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Fahrgäste in S-Bahn eingeschlossen

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Stephan Gerlach

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Oct 28, 2016, 8:25:42 PM10/28/16
to
Heute war ein interessanter Artikel in der Zeitung über eine S-Bahn, in
der in Leipzig stundenlang Reisende "festgehalten wurden". Einige
Details darin erscheinen jedoch verwunderlich. Der technische Defekt am
Zug ist für mich dabei nicht so von Bedeutung; das kann mal passieren.
Im Wesentlichen geht es um eine S-Bahn, die aufgrund von Stromausfall
nicht weiterfahren konnte und letztenendes abgeschleppt werden mußte.
Aber das ist nicht der springende Punkt. Eher die Art und Weise, wie die
Reisenden "gefangen gehalten"(?) wurden, ist IMHO etwas fragwürdig.

Dazu mal einige Auszüge aus dem Artikel (der komplette Artikel ist
leider zu lang):

[Zitat1]
"... Statt einer entspannten Fahrt gibt es für rund 80 Fahrgäste ein
Pannen-Desaster, das es in dieser Form im mitteldeutschen Raum wohl noch
nicht gegeben haben dürfte. Fast vier Stunden mussten sie bis zu ihrer
Evakuierung ausharren..."
[/Zitat1]

Was mich wundert: Warum mußte der Zug unbedingt evakuiert(!?) werden?
Das klingt so dramatisch; warum sagt man nicht einfach "die Fahrgäste
aussteigen lassen". Aus dem Artikel wird klar, daß "nur" ein "normaler"
technischer Defekt vorlag, kein Unfall, Brand o.ä.

Dann folgen weitere Details, teilweise ergänzt durch Berichte von einem
Reisenden.

[Zitat2]
"... Gegen 17:58 Uhr stoppte die Bahn kurz vor dem Bahnhof Leipzig Nord
und blieb auf der Bahnstrecke in einem Tunnel stehen..."
[/Zitat2]

Es folgen abermals Details zu den Zuständen im Zug, z.B. zur stickigen
Luft sowie versuchter Kommunikation mit dem Bahn-Personal und der
Polizei. U.a. wird erwähnt, daß mittlerweile 2 Stunden vergangen seien.
Weiteres Zitat:

[Zitat3]
"... Ein Bahn-Mitarbeiter unter den Fahrgästen habe wenigstens ein
Fenster öffnen können.."
[/Zitat3]

Da fragt man sich: Wenn er dazu in der Lage war, hätte er vielleicht
auch eine Tür öffnen können?! Vielleicht geht aber auch die
Not-Entriegelung (Züge sind Talent2) nur elektrisch, und diese war evtl.
defekt.
Jetzt wird es richtig interessant:

[Zitat4]
"... Zwischenzeitlich betraten Bundespolizisten den Zug, liefen durch -
und verschwanden wieder..."
[/Zitat4]

Hmm. Da fragt man sich: Wie sind die wohl zum Zug hin und insbesondere
in den Zug hinein gekommen? Vielleicht gar durch eine Tür? Wäre es evtl.
in diesem Moment als Fahrgast möglich gewesen, die Möglichkeit zur
Flucht zu nutzen? Oder wurde genau dies evtl. von den Polizisten
verhindert? Und haben die Bundespolizisten nach ihrem Verschwinden die
Türen wieder verriegelt, damit auch ja keiner verschwindet?
Warum hatten die Polizisten das "Recht" (oder wie auch immer man das
nennen will), den Zug zu betreten und zu verlassen, aber nicht die
Passagiere?
Eine Begründung wie "zur Sicherheit" erschiene mir hier recht
fadenscheinig; genausogut kann es der Sicherheit dienen, gewisse
Fahrgäste freizulassen. Im Zug kann ja auch ein schwer Kranker sein, für
den die Gefangenschaft gefährlicher sein kann, als den Zug zu verlassen.
Die Polizisten hätten ja auch zur Sicherheit(!) die Passagiere, die
gehen wollen(!), begleiten können.
Weiter gehts:

[Zitat5]
"... Gegen 20:30 setzte sich der Zug in Bewegung, hielt am Bahnhof Nord,
aussteigen durfte aber niemand..."
[/Zitat5]

Das ist nun völlig unverständlich; wenn man es nicht besser wüßte, müßte
man nun annehmen, daß die Fahrgäste tatsächlich als Geiseln genommen
werden sollten :-} .
Selbst das Argument "es ist hier zu unsicher zum Aussteigen", das auf
freier Strecke noch irgendwo nachvollziehbar ist, greift ja nun
überhaupt nicht mehr.
Da die Bundespolizisten irgendwie in den Zug hineingekommen sind,
besteht der Verdacht, daß es zudem irgendeinen funktionierenden
Ein-/Ausgang in den Zug gab.

[Zitat6]
"... Die S-Bahn fuhr ein Stück weiter, dann fiel der Strom komplett aus..."
[/Zitat6]

Es folgen weitere Details zu den schlechter werdenden Zuständen im Zug,
z.B. daß Fahrgäste ihre Notdurft im Fahrgastraum verrichten mußten und
rauchten. Gegen 21:43 Uhr kam der Zug laut Artikel im Hauptbahnhof an.
Außerdem gibt es Erklärungen darüber, was zum Ausfall des Zuges geführt
hat und warum das Weiterfahren so lange dauerte.
Weitere Zitate:

[Zitat7]
"... Eine Evakuierung der Reisenden hätten die baulichen und
topographischen Bedingungen auf der freien Strecke nicht zugelassen..."
[/Zitat7]

Dazu muß man sagen: Die Strecke liegt nicht gerade in einer gefährlichen
Gegend, also z.B. im Hochgebirge oder direkt an einem reißenden Fluß.
Ich kenne jetzt nicht die exakte Position, an der der Zug liegenblieb,
aber in der Gegend sind überall Straßen in der Nähe, wo man durchaus von
den Gleisen aus hinlaufen kann, auch ohne Kletter-Spezialist zu sein.
Man hätte die Passagiere ja nicht zwingen(!) müssen, dort auszusteigen.

Zum Abschluß noch mal ein Highlight:

[Zitat8]
"... Absicht sei es dann gewesen, den Zug bis zum Hauptbahnhof zu
schleppen, um die Reisenden dort aus ihrer misslichen Lage zu befreien
... Ein Ausstieg in Leipzig Nord sei nicht in Erwägung gezogen worden,
da hier die Bedingungen für die Evakuierung nicht optimal sind..."
[/Zitat8]

Wieso muß unbedingt 'evakuiert' werden? Was heißt 'Bedingungen nicht
optimal'? Eine 'Evakuierung' (man könnte es auch weniger dramatisch
einfach 'ausssteigen lassen' nennen) in Leipzig Nord wäre sicher allemal
'optimaler' gewesen als eine weitere Wartezeit von 1:13 Stunden.
Wer unbedingt 'evakuiert' werden wollte, hätte ja weiterfahren können...
Oder waren die Türen doch komplett defekt (auch die Notentriegelung)?
Falls ja, dann bleibt nach wie vor das Rätsel: Wie haben es die
mysteriösen Bundespolizisten in den Zug geschafft...?


--
> Eigentlich sollte Brain 1.0 laufen.
gut, dann werde ich mir das morgen mal besorgen...
(...Dialog aus m.p.d.g.w.a.)

Ralf Gunkel

unread,
Oct 28, 2016, 8:50:25 PM10/28/16
to
Am 29.10.16 02:28, schrieb Stephan Gerlach:
..
..
>--
> > Eigentlich sollte Brain 1.0 laufen.
>gut, dann werde ich mir das morgen mal besorgen...
>(...Dialog aus m.p.d.g.w.a.)

Vielleicht solltest du es mal mit deiner Signatur halten und Brain 1.0 auch
nutzen.

Bundespolizisten sind in der Thematik Verhalten in Bahnanlagen, Gefahren aus
dem Bahnbetrieb usw. ein- und unterwiesen. Ganz im Gegensatz zu geschätzt
98% der Fahrgäste. Wenn sich die BPol-er auf den Weg zum Zug und zurück
gemacht haben dann unter ganz anderen Umständen wie es die Evakuierung
eines Zuges auf der Freien Strecke und dann nich dazu in einem Tunnel
bedingt.
Und der Terminus Evakuierung passt da er so angewendet wird wenn der Zug
außerplanmäßig geräumt werden muss da ein Defekt vorliegt.

Gruss Ralf

--
"Sicherungstechnik ist gelebte Paranoia. Und das ist auch gut so." Dirk
Möbius in deb*

Оlе Ѕtrеісhеr

unread,
Oct 29, 2016, 5:25:04 AM10/29/16
to
Martin Τrautmann <t-us...@gmx.net> writes:
> On 29 Oct 2016 00:50:24 GMT, Ralf Gunkel wrote:
>> Bundespolizisten sind in der Thematik Verhalten in Bahnanlagen, Gefahren aus
>> dem Bahnbetrieb usw. ein- und unterwiesen. Ganz im Gegensatz zu geschätzt
>> 98% der Fahrgäste. Wenn sich die BPol-er auf den Weg zum Zug und zurück
>> gemacht haben dann unter ganz anderen Umständen wie es die Evakuierung
>> eines Zuges auf der Freien Strecke und dann nich dazu in einem Tunnel
>> bedingt.
>
> Wie schaut's da aus mit einem Recht auf Nothilfe, dann ein Fenster
> einzuschlagen und dort zu flüchten? Mehr als vier Stunden sind
> schlichtweg unzumutbar.

Zwischen "unzumutbar" und "Not" (die ein Recht auf *Not*hilfe begründen
würde), gibt es aber noch einen gewaltigen Unterschied.

Ralf Gunkel

unread,
Oct 29, 2016, 5:37:17 AM10/29/16
to
Am 29.10.16 11:25, schrieb ole-use...@gmx.net:
Richtig.
Das 4h recht heftig ist ist unstrittig.
Da aber keiner der sich hier (wie üblich) über den Ablauf echauffiert dabei
war, geschweige denn die Umstände en Detail kennt finde ich das Rumgejaule
wieder mal typisch und einfach nur ein Fall von Mimimi.

Gruß Ralf

Stefan Reuther

unread,
Oct 29, 2016, 6:12:44 AM10/29/16
to
Am 29.10.2016 um 02:50 schrieb Ralf Gunkel:
> Am 29.10.16 02:28, schrieb Stephan Gerlach:
>> [Zitat5]
>> "... Gegen 20:30 setzte sich der Zug in Bewegung, hielt am Bahnhof
>> Nord, aussteigen durfte aber niemand..."
>> [/Zitat5]
>
> Vielleicht solltest du es mal mit deiner Signatur halten und Brain 1.0 auch
> nutzen.
>
> Bundespolizisten sind in der Thematik Verhalten in Bahnanlagen,
> Gefahren aus dem Bahnbetrieb usw. ein- und unterwiesen.

Das ändert nix dran, dass an einem Bahnsteig wie L-Nord nix dagegen
spräche, Leute aussteigen zu lassen. Im Zweifelsfall halt kontrolliert
durch eine beaufsichtigte Tür, sofern das Problem in einer defekten
Türsteuerung bestand.


Stefan

Stephan Seitz

unread,
Oct 29, 2016, 6:39:17 AM10/29/16
to
Оlе Ѕtrеісhеr <ole-use...@gmx.net> wrote:
> Zwischen "unzumutbar" und "Not" (die ein Recht auf *Not*hilfe begründen
> würde), gibt es aber noch einen gewaltigen Unterschied.

Wie wird das denn in solchen Zügen ohne Toilette gehandhabt? Wird da
versucht, tragbare Örtlichkeiten aufzustellen? Oder sollen die
Fahrgäste dann durch eine offene Tür pinkeln (können ja auch nur die
männlichen Wesen)?

Vier Stunden ohne Klo können schon ganz schön schwierig werden.

Shade and sweet water!

Stephan

--
| Stephan Seitz E-Mail: stse+...@fsing.rootsland.net |
| Public Keys: http://fsing.rootsland.net/~stse/keys.html |

Reinhard Greulich

unread,
Oct 29, 2016, 7:33:18 AM10/29/16
to
Martin ?rautmann schrieb am Sat, 29 Oct 2016 07:16:53 +0000 (UTC):

> Übermäßig viel Brain sehe ich bei der Einsatzleitung jener
> Bundespolizisten nicht - auch für mich wirkt es so, als wären die
> Fahrgäste unnötig lange festgehalten worden. Umso mehr in einer S-Bahn
> ohne Toiletten.

Du bist ausgebildeter Mitarbeiter in einer Notfall-Leitstelle? Oder
woher hast Du die Kompetenz, die Du hier implizierst?

- R.

--
70086
~=@=~

Reinhard Greulich

unread,
Oct 29, 2016, 7:35:06 AM10/29/16
to
Stefan Reuther schrieb am Sat, 29 Oct 2016 11:51:31 +0200:

> Das ändert nix dran, dass an einem Bahnsteig wie L-Nord nix dagegen
> spräche, Leute aussteigen zu lassen.

Was dagegen gesprochen hat, wissen wir nun mal nicht. Ich denke, man
wird es noch erfahren.

Оlе Ѕtrеісhеr

unread,
Oct 29, 2016, 7:40:49 AM10/29/16
to
Stephan Seitz <stse+...@fsing.rootsland.net> writes:
> Оlе Ѕtrеісhеr <ole-use...@gmx.net> wrote:
>> Zwischen "unzumutbar" und "Not" (die ein Recht auf *Not*hilfe begründen
>> würde), gibt es aber noch einen gewaltigen Unterschied.
>
> Wie wird das denn in solchen Zügen ohne Toilette gehandhabt? Wird da
> versucht, tragbare Örtlichkeiten aufzustellen? Oder sollen die
> Fahrgäste dann durch eine offene Tür pinkeln (können ja auch nur die
> männlichen Wesen)?
>
> Vier Stunden ohne Klo können schon ganz schön schwierig werden.

keine frage. aber "schwierig" ist keine notsituation. selbst wenn es
"notdurft" heißt.

Fa.lk.Sc.H.a.de

unread,
Oct 29, 2016, 10:52:21 AM10/29/16
to
und warum heuit es dann Notdurft und nicht Schwierigdurft?

Hartmut Ott

unread,
Oct 29, 2016, 11:12:26 AM10/29/16
to
Hej,

Am 29.10.2016 um 13:40 schrieb Оlе Ѕtrеісhеr:

>> Vier Stunden ohne Klo können schon ganz schön schwierig werden.
>
> keine frage. aber "schwierig" ist keine notsituation. selbst wenn es
> "notdurft" heißt.

Also sollte man lieber die Hose vollmachen?


mfg
Hartmut Ott
*Wir alle tragen den Heiligenschein des gewöhnlichen Wahnsinns*
--
Trage es lachend

Johann Mayerwieser

unread,
Oct 29, 2016, 11:36:29 AM10/29/16
to
Am Sat, 29 Oct 2016 00:50:24 +0000 schrieb Ralf Gunkel:

> Vielleicht solltest du es mal mit deiner Signatur halten und Brain 1.0
> auch
> nutzen.

Schreibt ein Fullquotler

Sorry, aber das musste gesagt werden

Gerald Gruner

unread,
Oct 29, 2016, 11:57:11 AM10/29/16
to
Ralf Gunkel schrieb am 29.10.16:

> Vielleicht solltest du es mal mit deiner Signatur halten und Brain 1.0
> auch nutzen.

Da du bei deiner dargestellten Hochnäsigkeit wohl mit Brain 1.1 (oder sogar
2.0?) gesegnet bist, könntest du die tumben Mitleser ja einfach mal
erhellen, was bei einer Leipziger S-Bahn(!) *4* *Stunden* Gefangenschaft
der Passagiere rechtfertigen könnte?

In welcher unzugänglichen Wüste abseits jeder Zivilisation sind sie
abgestürzt?
Über welchem tosenden Abgrund haben sie gehangen?
Aus welchem Vulkan stammt die Lava, die sie eingeschlossen hat?

MfG
Gerald

--
No trees were killed in the sending of this message. However
a large number of electrons were terribly inconvenienced.

Ralf Gunkel

unread,
Oct 29, 2016, 1:21:15 PM10/29/16
to
Am 29.10.16 17:57, schrieb Gerald Gruner:
>Ralf Gunkel schrieb am 29.10.16:
>
>> Vielleicht solltest du es mal mit deiner Signatur halten und Brain 1.0
>> auch nutzen.
>
>Da du bei deiner dargestellten Hochnäsigkeit wohl mit Brain 1.1 (oder sogar
>2.0?) gesegnet bist, könntest du die tumben Mitleser ja einfach mal
>erhellen, was bei einer Leipziger S-Bahn(!) *4* *Stunden* Gefangenschaft
>der Passagiere rechtfertigen könnte?
>
>In welcher unzugänglichen Wüste abseits jeder Zivilisation sind sie
>abgestürzt?
>Über welchem tosenden Abgrund haben sie gehangen?
>Aus welchem Vulkan stammt die Lava, die sie eingeschlossen hat?
>
Du warst dabei und kennst die Umstände?
Dann erzähl mal.

Gruß Ralf

Ralf Gunkel

unread,
Oct 29, 2016, 1:23:33 PM10/29/16
to
Am 29.10.16 17:36, schrieb Johann Mayerwieser:
>Am Sat, 29 Oct 2016 00:50:24 +0000 schrieb Ralf Gunkel:
>
>> Vielleicht solltest du es mal mit deiner Signatur halten und Brain 1.0
>> auch
>> nutzen.
>
>Schreibt ein Fullquotler

Aha. Keine Ahnung haben aber mal den Senf dazu geben.
Ich habe ab Zitat 4 angesetzt da hierzu die Signatur passt.
Hast du nicht gemerkt. Ist auch kein wunder.

>
>Sorry, aber das musste gesagt werden

Dito, Schwätzer.
Und wieder mal Tschüss in die WG.

Gruß Ralf

Reinhard Greulich

unread,
Oct 29, 2016, 2:05:10 PM10/29/16
to
Martin ?rautmann schrieb am Sat, 29 Oct 2016 11:36:19 +0000 (UTC):

> Zeig mir deine.

Im Unterschied zu dir behaupte ich nicht, etwas sei "unnötig", ohne
die Hintergründe zu kennen. Und die kennen in erster >Linie die
Mitarbeiter des Notfallmanagements in der Netzleitstelle, die über
sowas auch entscheiden.

Оlе Ѕtrеісhеr

unread,
Oct 29, 2016, 3:00:25 PM10/29/16
to
Hartmut Ott <ho...@arcor.de> writes:
> Am 29.10.2016 um 13:40 schrieb Оlе Ѕtrеісhеr:
>
>>> Vier Stunden ohne Klo können schon ganz schön schwierig werden.
>>
>> keine frage. aber "schwierig" ist keine notsituation. selbst wenn es
>> "notdurft" heißt.
>
> Also sollte man lieber die Hose vollmachen?

... als sich in Lebensgefahr zu begeben? Ja, natürlich. Die Scheiße aus
der Hose zu kratzen ist immer noch besser, als die Leichenteile von den
Gleisen sammeln zu lassen.

Heiko Schneider

unread,
Oct 29, 2016, 5:02:17 PM10/29/16
to
Am 29.10.2016 um 09:16 schrieb Martin Τrautmann:
> ...auch für mich wirkt es so, als wären die
> Fahrgäste unnötig lange festgehalten worden. Umso mehr in einer S-Bahn
> ohne Toiletten.

Die Fahrzeuge der S-Bahn Mitteldeutschland verfügen über eine Toilette.
Ich habe keine Textstelle gefunden, dass diese außer Betrieb gewesen
sein soll.

Grüße,
Heiko

David Seppi

unread,
Oct 29, 2016, 7:32:54 PM10/29/16
to
Martin Τrautmann schrieb:

> Umso mehr in einer S-Bahn
> ohne Toiletten.

Laut Wikipedia gibt es die Talent 2 auch mit Toilette.
Was treibt die Bahn dazu auf solche zu verzichten?

--
David Seppi
1220 Wien

Ralf Gunkel

unread,
Oct 29, 2016, 9:56:31 PM10/29/16
to
Am 30.10.16 01:32, schrieb dse...@a1.net:
>Martin Τrautmann schrieb:
>
>> Umso mehr in einer S-Bahn
>> ohne Toiletten.
>
>Laut Wikipedia gibt es die Talent 2 auch mit Toilette.
>Was treibt die Bahn dazu auf solche zu verzichten?
>
Wenn man heute darauf verzichtet, dann aufgrund der jeweiligen
Ausschreibungsvorgaben.

Die "S-Bahn Mitteldeutschland" haben aber wohl welche denn sie sind auch auf
dem Foto zum Mehrzweckbereich gut zu erkennen:
http://www.s-bahn-mitteldeutschland.de/s_mitteldeutschland/view/wir/fahrzeuge.shtml

Gruß Ralf

Detlev Bartsch

unread,
Oct 30, 2016, 7:02:20 AM10/30/16
to
Am 29.10.2016 um 23:02 schrieb Heiko Schneider:

> Ich habe keine Textstelle gefunden, dass diese außer Betrieb gewesen
> sein soll.

Das stand hier:
"... aufgrund von Stromausfall ..."

Was mich zu einer anderen Frage führt:

Aus dem LVZ-Artikel:
"Ein Bahn-Sprecher bestätigte, dass die S 4 zwischen Thekla und Leipzig
Nord in einem stromlosen Abschnitt liegen blieb. „Für solche Fälle ist
entsprechende Vorsorge getroffen. So ist im Havariekonzept vorgesehen,
dass eine weitere S-Bahn die liegen gebliebene abschleppt und mit
Energie versorgt.“ Dies sei auch so geschehen, doch konnte der
Ersatzzug „den Havaristen nicht erreichen, ohne selbst in den
stromlosen Abschnitt einzufahren".

Sind dort die stromlosen Abschnitte üblicherweise kürzer als
eine Fahrzeuglänge, oder wie kommt man auf die Idee, dass das
Konzept eine gute Idee sei, geschweige denn eine funktionierende?

Tschüss
db

Gerald Gruner

unread,
Oct 30, 2016, 8:21:56 AM10/30/16
to
Ralf Gunkel schrieb am 29.10.16:

> Am 29.10.16 17:57, schrieb Gerald Gruner:
>>Ralf Gunkel schrieb am 29.10.16:
>>
>>> Vielleicht solltest du es mal mit deiner Signatur halten und Brain 1.0
>>> auch nutzen.
>>
>>Da du bei deiner dargestellten Hochnäsigkeit wohl mit Brain 1.1 (oder sogar
>>2.0?) gesegnet bist, könntest du die tumben Mitleser ja einfach mal
>>erhellen, was bei einer Leipziger S-Bahn(!) *4* *Stunden* Gefangenschaft
>>der Passagiere rechtfertigen könnte?
>>
>>In welcher unzugänglichen Wüste abseits jeder Zivilisation sind sie
>>abgestürzt?
>>Über welchem tosenden Abgrund haben sie gehangen?
>>Aus welchem Vulkan stammt die Lava, die sie eingeschlossen hat?
>>
> Du warst dabei und kennst die Umstände?
> Dann erzähl mal.

ICH nicht, aber du offensichtlich, sonst hättest du doch nicht deine Nase
so hoch getragen und andere mit Bemerkungen wie "Brain 1.0 nutzen"
angek*ckt.

Kai Garlipp

unread,
Oct 30, 2016, 10:06:04 AM10/30/16
to
On 30.10.2016 12:02, Detlev Bartsch wrote:

> "Ein Bahn-Sprecher bestätigte, dass die S 4 zwischen Thekla und Leipzig
> Nord in einem stromlosen Abschnitt liegen blieb. „Für solche Fälle ist
> entsprechende Vorsorge getroffen. So ist im Havariekonzept vorgesehen,
> dass eine weitere S-Bahn die liegen gebliebene abschleppt und mit
> Energie versorgt.“ Dies sei auch so geschehen, doch konnte der
> Ersatzzug „den Havaristen nicht erreichen, ohne selbst in den
> stromlosen Abschnitt einzufahren".
>
> Sind dort die stromlosen Abschnitte üblicherweise kürzer als
> eine Fahrzeuglänge, oder wie kommt man auf die Idee, dass das
> Konzept eine gute Idee sei, geschweige denn eine funktionierende?

Der stromlose Abschnitt dürfte kurz sein (Unterführung), da kann es
funktionieren einen anderen Triebwagen heranzufahren und dann abzuschleppen. Das
kann schneller sein als eine Diesellok mit Lokführer zu finden, die Notkupplung
auszupacken usw. Aber so ein Hamster hat nur einen Stromabnehmer und wenn der an
der flaschen Seite ist und der Zug ungünstig steht. :/

Bye Kai

Kai Garlipp

unread,
Oct 30, 2016, 10:06:04 AM10/30/16
to
On 29.10.2016 23:02, Heiko Schneider wrote:
>> ...auch für mich wirkt es so, als wären die
>> Fahrgäste unnötig lange festgehalten worden. Umso mehr in einer S-Bahn
>> ohne Toiletten.
>
> Die Fahrzeuge der S-Bahn Mitteldeutschland verfügen über eine Toilette. Ich habe
> keine Textstelle gefunden, dass diese außer Betrieb gewesen sein soll.

Wie verhält sich so eine Toilette wenn sie längere Zeit ohne richtigen Strom
ist? Da sind ja auch allerhand Pumpen und so im Spiel.

Bye Kai


Ralf Gunkel

unread,
Oct 30, 2016, 1:23:48 PM10/30/16
to
Am 30.10.16 13:21, schrieb Gerald Gruner:
>Ralf Gunkel schrieb am 29.10.16:
>
..
>> Du warst dabei und kennst die Umstände?
>> Dann erzähl mal.
>
>ICH nicht, aber du offensichtlich, sonst hättest du doch nicht deine Nase
>so hoch getragen und andere mit Bemerkungen wie "Brain 1.0 nutzen"
>angek*ckt.
>
Also wie ich vermutete.
Hier wird nur Orakelt und die Organisatoren für doof erklärt.
Dann grüss mal schön die WG Bewohner.

Martin Ebert

unread,
Oct 31, 2016, 12:36:33 AM10/31/16
to
Am 30.10.2016 um 18:23 schrieb Ralf Gunkel:

> Also wie ich vermutete. Hier wird nur Orakelt und die Organisatoren
> für doof erklärt.

Halt mal.

Also erstmal werden ja die Reisenden für doof erklärt: Im Grunde wird
ja gesagt, dass die zu dumm sind um aus einem Zug auszusteigen.

Nun kenne ich Leipzig ein bisschen.

Mit einiger Sicherheit hätte ich derart viel Rabatz gemacht, dass Du
als mein Lokführer, aber nicht nur Du, so richtig Stress gehabt hättet:
Das geht durchaus, wenn man weiß, wo die richtigen "Schalter" sind.

Ich war nun nicht dabei. Aber da spricht so einiges dafür, dass eine
Strafanzeige wegen Freiheitsberaubung erfolgreich sein könnte. Und man
kann im Sinne aller Beteiligten nur hoffen, dass sich ein Reisender
dazu auch aufrafft.

So etwas geht mal gar nicht. Wir reden hier nicht über ein Moor bei
Nacht in der mittleren Pampa. Wir reden über eine deutsche Großstadt.

@Reinhard: Ich will Dich mal sehen, wenn Dir das in Hannover passieren
würde. Und Hannover ist ein guter Vergleich, Leipzig ist minimal
größer.

Mt

Ralf Gunkel

unread,
Oct 31, 2016, 1:00:55 AM10/31/16
to
Am 31.10.16 05:36, schrieb Martin Ebert:
>Am 30.10.2016 um 18:23 schrieb Ralf Gunkel:
>
>> Also wie ich vermutete. Hier wird nur Orakelt und die Organisatoren
>> für doof erklärt.
>
>Halt mal.
>
>Also erstmal werden ja die Reisenden für doof erklärt: Im Grunde wird
>ja gesagt, dass die zu dumm sind um aus einem Zug auszusteigen.

Deine Intrrpretstion eines Presseartikels.

>
>Nun kenne ich Leipzig ein bisschen.
>
>Mit einiger Sicherheit hätte ich derart viel Rabatz gemacht, dass Du
>als mein Lokführer, aber nicht nur Du, so richtig Stress gehabt hättet:
>Das geht durchaus, wenn man weiß, wo die richtigen "Schalter" sind.

Bist ja ein ganz toller.
So Typen braucht es mehr.
Wenn du so gut bist. Warum bist du nicht Notfallmsnager oder vergleichbares?

>
>Ich war nun nicht dabei. Aber da spricht so einiges dafür, dass eine
>Strafanzeige wegen Freiheitsberaubung erfolgreich sein könnte. Und man
>kann im Sinne aller Beteiligten nur hoffen, dass sich ein Reisender
>dazu auch aufrafft.

Ach ja. Das hat mir hier noch gegehlt. Mimimi...

>
>So etwas geht mal gar nicht. Wir reden hier nicht über ein Moor bei
>Nacht in der mittleren Pampa. Wir reden über eine deutsche Großstadt.
>
Bei einem ähnlichen Fall mitten im Matsch wurde hierzugroup der selbe Mist
abgesondert.
Fakt ist. Keiner hier und auch ich war nicht dabei und die Qualität von
Presseartikeln kennt man auch.
Daher Ball flachhalten.

Ich klink mich jetzt aus. Kindergarten kann ich auch anderswo erleben .

Stefan Reuther

unread,
Oct 31, 2016, 5:23:30 AM10/31/16
to
Am 31.10.2016 um 06:00 schrieb Ralf Gunkel:
> Am 31.10.16 05:36, schrieb Martin Ebert:
>> So etwas geht mal gar nicht. Wir reden hier nicht über ein Moor bei
>> Nacht in der mittleren Pampa. Wir reden über eine deutsche Großstadt.
>>
> Bei einem ähnlichen Fall mitten im Matsch wurde hierzugroup der selbe Mist
> abgesondert.

Ich kann mich nicht erinnern, dass in den ähnlichen Fällen ein "wir
halten an einem Bahnsteig, lassen aber keinen raus" im Spiel war.

Hingegen kann ich mich aus persönlicher Erfahrung erinnern an "der Zug
ist kaputt, wir warten auf eine Ersatzlok, aber da unser Lokführer uns
freundlicherweise an einem Bahnsteig geparkt hat, könnt ihr alle mal
raus, rauchen oder so". Oder an einen Zugbegleiter, der zwar keinen
Bahnsteig zur Hand hatte, der aber, nachdem der Akku alle war, fleißig
rumgerannt ist und Fenster geöffnet hat.

> Fakt ist. Keiner hier und auch ich war nicht dabei und die Qualität von
> Presseartikeln kennt man auch.

Zitate bekommen sie normalerweise hin.

> Ich klink mich jetzt aus. Kindergarten kann ich auch anderswo erleben .

Kindergarten ist jetzt nicht besser als "die gottgleiche Bahn macht
alles richtig und ist nicht infrage zu stellen."


Stefan

Wolfgang Kynast

unread,
Oct 31, 2016, 7:46:26 AM10/31/16
to
On Mon, 31 Oct 2016 05:36:30 +0100, "Martin Ebert" posted:

>Am 30.10.2016 um 18:23 schrieb Ralf Gunkel:
>
>> Also wie ich vermutete. Hier wird nur Orakelt und die Organisatoren
>> für doof erklärt.
>
>Halt mal.
>
>Also erstmal werden ja die Reisenden für doof erklärt: Im Grunde wird
>ja gesagt, dass die zu dumm sind um aus einem Zug auszusteigen.
>
>Nun kenne ich Leipzig ein bisschen.
>
>Mit einiger Sicherheit hätte ich derart viel Rabatz gemacht, dass Du
>als mein Lokführer, aber nicht nur Du, so richtig Stress gehabt hättet:
>Das geht durchaus, wenn man weiß, wo die richtigen "Schalter" sind.
>
>Ich war nun nicht dabei. Aber da spricht so einiges dafür, dass eine
>Strafanzeige wegen Freiheitsberaubung erfolgreich sein könnte.

Nein, da spricht genau garnix dafür.

Versuch doch mal, den Verursacher eines Unfalls auf einer BAB dafür
zur Verantwortung zur ziehen, dass du vier Stunden im Stau stehen
musstest.

--
Schöne Grüße,
Wolfgang

Jens Nattbock

unread,
Oct 31, 2016, 7:58:17 AM10/31/16
to
Am 31.10.2016 um 12:46 schrieb Wolfgang Kynast:
> On Mon, 31 Oct 2016 05:36:30 +0100, "Martin Ebert" posted:

>> Ich war nun nicht dabei. Aber da spricht so einiges dafür, dass eine
>> Strafanzeige wegen Freiheitsberaubung erfolgreich sein könnte.
>
> Nein, da spricht genau garnix dafür.
>
> Versuch doch mal, den Verursacher eines Unfalls auf einer BAB dafür
> zur Verantwortung zur ziehen, dass du vier Stunden im Stau stehen
> musstest.

Hinkt.
Richtig ist, dass Dich auf der Autobahn im Stau niemand hindert, aus dem
Auto aus- und die Leitplanke zu übersteigen, um dahinter Deine Notdurft
zu verrichten. Wenn Dich jemand zwingen würde, Dein Auto vier Stunden
lang nicht zu verlassen, sodass Du in die Polster strullen müsstest,
dann hättest Du sehr wohl Aussichten auf Erfolg, denjenigen, der Dich
dazu genötigt hat, eben deshalb zu verklagen.
Ich gehe mal davon aus, dass der Bericht stimmt, dass die Toilette im
Zug ausgefallen war (was bei einem Vakuumklo bei Stromausfall ja auch
nicht verwundert).
j

Marc Haber

unread,
Oct 31, 2016, 8:05:52 AM10/31/16
to
Stefan Reuther <stefa...@arcor.de> wrote:
>Ich kann mich nicht erinnern, dass in den ähnlichen Fällen ein "wir
>halten an einem Bahnsteig, lassen aber keinen raus" im Spiel war.

Auch im konkreten Fall mag ich das allein aufgrund des Presseberichts
nicht glauben. Im Zweifel hat die Kiste auf Höhe eines Bahnsteigs auf
einem kantenlosen Gleis gehalten, was Fahrgäste als "am Bahnsteig"
interpretiert haben.

>> Fakt ist. Keiner hier und auch ich war nicht dabei und die Qualität von
>> Presseartikeln kennt man auch.
>
>Zitate bekommen sie normalerweise hin.

Garbage In Garbage Out funktioniert auch in der Presse.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Oct 31, 2016, 8:39:54 AM10/31/16
to
Reinhard Greulich <usn0208...@greulich.de> wrote:

>Du bist ausgebildeter Mitarbeiter in einer Notfall-Leitstelle? Oder
>woher hast Du die Kompetenz, die Du hier implizierst?

Allerdings bedarf es keiner besonderen Kompetenz, festzustellen, daß
4h in so einer Situation nicht gehen, und ich gehe auch davon aus, daß
da intern aufgearbeitet und beteestundet wird.


-ras

--
Ralph A. Schmid
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/

Michael Kümmling

unread,
Oct 31, 2016, 10:54:14 AM10/31/16
to
Am 31.10.2016 um 13:05 schrieb Marc Haber:
> Stefan Reuther <stefa...@arcor.de> wrote:
>> Ich kann mich nicht erinnern, dass in den ähnlichen Fällen ein "wir
>> halten an einem Bahnsteig, lassen aber keinen raus" im Spiel war.
>
> Auch im konkreten Fall mag ich das allein aufgrund des Presseberichts
> nicht glauben. Im Zweifel hat die Kiste auf Höhe eines Bahnsteigs auf
> einem kantenlosen Gleis gehalten, was Fahrgäste als "am Bahnsteig"
> interpretiert haben.
In Leipzig Nord muss die S-Bahn über ein Bahnsteiggleis gefahren sein,
geht gar nicht anders.

Die Erklärung, lieber gleich zum Hbf zu fahren, weil dort die
Evakuierung (und auch die Weiterreise...) einfacher ist, finde ich aber
nachvollziehbar.

So richtig genutzt hat man das aber nicht, Personal zur Betreuung der
Reisenden in Leipzig Hbf war wohl keines da.

Viele Grüße
Micha

Peter Meier

unread,
Oct 31, 2016, 11:42:58 AM10/31/16
to
Am 31.10.2016 um 05:36 schrieb Martin Ebert:

> Ich war nun nicht dabei. Aber da spricht so einiges dafür, dass eine
> Strafanzeige wegen Freiheitsberaubung erfolgreich sein könnte. Und man
> kann im Sinne aller Beteiligten nur hoffen, dass sich ein Reisender
> dazu auch aufrafft.

Nach meiner Erfahrung wird die Staatsanwaltschaft sowas einstellen.

Gerald Gruner

unread,
Oct 31, 2016, 3:00:48 PM10/31/16
to
Ralf Gunkel schrieb am 30.10.16:

> Am 30.10.16 13:21, schrieb Gerald Gruner:
>>Ralf Gunkel schrieb am 29.10.16:
>>
> ..
>>> Du warst dabei und kennst die Umstände?
>>> Dann erzähl mal.
>>
>>ICH nicht, aber du offensichtlich, sonst hättest du doch nicht deine Nase
>>so hoch getragen und andere mit Bemerkungen wie "Brain 1.0 nutzen"
>>angek*ckt.
>>
> Also wie ich vermutete.
> Hier wird nur Orakelt und die Organisatoren für doof erklärt.
> Dann grüss mal schön die WG Bewohner.

Lies einfach nochmal deinen ersten Satz in diesem Thread und schäme dich.
Du hast von Anfang an mit "Brain 1.0 nutzen" nichts anderes zustande
gebracht außer Trollen.

Dass du trotz deiner gezeigten Hochnäsigkeit nicht einmal in der Lage bist,
_Gründe_ zu nennen, die IYO bei einer S-Bahn(!) 4 Stunden(!!)
"Gefangenschaft" rechtfertigen und dass du dich stattdessen im parallelen
Posting feige "ausklinkst", um dein komplettes Scheitern nicht zugeben zu
müssen, ist daher auch nicht verwunderlich.

MfG
Gerald, sich kopfschüttelnd abwendend

Schorsch

unread,
Oct 31, 2016, 3:06:55 PM10/31/16
to
Am 29.10.2016 um 02:28 schrieb Stephan Gerlach:
> Heute war ein interessanter Artikel in der Zeitung über eine S-Bahn, in
> der in Leipzig stundenlang Reisende "festgehalten wurden". Einige
> Details darin erscheinen jedoch verwunderlich. Der technische Defekt am
> Zug ist für mich dabei nicht so von Bedeutung; das kann mal passieren.
> Im Wesentlichen geht es um eine S-Bahn, die aufgrund von Stromausfall
> nicht weiterfahren konnte und letztenendes abgeschleppt werden mußte.
> Aber das ist nicht der springende Punkt. Eher die Art und Weise, wie die
> Reisenden "gefangen gehalten"(?) wurden, ist IMHO etwas fragwürdig.
>
> Dazu mal einige Auszüge aus dem Artikel (der komplette Artikel ist
> leider zu lang):


Kannst Du mal sagen, von welcher Zeitung du sprichst? Ich finde da
irgenwie so gar nix zu.

Gruß
Schorsch

Stefan Reuther

unread,
Oct 31, 2016, 3:07:54 PM10/31/16
to
Am 31.10.2016 um 15:54 schrieb Michael Kümmling:
> Am 31.10.2016 um 13:05 schrieb Marc Haber:
>> Stefan Reuther <stefa...@arcor.de> wrote:
>>> Ich kann mich nicht erinnern, dass in den ähnlichen Fällen ein "wir
>>> halten an einem Bahnsteig, lassen aber keinen raus" im Spiel war.
>>
>> Auch im konkreten Fall mag ich das allein aufgrund des Presseberichts
>> nicht glauben. Im Zweifel hat die Kiste auf Höhe eines Bahnsteigs auf
>> einem kantenlosen Gleis gehalten, was Fahrgäste als "am Bahnsteig"
>> interpretiert haben.
> In Leipzig Nord muss die S-Bahn über ein Bahnsteiggleis gefahren sein,
> geht gar nicht anders.

Eben.

> Die Erklärung, lieber gleich zum Hbf zu fahren, weil dort die
> Evakuierung (und auch die Weiterreise...) einfacher ist, finde ich aber
> nachvollziehbar.

Das ist dann nachvollziehbar, wenn man sagt: wir haben die Karre wieder
in Gang bekommen, jetzt fahren wir nonstop zu dem Punkt, der den meisten
was nutzt.

Sobald der dann aber wieder an einem Bahnsteig für eine nennenswerte
Zeit steht, spricht nichts dagegen, auch Leute aussteigen zu lassen.
Zumal Leipzig-Nord zwar wie Pampa aussieht, aber keine ist: da gibt's
Bus und Straßenbahn in sinnvoller Taktung gleich um die Ecke.


Stefan

Michael Kümmling

unread,
Oct 31, 2016, 5:02:10 PM10/31/16
to

Reinhard Greulich

unread,
Oct 31, 2016, 5:58:52 PM10/31/16
to
Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb am Mon, 31 Oct 2016 13:39:53 +0100:

> Allerdings bedarf es keiner besonderen Kompetenz, festzustellen, daß
> 4h in so einer Situation nicht gehen, und ich gehe auch davon aus, daß
> da intern aufgearbeitet und beteestundet wird.

Wenn es denn auch vier Stunden waren. Bisher wird das nur berichtet
und "gefühlt" und real sind noch mal ein Unterschied.

Gruß - Reinhard.

--
70086
~=@=~

Holger Metschulat

unread,
Oct 31, 2016, 6:21:48 PM10/31/16
to
Am 29.10.2016 um 12:39 schrieb Stephan Seitz:
Hallo,

> Wie wird das denn in solchen Zügen ohne Toilette gehandhabt? Wird da
> versucht, tragbare Örtlichkeiten aufzustellen? Oder sollen die
> Fahrgäste dann durch eine offene Tür pinkeln (können ja auch nur die
> männlichen Wesen)?
>
> Vier Stunden ohne Klo können schon ganz schön schwierig werden.

Wie macht man das, wenn man in einem Fahrstuhl eingeschlossen ist?

--
Gruss * Holger Metschulat
Holger * e-mail: ho...@stellwerke.de,
http://www.signallabor.de/estw
"Internet-Nutzung ist ein Privileg und kein Recht."
(Rechnerraum-Ordnung an der Uni von 1994)

Holger Metschulat

unread,
Oct 31, 2016, 6:36:45 PM10/31/16
to
Am 31.10.2016 um 20:00 schrieb Gerald Gruner:
Hallo,

> Dass du trotz deiner gezeigten Hochnäsigkeit nicht einmal in der Lage bist,
> _Gründe_ zu nennen, die IYO bei einer S-Bahn(!) 4 Stunden(!!)
> "Gefangenschaft" rechtfertigen und dass du dich stattdessen im parallelen
> Posting feige "ausklinkst", um dein komplettes Scheitern nicht zugeben zu
> müssen, ist daher auch nicht verwunderlich.

Vielleicht mal zum Nachdenken:

Für Dinge wie Havarieren, liegengebliebene Züge, etc., gibt es
entsprechende Notfallpläne, die beschreiben, wie zu verfahren ist. Diese
Notfallpläne werden unabhängig von einem konkreten Ereignis verfaßt.
Hier werden alle möglichen Einflüsse berücksichtigt.

Tritt ein Ereignis ein, so haben sich die mit der Evakuierung befaßten
Mitarbeiter daran zu halten und diese Pläne so auszuführen. Warum? Sie
können im Einzelfall nicht alle konkreten und relevanten Punkte
abklären. Bei der Evakuierung haben sie sich an die Pläne zu halten.
Abweichungen davon, um das ganz zu beschleunigen usw. können zu Gefahren
führen, die der ad-hoc-Entscheider aus Mangel an Ortskenntnis usw. nicht
überblicken kann. Dadurch kann ein noch größerer Schaden angerichtet
werden, den die Mitarbeiter sicherlich nicht riskieren werden. Stell'
Dir mal vor, aufgrund der Abweichung von den Notfallplänen gibt es Tote,
der dies anordnende Mitarbeiter nimmt das voll auf seine Kappe, da er
wissentlich und absichtlich von den Vorschriften verstoßen hat.

Und die Presse sowie die Staatsanwaltschaft wird als erstes zitieren,
daß sich hier ein Mitarbeiter über Regeln hinweggesetzt hat.

Siehe zum Beispiel den Unfall in Bad Aibling. Auch hier hat sich
offensichtlich ein Mitarbeiter ad hoc über Vorschriften hinweggesetzt.
Das Ergebnis kennen wir.

Martin Ebert

unread,
Oct 31, 2016, 6:55:53 PM10/31/16
to
Am 31.10.2016 um 23:22 schrieb Holger Metschulat:
> Am 29.10.2016 um 12:39 schrieb Stephan Seitz:

>> Vier Stunden ohne Klo können schon ganz schön schwierig werden.

> Wie macht man das, wenn man in einem Fahrstuhl eingeschlossen ist?

Es dauert typischerweise keine vier Stunden, bis die Feuerwehr
anrückt und die Eingeschlossenen befreit.

Mt

Michael Kümmling

unread,
Oct 31, 2016, 6:59:06 PM10/31/16
to
17:58 bis 21:43 finde ich recht konkret und nicht nur gefühlt [1]

Und wie andernorts geschrieben ist der Zwischenhalt am Bahnsteig auch
plausibel und nicht unbedingt eine Erfindung.

Die gute Frage ist, was beim Abschleppen alles schief gegangen ist.

Offenbar erfolgte das Abschleppen ja nur mechanisch gekuppelt. Das
sollte eigentlich mit Rangierlok+Kuppelwagen (in Leipzig und Halle
jeweils vorhanden) oder mit einer der Abschlepploks von DB Fernverkehr
(2x in Leipzig) möglich sein...

Viele Grüße
Micha

[1]
http://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Dunkel-kalt-Notdurft-im-Zug-Horrortrip-mit-der-S4

David Seppi

unread,
Oct 31, 2016, 7:09:43 PM10/31/16
to
Martin Ebert schrieb:

> Am 31.10.2016 um 23:22 schrieb Holger Metschulat:
[...]
>> Wie macht man das, wenn man in einem Fahrstuhl eingeschlossen ist?
>
> Es dauert typischerweise keine vier Stunden, bis die Feuerwehr
> anrückt und die Eingeschlossenen befreit.

ACK
Kritischer sind da wohl Seilbahnen, aber die haben IIRC eine
entsprechende Öffnung?

Tobias Nicht

unread,
Oct 31, 2016, 7:14:43 PM10/31/16
to
On Mon, 31 Oct 2016 23:59:04 +0100, Michael Kümmling
<mic...@kuemmling.eu> wrote:

>Die gute Frage ist, was beim Abschleppen alles schief gegangen ist.
>
>Offenbar erfolgte das Abschleppen ja nur mechanisch gekuppelt. Das
>sollte eigentlich mit Rangierlok+Kuppelwagen (in Leipzig und Halle
>jeweils vorhanden) oder mit einer der Abschlepploks von DB Fernverkehr
>(2x in Leipzig) möglich sein...

Einen KISS komplett schleppfertig machen schaffe ich in 20 min. Dies
habe ich aber schon ein paar Mal gemacht. Wer das nur in der
Ausbildung gemacht hat braucht mehr.
Je nachdem wo der Talent die Absperrhähne hat und welche Schikanen
sich die Ingeneure ausgedacht haben, kann das auch eine längere
Operation sein.

Gruß Tobias

Tobias Nicht

unread,
Oct 31, 2016, 7:31:41 PM10/31/16
to
On Sun, 30 Oct 2016 14:57:56 +0100, Kai Garlipp <kai.g...@gmx.net>
wrote:
Gibt es auch falschen Strom? Die Tür verriegelt sich automatisch bei
mangelnder Batteriespannung und/oder Luftmangel. Pumpen hast Du da
keine.

Gruß Tobias

Ralf Gunkel

unread,
Oct 31, 2016, 8:18:36 PM10/31/16
to
Am 31.10.16 20:00, schrieb Gerald Gruner:
>Ralf Gunkel schrieb am 30.10.16:
>
..
>> Also wie ich vermutete.
>> Hier wird nur Orakelt und die Organisatoren für doof erklärt.
>> Dann grüss mal schön die WG Bewohner.
>
>Lies einfach nochmal deinen ersten Satz in diesem Thread und schäme dich.
>Du hast von Anfang an mit "Brain 1.0 nutzen" nichts anderes zustande
>gebracht außer Trollen.

Mimimimi...

>
>Dass du trotz deiner gezeigten Hochnäsigkeit nicht einmal in der Lage bist,
>_Gründe_ zu nennen, die IYO bei einer S-Bahn(!) 4 Stunden(!!)
>"Gefangenschaft" rechtfertigen und dass du dich stattdessen im parallelen
>Posting feige "ausklinkst", um dein komplettes Scheitern nicht zugeben zu
>müssen, ist daher auch nicht verwunderlich.

Warum auch. Diejenigen due anderen hier Inkompetenz unterstellen bringen ja
auch keine.
>
>MfG
> Gerald, sich kopfschüttelnd abwendend
>
Habe ich schon lange ob all der "Profis"...

Gruß an die WG, Ralf

Jens Nattbock

unread,
Oct 31, 2016, 8:53:57 PM10/31/16
to
Am 01.11.2016 um 00:31 schrieb Tobias Nicht:
> On Sun, 30 Oct 2016 14:57:56 +0100, Kai Garlipp <kai.g...@gmx.net>
> wrote:
>> Wie verhält sich so eine Toilette wenn sie längere Zeit ohne richtigen Strom
>> ist? Da sind ja auch allerhand Pumpen und so im Spiel.
>
> Pumpen hast Du da
> keine.

Ah, irgendeine Pumpe muss aber das Vakuum erzeugen, sodass die Sauce in
den Tank eingesaugt werden kann. Da es m.W. keine Handpumpe gibt, muss
diese wohl oder übel mit Strom betrieben werden. Dass diese im Notfall
aus den Batterien gespeist wird, glaube ich eher nicht. Ohne Vakuum
keine Absaugung und dann ist die Schüssel nach ein paar Besuchen voll.
Bin mir gerade nicht sicher, ob die Talent in der Toilette noch einen
Stöpsel im Boden haben, den man ziehen könnte, sodass die sodass die
überlaufende Schüssel in das Gleisbett abfließen könnte.
Die Diesel-Talente haben m.W. eine rein mechanische Verriegelung
(Drehknebel) der Toilettentür. Ist das bei den E-Talenten anders?
f

Herbert Albrecht

unread,
Nov 1, 2016, 4:47:57 AM11/1/16
to
Am 30.10.2016 um 02:56 schrieb Ralf Gunkel:
> Am 30.10.16 01:32, schrieb dse...@a1.net:
>> Martin Τrautmann schrieb:
>>
>>> Umso mehr in einer S-Bahn
>>> ohne Toiletten.
>>
>> Laut Wikipedia gibt es die Talent 2 auch mit Toilette.
>> Was treibt die Bahn dazu auf solche zu verzichten?
>>
> Wenn man heute darauf verzichtet, dann aufgrund der jeweiligen
> Ausschreibungsvorgaben.
>
> Die "S-Bahn Mitteldeutschland" haben aber wohl welche denn sie sind auch
> auf
> dem Foto zum Mehrzweckbereich gut zu erkennen:
> http://www.s-bahn-mitteldeutschland.de/s_mitteldeutschland/view/wir/fahrzeuge.shtml

Hat jemand parktische Erfahrungen, ob / wie oft die betriebsbereit sind?

Ich frage, weil bei allen Reisen mit Reisebussen, deren Veranstalter
vorher großartig mit der Luxusausstattung der Busse incl. Toilette
geworben hatten, am Beginn der Fahrt eine Durchsage kam, dass die
Toilette auf dieser Fahrt aus technischen Gründen leider geschlossen
bleiben muss.

Herbert

Detlev Bartsch

unread,
Nov 1, 2016, 5:07:09 AM11/1/16
to
Am 31.10.2016 um 13:05 schrieb Marc Haber:

> Auch im konkreten Fall mag ich das allein aufgrund des Presseberichts
> nicht glauben. Im Zweifel hat die Kiste auf Höhe eines Bahnsteigs auf
> einem kantenlosen Gleis gehalten, was Fahrgäste als "am Bahnsteig"
> interpretiert haben.

Du irrst.

Mehr zu dem ganzen Vorgang und speziell zum Halt in Leipzig Nord
gibt es hier:
http://www.lr-online.de/nachrichten/Tagesthemen-Vier-Stunden-im-Zug-das-Protokoll-einer-Pannenfahrt;art307853,5662941

Tschüss
db

Detlev Bartsch

unread,
Nov 1, 2016, 5:12:27 AM11/1/16
to
Am 31.10.2016 um 23:37 schrieb Holger Metschulat:

> Für Dinge wie Havarieren, liegengebliebene Züge, etc., gibt es
> entsprechende Notfallpläne, die beschreiben, wie zu verfahren ist. Diese
> Notfallpläne werden unabhängig von einem konkreten Ereignis verfaßt.
> Hier werden alle möglichen Einflüsse berücksichtigt.

Der Abschleppvorgang zeigt meiner Meinung nach gerade doch, dass
hier eher ein Schönwetterkonzept vorliegt, als eines für den
Worst-Case. Liegenbleiben an ungünstigen Stellen verboten.

Tschüss
db

Herbert Albrecht

unread,
Nov 1, 2016, 5:16:54 AM11/1/16
to
Am 29.10.2016 um 20:05 schrieb Reinhard Greulich:
> Martin ?rautmann schrieb am Sat, 29 Oct 2016 11:36:19 +0000 (UTC):
>
>> > Zeig mir deine.
> Im Unterschied zu dir behaupte ich nicht, etwas sei "unnötig", ohne
> die Hintergründe zu kennen. Und die kennen in erster >Linie die
> Mitarbeiter des Notfallmanagements in der Netzleitstelle, die über
> sowas auch entscheiden.

Ja, klar, Zeitungsartikel sind oft unvollständig, stellen Dinge falsch
dar u.s.w.. Aber sie sind das Einzige, was wir haben (solange sich hier
niemand meldet, der dabeigewesen ist), also sollte eine Diskussion auf
der Basis des Zeitungsartikels möglich sein.

Klar sollte auch sein, dass dort einiges in die Hose gegangen ist,
hoffentlich nicht bei den Fahrgästen aber ziemlich sicher beim
Bahnbetrieb. Die Fahrgäste, die dabei waren, werden daraus lernen, in
Zukunft besser mit dem Auto zu fahren. Das hat zwar auch mal eine Panne
aber man kann immerhin zwischendurch mal pinkeln.

Was aber tun die Zeitungsleser? Das sind viel mehr, wenn die sich
abwenden, kann das tödlich werden für die Bahn. Oder möchte jemand einen
ÖPV, der nur aufgrund von politischem Zwang genutzt wird?

Es genügt also nicht, dass die Beteiligten mit den
Sicherheitsbeauftragten den Ablauf intern 'beteestunden' (schönes Wort,
danke!) sondern man sollte öffentlich erklären, was passiert war und
warum darauf so reagiert wurde wie es nun mal geschehen ist. Und welche
Massnahmen ergriffen wurden, damit in Zukunft mit solchen technischen
Pannen besser umgegangen werden kann.

Erst wenn die Zeitung das dann nicht meldet, kann man ihr Vorwürfe
machen. Und wenn sie was meldet, kann man das ja hier posten und
diskutieren.

Herbert

Johann Mayerwieser

unread,
Nov 1, 2016, 6:03:45 AM11/1/16
to
Am Tue, 01 Nov 2016 10:16:54 +0100 schrieb Herbert Albrecht:

> Klar sollte auch sein, dass dort einiges in die Hose gegangen ist,
> hoffentlich nicht bei den Fahrgästen aber ziemlich sicher beim
> Bahnbetrieb. Die Fahrgäste, die dabei waren, werden daraus lernen, in
> Zukunft besser mit dem Auto zu fahren. Das hat zwar auch mal eine Panne
> aber man kann immerhin zwischendurch mal pinkeln.

Und sind froh, das nicht mit einem Flugzeug erlebt zu haben - das
Abschleppen von Flugzeugen dauert viel zu lange, da hat man dann nicht
einmal mehr die Chance mit der Bahn liegen zu bleiben oder mit dem Auto
in einem Stau zu stecken oder bei einer Veranstaltung in eine Massenpanik
zu geraten.

Ralf Gunkel

unread,
Nov 1, 2016, 6:05:17 AM11/1/16
to
Am 01.11.16 09:47, schrieb Herbert Albrecht:
>Am 30.10.2016 um 02:56 schrieb Ralf Gunkel:
..
>>> Laut Wikipedia gibt es die Talent 2 auch mit Toilette.
>>> Was treibt die Bahn dazu auf solche zu verzichten?
>>>
>> Wenn man heute darauf verzichtet, dann aufgrund der jeweiligen
>> Ausschreibungsvorgaben.
>>
>> Die "S-Bahn Mitteldeutschland" haben aber wohl welche denn sie sind auch
>> auf
>> dem Foto zum Mehrzweckbereich gut zu erkennen:
>> http://www.s-bahn-mitteldeutschland.de/s_mitteldeutschland/view/wir/fahrzeuge.shtml
>
>Hat jemand parktische Erfahrungen, ob / wie oft die betriebsbereit sind?
>
Ich habe eine gefühlte Quote ausgefaller Toiletten (im Regelbetrieb) von
weit unter 10% aller Zugfahrten. Egal bei welchem EVU.
Aber vielleicht hab ich einfach Glück :-D

Gruss Ralf

Herbert Albrecht

unread,
Nov 1, 2016, 6:21:44 AM11/1/16
to
Am 01.11.2016 um 11:03 schrieb Johann Mayerwieser:
> Am Tue, 01 Nov 2016 10:16:54 +0100 schrieb Herbert Albrecht:
>
>> > Klar sollte auch sein, dass dort einiges in die Hose gegangen ist,
>> > hoffentlich nicht bei den Fahrgästen aber ziemlich sicher beim
>> > Bahnbetrieb. Die Fahrgäste, die dabei waren, werden daraus lernen, in
>> > Zukunft besser mit dem Auto zu fahren. Das hat zwar auch mal eine Panne
>> > aber man kann immerhin zwischendurch mal pinkeln.
> Und sind froh, das nicht mit einem Flugzeug erlebt zu haben - das
> Abschleppen von Flugzeugen dauert viel zu lange,

Das Abschleppen (Stichwort: pushback) geht eingentlich immer fix, aber
was da sonst noch haken und klemmen kann, da staune ich immer wieder:

- Einmal standen wir ungefähr 1 Stunde abflugbereit in Paris am Finger
und konnten nicht los, weil die Flughafen-IT nicht in der Lage war, eine
Passagierliste auszudrucken. Diese muss der Pilot vorm Start unterschreiben.

- Einmal bin ich in Brüssel abgeflogen und gleich wieder gelandet,
angeblich, weil eine Tankanzeige defekt war (was offenbar erst oben
erkannt wurde) und man nun zwar wusste, dass der Sprit bis zum Ziel
reicht aber dass unterwegs nicht kontrollieren konnte.

Na ja, immerhin hätten wir vermutlich jederzeit pinkeln gehen können.
Ich habe es nicht probiert.

Herbert

Tobias Nicht

unread,
Nov 1, 2016, 6:43:52 AM11/1/16
to
On Tue, 1 Nov 2016 01:53:56 +0100, Jens Nattbock
<Jens.Nattboc...@arcor.de> wrote:

>Am 01.11.2016 um 00:31 schrieb Tobias Nicht:
>> On Sun, 30 Oct 2016 14:57:56 +0100, Kai Garlipp <kai.g...@gmx.net>
>> wrote:
>>> Wie verhält sich so eine Toilette wenn sie längere Zeit ohne richtigen Strom
>>> ist? Da sind ja auch allerhand Pumpen und so im Spiel.
>>
>> Pumpen hast Du da
>> keine.
>
>Ah, irgendeine Pumpe muss aber das Vakuum erzeugen, sodass die Sauce in
>den Tank eingesaugt werden kann.

Nein, dies wird per Druckluft erzeugt, welche ja im Zug vorhanden ist.
Die Ventile werden per Batteriespannung gesteuert.

>Bin mir gerade nicht sicher, ob die Talent in der Toilette noch einen
>Stöpsel im Boden haben, den man ziehen könnte, sodass die sodass die
>überlaufende Schüssel in das Gleisbett abfließen könnte.

Ja haben alle, aber die sind nicht darauf ausgelegt. Wenn die Brühe
überläuft landet ein großer Teil auch im Fahrgastraum. Die Kabinen
sind nicht hermetisch abgeschlossen.

>Die Diesel-Talente haben m.W. eine rein mechanische Verriegelung
>(Drehknebel) der Toilettentür. Ist das bei den E-Talenten anders?

Genauso, in der oberen Führungsleiste ist auch beim D Talent eine
elektromagnetische Verriegelung, welche im Störungsfall stromlos wird
und damit die Tür verriegelt. Je nach WC Ausrüster kann dies aber
abweichend montiert sein, aber ich habe auch schon VT ohne
Verriegelung erlebt.

Gruß Tobias

Tobias Nicht

unread,
Nov 1, 2016, 6:47:27 AM11/1/16
to
On 1 Nov 2016 10:05:15 GMT, Ralf Gunkel
<nutznetz.nos...@richtige-stellwerke.de> wrote:

>Am 01.11.16 09:47, schrieb Herbert Albrecht:
>>Am 30.10.2016 um 02:56 schrieb Ralf Gunkel:
>..
>>>> Laut Wikipedia gibt es die Talent 2 auch mit Toilette.
>>>> Was treibt die Bahn dazu auf solche zu verzichten?
>>>>
>>> Wenn man heute darauf verzichtet, dann aufgrund der jeweiligen
>>> Ausschreibungsvorgaben.
>>>
>>> Die "S-Bahn Mitteldeutschland" haben aber wohl welche denn sie sind auch
>>> auf
>>> dem Foto zum Mehrzweckbereich gut zu erkennen:
>>> http://www.s-bahn-mitteldeutschland.de/s_mitteldeutschland/view/wir/fahrzeuge.shtml
>>
>>Hat jemand parktische Erfahrungen, ob / wie oft die betriebsbereit sind?
>>
>Ich habe eine gefühlte Quote ausgefaller Toiletten (im Regelbetrieb) von
> weit unter 10% aller Zugfahrten. Egal bei welchem EVU.
>Aber vielleicht hab ich einfach Glück :-D

Bei meinen Zugfahrten ist dies unter 1%. Liegt aber auch daran, dass
immer ein Zugbegleiter an Bord ist und der Vanadlismus sich in Grenzen
hält. Technische Defekte sind eher selten. Meist werden entweder aus
Unachtsamkeit oder Absicht soviele Papierhandtücher in die Schüssel
geworfen, dass das WC dann verstopft.

Gruß Tobias

Fa.lk.Sc.H.a.de

unread,
Nov 1, 2016, 7:46:56 AM11/1/16
to
Am 01.11.2016 um 11:43 schrieb Tobias Nicht:
> On Tue, 1 Nov 2016 01:53:56 +0100, Jens Nattbock

>> Ah, irgendeine Pumpe muss aber das Vakuum erzeugen, sodass die Sauce in
>> den Tank eingesaugt werden kann.
>
> Nein, dies wird per Druckluft erzeugt, welche ja im Zug vorhanden ist.

und wie wird die Druckluft erzeugt?


Gerald Gruner

unread,
Nov 1, 2016, 8:01:15 AM11/1/16
to
Ralf Gunkel schrieb am 1.11.16:

> Am 31.10.16 20:00, schrieb Gerald Gruner:
>>Ralf Gunkel schrieb am 30.10.16:
>>
> ..
>>> Also wie ich vermutete.
>>> Hier wird nur Orakelt und die Organisatoren für doof erklärt.
>>> Dann grüss mal schön die WG Bewohner.
>>
>>Lies einfach nochmal deinen ersten Satz in diesem Thread und schäme dich.
>>Du hast von Anfang an mit "Brain 1.0 nutzen" nichts anderes zustande
>>gebracht außer Trollen.
>
> Mimimimi...

Und wieder nur trollen. Danke für die umgehende Bestätigung.

>>Dass du trotz deiner gezeigten Hochnäsigkeit nicht einmal in der Lage bist,
>>_Gründe_ zu nennen, die IYO bei einer S-Bahn(!) 4 Stunden(!!)
>>"Gefangenschaft" rechtfertigen und dass du dich stattdessen im parallelen
>>Posting feige "ausklinkst", um dein komplettes Scheitern nicht zugeben zu
>>müssen, ist daher auch nicht verwunderlich.
>
> Warum auch. Diejenigen due anderen hier Inkompetenz unterstellen bringen ja
> auch keine.

VIER STUNDEN Gefangenschaft bei einer S-BAHN sind _bewiesen_. Das Ganze ist
ja nicht irgendwo im tiefen Urwald geschehen, sondern im Stadtbereich.

Wenn du jetzt behauptest, dass alles richtig so gewesnen wäre und zugleich
alle anderen anpöbelst, dann solltest du wenigstens irgendein realistisches
Szenario nennen können, dass diese enorme Zeitverzögerung erzwingt. Kannst
du aber nicht, nur trollen, siehe oben.

Aber Vorsicht: Es gibt inzwischen Artikel, die das unfassbare Versagen
protokolliert haben. Deine phantastische "Story" zur Verteidigung der Bahn
und der getroffenen (und der unterlassenen) Maßnahmen sollte also
einigermaßen zu den Randbedingungen passen.

MfG
Gerald

Johann Mayerwieser

unread,
Nov 1, 2016, 12:27:36 PM11/1/16
to
Am Tue, 01 Nov 2016 11:21:43 +0100 schrieb Herbert Albrecht:

>> Und sind froh, das nicht mit einem Flugzeug erlebt zu haben - das
>> Abschleppen von Flugzeugen dauert viel zu lange,
>
> Das Abschleppen (Stichwort: pushback) geht eingentlich immer fix, aber
> was da sonst noch haken und klemmen kann, da staune ich immer wieder:

Das hat aber nichts mit dem gegenständlichen Vorfall zu tun, der ist ja
nicht auf einem Bahnhof passiert. Vergleichbar ist nur, wenn das
Abschleppen in der Luft notwendig wird und das ist schon oft passiert.

Marc Haber

unread,
Nov 1, 2016, 12:58:16 PM11/1/16
to
Michael Kümmling <mic...@kuemmling.eu> wrote:
>Offenbar erfolgte das Abschleppen ja nur mechanisch gekuppelt. Das
>sollte eigentlich mit Rangierlok+Kuppelwagen (in Leipzig und Halle
>jeweils vorhanden) oder mit einer der Abschlepploks von DB Fernverkehr
>(2x in Leipzig) möglich sein...

Wie kommst Du auf die Idee, dass die Kupplungshöhe der
Niederflur-Nahverkehrstriebwagen zu den Abschlepploks vom Fernverkehr
passen könnte?

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Stefan Reuther

unread,
Nov 1, 2016, 1:01:16 PM11/1/16
to
Da ist zumindest ein gewisser Ansatz für eine Begründung des
Nichtausstiegs in L-Nord genannt (auch wenn das, wenn ich das richtig
sehe, ein planmäßiger Halt gewesen wäre?): "erhöhter Aufwand",
vermutlich also "kriegt die Tür nicht wieder zu".


Stefan

Stefan Reuther

unread,
Nov 1, 2016, 1:01:18 PM11/1/16
to
Am 01.11.2016 um 09:47 schrieb Herbert Albrecht:
> Am 30.10.2016 um 02:56 schrieb Ralf Gunkel:
[Toiletten]
>> Die "S-Bahn Mitteldeutschland" haben aber wohl welche denn sie sind
>> auch auf dem Foto zum Mehrzweckbereich gut zu erkennen:
>> http://www.s-bahn-mitteldeutschland.de/s_mitteldeutschland/view/wir/fahrzeuge.shtml
>
> Hat jemand parktische Erfahrungen, ob / wie oft die betriebsbereit sind?

So wie alle anderen Zugtoiletten auch?

> Ich frage, weil bei allen Reisen mit Reisebussen, deren Veranstalter
> vorher großartig mit der Luxusausstattung der Busse incl. Toilette
> geworben hatten, am Beginn der Fahrt eine Durchsage kam, dass die
> Toilette auf dieser Fahrt aus technischen Gründen leider geschlossen
> bleiben muss.

Das hab ich seit der Liberalisierung des Fernbusmarktes nicht mehr
erlebt. Davor hab ich es auf die Faulheit der Busfahrer geschoben, die
Toilette hinterher nicht abrüsten zu wollen. Und heute liest sich es
halt blöd in den Reviews beim Busfahrscheinportal.


Stefan

Marc Haber

unread,
Nov 1, 2016, 1:02:44 PM11/1/16
to
Michael Kümmling <mic...@kuemmling.eu> wrote:
>http://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Dunkel-kalt-Notdurft-im-Zug-Horrortrip-mit-der-S4

Der Artikel klingt ja tatsächlich halbwegs sachlich und neutral
geschrieben. Eine klassische Verkettung ungünstiger Umstände gepaart
mit einem untauglichen Havariekonzept und gut gemeinten, aber leider
verfehlten Hilfsmaßnahmen. Ich denke, das wird etliche Meetings geben.

Und sich in einem liegengebliebenen, ungelüfteten Zug erstmal in aller
Ruhe eine Kippe anzuzünden ist ja wohl der Gipfel der Asozialität. Da
sollte man echt mit dem Feuerlöscher kommen.

Marc Haber

unread,
Nov 1, 2016, 1:03:11 PM11/1/16
to
Tobias Nicht <nnurs...@arcor.de> wrote:
>On Sun, 30 Oct 2016 14:57:56 +0100, Kai Garlipp <kai.g...@gmx.net>
>wrote:
>>Wie verhält sich so eine Toilette wenn sie längere Zeit ohne richtigen Strom
>>ist? Da sind ja auch allerhand Pumpen und so im Spiel.
>
>Gibt es auch falschen Strom?

Naja, es gibt den aus der Fahrleitung und den aus der Batterie.

Marc Haber

unread,
Nov 1, 2016, 1:04:42 PM11/1/16
to
Herbert Albrecht <rz3...@rrz.uni-hamburg.de> wrote:
>Ich frage, weil bei allen Reisen mit Reisebussen, deren Veranstalter
>vorher großartig mit der Luxusausstattung der Busse incl. Toilette
>geworben hatten, am Beginn der Fahrt eine Durchsage kam, dass die
>Toilette auf dieser Fahrt aus technischen Gründen leider geschlossen
>bleiben muss.

Im Fernbus wird neuerdings öfter mal durchgesagt, dass die Toilette am
Bord als Nottoilette anzusehen ist und bei dringenden Bedürfnissen ein
Rasthof angefahren wird.

Marc Haber

unread,
Nov 1, 2016, 1:06:50 PM11/1/16
to
Holger Metschulat <holger.m...@arcor.de> wrote:
>Für Dinge wie Havarieren, liegengebliebene Züge, etc., gibt es
>entsprechende Notfallpläne, die beschreiben, wie zu verfahren ist. Diese
>Notfallpläne werden unabhängig von einem konkreten Ereignis verfaßt.
>Hier werden alle möglichen Einflüsse berücksichtigt.

Im konkreten Fall war da wohl ein Havarieplan, der davon ausging, dass
der Havarist mit einem elektrisch angetriebenen Fahrzeug erreichbar
ist, um diesen dann über die Kupplung mit Strom zu versorgen und
elektrisch abzuschleppen.

Mithin hat sich der Ersteller dieses Havarieplans nicht mit dem Fall
"Fahrleitung spannungslos" auseinandergesetzt. Wie ist sowas durch die
Gremien gekommen?

Gerald Gruner

unread,
Nov 1, 2016, 1:21:23 PM11/1/16
to
Stefan Reuther schrieb am 1.11.16:

> Da ist zumindest ein gewisser Ansatz für eine Begründung des
> Nichtausstiegs in L-Nord genannt (auch wenn das, wenn ich das richtig
> sehe, ein planmäßiger Halt gewesen wäre?): "erhöhter Aufwand",
> vermutlich also "kriegt die Tür nicht wieder zu".

Und DAS reicht als Begründung aus, 80 Leute 3 Stunden lang einzusperren???

Ralf Gunkel

unread,
Nov 1, 2016, 1:23:10 PM11/1/16
to
Am 01.11.16 18:04, schrieb Marc Haber:
>Herbert Albrecht <rz3...@rrz.uni-hamburg.de> wrote:
>>Ich frage, weil bei allen Reisen mit Reisebussen, deren Veranstalter
>>vorher großartig mit der Luxusausstattung der Busse incl. Toilette
>>geworben hatten, am Beginn der Fahrt eine Durchsage kam, dass die
>>Toilette auf dieser Fahrt aus technischen Gründen leider geschlossen
>>bleiben muss.
>
>Im Fernbus wird neuerdings öfter mal durchgesagt, dass die Toilette am
>Bord als Nottoilette anzusehen ist und bei dringenden Bedürfnissen ein
>Rasthof angefahren wird.
>
Einfache Rechnung.
Toilettenreinigung und insbesondere due Entsorgung der der Bustoilette
kostet den Busbetreiber Geld.
Die Nutzung der Toilette auf dem Rasthof / der Raststätte kostet den Kunden
Geld (je nach Rasthof / Raststätte und "Art des Geschäfts")

Gruß Ralf

Marc Haber

unread,
Nov 1, 2016, 1:26:38 PM11/1/16
to
Gerald Gruner <gera...@yahoo.de> wrote:
>Stefan Reuther schrieb am 1.11.16:
>> Da ist zumindest ein gewisser Ansatz für eine Begründung des
>> Nichtausstiegs in L-Nord genannt (auch wenn das, wenn ich das richtig
>> sehe, ein planmäßiger Halt gewesen wäre?): "erhöhter Aufwand",
>> vermutlich also "kriegt die Tür nicht wieder zu".
>
>Und DAS reicht als Begründung aus, 80 Leute 3 Stunden lang einzusperren???

Natürlich nicht. Man wird - nach bestem Wissen und Gewissen - gedacht
haben, die Weiterfahrt zum Hbf wäre risikolos. Dass man auf diesem Weg
dann erneut liegen bleibt, ist verstärktes Pech. Für die
Nichtzulassung des Ausstiegs in Leipzig Nord[1] wird sich der
verantwortliche Mitarbeiter sicher verantworten müssen.

Grüße
Marc

[1] Warum da niemand die Notentriegelung gezogen hat möchte mir auch
jemand mal erklären

Martin Ebert

unread,
Nov 1, 2016, 1:32:31 PM11/1/16
to
Am 01.11.2016 um 18:26 schrieb Marc Haber:

> [1] Warum da niemand die Notentriegelung gezogen hat möchte mir auch
> jemand mal erklären

Kann der Lokführer bei dieser Art Zug die Notentriegelung überbrücken?

Mt

Martin Ebert

unread,
Nov 1, 2016, 1:39:58 PM11/1/16
to
Am 01.11.2016 um 00:09 schrieb David Seppi:
> Martin Ebert schrieb:
>> Am 31.10.2016 um 23:22 schrieb Holger Metschulat:
> [...]
>>> Wie macht man das, wenn man in einem Fahrstuhl eingeschlossen ist?
>>
>> Es dauert typischerweise keine vier Stunden, bis die Feuerwehr
>> anrückt und die Eingeschlossenen befreit.

> ACK
> Kritischer sind da wohl Seilbahnen, aber die haben IIRC eine
> entsprechende Öffnung?

Wenig lustig:
<http://www.focus.de/panorama/welt/drama-in-franzoesischen-alpen-touristen-waren-in-seilbahn-eingeschlossen-so-haben-sie-die-nacht-ueberstanden_id_5923228.html>

Mt

Paul Muster

unread,
Nov 1, 2016, 2:02:03 PM11/1/16
to
Sind die Notentriegelungen nicht rein mechanisch und somit "final
entscheidend"?

Wie wir in den Threads zur BR 425 (die ohne richtige Notbremse) gelernt
haben, ist in bestimmten Fällen die Türnotentriegelung quasi der einzige
Ersatz für die Notbremse und bewirkt wenigstens eine Traktionssperre
(wenn auch keine Bremsung).


mfG Paul

Reinhard Greulich

unread,
Nov 1, 2016, 5:48:25 PM11/1/16
to
Herbert Albrecht schrieb am Tue, 1 Nov 2016 10:16:54 +0100:

> Ja, klar, Zeitungsartikel sind oft unvollständig, stellen Dinge falsch
> dar u.s.w.. Aber sie sind das Einzige, was wir haben (solange sich hier
> niemand meldet, der dabeigewesen ist), also sollte eine Diskussion auf
> der Basis des Zeitungsartikels möglich sein.

Ich wende mich nicht gegen die Diskussion, von mir aus auch beliebige
Spekulationen, sondern gegen das Werten allein auf Grund
bruchstückhafter Informationen aus dritter Hand.

Gruß - Reinhard.

--
70086
~=@=~

David Seppi

unread,
Nov 1, 2016, 8:43:42 PM11/1/16
to
Marc Haber schrieb:

> [1] Warum da niemand die Notentriegelung gezogen hat möchte mir auch
> jemand mal erklären

Wie war das mit der Revolution und der Bahnsteigkarte?

--
David Seppi
1220 Wien

Ralf Gunkel

unread,
Nov 1, 2016, 10:42:30 PM11/1/16
to
Am 01.11.16 00:09, schrieb dse...@a1.net:
>Martin Ebert schrieb:
>
>> Am 31.10.2016 um 23:22 schrieb Holger Metschulat:
>[...]
>>> Wie macht man das, wenn man in einem Fahrstuhl eingeschlossen ist?
>>
>> Es dauert typischerweise keine vier Stunden, bis die Feuerwehr
>> anrückt und die Eingeschlossenen befreit.
>
>ACK
>Kritischer sind da wohl Seilbahnen, aber die haben IIRC eine
>entsprechende Öffnung?
>
Noch nie endeckt.
Und ggf. mit blanken Hintern über der Bodenklappe (Evakuierungsklappe)
hundert Meter über dem Grund zu schweben dürfte auch nicht jedermanns Sache
sein.

Was mich letztens verblüffte war die Luftseilbahn auf den Pilatus deren
Gondeln für je bis zu 55 Personen ohne Begleitung fuhren.

Johann Mayerwieser

unread,
Nov 2, 2016, 3:53:34 AM11/2/16
to
Am Wed, 02 Nov 2016 02:42:28 +0000 schrieb Ralf Gunkel:

> Noch nie endeckt.
> Und ggf. mit blanken Hintern über der Bodenklappe (Evakuierungsklappe)
> hundert Meter über dem Grund zu schweben dürfte auch nicht jedermanns
> Sache sein.

Ich war vor Jahrzehnten mit der Seilbahn auf dem Säntis (CH), 1100 m
Höhenunterschied in 10 Minuten in einer 100 Fahrgäste fassenden Kabine.
Das ganze mit einer Stütze. Zuerst waagrecht Richtung Bergwand und im
letzten Moment vor dem Anprall senkrecht hinauf oder so ähnlich.
Das Tragwerk der Gondel sicher 8-10 m hoch. Oben sehe ich dann Leitern
über das Tragwerk, eine Klappe in der Gondeldecke und eine
Rettungsgondel, die da ganz klein irgendwo oben am Tragseil hängt, ein
Rohrgestell mit Plane. Ich wollte oben bleiben und nicht mehr runter
fahren, was aber nicht ging.
Wenn da eine Rettung aus der Gondel notwendig gewesen wäre, hätte ich mir
eiinen Ofen, einen Herd und ein Campingclo bringen lassen - in die
Rettungsgondel wäre ich sicher nicht geklettert.

Herbert Albrecht

unread,
Nov 2, 2016, 4:24:54 AM11/2/16
to
Am 01.11.2016 um 18:23 schrieb Ralf Gunkel:
> Am 01.11.16 18:04, schrieb Marc Haber:
>> Herbert Albrecht <rz3...@rrz.uni-hamburg.de> wrote:
>>> Ich frage, weil bei allen Reisen mit Reisebussen, deren Veranstalter
>>> vorher großartig mit der Luxusausstattung der Busse incl. Toilette
>>> geworben hatten, am Beginn der Fahrt eine Durchsage kam, dass die
>>> Toilette auf dieser Fahrt aus technischen Gründen leider geschlossen
>>> bleiben muss.
>>
>> Im Fernbus wird neuerdings öfter mal durchgesagt, dass die Toilette am
>> Bord als Nottoilette anzusehen ist und bei dringenden Bedürfnissen ein
>> Rasthof angefahren wird.
>>
> Einfache Rechnung. Toilettenreinigung und insbesondere due Entsorgung
> der der Bustoilette
> kostet den Busbetreiber Geld. Die Nutzung der Toilette auf dem Rasthof /
> der Raststätte kostet den Kunden
> Geld (je nach Rasthof / Raststätte und "Art des Geschäfts")

Na gut, aber ein zusätzlicher Halt kostet Zeit und wenn der Bus zu spät
ankommt, kann es auch Beschwerden geben, die zu Fragen führen. Wenn der
Fahrer dann sagt 'ich habe die Leute halt unterwegs in einer Raststätte
auf Klo geschickt, weil ich mir das lästige Putzen nach der Fahrt sparen
wollte' dann führt das wohl zu Stirnrunzeln beim Chef.

Herbert

Marc Haber

unread,
Nov 2, 2016, 5:04:16 AM11/2/16
to
Paul Muster <exp-3...@news.muster.net> wrote:
>On 01.11.2016 18:32, Martin Ebert wrote:
>> Am 01.11.2016 um 18:26 schrieb Marc Haber:
>>> [1] Warum da niemand die Notentriegelung gezogen hat möchte mir auch
>>> jemand mal erklären
>>
>> Kann der Lokführer bei dieser Art Zug die Notentriegelung überbrücken?
>
>Sind die Notentriegelungen nicht rein mechanisch und somit "final
>entscheidend"?

Davon gehe ich aus. Schließlich hat ein entgleister Zug auch keinen
Strom mehr.

Aber ich ging auch davon aus, dass die Notbremse der BR425 eine wäre.

Grüße
Marc

Marc Haber

unread,
Nov 2, 2016, 5:05:45 AM11/2/16
to
Ralf Gunkel <nutznetz.nos...@richtige-stellwerke.de> wrote:
>Was mich letztens verblüffte war die Luftseilbahn auf den Pilatus deren
> Gondeln für je bis zu 55 Personen ohne Begleitung fuhren.

Ja, das ist sicher irgend eine Besonderheit in der Konzessionierung.
Rund um St. Moritz fahren die Luftseilbahnen in der Schwachlastzeit
mit einer verschlossenen Gondel, um den zweiten Gondelbetreuer zu
sparen.

Marc Haber

unread,
Nov 2, 2016, 5:07:32 AM11/2/16
to
dse...@a1.net (David Seppi) wrote:
>Marc Haber schrieb:
>> [1] Warum da niemand die Notentriegelung gezogen hat möchte mir auch
>> jemand mal erklären
>
>Wie war das mit der Revolution und der Bahnsteigkarte?

Wir erinnern uns: In dem Zug waren asoziale Arschlöcher, die nach
Ausfall der Lüftung erstmal gepflegt eine geraucht haben.

Und die sollen sich nicht getraut haben, beim Halt am Bahnsteig die
Notentriegelung zu ziehen?

Grüße
Marc

Ralf Gunkel

unread,
Nov 2, 2016, 5:59:32 AM11/2/16
to
Am 02.11.16 09:24, schrieb Herbert Albrecht:
>Am 01.11.2016 um 18:23 schrieb Ralf Gunkel:
>> Am 01.11.16 18:04, schrieb Marc Haber:
..
>>>
>>> Im Fernbus wird neuerdings öfter mal durchgesagt, dass die Toilette am
>>> Bord als Nottoilette anzusehen ist und bei dringenden Bedürfnissen ein
>>> Rasthof angefahren wird.
>>>
>> Einfache Rechnung. Toilettenreinigung und insbesondere due Entsorgung
>> der der Bustoilette
>> kostet den Busbetreiber Geld. Die Nutzung der Toilette auf dem Rasthof /
>> der Raststätte kostet den Kunden
>> Geld (je nach Rasthof / Raststätte und "Art des Geschäfts")
>
>Na gut, aber ein zusätzlicher Halt kostet Zeit und wenn der Bus zu spät
>ankommt, kann es auch Beschwerden geben, die zu Fragen führen. Wenn der
>Fahrer dann sagt 'ich habe die Leute halt unterwegs in einer Raststätte
>auf Klo geschickt, weil ich mir das lästige Putzen nach der Fahrt sparen
>wollte' dann führt das wohl zu Stirnrunzeln beim Chef.
>

Wohl wahr.
Aber zur Einhaltung der Ruhepausen muss ohnehin regelmäßig "auf den Rand"
gefahren werden.

Gruss Ralf

Tobias Nicht

unread,
Nov 2, 2016, 7:31:01 AM11/2/16
to
On Tue, 01 Nov 2016 17:58:15 +0100, Marc Haber
<mh+usene...@zugschl.us> wrote:

>Michael Kümmling <mic...@kuemmling.eu> wrote:
>>Offenbar erfolgte das Abschleppen ja nur mechanisch gekuppelt. Das
>>sollte eigentlich mit Rangierlok+Kuppelwagen (in Leipzig und Halle
>>jeweils vorhanden) oder mit einer der Abschlepploks von DB Fernverkehr
>>(2x in Leipzig) möglich sein...
>
>Wie kommst Du auf die Idee, dass die Kupplungshöhe der
>Niederflur-Nahverkehrstriebwagen zu den Abschlepploks vom Fernverkehr
>passen könnte?

Hier geht es um Vollbahnfahrzeuge und da sind die Kupplungen auf Höhe
der Schraubenkupplungen. Schon um zu vermeiden, dass für jeden
Fahrzeugtyp ein eigener Adapter entwickelt werden muss. ICE und Talent
haben beide eine Typ 10 Kuplung, wobei natürlich nicht elektrisch
gekupplet werden kann.

Gruß Tobias

Tobias Nicht

unread,
Nov 2, 2016, 7:33:03 AM11/2/16
to
On Tue, 1 Nov 2016 12:46:53 +0100, "Fa.lk.Sc.H.a.de"
<fads...@gmail.com> wrote:

>Am 01.11.2016 um 11:43 schrieb Tobias Nicht:
>> On Tue, 1 Nov 2016 01:53:56 +0100, Jens Nattbock
>
>>> Ah, irgendeine Pumpe muss aber das Vakuum erzeugen, sodass die Sauce in
>>> den Tank eingesaugt werden kann.
>>
>> Nein, dies wird per Druckluft erzeugt, welche ja im Zug vorhanden ist.
>
>und wie wird die Druckluft erzeugt?

Nicht mittels Batterie. Da kannst Du allenfalls den Hilfsluftpresser
für Stromabnehmer und Hauptschalter antreiben.

Gruß Tobias

Tobias Nicht

unread,
Nov 2, 2016, 7:44:58 AM11/2/16
to
Jain, die Türen können nach der Notentriegelung per Hand wieder
geschlossen werden. Da aber mangels Batteriespannung nicht geprüft
werden kann ob die Türen alle in Endlage sind und damit die
mechanische Verriegelung greift, muss dies manuell an jeder Tür
nachgeprüft werden. Je nach Ausführung der Tür muss dann eine
mechanische Verriegelung angebracht werden. Ob es sinnvoller gewesen
währe alle Fahrgäste in Nord rauszulassen und den Zug leer
weiterzuschleppen weiss ich nicht.

Gruß Tobias

Tobias Nicht

unread,
Nov 2, 2016, 7:48:44 AM11/2/16
to
Notentriegelungen sind mechanisch. Solange die Türsteuerung Spannung
hat, wird währed der Fahrt durch den Motor ein Gegendruck aufgebaut um
ein öffen zu verhindern. Die Tür kann erst im Stillstand geöffnet
werden.
Notentriegelungen zurücksetzen, welche lange nicht betätigt wurden,
was auch eher normal ist, kann sehr spassig sein.

Gruß Tobias

Tobias Nicht

unread,
Nov 2, 2016, 8:02:02 AM11/2/16
to
On Tue, 01 Nov 2016 18:06:49 +0100, Marc Haber
<mh+usene...@zugschl.us> wrote:

>Holger Metschulat <holger.m...@arcor.de> wrote:
>>Für Dinge wie Havarieren, liegengebliebene Züge, etc., gibt es
>>entsprechende Notfallpläne, die beschreiben, wie zu verfahren ist. Diese
>>Notfallpläne werden unabhängig von einem konkreten Ereignis verfaßt.
>>Hier werden alle möglichen Einflüsse berücksichtigt.
>
>Im konkreten Fall war da wohl ein Havarieplan, der davon ausging, dass
>der Havarist mit einem elektrisch angetriebenen Fahrzeug erreichbar
>ist, um diesen dann über die Kupplung mit Strom zu versorgen und
>elektrisch abzuschleppen.

Wobei die Kupplungen nur Steuerleitungen, aber keine Batteriespannung
enthalten. Ob dies überhaupt für die Energieversorgung ausreichen
würde, wage ich zu bezweifeln. Die Aussage des DB Menschen werte ich
eher so, dass ein zweiter Zug kuppelt und der Havarist im
Steuerwagenbetrieb rausgezogen bzw geschoben wird. Welche Fallstricke
da Bombardier vorgesehen hat weiss ich nicht. Siemens und Stadler
haben da lustige Sachen auf Lager.

>
>Mithin hat sich der Ersteller dieses Havarieplans nicht mit dem Fall
>"Fahrleitung spannungslos" auseinandergesetzt. Wie ist sowas durch die
>Gremien gekommen?

Wenn ich die Strecke richtig in Erinnerung habe, war der Zug ja in
noch keinem Tunnel, sondern in einer Unterführung stehengeblieben,
welche durch die Höhe eine nicht zuschaltbare Schutzstrecke enthält.
Sollte eigentlich funktionieren. Was da tatsächlich schief gegangen
ist, werden wir ja kaum erfahren.

Gruß Tobias

Fa.lk.Sc.H.a.de

unread,
Nov 2, 2016, 12:14:42 PM11/2/16
to
Also funktionieren bei Stromausfall die WC nicht!

Stefan Reuther

unread,
Nov 2, 2016, 1:30:58 PM11/2/16
to
Am 02.11.2016 um 10:07 schrieb Marc Haber:
> dse...@a1.net (David Seppi) wrote:
>> Marc Haber schrieb:
>>> [1] Warum da niemand die Notentriegelung gezogen hat möchte mir auch
>>> jemand mal erklären
>>
>> Wie war das mit der Revolution und der Bahnsteigkarte?
>
> Wir erinnern uns: In dem Zug waren asoziale Arschlöcher, die nach
> Ausfall der Lüftung erstmal gepflegt eine geraucht haben.

Asoziale Arschlöcher rauchen auch im ICE.

> Und die sollen sich nicht getraut haben, beim Halt am Bahnsteig die
> Notentriegelung zu ziehen?

Erkläre nichts mit Boshaftigkeit, was du nicht auch mit Dummheit
erklären kannst. Ich würde mal behaupten, einem Großteil der Bevölkerung
ist die Funktionsweise einer Bahn-Tür nicht bekannt. Ich kenn Leute,
wenn du denen sagen würdest, die Bahnen hätten nun Sprachsteuerung,
"einfach davorstellen und 'aufmachen' sagen", dies ohne mit der Wimper
zu zucken tun. (OK, jetzt nicht mehr, der Versuch ist durch.)


Stefan

Marc Haber

unread,
Nov 2, 2016, 1:51:47 PM11/2/16
to
Ralf Gunkel <nutznetz.nos...@richtige-stellwerke.de> wrote:
>Am 02.11.16 09:24, schrieb Herbert Albrecht:
>>Na gut, aber ein zusätzlicher Halt kostet Zeit und wenn der Bus zu spät
>>ankommt, kann es auch Beschwerden geben, die zu Fragen führen. Wenn der
>>Fahrer dann sagt 'ich habe die Leute halt unterwegs in einer Raststätte
>>auf Klo geschickt, weil ich mir das lästige Putzen nach der Fahrt sparen
>>wollte' dann führt das wohl zu Stirnrunzeln beim Chef.
>
>Wohl wahr.
>Aber zur Einhaltung der Ruhepausen muss ohnehin regelmäßig "auf den Rand"
> gefahren werden.

Das kann man aber durch intelligente Personaldispo vermeiden. Auf der
Linie München-Berlin fahren sie von München bis kurz vor Leipzig zu
zweit, der zweite Fahrer steigt dann dort auf den Gegenkurs um, hat
bei der Rückkunft in München seine Lenkzeit gerade voll, währen der
erste Fahrer mit seiner Lenkzeit bis nach Berlin und zurück zum
Rendezvouspunkt mit dem nächsten Kurs kommt, wo er das Fahrzeug dann
an den dann zusteigenden dritten Kollegen übergibt.

Der Zug fährt ja auch nicht planmäßig für eine halbe Stunde rechts ran
nur weil der Tf seine Zeiten erreicht hat.

Reinhard Greulich

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Nov 2, 2016, 2:22:02 PM11/2/16
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Ralf Gunkel schrieb am 2 Nov 2016 02:42:28 GMT:

> Was mich letztens verblüffte war die Luftseilbahn auf den Pilatus deren
> Gondeln für je bis zu 55 Personen ohne Begleitung fuhren.

Ich denke mal, die würde man bei Bedarf per Heli einfliegen. So
evakuiert man heute ja auch, die Bodenklappe ist wohl out.

Reinhard Greulich

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Nov 2, 2016, 2:23:20 PM11/2/16
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Marc Haber schrieb am Wed, 02 Nov 2016 10:05:44 +0100:

> Rund um St. Moritz fahren die Luftseilbahnen in der Schwachlastzeit
> mit einer verschlossenen Gondel, um den zweiten Gondelbetreuer zu
> sparen.

Die Pilatusbahn ist neu oder jedenfalls runderneuert, da wird man
baulich einiges gemacht haben, um so fahren zu können.

Johann Mayerwieser

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Nov 2, 2016, 3:10:15 PM11/2/16
to
Am Wed, 02 Nov 2016 18:51:46 +0100 schrieb Marc Haber:

> Das kann man aber durch intelligente Personaldispo vermeiden. Auf der
> Linie München-Berlin fahren sie von München bis kurz vor Leipzig zu
> zweit,
> der zweite Fahrer steigt dann dort auf den Gegenkurs um, hat bei der
> Rückkunft in München seine Lenkzeit gerade voll, währen der erste Fahrer
> mit seiner Lenkzeit bis nach Berlin und zurück zum Rendezvouspunkt mit
> dem nächsten Kurs kommt, wo er das Fahrzeug dann an den dann
> zusteigenden dritten Kollegen übergibt.

Das funktioniert aber auch nur ohne Stau - mit Stau muss er rechts ran.

Vor Kurzem habe ich einem Ostblock-LKW die Polizei auf den Hals gehetzt -
steht nachts ohne Beleuchtung und ohne Absicherung auf dem
Pannenstreifen - mit Sicherheit Pause gemacht.

HC Ahlmann

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Nov 2, 2016, 3:32:17 PM11/2/16
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Fa.lk.Sc.H.a.de <fads...@gmail.com> wrote:

> Am 29.10.2016 um 13:40 schrieb ?l? ?tr???h?r:
> > Stephan Seitz <stse+...@fsing.rootsland.net> writes:

> >> Vier Stunden ohne Klo können schon ganz schön schwierig werden.
> >
> > keine frage. aber "schwierig" ist keine notsituation. selbst wenn es
> > "notdurft" heißt.
> >
> und warum heuit es dann Notdurft und nicht Schwierigdurft?

Weil Kinder heuien, wenn sie müssen, aber nicht dürfen, und
erziehungsberechtigte Hubschrauber mit ihrem Latein am Ende sind.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte

HC Ahlmann

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Nov 2, 2016, 3:32:17 PM11/2/16
to
Jens Nattbock <Jens.Nattboc...@arcor.de> wrote:

> Wenn Dich jemand zwingen würde, Dein Auto vier Stunden
> lang nicht zu verlassen, sodass Du in die Polster strullen müsstest,
> dann hättest Du sehr wohl Aussichten auf Erfolg, denjenigen, der Dich
> dazu genötigt hat, eben deshalb zu verklagen.

Lies die StVO: Fußgängern ist die Autobahn verboten, nicht auszusteigen
ist ein Zwang des Verordnungsgebers. "Guck keiner", "kontrolliert
keiner", "bestraft keiner" sind keine Argumente, das zu entkräften.

Markus Koßmann

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Nov 2, 2016, 3:59:40 PM11/2/16
to
Reinhard Greulich wrote:

> Ralf Gunkel schrieb am 2 Nov 2016 02:42:28 GMT:
>
>> Was mich letztens verblüffte war die Luftseilbahn auf den Pilatus deren
>> Gondeln für je bis zu 55 Personen ohne Begleitung fuhren.
>
> Ich denke mal, die würde man bei Bedarf per Heli einfliegen.
Laut Murphy ist dann das Wetter aber so schlecht, das der Heli nicht fliegen
kann.

Stefan Reuther

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Nov 2, 2016, 5:05:27 PM11/2/16
to
Am 02.11.2016 um 18:51 schrieb Marc Haber:
> Ralf Gunkel <nutznetz.nos...@richtige-stellwerke.de> wrote:
>> Am 02.11.16 09:24, schrieb Herbert Albrecht:
>>> Na gut, aber ein zusätzlicher Halt kostet Zeit und wenn der Bus zu spät
>>> ankommt, kann es auch Beschwerden geben, die zu Fragen führen. Wenn der
>>> Fahrer dann sagt 'ich habe die Leute halt unterwegs in einer Raststätte
>>> auf Klo geschickt, weil ich mir das lästige Putzen nach der Fahrt sparen
>>> wollte' dann führt das wohl zu Stirnrunzeln beim Chef.
>>
>> Wohl wahr.
>> Aber zur Einhaltung der Ruhepausen muss ohnehin regelmäßig "auf den Rand"
>> gefahren werden.
>
> Das kann man aber durch intelligente Personaldispo vermeiden. Auf der
> Linie München-Berlin fahren sie von München bis kurz vor Leipzig zu
> zweit, der zweite Fahrer steigt dann dort auf den Gegenkurs um, hat
> bei der Rückkunft in München seine Lenkzeit gerade voll, währen der
> erste Fahrer mit seiner Lenkzeit bis nach Berlin und zurück zum
> Rendezvouspunkt mit dem nächsten Kurs kommt, wo er das Fahrzeug dann
> an den dann zusteigenden dritten Kollegen übergibt.

Neben der Lenkzeitregel gibt es auch noch die "im voraus feststehende
Ruhepausen von mindestens 30 Minuten" bzw. "45 Minuten bei einer
Arbeitszeit von mehr als neun Stunden" (ArbZG §4).

Letztere hat z.B. (ich meine es war der) Flixbus mal planmäßig zwischen
den Halten "Gera" und "Jena" auf einem Autobahnrasthof abgehalten.

> Der Zug fährt ja auch nicht planmäßig für eine halbe Stunde rechts ran
> nur weil der Tf seine Zeiten erreicht hat.

Dass der Lokführer wegen Erreichung der Lenkzeit den Zug abstellt, hab
ich jetzt aber auch schon ein paar mal aufgeschnappt. Und z.B. die
@BVG_Kampagne begründet das Aussetzen von verspäteten Bussen oder das
"am Endpunkt keine Fahrgäste reinlassen" mit der ArbZG-Pause.


Stefan

Stefan Reuther

unread,
Nov 2, 2016, 5:05:27 PM11/2/16
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Am 02.11.2016 um 20:32 schrieb HC Ahlmann:
> Jens Nattbock <Jens.Nattboc...@arcor.de> wrote:
>> Wenn Dich jemand zwingen würde, Dein Auto vier Stunden
>> lang nicht zu verlassen, sodass Du in die Polster strullen müsstest,
>> dann hättest Du sehr wohl Aussichten auf Erfolg, denjenigen, der Dich
>> dazu genötigt hat, eben deshalb zu verklagen.
>
> Lies die StVO: Fußgängern ist die Autobahn verboten, nicht auszusteigen
> ist ein Zwang des Verordnungsgebers.

Wer Autofahren will, aber wegen Stau oder Panne gerade nicht kann, ist
immer noch Autofahrer. Sonst könnten wir viel Geld sparen, indem wir die
Notrufsäulen demontieren, wenn man da legal nicht rankommt.


Stefan

Reinhard Greulich

unread,
Nov 2, 2016, 5:31:10 PM11/2/16
to
Markus Koßmann schrieb am Wed, 02 Nov 2016 20:59:39 +0100:

> Laut Murphy ist dann das Wetter aber so schlecht, das der Heli nicht fliegen
> kann.

Vermutlich kann bei solchem Wetter die Seilbahn schon lange nicht mehr
fahren. Schweizer Helipiloten sind schon sehr speziell.

Ralf Gunkel

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Nov 2, 2016, 6:28:43 PM11/2/16
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Am 02.11.16 22:31, schrieb Reinhard Greulich:
Heli Fliegen und eine Bergungsmanschaft abzuseilen bzw. hochzuziehen sind
zwei paar Schuhe.
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