--> debh
> Ein ähnlicher Fall ist Nordhorn, Kreisstadt mit 52.000 Einwohnern an
> der niederländischen Grenze zwischen Bad Bentheim und Lingen(Ems). Gab
> es in Nordhorn mal einen Bahnhof?
Natürlich, wie schon andere schrieben.
Bei Städten dieser Größe kannst Du davon ausgehen, daß sie einen
Bahnhof hatten. Städte, die niemals einen Bahnhof hatten, sind
die *absolute* Ausnahme.
Jan-Martin Hertzsch und ich hatten mal für die Ex-DDR gesammelt,
hier eine wohl weitgehend vollständige Liste für den Osten; die
meisten Städte auf dieser Liste sind *sehr* klein.
*Nie* einen Bahnhof hatten:
MeckPomm: Marlow, Rerik (erhielt erst in den 30ern Stadtrecht).
Brandenburg: Friedland, Märkisch Bucholz, Vierraden
(Plaue: nach Brandenburg eingemeindet und mit Straßenbahn)
Sachsen-Anhalt: Großalsleben, Schönewalde, Schweinitz, Seyda
Sachsen: Liebstadt, Kitzscher (wurde erst um 1980 Stadt),
Wildenfels (Bf. Fährbrücke 2km entfernt im Tal).
(Oberlungwitz an der elektrifizierten Strecke
Hohenstein-Ernsthal-
Neuoelsnitz, die fand sich aber in keinem Kursbuch und galt
wohl
eher als Straßenbahn).
Thüringen: Teichel, Ummerstadt Magdala, Clingen (allerdings Bf. Greußen
nur 1km entfernt), Wiehe, Kindelbrück,
(Lobeda: schon längst nach Jena eingemeindet, und mit
Straßenbahn, und nicht weit vom Bf. Göschwitz).
In manchen Fällen fanden sich zwar Stadtnamen in der
Bahnhofsbezeichnung,
aber das ist wohl nur höflich gemeint gewesen:
Extremfälle, beide Brandenburg.
Sonnewalde (Bahnhof Brenitz-Sonnewalde 5km entfernt),
Teupitz (Bf. Teupitz-Groß Köris 5km).
Stadtnamen nur als zweiten Namensbestandteil gibts öfter, z.B:
Hoym (Nachterstedt-Hoym 3km, Sachsen-Anhalt)
Augustusburg (Erdmannsdorf-Augustburg, 2km, Standseilbahn, Sachsen),
Gefell (Bf. Göttengrün-Gefell 4km)
Gebesee (Bf. Ringsleben-Gebesee 2km entfernt).
Ranis (Krölpa-Ranis 2km, alle Thüringen).
Am Ende des 2. Weltkriegs verloren als Folge des Streckenabbaus
durch Reparationsleistungen etc. (ohne Wiederaufbau) einige Städte
ihre Eisenbahn: Dassow, Gützkow, Lassan, Lübtheen, Penkun, Penzlin,
Richtenberg, Bad Sülze, Woldegk (Meck Pomm), Gartz, Lenzen
(Brandenburg),
Güntersberge (Sachsen-Anhalt), Bernstadt, Grünhain (Sachsen),
Neumark, Buttelstedt, Heldburg (Thüringen). Lehesten(Thüringen),
das auch nur von Bayern per Bahn zu erreichen war, dürfte
da auch drangewesen sein.
Im Laufe der Jahre kamen auch schon vor '89 diverse
weitere Städte hinzu.
Die größte DDR-Stadt ohne Eisenbahn mit ca. 20000 Einwohnern
war seit Anfang der 50er Schneeberg bei Aue (die Strecke fiel
im wahrsten Sinne des Wortes: Einsturz als Folge des Bergbaus)
*Kreis*städte ohne Bahnpersonenverkehr gab es 1989
drei: Neuhaus am Rennweg (Bez. Suhl, noch Güterverkehr), Röbel
(Neubrandenburg, Güterverkehr), Havelberg (Magdeburg): Strecke
(Schmalspur) seit den 70ern abgebaut. Der Kreis Röbel war
seit Mitte der 60er ganz und gar eisenbahnpersonenverkehrsfrei.
Wie gesagt, alles Beispiele aus dem Osten.
Abstecher ein paar Meter westwärts:
Eine Stadt aus Niedersachsen, die nie Eisenbahn hatte:
Schnackenburg.
-kut
Da 1983 der Abschnitt Straßberg - Stiege der Selketalbahn wieder
aufgebaut wurde, hat Güntersberge zwar keinen Bahnhof wieder erhalten
aber einen Haltepunkt.
MfG
Klaus Gottschling
--
____________________________________________________________
Linkliste http://www.Klaus-Gottschling.de/verkehr.htm
Die Sächsische Semmeringbahn
http://www.saechsische-semmeringbahn.de
Die Selketalbahn http://www.selketalbahn.de
>
> *Kreis*städte ohne Bahnpersonenverkehr gab es 1989
> drei: Neuhaus am Rennweg (Bez. Suhl, noch Güterverkehr), Röbel
> (Neubrandenburg, Güterverkehr), Havelberg (Magdeburg): Strecke
> (Schmalspur) seit den 70ern abgebaut. Der Kreis Röbel war
> seit Mitte der 60er ganz und gar eisenbahnpersonenverkehrsfrei.
Neuhaus soll ja wieder Personenverkehr bekommen (wann wurde dieser dort
stillgelegt?)
> Abstecher ein paar Meter westwärts:
> Eine Stadt aus Niedersachsen, die nie Eisenbahn hatte:
> Schnackenburg.
Und mal was Merkwürdiges weiter südlich:
Garching bei München hatte m.W. nie Eisenbahnpersonenverkehr, hat aber
eine U-Bahn!
In der Zeit des Eisenbahnwachstums war das sicher ein winziges Kaff,
aber die TU hat das inzwischen auf etwa 16000 Ew (und temporär eine
Menge Studenten) gebracht.
Die U-Bahn ist dort noch oberirdisch, an der unterirdischen Verlängerung
mit U-Bf wird aber gebuddelt.
Außerdem gibt es im Ortsteil Hochbrück ein Ladegleis zum
BMW-Auslieferungslager, dieses aber auch erst seit den 80er-Jahren. Das
Gleis schließt im nicht zu Garching gehörenden Bf Lohhof an die KBS 930
(die nirgendwo Garchinger Gebiet berührt). Also vor ca. 1985 hatte
Garching nie Eisenbahn und wohl auch keine sonstigen
Schienenverkehrsmittel (oder doch?). Luftlinie müßte Ismaning der
nächste Bf sein.
Und jetzt die Story dazu: In Bayern gibt es ein zweites Garching -
a.d.Alz (KBS 943). Und dort soll vor x Jahren am frühen Vormittag mal
jemand aus dem Zug gestiegen sein und nach etwas Umherschauen am
Schalter gefragt haben, wo denn hier der Bus zu den TU-Instituten
abfahre. Na ja, ich bin nicht sicher, ob das Fakt oder Legende ist.
Seine TU-Veranstaltung wird er jedenfalls verpasst haben.
Weitere größere Stadt ohne SPV im Raum München ist Geretsried. Zwar
nicht Kreisstadt aber größte Stadt im Landkreis Bad-Tölz-Wofratshausen.
An einer Verlängerung der Münchner S7 von Wolfratshausen dorthin wird
seit ewiger Zeit rumgedacht und seit ein paar Jahren rumgeplant. In der
Nähe führte früher mal die Isartalbahn München - Wolfratshausen - Bichl
vorbei. Geretsried gibt es in dieser Form erst seit 1945. War im
2.Weltkrieg wohl Munitionsfabrik o.ä. und wurde nach dem Krieg von
Leuten besiedelt, die aufgrund der Kriegsfolgen ihre Heimatorte
verlassen hatten. Dort führt natürlich ein Gütergleis hin.
Schönen Gruß,
Edmund
mailto:e.laut...@gmx.de
--
-- Reiseberichte und andere Geschichten -- Bahnen in Bonn --
-- http://home.arcor.de/e.lauterbach/ --
-- Konzepte für den ÖPNV -- Stadtbahnen und Artverwandtes --
Garbsen bei Hannover (ca. 50000 Einwohner) hat nie einen Bahnanschluss
gehabt
und ist vor drei (?) Jahren erst an dann das Stadtbahnnetz (nicht S-Bahn)
der Üstra
angeschlossen worden. Ist Garbsen nicht die grösste deutsche Stadt ohne
Eisenbahnanschluss ?
MfG Joachim
Nein, nicht ganz. Hatten wir gerade in dem Ursprungsthread, dem dieser
Thread entstammt. Herten im nördlichen Ruhrgebiet ist mit knapp 70.000
Einwohnern die größte Stadt Deutschlands ohne Bahnhof.
Siehe Thread "[WDR-Sendung Dschungel] Verfehlte Bahnpolitik der DB im
Ruhrgebiet, dargestellt am Beispiel der Schließung der Rheinischen
Güterbahn" in der Newsgroup de.etc.bahn.bahnpolitik
--
Viele Grüße aus 8000315,
Jan Marco Funke
> > Am Ende des 2. Weltkriegs verloren als Folge des Streckenabbaus
> > durch Reparationsleistungen etc. (ohne Wiederaufbau) einige Städte
> > ihre Eisenbahn:
> > Güntersberge (Sachsen-Anhalt), Bernstadt, Grünhain (Sachsen), [...]
>
> Da 1983 der Abschnitt Straßberg - Stiege der Selketalbahn wieder
> aufgebaut wurde, hat Güntersberge zwar keinen Bahnhof wieder erhalten
> aber einen Haltepunkt.
Auf solche Krümelkackereien wollte ich hier nun wirklich nicht
anspielen ;-).
Du hast natürlich völlig recht, und ich hatte gepennt.
Ich hatte mir einfach nochmal anhand eines vor 83er-Atlas
alles vorgeknöpft; daß Güntersberge danach reaktiviert wurde,
war mir da gar nicht aufgefallen.
-kut
Aber vielleicht ist Garbsen die größte Stadt in Deutschland, die
nie einen Bahnhof hatte? (Herten hatte ja früher).
Das ist *viel* größer, als alle Städte, die ich hier nannte.
Bei Berlin gibt es Schöneiche mit > 10000 EW und nie einer
Eisenbahn (aber auch heute noch mit Straßenbahn). War aber
nie Stadt.
-kut
> *Nie* einen Bahnhof hatten:
(Alt-)Bremerhaven hatte nie einen
Dazu ein kleiner Ausflug in die Stadtgeschichte:
1827 Gruendung von Bremerhaven (wird dieses Jahr also 175!)
184x Gruendung von Geestemuende
Lehe gibt es als Marktflecken schon laenger, wird spaeter 3. Stadt
188x? Bau der preuss. Bahn nach Geestemuende und Lehe, Bremerhaven
bekommt nur einen Gueterverkehrsanschluss
191x Verlegung der Bahn, neue Bahnhoefe fuer Lehe und Geestemünde
noch weiter weg von Bremerhaven
192x Lehe und Geestemünde werden zu Wesermünde vereinigt
193x nach Fall der Ländergrenzen kommt auch das landbremische Bremerhaven
zu Wesermünde
194x Wesermünde wird zu Bremerhaven umbenannt, es gibt endlich einen
Hauptbahnhof Bremerhaven, ex Geestemünder Bahnhof
MfG: Heiko Jacobs Z!
--
Douglasstr. 30, 76133 Karlsruhe fon 0721 24069 fax 2030542 IRCnet
Geo-Bild Ing.buero jac...@geo-bild-KA.de http://geo-bild-KA.de/ Mueck
Couleurstud. Infos jac...@cousin.de http://cousin.de/ VCD KA
> Neuhaus soll ja wieder Personenverkehr bekommen (wann wurde
> dieser dort stillgelegt?)
In meinem DR-Kursbuch Sommer '65 ist ein Zugpaar früh, ein
einzelner Zug nachmittags Neuhaus - Gräfenthal und 4 Buspaare mit
Zugnummer drin, 1969 fehlt die Strecke. Muss also dazwischen
eingestellt sein.
--
Grüße, Thomas
Laut "Eisenbahnen im Sonneberger Land" wurde der Personenverkehr am
16.März 1968 eingestellt.
Gruss
Bastian
>Und mal was Merkwürdiges weiter südlich:
>Garching bei München hatte m.W. nie Eisenbahnpersonenverkehr, hat aber
>eine U-Bahn!
>Außerdem gibt es im Ortsteil Hochbrück ein Ladegleis zum
>BMW-Auslieferungslager, dieses aber auch erst seit den 80er-Jahren. Das
>Gleis schließt im nicht zu Garching gehörenden Bf Lohhof an die KBS 930
>(die nirgendwo Garchinger Gebiet berührt). Also vor ca. 1985 hatte
>Garching nie Eisenbahn und wohl auch keine sonstigen
>Schienenverkehrsmittel (oder doch?). Luftlinie müßte Ismaning der
>nächste Bf sein.
In Garching gab es 2 Güterbahnen:
1, Güterbahn Fasanerie(DR)-Garching-Hochbrück, zum dortigen
Industriegebiet (kriegswichtig? Vermutung: Im Krieg kamen die
Arbeiter mit dem Zug zu den recht weit abgelgenen Fabriken zu Arbeit.)
Letzte Gleisreste verschwanden Anfang der 80er.
2, Schmalspurbahn
München-Großlappen - Garching (zur Klärschlammausbringung ;-)
Wurde wohl in den 60ern eingestellt.
>
>Weitere größere Stadt ohne SPV im Raum München ist Geretsried. Zwar
>nicht Kreisstadt aber größte Stadt im Landkreis Bad-Tölz-Wofratshausen.
>An einer Verlängerung der Münchner S7 von Wolfratshausen dorthin wird
>seit ewiger Zeit rumgedacht und seit ein paar Jahren rumgeplant. In der
>Nähe führte früher mal die Isartalbahn München - Wolfratshausen - Bichl
>vorbei. Geretsried gibt es in dieser Form erst seit 1945. War im
>2.Weltkrieg wohl Munitionsfabrik o.ä. und wurde nach dem Krieg von
>Leuten besiedelt, die aufgrund der Kriegsfolgen ihre Heimatorte
>verlassen hatten. Dort führt natürlich ein Gütergleis hin.
Einige Zeit fand dort auch ein Personenverkehr statt. Dies muß
während / einige Zeit nach dem Krieg gewesen sein. Ich erinnere mich
dunkel an ein Foto mit Personenzug und Wartehäuschen.
--
Grüße
Wolfram Krail
GELESENE Emailadresse für Wolfram Krail: usnet(at)krail.de
Ich würde mal vermuten "während", um die Arbeiter der Munitionsfarbik
dorthin zu bringen. Analog dem Westast der jetzigen Usedomer Bäderbahn
nach Peenemünde.
> >Außerdem gibt es im Ortsteil Hochbrück ein Ladegleis zum
> >BMW-Auslieferungslager, dieses aber auch erst seit den 80er-Jahren. Das
> >Gleis schließt im nicht zu Garching gehörenden Bf Lohhof an die KBS 930
> In Garching gab es 2 Güterbahnen:
> 1, Güterbahn Fasanerie(DR)-Garching-Hochbrück, zum dortigen
> Industriegebiet (kriegswichtig? Vermutung: Im Krieg kamen die
> Arbeiter mit dem Zug zu den recht weit abgelgenen Fabriken zu Arbeit.)
> Letzte Gleisreste verschwanden Anfang der 80er.
Also hat man erst den Gleisanschluss nach Hochbrück abgerissen um später
einen neuen zu bauen. Wieder was dazu gelernt.
Wie verlief denn die Trasse von Fasanerie aus nach Hochbrück? Wenn die
wirklich in Fasanerie anschloß, müßte ja das Gütergleis Nordring -
Feldmoching gekreuzt worden sein (?).
Ich weiß, daß der Oberschleißheimer Flugpatz einen Bahnanschluß hatte
(heute noch zu sehen). [btw: das Deutsche Museum hätte damals mit der
Flugwerft dort eigentlich direkt ein Eisenbahnmuseum bauen können - dann
hätte man heute nicht die Querelen um die Lokaustellung]
Ich hatte das Hochbrücker Gewerbegebiet immer als nicht so alt
eingeschätzt. Kann es sein, dass stattdessen der Truppenübungsplatz (und
ehem. Kaserne (?)) gemeint ist, der zwischen Ingolstädter Str und U-Bahn
lag/liegt? Es mag auch sein, dass die Olympiaschiessanlage einen
militärischen Ursprung hatte.
In "Drehscheibe des Südens / Eisenbahnknoten München" (Hestra) steht auf
Seite 72 etwas von einer "Feldbahn, die sogenannte 'Militärbahn' zum
Schießplatz Freimann", die 1897 errichtet wurde. Über den
Anknüpfungspunkt steht dort nichts, aber es wird im Zusammenhand mit dem
Oberwiesenfeld, den Kasernen im dortigen Bereich und der alten Strecke
Ri Regensburg über Landshuter Allee - Olympiastadion - Feldmoching
erwähnt.
Sind sonstige Literaturquellen bekannt?
> 2, Schmalspurbahn
> München-Großlappen - Garching (zur Klärschlammausbringung ;-)
> Wurde wohl in den 60ern eingestellt.
War das ein reiner Inselbetrieb? Wo führte sie in Garching hin - zu
einer Deponie / Verbrennung / landwirtschaftliche Nutzung - oder wurde
es in die Isar gekippt?
>Und jetzt die Story dazu: In Bayern gibt es ein zweites Garching -
>a.d.Alz (KBS 943). Und dort soll vor x Jahren am frühen Vormittag mal
>jemand aus dem Zug gestiegen sein und nach etwas Umherschauen am
>Schalter gefragt haben, wo denn hier der Bus zu den TU-Instituten
>abfahre. Na ja, ich bin nicht sicher, ob das Fakt oder Legende ist.
Gut vorstellbar. Ich weiß von jemandem, der zur
Bundeswehr-Fallschirmspringerschule nach Altenstadt bei Schongau
wollte und stattdessen nach Altenstadt (Iller) fuhr... Altenstadt bei
Schongau hat schon seit Jahren keinen Bahnhof mehr.
MfG
Georg
--
http://www.railfan.de
> Jan-Martin Hertzsch und ich hatten mal für die Ex-DDR gesammelt,
> hier eine wohl weitgehend vollständige Liste für den Osten; die
> meisten Städte auf dieser Liste sind *sehr* klein.
>
> *Nie* einen Bahnhof hatten: [...]
Ich versuche mich mal an einer ähnlichen Auflistung für Baden-
Württemberg (auf den Landkartenblättern von Süden nach Norden und von
Osten nach Westen)
1. Meersburg. Die Reichsbahn hat's auf der Schiene nie näher als bis
Unteruhldingen daran herangebracht. Dafür gab's dort immerhin _zwei_
Güternebenstellen:
Meersburg (Bodensee) Hafen an der Reichsbahn-Schifffahrtsstrecke
Konstanz - Friedrichshafen, mit Abfertigungsbefugnissen im
Expressgutverkehr, aber ohne solche für den Leichenverkehr
(Tierverkehr wird nicht ersichtlich).
Meersburg (Bodensee) an der Reichsbahn-Kraftwagenlinie Oberuhldingen=
Mühlhofen - Friedrichshafen, ohne Abfertigungsbefugnisse im Personen-
verkehr (also auch ohne Expressgutverkehr), dafür mit vollen Abferti-
gungsbefugnissen im Güterverkehr (würde Leichen- und Tierverkehr
einschließen).
Meersburg (Bodensee) Schiffslandestelle wird im amtlichen Bahnhofs-
verzeichnis 1944 als Dienststelle der Rangklasse III unter Loch-
kartennr. 14_611 ausgewiesen; Abfertigungsbefugnis wie die Gnst
Meersburg (Bodensee) Hafen.
Ansonsten vermute ich dort einen doppelten Satzfehler zu den beiden
Gnst:
Meersburg (Bodensee) [ohne weiteren Zusatz] wird mit dem Mutter-
"bahnhof" Meersburg (Bodensee) Slst und der Lochkartennr. 14_612
ausgewiesen; Meersburg (Bodensee) Hafen mit dem Mutter"bahnhof" Ga
Konstanz und der Lochkartennr. 14_584. Logisch wären jeweils die
umgekehrten Zuordnungen von Mutterdienststelle und Lochkartennummer.
Welche der Stellen in dem m.W. heute der DB R&T-Tochter BSB GmbH
gehörenden Empfangsgebäude saß, weiß ich nicht.
2. Tengen. Nächst gelegener Bf war Beuren-Büßlingen. Liegt am Nordost-
zipfel des Kantons Schaffhausen.
3. St. Blasien. Die Geschichte dürfte zu ergooglen sein. Zuletzt
einzige Güternebenstelle der DB mit LKW-bedientem Wagenladungsverkehr;
1944 Gnst des Bf Seebrugg mit Lochkartennr. 14_382.
4. Dietenheim. Nächst gelegener Bf auf dem rechten (bayrischen)
Illerufer: Illertissen.
5. Rosenfeld. Liegt in der Mitte des Wegs von Balingen nach Oberndorf
(Neckar).
6. Dornhan. Liegt zwischen Sulz (Neckar) und Alpirsbach; nächst
gelegener Bf ist theoretisch Grünholz Bbf.
7. Grötzingen (das württembergische - nicht verwechseln mit dem
gleichnamigen badischen Malerdorf; heute Teil von Karlsruhe); heute
Teil von Aichtal. Nächster Bf Nürtingen.
8. Waldenbuch; das liegt von Grötzingen das Tal der Aich weiter nach
Westen hinauf, ist aber weiterhin selbständig. Nächster Bf war
Schönaich und sind jetzt Weil im Schönbuch und/oder Dettenhausen.
9. Haiterbach. Liegt südwestlich von Nagold; nächster Bf war
Nagold-Iselshausen (ist Nagold).
10. Gerlingen. Mittlerweile westlicher Endpunkt der Stuttgarter
Stadtbahnlinie U 6; nächster Bf Ditzingen.
11. Heimsheim. Findet sich auf der Landkarte in gedachter Verlängerung
der U 6 nach Westen über den Bf Leonberg hinweg.
12. Kirchberg an der Jagst. Liegt an der Nordspitze eines gedachten
Dreiecks von den Bfen Crailsheim und Eckartshausen-Ilshofen (der Bahn-
hofsname ist eine Verbeugung vor der *Stadt* Ilshofen; der Bf liegt im
Dorf E., das erst bei der Gemeindereform nach I. eingemeindet wurde.)
13. Löwenstein. Etwa auf dem ersten Drittel Luftlinie zwischen
Heilbronn und Murrhardt; nächster Bf Willsbach.
14. Bönnigheim. Liegt ein paar Kilometer westlich von Kirchheim
(Neckar).
15. Knittlingen. Ebenfalls eine Stadt, in der in Erwartung dann nie
gelegter Schienen Anfang des letzten Jahrhunderts ein Empfangsgebäude
errichtet wurde. Seit Ende letzten Jahrhunderts aufkeimende Gerüchte
und Hoffnungen setzen darauf, dass die verfrühte Investition doch noch
Früchte trägt.
16. Walldorf. Mit gewissem Unbehagen meinerseits, weil ich mir über
den exakten Verlauf der Gemarkungs- und Stadtgrenze innerhalb des Bf
Wiesloch-Walldorf nicht im Klaren bin. Die Schienenbahn zwischen Stadt
und Bf war jedenfalls eine Straßenbahn (als kommunaler Eigenbetrieb).
Dann habe ich noch zwei Zweifelsfälle auf "-stein" aus der Gemeinde-
reformzeit.
17. Zavelstein; heute Stadtteil von Bad Teinach-Zavelstein. Ich meine,
der bahnhofslose Teil Zavelstein habe das Stadtrecht in die Kommunal-
hochzeit gebracht.
18. Ravenstein; östlich von Osterburken. Woher dort das Stadtrecht
kommt, kann ich nicht nachvollziehen; m.W. ist auch die Namensgebung
eine Findung der Gemeindereform.
[...]
> Im Laufe der Jahre kamen auch schon vor '89 diverse
> weitere Städte hinzu.
Das wäre für BW eine weitere Fleißarbeit, die ich jetzt nicht machen
will. Das in debb genannte Künzelsau nimmt wohl den Spitzenplatz in
Bezug auf Einwohnerzahl ein und fällt mir allein bei den aktuellen
Sitzen der Landratsämter auf.
mfg Matthias Dörfler
> 17. Zavelstein; heute Stadtteil von Bad Teinach-Zavelstein. Ich
> meine, der bahnhofslose Teil Zavelstein habe das Stadtrecht in die
> Kommunal- hochzeit gebracht.
Jedenfalls hat Zavelstein das Stadtrecht irgendwann rund um 1367
erhalten, www.bad-teinach-zavelstein.de ist da etwas ungenau.
Und der Bahnhof Bad Teinach liegt innerhalb der Stadtgrenzen? Ich bin
mal zu Fuss vom Bahnhof nach Bad Teinach gelaufen, liegt doch _etwas_
weit draussen.
Gruss
Bastian
s/Schönaich/Waldenbuch/
Es gibt einen steigungsarmen Radweg von Leinfelden nach Waldenbuch,
der erst ein wenig nach Westen, dann die meiste Strecke durch das
Siebenmuehlental nach Sueden und dann kurz vor Waldenbuch wieder nach
Westen biegt. Dieser weist in seinem Verlauf (mindestens) zwei Viadukte auf.
http://www.rail-and-relax.de/wandern/tour3 meint hierzu:
| ... Hier verlief die Schönbuchbahn von Vaihingen über Leinfelden und Musberg
| und durch das Reichenbachtal nach Waldenbuch. 1928 in Betrieb genommen, wurde
| sie Mitte der fünfziger Jahre bereits wieder eingestellt. Heute ist die Trasse
| ein beliebiger Wanderweg, der allerdings, von Schienen und Schwellen befreit
| und asphaltiert, auch zu einer Radrennstrecke wurde.
Gruss
Klaus
--
_____________________________________________________________________________
Dr. Klaus Foehl kf (at) ph ed ac uk http://www.ph.ed.ac.uk/~kf
Department of Physics and Astronomy, University of Edinburgh,
James Clerk Maxwell Building, The King's Buildings,
Mayfield Road, Edinburgh. EH9 3JZ. United Kingdom
Tel: +44 131 650-5256 -5282 Fax: +44 131 650 7165
-----------------------------------------------------------------------------
> Aber vielleicht ist Garbsen die größte Stadt in Deutschland, die
> nie einen Bahnhof hatte? (Herten hatte ja früher).
Nur wenige Kilometer weiter:
Hemmingen (ca. 30.000 EW), Anschluß an die üstra ist aber geplant
Gehrden hatte früher einen Straßenbahnbahnhof (Gebäude und
Bahnhofstraße gibt es noch), ebenso Pattensen,
beide hatten aber nie direkten Eisenbahnanschluß und liegen
ebenfalls im gut zweistelligen Einwohnerbereich
Hingegen vermute ich, dass Wesselburen die kleinste Stadt ist, die
Eisenbahnanschluß hat (grübel ... Bahnhof auch, oder war's nur eine
Haltestelle?)
Sven
>Wolfram Krail wrote:
>>
>> Edmund Lauterbach schrieb:
>>
>
>> >Außerdem gibt es im Ortsteil Hochbrück ein Ladegleis zum
>> >BMW-Auslieferungslager, dieses aber auch erst seit den 80er-Jahren. Das
>> >Gleis schließt im nicht zu Garching gehörenden Bf Lohhof an die KBS 930
>
>> In Garching gab es 2 Güterbahnen:
>> 1, Güterbahn Fasanerie(DR)-Garching-Hochbrück, zum dortigen
>> Industriegebiet (kriegswichtig? Vermutung: Im Krieg kamen die
>> Arbeiter mit dem Zug zu den recht weit abgelgenen Fabriken zu Arbeit.)
>> Letzte Gleisreste verschwanden Anfang der 80er.
>
>Also hat man erst den Gleisanschluss nach Hochbrück abgerissen um später
>einen neuen zu bauen. Wieder was dazu gelernt.
>
>Wie verlief denn die Trasse von Fasanerie aus nach Hochbrück? Wenn die
>wirklich in Fasanerie anschloß, müßte ja das Gütergleis Nordring -
>Feldmoching gekreuzt worden sein (?).
Leider sind die Karten z.Zt. ausgelagert, deshalb nur der ungefähre
Verlauf der Strecke. Sie lief ungefähr so: Fasanerie (Karten- nicht
Bahnhofsbezeichnung, also am SW-Ende des Flugplatzes ) -
Hochmutting(?) - Höhe487/ST2053 - Hochbrück.
Andere Bahnstrecken wurden bei dem Verlauf nicht gekreuzt.
>
>Ich hatte das Hochbrücker Gewerbegebiet immer als nicht so alt
>eingeschätzt. Kann es sein, dass stattdessen der Truppenübungsplatz (und
>ehem. Kaserne (?)) gemeint ist, der zwischen Ingolstädter Str und U-Bahn
>lag/liegt? Es mag auch sein, dass die Olympiaschiessanlage einen
>militärischen Ursprung hatte.
Die Schießanlage wurde nur für die Olympiade gebaut.
>
>In "Drehscheibe des Südens / Eisenbahnknoten München" (Hestra) steht auf
>Seite 72 etwas von einer "Feldbahn, die sogenannte 'Militärbahn' zum
>Schießplatz Freimann", die 1897 errichtet wurde. Über den
>Anknüpfungspunkt steht dort nichts, aber es wird im Zusammenhand mit dem
>Oberwiesenfeld, den Kasernen im dortigen Bereich und der alten Strecke
>Ri Regensburg über Landshuter Allee - Olympiastadion - Feldmoching
>erwähnt.
>
>Sind sonstige Literaturquellen bekannt?
In den 30ern gab es die Laut Karte anscheinend nicht mehr. Nur ein
Normalspurgleis in der heutigen Heßstraße.
>
>> 2, Schmalspurbahn
>> München-Großlappen - Garching (zur Klärschlammausbringung ;-)
>> Wurde wohl in den 60ern eingestellt.
>
>War das ein reiner Inselbetrieb? Wo führte sie in Garching hin - zu
>einer Deponie / Verbrennung / landwirtschaftliche Nutzung - oder wurde
>es in die Isar gekippt?
Sie führte von Großlappen (Kläranlage) nach Garching, wohl zum
heutigem Industriegebiet Hochbrück. Da wurde der Schlamm mit 3
aufgefächerten Gleisen wohl auf den Acker ausgebracht.
Damals waren Inselbetriebe zum Transport schwerer Lasten üblich.
So gab es auch am Isarkanal ab Erding eine Bahn.
>Wolfram Krail wrote:
>>
>> Edmund Lauterbach schrieb:
>>
>> >Weitere größere Stadt ohne SPV im Raum München ist Geretsried. Zwar
>> >nicht Kreisstadt aber größte Stadt im Landkreis Bad-Tölz-Wofratshausen.
>> >An einer Verlängerung der Münchner S7 von Wolfratshausen dorthin wird
>> >seit ewiger Zeit rumgedacht und seit ein paar Jahren rumgeplant. In der
>> >Nähe führte früher mal die Isartalbahn München - Wolfratshausen - Bichl
>> >vorbei. Geretsried gibt es in dieser Form erst seit 1945. War im
>> >2.Weltkrieg wohl Munitionsfabrik o.ä. und wurde nach dem Krieg von
>> >Leuten besiedelt, die aufgrund der Kriegsfolgen ihre Heimatorte
>> >verlassen hatten. Dort führt natürlich ein Gütergleis hin.
>>
>> Einige Zeit fand dort auch ein Personenverkehr statt. Dies muß
>> während / einige Zeit nach dem Krieg gewesen sein. Ich erinnere mich
>> dunkel an ein Foto mit Personenzug und Wartehäuschen.
>>
>
>Ich würde mal vermuten "während", um die Arbeiter der Munitionsfarbik
>dorthin zu bringen. Analog dem Westast der jetzigen Usedomer Bäderbahn
>nach Peenemünde.
Nicht ganz OT: Wennn man den Leuten glauben darf, gab es auf dem
Loisachkanal ovn Geretsried aufwärts "Schienenersatzverkehr", wenn
die Bahnstrecken durch Bomben unpassierbar waren.
> >8. Waldenbuch; [...]
> s/Schönaich/Waldenbuch/
Nee; damit wird's nicht besser. Komplett streichen.
> Es gibt einen steigungsarmen Radweg von Leinfelden nach Waldenbuch,
> der erst ein wenig nach Westen, dann die meiste Strecke durch das
> Siebenmuehlental nach Sueden und dann kurz vor Waldenbuch wieder nach
> Westen biegt. Dieser weist in seinem Verlauf (mindestens) zwei Viadukte auf.
>
> http://www.rail-and-relax.de/wandern/tour3 meint hierzu:
> | ... Hier verlief die Schönbuchbahn von Vaihingen über Leinfelden und Musberg
> | und durch das Reichenbachtal nach Waldenbuch.
Upps; ja. Klaus hat recht. Kann ich zu meiner Ehrenrettung nur zu
erklären versuchen, dass die Strecke jemals weder zur RBD noch zur ED
Karlsruhe gehörte. Die Nachkriegsgrenze zwischen Württemberg-Baden (=
RBD Stuttgart) und Württemberg-Hohenzollern (= ED Karlsruhe) verlief
zwischen Waldenbuch und Dettenhausen.
Was es aber wirklich nicht gab, war eine Schienenverbindung zwischen
Schönaich und Waldenbuch. Nach Schönaich kam von Westen die Zweig-
strecke der heutigen Schönbuchbahn (Böblingen - Dettenhausen) vom Bf
Schönaicher First herunter.
mfg Matthias Dörfler
> > 17. Zavelstein; heute Stadtteil von Bad Teinach-Zavelstein. Ich
> > meine, der bahnhofslose Teil Zavelstein habe das Stadtrecht in die
> > Kommunalhochzeit gebracht.
>
> Jedenfalls hat Zavelstein das Stadtrecht irgendwann rund um 1367
> erhalten, www.bad-teinach-zavelstein.de ist da etwas ungenau.
>
> Und der Bahnhof Bad Teinach liegt innerhalb der Stadtgrenzen?
Er hieß schon zu Reichsbahnzeiten "Bad Teinach"; d.h. die Namens-
bildung des Bahnhofs folgt historisch dem Namen des Ortes und nicht
dem des Flusses Teinach, die dort in die Nagold mündet.
Umgekehrt ist aus der Beibehaltung des Bahnhofsnamens zu Bundesbahn-
zeiten (fehlende Umbenennung zu Bad Teinach-Zavelstein) mit Sicherheit
die Belegenheit auf der Gemarkung Teinach und damit die (weiterhin
zulässige) namensrechtliche Anknüpfung an die untergegangene selb-
ständige Gemeinde Bad Teinach abzuleiten.
> Ich bin mal zu Fuss vom Bahnhof nach Bad Teinach gelaufen,
> liegt doch _etwas_ weit draussen.
Erheblich gebirgiger als von Müllheim Bf nach Müllheim Stadt,
kilometrisch ähnlich.
Hatte ich eigentlich Neubulach erwähnt? Tat ich nicht, und damit ist
die unfreiwillige Lücke, die ich mir mit dem Ausscheiden von Walden-
buch gerissen habe, wieder gefüllt. Liegt auf der Höhe über dem
rechten Teinachufer, gehört nicht zu Bad Teinach-Zavelstein und hat
Stadtrecht.
mfg Matthias Dörfler
>Damals waren Inselbetriebe zum Transport schwerer Lasten üblich.
>So gab es auch am Isarkanal ab Erding eine Bahn.
Letztere war aber AFAIK kein Inselbetrieb, sondern in Altenerding mit
der Strecke Markt Schwaben - Erding verbunden.
Sven Herzfeld schrieb:
> Hingegen vermute ich, dass Wesselburen die kleinste Stadt ist, die
> Eisenbahnanschluß hat (grübel ... Bahnhof auch, oder war's nur eine
> Haltestelle?)
Sind wir in debh? Wir sind in debh! ;-)
Also Wesselburen hatte einen Bahnhof nach allem, was ich weiß.
Inzwischen wird die Strecke allerdings im Stichstreckenblock
betrieben, so daß da nur noch ein Haltepunkt sein kann.
MfG
Knud
[Wesselburen]
> Inzwischen wird die Strecke allerdings im Stichstreckenblock
> betrieben, so daß da nur noch ein Haltepunkt sein kann.
Ist das so? Kann es bei Stichstreckenblock keine Bahnhöfe an der Strecke
geben?
(ab nach debet)
... Martin
Nach der kleinsten Stadt mit koennen wir weiter fragen was ist die
kleinste Gemeinde mit Bahnanschluss?
Zu bieten hab ich Poesing an der Strecke Furth i. Wald - Schwandorf mit
947 Einw.
Poesing hat einen Haltepunkt, keinen Bahnhof im Sinne der EBO.
Kennt jemand kleinere Gemeinden mit Bahnanschluss?
Gruss Dieter, den meint dass eine Zugbuchungsplicht die Ausnahme sein
sollte.
--
Die Oberpfalzbahn: www.raunest.de/oberpfalzbahn/
Die geplante neue Stadtbahn in Regensburg: www.raunest.de/tram_rgbg/
Georg Ringler schrieb:
Selber vor Jahren im damals noch dort verkehrenden ETA 515 zwischen
Dueren und Heimbach(Eifel) erlebt: Ein Rudel US-Soldaten auf der
Rueckfahrt von Heimbach(Eifel), die eigentlich nach Baumholder (dortiger
Bahnhof: Heimbach(Nahe)) wollten, und sich da doch gewaltig verfahren
hatten. Zwei Jahre spaeter am Bahnhof in Bad Hersfeld erlebt: Vor mir
ein GI, der eine Fahrkarte nach Heimbach verlangt, und vom
Schalterbeamten eine nach Heimbach(Eifel) erhaelt ... zwei kurze Fragen
konnten verhindern, dass der gute Mann seinen Kameraden in die Irre
folgen musste.
Noch besser ist allerdings jene Autofahrerin, die durch Essen im
Ruhrgebiet kurvte, und schliesslich bei der Polizei fragte, weil sie
dort das Kurhaus suchte! Welches sich allerdings in Bad Essen in der
Naehe von Osnabrueck befindet ...
Gruss, Volker
Das kenne ich auch mit Marbach vs. Marbach, die beide Bahnanschluss haben und
mehr oder weniger nah bei Stuttgart liegen.
Marbach (Neckar), zwischen Stuttgart und Heilbronn: Schiller-Literatur-Museum,
Bahnhof (Endhaltestelle Stuttgarter S-Bahn-Linie 4).
Marbach (Lauter), auf der Schwäbischen Alb: Landgestüt, Haltepunkt (wird AFAIK
nur noch sommers vom "Ulmer Spatz" angefahren).
Pferde und Schiller zusammen geht also nicht ;-)
Torsten
--
__________________________________________________________
News suchen, lesen, schreiben mit http://newsgroups.web.de
Kailhattan an der Odenwaldbahn hat irgendwas zwischen 300 und 350.
Schoellenbach etwas weniger.
Gruss,
Holger K. aus D.
--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!
E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting
Ich biete, ohne zur Zeit entsprechende Daten zu besitzen: Sandwehle KBS
135, wenn nicht irgendwo in der Ebene weitere Haeuser versteckt sind (zu
welchem Ort gehoert ggf. der Haltepunkt?)
Tobias Jensch
> Das kenne ich auch mit Marbach vs. Marbach, die beide Bahnanschluss haben
> und mehr oder weniger nah bei Stuttgart liegen.
Naja, mehr oder weniger.
Vor Jahren hatte die Queen bei Staatsbesuch den Wunsch geäußert, Marbach zu
besuchen. Sie wurde als nach Marbach geschleppt, durfte die Stadt und
Schillers Geburtshaus besuchen - peinlich wurde es dann, als sie fragte:
"and where are the horses?"
Sie hatte eigentlich das Staatsgestüt Marbach auf der Alb gemeint.
Kurve? Ach, wozu.
Grüße,
Max
--
Aus Sparsamkeit bin ich dagegen, * http://dpt.bahntarif.de *
mich über andre aufzuregen, * *
und suche es mir einzuschärfen: * Maximilian Gauger *
Das kostet schließlich meine Nerven. * Lichtenbergstr. 39, 64289 Darmstadt *
Tobias Jensch schrieb:
>
> Ich biete, ohne zur Zeit entsprechende Daten zu besitzen: Sandwehle KBS
> 135, wenn nicht irgendwo in der Ebene weitere Haeuser versteckt sind (zu
> welchem Ort gehoert ggf. der Haltepunkt?)
Ich mußte auch an Sandwehle denken. Erste Schuß wäre "gehört zu Garding"
gewesen. Mit Garding haben wir einen Kandidaten für die kleinste Stadt mit
Bahnhof. Ich glaube aber, daß Sandwehle ein Teil der Gemeinde
"Kirchspiel Garding" ist. Einwohnerzahl?
Bleiben wir auf der Strecke: Katharinenheerd hat vielleicht 300 Einwohner.
Und da wir in debh sind: Platenhörn hat vermutlich keine dreistellige
Einwohnerzahl zu bieten. Büttel [1] liegt in der Gemeinde Koldenbüttel,
jedoch weit ab des Dorfkerns. Der Bahnhof Friedrichstadt liegt günstiger.
MfG
Knud
[1] Der Bahnhof war nie zur Erschließung der Dorfes gedacht. Der
ursprünglich geplante Name samt nie verwirklichter Pferdestraßenbahn
spiegelt die Funktion viel besser wieder. Ursprünglich sollte die Station
"Friedrichstadt Chaussee" heißen. KS
> >
> > Und der Bahnhof Bad Teinach liegt innerhalb der Stadtgrenzen?
>
> Er hieß schon zu Reichsbahnzeiten "Bad Teinach"; d.h. die Namens-
> bildung des Bahnhofs folgt historisch dem Namen des Ortes und nicht
> dem des Flusses Teinach, die dort in die Nagold mündet.
> Umgekehrt ist aus der Beibehaltung des Bahnhofsnamens zu Bundesbahn-
> zeiten (fehlende Umbenennung zu Bad Teinach-Zavelstein) mit
Sicherheit
> die Belegenheit auf der Gemarkung Teinach und damit die (weiterhin
> zulässige) namensrechtliche Anknüpfung an die untergegangene selb-
> ständige Gemeinde Bad Teinach abzuleiten.
>
>
Deine Herleitung der Beibehaltung des Bahnhofsnamens "Bad Teinach"
nach dem Zusammenschluß von Bad Teinach und Zavelstein zu Bad
Teinach-Zavelstein glaube ich, nach mehrmaligem Lesen, durchaus
verstanden zu haben.
Selbst der Erwerb des Bahnhofsgebäudes durch die Stadt Bad
Teinach-Zavelstein, könnte Deine Aussagen stützen, da dadurch ein
Interesse an dem Gebäude deutlich wurde.
Das Interesse der Stadt an dem EG, zu diesem Zeitpunkt (ca. 1985) war
"Bad Teinach" Hst, beschränkte sich jedoch darauf, in der
aufgelassenen Fka, einen Jugendtreff (JottWehDeh) einzurichten, später
wurde es Unterkunft für Asylbewerber...
Auch deshalb möchte ich hier Zweifel anmelden. IMHO gehörte der
Bahnhof Bad Teinach ("Station Teinach") zur Gemarkung Stammheim /
Holzbronn und ist mit der Eingemeindung der genannten Orte zu Calw
gekommen. Damit liegt heute der (seit 1989 wieder) Bahnhof
("mindestens eine Weiche.... ") Bad Teinach auf der Gemarkung der
Stadt Calw.
Dies im Gegensatz zu Kentheim (war nie Station der Nagoldbahn), das
von Calw kommend vor "Bad Teinach" liegt und der "Kentheimer Brücke"
ihre Namen gab: diese "5 Häuser" gehören zu Bad Teinach-Zavelstein.
Trotz Suche in meinen Unterlagen habe ich jedoch keinen Beleg
gefunden, der meine Aussage bestätigt.
Sie gründet sich auf Aussagen von Kollegen aus den 70er Jahren, als
die Gemeindereform aktuell war.
Lediglich der Verlauf der Nagold könnte meine Vermutung, "Bad Teinach"
liegt auf der Gemarkung Calw, unterstützen: der Bf liegt auf der
rechten Seite des Flusses.
MfG
Jonny, der sich mal nach guten digitalen Karten umschauen sollte....
--
______________________________________________________________
- Jonny Bronner - 75378 Bad Liebenzell - IBNR 8000721 - KBS 774 - km
18,9 -
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______________________________"In The Middle of Nowhere"____________
Bahnhof Saalburg/Lochmühle der Taunusbahn. Die Anwohnerzahl dürfte
sich im niedrigen zweistelligen Bereich befinden, ein Ausflugsziel.
Ein paar Häuser gibt es vor Ort.
-JJ
--
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Dieter Raunest schrieb:
>
> Sven Herzfeld schrieb:
>
[...]
> Nach der kleinsten Stadt mit koennen wir weiter fragen was ist die
> kleinste Gemeinde mit Bahnanschluss?
>
> Zu bieten hab ich Poesing an der Strecke Furth i. Wald - Schwandorf mit
> 947 Einw.
> Poesing hat einen Haltepunkt, keinen Bahnhof im Sinne der EBO.
> Kennt jemand kleinere Gemeinden mit Bahnanschluss?
Ja, locker. Kurort Rathen in der Saechsischen Schweiz, kleinste Gemeinde
des gleichnamigen Landkreises mit ca. 600 Einwohnern. Rathen hat sogar
einen Bahnhof im Sinne der EBO und nicht nur einen Haltepunkt. Und es
gibt bestimmt noch viel kleinere Gemeinden...
Gruss, Volker
Meinst du Kailbach?
--
Man liest sich.
Arno Gropp, Duisburg
Cityweb Senior Vice Customer
(lt. Gerald Steffens, Cityweb)
Dieter Raunest schrieb:
>
> Sven Herzfeld schrieb:
>
> > Hingegen vermute ich, dass Wesselburen die kleinste Stadt ist, die
> > Eisenbahnanschluß hat (grübel ... Bahnhof auch, oder war's nur eine
> > Haltestelle?)
>
> Nach der kleinsten Stadt mit koennen wir weiter fragen was ist die
> kleinste Gemeinde mit Bahnanschluss?
Das kommt darauf an, was unter "Gemeinde" und "Einwohner" verstanden
wird. Einwohner verstehe ich als Leute, die da den meisten Teil des
Jahres in einer amtlichen Wohnung wohnen und da auch gemeldet sind (also
nicht z.B. Urlauber im Wohnwagen).
Jeder Bahnhof/Haltestelle liegt auf dem Gebiet irgendeiner Gemeinde,
Gemeinden als Verwaltungseinheit haben in allen Bundesländern eine
Mindestgröße. Da gehören sicher die in diesem Teilthread genannten
Ortschaften auch irgendwo dazu. Wenn man aber die Größe der Ortschaft im
unmittelbaren Umfeld des Bahnhofs/Haltepunkts nimmt, bietet sich z.B.
die Haltestelle der Molli-Bahn "Steilküste" an: 0 Einwohner im Umkreis
von 500 m oder so. Sicher gibt es so etwas auch an DB-Strecken.
Um historisch zu bleiben: An Nebenbahnen gab es früher Haltepunkte an
Mühlen usw. Da gab es wohl auch nicht viele Einwohner (Halt teilweise
nur nach Bedarf; z.B. Taubachmühle an der Nebenbahn Neustadt-Königshofen
in Ufr).
[...]
Grüße von der Waterkant
Christoph
In Vormwald (Strecke Siegen - Erndtebrück) zum Beispiel: Im Umkreis
von ca. 700m Luftlinie sind keine Häuser in meiner Karte verzeichnet
(außer Bahnwärterhaus am Bahnhof). Der Bahnhof ist allerdings heute
Hp(u) und Bedarfshalt, d.h. im Bahnhofsgebäude wohnen ... weiß nicht,
5 oder 6 oder auch 10 Leute oder so.
Gruß, Matthias Dingeldein
[Quoting rücksichtslos umgestellt]
> Jonny, der sich mal nach guten digitalen Karten umschauen sollte....
Analoge tuns notfalls auch - und eine solche fand ich dann doch noch
wieder: Einen Stadtplan von Calw.
> Auch deshalb möchte ich hier Zweifel anmelden. IMHO gehörte der
> Bahnhof Bad Teinach ("Station Teinach") zur Gemarkung Stammheim /
> Holzbronn und ist mit der Eingemeindung der genannten Orte zu Calw
> gekommen. Damit liegt heute der (seit 1989 wieder) Bahnhof
> ("mindestens eine Weiche.... ") Bad Teinach auf der Gemarkung der
> Stadt Calw.
> Lediglich der Verlauf der Nagold könnte meine Vermutung, "Bad Teinach"
> liegt auf der Gemarkung Calw, unterstützen: der Bf liegt auf der
> rechten Seite des Flusses.
> Dies im Gegensatz zu Kentheim (war nie Station der Nagoldbahn), das
> von Calw kommend vor "Bad Teinach" liegt und der "Kentheimer Brücke"
> ihre Namen gab: diese "5 Häuser" gehören zu Bad Teinach-Zavelstein.
Der Stadtplan stützt deine auch. Die Stadtgrenze von Calw verläuft diesem
Plan zufolge sogar noch nicht mal in oder direkt an der Nagold, sondern
etwa folgendermaßen:
Ungefähr auf Höhe Kentheim aus dem Wald kommend entlang dem Rötelbach
macht die Stadtgrenze dort einen kurzen Knick mit dem Ergebnis, daß zwar
die beiden Brückenköpfe, nicht aber die Mitte der Brücke in Calw liegen.
Anschließend verläuft sie ca. 400 Meter in der Nagold (damit sind alle
linksnagoldischen Gebäude von Kentheim außerhalb von Calw) und dann
solange entlang von B463 und _L347_, bis diese das Tal in Richtung
Neubulach verläßt. Dort verläßt dann die Stadtgrenze die Straße und geht
wieder für ein paar Meter (bis zur Eisenbahnbrücke) in der Nagold
schwimmen.
Damit ist der Bahnhof Bad Teinach eindeutig in Calw. Von den 6 auf dem
Plan zu erkennenden Häusern der Siedlung Station Teinach liegen drei in
Calw und drei außerhalb.
Gruß aus der 751265,
Da"ungerade Hausnummer, also Derendingen"vid
>
> > Jonny, der sich mal nach guten digitalen Karten umschauen sollte....
>
> Analoge tuns notfalls auch - und eine solche fand ich dann doch noch
> wieder: Einen Stadtplan von Calw.
>
Stimmt, wenn man denn einen hat. Dann hätte es der Verrenkungen nicht
bedurft ;-)
>
> Der Stadtplan stützt deine auch. ...
>
> Damit ist der Bahnhof Bad Teinach eindeutig in Calw. Von den 6 auf dem
> Plan zu erkennenden Häusern der Siedlung Station Teinach liegen drei in
> Calw und drei außerhalb.
>
Manchmal ist es ganz gut, sich an das Gerede von vor Jahren zu erinnern.
>
> Gruß aus der 751265,
>
Ist Derendingen so groß, dass es, neben einem Hp, eine 6-stellige PLZ hat?
;-)
> Da"ungerade Hausnummer, also Derendingen"vid
>
MfG
Jonny, der sich erst kürzlich ein Gespräch über Tübingen und Derendingen
hatte.....
--
______________________________________________________________
- Jonny Bronner - 75378 Bad Liebenzell - 8000721 - KBS 774 - km 18,9 -
AFAIK ja! Von daher ist die Frage nach der kleinsten Gemeinde mit
eigenem Bahnhof noch unbeantwortet. Ich vermute die irgendwo im Osten,
wo man bei der Gebietsreform nicht so gründlich aufgeräumt hat.
Gruß,
Christoph
>> Gruß aus der 751265,
>
> Ist Derendingen so groß, dass es, neben einem Hp, eine 6-stellige PLZ hat?
> ;-)
>
>> Da"ungerade Hausnummer, also Derendingen"vid
Nein, ich schrieb schließlich auch nicht "aus 751265", sondern "aus der
751265". Selbiges ist die IBNR der Bushaltestelle "Moltkestr., Tübingen".
Die Mitte der gleichnamigen Straße bildet die Grenze zwischen den
Gemarkungen Tübingen (Kernstadt) und Tübingen-Derendingen. Da ich in einer
ungeraden Nummer wohne, wohne ich also in Derendingen.
Die Bushaltestelle befindet sich übrigens in beide Richtungen hinter der
Grenze.
Gruß,
David
>[..] was ist die kleinste Gemeinde mit Bahnanschluss?
Da mich die Einwohnerzahl der jeweiligen Verwaltungseinheit nicht so
interessiert, hier einfach so meine Favoriten:
Kupfermühle, Strecke Hamburg–Lübeck, weil die 2 Häuser und Schafherden
einen Stundentakt nach Hamburg Hbf haben.
Leitstade, Strecke Lüneburg–Dannenberg, weil dort außer dem
Bahnsteigrest und dem Sträßchen, das hinter der Bahnlinie als Waldweg
weiterführt, keine Merkmale von Zivilisation sind. Wenn der Zug weg
ist, ist man im Wald.
Petersdorf(Meckl), Strecke Bad Kleinen–Wismar, weil das Bahnhofsumfeld
herausgeputzt ist wie auf einer Heile-Welt-Eisenbahnanlage und damit
nicht recht in die sonstige Gegend passen will.
Parchim, das hängt aber mit den Jugendlichen meiner Reisegruppe
zusammen, die sich schon ab Hagenow Land über zu viel Gegend
beschwerten. Hinter Ludwigslust kamen nur noch dumme Sprüche, bis sie
für einen Moment wegen der Flughafenbefeuerung stutzten und umgehend
von einer etwa gleichalten Parchimerin erklärt bekamen, dass es hier
die ultimativ billigst Möglichkeit gäbe, nach Mallorca zu fliegen.
Gruß, Mathias Bölckow
> > > Und der Bahnhof Bad Teinach liegt innerhalb der Stadtgrenzen?
> > Er hieß schon zu Reichsbahnzeiten "Bad Teinach"; d.h. die Namens-
> > bildung des Bahnhofs folgt historisch dem Namen des Ortes und nicht
> > dem des Flusses Teinach, die dort in die Nagold mündet.
> > Umgekehrt ist aus der Beibehaltung des Bahnhofsnamens zu Bundesbahn-
> > zeiten (fehlende Umbenennung zu Bad Teinach-Zavelstein) mit
> > Sicherheit die Belegenheit auf der Gemarkung Teinach
Hmm, wenn ich dich und dir folgend David lese, hätte ich wohl nicht
ganz so vehement schreiben sollen.
> > und damit die (weiterhin
> > zulässige) namensrechtliche Anknüpfung an die untergegangene selb-
> > ständige Gemeinde Bad Teinach abzuleiten.
[...]
> Auch deshalb möchte ich hier Zweifel anmelden. IMHO gehörte der
> Bahnhof Bad Teinach ("Station Teinach") zur Gemarkung Stammheim /
> Holzbronn und ist mit der Eingemeindung der genannten Orte zu Calw
> gekommen. Damit liegt heute der (seit 1989 wieder) Bahnhof
> ("mindestens eine Weiche.... ") Bad Teinach auf der Gemarkung der
> Stadt Calw.
Bitte nicht Gemarkung mit Gmeindegebiet gleichsetzen; dann machst du
unterstellterweise einen ähnlichen Fehler wie ich zuvor. Die Gemar-
kungen sind durch die baden-württembergische Gemeindereform unberührt
geblieben. Nur heißt eine evtl. frühere Gemarkung "Bad Teinach" in der
Zwischenzeit bloß noch "Teinach".
Wenn der Bahnhof Bad Teinach völlig außerhalb des Stadtgebiets von Bad
Teinach-Zavelstein liegt, ist die Beibehaltung des Bahnhofsnamens
ebenfalls mit der einschlägigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungs-
gerichts *und* - was insoweit wesentlicher ist - jener des Verwal-
tungsgerichtshofs Baden-Württemberg vereinbar.
> Jonny, der sich mal nach guten digitalen Karten umschauen sollte....
Es gab mal ein Eisenbahnunternehmen, das sachlich zutreffende 1:1000er
Ivl-Pläne hatte. So lange ist das noch gar nicht her. :-(
mfg Matthias Dörfler