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Geseke: Gz entgleist, Tf unter Wagen

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Ulf Kutzner

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Sep 11, 2023, 2:45:50 AM9/11/23
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Moin,

überlebt hat er leider nicht. Bahnhof und Strecke bis
Salzkotten sind gesperrt.

Womöglich zählt so etwas in der Art
https://de.wikipedia.org/wiki/BR-Klasse_20#/media/Datei:20168_Sir_George_Earle.jpg
auch gar nicht zu den Kesselwagen im engeren Sinne.

https://web.de/magazine/panorama/gueterzug-geseke-nrw-entgleist-lokfuehrer-stirbt-38617370

Bodo G. Meier

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Sep 11, 2023, 3:47:35 AM9/11/23
to
Am 11. Sept.. 2023 um 08:45 schrieb Ulf Kutzner:
>
> überlebt hat er leider nicht. Bahnhof und Strecke bis
> Salzkotten sind gesperrt.
>
> Womöglich zählt so etwas in der Art
> https://de.wikipedia.org/wiki/BR-Klasse_20#/media/Datei:20168_Sir_George_Earle.jpg
> auch gar nicht zu den Kesselwagen im engeren Sinne.

Warum nicht? Die Bauform des Behälters kann man als "Kessel" bezeichnen.
Möglicherweise sprechen Fachleute im Falle von nichtflüssigem
Transportgut auch von Silowagen? Oder einfach Behälterwagen?

Gruß,
Bodo

--
To my way hay hooday!

Ulf Kutzner

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Sep 11, 2023, 4:18:03 AM9/11/23
to
Bodo G. Meier schrieb am Montag, 11. September 2023 um 09:47:35 UTC+2:

> > Womöglich zählt so etwas in der Art
> > https://de.wikipedia.org/wiki/BR-Klasse_20#/media/Datei:20168_Sir_George_Earle.jpg
> > auch gar nicht zu den Kesselwagen im engeren Sinne.
> Warum nicht? Die Bauform des Behälters kann man als "Kessel" bezeichnen.
> Möglicherweise sprechen Fachleute im Falle von nichtflüssigem
> Transportgut auch von Silowagen?

Für Druckgase (zu denen Zement nicht zählt) wohl eher nicht.

Ulf Kutzner

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Sep 11, 2023, 8:08:46 AM9/11/23
to
Bodo G. Meier schrieb am Montag, 11. September 2023 um 09:47:35 UTC+2:
Staubbehälterwagen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Offener_G%C3%BCterwagen#Literatur-_und_Quellenangaben

Die mit doppelsiloförmigem Aufbau nannte man in der Tat auch Silowagen.

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ucs_909.jpg

Und zumindest bei Straßenfahrzeugen ist auch die Rede von Kesseln,
man rechnet da die Silowagen zu den Tankwagen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Silofahrzeug

Ulf Kutzner

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Sep 13, 2023, 3:01:44 AM9/13/23
to
Bodo G. Meier schrieb am Montag, 11. September 2023 um 09:47:35 UTC+2:
Mußte man zum Anheben nun auspumpen.

Ich hatte ja für mich vermutet, daß der Lokführer nicht im
Führerstand war.

Lt.
https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/gueterzug-entgleist-geseke-100.html
war er zu der Zeit nicht einmal auf der Lok; der Train sei zu schnell gefahren.

Hm, wie liest ein Lokführer von extern die Geschwindigkeit ab?

Bodo G. Meier

unread,
Sep 13, 2023, 4:31:51 AM9/13/23
to
Dazu hätte er ein Rangierfernsteuergerät dabei haben müssen, oder?

Aber vielleicht hatte der Arme sich auch nur schnellstens aus der
brennende Lok gerettet und wollte den zu schnellen Zug durch Öffnen
eines Ventils in der Hauptbremsluftleitung abbremsen, so dass er ohne
große Gefahr hätte abspringen können?

Abwarten, was die Ermittlung bringen werden.

Tim Landscheidt

unread,
Sep 13, 2023, 10:14:52 AM9/13/23
to
"Bodo G. Meier" <bgm...@kabelmail.de> wrote:

>>> überlebt hat er leider nicht. Bahnhof und Strecke bis >
>>> Salzkotten sind gesperrt. > > Womöglich zählt so etwas
>>> in der Art >
>>> https://de.wikipedia.org/wiki/BR-Klasse_20#/media/Datei:20168_Sir_George_Earle.jpg
>>> > auch gar nicht zu den Kesselwagen im engeren Sinne.
>>> Warum nicht? Die Bauform des Behälters kann man als
>>> "Kessel" bezeichnen. Möglicherweise sprechen Fachleute im
>>> Falle von nichtflüssigem Transportgut auch von Silowagen?
>>> Oder einfach Behälterwagen?
>> Mußte man zum Anheben nun auspumpen.
>> Ich hatte ja für mich vermutet, daß der Lokführer nicht im
>> Führerstand war.
>> Lt.
>> https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/gueterzug-entgleist-geseke-100.html
>> war er zu der Zeit nicht einmal auf der Lok; der Train sei zu schnell gefahren.
>> Hm, wie liest ein Lokführer von extern die Geschwindigkeit
>> ab?

> Dazu hätte er ein Rangierfernsteuergerät dabei haben müssen, oder?

Einige sehen auf dem Video ein solches an seiner linken Hand
(für mich ist das zu unscharf).

> Aber vielleicht hatte der Arme sich auch nur schnellstens
> aus der brennende Lok gerettet und wollte den zu schnellen
> Zug durch Öffnen eines Ventils in der Hauptbremsluftleitung
> abbremsen, so dass er ohne große Gefahr hätte abspringen
> können?

> Abwarten, was die Ermittlung bringen werden.

Da sollte man die Erwartungen aber nicht zu hoch schrauben,
denn er arbeitete wohl alleine und die, falls, aufgezeichne-
ten Parameter sind rudimentär.

Eine Vermutung: Man wird (einmal wieder) zu dem Schluss kom-
men, dass ausschließlich durch die HLL gesteuerte, indirekt
wirkende Druckluftbremsen technisch wunderschön sind, in der
Praxis aber schon kleine Abweichungen von dem zugehörigen
Regelwerk durch Mitarbeiter oder Dritte katastrophale Folgen
haben können, und deshalb eine digitale (automatische) Kupp-
lung, bei der dem Lokführer vorne in seinem Führerstand An-
gaben über die angehängten Fahrzeuge und den Zustand ihrer
Bremsen angezeigt werden, eine feine Sache wäre.

Tim

Henning Koch

unread,
Sep 13, 2023, 3:09:54 PM9/13/23
to
On Wed, 13 Sep 2023 14:14:50 +0000, Tim Landscheidt wrote:

>Da sollte man die Erwartungen aber nicht zu hoch schrauben,
>denn er arbeitete wohl alleine und die, falls, aufgezeichne-
>ten Parameter sind rudimentär.

Ich hätte aber schon die Hoffnung, dass die Untersuchung zum Beispiel
diese Fragen wird beantworten können:

wurde der Zug zu schnell weil die Lok gebrannt hat oder hat die Lok
gebrannt, weil der Zug zu schnell war?

in welchem Grundsätzlichen Zustand war die Bremsanlage und wurde sie
betätigt? (der HLL-Druck wird doch aufgezeichnet?)

Weiterhin sollte über Hitzespuren feststellbar sein, welche Radbremsen
gebremst haben.

Tim Landscheidt

unread,
Sep 14, 2023, 12:30:54 AM9/14/23
to
Der HLL-Druck wird wohl, wenn man die Unfalluntersuchungsbe-
richte der BEU/EBU als Maßstab nimmt, nur als Ja/Nein-Infor-
mation „> 2,2 bar“ aufgezeichnet.

https://www.jonroma.net/media/rail/accident/germany/057_Gladbeck%20West.pdf
ist ein Beispiel, was man bei einer solchen Untersuchung
noch herausfinden kann. Aber da in diesem Fall der Tf auf-
grund seiner Verletzungen keine Angaben machen konnte, lief
das dann eben auch nach dem Motto: Er war da, und wenn er
das Richtige getan hätte, wäre es nicht zu dem Unfall gekom-
men, also muss er das Falsche getan haben (was durchaus na-
heliegt, aber nicht besonders befriedigend ist).

Tim

Ulf Kutzner

unread,
Nov 18, 2023, 5:37:27 AM11/18/23
to
Bodo G. Meier schrieb am Montag, 11. September 2023 um 09:47:35 UTC+2:
> Am 11. Sept.. 2023 um 08:45 schrieb Ulf Kutzner:


> > Womöglich zählt so etwas in der Art
> > https://de.wikipedia.org/wiki/BR-Klasse_20#/media/Datei:20168_Sir_George_Earle.jpg
> > auch gar nicht zu den Kesselwagen im engeren Sinne.
> Warum nicht? Die Bauform des Behälters kann man als "Kessel" bezeichnen.
> Möglicherweise sprechen Fachleute im Falle von nichtflüssigem
> Transportgut auch von Silowagen?

Gern auch mal von Staubsilowagen.
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