wie ist eigentlich die Vergabe der Baureihen-Nummern für die Lokomotiven
und Triebwagen innerhalb des DB-Konzerns geregelt?
Gibt es im DB-Konzern eine zentrale Stelle, die für neue Baureihen die
Nummern vergibt oder macht das jede DB-Tochter für sich? Kann es
passieren, daß verschiedene DB-Töchter gleichzeitig neue Fahrzeuge in
Auftrag geben (z.B. die S-Bahn Hamburg neue Gleichstrom-Triebwagen und
die S-Bahn München neue Wechselstromtriebwagen) und diese Baureihen
zufällig diesselbe Nummer bekommen?
So lese ich zum Beispiel im Web, daß DB Cargo Lokomotiven der Baureihe
215 von DB Regio gekauft hat und diese dann zur Baureihe 225
umnummeriert hat. Ist die Definition der neuen Baureihe 225 (die ja
eigentlich nur eine fiktive Baureihe ist, es handelt sich ja in
Wirklichkeit um die Baureihe 215) eine Entscheidung der DB-Konzernspitze
oder hat einfach DB Cargo geguckt, welche Nummer noch niemand verwendet
und diese dann einfach genommen?
Was mich insbesondere irritiert, ist die Doppelbelegung der Nummer 403.
Die Bauserie 403 war ursprünglich der Schnelltriebwagen mit dem
Spitznamen "Donald Duck", jetzt ist es auf einmal ein ICE. Ich hatte mal
angenommen, die Baureihennummer sei etwas fixes, auf das man sich auch
nach Jahrzehnten noch beziehen kann. Doch wenn jetzt jemand von
"Baureihe 403" spricht, weiß man nicht, was er meint.
Ist das üblich, daß die Nummern von Baureihen wieder neu vergeben
werden, wenn sich keine Wagen mehr im Bestand der DB befinden? Bei
welchen Baureihen ist das bisher vorgekommen?
Eines der Flagschiffe der Deutschen Bundesbahn war mal die Baureihe 103,
die auch heute noch von vielen Eisenbahnfans geliebt wird. Wenn aber auf
die Nummer 103 gekommen ist, hat es doch vielleicht vorher auch die
Baureihen 101 und 102 gegeben. Andererseits gibt es heute eine Baureihe
101, die aber wesentlich jünger als die 103 ist.
Ist die 101 also auch ein Beispiel für die Neuvergabe einer bereits
benutzten Nummer? Googlen nach Baureihe 101 und 102 brachte mich leider
nur zum Numerierungssystem der Deutschen Reichsbahn. Die DB AG hat aber
das System der Deutschen Bundesbahn weitergeführt, also helfen mir Daten
zur Numerierung der Reichsbahn nicht weiter :-(
Daniel Rehbein
www.daniel-rehbein.de
> So lese ich zum Beispiel im Web, daß DB Cargo Lokomotiven der Baureihe
> 215 von DB Regio gekauft hat und diese dann zur Baureihe 225
> umnummeriert hat.
Die 225 ist eine 215, die man ihres Dampfheizkessels beraubt hat - den
braucht man ja bei Cargo nicht - und in die stattdessen ein paar
Betonplatten eingebaut wurden, damit das Gesamtgewicht wieder stimmt.
Deshalb die Umnummerierung. Ich versteh nur nicht, warum sie jetzt 225
heißt, da sie ja jetzt eine Güterzuglok ist, müßte sie doch eigentlich
250ff. heißen.
> Ist das üblich, daß die Nummern von Baureihen wieder neu vergeben
> werden, wenn sich keine Wagen mehr im Bestand der DB befinden?
Bei der Deutschen Bundesbahn war das AFAIK nicht üblich, es hat eigentlich
erst mit der 101 angefangen. Wahrscheinlich sind halt irgendwann mal die
Nummern ausgegangen. :-)
> Bei welchen Baureihen ist das bisher vorgekommen?
Es gab bei der DRG eine E 01, das war eine ehemalige preußische Lokomotive,
eine richtig schöne urige Maschine. Ob es im Internet davon Bilder gibt,
weiß ich nicht, aber vor ca. 25 Jahren war im Märklin-Magazin mal eine sehr
interessante Beschreibung darüber.
Ich hab mal danach gegoogelt und das hier gefunden
http://www.lokomotive-online.com/br100.htm
Die E 01 wurde allerdings schon vor dem 2. WK ausgemustert und hatte es nie
zur 101 geschafft.
Die 103 war ja auch noch als E 03 auf die Welt gekommen, sonst wäre es
vielleicht eine 101 geworden
Eine 145 gab's auch schon mal, das war eine Variante der 144 (E 44) und hieß
früher E 44.5.
Ansonsten wüßte ich da noch die 152 (ehem. E 52), die gab's auch schon mal,
besser bekannt als Heuwender. :-)
> Wenn aber auf
> die Nummer 103 gekommen ist, hat es doch vielleicht vorher auch die
> Baureihen 101 und 102 gegeben.
Nein, nur eine E 01 und eine E 02 (und auch eine E 00!)
Gruß, Fredy
> Was mich insbesondere irritiert, ist die Doppelbelegung der Nummer 403.
> Die Bauserie 403 war ursprünglich der Schnelltriebwagen mit dem
> Spitznamen "Donald Duck", jetzt ist es auf einmal ein ICE.
Die Mehrfachbelegung von Baureihen durch die DBAG ist ein schon öfter
angesprochener Missstand. Den krassesten Fall hast du übrigens gar nicht
erwähnt: die 112/114.
> Ist das üblich, daß die Nummern von Baureihen wieder neu vergeben
> werden
Es scheint allmählich üblich zu werden. :-(
> Eines der Flagschiffe der Deutschen Bundesbahn war mal die Baureihe 103,
> die auch heute noch von vielen Eisenbahnfans geliebt wird. Wenn aber auf
> die Nummer 103 gekommen ist, hat es doch vielleicht vorher auch die
> Baureihen 101 und 102 gegeben.
Das nicht, aber zu DRG-Zeiten gab es mal eine E 01 (ex pr ES 9-19).
Bekanntlich begann die 103 ihr Dasein als E 03. Damals achtete man noch
darauf (Pannen bestätigen die Regel), Mehrfachbelegungen zu vermeiden,
auch mit der DR-Ost. Ansonsten war die Baureihenbelegung bei den Elloks
leider schon seit der DRG immer sehr chaotisch. Es gab gewisse (aber
nicht sauber eingehaltene) Bauartgruppen, darin aber Chaos. Kein
Vergleich mit dem strengen Nummernplan der Dampfloks.
Joachim
Christoph
> Die 225 ist eine 215, die man ihres Dampfheizkessels beraubt hat - den
> braucht man ja bei Cargo nicht - und in die stattdessen ein paar
> Betonplatten eingebaut wurden, damit das Gesamtgewicht wieder stimmt.
> Deshalb die Umnummerierung. Ich versteh nur nicht, warum sie jetzt 225
> heißt, da sie ja jetzt eine Güterzuglok ist, müßte sie doch eigentlich
> 250ff. heißen.
Wirklich? Eine Unterteilung der Diesel-Baureihen nach Verwendungsarten
war mir bisher nicht bekannt. Die Ludmillas sind ja auch nummernmäßig
zusammen geblieben.
> Nein, nur eine E 01 und eine E 02
Eine E 02 hab ich vermutet, aber nirgends gefunden. Weißt du Näheres
darüber?
Joachim
> Es gab schonmal einen 425:
> http://www.railfaneurope.net/pix/de/electric/emu/historic/425+455/pix.html
>
> Christoph
Ebensolches gilt für den 426, der sah damals ganz ähnlich aus. Er ist
teilweise aus alten Peenemüner S-Bahn-Wagen entstanden (in Berlin lebten
sie als 477.6 weiter).
Gruß,
Golo
--
Grüße,
Golo Kahlert
http://www.deutscher-nahverkehr.de.vu
Was heist den hier gab? Wenn nichts dazwischen gekommen ist gerade Heute ein
alter 425 rund um Stuttgart unterwegs gewesen. Morgen überigens auch noch.
Zumindest entnehme ich das dem Programm der DB zum Gäubahnjubiläum.
Falk Schade
--
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einer Dynax 700si mit Top Objektiv,
versteigere ich bei Ebay unter:
http://cgi6.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewSellersOtherItems&userid=fads2000&include=0&since=-1&sort=3&rows=50
> Ebensolches gilt für den 426, der sah damals ganz ähnlich aus. Er ist
> teilweise aus alten Peenemüner S-Bahn-Wagen entstanden (in Berlin lebten
> sie als 477.6 weiter).
Aber die Peenemünder "S-Bahn" wagen waren doch ehemalige Berliner S-Bahn
Wagen, oder?
>> Was mich insbesondere irritiert, ist die Doppelbelegung der Nummer
>> 403. Die Bauserie 403 war ursprünglich der Schnelltriebwagen mit dem
>> Spitznamen "Donald Duck", jetzt ist es auf einmal ein ICE.
>
> Die Mehrfachbelegung von Baureihen durch die DBAG ist ein schon öfter
> angesprochener Missstand. Den krassesten Fall hast du übrigens gar nicht
> erwähnt: die 112/114.
Die Neuverwendung der Nummer 112 scheint mir aber eher eine Problematik
der deutschen Wiedervereinigung zu sein. Hingegen ist die Neuvergabe der
Nummer 403 an den ICE durch nichts begründet, oder?
Daniel Rehbein
>>Es gab schonmal einen 425:
> Was heist den hier gab? Wenn nichts dazwischen gekommen ist gerade Heute ein
> alter 425 rund um Stuttgart unterwegs gewesen. Morgen überigens auch noch.
> Zumindest entnehme ich das dem Programm der DB zum Gäubahnjubiläum.
Das heißt, die DB AG betreibt sogar gleichzeitig verschiedene Baureihen
unter derselben Nummer? Das wird ja immer doller...
Daniel Rehbein
> Die Neuverwendung der Nummer 112 scheint mir aber eher eine Problematik
> der deutschen Wiedervereinigung zu sein.
Welches Hindernis hätte einer Benennung der DR-212 mit einer freien
100er-Nummer, z.B. 122, entgegen gestanden?
> Hingegen ist die Neuvergabe der
> Nummer 403 an den ICE durch nichts begründet, oder?
Durchgehende Nummrnreihe der ICE.
Joachim
> Aber die Peenemünder "S-Bahn" wagen waren doch ehemalige Berliner S-Bahn
> Wagen, oder?
Nein, die wurden direkt von der Wehrmacht für die Werkbahn des
Raketen-Forschungszentrums Peenemünde beschafft und kamen nach dessen
Liquidierung teilweise nach Berlin.
Joachim
>>Was heist den hier gab? Wenn nichts dazwischen gekommen ist gerade Heute ein
>>alter 425 rund um Stuttgart unterwegs gewesen. Morgen überigens auch noch.
>>Zumindest entnehme ich das dem Programm der DB zum Gäubahnjubiläum.
>
> Das heißt, die DB AG betreibt sogar gleichzeitig verschiedene Baureihen
> unter derselben Nummer? Das wird ja immer doller...
Die an den Museumsfahrzeugen angeschriebenen Nummern sind historische
und stimmen nicht mehr mit den aktuellen Betriebsnummern (aus dem
Bereich der Dienstfahrzeuge) überein. Viele Museumsfahrzeuge gehören
auch gar nicht mehr der DB.
Joachim
So kann man das auch nennen. Die 112 wurde erst nach dem Mauerfall
gebaut, mit ein wenig Kreativität bei der Nummernwahl wäre eine
Doppelbelegung da wohl vermeidbar gewesen.
Gruß,
Uwe
> Das heißt, die DB AG betreibt sogar gleichzeitig verschiedene Baureihen
> unter derselben Nummer? Das wird ja immer doller...
Nicht wirklich. Bei Museumsfahrzeugen steht außen weiter die ursprüngliche
Nummer dran. Aber auf dem Führerstand und bei der Verwaltung werden die
in die für Museumsfahrzeuge reservierten Baureihen x88 umgenummert.
WIMRE geht das so:
alte Nummer: 4 2 5 1 2 0
| \
| \
| \
| \
neue Nummer: 4 8 8 2 0 1
die 01 am Ende ist einfach eine fortlaufende Nummerierung aller Fahrzeuge
mit den selben ersten 2 Stellen bei der alten Nummer.
--
Jens Schmidt
>
> Die Neuverwendung der Nummer 112 scheint mir aber eher eine Problematik
> der deutschen Wiedervereinigung zu sein. Hingegen ist die Neuvergabe der
> Nummer 403 an den ICE durch nichts begründet, oder?
Ich meinte dasmal irgendwoe gelesen zu haben, daß.
der ICE3 ist ja eine Art hitsorischer Nachfolger des alten Donald Duck
iostwas die Konzeption angeht. Ich denke da ist die Nummer schn angebracht.
Paul
--
Leviathan12 Behörde - Bitte ziehen Sie eine Nummer
http://www.leviathan12.de
> Gibt es im DB-Konzern eine zentrale Stelle, die für neue Baureihen die
> Nummern vergibt oder macht das jede DB-Tochter für sich?
Es ist anzunehmen, dass das zwecks vermeidung von doppelbelegungen die
konzernspitze macht.
> Was mich insbesondere irritiert, ist die Doppelbelegung der Nummer 403.
Wenn fahrzeuge einer baureihe nicht mehr im einsatzbestand der DBAG
sind, kann diese nummer neu belegt werden. Dafür gibt es viele andere
beispiele. Die baureihen 145 und 152 waren vorher von altbaulokomotiven
belegt. Die 112 und 114 waren 160-km/h-varianten der 110 (inzwischen
umgebaut bzw. ausgemustert). 425 war ein altbau-elektrotriebwagen, 612
ein diesel-eierkopf.
Ob das gut ist, wenn es außerdem noch nummern gibt, die noch nie belegt
wurden, darüber kann in der tat diskutiert werden.
> Eines der Flagschiffe der Deutschen Bundesbahn war mal die Baureihe 103,
> die auch heute noch von vielen Eisenbahnfans geliebt wird. Wenn aber auf
> die Nummer 103 gekommen ist, hat es doch vielleicht vorher auch die
> Baureihen 101 und 102 gegeben. Andererseits gibt es heute eine Baureihe
> 101, die aber wesentlich jünger als die 103 ist.
Baureihennummern werden nicht chronologisch vergeben.
Die vorserienloks der 103 (E03.0) wurden noch zu zeiten des alten
nummernsystems beschafft. Die E00 und E01 waren preußische elektroloks,
die E02 war offenbar noch nicht belegt (jedenfalls kommt sie auf
http://www.fh-merseburg.de/~nosske/EpocheII/Fzg/index.html nicht vor).
Es wurde kolportiert, die E03 sei so genannt worden, weil sie wie die
dampflok 03 eine schnellzuglokomotive ist, die die zulässige achslast
nicht voll ausnutzt.
Die preußische ES (DRG E01) - eine 1'C1' mit zentralmotor - wird längst
ausgemustert worden sein, als die DB anno 1968 ihr noch heute gültiges
nummernsystem einführte.
--
tobias benjamin köhler ____________________________________ t...@uncia.de
<>_<> <>_<> _______ _______ _______ _____
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____`o"O-OO-OO-O"o'`o"O-OO-OO-O"o'`-o---o-'`-o---o-'`-oo---oo-'`-o---o-'
> Nein, nur eine E 01 und eine E 02 (und auch eine E 00!)
Was war die E 02?
> Die Neuverwendung der Nummer 112 scheint mir aber eher eine Problematik
> der deutschen Wiedervereinigung zu sein. Hingegen ist die Neuvergabe der
> Nummer 403 an den ICE durch nichts begründet, oder?
Es wurde einfach hochgezählt.
401 = ICE 1
402 = ICE 2
403 = ICE 3
warum aber ICE 3 "viersystem" ausgerechnet 406 und nicht etwa 404?
Auch unlogisch: die antriebslosen wagen des ICE 3 werden nicht als 8xx
bezeichnet (803 war eh schon weg für einen ICE1-mittelwagen).
Und warum ist der fünfteilige 411 ein 415? Auch hier müssten die
antriebslosen wagen eigentlich 800er nummern haben, selbst wenn sie
einen stromabnehmer, trafo oder ähnliches enthalten.
> Welches Hindernis hätte einer Benennung der DR-212 mit einer freien
> 100er-Nummer, z.B. 122, entgegen gestanden?
Die ungefähre einteilung:
10x = "schnelle" schnellzugloks (200 km/h)
11x = "langsame" schnellzugloks (140 bis 160 km/h)
12x = mehrzweckloks
13x = (war personenzugloks)
14x = güterzugloks (bis 120 km/h) einschließlich der davorgebrezelten 139
15x = schwere güterzugloks
16x = (war rangierloks)
17x = sonder-stromsysteme
18x = mehrsystemloks (das wird noch eingehalten!)
19x = fortsetzung schwere güterloks (193/194)
> Die ungefähre einteilung:
> 10x = "schnelle" schnellzugloks (200 km/h)
> 11x = "langsame" schnellzugloks (140 bis 160 km/h)
> 12x = mehrzweckloks
> 13x = (war personenzugloks)
Waer ja was fuer die 143. ;-)
> 14x = güterzugloks (bis 120 km/h) einschließlich der davorgebrezelten 139
Nicht Universalloks?
Und auch die 145 erreicht 140 km/h.
> 15x = schwere güterzugloks
> 16x = (war rangierloks)
> 17x = sonder-stromsysteme
> 18x = mehrsystemloks (das wird noch eingehalten!)
Mal sehen, wie lange noch. Werden ja immer mehr
Loks in diesem Segment gebaut.
> 19x = fortsetzung schwere güterloks (193/194)
>
Waren wirklich keine Nummern mehr frei oder sind
das vielleicht speziell langsame Loks?
Christoph
>> 14x = güterzugloks (bis 120 km/h) einschließlich der davorgebrezelten 139
> Nicht Universalloks?
> Und auch die 145 erreicht 140 km/h.
Grauzone.
Die 140 wurde damals als mehrzwecklok mit schwerpunkt güterzug
bezeichnet und ursprünglich auch im personenzugverkehr eingesetzt.
Die 141 war eine leichte mehrzwecklok, die hauptsächlich vor
personenzügen eingesetzt wurde.
Die 146 erreicht sogar 160 km/h.
>> 19x = fortsetzung schwere güterloks (193/194)
> Waren wirklich keine Nummern mehr frei oder sind
> das vielleicht speziell langsame Loks?
Wohl eher historische gründe.
Blick zurück in epoche 2: da schien im wesentlichen zu gelten:
E0x/E1x: schnellzugsloks
E3x/E4x/E5x: personenzugloks
E6x/E7x: rangierloks
E7x/E9x: güterzugloks
E1xx: gleichstrom
E2xx: 50 Hz
Die umdeutung von E5x in "güterzugloks" schien mit der DB E50 ihren
anfang genommen zu haben. Die 151 war logische nachfolgebaureihe, die
E52/152 I ein vorkriegsdinosaurier.
>>Welches Hindernis hätte einer Benennung der DR-212 mit einer freien
>>100er-Nummer, z.B. 122, entgegen gestanden?
>
> Die ungefähre einteilung:
> ...
Abgesehen davon, dass dieses Schema ein Kind der letzten Jahre ist, nie
konsequent eingehalten wurde, und bei der aktuellen Baureihen-Flut nicht
mehr lange zu halten sein wird - dann nehmen wir eben die 115.
Joachim
Die E02 würde mich auch interessieren. Meine bisher für vollständig
gehaltene Quelle (Stockklausner Wechselstromlokomotiven in Österreich
und Deutschland; daraus stammt auch obige Weisheit) kennt sie nicht.
Nebenbei auch über die einmal geplant gewesene E46 wüsste ich gerne mehr...
Gruß an Alle R.Z.
>>>19x = fortsetzung schwere güterloks (193/194)
>
>>Waren wirklich keine Nummern mehr frei oder sind
>>das vielleicht speziell langsame Loks?
>
> Wohl eher historische gründe.
> Blick zurück in epoche 2: da schien im wesentlichen zu gelten:
>
> E0x/E1x: schnellzugsloks
> E3x/E4x/E5x: personenzugloks
> E6x/E7x: rangierloks
> E7x/E9x: güterzugloks
> E1xx: gleichstrom
> E2xx: 50 Hz
>
> Die umdeutung von E5x in "güterzugloks" schien mit der DB E50 ihren
> anfang genommen zu haben. Die 151 war logische nachfolgebaureihe, die
> E52/152 I ein vorkriegsdinosaurier.
Nein, sondern die ganze Baureihensortierung der Elloks beruhte
historisch auf der Höchstgeschwindigkeit, nicht auf dem Einsatzzweck.
Der erste Nummernplan der DRG berücksichtigte dazu noch blockweise die
Achsfolge, so dass die aus heutiger Sicht ziemlich chaotische,
unzusammenhängende Nummerierung der Altbauloks entstand. 1931 entstand
dann für neue Typen ein vereinfachter Plan:
E 00 - E 19: Loks über 120 km/h ("Schnellzuglokomotiven")
E 20 - E 59: Loks mit 90 -120 km/h ("Personenzuglokomotiven")
E 60 - E 99: Loks unter 90 km/h ("Güterzuglokomotiven")
Dazu noch die dreistelligen Nummern für Sonder-Stromsysteme.
Weil man vorhandene Baureihen nicht umzeichnete, wurde das Ganze damit
für den Außenstehenden noch unlogischer. Als Relikte aus dem 1.
Nummernplan ist z.B. der Block der Rangierloks bei den 60er-Nummern
mitten zwischen den P- und den G-Loks zu sehen. E 70 - 79 waren niemals
Rangierloks, sondern dort fand sich ein Sammelsurium leichter
Güterzugloks aus der Frühzeit der Elektrotraktion.
Vor diesem Hintergrund sind die Loks der DB alle korrekt eingereiht
worden, wobei man die E 50 nummernmäßig bewusst von der leichteren E 40
absetzte. Eine neue Aufteilung hat sich dann eigentlich erst nach
Einführung der UIC-Nummern allmählich entwickelt.
Die E 94 war ein absichtlicher "Ausrutscher". Hintergrund: Die E 93
hatte nur eine Hg. von 65 bzw. 70 km/h und kam daher in die
Nummerngruppe für langsam fahrende Loks, passend zu den anderen schweren
Güterzugloks E 91 und E 95. Die daraus weiterentwickelte E 94 ließ man
dann bei ihrer Schwester, weil sie allgemein als Güterzuglok empfunden
wurde, obwohl gleich schnell wie die E 44.
Joachim
Vielleicht definiert man die 4er-Nummer nicht mehr als "hat eigenen
Antrieb", sondern als "ohne diesen Wagen fehlt Antrieb".
Abgesehen davon, dass das Numerierungssschema natürlich aus einer Zeit
stammt, wo man noch nicht daran gedacht hat, eine Antriebsanlage über
mehrere Fahrzeuge zu verteilen.
Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
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Karlsruhe, Germany | Gleise ist verboten! " | Fon: *49 721 966 32 15
Nordisch by Nature | Fdl Bad Driburg, 15.02.1997 | Fax: *49 721 966 31 29
> Aber die Peenemünder "S-Bahn" wagen waren doch ehemalige Berliner S-Bahn
> Wagen, oder?
Nein, das waren Weiterentwicklungen, in die auch Komponenten
der damals "moderneren" Hamburger S-Bahn eingeflossen waren.
Sie ließen sich aber, nachdem sie nach dem Zweiten Weltkrieg
auf Usedom nicht mehr gebraucht wurden (und sich zum Teil im
Großraum Berlin befanden) für einen Einsatz bei der Berliner
S-Bahn umbauen, und wurden im Laufe der Jahre immer mehr den
Serienfahrzeugen angepaßt.
Ist das in aller Kürze korrekt dargestellt, Herr Hiller?
Holger
> Die ungefähre einteilung:
> 12x = mehrzweckloks
"schnelle" mehrzweckloks (bis 200 km/h)
> 14x = güterzugloks (bis 120 km/h) einschließlich der davorgebrezelten 139
"langsame" mehrzweckloks (bis 160 km/h, z.b. die 146)
> 18x = mehrsystemloks (das wird noch eingehalten!)
Dort könnte es in zukunft knapp werden. Für reine wechselstromloks
(15 kV und 25 kV) könnte man eine der freien nummerngruppen verwenden.
Klaus
> Nicht wirklich. Bei Museumsfahrzeugen steht außen weiter die ursprüngliche
> Nummer dran. Aber auf dem Führerstand und bei der Verwaltung werden die
> in die für Museumsfahrzeuge reservierten Baureihen x88 umgenummert.
Hast du eine (möglichst vollständige) liste mit der zuordnung?
Klaus
>> Welches Hindernis hätte einer Benennung der DR-212 mit einer freien
>> 100er-Nummer, z.B. 122, entgegen gestanden?
>
> Die ungefähre einteilung:
> 10x = "schnelle" schnellzugloks (200 km/h)
Man vergesse an dieser Stelle nicht das Intermezzo mit der 109, die
allerdings bei der Festlegung der BR-Nummer schon auf der Abschlußliste
stand.
Bye Kai
> E 00 - E 19: Loks über 120 km/h ("Schnellzuglokomotiven")
> E 20 - E 59: Loks mit 90 -120 km/h ("Personenzuglokomotiven")
> E 60 - E 99: Loks unter 90 km/h ("Güterzuglokomotiven")
Welch zukunftsreiches system, bei dem irgendwann absehbar alle neubauten
unter 01 bis 19 einsortiert werden müssen ....?
> Weil man vorhandene Baureihen nicht umzeichnete, wurde das Ganze damit
> für den Außenstehenden noch unlogischer. Als Relikte aus dem 1.
> Nummernplan ist z.B. der Block der Rangierloks bei den 60er-Nummern
> mitten zwischen den P- und den G-Loks zu sehen. E 70 - 79 waren niemals
> Rangierloks, sondern dort fand sich ein Sammelsurium leichter
> Güterzugloks aus der Frühzeit der Elektrotraktion.
http://www.fh-merseburg.de/~nosske/EpocheII/Fzg/e2f_eleh.html führt die
beiden E73 als "Rangierlokomotiven" auf.
> Vor diesem Hintergrund sind die Loks der DB alle korrekt eingereiht
> worden, wobei man die E 50 nummernmäßig bewusst von der leichteren E 40
> absetzte. Eine neue Aufteilung hat sich dann eigentlich erst nach
> Einführung der UIC-Nummern allmählich entwickelt.
Und die mehrsystemlokomotiven unter 18x (vorher E+3-stellig) wohl, weil
da noch am meisten frei war?
> Die E 94 war ein absichtlicher "Ausrutscher". Hintergrund: Die E 93
> hatte nur eine Hg. von 65 bzw. 70 km/h und kam daher in die
> Nummerngruppe für langsam fahrende Loks, passend zu den anderen schweren
> Güterzugloks E 91 und E 95. Die daraus weiterentwickelte E 94 ließ man
> dann bei ihrer Schwester, weil sie allgemein als Güterzuglok empfunden
> wurde, obwohl gleich schnell wie die E 44.
Die DR hat sie "korrigiert" und als 254 einsortiert ....
Bei den dieselloks ist es eher noch chaotischer - im alten system
bestand eine ungefähre kongruenz zwischen motorleistung und
baureihennummer (nach remotorisierung auch oft nimmer), im "neuen" ab
1968 dann noch eine ungefähre nummernähnlichkeit zum alten, nach
einsortierung der "ostloks" und zahlreicher abwandlungen ist kein
rückschluss von der nummer auf antriebsart, leistung oder
verwendungszweck möglich.
Auch andere bahnen sind nicht besser - die ÖBB war unvorsichtig genug,
den verwendungszweck in die nummer zu codieren. 1010, 1012, 1014, 1016
und 1018 wären nummernmäßig alles schnellzugloks - die 1010 war zum
karriere-ende kaum noch vor schnellzügen zu sehen und wirkt eher wie
eine schwere güterzuglok, 1012 und 1016 sind moderne allzweckloks, die
1014 läuft heute überwiegend im nahverkehr und die 1018 beschloss ihre
karriere im nahverkehr.
> Man vergesse an dieser Stelle nicht das Intermezzo mit der 109, die
> allerdings bei der Festlegung der BR-Nummer schon auf der Abschlußliste
> stand.
Wohl ein ähnlicher fall wie bei der 139?
> Nebenbei auch über die einmal geplant gewesene E46 wüsste ich gerne mehr...
Da bist du nicht der Einzige. Ich weiß nur, dass das ein Projekt der
Nachkriegs-DR auf Basis der E 44 gewesen sein soll.
Joachim
Nein, nicht mal eine Liste der Museumsfahrzeuge. Aber ein paar Beispiele,
eben ergoogelt:
01 137 = 088 016-1
01 150 = 088 011-2
01 158 = 088 015-3
38 1182 = 088 385-0
41 185 = 088 415-?
41 360 = 088 410-6
50 622 = 088 501-2
50 849 = 088 505-3
52 6666 = 088 525-1
65 1049 = 088 655-?
94 1292 = 088 945-1
E 02 20 = 188 041-?
E 18 24 = 188 024-?
E 44 046 = 188 145-?
Fehlende Prüfziffern bitte selbst errechnen. Und ich muss mich korrigieren:
Es wird offensichtlich eine Ziffer der Baureihe mehr übernommen und nur
eine Stelle für die fortlaufende Nummer benutzt.
--
Jens Schmidt
> Daniel Rehbein verfasste am 11.09.2004 22:05:
>
>> Die Neuverwendung der Nummer 112 scheint mir aber eher eine Problematik
>> der deutschen Wiedervereinigung zu sein.
>
> Welches Hindernis hätte einer Benennung der DR-212 mit einer freien
> 100er-Nummer, z.B. 122, entgegen gestanden?
MWN wurde in erster Näherung einfach erst mal bei den DR-Loks die erste
Stelle 1<-->2 getauscht. Das waren 1.) einfach weniger anzupassende und
2.) war das DR-Nummernsystem wegen zu großer Berücksichtigung von Dampf
einfach nicht aufnahmefähig genug.
Bei Kollisionen mit DB-Nummern bekam dann diejenige Reihe eine neue Nummer,
die vorraussichtlich eher ausgemustert wird. Bei 212->112, 112->113 stimmt
das so, aber wie immer gibt es auch Ausnahmen: 250->155, obwohl 150 jetzt
zuerst weg ist.
--
Jens Schmidt
> Vielleicht definiert man die 4er-Nummer nicht mehr als "hat eigenen
> Antrieb", sondern als "ohne diesen Wagen fehlt Antrieb".
Dann müsste zumindest der mittlere Wagen des 411, der ja in einigen
Garnituren fehlt, eine 8er Nummer tragen.
Tom
--
The only problem with troubleshooting is that sometimes the trouble
shoots back
th.g...@gmx.de
http://www.thomas-gabler.de
Falk Schade
--
Modelle Internationaler Spitzen Dampfloks, einen Nostalgischen HO Bahnhof
und Minolta Fotozubehör inklusive einer Dynax 700si mit Top
Objektiv,versteigere ich bei Ebay unter:
http://cgi6.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewSellersOtherItems&userid=fads2000&include=0&since=-1&sort=3&rows=50
> und die 1018 beschloss ihre karriere im nahverkehr.
Das ist das gleiche wie eine DB-118?
Die 110 und 111 der DBAG (ver)enden auch im nahverkehr, ohne
neu benummert worden zu sein. Einige 110er haben sogar noch eine
wendezugsteuerung bekommen. Die 120er werden wohl verschrottet
werden, bevor sie im regionalverkehr auftauchen...
Klaus
> Nein, nicht mal eine Liste der Museumsfahrzeuge. Aber ein paar Beispiele,
Danke.
> 41 360 = 088 410-6
Die hätte auch eine 041er-nummer bekommen können. Es ist
vermutlich betrieblich wichtig, gleich das museumsstück
erkennen zu können, deshalb konsequente x88.
Klaus
>>E 00 - E 19: Loks über 120 km/h ("Schnellzuglokomotiven")
>>E 20 - E 59: Loks mit 90 -120 km/h ("Personenzuglokomotiven")
>>E 60 - E 99: Loks unter 90 km/h ("Güterzuglokomotiven")
>
> Welch zukunftsreiches system, bei dem irgendwann absehbar alle neubauten
> unter 01 bis 19 einsortiert werden müssen ....?
Damals waren Fahrgeschwindigkeiten über 120 km/h allgemein noch
Express-Tempo. Mehr gaben die damaligen Fahrleitungen gar nicht her.
Selbst 40 Jahre später gab es in Ost und West zusammen nur 6 Baureihen
in dieser Gruppe.
>>E 70 - 79 waren niemals
>>Rangierloks, sondern dort fand sich ein Sammelsurium leichter
>>Güterzugloks aus der Frühzeit der Elektrotraktion.
>
> http://www.fh-merseburg.de/~nosske/EpocheII/Fzg/e2f_eleh.html führt die
> beiden E73 als "Rangierlokomotiven" auf.
Welche "beiden" E 73? Es gab mehr davon:
E 73 01 und 02: bay EG 1
E 73 03: pr EV 1/2
E 73 05: pr EV 5
E 73 06: pr EV 6
Deren Einordnung als Rangierloks ist nicht korrekt. Schon die Bauart als
Kastenloks mit Endführerständen und Einzelachsantrieb spricht dagegen.
Das waren allesamt Güterzugloks, die mehr oder weniger schnell im
schweren Rangier- und Übergabedienst gelandet waren - wie viele andere
G-Loks später auch, z.B. die E 91 in Oberhausen.
> Und die mehrsystemlokomotiven unter 18x (vorher E+3-stellig) wohl, weil
> da noch am meisten frei war?
Vermutlich. Und weil darüber ja nur noch die Altbaumaschinen 193 und 194
existierten, deren Ableben absehbar war.
>>Die E 94 war ein absichtlicher "Ausrutscher". ...
>
> Die DR hat sie "korrigiert" und als 254 einsortiert ....
Zwar nur deswegen, weil die DR die elektr. Triebwagen in der oberen
Hälfte der Nummerngruppe 200 einordnen wollte - aber du hast recht, es
war so gesehen auch eine Korrektur.
Joachim
> E 73 01 und 02: bay EG 1
>
> E 73 03: pr EV 1/2
>
> E 73 05: pr EV 5
>
> E 73 06: pr EV 6
>
> Deren Einordnung als Rangierloks ist nicht korrekt. Schon die Bauart als
> Kastenloks mit Endführerständen und Einzelachsantrieb spricht dagegen.
> Das waren allesamt Güterzugloks, die mehr oder weniger schnell im
> schweren Rangier- und Übergabedienst gelandet waren - wie viele andere
> G-Loks später auch, z.B. die E 91 in Oberhausen.
Der Satz muss bezüglich der E 73 03 - 06 insoweit berichtigt werden, als
die E 73 03 nach wenigen Jahren vom KPEV-Versuchsring Oranienburg zur
Hafenbahn Altona kamen, und die beiden anderen Maschinen direkt für
Altona beschafft worden sind. Dort machten sie hauptsächlich die
Übergaben durch den "Schellfischtunnel" zum Bf Altona.
Joachim
>>und die 1018 beschloss ihre karriere im nahverkehr.
> Das ist das gleiche wie eine DB-118?
ja, im großen und ganzen (nach umbauten austrifiziert - andere fenster,
lampen, stromabnehmer usw).
> Die 110 und 111 der DBAG (ver)enden auch im nahverkehr, ohne
> neu benummert worden zu sein. Einige 110er haben sogar noch eine
> wendezugsteuerung bekommen. Die 120er werden wohl verschrottet
> werden, bevor sie im regionalverkehr auftauchen...
Das würde ich erst mal abwarten Bezüglich der zukunft der 120 sind sehr
unterschiedliche aussagen zu hören.
Mir klingen noch die loblieder der frühen 80er jahre in den ohren, denen
zufolge die 120 die lok der zukunft sein wird, die alle anderen ablöst.
Nun denn, heute wohne ich in Österreich, wo eine andere lok der zukunft
alle anderen ablöst ....
> Das würde ich erst mal abwarten Bezüglich der zukunft der 120 sind sehr
> unterschiedliche aussagen zu hören.
>
> Mir klingen noch die loblieder der frühen 80er jahre in den ohren, denen
> zufolge die 120 die lok der zukunft sein wird, die alle anderen ablöst.
Die 120 hat 3 Probleme:
1. Das 103-Syndrom: In einen schweren Dienst gepresst, für den sie
ursprünglich nicht konzipiert worden ist. Resultat: Ständiges Fahren
unter Überlast und mit Überdrehzahl.
2. Ungünstig konstruierte, undichte Achsgetriebe
3. Daraus resultierend hohe Schadanfälligkeit der mechanischen Komponenten
4. Der rasante Fortschritt der Elektronik hat sie dort schon wieder
veralten lassen
Dass sie 120 aber damals nicht in verbesserter Form weiter beschafft
wurde, hat aber keine technischen, sondern historische Gründe
(Bahnreform mit Divisionalisierung -> kein Bedarf an Universalloks mehr,
Wiedervereinigung -> 143er-Schwemme und LEW-Stützungsaufträge)
> Nun denn, heute wohne ich in Österreich, wo eine andere lok der zukunft
> alle anderen ablöst ....
Wie viele Varianten dieser einen Lok gibt es inzwischen? Und sagte man
das nicht auch mal von der 1044?
Joachim
> Der Satz muss bezüglich der E 73 03 - 06 insoweit berichtigt werden, als
> die E 73 03 nach wenigen Jahren vom KPEV-Versuchsring Oranienburg zur
> Hafenbahn Altona kamen, und die beiden anderen Maschinen direkt für
> Altona beschafft worden sind. Dort machten sie hauptsächlich die
> Übergaben durch den "Schellfischtunnel" zum Bf Altona.
Waren das wirklich Übergaben, also Zugfahrten von einem zum benachbarten
Bahnhof? Oder Rangierfahrten zwischen Bahnhofsteilen? Oder Bedienfahrten
einer Anschlußstelle?
--
Jens Schmidt
> Die 120 hat 3 Probleme: ...
hihi, man sollte bsi 4 zählen können ... ;-)
Joachim
>> Man vergesse an dieser Stelle nicht das Intermezzo mit der 109, die
>> allerdings bei der Festlegung der BR-Nummer schon auf der
>> Abschlußliste stand.
>
> Wohl ein ähnlicher fall wie bei der 139?
Ich weiß jetzt nicht wie das bei 139 war, aber die 111 war bei der DB
schon vergeben, weil man bei ihrer Einführung nicht auf eine mögliche
Wiedervereinigung auch im Nummernschema mehr achtete.
Allerdings hatte die DR schon in den 80er Jahren etliche Loks der BR 211
zur 242 umgebaut (Getriebewechsel), da sie im Schnellzugdienst durch die
243 verdrängt wurde. Die Ausmusterung der restlichen Loks war also unter
den geänderten Bedingungen ab 1990 absehbar. Heute ist sie die 109 noch
bei Privatbahnen zu finden und in so einem Kleid findet man sie auch in
Binz vor DB Zügen zum vorheizen.
Bye Kai
> Bei den dieselloks ist es eher noch chaotischer - im alten system
> bestand eine ungefähre kongruenz zwischen motorleistung und
> baureihennummer (nach remotorisierung auch oft nimmer), im "neuen" ab
> 1968 dann noch eine ungefähre nummernähnlichkeit zum alten,
Da hatte es sich die DR bei der Umstellung auf das neue Nummernsystem
1970 bei den Dieselloks einfacher gemacht. Die V XXX Nummer wurde
ganzzahlig durch 10 geteilt und davor eine "1" oder "10" gestellt.
Allerdings sagte die alte V-Nummer bei einigen Baureihen auch nichts
mehr über die wahre Motorleistung aus, denn die V180 war zu diesem
Zeitpunkt durch Remotorisierung schon eine V200 und Leistungssteigerung
zur V240 war vor der Einführung. Dann hätte man sie eigentlich 1991 im
DB Nummernschema als 224 führen können und nicht als 228. ;-)
Bye Kai
Keine Ahnung, wie das formal zu bewerten war. Nach meiner unsicheren
Kenntnis galt der Tunnel als freie Strecke. Entscheidend ist in diesem
Zusammenhang aber wohl, dass dieser Dienst nicht gerade typischer
Rangiereinsatz ist. Auch wenn sowas oft von Rangierloks _mit_ übernommen
wird.
Joachim
>Welch zukunftsreiches system, bei dem irgendwann absehbar alle neubauten
>unter 01 bis 19 einsortiert werden müssen ....?
So ging es den Schweizern, die am Ende des alten Bezeichnungssystemes
alle Neubauten als Rx einsortieren mussten.
Gruß - Reinhard.
-- ~=@=~ 70086 (52°22,726'N - 009°48,775'E)
de.etc.bahn.* Wintertreffen Revival 2005 auf Alp Grüm
10. bis 15. Feb. 2005: Grimsel, Lötschberg, Simplon, Milano,
Bernina, Albula, Oberalp, Furka, Vallée du Trient,
Chamonix, Geneve und mehr: http://www.debx2005.de
> Klaus von der Heyde schrieb:
>
> >>und die 1018 beschloss ihre karriere im nahverkehr.
>
> > Das ist das gleiche wie eine DB-118?
>
> ja, im großen und ganzen (nach umbauten austrifiziert - andere fenster,
> lampen, stromabnehmer usw).
Sie wurden auf Basis der Reichsbahn E18 entwickelt. Hatten
leistunsfähigere Motoren und nur eine Lüfterreihe wegen der in
Österreich üblichen Schneehöhen.
Ausgeliefert wurden sie zur Reichsbahnzeit als E18 201 bis 207.
> Daniel Rehbein wrote:
>
> So kann man das auch nennen. Die 112 wurde erst nach dem Mauerfall
> gebaut, mit ein wenig Kreativität bei der Nummernwahl wäre eine
> Doppelbelegung da wohl vermeidbar gewesen.
Die erste Lok davon gab es, da war an einen Mauerfall gar nicht zu
denken. Das diese Maschine dann umgebaut wurde, zählt nicht, denn die
Nummernreihe war bei der DR schon seit den 60er Jahren festgelegt.
Knut
> Die ungefähre einteilung:
> 10x = "schnelle" schnellzugloks (200 km/h)
> 11x = "langsame" schnellzugloks (140 bis 160 km/h)
> 12x = mehrzweckloks
> 13x = (war personenzugloks)
> 14x = güterzugloks (bis 120 km/h) einschließlich der davorgebrezelten 139
> 15x = schwere güterzugloks
> 16x = (war rangierloks)
> 17x = sonder-stromsysteme
> 18x = mehrsystemloks (das wird noch eingehalten!)
Sind die 146.1 und deren geplante Folgeversion 146.2 nicht auch
Zweisystemloks, also 185er mit höherer Vmax?
> 19x = fortsetzung schwere güterloks (193/194)
Wenn man sich heute noch daran halten würde, hätte man die 146.0
eigentlich als BR 115 bezeichnen müssen (also 115/145/185 statt
145/146/185).
--
Jan Marco Funke
>>>Nicht wirklich. Bei Museumsfahrzeugen steht außen weiter die
>>>ursprüngliche Nummer dran. Aber auf dem Führerstand und bei der
>>>Verwaltung werden die in die für Museumsfahrzeuge reservierten Baureihen
>>>x88 umgenummert.
> 01 137 = 088 016-1
> 01 150 = 088 011-2
[...]
Gibt es denn dann überhaupt noch Lokomotiven, deren Nummer mit der
Ziffer 0 beginnt, die aber nicht zur Baureihe 088 gehören?
> 2. Ungünstig konstruierte, undichte Achsgetriebe
Könnten diese saniert (neukonstruiert/ersetzt) werden, um die
lebensdauer der 120 zu erhöhen?
> Wie viele Varianten dieser einen Lok gibt es inzwischen? Und sagte man
> das nicht auch mal von der 1044?
und auch von der 1042. Alpenländer haben für verschiedene zuggattungen
ähnliche anforderungsprofile, was schon früh zur beschaffung von
mehrzwecklokomotiven geführt hat, in der Schweiz und in Österreich.
In der Schweiz ist inzwischen der park in güter- und personenverkehr
aufgeteilt worden, was das ende des universellen lokeinsatzes bedeutet.
Die 1044 ist im laufe der beschaffungsjahre mehrfach verändert worden,
um dem stand der technik zu folgen und ursprüngliche probleme
auszubügeln. Nun werden neuere 1044 mit einer zur 1142 und 1016/1116
kompatiblen vielfachsteuerung nachgerüstet.
Die 1016/1116 haben nicht die gleiche variantenvielfalt. Manche 1116
haben noch drei stromabnehmer, aber das ist eher untergeordnet (alle
sind für den einbau von drei stromabnehmern vorbereitet). Außerdem gibt
es ein paar kosmetische änderungen an den türen und pufferverkleidungen.
Aber sie sind alle miteinander kompatibel und vielfachsteuerbar, anders
als die 1044/1144.
Die 1216 (dreisystemlok) wird sich allerdings stärker unterscheiden, so
dass die zukünftige lokflotte nicht ganz so homogen sein wird (zumal die
1044 sicher noch nicht so bald am rand der ausmusterung steht).
Ist das diese hier?
Oder ist das eine Vorläuferin?
Grüße
Peter
> Gibt es denn dann überhaupt noch Lokomotiven, deren Nummer mit der
> Ziffer 0 beginnt, die aber nicht zur Baureihe 088 gehören?
Als die DBAG noch dampfbetriebene schmalspurbahnen betrieb, gab es 099.
Die nachfolgebahnen (BVO, SOEG usw.) schreiben überwiegend wieder alte
loknummern an.
Die HSB führt das DR-system weiter (99 + vierstellige nummer +
kontrollziffer).
> tobias b köhler schrieb:
>
>>18x = mehrsystemloks (das wird noch eingehalten!)
>
> Sind die 146.1 und deren geplante Folgeversion 146.2 nicht auch
> Zweisystemloks, also 185er mit höherer Vmax?
>
Sie basieren auf der 185 (wohl schon deshalb, weil
die 145 nicht mehr gebaut wird) und sind fuer den
Zweisystembetrieb vorbereitet (was vermutlich nur
heisst, dass ein entsprechender Trafo drin ist).
Eigentlich muesste ein Teil der 185 ja auch als
14X eingereiht sein, weil sie (noch?) nicht zwei-
systemtauglich sind.
Christoph
Bestellt wurden sie noch von der BBÖ als Reihe 1870 und neben den
stärkeren Fahrmotoren hatten sie auch einen leistungsfähigeren Trafo
und eine geänderte Übersetzung.
mfg
MS
Der Vergleich hinkt aber etwas. Wirklich außerhalb des Schemas wurde erst
ab Reihe 1012 genummert. Dass Schnellzugloks im Laufe ihres Lebens irgendwann
in untergeordnete Dienste abwandern ist doch nichts ungewöhnliches.
Ausschlaggebend für die Reihe war wohl jeweils der Einsatzzweck zum Zeitpunkt
ihrer Indienststellung bzw. Konstruktion.
mfg
MS
> Nein, nicht mal eine Liste der Museumsfahrzeuge. Aber ein paar Beispiele,
> eben ergoogelt:
Ich ergaenze mal...
> 01 137 = 088 016-1
> 01 150 = 088 011-2
> 01 158 = 088 015-3
> 38 1182 = 088 385-0
> 41 185 = 088 415-?
> 41 360 = 088 410-6
> 50 622 = 088 501-2
> 50 849 = 088 505-3
> 52 6666 = 088 525-1
> 65 1049 = 088 655-?
> 94 1292 = 088 945-1
Saxonia = 089 8888-?
> E 02 20 = 188 041-?
> E 18 24 = 188 024-?
> E 44 046 = 188 145-?
612 506-6 = 688 121-3
612 507-4 = 688 122-1
Christoph
> Nein, nur eine E 01 und eine E 02 (und auch eine E 00!)
OK, bei der E 02 hab ich mich wohl vertan, die gab's scheinbar wirklich
nicht.
Ihr müßt aber auch nicht grad alles glauben, was ich hier schreibe. :-)
Gruß, Fredy
> Ist das diese hier?
> http://pkjs.de/bahn/ES.jpg
Genau!
> Oder ist das eine Vorläuferin?
Zumindest hab ich sie genau so in Erinnerung.
Gruß, Fredy, der sich gerade ärgert, daß er die alten Märklin-Magazine
wegeschmissen hat, aber es mußte ja so kommen... :-/
Kai Garlipp wrote:
> Da hatte es sich die DR bei der Umstellung auf das neue Nummernsystem
> 1970 bei den Dieselloks einfacher gemacht. Die V XXX Nummer wurde
> ganzzahlig durch 10 geteilt und davor eine "1" oder "10" gestellt.
> Allerdings sagte die alte V-Nummer bei einigen Baureihen auch nichts
> mehr über die wahre Motorleistung aus, denn die V180 war zu diesem
> Zeitpunkt durch Remotorisierung schon eine V200 und Leistungssteigerung
> zur V240 war vor der Einführung.
110 sind aber bei Remotorisierung auf 112 oder 114 umgezeichnet worden.
Beispiele: 112 675, 114 246
Beste Gruesse
--
Gunter Herrmann
Naples, Florida, USA
>> Da hatte es sich die DR bei der Umstellung auf das neue Nummernsystem
>> 1970 bei den Dieselloks einfacher gemacht. Die V XXX Nummer wurde
>> ganzzahlig durch 10 geteilt und davor eine "1" oder "10" gestellt.
>> Allerdings sagte die alte V-Nummer bei einigen Baureihen auch nichts
>> mehr über die wahre Motorleistung aus, denn die V180 war zu diesem
>> Zeitpunkt durch Remotorisierung schon eine V200 und
>> Leistungssteigerung zur V240 war vor der Einführung.
>
>
> 110 sind aber bei Remotorisierung auf 112 oder 114 umgezeichnet worden.
> Beispiele: 112 675, 114 246
Das ist aber die einzige Baureihe, bei der man die Baureihenbezichnung
geändert hat.
Übrigens: Die 111 hatte genau die gleichen Motoren wie die 110. Da hat
man ja auch eine eigene Nummereihe aufgemacht.
Knut
Falk Schade <Fads-n...@nexgo.de> wrote:
>Aber die Peenemünder "S-Bahn" wagen waren doch ehemalige Berliner S-Bahn
>Wagen, oder?
Nein.
Holger Paulsen <pau...@mobile.in-berlin.de> wrote:
>Nein, das waren Weiterentwicklungen, in die auch Komponenten
>der damals "moderneren" Hamburger S-Bahn eingeflossen waren.
>...
>Ist das in aller Kürze korrekt dargestellt, Herr Hiller?
Leider nicht. ;-)
Hier die kurze Geschichte der Peenemünder S-Bahnwagen. Den 426/826
findet man so ziemlich am Ende. ;-)
Vorab nochmal die Umzeichnungs"wellen": 1968 bei der Deutschen
Bundesbeamtenbahn, 1970 und 1991/92 bei der Deutschen Reichsbahn
Das Heer bestellte bei der Industrie aufgrund eines Siemens-Projekts
bei Orenstein & Koppel, Zweigwerk Dessauer Waggonfabrik, 15 Trieb-
(Pee = Trw) und bei der Bautzender Waggonfabrik 15 Steuerwagen (Pee =
Stw). Insgesamt waren es also 30 Einzelwagen. Ursprünglich wollte man
tatsächlich moderne Erkenntnisse des Fahrzeugbaus einfließen lassen
(Leichtstahlbauweise, elektrische Nutzbremse, ergonomischer
Führerstand), wie beim Hamburger ET/EM 171 umgesetzt und für den nie
gebauten Berliner Leichtstahlzug ET/EB 151 vorgesehen. Mit
Kriegsbeginn verschlechterte sich für die Industrie die Möglichkeit,
derartige Neuentwicklungen voranzutreiben. Schließlich griff man für
die Werkbahn auf vorhandene Komponenten zurück:
- Der Wagenbau entspricht der Berliner S-Bahn-Bauart 1939 (später
ET/EB 167 081--211).
- Die elektrische Ausrüstung ähnelte sehr stark den U-Bahnzügen für
die C-D-E-Linien in Buenos Aires (Oberleitung, 1500 Volt), änderte sie
aber für die in Peenemünde verwendeten 1200 Volt ab (übliche
Grubenbahn-Spannung). Mehr dazu hier:
http://www.hisb.de/fahrzeuge/buenos_aires/index.html
Peenemünde
Der Planbetrieb begann im Juni 1943. Bei dem schweren Bombenangriff
auf Pee in der Nacht vom 17. zum 18. August 1943 wurden 10 Wagen -- 4
Trw und 6 Stw -- zerstört. Einen beschädigten Viertelzug besserte noch
das Raw Berlin-Schöneweide aus, andere mußte das Heer zu den
Waggonfirmen geben (das Raw Sw hatte genug mit Berlin zu tun). 1946
endete der Betrieb im Rahmen der SBZ-weiten Demontage elektrischer
Zugförderungseinrichtungen.
Harzgegend um Nordhausen/Raketenproduktionsstätte Dora
Nach dem Krieg fand man in der RBD Erfurt drei Peenemünder Viertelzüge
vor, die offenbar mit einem Evakuierungstreck von Usedom hierher
gelangten und im Zuge der Demontagen der elektrischen
Zugfördungseinrichtungen in die UdSSR gebracht wurden.
Berlin, Pee-Wagen als Baureihen ET/EB 167, ET/ES 166, 277, 476.6 und
477.6
Nach dem Angriff kamen außerdem ins Raw Sw die stark beschädigten:
- Vz Trw/Stw 15,
- Trw 02 sowie
- ein weiterer Trw.
Sie blieben dort, wurden erst nach dem Krieg ausgebessert und anfangs
als Beiwagen verwendet (Wegmann-Lieferung der EB 167 212 ... 283 war
kriegsbedingt nicht abgeschlossen worden, 22 EB fehlten --> wichtig
für Isartalbahn). Die Führerstände richtete man erst später wieder ein
(ex Trw/Stw 15 erst wieder als [ES] 277 und später 477.6, die anderen
Trw als ET 167 und später [ET] 277 bzw. 477.
Aus der UdSSR kamen sieben Viertelzüge zurück:
- die drei aus dem Harz und
- vier vermutlich 1946 von Usedom direkt in die UdSSR gebrachte.
Diese Züge hat man anfangs als ET/EB 167 bezeichnet. Mitte der 60er
Jahre bekamen sie dann die vollständige elektropneumatische Ausrüstung
der Berliner S-Bahn-Baureihe 165 sowie die Steuerwagen
Führerstandseinrichtungen und bezeichnete sie fortan als ET/ES 166.
Im Zuge des Modernisierungsprogramms zur Baureihe 277mod bekamen die
Wagen u.a. neue Drehgestelle und die passende elektrische Ausrüstung;
ab 1991/2 bezeichnete man sie als Baureihe 477.6. Achtung, Falle! In
der Unterbaureihe sind nicht nur Peenemünder Wagen vertreten, sondern
auch Olympiatriebwagen und richtige 167er!
Für zwei Viertelzüge gab es aber keine mod-Drehgestelle mehr, so daß
sie auch nicht "vermottet" wurden. Buchmäßig bekamen sie noch die
Baureihe 476.6 zugewiesen aber nicht mehr angeschrieben. Sie schieden
1991/2 aus und wurden verkauft. Einen Vz bewahrt Historische S-Bahn
e.V. im letzten Einsatzzustand auf.
http://www.hisb.de/archiv/20011027_fahrzeugausstellung/galerie/27.html
RBD Nürnberg, Isartalbahn ET/ES 182 01, ET/ES 26 02, 426 002/826 602
1945 fand man in der RBD Nürnberg einen Peenemünder S-Bahnwagen und
setzte ihn auf der Isartalbahn ein. Dazu stießen noch:
- ein Berliner Steuerviertelzug der Baureihe ET/ES 165 (Stadtbahner)
sowie
- zwei Steuerviertelzüge, die nach dem Krieg bei Wegmann in Kassel auf
vier angearbeiten Beiwagengestellten der für Berlin bestimmten EB 167
aufgebaut wurden.
Um 1949 bekam der Peenemünder sowie die anderen 1949/50 in Betrieb
genommenen drei Vz eine elektrische Ausrüstung der Hamburger S-Bahn
(angepaßt an die Verhältnisse der Isartalbahn).
Nach Umstellung der Isartalbahn auf 15 kV 16 2/3 Hz baute man auch die
vier Vz auf Wechselstrombetrieb um, wozu die Triebwagen stark
veränderte. Ab 1968 bezeichtnete sie die DB als Baureihe 426.0/826.6.
Wenn heute nach kurzen S-Bahnfahrzeugen guckst, dann siehst Du auch
eine BR 426 -- insofern ist das eine interessante Fortführung.
Der 1978 abgestellte Viertelzug 426 002/826 602 wurde dieses Jahr zum
Historisch-Technischen Informationszentrum nach Peenemünde überführt,
... http://www.hisb.de/archiv/20040223_peenemuender/index.html ... wo
es unter Anleitung eines Restaurators als Ausstellungsstück im letzten
Einsatzzustand aufgearbeitet wird, um die wechselvollen Geschichte zu
zeigen. Ggf. baut man im Innenraum einen kleinen Abteilbereich mit der
ursprünglichen Holzausstattung ein -- Zeichnungen des sehr ähnlichen
Berliner Museums-elT 3839 sind ja vorhanden.
http://www.hisb.de/fahrzeuge/bilder167er1.html
Umfassende Info zu den Peenemünder S-Bahnzügen gibt's in zwei
Publikationen:
- über die Werkbahn und nebenbei über die S-Bahnzüge:
Peenemünde. Das Raketenzentrum und seine Werkbahn
http://www.hisb.de/archiv/souvenir/pee_buch/index.html
- speziell über die Peenemünder S-Bahnzüge:
Züge der Berliner S-Bahn. Die eleganten Rundköpfe.
http://www.hisb.de/archiv/souvenir/477erbuch/index.html
--
Gruß
Mathias +++ m...@snafu.de +++ http://home.snafu.de/mat/
+++ Disclaimer: My opinions are my own +++ and mine only +++
+++ Willst Du früh zur Arbeitsstelle: +++
+++ nimm' die S-Bahn - pünktlich - schnelle! +++
Aus der BR 106 (jetzt 346) hat man durch ein geändertes Strömungs-
getriebe und einer Leistungsbegrenzung des Motors die BR 104 (344)
gemacht.
Tschüß
Holger
>M.E. gehört der alte 425 der GES und nicht der DB
Was ist die GES? Link im Netz parat?
Das ist richtig, und der Serienbau erfolgte 1990/91 dementsprechend noch
als 212. Die wurden dann in 112 umgezeichnet - und an der Stelle hätte
man mit etwas Kreativität eine bessere Lösung finden können.
Gruß,
Uwe
Mathias Hiller <m...@snafu.de> schrieb:
>Was ist die GES? Link im Netz parat?
Gesellschaft zur Erhaltung von Schienenfahrzeugen Stuttgart e.V.
http://www.ges-ev.de
Bis die Tage, Martin
--
Martin Schrader, Hermann-Sielcken-Str. 34, 76530 Baden-Baden
>> Gibt es denn dann überhaupt noch Lokomotiven, deren Nummer mit der
>> Ziffer 0 beginnt, die aber nicht zur Baureihe 088 gehören?
> Als die DBAG noch dampfbetriebene schmalspurbahnen betrieb, gab es 099.
> Die nachfolgebahnen (BVO, SOEG usw.) schreiben überwiegend wieder alte
> loknummern an.
> Die HSB führt das DR-system weiter (99 + vierstellige nummer +
> kontrollziffer).
Demnach gibt es also im Konzern DB mit Anfangsziffer 0 nur die fiktive
Baureihe 088 und sonst gar nichts?
Dann ist ja eigentlich die Aussage "Die Anfangsziffer 0 steht bei der DB
für Dampflokomotiven" Unfug. Zwar ist sie nicht sachlich falsch, aber
übertrieben, da sie den Eindruck erweckt, es gebe noch mehrere Baureihen
mit Anfangsziffer 0. Korrekt wäre also "Alle Dampflokomotiven im Bestand
der DB gehören zur Baureihe 088".
Oder?
BTW: Könnte man die Anfangsziffer 0 dann nicht gleich ganz aufgeben und
die historischen Dampflokomotiven als Verbrennungslokomotiven unter 288
führen?
Daniel Rehbein
> Gibt es im DB-Konzern eine zentrale Stelle, die für neue Baureihen die
> Nummern vergibt oder macht das jede DB-Tochter für sich? Kann es
> passieren, daß verschiedene DB-Töchter gleichzeitig neue Fahrzeuge in
> Auftrag geben (z.B. die S-Bahn Hamburg neue Gleichstrom-Triebwagen und
> die S-Bahn München neue Wechselstromtriebwagen) und diese Baureihen
> zufällig diesselbe Nummer bekommen?
Trotz intensiver Diskussion ist diese Frage noch gar nicht näher
betrachtet worden.
Gibt es eine zentrale Stelle im DB-Konzern, die über die Nummern wacht?
Wenn ja, so ist diese Stelle angesiedelt? Wenn nein, wie schließt man
Doppelbelegungen wie den von mir skizzierten Fall aus?
Daniel Rehbein
www.mein-dortmund.de
>Was mich insbesondere irritiert, ist die Doppelbelegung der Nummer 403.
Ein klassisches Beispiel der Nummernneuvergabe bei Ellok ist die
schlesische bzw. preußische E 42 und die E 42 der Deutschen
Reichsbahn.
Besonders beim Nummernsystem der elektrischen Triebzüge -- im
Nummernschema der Personenwagen einsortiert -- gab's ziemliches
Hickhack im Rahmen der engen Möglichkeiten bei anfangs drei und später
vier Ziffern. Eine erste große Umzeichnung gab's bei der Berliner
S-Bahn beispielsweise 1930. Im Ergebnis besaßen etliche Beiwagen
Nummern, die schon im alten System für diese Wagenart vergeben war (im
Bereich 5xxx).
Ein weiteres Berliner Beispiel -- noch kurioser: Die Bankierzüge der
Bauarten 1934 und 1935 a (S-Bahnschnellzüge für 120 km/h) bekamen ab
1936 folgende Nummern:
esT 4501 bis 4514 --> Triebwagen
es 6501 bis 6514 --> Beiwagen
Spätestens mit Bestellung der Bauart 1939 war klar, daß die
fortlaufend gezählten Nummern der Beiwagen den Bereich 6425 bis 6555
belegen werden, weshalb der von den Bankierbeiwagen belegte Bereich
geräumt werden mußte. Deshalb gab's 1938 folgende Umzeichnung:
es 6501 bis 6514 --> es 8501 bis 8514
Die Nummern der unterschiedlichen Bauarten schlossen dabei nahtlos an:
Nach den im Jahre 1935 gelieferten Bankiertriebwagen 3796 bis 3799 (ab
1936 4501 bis 4504 --> siehe oben, später ET 125 001--004) folgten
1936 die Olympiatriebwagen 3800 bis 3833 (ET 166 001--34) und ab 1938
die späteren "167er" 3834 ff. (später ET 161 001 ff.)
Noch alles verständlich? ;-)
Als 1938 noch österreichische und tschechische Tfz zur DRB kamen,
mußte nun ein völlig neuer Plan her, der sich in der Vorlage von 1940
schließlich am üblichen Schema orientierte. Beispiele der Berliner
S-Bahn:
esT 3225 --> ET 165 155
esS 5296 --> ES 165 155
esT 3662 --> ET 165 555
es 6121 --> EB 165 555
>Da hatte es sich die DR bei der Umstellung auf das neue Nummernsystem
>1970 bei den Dieselloks einfacher gemacht. Die V XXX Nummer wurde
>ganzzahlig durch 10 geteilt und davor eine "1" oder "10" gestellt.
Warum eigentlich wurden außer 1, 2 und 7 alle Erstziffern an Dampfer
vergeben?
E46, mehr oder wenig ein fruehes DR-Gegenstueck zum DB E 10.
Es ist eine Weitereintwicklung der E44, eine relativ moderne
Drehgestellellok.
Die Lok ist nicht weiteretwickelt - die DR setzt weiter auf Dampf und danach
(ungern) Diesel.
Piko hat ein schoenes Modell von dieser Ellok gemacht - aus Bakelit, ich
kennen nur dunkelblaue Exemplare.
Man sieht die Lok dann und wann auf tauschboersen oder auf Ebay.
(Ueber diese Zeichentischlok habe ich mal einen grossen Artikel gelesen -
aber wo, wann, keine Ahnung)
MfG Frans Drijver
Bild (Seitenbild) auf Ebay (in rot oder braun).
Die E44 sieht man darin, aber auch das Holzrollermodell (E11, E42).
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&category=19836&item=3747514749&rd=1&ssPageName=WD4V
Die Linkzeile ohne Umbruch.
MfG Frans Drijver
>Warum eigentlich wurden außer 1, 2 und 7 alle Erstziffern an Dampfer
>vergeben?
Andersrum: Man hat den Dampfern die DB-Nullrunde erspart und nur die
Dampferbereiche mit 1x und 2x freigeräumt. War eben 'ne sehr
traditionalistische Eisenbahn ...
> Warum eigentlich wurden außer 1, 2 und 7 alle Erstziffern an Dampfer
> vergeben?
Um möglichst viele Baureihen-Nummern unverändert lassen zu können.
Joachim
>>Sind die 146.1 und deren geplante Folgeversion 146.2 nicht auch
>>Zweisystemloks, also 185er mit höherer Vmax?
>
> Sie basieren auf der 185 (wohl schon deshalb, weil
> die 145 nicht mehr gebaut wird) und sind fuer den
> Zweisystembetrieb vorbereitet (was vermutlich nur
> heisst, dass ein entsprechender Trafo drin ist).
Vor allem aber, dass der Lokkasten ein kleineres Profil hat.
Joachim
>in die für Museumsfahrzeuge reservierten Baureihen x88 umgenummert.
Dann werfe ich Dir mal 488 001, 888 001 und 488 501 an den Kopf. Die
Fahrzeugbasis stammt zwar aus der Vorkriegszeit. Bei der Berliner
S-Bahn würde aber niemand auf die Idee kommen, das Ding als
Museumsfahrzeug zu bezeichnen. Ehe werden die Dich teeren und federn.
>die späteren "167er" 3834 ff. (später ET 161 001 ff.)
^
ET 167 001 ff.
Joachim Schmid schrieb:
> Ständiges Fahren unter Überlast und mit Überdrehzahl.
Überlast glaube ich noch, aber nenne mir bitte ein einziges Bauteil der
BR 120 das mit Überdrehzahl läuft.
Grüßle, Helmut
Gunter Herrmann schrieb:
> 110 sind aber bei Remotorisierung auf 112 oder 114 umgezeichnet worden.
> Beispiele: 112 675, 114 246
Gehe ich recht in der Annahme, daß du hier von (Ost)Dieseln schreibst?
WIMRE gab es bei den (West)E-Loks 110 doch auch mal eine Umnummerung auf
112 und 114 wobei 112er West zu 113ern wurden und die 114er eine
Variante mit Hg 120 waren, die nach Getriebeumbauten in der 110er Reihe
gelandet sind.
Ob das allerdings noch DB oder schon zu DBAG Zeiten waren weiß ich
nimmer. Einzig, die ehemalige West 112 überlebte in einigen Lasttabellen
(zb. Geislingen/St) bis in die jüngere Vergangenheit, bis man
festgestellt hat, daß die aktuelle 112 nicht vergleichbar belastbar ist.
Grüßle, Helmut
Falk Schade schrieb:
> M.E. gehört der alte 425 der GES und nicht der DB
Weder noch:
<http://home.t-online.de/home/elsaesser.gutach/>
Grüßle, Hel*425-fahr'n-wär-noch-was*mut
Ja, ehemalige V100 DR, zuletzt AFAIR als 202 eingereiht.
> WIMRE gab es bei den (West)E-Loks 110 doch auch mal eine Umnummerung auf
> 112 und 114 wobei 112er West zu 113ern wurden und die 114er eine
> Variante mit Hg 120 waren, die nach Getriebeumbauten in der 110er Reihe
> gelandet sind.
Und dann waren da noch die (Ost)112er, die zur 114 mutierten, weil sie
nur noch 140 fahren durften.
Verwirrend...
Gruß,
Uwe
>>Ständiges Fahren unter Überlast und mit Überdrehzahl.
>
> Überlast glaube ich noch, aber nenne mir bitte ein einziges Bauteil der
> BR 120 das mit Überdrehzahl läuft.
Achsgetriebe, Achslager und Fahrmotoren. Alles entspr. Lastenheft nur
für 160 km/h ausgelegt. Erst nach Lieferung der Prototypen und
Bestellung der 1. Serie wurde entschieden, mit der Lok auf 200 km/h zu
gehen, wofür man die garantierte Überdrehzahl der Achsen von 25 % voll
ausknautschte. Erst die letzte Serie erhielt dann anders übersetzte
Achsgetriebe.
Joachim
>> M.E. gehört der alte 425 der GES und nicht der DB
>Weder noch:
><http://home.t-online.de/home/elsaesser.gutach/>
Neben diesem DB-verunstalteten Exemplar gibt's noch einen schönen ET
25, den elT 1801:
http://www.elt1801.de/ bzw. http://www.et25.de/
Hoffentlich fährt der mal wieder!
>>>M.E. gehört der alte 425 der GES und nicht der DB
>
>>Weder noch:
>><http://home.t-online.de/home/elsaesser.gutach/>
>
> Neben diesem DB-verunstalteten Exemplar ...
Geschmackssache. Mir gefallen die Reichsbahn-ET in der DB-Modernisierung
deutlich besser. Museal gesehen hast du natürlich recht.
Joachim
Joachim Schmid schrieb:
> gehen, wofür man die garantierte Überdrehzahl der Achsen von 25 % voll
Gehe ich recht in der Annahme, daß man "garantierte Überdrehzahl .. von
25%" mit "konstruktiv berücksichtigter Nenn-/Höchstdrehzahl" übersetzen
kann?
Einen Motor, der für 1000 1/min konstruiert ist, darf ich doch mit 1000
1/min betreiben, auch wenn der ursprüngliche Betriebsentwurf nur 800
1/min gefordert hat. Eine Überdrehzahl wäre doch erst der Betrieb mit
mehr als 1000 1/min.
Grüßle, Helmut
> Gehe ich recht in der Annahme, daß man "garantierte Überdrehzahl .. von
> 25%" mit "konstruktiv berücksichtigter Nenn-/Höchstdrehzahl" übersetzen
> kann?
Nein. Das heißt "Drehzahl, bei der garantiert wird, dass einem die Chose
nicht um die Ohren fliegt". Der Unterschied zwischen Nenn- und
Höchstdrehzahl ist ohnehin ein sehr wesentlicher - und wieder ein anderer.
> Einen Motor, der für 1000 1/min konstruiert ist, darf ich doch mit 1000
> 1/min betreiben, auch wenn der ursprüngliche Betriebsentwurf nur 800
> 1/min gefordert hat. Eine Überdrehzahl wäre doch erst der Betrieb mit
> mehr als 1000 1/min.
Nein. Eine Überdrehzahl ist eine Sicherheitsreserve über den
Auslegungs-Sollwert hinaus. Und wie es das Wesen von Reserven so ist:
Sie sind nicht für den folgenlosen Dauerbetrieb gedacht.
Joachim
Uwe Domaratius schrieb:
> Und dann waren da noch die (Ost)112er, die zur 114 mutierten, weil sie
> nur noch 140 fahren durften.
Die wurden zu der Zeit, als ich eine 112er Einweisung (auf Basis der
vorhandenen 143 Fahrberechtigung) gemacht habe, noch unterschieden in
112.0 und 112.1. 112.0 ist nun 114 und die darf ich nicht. 112.1 ist
jetzt die 112 und einer meiner regelmäßigen Arbeitsplätze, wohingegen
ich die 143 nur noch von außen sehe.
> Verwirrend...
Stimmt. Man ist öfters versucht zu sagen: Hauptsache die Spurweite passt
und die Räder erreichen die Schienenoberkante .. nur um dann
festzustellen, daß es eigentlich ganz einfach ist: Ich arbeite in
Stuttgart, und da wurde, soweit ich das weiß, noch nie eine andere 114
als die mit der Bügelfalte (vormals 112 West, reduzierte Hg) gesichtet,
bisher [1].
Grüßle, Helmut
[1] die Einschränkung bisher ist notwendig, da ich zu oft erlebt habe,
daß Dinge die niemals vorkommen, nach einem Planwechsel überraschende
Realität waren. Ich erinnere mich immer noch gerne an die Gesichter der
Kollegen die auf der BR 155 die ersten Dako- Bremsventile ("böhmischer
Angstschwengel") gesehen haben, die angeblich gar nie niemals nicht nach
Stuttgart kommen sollten, weil sowas nur "kurz vor Moskau" noch
existiert. Naja, manche sind sogar ohne Einweisung und Merkblatt damit
zurechtgekommen ..
Mathias Hiller schrieb:
> Neben diesem DB-verunstalteten Exemplar gibt's noch einen schönen ET
> 25, den elT 1801:
> http://www.elt1801.de/ bzw. http://www.et25.de/
Also rein optisch finde ich die Ursprungsvariante wesentlich schöner als
die DB-Modernisierung. Aber aus persönlichen "historisch-nostalgischen"
Gründen ist die DB Variante lieber. Das ist nämlich der Zug, der in
meiner Kinderzeit fast vor meiner Haustür vorbeifuhr, und in dem ich in
jungen Jahren öfter mitfahren durfte.
Meine generelle Meinung zu alter bewahrter Technik ist übrigens:
Einsetzen schadet weniger, als musealer Stillstand. Der "gläserne"
dürfte in diesem Zusammenhang die Ausnahme zur Bestätigung der Regel sein.
Grüßle, Helmut
> Und dann waren da noch die (Ost)112er, die zur 114 mutierten, weil sie
> nur noch 140 fahren durften.
Die zeitweilige Geschwindigkeitsbegrenzung lag an irgendeinem
technischen Problem und war nicht der Grund für die Umnummerierung. Der
ist darin zu sichen, daß die erste Serie 112.0, die heute als 114
bezeichnet wird, im Gegensatz zur 2. Lieferserie 112.1 keine LZB hat.
Bye Kai
> Ich erinnere mich immer noch gerne an die Gesichter der
> Kollegen die auf der BR 155 die ersten Dako- Bremsventile ("böhmischer
> Angstschwengel") gesehen haben, die angeblich gar nie niemals nicht nach
> Stuttgart kommen sollten, weil sowas nur "kurz vor Moskau" noch
> existiert. Naja, manche sind sogar ohne Einweisung und Merkblatt damit
> zurechtgekommen ..
NA, westlicher als hier [1] werden sie wohl nicht mehr kommen, schätze ich.
[1] Aachen West
Bj*woichbinistwesten*örn
[DR Umstellung]
>
>
> Warum eigentlich wurden außer 1, 2 und 7 alle Erstziffern an Dampfer
> vergeben?
>
Die 7 war auch für Dampfer vorgesehen.
Den Grund nennt ja schon Joachim Schmid
Knut
> Aber die Peenemünder "S-Bahn" wagen waren doch ehemalige Berliner S-Bahn
> Wagen, oder?
Nein. Die Peenemünder waren den Berliner S-Bahn-Wagen nur ähnlich. Die
Konstruktion war von den Berliner S-Bahn-Wagen abgeleitet. Die, die
nach dem Krieg im der SBZ standen kamen zur Berliner S-Bahn und wurden
dort adaptiert. Die, die in den Westzonen standen, wurden hier
adaptiert. Wie und warum diese Fahrzeuge in die Westzonen gelangten
ist nicht ganz klar, siehe Literatur (z.B. unter http://www.hisb.de ).
Grüße, Peter
--
Peter Middelhauve | Peter.Mi...@uni-bonn.de
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Adenauerallee 24-42 | 53113 Bonn | Germany /,`.-'`' -. ;-;;,_.
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> Demnach gibt es also im Konzern DB mit Anfangsziffer 0 nur die fiktive
> Baureihe 088 und sonst gar nichts?
Ja. Allerdings würde ich da nicht "fiktive", sondern "Sammel-" sagen. Bei
nur meist 1 oder 2 Exemplaren von einer Bau_reihe_ zu sprechen, ist auch
irgendwie übertrieben.
> Dann ist ja eigentlich die Aussage "Die Anfangsziffer 0 steht bei der DB
> für Dampflokomotiven" Unfug. Zwar ist sie nicht sachlich falsch, aber
> übertrieben, da sie den Eindruck erweckt, es gebe noch mehrere Baureihen
> mit Anfangsziffer 0. Korrekt wäre also "Alle Dampflokomotiven im Bestand
> der DB gehören zur Baureihe 088".
Korrekt ja, aber solche Zuordnungen haben ein langes, zähes Leben. In der
Realität sagt keiner: "088", oder "038", oder "38", sondern immer noch
"P8".
> BTW: Könnte man die Anfangsziffer 0 dann nicht gleich ganz aufgeben und
> die historischen Dampflokomotiven als Verbrennungslokomotiven unter 288
> führen?
Können kann man alles, besonders bei so willkürlich festgelegtem wie einer
Nummer. 288 ist aber doch recht unpassend, da hier zwar auch "verbrannt"
wird, aber die Techniker doch sehr zwischen interner und externer
Verbrennung unterscheiden.
Heutzutage in Zeiten der Computer ist für die meisten Zwecke (also
Verwaltung :-) ) eine systematische Zuordnung nicht mehr nötig. Eine Lok
laßt sich genauso gut über Hersteller+Fertigungsnummer oder eine einfache
laufende Nummer identifizieren. Der Rest wird dann über die Datenbank
zugeordnet.
Warum dann das alte System so bleibt?
- Das haben wir immer so gemacht. Nein, nicht lachen: Jede Änderung kostet
Geld und dauert lange. Es gibt immer noch Nahverkehrsfahrzeuge, die mit dem
vorletzten Farbschema herumfahren (ozeanblau-beige) und Güterwagen mit dem
alten DB-Keks.
- Das System ist gut genug, da weder die Nummern knapp werden noch ein neues
System mit wesentlich weniger Stellen auskommen würde.
- Eigentlich gibt es *das* System nicht mehr, weil immer wieder mal kleine
Änderungen vorgenommen werden.
Richtig notwendig wird ein neues System erst dann, wenn an einer Stelle, die
keinen ständigen Zugang zum Computer hat, eine Information benötigt wird,
die nicht abgebildet ist.
--
Jens Schmidt
> Korrekt ja, aber solche Zuordnungen haben ein langes, zähes Leben. In der
> Realität sagt keiner: "088", oder "038", oder "38", sondern immer noch
> "P8".
Das geht aber ab und an schief - nicht jede existierende 38 ist eine P8.
> Heutzutage in Zeiten der Computer ist für die meisten Zwecke (also
> Verwaltung :-) ) eine systematische Zuordnung nicht mehr nötig. Eine Lok
> laßt sich genauso gut über Hersteller+Fertigungsnummer oder eine einfache
> laufende Nummer identifizieren. Der Rest wird dann über die Datenbank
> zugeordnet.
> Warum dann das alte System so bleibt?
> - Das haben wir immer so gemacht. Nein, nicht lachen: Jede Änderung kostet
> Geld und dauert lange. Es gibt immer noch Nahverkehrsfahrzeuge, die mit dem
> vorletzten Farbschema herumfahren (ozeanblau-beige) und Güterwagen mit dem
> alten DB-Keks.
> - Das System ist gut genug, da weder die Nummern knapp werden noch ein neues
> System mit wesentlich weniger Stellen auskommen würde.
> - Eigentlich gibt es *das* System nicht mehr, weil immer wieder mal kleine
> Änderungen vorgenommen werden.
Sieh es doch mal praktisch:
* Für jede Lokbaureihe benötigt der Tf eine eigene Lizenz. Wo erkennt er
er eher, ob er die Maschine fahren darf: 143 xxx oder bei einer
beliebigen Hersteller-oder Seriennummer, die ja vielleicht auch nicht
durchgehend vergeben ist?
* In der Werkstatt: Bei 150 xxx ist der Fahrmotor 3 defekt - hier ist
man sofort im Bilde. Wenn aber der Lokführer erstmal eine Hersteller-
oder Seriennummer durchgibt und man die in der Werkstatt erstmal in
einer Datenbank suchen muß, ist das zusätzlicher Aufwand und damit
zusätzliche Kosten - man muß die Datenbank ja an verschiedenen Stellen
zugänglich machen.
Tschüß
Holger
> Grüßle, Hel*425-fahr'n-wär-noch-was*mut
Nimmst Du halt 426 das musst Du nicht mal die Strecke wechseln.
;-)
Falk Schade
--
Modelle Internationaler Spitzen Dampfloks, versteigere ich bei Ebay unter:
http://cgi6.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewSellersOtherItems&userid=fads2000&include=0&since=-1&sort=3&rows=50
> * In der Werkstatt: Bei 150 xxx ist der Fahrmotor 3 defekt - hier ist
> man sofort im Bilde. Wenn aber der Lokführer erstmal eine Hersteller-
> oder Seriennummer durchgibt und man die in der Werkstatt erstmal in
> einer Datenbank suchen muß, ist das zusätzlicher Aufwand und damit
> zusätzliche Kosten - man muß die Datenbank ja an verschiedenen Stellen
> zugänglich machen.
Wie uncool :)
In der schönen neuen welt der vernetzten systeme funktioniert das so:
Das rechnergestützte lokdiagnosesystem erkennt eine fehlfunktion in
motor 3. Über GSM-R wird der dispositionsrechner darüber informiert.
Die dispositionssoftware bewertet die schwere des fehlers, ermittelt
freie werkstattkapazitäten und deren lagerbestände. Bei bedarf wird
ein neuer motor bestellt (oder bei ebay ersteigert, oder was auch
immer). Den jeweiligen stellwerken werden informationen gesendet,
die lok dem ausgewählten werk zuzuführen, der triebfahrzeugführer
erhält per GSM-R entsprechende anweisungen (textnachricht oder
lieber ein synthetische stimme aus dem zugfunkgerät?). Gleichzeitig
wird eine ersatzlok eindisponiert (ggf. angemietet oder ersteigert
oder...) und an die einsatzstelle geführt. Die geänderten dienst-
und einsatzpläne der tf werden für die abrechung erfasst, unter
berücksichtigung der zulässigen arbeitszeiten. Die verfügbarkeits-
daten der tfz werden gesammelt, ausgewertet, aufgeschlüsselt und
dem management in echtzeit angezeigt, so dass man jederzeit sehen
kann, wie gut z.b. die loks eines bestimmten herstellers performen.
SCNR,
Klaus