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Endstation Chaos

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Ulrich Erdmannsdorffer

unread,
Nov 15, 2009, 5:18:50 PM11/15/09
to
so lautet der Titel einer Dokumentation, die die ARD am morgigen Montag um
21.00 h sendet. Der Untertitel dazu: "Die Bahn auf gef�hrlichem Kurs".
Laut Vorschau geht es dabei um Gewinnmaximierung, Fahren auf Verschlei� und
Vernachl�ssigung der Sicherheit.

Gr��e
Ulrich


paux-courrouges

unread,
Nov 15, 2009, 5:40:06 PM11/15/09
to
On 15 Nov., 23:18, "Ulrich Erdmannsdorffer" <erdmannsdorf...@t-

online.de> wrote:
> so lautet der Titel einer Dokumentation, die die ARD am morgigen Montag um
> 21.00 h sendet. Der Untertitel dazu: "Die Bahn auf gefährlichem Kurs".
> Laut Vorschau geht es dabei um Gewinnmaximierung, Fahren auf Verschleiß und
> Vernachlässigung der Sicherheit.

Quatsch!

Wie sagt der Mehrdrohn schon?
"Die Bahn, wie ich sie im Frühjahr an meinen Nachfolger Rüdiger Grube
übergeben habe (...) ist mit Abstand die pünktlichste sauberste,
schnellste Bahn mit dem besten Angebot der Welt"
Quelle: Spiegel http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,661423,00.html
Und sie soll schon kaputt sein?

CdePC

Oliver Schnell

unread,
Nov 16, 2009, 7:53:47 AM11/16/09
to
Ulrich Erdmannsdorffer <erdmann...@t-online.de> wrote:
> so lautet der Titel einer Dokumentation, die die ARD am morgigen Montag um
> 21.00 h sendet. Der Untertitel dazu: "Die Bahn auf gefᅵhrlichem Kurs".
> Laut Vorschau geht es dabei um Gewinnmaximierung, Fahren auf Verschleiᅵ und
> Vernachlᅵssigung der Sicherheit.

Erklᅵren die da auch, wieso man bei der S-Bahn in Berlin 2 Mann fᅵr die
gleiche Arbeit braucht, die z.B. in Hamburg oder Stuttgart einer erledigt
bekommt?

--
Oliver Schnell

Herr Willms

unread,
Nov 16, 2009, 9:14:47 AM11/16/09
to
Am Mon, 16 Nov 2009 12:53:47 UTC, schrieb Oliver Schnell
<o...@tenesu.mkm.de> auf de.etc.bahn.misc :

> Erkl�ren die da auch, wieso man bei der S-Bahn in Berlin 2 Mann f�r die


> gleiche Arbeit braucht, die z.B. in Hamburg oder Stuttgart einer erledigt
> bekommt?

Wann werden Sie eigentlich weggespart? Sie k�nnen dann doch die
wunderbare Spreizung nicht nur der Eisenbahnfahrpreise, sondern auch
der Einkommen bewundern.


MfG,
L.W.

-------------------------------------------------------
Mehr Brutto! Lohnverzicht lohnt sich nicht!

kl.h...@web.de

unread,
Nov 16, 2009, 10:27:47 AM11/16/09
to
On 16 Nov., 13:53, Oliver Schnell <o...@tenesu.mkm.de> wrote:
>
>
> Erklären die da auch, wieso man bei der S-Bahn in Berlin 2 Mann für die

> gleiche Arbeit braucht, die z.B. in Hamburg oder Stuttgart einer erledigt
> bekommt?
>
Vielleicht liegt es daran, daß die Berliner Züge kaputter sind? Man
müßte mal nachsehen, wann und unter welchen Vorgaben die Stuttgarter,
Hamburger und Berliner Züge entwickelt wurden.

Gruß
Knut

Reinhard Greulich

unread,
Nov 16, 2009, 2:11:56 PM11/16/09
to
Ulrich Erdmannsdorffer schrieb am Sun, 15 Nov 2009 23:18:50 +0100:

> Laut Vorschau geht es dabei um Gewinnmaximierung, Fahren auf Verschlei� und
> Vernachl�ssigung der Sicherheit.

Also wie immer. Die soeben im NDR-Fernsehen laufende Vorschau spricht
allerdings wesentlich konkreter davon, dass es um Erkenntnisse des EBA
gehe, welche dieses bei verst�rkten Kontrollen an privat eingestellten
G�terwagen nach dem Ungl�ck in Viareggio diesen Sommer gewonnen habe.
Das k�nnte ein interessanter Beitrag werden.

Gru� - Reinhard.

--
70086 HKWA (52�22,726'N - 009�48,775'E)
~=@=~ www.debx.de ~=@=~
die Homepage der deb*-Newsgruppen.

Siegfried Engel

unread,
Nov 17, 2009, 4:00:28 AM11/17/09
to
On 16 Nov., 20:11, Reinhard Greulich <usn0208+nos...@greulich.de>
wrote:

> Ulrich Erdmannsdorffer schrieb am Sun, 15 Nov 2009 23:18:50 +0100:
>
> > Laut Vorschau geht es dabei um Gewinnmaximierung, Fahren auf Verschleiß und
> > Vernachlässigung der Sicherheit.

>
> Also wie immer. Die soeben im NDR-Fernsehen laufende Vorschau spricht
> allerdings wesentlich konkreter davon, dass es um Erkenntnisse des EBA
> gehe, welche dieses bei verstärkten Kontrollen an privat eingestellten
> Güterwagen nach dem Unglück in Viareggio diesen Sommer gewonnen habe.
> Das könnte ein interessanter Beitrag werden.

Es WAR ein interessanter Beitrag.
Außer

http://www.ksta.de/html/artikel/1256137011236.shtml

kamen auch noch

- vergammelndes Schienennetz durch Nicht-Wartung
- Schönung der Langsamfahrstellen-Statistik durch Einarbeitung der LA
in den regulären Fahrplan
- Nicht-Hinterher-Sein der Politik zur Pflege des Netzes

zur Sprache.

Siggi

Ulrich Erdmannsdorffer

unread,
Nov 17, 2009, 5:01:37 AM11/17/09
to

"Siegfried Engel" <nix...@mailinator.com> schrieb im Newsbeitrag
news:4d8a75fa-f1d5-4aa6...@d21g2000yqn.googlegroups.com...

On 16 Nov., 20:11, Reinhard Greulich <usn0208+nos...@greulich.de>
wrote:
> Ulrich Erdmannsdorffer schrieb am Sun, 15 Nov 2009 23:18:50 +0100:
>
> > Laut Vorschau geht es dabei um Gewinnmaximierung, Fahren auf Verschlei�
> > und
> > Vernachl�ssigung der Sicherheit.

>
> Also wie immer. Die soeben im NDR-Fernsehen laufende Vorschau spricht
> allerdings wesentlich konkreter davon, dass es um Erkenntnisse des EBA
> gehe, welche dieses bei verst�rkten Kontrollen an privat eingestellten
> G�terwagen nach dem Ungl�ck in Viareggio diesen Sommer gewonnen habe.
> Das k�nnte ein interessanter Beitrag werden.

Es WAR ein interessanter Beitrag.

Au�er

http://www.ksta.de/html/artikel/1256137011236.shtml

kamen auch noch

- vergammelndes Schienennetz durch Nicht-Wartung

- Sch�nung der Langsamfahrstellen-Statistik durch Einarbeitung der LA
in den regul�ren Fahrplan


- Nicht-Hinterher-Sein der Politik zur Pflege des Netzes

zur Sprache.

Hallo,
was mich wundert:
Bis gestern Abend war ich der Meinung, die Bremsprobleme der Berliner S-Bahn
w�ren durch eine spezielle nicht rechtzeitig erneuerte Schraube an einem
Steuerelement bedingt. Im ARD-Beitrag war davon nicht die Rede, stattdessen
von einem ungeeigneten ABS und leeren Sandbeh�ltern.

Gr��e
Ulrich


kl.h...@web.de

unread,
Nov 17, 2009, 5:13:06 AM11/17/09
to
On 17 Nov., 11:01, "Ulrich Erdmannsdorffer" <erdmannsdorf...@t-

online.de> wrote:
>
> Hallo,
> was mich wundert:
> Bis gestern Abend war ich der Meinung, die Bremsprobleme der Berliner S-Bahn
> wären durch eine spezielle nicht rechtzeitig erneuerte Schraube an einem

> Steuerelement bedingt. Im ARD-Beitrag war davon nicht die Rede, stattdessen
> von einem ungeeigneten ABS und leeren Sandbehältern.
>
Die unterlassene Wartung an den Steuererelementen hat wohl nie zu
einem Unfall geführt, während man das Durchrutschen eines Zuges am
Südkreuz kausal darauf zurückführen konnte, daß die Sandbehälter an
dem Tag leer waren, weil sie generell zu selten aufgefüllt wurden.

Es ist etwas hochtrabend, das Auffüllen von Sandbehältern als
'Wartung' zu bezeichnen, aber dafür ist ein solcher Sachverhalt leicht
darstellbar.

Gruß
Knut

Gruß
Knut

Horst Lange

unread,
Nov 17, 2009, 5:49:40 AM11/17/09
to
kl.h...@web.de schrieb:

> On 17 Nov., 11:01, "Ulrich Erdmannsdorffer" <erdmannsdorf...@t-
> online.de> wrote:
>> Hallo,
>> was mich wundert:
>> Bis gestern Abend war ich der Meinung, die Bremsprobleme der Berliner S-Bahn
>> w�ren durch eine spezielle nicht rechtzeitig erneuerte Schraube an einem

>> Steuerelement bedingt. Im ARD-Beitrag war davon nicht die Rede, stattdessen
>> von einem ungeeigneten ABS und leeren Sandbeh�ltern.

>>
> Die unterlassene Wartung an den Steuererelementen hat wohl nie zu
> einem Unfall gef�hrt, w�hrend man das Durchrutschen eines Zuges am
> S�dkreuz kausal darauf zur�ckf�hren konnte, da� die Sandbeh�lter an
> dem Tag leer waren, weil sie generell zu selten aufgef�llt wurden.
>
> Es ist etwas hochtrabend, das Auff�llen von Sandbeh�ltern als
> 'Wartung' zu bezeichnen,

Wenn nicht Wartung, was denn sonst?

http://www.industrie-lexikon.de/cms/lexikon/lexikon-w/wartung.html
/Zitat/
Wartung ist die Bezeichnung f�r Ma�nahmen zur Bewahrung des
Sollzustandes von technischen Mitteln eines Systems.
/Zitat ende/

Als Sollzustand bei einer Bahn ist sicher auch das Vorhandensein des
Sandes in den daf�r vorgesehenen Beh�ltern f�r die notwendige
Bremskrafterh�hung zu sehen.


http://de.wikipedia.org/wiki/Wartung
/Zitat/
Als Wartung werden gem�� DIN 31051 (Stand 2003) Ma�nahmen zur
Verz�gerung des Abbaus des vorhandenen Abnutzungsvorrates der
Betrachtungseinheit verstanden.

Die Wartung wird im Allgemeinen in regelm��igen Abst�nden und h�ufig von
ausgebildetem Fachpersonal durchgef�hrt. So kann eine m�glichst lange
Lebensdauer und ein geringer Verschlei� der gewarteten Objekte
gew�hrleistet werden. Fachgerechte Wartung ist oft auch Bestandteil der
Gew�hrleistung.

Wartung von technischen Objekten
Wartung umfasst z. B. Nachstellen, Schmieren, funktionserhaltendes
Reinigen, Konservieren, Nachf�llen oder Ersetzen von Betriebsstoffen
oder Verbrauchsmitteln (z. B. Kraftstoff, Schmierstoff oder Wasser) und
planm��iges Austauschen von Verschlei�teilen (z. B. Filter oder
Dichtungen), wenn deren noch zu erwartende Lebensdauer offensichtlich
oder gem�� Herstellerangabe k�rzer ist als das n�chste Wartungs-Intervall.

Der Ersatz von defekten Teilen geh�rt zur Instandsetzung. Kleinere
Defekte werden h�ufig im Zuge von regelm��igen Wartungsarbeiten behoben
(sog. kleine Instandsetzung)
/Zitat ende/


Horst


Alice Müller

unread,
Nov 17, 2009, 9:48:18 AM11/17/09
to
Aloha kl.h...@web.de,

Du hast letztens geschrieben:

> Es ist etwas hochtrabend, das Auff�llen von Sandbeh�ltern als
> 'Wartung' zu bezeichnen, aber daf�r ist ein solcher Sachverhalt
> leicht darstellbar.

Du machst es dir zu einfach. Dieser Unfall war eine Kombination von
mangelnder Wartung und falsch dimensioniertem Bremssystem. Sich nur
auf ein Detail zu st�rzen und dann den ganzen Bericht nur auf dieses
eine Detail zu reduzieren und es somit als unglaubhaft hinzustellen,
scheint hierzugroup ab und zu �blich zu sein.

Dieser Bericht war sicherlich eine Ohrfeige an die DB-Keks-K�sser aber
eine gute Zusammenfassung von dem, was sowieso in verschiedenen
Einzelheiten st�ndig hier diskutiert wurde. Es rundete das Bild gut
ab und gab Einblicke warum die Dinge so waren. Das Chaos in Berlin
mu�te die Journalisten auf das Thema f�hren und es war gut so, denn
irgendwann mu� man mal Tacheles reden und unzumutbare Verh�ltnisse
ans Licht bringen.

Der Bericht zeigte auch ganz gut, wie ein auf �konomie getrimmter
Vorstand den Steuerzahler schr�pft und Gewinne in die konzerneigenen
Taschen wirtschaftet, statt seinem Auftrag gerecht zu werden und die
ihm zugewiesenen Zusch��e sachgem�� zu verwenden. Das allein ist
schon ein Skandal, der aber sowieso, wie �blich hierzulande, ungeh�rt
bleibt. In den USA h�tte das zu einem parlamentarischen Hearing
gef�hrt und zu einer staatsanw�ltlichen Untersuchung...

Ein bischen Kaiserreich ist bei uns immer noch �brig geblieben...


--
Virtuelle Bahnmodelle:
http://www.3d-train-model.alices-world.de/index.html

kl.h...@web.de

unread,
Nov 17, 2009, 10:32:37 AM11/17/09
to
On 17 Nov., 15:48, Alice Müller <alicen...@gmx.de> wrote:
> Aloha kl.hul...@web.de,
>
> Du hast letztens geschrieben:
>
> > Es ist etwas hochtrabend, das Auffüllen von Sandbehältern als
> > 'Wartung' zu bezeichnen, aber dafür ist ein solcher Sachverhalt

> > leicht darstellbar.
>
> Du machst es dir zu einfach. Dieser Unfall war eine Kombination von
> mangelnder Wartung und falsch dimensioniertem Bremssystem.
>
'Falsch dimensioniert' würde heißen, daß die Wirkung der Bremse nicht
ausreichte, um bis an die Blockiergrenze zu bremsen. Das hätte man
erstens festgestellt, und zweitens hätte es juristische Folgen
gehabt, denn die Reibung zwischen Stahlrad und Schiene ist ohnehin
mäßig (deswegen der Sand schon für Normalbremsungen) und ein solches
Fahrzeug wäre von der Verkehrssicherheit so einzuschätzen wie ein
Auto, bei dem nur noch zwei Räder bremsen.
>
> Sich nur
> auf ein Detail zu stürzen und dann den ganzen Bericht nur auf dieses

> eine Detail zu reduzieren und es somit als unglaubhaft hinzustellen,
> scheint hierzugroup ab und zu üblich zu sein.
>
Daß leichte Triebwagen beim Bremsen auf schmierigen Schienen
durchrutschen können, ist seit 20 Jahren (damals:London) ein bekanntes
Problem, und ganze Baureihen kriegen deshalb im Herbst
Geschwindigkeitsbegrenzungen verordnet. Die Fahrweise wird dann so
abgestimmt, daß bei Sandeinsatz noch eine Sicherheitsmarge da ist.
Ohne Sand fehlt sie dann. Insofern fand ich die Erklärung des
Unfallablaufs völlig schlüssig.
>
> Dieser Bericht war sicherlich eine Ohrfeige an die DB-Keks-Küsser aber

> eine gute Zusammenfassung von dem, was sowieso in verschiedenen
> Einzelheiten ständig hier diskutiert wurde. Es rundete das Bild gut

> ab und gab Einblicke warum die Dinge so waren.
>
Es ist traurig, daß sogar für solche simple Handlungen wie
Sandnachfüllen kein Pesonal da war. Aber auch wenn das wichtig ist,
anspruchsvoll ist es nicht, jedenfalls nicht mehr als täglich den Tank
mit Strom aufzufüllen. Und deswegen würde ich das Wort 'Wartung' hier
nicht verwenden.
>
Gruß
Knut

Helmut Barth

unread,
Nov 17, 2009, 12:26:43 PM11/17/09
to
Salut!

kl.h...@web.de schrieb:

> 'Falsch dimensioniert' w�rde hei�en, da� die Wirkung der Bremse nicht


> ausreichte, um bis an die Blockiergrenze zu bremsen.

Die Betrachtung allein reicht nicht. Ein falsch, n�mlich zu kr�ftig,
dimensioniertes Bremssystem kann ein Rad schon in der kleinsten
Bremsstufe bei schlechten Reibverh�ltnissen zum blockieren und damit
zwangsweise in einen Zustand �u�erst schlechten (Brems-)wirkungsgrades
bringen.

> Es ist traurig, da� sogar f�r solche simple Handlungen wie
> Sandnachf�llen kein Pesonal da war. Aber auch wenn das wichtig ist,
> anspruchsvoll ist es nicht, jedenfalls nicht mehr als t�glich den Tank
> mit Strom aufzuf�llen. Und deswegen w�rde ich das Wort 'Wartung' hier
> nicht verwenden.

Bei wievielen Loks oder Triebwagen hast Du schon eigenh�ndig Sand
nachgef�llt? Ich brauchte seinerzeit f�r eine 110er mit nur 4 Sandk�sten
zwei Schubkarren voll Sand, die a) herbeigeschafft und b) in die K�sten
geschaufelt werden wollen. Da sind 15 Minuten rum, bevor Du das merkst.
Bei einer 143er mit acht K�sten die zudem nicht so gut zug�nglich sind,
weil die Einf�llstutzen recht hoch liegen und zudem einen kleinen
Durchmesser haben brauchst Du schon l�nger als eine halbe Stunde.

Und jetzt denken wir mal �ber Triebwagen nach, die a) l�nger sind und b)
h�ufig in gekuppelten Gruppen auftreten.

Wie Du nun sicher siehst mag das keine anspruchsvolle T�tigkeit sein,
was die Qualifikation angeht, wenn das auch mal ein Lokf�hrer erledigen
kann. In Punkto Arbeitsaufwand, von BWLern auch gerne Arbeitskosten
genannt, ist das aber ein Posten der sich schnell aufsummiert.

Wenn man jetzt noch betrachtet, da� man f�r die Logistik von Mensch und
Material noch zus�tzlichen Aufwand hat, so versteht man recht schnell
wie die Manager die in "P" und "EUR" rechnen hier ein Einsparpotential
erkennen.

Gr��le, Helmut

Reinhard Greulich

unread,
Nov 17, 2009, 12:46:41 PM11/17/09
to
Siegfried Engel schrieb am Tue, 17 Nov 2009 01:00:28 -0800 (PST):

> Es WAR ein interessanter Beitrag.

Ich neige sogar zu der Auffassung, dass dies mal wieder ein Highlight
war von fundiert recherchierter Berichterstattung �ber die Bahn.

Reinhard Greulich

unread,
Nov 17, 2009, 12:48:20 PM11/17/09
to
Ulrich Erdmannsdorffer schrieb am Tue, 17 Nov 2009 11:01:37 +0100:

> Bis gestern Abend war ich der Meinung, die Bremsprobleme der Berliner S-Bahn
> w�ren durch eine spezielle nicht rechtzeitig erneuerte Schraube an einem
> Steuerelement bedingt.

Dieses Thema wurde gar nicht behandelt, die anderen beiden Probleme
bei der S-Bahn sind schon l�nger im Gespr�ch, wobei keines davon zu
irgendeiner Betriebseinstellung gef�hrt hatte.

Reinhard Greulich

unread,
Nov 17, 2009, 12:50:45 PM11/17/09
to
kl.h...@web.de schrieb am Tue, 17 Nov 2009 02:13:06 -0800 (PST):

> Es ist etwas hochtrabend, das Auff�llen von Sandbeh�ltern als
> 'Wartung' zu bezeichnen, aber daf�r ist ein solcher Sachverhalt leicht
> darstellbar.

Bei der BR 481 k�nnen die Sandbeh�lter nur w�hrend planm��iger
Werkstattaufenthalte aufgef�llt werden und das nennt man dann Wartung.
Besonders dumm ist, wenn man das begrenzte Fassungsverm�gen jener
Beh�lter beim planm��igen "Strecken" der Intervalle zwischen den
geplanten Werkstattaufenthalten nicht hinreichend beachtet.

kl.h...@web.de

unread,
Nov 17, 2009, 1:35:53 PM11/17/09
to
On 17 Nov., 18:26, Helmut Barth <Helmut.Ba...@arcor.de> wrote:
> Salut!

>
> > Es ist traurig, daß sogar für solche simple Handlungen wie
> > Sandnachfüllen kein Pesonal da war. Aber auch wenn das wichtig ist,
> > anspruchsvoll ist es nicht, jedenfalls nicht mehr als täglich den Tank
> > mit Strom aufzufüllen. Und deswegen würde ich das Wort 'Wartung' hier
> > nicht verwenden.
>
> Bei wievielen Loks oder Triebwagen hast Du schon eigenhändig Sand
> nachgefüllt? Ich brauchte seinerzeit für eine 110er mit nur 4 Sandkästen
> zwei Schubkarren voll Sand, die a) herbeigeschafft und b) in die Kästen

> geschaufelt werden wollen. Da sind 15 Minuten rum, bevor Du das merkst.
>
Ja, aber die Leute dafür könnte man kurzfristig einstellen und
anlernen, wenn man feststellt, daß man mehr von ihnen braucht. Im
Gegensatz zu Lokführern oder Leuten, die an den Bremsen schrauben
dürfen.
>
> Wie Du nun sicher siehst mag das keine anspruchsvolle Tätigkeit sein,
> was die Qualifikation angeht, wenn das auch mal ein Lokführer erledigen

> kann. In Punkto Arbeitsaufwand, von BWLern auch gerne Arbeitskosten
> genannt, ist das aber ein Posten der sich schnell aufsummiert.
>
Aber nicht zu den 140 Mil jährlich, um die der Gewinn steigen sollte.
Im übrigen ist es langfristig wirtschaftlicher, für regelmäßig
anfallende Tätigkeiten feste Verantwortliche zu haben. Allein schon,
weil dann weniger Fehler passieren. Auch wenn deshalb ab und zu ein
Lokführer eine Stunde bezahlt herumsitzt, weil man ihm gerade keinen
Schippjob zuteilen kann.

Gruß
Knut

kl.h...@web.de

unread,
Nov 17, 2009, 1:52:13 PM11/17/09
to
On 17 Nov., 18:26, Helmut Barth <Helmut.Ba...@arcor.de> wrote:
>
> Die Betrachtung allein reicht nicht. Ein falsch, nämlich zu kräftig,

> dimensioniertes Bremssystem kann ein Rad schon in der kleinsten
> Bremsstufe bei schlechten Reibverhältnissen zum blockieren und damit
> zwangsweise in einen Zustand äußerst schlechten (Brems-)wirkungsgrades
> bringen.
>
Das könnte man als Konstruktionsfehler auslegen, aber ich kann mir
nicht vorstellen, daß so etwas nicht früher bemerkt würde, weil Züge
(ohne Crash) immer wieder mal eine Halteposition überfahren.

Im Film wurde gezeigt, daß für beide Achsen eines Drehgestells der
Schleuderschutz durch ein- und dasselbe Ventil wahrgenommen wurde.
Mit der logischen folge, daß die Entlastung der hinteren Achse die
verfügbare Bremskraft der stärker belasteten vorderen vermindert statt
erhöht. Aber auch das müßte im Betriebsprogramm berücksichtigt sein,
denn das reale Bremsvermögen eines Fahrzeugtyps wird ja hoffentlich im
Zulassungsverfahren empirisch festgestellt?

Gruß
Knut

Alice Müller

unread,
Nov 17, 2009, 2:51:54 PM11/17/09
to
Aloha Helmut Barth,

Du hast letztens geschrieben:

> Bei wievielen Loks oder Triebwagen hast Du schon eigenh�ndig Sand
> nachgef�llt? Ich brauchte seinerzeit f�r eine 110er mit nur 4
> Sandk�sten zwei Schubkarren voll Sand, die a) herbeigeschafft und b)
> in die K�sten geschaufelt werden wollen. Da sind 15 Minuten rum,
> bevor Du das merkst. Bei einer 143er mit acht K�sten die zudem nicht
> so gut zug�nglich sind, weil die Einf�llstutzen recht hoch liegen
> und zudem einen kleinen Durchmesser haben brauchst Du schon l�nger
> als eine halbe Stunde.

In diesem Fall hat man gut gesehen, da� man bei dem Typ nur von unten
so richtig rangekommen ist und nicht so gem�tlich von der Seite, wie
bei Loks. Zumindest sah das so aus.

Helmut Barth

unread,
Nov 17, 2009, 4:12:31 PM11/17/09
to
Salut!

Alice M�ller schrieb:

Das hast Du gut gesehen, wie ich inzwischen in dem Film auch gesehen
habe. Und wenn ich den Messbecher zum Bef�llen betrachte, frage ich mich
ob das wirklich deren Ernst ist? Auf alle F�lle d�rfte so klar werden,
da� ich mit meiner Einsch�tzung "viel Arbeitszeit" nicht so weit weg
gelegen habe...

Gr��le, Helmut

Helmut Barth

unread,
Nov 17, 2009, 4:32:14 PM11/17/09
to
Salut!

kl.h...@web.de schrieb:


> On 17 Nov., 18:26, Helmut Barth <Helmut.Ba...@arcor.de> wrote:
>> Salut!
>>

>>> Es ist traurig, da� sogar f�r solche simple Handlungen wie
>>> Sandnachf�llen kein Pesonal da war. Aber auch wenn das wichtig ist,
>>> anspruchsvoll ist es nicht, jedenfalls nicht mehr als t�glich den Tank

>>> mit Strom aufzuf�llen. Und deswegen w�rde ich das Wort 'Wartung' hier
>>> nicht verwenden.


>> Bei wievielen Loks oder Triebwagen hast Du schon eigenh�ndig Sand

>> nachgef�llt? Ich brauchte seinerzeit f�r eine 110er mit nur 4 Sandk�sten
>> zwei Schubkarren voll Sand, die a) herbeigeschafft und b) in die K�sten


>> geschaufelt werden wollen. Da sind 15 Minuten rum, bevor Du das merkst.
>>

> Ja, aber die Leute daf�r k�nnte man kurzfristig einstellen und
> anlernen, wenn man feststellt, da� man mehr von ihnen braucht. Im
> Gegensatz zu Lokf�hrern oder Leuten, die an den Bremsen schrauben
> d�rfen.

Vom Kartoffelacker zum Sandschippen, eine neue Chance f�r
Saisonarbeiter. Wenn es nur nicht so traurig w�re...

>> Wie Du nun sicher siehst mag das keine anspruchsvolle T�tigkeit sein,
>> was die Qualifikation angeht, wenn das auch mal ein Lokf�hrer erledigen


>> kann. In Punkto Arbeitsaufwand, von BWLern auch gerne Arbeitskosten
>> genannt, ist das aber ein Posten der sich schnell aufsummiert.
>>

> Aber nicht zu den 140 Mil j�hrlich, um die der Gewinn steigen sollte.
> Im �brigen ist es langfristig wirtschaftlicher, f�r regelm��ig
> anfallende T�tigkeiten feste Verantwortliche zu haben. Allein schon,


> weil dann weniger Fehler passieren. Auch wenn deshalb ab und zu ein

> Lokf�hrer eine Stunde bezahlt herumsitzt, weil man ihm gerade keinen
> Schippjob zuteilen kann.

Sand fassen ist generell erstmal kein Lokf�hrerjob. Aber wenn man eine
Lok mit leeren Sandbeh�ltern bekommt und etwas Zeit hat und der
eigentlich mit der Aufgabe betraute keine Zeit hat macht man das halt
schnell selbst, wenn man wei� was man braucht und wo man es findet.
Ansonsten d�rfte die Lokf�hrerarbeitszeit doch zu wertvoll f�r diesen
Job sein.

Zum Thema Millionen: Viele kleine und mittlere Posten addieren sich
ziemlich schnell auf. Ein Hilfsarbeiter mag im Monat mit
Arbeitgeberanteilen etc. 1.500 Eur kosten. 10 davon sind 15.000 im Monat
oder 180.000 im Jahr. Zus�tzlich ben�tigen die 10 weniger weniger
Sozialraum, weniger Administration.

Schicke dazu einfach mal gesch�tzt 70 von 100 Facharbeitern und Meistern
mit entsprechenden L�hnen in die W�ste indem Du ein Werk ganz dicht
machst und nur 30 woanders weiterbesch�ftigst. Sch�tzen wir mal ein
Durchschnittslohn von 1.500 Netto, macht mit Arbeitgeberanteilen �ber
den nassen Daumen gesch�tzt 3.800 pro Nase, 266.000 im Monat oder
3.192.000 im Jahr. Mit den Hiwis hast Du schon 3,4 Mio weniger
Personalkosten.

Zudem brauchen die kein Licht und kein Wasser, deren ehemalige
Arbeitspl�tze keine Instandhaltung mehr. Die Personalabteilung kann man
auch etwas reduzieren, da neben den Mitarbeitern auch deren Verwaltung
und ihr Betriebsrat entf�llt. Gesch�tzte Einsparung in einem Jahr:
5.000.000. Wenn man jetzt noch Grund und Boden verscheuert oder
vermietet sattelt man schnell noch einen Millionenbetrag obendrauf.

Nun ja, das Werk ist schon zu und der Weg zu 125 Mio ist weit. Aber
prinzipiell funktioniert die Managerdenke eben so.

Gr��le, Helmut

Reinhard Greulich

unread,
Nov 17, 2009, 5:01:38 PM11/17/09
to
kl.h...@web.de schrieb am Tue, 17 Nov 2009 10:52:13 -0800 (PST):

> Mit der logischen folge, da� die Entlastung der hinteren Achse die
> verf�gbare Bremskraft der st�rker belasteten vorderen vermindert statt
> erh�ht.

Diese Folge ist erst mal nicht ungewollt. Das Problem ist, dass die
entlastete Achse fr�her blockiert, der Gleitschutz dann wie vorgesehen
die Bremse l�st, dies aber auch an der vorderen Achse tut, die noch
gar nicht blockiert, also noch Bremswirkung h�tte. Als Folge davon
k�nnten sich Bremswege �berm��ig verl�ngern, besonders wenn man nicht
sanden kann.

- R.

Reinhard Greulich

unread,
Nov 17, 2009, 5:03:16 PM11/17/09
to
Helmut Barth schrieb am Tue, 17 Nov 2009 22:12:31 +0100:

> Und wenn ich den Messbecher zum Bef�llen betrachte, frage ich mich
> ob das wirklich deren Ernst ist?

Das fiel mir auch auf, aber ich habe mir dann gedacht, dass halt die
Besandungsanlage mit Schlauch vorher schon weggespart worden war.

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Rudolf Gutfleisch

unread,
Nov 17, 2009, 7:31:57 PM11/17/09
to
<kl.h...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:84455d18-41ca-46e6...@j14g2000yqm.googlegroups.com...

On 17 Nov., 18:26,
>
>Aber nicht zu den 140 Mil j�hrlich, um die der Gewinn steigen sollte.
>Im �brigen ist es langfristig wirtschaftlicher, f�r regelm��ig
>anfallende T�tigkeiten feste Verantwortliche zu haben. Allein schon,

>weil dann weniger Fehler passieren. Auch wenn deshalb ab und zu ein
>Lokf�hrer eine Stunde bezahlt herumsitzt, weil man ihm gerade keinen
>Schippjob zuteilen kann.
>
>Gru�
>Knut
>
Weniger Fehler passieren dadurch vermutlich nicht, aber man hat jemanden,
den man am Arsch kriegen kann, wenn etwas schief geht.

Gru� .. Rudi ...


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Helmut Barth

unread,
Nov 18, 2009, 1:10:38 AM11/18/09
to
Salut!

Hans-Joachim Zierke schrieb:
> Horst Lange schrieb:
>
>>> Es ist etwas hochtrabend, das Auffüllen von Sandbehältern als


>>> 'Wartung' zu bezeichnen,
>> Wenn nicht Wartung, was denn sonst?
>

> Ich möchte doch denken, daß es in der Verantwortung des Lokführers
> liegt, ob er mit vollen oder leeren Sandbehältern losfährt. Ist
> das kein Bestandteil einer Abfahrtkontrolle am Morgen?

Nein. Bei Loks wird beim Abstellen kontrolliert, damit die Abstellzeit
zum Auffüllen oder Reparieren genutzt werden kann.

Bei Triebwagen kann das aber auch zur Werkstattaufgabe gemacht sein.
Insbesondere wenn die Behälter schlecht zugänglich, ohne Schauglas, an
mehreren Zugteilen verteilt oder durch Stromschienen nicht zugänglich
sind. Die Hiwi- Stunde Werkstatt ist halt billiger wie die
Lokführerarbeitsstunde.

> Jeder LKW-Fahrer (Ausnahme: Klamottenkutscher) geht morgens um seinen
> LKW, in der Luftfahrt ist es Aufgabe des Kopiloten, die Wanderung zu
> unternehmen.

Der Lokführer schaut in der Regel nur, daß nicht am Fahrzeug gearbeitet
wird und keine groben Fehler da sind, die sofort ins Auge springen
(kaputte Fenster, gehobene Stromabnehmer, Grafitti).

> Bei "Wartungsmangel" denke ich zuerst mal an die Dinge, die nicht bei
> einer Abfahrtkontrolle auf einfache Weise erkannt werden können.

Die Aufgabenverteilung variiert von Fahrzeugtyp zu Fahrzeugtyp und
manchmal auch noch von Standort zu Standort.

Grüßle, Helmut

Helmut Barth

unread,
Nov 18, 2009, 1:12:26 AM11/18/09
to
Salut!

Hans-Joachim Zierke schrieb:
> Helmut Barth schrieb:
>
>
>> Ich brauchte seinerzeit für eine 110er mit nur 4 Sandkästen
>> zwei Schubkarren voll Sand, die a) herbeigeschafft und b) in die Kästen
>> geschaufelt werden wollen.
>
> Habt Ihr dafür keine Einfüllstationen? Ich hätte da jetzt Hochbehälter
> und Schlauch vermutet.

In Stuttgart und München nicht, in Ulm nur im Diesel-Bw. Die Anlagen
sind recht hoch und in Oberleitungsnähe, also nicht ganz trivial zu
bauen und zu warten. Wo keine Oberleitung ist, geht das viel einfacher.

Grüßle, Helmut

Oliver Schnell

unread,
Nov 18, 2009, 2:06:37 AM11/18/09
to
Reinhard Greulich <usn0208...@greulich.de> wrote:
> Siegfried Engel schrieb am Tue, 17 Nov 2009 01:00:28 -0800 (PST):
>
> > Es WAR ein interessanter Beitrag.
>
> Ich neige sogar zu der Auffassung, dass dies mal wieder ein Highlight
> war von fundiert recherchierter Berichterstattung ᅵber die Bahn.

Ja?

http://www.tagesspiegel.de/berlin/Verkehr-S-Bahn;art18614,2952803

"Unterstellt wurde, dass die Fahrzeuge der neuesten Baureihe
mᅵglicherweise gar nicht hᅵtten zugelassen werden dᅵrfen, weil die
Bremsanlage mangelhaft dimensioniert sei. Deshalb habe es 2004 auch
einen Auffahrunfall am Bahnhof Hackeschen Markt gegeben. Tatsᅵchlich war
der Triebfahrzeugfᅵhrer aber mit zu hoher Geschwindigkeit an einem
Haltsignal vorbeigefahren. Die Untersuchung des Fahrzeugs hatte ergeben,
dass die Bremsen in Ordnung waren. Und dass es 2006 im Bahnhof Sᅵdkreuz
einen weiteren Auffahrunfall gegeben hatte, war auf schmierige Schienen
und fehlenden Bremssand zurᅵckzufᅵhren, was den Bremsweg verlᅵngerte.
Die Schienen waren zuvor von einem Messzug besprᅵht worden, was dem
S-Bahn-Fahrer nicht mitgeteilt worden war. Die in den 90er Jahren
entwickelte Bahn habe den damaligen Anforderungen entsprochen, heiᅵt es
beim Hersteller Bombardier, was das Eisenbahn-Bundesamt (EBA)
bestᅵtigt."

Ich komme leider erst heute dazu, mir die Sendung anzusehen.

--
Oliver Schnell

Herr Willms

unread,
Nov 18, 2009, 2:54:08 AM11/18/09
to
Am Wed, 18 Nov 2009 00:29:35 UTC, schrieb Hans-Joachim Zierke
<Usenet...@Zierke.com> auf de.etc.bahn.misc :

> > Bei der BR 481 k�nnen die Sandbeh�lter nur w�hrend planm��iger
> > Werkstattaufenthalte aufgef�llt werden und das nennt man dann Wartung.
>
>

> Entschuldige mal, aber das ist nicht "Wartung", sondern
> "Fehlkonstruktion". Wie soll das denn funktionieren an ein paar
> aufeinanderfolgenden Tagen mit extrem geringem Reibbeiwert?

Vor ein paar Monaten hat der Fahrer eines Berliner S-Bahn-Zuges die
Fahrt f�r beendet erkl�rt und alle Fahrg�ste hinauskomplimentiert, um
dann leer zum Sandauff�llen in die Werkstatt zu fahren.


MfG,
L.W.

-------------------------------------------------------
Mehr Brutto! Lohnverzicht lohnt sich nicht!

Herr Willms

unread,
Nov 18, 2009, 2:54:06 AM11/18/09
to
Am Wed, 18 Nov 2009 06:10:38 UTC, schrieb Helmut Barth
<Helmut...@arcor.de> auf de.etc.bahn.misc :

> Nein. Bei Loks wird beim Abstellen kontrolliert, damit die Abstellzeit

> zum Auff�llen oder Reparieren genutzt werden kann.

> > Jeder LKW-Fahrer (Ausnahme: Klamottenkutscher) geht morgens um seinen
> > LKW, in der Luftfahrt ist es Aufgabe des Kopiloten, die Wanderung zu
> > unternehmen.
>

> Der Lokf�hrer schaut in der Regel nur, da� nicht am Fahrzeug gearbeitet

> wird und keine groben Fehler da sind, die sofort ins Auge springen
> (kaputte Fenster, gehobene Stromabnehmer, Grafitti).

Mehr kann keine Abfahrtskontrolle des Piloten bringen: er/sie
vergewissert sich nur, da� sein Fahrzeug in Ordnung ist. Eventuell
entdeckte Fehler zu beheben, kann nur in sehr eingeschr�nktem Ma�e
seine Aufgabe sein (Sand nachf�llen sollte m.E. nicht dazu geh�ren).

Horst Lange

unread,
Nov 18, 2009, 3:59:22 AM11/18/09
to
Hans-Joachim Zierke schrieb:
> Horst Lange schrieb:
>
>
>>> Es ist etwas hochtrabend, das Auffüllen von Sandbehältern als

>>> 'Wartung' zu bezeichnen,
>> Wenn nicht Wartung, was denn sonst?
>
>
> Ich möchte doch denken, daß es in der Verantwortung des Lokführers
> liegt, ob er mit vollen oder leeren Sandbehältern losfährt.

Dem stimme ich sicher zu.

> Ist das kein Bestandteil einer Abfahrtkontrolle am Morgen?

Möglich. Jedoch unabhängig davon, wann und wer die Maßnahme durchführt,
wie qualifiziert die Tätigkeit ist und in welchem Rahmen* sie ausgeführt
wird, bleibt es eine Wartungsarbeit.
Es ist somit völlig korrekt, das Auffüllen von Sandbehältern als
'Wartung' zu bezeichnen.

(* Abfahrtkontrolle, Instandhaltung, Fahrzeugübernahme usw.usf.)

> Jeder LKW-Fahrer (Ausnahme: Klamottenkutscher) geht morgens um seinen
> LKW, in der Luftfahrt ist es Aufgabe des Kopiloten, die Wanderung zu
> unternehmen.

_Jeder_ Fahrer sollte daß tun! (Nach meiner Fahrschule sogar ein muß, da
der Fahrer verantwortlich für den ordnungsgemäßen Zustand ist. Ich finde
derzeit jedoch den Gesetzestext nicht dazu)

>
> Bei "Wartungsmangel" denke ich zuerst mal an die Dinge, die nicht bei
> einer Abfahrtkontrolle auf einfache Weise erkannt werden können.

Natürlich mag (darf) man dies subjektiv so empfinden.


Horst

kl.h...@web.de

unread,
Nov 18, 2009, 4:42:14 AM11/18/09
to
On 17 Nov., 22:32, Helmut Barth <Helmut.Ba...@arcor.de> wrote:
>
> Zum Thema Millionen: Viele kleine und mittlere Posten addieren sich
> ziemlich schnell auf. Ein Hilfsarbeiter mag im Monat mit
> Arbeitgeberanteilen etc. 1.500 Eur kosten. 10 davon sind 15.000 im Monat
> oder 180.000 im Jahr.
>
Wenn mal also 500 von ihnen entläßt, steigt der Gewinn um 90 Mio.. Um
diese Größenordnung etwa ging es. Es wundert mich immer, wie sicher
sich die Betreibswirtschaftler sind, daß niemand ihre Kalkulation
nachrechnen kann.
>
> Zusätzlich benötigen die 10 weniger weniger
> Sozialraum, weniger Administration.
>
O.k., so kommt man vielleicht auf 140 MIo.

Diese Einsparungen treten aber nur auf, wenn entweder die Leute vorher
völlig untätig waren oder wenn man die von ihnen getane Arbeit zu 100%
unterläßt. Wie sieht denn die Bilanz (einschließlich aller
Oberheadkosten) aus, wenn man das Sandschippen von Lokführern machen
läßt und zu diesem Zweck die Dienstpläne so einteilt, daß sie Zeit
dafür haben?

(es bietet sich offensichtlich die Lösung 'nicht bezahlte Überstunden'
in ihren diversen bekannten Formen an)
>
> Schicke dazu einfach mal geschätzt 70 von 100 Facharbeitern und
> Meistern
> mit entsprechenden Löhnen in die Wüste indem Du ein Werk ganz dicht
> machst und nur 30 woanders weiterbeschäftigst. Schätzen wir mal ein
> Durchschnittslohn von 1.500 Netto, macht mit Arbeitgeberanteilen über
> den nassen Daumen geschätzt 3.800 pro Nase, 266.000 im Monat oder


> 3.192.000 im Jahr. Mit den Hiwis hast Du schon 3,4 Mio weniger
> Personalkosten.
>

Und jetzt nimm mal an, du steht in einem echten Markt mit echter
Konkurrenz ohne politische Protektion und kannst 2 Monate lang nicht
an deine Kunden liefern, die auf deine Lieferungen angewiesen sind,
weil sie sich selber durch Weiterverkauf finanzieren müssen statt
durch Steuereintreiben. Da kriegst du alle Verträge fristlos gekündigt
und bist pleite.

(Solltest du durch Bestechung der Geschäftsführer deiner Kunden
Verträge haben, die selbst dann nicht gekündigt werden können oder
nicht gekündigt werden wollen, nutzt das auch nichts, weil du dann
pleite machst, weil deine Kunden pleite machen)

Was aber noch viel schlimmer ist: in der letzten Zeit fiel der Aufwand
des S-Bahn-Apparats zu 80-90% an (bis auf Strom und Verschleiß der
stehenden Züge), während der Nutzen eher bei 10-20% des Vollbetriebs
lag, In einer volkswirtschaftlichen Kalkulation ist das eine
katatrophale Verschwendung.

Gruß
Knut

kl.h...@web.de

unread,
Nov 18, 2009, 4:49:38 AM11/18/09
to
On 18 Nov., 01:03, Hans-Joachim Zierke <Usenetspam...@Zierke.com>
wrote:

>
> Ich möchte doch denken, daß es in der Verantwortung des Lokführers
> liegt, ob er mit vollen oder leeren Sandbehältern losfährt. Ist

> das kein Bestandteil einer Abfahrtkontrolle am Morgen?
>
> Jeder LKW-Fahrer (Ausnahme: Klamottenkutscher) geht morgens um seinen
> LKW, in der Luftfahrt ist es Aufgabe des Kopiloten, die Wanderung zu
> unternehmen.
>
In der Luftfahrt wird das zweifellos noch gemacht. Wenn ich mir
dagegen nachts die Beleuchtung fahrender Vierzigtonner auf Europatour
ansehe, kommen mir beträchtliche Zweifel, ob deren technischer Zustand
mit hinreichender Sorgfalt überwacht wird.

Der Lackmustest wäre wohl, was passiert, wenn sich einer mal wegen
Mängeln weigert loszufahren.

Gruß
Knut

Horst Lange

unread,
Nov 18, 2009, 4:55:13 AM11/18/09
to
kl.h...@web.de schrieb:

> On 18 Nov., 01:03, Hans-Joachim Zierke <Usenetspam...@Zierke.com>
> wrote:
>> Ich m�chte doch denken, da� es in der Verantwortung des Lokf�hrers
>> liegt, ob er mit vollen oder leeren Sandbeh�ltern losf�hrt. Ist

>> das kein Bestandteil einer Abfahrtkontrolle am Morgen?
>>
>> Jeder LKW-Fahrer (Ausnahme: Klamottenkutscher) geht morgens um seinen
>> LKW, in der Luftfahrt ist es Aufgabe des Kopiloten, die Wanderung zu
>> unternehmen.
>>
> In der Luftfahrt wird das zweifellos noch gemacht. Wenn ich mir
> dagegen nachts die Beleuchtung fahrender Vierzigtonner auf Europatour
> ansehe, kommen mir betr�chtliche Zweifel, ob deren technischer Zustand
> mit hinreichender Sorgfalt �berwacht wird.
>
> Der Lackmustest w�re wohl, was passiert, wenn sich einer mal wegen
> M�ngeln weigert loszufahren.

der braucht sicher am n�chsten Tag nicht mehr den technischen Stand des
fahrzeuges �berpr�fen...

scnr

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kl.h...@web.de

unread,
Nov 18, 2009, 5:10:31 AM11/18/09
to
On 18 Nov., 01:31, "Rudolf Gutfleisch" <bu...@bullibaer.de> wrote:
>
> >Im übrigen ist es langfristig wirtschaftlicher, für regelmäßig
> >anfallende Tätigkeiten feste Verantwortliche zu haben. Allein schon,

> >weil dann weniger Fehler passieren.
>
> Weniger Fehler passieren dadurch vermutlich nicht, aber man hat jemanden,
> den man am Arsch kriegen kann, wenn etwas schief geht.
>
So wird es heute gehandhabt.

Meine Erfahrung ist allerdings, daß haarsträubende Pannen passieren,
wenn Geräte von wechselnden Angelernten nach Kochbuch bedient werden.
Und wenn es nur deshalb ist, weil man trotz Auftretens ungewöhnlicher
Symptome etwas bis zum Exitus weiterlaufen läßt. Entweder weil man gar
kein Gefühl für das 'Normalverhalten' hat, oder weil man die
Verantwortung für Anhalten und Überprüfen nicht übernehmen will (soll,
darf, schonmal deswegen angeschnauzt worden ist). Denn für 'kaputt'
ist man nicht verantwortlich, solange das Handbuch genau beachtet
wurde. Dafür wird dann ein anderer am A....

Ein interessantes Gegenbeispiel stellt der Leitende Ingenieur in 'Das
Boot' dar (falls sich jemand daran erinnert). Schade, daß damals die
Betriebswirtschaft noch nicht richtig durchgesetzt war. Solche Leute
wären rechtzeitig entlassen worden, der Krieg wäre deutlich kürzer
gewesen und die Produktion von Schäden und Toten viel niedriger.

Bzgl. Besandung: Daß zu selten nachgefüllt wird, fällt nur jemandem
auf, der regelmäßig vor total geleerten Sandbehältern steht (und
dadurch mehr Arbeit hat). Und etwas zu unternehmen, fällt nur jemand
ein. der begriffen hat, wie wichtig das Zeug sein kann.

Gruß
Knut


Frederic Daguenet

unread,
Nov 18, 2009, 6:49:33 AM11/18/09
to
Hi!

> Der Bericht zeigte auch ganz gut, wie ein auf �konomie getrimmter
> Vorstand den Steuerzahler schr�pft und Gewinne in die konzerneigenen
> Taschen wirtschaftet, statt seinem Auftrag gerecht zu werden und die
> ihm zugewiesenen Zusch��e sachgem�� zu verwenden. Das allein ist
> schon ein Skandal, der aber sowieso, wie �blich hierzulande, ungeh�rt
> bleibt. In den USA h�tte das zu einem parlamentarischen Hearing
> gef�hrt und zu einer staatsanw�ltlichen Untersuchung...

In Ami-Land w�rde das auch dazu f�hren, das die Bahn eine xxx Millionen
KLage der Unfallopfer am Hals h�tte. Mit guten Aussichten auf Erfolg.

Gru�...
Frederic

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Alice Müller

unread,
Nov 18, 2009, 9:44:01 AM11/18/09
to
Aloha Hans-Joachim Zierke,

Du hast letztens geschrieben:

> Ich m�chte doch denken, da� es in der Verantwortung des Lokf�hrers
> liegt, ob er mit vollen oder leeren Sandbeh�ltern losf�hrt. Ist
> das kein Bestandteil einer Abfahrtkontrolle am Morgen?
>
> Jeder LKW-Fahrer (Ausnahme: Klamottenkutscher) geht morgens um
> seinen LKW, in der Luftfahrt ist es Aufgabe des Kopiloten, die
> Wanderung zu unternehmen.


Ich stelle mir ganz gut vor, da� es aus der Beamtenbahn kommt, wo
jeder strikt nach Dienstplan nur seinen Aufgabenbereich hatte und
sich keiner um des anderen Job geschert hat. Eigenverantwortung
gleich Null. Mir ist sowieso aufgefallen, da� je gr��er ein Betrieb
ist, desto weniger Eigenverantwortung zeigen die Arbeiter, weil es
keiner honoriert und weil es keinen interessiert.

Herr Willms

unread,
Nov 18, 2009, 10:20:04 AM11/18/09
to
Am Wed, 18 Nov 2009 14:44:01 UTC, schrieb Alice M�ller
<alic...@gmx.de> auf de.etc.bahn.misc :

> Ich stelle mir ganz gut vor, da� es aus der Beamtenbahn kommt, wo
> jeder strikt nach Dienstplan nur seinen Aufgabenbereich hatte und
> sich keiner um des anderen Job geschert hat.

Das ist in jeder gut organisieren Firma so...

Herr Willms

unread,
Nov 18, 2009, 10:20:00 AM11/18/09
to
Am Wed, 18 Nov 2009 13:56:49 UTC, schrieb Hans-Joachim Zierke
<Usenet...@Zierke.com> auf de.etc.bahn.misc :

> Es gibt durchaus Firmen, die Wert darauf legen. Wenn Du bei einer der
> anderen gelandet bist, und es so ein richtig �bler Schlampladen ist,
> dann f�hrst Du, h�lst die n�chsten Gr�nen an, die des Weges kommen, �h,
> die Blauen meine ich, und l��t Dir eine M�ngelr�ge ausstellen.

auf die Gefahr hin, da� man seinen Job sofort los ist. "Keine Arbeit
mehr f�r Sie: wir haben jetzt einen LKW weniger."

Helmut Barth

unread,
Nov 18, 2009, 11:41:37 AM11/18/09
to
Salut!

Hans-Joachim Zierke schrieb:

> Angesichts der Tatsache, daß Sand für Eisenbahnen doch eher so etwas wie
> ein Bremsbetriebsstoff ist, hätte ich mir gedacht, daß der Lokführer
> zumindest einen Blick auf den vordersten Sandbehälter wirft.

Wenn da ein Schauglas ist tut er das meist auch, weil die Sandbehälter
in der Regel in der Nähe der Aufstiegsleiter sind.

> Geht "ohne Schauglas" (oder andere einfache Kontrollmöglichkeit)
> wirklich bei der EBA-Abnahme durch? Dann sollen sich die Herren
> bittesehr nicht beschweren, wenn ein Lokführer am Signal vorbeirutscht!

BR 112,143,401,402,403,TGV und wenn ich das im Film richtig gesehen habe
auch die 481 der Berliner S-Bahn sind alle ohne Schauglas. Eine
Kontrolle durch die Tf ist bei den erstgenannten Triebwagen nicht
vorgesehen und teilweise auch gar nicht möglich, weil die Einfüllstutzen
zu hoch liegen oder das Rohr zum Behälter nicht einsehbar ist.

Das sieht auf den ersten Blick zwar kritisch aus, man möge aber
bedenken, daß diese Fahrzeuge mit einer Sanddosiereinrichtung
ausgestattet sind, die wesentlich weniger Sand streut als herkömmliche
Sandstreuanlagen. Konnte man früher mit einem vergessenen Sandschalter
die Kästen auf 100km bequem leeren, so reicht heute der Vorrat für den
5-10-fachen Weg.

> Nun, ich hätte mir das jetzt so vorgestellt, daß man dran entlanglatscht
> und zumindest beim ersten und letzten Wagen einen der Behälter
> kontrolliert.

Im Teilarbeitenverzeichnis wird das in der Regel nicht vorgesehen sein,
und somit gibt es dafür auch keine vorgesehene Zeit. Wenn ich natürlich,
wie beim TGV, zur Magnetschienenbremsprobe ohnehin um den Zug latschen
muss, lege ich halt ein "Schippchen" Sand hin und schaue ob das
funktioniert, auch wenn das nicht vorgesehen ist.

Ich kenne allerdings auch Kollegen die sich sagen, daß das was nicht
"bezahlt" wird auch nicht erledigt wird, was ich allerdings nur bei
zusätzlichem Zeitbedarf der in den Bereich private Lebensplanung fällt
voll und ganz verstehe.

Wenn ich einen Zug einfach abstellen soll und dann Feierabend habe,
werde ich auch nicht noch mal schnell unbezahlt um den Zug rennen um
eine Abstellung mit Prüftätigkeiten zu machen. Wenn eine Abstellung mit
Prüftätigkeit gemacht werden muß (Zeitfrist abgelaufen zb.), bekomme ich
die Arbeitszeit dafür, wenn die Prüftätigkeit im Plan eingearbeitet ist
auch.

> Sei doch froh, daß es kein US-Güterzug mit 2.5 Kilometern ist, für den
> die FRA eine Bremsprobe pro Tag verlangt, wenn er mehrere Tage
> unterwegs ist. ;-) Wobei dann allerdings der Zugführer das arme
> Schwein ist ...

Da kein Zugpersonal mehrere Tage fährt, denke ich einfach, daß die
clevereren sich absprechen und die Bremsprobe beim Ablösen erledigen,
wenn sich die Arbeit gleichmäßig auf mehr Mitarbeiter verteilen lässt.
Da das zudem einen Zeitvorteil bringt könnte ich mir sogar vorstellen,
daß das eine vom Verkehrsunternehmen erwartete oder vorgeschriebene
Variante ist.

Grüßle, Helmut

Alfons Schürhaus

unread,
Nov 18, 2009, 11:52:46 AM11/18/09
to
Alice Müller schrieb:
>
> Ich stelle mir ganz gut vor, daß es aus der Beamtenbahn kommt, wo

> jeder strikt nach Dienstplan nur seinen Aufgabenbereich hatte und
> sich keiner um des anderen Job geschert hat. Eigenverantwortung
> gleich Null.

Als ich weiss nicht?
Das der Zug bzw. die Lok in Ordnung ist liegt im Interesse
des Lokführers. Bei 500 Meter Bremsweg geht es um sein Leben.
Schon zu Zeiten der Bundesbahn wurden die meisten
Kontrollen auf das Schichtende gelegt und der Vorbereitungsdienst
eingekürzt. Auch hier mit dem Hintergedanken, wenn mann 4 Schubkarren
Sand in eine 103er versengt hat, vielleicht schreibt der Lokführer
die 20 - 30 Minuten dafür ja nicht auf. Alle zusätzlichen Arbeiten
wie Sand ergänzen oder Scheiben putzen muss auf kleineren Dienststellen
vom Lokführer gemacht werden.
--
Mit freundlichen Gruessen, Alfons
_____
\ / | oo| ..:.
||__|___| _/ |
/________|-|______|
/ o OOOO o o o o

Helmut Barth

unread,
Nov 18, 2009, 12:57:13 PM11/18/09
to
Salut!

Alice M�ller schrieb:

> Ich stelle mir ganz gut vor, da� es aus der Beamtenbahn kommt, wo
> jeder strikt nach Dienstplan nur seinen Aufgabenbereich hatte und
> sich keiner um des anderen Job geschert hat.

Du musst es ja wissen. Meine Erfahrung ist allerdings eine andere. Zu
Bundesbahnzeiten war die Zusammenarbeit nach meinem Empfinden deutlich
besser, da sich nicht jeder auf "andere Firma, geht mich nichts an"
zur�ckziehen konnte und wollte. Ein Betriebseisenbahner sowieso nicht.
F�r den steht der sichere und p�nktliche Bahnbetrieb im Interesse der
Kunden an erster Stelle.

> Eigenverantwortung gleich Null.

Ah. DB AG und Eigenverantwortung. Sch�ne Story aus den ganz ganz fr�hen
Nach-GB-Traktion- und Handyzeiten (ca '95 oder '96): Ein Lokf�hrer der
ganz jungen DB Regio soll eine Cargo 155 f�r eine sp�tere Eilzugleistung
von der Unterflurdrehbank in Plochingen nach Stuttgart holen. Als ich
f�r ihn beim Oberlokdienst eine Zugnummer erfrage, erfahre ich von einem
liegengebliebenen IC in Reichenbach (kaum 5km von Plochingen entfernt).

Ich biete meine Hilfe an, da ich wei�, da� der Lokf�hrer in Plochingen
mich wegen einer Zugnummer gleich nochmal anrufen wird. Man bittet mich
zu warten da man damals das noch relativ neue DB-Monopoly
(wer-zahlt-was? mit "Spielgeld") spielen wollen musste.

Als mein Mann in Plochingen sich meldete, bat ich ihn, noch nicht
abzufahren, da er ggf. den liegengebliebenen Zug holen sollte. Vom
m�glichen Geschehen praktisch ein Hauptgewinn: Ein just
liegengebliebener Zug und eine besetzte Hilfslok kaum 5km weg.

Durch einen Zufall (oder auch eine beabsichtigte Verwechslung vor Ort,
keine Ahnung) haben sich der Lokf�hrer und der Fahrdienstleiter �ber den
Ortsfunk ebenfalls abgesprochen und bevor die Oberlokleitung ihr OK
geben konnte hing der IC am Haken der 155. Als das verhaltene und
beschr�nkte ("erstmal nur bis Plochingen") Ok kam war der Zug schon in
Plochingen durch und ehe man sich versah war der Zug in Stuttgart am
Prellbock. F�r mich schien der Fall gegessen: Der Zug war von der
Strecke, meine Lok und die kaputte Lok waren auf dem Weg ins Bw und die
Reisenden konnten mit minimalen Beeintr�chtigungen weiterreisen, da in
Stuttgart ohnehin Lokwechsel war.

Eine viertel Stunde sp�ter gab es Chefbesuch: Ich h�tte meine
Kompetenzen �berschritten, die Entscheidungsreihenfolge �bergangen und
�berhaupt "wie sollen wir einen Regiolokf�hrer mit einer Cargolok vor
einem R&T Zug abrechnen?". Der Eisenbahner in mir hat schneller "Was
interessiert mich wie was gerechnet wird, die Reisenden wollen
weiterkommen." gesagt als ich denken konnte. Die Reaktion darauf hat mir
wirklich sehr viel Freude am Eisenbahnerdasein genommen.

> Mir ist sowieso aufgefallen, da� je gr��er ein Betrieb
> ist, desto weniger Eigenverantwortung zeigen die Arbeiter, weil es
> keiner honoriert und weil es keinen interessiert.

Manglendes Interesse k�nnte ich jetzt noch nicht einmal beklagen. Das
Problem ist vielmehr, da� man bei der Bahnprivatisierung funktionierende
Strukturen zerschlagen hat und im Zuge der Vereinfachung und
Vereinheitlichung sehr viel kompetentes Personal abgebaut hat.
Erschwerend kommt hinzu, da� man, um weniger kompetentes, sprich gerne
auch "billigeres", Personal einsetzen zu k�nnen, die fr�her teilweise
recht lockeren Regeln immer enger geschn�rt hat um Eigeninitiative durch
weniger kompetentes Personal zu erschweren. Das dient manchmal der
Sicherheit im Betrieb, aber h�ufig auch nur der Absicherung Interessen
der unterschiedlichen Bahnbetriebsteilnehmer untereinander.

Zudem kommt durch die Firmenvielfalt im Konzern immer mehr das
Wettbewerbsrecht zum Tragen, welches �berm��iges unentgeltliches
Zusammenarbeiten auch erschwert. Inzwischen sind wir ja soweit, da� per
Netzzugangsbedingungen geregelt ist, wer wem zu welchen Konditionen wie
Hilfe leisten muss.

Diveres Qualit�tsmanagements und andere Managerinstrumente erschweren es
einem zus�tzlich, noch Initiative zu zeigen:

Ich habe keine Ahnung, was heute passierte, wenn man seiner Lok den
dringend ben�tigten Sand eigenh�ndig reinschaufelt, weil der damit
beauftragte gerade seine Arbeitsschutzpause hat. Wenn allerdings die Lok
wegen dem Auftrag "Sand fassen" ins Werk gefahren ist, darf sie erst
wieder raus, wenn das ganze im SAP korrekt verbucht ist, was der Tf
selbstredend mangels Zugang zu einem geeigneten System nicht erledigen
kann und auch eigentlich nicht will.

F�hrt man allerdings offiziell nur zum Parken ins Bw und fasst den Sand
selbst, also quasi schwarz, weil man den Betrieb im Blick hat tillen die
SAPler gleich ganz und hetzen mit "wir haben 25t Sand gekauft und nur
18t ausgegeben und trotzdem ist nichts mehr da" allen die "Werkspolizei"
zur Sandprobenentnahme in den heimischen Sandkasten im Garten. Ich
m�chte gar nicht wissen, ob man da dem Tf nicht gar eine Beihilfe zum
"Sanddiebstahl" anh�ngen k�nnte, wo der doch eigentlich nur am n�chsten
Signal wieder sicher bremsen k�nnen m�chte ...

Wer jahrelang solche Kaspereien mit anschaut, der klemmt sich irgendwann
beim Betreten des Bahngel�ndes 'ne W�scheklammer �ber die Initiativdr�se
und macht nur noch seinen Job. Ab und an bekommt er etwas Augentinitus,
weil er dort wo es mal richtige Eisenbahner mit Ahnung und Leidenschaft
gab heute nur noch Pfeifen sieht.

Gr��le, Helmut

Helmut Barth

unread,
Nov 18, 2009, 1:08:01 PM11/18/09
to
Salut!

kl.h...@web.de schrieb:

> Diese Einsparungen treten aber nur auf, wenn entweder die Leute vorher

> v�llig unt�tig waren oder wenn man die von ihnen getane Arbeit zu 100%
> unterl��t.

Nach dem Bericht w�rde ich jetzt einfach behaupten, da� man zwar nicht
100% aber doch einen Bereich jenseits der 40% Marke unterlassen hat.
Daf�r spricht zum einen die Spreizung der Wartungsintervalle und zum
anderen die Tatsache, da� man nicht alle Mitarbeiter in die W�ste
geschickt hat.

> Wie sieht denn die Bilanz (einschlie�lich aller
> Oberheadkosten) aus, wenn man das Sandschippen von Lokf�hrern machen
> l��t und zu diesem Zweck die Dienstpl�ne so einteilt, da� sie Zeit
> daf�r haben?

Das d�rfte deutlich teurer sein, als die Arbeit zum Beispiel bei einer
Reinigungsfirma einzukaufen die ihr Personal ohnehin schon vor Ort hat
und wesentlich geringere Personalkosten hat.

> (es bietet sich offensichtlich die L�sung 'nicht bezahlte �berstunden'


> in ihren diversen bekannten Formen an)

Da d�rfte noch die Gewerkschaft davor sein.

Gr��le, Helmut

Helmut Barth

unread,
Nov 18, 2009, 1:17:50 PM11/18/09
to
Salut!

Oliver Schnell schrieb:

> Ja?
>
> http://www.tagesspiegel.de/berlin/Verkehr-S-Bahn;art18614,2952803
>
> "Unterstellt wurde, dass die Fahrzeuge der neuesten Baureihe
> mᅵglicherweise gar nicht hᅵtten zugelassen werden dᅵrfen, weil die
> Bremsanlage mangelhaft dimensioniert sei. Deshalb habe es 2004 auch
> einen Auffahrunfall am Bahnhof Hackeschen Markt gegeben. Tatsᅵchlich war
> der Triebfahrzeugfᅵhrer aber mit zu hoher Geschwindigkeit an einem
> Haltsignal vorbeigefahren. Die Untersuchung des Fahrzeugs hatte ergeben,
> dass die Bremsen in Ordnung waren.

Ohne an der Faktenlage groᅵ zu drehen: Die Bremsen waren in Ordnung aber
zu schwach um den Zug auf eine geringere Geschwindigkeit am Haltsignal
abzubremsen. Die Wahrheit dᅵrfte wie so oft in der Mitte liegen.

> Und dass es 2006 im Bahnhof Sᅵdkreuz
> einen weiteren Auffahrunfall gegeben hatte, war auf schmierige Schienen
> und fehlenden Bremssand zurᅵckzufᅵhren, was den Bremsweg verlᅵngerte.
> Die Schienen waren zuvor von einem Messzug besprᅵht worden, was dem
> S-Bahn-Fahrer nicht mitgeteilt worden war.

Das finde ich bemerkenswert. Ein Messzug soll Schienen besprᅵhen? Wozu?
Das habe ich weder bei Lotsenfahrten auf dem Gleismesszug noch als
hinter einer Meᅵfahrt fahrender Zug je gehᅵrt oder bemerkt.

> Die in den 90er Jahren
> entwickelte Bahn habe den damaligen Anforderungen entsprochen, heiᅵt es
> beim Hersteller Bombardier, was das Eisenbahn-Bundesamt (EBA)
> bestᅵtigt."

Was natᅵrlich nichts ᅵber die "damaligen Anforderungen" aussagt, die ja
unter Umstᅵnden unvollstᅵndig oder fehlerhaft gewesen sein kᅵnnten und
es wohl auch waren, sonst wᅵren es ja noch die heutigen Anforderungen.
Die Wahrheit wird also auch hier wie so oft in der Mitte liegen.

> Ich komme leider erst heute dazu, mir die Sendung anzusehen.

Macht ja nichts, ich habe mir sie auch erst gestern angesehen.

Grᅵᅵle, Helmut

michael rudolf

unread,
Nov 18, 2009, 1:35:03 PM11/18/09
to
In article <4b0311c2$0$7628$9b4e...@newsspool1.arcor-online.net>,
Helmut Barth <Helmut...@arcor.de> wrote:

> Und wenn ich den Messbecher zum Bef�llen betrachte, frage ich mich
> ob das wirklich deren Ernst ist? Auf alle F�lle d�rfte so klar werden,
> da� ich mit meiner Einsch�tzung "viel Arbeitszeit" nicht so weit weg
> gelegen habe...

Sand bietet in der Tat auch viel Einsparpotential. Besonders in einem
Land, wo "Sand" nicht zur zwingend ben�tigten Grundausstattung eines
Eisenbahnfahrzeugs geh�rt und ausserdem zum Bremsen ohnehin kaum bis gar
nicht verwendet wird.

Dennoch ist ein einfallsreicher Mensch auf die Idee gekommen, zum Sand
nachf�llen ca. 80cm lange Rohre mit etwa 10cm Durchmesser zu verwenden.
Am einen Ende geschlossen und am anderen schr�g abgeschnitten und mit
Griffen versehen die "ideale" L�sung f�r zeitsparende Sand nachf�llen.
Ein Dutzende davon auf einen Handwagen um den Transport vom
Vorratsbeh�lter zur Lok sicherzustellen und die Sache ist gelaufen.

Alternativ kann man den Sand auch mit einem Gebl�se ersetzen (BLS Re4/4).

Gruss, Michael

Walter A. Schmidt

unread,
Nov 18, 2009, 1:50:25 PM11/18/09
to
Helmut Barth schrieb:

>> Die Schienen waren zuvor von einem Messzug besprᅵht worden, was dem
>> S-Bahn-Fahrer nicht mitgeteilt worden war.
>
> Das finde ich bemerkenswert. Ein Messzug soll Schienen besprᅵhen?

Wenn er die Schienen bewᅵssert hat, dann kᅵnnte es ein
Ultraschall-Schienenprᅵfzug gewesen sein. Das Wasser dient
dazu, dass der Schall besser vom Prᅵfgerᅵt in die Schiene
ᅵbergeht.

Ich hatte allerdings bzgl. des Unfalls im Gedᅵchtnis, dass
der betreffende Arbeitszug ein _Schleifzug_ war; da gibt's
ja auch welche, die nass schleifen. Aber egal...

--
Walter

Marc Haber

unread,
Nov 18, 2009, 2:57:16 PM11/18/09
to
Helmut Barth <Helmut...@arcor.de> wrote:
>Wer jahrelang solche Kaspereien mit anschaut, der klemmt sich irgendwann
>beim Betreten des Bahngeländes 'ne Wäscheklammer über die Initiativdrüse
>und macht nur noch seinen Job.

Das ist aber nicht nur bei der Bahn so, sondern sowas kann Dir auch in
schlipsträgerbeherrschten IT-Unternehmen passieren.

Grüße
Marc

--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Das Ueberschreiten der | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Gleise ist verboten! " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Fdl Bad Driburg, 15.02.1997 | Fon: *49 621 72739834

Marc Haber

unread,
Nov 18, 2009, 2:58:38 PM11/18/09
to
Helmut Barth <Helmut...@arcor.de> wrote:
>Oliver Schnell schrieb:
>> Und dass es 2006 im Bahnhof Südkreuz

>> einen weiteren Auffahrunfall gegeben hatte, war auf schmierige Schienen
>> und fehlenden Bremssand zurückzuführen, was den Bremsweg verlängerte.
>> Die Schienen waren zuvor von einem Messzug besprüht worden, was dem

>> S-Bahn-Fahrer nicht mitgeteilt worden war.
>
>Das finde ich bemerkenswert. Ein Messzug soll Schienen besprühen? Wozu?

Ultraschall geht nicht durch Luft. Noch nie beim Arzt gewesen?
Immerhin nimmt die Bahn kein Gleitgel, sondern Wasser.

Helmut Barth

unread,
Nov 18, 2009, 3:39:22 PM11/18/09
to
Salut!

Marc Haber schrieb:


> Helmut Barth <Helmut...@arcor.de> wrote:
>> Wer jahrelang solche Kaspereien mit anschaut, der klemmt sich irgendwann

>> beim Betreten des Bahngel�ndes 'ne W�scheklammer �ber die Initiativdr�se

>> und macht nur noch seinen Job.
>
> Das ist aber nicht nur bei der Bahn so, sondern sowas kann Dir auch in

> schlipstr�gerbeherrschten IT-Unternehmen passieren.

Man kann da durchaus mit Alice sagen, da� das in allen gr��eren
Unternehmen so ist. Als Stuttgarter kennt man ja fast zwangsweise
mindestens einen bei Mercedes, Porsche, Bosch, Mahle, usw...

Ich kenne keinen, der nicht vergleichbares zu erz�hlen weiss.

Gr��le, Helmut

Helmut Barth

unread,
Nov 18, 2009, 3:41:35 PM11/18/09
to
Salut!

Marc Haber schrieb:

> Ultraschall geht nicht durch Luft. Noch nie beim Arzt gewesen?
> Immerhin nimmt die Bahn kein Gleitgel, sondern Wasser.

Ah ok, ich wusste doch, da� mir noch was in meiner Sammlung fehlt.

Danke und Gr��le, Helmut

Ralf Lieschke

unread,
Nov 18, 2009, 3:46:52 PM11/18/09
to
Walter A. Schmidt schrieb:

> Helmut Barth schrieb:
>
>>> Die Schienen waren zuvor von einem Messzug besprᅵht worden, was dem
>>> S-Bahn-Fahrer nicht mitgeteilt worden war.
>> Das finde ich bemerkenswert. Ein Messzug soll Schienen besprᅵhen?
>
> Wenn er die Schienen bewᅵssert hat, dann kᅵnnte es ein
> Ultraschall-Schienenprᅵfzug gewesen sein. Das Wasser dient
> dazu, dass der Schall besser vom Prᅵfgerᅵt in die Schiene
> ᅵbergeht.

Und genau solch ein Fahrzeug war das auch:
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2007/0419/berlin/0062/index.html


--
Jeder Mensch macht Fehler. Das Kunststᅵck liegt
darin, sie zu machen, wenn keiner zuschaut.

(Sir Peter Ustinov)

Kai Garlipp

unread,
Nov 18, 2009, 4:21:36 PM11/18/09
to
On 18.11.2009 17:41, Helmut Barth wrote:
>> Geht "ohne Schauglas" (oder andere einfache Kontrollm�glichkeit)

>> wirklich bei der EBA-Abnahme durch? Dann sollen sich die Herren
>> bittesehr nicht beschweren, wenn ein Lokf�hrer am Signal vorbeirutscht!

>
> BR 112,143,401,402,403,TGV und wenn ich das im Film richtig gesehen habe
> auch die 481 der Berliner S-Bahn sind alle ohne Schauglas. Eine
> Kontrolle durch die Tf ist bei den erstgenannten Triebwagen nicht
> vorgesehen und teilweise auch gar nicht m�glich, weil die Einf�llstutzen
> zu hoch liegen oder das Rohr zum Beh�lter nicht einsehbar ist.

Bei der BR 481 gibt es �berwachung des F�llstands der Bremssandbeh�lter die
anspricht, wenn weniger als 30% des Sandes vorhanden sind. AFAIR wurde dieses
nach dem Unfall in S�dkreuz (als der ganze Zug ohne Sand war) nachr�stet. Siehe
dazu
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0801/berlin/0032/index.html
wo ein Zug ausgesetzt wurde bei dem diese �berwachung ansprach.

Bye Kai

Jakob Krieger

unread,
Nov 18, 2009, 6:30:31 PM11/18/09
to
- Helmut Barth


>> Wie sieht denn die Bilanz (einschlieᅵlich aller
>> Overheadkosten) aus, wenn man das Sandschippen von Lokfᅵhrern machen
>> lᅵsst und zu diesem Zweck die Dienstplᅵne so einteilt, dass sie Zeit
>> dafᅵr haben?

> Das dᅵrfte deutlich teurer sein als die Arbeit zum Beispiel bei einer


> Reinigungsfirma einzukaufen die ihr Personal ohnehin schon vor Ort hat
> und wesentlich geringere Personalkosten hat.

Die geringen Personalkosten spiegeln sich im Ergebnis wieder.

Dreckige Innenrᅵume sind ekelhaft aber halbwegs harmlos,
fehlende Betriebsmittel sind richtig gefᅵhrlich. Da lᅵsst man
besser niemanden dran, der erstens nicht weiᅵ, wofᅵr das Zeug
gut ist, und der selbst nur einen Wortschatz von 200 in einer
anderen Sprache als der des Vorarbeiters hat
(Texaner beispielsweise).


Das ist nicht diskriminierend gemeint, auᅵer vielleicht gegen
den, der die Anweisung gibt, sicherheitsrelevante Arbeiten an
die am wenigsten qualifizierte Leute zu delegieren.


jk

--
no sig

Reinhard Greulich

unread,
Nov 18, 2009, 6:42:00 PM11/18/09
to
Hans-Joachim Zierke schrieb am Wed, 18 Nov 2009 00:29:35 +0000 (UTC):

> Entschuldige mal, aber das ist nicht "Wartung", sondern
> "Fehlkonstruktion". Wie soll das denn funktionieren an ein paar
> aufeinanderfolgenden Tagen mit extrem geringem Reibbeiwert?

Isso. :-)

Naja, man war bei der Beschaffung der Z�ge davon ausgegangen, dass die
wenigstens alle 7 Tage zur kleinen Wartung mit Sandauff�llen in der
Werkstatt vorbeischauen und man wusste auch, dass die Sandvorr�te auch
unter ung�nstigen Umst�nden 16 Tage halten sollten (so wurde es in der
Sendung dargestellt). Also w�re in dieser Hinsicht kein Problem
entstanden, ist es auch nicht. Nur als jetzt ein paar BWL-Bubis
fanden, das Bi�chen, was da alle 7 Tage gemacht werden sollte, k�nnte
man auch alle 14 Tage machen, wurde es deutlich knapper. Und als man
anfing, die 14t�gigen Intervalle per Anordnung auf 21 Tage fallweise
zu verl�ngern, hat es dann bald gekracht. Wollte aber keiner gewesen
sein.

Gru� - Reinhard.

--
70086 HKWA (52�22,726'N - 009�48,775'E)
~=@=~ www.debx.de ~=@=~
die Homepage der deb*-Newsgruppen.

Reinhard Greulich

unread,
Nov 18, 2009, 6:44:17 PM11/18/09
to
Oliver Schnell schrieb am Wed, 18 Nov 2009 07:06:37 +0000 (UTC):

> Unterstellt wurde, dass die Fahrzeuge der neuesten Baureihe

> m�glicherweise gar nicht h�tten zugelassen werden d�rfen, weil die
> Bremsanlage mangelhaft dimensioniert sei.

Ja, das war Bl�dsinn, und man hat sich auch zwischengeschnittene
Bilder von Eschede nicht verkneifen k�nnen. Dennoch besser als alles,
was in letzter Zeit zu sehen gewesen ist.

Martin Hoffmann

unread,
Nov 19, 2009, 3:25:33 AM11/19/09
to
Marc Haber schrieb:
> Helmut Barth <Helmut...@arcor.de> wrote:
>
>>Das finde ich bemerkenswert. Ein Messzug soll Schienen besprᅵhen? Wozu?
>
> Ultraschall geht nicht durch Luft. Noch nie beim Arzt gewesen?
> Immerhin nimmt die Bahn kein Gleitgel, sondern Wasser.

Die kroatische schon.

Gruss,
Martin

Bodo G. Meier

unread,
Nov 19, 2009, 4:50:13 AM11/19/09
to
Am 18.11.2009 18:57 schrieb Helmut Barth:
[eine deprimierende Geschichte]

> Eine viertel Stunde sp�ter gab es Chefbesuch: Ich h�tte meine
> Kompetenzen �berschritten, die Entscheidungsreihenfolge �bergangen und
> �berhaupt "wie sollen wir einen Regiolokf�hrer mit einer Cargolok vor
> einem R&T Zug abrechnen?".

Was soll an so einer Abrechnung eigentlich so kompliziert sein?
"Ihr" habt doch so tolle Rechnersysteme, wie Du weiter unten selbst
geschrieben hast.
Ganz primitiv liesse sich sowas auch mit einer Tabellenkalkulation
erledigen. ;-))

Fragt sich ganz laienhaft
Bodo
--
Bodo G. Meier * dr. rer. nat. * Trondheim * Norway
http://home.broadpark.no/~bodogm/

Marc Haber

unread,
Nov 19, 2009, 5:02:54 AM11/19/09
to
"Bodo G. Meier" <bgm...@broadpark.no> wrote:
>"Ihr" habt doch so tolle Rechnersysteme, wie Du weiter unten selbst
>geschrieben hast.

Du hast schon auf die Jahreszahl dieses Berichts geguckt?

Herr Willms

unread,
Nov 19, 2009, 7:00:06 PM11/19/09
to
Am Wed, 18 Nov 2009 19:57:16 UTC, schrieb Marc Haber
<mh+usene...@zugschl.us> auf de.etc.bahn.misc :

> Das ist aber nicht nur bei der Bahn so, sondern sowas kann Dir auch in

> schlipstr�gerbeherrschten IT-Unternehmen passieren.

wo man sich n�mlich schon seit Jahrzehnten folgendes erz�hlt:

Im Hause wurde ein Baby gefunden. Niemand wei� etwas �ber die
Herkunft, wem es geh�rt, wer es ggf. ausgesetzt haben k�nnte. Ein
Arbeitskreis wird eingesetzt, um alles herauszufinden, und der kommt
nach ausf�hrlichen Beratungen und �berlegungen zum Schlu�: es hat mit
dem Hause nichts zu tun. Drei Indizien dienen als Beweis:
1. hier ist noch nie etwas mit Hand und Fu� gemacht worden;
2. hier ist noch nie etwas mit Liebe gemacht worden;
3. hier ist noch nie etwas in neun Monaten fertig geworden.

Also ist hat das Baby nichts mit unserem Hause zu tun.

Message has been deleted
Message has been deleted
Message has been deleted
Message has been deleted

Marc Haber

unread,
Nov 21, 2009, 1:10:17 PM11/21/09
to
Hans-Joachim Zierke <Usenet...@Zierke.com> wrote:
>Helmut Barth schrieb:
>> Eine viertel Stunde später gab es Chefbesuch: Ich hätte meine
>> Kompetenzen überschritten, die Entscheidungsreihenfolge übergangen und
>> überhaupt "wie sollen wir einen Regiolokführer mit einer Cargolok vor
>> einem R&T Zug abrechnen?".
>
>Wo bitte soll denn das Problem sein?

Am fehlenden Prozess.

> Regio schreibt eine Rechnung an
>R+T für den Lokführer, Cargo eine Rechnung an R+T für die Lok,

Und dann sagt R+T "Moooment mal, die Lok hättet ihr sowieso mit dem
Regio-Lf nach Stuttgart gefahren, da zahlen wir Euch höchstens einen
Teil, und das Abschleppen nach Stuttgart war nicht bestellt, wir
wollten nur nach Ploch oder gar nur an den nächsten Bahnsteig". Und
schwupps, braucht es tagelange Meetings, bis das alles wieder "auf
Null" steht.

Lennart Blume

unread,
Nov 21, 2009, 2:40:37 PM11/21/09
to
Am Tue, 17 Nov 2009 23:03:16 +0100 schrieb Reinhard Greulich:

>Das fiel mir auch auf, aber ich habe mir dann gedacht, dass halt die
>Besandungsanlage mit Schlauch vorher schon weggespart worden war.

Die gab es nie.
Die ersten Fahrzeuge mit Sandstreuer waren bei der Berliner S-Bahn die
480er.

Gru�
Lennart

Lennart Blume

unread,
Nov 21, 2009, 2:40:37 PM11/21/09
to
Am Wed, 18 Nov 2009 17:41:37 +0100 schrieb Helmut Barth:


>BR 112,143,401,402,403,TGV und wenn ich das im Film richtig gesehen habe
>auch die 481 der Berliner S-Bahn sind alle ohne Schauglas.

BR 481 hat Schaugl�ser, die allerdings �fter wegen der �blichen
Verschmutzung im Drehgestellbereich undurchsichtig sind.

>Wenn da ein Schauglas ist tut er das meist auch, weil die Sandbeh�lter
>in der Regel in der N�he der Aufstiegsleiter sind.

Dort wo S-Bahnz�ge regelm��ig abgestellt werden, befinden sich
Einstiegspodeste f�r den Tf. Die Sandbeh�lter sind dann unzug�nglich
unter dem Podest. Au�erdem ist meist nur auf einer Seite ein Weg
vorhanden, manche Z�ge werden sogar �ber Nacht am Bahnsteig
abgestellt, da ist dann gar keine Seite zu Kontrollzwecken begehbar.

>Im Teilarbeitenverzeichnis wird das in der Regel nicht vorgesehen sein,
>und somit gibt es daf�r auch keine vorgesehene Zeit.

Richtig.

>wie beim TGV, zur Magnetschienenbremsprobe ohnehin um den Zug latschen
>muss, lege ich halt ein "Schippchen" Sand hin und schaue ob das
>funktioniert, auch wenn das nicht vorgesehen ist.

Funktionsprobe der Sandstreuer ist nur vorgesehen, bei der
Vorbereitung nicht betriebsbereit abgestellter Z�ge im Bw-Bereich.

Gru�
Lennart

Lennart Blume

unread,
Nov 21, 2009, 2:40:38 PM11/21/09
to
Am Wed, 18 Nov 2009 22:21:36 +0100 schrieb Kai Garlipp:

>Bei der BR 481 gibt es �berwachung des F�llstands der Bremssandbeh�lter die
>anspricht, wenn weniger als 30% des Sandes vorhanden sind. AFAIR wurde dieses
>nach dem Unfall in S�dkreuz (als der ganze Zug ohne Sand war) nachr�stet. Siehe
>dazu
>http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0801/berlin/0032/index.html
>wo ein Zug ausgesetzt wurde bei dem diese �berwachung ansprach.

Richtig, diese �berwachung wurde aber eben erst nach dem Unfall
nachger�stet.

Gru�
Lennart

Reinhard Greulich

unread,
Nov 21, 2009, 4:27:08 PM11/21/09
to
Lennart Blume schrieb am Sat, 21 Nov 2009 20:40:37 +0100:

> Die gab es nie.

Und daher f�llen die wirklich mit solchen Joghurtbecherchen die
Sandbeh�lter auf?

Das w�re auch eine Art Fehlkonstruktion, denn das macht es nat�rlich
teuer und dann kommen andere auf die Idee, zu sparen.

Lennart Blume

unread,
Nov 22, 2009, 7:08:28 AM11/22/09
to
Am Sat, 21 Nov 2009 22:27:08 +0100 schrieb Reinhard Greulich:

>Und daher f�llen die wirklich mit solchen Joghurtbecherchen die
>Sandbeh�lter auf?

Es gibt da durchaus auch etwas gr��ere Becher.
Allerdings passen in die Sandbeh�lter auch h�chstens gesch�tzte 10 l
rein.

>Das w�re auch eine Art Fehlkonstruktion, denn das macht es nat�rlich
>teuer und dann kommen andere auf die Idee, zu sparen.

Tja mit dem Triebzugkonzept sind die Sandstreuer eben auch �ber den
ganzen Zug verteilt. Da l�uft eben einer in der Werkstatt einmal mit
der gro�en Sandkarre um den ganzen Zug und f�llt �berall ein paar
Becherchen nach. Ich w��te auch nicht, wie man das zeitlich weiter
rationalisieren k�nnte.
F�llen mit dem Schlauch w�rde vermutlich bei der vielzahl der
Einf�llstellen und der geringen Menge pro Einf�llstelle auch nicht
schneller gehen.

Gru�
Lennart

Siegfried Engel

unread,
Nov 22, 2009, 7:15:37 AM11/22/09
to
On 22 Nov., 13:08, Lennart Blume <usenet...@arcor.de> wrote:
> Am Sat, 21 Nov 2009 22:27:08 +0100 schrieb Reinhard Greulich:
>
> >Und daher füllen die wirklich mit solchen Joghurtbecherchen die
> >Sandbehälter auf?
>
> Es gibt da durchaus auch etwas größere Becher.
> Allerdings passen in die Sandbehälter auch höchstens geschätzte 10 l
> rein.
>
> >Das wäre auch eine Art Fehlkonstruktion, denn das macht es natürlich

> >teuer und dann kommen andere auf die Idee, zu sparen.
>
> Tja mit dem Triebzugkonzept sind die Sandstreuer eben auch über den
> ganzen Zug verteilt. Da läuft eben einer in der Werkstatt einmal mit
> der großen Sandkarre um den ganzen Zug und füllt überall ein paar
> Becherchen nach. Ich wüßte auch nicht, wie man das zeitlich weiter
> rationalisieren könnte.

Mit dem Zug über ein Sandgleis fahren und die Behälter so nach vorne
klappen, daß Sand reingedrückt wird ...

SCNR Siggi

Reinhard Greulich

unread,
Nov 22, 2009, 12:13:17 PM11/22/09
to
Lennart Blume schrieb am Sun, 22 Nov 2009 13:08:28 +0100:

> F�llen mit dem Schlauch w�rde vermutlich bei der vielzahl der
> Einf�llstellen und der geringen Menge pro Einf�llstelle auch nicht
> schneller gehen.

H�tte man so eine Anlage in der Grube, mit gen�gend F�llstellen,
k�nnte man das wohl recht fix machen.

Herr Willms

unread,
Nov 23, 2009, 10:46:01 AM11/23/09
to
Am Sun, 22 Nov 2009 12:08:28 UTC, schrieb Lennart Blume
<usen...@arcor.de> auf de.etc.bahn.misc :

> Tja mit dem Triebzugkonzept sind die Sandstreuer eben auch �ber den
> ganzen Zug verteilt. Da l�uft eben einer in der Werkstatt einmal mit
> der gro�en Sandkarre um den ganzen Zug und f�llt �berall ein paar
> Becherchen nach. Ich w��te auch nicht, wie man das zeitlich weiter
> rationalisieren k�nnte.
> F�llen mit dem Schlauch w�rde vermutlich bei der vielzahl der
> Einf�llstellen und der geringen Menge pro Einf�llstelle auch nicht
> schneller gehen.

Man k�nnte doch mit einer mobilen Einf�llstation mit Schlauch am
Triebzug vorbeifahren.

michael rudolf

unread,
Nov 26, 2009, 2:04:30 PM11/26/09
to
In article <slrnhgg472.i43...@Odysseus.Zierke.com>,
Hans-Joachim Zierke <Usenet...@Zierke.com> wrote:

> michael rudolf schrieb:
>
>
> > Alternativ kann man den Sand auch mit einem Gebl�se ersetzen (BLS Re4/4).
>
> -v ?

Schienend�sen nennt sich das ganze. Bl�st das Gleis vor dem Rad sauber.

Gruss, Michael

Siegfried Engel

unread,
Dec 3, 2009, 2:37:03 PM12/3/09
to
On 15 Nov., 23:18, "Ulrich Erdmannsdorffer" <erdmannsdorf...@t-
online.de> wrote:
> so lautet der Titel einer Dokumentation, die die ARD am morgigen Montag um
> 21.00 h sendet. Der Untertitel dazu: "Die Bahn auf gefährlichem Kurs".
> Laut Vorschau geht es dabei um Gewinnmaximierung, Fahren auf Verschleiß und
> Vernachlässigung der Sicherheit.
>
> Grüße
> Ulrich

Und der Ärger bei der S-Bahn geht weiter:

http://www.tagesspiegel.de/berlin/art270,2966542

Gruß an alle Türanlehner und alle anderen

Siggi

Martin Bienwald

unread,
Dec 4, 2009, 3:40:52 AM12/4/09
to
Siegfried Engel schrieb:

> Und der ᅵrger bei der S-Bahn geht weiter:
>
> http://www.tagesspiegel.de/berlin/art270,2966542
>
> Gruᅵ an alle Tᅵranlehner und alle anderen

Solange das nur 70 Viertelzᅵge betrifft ... da werden sich die Berliner
freuen, daᅵ kaum was ausfᅵllt ...

SCNR ... Martin

Marc Haber

unread,
Dec 4, 2009, 6:36:52 AM12/4/09
to
Martin Bienwald <martin....@gmx.de> wrote:
>Siegfried Engel schrieb:
>> Und der Ärger bei der S-Bahn geht weiter:
>>
>> http://www.tagesspiegel.de/berlin/art270,2966542
>>
>> Gruß an alle Türanlehner und alle anderen
>
>Solange das nur 70 Viertelzüge betrifft ... da werden sich die Berliner
>freuen, daß kaum was ausfällt ...

In dem Artikel steht nichts davon, dass die BR 480 aus dem Verkehr
gezogen wurde.

Martin Bienwald

unread,
Dec 4, 2009, 7:08:29 AM12/4/09
to
Marc Haber schrieb:

> Martin Bienwald <martin....@gmx.de> wrote:
>>Siegfried Engel schrieb:
>>> Und der ᅵrger bei der S-Bahn geht weiter:
>>>
>>> http://www.tagesspiegel.de/berlin/art270,2966542
>>>
>>> Gruᅵ an alle Tᅵranlehner und alle anderen
>>
>>Solange das nur 70 Viertelzᅵge betrifft ... da werden sich die Berliner
>>freuen, daᅵ kaum was ausfᅵllt ...

>
> In dem Artikel steht nichts davon, dass die BR 480 aus dem Verkehr
> gezogen wurde.

Habe ich auch gelesen. Aber selbst wenn sie aus dem Verkehr gezogen wᅵrde,
wᅵre das verglichen mit dem, was die S-Bahn gerade hinter sich hat, harmlos.

... Martin

Ralf Gunkel

unread,
Dec 4, 2009, 10:35:38 AM12/4/09
to
Martin Bienwald schrieb:
> Siegfried Engel schrieb:
>
>> Und der Ärger bei der S-Bahn geht weiter:
>>
>> http://www.tagesspiegel.de/berlin/art270,2966542
>>

>> Gruß an alle Türanlehner und alle anderen
>
> Solange das nur 70 Viertelzüge betrifft ... da werden sich die Berliner
> freuen, daß kaum was ausfällt ...
>
> SCNR ... Martin

Berlin hat eine S-Bahn?

*scnr*

Gruß Ralf

--
Wollen sie einen Bedienplatz von Siem***, oder gleich was gescheites?

Dieter Bruegmann

unread,
Dec 4, 2009, 10:58:49 AM12/4/09
to
Ralf Gunkel (4.12.2009 16:35):

> Martin Bienwald schrieb:
>> Siegfried Engel schrieb:
>>

>>> Und der �rger bei der S-Bahn geht weiter:
>>>
>>> http://www.tagesspiegel.de/berlin/art270,2966542
>>>
>>> Gru� an alle T�ranlehner und alle anderen
>>
>> Solange das nur 70 Viertelz�ge betrifft ... da werden sich die Berliner
>> freuen, da� kaum was ausf�llt ...


>>
>> SCNR ... Martin
>
> Berlin hat eine S-Bahn?

Berlin hat sogar zwei U-Bahn-Systeme!


Da Didi
--
Dieter Br�gmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de

Herr Marzahn hat weder Argumente noch Quellen, also wird er frech.
(J�rgen Langowski)

Tobias Nicht

unread,
Dec 4, 2009, 2:16:00 PM12/4/09
to
Dieter Bruegmann schrieb:

> Ralf Gunkel (4.12.2009 16:35):
>
>> Martin Bienwald schrieb:
>>> Siegfried Engel schrieb:
>>>
>>>> Und der �rger bei der S-Bahn geht weiter:
>>>>
>>>> http://www.tagesspiegel.de/berlin/art270,2966542
>>>>
>>>> Gru� an alle T�ranlehner und alle anderen
>>> Solange das nur 70 Viertelz�ge betrifft ... da werden sich die Berliner
>>> freuen, da� kaum was ausf�llt ...
>>>
>>> SCNR ... Martin
>> Berlin hat eine S-Bahn?
>
> Berlin hat sogar zwei U-Bahn-Systeme!

Das ist ein unhaltbares Ger�cht!

Gru� Tobias

Reinhard Greulich

unread,
Dec 4, 2009, 2:22:09 PM12/4/09
to
Ralf Gunkel schrieb am Fri, 04 Dec 2009 16:35:38 +0100:

> Berlin hat eine S-Bahn?

Inzwischen k�nnte man das wieder so nennen.

SCNR2 - Reinhard.

Dieter Bruegmann

unread,
Dec 4, 2009, 2:37:24 PM12/4/09
to
Tobias Nicht (4.12.2009 20:16):

Dann versuch mal, mit einem Gro�profilzug ins Kleinprofil zu fahren!


Da Didi
--
Dieter Br�gmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de

NP: Robin Trower - I'm Out To Get You

Dieter Bruegmann

unread,
Dec 4, 2009, 2:37:24 PM12/4/09
to
Reinhard Greulich (4.12.2009 20:22):

> Ralf Gunkel schrieb am Fri, 04 Dec 2009 16:35:38 +0100:
>
>> Berlin hat eine S-Bahn?
>
> Inzwischen k�nnte man das wieder so nennen.

Es war immer eine S-Bahn da. Manchmal nur etwas k�rzer und nicht immer
dann, wenn man wollte.


Da Didi
--
Dieter Br�gmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de

,87$ * Himmelsleiter +98,82 * Triebwerk Herbertstra�e +26% * Thermopet
chrumpft! * Netzterrorist +79,18% * Frau Zombie +18,27% * Mitsuschnuff

Tobias Nicht

unread,
Dec 4, 2009, 3:20:53 PM12/4/09
to
Dieter Bruegmann schrieb:

> Tobias Nicht (4.12.2009 20:16):
>
>> Dieter Bruegmann schrieb:
>>> Ralf Gunkel (4.12.2009 16:35):
>>>
>>>> Martin Bienwald schrieb:
>>>>> Siegfried Engel schrieb:
>>>>>
>>>>>> Und der �rger bei der S-Bahn geht weiter:
>>>>>>
>>>>>> http://www.tagesspiegel.de/berlin/art270,2966542
>>>>>>
>>>>>> Gru� an alle T�ranlehner und alle anderen
>>>>> Solange das nur 70 Viertelz�ge betrifft ... da werden sich die Berliner
>>>>> freuen, da� kaum was ausf�llt ...
>>>>>
>>>>> SCNR ... Martin
>>>> Berlin hat eine S-Bahn?
>>> Berlin hat sogar zwei U-Bahn-Systeme!
>> Das ist ein unhaltbares Ger�cht!
>
> Dann versuch mal, mit einem Gro�profilzug ins Kleinprofil zu fahren!

Ich meinte die Aussage U-Bahn an sich!

Gru� Tobias

--
Weil am Rhein hat eine U-Bahn

Dieter Bruegmann

unread,
Dec 4, 2009, 3:40:54 PM12/4/09
to
Tobias Nicht (4.12.2009 21:20):

Die ist unbestreitbar, denn sie entspricht jener Definition von
U-Bahn, nach der Berlin zu den vier einzigen U-Bahn-St�dten
Deutschlands geh�rt.


Da Didi
--
Dieter Br�gmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de

Friday On My Mind

Herr Willms

unread,
Dec 4, 2009, 3:58:47 PM12/4/09
to
Am Fri, 4 Dec 2009 15:58:49 UTC, schrieb Dieter Bruegmann
<dieterb...@gmx.net> auf de.etc.bahn.misc :

> Berlin hat sogar zwei U-Bahn-Systeme!

Aber nur eine U-Bahn.

Holger Koetting

unread,
Dec 4, 2009, 4:47:51 PM12/4/09
to
Tobias Nicht wrote:
> > Berlin hat sogar zwei U-Bahn-Systeme!
> Das ist ein unhaltbares Ger�cht!
^^^^^^^^^

Sind da jetzt auch schon die Bremsen defekt?

Gru�,

Holger K. aus D.

--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!

E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting

Tobias Nicht

unread,
Dec 5, 2009, 3:59:03 AM12/5/09
to
Dieter Bruegmann schrieb:
> Tobias Nicht (4.12.2009 21:20):
>
>> Dieter Bruegmann schrieb:
>>> Tobias Nicht (4.12.2009 20:16):
>>>
>>>> Dieter Bruegmann schrieb:
>>>>> Ralf Gunkel (4.12.2009 16:35):
>>>>>
>>>>>> Martin Bienwald schrieb:
>>>>>>> Siegfried Engel schrieb:
>>>>>>>
>>>>>>>> Und der �rger bei der S-Bahn geht weiter:
>>>>>>>>
>>>>>>>> http://www.tagesspiegel.de/berlin/art270,2966542
>>>>>>>>
>>>>>>>> Gru� an alle T�ranlehner und alle anderen
>>>>>>> Solange das nur 70 Viertelz�ge betrifft ... da werden sich die Berliner
>>>>>>> freuen, da� kaum was ausf�llt ...
>>>>>>>
>>>>>>> SCNR ... Martin
>>>>>> Berlin hat eine S-Bahn?
>>>>> Berlin hat sogar zwei U-Bahn-Systeme!
>>>> Das ist ein unhaltbares Ger�cht!
>>> Dann versuch mal, mit einem Gro�profilzug ins Kleinprofil zu fahren!
>> Ich meinte die Aussage U-Bahn an sich!
>
> Die ist unbestreitbar, denn sie entspricht jener Definition von
> U-Bahn, nach der Berlin zu den vier einzigen U-Bahn-St�dten
> Deutschlands geh�rt.

Berlin kann keine U-Bahn haben, da diese weder Aussenspiegel noch
Klingel hat.

Gru� Tobias

Dieter Bruegmann

unread,
Dec 5, 2009, 4:06:24 AM12/5/09
to
Tobias Nicht (5.12.2009 9:59):

>>>>>> Berlin hat sogar zwei U-Bahn-Systeme!

>>>>> Das ist ein unhaltbares Gerücht!
>>>> Dann versuch mal, mit einem Großprofilzug ins Kleinprofil zu fahren!


>>> Ich meinte die Aussage U-Bahn an sich!
>>
>> Die ist unbestreitbar, denn sie entspricht jener Definition von

>> U-Bahn, nach der Berlin zu den vier einzigen U-Bahn-Städten
>> Deutschlands gehört.


>
> Berlin kann keine U-Bahn haben, da diese weder Aussenspiegel noch
> Klingel hat.

Die Definition schreibt gerade diese Abwesenheit vor. Du kannst dir
aber latürnich gerne eine eigene Definition machen.


Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de

11.05-12.00 DLF: Zwischen gleitenden Gletschern und warmen Winden – Wi

Herr Willms

unread,
Dec 5, 2009, 5:15:29 AM12/5/09
to
Am Sat, 5 Dec 2009 09:06:24 UTC, schrieb Dieter Bruegmann
<dieterb...@gmx.net> auf de.etc.bahn.misc :

> Die Definition schreibt gerade diese Abwesenheit vor. Du kannst dir
> aber lat�rnich gerne eine eigene Definition machen.

Die, wo mit Definitionen handeln, tun dies sowieso nur mit
selbstgemachten.

Martin Bienwald

unread,
Dec 7, 2009, 5:16:48 AM12/7/09
to
Ralf Gunkel schrieb:

> Berlin hat eine S-Bahn?

Ja. Aber man tut was dagegen.

SCNR ... Martin

Siegfried Engel

unread,
Dec 7, 2009, 6:01:18 AM12/7/09
to

Die nächste Folge: "Gleisbruch – Verspätungen bei der S-Bahn"

http://www.tagesspiegel.de/berlin/S-Bahn;art270,2967479

Ist es richtig (was Kommentatoren dort schreiben), daß die betroffene
Stelle im Tunnel liegt und im Tunnel (mangels starker
Temperaturschwanken dort) deshalb Schienenbrüche eher ungewöhlich
sind?

Oder können starte Temperaturschwankungen (sofern derzeit überhaupt
vorhanden) außerhalb dann auch jwd. im Tunnel zu Schienenbrüchen
führen?

Siggi

Jürgen Gottschewski

unread,
Dec 7, 2009, 10:02:32 AM12/7/09
to
Hallo allerseits!

Siegfried Engel schrieb:
> ...


>
> Ist es richtig (was Kommentatoren dort schreiben), daß die betroffene
> Stelle im Tunnel liegt und im Tunnel (mangels starker
> Temperaturschwanken dort) deshalb Schienenbrüche eher ungewöhlich
> sind?
>
> Oder können starte Temperaturschwankungen (sofern derzeit überhaupt
> vorhanden) außerhalb dann auch jwd. im Tunnel zu Schienenbrüchen
> führen?
>
> Siggi

Also, mit Verlaub: Ich bin mir beim Lesen des einschlägigen Artikels
auch ein bisschen vera...t vorgekommen. Denn wo sollen im Tunnel
eigentlich die Temperaturschwankungen herkommen?

Aber: Von woher kommt die Ver..schung eigentlich? Ist die Presse
(zumindest) Mittäter oder war sie nur - wie oft - uninformiert?

Beste Grüße

J.

Alice Müller

unread,
Dec 7, 2009, 10:19:06 AM12/7/09
to
Aloha Siegfried Engel,

Du hast letztens geschrieben:

> Und der �rger bei der S-Bahn geht weiter:
>
> http://www.tagesspiegel.de/berlin/art270,2966542


Was mich wundert ist, da� die ersten 16 aus dieser Baureihe schon
wieder verschrottet wurden, obwohl sie erst ab 1986 ausgeliefert
wurden. Das ist noch garnicht so alt. Waren das
unreparierbare "Unfallopfer"?

--
Virtuelle Bahnmodelle:
http://www.3d-train-model.alices-world.de/index.html
Ehrenmitglied im Kill-File von Ralf Gunkel :-)

Knut Ochdorf

unread,
Dec 7, 2009, 11:01:47 AM12/7/09
to
Alice M�ller schrieb:

> Was mich wundert ist, da� die ersten 16 aus dieser Baureihe schon
> wieder verschrottet wurden, obwohl sie erst ab 1986 ausgeliefert
> wurden. Das ist noch garnicht so alt. Waren das
> unreparierbare "Unfallopfer"?

Nein. Unter den 16 Fahrzeugen befinden sich die acht Prototypen, die
abweichend von der Serie war und f�r die keine Ersatzteile mehr gab.

Der Rest ging wegen Brandschaden aus dem Rennen oder auch wiederum wegen
fehlender Ersatzteile.

Knut

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