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Mit Dampf durch den Tunnel

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Herbert Albrecht

unread,
Jun 29, 2017, 4:00:19 AM6/29/17
to
Hallo,

sorry falls die Frage hier schon mehrfach diskutiert wurde, aber - wie
fuhr man mit Dampfloks durch lange Tunnel?

Ich gucke ab und zu mal Filme aus 'Eisenbahn Romantik' und da sieht man
dann Dampfloks mit Personenwagen durch mehrere hundert Meter lange
Tunnels fahren. Na ja - einer kommt durch. Aber wie war das damals mit
kohlebeheizten Loks vor Zügen im Regelbetrieb?

Wie lange reicht der Sauerstoff in der Luft für die Passagiere und die
Lok bzw. welche max. Länge hätten damals Tunnel haben können, ohne dass
unterwegs das Feuer ausgeht und die Fahrgäste ersticken (und was
passiert zuerst)?

Waren Zugbegnungen in Tunnels erlaubt? Immerhin verdoppelt das den
Sauerstoffverbrauch.

Was war zu tun, wenn ein Zug im Tunnel stehen bleiben musste?

Nach der Belastung mit Feinstaub für Passagiere und Lokführer frag ich
lieber erst gar nicht. Den konnte man damals nicht messen, also störte
er niemanden. Und die Leute wurden trotzdem uralt, sofern sie nicht in
jungen Jahren im Krieg gestorben sind.

Herbert

Bodo G. Meier

unread,
Jun 29, 2017, 4:09:59 AM6/29/17
to
Der Wikipedia-Artikel über den (Alten) Kaiser-Wilhelm-Tunnel bei Cochem
könnte ein Einstieg in die Thematik sein.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kaiser-Wilhelm-Tunnel

Gruss,
Bodo

Ulf.K...@web.de

unread,
Jun 29, 2017, 4:23:17 AM6/29/17
to
Moin,

Am Donnerstag, 29. Juni 2017 10:00:19 UTC+2 schrieb Herbert Albrecht:

> Wie lange reicht der Sauerstoff in der Luft für die Passagiere und die
> Lok bzw. welche max. Länge hätten damals Tunnel haben können, ohne dass
> unterwegs das Feuer ausgeht

Auch dann kann Restdampf wohl noch für etwas Vortrieb sorgen.

> und die Fahrgäste ersticken (und was
> passiert zuerst)?

Zuerst litt m.W. das Lokpersonal, am nächstem am
Sauerstoffverbraucher. Die Fahrgäste hatten hoffentlich noch
etwas Frischluft im Abteil. Es empfahl sich, die Fenster vor
Einfahrt in den Tunnel zu schließen.

Ob bei längeren Liegenbleibern auch Fahrgäste zu Tode kamen,
ergibt sich ggf. aus Bodos Link.

Ergänzend sei mitgeteilt, daß der SNCF mal eine Diesellok CC72xyz
wegen Sauerstoffmangels auf einer Steigungsstrecke in einem
engen eingleisigen Tunnel zwischen Grenoble und Veynes ausging.
Der Zug blieb wohl noch im Tunnel liegen, und die komplette
Lokbaureihe bekam für den Abschnitt Streckenverbot.

Gruß, ULF

Johann Mayerwieser

unread,
Jun 29, 2017, 4:58:55 AM6/29/17
to
Am Thu, 29 Jun 2017 10:00:22 +0200 schrieb Herbert Albrecht:

> Hallo,
>
> sorry falls die Frage hier schon mehrfach diskutiert wurde, aber - wie
> fuhr man mit Dampfloks durch lange Tunnel?

> Wie lange reicht der Sauerstoff in der Luft für die Passagiere und die
> Lok bzw. welche max. Länge hätten damals Tunnel haben können, ohne dass
> unterwegs das Feuer ausgeht und die Fahrgäste ersticken (und was
> passiert zuerst)?

Ich kann dir nur sagen, was mir vor Jahrzehnten ein ehemaliger Bremser
(damals schon über 80 Jahre alt) erzählt hat:
Er war unter anderem auf der Wiener Vorortelinie
<https://de.wikipedia.org/wiki/Vorortelinie> eingesetzt. Diese durch den
westlichen Teil Wiens führende Bahn ist auf Grund der Steigungen und der
Kurven mit einer Gebirgsbahn vergleichbar.
Wenn ein auf der Strecke unerfahrener Lokführer in einem der Tunnels
hängen blieb und statt zurück zu schieben versuchte den Zug wieder
anzufahren, dann passierte es immer wieder, dass Bremser, deren
Bremserhüttln ja hoch angebracht waren, an CO-Vergiftungen starben.

Thorsten Klein

unread,
Jun 29, 2017, 12:55:52 PM6/29/17
to
Am 29.06.2017 um 10:00 schrieb Herbert Albrecht:
> sorry falls die Frage hier schon mehrfach diskutiert wurde, aber - wie
> fuhr man mit Dampfloks durch lange Tunnel?

mit für die Fahräste geschlossenen Fenstern. Früher wurd das nicht
inhaliert, so wie heute.
>
> Ich gucke ab und zu mal Filme aus 'Eisenbahn Romantik' und da sieht man
> dann Dampfloks mit Personenwagen durch mehrere hundert Meter lange
> Tunnels fahren. Na ja - einer kommt durch. Aber wie war das damals mit
> kohlebeheizten Loks vor Zügen im Regelbetrieb?

100m ist ja nix. Quasi jedes Jahr im Winter fahren die EFZ mit zwei
Dampfzügen mit oft 3 Dampfloks parallel auf der Schwarzwaldbahn.
Unterjährig werden auch immer wieder sog. "Tunnelfahrten" angeboten.
Durchaus auch mit kohlegefeuerten Loks.

> Waren Zugbegnungen in Tunnels erlaubt? Immerhin verdoppelt das den
> Sauerstoffverbrauch.

Natürlich.
>
> Was war zu tun, wenn ein Zug im Tunnel stehen bleiben musste?

Das gilt es ja auch heute zu vermeiden. Stichwort NBÜ/NBA. Mit der
Ausnahme von unterirdischen Strecken aber da dürfen eh keine Dampfer rein.

Ulf.K...@web.de

unread,
Jun 29, 2017, 1:22:20 PM6/29/17
to
Moin,
Beantwortet aber nicht die Frage, wie verfahren wurde. NBÜ/NBA auf
Dampfzügen gab es wohl eher nicht.

NBÜ/NBA beantwortet auch nicht die Frage, wie mit der
Rauchentwicklung umzugehen ist, wenn das Einfahrsignal des
nächsten Bahnhofs(teils) im Tunnel oder direkt am Tunnelausgang
steht und keinen Fahrtbegriff zeigt.

> Mit der
> Ausnahme von unterirdischen Strecken

Wird da nicht von der NBÜ Gebrauch gemacht?

> aber da dürfen eh keine Dampfer rein.

Gruß, ULF

TT-fan

unread,
Jun 29, 2017, 1:56:55 PM6/29/17
to
Am Donnerstag, 29. Juni 2017 10:00:19 UTC+2 schrieb Herbert Albrecht:
> Hallo,
>
> sorry falls die Frage hier schon mehrfach diskutiert wurde, aber - wie
> fuhr man mit Dampfloks durch lange Tunnel?


Ich kann leider nur eine Antwort für den Brandleitetunnel bei Oberhof eine Antwort aus DDR-Zeiten geben. Ich war von 1986 bis 1990 Zugbegleiter bei der DR. Für den Tunnel war das schließen der Fenster in Personenzügen auch beim Dieselbetrieb vorgeschrieben. Das musste das Zugbegleitpersonal kontrollieren.

Mit freundlichen Grüßen

Mike

Herbert Albrecht

unread,
Jun 29, 2017, 2:22:10 PM6/29/17
to
Am 29.06.2017 um 10:09 schrieb Bodo G. Meier:
> Am 29.06.2017 um 10:00 schrieb Herbert Albrecht:
[...]
> Der Wikipedia-Artikel über den (Alten) Kaiser-Wilhelm-Tunnel bei Cochem
> könnte ein Einstieg in die Thematik sein.
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/Kaiser-Wilhelm-Tunnel

Vielen Dank dafür, sehr interessant. Zitat:"Das freie aufrechte Stehen
im Tunnel war ab sieben gleichzeitig laufenden Ventilatoren nicht mehr
möglich", 10 Ventilatoren gab es.

Falls ich später mal (als Rentner) richtig viel Zeit haben sollte: Gibt
es irgendwo eine erhalten gebliebene Benüftungsanlage, die man privat
besichtigen kann?

Herbert

Herbert Albrecht

unread,
Jun 29, 2017, 2:30:39 PM6/29/17
to
Am 29.06.2017 um 10:23 schrieb Ulf.K...@web.de:
> Moin,
>
> Am Donnerstag, 29. Juni 2017 10:00:19 UTC+2 schrieb Herbert Albrecht:
>
>> >Wie lange reicht der Sauerstoff in der Luft für die Passagiere und die
>> >Lok bzw. welche max. Länge hätten damals Tunnel haben können, ohne dass
>> >unterwegs das Feuer ausgeht
> Auch dann kann Restdampf wohl noch für etwas Vortrieb sorgen.
>
>> >und die Fahrgäste ersticken (und was
>> >passiert zuerst)?
> Zuerst litt m.W. das Lokpersonal, am nächstem am
> Sauerstoffverbraucher. Die Fahrgäste hatten hoffentlich noch
> etwas Frischluft im Abteil. Es empfahl sich, die Fenster vor
> Einfahrt in den Tunnel zu schließen.

Ich hatte bei einem meiner seltenen Versuche, Sylt zu besuchen, mal
einen Zug mit Dampflok erwischt. Das war keine Traditionsfahrt sondern
Regelbetrieb, ich war zur im Fahrplan angegebenen Zeit auf dem Bahnsteig
und da kam eine Dampflok. Hab ich mir natürlich interessiert angeschaut.
Es war Sommer und die Fenster in den Wagen standen offen. An der
Steigung vor Rendsburg roch es deutlich nach Qualm, niemanden hats
gestört. Mich auch nicht, aber ich bin eh kein Feinstaubhysteriker.

Herbert

Herbert Albrecht

unread,
Jun 29, 2017, 2:42:37 PM6/29/17
to
Und da hat sich keiner aufgeregt? Erstaunlich.

In Deutschland scheint es diese Art Unfälle nicht gegeben zu haben,
jedenfalls habe in in
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Eisenbahnunf%C3%A4llen_in_Deutschland
keine erstickten Bremser gefunden.

Herbert

Ulf.K...@web.de

unread,
Jun 29, 2017, 3:09:05 PM6/29/17
to
Moin,

Am Donnerstag, 29. Juni 2017 18:55:52 UTC+2 schrieb Thorsten Klein:
> Mit der
> Ausnahme von unterirdischen Strecken aber da dürfen eh keine Dampfer rein.

Wurde anfangs bei der London Underground anders gehandhabt,
hat man aber dann aus gutem Grund geändert: https://de.wikipedia.org/wiki/London_Underground#Erste_Tubes_und_Elektrifizierung

Gruß, ULF

Ulf.K...@web.de

unread,
Jun 29, 2017, 3:23:48 PM6/29/17
to
Moin,

Am Donnerstag, 29. Juni 2017 20:42:37 UTC+2 schrieb Herbert Albrecht:

> > Er war unter anderem auf der Wiener Vorortelinie
> > <https://de.wikipedia.org/wiki/Vorortelinie> eingesetzt. Diese durch den
> > westlichen Teil Wiens führende Bahn ist auf Grund der Steigungen und der
> > Kurven mit einer Gebirgsbahn vergleichbar.
> > Wenn ein auf der Strecke unerfahrener Lokführer in einem der Tunnels
> > hängen blieb und statt zurück zu schieben versuchte den Zug wieder
> > anzufahren, dann passierte es immer wieder, dass Bremser, deren
> > Bremserhüttln ja hoch angebracht waren, an CO-Vergiftungen starben.
>
> Und da hat sich keiner aufgeregt? Erstaunlich.
>
> In Deutschland scheint es diese Art Unfälle nicht gegeben zu haben,
> jedenfalls habe in in
> https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Eisenbahnunf%C3%A4llen_in_Deutschland
> keine erstickten Bremser gefunden.

Kenne dazu jetzt keinen Bericht. Zur Problematik allgemein
lese man historisches debh: http://de.etc.bahn.historisch.narkive.com/8LcBR87r/dampflok-im-tunnel

Gruß, ULF

Andreas Neumann

unread,
Jun 29, 2017, 3:47:30 PM6/29/17
to
Herbert Albrecht wrote:

>> etwas Frischluft im Abteil. Es empfahl sich, die Fenster vor
>> Einfahrt in den Tunnel zu schließen.
>
> Ich hatte bei einem meiner seltenen Versuche, Sylt zu besuchen, mal
> einen Zug mit Dampflok erwischt.

Ich bin leicht irritiert. Welcher Tunnel führt nach Sylt?


Hans Wein

unread,
Jun 29, 2017, 4:16:20 PM6/29/17
to
Am 29.06.2017 um 20:42 schrieb Herbert Albrecht:

> In Deutschland scheint es diese Art Unfälle nicht gegeben zu haben,
> jedenfalls habe in in
> https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Eisenbahnunf%C3%A4llen_in_Deutschland
> keine erstickten Bremser gefunden.

Das nicht, aber im Bericht über den Brand des Führerhauses im
Kaiser-Wilhel-Tunnel

https://de.wikipedia.org/wiki/Eisenbahnunfall_im_Kaiser-Wilhelm-Tunnel_(1948)

wird zumindest von Zwischenfällen berichtet, bei denen Lokpersonal
CO-Vergiftungen erlitten hatten.

Hans

Hans Wein

unread,
Jun 29, 2017, 4:27:15 PM6/29/17
to
Am 29.06.2017 um 20:30 schrieb Herbert Albrecht:

> Ich hatte bei einem meiner seltenen Versuche, Sylt zu besuchen, mal
> einen Zug mit Dampflok erwischt.

...

>An der
> Steigung vor Rendsburg roch es deutlich nach Qualm, niemanden hats
> gestört. Mich auch nicht, aber ich bin eh kein Feinstaubhysteriker.

Die Strecke Hamburg-Westerland überquert zwar den Nordostseekanal, aber
nicht bei Rendsburg, sondern bei Hochdonn in Dithmarschen. Vermutlich
hast du die Hochbrücken verwechselt.

Hans



Ingo Stiller

unread,
Jun 29, 2017, 4:27:28 PM6/29/17
to
Ganz interessant dieser Artikel auf Wikipedia:
>https://de.wikipedia.org/wiki/Cascade_Tunnel#Betrieb_seit_1956

Okay, keine Dampftraktion, aber die Problematik bei Diesellok ist die gleiche

Und hier mal etwas zur Tunnellüftung aus dem Jahre 1912
>http://www.zeno.org/Roell-1912/A/Tunnell%C3%BCftung

Gruß Ingo

Holger Koetting

unread,
Jun 29, 2017, 5:18:53 PM6/29/17
to
Herbert Albrecht wrote:
> gestÃķrt. Mich auch nicht, aber ich bin eh kein Feinstaubhysteriker.

Wenn man was sehen kann, ist es kein Feinstaub...

Gruß,

Holger K. aus D.

--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!

E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.strassenbahn-darmstadt.de

Alexandre Kampouris

unread,
Jun 29, 2017, 5:40:55 PM6/29/17
to
On 2017-06-29 04:00 AM, Herbert Albrecht wrote:
> Hallo,


> Wie lange reicht der Sauerstoff in der Luft für die Passagiere und die
> Lok bzw. welche max. Länge hätten damals Tunnel haben können, ohne dass
> unterwegs das Feuer ausgeht und die Fahrgäste ersticken (und was
> passiert zuerst)?

Das lässt sich rechnen.

Das Feuer wird jedenfalls ausgehen längst nachdem die Menschen und
Tieren tot sind. Wenn das Sauerstoff knapp wird, kommt als
Reakionsprodukt das viel tödlicher Kohlendioxid .


http://cs.trains.com/ctr/f/3/p/80397/960061.aspx#960061
http://i30.photobucket.com/albums/c330/Barndad/smokehood.jpg

Tunnelbeluftung ist heute immer noch eine relevante Frage:

https://www.youtube.com/watch?v=wEETEOcQW90

Johann Mayerwieser

unread,
Jun 30, 2017, 2:18:26 AM6/30/17
to
Am Thu, 29 Jun 2017 17:40:53 -0400 schrieb Alexandre Kampouris:

> Das Feuer wird jedenfalls ausgehen längst nachdem die Menschen und
> Tieren tot sind. Wenn das Sauerstoff knapp wird, kommt als
> Reakionsprodukt das viel tödlicher Kohlendioxid .

du meinst Kohlenmonoxid

Klaus Dahlwitz

unread,
Jun 30, 2017, 7:19:16 AM6/30/17
to
Sollte ich ad hoc nach Sylt fahren wollen, was beim gegenwärtigen
norddeutschen Dauerregen nicht der Fall ist, müsste ich in Hamburg 'n
büschen U-Bahn-Tunnel nutzen.
Alles weitere überirdisch.

Klaus

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jun 30, 2017, 7:59:20 AM6/30/17
to
Holger Koetting <holger....@gmx.de> wrote:

>Wenn man was sehen kann, ist es kein Feinstaub...

Was man deutlich spürt, wenn man auf dem offenen Wagen der Darmstädter
Dampfstraßenbahn mitfährt :)


-ras

--
Ralph A. Schmid
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/ http://www.mygargoyles.net/

Jan Marco Funke

unread,
Jun 30, 2017, 9:08:41 AM6/30/17
to
Am 29.06.2017 um 18:55 schrieb Thorsten Klein:

> 100m ist ja nix. Quasi jedes Jahr im Winter fahren die EFZ mit zwei
> Dampfzügen mit oft 3 Dampfloks parallel auf der Schwarzwaldbahn.
> Unterjährig werden auch immer wieder sog. "Tunnelfahrten" angeboten.
> Durchaus auch mit kohlegefeuerten Loks.

[...]

> Das gilt es ja auch heute zu vermeiden. Stichwort NBÜ/NBA. Mit der
> Ausnahme von unterirdischen Strecken aber da dürfen eh keine Dampfer rein.

Was mich in dem Zusammenhang interessieren würde: Welches sind aktuell
die längsten Tunnel, die von Dampf-Sonderzügen befahren werden (dürfen)?

Viele Grüße
Jan Marco

--
8000315 - ERDW - KBS 400+406

Marc Haber

unread,
Jun 30, 2017, 11:01:42 AM6/30/17
to
Klaus Dahlwitz <kdah...@gmx.net> wrote:
>Sollte ich ad hoc nach Sylt fahren wollen, was beim gegenwärtigen
>norddeutschen Dauerregen nicht der Fall ist, müsste ich in Hamburg 'n
>büschen U-Bahn-Tunnel nutzen.

Von wo nach wo?

--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Alexandre Kampouris

unread,
Jun 30, 2017, 12:55:50 PM6/30/17
to
Ups. Danke! Der Fehler war gewiss das Warnzeichen einer CO-Vergiftung
meines Gehirns. ;-)

Ich habe in der internationalen Patentklasse E21F1/003 geschaut, wo
Dokumente über die Lüftung von Verkehrstunneln gesammelt sind.

https://worldwide.espacenet.com/classification?locale=en_EP#!/CPC=E21F1/003

(Nota: Die Dokumente in der übergeordnete und allgemeinere Klasse E21F1
betreffen allerdings überwiegend Bergwerke).

Es gibt nicht viel geiles^W seriöses bzw. relevantes im Zeitraum
1800-1900. Das früheste Dokument ist ein US-Patent von 1838.

Ich wurde fündig in der Zeitspanne von 1900 bis 1925.

Dieses Dokument ist mir aufgefallen wegen der Anschrift des Erfinders
und Anmelders: Glacier, British Columbia, Canada.

https://worldwide.espacenet.com/publicationDetails/originalDocument?CC=US&NR=1207145A&KC=A&FT=D&ND=3&date=19161205&DB=EPODOC&locale=en_EP

Das Patent wurde 1915 angemeldet, und Glacier ist eigentlich eine
Haltestelle in der unmittelbaren Nähe von Rogers Pass, wo der 8km-lang
Connaught Tunnel 1916 fertiggestellt wurde. Deshalb halte ich dieses
Patent für kein Zufall, und halte für gut möglich, dass der Erfinder
Dennis zuständig für die Frage der Tunnellüftung war.

Es handelt sich um eine parallele Lüftungsschacht für die Beförderung
von Druckluft, mit kontrollierbaren Ventilen zum Haupttunnel, und die
Herstellung einer schnellerer Windströmung in der Zugrichtung.

Ob das ein Erfolgsrezept war ist mir nicht bekannt. Der DE-Wiki Eintrag
zum Connaught-Tunnel berichtet:

https://de.wikipedia.org/wiki/Connaught-Tunnel

"Probleme beim Betrieb bereiteten die Entlüftung, lockeres Gestein und
nasse Schienen, die die Züge ins Rutschen brachten."

Ein Dokument in deutscher Sprache von den zwanziger Jahren fand ich
besonders interessant.

Carl Schmitt zu Oesede bei Osnabrück wurde das D.R.P. 406455 erteilt:

https://worldwide.espacenet.com/publicationDetails/originalDocument?CC=DE&NR=406455C&KC=C&FT=D&ND=3&date=19241122&
DB=EPODOC&locale=en_EP

Die Einführung nennt drei damals bekannte Lüftungsverfahren:

<< Tunnellüftung.

Zur Lüftung von Tunnels im Betriebe werden wie bekannt drei Systeme
angewendet, und zwar:

1. die Lüftung mit Vorhang,
2. die Lüftung nach Saccardo,
3. die Lüftung vermittels eines oder mehrerer Schächte.
>>

Dieser Stand der Technik wird wie folgendes gewürdigt:

<< Bei allen drei Lüftungssystemen wirken die auf die Tunneltore jeweils
wirkenden Windkräfte außerordentlich ungünstig. Sie bedingen bei den
erstgenannten beiden Anlagen, zumal der unter Ziffer 2, einen
erheblichen Mehraufwand an maschineller Kraft, bei der letztgenannten
eine mit den Windkräften wachsende Verringerung des Lüftungsschachtes,
d. h. eine Verringerung der auf einen Kubikmeter geförderten Luft
entfallenden Rauchmengen. >>

Das o.g. Dennis-Patent gehört vielleicht zu Ziffer 3. Es ist mir nicht
klar, was mit "Vorhang" gemeint wird. Viele ältere Patente betreffen
automatische Eingangstore für Bergwerke. Handelt es sich um dasselbe?

Die Erfindung Schmitts war eine Trichterförmige Tunnelmündung.

Marco Saccardo war ein italienischer Eisenbahningenieur, der um 1890 ein
Lüftungsverfahren erfunden hat, wobei Luft in den Tunnel über eine
Ringkammer eingebläst wird.

https://worldwide.espacenet.com/searchResults?submitted=true&locale=en_EP&DB=EPODOC&ST=advanced&PD=1800%3A1910&PA=&IN=marco+saccardo

Bei diesem Verfahren wird Luft mittels einer Ringkammer in den Tunnel
eingespritzt. Es sieht mir aus, dass der Coandă-Effekt bzw.
Bernoulli-Effekt in Spiel kommt. Diese Konfiguration erinnert mich
jedenfalls an den Dyson-Ventilator, dessen Grundprinzip schon von einem
japanischem Patent aus den 80er Jahren vorweggenommen ist.

Im jüngeren US-Patent von Dennis wird die Luft einfach *senkrecht* in
den Tunnel eingeführt. Die Technik war in den Kolonien vielleicht nicht
so fortgeschritten wie in Europa...

Eine Google-Recherche mit dem Begriff "Saccardo" liefert verschiedene
interessante Abhandlungen.

Darunter:

Ventilations-Anlage nach System Saccardo für den Gotthard-Tunnel in
Göschenen, Schweizerische Bauzeitung, 1899

http://doi.org/10.5169/seals-21350
http://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=sbz-002:1899:33:34::291

Die o.g. Patente werden erwähnt:

<< Das Wesentliche an der in der Schweiz und andern Staaten patentierten
Erfindung Saccardos liegt darin, dass mittels eines oder mehrerer
seitlich von einem Portale aufgestellten Ventilatoren eine grosse Menge
Luft mit bedeutender Geschwindigkeit in eine ringförmige, an der ganzen
Tunnelperipherie angebrachte Kammer und von dieser durch eine ebenfalls
ringförmige schmale Oeffnung an der innern Wandung in die Tunnelröhre
geblasen wird, die Luftsäule in dieser mit sich reissend und bald die
verlangte Geschwindigkeit annehmend, die erforderlich ist, um in
bestimmter Zeit das entgegengesetzte Portal zu erreichen. >>

<< Die vorhandene Ventilationsanlage kostet einschliesslich der an den
Patentinhaber zu leistenden Vergütung, aber ohne Berücksichtigung des
Wertes der Lokomotive etwa 180000 Fr. >>


<< Nachdem eingehende Studien einen hohen Grad von Wahrscheinlichkeit
dafür ergeben hatten, das Ventilationssystem Saccardo werde, obgleich
noch nicht unter allen Verhältnissen erprobt, sich auch beim
Gotthardtunnel vorteilhaft anwenden lassen, beschloss die Direktion der
Gotthardbahn anfangs April 1898, am Tunnelportal in Göschenen eine
künstliche Ventilation nach diesem System sofort einzurichten. >>

Obwohl es nicht explizit in diesem Aufsatz geschrieben ist, scheint es
mir, dass der Test erfolgreich war, und Lüftung nach Saccardo der
Weiterbetrieb des Gotthardbahn bis zu ihrer Elektrifizierung erlaubte.

Vier Jahren früher wurde das Verfahren nach Saccardo positiv gewertet:
http://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=sbz-002:1895:25:26::35

<< Miscellanea.
Lüftungssystem Saccardo für Tunnelbauten.

In dem im Nr. 21 Bd. XXIV u.Z. veröffentlichten Bericht der Experten zum
Simplontunnel-Projekt wird bezüglich der wichtigen Frage der Ventilation
auf ein von Ingenieur Saccardo in Italien eingeführtes Luftungssystem
hingewiesen, dessen Anwendung für den Simplontunnel, bei günstigen
Ergebnissen der im 2727m langen Prachia-Tunnel der Linie Bologna-Florenz
damit gemachten Versuche, gegenüber andern Ventilationsmethoden der
Vereinfachung des Betriebes wegen zu empfehlen sei. Ein Ausschuss aus
Vertretern des kgl. Eisenbahninspektorates, des Kriegsministeriums und
der Betriebsgesellschaften hat nun auf Grund mehrmonatlicher
Beobachtungen den grossen Wert des Saccardo-Systems festgestellt. Diesem
günstigen Urteil hat sich auch der als Urheber des grossartigen
Anwendung künstlicher Lüftung im Mersey-Tunnel bekannte Ingenieur Fox,
einer der Experten des Simplontunnel-Projektes, in vollem Umfange
angeschlossen, so dass die Annahme dieses Systems, das dem
Giffard-Injektor nachgebildet ist, für den Simplon Tunnelbau in Aussieht
stellt. Während einiger Versuchstage fuhren dichtbesetzte Truppenzüge in
kurzer Aufeinanderfolge durch den Tunnel; auch hierbei konnte ein
befriedigendes Ergebnis verzeichnet werden. >>

"dichtbesetzte Truppenzüge"? Aua! Soldaten als Versuchskaninchen gab es
nicht erst ab 1914 bzw. 1939...

Ich bin auf einer Dissertation von der ETH Zürich aus dem Jahre 1919
gestoßen.

Dipl. Ing. Ernst Wiesmann, "Künstliche Lüftung im Stollen- und Tunnelbau
sowie von Tunnels im Betrieb"

https://www.research-collection.ethz.ch/handle/20.500.11850/135188
https://doi.org/10.3929/ethz-a-000103465

Hier kann ich nicht die 216 Seiten zusammenfassen. Ich werde nur merken,
dass die physiologischen und chemischen Aspekte nicht eingegangen
wurden; es ging nur um "reine" mechanische Aspekte, also etwa "wie bläst
man X m3/s Luft in ein Tunnel?". Ich glaube jedoch, dass diese
Promotionsarbeit viele Fragen beantwortet.

Alexandre

Herbert Albrecht

unread,
Jun 30, 2017, 3:13:21 PM6/30/17
to
Das wird so sein. Von oben aus dem Zug erkennt man keine Ortsnamen, ein
Manko auch beim Fliegen. Vielleicht sollte man die Häuser so anordnen,
dass man von oben den Ortsnamen lesen kann :-)

Herbert

Herbert Albrecht

unread,
Jun 30, 2017, 3:24:52 PM6/30/17
to
Am 29.06.2017 um 23:23 schrieb Holger Koetting:
> Herbert Albrecht wrote:
>> >gestört. Mich auch nicht, aber ich bin eh kein Feinstaubhysteriker.
> Wenn man was sehen kann, ist es kein Feinstaub...

Ja, aber Feinstaub entsteht beim Verbrennen, also genau da, wo der
sichtbare Qualm entsteht. Wie viel das ist, wurde wohl nie untersucht,
da Dampfmaschinen in der modernen Technik eh keine Rolle spielen. Falls
dich das Thema interessiert lies https://www.swr.de/forum/read.php?5,29520

Herbert

HC Ahlmann

unread,
Jun 30, 2017, 4:13:52 PM6/30/17
to
Herbert Albrecht <diek...@doch.ehjeder.de> wrote:

> Von oben aus dem Zug erkennt man keine Ortsnamen, ein
> Manko auch beim Fliegen. Vielleicht sollte man die Häuser so anordnen,
> dass man von oben den Ortsnamen lesen kann :-)

Ausgerechnet Piloten aus den 1930er Jahren wie Heinz Rühmann
berichteten, dass sie sich an Eisenbahnlinien orientierten und Ortsnamen
von Bahnhofsgebäuden ablasen.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte

Christoph Schmitz

unread,
Jun 30, 2017, 4:43:17 PM6/30/17
to
Am 30.06.17 um 22:13 schrieb HC Ahlmann:
> Herbert Albrecht <diek...@doch.ehjeder.de> wrote:
>
>> Von oben aus dem Zug erkennt man keine Ortsnamen, ein
>> Manko auch beim Fliegen. Vielleicht sollte man die Häuser so anordnen,
>> dass man von oben den Ortsnamen lesen kann :-)
>
> Ausgerechnet Piloten aus den 1930er Jahren wie Heinz Rühmann
> berichteten, dass sie sich an Eisenbahnlinien orientierten

Das wird sicherlich auch heutzutage noch gemacht (im Sichtflug).

> und Ortsnamen von Bahnhofsgebäuden ablasen.

Dafuer muss man vermutlich *etwas* tiefer fliegen, als man sich
heutzutage erlauben kann.

Christoph

Christoph Schmitz

unread,
Jun 30, 2017, 4:49:41 PM6/30/17
to
Am 30.06.17 um 21:24 schrieb Herbert Albrecht:
> Am 29.06.2017 um 23:23 schrieb Holger Koetting:
>> Herbert Albrecht wrote:
>>> >gestört. Mich auch nicht, aber ich bin eh kein Feinstaubhysteriker.
>> Wenn man was sehen kann, ist es kein Feinstaub...
>
> Ja, aber Feinstaub entsteht beim Verbrennen, also genau da, wo der
> sichtbare Qualm entsteht. Wie viel das ist, wurde wohl nie untersucht,
> da Dampfmaschinen in der modernen Technik eh keine Rolle spielen.

In Kohlekraftwerken werden durchaus heute noch "Dampfmaschinen"
eingesetzt. Und Staubabscheidung ist da eines der grossen Themen
bei der Abgasbehandlung (neben z.B. Entschwefelung).

Christoph

frank paulsen

unread,
Jul 1, 2017, 1:36:10 AM7/1/17
to
Christoph Schmitz <christoph...@post.rwth-aachen.de> writes:

> Am 30.06.17 um 22:13 schrieb HC Ahlmann:
>> Ausgerechnet Piloten aus den 1930er Jahren wie Heinz Rühmann
>> berichteten, dass sie sich an Eisenbahnlinien orientierten
>
> Das wird sicherlich auch heutzutage noch gemacht (im Sichtflug).
>
>> und Ortsnamen von Bahnhofsgebäuden ablasen.
>
> Dafuer muss man vermutlich *etwas* tiefer fliegen, als man sich
> heutzutage erlauben kann.

wir haben heute autobahnen, und deren schilder lassen sich
vergleichsweise gut von oben erkennen.

in der regel orientiert man sich heute aber eher nur noch aus
gewohnheit an autobahnen, weil (assistierende) navis und somit
taugliches kartenmaterial wirklich sehr guenstig geworden sind.

--
frobnicate foo

Volker Borchert

unread,
Jul 1, 2017, 3:47:41 AM7/1/17
to
HC Ahlmann wrote:
> Herbert Albrecht <diek...@doch.ehjeder.de> wrote:
>
> > Von oben aus dem Zug erkennt man keine Ortsnamen, ein
> > Manko auch beim Fliegen. Vielleicht sollte man die Häuser so anordnen,
> > dass man von oben den Ortsnamen lesen kann :-)
>
> Ausgerechnet Piloten aus den 1930er Jahren wie Heinz Rühmann
> berichteten, dass sie sich an Eisenbahnlinien orientierten und Ortsnamen
> von Bahnhofsgebäuden ablasen.

Ich möchte nicht dabei sein, wenn ein A380 oder eine C5-A in dafür
hinreichend geringer Höhe übers Dorf flegen. Ich hätte aber gerne
1% Anteile der Dachdeckerfirma, die im Auftrag des Flugzeughalters
anschließend da tätig wird.

--

"I'm a doctor, not a mechanic." Dr Leonard McCoy <mc...@ncc1701.starfleet.fed>
"I'm a mechanic, not a doctor." Volker Borchert <v_bor...@despammed.com>

Volker Borchert

unread,
Jul 1, 2017, 3:47:41 AM7/1/17
to
Darf man eigenlich ein Händie mit Nawwißoftwähr in die Handnehmen?

HC Ahlmann

unread,
Jul 1, 2017, 4:31:13 AM7/1/17
to
frank paulsen <frank....@gmx.net> wrote:

> in der regel orientiert man sich heute aber eher nur noch aus
> gewohnheit an autobahnen, weil (assistierende) navis und somit
> taugliches kartenmaterial wirklich sehr guenstig geworden sind.

Für solche Orientierung braucht es nur ein Smartphone mit GPS-Empfänger,
eine App und OSM-Karten, z.B. für den Extremfall von "wirklich sehr
günstig" für Android Locus.app i.V.m. OSM-Freizeitkarten und dem
Offline-Router BRouter.app.

Aber das gab's zu Quax' Zeiten nicht, sodass er Eisenbahnen und Bahnhöfe
nahm. Dazu brauchte er auch eine grobe Vorstellung der Geografie oder
eine Karte.

Herbert Albrecht

unread,
Jul 1, 2017, 5:20:05 AM7/1/17
to
Am 30.06.2017 um 22:13 schrieb HC Ahlmann:
> Herbert Albrecht<diek...@doch.ehjeder.de> wrote:
>
>> >Von oben aus dem Zug erkennt man keine Ortsnamen, ein
>> >Manko auch beim Fliegen. Vielleicht sollte man die Häuser so anordnen,
>> >dass man von oben den Ortsnamen lesen kann:-)
> Ausgerechnet Piloten aus den 1930er Jahren wie Heinz Rühmann
> berichteten, dass sie sich an Eisenbahnlinien orientierten und Ortsnamen
> von Bahnhofsgebäuden ablasen.

Gerüchte besagen, dass der Privatpilot Franz Josef Strauss es genau so
gemacht hat.

Herbert

Klaus Dahlwitz

unread,
Jul 1, 2017, 5:38:35 AM7/1/17
to
Am 30.06.2017 um 17:01 schrieb Marc Haber:
> Klaus Dahlwitz <kdah...@gmx.net> wrote:
>> Sollte ich ad hoc nach Sylt fahren wollen, was beim gegenwärtigen
>> norddeutschen Dauerregen nicht der Fall ist, müsste ich in Hamburg 'n
>> büschen U-Bahn-Tunnel nutzen.
>
> Von wo nach wo?

Das wäre gestern das das Tunnelstückchen Lübecker Straße und Berliner
Tor - Hbf gewesen. Ich wollte "kein Tunnel nach Sylt" etwas verklausulieren.

Apropos Hamburger Hochbahn U3: Ab 14.Juli gibt es umfangreiche
Baumaßnahmen auf der U3, beginnend mit Vollsperrung zwischen Berliner
Tor und Barmbek bis 30.Juli; am Wochenende 29./30.Juli zwischen Rathaus
und Barmbek.

<https://www.hochbahn.de/hochbahn/hamburg/de/Home/Einsteigen/Fahrplan_und_Fahrplanaenderungen/Stoerungsticker/u3_baustelle>

Umleitung nach stadtverkehr

Klaus

Klaus Dahlwitz

unread,
Jul 1, 2017, 5:44:03 AM7/1/17
to
Ich versuche gerade, mir vorzustellen, wie sich die Besatzung eines
Airbus Beluga mit Hilfe von Hamburger U- und S-Bahnhaltestellen
orientiert ...

Klaus

Ulf.K...@web.de

unread,
Jul 1, 2017, 5:52:57 AM7/1/17
to
Moin,

Am Samstag, 1. Juli 2017 09:47:41 UTC+2 schrieb Volker Borchert:

> Ich möchte nicht dabei sein, wenn ein A380 oder eine C5-A in dafür
> hinreichend geringer Höhe übers Dorf flegen. Ich hätte aber gerne
> 1% Anteile der Dachdeckerfirma, die im Auftrag des Flugzeughalters
> anschließend da tätig wird.

Die Wirbelschleppen im Anflug auf FRA-Nordwest decken
gerne einmal Flörsheimer Dächer ab, und das trotz
Ausschluß von großem Großgerät.

Den Immobilienbesitzern verzählt man dann, man könne
da finanziell kaum helfen, das jeweilige Dach habe ohnehin
erneuert werden müssen.

Gruß, ULF

Ulf.K...@web.de

unread,
Jul 1, 2017, 5:56:37 AM7/1/17
to
Moin,
Ist/war auch die S-Bahn infolge G20 gesperrt? Ist U-Bahn
für DB-Haustarif freigegeben?

Gruß, ULF

Bodo G. Meier

unread,
Jul 1, 2017, 7:52:30 AM7/1/17
to
Es könnte jemand auf die Idee kommen, so einen
Wirbelschleppenverursacher mittels einer Stinger o.ä. vom Himmel zu
holen - der hätte ja ohnehin runter kommen müssen. ;->>


Thorsten Klein

unread,
Jul 1, 2017, 10:37:53 AM7/1/17
to
Am 29.06.2017 um 19:22 schrieb Ulf.K...@web.de:
> NBÜ/NBA beantwortet auch nicht die Frage, wie mit der
> Rauchentwicklung umzugehen ist, wenn das Einfahrsignal des
> nächsten Bahnhofs(teils) im Tunnel oder direkt am Tunnelausgang
> steht und keinen Fahrtbegriff zeigt.

Gibts sowas?
Dann würde ich sagen, dass der Tf dazu verpflichtet ist, per
Manövertaste o.ä. das Rotsignal zu überfahren, bis der ganze Zug den
Tunnel verlassen hat. Ähnlich wie auf der Strasse, wenn die Ampel rot
zeigt, aber von hinten sich ein Fahrzeug mit Martinshorn nähert.

> Wird da nicht von der NBÜ Gebrauch gemacht?

Ja, da ist in der Regel NBÜ-Pflicht. Daher auch Dampfverbot.

Thorsten Klein

unread,
Jul 1, 2017, 10:40:05 AM7/1/17
to
Am 30.06.2017 um 15:08 schrieb Jan Marco Funke:
> Was mich in dem Zusammenhang interessieren würde: Welches sind aktuell
> die längsten Tunnel, die von Dampf-Sonderzügen befahren werden (dürfen)?

Hierzulande AFAIK der erwähnte Kaiser Wilhelm Tunnel. Die längeren
dürften alles Tunnel auf SFS, Basistunnel oder sowas sein. Nahme ich an.

Ralf Gunkel

unread,
Jul 1, 2017, 11:06:56 AM7/1/17
to
Am 01.07.17 16:40, schrieb Thorsten Klein:
Ich biete für D noch den Krähbergtunnel der mit 3100m der längste
eingleisige Tunnel war. Da der ehm. zweigleisige Schlüchterner Tunnel ist
aber mittlerweile 2x eingleisig.

Die NBÜ bzw. aus der Branschutzbelangen geltenden Regekungen gelten im
Krähbergtunnel interessanter weise nur für Neufahrzeuge wie den Itinos (u.
a. mindestens verfügbare Motoranlagen, kleinste Einfahrgeschwindigkeit)
aber nicht für Altfahrzeuge.


Gruß Ralf
--
"Sicherungsdatei ist gelebte Paranoia. Und das ist gut so." Dirk Möbius in
deb*

David Seppi

unread,
Jul 1, 2017, 11:26:43 AM7/1/17
to
Thorsten Klein schrieb:

> Am 29.06.2017 um 19:22 schrieb Ulf.K...@web.de:
>> NBÜ/NBA beantwortet auch nicht die Frage, wie mit der
>> Rauchentwicklung umzugehen ist, wenn das Einfahrsignal des
>> nächsten Bahnhofs(teils) im Tunnel oder direkt am Tunnelausgang
>> steht und keinen Fahrtbegriff zeigt.
>
> Gibts sowas?

Der Bahnhof Semmering steht unmittelbar vor dem Semmeringtunnel und hat
daher auf der Südseite die Einfahrsignale im Tunnel.
Die Eröffnung war 1854, also noch zu Dampfzeiten.
--
David Seppi
1220 Wien

Bodo G. Meier

unread,
Jul 1, 2017, 11:44:23 AM7/1/17
to
Am 01.07.2017 um 16:37 schrieb Thorsten Klein:
> Am 29.06.2017 um 19:22 schrieb Ulf.K...@web.de:
>> NBÜ/NBA beantwortet auch nicht die Frage, wie mit der
>> Rauchentwicklung umzugehen ist, wenn das Einfahrsignal des
>> nächsten Bahnhofs(teils) im Tunnel oder direkt am Tunnelausgang
>> steht und keinen Fahrtbegriff zeigt.
>
> Gibts sowas?

Im Brandleitetunnel steht ein Signal für den Bf. Oberhof. Aber ob es das
Vorsignal oder das Hauptsignal ist, weiss ich nicht.

Gruss,
Bodo

Klaus Dahlwitz

unread,
Jul 1, 2017, 12:08:43 PM7/1/17
to
Am 01.07.2017 um 11:56 schrieb Ulf.K...@web.de:
> Ist/war auch die S-Bahn infolge G20 gesperrt?

Nicht das ich wüsste.

Würde ich nach Sylt fahren wollen, würde ich als zeitlich flexibler
Rentner Nahverkehr und damit z.B. das Schleswig-Holstein-Ticket bevorzugen.

> Ist U-Bahn
> für DB-Haustarif freigegeben?

Kann ich nur insoweit beantworten, das man mit dem Niedersachsen- und
Schleswig-Holstein-Ticket alle HVV-Verkehrsmittel im Großbereich Hamburg
bzw. in den Ringen AB nutzen kann. Für Schnellbusse braucht man
wahrscheinlich das jeweilige Ticket 1. Klasse.

Ich nutze in Hamburg die Seniorenkarte Großbereich/AB.

Klaus

Hartmut Ott

unread,
Jul 1, 2017, 1:47:20 PM7/1/17
to
Hej,

Am 30.06.2017 um 18:55 schrieb Alexandre Kampouris:

> Das o.g. Dennis-Patent gehört vielleicht zu Ziffer 3. Es ist mir nicht
> klar, was mit "Vorhang" gemeint wird. Viele ältere Patente betreffen
> automatische Eingangstore für Bergwerke. Handelt es sich um dasselbe?

Eine url zu Zeno.org, http://www.zeno.org/Roell-1912 wurde hier schon
genannt, da steht:

"Die verwendeten Vorhänge bestehen aus getränktem Segeltuch, das in
Eisenrahmen gefaßt ist; bei richtiger Anordnung können sie auch auf der
Höhe der {Schienen} annähernd dicht anschließen, so daß Luftverluste
ziemlich vermieden werden können. Das Heben und Senken der Vorhänge kann
von Hand oder maschinell erfolgen."


mfg
Hartmut Ott
*Wir alle tragen den Heiligenschein des gewöhnlichen Wahnsinns*
--
Trage es lachend

Reinhard Greulich

unread,
Jul 1, 2017, 2:20:38 PM7/1/17
to
Ingo Stiller schrieb am Thu, 29 Jun 2017 13:27:27 -0700 (PDT):

> Und hier mal etwas zur Tunnellüftung aus dem Jahre 1912
> >http://www.zeno.org/Roell-1912/A/Tunnell%C3%BCftung

Die Lüftungsanlage des Simplontunnels scheint auf der Seite Brig noch
vorhanden (aber längst stillgelegt) zu sein. Zumindest von außen sieht
man die Lüftergebäude.

Gruß - Reinhard.

--
70086
~=@=~

Jan Marco Funke

unread,
Jul 1, 2017, 2:22:53 PM7/1/17
to
Im Kaiser Wilhelm Tunnel gilt seit dem Umbau NBÜ-Pflicht:
https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?108,8203972
bzw.
http://www.der-takt.de/fileadmin/verbandsversammlung/nord/oeT_Tagesordnungspunkte_57_VV_07.06.2017.pdf
auf Seite 14

Viele Grüße
Jan Marco

--
8000315 - ERDW - KBS 400+406

Volker Borchert

unread,
Jul 1, 2017, 8:07:43 PM7/1/17
to
Ulf.K...@web.de wrote:
> Moin,
>
> Am Samstag, 1. Juli 2017 09:47:41 UTC+2 schrieb Volker Borchert:
>
> > Ich möchte nicht dabei sein, wenn ein A380 oder eine C5-A in dafür
> > hinreichend geringer Höhe übers Dorf flegen. Ich hätte aber gerne
> > 1% Anteile der Dachdeckerfirma, die im Auftrag des Flugzeughalters
> > anschließend da tätig wird.
>
> Die Wirbelschleppen im Anflug auf FRA-Nordwest decken
> gerne einmal Flörsheimer Dächer ab, und das trotz
> Ausschluß von großem Großgerät.

Ich wohne ein Kaff näher an FRA.

Deshalb würde ich ja den Anteil an der Dachdeckerfirma haben wollen,
wenn jemand besagten Versuch unternehmen wollen würde.

Volker Borchert

unread,
Jul 1, 2017, 8:07:43 PM7/1/17
to
Bodo G. Meier wrote:

> Es könnte jemand auf die Idee kommen, so einen
> Wirbelschleppenverursacher mittels einer Stinger o.ä. vom Himmel zu
> holen - der hätte ja ohnehin runter kommen müssen.

Anzeige in der FR vom 27.6.1979
"Suche gut erhaltene Flak 8,8"

Anzeige in der FR vom 3.7.1979
"Suche einsatzfähige Munition für Flak 8,8"

Anzeige in der FR vom 17.7.1979
"Suche erfahrene Mannschaft für Flak 8,8"

Fa.lk.Sc.H.a.de

unread,
Jul 2, 2017, 3:58:04 AM7/2/17
to
Am 30.06.2017 um 22:13 schrieb HC Ahlmann:
> Herbert Albrecht <diek...@doch.ehjeder.de> wrote:
>
>> Von oben aus dem Zug erkennt man keine Ortsnamen, ein
>> Manko auch beim Fliegen. Vielleicht sollte man die Häuser so anordnen,
>> dass man von oben den Ortsnamen lesen kann :-)
>
> Ausgerechnet Piloten aus den 1930er Jahren wie Heinz Rühmann
> berichteten, dass sie sich an Eisenbahnlinien orientierten und Ortsnamen
> von Bahnhofsgebäuden ablasen.
>
um es den Fliegern der Anfangzeiten doe Orientierung zu erleichtern
standen die Orts- und Bahnhofsnamen oftmals auf den Dächern wichtiger
Gebäude.

Marc Haber

unread,
Jul 2, 2017, 6:43:21 AM7/2/17
to
Und die Bahnhofsschilder sind inzwischen so gemacht dass man sie aus
dem fahrenden Zug nur mit größter Mühe lesen kann.

Gürße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Klaus von der Heyde

unread,
Jul 2, 2017, 7:12:04 AM7/2/17
to
Marc Haber schrieb:

> Und die Bahnhofsschilder sind inzwischen so gemacht dass man sie aus dem
> fahrenden Zug nur mit größter Mühe lesen kann.

Lokalisiert man sich heutzutage™ nicht per App?

-- Klaus

Ralf Gunkel

unread,
Jul 2, 2017, 7:19:00 AM7/2/17
to
Am 02.07.17 13:08, schrieb Klaus von der Heyde:
So tief fliegen dass man die lokale Sorte der Äpp-fel erkennt?
*scnr*

Ingo Stiller

unread,
Jul 2, 2017, 9:07:59 AM7/2/17
to
Am Sonntag, 2. Juli 2017 12:43:21 UTC+2 schrieb Marc Haber:
> Und die Bahnhofsschilder sind inzwischen so gemacht dass man sie aus
> dem fahrenden Zug nur mit größter Mühe lesen kann.

Ach ja, die gute alte Zeit.
Als am Bahnhofskopf schräg zu den Gleisen eine großes, schwarz-weißes Schild mit dem Namen des Bahnhofes stand.
Diese kleinen, längs zu den Gleisen angeordneten Schildern:
* Findet man im vorbei Huschen kaum noch
* Mit der weißen Schrift auf blauem Grund fehlt der Kontrast
* Sind dann nur für Sekundenbruchteile lesbar

Selbst wenn der Zug hält, hat man so ein Schild ja oft nicht direkt vorm Fenster. Und zwischen Reklame und Beleuchtung sucht man auch nicht nach Stationsnamen.

Ähnlich dämlich in Mainz der Eingang zum Südbahnhof (wer den offiziellen Namen benötigt: Mainz-Römisches Theater) Es standen schon Leute fast davor und haben mich gefragt wo der Bahnhof sei. Tja, das "kleine" rote Schild mit dem kleinen grünen "S" geht total unter.
Ist halt - wie in dieser Zeit üblich - eine Erlebnis/Einkaufspassage mit notgedrungenem Gleisanschluss.
Irgendwie habe ich den Verdacht, die Bahn wäre gerne alle ihre Bahnanlage los und würde diese lieber gewinnbringend vermieten :-)

Gruß Ingo

Ulf.K...@web.de

unread,
Jul 2, 2017, 9:45:00 AM7/2/17
to
Moin,

Am Sonntag, 2. Juli 2017 15:07:59 UTC+2 schrieb Ingo Stiller:

> Südbahnhof (wer den offiziellen Namen benötigt: Mainz-Römisches Theater) Es standen schon Leute fast davor und haben mich gefragt wo der Bahnhof sei. Tja, das "kleine" rote Schild mit dem kleinen grünen "S" geht total unter.
> Ist halt - wie in dieser Zeit üblich - eine Erlebnis/Einkaufspassage mit notgedrungenem Gleisanschluss.
> Irgendwie habe ich den Verdacht, die Bahn wäre gerne alle ihre Bahnanlage los und würde diese lieber gewinnbringend vermieten :-)

Dazu paßt der Service-Store mit DB-Logo und ohne
Fahrkartenangebote.

Gruß, ULF

Marc Haber

unread,
Jul 2, 2017, 10:39:36 AM7/2/17
to
Würde das GPS im Zug zuverlässiger funktionieren, wäre das in der Tat
eine Option.

Grüße

Marc Haber

unread,
Jul 2, 2017, 10:40:33 AM7/2/17
to
Ingo Stiller <i2st...@gmx.de> wrote:
>Am Sonntag, 2. Juli 2017 12:43:21 UTC+2 schrieb Marc Haber:
>> Und die Bahnhofsschilder sind inzwischen so gemacht dass man sie aus
>> dem fahrenden Zug nur mit größter Mühe lesen kann.
>
>Ach ja, die gute alte Zeit.
>Als am Bahnhofskopf schräg zu den Gleisen eine großes, schwarz-weißes Schild mit dem Namen des Bahnhofes stand.
>Diese kleinen, längs zu den Gleisen angeordneten Schildern:
>* Findet man im vorbei Huschen kaum noch
>* Mit der weißen Schrift auf blauem Grund fehlt der Kontrast
>* Sind dann nur für Sekundenbruchteile lesbar

* stehen nur noch zwei, dreimal auf einem Bahnsteig von 200 Meter
Länge.

Grüße

Klaus Dahlwitz

unread,
Jul 2, 2017, 10:43:24 AM7/2/17
to
Am 02.07.2017 um 13:18 schrieb Ralf Gunkel:
> Am 02.07.17 13:08, schrieb Klaus von der Heyde:
>> Marc Haber schrieb:
>>
>>> Und die Bahnhofsschilder sind inzwischen so gemacht dass man sie aus dem
>>> fahrenden Zug nur mit größter Mühe lesen kann.
>>
>> Lokalisiert man sich heutzutage™ nicht per App?
>>
> So tief fliegen dass man die lokale Sorte der Äpp-fel erkennt?
> *scnr*

Jetzt weiß ich, was "Neuland" ist: Lokalisation an Hand der Apfelsorten
im Alten Land:
<https://de.wikipedia.org/wiki/Altes_Land>

Klaus

Reinhard Greulich

unread,
Jul 2, 2017, 11:39:09 AM7/2/17
to
Ingo Stiller schrieb am Sun, 2 Jul 2017 06:07:58 -0700 (PDT):

> * Findet man im vorbei Huschen kaum noch
> * Mit der weißen Schrift auf blauem Grund fehlt der Kontrast
> * Sind dann nur für Sekundenbruchteile lesbar

Sie sind auch, wie ich kürzlich bei einer Nachtzugreise feststellte,
nicht durch Beleuchtung hervorgehoben. Dafür allerdings alle möglichen
Werbeplakate.

HC Ahlmann

unread,
Jul 2, 2017, 1:24:46 PM7/2/17
to
Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:

> Klaus von der Heyde <asc...@freenet.de> wrote:

> >Lokalisiert man sich heutzutage™ nicht per App?
>
> Würde das GPS im Zug zuverlässiger funktionieren, wäre das in der Tat
> eine Option.

Das eine ist ein Komparativ, aber welche Züge werden womit verglichen?
Das andere ist meine Erfahrung mit Zügen des Nahverkehrs, die
problemlosen GPS-Empfang zulassen, seit keine 628 mit metallbedampften
Scheiben mehr darunter sind. Zumindest zeigen die Tracks keine
außergewöhnlichen Aussetzer oder Sprünge, wenn der Logger in der Tasche
nah an Fenstern untergebracht ist; Gepäckablagen unterm Dach sind nicht
angemessen.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte

Stefan Reuther

unread,
Jul 2, 2017, 1:31:21 PM7/2/17
to
Das ICE-Portal hatte zumindest so eine Funktion.


Stefan

Ulf.K...@web.de

unread,
Jul 2, 2017, 1:39:58 PM7/2/17
to
Moin,

Am Sonntag, 2. Juli 2017 19:31:21 UTC+2 schrieb Stefan Reuther:

> > Lokalisiert man sich heutzutage™ nicht per App?
>
> Das ICE-Portal hatte zumindest so eine Funktion.

Mit leichten Aberrationen bei Zugumleitungen?

Gruß, ULF

Ralf Gunkel

unread,
Jul 2, 2017, 2:57:56 PM7/2/17
to
Am 02.07.17 16:43, schrieb Klaus Dahlwitz:
Genau das. Analog zum schlechten Witz zum Fliegen ohne Bordinstrumente und
Karten.

Tief fliegen und eine Bäckerei suchen. In deren Umfeld dann rausgreifen.
Hat man Baguettes in der Hand -> Frankreich
Sind es Brezeln -> Bayern
Hat man nichts in der Hand und die Armbanduhr ist weg -> [beliebiges Land
mit passendem Image einfügen]

Helmut Barth

unread,
Jul 2, 2017, 2:58:31 PM7/2/17
to
Salut!

Thorsten Klein schrieb:
> Am 29.06.2017 um 19:22 schrieb Ulf.K...@web.de:
>> NBÜ/NBA beantwortet auch nicht die Frage, wie mit der
>> Rauchentwicklung umzugehen ist, wenn das Einfahrsignal des
>> nächsten Bahnhofs(teils) im Tunnel oder direkt am Tunnelausgang
>> steht und keinen Fahrtbegriff zeigt.
>
> Gibts sowas?

Heidelbergs Schlossbergtunnel mit rd. 2500m und dem ESig Karlstor im
Tunnel (Wenn das noch ein Bhf ist, war lange nimmer da...)

Grüßle, Helmut

Ingo Stiller

unread,
Jul 2, 2017, 4:28:52 PM7/2/17
to
Am Samstag, 1. Juli 2017 16:37:53 UTC+2 schrieb Thorsten Klein:
> Am 29.06.2017 um 19:22 schrieb Ulf:
> > NBÜ/NBA beantwortet auch nicht die Frage, wie mit der
> > Rauchentwicklung umzugehen ist, wenn das Einfahrsignal des
> > nächsten Bahnhofs(teils) im Tunnel oder direkt am Tunnelausgang
> > steht und keinen Fahrtbegriff zeigt.
>
> Gibts sowas?

Mainzer Tunnel.
Dort stehen regelmäßig Züge und warten auf Einfahrt in den Hbf.

Ach ja:
Der alte Mainzer Tunnel war vor etlichen Jahren noch ein durchgehender Tunnel bis Mainz-Süd.
Dann hatte man den Mittelteil aufgeschlitzt, wobei die Begründungen dafür nicht einheitlich sind:
* Der Rauch sollte besser abziehen
* Der Rauch und andere Stoffe in den Abgasen haben das Mauerwerk zersetzt
* Arbeitsbeschaffungsmaßnahme
Wahrscheinlich war es ein Mix aus allem, jedenfalls hauptsächlich dem Rauch geschuldet.
der neue Mainzer Tunnel ist wieder durchgehend, e-Loks erzeugen halt weniger Rauch :-)

Gruß Ingo



Lehmann

unread,
Jul 2, 2017, 5:58:06 PM7/2/17
to
Am 29.06.2017 um 22:16 schrieb Hans Wein:
> Am 29.06.2017 um 20:42 schrieb Herbert Albrecht:
>
>> In Deutschland scheint es diese Art Unfälle nicht gegeben zu haben,
>> jedenfalls habe in in
>> https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Eisenbahnunf%C3%A4llen_in_Deutschland
>>
>> keine erstickten Bremser gefunden.
>
> Das nicht, aber im Bericht über den Brand des Führerhauses im
> Kaiser-Wilhel-Tunnel
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/Eisenbahnunfall_im_Kaiser-Wilhelm-Tunnel_(1948)
>
> wird zumindest von Zwischenfällen berichtet, bei denen Lokpersonal
> CO-Vergiftungen erlitten hatten.
>
> Hans
>
Hier auch (allerdings in der CH):
https://de.wikipedia.org/wiki/Eisenbahnunfall_im_Rickentunnel

Insgesamt in
https://de.wikipedia.org/wiki/Eisenbahntunnel#Das_.E2.80.9ETunnelproblem.E2.80.9C_des_Dampfzeitalters

ja auch gut beschrieben. Den Link habe ich in anderen Beiträgen
jedenfalls nicht gefunden.

Bernd

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jul 3, 2017, 1:48:17 AM7/3/17
to
frank paulsen <frank....@gmx.net> wrote:

>in der regel orientiert man sich heute aber eher nur noch aus
>gewohnheit an autobahnen, weil (assistierende) navis und somit
>taugliches kartenmaterial wirklich sehr guenstig geworden sind.

Ich bin vor einiger Zeit in einer Soccata-Turboprop mitgeflogen, und
das Cockpit ist quasi nur große Bildschirme. Die Kiste flog annähernd
von alleine, wenn eine neu Höhe oder Richtung aus Langen angesagt
wurde, hat der Pilot das nur in den Automaten reingedrückt, und die
Kiste flog halt entsprechend. Ebenso dann die ILS-Landung in Nürnberg,
alles vom Blechdepp geführt und eher einfach. Telephon per Satellit
(Iridium), Funk sowieso, alles vom Feinsten.


-ras

--
Ralph A. Schmid
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/ http://www.mygargoyles.net/

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jul 3, 2017, 1:50:14 AM7/3/17
to
Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:

>Würde das GPS im Zug zuverlässiger funktionieren, wäre das in der Tat
>eine Option.

Assisted GPS geht meist recht gut bei mir, oft genug schon gemacht,
weil irgendeine interessante Landmarke näher erkundet werden wollte.

Gernot Griese

unread,
Jul 3, 2017, 2:10:49 AM7/3/17
to
Am 03.07.2017 um 07:48 schrieb Ralph A. Schmid, dk5ras:
> frank paulsen <frank....@gmx.net> wrote:
>
>> in der regel orientiert man sich heute aber eher nur noch aus
>> gewohnheit an autobahnen, weil (assistierende) navis und somit
>> taugliches kartenmaterial wirklich sehr guenstig geworden sind.
>
> Ich bin vor einiger Zeit in einer Soccata-Turboprop mitgeflogen, und
> das Cockpit ist quasi nur große Bildschirme. Die Kiste flog annähernd
> von alleine, wenn eine neu Höhe oder Richtung aus Langen angesagt
> wurde, hat der Pilot das nur in den Automaten reingedrückt, und die
> Kiste flog halt entsprechend. Ebenso dann die ILS-Landung in Nürnberg,
> alles vom Blechdepp geführt und eher einfach. Telephon per Satellit
> (Iridium), Funk sowieso, alles vom Feinsten.

Das war halt ein typischer Flug nach Instrumentenflugregeln. Die Masse
der Privatpiloten kann sich aber weder die entsprechende Lizenz, noch
das passende Flugzeug dafür leisten.

Gernot

--
Lügenpresse ist, wenn die TAGESSCHAU über ein Ereignis von regionaler
Bedeutung nicht berichtet und dadurch keinen nicht vorhandenen
Zusammenhang mit der Bundespolitik impliziert.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jul 3, 2017, 3:17:23 AM7/3/17
to
Gernot Griese <ggr...@gmx.de> wrote:

>Das war halt ein typischer Flug nach Instrumentenflugregeln. Die Masse

Klar, das Ding spielt technisch bei den Großen mit.

>der Privatpiloten kann sich aber weder die entsprechende Lizenz, noch
>das passende Flugzeug dafür leisten.

Allerdings sind auch da elektronische Navigationshilfen außerhalb der
Standardausrüstung keine so große Hürde mehr.

Gernot Griese

unread,
Jul 3, 2017, 3:48:27 AM7/3/17
to
Am 03.07.2017 um 09:17 schrieb Ralph A. Schmid, dk5ras:
> Gernot Griese <ggr...@gmx.de> wrote:
>
>> Das war halt ein typischer Flug nach Instrumentenflugregeln. Die Masse
>
> Klar, das Ding spielt technisch bei den Großen mit.
>
Von den Kosten her ebenfalls.

>> der Privatpiloten kann sich aber weder die entsprechende Lizenz, noch
>> das passende Flugzeug dafür leisten.
>
> Allerdings sind auch da elektronische Navigationshilfen außerhalb der
> Standardausrüstung keine so große Hürde mehr.

Sofern sie den Piloten nicht davon abhalten, kontiniuerlich den Luftraum
zu beobachten und ihn nicht dazu verleiten, bei sich verschlechternder
Sicht einfach nach dem Navi weiterfliegen zu wollen. Soll heißen: Das
Navi erleichtert natürlich die Orientierung, aber gesteuert wird
letztendlich immer noch nach Bodenmerkmalen.

Thorsten Klein

unread,
Jul 3, 2017, 4:35:09 AM7/3/17
to
Am 01.07.2017 um 20:22 schrieb Jan Marco Funke:
> Im Kaiser Wilhelm Tunnel gilt seit dem Umbau NBÜ-Pflicht:
> https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?108,8203972
> bzw.
> http://www.der-takt.de/fileadmin/verbandsversammlung/nord/oeT_Tagesordnungspunkte_57_VV_07.06.2017.pdf
> auf Seite 14

Achso, wusste ich nicht. Aber da könnte man ja nur für den Tunnel
Vorspann fahren. So werden die Dampfer ja auch nach Trier gebracht.

Thorsten Klein

unread,
Jul 3, 2017, 4:36:05 AM7/3/17
to
Am 29.06.2017 um 19:56 schrieb TT-fan:
> Das musste das Zugbegleitpersonal kontrollieren.

Da hattet Ihr aber viel Rennerei.

Ulf.K...@web.de

unread,
Jul 3, 2017, 5:27:43 AM7/3/17
to
Moin,

Am Montag, 3. Juli 2017 10:35:09 UTC+2 schrieb Thorsten Klein:

> > Im Kaiser Wilhelm Tunnel gilt seit dem Umbau NBÜ-Pflicht:
> > https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?108,8203972
> > bzw.
> > http://www.der-takt.de/fileadmin/verbandsversammlung/nord/oeT_Tagesordnungspunkte_57_VV_07.06.2017.pdf
> > auf Seite 14
>
> Achso, wusste ich nicht. Aber da könnte man ja nur für den Tunnel
> Vorspann fahren.

Wurde das nicht in manch angelsächsischem Land so gehandhabt?

Nebst, etwas später, Hybdisierung dieselelektrischer Loks?

> So werden die Dampfer ja auch nach Trier gebracht.

Könnte man auch über die Eifel schicken, von Koblenz her
allerdings leicht umständlich.

Gruß, ULF

Ulf.K...@web.de

unread,
Jul 3, 2017, 5:29:11 AM7/3/17
to
Moin,

Am Sonntag, 2. Juli 2017 22:28:52 UTC+2 schrieb Ingo Stiller:

> der neue Mainzer Tunnel ist wieder durchgehend, e-Loks erzeugen
halt weniger Rauch :-)

Willst Du die darüberliegenden Grundstücke nebst Seitenstreifen zwecks
Schlitzgrabung ankaufen?

Gruß, ULF

Jan Marco Funke

unread,
Jul 3, 2017, 6:22:42 AM7/3/17
to
Am 03.07.2017 um 11:27 schrieb Ulf.K...@web.de:
> Moin,
>
> Am Montag, 3. Juli 2017 10:35:09 UTC+2 schrieb Thorsten Klein:
>
>> > Im Kaiser Wilhelm Tunnel gilt seit dem Umbau NBÜ-Pflicht:
>> > https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?108,8203972
>> > bzw.
>> > http://www.der-takt.de/fileadmin/verbandsversammlung/nord/oeT_Tagesordnungspunkte_57_VV_07.06.2017.pdf
>> > auf Seite 14
>>
>> Achso, wusste ich nicht. Aber da könnte man ja nur für den Tunnel
>> Vorspann fahren.

Mit welchen Wagen? Hat die DB noch n-Wagen mit NBÜ im Bestand? Aber
selbst wenn, dann werden das Wagen mit Zugsammelschiene ohne
Achsgeneratoren sein. Man bräuchte also auf der kompletten Strecke
zusätzlich eine Elektro- oder Diesellok, die den Zug mit Strom versorgt.
Alles etwas umständlich und nicht unbedingt Stilgerecht.

>> So werden die Dampfer ja auch nach Trier gebracht.
>
> Könnte man auch über die Eifel schicken, von Koblenz her
> allerdings leicht umständlich.

Schade, dass die Eifelquerbahn (Andernach - Daun - Gerolstein) nicht
mehr befahrbar ist.

Viele Grüße
Jan Marco

--
8000315 - ERDW - KBS 400+406

Thorsten Klein

unread,
Jul 3, 2017, 9:38:14 AM7/3/17
to
Am 03.07.2017 um 12:22 schrieb Jan Marco Funke:
> Mit welchen Wagen? Hat die DB noch n-Wagen mit NBÜ im Bestand?

Wird die Notbrems in den historischen Wagen direkt im Wagen auf die
Achsen übertragen?
Dann ists natürlich schwierig. Aber dann wird die Überführung
grundsätzlich schwierig, denn so sind NBÜ-freie Wege? Wird immer weniger.

Bei einer Leerüberführung zieht ja auch garantiert niemand an der
Notbremse. Ist für solche Zwecke nicht ein Workaround vorgesehen?

> Schade, dass die Eifelquerbahn (Andernach - Daun - Gerolstein) nicht
> mehr befahrbar ist.

Die Gleise liegen, also ist sie befahr*bar*. Mit Schrittgeschwindigkeit
und einer Ausnahmegenehmigung sollte das dann auch legal möglich sein.
Die war schonmal gesperrt und trotzdem ist ein (wohlgemerkt besetzter)
öffentlicher Sonderzug mit Schrittgeschwindigkeit da langgefahren. Das
war vor der letzten Sanierung Kaisersesch-Ulmen.

Aber es stimmt, das Fehlen dieser Strecke schmerzt bei so eine
Grossveranstaltung schon extrem.

Die Bahn muss aber nächstes Jahr, sofern diese Veranstaltung kommt, auch
dafür sorgen, dass schätzungsweise 3x soviel Sitzplätze in den
Regelzügen vorhanden sind als normal. 2010 war man ja so "überrascht",
dass die Züge so voll werden, wobwohl man eigentlich Erfahrung hatte.

Thorsten Klein

unread,
Jul 3, 2017, 9:45:27 AM7/3/17
to
Am 29.06.2017 um 23:40 schrieb Alexandre Kampouris:
> Tunnelbeluftung ist heute immer noch eine relevante Frage:
>
> https://www.youtube.com/watch?v=wEETEOcQW90
>
OMG, sowas schimpft sich Diesellok?
Der Filmer da muss wohl eine Sauerstoffmaske haben, wenn das in dieser
Intensität so stinkt, wie Dieselabgase normalerweise stinken....
Dampflokrauch stinkt wenigstens nicht bzw. nur leicht.

Marc Haber

unread,
Jul 3, 2017, 1:34:09 PM7/3/17
to
"Ralph A. Schmid, dk5ras" <ra...@schmid.xxx> wrote:
>Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:
>>Würde das GPS im Zug zuverlässiger funktionieren, wäre das in der Tat
>>eine Option.
>
>Assisted GPS geht meist recht gut bei mir, oft genug schon gemacht,
>weil irgendeine interessante Landmarke näher erkundet werden wollte.

Bei Dir scheint alles was mit Funk funktioniert sehr viel besser zu
spuren als bei mir. Ich hab ja auch größte Probleme mit dem
Telefonieren oder gar mit mobilem Internet im Zug.

David Seppi

unread,
Jul 3, 2017, 2:09:01 PM7/3/17
to
Marc Haber schrieb:

> Bei Dir scheint alles was mit Funk funktioniert sehr viel besser zu
> spuren als bei mir. Ich hab ja auch größte Probleme mit dem
> Telefonieren oder gar mit mobilem Internet im Zug.

Das ist auch stark streckenabhängig. In Deutschland habe ich noch wenig
Erfahrung damit (wird sich dank EU-Roaming aber bald ändern).
In Österreich rennt das auf den Hochleistungsstrecken wie am Schnürchen
(selbst im Tunnel). Auf älteren Strecken sieht es aber wie ein
Fleckerlteppich aus, v.a. wenn Berge im Spiel sind oder die Bahn
deutlich anders als die Autobahn trassiert wird (so vorhanden).

--
David Seppi
1220 Wien

Herbert Albrecht

unread,
Jul 3, 2017, 2:37:57 PM7/3/17
to
Sehr interessant, danke.

Herbert

Reinhard Greulich

unread,
Jul 3, 2017, 4:39:01 PM7/3/17
to
Thorsten Klein schrieb am Mon, 3 Jul 2017 15:38:12 +0200:

> Wird die Notbrems in den historischen Wagen direkt im Wagen auf die
> Achsen übertragen?

Ohne NBÜ wird die HLL entlüftet und entlang dieser (in der Regel also
am gesamten Zug) legen die Bremsen an. Historisch oder nicht ist dabei
nicht die Frage, nur NBÜ oder nicht.

- R.

--
70086
~=@=~

Ralf Gunkel

unread,
Jul 3, 2017, 5:03:39 PM7/3/17
to
Am 03.07.17 22:39, schrieb Reinhard Greulich:
Das ist ja das geradezu schizophrene
beim Krähbergtunnel.
Packt es der Itino (mit NBÜ) nicht mit min 80km/h (Erinnerung und nicht
sicher) in den Tunnel einzufahren bzw. stehen z. B. bei einer
Doppeltraktion weniger 3 der normal 4 Antriebseinheiten zur Verfügung darf
er nicht in den Tunnel einfahren.
Kommt eine Dampflok, 212, 220, 216, 218 usw. angefahren braucht es keine NBÜ
und die Einfahrgeschwindigkeit ist egal.

Volker Borchert

unread,
Jul 3, 2017, 5:07:46 PM7/3/17
to
Marc Haber wrote:
> "Ralph A. Schmid, dk5ras" <ra...@schmid.xxx> wrote:
> >Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:
> >>Würde das GPS im Zug zuverlässiger funktionieren, wäre das in der Tat
> >>eine Option.
> >
> >Assisted GPS geht meist recht gut bei mir, oft genug schon gemacht,
> >weil irgendeine interessante Landmarke näher erkundet werden wollte.
>
> Bei Dir scheint alles was mit Funk funktioniert sehr viel besser zu
> spuren als bei mir. Ich hab ja auch größte Probleme mit dem
> Telefonieren oder gar mit mobilem Internet im Zug.

"dk5ras":
Koinzidenz?
Korrelation?
Kausalität?

--

"I'm a doctor, not a mechanic." Dr Leonard McCoy <mc...@ncc1701.starfleet.fed>
"I'm a mechanic, not a doctor." Volker Borchert <v_bor...@despammed.com>

Thorsten Klein

unread,
Jul 4, 2017, 3:46:38 AM7/4/17
to
Am 03.07.2017 um 20:08 schrieb David Seppi:
> oder die Bahn
> deutlich anders als die Autobahn trassiert wird (so vorhanden).
>
Was ich nicht versteh: Wozu braucht es an Autobahnen mobiles Internet?
Die meisten Autos sind mit einer Person besetzt und die soll fahren und
nicht surfen....

Bernhard Kraft

unread,
Jul 4, 2017, 4:36:53 AM7/4/17
to
Google Navigation ist spitze!

David Seppi

unread,
Jul 4, 2017, 5:11:19 AM7/4/17
to
Thorsten Klein schrieb:

> Was ich nicht versteh: Wozu braucht es an Autobahnen mobiles Internet?

Navi wurde ja bereits genannt. Daneben kann man damit ja nicht nur
surfen, sondern auch (über Freisprecheinrichtung) telefonieren.

Lars Schimmer

unread,
Jul 4, 2017, 5:41:54 AM7/4/17
to
Es gibt in .at nur eine Hochleistungsstrecke: Die Westbahn
Wien-Salzburg. Der Rest ist per se ja nur "Nebenbahn".
Übern Semmering rüber ist das Funkloch schon recht groß, auf der Strecke
nach Passau auch, und die Phyrnbahn, nun, nee.
Achja, Ennstalbahn ist auch mit wenig Internet versorgt.
Somit: deine Aussage ist streng lokal und ned für Österreich allgemein
zutreffend.


MfG,
Lars Schimmer
--
-------------------------------------------------------------
TU Graz, Institut für ComputerGraphik & WissensVisualisierung
Tel: +43 316 873-5405 E-Mail: lsin...@cgv.tugraz.at
Fax: +43 316 873-5402 PGP-Key-ID: 0x4A9B1723

Lars Schimmer

unread,
Jul 4, 2017, 5:43:32 AM7/4/17
to
On 02.07.2017 19:39, Ulf.K...@web.de wrote:
> Moin,
>
> Am Sonntag, 2. Juli 2017 19:31:21 UTC+2 schrieb Stefan Reuther:
>
>>> Lokalisiert man sich heutzutage™ nicht per App?
>>
>> Das ICE-Portal hatte zumindest so eine Funktion.
>
> Mit leichten Aberrationen bei Zugumleitungen?

Nö, sobald die Karte funktiuoniert, ziegt diese recht zuverlässig die
Position des Zuges an. Mehrmals auf Umleitungen via Bamberg oder Elze im
ICE erlebt. Daher mag ich die Karte ;-)


> Gruß, ULF

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jul 4, 2017, 6:21:47 AM7/4/17
to
Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:

>Bei Dir scheint alles was mit Funk funktioniert sehr viel besser zu
>spuren als bei mir. Ich hab ja auch größte Probleme mit dem
>Telefonieren oder gar mit mobilem Internet im Zug.

Vielleicht die Aura? Naja, Telephonieren / Internet ist manchmal mhsam
in Deiner Ecke, das stimmt schon, aber wo ich meist unterwegs bin
klappt es wirklich ausnehmend gut.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jul 4, 2017, 6:22:18 AM7/4/17
to
dse...@a1.net (David Seppi) wrote:

>In Österreich rennt das auf den Hochleistungsstrecken wie am Schnürchen
>(selbst im Tunnel).

Letztes Mal zumindest teilweise aber nur GPRS, net mal EDGE.

Ulf.K...@web.de

unread,
Jul 4, 2017, 7:03:19 AM7/4/17
to
Moin,

Am Dienstag, 4. Juli 2017 11:41:54 UTC+2 schrieb Lars Schimmer:

> Es gibt in .at nur eine Hochleistungsstrecke: Die Westbahn
> Wien-Salzburg.

Hat man in .at aber anders definiert.

> Der Rest ist per se ja nur "Nebenbahn".

Gruß, ULF

Stefan Froehlich

unread,
Jul 4, 2017, 7:29:21 AM7/4/17
to
On Tue, 04 Jul 2017 11:41:51 Lars Schimmer wrote:
> Es gibt in .at nur eine Hochleistungsstrecke: Die Westbahn
> Wien-Salzburg.

Du meinst Wien-Wels, vermute ich.

Servus,
Stefan

--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Greifen in der Agonie des Glücks - Stefan, so beschissen wie die Zitronen!
(Sloganizer)

Ulf.K...@web.de

unread,
Jul 4, 2017, 7:35:37 AM7/4/17
to
Moin,

Am Dienstag, 4. Juli 2017 13:29:21 UTC+2 schrieb Stefan Froehlich:
> On Tue, 04 Jul 2017 11:41:51 Lars Schimmer wrote:
> > Es gibt in .at nur eine Hochleistungsstrecke: Die Westbahn
> > Wien-Salzburg.
>
> Du meinst Wien-Wels, vermute ich.

Dazu noch Attnang-Puchheim - Staatsgrenze.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hochleistungsstrecke

Gruß, ULF

Daniel Zwick

unread,
Jul 4, 2017, 8:25:40 AM7/4/17
to
Am 04.07.2017 um 12:22 schrieb Ralph A. Schmid, dk5ras:
> dse...@a1.net (David Seppi) wrote:
>
>> In Österreich rennt das auf den Hochleistungsstrecken wie am Schnürchen
>> (selbst im Tunnel).
>
> Letztes Mal zumindest teilweise aber nur GPRS, net mal EDGE.

Vor ein paar Tagen habe ich erstmals bemerkt, dass es jetzt zumindest im
Siebergtunnel (längerer Tunnel bei St. Valentin) LTE im A1-Netz gibt.
Wie es in den anderen Tunnels und bei anderen Netzbetreibern ausschaut,
weiß ich nicht. A1 hatte in den Tunnels zwischen Linz und St. Pölten
aber schon ziemlich lange immerhin schon EDGE, während alle anderen
Netzbetreiber überhaupt keine Abdeckung hatten. Ob die anderen
Netzbetreiber da mittlerweile etwas gemacht haben, weiß ich nicht.
Der zuletzt fertiggestellte Neubauabschnitt von St. Pölten bis Wien
wurde seit Eröffnung von A1 und T-Mobile inklusive aller Tunnels mit 3G
versorgt.

Grüße,
Daniel

Stefan Froehlich

unread,
Jul 4, 2017, 8:35:14 AM7/4/17
to
Naja, wenn man nach der gesetzlichen Definition geht, wäre noch
viel mehr "Hochleistung". Daher nehme ich an, Lars hatte eher
die Höchstgeschwindigkeiten im Hinterkopf, und da sieht es zwischen
Wels und Salzburg eher trist aus.

Servus,
Stefan

--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Reichlich und doch zärtlich?! Stefan - ein Märchen für Pärchen.
(Sloganizer)

Hartmut Ott

unread,
Jul 4, 2017, 9:20:18 AM7/4/17
to
Hej,

Am 04.07.2017 um 11:11 schrieb David Seppi:
> Thorsten Klein schrieb:
>
>> Was ich nicht versteh: Wozu braucht es an Autobahnen mobiles Internet?
>
> Navi wurde ja bereits genannt. Daneben kann man damit ja nicht nur
> surfen, sondern auch (über Freisprecheinrichtung) telefonieren.


Und - so es ein modernes Auto ist - kann es auch nach Hause telefonieren
und dem Hersteller etc. die Daten übermitteln.


mfg
Hartmut Ott
*Wir alle tragen den Heiligenschein des gewöhnlichen Wahnsinns*
--
Trage es lachend

David Seppi

unread,
Jul 4, 2017, 12:58:50 PM7/4/17
to
Lars Schimmer schrieb:

> Es gibt in .at nur eine Hochleistungsstrecke: Die Westbahn
> Wien-Salzburg. Der Rest ist per se ja nur "Nebenbahn".

Die Strecke Kufstein-Innsbruck ist auch schon ausgebaut, der Rest
richtung Italien ist in Bau.

> Übern Semmering rüber ist das Funkloch schon recht groß, auf der Strecke
> nach Passau auch, und die Phyrnbahn, nun, nee.
> Achja, Ennstalbahn ist auch mit wenig Internet versorgt.

Das sind die von mir erwähnten alten Strecken mit Gebirge.
Die Situation auf der Südbahn bzw. Rudolfsbahn hat sich aber deutlich
gebessert. Wenn man den Semmering erst einmal bewältigt hat, kommt das
nächste Funkloch erst um Unzmarkt herum. In Kärnten ist man dann ab ca.
St. Veit wieder recht gut versorgt.

Ostbahn und Raaberbahn sind auch gut abgedeckt.

> Somit: deine Aussage ist streng lokal und ned für Österreich allgemein
> zutreffend.

Nicht wirklich.

Thorsten Klein

unread,
Jul 4, 2017, 4:14:35 PM7/4/17
to
Am 04.07.2017 um 10:36 schrieb Bernhard Kraft:
> Google Navigation ist spitze!
Nein. Google sind Verbrecher.

Und wieviele nutzen das schon, im Verhältnis zu allen?
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