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Nummerierung von Bahnsteigen

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Timo Gransch

unread,
Nov 12, 2002, 5:28:26 PM11/12/02
to
Hallo allerseits,

kann mir jemand den Grund für die bei vielen Bahnhöfen vorzufindende,
"lückenhafte" Nummerierung von Bahnsteigen (z.B. Gelsenkirchen Hbf: Gleis
1...7 und dann 25) erklären?

Gruß,
Timo

Kai Kirchhof

unread,
Nov 13, 2002, 3:52:00 AM11/13/02
to
>

Hallo Timo,

> kann mir jemand den Grund für die bei vielen Bahnhöfen vorzufindende,
> "lückenhafte" Nummerierung von Bahnsteigen (z.B. Gelsenkirchen Hbf: Gleis
> 1...7 und dann 25) erklären?

Ich versuche es mal: Die Nummerierung der Gleise bezieht sich immer auf alle
Gleise des Bahnhofs, also auch solche, die keinen Bahnsteig haben. Dadurch
kann es dann zu Lücken kommen. Zusätzlich werden Gleise für unterschiedliche
Strecken gerne in Nummernblöcken zusammengefasst. Gutes Beispiel ist hier der
Bahnhof Altenbeken:
Da gibt es
die Bahnsteiggleise 1 und 2 für Züge Paderborn - Langeland,
die Bahnsteiggleise 20, 21, 22 für Züge Paderborn - Warburg,
die Bahnsteiggleise 30 - 34 (oder 35?) für die Kopfgleise in Richtung
Langeland.
In Altenbeken kann man daher oft Reisende beobachten, die verwirrt nach den
restlichen Bahnsteigen ausschau halten.
Der Sinn dieser Nummerierung ist wohl, dass das Betriebspersonal
(Fahrdienstleiter u.a.) eine bessere Übersicht erhält.

Gruss
Kai

Maximilian Gauger

unread,
Nov 13, 2002, 3:34:52 AM11/13/02
to
Timo Gransch schrieb:

> kann mir jemand den Grund für die bei vielen Bahnhöfen vorzufindende,
> "lückenhafte" Nummerierung von Bahnsteigen (z.B. Gelsenkirchen Hbf: Gleis
> 1...7 und dann 25) erklären?

Die verkehrliche Nummerierung (also das, was man als Fahrgast mitbekommt)
läuft normalerweise von 1 ("Hausbahnsteig", d.h. der Bahnsteig am
Bahnhofsgebäude) entlang der durchgehenden Gleise nach oben.

Stumpfgleise, d.h. am Prellbock endende, haben dagegen ihre eigene
Nummerierung. Und diese ist von Bahnhof zu Bahnhof unterschiedlich.

Beispiel Ulm: Gleis 1 bis 8, wobei 5a und 5b Stumpfgleise sind. Dann gibt's
noch Gleis 20 und Folgende, ebenfalls Stumpfgleise, aber anderswo.

Beispiel Mühlacker: Gleis 1,2,3,5; (Quasi-)Stumpfgleise 50 und 51.

Noch schräger gibt's das in Frankreich, z.B. in Poitiers: Gleis 1-5 oder so
sind Fernverkehr (durchgehend), die Nahverkehrsgleise (Stumpfgleise) haben
dann Buchstaben.

Ich schrieb oben "normalerweise"; wenn das Bahnhofsgebäude inmitten von
Gleisen steht, wie z.B. in Waiblingen, Erfurt oder Ludwigshafen, dann ist
das alles nochmal anders.

Grüße,

Max

--
Aus Sparsamkeit bin ich dagegen, * http://dpt.bahntarif.de *
mich über andre aufzuregen, * *
und suche es mir einzuschärfen: * Maximilian Gauger *
Das kostet schließlich meine Nerven. * Lichtenbergstr. 39, 64289 Darmstadt *

Alexander James Lovell

unread,
Nov 13, 2002, 4:41:43 AM11/13/02
to
Moin moin!

"Maximilian Gauger" <usene...@maxgauger.de> schrieb im Newsbeitrag
news:tq2tqa...@tdspc0.nesi.e-technik.tu-darmstadt.de...

> Die verkehrliche Nummerierung (also das, was man als Fahrgast mitbekommt)
> läuft normalerweise von 1 ("Hausbahnsteig", d.h. der Bahnsteig am
> Bahnhofsgebäude) entlang der durchgehenden Gleise nach oben.

Beispiel Uelzen - Inselbahnhof.

Östlich des EG: Gleise 101 - 108, 101-103 mit Bahnsteig, 104 und 105 (mit
gesperrtem, kurzem Bahnsteig, durchg. Hauptgleise) und 106 (Abstellung mit
Vorheizanlage, dafür wird auch 105 genutzt), 107 und 108 sehr kurze Gleise
für Skl).

Westlich Gleise 301 - 307 (301-304 mit Bahnsteig), 306 fehlt inzwischen, 307
ehem. Tankanlage, 321 Verladung Telekom (außer Betrieb, wird zum Umsetzten
von Loks benutzt).

Dann gibt es noch viele Gleise im ehemligen Gbf, da findet man auch die
Gleise 1-8. Jemand wollte in Uelzen mal auf Gleis 2 weiterfahren, ich riet
davon ab und erklärte die Besonderheiten in Uelzen. :-)

Gruß,
Alex
--
Alexander James Lovell
FRH - HU


Joachim Schmid

unread,
Nov 13, 2002, 7:49:35 AM11/13/02
to
Kai Kirchhof schrieb:

>
> In Altenbeken kann man daher oft Reisende beobachten, die verwirrt nach den
> restlichen Bahnsteigen ausschau halten.

Dame in Ulm Hbf nach der Auskunft, ihr Anschlusszug würde von Gleis 21
(Stumpfgleis des ehem. Bay Bf) abfahren: "Ist Ulm denn soooo groß???"

Eine andere Ursache für seltsame Gleis- und Bahnsteignummern kann auch
schlichtweg in späteren Umbauten des Bf liegen, wo man die vorhandene
Nummerierung nicht umgestellt, sondern nur etwas angeflickt hat.

Joachim

Frank Lakemann

unread,
Nov 13, 2002, 1:48:58 PM11/13/02
to
Kai Kirchhof schrieb:

> Ich versuche es mal: Die Nummerierung der Gleise bezieht sich immer auf alle
> Gleise des Bahnhofs, also auch solche, die keinen Bahnsteig haben. Dadurch
> kann es dann zu Lücken kommen.

Da gibt es z.B. auch in Stuttgart einige Merkwürdigkeiten.
Die Bahnsteiggleise sind dort 1-16 durchgehend nummeriert. Zusätzlich
gibt es noch Gleis 1a (mit niedrigem Bahnsteig, neben Gleis 1) für
Personenverkehr während der HVZ und Gleis 9a (zwischen 8 und 9) ohne
Bahnsteig, zu Abstellzwecken.

Weiterhin Gleis 19(!) (neben Gleis 16) mit niedrigem Bahnsteig und
ebenfalls für Abstellzwecke (gerne für Meßfahrzeuge genutzt). Bisher
hielt ich dies immer für Gleis 17, fand jedoch in einem Gleisplan von
1978 jetzt die Bezeichnung als Gleis 19, was mich nun ebenfalls
rätseln läßt.

Gruß, Frank

Martin Paffenholz

unread,
Nov 13, 2002, 3:40:52 PM11/13/02
to

"Frank Lakemann" <Frank.L...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:aqub91.3...@lakemann.de.vu...

> Kai Kirchhof schrieb:
>
> > Ich versuche es mal: Die Nummerierung der Gleise bezieht sich immer auf
alle
> > Gleise des Bahnhofs, also auch solche, die keinen Bahnsteig haben.
Dadurch
> > kann es dann zu Lücken kommen.

In Leverkusen-Mitte ist es auch seltsam. Vor dem S-Bahnbau in den 90ern, gab
es zwei Gleise mit Inselbahnsteig (Gleis 1 + 2). Als die S6 gebaut wurde,
erweiterte man den Bahnhof auf jeder Seite um je ein Gleis mit
Aussenbahnsteig. Der erste Aussenbahnsteig (nunmehr Hausbahnsteig) wurde
Gleis 1, aus dem alten Gleis 1 wurde Gl.2, aus dem alten Gl. 2 wurde Gl.3
und aus dem vierten Gleis wurde...Gleis 5!! Habe mich auch schon öfters
gefragt, warum das so ist.

Gruß
Martin


Christoph Zimmermann

unread,
Nov 13, 2002, 4:00:00 PM11/13/02
to
> aus dem vierten Gleis wurde...Gleis 5!!
> Habe mich auch schon öfters
> gefragt, warum das so ist.

Ist 4 vielleicht das etwas nördlich liegende Überholgleis ri. Norden?

-chriz


Martin Paffenholz

unread,
Nov 13, 2002, 4:13:01 PM11/13/02
to

"Christoph Zimmermann" <ne...@ch-zimmermann.de> schrieb im Newsbeitrag
news:aquehn$s1h$1...@sunu789.rz.ruhr-uni-bochum.de...
Nein, der Bahnhof Lev.-Mitte hat nur 4 Gleise, eben 1, 2, 3 und 5!

Gruß
Martin


Christoph Zimmermann

unread,
Nov 13, 2002, 4:21:29 PM11/13/02
to

"Martin Paffenholz" <mart...@freenet.de> schrieb

> Nein, der Bahnhof Lev.-Mitte hat nur 4 Gleise, eben 1, 2, 3 und 5!


<debk>
Naja, der _Bahnhof_ Leverkusen Mitte hat nur 3 Gleise (nach deiner
Beschreibung), dazu kommt dann noch der _Haltepunkt_ Leverkusen Mitte an der
S-Bahn.
</debk>

SCNR

-chriz


Reinhard Schumacher

unread,
Nov 13, 2002, 4:50:03 PM11/13/02
to
Am Wed, 13 Nov 2002 22:13:01 +0100, schrieb "Martin Paffenholz"
<mart...@freenet.de>:

Gibt es vielleicht außerhalb der Bahnsteige davor oder dahinter noch
ein Gleis zwischen 3 und 5? Das könnte ein Stumpfgleis sein oder
sonstwas.

Reinhard

Volker Sachse

unread,
Nov 13, 2002, 7:50:09 PM11/13/02
to

Martin Paffenholz schrieb:

Hallo,

Lev.-Mitte ist "nur" ein Bahnhofsteil des Bahnhofs Leverkusen- Küppersteg
(in Richtung Langenfeld das Überholgleis; da steht auch das Stellwerk).

Viele Grüße aus Lindlar,

Volker (der ab nächster Woche wieder in NRW unterwegs ist)

Maximilian Gauger

unread,
Nov 14, 2002, 4:02:15 AM11/14/02
to
Frank Lakemann schrieb:


[Stuttgart Hbf]


> Weiterhin Gleis 19(!) (neben Gleis 16) mit niedrigem Bahnsteig und
> ebenfalls für Abstellzwecke (gerne für Meßfahrzeuge genutzt). Bisher
> hielt ich dies immer für Gleis 17, fand jedoch in einem Gleisplan von
> 1978 jetzt die Bezeichnung als Gleis 19, was mich nun ebenfalls
> rätseln läßt.

Betriebliche Nummerierung?
<spekulatius>1-16 (verkehrlich) sind 1-16 (betrieblich), 1a dann 17 und 5a
die 18.</spekulatius>

Martin Paffenholz

unread,
Nov 14, 2002, 7:14:27 AM11/14/02
to

"Reinhard Schumacher" <schr...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:n4i5tuo0hejip5nk4...@4ax.com...

Ja, es gibt ein Stumpfgleis ein ganzes Stück nördl. der Bahnsteiganlagen,
und das liegt in der Tat zwischen 3 und 5! *denk* Fall geklärt! :)

Gruß
Martin


Frank Lakemann

unread,
Nov 14, 2002, 11:17:27 AM11/14/02
to
Maximilian Gauger schrieb:

> [Stuttgart Hbf]
[...]


> Betriebliche Nummerierung?
> <spekulatius>1-16 (verkehrlich) sind 1-16 (betrieblich), 1a dann 17 und 5a
> die 18.</spekulatius>

Das erscheint einleuchtend, insbesondere wenn man sich vergegenwärtigt,
wie der Hbf entstanden ist. Zuerst wurde der Teil mit Gleis 9-16 gebaut,
danach Gleis 1-8. Die Gleise 1a (17), 5a (18) und 19 könnten dann
nachträglich hinzugekommen sein. Was machen wir dann aber mit dem 9a?

Gruß, Frank

Knud Schlotfeld

unread,
Nov 14, 2002, 11:58:27 AM11/14/02
to

Alexander James Lovell schrieb:

> Beispiel Uelzen - Inselbahnhof.
>
> Östlich des EG: Gleise 101 - 108, 101-103 mit Bahnsteig,
>

> Westlich Gleise 301 - 307 (301-304 mit Bahnsteig),
>

> Dann gibt es noch viele Gleise im ehemligen Gbf, da findet man auch die
> Gleise 1-8. Jemand wollte in Uelzen mal auf Gleis 2 weiterfahren, ich riet
> davon ab und erklärte die Besonderheiten in Uelzen. :-)

Uelzen hat eine sehr logische Gleisnummerierung, wenn man
sie einmal gesehen hat. Hier stimmen betriebliche und
verkehrliche Nummern überein. Das ist deutlich nicht selbstverständlich.

MfG

Knud

Knud Schlotfeld

unread,
Nov 14, 2002, 11:58:31 AM11/14/02
to

Joachim Schmid schrieb:

>
> Dame in Ulm Hbf nach der Auskunft, ihr Anschlusszug würde von Gleis 21
> (Stumpfgleis des ehem. Bay Bf) abfahren: "Ist Ulm denn soooo groß???"

Mein Favorit ist da immer noch Ratzeburg. Gleise 21, 22 und früher
auch 23. Grund: Auf der anderen Seite des EG war ursprünglich
die (preussische) Staatsbahn, die die ersten 20 Gleise beanspruchte.

Gruß

Knud

Gunter Oley

unread,
Nov 15, 2002, 2:44:22 PM11/15/02
to
Am Wed, 13 Nov 2002 09:34:52 +0100, Maximilian Gauger
<usene...@maxgauger.de> schrieb:

>Timo Gransch schrieb:
>
>> kann mir jemand den Grund für die bei vielen Bahnhöfen vorzufindende,
>> "lückenhafte" Nummerierung von Bahnsteigen (z.B. Gelsenkirchen Hbf: Gleis
>> 1...7 und dann 25) erklären?
>
>Die verkehrliche Nummerierung (also das, was man als Fahrgast mitbekommt)
>läuft normalerweise von 1 ("Hausbahnsteig", d.h. der Bahnsteig am
>Bahnhofsgebäude) entlang der durchgehenden Gleise nach oben.

Hmm, "Hausbahnsteig" ist da m.E. mit Vorsicht zu genießen. Und dann
ist es auch keineswegs gesichert, dass die Bahnsteig-Nummerierung mit
der Gleisanzahl konform geht... (s.u.)

>Stumpfgleise, d.h. am Prellbock endende, haben dagegen ihre eigene
>Nummerierung. Und diese ist von Bahnhof zu Bahnhof unterschiedlich.

Sie können ihre eigene Nummerierung haben, müssen aber nicht. Wäre
interessant, wie unterschiedlich dieses unterschiedlich ist - also:
gibt es da irgendwelche "Gesetzmäßigkeiten" bei der Nummerierung, von
der es eine Anzahl x an Ausnahmen gibt?

>Ich schrieb oben "normalerweise"; wenn das Bahnhofsgebäude inmitten von
>Gleisen steht, wie z.B. in Waiblingen, Erfurt oder Ludwigshafen, dann ist
>das alles nochmal anders.

Diese Einschränkung ist in der Tat notwendig. Denn deine Erklärung
passt schon bei meinem "Heimat-Hbf" nicht. In Chemnitz geht (wenn mir
mein Gedächtnis jetzt keinen Streich spielt - zum "mal fix nachgucken
gehen" ist es ein bisschen weit weg) es mit den Kopfbahnsteigen 1 bis
9 los, dann folgen die Durchfahrts-Bahnsteige 10 bis 14 in der Halle,
"draußen" gibt es zudem noch die Bahnsteige 15 und 16. Und das Ganze
schön der Reihe durchgezählt.

Allerdings sind Bahnsteige hier nicht identisch mit Gleisen - zwischen
2/3, 4/5, 8/9, 10/11 liegt da nämlich auch noch mal je ein Gleis (bei
6/7 bin ich mir nicht sicher). Außerhalb der Halle kommt vor Bahnsteig
15 auch noch (mindestens, müssten aber wohl sogar zwei sein) ein
Gleis, das in früheren Zeiten (als davon noch ein zigfaches des
heutigen Volumens per Schiene abgewickelt wurde) der Durchfahrt für
den Gütertransport diente.

Ich vermute, dass es da für die interne Gleiszählung ein anderes
System gegeben haben dürfte als für die Passagiere. Für die war es
recht einfach - von 1 bis 16 durchzählen. So aus der Erinnerung heraus
dürfte das in Dresden und Leipzig genauso sein.

Zudem kann ich mich erinnern, dass ich angesichts dieser Erfahrung
(nach drei Bahnhöfen mit gleichem "Zählschema" hielt ich das halt für
"normal") über die Zählung in Berlin-Lichtenberg einigermaßen
verblüfft war, als ich als Jugendlicher dort zum ersten Mal per Bahn
unterwegs war (könnte Anfang/Mitte der achtziger Jahre anlässlich
eines Fußballpokalfinalspiels gewesen sein).

bye Gunter
--
Gunter Oley, Augsburg
gol...@gmx.de

Stefan Kunzmann

unread,
Nov 15, 2002, 3:03:32 PM11/15/02
to
"Timo Gransch" <timo.g...@epost.de> schrieb im Newsbeitrag
news:aqrva0$cs767$1...@ID-31086.news.dfncis.de...
> Hallo allerseits,

Moin!

> kann mir jemand den Grund für die bei vielen Bahnhöfen vorzufindende,
> "lückenhafte" Nummerierung von Bahnsteigen (z.B. Gelsenkirchen Hbf: Gleis
> 1...7 und dann 25) erklären?

In meinem Heimatbahnhof Lingen ist das recht interessant geregelt:

Bahnsteig- und Gütergleise (vom EG weg): 1,2,3,4,5,6,80,81
(die 80 und 81 gehören zum ehemaligen AW)
Stumpfgleise am Bahnsteig: 20,21,22
usw.
Jeder Betriebsteil hat also seinen eigenen 10er-Rahmen (Panzerampe müsste 6x
sein, die ehemaligen Gleise am Güterschuppen 1y), und darin wird jeweils
durchgehend (bzw. mit Lücken, wo früher mal Gleise lagen) hochgezählt.

Ich weiß nicht mehr, wo das war, aber in irgendeinem Bahnhof hatte ich mal
gesehen, dass Gleis 1 abgebaut war - das Gleis am heutigen Hausbahnsteig ist
nun also 2, dann kam 13 (links) und 3 (rechts) (beides Teile des gleichen
Gleises) sowie 14 und 4, die Gütergleise dahinter fingen IIRC mit 6 an (5
war ein Stumpfgleis irgendwo außerhalb).

Grüße
Stefan

Uli Maschek

unread,
Dec 3, 2002, 3:38:36 AM12/3/02
to
Dazu schrieb ich am 29.05.2001:

"Zur Nummerierung schrieb ich am 10.01.1999:

"Es stellte sich in der Vergangenheit heraus, dass die Unterscheidung in
der Bezeichnung von Bahnhofsgleisen für Bahnsteige und Gleisnummern als
hinderlich für die Verständigung des Personals im Betrieb war. Während
das örtliche Personal (besonders auf Stellwerken) mit den Gleisnummern
aus dem sicherungstechnischen Lageplan arbeitet, ist es dem Zugpersonal
nicht zuzumuten, jede Gleisnummer zu kennen. Die Bezeichnung der
Bahnsteige ist jedoch für sie sichtbar, so dass sie damit operieren. Das
führte jedoch zu Verständigungsschwierigkeiten, so dass beschlossen
wurde, die Bahnsteige wie die Gleise zu benummern."

Dies wird jedoch erst bei Um- oder Neubauten umgesetzt. Zudem hat S&S
einheitlich die Bezeichung von "Bahnsteig" auf "Gleis" umgestellt.
Konnte man früher noch unterscheiden, geht das jetzt nicht mehr.

Beispiel für alte Benummerung: Magdeburg Hbf

Bahnsteig(kante) Gleis
1 5o
2 4o
3 3o
4 2o
5 1o
6 1w
7 2w
...

Die Unterscheidung nach Ost- (o) und Westseite (w) stammt noch aus der
Zeit, da jede Bahngesellschaft ihren eigenen Bahnhofsteil betrieb."

Steht das eigentlich schon in der FAQ? Dann müsste ich es nicht jedes
Jahr neu posten ...

Uli.

--
Dr.-Ing. Ulrich Maschek

Tel.: 0351/4 63-3 65 39
http://verkehrssicherungstechnik.tu-dresden.de/

Privat: http://maschexx.de

Reinhard Schumacher

unread,
Dec 3, 2002, 5:54:35 PM12/3/02
to
Am Tue, 03 Dec 2002 09:38:36 +0100, schrieb Uli Maschek
<u.ma...@mailbox.tu-dresden.de>:

>Das
>führte jedoch zu Verständigungsschwierigkeiten, so dass beschlossen
>wurde, die Bahnsteige wie die Gleise zu benummern."

Bei Haltepunkten, also außerhalb von Bahnhöfen, sind die
angeschriebenen Gleisnummern eher willkürlich, da die Haltepunkte
meist an Streckengleisen liegen. Diese haben keine Gleisnummern.

Reinhard

Volker Blees

unread,
Dec 4, 2002, 2:11:04 AM12/4/02
to
Reinhard Schumacher schrieb:

>
> Bei Haltepunkten, also außerhalb von Bahnhöfen, sind die
> angeschriebenen Gleisnummern eher willkürlich, da die Haltepunkte
> meist an Streckengleisen liegen. Diese haben keine Gleisnummern.

Haben nicht die einzelnen Blockabschnitte eines Stellbezirks
Nummern?

fragt grüßend
Volker

Uli Maschek

unread,
Dec 4, 2002, 2:58:56 AM12/4/02
to
Reinhard Schumacher schrieb:

>
> Bei Haltepunkten, also außerhalb von Bahnhöfen, sind die
> angeschriebenen Gleisnummern eher willkürlich, da die Haltepunkte
> meist an Streckengleisen liegen. Diese haben keine Gleisnummern.

Irrtum: Auch die Streckengleise zweigleisiger Strecken werden mit (1)
und (2) bezeichnet. (Allerdings operiert das Stw-Personal in der Regel
nicht damit.) Schwierig wird es allerdings, wenn ein Hp an zwei Strecken
liegt. Dann müssen Kompromisse gefunden werden.

Reinhard Schumacher

unread,
Dec 4, 2002, 3:26:24 AM12/4/02
to
Am Wed, 04 Dec 2002 08:58:56 +0100, schrieb Uli Maschek
<u.ma...@mailbox.tu-dresden.de>:

>Reinhard Schumacher schrieb:


>>
>> Bei Haltepunkten, also außerhalb von Bahnhöfen, sind die
>> angeschriebenen Gleisnummern eher willkürlich, da die Haltepunkte
>> meist an Streckengleisen liegen. Diese haben keine Gleisnummern.
>
>Irrtum: Auch die Streckengleise zweigleisiger Strecken werden mit (1)
>und (2) bezeichnet.

Ist mir nur bekannt bei mehr als zwei Gleisen, dann allerdings mit
römischen Zahlen bezeichnet.

> (Allerdings operiert das Stw-Personal in der Regel nicht damit.)

Ebent. Außer bei mehreren nebeneinanderliegenden Strecken.

Reinhard

Reinhard Schumacher

unread,
Dec 4, 2002, 3:29:48 AM12/4/02
to
Am Wed, 04 Dec 2002 08:11:04 +0100, schrieb Volker Blees
<bl...@verkehr.tu-darmstadt.de>:

Schon, aber willst Du den Kunden an einem Haltepunkt dann "Gleis_975"
anbieten?

Reinhard

Volker Blees

unread,
Dec 4, 2002, 4:19:54 AM12/4/02
to
Reinhard Schumacher schrieb:

>
> Am Wed, 04 Dec 2002 08:11:04 +0100, schrieb Volker Blees
> >> angeschriebenen Gleisnummern eher willkürlich, da die Haltepunkte
> >> meist an Streckengleisen liegen. Diese haben keine Gleisnummern.
> >
> >Haben nicht die einzelnen Blockabschnitte eines Stellbezirks
> >Nummern?
>
> Schon, aber willst Du den Kunden an einem Haltepunkt dann "Gleis_975"
> anbieten?

Um Himmels Willen! Mir ging es nur um den Wahrheitsgehalt
deiner Aussage, Streckengleise hätten keine Gleisnummern.

Gruß
Volker

Reinhard Schumacher

unread,
Dec 4, 2002, 4:54:56 AM12/4/02
to
Am Wed, 04 Dec 2002 10:19:54 +0100, schrieb Volker Blees
<bl...@verkehr.tu-darmstadt.de>:

>> >Haben nicht die einzelnen Blockabschnitte eines Stellbezirks


>> >Nummern?
>>
>> Schon, aber willst Du den Kunden an einem Haltepunkt dann "Gleis_975"
>> anbieten?
>
>Um Himmels Willen! Mir ging es nur um den Wahrheitsgehalt
>deiner Aussage, Streckengleise hätten keine Gleisnummern.

Na ja, zugegeben, an die Blockabschnittsnummern habe ich nicht
gedacht. Deshalb habe ich sie bisher auch nicht als Gleisnummern
interpretiert.

Reinhard

Andreas Krey

unread,
Dec 4, 2002, 7:00:42 AM12/4/02
to
* Volker Blees (bl...@verkehr.tu-darmstadt.de)

>
>Haben nicht die einzelnen Blockabschnitte eines Stellbezirks
>Nummern?
>
Möglich, aber die Reisenden im Hp. Kleinkleckersdorf würden
sich schon wundern, daß es nur Gleis 481 und 482 gibt.

Andreas

--
np: 4'33

Matthias Dingeldein

unread,
Dec 4, 2002, 4:35:37 PM12/4/02
to
Andreas Krey schrieb:

>
> Möglich, aber die Reisenden im Hp. Kleinkleckersdorf würden
> sich schon wundern, daß es nur Gleis 481 und 482 gibt.

Da hat Die Bahn aber ganz schön zurückgebaut in Kleinkleckersdorf ;-)

Gruß & SCNR, Matthias Dingeldein

Thomas Woditsch

unread,
Dec 5, 2002, 10:33:04 PM12/5/02
to
Reinhard Schumacher schrieb:

>Schon, aber willst Du den Kunden an einem Haltepunkt dann "Gleis_975"
>anbieten?

Schau mal auf die Ruhr-Sieg-Strecke. Da gibt es Haltepunkte (oder
kleine, ferngesteuerte Bahnhöfe, die als verkehrliche Gleisbezeichnung
3-stellige Zahlen führen.

mfg

Thomas
--
Thomas Woditsch
45894 Gelsenkirchen
EDUL / EGBN

Auf navajo heissen Computer übrgens "béésh nitséskee" = denkendes Metall

Ulf.K...@web.de

unread,
Feb 28, 2019, 4:11:16 AM2/28/19
to
Am Mittwoch, 13. November 2002 09:52:00 UTC+1 schrieb Kai Kirchhof:

> Gutes Beispiel ist hier der
> Bahnhof Altenbeken:
> Da gibt es
> die Bahnsteiggleise 1 und 2 für Züge Paderborn - Langeland,
> die Bahnsteiggleise 20, 21, 22 für Züge Paderborn - Warburg,
> die Bahnsteiggleise 30 - 34 (oder 35?) für die Kopfgleise in Richtung
> Langeland.
> In Altenbeken kann man daher oft Reisende beobachten, die verwirrt nach den
> restlichen Bahnsteigen ausschau halten.
> Der Sinn dieser Nummerierung ist wohl, dass das Betriebspersonal
> (Fahrdienstleiter u.a.) eine bessere Übersicht erhält.

Altenbeken wird nunmehr an Stellwerkselektronik angeschlossen
und alsdann von Hamm aus fahrdienstgeleitet. Die Kopfgleise
werden zu Nebengleisen und stehen daher für Zugfahrten nicht mehr
zur Verfügung.

Gruß, ULF
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