früher wurde vor der Einfahrt in einen Tunnel häufig gepfiffen. Wird das
heute immer noch so gemacht? Warum wird/wurde das überhaupt gemacht?
Gruß
Thorsten
--
[Betätigen der Indusi-Wachsam verpennt]
Dann wirst konkrett krass festgetackert, Alder. Eh,
so mit laute Hupe und Druckverlust inne Hauptluftröhre. ;-)
G.Z. am 30.03.04 in d.e.b.eisenbahntechnik
Thorsten Schosser schrieb:
> Holla,
>
> früher wurde vor der Einfahrt in einen Tunnel häufig gepfiffen. Wird das
> heute immer noch so gemacht? Warum wird/wurde das überhaupt gemacht?
Früher war vor meiner Zeit, aber heute macht man das üblicherweise um
die Funktion der Tonsignaleinrichtung zu prüfen. Das trifft vor allem da
zu, wo diese Prüfung im Rahmen des Vorbereitungsdienstes nicht gemacht
werden kann ohne größere Teile der Anwohnenden Bevölkerung zu verärgern.
(Bw in Siedlungsnähe morgens vor um fünf, z.b. Bh Plochingen)
> Gruß
>
> Thorsten
HTH, Helmut
In Düsseldorf Abstellbahnhof trifft das sogar ganztägig zu, dort gab es vor
Jahren sogar Ärger von einem Anwohner von wegen Anheizen von
Traditions-Dampfloks! :-((
--
MfG Folke B.
EFW-Zf-Präsenz: http://home.t-online.de/home/efwitten/efwa0196.htm
gestern fiel mir auf der Strecke KI-HL auch auf, dass an unbeschränkten
Bahnübergängen gar nicht mehr getönt wird - in Osteuropa werden ja immer
nette akkustische Signale gegeben, warum verlässt man sich in D auf ein
kleines Blinklicht. Stattdessen tuckert der Zug mit max. 20 kmH am Bü
zwischen Eutin und Pönitz vorbei, damit man die Blumen der Gedenkstätte
pflücken kann und nachher in Lübeck dank der 10 minuten Verspätung zum
abfahrbereiten Zug nach HH hechten muss... (letzterer furh übrigens
gestern einen interessanten Umweg über die Güterumfahrung bei HH-Horn...
Am Mon, 05 Apr 2004 schrieb Helmut Barth:
> Früher war vor meiner Zeit, aber heute macht man das üblicherweise um
> die Funktion der Tonsignaleinrichtung zu prüfen.
Kann da wirklich realistisch irgendetwas ausfallen, so dass man das jeden
Tag prüfen müsste? Man stelle sich mal vor, jeder Autofahrer würde vor
jeder Fahrt erstmal die Hupe testen...
Mit Licht mag es etwas anders sein, Lampen können durchbrennen. Aber von
versagenden Hupen/Lautsprechern habe ich noch nichts gehört.
Daniel
--
E-Mail: <rot13> hfr...@arhunhf-vagrearg.qr </rot13>
> gestern fiel mir auf der Strecke KI-HL auch auf, dass an unbeschränkten
> Bahnübergängen gar nicht mehr getönt wird
Du meinst sicher "unbeschrankt" ;)
> - in Osteuropa werden ja immer
> nette akkustische Signale gegeben, warum verlässt man sich in D auf ein
> kleines Blinklicht.
Gepfiffen wird in Deutschland idR nur bei technisch nicht gesicherten
Überwegen, d. h. dort erfolgt die Sicherung eben durch Andreaskreuze
und Pfiffe.
> Stattdessen tuckert der Zug mit max. 20 kmH am Bü
> zwischen Eutin und Pönitz vorbei, damit man die Blumen der Gedenkstätte
> pflücken kann und nachher in Lübeck dank der 10 minuten Verspätung zum
> abfahrbereiten Zug nach HH hechten muss...
Wie sind die BÜs denn gesichert?
Grüße, Torsten
> > die Funktion der Tonsignaleinrichtung zu prüfen.
>
> Kann da wirklich realistisch irgendetwas ausfallen, so dass man das jeden
> Tag prüfen müsste? Man stelle sich mal vor, jeder Autofahrer würde vor
> jeder Fahrt erstmal die Hupe testen...
>
> Mit Licht mag es etwas anders sein, Lampen können durchbrennen. Aber von
> versagenden Hupen/Lautsprechern habe ich noch nichts gehört.
Mir wurde in Paris ein Käfer mit defekter Hupe zugewiesen...
Gruß, ULF
> Kann da wirklich realistisch irgendetwas ausfallen, so dass man das jeden
> Tag prüfen müsste?
> [...]
> Aber von versagenden Hupen/Lautsprechern habe ich noch nichts gehört.
Das kommt gelegentlich schon mal vor. Es sind dann bestimmte betriebliche
Einschränkungen zu beachten, z.B. Höchstgeschwindigkeit 80km/h (*) oder vor
technisch nicht gesicherten Bahnübergängen anhalten.
Man stelle sich nur mal vor, es befinden sich spielende Kinder im Gleis. Wie
will sich der Zug da bemerkbar machen. Ausweichen iss' nich' und
rechtzeitig anhalten meist auch nich'.
> Man stelle sich mal vor, jeder Autofahrer würde vor jeder Fahrt erstmal
> die Hupe testen...
Beim TÜV muß das Ding jedenfalls funktionieren.
Gruß, Fredy
(*) Soll ein ICE-Tf mal zwischen Frankfurt und Mannheim gemacht haben. Er
hat da wohl ein *bißchen* Verspätung gemacht... :-)
--
- bleibt frei -
Ein Bekannter von mir hatte mal einen alten VW-Bus, bei dem auch
irgendwann mal die Hupe kaputt war: Es hupte immer dann, wenn eine
Rechtskurve gefahren wurde, was besonders beim rechts Abbiegen an
Kreuzungen mit Ampel und wartenden Fußgängern lustig war...
Viele Grüße
Martin
> Michael Thiele <mith04...@gmx.net> wrote:
>
>
>>gestern fiel mir auf der Strecke KI-HL auch auf, dass an unbeschränkten
>>Bahnübergängen gar nicht mehr getönt wird
>
>
> Du meinst sicher "unbeschrankt" ;)
:)
>
>>- in Osteuropa werden ja immer
>>nette akkustische Signale gegeben, warum verlässt man sich in D auf ein
>>kleines Blinklicht.
>
>
> Gepfiffen wird in Deutschland idR nur bei technisch nicht gesicherten
> Überwegen, d. h. dort erfolgt die Sicherung eben durch Andreaskreuze
> und Pfiffe.
>
>
>>Stattdessen tuckert der Zug mit max. 20 kmH am Bü
>>zwischen Eutin und Pönitz vorbei, damit man die Blumen der Gedenkstätte
>>pflücken kann und nachher in Lübeck dank der 10 minuten Verspätung zum
>>abfahrbereiten Zug nach HH hechten muss...
>
>
> Wie sind die BÜs denn gesichert?
lt. dem Artikel unbeschrankt, gepfiffen hat mein Zug auch nicht
Dienstag 2. März 2004, 03:08 Uhr
Zwei Rollstuhlfahrer an Bahnübergang von Zug getötet
Süsel (dpa) - Tragischer Unfall in der Nacht bei Süsel in Ostholstein:
Zwei Rollstuhlfahrer sind an einem unbeschrankten Bahnübergang ums Leben
gekommen. Der Mann und die Frau seien auf dem Gleis gewesen, als ein Zug
aus Lübeck kam, teilte die Polizei Eutin mit. Die Notbremsung des
Lok-Führers sei zu spät gekommen. Technische Ursachen sind nach
Polizeiangaben auszuschließen. An diesem Bahnübergang waren September
eine Frau und drei Kinder in einem Auto tödlich verunglückt.
>> Gepfiffen wird in Deutschland idR nur bei technisch nicht gesicherten
>> Überwegen, d. h. dort erfolgt die Sicherung eben durch Andreaskreuze
>> und Pfiffe.
>> [...]
>>
>> Wie sind die BÜs denn gesichert?
>
> lt. dem Artikel unbeschrankt, gepfiffen hat mein Zug auch nicht
Siehe oben - wenn sie unbeschrankt sind und eine Blicklichtanlage oder
Ampel haben, wird dort in der Regel auch nicht gepfiffen.
Grüße, Torsten
wieso eigentlich nicht? etwa, weil sich die Anwohner ansonsten
beschweren würden? es wuerde sicherlich die Sicherheit erhoehen, wenn
man nicht nur auf optische, sondern auch auf akustische Signale setzen
würde. Es gibt genug Leute mit Sehbehinderung - in den Städten werden
viele Ampeln ja auch mit akkustischen Signaltoenen erweitert.
>> Siehe oben - wenn sie unbeschrankt sind und eine Blicklichtanlage oder
>> Ampel haben, wird dort in der Regel auch nicht gepfiffen.
>
> wieso eigentlich nicht? etwa, weil sich die Anwohner ansonsten
> beschweren würden?
Ich gehe mal davon aus.
Wenn du dir überlegst, wie viele BÜs es mitten in Städten gibt, da
würdest du als Anwohner auch wahre Freudensprünge machen, wenn von
morgens bis Abends spät immer gepfiffen wird. Die Pfiffe sind recht
laut, man hört die je nach Wetterlage usw. schon mal über eine
Entfernung von mehreren Kilometern.
> es wuerde sicherlich die Sicherheit erhoehen, wenn
> man nicht nur auf optische, sondern auch auf akustische Signale setzen
> würde. Es gibt genug Leute mit Sehbehinderung - in den Städten werden
> viele Ampeln ja auch mit akkustischen Signaltoenen erweitert.
Ja, aber BÜ-Sicherungen, die zusätzlich Geräusche machen, sind doch ein
alter Hut. Selbst die alten Blinklichtanlagen hatten, wenn dort
Fußgängerüberwege waren, schon Glocken, neuere Konstruktionen nehmen
einen elektronischen Gong, der von der Tonlage so ist, dass er im
Gegensatz zu den metallisch klingenden Glocken nicht gleich alle
Anwohner auf Trab hält.
Grüße, Torsten
> Holla,
>
> früher wurde vor der Einfahrt in einen Tunnel häufig gepfiffen. Wird das
> heute immer noch so gemacht? Warum wird/wurde das überhaupt gemacht?
Das ist wie in Italien mit dem Hupen vor Kurven, wer zuerst pfeift,
darf durch, der Gegenverkehr muß warten...
Abgesehen davon können dann die Leute im Tunnel in den Löchern
verschwinden, die es da in regelmäßigen Abständen gibt. Sind oft durch
schräge weiße Linien markiert.
mfg Martin
> Mir wurde in Paris ein Käfer mit defekter Hupe zugewiesen...
Das ist echt fies, in Paris ist die Hupe das wichtigste am Auto ;-)
Grüße,
Frank
> früher wurde vor der Einfahrt in einen Tunnel häufig gepfiffen. Wird das
> heute immer noch so gemacht? Warum wird/wurde das überhaupt gemacht?
In der guten alten Zeit verstand man das als Signal die Fenster zu
schließen um dem Qualm und Ruß zu entgehen. Ich kenne das noch sehr
gut vom Brandleitetunnel. Da griff eigentlich auch jeder beherzt zu,
während das heute auf Nostalgiefahrten kaum mehr einen stört, es wird
eher noch über den Dreck herumgemosert. So ändern sich die Zeiten.
Gruß, Frank
>
>"Helmut Barth" <Helmut...@arcor.de> schrieb
>> Früher war vor meiner Zeit, aber heute macht man das üblicherweise um
>> die Funktion der Tonsignaleinrichtung zu prüfen. Das trifft vor allem da
>> zu, wo diese Prüfung im Rahmen des Vorbereitungsdienstes nicht gemacht
>> werden kann ohne größere Teile der Anwohnenden Bevölkerung zu verärgern.
>> (Bw in Siedlungsnähe morgens vor um fünf, z.b. Bh Plochingen)
>
>In Düsseldorf Abstellbahnhof trifft das sogar ganztägig zu, dort gab es vor
>Jahren sogar Ärger von einem Anwohner von wegen Anheizen von
>Traditions-Dampfloks! :-((
Die Anwohner in der Nähe des Düsseldorfer Abstellbahnhofs sind eh sehr
"bahnfreundlich". Die schreien ja schon des Nachts um 5 Uhr quer in
die Runde, wenn man seinen S-Bahnzug nur 20 min zu früh aufrüstet und
die 143er anfängt die Luftleitungen aufzupumpen. Daher werden die Züge
dort unten meist auch Sommer wie Winter aufgerüstet abgestellt, um das
Ausschalten der Hauptschalter und damit eine Lärmbelästigung zu
vermeiden.
Gruß
Guido
>Moin moin!
>
>Am Mon, 05 Apr 2004 schrieb Helmut Barth:
>> Früher war vor meiner Zeit, aber heute macht man das üblicherweise um
>> die Funktion der Tonsignaleinrichtung zu prüfen.
>
>Kann da wirklich realistisch irgendetwas ausfallen, so dass man das jeden
>Tag prüfen müsste? Man stelle sich mal vor, jeder Autofahrer würde vor
>jeder Fahrt erstmal die Hupe testen...
>
>Mit Licht mag es etwas anders sein, Lampen können durchbrennen. Aber von
>versagenden Hupen/Lautsprechern habe ich noch nichts gehört.
Und wie das geht. Ist mir in den 7 Jahren in Plochingen 4 mal
passiert. Zweimal war das Ding im Winter eingefroren, einmal war der
Zug frisch aus der Werkstatt gekommen und durfte stehenden Fußes
wieder dorthin zurück, weil die Tröte schlicht und ergreifend im Eimer
war und ein anderes mal ist das Ventil für die Druckluftpfeife hängen
geblieben und es gab ein herrliches Dauerkonzert.
Gruß
Guido
>Michael Thiele <mith04...@gmx.net> wrote:
>
>>> Siehe oben - wenn sie unbeschrankt sind und eine Blicklichtanlage oder
>>> Ampel haben, wird dort in der Regel auch nicht gepfiffen.
>>
>> wieso eigentlich nicht? etwa, weil sich die Anwohner ansonsten
>> beschweren würden?
>
>Ich gehe mal davon aus.
>
Stimmt! Man wird's nicht glauben wollen, aber in Essen-Stadtwald gibt
es einen echten Experten. Der beobachtet genau jeden S-Bahn-Zug und
wenn die 143er am Schluß läuft, hält die genau vor seinem Wohnhaus.
Wenn es dann Sommer ist, sollte man sich tunlichst verkneifen die
Lüfter auf Dauerbetrieb laufen zu lassen. Dieser Herr wartet dann
nämlich ab, daß der Zug zurück kommt und stellt sich sehr freundlich
bei einem vor. Wenn man dann noch eine entsprechende Antwort gibt,
kommt defintiv eine Beschwerde. Btw: Wurde an dieser Stelle schon mit
einem Luftgewehr auf die S-Bahn geschossen und einem Lokführer, als
freundlicher Gruß, eine Plastiktüte mit verdünnter Salzsäure durch das
Fenster geworfen. Vermutlich eben jener Herr, aber nachweisen kann man
es ihm nicht. :-(
>Wenn du dir überlegst, wie viele BÜs es mitten in Städten gibt, da
>würdest du als Anwohner auch wahre Freudensprünge machen, wenn von
>morgens bis Abends spät immer gepfiffen wird. Die Pfiffe sind recht
>laut, man hört die je nach Wetterlage usw. schon mal über eine
>Entfernung von mehreren Kilometern.
>
Da macht man sich heutzutage echt Gedanken drüber.
Als ich noch bei der Reichsbahn war, hatten wir um 3 Uhr in der Frühe
einen Nahgüterzug von Frankfurt (Oder) nach Kietz zu fahren. War ne
tolle Sache. Alles nur unbeschrankte Bahnübergänge mit 20 - 40 km/h
Höchstgeschwindigkeit und ne Doppelpfeiftafel davor. Da hieß es
kräftig tröten und das wo die Wohnhäuser nur ca. 10 bis 20 m neben dem
Gleis standen. Sehr oft gingen die Lichter an, die Gardinen wurden zur
Seite gezogen und eine schlaftrunkene Gestalt erschien im Fenster und
drohte mit der geballten Faust. Naja, Schwein wie man ist, hat man
dann noch einen Extrapfiff draufgesetzt. *duck*
In Wriezen ist das auch so ein Fall gewesen. Zwei Bahnübergänge mit
einer Hauptverkehrsstraße und beide unbeschrankt. Zuggarnitur bestand
aus drei 4achsigen Nahverkehrwagen der DR und einer 112 (202).
Höchstgeschwindigkeit an den Bü's betrug 5 km/h und gepfiffen wurde
grundsätzlich 4 mal. Die Anwohner lebten nur 10 m neben der
Bahnstrecke, haben sich aber niemals beschwert, weil es sehr oft
knallte. Da sind tatsächlich Trabbis in der Annahme, daß sie es noch
kurz vor dem Zug schaffen, volle Kanne seitlich in die Lok gedroschen.
Das nenne ich doch mal Augenmaß im Straßenverkehr. ;-)
Gruß
Guido
> ein anderes mal ist das Ventil für die Druckluftpfeife hängen
> geblieben und es gab ein herrliches Dauerkonzert.
Das habe ich in Essen vor einigen Jahren mal bei einer Straßenbahn
erlebt. Die gute Fahrerin hat auf die Klingel getreten - und die ging
nicht mehr aus. Die Leute haben recht blöd gekuckt, zu mal wir dann
auch noch so durch den Innenstadttunnel gefahren sind. Naja, die Bahn
war eh eine 103, die in der Regel im Betriebshof wendete und von daher
wird das dann da wohl behoben worden sein. Ich fand aber schon
komisch, dass es da keine Sicherung für gibt.
Von einem guten Freund der Straßenbahnfahrer in Essen ist weiß ich dass aus
Kosteneinsparungsgründen bei der Fahrzeugausbildung eine solche
Störungsbehebung nicht mehr gelehrt wird! ;-((
--
Gruß Folke aus
44867 Wattenscheid
vorläufige aktualisierte Internetpräsenz:
www.DEUTSCHE-REICHSBAHN.Webseite.ms
--
Gruß Ralf
-Scumandà da traversar ils binaris-
>Ein Bekannter von mir hatte mal einen alten VW-Bus, bei dem auch
>irgendwann mal die Hupe kaputt war: Es hupte immer dann, wenn eine
>Rechtskurve gefahren wurde, was besonders beim rechts Abbiegen an
>Kreuzungen mit Ampel und wartenden Fußgängern lustig war...
Das Auto wurde nicht zufällig in einen Audi recycled? Dann wäre es mir
neulich in Hof begegnet. ;-)
Gruss
Bastian
> Vordringlich ging es darum den Streckenläufer oder die Rotte vor dem
> herannahenden Zug zu warnen, damit diese noch Zeit haben sich in die
> "Fluchtbuchten" zu verkrümeln.
Jedoch hat gerade der Brandleitetunnel (andere gewiß auch) die
Eigenschaft, Schall sehr stark zu schlucken! Dort hört man den Zug oft
erst in unmittelbarer Nähe. In den Brandleitetunnel durften Zugfahrten
erst dann abgelassen werden, wenn evtl. im Tunnel tätiges Personal die
Einnahme eines sicheren Standplatzes meldete. Neuere Bestimmungen dort
kenne ich leider nicht.
Gruß, Frank
Mein Eindruck: Im Osten: ja, im Westen: nein.
> Warum wird/wurde das überhaupt gemacht?
>
> In der guten alten Zeit verstand man das als Signal die Fenster zu
> schließen um dem Qualm und Ruß zu entgehen. Ich kenne das noch sehr
> gut vom Brandleitetunnel. Da griff eigentlich auch jeder beherzt zu,
> während das heute auf Nostalgiefahrten kaum mehr einen stört, es wird
> eher noch über den Dreck herumgemosert. So ändern sich die Zeiten.
Erinnert mich an einen Ferienlager-Sonderzug heimwärts, also lauter
Leute, die so ungefähr anderthalb mal im Jahr Bahn fahren. Ab Erfurt
wurden bei jedem Pfiff eiligst die Fenster zu geworfen (und damals
wurde ja noch bei jedem Vorsignal in Warnstellung gepfiffen) und meine
Frage "Wozu?" mit ungläubigem "Na wegen dem Tunnel" beantwortet. Ab
Gräfenroda wurde es den Zuwerfern aber zu bunt und am echten Tunnel
war ich der einzige, der aufstand.
Gruß,
Martin
--
Projekte zum Eisenbahnnetz:
http://www.nvnc.de/de-netz/index.html
*** Streckenatlas (2004-03-22) *** Historische Fakten (2004-03-03)
>gestern fiel mir auf der Strecke KI-HL auch auf, dass an unbeschränkten
>Bahnübergängen gar nicht mehr getönt wird - in Osteuropa werden ja immer
>nette akkustische Signale gegeben, warum verlässt man sich in D auf ein
>kleines Blinklicht. Stattdessen tuckert der Zug mit max. 20 kmH am Bü
>zwischen Eutin und Pönitz vorbei, damit man die Blumen der Gedenkstätte
>pflücken kann und nachher in Lübeck dank der 10 minuten Verspätung zum
>abfahrbereiten Zug nach HH hechten muss... [...]
Diese Langsamfahrstelle ist in der Tat noch recht neu (kurz nach dem
letzten Unglück dort eingerichtet) und ich verstehe nicht ganz, wozu sie
gut sein soll.
--
Viele Grüße
_____________________________________________________________________
Niels Bock PGP key ID: 0xF5A96559
> In der guten alten Zeit verstand man das als Signal die Fenster zu
> schließen um dem Qualm und Ruß zu entgehen. Ich kenne das noch sehr
> gut vom Brandleitetunnel. Da griff eigentlich auch jeder beherzt zu,
> während das heute auf Nostalgiefahrten kaum mehr einen stört, es wird
> eher noch über den Dreck herumgemosert. So ändern sich die Zeiten.
Ich kann mich erinnern, dass auf der elektrisch betriebenen
Höllentalbahn hektisch an jedem tunnel die fenster geschlossen
wurden und an dessen ende wieder geöffnet. Ich fragte, warum,
und erhielt zur ankunft, es könnten sich ja steine von der
tunneldecke lösen und ins fenster fallen (??).
War die pfeiferei denn freigestellt oder war sie wirklich mal
vorschrift?
--
tobias benjamin köhler ____________________________ t...@uncia.de
_________ ______________ ______________ ______________ __>_____
========H|H============H|H============H|H============H|=H=====`)
------oo-^-oo--------oo-^-oo--------oo-^-oo--------oo-^o-o--o-o=
> War die pfeiferei denn freigestellt oder war sie wirklich mal
> vorschrift?
Meines Wissens war noch bis in die frühen 80er Jahre der Achtungspfiff
vor der Einfahrt in einen Tunnel vorgeschrieben.
Anekdotenhaft ist mir in Erinnerung, daß es aus diesem Grund bei
Nachtzügen über die Schwarzwaldbahn, die zunächst den Liegewagen
unmittelbar hinter der Lok eingereiht hatten, heftige Beschwerden der
Fahrgäste gab, die natürlich kein Auge zubekamen. Die Bahn erwies sich
als einsichtig und servicefreundlich und ging dazu über, den Liegewagen
am Zugende einzureihen.
Andreas
[bekloppter Anwohner in Essen-Stadtwald beschwert sich ständig]
Werden dem seine Beschwerden überhaupt noch ernst genommen? Wenn ich Tf
wäre könnte ich könnte es mir wohl nicht verkneifen ab und zu mal zu
tröten *g*
> Da sind tatsächlich Trabbis in der Annahme, daß sie es noch
> kurz vor dem Zug schaffen, volle Kanne seitlich in die Lok gedroschen.
> Das nenne ich doch mal Augenmaß im Straßenverkehr. ;-)
Gibt es ein Stadium über merkbefreit?
Gruß
Thorsten
--
[Betätigen der Indusi-Wachsam verpennt]
Dann wirst konkrett krass festgetackert, Alder. Eh,
so mit laute Hupe und Druckverlust inne Hauptluftröhre. ;-)
G.Z. am 30.03.04 in d.e.b.eisenbahntechnik
"Daniel Neuhaus"
<mails.an.diese.adress...@neuhaus-internet.de> schrieb im
Newsbeitrag news:1k3dbofgiqlhk.iofnqbpyum7p$.dlg@40tude.net...
> Kann da wirklich realistisch irgendetwas ausfallen, so dass man das jeden
> Tag prüfen müsste?
Natürlich. Es reicht im Zweifelsfall eine tieffliegende Taube, und die Lok
wird heiser. :-) Aber im Ernst - die Pfeifeinrichtung ist sehr wichtig,
daher die Prüfung.
Gruß,
Alex
--
Alex Lovell
http://www.triebfahrzeuge.de
" Folke Brockmann" <Folke.B...@Verkehrsplanung.Org> schrieb im
Newsbeitrag news:c4re1v$890$1...@online.de...
> In Düsseldorf Abstellbahnhof trifft das sogar ganztägig zu, dort gab es
vor
> Jahren sogar Ärger von einem Anwohner von wegen Anheizen von
> Traditions-Dampfloks! :-((
Wer lärmempfindlich ist, sollte meines Erachtens nicht an Bahnanlagen
ziehen. Nur machen das viele, weil die Gründstückpreise ja so günstig sind.
Warum nur? Ein Lehrer auf meiner Schule hatte mit mehreren Leuten eine
Interessengemeinschaft gebildet, um gegen den Aus- und Wiederaufbau der
Strecke Uelzen - Salzwedel anzugehen. Das ganz war dann als
Verbesserungsvorschlag für die Trassenführung getarnt. Die haben aber nicht
wirklich sauber gearbeitet, haben Panik gemacht mit der Aussage, es würden
600 Züge (später wurde das auf 200 revidiert) täglich auf der Strecke
fahren! Ich kann mich noch auf die Plaktwand in Wieren erinnern. Aufschrift:
"600 Züge täglich - die spinnen, die Bahnbauer!" Da hat nur eine Partei
gesponnen, aber egal. Er wohnt direkt an der Bahnstrecke und hat dort ein
riesiges Haus aufgebaut. Er dachte wohl, die Strecke würde schließen, aber
dann kam die Wiedervereinigung. Selber schuld. Ich finde, man sollte kurz
vor seinem Haus Bü4-Tafeln aufstellen. :-)
Gruß,
Alex, der sich endlich den Wunsch erfüllen konnte, direkt an der Bahn zu
wohnen!
"Guido Zinnen" <Big_...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:p203709l0t7tj61vu...@4ax.com...
> Btw: Wurde an dieser Stelle schon mit
> einem Luftgewehr auf die S-Bahn geschossen und einem Lokführer, als
> freundlicher Gruß, eine Plastiktüte mit verdünnter Salzsäure durch das
> Fenster geworfen. Vermutlich eben jener Herr, aber nachweisen kann man
> es ihm nicht. :-(
Vielleicht prallt die Tüte irgendwann mal von der Lok ab und trifft den
Absender. Ein Bastard weniger!
> Da sind tatsächlich Trabbis in der Annahme, daß sie es noch
> kurz vor dem Zug schaffen, volle Kanne seitlich in die Lok gedroschen.
> Das nenne ich doch mal Augenmaß im Straßenverkehr. ;-)
Das ist zu DB-Zeiten auf dem Warendorfer (Abschnitt Münster -
Rheda-Wiedenbrück) wohl häufiger passiert. Einmal sollen drei Frauen mit
ihrem Auto unter einen stehenden Güterzug geraten sein, alle drei tot. Die
Schuld wurde zuerst der DB aufgedrückt, später ging man aber angeblich davon
ab. Weiß jemand was über den Fall? Würde mich interessieren.
Gruß,
Alex
Wurde der Bc dann bei Sackbahnhöfen immer umgestellt?
--
Frägt Folke aus
>Moin moin!
>
>" Folke Brockmann" <Folke.B...@Verkehrsplanung.Org> schrieb im
>Newsbeitrag news:c4re1v$890$1...@online.de...
>
>> In Düsseldorf Abstellbahnhof trifft das sogar ganztägig zu, dort gab es
>vor
>> Jahren sogar Ärger von einem Anwohner von wegen Anheizen von
>> Traditions-Dampfloks! :-((
>
>Wer lärmempfindlich ist, sollte meines Erachtens nicht an Bahnanlagen
>ziehen. Nur machen das viele, weil die Gründstückpreise ja so günstig sind.
Gerade auf Nebenbahnen hatte man es in letzter Zeit, dass neue
Pfeiftafeln aufgestellt wurden. Im Hofer Stadtgebiet gibt es einen
solchen Fussgängerüberweg an der Strecke nach Bad Steben. Die
pfeifenden Züge habe ich schon kilometerweit gehört. Für mich ist das
natürlich ganz praktisch, wenn ich einen 628/614/612 sehen will,
brauche ich nur Tür oder Schlafzimmerfenster aufzumachen und werde
vorgewarnt. ;-)
Und dann war da noch die Frau in Marxgrün, derentwegen die Züge am
dortigen Bahnübergang nicht pfeifen sollten. Jetzt fahren die Züge mit
20 km/h und pfeifen gerne mal gaaaaaanz lang...
Gruss
Bastian
Zwischen Offenburg und Singen hält sich die Zahl der Kopfbahnhöfe in
engen Grenzen ;-)
Gibt es eigentlich (von den Neubaustrecken mal abgesehen) eine
DB-Strecke, die im Verhältnis noch mehr Tunnel als die Schwarzwaldbahn
aufweist?
Andreas
> Von einem guten Freund der Straßenbahnfahrer in Essen ist weiß ich dass
aus
> Kosteneinsparungsgründen bei der Fahrzeugausbildung eine solche
> Störungsbehebung nicht mehr gelehrt wird! ;-((
Warum auch, eine Straßenbahn ist die Bimmel also muß sie auch Bimmeln...
SCNR
-chriz
BTW: Wo die Sicherungen sind sollte man schon wissen
> (und damals
> wurde ja noch bei jedem Vorsignal in Warnstellung gepfiffen)
Was sollte das eigentlich?
Gruß
Oli
"Aufwachen, Fauler Sack. Den Loeffel hoch, aber zackig."
Gruss,
Holger K. aus D.
--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!
E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting
> > Da sind tatsächlich Trabbis in der Annahme, daß sie es noch
> > kurz vor dem Zug schaffen, volle Kanne seitlich in die Lok gedroschen.
> > Das nenne ich doch mal Augenmaß im Straßenverkehr. ;-)
>
> Gibt es ein Stadium über merkbefreit?
Tot?
mfg
Bernd
--
100 kleine Haushaltstips:
Weizenbier laesst sich leichter einschenken, wenn man statt Reis ein
kleines Seifestueck ins Glas tut.
> In article <c4u5ag$it8$1...@rzcomm2.rz.tu-bs.de>,
> Oliver Lemke <tar...@gmx.net> writes:
> |> > wurde ja noch bei jedem Vorsignal in Warnstellung gepfiffen)
> |> Was sollte das eigentlich?
>
> "Aufwachen, Fauler Sack. Den Loeffel hoch, aber zackig."
Aha. Kam es denn früher[tm] signifikant öfter vor, dass eine Fahrstraße
nicht zeitgerecht eingestellt war, weil der Bediener beschlafen hat? Ich
würde bei einem Vr0 erstmal davon ausgehen, dass der Fahrt betriebliche
Gründe entgegenstehen und nicht, dass jemand zu tranig zum Bedienen des
Signals ist.
Gruß
Oli
>Am 05.04.2004 18:08 schickte Guido Zinnen folgende Zeichen in die Welt:
>
>[bekloppter Anwohner in Essen-Stadtwald beschwert sich ständig]
>
>Werden dem seine Beschwerden überhaupt noch ernst genommen? Wenn ich Tf
>wäre könnte ich könnte es mir wohl nicht verkneifen ab und zu mal zu
>tröten *g*
>
Die Beschwerden sind tatsächlich ernst genommen worden. Seither heißt
es nämlich, daß nur auf Weisung der TP die Lüfter auf Dauerbetrieb
geschaltet werden dürfen und in Essen-Stadtwald bei Halt abzuschalten
sind. *seufz und Kopf schüttel*
>> Da sind tatsächlich Trabbis in der Annahme, daß sie es noch
>> kurz vor dem Zug schaffen, volle Kanne seitlich in die Lok gedroschen.
>> Das nenne ich doch mal Augenmaß im Straßenverkehr. ;-)
>
>Gibt es ein Stadium über merkbefreit?
>
Ich fürchte, ja. Zumindest haben es diese Straßenverkehrsteilnehmer
erreicht. ;-)
Gruß
Guido
>Wer lärmempfindlich ist, sollte meines Erachtens nicht an Bahnanlagen
>ziehen. Nur machen das viele, weil die Gründstückpreise ja so günstig sind.
>Warum nur?
Die Schwaben in der Nähe des Stuttgarter Flughafens sind doch auch
echte Spezialisten darin.
Der Flughafen war zuerst da, dann wurden in der näheren Umgebung
Häuser gebaut und echt billig verscheuert. Dann haben die Spezies den
Flughafen wegen der Lärmbelästigung verklagt und ein Nachtflugverbot
erreicht. Das ist doch toll, oder? ;-|
Gruß
Guido
> Der Flughafen war zuerst da, dann wurden in der näheren Umgebung
> Häuser gebaut und echt billig verscheuert. Dann haben die Spezies den
> Flughafen wegen der Lärmbelästigung verklagt und ein Nachtflugverbot
> erreicht. Das ist doch toll, oder? ;-|
Gängige Praxis. Funktioniert bei kleineren Flugplätzen noch viel besser
- bis hin zur Schließung.
Andreas
Kam früher ab und zu vor und auch heute kommt es noch vor.
Dafür haben wir mittlerweile allerdings den Zugfunk zur Verfügung.
Oftmals ist es aber so, daß die Funkverbindung erst dann steht, wenn
der Fdl schon ausgeschlafen hat. Ab und zu stehen natürlich auch
betriebliche Gründe einem grünen Licht entgegen, aber das bekommt man
dann schon mit. :-)
Ist mir in Bochum Hbf schonmal passiert. Da bin ich mit 10 min
vorgemeldet worden, hatte aber an der Einfahrt nach Bochum nur noch 5
min plus. Die Einfahrt war Halt. Über den Zugfunk mit dem Fdl
Verbindung aufgenommen und den guten Mann geweckt. O-Ton: "Öhmmmm...
Achherje, Du bist ja schon da. Mit Dir habe ich noch garnicht
gerechnet." *g*
Gruß
Guido
> Der Flughafen war zuerst da, dann wurden in der näheren Umgebung
> Häuser gebaut und echt billig verscheuert. Dann haben die Spezies den
> Flughafen wegen der Lärmbelästigung verklagt und ein Nachtflugverbot
> erreicht. Das ist doch toll, oder? ;-|
Etwas ähnliches hat man gerade in Rostock-Warnemünde mit der Warnowwerft
(oder wie sie gerade aktuell heißen mag) vor.
Schräg gegenüber der Werft auf der anderen Seite der Warnow will man ein
nobles Wohngebiet (Tonnenhof) bauen, das im Falle einer erfolgreichen
Olympiabewerbung Leipzigs auch das Olypische Dorf für die
Segelwettbewerbe werden soll. Die Einwände der Werft bezüglich des
Lärmschutzes hat man in den Planungsverfahren nicht berücksichtigt so
das jetzt die Werft gegen den Bebauungsplan klagt. Die haben nämlich
auch die Angst das wenn das Wohngebiet da auch jemand klagt, das die
Werft doch auch mal Nachts lärm macht (was sie lt. Betriebsgenehmigung
darf).
Rostocks OB Arsch^WPöker ist natürlich wieder aus allen Wolken gefallen
als er von der Klage der Werft hörte (hat man ihm wohl seit ca. 2 Jahren
nicht gesagt, denn solange läuft schon das Verfahren) und wähnte nicht
ca. 2000 direkte Arbeitsplätze auf der Werft in Gefahr sondern nur seine
schöne Olypiabewerbung.
Bye Kai
Verrätst du mir den Trick auch? Der wirtschaftlich und verkehrlich
völlig unbedeutende Flughafen Mönchengladbach wurde zwar erst lange
_nach_ unserer Siedlung gebaut, dennoch darf er sich wie die Axt im
Walde aufführen, eine vom genehmigten Plan abweichende Startbahn bauen,
die nächste Piste noch näher an bestehende Siedlungen heran rücken, zu
seiner besseren Auslastung aktiv Sportflieger und Museums-Airlines
anwerben, permanentes Abweichen seiner Benutzer von den vorgeschriebenen
Routen dulden, u.v.m. Würde die Nervensäge auch gerne los werden.
Übrigens, um wieder on topic zu werden: Man ist vom Bf. Mönchengladbach
mit dem RE fast so schnell am Flughafen Düsseldorf wie mit dem Bus am
Flughafen Mönchengladbach. ;-)
Joachim
> |> > wurde ja noch bei jedem Vorsignal in Warnstellung gepfiffen)
> |> Was sollte das eigentlich?
>
> "Aufwachen, Fauler Sack. Den Loeffel hoch, aber zackig."
Diesen Monat erst mal wieder live und in Farbe in Ildehausen.
--
mfg Matthias Dörfler
Diese Nachricht stellt nur meine persönliche Meinung dar.
Übertreibung ist ein stilistisches Mittel :-) Tatsächlich war es aber
schon so, dass bei unerwartetem Halt vor einem Hauptsignal [1]
regelmäßig gepfiffen wurde [2]. Ist ja auch verständlich, wenn die
Alternative ist, von der Lok herunterzuklettern und zum
Signalfernsprecher zu waten.
Gruß,
Martin
[1] Schon am Vorsignal zu pfeifen wird eher selten gewesen sein. Wobei
ich mich an einen bergwärts fahrenden vielachsigen Güterzug
erinnere, der am Block Struth zwischen Suhl und Zella-Mehlis ein
möderisches Spektakel gemacht hat. Und trotzdem halten musste.
[2] Wir reden hier vom guten alten Reichsbahn-Typhon, "pfeifen"
klingt da irgendwie zu harmlos.
> [2] Wir reden hier vom guten alten Reichsbahn-Typhon,
Du meinst die Typhone der Bauart "Wolgaquelle ruft Wolgamündung"? :-)))
Gruß, Fredy
--
- bleibt frei -
> >>Der Flughafen war zuerst da, dann wurden in der näheren Umgebung
> >>Häuser gebaut und echt billig verscheuert. Dann haben die Spezies den
> >>Flughafen wegen der Lärmbelästigung verklagt und ein Nachtflugverbot
> >>erreicht. Das ist doch toll, oder? ;-|
> >
> > Gängige Praxis. Funktioniert bei kleineren Flugplätzen noch viel besser
> > - bis hin zur Schließung.
>
> Verrätst du mir den Trick auch?
Bürgerinitiative gründen, ständig nerven, auf dem Tower anrufen, fragen,
wer da jetzt gerade wieder viel zu niedrig über Dein Haus gekachelt ist,
Du hättest fast das Kennzeichen lesen können, und eben ist ein Teil auf
Dein Grundstück gefallen.
> Der wirtschaftlich und verkehrlich
> völlig unbedeutende Flughafen Mönchengladbach wurde zwar erst lange
> _nach_ unserer Siedlung gebaut,
Ach so. Dann funktioniert das natürlich nicht. Es geht eigentlich nur
bei Neubaugebieten, weil sich da eine kritische Masse an Zugereisten
Besserverdienenden[tm] zusammenballt, im Idealfall ein paar Leute mit zu
viel Zeit (Lehrer, vor allem Anwälte wären nicht schlecht).
> dennoch darf er sich wie die Axt im
> Walde aufführen, eine vom genehmigten Plan abweichende Startbahn bauen,
> die nächste Piste noch näher an bestehende Siedlungen heran rücken, zu
> seiner besseren Auslastung aktiv Sportflieger und Museums-Airlines
> anwerben,
Oh, schön. Dann muß ich da bald mal hin.
> permanentes Abweichen seiner Benutzer von den vorgeschriebenen
> Routen dulden,
die Dir bekannt sind?
> u.v.m. Würde die Nervensäge auch gerne los werden.
Deiner Beschreibung nach hat sich ein bedeutender Investor gefunden.
_Dann_ ist Widerstand natürlich zwecklos. Bei einem Flugplatz in der
Größenordnung von MG wird es mindestens ein Jahr dauern, bis der
Investor pleite ist; das mußt Du irgendwie überstehen.
> Übrigens, um wieder on topic zu werden: Man ist vom Bf. Mönchengladbach
> mit dem RE fast so schnell am Flughafen Düsseldorf wie mit dem Bus am
> Flughafen Mönchengladbach. ;-)
Die Geschäftskunden des Flughafens MG fahren mit dem Taxi dahin bzw.
werden chauffiert und steigen da entweder in den bereits wartenden
Hubschrauber, der sie direkt zum Flughafen Düsseldorf bringt, oder in
den bereits wartenden Learjet, falls die Reise nur zu einem europäischen
Ziel geht.
Andreas
Linienverkehr derzeit Kattowitz und Heringsdorf, zwischen zweimal
täglich und alle fünf Tage. Nach dem Abbrand von DUS war es deutlich
mehr.
> wurde zwar erst lange
> _nach_ unserer Siedlung gebaut, dennoch darf er sich wie die Axt im
> Walde aufführen, eine vom genehmigten Plan abweichende Startbahn bauen,
Erzähl... Mindestens eine Nutzungsuntersagung sollte da bei relevanter
Abweichung drin sein.
> die nächste Piste noch näher an bestehende Siedlungen heran rücken, zu
> seiner besseren Auslastung aktiv Sportflieger und Museums-Airlines
> anwerben, permanentes Abweichen seiner Benutzer von den vorgeschriebenen
> Routen dulden
Da fehlen Bußgeldvorschriften.
Gruß, ULF
> der Fdl schon ausgeschlafen hat. Ab und zu stehen natürlich auch
> betriebliche Gründe einem grünen Licht entgegen, aber das bekommt man
> dann schon mit. :-)
> Ist mir in Bochum Hbf schonmal passiert. Da bin ich mit 10 min
> vorgemeldet worden, hatte aber an der Einfahrt nach Bochum nur noch 5
> min plus. Die Einfahrt war Halt. Über den Zugfunk mit dem Fdl
> Verbindung aufgenommen und den guten Mann geweckt. O-Ton: "Öhmmmm...
> Achherje, Du bist ja schon da. Mit Dir habe ich noch garnicht
> gerechnet." *g*
Entfallen bei solcher Gelegenheit irgendwelche Verspätungsabbauprämien?
In Italien führten solche Prämien allerdings oft dazu, daß zunächst
Verspätung aufgebaut wurde...
Gruß, ULF
> Stimmt! Man wird's nicht glauben wollen, aber in Essen-Stadtwald gibt
> es einen echten Experten. Der beobachtet genau jeden S-Bahn-Zug und
> wenn die 143er am Schluß läuft, hält die genau vor seinem Wohnhaus.
Das heißt, wenn die 143 am Anfang läuft und man ein paar grölende
Fußballfans überreden kann, im letzten Wagen mitzufahren ... ... ...
... Martin
> > die nächste Piste noch näher an bestehende Siedlungen heran rücken, zu
> > seiner besseren Auslastung aktiv Sportflieger und Museums-Airlines
> > anwerben, permanentes Abweichen seiner Benutzer von den vorgeschriebenen
> > Routen dulden
>
> Da fehlen Bußgeldvorschriften.
MG ist ein kontrollierter Platz. Man wählt seine Anflugroute nach
Anweisung des Controllers, die aus betrieblichen Gründen von der in der
AIP niedergelegten abweichen kann.
Bei nichtkontrollierten Plätzen sind die ausgewiesenen Routen Soll- und
nicht Muß-Bestimmungen.
Andreas
Dennoch hörte ich, daß im Abweichungsfalle, wenn man nicht gerade extrem
vom Kurs abkommt und womöglich andere Luftfahrzeuge gefährdet, nur ein
Gespräch mit dem Chefpiloten stattfindet.
Zumindest in FRA helfe das aber meist.
Gruß, ULF
-> drl
> Die Beschwerden sind tatsächlich ernst genommen worden. Seither heißt
> es nämlich, daß nur auf Weisung der TP die Lüfter auf Dauerbetrieb
> geschaltet werden dürfen und in Essen-Stadtwald bei Halt abzuschalten
> sind. *seufz und Kopf schüttel*
Schade daß die Lok davon nicht überhitzt und dann eine längere Standzeit
ergo Verspätung nötig ist. Dem Typen würd ich was erzählen. Man kann es
schließlich auch übertreiben.
Gruß
Thorsten
--
[Betätigen der Indusi-Wachsam verpennt]
Dann wirst konkrett krass festgetackert, Alder. Eh,
so mit laute Hupe und Druckverlust inne Hauptluftröhre. ;-)
G.Z. am 30.03.04 in d.e.b.eisenbahntechnik
> Das heißt, wenn die 143 am Anfang läuft und man ein paar grölende
> Fußballfans überreden kann, im letzten Wagen mitzufahren ... ... ...
Nicht nur mitfahren, sondern dort auch aussteigen und dann auf die
nächste S-Bahn warten. Natürlich mit den entsprechenden
Schlachtgesängen... ;-)
> Linienverkehr derzeit Kattowitz und Heringsdorf,
> zwischen zweimal täglich und alle fünf Tage. Nach
> dem Abbrand von DUS war es deutlich mehr.
Und dann gabs noch AirBerlin, bis die sich wegen der zu kurzen
Landebahn und dem daraus resultierenden unwirtschaftlichen Betrieb mit
zu kleinen Flugzeugen zurückgezogen haben. Heringsdorf ist aber wohl
auch nur Saisonziel, so dass man da dann ab September wieder zwei
Flüge pro Woche hat...
Erinnert mich ein bisschen an Augsburg (wobei da ja immerhin mehrere
Flieger am Tag starten...). Es gibt große Ausbaupläne, die für die
Wirtschaft in der Region zwingend notwendig sein sollen. Als ich
letztes Jahr einmal von Augsburg nach Düsseldorf geflogen bin, hatte
das Restaurant am Flughafen Ruhetag - man konnte sich da noch nicht
mal was zu trinken kaufen, so viel zur Bedeutung des Flughafens.
Grüße,
Burkhard
So ähnlich im Flughafen Bykovo bei Moskau - recht viel Gerät, auch Jets,
keine planmäßigen Flüge, Café verrammelt, ein
Bahnfahrkartenverkaufsschalter (besetzt, jedoch ohne Kundschaft,
besonderer Serviceaufschlag, Bahnhof 400 Meter entfernt),
Flugscheinverkauffschalter (unbesetzt).
Gelegentliche Geschäftscharterflüge.
War früher ein aktiver Passagierflughafen.
Gruß, ULF
-> drl
> > Die gute Fahrerin hat auf die Klingel getreten - und die ging
> > nicht mehr aus....
> > ...Ich fand aber schon komisch, dass es da keine Sicherung für gibt.
>
> Von einem guten Freund der Straßenbahnfahrer in Essen ist weiß ich dass aus
> Kosteneinsparungsgründen bei der Fahrzeugausbildung eine solche
> Störungsbehebung nicht mehr gelehrt wird! ;-((
Wenn man es schon den Fahrzeugen nicht mehr beibringt, könnte man
sich wenigstens Fahrer leisten, denen man es nicht beizubringen braucht,
weil sie selber auf die Idee kommen.
Michael Kauffmann
> Anekdotenhaft ist mir in Erinnerung, daß es aus diesem Grund bei
die Anekdote habe ich auch gehört, aber sie ging noch weiter.
> Nachtzügen über die Schwarzwaldbahn, die zunächst den Liegewagen
> unmittelbar hinter der Lok eingereiht hatten, heftige Beschwerden der
> Fahrgäste gab, die natürlich kein Auge zubekamen. Die Bahn erwies sich
> als einsichtig und servicefreundlich und ging dazu über, den Liegewagen
> am Zugende einzureihen.
Wo sich die Fahrgäste dann wegen des schlingernden Laufes beschwerten.
Und in der Zugmitte wegen durchlaufender Personen.
Michael Kauffmann
> Tatsächlich war es aber
> schon so, dass bei unerwartetem Halt vor einem Hauptsignal [1]
> regelmäßig gepfiffen wurde [2].
Bei schneller als 60 km/h fahrenden Zügen war das Stellen vor dem
Einfahrsignal erforderlich, wenn der Zug außerplanmäßig zweiflügige
Einfahrt erhielt oder bei einem planmäßig durchfahrenden Zug die
Ausfahrt verhindert war. Und dieses vorgeschriebene Halten vor dem
Einfahrsignal wurde dann durch Zp 1 angezeigt.
KL
Wie meinen? Wozu gibts denn Vorsignale?
fragt grüßend
Volker
Volker Blees schrieb:
>
> Wie meinen? Wozu gibts denn Vorsignale?
>
> fragt grüßend
> Volker
>
Hallo,
es gab (oder gibt ?) Bahnhöfe ohne Ausfahrvorsignale. Da mußten
planmäßig durchfahrende Züge bei verhinderter Ausfahrt am
Einfahrsignal gestellt werden.
Gruß Hans
> Als ich noch bei der Reichsbahn war, hatten wir um 3 Uhr in der Frühe
> einen Nahgüterzug von Frankfurt (Oder) nach Kietz zu fahren. War ne
> tolle Sache. Alles nur unbeschrankte Bahnübergänge mit 20 - 40 km/h
> Höchstgeschwindigkeit und ne Doppelpfeiftafel davor. Da hieß es
> kräftig tröten und das wo die Wohnhäuser nur ca. 10 bis 20 m neben dem
> Gleis standen. Sehr oft gingen die Lichter an, die Gardinen wurden zur
> Seite gezogen und eine schlaftrunkene Gestalt erschien im Fenster und
> drohte mit der geballten Faust. Naja, Schwein wie man ist, hat man
> dann noch einen Extrapfiff draufgesetzt. *duck*
Geschobener Kohlezug, der unmittelbar neben der Wohnbebauung auf die
Einfahrt Kohlering Bx wartet, machte sich auch gut. Die pfeifen im
10s-Takt... Der Verkehr ging dort rund um die Uhr, bei Vollast im
Kraftwerk alle 10min ein Zug. Dazu scheppern bei Fahrt auf den
Achswellen angebrachte Ringe, damit man den Zug auch ja hört.
Die Anwohner hatten sich aber wohl dran gewöhnt.
Frank
> es gab (oder gibt ?) Bahnhöfe ohne Ausfahrvorsignale.
es gibt. Zum Beispiel Köln Hbf. Da sind aber keine Durchfahrten erlaubt.
Ob es die von dir genannte Konstruktion keine Ausfahrvorsignale und planmäßige
Durchfahrten noch gibt, weiß ich nicht.
Gruß
Philipp
Hoffentlich nur nachgeschoben, oder richtig geschoben?
Gruß, ULF
>>> Bei schneller als 60 km/h fahrenden Zügen war das Stellen vor dem
>>> Einfahrsignal erforderlich, wenn der Zug außerplanmäßig zweiflügige
>>> Einfahrt erhielt oder bei einem planmäßig durchfahrenden Zug die
>>> Ausfahrt verhindert war.
>> Wie meinen? Wozu gibts denn Vorsignale?
> es gab (oder gibt ?) Bahnhöfe ohne Ausfahrvorsignale. Da mußten
> planmäßig durchfahrende Züge bei verhinderter Ausfahrt am Einfahrsignal
> gestellt werden.
Schon klar. Das gibt es auch vereinzelt noch (obere Lahntalbahn?).
Aber den Fall Hp2 verstehe ich wirklich nicht: Wenn es kein
Einfahrvorsignal gibt, muss ich mich als Tf bremsbereit halten, weil mir
vielleicht ein Hp0 im Weg 'rum steht. Wenn mir dann außerplanmäßig zwei
Flügel winken, ist doch alles in Ordnung?
Gruß
Volker
Richtig geschoben. Ist kein öffentlicher Schienenverkehr, die dürfen das ;-)
Tschau,
Stefan
>> [2] Wir reden hier vom guten alten Reichsbahn-Typhon,
>
> Du meinst die Typhone der Bauart "Wolgaquelle ruft Wolgamündung"? :-)))
Na "Lokführer ruft ESTW" würde doch aber auch reichen ;-)
Tschau,
Stefan
Keine Änderungen an BÜ gegenüber Zug mit Tf vorne?
Gruß, ULF
> Das habe ich in Essen vor einigen Jahren mal bei einer Straßenbahn
> erlebt. Die gute Fahrerin hat auf die Klingel getreten - und die ging
> nicht mehr aus. Die Leute haben recht blöd gekuckt, zu mal wir dann
> auch noch so durch den Innenstadttunnel gefahren sind.
Was auch gut kommt ist, wenn morgens um halb sechs mit einer Funk-V60 drei
Kesselwagen (mit konzentrierter Salzsäure) durch die Heilbronner Innenstadt
geschoben werden, dann der Lokrangierführer auf dem vordersten Wagen per
Fernsteuerung die Pfeife bedient und die nicht mehr aus geht :-). Da soll's
anscheinend Beschwerden gehagelt haben. <g>
> Er wohnt direkt an der Bahnstrecke und
> hat dort ein riesiges Haus aufgebaut. Er dachte wohl, die Strecke würde
> schließen, aber dann kam die Wiedervereinigung. Selber schuld. Ich finde,
> man sollte kurz vor seinem Haus Bü4-Tafeln aufstellen. :-)
Noch schlimmer sind die Pfeifpflöcke in Österreich. Bei denen muß man bis
zum betreffenden Bahnübergang alle 10s pfeifen, mindestens aber 3 mal. Auf
der Außerfernbahn hat einer eine schöne Villa direkt an der Bahnlinie
gebaut, gerade an einem Abschnitt, wo's viele schöne Pfeifpflöcke gibt. Da
hab ich mir auch gedacht: Wenn ich jemals ein Häuschen baue, dann bestimmt
nicht in die Nähe eines Pfeifpflocks. :-/
> Alex, der sich endlich den Wunsch erfüllen konnte, direkt an der Bahn zu
> wohnen!
Ich habe in Korntal 3,5 Jahre begeistert neben der Bahn gewohnt und in
Kempten nochmal 1,5 Jahre. Mittlerweile bin ich aber froh, daß ich den
Krach los bin. Jetzt geht mir das Gepfeife der 1,5 km entfernten
Außerfernbahn schon auf die Nerven. <g>
> Ob es die von dir genannte Konstruktion
> keine Ausfahrvorsignale und planmäßige
> Durchfahrten noch gibt, weiß ich nicht.
Beispiel: Unterlemnitz. Kreuzungsbahnhof auf der KBS 557 (und Abzweig
zu ex 556, ist aber für das Beispiel egal). Da gibt es aus beiden
Richtungen nur ein Einfahtsingnal mit zugehörigen Vorsignal in
angemessenem Abstand. In Richtung Lobenstein an jedem Gleis auch ein
Ausfahrsignal ohne Vorsignal. Richtung Saalfeld gibt es überhaupt
keine Ausfahrsignale. Trotzdem gibt es durchfahrende Güterzüge in
beide Richtungen, allerdings steht dann der Fahrdienstleiter mit roter
Mütze auf dem Kopf und grüner Kelle in der Hand am Bahnsteigrand. Auch
bei der signalisierten Ausfahrt Richtung Lobenstein wird immer mit
Mütze und Kelle abgefertigt.
Was ich noch nie gesehen habe ist der Fall, wie ein Zug angehalten
wird, der planmäßig durchfährt, aber außerplanmäßig anhalten soll.
Durchgefahren werden darf nur, wenn die rote Mütze mit der grünen
Kelle am Bahnsteig steht, aber ausschließlich aus dem Fehlen auf einen
Halteauftrag zu schließen, finde ich schon ein bisschen unsicher...
Im Odenwald existiert bleistiftsweise Hoechst ohne Avsig. Planmaessig haelt da
alles [*], aber Durchfahrten sind nicht verboten.
[*] Moeglicherweise gibt's auch Leerfahrten zwischen Wiebelsbach und Erbach,
zwecks Wagenparkueberfuehrung.
Gruss,
Holger K. aus D.
--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!
E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting
Denk an die Reichsbahnvorsignale, die nur Halt oder Fahrt erwarten kennen,
also keinen dritten Begriff fuer Langsamfahrt haben. Wenn Du da einen Zug
ausserplanmaessig auf Hf/Hp 2 reinholen wolltest, waere ein Fahrt erwarten
leicht fatal, weil der Tf dann von Vmax ausgehen wuerde.
wie schnell?
> durchfahrende Güterzüge in
> beide Richtungen, allerdings steht dann der Fahrdienstleiter mit roter
> Mütze auf dem Kopf und grüner Kelle in der Hand am Bahnsteigrand. Auch
> bei der signalisierten Ausfahrt Richtung Lobenstein wird immer mit
> Mütze und Kelle abgefertigt.
Warum eigentlich? Weil man fehlgeleitet werden könnte?
> Was ich noch nie gesehen habe ist der Fall, wie ein Zug angehalten
> wird, der planmäßig durchfährt, aber außerplanmäßig anhalten soll.
> Durchgefahren werden darf nur, wenn die rote Mütze mit der grünen
> Kelle am Bahnsteig steht, aber ausschließlich aus dem Fehlen auf einen
> Halteauftrag zu schließen, finde ich schon ein bisschen unsicher...
Ich schätze, da sollte einer stehen, der etwas anderes als die grüne
Kelle zeigt.
Gruß, ULF
> wie schnell?
Auf der Strecke ist 50, im Bahnhof langsamer, so 30 oder 40.
> > bei der signalisierten Ausfahrt Richtung Lobenstein wird immer mit
> > Mütze und Kelle abgefertigt.
> Warum eigentlich? Weil man fehlgeleitet werden könnte?
Fehlgeleitet werden kann man nicht. In dieser Richtung gibt es nur
stumpfbefahrene Weichen, die alle im Streckengleis nach Lobenstein
enden...
Ich vermute, dass es eine Dienstvorschrift gibt, dass man in
Unterlemnitz immer nur nach zeigen von Kelle durch Mütze losfahren
darf.
> Ich schätze, da sollte einer stehen, der etwas anderes als die grüne
> Kelle zeigt.
Aber was? Die rote? Gibt es die überhaupt?
Grüße,
Burkhard
>> Ich schätze, da sollte einer stehen, der etwas anderes als die grüne
>> Kelle zeigt.
>
> Aber was? Die rote? Gibt es die überhaupt?
Es gab mal zweifarbige Kellen, die rot und grün zeigen konnten. Es ist
wohl davon auszugehen, dass diese Sorte nicht ganz unschuldig am Unglück
zwischen Wuppertal und Radevormwald anno 1971 war. Danach wurden sie
abgeschafft.
Grüße, Torsten
> > Ich schätze, da sollte einer stehen, der etwas anderes als die grüne
> > Kelle zeigt.
>
> Aber was? Die rote? Gibt es die überhaupt?
Rote Flagge? Sh3?
Gruß, ULF
In diesem Fall wird der Zug am Einfahrsignal gestellt und erst dann in
den Bahnhof gelassen.
Bekommt der Tf neben der Löffelhebung noch einen Spruch serviert?
Gruß, ULF
Ok, mach ich ;-)
Dank und Gruß
Vol'pling'ker
Was gilt es hier zu beachten?
Gruß, ULF
Ggf änderung der Streckengeschwindigkeit. So wie man es auch oft auf SigL90
strecken macht?
Somit bei <= 60Km/h kein Vr mer nötig.
--
Gruß Ralf
-Scumandà da traversar ils binaris-
Dazu müssten die Spezialisten was sagen, irgendwie erinnere ich mich
vom Hörensagen an blaue Signaloptiken und andere Abstände.
Übrigends diente die Pfeiferei und die klappernden Ringe zu genau dem
Zweck, den Zug "hörbar" zu machen. Ein geschobener Zug mit ~40km/h auf
der Geraden ist fast lautlos.
Frank
--
Früher war ich eitel, heute weiss ich, dass ich schön bin.
(Garfield)
Er muss dabei halt nur seine Zugnummer morsen. Womit auch geklärt
wäre, warum Zugnummern neuerdings eindeutig sein müssen.
Gruß,
Martin
--
Projekte zum Eisenbahnnetz:
http://www.nvnc.de/de-netz/index.html
*** Streckenatlas (2004-03-22) *** Historische Fakten (2004-03-03)
>> Richtig geschoben. Ist kein öffentlicher Schienenverkehr, die dürfen das ;-)
>
> Keine Änderungen an BÜ gegenüber Zug mit Tf vorne?
Ich kenne das noch so, daß die öffentlichen Bahnübergänge mit
wärterbedienten Vollschranken gesichert waren (entsprechend lange
Schließzeiten, da die Kohlezüge lang und langsam waren), während
man das Tagebaugebiet als Werksgelände betrachtete, wo dann auch
technisch ungesicherte Bü vorhanden waren. Heute wäre das wohl kaum
mehr vorstellbar, mit einer unbesetzten Zugspitze zu fahren.
Gruß, Frank
>>> Richtig geschoben. Ist kein öffentlicher Schienenverkehr, die dürfen
>>> das ;-)
>>
>> Keine Änderungen an BÜ gegenüber Zug mit Tf vorne?
>
> Ich kenne das noch so, daß die öffentlichen Bahnübergänge mit
> wärterbedienten Vollschranken gesichert waren (entsprechend lange
> Schließzeiten, da die Kohlezüge lang und langsam waren),
_Das_ nun wiederum kenne ich nicht, die öffentlichen Bahnübergänge
waren/sind ganz normale Halbschrankenanlagen.
> während
> man das Tagebaugebiet als Werksgelände betrachtete, wo dann auch
> technisch ungesicherte Bü vorhanden waren.
Angrenzende Ortschaften zählten nach dieser Definition dann aber
teilweise auch als "Werksgelände".
> Heute wäre das wohl kaum
> mehr vorstellbar, mit einer unbesetzten Zugspitze zu fahren.
Doch, doch, bei uns hier zwar nur eine halbe Runde ums Kraftwerk, und
nur ein BÜ dabei, aber immerhin.
Frank
--
"640k ought to be enough for everyone", Bill Gates
Wo "hier"? Beim Denken?
Gruß
Vol'SCNR'ker
> Denk an die Reichsbahnvorsignale, die nur Halt oder Fahrt erwarten kennen,
> also keinen dritten Begriff fuer Langsamfahrt haben.
Neben Vf 0 und Vf 1 gab es auch Vf 1/2 und Vf 2! Ein Vf-Signal konnte
jedoch nur Vf 0 und Vf 1/2 oder Vf 0, Vf 1 und Vf 2 zeigen.
> Wenn Du da einen Zug
> ausserplanmaessig auf Hf/Hp 2 reinholen wolltest, waere ein Fahrt erwarten
> leicht fatal, weil der Tf dann von Vmax ausgehen wuerde.
Mit einem Vf 1/2 oder Vf 2 wäre das schon gegangen. Bei Hl-Signalen
ohnehin, da das vorhergehende Hl-Signal schon eine Information über
das nächste Hl-Signal enthält.
Gruß, Frank
>>>Gängige Praxis. Funktioniert bei kleineren Flugplätzen noch viel besser
>>>- bis hin zur Schließung.
>>
>>Verrätst du mir den Trick auch?
>
> Bürgerinitiative gründen, ständig nerven, auf dem Tower anrufen, fragen,
> wer da jetzt gerade wieder viel zu niedrig über Dein Haus gekachelt ist,
> Du hättest fast das Kennzeichen lesen können, und eben ist ein Teil auf
> Dein Grundstück gefallen.
Done. Hat leider noch nicht funktioniert.
>>Der wirtschaftlich und verkehrlich
>>völlig unbedeutende Flughafen Mönchengladbach wurde zwar erst lange
>>_nach_ unserer Siedlung gebaut,
>
> Ach so. Dann funktioniert das natürlich nicht. Es geht eigentlich nur
> bei Neubaugebieten, weil sich da eine kritische Masse an Zugereisten
> Besserverdienenden[tm] zusammenballt, im Idealfall ein paar Leute mit zu
> viel Zeit (Lehrer, vor allem Anwälte wären nicht schlecht).
Ooch, die haben wir genügend. Es liegen immerhin ca. 6000 Einwohner im
direkten Bereich der Anflugstrecken.
>>permanentes Abweichen seiner Benutzer von den vorgeschriebenen
>>Routen dulden,
>
> die Dir bekannt sind?
Ja. Die sind bekannt. Die Verursacher der meisten Verstöße auch: Eine
"abgekürzte" Platzrunden schrubbende Flugschule, und bestimmte private
Herrenflieger, die auch gerne schön forsch und kurz über den Ortskern
einfliegen. Die Beschwerden werden aber von der Flugsicherung
niederbügelt, weil diese nicht zugeben will, gepennt zu haben.
> Deiner Beschreibung nach hat sich ein bedeutender Investor gefunden.
Die Stadt Mönchengladbach und der Flughafen Düsseldorf. Erstere wegen
"Standortförderung", letzterer in der Hoffnung, seine eigenen
Kapazitäten von Privatfliegern entalsten zu können. Sonst investiert
niemand in dieses Millionengrad.
> _Dann_ ist Widerstand natürlich zwecklos. Bei einem Flugplatz in der
> Größenordnung von MG wird es mindestens ein Jahr dauern, bis der
> Investor pleite ist; das mußt Du irgendwie überstehen.
Die Genannten werden leider nicht Pleite gehen. Aber ich habe andere
Hoffnung: Inzwischen haben fast alle Regional-Airlines den Flughafen
mangels Auslastung verlassen, und von den privaten fliegenden
Rasenmähern kann er nicht leben.
Joachim
> MG ist ein kontrollierter Platz. Man wählt seine Anflugroute nach
> Anweisung des Controllers, die aus betrieblichen Gründen von der in der
> AIP niedergelegten abweichen kann.
Es existieren klare Überflugverbote für die benachbarten Siedlungen.
Joachim
>>wurde zwar erst lange
>>_nach_ unserer Siedlung gebaut, dennoch darf er sich wie die Axt im
>>Walde aufführen, eine vom genehmigten Plan abweichende Startbahn bauen,
>
> Erzähl... Mindestens eine Nutzungsuntersagung sollte da bei relevanter
> Abweichung drin sein.
Tja, damit kam man leider nicht durch. Die Flughafenleitung berief sich
auf ein Versehen beim Bau, und auf Unzumutbarkeit eines Rückbaus.
Als das erfolgreich durchgestanden war, begann man 1 Jahr später mit
einem Verfahren zur Erhöhung der zulässigen Flugzeuggewichte, weil die
geeignete Piste ja schon da sei und es umweltfreundlicher (!!) wäre, sie
auch voll zu nutzen.
Joachim
> Entfallen bei solcher Gelegenheit irgendwelche Verspätungsabbauprämien?
Was für Dinger???
mfg
Andre
> früher wurde vor der Einfahrt in einen Tunnel häufig gepfiffen. Wird
> das heute immer noch so gemacht?
In Frankreich wird das AFAIK immernoch gemacht - auch bei Zugbegegnungen
auf offener Strecke.
Christian
--
Die Rechtschreibreform macht den ganzen deutschen Sprachraum zur
2. Klasse.
[Hans B. am 10.02.2003 in debt+s]
>
> Bei schneller als 60 km/h fahrenden Zügen war das Stellen vor dem
> Einfahrsignal erforderlich, wenn der Zug außerplanmäßig zweiflügige
> Einfahrt erhielt oder bei einem planmäßig durchfahrenden Zug die
> Ausfahrt verhindert war. Und dieses vorgeschriebene Halten vor dem
> Einfahrsignal wurde dann durch Zp 1 angezeigt.
Warum eigentlich nicht Vr0 und Hp2?
Wieso war?
Bahnhöfe ohne dreibegriffiges Einfahrvorignal auf Strecken die
mehr als 60 km/h erlauben dürften hierzulande exotisch sein, Bfe
ohne Ausfahrvorsignal hingegen gibt es einige. Was macht man
heute, wenn ein Zug im durchgehendem Hauptgleis parken soll?
MfG
Knud
> Hans Beiger schrieb:
>
>
>>es gab (oder gibt ?) Bahnhöfe ohne Ausfahrvorsignale.
>
>
> es gibt. Zum Beispiel Köln Hbf. Da sind aber keine Durchfahrten erlaubt.
>
> Ob es die von dir genannte Konstruktion keine Ausfahrvorsignale und planmäßige
> Durchfahrten noch gibt, weiß ich nicht.
Aber sicher gibt es die noch. Durchfahrten sollten spätestens
bei Güterzügen oder Leerfahrten auch da vorkommen, wo sonst alle
Züge eine Verkehrshalt haben. Aber es gibt auch Bbf ohne Ausfahrvorsig.
Hier etwa Neuwittenbek.
Knud
Vf 1/2 gab's (gibt's?) oft genug zu sehen. Auf Anhieb wuerde ich
aber keine Stelle auswendig nennen koennen. Einige sind aber (z.B.
Rentzschmuehle) dauerhaft in V(f/r) 0 festgelegt worden.