Mich wuerde mal interessieren, welchen Nahnhof Ihr so am haesslichsten
findet, und welche Bahnhoefe am wenigsten zum Bahnfahren einladen, und auch
warum?
Mit faellt da spontan Potsdam Pirschheide ein, da ist ja mehr kaputt als
vorhanden, vor allem die Bahnhofshalle sieht sehr schlimm aus, auch der
Zugang zu bestimmten Bahnsteigen ist ja furchtbar, und das dann mit Brettern
zuzunageln sieht auch nicht toll aus. Und mir persoenlich gefaellt in
Villingen-Schwenningen auch die Station Schwenningen(Neckar) nicht wirklich,
da der Bahnhof sehr verdreckt ist, und die Unterfuehrung am Tag praktisch
unzumutbar und in der Nacht sowieso unpassierbar ist, auch viel zu dunkel da
unten und zu versifft. Mich wundert es, dass es da noch Schalter gibt. Wieso
laesst die Bahn eigentlich alles so vergammeln?
Dominik
Dominik Henle schrieb:
> Und mir persoenlich gefaellt in Villingen-Schwenningen
> auch die Station Schwenningen(Neckar) nicht wirklich,
> da der Bahnhof sehr verdreckt ist, und die Unterfuehrung
Wo gibts in Schwenningen eine Unterführung?
> Mich wundert es, dass es da noch Schalter gibt.
In Schwenningen wird dieser glaube ich privat betrieben. Aber ihc muß
Dir recht geben: Schwenningen ist ein echter Dreckhaufen. Daß sich eine
Stadt mit BA/FH einen solchen Bf leisten kann wudert mich echt. Aber
zumindest hat man in Villingen mit dem Modernisieren begonnen.
Ansonsten fiele mir jetzt noch spontan Kehl ein.
> Wieso laesst die Bahn eigentlich alles so vergammeln?
Weil sie kein Geld hat? ;-)
Grüße
MhD
--
* Martin H. Duffner Fax: +49 7722 3605
* 78098 Nußbach http://www.schwarzwaldbahn.net
* <<Fährst Du schon oder rechnest Du noch? <<
* Harald Schmidt über das neue Preissystem der Bahn
Zum Beispiel, weil sie teure, häßliche Blechmänner anziehender findet
als saubere Bahnhöfe.
Ulrich
>
> Dominik
>
>
Meine persönlichen Favoriten:
Platz 1: Frankfurt/Main Flughafen
Der Charm einer Fabrikhalle gemischt mit der Sterilität eines Krankenhauses.
Platz 2: Kassel-Wilhelmshöhe
Kalt. Es wundert mich, daß zur Zeit keine Eiszapfen an den Decken hängen.
Platz 3: Nürnberg Hbf.
Wer hat den Innenausbau verbrochen?
Platz 4: Leipzig Hbf
Was soll das sein? Ein Bahnhof oder ein Konsumtempel?
Platz 5:
Ohne Hinsehen der neue Berliner Bf. Mir völlig egel, ob er schon fertig
ist oder nicht. Hat alle Chancen, einen Platz unter den ersten drei zu
erreichen.
> Mit faellt da spontan Potsdam Pirschheide ein, da ist ja mehr kaputt als
> vorhanden, vor allem die Bahnhofshalle sieht sehr schlimm aus, auch der
> Zugang zu bestimmten Bahnsteigen ist ja furchtbar, und das dann mit Brettern
> zuzunageln sieht auch nicht toll aus. Und mir persoenlich gefaellt in
> Villingen-Schwenningen auch die Station Schwenningen(Neckar) nicht wirklich,
> da der Bahnhof sehr verdreckt ist, und die Unterfuehrung am Tag praktisch
> unzumutbar und in der Nacht sowieso unpassierbar ist, auch viel zu dunkel da
> unten und zu versifft. Mich wundert es, dass es da noch Schalter gibt. Wieso
> laesst die Bahn eigentlich alles so vergammeln?
Kein Interesse. Martin schrieb zwar: "Weil sie kein Geld hat?", das kann
ich so aber nicht gelten lassen. Meine Antwort: Weil sie nur Geld für
Prestige-Objekte hat. Und davon manchmal zuviel.
Gruß Burkhardt
> Servus!
>
> Dominik Henle schrieb:
>
> > Und mir persoenlich gefaellt in Villingen-Schwenningen
> > auch die Station Schwenningen(Neckar) nicht wirklich,
> > da der Bahnhof sehr verdreckt ist, und die Unterfuehrung
>
> Wo gibts in Schwenningen eine Unterführung?
Wenn man mit dem Gesicht vorm "Ostbahnhof" steht gehts links davon runter,
inzwischen (seit 3 oder 4 Jahren) sogar mit zwei Rampen fuer Kinderwaegen,
aber ich kann jungen Frauen da nicht empfehlen, durchzugehen. Als ich
letztens durch bin war auch alles voller Scherben und es roch stechend nach
Urin und Schnaps.
> > Mich wundert es, dass es da noch Schalter gibt.
>
> In Schwenningen wird dieser glaube ich privat betrieben.
Ja, der ist privat, wundert mich aber irgendwie trotzdem
> Aber ihc muß
> Dir recht geben: Schwenningen ist ein echter Dreckhaufen. Daß sich eine
> Stadt mit BA/FH einen solchen Bf leisten kann wudert mich echt. Aber
> zumindest hat man in Villingen mit dem Modernisieren begonnen.
Ich bezeichne das nicht mehr als "Bahnhof" sondern eher als unwichtigen
Ostbahnhof, eher ein gammeliger Haltepunkt. Ab ersten September faehrt die
DB da ja eh fast nix mehr, die ganzen RB fallen ja weg und werden durch den
Ringzug ersetzt. Die meisten benutzen eh Villingen als Hbf, da kommt man ja
auch gut hin und hat gleich Anschluss an den Fernverkehr und dort isses auch
noch einigermassen sauber und das RZ hat jeden Tag auf.
> > Wieso laesst die Bahn eigentlich alles so vergammeln?
>
> Weil sie kein Geld hat? ;-)
>
Ja, aber es ist sicher billiger Schaeden gleich zu beheben, als alles total
vergammeln zu lassen, dann abzureissen und evtl neu zu bauen.
Dominik
>Mich wuerde mal interessieren, welchen Nahnhof Ihr so am haesslichsten
>findet, und welche Bahnhoefe am wenigsten zum Bahnfahren einladen, und auch
>warum?
Solingen Hbf ist in meinen Augen der häßlichste Bahnhof, dort möchte
ich nicht tot überm Zaun hängen!
Es sieht dort aus, als ob man durch eine Wiese eine handvoll Gleise
geschmissen hätte. Der Zugang zu den Gleisen ist alles andere als
einladend und stellt für viele Menaschen ein Angstraum dar. Das
Bahnhofsgebäude ist absolut vergammelt und die Bahnhofshalle schon
seit längerem unbenutzt.
Ich glaube, das einzige was man dort noch bekommt, ist eine
Stauballergie und eine auf's Maul ...
Gruß aus Wuppertal
Thomas Gabriel
--
ICQ: 37490497
Dem kann ich nur Zustimmen.
Am 3.67. habe ich das "ding" selber gesehen. Das ist wirklich eine Zumutung.
Auf Platz 2 und 3 der vernachlässigsten Bahnhöfe nominiere ich:
Frankfurt/M Ost und Offenbach Hbf
> Ich glaube, das einzige was man dort noch bekommt, ist eine
> Stauballergie und eine auf's Maul ...
>
Zumindest keine Glasallergie, wie Scheiben gibt es da keine mehr ,-)
> Gruß aus Wuppertal
>
Ach ja die üblichen Rivalen SG und W :-)))
By the Way ich hätte da noch Wuppertal Hbf und da insbesondere die
Unterführung zur Schwebebahnstation im Angebot.
Darf ich als neutraler Dritter aus dem Hessenländle sagen, oder?
--
Gruß Ralf
www.ralf-gunkel.de
"Fährst du schon? Oder rechnest du noch?" Harald Schmidt zur Reform von PEP
Ist das nicht eine Gleisnost-Zweigstelle? Dann wären wundersame
Dinge ja nicht weiter verwunderlich...
Love and Peace,
Mark
--
Deutsche Gesetze im WWW: http://www.rechtliches.de
Kassel-Wilhelmshöhe. Ein alter vergammelter Bahnhof - nun gut. Eine
Bausünde aus den 70er-Jahren - je nun. Aber ein Gebäude gleich
derart potthässlich neu errichten und das zu einer Zeit, zu der die
Architekten im großen und ganzen einigermaßen zur Vernunft gekommen
sind, das ist mir unerklärlich.
> Platz 1: Frankfurt/Main Flughafen
> Platz 2: Kassel-Wilhelmshöhe
> Platz 3: Nürnberg Hbf
> Platz 4: Leipzig Hbf
> Platz 5: Berlin Hbf
IMHO zeigen diese Bahnhöfe eine neue Generation der Bahnhofsgestaltung.
Sie ist eben ein Markenzeichen der Zeit nach der Bahn-Reform.
Die Architektur (und den Prunk) kann man mögen oder auch nicht.
Ich finde die Architektur des Lehrter^^^äh^^^Berliner Hauptbahnhofes
sehr interessant, solange nicht über die Kosten für dieses Großprojekt
spricht. ;-)
Im Gegensatz zu vielen anderen Bahnhöfen sind diese wenigstens
überwiegend gut gepflegt...
Daher würde ich den Titel "Hässlichster Bahnhof" doch eher einigen
älteren Bahnhöfen zukommen lassen.
Christian
--
Im Standesamt: "Hiermit erkläre ich sie zu Mann und Frau!" -
Das haben die vorher wohl gar nicht gewusst...
(Jürgen K.)
Solingen kenne ich nicht. Aber an Frankfurt Ost habe ich auch spontan
gedacht. Bei Offenbach würde ich sagen, das ist immerhin noch "morbide".
Ffm Ost ist definitiv "in Verwesung".
Was mir auch ausgesprochen wenig gefällt in der Gegend hier ist
Friedrichsdorf.
Gruß
Jörg
Thomas Gabriel wrote:
> "Dominik Henle" schrieb:
>
>> Mich wuerde mal interessieren, welchen Nahnhof Ihr so am
>> haesslichsten findet, und welche Bahnhoefe am wenigsten zum
>> Bahnfahren einladen, und auch warum?
>
> Solingen Hbf ist in meinen Augen der häßlichste Bahnhof, dort
> möchte ich nicht tot überm Zaun hängen!
> [snipped]
Gibt's da auch irgendwo Pics? Mein "Favorit" ist nämlich zur
Zeit "Hagen Vorhalle"! In Solingen war ich schon einige Jahre
nicht mehr, aber ich hatte vor etwa einem halben Jahr "die
Ehre", über Hagen Vorhalle in die Gummibahn umsteigen zu
dürfen...
Sowas mitten in NRW ist dann doch starker Tobak! Dass nicht
immer alles so ist, wie es sein könnte, weiss ich als Gelsen-
kirchner mit ihren Bauruinen am besten;-), aber seit Hagen
kommt mir der Bahnhof in GE direkt wieder ansehnlich vor:-(.
Versüffte Durchgänge, die Fahrpläne Bahn/Bus über drei Ecken
verteilt, keinerlei Hinweise für die Gummibahn, eine Bahnhofs-
halle, so verweist und zugemülllt, wie der Central Park früh um
drei...;-). Dass man, nachdem man auf der Rückfahrt mit der
Gummibahn wieder in die S-Bahn wechseln will, zum Pissen
in irgendein Gebüsch verschwinden muss, weil jegliche WCs
fehlen, ist da schon fast Nebensache. Man war ja auf der Tour
Hagen Vorhalle - Herdecke Kirchende und zurück nur etwa
drei Stunden ohne jegliche Möglichkeit (Fuchs und Hase):-(.
Wahrscheinlich war ich tatsächlich der Einzige, dem es einfiel,
die Umsteigemöglichkeiten dort zu nutzen... - denn sowohl
beim Ausstieg, wie auch beim Einstieg war da niemand sonst
am Samstag nachmittag.
Grüsse
Roland
--
http://www.trainworld.net.tc
- Vorbild und Modell -
rare Fotos aus den 60ern und 70ern
aktuelle Bilder von der grossen Bahn
>Mich wuerde mal interessieren, welchen Nahnhof Ihr so am haesslichsten
>findet, und welche Bahnhoefe am wenigsten zum Bahnfahren einladen, und auch
>warum?
Wenn du ein öffentliches Grossraumurinal auf mehreren Ebenen, ohne
taugliche Warteräume, Bahnsteige ohne Windschutz an der einzige Ecke der
Staft, wo der Wind von allen Seiten gleichzeitig kommt, eine seit Jahren
entmietete Ladenpassage als Begründung akzeptierst, wirst du in
Gelsenkirchen Hbf fündig...
Bis vor wenigen Jahren war allerdings Duisburg-Ruhrort ein harter
Konkurrent - quasi Solingen Hbf in Miniatur. (Eingeworfene Scheiben,
Bewohnung der Ruine durch zwielichtige Gestalten, riesiger Bereich
ehemaliger Gleise, duch starke Verschmutzung durch Sperrmüll allerdings
nicht als Biotop zu gebrauchen...)
mfg
Thomas
--
Thomas Woditsch
45894 Gelsenkirchen
EDUL / EGBN
Auf navajo heissen Computer übrgens "béésh nitséskee" = denkendes Metall
> Bis vor wenigen Jahren war allerdings Duisburg-Ruhrort ein harter
> Konkurrent - quasi Solingen Hbf in Miniatur. (Eingeworfene Scheiben,
> Bewohnung der Ruine durch zwielichtige Gestalten, riesiger Bereich
> ehemaliger Gleise, duch starke Verschmutzung durch Sperrmüll
> allerdings nicht als Biotop zu gebrauchen...)
Aber das hat sich ja mittlerweile (kurz vor der Übernahme durch die PEG)
geändert. Duisburg-Ruhrort halte ich für einen sehr vorbildlich
gestalteten Nahverkehrshaltepunkt (ist doch einer an einer Stichstrecke,
oder?).
Wenn doch alle so wären...
Christian
--
Bahnhofsmission mobil an allen Bahnhöfen der VRR-S2
zwischen Dortmund, Duisburg, Essen und Recklinghausen:
Wir bringen Sie zum Zug, begleiten Sie im Zug und holen Sie vom Zug ab!
http://www.bahnhofsmission-dortmund.de
Stuttgart-Flughafen. Eine mega-triste graue Röhre. Da möchte man nur
weg in den Flieger. Dito Heathrow (scheint wohl bei unterirdischen
Flughafenbahnhöfen so üblich zu sein).
Tübingen-Westbahnhof. Man hätte bei der Streckenreaktivierung
wenigstens ein paar Eimer Farbe für das Empfangsgebäude und ein paar
Tüten Rasensamen für die Wüste drumherum kaufen können.
Torsten
--
Aber "Klapp-Smart" ist auch nicht schlecht, wo die Dinger mit
angebautem Heckträger eh wie eine Sackkarre aussehen (und sich ohne
ESP auch genauso fahren würden).
(Markus Becker in dafk)
Das alte empfangsgebäude verrottet langsam, der zuweg zum einzigen
bahnsteig führt nördlich daran vorbei. Immerhin kann man erahnen, wie
wichtig der bahnhof mal gewesen sein muss.
Der aktive bahnsteig ist in ordnung; wimre erinnere, gibt es einen
Plus-Punkt mit nicht wirklich schützendem wartehäuschen.
Klaus
> Meine persönlichen Favoriten:
> Platz 1: Frankfurt/Main Flughafen
> Der Charm einer Fabrikhalle gemischt mit der Sterilität eines
> Krankenhauses.
Du meinst den neuen Fernbahnhof? Der gefällt mir allerdings viel
besser als die Gruft, die sich neuerdings Regiobahnhof nennt.
> Platz 2: Kassel-Wilhelmshöhe
> Kalt. Es wundert mich, daß zur Zeit keine Eiszapfen an den Decken
> hängen.
Dieser Bahnhof ist ein schönes Beispiel, dass ein Architekt,
der vom klassischen Schuhkarton-Haus abweicht, daran denken
sollte, dass es sowas wie Physik gibt (man spricht nicht um-
sonst von windiger Architektur). Und das, wenn man Glas
verbaut, dieses gelegentlich gereinigt werden muss (ein
ähnliches Debakel beginnt sich bereits an deinem Favoriten
#1 abzuzeichnen).
> Platz 3: Nürnberg Hbf.
> Wer hat den Innenausbau verbrochen?
Den habe ich nur im Rohbau gesehen. Da sah er etwas unfertig
aus (Ach?!). Allerdings habe ich den Verdacht, dass das schon
der Endzustand war. Wurde wenigstens noch ein Zugzielanzeiger
nachgerüstet?
> Platz 4: Leipzig Hbf
> Was soll das sein? Ein Bahnhof oder ein Konsumtempel?
Hier mag ich dann nicht zustimmen. Abgesehen von einigen
Fehlern bei der Reisendeninformation ist der Umbau sehr
gelungen. Der Kosumbereich ist hübsch im Keller und vom
Bahnbereich einigermaßen getrennt. Großer Vorteil: Man
muss nicht stundenlang nach einem Lebensmittelladen in
Bahnhofsnähe suchen.
Davon abgesehen gehören die rekonstruierten Bahnsteig-
hallen eher in den anderen Thread, insbesondere abends.
Die Beleuchtung der Hallendächer in Kombination mit der
Holzverschalung ist sehr gelungen.
Mein Favoriten sind Cottbus wegen dieses hübschen
Features, dass man viermal Treppensteigen und dazu noch
ungefähr vier Kilometer normal laufen muss, um an die
hinteren Bahnsteige zu kommen.
Immer wieder gerne vermeide ich auch lange Umsteige-
zeiten in Würzburg. Für einen bedeutenden Fernverkehrs-
bahnhof ziemlich jämmerlich ausgestattet. Dazu diese
komischen, entsätzlich schmalen Bundesbahn-Standard-
Bahnsteige und beim Bahnsteigtunnel scheint man zu
spät bemerkt zu haben, dass dort, wo er ins Empfangs-
gebäude eintreten sollte, die Fahrkartenschalter sind.
Gruß,
Martin
Jena Paradies (!) ist fuer mich ein ganz heisser Kandidat - die
provisorischen, aber auf Jahre bestehenden Notbahnsteige aus Brettern,
die Funktionsraeume in den Containern, die m.W. nicht vorhandenen
Warteraeume (besonders schoen bei den ueblichen ICE-Verspaetungen)
sollten ihn eigentlich fuer die Spitzengruppe qualifizieren.
Ulrich Schmitzer
> Meine persönlichen Favoriten:
> Platz 1: Frankfurt/Main Flughafen
> Der Charm einer Fabrikhalle gemischt mit der Sterilität eines
> Krankenhauses.
> Platz 4: Leipzig Hbf
> Was soll das sein? Ein Bahnhof oder ein Konsumtempel?
> Platz 5:
> Ohne Hinsehen der neue Berliner Bf. Mir völlig egel, ob er schon fertig
> ist oder nicht. Hat alle Chancen, einen Platz unter den ersten drei zu
> erreichen.
Diese drei finde ich hingegen gradezu hervorragend. Sehr schöne Architektur!
Kassel-Wilhelmshöhe ist hingegen wirklich...nun ja...das kommt halt
raus, wenn man für einen Bahnhof drei Architekten verschleisst.
Oli
>Die Dauerbaustelle Kiel Hbf ?
Sieht doch schon deutlich besser aus. Jedenfalls gefällt mir der Bahnhof
wieder wesentlich besser als beispielsweise der schon erwähnte in
Kassel-Wilhelmshöhe.
Inzwischen gibt es auch eine Planung für die neue Bahnhofshalle über den
Gleisen und die Sanierung der Querbahnsteigshalle scheint gute
Fortschritte zu machen. Zur Kieler Woche war eine kleine Ausstellung
dazu gegenüber dem neuen Reisezentrum aufgebaut.
BTW: Wofür ist das große neue Gewölbekreuz, das derzeit auf dem
Bahnhofsvorplatz liegt? Bekommt die Halle über dem Querbahnsteig eine
Kuppel?
--
_____________________________________________________________________
Niels Bock, Kiel PGP key ID: 0xF5A96559
>Stuttgart-Flughafen. Eine mega-triste graue Röhre. Da möchte man nur
>weg in den Flieger. Dito Heathrow (scheint wohl bei unterirdischen
>Flughafenbahnhöfen so üblich zu sein). [...]
Jener in Stansted hat zwar auch einen unterirdischen Teil, aber man kann
auf einigen Bahnsteigen ins Freie laufen, wo man immerhin die Sonne und
ein paar startende und landende Flugzeuge sieht.
>Mich wuerde mal interessieren, welchen Nahnhof Ihr so am haesslichsten
>findet, und welche Bahnhoefe am wenigsten zum Bahnfahren einladen, und auch
>warum? [...]
Mein Favorit wäre auch Kassel-Wilhelmshöhe.
Wenig einladend ist schon solange ich denken kann, Lübeck Hbf, aber
demnächst wird kräftig "renoviert", d. h. teilweise abgerissen und
neugebaut.
> Aber das hat sich ja mittlerweile (kurz vor der Übernahme durch die PEG)
> geändert. Duisburg-Ruhrort halte ich für einen sehr vorbildlich
> gestalteten Nahverkehrshaltepunkt (ist doch einer an einer Stichstrecke,
> oder?).
> Wenn doch alle so wären...
wenn man am gleis entlang zur strassenbahn geht sieht das noch genauso
verkommen aus wie vor ein paar jahren.
auf dem rueckweg bemerkte ich dann allerdings, dass doch was getan
wurde.
--
frobnicate foo
> Kassel-Wilhelmshöhe. Ein alter vergammelter Bahnhof - nun gut. Eine
> Bausünde aus den 70er-Jahren - je nun. Aber ein Gebäude gleich
> derart potthässlich neu errichten und das zu einer Zeit, zu der die
> Architekten im großen und ganzen einigermaßen zur Vernunft gekommen
> sind, das ist mir unerklärlich.
ich finde diesen bahnhof eigentlich ueberhaupt nicht haesslich, er ist
allerdings in details ein wenig unpraktisch konstruiert.
bei hohem fahrgastandrang zeigt sich, dass man die gleisnahen
bahnsteigabschnitte breiter, die mittleren abschnitte eher schmaler
haette konstruieren muessen.
die rampen sind fuer einen schnellen wechsel zwischen den bahnsteigen
zu lang, die treppen bzw. aufzuege zu weit auseinander. es fehlt ein
tunnel oder ein uebergang in der mitte.
--
frobnicate foo
[Duisburg-Ruhrort]
> Das alte empfangsgebäude verrottet langsam, der zuweg zum einzigen
> bahnsteig führt nördlich daran vorbei.
Ein Abriss des EG wäre wohl zu teuer gewesen?
> Immerhin kann man erahnen, wie wichtig der bahnhof mal gewesen sein
> muss.
Ack. Die alten Gleisanlagen sind mittlerweile richtig begrünt, so dass
ich die Ecke ganz passabel finde.
Wie viele Bahnsteige/ Gleise gab es denn zu Spitzenzeiten in Duisburg-
Ruhrort?
> Der aktive bahnsteig ist in ordnung; wimre erinnere, gibt es einen
> Plus-Punkt mit nicht wirklich schützendem wartehäuschen.
Auf http://www.christianblome.de/news/ruhrort.jpg (kein schönes Foto)
kann man im Hintergrund das Wartehäuschen erkennen.
Beim üblicherweise vorherrschendem Westwind sollte die Rückwand
eigentlich schon hinreichenden Schutz bieten.
Christian
--
Musik ist keine basisdemokratische Veranstaltung.
[Götz Alsmann in "Zimmer frei", WDR Fernsehen]
[Duisburg-Ruhrort]
> > Aber das hat sich ja mittlerweile (kurz vor der Übernahme durch
> > die PEG) geändert.
>
> Der Umbau dürfte vor der Entscheidung der Strecken-Vergabe
> saniert worden sein, da würde ich keinen Zusammenhang sehen.
(komischer Satz ;-))
Wann wurde die Vergabeentscheidung bekanntgegeben?
Wann wurde mit dem Umbau begonnen?
> Ich würde dort durchaus noch Verbesserungspotenzial
> sehen.
Was denn? Dynamische Zugzielanzeiger? Darauf kann man bei ordentlichen
Ansagen auf einer eingleisigen Strecke, die im 20-Minuten-Takt bedient
wird, solange verzichten, bis wichtigere Bahnhöfe solche Anlagen
bekommen haben.
Christian
--
"Beeing teacher is a good job! - Without school and pupils it would be
the paradise on earth!"
(Rüdiger S.)
> Hallo!
>
> Mich wuerde mal interessieren, welchen Nahnhof Ihr so am
> haesslichsten findet, und welche Bahnhoefe am wenigsten zum
> Bahnfahren einladen, und auch warum?
> Mit faellt da spontan Potsdam Pirschheide ein, da ist ja mehr kaputt
> als vorhanden, vor allem die Bahnhofshalle sieht sehr schlimm aus,
> auch der Zugang zu bestimmten Bahnsteigen ist ja furchtbar, und das
> dann mit Brettern zuzunageln sieht auch nicht toll aus.
Zu Pirschheide kann ich Dir beipflichten, allerdings hat dieser Bahnhof
(ist doch eigentlich nur noch ein Haltepunkt, oder?) keine wirklich
grosse Bedeutung mehr.
Im Vergleich dazu finde ich den Bahnhof Zoo täglich unangenehm, der ist
inzwischen wirklich heruntergekommen, bei den hohen Fahrgastzahlen
täglich überlastet.
Gruß
Christoph
--
mein Hobby: http://www.r385.de
Eberswalde in alten Ansichten: http://www.oberbarnimer.de
Als Exilschleswigholsteiner biete ich statt dessen
Neumünster. Aber der Bahnhof ist wiederum schlüssig, er hebt
sich nicht positiv von der Stadt ab...
Im übrigen hielt ich lange Neumünster für die hässlichste
Stadt Deutschlands, bis es mich eines Tages nach Hildesheim
verschlug. Der Bhf ist auch nicht von Pappe.
Zu den bereits genannten KS Wilhelmshöhe und FRA Regio
möchte ich auch Basel Bad Bhf hinzufügen.
Gruß,
Achim
Joerg-Uwe
--
Joerg-Uwe Tessmer Universitaet Potsdam
Tel.: +49+331-9771613 Institut fuer Physik
Fax.: +49+331-9771142 Lehrstuhl Nichtlineare Dynamik
https://www.agnld.uni-potsdam.de/~joerg
> Wenig einladend ist schon solange ich denken kann, Lübeck Hbf, aber
> demnächst wird kräftig "renoviert", d. h. teilweise abgerissen und
> neugebaut.
Jein. Der Erhaltungszustand ist traurig, aber die
Architektur selbst ist nicht so übel. Allerdings ist im
Berufsverkehr bzw. Sonntag nachmittags die Anlage für den
Reisendendurchsatz zu bescheiden bemessen.
Travemünde Strand ist aber auch eine traurige Gestalt. Das
wäre noch eine Hitliste: Vernachlässigte Bahnhöfe in
kleineren Orten.
Gruß,
Achim
[Kassel-Wilhelmshöhe]
> ich finde diesen bahnhof eigentlich ueberhaupt nicht haesslich, er
> ist allerdings in details ein wenig unpraktisch konstruiert.
>
> bei hohem fahrgastandrang zeigt sich, dass man die gleisnahen
> bahnsteigabschnitte breiter, die mittleren abschnitte eher schmaler
> haette konstruieren muessen.
Aber dann könnten doch diese netten Elektrowagen dort nicht mehr lang
heizen. ;-)
> die rampen sind fuer einen schnellen wechsel zwischen den bahnsteigen
> zu lang, die treppen bzw. aufzuege zu weit auseinander. es fehlt ein
> tunnel oder ein uebergang in der mitte.
Und was sagst du zu den klimatischen Verhältnissen auf diesem Bahnhof?
Christian
--
"Betriebsstörung" ist der ultimative Sammelbegriff, ob es nur die
Weichenstörung in der Abstellgruppe, die kaputte Lok, ein fehlender
Lokführer, eine gesperrte Strecke oder eine Magenverstimmung des
Vorsitzenden ist. [Andreas K. am 09.01.2003 in debt+s]
[Duisburg-Ruhrort]
> wenn man am gleis entlang zur strassenbahn geht sieht das noch
> genauso verkommen aus wie vor ein paar jahren.
>
> auf dem rueckweg bemerkte ich dann allerdings, dass doch was getan
> wurde.
Ich meinte genau den Bahnsteig. Dass der eigentlich nicht in die
Umgebung passt, war mir schon klar.
;-)
Giessen!
Versiffter Bahnhofstunnel, dreckige Halle, unübersichtliche
Reisendeninformation, aber
betrieblich und architektonisch reizvoll
Schlimm versifft sind auch
Hanau
Darmstadt
Konstanz
Hamburg Hbf (keine Wartemöglichkeiten, zugige kalte Halle, lange Wege)
Kassel-Wilhelmshöhe (da will man schnell wieder weg!)
Gruß
Will
> Mich wuerde mal interessieren, welchen Nahnhof Ihr so am haesslichsten
> findet, und welche Bahnhoefe am wenigsten zum Bahnfahren einladen, und auch
> warum?
Ludwigshafen Hbf ist meines Erachtens einsame Spitze.
Und zwar deswegen, weil er nicht etwa erst durch den "Zahn der Zeit" so
häßlich geworden, sondern gleich so gebaut worden ist.
Direkt über den Bahnsteigen verläuft eine aufgeständerte Schnellstraße.
Die Umsteigewege, sowohl zwischen den einzelnen Bahnsteigen als auch zu
den lokalen öffentlichen Verkehrsmitteln, sind extrem lang, was um so
bemerkenswerter ist, als die ganze Anlage, einschließlich unterirdischer
Straßenbahnhaltestelle(n), zur selben Zeit gebaut wurde. Abends gibt
es in diesem Großstadtbahnhof dann noch nicht mal Ansagen ...
Das ganze kombiniert mit der für Sechziger-Jahre-Bauten typischen
Architektur ...
... Martin
> Ich glaube, das einzige was man dort noch bekommt, ist eine
> Stauballergie und eine auf's Maul ...
Letzteres glaube ich nicht. Selbst die Schläger haben Solingen Hbf längst
verlassen, weil er zu langweilig ist ... ;-)
... Martin
> Platz 1: Frankfurt/Main Flughafen
> Der Charm einer Fabrikhalle gemischt mit der Sterilität eines
> Krankenhauses.
Da bin ich nie ausgestiegen. Kann ich nur von bahnsteigperspektive
aus beurteilen. Hinreichend hell und sauber.
> Platz 2: Kassel-Wilhelmshöhe
> Kalt. Es wundert mich, daß zur Zeit keine Eiszapfen an den Decken hängen.
Wäre ja nicht schlimm, aber: finster! Warum muss ein deutscher bahnhof
New York Penn Station und Birmingham New Street nacheifern? In Barcelona
gibt es auch so ein loch.
> Platz 3: Nürnberg Hbf.
> Wer hat den Innenausbau verbrochen?
Was hast du dagegen?
> Platz 4: Leipzig Hbf
> Was soll das sein? Ein Bahnhof oder ein Konsumtempel?
Hier bestand offenbar angesichts schlechter anschlüsse und vorzeitig
ausgesetzter ICEs der bedarf, den reisenden etwas zu tun zu geben.
Als kopfbahnhof gefällt mir Leipzig viel besser als München, wo es
mangels quertunnel ewig lange wege gibt (bzw. ich schon lange vor
ankunft in den ersten wagen pilgere).
> Platz 5:
> Ohne Hinsehen der neue Berliner Bf. Mir völlig egel, ob er schon fertig
> ist oder nicht. Hat alle Chancen, einen Platz unter den ersten drei zu
> erreichen.
- Jede Dauerbaustelle ....
Da du überwiegend neu gemachte bahnhöfe genannt hast, ist es offenbar
wirklich schwierig, dich zu befriedigen. Wie würde für dich ein
idealer bahnhof aussehen?
Meine kriterien für einen guten bahnhof aus fahrgastsicht:
- Logische und kurze wegeführung für die fahrgäste
- Keine finsteren ecken - also kein unterirdischer bahnhof; auch
habe ich überführungen besser als unterführungen (am besten mit
blick auf die gleise, kein eingeschachtelter kasten wie in Wiener
Neustadt). Den zug schon von weitem zu sehen, kann sehr zur klar-
heit bei den fahrgästen beitragen.
- Zugänge aus allen sinnvollen himmelsrichtungen (schlechte noten
für Graz)
- Guter wetterschutz und bänke auf ganzer bahnsteiglänge, dann
stellen sich die leute auch überall auf und ballen sich nicht in
der mitte (was zu verzögerungen beim einstieg führt). Die dächer
sollten aber zumindest teilweise transparent sein, sonst wird es
wieder finster.
- Vernünftige bahnsteighöhe (55 oder 76 cm, je nachdem, was dort
fährt)
- Zumutbare warteräume. Nicht in der letzten ecke. Warum nicht
einen verglasten aussichtsraum über dem bahnhof anordnen und für
alle reisenden mit fahrkarte zugänglich machen?
- Ausreichend dimensionierte fahrkartenverkaufseinrichtungen
(schalter + automaten; schlechte noten für ALLE berliner bahnhöfe)
- Vertretbare gepäckaufbewahrungsmöglichkeit. Für reisende mit
fahrkarte sollte es möglich sein, ohne zusatzkosten den koffer
irgendwo lassen zu können. Besonders ärgerlich ist es für
internationale reisende, die gerade ankommen, erst mal kleingeld
beschaffen zu müssen, um eine stunde verpassten anschluss über-
brücken zu können.
- Möglichkeit, sich zu allen tageszeiten, wo züge fahren, gut und
preiswert verpflegen können.
- Lebensmittelgeschäft mit normalen preisen und erweiterten
öffnungszeiten. (in beiden punkten pluspunkte für Leipzig! Wenn
ein bahnhof nebenbei ein konsumtempel ist, dann stört mich das
nicht, solange das die bahnhofsfunktion nicht einschränkt. Mein
kritikpunkt an Leipzig ist die mangelnde information - ansagen,
anzeigen - im konsumbereich.)
- Zeitschriftenladen, der internationale eisenbahnzeitschriften
führt.
- Selbstverständlichkeiten: Sauber, gepflegt, freundliches
personal, verständliche ansagen ....
Einige der erneuerten bahnhöfe sind schon recht gut; da teile ich
Burkhards pauschalverurteilung nicht. Aber es werden immer wieder
fehler gemacht, oder halbe sachen ....
--
tobias benjamin köhler ____________________________ t...@uncia.de
_________ ______________ ______________ ______________ __>_____
========H|H============H|H============H|H============H|=H=====`)
------oo-^-oo--------oo-^-oo--------oo-^-oo--------oo-^o-o--o-o=
-v bitte
Neue Bahnsteige, neue Treppen/Aufzuege, neuer Querbahnsteig. Alles in
tadellosem Zustand. Einzig das Dach der Halle muss noch saniert werden
und da laeuft normalerweise niemand entlang.
Gruss,
Holger K. aus D.
--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!
E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting
> frank paulsen schrieb in de.etc.bahn.misc:
>
> [Kassel-Wilhelmshöhe]
>
>> die rampen sind fuer einen schnellen wechsel zwischen den bahnsteigen
>> zu lang, die treppen bzw. aufzuege zu weit auseinander. es fehlt ein
>> tunnel oder ein uebergang in der mitte.
>
> Und was sagst du zu den klimatischen Verhältnissen auf diesem Bahnhof?
man steht trocken, aber luftig. das ist im sommer nett und im winter
kann man nach oben ausweichen, weil hinreichend grosse anzeigetafeln
vorhanden sind und verspaetete zuege auch oben angesagt werden.
verglichen mit sagenwirmal Essen, Gleis 9 und +15 im winter ist das
teil also in ordnung.
--
frobnicate foo
> Meine kriterien für einen guten bahnhof aus fahrgastsicht:
> - Logische und kurze wegeführung für die fahrgäste
> - Keine finsteren ecken - also kein unterirdischer bahnhof; auch
> habe ich überführungen besser als unterführungen (am besten mit
> blick auf die gleise, kein eingeschachtelter kasten wie in Wiener
> Neustadt). Den zug schon von weitem zu sehen, kann sehr zur klar-
> heit bei den fahrgästen beitragen.
ueberfuehrungen sind zwar optisch ganz nett, in bezug auf
bahnsteigwechselzeiten ziehe ich aber unterfuehrungen vor, weil nur
das lichtraumprofil einer person und nicht die oberleitung ueberwunden
werden muss.
natuerlich muss sowas dann ordentlich beleuchtet werden.
--
frobnicate foo
Ist auch mein eindeutiger Favorit. Hatte mich beim Lesen des Threads schon
gewundert, daß den noch niemand nominiert hat - bis ich auf Dein posting
gestoßen bin.
> Und zwar deswegen, weil er nicht etwa erst durch den "Zahn der Zeit" so
> häßlich geworden, sondern gleich so gebaut worden ist.
>
> Direkt über den Bahnsteigen verläuft eine aufgeständerte Schnellstraße.
Diese Überbauung mit viel abgasgesdchwärztem Beton läßt den Bahnhof
ziemlich finster erscheinen.
> Die Umsteigewege, sowohl zwischen den einzelnen Bahnsteigen als auch zu
> den lokalen öffentlichen Verkehrsmitteln, sind extrem lang,
außerdem ist die Anlage nicht sehr übersichtlich.
Auch das Bahnhofsumfeld scheint mir alles andere als einladend (bin dort
allerdings noch nie ausgestiegen)
Gruß,
Christoph
Mannheim-Friedrichsfeld.
Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Das Ueberschreiten der | Mailadresse im Header
Karlsruhe, Germany | Gleise ist verboten! " | Fon: *49 721 966 32 15
Nordisch by Nature | Fdl Bad Driburg, 15.02.1997 | Fax: *49 721 966 31 29
Ach, ich war vor der Sanierung da...
Gruß
Will
Ach, München war das. Wir haben letztens überlegt. Frankfurt,
Stuttgart, Leipzig: haben alle Tunnel. In München natürlich
besonders nett, wenn man in einem ankommenden ICE ganz hinten
ist und Anschluss auf, sagen wir mal, die BOB haben will.
> Meine kriterien für einen guten bahnhof aus fahrgastsicht:
> - Logische und kurze wegeführung für die fahrgäste
Sowie vernünftige Wegeleitsysteme. Auch wenn die sowieso
niemand liest.
> - Keine finsteren ecken - also kein unterirdischer bahnhof;
Man kann auch unterirdische Bahnhöfe so gestalten, dass sie hell
sind. Die Renovierung des Kröpke in Hannover ist ein gutes Bei-
spiel.
> auch habe ich überführungen besser als unterführungen
Der weite Weg stößt sich mit deinem ersten Kriterium. Man
könnte gelegentlich mal versuchen, natürliches Licht in
Unterführungen (und unterirdische Bahnhöfe) zu bringen.
> Den zug schon von weitem zu sehen, kann sehr zur klar-
> heit bei den fahrgästen beitragen.
Oder Panik. Wenn man den Zug sieht und noch 50 Stufen vor
sich hat oder gar einen typisch europäischen Aufzug...
> - Guter wetterschutz und bänke auf ganzer bahnsteiglänge,
Insbesondere an letzteren mangelt es auf vielen Bahnsteigen.
> dann
> stellen sich die leute auch überall auf und ballen sich nicht in
> der mitte (was zu verzögerungen beim einstieg führt).
Da glaub ich jetzt nur bedingt dran. Außerdem ist es gar nicht
schlecht, wenn Züge ungleich gefüllt sind :-)
> Die dächer
> sollten aber zumindest teilweise transparent sein, sonst wird es
> wieder finster.
Eine automatische Reinigungsanlage sollte auch zu konstruieren
sein. Dann muss man halt auf ein paar Spielereien verzichten
und ein Bauhaus-Bahnsteigdach errichten.
> - Zumutbare warteräume. Nicht in der letzten ecke.
Vernünftig beheizt. Manche Selbstverständlichkeiten muss man
extra erwähnen. Oh, und keine Metallgittersitze oder ähnliche
Grausamkeiten. Die Holzbänke im Zweite-Klasse-Bereich der
Lounge in Leipzig sind auch so eine Zumutung.
> - Ausreichend dimensionierte fahrkartenverkaufseinrichtungen
> (schalter + automaten; schlechte noten für ALLE berliner bahnhöfe)
s/berliner/deutschen/
> - Vertretbare gepäckaufbewahrungsmöglichkeit. Für reisende mit
> fahrkarte sollte es möglich sein, ohne zusatzkosten den koffer
> irgendwo lassen zu können. Besonders ärgerlich ist es für
> internationale reisende, die gerade ankommen, erst mal kleingeld
> beschaffen zu müssen, um eine stunde verpassten anschluss über-
> brücken zu können.
In Bruxelles-Midi gab (gibt?) es direkt neben den Schließfächern
einen Geldwechselautomat. Der hat aber nur Denominationen ge-
wechselt, bei denen es noch für Eis für die ganze Familie gereicht
hat. Das Problem mangelnder lokaler Währung sollte sich aber im
Bahnverkehr mit der Einführung des Euro nahezu verflüchtigt haben.
Und 50 Cent bin ich bereit zu zahlen. Aber die Bahn übertreibt
ja gleich wieder.
> - Möglichkeit, sich zu allen tageszeiten, wo züge fahren, gut und
> preiswert verpflegen können.
Pff. Billig am Bahnhof essen?
> - Lebensmittelgeschäft mit normalen preisen und erweiterten
> öffnungszeiten. (in beiden punkten pluspunkte für Leipzig!
Ack. Oder Dresden-Neustadt. Alternativ hätte ich gern einen
Wegweiser zum nächstbesten Supermarkt. Hier ist die zentrale
Lage der großen Bahnhöfe oftmals ein Problem. In Ulm hat mich
die Suche nach einem Supermarkt doch tatsächlich von einer
Besichtigung des Münsters abgehalten.
Was du vergessen hast:
- Preiswerte, am besten mit Fahrkarte kostenlose Toiletten,
die auch so heißen. Wo ist man mittlerweile für einmal
Pissoir bei Deutschlands großer Markentoilette?
Gruß,
Martin
--
Gottfried Merkel E-Mail: mer...@informatik.uni-essen.de
Universitaet Duisburg-Essen Tel.: (02 01) 183 25 15
Fb5 - ICB Fax: (02 01) 183 24 19
45117 Essen Raum SH 513
>Aber das hat sich ja mittlerweile (kurz vor der Übernahme durch die PEG)
>geändert. Duisburg-Ruhrort halte ich für einen sehr vorbildlich
>gestalteten Nahverkehrshaltepunkt (ist doch einer an einer Stichstrecke,
>oder?).
Der reine Haltepunkt hat bereits vor Jahren einen "Mini-Pluspunkt"
bekommen - ich meine jedoch den Zustand davor...
mfg
Thomas
--
Thomas Woditsch
45894 Gelsenkirchen
EDUL / EGBN
Auf navajo heissen Computer übrgens "béésh nitséskee" = denkendes Metall
>Frankfurt/M Ost und Offenbach Hbf
Achwas, F/Ost ist doch gegen F/Mainkur in gutem Zustand, da wird ja sogar
gearbeitet (ok, nur an der U-Bahn drunter *g*).
El "andere Leute würden das dagegen wahrscheinlich romantisch finden" mi.
> Solingen kenne ich nicht. Aber an Frankfurt Ost habe ich auch spontan
> gedacht. Bei Offenbach würde ich sagen, das ist immerhin noch "morbide".
> Ffm Ost ist definitiv "in Verwesung".
Ffm-Ost wirkt gegen Solingen Hbf wie ein gut gepflegter Neubau.
--
Christian Schulz http://www.spinfo.uni-koeln.de/~schulz/
Vor dem Poppen ist eine vernuenftige Konfiguration des Newssystems Pflicht
(Matthias Brunke <matt...@bonbit.org> in de.soc.kontakte, 29 Aug 1995)
> "Thomas Gabriel" <usene...@rausgeflogen.net> schrieb
>> Solingen Hbf ist in meinen Augen der häßlichste Bahnhof, dort möchte
>> ich nicht tot überm Zaun hängen!
> Dem kann ich nur Zustimmen.
> Am 3.67. habe ich das "ding" selber gesehen. Das ist wirklich eine Zumutung.
> Auf Platz 2 und 3 der vernachlässigsten Bahnhöfe nominiere ich:
> Frankfurt/M Ost und Offenbach Hbf
Wahrscheinlich nur, weil du von SG nicht weiter bis Remscheid Hbf gefahren
bist: Platz 2 hierfuer!
> By the Way ich hätte da noch Wuppertal Hbf und da insbesondere die
> Unterführung zur Schwebebahnstation im Angebot.
Auch nicht schoen, vor allem von "Subjekten" ueberbevoelkert. Berlin
Ostbahnhof ist nicht halb so schlimm.
--
Christian Schulz http://www.spinfo.uni-koeln.de/~schulz/
Stellen Sie sich vor, die Sensation vom Stoßen Ihres harten Hahnes ins
siegelte dichte nasse Miezekatze, als sie in Schmerz weint!
<ins deutsche uebersetzte kommerzielle Porno-Seite im WWW>
Wenn sich nichts geändert hat, ja.
Gruß aus 5917,
David
(der irgendwo noch eine Rechnung für "Zwei Wochenendtickets mit runden
Ecken" von dort rumliegen hat - selbstverständlich längst bezahlt)
--
Das Unternehmen Deutsche Bahn AG wird als flexibles und marktnahes
Unternehmen seinen Anteil am Verkehrsmarkt sichern und ausweiten.
(Broschüre "Die Bahnreform", Bundesministerium für Verkehr, kein Datum)
Noch besser: Du kommst mit RE/RB aus Richtung Salzburg oder Mühldorf und
möchtest zur BOB oder nach GAP oder ins Allgäu. Fußfaule können in diesem
Fall auch 3 Haltestellen mit der Tram fahren, man muß allerdings einmal
umsteigen ;-)
Gruß,
Christoph
Gruß,
Val
> Ist auch mein eindeutiger Favorit. Hatte mich beim Lesen des Threads schon
> gewundert, daß den noch niemand nominiert hat - bis ich auf Dein posting
> gestoßen bin.
Ja, nicht?
> Diese Überbauung mit viel abgasgesdchwärztem Beton läßt den Bahnhof
> ziemlich finster erscheinen.
Sie stellt aber wenigstens einen gewissen Wetterschutz für die Gleise 1
und 2 dar. Zu deren Hochbahnsteigen gibt es übrigens keine Aufzüge, nur
jeweils eine meist abgeschaltete Einrichtungs-Rolltreppe. Dasselbe gilt
für die vom Bahnhof fast hundert Meter entfernte Strab-Haltestelle. Auch
dort nur Einrichtungs-Rolltreppen ins Kellergeschoß. Warum man diese
Straßenbahnhaltestelle nicht direkt unter den Bahnhof gebaut, müßte mir
auch noch mal ein Bauingenieur erklären. Für eine Anlage aus einem Guß
und diesen technischen Aufwandes eigentlich jämmerlich.
> außerdem ist die Anlage nicht sehr übersichtlich.
Das stimmt zudem. Sämtliche Hinweisschilder befinden sich übrigens noch
im Urzustand. Extrem denkmalverdächtig. In dem Zusammenhang sehr
interessant ist auch der Bahnhof Mundenheim. Dort hängt seit 33 Jahren
das Schild in der Eingangstür zur ehemaligen Schalterhalle, daß diese
Schalterhalle vom sundsovielten 1970 an geschlossen habe und man bitte
von diesem Tage an den Fahrkartenautomaten benutzen möge.
> Auch das Bahnhofsumfeld scheint mir alles andere als einladend (bin dort
> allerdings noch nie ausgestiegen)
"Umfeld" ist schon der treffende Ausdruck. Wenn man am großen Portal
steht, kann man den Eindruck gewinnen, der Bahnhof befinde sich weit
außerhalb der Stadt. Ein Blick auf die Karte zeigt zwar, daß dies nicht
so ist, aber vom Bahnhof aus ist die Stadt fast nicht zu bemerken.
Gruß
Ingo
--
Ingo Dierck, dierck & meyer mediengestaltung
mailto:ingo....@addcom.de
> Stuttgart-Flughafen. Eine mega-triste graue Röhre. Da möchte man nur
> weg in den Flieger. Dito Heathrow (scheint wohl bei unterirdischen
> Flughafenbahnhöfen so üblich zu sein).
Schon mal die am Flughafen Hannover gesehen? Ist zwar nur S-Bahn, aber
ganz nett gemacht.
Sven
> [...], dass man die gleisnahen
> bahnsteigabschnitte breiter, [...]
Parse error. Ich bin zu selten im Palast der Winde
umgestiegen, um die Situation genau beurteilen zu können;
allerdings ist mir nicht aufgefallen, daß dort irgendeine
Sonderbauform von Bahnsteigen verbaut waren. Eigentlich
lagen sie in voller Ausdehnung relativ nahe zu Gleisen.
Holger
Holger Paulsen schrieb:
Sie liegen sogar direkt an den Gleisen. Aber der Bereich ist relativ
schmal, danach kommt tonnenweise senkrechtes Metall, Glas oder Beton.
Gruß Martin
--
Softwarepatente? Nein, danke. Hier eintragen:
http://petition.eurolinux.org/index_html
irgendjemand hielt es fuer eine gute idee, das dach nicht
freischwebend zu erstellen, sondern durch saeulen zu stuetzen.
aus designgruenden sind diese saeulen ueberdimensioniert und durch
ihre fischbauchfoermige verkleidung in ihrer laengenausdehnung nicht
vernachlaessigbar.
zwischen fischbauchsaeule und zug ist wenig platz und der bodennahe
anfahrschutz wird hauefig als sitzgelegenheit benutzt: es draengelt
sich ganz furchtbar, wenn ausnahmsweise mal mehr als fuenf reisende an
einer tuer wechseln wollen.
--
frobnicate foo
> Gibt's da auch irgendwo Pics? Mein "Favorit" ist nämlich zur
> Zeit "Hagen Vorhalle"! In Solingen war ich schon einige Jahre
> nicht mehr, aber ich hatte vor etwa einem halben Jahr "die
> Ehre", über Hagen Vorhalle in die Gummibahn umsteigen zu
> dürfen...
Naja, sowas wie Hagen-Vorhalle gibt es öfter. Dortmund-Hörde zB. oder
Wuppertal-Steinbeck. Der Bahnhof sieht so aus weil er 1. eine ziemlich
ungünstige Lage hat und 2. deswegen bald verschoben werden soll. Der Bahnhof
war früher mal der Herdecker Bahnhof, als die Strecke gebaut wurde und es
noch keinen Rheinische Bahn nach Herdecke gab. Später hiess er
Herdecke-Vorhalle. Das jetzige Empfangsgebäude wurde in den 20ern (?) gebaut
und der Bahnhof hatte ursprünglich zwei Bahnsteige (beide Überdacht). Oben
merkt man nix mehr davon aber im Tunnel kann man sehen daß es mal
weiterging. Gegenüber dem Bahnhof war ein Stahlwerk von Südwestfalen was vor
ein paar Jahren abgerissen wurde. Dadurch hat er wohl auch eine Menge
Verkehr eingebüßt.
Das Verschieben des Bahnhofs zur Nöhstr. ist auch schon länger geplant wird
aber immer wieder verschoben ;-)
Aber der Bahnhof ist für Hagener die nach Dortmund wollen trotzdem günstig
weil die Parkmöglichkeiten besser sind als am Hbf.
Achja. In dem Bahnhof gibt es jetzt "Fahrrad-Boxen".
MfG
Rolf
>Mich wuerde mal interessieren, welchen Nahnhof Ihr so am haesslichsten
>findet, und welche Bahnhoefe am wenigsten zum Bahnfahren einladen, und auch
>warum?
Als kältesten und zugigsten Bahnhof nominiere ich Hamburg-Veddel (S-Bahn):
Der Westwind kann frei über 3km Hafenbecken anlaufen und Feuchtigkeit
aufnehmen. Dagegen gibt es nur sehr sporadischen Windschutz, der zudem so
konstruiert ist, dass die Luft zwischen Dach und Schutz kräftig
hindurchpfeift und sich dahinten in den eigenen Kragen nach unten stürzt.
Gruß, Mathias Bölckow
Vor zwei Jahren:
Duisburg-Meiderich Süd.
Keine Ahnung wie es jetzt da aussieht aber der Bahnhof hat zwei Bahnsteige.
Auf dem hinteren fährt die RB Duisburg-Ruhrort - Oberhausen ab. Den ersten
muss man unterqueren was vor zwei Jahren lebensgefährlich war da der Bahnhof
wie nach einem Bombenangriff aussah. Die Bahnsteigüberdachung war total
"zerbombt" und das Holz hing ziemlich lose 7 Meter über dem Weg. Ausserdem
lag überall Müll und Schutt herum.
Das krasse Gegenteil ist die neue U-Bahn-Station direkt vor dem Bahnhof.
Alles modern und sauber.
MfG
Rolf
Dann wird's aber Zeit fuer einen neuen Besuch.
<werbung>
Wie waer's mit einer Besuchs-Verknuepfung mit der Darmstaedter U-Bahn?
http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting/dampf.html
</werbung>
> > Wieso
> > laesst die Bahn eigentlich alles so vergammeln?
>
> Zum Beispiel, weil sie teure, häßliche Blechmänner anziehender findet
> als saubere Bahnhöfe.
Zum Beispiel, weil sie eine tolle moderne AG sein will und daher ihr
Geld für wichtigere Dinge ausgeben muss: teure Werbung, teure
Mitarbeiterinnen, die schöne neue Preissysteme mit einer Lebenszeit
von wenigen Monaten erfinden, und noch viel teurere Versager/innen im
Vorstand.
Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.
Gruß Frank
> Mich wuerde mal interessieren, welchen Nahnhof Ihr so am haesslichsten
> findet, und welche Bahnhoefe am wenigsten zum Bahnfahren einladen, und auch
> warum?
Eine Chance auf einen Platz in den Top-10 hätte auf jeden Fall
Wetzlar. Der Bahnhof steht isoliert neben einer leergeräumten
ehemaligen Gewerbefläche, zwischen Bahnhofsgebäude und den Bahnsteigen
gähnt eine Schotterwüste, und direkt gegenüber liegt ein dreckiges
Industriegebiet mit Schwerindustrie (Buderus).
Das ist nicht einladend, wenn man bedenkt, wie schön die Altstadt
Wetzlar rund um den Dom aussieht.
Gruß Frank
>Burkhardt Leiverkus schrieb in de.etc.bahn.misc:
>
>> Platz 1: Frankfurt/Main Flughafen
>> Platz 2: Kassel-Wilhelmshöhe
>> Platz 3: Nürnberg Hbf
>> Platz 4: Leipzig Hbf
>> Platz 5: Berlin Hbf
>
>IMHO zeigen diese Bahnhöfe eine neue Generation der Bahnhofsgestaltung.
>Sie ist eben ein Markenzeichen der Zeit nach der Bahn-Reform.
Kassel-Wilhelmshöhe sicher nicht, der wurde deutlich vor der
Bahnreform fertig und ist auch kein Konsumtempel. Die Kritik an der
Gestaltung dieses Bahnhofes, die nach Fertigstellung sehr heftig war,
halte ich in dieser Form für unangemessen. Die in Kassel sehr
umstrittene Überdachung der Strab-Haltestellenanlage lag in
europäischen Architekturwettbewerben mehrfach ziemlich weit vorn.
Steve
>Jein. Der Erhaltungszustand ist traurig, aber die
>Architektur selbst ist nicht so übel. Allerdings ist im
>Berufsverkehr bzw. Sonntag nachmittags die Anlage für den
>Reisendendurchsatz zu bescheiden bemessen.
Ich bin eigentlich ziemlich oft Sonntag nachmittag und abend im Lübecker
Hbf und habe die Kapazitäten zur Aufnahme Reisender noch nie erschöpft
erlebt. Der Quersteg könnte etwas breiter ausgeführt werden, muß es aber
IMHO nicht unbedingt.
Und der Erhaltungszustand ist schon ewig und drei Tage so wie jetzt. Ich
kann mich daran erinnern, daß ein in Lübeck gelebt habender alter
Großonkel sich schon Mitte der 1980er Jahre über die ausgetretenen
Holztreppen ohne Lift und Rolltreppe beklagte.
--
_____________________________________________________________________
Niels Bock, Kiel PGP key ID: 0xF5A96559
>
>> Ludwigshafen Hbf ist meines Erachtens einsame Spitze.
>
>Ist auch mein eindeutiger Favorit. Hatte mich beim Lesen des Threads schon
>gewundert, daß den noch niemand nominiert hat - bis ich auf Dein posting
>gestoßen bin.
Lu'hafen ist aber, wie Matthias auch schon einmal angemerkt hat, ein
für diese Zeit eigentlich sehr moderner Bahnhof. Ludwigshafen ist
nämlich mit Ausnahme der Gleise auf der Brücke vorn (Strecke von /
nach Mainz) behindertengerecht, da zu den Gleisen Rampen bestehen.
Eine solche Konstruktion war damals ungewöhnlich und sicher
wegweisend. Insgesamt finde ich die Station auch nicht so hässlich,
sie müsste aber an einigen Stellen renoviert werden. Die Gleise der
Mainzer Bahn behindertengerecht auszubauen, sollte auch kein so großes
Problem sein, es müsste eigentlich möglich sein, da Aufzüge
einzurichten. Aber derzeit wird ja diskutiert, ob nach Eröffnung von
Lu'hafen Mitte der alte Hauptbahnhof geschlossen werden sollte, das
hielte ich wegen der dichten Wohnbebauung in Bahnhofsnähe und der
derzeit fast abgeschlossenen Umgestaltung der Bahnhofstraße allerdings
für wenig sinnvoll.
>außerdem ist die Anlage nicht sehr übersichtlich.
>Auch das Bahnhofsumfeld scheint mir alles andere als einladend (bin dort
>allerdings noch nie ausgestiegen)
Die Einkaufsmöglichkeiten im Hbf. sind nicht so gut, ansonsten ist das
Umfeld nicht so äußerst schlecht.
Mein Kandidat für den hässlichsten Bahnhof ist übrigens auch Solingen
Hbf.
Steve
> On 8 Jul 2003 21:34:11 GMT, "Christian Blome"
> <bahnnew...@christianblome.de> wrote:
>
[Frankfurt/Main Flughafen, Kassel-Wilhelmshöhe, Nürnberg Hbf,
Leipzig Hbf, Berlin Hbf]
> >IMHO zeigen diese Bahnhöfe eine neue Generation der
> >Bahnhofsgestaltung. Sie ist eben ein Markenzeichen der Zeit nach
> >der Bahn-Reform.
>
> Kassel-Wilhelmshöhe sicher nicht, der wurde deutlich vor der
> Bahnreform fertig und ist auch kein Konsumtempel.
Das stimmt. Nennen wir es ersten Bahnhof einer neuen Generation auf dem
langen Weg zur Bahnreform. ;-))
Auch Frankfurt/Main Flughafen ist AFAIR kein wirklicher Konsumtempel.
> Die Kritik an der Gestaltung dieses Bahnhofes, die nach Fertigstellung
> sehr heftig war, halte ich in dieser Form für unangemessen.
Welche Kritik genau hälst du für unangemessen?
Die zugigen Bahnsteige, die langen Wege zum Bahnsteig, die langen
Umsteigewege,... sind ja wohl nicht sehr gelungen.
> Die in Kassel sehr umstrittene Überdachung der Strabaltestellenanlage
> lag in europäischen Architekturwettbewerben mehrfach ziemlich weit
> vorn.
Die finde ich übrigens sehr gelungen. Es ging hier doch aber um Bahnhöfe
und nicht um die davorliegenden Straßenbahnhaltestellen oder die
darunterliegenden U-Bahnhöfe.
Christian
--
"Are you giving me wrong answers just to see the film again?"
(Rüdiger S.)
[Duisburg-Ruhrort]
> > Wann wurde mit dem Umbau begonnen?
>
> Tippen würde ich auf 1999 oder 2000.
Sicher? Ich dachte, dass da zwischen meinen beiden Besuchen Mitte 2002
und März 2003 umgebaut wurde.
> Außerdem sind für Bahnhöfe Features immer ganz nett, die
> eine Versorgung mit Getränken etc. ermöglichen.
>
> Das das alles nicht sooo notwendig ist, weiß ich auch,
> aber wünschenswert wäre es schon.
In Duisburg-Ruhrort würde ich das nicht als zwingend notwendig erachten.
Christian
--
"Die niedrigen Triebe feiern fröhliche Urständ."
(Jürgen K. bei der Feier einer ABI-Zulassung)
> Ludwigshafen Hbf ist meines Erachtens einsame Spitze.
>
> Und zwar deswegen, weil er nicht etwa erst durch den "Zahn der Zeit" so
> hنكlich geworden, sondern gleich so gebaut worden ist.
Der passt aber hervorragend zu der ihn umgebenden Stadt...
Gruك Frank
> Ich bin eigentlich ziemlich oft Sonntag nachmittag und abend im Lübecker
> Hbf und habe die Kapazitäten zur Aufnahme Reisender noch nie erschöpft
> erlebt. Der Quersteg könnte etwas breiter ausgeführt werden, muß es aber
> IMHO nicht unbedingt.
>
> Und der Erhaltungszustand ist schon ewig und drei Tage so wie jetzt.
Dann schau es dir noch einmal an und mache letzte Fotos für die
Nachwelt. Der erste Spatenstich für den Umbau des Lübecker Hbf wurde
nämlich schon gefeiert.
Bye Kai
>Ludwigshafen Hbf ist meines Erachtens einsame Spitze.
Stimmt, an den habe ich gar nicht gedacht ... Kommt in meinen Augen
aber erst nach Solingen Hbf ...
Gruß aus Wuppertal
Thomas Gabriel
--
ICQ: 37490497
>Ach ja die üblichen Rivalen SG und W :-)))
Hey, damit habe ich nix zu tun! Ich komme ursprünglich aus der Pfalz
und bin dann nach OB gezogen. Von dort nach SG und vor kurzem nach W
... ;-)
>By the Way ich hätte da noch Wuppertal Hbf und da insbesondere die
>Unterführung zur Schwebebahnstation im Angebot.
Wuppertal Hbf finde ich jetzt nicht so schlimm, mit dem
Fußgängertunnel muß ich Dir allerdings Recht geben. Am Ende des
Tunnels befindet sich dummerweise die Elberfelder Obdachlosen- und
Junkie-Szene ... :-(
Wissen/Sieg.
Der Bahnhof ist abgerissen, das Betonfundament noch vorhanden. Die
Unterführung wird durch einen uralt-Bretterverschlag markiert. Alles sehr
verwahrlost; liegt zudem unter Straßennivaeu in einem Loch.
Gruß,
Ingo
das hat man doch früher bei verschiedenen Bahnhöfen veruscht - Stichwort
Glasbausteine im Boden der Gepäckbahnsteige (z.B. Krefeld), Glasskuppeln
zwischen den Gleisen (z.B. DU), etc ...
Nur leider verschmutzen diese Dinge auch, und sind mit der Zeit
dichtgemacht oder einfach von unten Überpinselt worden ...
Peter
Endpunkt!
Peter
> Kassel-Wilhelmshöhe sicher nicht, der wurde deutlich vor der
> Bahnreform fertig und ist auch kein Konsumtempel.
Außerdem hat Konsumtempel nichts mit häßlich zu tun. Auch wenn man
diese Art der Bahnhofsgestaltung nicht mag (ich habe nichts dagegen
einzuwenden - was sollte in Leipzig sonst an Stelle der
Einkaufspassage sein? In Hmbg-Harburg glotzen einen leere
Fensterhöhlen an, weil die Bahn mit dem ganzen Platz im renovierten
Bahnhof nichts anzufangen weiß), ist sie noch lange nicht häßlich.
> Die Kritik an der
> Gestaltung dieses Bahnhofes, die nach Fertigstellung sehr heftig war,
> halte ich in dieser Form für unangemessen. Die in Kassel sehr
> umstrittene Überdachung der Strab-Haltestellenanlage lag in
> europäischen Architekturwettbewerben mehrfach ziemlich weit vorn.
Schon vor dem Bau? Dann hätten alle Alarmglocken schrillen müssen.
- Sebastian
--
Hühner, die im Freien laufen,
können Sie bei uns _nicht_ kaufen.
(Fa. Markus Kartenbach, Neustadt-Glewe)
(...)
>> Platz 4: Leipzig Hbf
>> Was soll das sein? Ein Bahnhof oder ein Konsumtempel?
>
>Hier mag ich dann nicht zustimmen. Abgesehen von einigen
>Fehlern bei der Reisendeninformation ist der Umbau sehr
>gelungen. Der Kosumbereich ist hübsch im Keller und vom
>Bahnbereich einigermaßen getrennt. Großer Vorteil: Man
>muss nicht stundenlang nach einem Lebensmittelladen in
>Bahnhofsnähe suchen.
Genau. Oben ist der Bahnhof schön geräumig, luftig (man hätte ihn ja
auch mit Buden verstellen können...), die Architektur kommt zur
Geltung.
Patrick Borer
> Schlimm versifft sind auch
[...]
> Hamburg Hbf (keine Wartemöglichkeiten, zugige kalte Halle, lange Wege)
Die drei Punkte mögen ja stimmen, aber versifft ist der Bahnhof nicht.
Ein Bahnhof mit diesem Publikum kann eben nicht gemütlich sein,
andererseits hat man ja die Drogensüchtigen und Obdachlosen recht
erfolgreich an andere Orte vertrieben. Und man schafft es, genauso
schnell sauberzumachen, wie das Publikum verdreckt.
Nebenbei bemerkt stieg ich kürzlich in Harburg-Rathaus in eine S3 Ri.
Hamburg und fragte mich, was denn so streng nach Buttersäure riecht...
dann bemerkte ich, daß mit mir ein Herr in Freizeitkleidung, aber mit
Eimer und Wischmop eingestiegen war, der die Quelle des Geruchs in
einer Vierergruppe ausfindig machte und eliminierte, ausstieg und dem
Tf ein Zeichen gabe, worauf der Zug losfuhr - wat nich allns gift.
>Welche Kritik genau hälst du für unangemessen?
>Die zugigen Bahnsteige, die langen Wege zum Bahnsteig, die langen
>Umsteigewege,... sind ja wohl nicht sehr gelungen.
ProBahn Hessen hat den Bahnhof als einzige Station mit "1" bewertet,
das halte ich allerdings auch für zu positiv. - Für unangemessen halte
ich die massive Kasseler Kritik an der angeblich völlig misslungenen
Architektur, diese Kritik bezog sich sowohl auf den Bahnhof als auch
auf den Vorplatz. Aber Kassel hat ja ohnehin den Ruf einer Mecker- und
Miesepetermetropole - und wenn man da mal was Neues probiert, dann
kann es natürlich nur schlecht sein.
DerBahnhof ist immerhin recht behindertengerecht, was viele andere
Bahnhöfe nicht sind und zum Umsteigen kann man auch die Treppen bzw.
den Aufzug hinten nehmen, die meisten Leute nutzen aber die steile
Rampe und gehen vorn herum. Die Rampe vorn ist natürlich viel zu steil
und mit dem Handrolli nur für Leute mit kräftigen Armen zu fahren, das
ist natürlich schlecht.
Viele Grüße,
Steve
>Schon vor dem Bau? Dann hätten alle Alarmglocken schrillen müssen.
Nachher natürlich!
Steve
"Elmar K. Bins" <el...@detebe.org> schrieb:
> Achwas, F/Ost ist doch gegen F/Mainkur in gutem Zustand, da wird ja sogar
> gearbeitet (ok, nur an der U-Bahn drunter *g*).
>
> El "andere Leute würden das dagegen wahrscheinlich romantisch finden" mi.
ACK. Frankfurt(M) Mainkur ist echt der abgewrackteste im ganzen
Stadtgebiet.
Der Bahnhof sieht aus, als wäre seit Neunzehnpaarunddreißig nichts mehr
renoviert worden. Er hatte mal vier Bahnsteigkanten plus eine
Stückgutrampe, das Überholgleis Richtung Ffm ist jedoch inzwischen
abgehängt. Der betreffende Bahnsteig hat auch nicht mal mehr ein Dach,
in der Mitte des Bahnsteigs ist so ein 70er-Jahre-typischer Betonkubus
mit ner Sitzbank drin.
Die gemauerte Unterführung hat vor etlichen Jahren mal ein paar Eimer
Farbe gesehen, schöner geworden ist sie davon nicht besonders. Und die
Fahrradständer waren bei meinem letzten Besuch auch noch weitgehend
original (die Modelle zum schräg einhängen des Rades).
Wirklich alles andere als einladend.
MfG
Michael
Was ist daran denn so schlimm? Sieht aus wie so ziemlich jeder "frisch"
renovierte Bahnhof (Hannover, Kiel, ...), Coroporate Idendity eben.
Manko: DB Lounge (Keine gratis Kaltgetraenke, hinter Irrgarten gelegen,
sehr klein) und Reisezentrum, wo man mich des Bahn.comfort-Schalters
verweisen wollte mit der Begruendung das ich kein bahn.comfort haette,
dabei hatte ich meine Silberne vorgezeigt. Ja, sowas regt mich wirklich
auf. (Ja, er ist wirklich wie alle anderen auch als 1. Kl.+b.c
beschildert)
mfg jann
[Kassel-Wilhelmshöhe]
> DerBahnhof ist immerhin recht behindertengerecht, was viele andere
> Bahnhöfe nicht sind und zum Umsteigen kann man auch die Treppen bzw.
> den Aufzug hinten nehmen, ...
Warum hat man bei einem neuen Bahnhof die Querverbindung zwischen den
Bahnsteigen nur vorne und relativ am Ende der Bahnsteige hergestellt?
Warum war es nicht möglich, genau in Bahnsteigmitte, wo nunmal die
meisten Leute ein- und aussteigen eine ordentliche *Umsteigemöglichkeit*
zu schaffen?
Wer in Kassel-Wilhelmshöhe die Treppen nutzt, landet am Bahnsteiganfang
ein gutes Stück _vor_ der Zugspitze .
> ... die meisten Leute nutzen aber die steile Rampe und gehen vorn
> herum.
Weil man dadurch etwa in der Bahnsteigmitte landet.
Christian
--
"Man sollte den anderen in Grund und Boden denken..."
(Dr. Hans Z.)
Gruß,
André Joost
>Dann schau es dir noch einmal an und mache letzte Fotos für die
>Nachwelt. Der erste Spatenstich für den Umbau des Lübecker Hbf wurde
>nämlich schon gefeiert.
Ich weiß. Man hat allerdings erst damit begonnen, den alten Gepäcksteg
auf seine Rolle als provisorischer Quersteg vorzubereiten. Kommendes
Wochenende bin ich wahrscheinlich das nächste Mal dort - vielleicht
nehme ich die Kamera mit.
Zum Gepäcksteg noch eine Frage: Der sieht baulich aus, als wäre er in
den 1980er Jahren neugebaut oder grundlegend renoviert worden. War
damals noch nicht absehbar, daß Gepäck- und Postverladung so bald
verschwinden würden?
> Lu'hafen ist aber, wie Matthias auch schon einmal angemerkt hat, ein
> für diese Zeit eigentlich sehr moderner Bahnhof. Ludwigshafen ist
> nämlich mit Ausnahme der Gleise auf der Brücke vorn (Strecke von /
> nach Mainz) behindertengerecht, da zu den Gleisen Rampen bestehen.
Ich gehe davon aus, daß die Rampen nicht für Rollstühle, sondern für
Post- oder Gepäckkarren gebaut worden sind. Das macht sie natürlich nicht
schlechter.
Und ändert beispielsweise nichts an den grotesk langen Umsteigewegen.
> Aber derzeit wird ja diskutiert, ob nach Eröffnung von
> Lu'hafen Mitte der alte Hauptbahnhof geschlossen werden sollte, das
> hielte ich wegen der dichten Wohnbebauung in Bahnhofsnähe und der
> derzeit fast abgeschlossenen Umgestaltung der Bahnhofstraße allerdings
> für wenig sinnvoll.
Das erscheint mir auch unsinnig.
> Die Einkaufsmöglichkeiten im Hbf. sind nicht so gut, ansonsten ist das
> Umfeld nicht so äußerst schlecht.
Der Bahnhofsvorplatz ist mausetot. Hat man ihn erstmal überquert, kommt
man in ein durchaus lebendiges Wohnviertel.
... Martin
Martin Hoffmann schrieb:
>
> Mein Favoriten sind Cottbus wegen dieses hübschen
> Features, dass man viermal Treppensteigen und dazu noch
> ungefähr vier Kilometer normal laufen muss, um an die
> hinteren Bahnsteige zu kommen.
Der Bahnhof Cottbus ist eine der unübersichtlichsten Bahnhofsanlagen,
die ich kenne, siehe
http://www.bahn.de/extrahtml/pdf/bahnhofsplaene/cottbus.pdf Gleis 1-6
sind über einen Tunnel direkt vom Empfangsgebäude aus erreichbar. Der
Tunnel endet an einem sehr breiten Bahnsteig in der Mitte mit diversen
Stumpfgleisen. Die weiteren Gleise sind nur über einen zweiten Tunnel
erreichbar, der auch noch einen Ausgang auf der anderen Seite des
Bahngeländes besitzt.
Warum ist das so? War da das Empfangsgebäude ursprünglich mal in der
Mitte in Insellage? Und warum hat man den Tunnel vom jetztigen
Bahnhofsgebäude nicht gleich bis zu allen Bahnsteigen gebaut, oder den
anderen Tunnel bis zum Empfangsgebäude verlängert?
Viele Grüße
Martin
Dann sind wir uns in diesem Punkt also eben nicht einig. Ich finde
Mainkur deutlich akzeptabler als den Ostbahnhof. Ist also wohl
Ansichtssache.
Gruß
Jörg
>zwischen fischbauchsaeule und zug ist wenig platz und der bodennahe
>anfahrschutz wird hauefig als sitzgelegenheit benutzt: es draengelt
>sich ganz furchtbar, wenn ausnahmsweise mal mehr als fuenf reisende an
>einer tuer wechseln wollen.
Wurde eigentlich in neuerer Zeit jemals ein Bahnhof nach den
Notwendigkeiten des Fahrgaststromes entworfen?
Mir scheinen da oft nur formal Mindesbreiten eingehalten zu werden, während
gleichzeitig versucht wird, optischen einen großzügigen Eindruck
herzustellen. Aber ich kann mich kaum erinnern, je in einem größeren
Bahnhof gewesen zu sein, der sich von seiner Aufteilung her selbst erklärte
und bei dem der Zugang und Abgang vom Bahnsteig auch bei großen
Fahrgastzahlen angenehm war. Freiburg/Br ist ganz pfiffig mit der
Straßenbahn-Brücke. Von der Berliner S-Bahn erinnere ich 1 1/2 stöckige
Abfertigungshäußchen, die erst gut 2m über dem Bahnsteig breiter wurden, so
dass der Bahnsteig unten nicht zu schmal wurde. Oft scheinen aber mehrfache
Querungen zwischen den Bahnsteigen außer Betrieb genommen worden zu sein.
So in Hamburg Hbf, wo unterm Südsteg ein Gang zum schnellen Umsteigen
existierte, der im Rahmen der "Drogenprävention" geschlossen wurde. Hinzu
kommt, dass die Bahnsteige mit allerlei Zeugs versperrt werden von der
überbreiten Abfertigungsbude über die Drahtrostsitzgruppe im lockerem
Schwung bis hin zu gigantischen Getränke- und Schokoriegelautomaten.
Gruß, Mathias Bölckow
Jetzt fällt mir ein, dass man in Solingen doch eben diesen Hbf durch
zwei neue Haltepunkte links und rechts davon ersetzen wollte? Dann
investiert man nix mehr in den alten Bahnhof. Und weil solche Projekte
gerade in NRW Endloswarteschleifen ziehen, ist jetzt alles in
unhaltbarem Zustand?
Gruß
Jörg
Wer hat?
Gruss,
Holger K. aus D.
--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!
E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting
> Warum war es nicht möglich, genau in Bahnsteigmitte, wo nunmal die
> meisten Leute ein- und aussteigen eine ordentliche *Umsteigemöglichkeit*
> zu schaffen?
Die gibt es doch. Sogar mit Aufzuegen. Diese sind allerdings mE zu
häufig defekt/ausser Betrieb
>
> Wer in Kassel-Wilhelmshöhe die Treppen nutzt, landet am Bahnsteiganfang
> ein gutes Stück _vor_ der Zugspitze .
Ziemlich genau in Bahnsteigmitte.
>
> > ... die meisten Leute nutzen aber die steile Rampe und gehen vorn
> > herum.
>
> Weil man dadurch etwa in der Bahnsteigmitte landet.
Du warst wahrscheinlich noch nie am Südende des Bahnsteigs. Fahr doch
mal 1. Klasse :-)
mfg
Thomas
--
Thomas Noll
Public Key:
http://blackhole.pca.dfn.de:11371/pks/lookup?op=get&search=0x78CF1439
Key fingerprint = 2944 07AF 157A 7A92 34FD 0ADD 1EB4 054C 78CF 1439
> ProBahn Hessen hat den Bahnhof als einzige Station mit "1" bewertet,
> das halte ich allerdings auch für zu positiv. - Für unangemessen halte
> ich die massive Kasseler Kritik an der angeblich völlig misslungenen
> Architektur, diese Kritik bezog sich sowohl auf den Bahnhof als auch
> auf den Vorplatz. Aber Kassel hat ja ohnehin den Ruf einer Mecker- und
> Miesepetermetropole - und wenn man da mal was Neues probiert, dann
> kann es natürlich nur schlecht sein.
Naja, der Bahnhof ist mit ein paar Abstrichen halbwegs funktionell, aber
hässlich wie die Nacht. Allein die deutlich sichtbaren drei völlig
divergierenden Baustile passen sowas von gar nicht zusammen, da kann man
einfach nur noch Augenkrebs von bekommen.
Da lob ich mir sowas wie Hannover-Messe Laatzen oder Ffm-Flughafen.
Oli
>>Parse error. Ich bin zu selten im Palast der Winde
>>umgestiegen, um die Situation genau beurteilen zu können;
>>allerdings ist mir nicht aufgefallen, daß dort irgendeine
>>Sonderbauform von Bahnsteigen verbaut waren. Eigentlich
>>lagen sie in voller Ausdehnung relativ nahe zu Gleisen.
>
>
> irgendjemand hielt es fuer eine gute idee, das dach nicht
> freischwebend zu erstellen, sondern durch saeulen zu stuetzen.
Der Statiker? :-)
Oli
> Freiburg/Br ist ganz pfiffig mit der Straßenbahn-Brücke.
Dafür hat Freiburg einen zu schmalen hausbahnsteig und einen
ungenutzten breiten gepäckbahnsteig zwischen gleis 1 und 2.
So wäre dieser bahnhof als einer der wenigen modernisierten
jederzeit für eine reaktivierung des gepäcktransports gerüstet
(immer die positive seite sehen ....) aber es drängelt sich
schon manchmal ganz schön am bahnsteig 1.
Außerdem ist gleis 8 nicht vom nordtunnel aus erreichbar - pech
für umsteiger, die aus versehen die falsche unterführung nehmen.
--
tobias benjamin köhler ____________________________ t...@uncia.de
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> Naja, der Bahnhof ist mit ein paar Abstrichen halbwegs funktionell, aber
> hässlich wie die Nacht. Allein die deutlich sichtbaren drei völlig
> divergierenden Baustile passen sowas von gar nicht zusammen, da kann man
> einfach nur noch Augenkrebs von bekommen.
Welche drei baustile meinst du und welche architekten sind dafür
verantwortlich?
> Wurde eigentlich in neuerer Zeit jemals ein Bahnhof nach den
> Notwendigkeiten des Fahrgaststromes entworfen?
Berlin-Lichtenberg, -Schönefeld. Nur schade, dass es da kaum noch
Fahrgastströme gibt.
> Mir scheinen da oft nur formal Mindesbreiten eingehalten zu werden, während
> gleichzeitig versucht wird, optischen einen großzügigen Eindruck
> herzustellen.
Es scheint mir ein Bundesbahn-Phänomen zu sein, bei Bahnhofs-
umbauten bahnsteiglose Durchfahrgleise einzuplanen und dafür
einiges an Bahnsteigbreite zu opfern. Würzburg fällt mir als
Extremfall ein, aber auch z.B. in Hannover sind einige Bahn-
steige für die dort vorhandene Fahrgastmengen eher zu schmal
(Beispiel: Sonntag abend, RE Uelzen--Göttingen).
Gruß,
Martin
>> Mich wuerde mal interessieren, welchen Nahnhof Ihr so am haesslichsten
>> findet, und welche Bahnhoefe am wenigsten zum Bahnfahren einladen, und auch
>> warum?
>
>Eindeutig Hamburg Hbf. Das ist einfach nur ein häßliches, dreckiges Loch. Brrrrr.
Ui. Wo fährst Du sonst Bahn?
Es gibt einige hässliche Ecken im Hamburger Hbf, aber als ganzes kann ich
Dir nicht im geringesten Zustimmen:
- Die Halle ist m.E. trotz ihrer fast 100 Jahre architektonisch auf der
Höhe der Zeit. Sie könnte von Außen mal sauber gemacht werden, aber
trotzdem ist sie m.E. interessanter anzugucken als z.B. der hochgelobte
"Berliner Bogen", das runde Bürogebäude am Berliner Tor. Insbesondere die
fast filigrane genietete Stahlkonstruktion im inneren gefällt mir.
- der renovierte Bereich Wandelhalle kann wirklich nicht als dreckig
bezeichnet werden.
- Die grundsätzliche Anlage mit den direkt vom Straßenniveau erreichbaren
Quersteigen ist schlicht und sehr praktisch. Vom Südsteg besteht zudem ein
guter Überblick über das Geschehen in der ganzen Halle. Leider stören die
stark befahrenen Straßen Glockengießerwall und Kirchenallee inzwischen
dieses Konzept, weswegen der Tunnel vom Südsteg in die Mönkebergstraße nun
günstiger ist, auch wenn er wegen der niedrigen Bauhöhe, bedingt durch den
Wallringtunnel, sehr beengt wirkt.
Problematisch ist die später hinzugeschusterte Anbindung von U- und S-Bahn.
Dabei ließe sich die U3 deutlich besser anbinden, würde der Bahnsteig unter
die S- und Fernbahngleise verlegt und so breit ausgeführt, dass Treppen zu
den Bahnsteigen führen können. Bei der U2 ist nichts zu retten und auch die
U1 dürfte kaum aus ihrer Randlage am ZOB verlegbar sein. Die S-Bahn könnte
deutlich verbessert werden, wenn das ohnehin hässliche Verwaltungsgebäude
über dem südlichen Ausgang Gleis 1/2 abgerissen würde und der
Eingangsbereich auch zum Südsteg viel großzügiger gestaltet würde, so dass
sich eine sehr breite Fußwegachse aus dem Steindamm durch den Südsteg in
die Mönkebergstraße ergibt.
An dieser Stelle fällt mir auf, dass es eigentlich eine sehr passende NG zu
crossposten gibt: X-post de.sci.architektur
Gruß, Mathias Bölckow