Ein Toter und vier Verletzte bei Zugunglück
Süßen (dpa) - Beim Zusammenstoß von zwei Zügen auf der Bahnstrecke
München-Stuttgart ist im baden-württembergischen Süßen ein Mensch getötet
worden. Vier weitere wurden leicht verletzt. Laut Polizei prallte kurz vor 9
Uhr vor dem Ortseingang ein unbesetzter Schienenbus auf einen Messzug.
Näheres ist noch nicht bekannt.
> Laut Polizei prallte kurz vor 9
> Uhr vor dem Ortseingang ein unbesetzter Schienenbus auf einen Messzug.
Schon wieder einer entlaufen?
Gruß
Thorsten
--
[Betätigen der Indusi-Wachsam verpennt]
Dann wirst konkrett krass festgetackert, Alder. Eh,
so mit laute Hupe und Druckverlust inne Hauptluftröhre. ;-)
G.Z. am 30.03.04 in d.e.b.eisenbahntechnik
Der unbesetzte Schienenbus war wohl die Leerüberführung eines
Regionalzugs, nach dem kleinen AP-Bild zu urteilen ein 425 oder 426.
Wenn man die Meldungen interpretiert, halte ich es für möglich, dass
der Unfall innerhalb des Bahnhofs passiert ist.
Grüße
Marc
--
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Marc Haber | " Das Ueberschreiten der | Mailadresse im Header
Karlsruhe, Germany | Gleise ist verboten! " | Fon: *49 721 966 32 15
Nordisch by Nature | Fdl Bad Driburg, 15.02.1997 | Fax: *49 721 966 31 29
hallo Will und Mitleser,
der SWR unter
http://www.swr.de/nachrichten/bw/2004/04/21/index4.html bringt Genaueres.
Gedenken wir der Lokführerin und deren Hinterbliebene.
Diemtar
> Der unbesetzte Schienenbus war wohl die Leerüberführung eines
> Regionalzugs, nach dem kleinen AP-Bild zu urteilen ein 425 oder 426.
Wenn es noch so ist, wie "damals", dann ist es ein Lt bestehend aus 3x426,
der kurz nach acht von Plochingen nach Geislingen fährt. Dabei wird in
Göppingen einer abgehängt. Der Zug wurde damals von Ulmer Personal
gefahren. Ich kenne aber keine Ulmer Lokführer*in*. Es könnte natürlich
sein, daß die Leistungen mittlerweile von Plochinger Personal gefahren
werden und dann wird's interessant für mich. :-(
Gruß, Fredy
--
- bleibt frei -
> http://www.swr.de/nachrichten/bw/2004/04/21/index4.html bringt Genaueres.
Das Bild zeigt offenbar eine Vorserien-120 als unfallbeteiligtes Tfz.
--
Klaus-Dieter Gogoll
E-Mails an "xnqrtr ng znp.pbz" (ROT-13)
Klaus-Dieter Gogoll schrieb:
> Das Bild zeigt offenbar eine Vorserien-120 als
> unfallbeteiligtes Tfz.
Es war ein Meßzug mit 752 001. Die Bilder auf
finde ich echt beängstigend.
MhD
--
* Martin H. Duffner Fax: +49 7722 3605
* 78098 Nußbach http://www.schwarzwaldbahn.net
* Der Vorteil der Klugheit liegt darin, dass man sich dumm
* stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.
* (Kurt Tucholsky)
Das ist schließlich 'ne umnumerierte 120 00x.
> http://www.faz.net/s/RubB08CD9E6B08746679EDCF370F87A4512/Doc~E8170A0795B394957BB1298241C75C986~ATpl~Ecommon~Sdetail_image~Aimg~E2.html?back=/s/RubB08CD9E6B08746679EDCF370F87A4512/Doc~E8170A0795B394957BB1298241C75C986~ATpl~Ecommon~Scontent%A7Phtml
>
> finde ich echt beängstigend.
>
Die URL ist schon beängstigend genug.
Andreas
--
np: 4'33
> finde ich echt beängstigend.
>
Irgendwie erinnrt mich das an den Unfall in Radevormwald.
212 vs 798 sah irgendwie ähnlich aus, wenn auch leider mit noch tragischeren
Folgen, wie 120 vs. 426.
Die 120 hat den TW ja regelrecht auseinandergenommen.
--
Gruß Ralf
-Scumandà da traversar ils binaris-
Mal im Ernst, haben wir wirklich damit gerechnet, dass die neuen
Pappkisten beim Aufprall auf einen "richtigen" Zug anders aussehen?
Das sieht für mich so aus, als ob die 752 auf dem EBO-festen
Fahrzeugrahmen des 42x aufgeklettert ist und den Plaste-Aufbau dann
glatt weggeschoben hat.
Die Ähnlichkeit mit dem Talent, der auf der Haller Strecke gegen den
Betonträger gefahren ist, ist frappierend. Nur haben wir damals noch
gesagt, dass bei einem Zusammenprall mit dem Rahmen der Schaden nicht
so schwer ausgefallen wäre.
fragt
Torsten
(der sich jetzt im 423 immer irgendwo in die Mitte setzen wird)
Nur sehr selten. Sie sind nicht in dem Maße vorgeschrieben. Gelegentlich
wird aber sowas getan.
Ist auch irgendwo eine Kostenfrage. Es ist im Kfz-Bereich wesentlich
preiswerter ein Kfz gegen eine Wand zu schnippsen als einen Triebzug, der
doch etwas preisintensiver ist und auch nicht in den Stückzahlen verkauft
wird, dass das Geld für den Test wieder rein kommt.
Außerdem geht ja die Strategie im Eisenbahnbetrieb auf Unfallvermeidung und
nicht (so sehr) auf Unfallfolgenminderung.
Also Sicherungstechnik und keine Knautschzonen.
Gruß Carsten
>Werden eigentlich (analog zur
>Kfz-Entwicklung) keine "richtigen" Crashtests durchgeführt?
Irgendwo in Polen gibt es ein Testzentrum dafür, die MDR-Bahnzeit vom
letzten Samstag hatte einen kurzen Beitrag darüber. Üblich sind
Crashtests aber wohl nicht.
Das will man eh. Dort sind die Fahrzeuge am wenigsten laut.
> "Torsten Kleinert" <torsten_...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:511856bf.04042...@posting.google.com...
>>In der Computersimulation bei der Fahrzeugentwicklung haben die
>>Crashtests wahrscheinlich vernünftig funktioniert bzw.
>>berücksichtigten die Simulationsprogrammme wahrscheinlich kein
>>Aufklettern des "Gegners". Werden eigentlich (analog zur
>>Kfz-Entwicklung) keine "richtigen" Crashtests durchgeführt?
>
>
> [...]
> Außerdem geht ja die Strategie im Eisenbahnbetrieb auf Unfallvermeidung und
> nicht (so sehr) auf Unfallfolgenminderung.
Dem stimme ich uneingeschränkt zu. Von daher bewerte ich das Ergebnis
des Crashes als weniger wichtig für die Sicherheitsarbeit als dessen
Ursache.
> Also Sicherungstechnik und keine Knautschzonen.
Dem nun eher weniger, denn schliesslich gab es grade in der letzten Zeit
ausgedehnte Versuche zur Crashoptimierung von Fahrzeugstrukturen
(SafeTrain / SafeTram) im Eisenbahnbereich. Offensichtlich waren die
Versuche erfolgreich bzw. zumindest die Erkenntnisse aus diesen
Versuchen wertvoll. Auch das hier so fatale Aufklettern wurde eingehend
untersucht und entsprechende Lösungen entwickelt (z.B. klauenartige
Konsolen am Fahrzeugrahmen). Der 426 und die 752 sind damit (natürlich)
noch nicht ausgerüstet.
Gruß
Oli
> Torsten
> (der sich jetzt im 423 immer irgendwo in die Mitte setzen wird)
Vor allem im Herbst dringend anzuraten. ;-(
Rutschen 420 und 423 im Herbst eigentlich auch dermaßen oft an
Bahnsteigen und Signalen vorbei wie 425 und 426? Wobei ich kürzlich
noch von einem Tf las, er habe letzten Herbst mit den 425 in NRW kaum
Probleme gehabt, bei einer Schnellbremsung mit Sand sei es kein
Problem, den 425 zum stehen zu bekommen, da dann nur noch mit
Druckluft gebremst werde und seiner Ansicht die E-Bremse für die
Bremsprobleme beim 425/426 verantwortlich sei.
--
Jan Marco Funke
Die Unfallzeit deutet auf RB 19323 Plochingen - Geislingen - Ulm mit
Nummernwechsel.
Dann sind null Fahrgäste aber recht wenig.
Gruß, ULF
Die Unfallzeit deutet auf RB 19323 Plochingen - Geislingen - Ulm mit
Nummernwechsel.
<http://reiseauskunft.bahn.de/bin/zuginfo.exe/dn/756453/835798/330642/86830/80/>
> Die 120 hat den TW ja regelrecht auseinandergenommen.
Nicht verwunderlich, schließlich sind die neuen Triebwagen
Leichtbauweise. Könnte man wohl mit Oberklassewagen gegen Trabi vergleichen.
Nicht auszudenken wenn so ein 425 etc. mal in voller Fahrt mit einem
anderen Zug zusammenstößt. Da bleiben nur noch Fetzen übrig :-(
> Vor allem im Herbst dringend anzuraten. ;-(
> Rutschen 420 und 423 im Herbst eigentlich auch dermaßen oft an
> Bahnsteigen und Signalen vorbei wie 425 und 426? Wobei ich kürzlich
> noch von einem Tf las, er habe letzten Herbst mit den 425 in NRW kaum
> Probleme gehabt, bei einer Schnellbremsung mit Sand sei es kein
> Problem, den 425 zum stehen zu bekommen, da dann nur noch mit
> Druckluft gebremst werde und seiner Ansicht die E-Bremse für die
> Bremsprobleme beim 425/426 verantwortlich sei.
Das kann ich irgendwie nicht ganz nachvollziehen. Wenn der 425 beim
Bremsen rutscht, heißt das doch, daß mehr Bremskraft auf die Schiene
übertragen werden soll als die Haftreibung hergibt. Und der Haftreibung
ist es doch wurscht, ob die E-Bremse bremst oder die Druckluftbremse.
Das hört sich eher nach mangelhafter Implementierung der Bremssoftware
an. Wieso wird eigentlich nicht automatisch gesandet, wenn die Software
Gleiten feststellt? Und bitte nicht mit dem Argument kommen, das
verschleißt die Radreifen. Einmal richtig gerutscht und es ist eine
Flachstelle drauf (wenns bei einer bleibt). _Dann_ ist nämlich ein
sofortiger Besuch der Werkstatt nötig.
> > noch von einem Tf las, er habe letzten Herbst mit den 425 in NRW kaum
> > Probleme gehabt, bei einer Schnellbremsung mit Sand sei es kein
> > Problem, den 425 zum stehen zu bekommen, da dann nur noch mit
> > Druckluft gebremst werde und seiner Ansicht die E-Bremse für die
> > Bremsprobleme beim 425/426 verantwortlich sei.
>
> Das kann ich irgendwie nicht ganz nachvollziehen. Wenn der 425 beim
> Bremsen rutscht, heißt das doch, daß mehr Bremskraft auf die Schiene
> übertragen werden soll als die Haftreibung hergibt. Und der Haftreibung
> ist es doch wurscht, ob die E-Bremse bremst oder die Druckluftbremse.
> Das hört sich eher nach mangelhafter Implementierung der Bremssoftware
> an.
Und danach, daß es ein ungebremstes Laufdrehgestell gibt...
Gruß, ULF
> > (der sich jetzt im 423 immer irgendwo in die Mitte setzen wird)
>
> Vor allem im Herbst dringend anzuraten. ;-(
> Rutschen 420 und 423 im Herbst eigentlich auch dermaßen oft an
> Bahnsteigen und Signalen vorbei wie 425 und 426?
Mindestens 420 hat Allradbremse. Zudem ist er auf 120 beschränkt.
Gruß, ULF
Es ist neben den schwer geschädigten Tfz hier auch (wie in den Nachrichten
gemeldet) zu sehen, daß der Triebzug kurz vor dem Aufprall auf das
Gegengleis geleitet wurde.
Etwas unverständlich allerdings, daß sich die Lokführerin wie ihre Kollegen
auf der 120er nicht in Sicherheit bringen konnte (der Streckenverlauf ist
hier laut einem der Fotos schnurgerade).
Dietmar
Ok.
> Zudem ist er auf 120 beschränkt.
Das waren die 425/426 letzten Herbst in NRW auch, trotzdem gab es
mehrere kritische Vorfälle, die eine weitere Reduzierung der Vmax auf
80 km/h für einige Tage zur Folge hatten.
=> X-Post und f'up debe
--
Jan Marco Funke
Angeblich soll das das Hauptproblem des 425 sein. Nur frage ich mich,
warum man das nach drei Jahren immer noch nicht in den Griff bekommen
hat. Es soll allerdings schon mehrfach neue Bremssoftware aufgespielt
worden sein. Ein Problem ist wohl, dass die Bremssoftware die Bremse
bei Gleiten soweit löst, bis das Gleiten aufhört. Manchmal bleibt
dabei wohl so gut wie keine Bremsleistung mehr übrig.
Weiß denn zufällig jemand, was für ein Messzug da dranhing? Der OMW? Oder
gar die OMWE?
Matthias
--
Matthias Köhler
Film- und Fernsehproduktion
http://www.koehler-film.de
Ich tippe mal auf die OMWE.
Knut
> Das kann ich irgendwie nicht ganz nachvollziehen. Wenn der 425 beim
> Bremsen rutscht, heißt das doch, daß mehr Bremskraft auf die Schiene
> übertragen werden soll als die Haftreibung hergibt. Und der Haftreibung
> ist es doch wurscht, ob die E-Bremse bremst oder die Druckluftbremse.
> Das hört sich eher nach mangelhafter Implementierung der Bremssoftware
> an. Wieso wird eigentlich nicht automatisch gesandet, wenn die Software
> Gleiten feststellt? Und bitte nicht mit dem Argument kommen, das
> verschleißt die Radreifen. Einmal richtig gerutscht und es ist eine
> Flachstelle drauf (wenns bei einer bleibt). _Dann_ ist nämlich ein
> sofortiger Besuch der Werkstatt nötig.
Der 423/425/426 rutscht nicht. Zur Bremswegverlängerung kann es in
Extremsituationen kommen, wenn der Gleitschutz so häufig anspricht, daß
zu wenig Bremskraft für die Schiene übrigbleibt. Und sanden tut der
Lokführer schon selbst, keine Sorge. Wir sind ja nicht lebensmüde.
mfg
Andre
Herrjeh, das wäre für Minden ein herber Schlag. Da wird ja sicher zumindest
der erste der beiden Wagen erheblich beschädigt sein, möglicherweise auch
beide. Anhand der weiß-gelben Farbe dachte ich auch zuerst an die OMWE.
> [...]
> Es ist neben den schwer geschädigten Tfz hier auch (wie in den Nachrichten
> gemeldet) zu sehen, daß der Triebzug kurz vor dem Aufprall auf das
> Gegengleis geleitet wurde.
> Etwas unverständlich allerdings, daß sich die Lokführerin wie ihre Kollegen
> auf der 120er nicht in Sicherheit bringen konnte (der Streckenverlauf ist
> hier laut einem der Fotos schnurgerade).
Schrecksekunde, Aufstehen, Führerstandstür, 1.-Klasse-Ab-
teil, 1.-Klasse-Tür, Stufen, um die Toilette herum - und bis
zu dieser hat die Lokomotive alles abgeräumt.
Tim
War nicht damals in Leipzig ähnliches passiert? Also hatte sich nicht die
eine Lokomotive über den Rahmen der anderen geschoben und dann den Aufbau
abgerissen? WIMRE dann hat man den Rahmen sogar wiederverwendet, da ihm
nichts elementares anzumerken war.
Ich will aber auch lieber nicht wissen, wie ein Stadtbahnfahrzeug auf
EBO-Strecken aussieht, wenn es auf eine Lokomotive oder gar einen Güterzug
trifft. Auch wenn die Fahrzeuge die Anforderungen der EBO erfüllen müssen.
Gruß Carsten
> Es ist neben den schwer geschädigten Tfz hier auch (wie in den Nachrichten
> gemeldet) zu sehen, daß der Triebzug kurz vor dem Aufprall auf das
> Gegengleis geleitet wurde.
Das ist an sich nichts ungewöhnliches.
> Etwas unverständlich allerdings, daß sich die Lokführerin wie ihre Kollegen
> auf der 120er nicht in Sicherheit bringen konnte (der Streckenverlauf ist
> hier laut einem der Fotos schnurgerade).
>
Die Frage ist immer noch, wie die 120 der Coladose in den Weg
gekommen ist. Wenn sie erst unmitelbar vorher vom anderen Gleis
gekommen ist, war nicht viel Zeit, und sie hätte wesentlich weiter
laufen müssen als die Kollegen in der 120.
> * Dietmar Hetzel (dhe...@foq.de)
> Das ist an sich nichts ungewöhnliches.
>
>
>>Etwas unverständlich allerdings, daß sich die Lokführerin wie ihre Kollegen
>>auf der 120er nicht in Sicherheit bringen konnte (der Streckenverlauf ist
>>hier laut einem der Fotos schnurgerade).
>>
>
> Die Frage ist immer noch, wie die 120 der Coladose in den Weg
> gekommen ist.
Ich glaube eher, dass der 426er dem Messzug in den Weg gefahren ist.
Laut Lokreport sollte dieser mit 100 km/h durch den Bahnhof durchfahren.
Der 426er sollte ausfahren und wurde dann offensichtlich ins Gegengleis
geleitet, auf dem die 752er unterwegs war.
Gruß
Oli
> Der Link funktioniert nicht... F*cking javascript. Hat jemand Links
> direkt auf die Bilder?
Bitte schön:
http://www.swr.de/imperia/md/images/nachrichten/aktuell/114.jpg
http://www.swr.de/imperia/md/images/nachrichten/aktuell/116.jpg
http://www.swr.de/imperia/md/images/nachrichten/aktuell/121.jpg
http://www.swr.de/imperia/md/images/nachrichten/aktuell/122.jpg
http://www.swr.de/imperia/md/images/nachrichten/aktuell/126.jpg
http://www.swr.de/imperia/md/images/nachrichten/aktuell/123.jpg
http://www.swr.de/imperia/md/images/nachrichten/aktuell/125.jpg
> Am 22.04.2004 14:44 schickte Andreas Krey folgende Zeichen in die Welt:
>
>>Der Link funktioniert nicht... F*cking javascript. Hat jemand Links
>>direkt auf die Bilder?
>
> Bitte schön:
>
> http://www.swr.de/imperia/md/images/nachrichten/aktuell/125.jpg
Auf diesem Bild sieht man sehr schön, dass die Weiche ganz unten den
426er direkt vor den Messzug befördert hat. Wenn die (Ein-)Fahrstraße
für den Messzug eingestellt war, hätte sie aus Flankenschutzgründen
nicht in dieser Lage liegen dürfen. Und auch die Weiche im Gegengleis
liegt für die Einfahrt des Messzuges falsch (in Linkslage), wenn ich das
aus dem pixeligen Bild richtig extrapoliere.
War der 426er als Rangierfahrt unterwegs? War die Einfahrt für den
Messzug eingestellt?
Gruß
Oli
> >>Etwas unverständlich allerdings, daß sich die Lokführerin wie ihre Kollegen
> >>auf der 120er nicht in Sicherheit bringen konnte (der Streckenverlauf ist
> >>hier laut einem der Fotos schnurgerade).
> >>
> >
> > Die Frage ist immer noch, wie die 120 der Coladose in den Weg
> > gekommen ist.
>
> Ich glaube eher, dass der 426er dem Messzug in den Weg gefahren ist.
> Laut Lokreport sollte dieser mit 100 km/h durch den Bahnhof durchfahren.
> Der 426er sollte ausfahren und wurde dann offensichtlich ins Gegengleis
> geleitet, auf dem die 752er unterwegs war.
http://www.swr.de/imperia/md/images/nachrichten/aktuell/125.jpg Demnach
hätte sie das abzweigende Gleis eigentlich signalisiert bekommen müssen;
Ausnahmen Ersatzsignal/Bfehl.
Gruß, ULF
Bevor ich darüber spekuliere, möchte ich wissen, auf welche
Signale/Befehle die Fahrzeuge hier zusammenstießen.
Gruß, ULF
> Etwas unverständlich allerdings, daß sich die Lokführerin wie ihre Kollegen
> auf der 120er nicht in Sicherheit bringen konnte (der Streckenverlauf ist
> hier laut einem der Fotos schnurgerade).
Wenn man das letzte der Fotos genau ansieht, dann kann man im
Vordergrund noch die Weichenverbindung sehen, die den 426 ins Verderben
geleitet hat. Demnach hatte die Lokführerin praktisch keine Zeit mehr,
etwas zu unternehmen.
Tom
--
The only problem with troubleshooting is that sometimes the trouble
shoots back
th.g...@gmx.de
http://www.thomas-gabler.de
Wenn sie ein Hp2 und den Gegenzug gesehen hätte, vielleicht schon.
Andererseits war dieser ziemlich schnell unterwegs, und ein Hp2 für die
RB hätte es nicht geben dürfen.
Gruß, ULF
http://www.swr.de/imperia/md/images/nachrichten/aktuell/125.jpg
> Ich glaube eher, dass der 426er dem Messzug in den Weg gefahren ist.
> Laut Lokreport sollte dieser mit 100 km/h durch den Bahnhof durchfahren.
Das geht eigentlich nur durch das hinterste Bahnsteiggleis, nur
von dort und nur ins Gegengleis geht es mit 100 km/h; die beiden
Weichen im Bild (oben) sind langsamer.
> Der 426er sollte ausfahren und wurde dann offensichtlich ins Gegengleis
> geleitet, auf dem die 752er unterwegs war.
>
Die Weiche im Bild liegt sogar so. Ob noch oder schon, ist offen.
Ich kann mir aber überhaupt keinen Reim drauf machen, wie das passiert
sein kann, wenn das Stellwerk sich nicht danebenbenommen hat.
> Wenn es noch so ist, wie "damals", dann ist es ein Lt bestehend aus 3x426,
> der kurz nach acht von Plochingen nach Geislingen fährt. Dabei wird in
> Göppingen einer abgehängt. Der Zug wurde damals von Ulmer Personal
> gefahren. Ich kenne aber keine Ulmer Lokführer*in*. Es könnte natürlich
> sein, daß die Leistungen mittlerweile von Plochinger Personal gefahren
> werden und dann wird's interessant für mich. :-(
Das ist wohl nun traurige Realität. Der Unglückszug war Lt 74157, der
zermalmte Wagen war 426 011-3, die Tfin aus TSF (also wohl Personal
aus TP).
Gruß, Frank
> Der Link funktioniert nicht... F*cking javascript. Hat jemand Links
> direkt auf die Bilder?
http://www.swr.de/imagegallery/index.php?group=0&gallery=16113&image=6
die letzte Ziffer (hinter image=) im Bereich von 0..6 ändern.
>> Es ist neben den schwer geschädigten Tfz hier auch (wie in den Nachrichten
>> gemeldet) zu sehen, daß der Triebzug kurz vor dem Aufprall auf das
>> Gegengleis geleitet wurde.
>
> Das ist an sich nichts ungewöhnliches.
Nach obigem Bild sieht es dann doch etwas merkwürdig aus für diesen Fall.
Gruß, Frank
>> Es ist neben den schwer geschädigten Tfz hier auch (wie in den Nachrichten
>> gemeldet) zu sehen, daß der Triebzug kurz vor dem Aufprall auf das
>> Gegengleis geleitet wurde.
>> Etwas unverständlich allerdings, daß sich die Lokführerin wie ihre Kollegen
>> auf der 120er nicht in Sicherheit bringen konnte (der Streckenverlauf ist
>> hier laut einem der Fotos schnurgerade).
http://www.swr.de/imagegallery/index.php?group=0&gallery=16113&image=6
Wenn die Weiche auf dem Bild noch im ursprünglichen Zustand steht, dann
passierte der Unfall unmittelbar nach dem Gleiswechsel. Die Besatzung
der Lok hat das Entstehen der gefährlichen Lage also wahrscheinlich
etwas eher wahrgenommen, als die Tfin des 426, die sich vielleicht mehr
auf den Gleiswechsel konzentrierte.
> Schrecksekunde, Aufstehen, Führerstandstür, 1.-Klasse-Ab-
> teil, 1.-Klasse-Tür, Stufen, um die Toilette herum - und bis
> zu dieser hat die Lokomotive alles abgeräumt.
Der 426 hat ja noch 2 Türen direkt im Führerstand. Nach den mir
zugänglichen Bildern, war die rechte Tür verriegelt (Griff nach
oben), die linke wurde weggeschleudert.
Gruß, Frank
> Die Frage ist immer noch, wie die 120 der Coladose in den Weg
> gekommen ist. Wenn sie erst unmitelbar vorher vom anderen Gleis
> gekommen ist, war nicht viel Zeit, und sie hätte wesentlich weiter
> laufen müssen als die Kollegen in der 120.
die weiche im vordergrund von
http://www.swr.de/imperia/md/images/nachrichten/aktuell/125.jpg
liegt nicht nett...
--
frobnicate foo
>> Ich tippe mal auf die OMWE.
>
>
> Herrjeh, das wäre für Minden ein herber Schlag. Da wird ja sicher
> zumindest der erste der beiden Wagen erheblich beschädigt sein,
> möglicherweise auch beide. Anhand der weiß-gelben Farbe dachte ich
> auch zuerst an die OMWE.
Der OMWE besteht WIMRE nur aus einem Wagen (im Gegensatz zum OMW). Aber
ein herber Schlag für die Mindener Truppe ist es allemal.
Egal welcher Wagen es war und ob er heil geblieben war, bei dem Aufprall
wird sowieso einiges an Technik kaputtgegangen sein. Für solche
Beschleunigungen sind die nicht ausgelegt.
Knut
Die Fahrstrasse hätte in ein besetztes Gleis geführt. Ich würde Fahrt
auf Hauptsignal in diesem Fall mit an Sicherheit grenzender
Wahrscheinlichkeit ausschliessen.
Grüße
Marc
--
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Marc Haber | " Das Ueberschreiten der | Mailadresse im Header
Karlsruhe, Germany | Gleise ist verboten! " | Fon: *49 721 966 32 15
Nordisch by Nature | Fdl Bad Driburg, 15.02.1997 | Fax: *49 721 966 31 29
Und was bedeuten die beiden Abkürzungen?
> >http://www.swr.de/imperia/md/images/nachrichten/aktuell/125.jpg Demnach
> >hätte sie das abzweigende Gleis eigentlich signalisiert bekommen müssen;
> >Ausnahmen Ersatzsignal/Bfehl.
>
> Die Fahrstrasse hätte in ein besetztes Gleis geführt. Ich würde Fahrt
> auf Hauptsignal in diesem Fall mit an Sicherheit grenzender
> Wahrscheinlichkeit ausschliessen.
Ich auch für den Fall, daß der Gegenzug dort sein durfte, wo er war.
Gruß, ULF
> > Wenn es noch so ist, wie "damals", dann ist es ein Lt bestehend aus 3x426,
> > der kurz nach acht von Plochingen nach Geislingen fährt. Dabei wird in
> > Göppingen einer abgehängt. Der Zug wurde damals von Ulmer Personal
> > gefahren. Ich kenne aber keine Ulmer Lokführer*in*. Es könnte natürlich
> > sein, daß die Leistungen mittlerweile von Plochinger Personal gefahren
> > werden und dann wird's interessant für mich. :-(
>
> Das ist wohl nun traurige Realität. Der Unglückszug war Lt 74157
Warum gibt es so zeitnah zur RB einen Lt?
Gruß, ULF
Andere Theorie : Der Messzug hatte einfahrt, und der 426 ist Soweit über
das Zielsignal seiner eigenen Fahrstraße hinaus (Warum jetzt auch immer,
Bremsprobleme, Indusi defekt...) das er derart in den Fahrweg des Messzuges
kam ?
> Ich will aber auch lieber nicht wissen, wie ein Stadtbahnfahrzeug auf
> EBO-Strecken aussieht, wenn es auf eine Lokomotive oder gar einen Güterzug
> trifft. Auch wenn die Fahrzeuge die Anforderungen der EBO erfüllen müssen.
Wenn sie, wie auch immer, zusammenstoßen sollten, wird der Güterzug
regelrecht in die Stadtbahn hineinfahren. Das siehst Du ja auch am
beteiligten 426. Die Lok fährt irgendwie auf den Rahmen und drückt Dach
und Seitenwände hinweg. "Vorne rein, hinten raus", so makaber ist das.
Die Längskraftsteifigkeit bezieht sich ja auf definierte
Kraftangriffspunkte. Nur darf der Gegner nicht davon abrutschen.
Gerade bei Niederflurtriebwagen Stelle ich es mir schwierig vor, die
nötigen Strukturen hoch genug anzubringen.
Außerdem sind bei Gelenkwagen die Gelenke längssteif und haben keine
Energieverzehreinrichtungen, wie sie zwischen Einzelwagen zu finden
wären. Die Gelenkwagenfront muß daher die gesamte Energie alleine
aufnehmen.
Wolfgang
--
~~ ~~~ .
_________________ ___________`.___
/i O o ooooooooo O||o oooooooo o O i\
__''--ooŻŻŻŻŻŻŻŻŻŻoo-''-oo---------oo--''_____________
Eher unwahrscheinlich, denn wenn der Messzug ueber diese Weichenverbindung
haette fahren sollen, waere sein Fahrweg entweder in das Gleis des 426 oder
ggf. in ein noch nebendranliegendes nichtdurchgehendes Hauptgleis gefuehrt.
Der erste Fall ist eindeutig auszuschliessen, beim zweiten Fall - gesetzt
dem waere so, mangels Ortskenntnis nicht nachvollziehbar - wuerde eine
solche Fahrstrasse garantiert mit dem D-Weg der Gegeneinfahrt einen
Ausschluss haben.
Irgendwo las ich was davon, dass angeblich die Signalabhaengigkeit
aufgehoben gewesen sei.
Gruss,
Holger K. aus D.
--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!
E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting
Wäre doch denkbar, daß der 426 eine Weiche aufgeschnitten hat und daß
der Fahrweg des Meßzuges im durchgehenden Hauptgleis hätte verlaufen
sollen, warum auch immer ohne Flankenschutz.
> Der erste Fall ist eindeutig auszuschliessen, beim zweiten Fall - gesetzt
> dem waere so, mangels Ortskenntnis nicht nachvollziehbar - wuerde eine
> solche Fahrstrasse garantiert mit dem D-Weg der Gegeneinfahrt einen
> Ausschluss haben.
>
> Irgendwo las ich was davon, dass angeblich die Signalabhaengigkeit
> aufgehoben gewesen sei.
Ah, jetzt...
Gruß, ULF
P.S. Demnächst wohl auch hier Umzug nach debe.
>>Werden eigentlich (analog zur
>>Kfz-Entwicklung) keine "richtigen" Crashtests durchgeführt?
>
> Irgendwo in Polen gibt es ein Testzentrum dafür,
Wobei Testzentrum für den Testort IMHO übertrieben ist. Es werden dort
keine regelmäßigen Crashtests gemacht sondern das war nur eine
unregelmäßige Aktion auch um die Theorie aus der Computersimulation in
der Praxis zu überprüfen.
> die MDR-Bahnzeit vom
> letzten Samstag hatte einen kurzen Beitrag darüber.
In dem Versuch (ich nehme mal an das der beitrag mit dem auf Bahn TV
idenisch ist) ging es auch mehr um Straßenbahnen und weniger um
Fahrzeuge nach EBO.
Bye Kai
> [...]
> > Schrecksekunde, Aufstehen, Führerstandstür, 1.-Klasse-Ab-
> > teil, 1.-Klasse-Tür, Stufen, um die Toilette herum - und bis
> > zu dieser hat die Lokomotive alles abgeräumt.
> Der 426 hat ja noch 2 Türen direkt im Führerstand. Nach den mir
> zugänglichen Bildern, war die rechte Tür verriegelt (Griff nach
> oben), die linke wurde weggeschleudert.
Ich würde annehmen, dass der Fluchtreflex der Tf - wenn sie
durch den vorhergehenden plötzlichen Gleiswechsel nicht
sprichwörtlich "von ihrem Stuhl gerissen" wurde - eher nach
hinten als zu der Seite ging. Aus einem fahrenden Zug zu
springen, wird wahrscheinlich nicht jedermanns Sache sein -
selbst wenn es vielleicht die richtige Entscheidung wäre.
Tim
Das sind Fahrzeuge zur Untersuchung der Gleislage. Dazu gibt es:
OMW = Oberbaumeßwagen (ex DR)
OMWE = Oberbaumeßwageneinheit (neu DB AG)
GMT = Gleismeßtriebwagen (ex DB)
Knut
Nein, es ist genau umgekehrt: Die OMWE ist zweiteilig und der OMW einteilig.
Er wird aber immer mit einem (ebenfalls gelben) Beiwagen eingesetzt, der
jedoch selbst nicht misst. Er dient zu Aufenthaltszwecken.
Matthias
--
Matthias Köhler
Film- und Fernsehproduktion
http://www.koehler-film.de
Die 120 dürfte schwer genug sein, um sicher zu einer Rotausleuchtung
geführt zu haben. Ich hatte beim Wort "Meßzug" zuerst einen Skl und
eine durch das leichte Fahrzeug nicht stattgefundene
Gleisbesetztmeldung vermutet. Aber hier war das ja doch ein
"richtiger" Zug.
Wobei es auf dem freien Markt auch andere Anbieter von Messleistungen gibt.
So sind zum Beispiel die Messfahrzeuge von Eurailscout in ganz Europa
unterwegs. Neben den Zügen für die Messung der Gleisgeometrie und weiterer
Größen (u.a. mit Spurweite, Pfeilhöhe, Längshöhe, Überhöhung, Verwindung,
Fahrdrahtlage, Riffelbildung, Gleisumfeldbeobachtung und Kontrolle der
Schienenbefestigungen und des Lichtraumprofils) gibt es natürlich auch noch
Ultraschall-Prüfzüge, welche auch bei hoher Geschwindigkeit kleinste Risse
und Schienenbrüche finden. Mit einem ganz neuen Wirbelstrom-Verfahren können
jetzt auch die gefürchteten Headchecks sicher lokalisiert werden - das sind
Risse, wie sie meist in Gleisbögen auf der Innenseite auftreten und bisher
mit Ultraschall schlecht gefunden wurden.
Irgendwie habe ich gerade gemerkt, dass es zum Thema Messzüge im Netz fast
überhaupt keine Infos gibt. Vielleicht mache ich mal was dazu.
> Das ist wohl nun traurige Realität. Der Unglückszug war Lt 74157,
Den meinte ich.
> die Tfin aus TSF (also wohl Personal aus TP).
Bingo! >:-(((
Gruß, Fredy
--
- bleibt frei -
> Mittwoch 21. April 2004, 10:16 Uhr
>
> Ein Toter und vier Verletzte bei Zugunglück
>
> Süßen (dpa) - Beim Zusammenstoß von zwei Zügen auf der Bahnstrecke
> München-Stuttgart ist im baden-württembergischen Süßen ein Mensch getötet
> worden. Vier weitere wurden leicht verletzt. Laut Polizei prallte kurz vor
> 9 Uhr vor dem Ortseingang ein unbesetzter Schienenbus auf einen Messzug.
> Näheres ist noch nicht bekannt.
Auf www.cityinfonetz.de (http://tinyurl.com/3bpqo) gefunden:
Zugunglück - Weiche falsch gestellt?
SÜSSEN
(tol). Der Regionalzug, der am Mittwoch mit einem Messzug der Deutschen Bahn
zusammengestoßen ist, wurde nach den bisherigen Ermittlungen der Kripo kurz
vor der Unglücksstelle über eine falsch gestellte Weiche auf das Gegengleis
geleitet. In wessen Verantwortung die mutmaßlich unfallursächliche
Weichenstellung fällt, versucht die Kripo Göppingen in enger Zusammenarbeit
mit dem Bundesgrenzschutz jetzt zu klären. Bei dem Unfall kam die
40-jährige Lokführerin ums Leben.
Bereits seit zwei Tagen waren Arbeiter mit Wartungsarbeiten an der
Weichenanlage beschäftigt. Dort war es zu technischen Problemen gekommen,
die behoben werden sollten. Auch am Mittwochmorgen waren zwei Männer am
Gleiskörper, weitere Mitarbeiter der Bahn und ein Kabeltrupp im Bahnhof
Süßen mit den Arbeiten betraut. Dabei ist es wahrscheinlich zur
außerplanmäßigen Umstellung der Weiche gekommen, weshalb der leere
Regionalzug schließlich auf das Gegengleis geriet.
Wer nun letztlich dafür verantwortlich war, müssen die weiteren Ermittlungen
erst noch ergeben. Geklärt werden muss weiter, ob gegen
Sicherheitsbestimmungen verstoßen wurde.
Beide Züge waren außerhalb eines festen Fahrplans der Bahn unterwegs. Der
Messtrupp befand sich auf einer Kontrollfahrt, der Regionalzug auf einer
Überführungsfahrt leerer Waggons von Stuttgart nach Ulm.
Die Kripo Göppingen und der Bundesgrenzschutz haben umfangreiche erste
Vernehmungen durchgeführt.
Einen Film? *eg*
Dieser Schluss allerdings ist gewagt. Warum können leere Wagen nicht
planmäßig überführt werden?
Grüße
Marc
P.S.: Es heißt neuer Inhalt (was: alter inhalt). Alles andere kann
nicht automatisch bearbeitet werden.
>Fredy Barth <fba...@spamfence.de> wrote:
Nein, er wrote nicht, er zitierte!
>>Beide Züge waren außerhalb eines festen Fahrplans der Bahn unterwegs. Der
>>Messtrupp befand sich auf einer Kontrollfahrt, der Regionalzug auf einer
>>Überführungsfahrt leerer Waggons von Stuttgart nach Ulm.
>
>Dieser Schluss allerdings ist gewagt. Warum können leere Wagen nicht
>planmäßig überführt werden?
Mit "außerhalb eines festen Fahrplans" ist offensichtlich gemeint,
dass Züge mit betrieblichen Zwecken sich nicht so genau an einen
Fahrplan halten müssen, wie der gemeine cityinfnetz.de-Rezipient es
von Personenzügen erwartet. Tatsächlich war andererseits bereits zu
vernehmen, die Leerfahrt sei erheblich vor Plan verkehrt (was auch die
von Ulf an anderer Stelle angefragte zeitliche Nähe zu einer RB
erklärt).
Im betrieblichen Sprech gibt es natürlich überhaupt keinen Zug, der
verkehrt, ohne dass es für ihn einen festen Fahrplan gibt.
Gruß
Volker
>> Die 120 hat den TW ja regelrecht auseinandergenommen.
>
> Nicht verwunderlich, schließlich sind die neuen Triebwagen
> Leichtbauweise. Könnte man wohl mit Oberklassewagen gegen Trabi
> vergleichen.
Der Vergleich paßt nicht. Die Karosserie des Trabis aus irgendwie geleimter
Baumwolle (AKA "Plaste"), bleibt im Crash-Fall außerordentlich formstabil.
Mit der gravierenden Folge, dass kaum Kräfte abgebaut werden (keine
Knautschzone) und diese fast in voller Stärke auf die Insassen wirken.
Tschau,
Stefan
Matthias Koehler schrieb:
> [Klaus-Dieter:]
>
>
>>Das Bild zeigt offenbar eine Vorserien-120 als unfallbeteiligtes Tfz.
>
>
> Weiß denn zufällig jemand, was für ein Messzug da dranhing? Der OMW? Oder
> gar die OMWE?
>
Ich vermute zwei der Einheitsmeßwagen. Die Zugbildung (752+Meßwagen+2
Güterwagen+Meßwagen) scheint mir auf lauftechnische Versuche zu deuten.
Johannes
Mache ich doch schon seit Jahren, daher kenne ich mich damit ja auch ganz
gut aus. Aber vielleicht erweitere ich auch mal meine Homepage um einige
Messzug-Bilder, davon gibt es nicht viele im Netz.
> Ich würde annehmen, dass der Fluchtreflex der Tf - wenn sie
> durch den vorhergehenden plötzlichen Gleiswechsel nicht
> sprichwörtlich "von ihrem Stuhl gerissen" wurde - eher nach
> hinten als zu der Seite ging. Aus einem fahrenden Zug zu
> springen, wird wahrscheinlich nicht jedermanns Sache sein -
> selbst wenn es vielleicht die richtige Entscheidung wäre.
Es ist mit tödlicher Sicherheit (fast) immer die falsche Entscheidung.
Lauf mal im gemütlichen Fußgängertempo ungebremst gegen einen
Laternenpfahl. Da hast Du eine gute Chance, es nicht zu überleben. Bei
Bahns ist die Geschwindigkeit im allgemeinen geringfügig höher. Außerdem
dauert es *sehr* lange, beim 426 durch die Außentür den Führerraum zu
verlassen. Die einzig sichere Position ist, direkt hinter dem Führerraum
flach auf dem Boden zu liegen, weil man da durch den Kupplungsträger
geschützt ist.
mfg
Andre
> Auf diesem Bild sieht man sehr schön, dass die Weiche ganz unten den
> 426er direkt vor den Messzug befördert hat. Wenn die (Ein-)Fahrstraße
> für den Messzug eingestellt war, hätte sie aus Flankenschutzgründen
> nicht in dieser Lage liegen dürfen. Und auch die Weiche im Gegengleis
> liegt für die Einfahrt des Messzuges falsch (in Linkslage), wenn ich das
> aus dem pixeligen Bild richtig extrapoliere.
>
> War der 426er als Rangierfahrt unterwegs? War die Einfahrt für den
> Messzug eingestellt?
Nach der Lage der Weichen scheint tatsächlich die Fahrstraße für die 120
in das Gleis rechts unten gelegen zu haben. Der 426 müßte dann vom
linken Gleis kommend die zweite Weiche von unten aufgefahren haben,
nachdem er ein Signal überfahren/überrutscht hat. Alle anderen
Kombinationen erscheinen mir nicht wirklich realistisch.
mfg
Andre
> die weiche im vordergrund von
> http://www.swr.de/imperia/md/images/nachrichten/aktuell/125.jpg
> liegt nicht nett...
Interessanter wäre die zweite Weiche.
mfg
Andre
> Nach der Lage der Weichen scheint tatsächlich die Fahrstraße für die 120
> in das Gleis rechts unten gelegen zu haben. Der 426 müßte dann vom
> linken Gleis kommend die zweite Weiche von unten aufgefahren haben,
> nachdem er ein Signal überfahren/überrutscht hat. Alle anderen
> Kombinationen erscheinen mir nicht wirklich realistisch.
>
Muss nicht so sein. Es reicht wenn die Weiche "unten" fälschlicherweise in
linkslage war. Linkslage = Zunge rechts anliegende führ Fahrtim linken
Strang -> Lageprüfung!
Die ander Weiche kurz vor dem Aufprall wurde ja vom Herzstück, also stumpf
befahren und somit hätte dannd er Triebwagen diese aufgefahren.
Ob aufgefahren oder nicht. Dafür brächte man ein Detailforo von den
Verschlussstücken de Weiche oder des Prüferkopf im Antrieb und sowas liefert
die Presse bestimmt nicht.
--
Gruß Ralf
-Scumandà da traversar ils binaris-
Nein, waere nicht denkbar, eben wegen des fehlenden Flankenschutzes.
Gehen wir davon aus, dass der Messzug auf Hauptsignal unterwegs war,
dann ist - gesetzt die Anlage arbeitet richtig - der Flankenschutz
gegeben. Und so wie sich die Fotos zeigen, gibt's an der Stelle auch
keinen Grund, warum man eine Verzichtsweiche haben koennte.
> Oliver Lemke schrieb:
>
>> Auf diesem Bild sieht man sehr schön, dass die Weiche ganz unten den
>> 426er direkt vor den Messzug befördert hat. Wenn die (Ein-)Fahrstraße
>> für den Messzug eingestellt war, hätte sie aus Flankenschutzgründen
>> nicht in dieser Lage liegen dürfen. Und auch die Weiche im Gegengleis
>> liegt für die Einfahrt des Messzuges falsch (in Linkslage), wenn ich
>> das aus dem pixeligen Bild richtig extrapoliere.
>>
>> War der 426er als Rangierfahrt unterwegs? War die Einfahrt für den
>> Messzug eingestellt?
>
> Nach der Lage der Weichen scheint tatsächlich die Fahrstraße für die 120
> in das Gleis rechts unten gelegen zu haben.
Glaub ich nicht. Die Weichen sehen nicht so aus, als wären sie mit 100
im abzweigenden Strang befahrbar. Ich vermute eher, die unterste Weiche
hätte niemals so liegen dürfen.
> Der 426 müßte dann vom
> linken Gleis kommend die zweite Weiche von unten aufgefahren haben,
> nachdem er ein Signal überfahren/überrutscht hat. Alle anderen
> Kombinationen erscheinen mir nicht wirklich realistisch.
Klingt betrieblich nicht so ganz einleuchtend. Dann hätte der 426er im
GWB fahren sollen und die Messfahrt hätte durch das durchgehende
Hauptgleis der Gegenrichtung drumrum fahren sollen? Hmmm. Ich vermute
eher, dass durch die aufgehobene Signalabhängigkeit bzw. die Arbeiten
die fragliche Weiche nicht so lag, wie sie hätte liegen sollen.
Gruß
Oli
Demnach hatte die Tf zwei Triebwagenlängen "Zeit", sich auf den Crash mit
einer Begegnungsgeschwindigkeit von irgendwas um 120 km/h einzustellen. Das
reicht mit Schrecksekunde und Schnellbremsung auslösen nicht mal zum
Hinwerfen nach der Überlebensregel.
Sie hatte keine Chance. Möglicherweise wird es schwer, sie komplett zu
beerdigen.
Meine Aversion gegen diese von mir und einigen wenigen anderen als
"Leichtbautriebwagen" bezeichneten Fahrzeuge wächst.
Es ist traurig, dass dies niemand begreift.
Gruß
Will
> Meine Aversion gegen diese von mir und einigen wenigen anderen als
> "Leichtbautriebwagen" bezeichneten Fahrzeuge wächst.
Was möchtest Du stattdessen? Schienenpanzer a la USA?
Bei derartigen Aufprallgeschwindigkeiten hilft sogar eine
crashoptimierte Fahrzeugstruktur nichts mehr, wenn ein Fahrzeug auf das
andere aufklettert.
Im übrigen bin ich der Meinung, dass weder ein normaler Reisezugwagen
(z.B. ein IC-Steuerwagen), noch ein älterer Triebwagen (z.B. BR 420) der
Lokführerin mehr Überlebenschance eingeräumt hätte. Der Führerstand der
beteiligten 120 sieht z.B. auch nicht danach aus, als dass dort jemand
hätte überleben können.
Wichtiger ist IMO die Suche nach den Unfallursachen um zu verhindern,
dass in Zukunft überhaupt wieder zu einem Unfall auf Grund der gleichen
Ursachen kommt.
Oli
> Im übrigen bin ich der Meinung, dass weder ein normaler Reisezugwagen
> (z.B. ein IC-Steuerwagen), noch ein älterer Triebwagen (z.B. BR 420) der
> Lokführerin mehr Überlebenschance eingeräumt hätte. Der Führerstand der
> beteiligten 120 sieht z.B. auch nicht danach aus, als dass dort jemand
> hätte überleben können.
Das sehe ich ähnlich. Beispiele für sowas finden sich ja leider genug in
der Vergangenheit, der Frontalcrash zwischen Schaftlach und Warngau
beispielsweise, bei dem von den beiden schweren 218ern nichts verhindert
wurde, oder nehmen wir Schrozberg, da hat ein leichter 628 die schwere
218 aus dem Gleis gehoben usw.
Grüße, Torsten
> Meine Aversion gegen diese von mir und einigen wenigen anderen als
> "Leichtbautriebwagen" bezeichneten Fahrzeuge wächst.
>
> Es ist traurig, dass dies niemand begreift.
der betroffene triebwagen war einiges, sicher aber kein
leichtbautriebwagen.
bei der vorliegenden differenzgeschwindigkeit haette Lok gegen Lok
kein wesentlich angenehmeres schadensbild gebracht, und steuerwagen
gegen lok saehe genauso aus.
mir persoenlich fehlt eigentlich eher sowas wie ein aufkletterschutz,
aber der liesse sich nur mit kompatiblen kupplungen erreichen...
--
frobnicate foo
>Die URL ist schon beängstigend genug.
*der* URL
> Meine Aversion gegen diese von mir und einigen wenigen anderen als
> "Leichtbautriebwagen" bezeichneten Fahrzeuge wächst.
>
> Es ist traurig, dass dies niemand begreift.
Auch wenn ich mich wiederhole: Man geht im Straßenverkehr i.A. bereits
bei Aufprallgeschwindigkeiten von 30 km/h ohne weiteren Schutz (Gurt,
Airbag, Knautschzone,...) von einem tödlichen Verlauf aus. Es bringt
also in solchen Fällen wie hier gar nichts, wenn der Führerstand als
Zelle erhalten bleibt und der Tf darin ungebremst "herumschießt"!
Das hat mit "Leichtbautriebwagen" überhaupt *nichts* zu tun.
Gruß, Frank
und dauerten vielleicht noch heute an.
Roland, Ulm
> Da der Meßzug ja laut den Berichten ein Oberbaumeßwagen war, könnte es
> sein, daß die Achszähler per Betra außer Kraft waren
Wenn es ein Oberbaumesszug war, wieso hatte er dann zwei neue Güterwagen
dabei?
Tom
--
The only problem with troubleshooting is that sometimes the trouble
shoots back
th.g...@gmx.de
http://www.thomas-gabler.de
>Holger Koetting schrieb:
>
>>Irgendwo las ich was davon, dass angeblich die Signalabhaengigkeit
>>aufgehoben gewesen sei.
>
>Da der Meßzug ja laut den Berichten ein Oberbaumeßwagen war, könnte es
>sein, daß die Achszähler per Betra außer Kraft waren - und daher die
>AzGrT einen nicht unerheblichen Beitrag zum Geschehen hat.
Das halte ich für unwahrscheinlich, da die Meßfahrten meist nicht im
Rahmen einer Betra durchgeführt werden. Wenn die Gefahr der
Beeinflussung gegeben ist, sind die zu treffenden Maßnahmen in der
Regel in der Fplo aufgeführt (z.B. vorsorgliches Einführen von RPZ).
--
Reinhard
Die Bahnsoftware ist so intelligent, wenn man einen Fahrschein nach Bielefeld löst, fragt sie "warum?"
(Henry Gründler in FreitagNachtNews)
##############################
[...] Schon seit zwei Tagen, so die Ermittler, hätten Arbeiter die
Weichenanlage wegen technischer Probleme gewartet. Auch am
Mittwochmorgen seien zwei Männer an den Gleisen sowie weitere
Bahnmitarbeiter und ein Kabeltrupp im Süßener Bahnhof beschäftigt
gewesen. "Dabei ist es vermutlich zur außerplanmäßigen Umstellung der
Weiche gekommen", sagte Stöckle[1].
[...]
##############################
Quelle: Stuttgarter Zeitung vom 23.April 2004 Seite 26
MfG
Claus
[1] "Göppinger Polizeisprecher Uli Stöckle" heißt es im vorhergehenden
Abschnitt.
Wir reden bei Schienenfahrzeugkollisionen praktisch immer von
mittleren bis hohen zweistelligen Tonnenzahlen, die mit zweistelligen
km/h-Geschwindigkeiten unterwegs sind. Bei den Energien kann man im
Regelfall davon ausgehen, dass kein Stein auf dem anderen bleibt.
Egal, wie die Fahrzeuge nun gebaut sind.
mawa
--
Warkus' Law of Analogies:
1. Nothing, except cars, is like a car.
2. Nothing, except Star Wars, is like Star Wars.
Conclusion: Pretty much nothing is a good analogy for anything.
>> Schrecksekunde, Aufstehen, Führerstandstür, 1.-Klasse-Ab-
>> teil, 1.-Klasse-Tür, Stufen, um die Toilette herum - und bis
>> zu dieser hat die Lokomotive alles abgeräumt.
>
> Der 426 hat ja noch 2 Türen direkt im Führerstand. Nach den mir
> zugänglichen Bildern, war die rechte Tür verriegelt (Griff nach
> oben), die linke wurde weggeschleudert.
Sie soll, so wie es heute Gerüchtet mit ca. 100 km/h über die 60er
Weiche gefahren sein. Demnach sollte also laut Signalstellung kein
Gleiswechsel angezeigt worden sein. Wenn nun diese "rote Gefahr" auf
einmal einen Satz nach links macht und es einen schier vom Hocker
reist, da wird wohl jeder erst mal dumm gucken. Der nächste Blick ging
wieder nach vorn und da kommt einem das Monster von BR 120 entgegen.
Ich glaubeman realisiert nun nicht einmal mehr das in Kürze alles
vorbei ist. :-(
Dem Unfallort nachzuschließen (kurz hinter der Weiche) hatte sie
absolut keine Chance sich in Sicherheit zu bringen!
Gruß Jens
--
-----------
Alle Verkehrsverbünde auf einen Blick unter
http://www.verbundinfo.de.vu
---> Update vom 05.10.03 <---
Zum Stand:
Fakt ist das schon am 19.04. eine Störung im Stellwerk Süßen vorlag,
derren Reparatur am 19. begann und am 21.04. fortgesetzt werden
sollte. Ab dem 19.04.04 konnte nur ein Teil der Gleise im Bahnhof
Süßen auf Grund der Störung benutzt werden. Ganz sicher wird also der
Unfall eine Folge dieser Störung sein.
Zur Zeit zerlegt das EBA wohl den Bahnhof Süßen in seine Einzelteile
um die Ursache des Unfalls zu finden. Aus diesem Grund fahren noch
nicht alle Züge nach fahrplan, die RB Züge enden nachwie vor in
Eislingen bzw. Geislingen.
Es war Plochinger Personal, wie du sicherlich schon mitbekommen haben
wirst.
Leider kann ich erst jetzt meinen Senf dazugeben. Auf Grund des
Unfalls liesen sich Überstunden meinerseits nicht vermeiden. Mir tun
jetzt noch die Ohren vom Telefonieren weh!
Die Lokführerin ist erst vor wenigen Jahren von unserer KiN-Gruppe zum
Bw Plochingen gewechselt und hat dort die Ausbildung 420/423 gemacht.
Ihr Mann ist ebenfalls Lokführer beim gleichen Bw.
Mein beileid den Angehöhrigen, Verwandten, Bekanten und Freunden der
Familie.
http://www.thw.de/thw-inland/meldungen/2004/einsatz078.htm
Roland, Ulm
>mir persoenlich fehlt eigentlich eher sowas wie ein aufkletterschutz,
>aber der liesse sich nur mit kompatiblen kupplungen erreichen...
Puffer(imitate) würden schon reichen, die mit einer modernen Kupplung
durchaus vereinbar sind. Stadlers "FLIRT" ist so eine Konstruktion.
Schon allein der hinten auflaufende Meßwagen hat den hinteren
Führerstand der Lok eingedrückt. Wie schwer dürften die beiden Züge
gewesen sein?
> mir persoenlich fehlt eigentlich eher sowas wie ein aufkletterschutz,
> aber der liesse sich nur mit kompatiblen kupplungen erreichen...
Nö, ganz und gar nicht:
Man braucht ja nur eine klauenartige Struktur auf Pufferhöhe hinter der
Verkleidung zu verstecken, die die eindringenden Puffer festhält und von
ihrem Verformungsverhalten so ausgelegt ist, daß sich das "Paket"
möglichst in Richtung der energieverzehrenden Strukturen auf gleicher
Höhe bewegt.
Das ist sogar noch als Puffer gegen Puffer, weil dann immer noch die
Gefahr besteht, daß die Puffer voneinander abgleiten bzw nach oben oder
unten wegknicken.
Nur ob man damit noch einen Frontalaufprall von jeweils etwa 100 km/h
bei den entsprechenden Massen in sinnvolle Bahnen lenken kann, ist
fraglich. Zudem müssen die Strukturen weich genug sein, um die Insassen
nicht zu hohen Beschleunigungen auszusetzen.
Das würde einen fürchterlich langen Vorbau bedungen, so daß ich es für
sinnvoller halte, Zusammenstöße auszuschließen.
Wolfgang
--
~~ ~~~ .
_________________ ___________`.___
/i O o ooooooooo O||o oooooooo o O i\
__''--oo¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯oo-''-oo---------oo--''_____________
> Sie soll, so wie es heute Gerüchtet mit ca. 100 km/h über die 60er
> Weiche gefahren sein. Demnach sollte also laut Signalstellung kein
> Gleiswechsel angezeigt worden sein.
Das wäre ja nun der absolute Hammer und hieße:
- Beide Züge fuhren auf Hp1 (auch der Meßzug sollte ja mit 100 km/h
durch den Bf fahren), letzteres obwohl...
- ...kein ausreichender Flankenschutz am Gleiswechsel gegeben war.
- Der 426 wäre auf Hp1 in den Gleiswechsel geschickt worden, welcher
dafür nicht ausgelegt ist.
- Die Fahrstraße des 426 führte trotz offenen Hauptsignals in ein
besetztes Gleis.
Da muß ja der Fahrstraßenausschluß überhaupt nicht funktioniert haben,
denn es ist ja nicht nur die eine falsch gestellte Weiche ein Fehler,
sondern auch deren Abhängigkeiten wurden vom Stellwerk nicht berücksichtigt.
Es stellt sich die Frage, warum man trotz einer bekannten Stellwerks-
störung und sicherungstechnischen Arbeiten, den Betrieb mit voller
Geschwindigkeit weiterführte. Entweder war man sich der Tragweite der
Stellwerksstörung nicht bewußt oder irgendwo ist eine Information
darüber verloren gegangen. Eigentlich hätte es doch wohl eine Betra
geben müssen, denn eine Betriebsführung auf Hauptsignal war ohne
zusätzliche Maßnahmen mit *dem* Stellwerk eigentlich gar nicht drin.
Gruß, Frank
>
>"Roland Zimmer" <zimm...@gmx.de> schrieb:
>> weitere Fotos unter
>>
>> http://www.thw.de/thw-inland/meldungen/2004/einsatz078.htm
>>
>Was ist das denn für ein roter Wagen im Hintergrund?
Gerätewagen?
Du meinst, in welcher Stellung sie nach dem möglichen auffahren liegt?
Im Vergleich zur direkt anschließenden Weiche des Gegengleiswechsels
sieht die aus, als läge sie in abzweigender Stellung. Der Triebwagen
wäre demnach unmittelbar vor den Meßzug geleitet worden. Da das so nicht
auf amtliche Art und Weise geht, muß die erste Weiche falsch gelegen
haben oder der Meßzug hätte nicht dort sein dürfen. Ähnliche Unfälle bei
Straßenbahn haben dann zur Linksweichenregel geführt. Nur wird man die
bei der Eisenbahn nicht einführen wollen, solange man der
Sicherungstechnik vertrauen kann.
> Da muß ja der Fahrstraßenausschluß überhaupt nicht funktioniert
> haben, denn es ist ja nicht nur die eine falsch gestellte Weiche ein
> Fehler, sondern auch deren Abhängigkeiten wurden vom Stellwerk nicht
> berücksichtigt.
Wer weiß, was die Techniker da rumgebastelt haben. In Mühlacker ist
vor zig Jahren nach Bauarbeiten mal ein Schnellzug in ein falsches
Gleis geleitet worden, weil die Weiche verkehrt herum angeschlossen
war. Zum Glück ist damals so weit ich weiß nix größeres passiert,
außer daß die Ellok wohl vom gesamten Bahnhof die nagelneue
Oberleitung heruntergeholt hat (Hab ich zumindest gehört).
> Es stellt sich die Frage, warum man trotz einer bekannten
> Stellwerks- störung und sicherungstechnischen Arbeiten, den Betrieb
> mit voller Geschwindigkeit weiterführte. Entweder war man sich der
> Tragweite der Stellwerksstörung nicht bewußt oder irgendwo ist eine
> Information darüber verloren gegangen.
Oder man war der Meinung, es wäre alles in Ordnung.
Gruß, Fredy
--
- bleibt frei -
> Die Lokführerin ist erst vor wenigen Jahren von unserer KiN-Gruppe
> zum Bw Plochingen gewechselt und hat dort die Ausbildung 420/423
> gemacht.
Hallo Jens,
nachdem Frank was von TSF geschrieben hatte, hatte es bei mir schon
geklingelt. Ich hab sie recht gut gekannt.
> Ihr Mann ist ebenfalls Lokführer beim gleichen Bw.
War früher in Stuttgart und hat wohl wegen ihr nach Plochingen
gewechselt.
> Mein beileid den Angehöhrigen, Verwandten, Bekanten und Freunden der
> Familie.
Dito - insbesondere ihren Kindern.
Roland, Ulm
Roland, Ulm