, sollten gefällt und durch
>>Strohballen ersetzt werden.
>
>Der erste Teil wird AFAIK schon lange gefordert und zum Teil auch
>umgesetzt.

Am Besten holzt man links und rechts aller Straßen jeweils 100 m
Breite ab und legt ein Sicherheits-Kiesbett an:
https://www.google.de/maps/place/Hann.+M%C3%BCnden/@51.4026324,9.7090467,566m/data=!3m1!1e3!4m2!3m1!1s0x47bb2fde0c8a7987:0x425ac6d94ac3e70!6m1!1e1?hl=de

Kann man solche Leute nicht einfach auf den Mond schießen? Da stellt
sich das Baumproblem ja nicht.

--
Schöne Grüße,
Wolfgang

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 14, 2015, 10:18:42 AM9/14/15
to
Hartmut Ott <ho...@arcor.de> wrote:

>Bei
>Vollschranken könnte ja das Auto einen Schaden davon tragen, da macht
>man so was eher nicht.

Kleiner Blechschaden bei Schranke umnieten vs. Totalschaden bei vom
Zug umgenietet werden. Hmmm.

Tim Landscheidt

unread,
Sep 14, 2015, 11:12:45 AM9/14/15
to
"Ralph A. Schmid, dk5ras" <ra...@schmid.xxx> wrote:

>>Bei
>>Vollschranken könnte ja das Auto einen Schaden davon tragen, da macht
>>man so was eher nicht.

> Kleiner Blechschaden bei Schranke umnieten vs. Totalschaden bei vom
> Zug umgenietet werden. Hmmm.

Oder kleiner Blechschaden bei Schranke Umnieten vs. über-
haupt nichts, weil der Zug noch rechtzeitig stoppen konnte.
Und bei Fahrzeugen ist selbst "klein" noch ein großer Batzen
Geld, während der Fahrzeugführer überhaupt nicht abschätzen
kann, was dieses Teil, das wie ein stabiles Stahlrohr aus-
sieht, mit seinem Wagen anrichten wird.

Tim

Stefan Reuther

unread,
Sep 14, 2015, 11:59:51 AM9/14/15
to
Am 14.09.2015 um 17:12 schrieb Tim Landscheidt:
> "Ralph A. Schmid, dk5ras" <ra...@schmid.xxx> wrote:
>>> Bei
>>> Vollschranken könnte ja das Auto einen Schaden davon tragen, da macht
>>> man so was eher nicht.
>
>> Kleiner Blechschaden bei Schranke umnieten vs. Totalschaden bei vom
>> Zug umgenietet werden. Hmmm.
>
> Oder kleiner Blechschaden bei Schranke Umnieten vs. über-
> haupt nichts, weil der Zug noch rechtzeitig stoppen konnte.

Wahrscheinlicher ist "...weil gerade kein Zug kam", und das ist ja die
Motivation der BÜ-illegal-Überquerer. Üblicherweise ist jedenfalls die
Zeit, die die Schranke geschlossen ist, groß gegenüber der Zeit, die der
Zug den BÜ belegt. Aber der Blockabschnitt ist halt etwas größer...


Stefan

Till Kinstler

unread,
Sep 14, 2015, 12:12:43 PM9/14/15
to
Am 13.09.2015 um 18:49 schrieb Ralph A. Schmid, dk5ras:
> Wolfgang Kynast <w...@gmx.de> wrote:
>
>> Lass mich prophezeihen: man wird feststellen, dass die Schranken und
>> das Blinklicht korrekt funktioniert haben.
>
> Die Wahrscheinlichkeit ist groß. Wenn wir nie mehr von der Sache
> hören, dann ist es wohl so, andernfalls wird man sicher nochmals was
> hören...

Zumindest gab es ab ca. 13:30 am Samstag zwischen Bad Sobernheim und
Kirn wieder Zugverkehr. Ob da der Bahnübergang schon wieder in Betrieb
war, weiß ich nicht. Entweder war man da sicher, dass er korrekt
funktioniert oder er war gesperrt, weil man ihn jetzt sowieso erstmal
aufwändig reparieren muss. Als ich mit RE 29529 am frühen Samstagabend
durch Monzingen fuhr, schaute ich nicht aus dem Fenster (ich wusste
nichts von dem Unfall), wir fuhren da aber mit normaler Geschwindigkeit
durch und machten kein "Bahnübergang gesperrt"-Prozedere.

Aber wenn wir schon dabei sind, ein paar Erfahrungen von der Hinfahrt
nach Saarbrücken am Samstagvormittag: Die Informationen über die
Streckensperrung zwischen Bad Sobernheim und Kirn waren ausgesprochen
dürftig. Wir wollten mit RE 29512 von Mainz nach Saarbrücken fahren. Es
gab in Mainz Hauptbahnhof keinerlei Hinweis auf die Streckensperrung.
Ich wurde skeptisch, als RE 29512 kurz vor der planmäßigen Abfahrtszeit
um 9:56 noch nicht an Gleis 6b bereitstand und stattdessen ein Zug um
10:03 nach Alzey angekündigt wurde. Ich prüfte deswegen auf m.bahn.de,
ob der RE nach Saarbrücken von einem anderen Gleis abfährt. Er wurde
dort aber weiterhin als planmäßig von Gleis 6b durchgehend und pünktlich
verkehrend nach Saarbrücken angezeigt. Ok, wird schon kommen, dachte
ich. So war es auch: Ein paar Minuten nach Planabfahrtszeit wurde er mit
Ansage und Anzeige der Verlegung an Gleis 7 bereitgestellt. Merkwürdig
fand ich, dass er nur aus einer einzigen kurzen Lint 54-Einheit bestand,
die Nahestrecke-RE sind üblicherweise deutlich länger. Letztendlich
passten aber alle Reisenden und wir samt Tandem bequem hinein. Nach der
baldigen Abfahrt mit ein paar Minuten Verspätung kam dann die Durchsage,
dass der Zug wegen einer Streckensperrung in Folge eines tragischen
Unfalls nur bis Bad Sobernheim verkehren würde und dort Ersatzverkehr
nach Kirn eingerichtet sei. Na Super! Hätte man das nicht irgendwie vor
Abfahrt des Zuges geeignet kommunizieren können? Zum Beispiel durch
Ansagen und/oder Anzeigen in Mainz Hbf? Auf m.bahn.de wurde der Zug als
mit +6 durchgehend bis Saarbrücken angezeigt, keinerlei Hinweis auf eine
Streckensperrung. Auf der nicht sehr mobilgerätefreundlichen Webseite
von Vlexx fand ich dann über mehrere Meldungen verteilt Hinweise auf die
Streckensperrung und einzelne ausfallende Züge. Zu Ersatzverkehr oder
alternativen Reisemöglichkeiten stand da nichts. Der "Live-Fahrplan" auf
den Vlexx-Seiten gab auch keine Auskunft über Verspätungen,
Streckensperrungen oder Ersatzverkehre. An Bord des RE 29512 war auch
kein Begleitpersonal, das hätte Auskunft geben können. Ich hatte starke
Zweifel, ob ein wie auch immer gebildeter Ersatzverkehr unser
mitgeführtes Tandem mitnehmen würde. Auch gab es keinerlei Angaben über
den Verkehr zwischen Kirn und Saarbrücken, so dass wir hätten abschätzen
können, wann wir ungefähr in Saarbrücken sein könnten, wenn wir das
Stück zwischen Bad Sobernheim und Kirn per Fahrrad zurücklegen. Bei mehr
als 90 Minuten Verspätung wäre unsere Reise sinnlos geworden und wir
besser gleich zurück gefahren.
Mir fiel dann noch ein, dass man in Bad Münster von den RE nach
Saarbrücken üblicherweise sofort Anschluss nach Kaiserslautern hat und
auf diesem Weg vielleicht schneller als mit Ersatzverkehr mit Bus oder
Fahrrad nach Saarbrücken kommen könnte. Ein weiterer Blick auf m.bahn.de
zeigte dann sogar, dass man mit RB 12716 von Bad Münster nach
Kaiserslautern und RE 4119 von dort nach Saarbrücken nur 3 Minuten nach
der planmäßigen Ankunft von RE 29512 (12:15 vs. 12:12) in Saarbrücken
sein könnte, wenn die knappen Anschlüsse in Bad Münster (4 Minuten) und
Kaiserslautern (5 Minuten) klappen.
RE 29512 war inzwischen mit ca. 5 Minuten Verspätung in Ingelheim
angekommen, es gab also Hoffnung, dass der bahnsteiggleiche Anschluss in
Bad Münster erreicht würde. Wir fuhren aber in Ingelheim erstmal nicht
weiter, bald kam die Ansage, dass wir warten müssten, bis wir von einem
Fernverkehrszug überholt würden. Mit +10 verließen wir schließlich
Ingelheim. Warum lässt man RE 29512 in Ingelheim auf eine Überholung
warten, wenn der RE ca. 2 bis 3 Minuten nach der Abfahrt in Ingelheim
sowieso in Gau Algesheim die Rheinstrecke verlässt? Wir hätten also
nicht lange im Weg gestanden. So war aber die Wahrscheinlichkeit für ein
Erreichen des Anschlusses in Bad Münster deutlich gesunken...
Gut, ich sinierte dann darüber, ob eine Stunde Aufenthalt in Bad Münster
oder 15 km Radfahren mit ungewisser Weiterbeförderung ab Kirn die
bessere Alternative ist. Bei der Einfahrt nach Bad Münster stand aber
wider Erwarten die RB nach Kaiserslautern doch noch am Nachbarbahnsteig.
Eine Ansage zu diesem Anschluss oder gar der Hinweis an Reisende mit
Ziel in Saarbrücken, dass das eine sinnvolle Ersatzverbindung ist,
erfolgte im RE 29512 nicht. Also Tandem unter den Arm und nix wie rüber
in die RegionalBahn, hätte ja auch sein können, dass das ein
Sichtanschluss wird... Aber wir waren drin und fuhren dann mit +7 los
nach Kaiserslautern. Am letzten Halt vor Kaiserslautern hatten wir noch
+4 oder +5. Das gefährdete natürlich den Anschluss dort auf RE 4119 nach
Saarbrücken. Der fehlte dann bei der Ansage der Anschlusszüge in RB
12716 auch, aber es gab auch keinen Hinweis auf Nicht-Erreichen dieses
Zuges oder auf Alternativen. Wir fuhren dann schließlich parallel zum
SüWex-RE in Kaiserslautern ein. Nach einem beherzten Sprint samt Tandem
durch die Unterführung konnten wir noch hineinspringen, Türen zu und ab.
Gewartet auf Anschlussreisende aus RB 12716 wurde nicht, bei Abfahrt des
RE sah ich noch Reisende die Treppe rauf kommen. Wir erreichten so
jedenfalls um 12:15 Saarbrücken. Ob und wann und wie ein Ersatzverkehr
für RE 29512 dort ankam, weiß ich nicht. Von den Ankunftstafeln war der
Zug bereits verschwunden (plan an 12:12), zu sehen war aber kein
Vlexx-Zug im Bahnhof (und innerhalb von 3 Minuten wird der nicht
weggeräumt, üblicherweise bleiben die Vlexx-RE in Saarbrücken an Gleis 1
oder 3 bis zur Rückfahrt stehen).

Ja, ihr werdet mir jetzt erklären, dass die Anzeige von falschen und
verwirrenden Daten auf m.bahn.de daran liegt, dass Vlexx und DB halt
unterschiedliche Unternehmen sind und niemand bereit ist,
organisatorische und technische Strukturen für einen guten
Datenaustausch zu bezahlen. Daran wird es auch liegen, dass es in Mainz
Hbf keinerlei Informationen zu der Streckensperrung gab, zumal das dann
mit DB StuS nochmal in die Zuständigkeit eines anderen Unternehmens
fallen würde. Und die Entscheidung, den RE in Ingelheim weitere
Verspätung sammeln zu lassen, statt die Fahrt eines IC ein wenig zu
verzögern, hat sicher auch ganz wichtige betriebliche Gründe (na, wer
hat Zugriff auf betriebliche Fahrpläne und rechnet mir vor, dass es am
niveaugleichen Abzweig der Nahestrecke in Gau Algesheim liegt und es
einen Rückstau mindestens bis Köln einerseits sowie Frankfurt und
Mannheim andererseits gegeben hätte, wäre der RE vor dem IC in Ingelheim
losgefahren?). Gut, immerhin hat die RB nach Kaiserslautern in Bad
Münster gewartet. Ob aus Zufall oder Absicht lässt sich nicht ergründen,
denn Informationen zu diesem Anschluss gab es ja sowieso nicht (was
wieder an fehlenden Schnittstellen zwischen Vlexx und DB liegen mag für
die keiner bezahlen will). Ebensowenig wie überhaupt irgendwelche
sinnvollen Informationen von Vlexx außer nicht näher spezifizierten
Verweisen auf einen Ersatzverkehr zwischen Bad Sobernheim und Kirn (und
dann?). Naja, und der Prestige-SüWex-RE kann in Kaiserslautern natürlich
auch nicht eine Minute auf Reisende aus der Pfalz-Bummelbahn warten,
auch wenn er dann in Landstuhl und Homburg am Bahnsteig rumsteht, weil
er zu früh dort ankommt...
Ist mir, ehrlich gesagt, alles ziemlich egal. Ich bin ja mündiger
Bahnfahrer mit einem Berg an Erfahrung, weiß mir zu helfen und kann auch
mit Tandem unterm Arm noch schnell laufen. Schade ist es halt für die
zahlenden Kunden, die das nicht können...

Grüße,
Till

Marc Haber

unread,
Sep 14, 2015, 2:15:03 PM9/14/15
to
Till Kinstler <ti...@fs.is.uni-sb.de> wrote:
>Ist mir, ehrlich gesagt, alles ziemlich egal.

Mir nicht. Was Dir da passiert ist, ist das organisierte Versagen der
neuen Länderbahn im Normalbetrieb. Das finde ich -viel- schlimmer als
einen Zug, der zwei Stunden unevakuiert auf einer Brücke steht.

Denn an solchen Informationsflüssen -kann- man was ändern, und zwar
mit vertretbarem Aufwand.

Ulrich Onken

unread,
Sep 14, 2015, 4:06:04 PM9/14/15
to
On 14.09.2015 16:18, Ralph A. Schmid, dk5ras wrote:
> Hartmut Ott <ho...@arcor.de> wrote:
>
>> Bei
>> Vollschranken könnte ja das Auto einen Schaden davon tragen, da macht
>> man so was eher nicht.
>
> Kleiner Blechschaden bei Schranke umnieten vs. Totalschaden bei vom
> Zug umgenietet werden. Hmmm.

Hier an der Wiesentalbahn (KBS 735) gibt es beide Varianten, nämlich
Vollschranken im Schweizer Streckenabschnitt und Halbschranken im
deutschen. Beides lässt Anwärtern auf den Darwin-Award und anderen Halb-
oder Vollpfosten genügend Spielraum.

Bei den Halbschranken (D) gibt es immer wieder Leute, die sie umfahren
oder umgehen, meist ohne Folgen, manchmal aber auch mit fatalem Ausgang:
http://www.20min.ch/schweiz/basel/story/10-jaehriger-Junge-von-S-Bahn-erfasst-und-getoetet-12061399
. Die Halbschranken verleiten die Autofahrer, bei Staus hinter dem
Bahnübergang auf den Schienen zu warten. Im Stadtgebiet Lörrach sind
diese Bahnübergänge mit zusätzlichen Ampeln versehen, die den querenden
Autoverkehr für etwa 20 Sekunden anhalten und so für einen freien
Bahnübergang sorgen, bevor die Schranken schliessen.

Bei den Vollschranken in Riehen (CH) ist das anders. Der Bahnübergang
wird durch die abgesenkte Barriere hermetisch geschlossen; ohne Klettern
kommt man dort auch als Fussgänger nicht hinüber. Die meisten Autofahrer
wissen oder ahnen offenbar, dass man dort besser nicht auf dem
Bahnübergang stehen bleibt. Aber nicht alle; eine Autofahrerin in Riehen
musste sich vor einiger Zeit in der Situation aus dem Auto retten, das
wegen baustellenbedingtem Stop und Go zwischen den Schranken eingeklemmt
wurde. Sie wohl Angst um Kratzer am Auto. Die Reparatur konnte sie
tatsächlich vermeiden; ihr Auto war nämlich kurz danach ein richtig
handliches Paket:
http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Zug-schleift-Auto-70-Meter-weit/story/22977322

Bei den Vollschranken fahren oder laufen nach meinen Beobachtungen kaum
Leute rüber, wenn sie nicht sollten. Es geht praktisch nicht. Aber wenn
es dann bimmelt und die Schranken runtergehen, dann bleibt nur noch
wenig Zeit zum Handeln...

Grüsse
Uli

Herbert Albrecht

unread,
Sep 15, 2015, 6:39:39 AM9/15/15
to
Am 13.09.2015 14:47, schrieb Hans CraueI:
> Johann Mayerwieser schrieb
>
>> Am Sat, 12 Sep 2015 13:13:21 +0000 schrieb Hans CraueI:
>>> Warum die Strassenverkehrsbehoerden da nicht schon laengst fuer Abhilfe
>>> gesorgt und Vollschranken verbaut haben, bleibt raetselhaft.
>>
>> Warum braucht es einen Vollschranken? Halbschranken oder Rotlicht soll
>> doch genÃŒgen.
>
> Sollte man meinen.
>
>> Ich verstehe es wirklich nicht, warum diese Deppen (vorausgesetzt,
>> der Schranken hat funktioniert) bei einem Schranken bzw. Rotlicht
>> weiterfahren und bei jeder Verkehrsampel brav stehen bleiben.
>
> Ich verstehe es schon. Ich habe selbst in diesem Alter ein paar Mal
> aehnlich idiotische Dinge gemacht, aus einer Mischung von
> Selbstueberschaetzung, mangelnder Erfahrung und Selbstdarstellung
> heraus. Das gehoert zu dieser Lebensphase, vor allem bei Maennern.

Die schärfsten Kritiker der Elche...

> Darum meine ich auch, dass Maenner erst ab 25 Auto fahren sollten.

Ach was, ab 65, und Frauen auch :-)

Letzten Winter gab es bei uns in Norddeutschland einen ähnlichen Unfall,
verursacht von einer älteren Frau. Die können es auch nicht besser.

Nein, im Ernst: Die einen könnens mit 14, die anderen mit 40 immer noch
nicht. Das Autofahren, das Wählen u.s.w.

Herbert

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 15, 2015, 8:24:03 AM9/15/15
to
Till Kinstler <ti...@fs.is.uni-sb.de> wrote:

>Ja, ihr werdet mir jetzt erklären, dass die Anzeige von falschen und
>verwirrenden Daten auf m.bahn.de daran liegt, dass Vlexx und DB halt
>unterschiedliche Unternehmen sind und niemand bereit ist,
>organisatorische und technische Strukturen für einen guten
>Datenaustausch zu bezahlen.

Ich gehe eher davon aus, daß das Personal auf den Stellwerken bzw. in
den Betriebszentralen beim Abwägen zwischen "Leute belabern" oder
"Züge fahren lassen" sich für Letzteres entschieden hat.

Ja, das ist scheiße, aber ich weiß trotz Kleinerer Einblicke in die
Hintergründe des Bahnverkehrs nicht, wie man das wirklich verlässlich
gut machen könnte.

Wenn man das Positive darin sieht, so kommen wenigstens einige findige
Leute noch zum Ziel - würde man Information vor das Fahren stellen,
dann käme erst mal gar keiner zum Ziel, es wüßte aber dafür jeder
bestens Bescheid, warum das gerade so ist :) Daß das dennoch scheiße
ist, nun, ich glaube, das habe ich schon erwähnt.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 15, 2015, 8:25:23 AM9/15/15
to
Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:

>Denn an solchen Informationsflüssen -kann- man was ändern, und zwar
>mit vertretbarem Aufwand.

Woher nimmt man spontan die Leute, die man dazu braucht, die
Informationen zusammenzufassen, zu evaluieren, weiterzugeben, und auch
dem Fahrbetrieb zu sagen, wer idealerweise wo worauf wartet? Die
werden alle am Züge disponieren gewesen sein...

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 15, 2015, 8:38:41 AM9/15/15
to
Herbert Albrecht <rz3...@rrz.uni-hamburg.de> wrote:

>Nein, im Ernst: Die einen könnens mit 14, die anderen mit 40 immer noch
>nicht. Das Autofahren, das Wählen u.s.w.

Ja, so ist das. Ich fühlte mich 18 im Auto hinreichend unsicher, daß
ich gar keinen größeren Drang verspürte, zu rasen oder anderes
komisches Zeugs zu machen, wie ohne Sicht auf der Landstraße zu
überholen und so.

Schnell fahren tu' ich mittlerweile ganz gerne, aber immer im Rahmen
der Gegebenheiten - Überholen auf der Landstraße dagegen nach wie vor
nur, wenn unbedingt nötig und zu 200% sicher machbar.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 15, 2015, 8:39:57 AM9/15/15
to
Tim Landscheidt <t...@tim-landscheidt.de> wrote:

>Oder kleiner Blechschaden bei Schranke Umnieten vs. über-
>haupt nichts, weil der Zug noch rechtzeitig stoppen konnte.

Die Wahrscheinlichkeit ist eher gering, außer bei VOllabschluß, da in
dem Falle (hoffentlich) die Räumungsprüfung nicht erfolgreich war.

>Und bei Fahrzeugen ist selbst "klein" noch ein großer Batzen
>Geld, während der Fahrzeugführer überhaupt nicht abschätzen
>kann, was dieses Teil, das wie ein stabiles Stahlrohr aus-
>sieht, mit seinem Wagen anrichten wird.

Alles besser als ein Auto in Kleinteilen, und schlimmstenfalls man
selber auch gleich noch.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 15, 2015, 8:42:04 AM9/15/15
to
Ulrich Onken <news-1411...@spamgourmet.com> wrote:

>Bei den Halbschranken (D) gibt es immer wieder Leute, die sie umfahren
>oder umgehen, meist ohne Folgen, manchmal aber auch mit fatalem Ausgang:
>http://www.20min.ch/schweiz/basel/story/10-jaehriger-Junge-von-S-Bahn-erfasst-und-getoetet-12061399

Schweizerisch-drastisch geschildert.

Stefan Reuther

unread,
Sep 15, 2015, 12:33:50 PM9/15/15
to
Am 15.09.2015 um 14:23 schrieb Ralph A. Schmid, dk5ras:
> Wenn man das Positive darin sieht, so kommen wenigstens einige findige
> Leute noch zum Ziel - würde man Information vor das Fahren stellen,
> dann käme erst mal gar keiner zum Ziel, es wüßte aber dafür jeder
> bestens Bescheid, warum das gerade so ist :)

Das Argument ist nun aber wirklich kurz vor "ohne Fahrgäste funktioniert
der Bahnbetrieb viel besser", und das kann ja nicht das Ziel sein.

Ganz objektiv führt halt die Aufteilung in verschiedene
Bahngesellschaften schon zu Informationsverlusten, schon so triviale
Dinge, dass einige Bahngesellschaften unter bahn.de nicht mit
Echtzeit-Informationen vertreten sind. Und wenn Disponenten
verschiedener Unternehmen zustimmen müssen, damit Zug A auf Zug B eines
anderen Unternehmens wartet, macht's das auch nicht einfacher.


Stefan

Roman Racine

unread,
Sep 15, 2015, 1:13:36 PM9/15/15
to
Ulrich Onken wrote:

> Aber nicht alle; eine Autofahrerin in Riehen
> musste sich vor einiger Zeit in der Situation aus dem Auto retten, das
> wegen baustellenbedingtem Stop und Go zwischen den Schranken eingeklemmt
> wurde. Sie wohl Angst um Kratzer am Auto. Die Reparatur konnte sie
> tatsächlich vermeiden; ihr Auto war nämlich kurz danach ein richtig
> handliches Paket:

Ich versteh das nicht. So lange das Auto noch fahrbar ist, ist es immer
besser und schneller, die Schranken zu durchbrechen, notfalls mit Anlasser.

Gruss

Roman°

Paul Muster

unread,
Sep 15, 2015, 1:42:04 PM9/15/15
to
???

(Und außerdem wissen die Leute nicht, dass die Schrankenbäume heute
Plastik- oder Glasfiberkram sind. Die denken, das seien massive Stahlrohre.)


mfG Paul

Till Kinstler

unread,
Sep 15, 2015, 1:56:05 PM9/15/15
to
Am 15.09.2015 um 18:18 schrieb Stefan Reuther:

> Ganz objektiv führt halt die Aufteilung in verschiedene
> Bahngesellschaften schon zu Informationsverlusten, schon so triviale
> Dinge, dass einige Bahngesellschaften unter bahn.de nicht mit
> Echtzeit-Informationen vertreten sind.

Zum Beispiel zu den Vlexx-Zügen gibt es Echtzeitdaten zumindest zur
Pünktlichkeit in den Auskunftssystemen von bahn.de. Gerade das ist aber
tückisch, weil der gutgläubige Beförderungsfall natürlich davon ausgeht,
dass diese auch die gleiche "Qualität" haben wie bei Bahnens eigenen
Zügen. Zumal man bei Vlexx-Zügen, die alle als Zuggattung RE oder RB
verkehren, in den "mobilen" Bahnauskünften nichtmal erkennt, dass sie
von einer anderen Firma gefahren werden, auf den "immobilen" Webseiten
gibt es einen dezenten Hinweis.
Am Samstag waren die Daten zu den Vlexx-Zügen aber schlicht
unvollständig bzw. falsch. Bei DB-Zügen klappt es ja durchaus,
Streckensperrungen, Umleitungen usw. anzuzeigen.
Das war auch nicht das erste Mal, dass die Daten in öffentlichen
DB-Systemen zu diesen Zügen falsch waren. Ich hatte auch schon
ausfallende Vlexx-Züge ab Frankfurt (Grund unbekannt, es lag nicht an
größeren allgemeinem Bahnchaos), die während ihrer gesamten Fahrzeit als
pünktlich verkehrend angezeigt wurden.

Grüße,
Till

Helmut Barth

unread,
Sep 15, 2015, 2:12:57 PM9/15/15
to
Salut!

Hans CraueI schrieb:

> Du selbst bezeichnest es allerdings als `den Klassiker', was ich so
> verstehe, dass der von dir skizzierte sinnvolle Umgang mit
> schliessenden bzw. geschlossenen Halbschranken regelmaessig nicht
> von allen so umgesetzt wird.

So ist es. Wo eine Halbschranke ist, ist auch ein Dummer der meint es
selbst im Griff zu haben. Je öfter das klappt umso unvorsichtiger werden
sie. Im Führerstand unserer Plastikzüge hofft man dann halt, dass der
Gegner entschieden schwächer ist, so dass einem selbst dabei nix passiert.

Grüßle, Helmut

Helmut Barth

unread,
Sep 15, 2015, 2:16:50 PM9/15/15
to
Salut!

Reinhard Greulich schrieb:

> Früher war da ja der Schrankenwärter, der musste nur aus dem Fenster
> seiner Bude gucken. Als die abgeschafft wurden, musste man sich was
> einfallen lassen.

Rein überwachungstechnisch funktioniert das. Der Schrankenwärter in
Persona hingegen hatte auch noch eine abschreckende Wirkung. Da ist wer,
der sich das Kennzeichen notieren kann, da ist wer, der einen anscheißen
kann, wenn man einen Fehler macht. Der Rückzug aus der Fläche macht
immer deutlicher, dass fehlendes Personal nicht nur Kosten spart,
sondern auch Risiken erhöht. Risiken an BÜ genauso, wie Risiken für
Vandalismus oder zu spät bemerkte Unregelmäßigkeiten. Aber davon
bekommen die Betriebswirtschaftler in der Regel nichts mit.

Grüßle, Helmut

Tim Landscheidt

unread,
Sep 15, 2015, 2:54:25 PM9/15/15
to
Gerade wenn man sich Bahnübergänge ansieht, scheint das Feh-
len von Schrankenwärtern eine erhebliche Risikoreduzierung
darzustellen. Oftmals gering qualifizierte Menschen eine
höchst monotone Tätigkeit ausüben zu lassen, bei der jeder
Fehler eine Lebensgefahr ist, hatte und hat drastische Aus-
wirkungen auf das Sicherheitsniveau.

Tim

Paul Muster

unread,
Sep 15, 2015, 3:08:03 PM9/15/15
to
Tja, traurig, dass DB Netz, die als EIU am allerallerbesten wissen,
_welcher Zug_ _warum_ _wo_ ist, es nicht will und/oder nicht schafft,
diese Daten vernünftig bereitzustellen.

Ja, ich weiß schon, gleich kommen wieder irgendwelche Leute, die
behaupten, das _dürfte_ DB Netz gar nicht, weil die "Privatbahnen" das
nicht wollten oder zu bezahlen bereit seien.
Das rechtskräftige Gerichtsurteil dazu wüsste ich gerne, das es DB Netz
verbietet, Echtzeitdaten aller Personenzüge an bahn.de und die
Anzeigesysteme von DB StuS weiterzugeben. Bis zum Vorliegen dieses
Urteils halte ich es weiter für Faulheit und ein Zeichen von Missachtung
gegenüber den zahlenden Kunden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bahn-brief-an-bahn-chef-ruediger-grube-a-1053028.html

| Sven Böll fährt gern Bahn, ehrlich. Dennoch hat er ein paar unbequeme
| Fragen an Konzernchef Grube. Zum Beispiel, warum Bahnfahren immer
| noch so enorm teuer ist, warum keine Reise glatt läuft - und ob
| Fliegen auf Dauer nicht doch schöner ist.

Sehr lesenswert! Und auch die Kommentare:

Kommentar #5:
| Manchmal steht man fassungslos 10 Minuten am Gleis, an dem der Zug
| längst hätte einfahren müssen und hört nix. Lohnt sich, noch einen
| Kaffee zu holen? Ach nee, der Service der Kundeninfo hat vermutlich
| keine Ahnung, wo der Zug geblieben ist und wie lange der noch
| braucht... ist der Zug 30, 20 oder 3 Minuten entfernt?

Kommentar #13:
| Man merkt eben auch bei normalem Betrieb, daß man als Kunde nicht
| oberste Priorität hat. Es ist bei der Bahn wichtiger, irgendwelche
| Bahninterna zu erfüllen, als Kundenwünsche.

Kommentar #17:
| Was ich nie verstehe: Meine Arbeitsstätte ist nur 100 meter von der
| S-Bahn Haltestelle entfernt. Das macht es gradezu perfekt vorher auf
| der Bahnseite nachzuschauen ob der Zug verspätung hat oder nicht. Ich
| brauch ja nur 2-3 Minuten bis zum Gleis. Dennoch ist es jedesmal so,
| das ich nachschaue, Zug kommt pünktlich, 3 Minuten später am Gleis
| "zug hat 10 Minuten Verspätung". Wie kann das sein? Haben die
| keinerlei Ahnung wo ihre Züge grade sind? Es ist 2015 - lt Hollywood
| haben wir fliegende Autos aber die Bahn hat es immer noch nicht
| geschafft das ihre Infoapps auch nur annährend funktionieren.

Kommentar #44:
| Verspätungen kommen vor, das ist auch gar nicht das Hauptproblem das
| ich mit der deutschen Bahn habe. Was mich aber zur Weißglut bringt
| ist wie Kunden teilweise hingehalten und meiner Meinung nach
| regelrecht verarscht werden. Ich muss jeden Tag mit der Bahn zur
| Arbeit pendeln, Fahrtdauer 15 min. Gestern stand ich geschlagene 1,5
| h am Bahnhof rum und habe darauf gewartet dass ein Zug in meine
| Richtung fährt. Von der Bahn wurde suggeriert der Zug könne jede
| Minute einfahren da immer eine Verspätung angezeigt wurde die schon
| längst Überschritten war. Was soll das???

Ja, ist klar, sind alles nur bedauerliche Einzelfälle bzw. von der
Fernbuslobby bezahlte Poster. Eigentlich kommt sowas nicht vor, denn die
KoRil verbietet es doch. Und was nicht sein kann, ...


mfG Paul

Detlev Bartsch

unread,
Sep 15, 2015, 3:15:58 PM9/15/15
to
Am 15.09.15 19:27, schrieb Paul Muster:
> On 15.09.2015 19:13, Roman Racine wrote:

>> Ich versteh das nicht. So lange das Auto noch fahrbar ist, ist es immer
>> besser und schneller, die Schranken zu durchbrechen, notfalls mit Anlasser.
>
> ???

"Die drei ??? und das Rätsel der durchbrochenen Schranke" oder was
möchtest Du mit dem Beitrag sagen?

Tschüss
db

Paul Muster

unread,
Sep 15, 2015, 3:42:04 PM9/15/15
to
On 15.09.2015 21:15, Detlev Bartsch wrote:
> Am 15.09.15 19:27, schrieb Paul Muster:
>> On 15.09.2015 19:13, Roman Racine wrote:

>>> Ich versteh das nicht. So lange das Auto noch fahrbar ist, ist es immer
>>> besser und schneller, die Schranken zu durchbrechen, notfalls mit
>>> Anlasser.
>>
>> ???
>
> "Die drei ??? und das Rätsel der durchbrochenen Schranke"

*g* Nee, das ist die Kurzform von "Hä? Wie kommst du darauf, was meinst
du damit?"

> oder was
> möchtest Du mit dem Beitrag sagen?

Ach, Gottchen. Mein Posting hatte ja auch gar keinen zweiten Teil, in
dem klar wurde, worauf ich hinaus will.


mfG Paul

Holger Koetting

unread,
Sep 15, 2015, 3:52:28 PM9/15/15
to
Paul Muster wrote:
> Tja, traurig, dass DB Netz, die als EIU am allerallerbesten wissen,
> _welcher Zug_ _warum_ _wo_ ist, es nicht will und/oder nicht schafft,
> diese Daten vernünftig bereitzustellen.

Selbstverständlich sind diese Daten vernüftig bereitgestellt.
Es steht Dir frei, zu den entsprechenden Konditionen einen
Zugang zu beschaffen.

> gegenüber den zahlenden Kunden.

Gähn. Zahlende Kunden? Bist Du ein EVU oder wieso hast Du
einen Vertrag mit DB Netz?

Gruß,

Holger K. aus D.

--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!

E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.strassenbahn-darmstadt.de

Reinhard Greulich

unread,
Sep 15, 2015, 4:04:43 PM9/15/15
to
Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb am Tue, 15 Sep 2015 14:25:24 +0200:

> Woher nimmt man spontan die Leute, die man dazu braucht, die
> Informationen zusammenzufassen, zu evaluieren, weiterzugeben, und auch
> dem Fahrbetrieb zu sagen, wer idealerweise wo worauf wartet? Die
> werden alle am Züge disponieren gewesen sein...

Schweizer BZ haben eigens dafür einen eigenen Disponenten, trotz
flächendeckend verbreiteter Blechelse.

(Womit ich nicht sagen will, dass da der perfekte Informationsfluss
herrscht, denn in extremen Betriebslagen kommt der auch nicht
hinterher.)

Gruß - Reinhard.

--
70086
~=@=~

Reinhard Greulich

unread,
Sep 15, 2015, 4:11:00 PM9/15/15
to
Tim Landscheidt schrieb am Tue, 15 Sep 2015 18:54:23 +0000:

> Oftmals gering qualifizierte Menschen eine
> höchst monotone Tätigkeit ausüben zu lassen, bei der jeder
> Fehler eine Lebensgefahr ist, hatte und hat drastische Aus-
> wirkungen auf das Sicherheitsniveau.

Auch ortsbediente Schranken wurden und werden in die Sicherungstechnik
eingebunden. Bis sich die Autofahrer wegen langer Wartezeiten lauthals
beschweren, der Bürgermeister oder irgendein anderer "gering
qualifizierter" Lokalfürst sich einschaltet und quengelt, bis das zu
Gunsten kürzerer Schließzeiten unterlaufen wird. _Das_ führt zu
weniger Sicherheit.

Reinhard Greulich

unread,
Sep 15, 2015, 4:15:51 PM9/15/15
to
Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb am Tue, 15 Sep 2015 14:42:04 +0200:

> Schweizerisch-drastisch geschildert.

Das zitierte Blättchen ist als ausschließlich (!) im Zug und in
Stationen ausliegende Gratiszeitung bei mit der Eisenbahn
zusammenhängenden Unregelmäßigkeiten, nunja, gern etwas speziell...

Nett auch die natürlich unbekannte Anwohnerin mit dem Zitat: «Die
Züge, die hier nicht halten, durchqueren den Bahnhof in einem
Wahnsinnstempo. Zudem sieht man sie wegen einer Kurve kurz vor dem
Bahnsteig nicht». Muss die böse Bahn da auch eine Kurve hinbauen.

Detlev Bartsch

unread,
Sep 15, 2015, 4:18:18 PM9/15/15
to
Am 15.09.15 21:30, schrieb Paul Muster:
>Mein Posting hatte ja auch gar keinen zweiten Teil, in
> dem klar wurde, worauf ich hinaus will.

Nö, da Romans Aussage "runter vom Bü, egal wie, ist besser
als Totalschaden am Fahrzeug oder schlimmer" glasklar war,
ist (mir) überhaupt nicht klar, was dir nicht klar war.

Tschüss
db

Paul Muster

unread,
Sep 15, 2015, 4:22:03 PM9/15/15
to
On 15.09.2015 21:52, Holger Koetting wrote:
> Paul Muster wrote:

>> Tja, traurig, dass DB Netz, die als EIU am allerallerbesten wissen,
>> _welcher Zug_ _warum_ _wo_ ist, es nicht will und/oder nicht schafft,
>> diese Daten vernünftig bereitzustellen.
>
> Selbstverständlich sind diese Daten vernüftig bereitgestellt.
> Es steht Dir frei, zu den entsprechenden Konditionen einen
> Zugang zu beschaffen.

Das erwarte ich vom integrierten Konzern als Inklusivleistung meiner
FV-Fahrkarte bzw. anteilig von den Trassengebühren, die der Besteller
meiner NV-Leistung von meinen Steuern zahlt.

Oder kann man den Laden verlustfrei zerschlagen, weil der tolle
integrierte Konzern doch keinerlei Vorteile hat?

>> gegenüber den zahlenden Kunden.
>
> Gähn. Zahlende Kunden? Bist Du ein EVU oder wieso hast Du
> einen Vertrag mit DB Netz?

Ach, das Gequatsche mal wieder. Das ganze Bahnwesen wäre doch viel
schöner, wären da nicht diese nervigen zahlenden Kunden. Die sollen sich
verp*ssen!


Paul

Paul Muster

unread,
Sep 15, 2015, 4:42:04 PM9/15/15
to
Ahso, ok.

Nun, wo wir hier aber wissen, dass auch bei geschlossenen Schranken noch
eine Sicherungsebene (das Radarei oder die Kamera) auf uns aufpasst,
brauchen *wir* uns nicht die Karre an (Glasfiber-)Schrankenbäumen
kaputtzufahren. *Wir* können das Auto stehen lassen, aber zur doppelten
Sicherheit - wer weiß, ob das Radarei und die sonstige Sicherungstechnik
bzw. der FDL richtig funktionieren - doch lieber aussteigen und an die
Seite gehen.

Schön, dass es die Newsgroup gibt.


mfG Paul

Marc Haber

unread,
Sep 15, 2015, 5:19:38 PM9/15/15
to
"Ralph A. Schmid, dk5ras" <ra...@schmid.xxx> wrote:
>Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:
>>Denn an solchen Informationsflüssen -kann- man was ändern, und zwar
>>mit vertretbarem Aufwand.
>
>Woher nimmt man spontan die Leute, die man dazu braucht, die
>Informationen zusammenzufassen, zu evaluieren, weiterzugeben, und auch
>dem Fahrbetrieb zu sagen, wer idealerweise wo worauf wartet? Die
>werden alle am Züge disponieren gewesen sein...

Das kann man automatisieren. Zuglauf im System ändern =>
Fahrplanmitteilung an Tf und Fdl, Korrektur in der ZN, Änderung in der
Fahrgastinfo. Wenn man's ganz weit treibt, kann man sogar die
Umleitungshinweise mit Fahrplanauskunft hinterlegen und die
Wartezeiten (z.B. im konkreten Fall in Kaiserslautern) automatisiert
hochdrehen.

Dass der Fernverkehr vor dem Nahverkehr unbedingten Vorrang genießt,
ist nicht nur im konkreten Fall ärgerlich, sondern auch hier[tm][1].

Der Rest ist Reibungsverlust zwischen unterschiedlichen EVU, da ist
der Besteller am Zug, sowas einzufordern, in die Ausschreibungen zu
schreiben und Pönalen zu verhängen wenn es nicht klappt.

Grüße
Marc

[1] neulich wurde eine pünktliche S-Bahn in Wiesloch-Walldorf auf die
Seite gestellt damit ein verspäteter IC aus Karlsruhe nicht noch mehr
Verspätung bekommen hat. Und weil sie grad so schön auf der Seite
stand, durfte der nächste pünktliche IC auch gleich mit vorbei, was
meiner Frau +51 in der Ankunft bei der Arbeit bescherte. Nur damit
zwei Fernzüge nicht +3 kassieren.

Bei dieser Gelegenheit erwähne ich immer wieder gerne zwei mir selbst
passierte Fälle, wo ein Regionalzug auf der Seite stehen blieb, obwohl
klar war dass der Fernzug so sehr verspätet ist, dass der Regionalzug
bereits an der nächsten Überholmöglichkeit angekommen wäre, bevor der
Fernzug überhaupt an der Stelle angekommen war, wo der Regionalzug
warten durfte. In einem dieser Fälle durfte der Regionalzug nicht
einmal zu dem Bahnhof weiterfahren, an dem die _planmäßige_ Überholung
durch den _pünktlichen_ Fernzug stattgefunden hätte, sondern durfte
gleich _zwei_ Überholmöglichkeiten früher stehen bleiben um auf den
verspäteten Fernzug zu warten.

Das kommt aus derselben Kiste wie die Salamitaktik bei der Ankündigung
von Verspätungen, wo der Zug mit +5 angekündigt wird, obwohl er zu
diesem Zeitpunkt noch nicht einmal an dem 30 Minuten Fahrzeit
entfernten zurückliegenden Knotenbahnhof angekommen war.

Sowas lässt sich durch verbesserten Informationsfluß innerhalb des
Unternehmens vermeiden. Ja, das kostet Geld.

Marc Haber

unread,
Sep 15, 2015, 5:27:36 PM9/15/15
to
Paul Muster <exp-3...@news.muster.net> wrote:
>Kommentar #5:
>| Manchmal steht man fassungslos 10 Minuten am Gleis, an dem der Zug
>| längst hätte einfahren müssen und hört nix. Lohnt sich, noch einen
>| Kaffee zu holen? Ach nee, der Service der Kundeninfo hat vermutlich
>| keine Ahnung, wo der Zug geblieben ist und wie lange der noch
>| braucht... ist der Zug 30, 20 oder 3 Minuten entfernt?

In Hamburg-Dammtor und in Bruchsal hat die Bahnsteigaufsicht eine
Bereichsübersicht aus der Zugnummernmeldeanlage, da sieht man jeden
Zug schon 15-20 Minuten vorher. Das geht durchaus.

Grüße
Marc

Ulrich Onken

unread,
Sep 15, 2015, 5:38:50 PM9/15/15
to
On 15.09.2015 22:15, Reinhard Greulich wrote:
> Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb am Tue, 15 Sep 2015 14:42:04 +0200:
>
>> Schweizerisch-drastisch geschildert.
>
> Das zitierte Blättchen ist als ausschließlich (!) im Zug und in
> Stationen ausliegende Gratiszeitung bei mit der Eisenbahn
> zusammenhängenden Unregelmäßigkeiten, nunja, gern etwas speziell...

Dieses Blättchen liegt auch in den blauen Kästen an den grösseren Bus-
und Tramstationen in Basel aus, und man findet Exemplare in den meisten
Pausenräumen. Mehr als 5 Minuten braucht man kaum zum Durchlesen,
inklusive den Comics...

Einen seriöseren Artikel zur Sache habe ich noch in der BZ gefunden:

http://www.badische-zeitung.de/maulburg/tod-am-bahnuebergang-was-lernen-die-menschen-aus-einem-unglueck

Grüsse
Uli

Roman Racine

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Sep 15, 2015, 5:55:08 PM9/15/15
to
In der Schweiz haben die Schranken eine Sollbruchstelle. Der Schaden sollte
sich in Grenzen halten, wenn man sie durchbricht. Jedenfalls im Vergleich
zum garantierten Totalschaden, wenn man das Auto auf den Gleisen stehen
lässt.

Gruss

Roman°

Paul Muster

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Sep 16, 2015, 1:42:03 AM9/16/15
to
On 15.09.2015 23:55, Roman Racine wrote:

> In der Schweiz haben die Schranken eine Sollbruchstelle. Der Schaden sollte
> sich in Grenzen halten, wenn man sie durchbricht. Jedenfalls im Vergleich
> zum garantierten Totalschaden, wenn man das Auto auf den Gleisen stehen
> lässt.

Auch davon weiß von den "normalen" Leuten da draußen _keiner_.


mfG Paul

Ralph A. Schmid, dk5ras

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Sep 16, 2015, 1:59:13 AM9/16/15
to
Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:

>[1] neulich wurde eine pünktliche S-Bahn in Wiesloch-Walldorf auf die
>Seite gestellt damit ein verspäteter IC aus Karlsruhe nicht noch mehr
>Verspätung bekommen hat. Und weil sie grad so schön auf der Seite
>stand, durfte der nächste pünktliche IC auch gleich mit vorbei, was
>meiner Frau +51 in der Ankunft bei der Arbeit bescherte. Nur damit
>zwei Fernzüge nicht +3 kassieren.

Gestern habe ich lang mit einem FV-Tf geschnackt, der hat letztens
sich ein Rennen mit einem verspäteten ICE geliefert, sie haben sich
dreimal gegenseitig überholt, total ohne erkennbaren Sinn, mit dem
Ergebnis, daß halt der Verspätete noch mehr + sammelte, und der
pünktliche dann letztlich auch deutlich zu spät war. Auch innerhalb
eines Unternehmens klappt das nicht immer wirklich.

>Bei dieser Gelegenheit erwähne ich immer wieder gerne zwei mir selbst
>passierte Fälle, wo ein Regionalzug auf der Seite stehen blieb, obwohl
>klar war dass der Fernzug so sehr verspätet ist, dass der Regionalzug
>bereits an der nächsten Überholmöglichkeit angekommen wäre, bevor der
>Fernzug überhaupt an der Stelle angekommen war, wo der Regionalzug
>warten durfte. In einem dieser Fälle durfte der Regionalzug nicht
>einmal zu dem Bahnhof weiterfahren, an dem die _planmäßige_ Überholung
>durch den _pünktlichen_ Fernzug stattgefunden hätte, sondern durfte
>gleich _zwei_ Überholmöglichkeiten früher stehen bleiben um auf den
>verspäteten Fernzug zu warten.

Wir erleben es öfters mal, daß eine Überholung der S durch den ICE bei
verspäteter S schon zwei Halte früher passiert, mit dem Effekt, daß
der ICE pünktlich bleibt und die S bis zum Endhalt auch wieder auf 0
kommt, wenn sonst nix passiert und der Tf sich auch der Verspätung
bewußt ist und die Möglichkeiten von Fahrplan und Strecke ausnutzt.
Dennoch fährt dann die S meistens am eigentlichen Überholpunkt aufs
Nebengleis am selben Bahnsteig, was auch wieder Zeit kostet. Nur
selten mal klappt es, daß sie in dem Fall auf dem durchgehenden Gleis
bleiben darf.

An so kleinen Dingen könnte man noch viel, viel optimieren.

>Das kommt aus derselben Kiste wie die Salamitaktik bei der Ankündigung
>von Verspätungen, wo der Zug mit +5 angekündigt wird, obwohl er zu
>diesem Zeitpunkt noch nicht einmal an dem 30 Minuten Fahrzeit
>entfernten zurückliegenden Knotenbahnhof angekommen war.
>
>Sowas lässt sich durch verbesserten Informationsfluß innerhalb des
>Unternehmens vermeiden. Ja, das kostet Geld.

Die Probleme sind bekannt, und man geht die an, ist nur die Frage, wie
intensiv, und wie vehement, da fehlt mir der Einblick. Allerdings
meine ich da eine Verbesserung zu sehen, die eskalierenden
Verspätungen habe ich schon eine ganze Zeit lang nicht mehr selber
erlebt.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 16, 2015, 2:02:51 AM9/16/15
to
Stefan Reuther <stefa...@arcor.de> wrote:

>Das Argument ist nun aber wirklich kurz vor "ohne Fahrgäste funktioniert
>der Bahnbetrieb viel besser", und das kann ja nicht das Ziel sein.

Ist ja auch nicht Ziel, aber sachlich gesehen ist es so :)

>Ganz objektiv führt halt die Aufteilung in verschiedene
>Bahngesellschaften schon zu Informationsverlusten, schon so triviale
>Dinge, dass einige Bahngesellschaften unter bahn.de nicht mit
>Echtzeit-Informationen vertreten sind.

Ja, das ist ein Unding und gehört an sich verbindlich geregelt. Wird
aber nach und nach besser.

>Und wenn Disponenten
>verschiedener Unternehmen zustimmen müssen, damit Zug A auf Zug B eines
>anderen Unternehmens wartet, macht's das auch nicht einfacher.

Da sind wir schnell im Komplex bestellter Nahverkehr, klimatisierte
Luft statt Fahrgästen bewegen ob der Pönalevermeidung...ein wahrlich
hässliches Thema, Quell permanenten Ärgers.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 16, 2015, 2:09:36 AM9/16/15
to
Paul Muster <exp-3...@news.muster.net> wrote:

>Tja, traurig, dass DB Netz, die als EIU am allerallerbesten wissen,
>_welcher Zug_ _warum_ _wo_ ist, es nicht will und/oder nicht schafft,
>diese Daten vernünftig bereitzustellen.

Tja. Dabei tun sie es teilweise sogar, aber auf einem Weg, den die
Privaten nicht monieren können, in dem System, das die Anzeigen am
Bahnsteig speist. Man kann darauf auch als Privatmann zugreifen über
die QR-Codes an den Fahrplanaushängen, und auch direkt, da das
URL-System halbwegs einfach zu dechiffrieren war. Ich habe mit einem
Verantwortlichen gesprochen, der sich diebisch gefreut hat, wenigstens
auf dem Wege das heimliche Getue einiger Privater auszuhebeln.

>Ja, ich weiß schon, gleich kommen wieder irgendwelche Leute, die
>behaupten, das _dürfte_ DB Netz gar nicht, weil die "Privatbahnen" das
>nicht wollten oder zu bezahlen bereit seien.

Is' aber eben so.

>Das rechtskräftige Gerichtsurteil dazu wüsste ich gerne, das es DB Netz
>verbietet, Echtzeitdaten aller Personenzüge an bahn.de und die
>Anzeigesysteme von DB StuS weiterzugeben. Bis zum Vorliegen dieses
>Urteils halte ich es weiter für Faulheit und ein Zeichen von Missachtung
>gegenüber den zahlenden Kunden.

Dazu braucht es kein Gerichtsurteil, die Firmen wollen nicht, also ist
das eben so, und wenn der Verkehrsvertrag nur generell kundenabrufbare
Informationen vorschreibt, ohne den Verbreitungsweg vorzugebeben, dann
locken die die Kunden so lieber auf die eigenen Websites.

Hat sich aber alles meines Erachtens gebessert, oder vielleicht gibt
es sogar mittlerweile ein Urteil, daß die Information friegibt, ich
weiß es nicht.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 16, 2015, 2:10:34 AM9/16/15
to
Paul Muster <exp-3...@news.muster.net> wrote:

>Das erwarte ich vom integrierten Konzern als Inklusivleistung meiner
>FV-Fahrkarte bzw. anteilig von den Trassengebühren, die der Besteller
>meiner NV-Leistung von meinen Steuern zahlt.

Das erwarte ich auch - vom Besteller, daß der das sauber regelt.

>Ach, das Gequatsche mal wieder. Das ganze Bahnwesen wäre doch viel
>schöner, wären da nicht diese nervigen zahlenden Kunden. Die sollen sich
>verp*ssen!

Mit Verlaub, Du laberst Scheiße.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 16, 2015, 2:11:15 AM9/16/15
to
Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:

>In Hamburg-Dammtor und in Bruchsal hat die Bahnsteigaufsicht eine
>Bereichsübersicht aus der Zugnummernmeldeanlage, da sieht man jeden
>Zug schon 15-20 Minuten vorher. Das geht durchaus.

So die Aufsicht nicht wegrationalisiert wurde und auch genug Zeit hat,
das zu beachten und auszuwerten...

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 16, 2015, 2:12:33 AM9/16/15
to
Paul Muster <exp-3...@news.muster.net> wrote:

>> "Die drei ??? und das Rätsel der durchbrochenen Schranke"
>
>*g* Nee, das ist die Kurzform von "Hä? Wie kommst du darauf, was meinst
>du damit?"

Du bist doch sonst immer so schlau?!

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 16, 2015, 2:14:52 AM9/16/15
to
Paul Muster <exp-3...@news.muster.net> wrote:

>Nun, wo wir hier aber wissen, dass auch bei geschlossenen Schranken noch
>eine Sicherungsebene (das Radarei oder die Kamera) auf uns aufpasst,
>brauchen *wir* uns nicht die Karre an (Glasfiber-)Schrankenbäumen
>kaputtzufahren. *Wir* können das Auto stehen lassen, aber zur doppelten
>Sicherheit - wer weiß, ob das Radarei und die sonstige Sicherungstechnik
>bzw. der FDL richtig funktionieren - doch lieber aussteigen und an die
>Seite gehen.

Tja, wenn man so mutig sein mag?!

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 16, 2015, 2:16:28 AM9/16/15
to
Paul Muster <exp-3...@news.muster.net> wrote:

>Auch davon weiß von den "normalen" Leuten da draußen _keiner_.

Jeder, der es geschafft hat, auf regulärem Wege eine Fahrerlaubnis zu
erlangen, sollte so viel denken können, um zu erkennen, daß Auto gegen
Schranke glimpflicher ausgeht als Zug gegen Auto. Da muß man nix
wissen von Sollbruchstellen, Radar-Eiern und Kameras, LST...

Stefan Froehlich

unread,
Sep 16, 2015, 3:12:25 AM9/16/15
to
On Tue, 15 Sep 2015 23:19:36 Marc Haber wrote:
> Bei dieser Gelegenheit erwähne ich immer wieder gerne zwei mir
> selbst passierte Fälle, wo ein Regionalzug auf der Seite stehen
> blieb, obwohl klar war dass der Fernzug so sehr verspätet ist,
> dass der Regionalzug bereits an der nächsten Überholmöglichkeit
> angekommen wäre, bevor der Fernzug überhaupt an der Stelle
> angekommen war, wo der Regionalzug warten durfte. In einem dieser
> Fälle durfte der Regionalzug nicht einmal zu dem Bahnhof
> weiterfahren, an dem die _planmäßige_ Überholung durch den
> _pünktlichen_ Fernzug stattgefunden hätte, sondern durfte gleich
> _zwei_ Überholmöglichkeiten früher stehen bleiben um auf den
> verspäteten Fernzug zu warten.
>
> Das kommt aus derselben Kiste wie die Salamitaktik bei der
> Ankündigung von Verspätungen, [...]

> Sowas lässt sich durch verbesserten Informationsfluß innerhalb des
> Unternehmens vermeiden. Ja, das kostet Geld.

So etwas ließe sich vor allem auch durch (teilweise) Automatisierung
vermeiden. Die Kenndaten der beiden Züge sind ja bekannt, und wenn
man die Grundsatzentscheidung "Fernverkehr soll überholen" getroffen
hat, wäre die Frage nach dem günstigsten wann und wo besser bei
einer Maschine aufgehoben. Aber ja, das ist sicherlich erst einmal
einiges an Aufwand (wenn's einmal läuft, sollte es aber auch etwas
bringen - nicht nur flüssigeren Verkehr, sondern auch eingesparte
Arbeitszeit).

Servus,
Stefan

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Gelb bleibt gelb: Stefan fuer alle Fälle!
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