Gernot Greier <
spami...@gmx.de>:
> Am Sonntag, 27. Mai 2012 13:45:34 UTC+2 schrieb Reinhard
> Greulich:
>> Lars P. Wolschner schrieb am 27 May 2012 11:03:21 GMT:
>>> Um diese Zeit sp�rte die Reichsbahn(gesellschaft) bereits den
>>> Konkurrenzdruck des LKW. Ich erinnere mich an Darstellungen
>>> anderer Strecken, darunter auch eine zur deutlich �lteren
>>> Strecke Dortmund - L�nen - Gronau - Enschede, da� man
>>> beispielsweise Fahrpl�ne anpa�te, um Transporte
>>> landwirtschaftlicher G�ter nicht zu verlieren.
>>
>> Das w�re eine m�gliche Erkl�rung daf�r, dass man zun�chst
>> eingleisig gebaut hat, aber mit vergleichsweise viel Kapazit�t
>> an den Bahnh�fen, um nicht von vornherein allzu gro�e Engp�sse
>> wegen der Eingleisigkeit zu schaffen.
> 2. Das Gebiet zwischen Ascheberg und MS-Amelsb�ren, die Davert,
> ist �berwiegend sumpfiges Waldland, da gibt es keine
> Zuckerr�ben. Also war ein hohes G�teraufkommen entlang der
> Strecke nicht zu erwarten und f�r den sonstigen GV
> gab es die deutlich leistungsf�higere Parallelstrecke
> Hamm-M�nster.
Die Davert ist nur ein kleiner Teil des M�nsterlandes, das
ansonsten durchaus landwirtschaftlich genutzt wird. Davensberg
liegt s�dwestlich dieses Gebietes und keineswegs mittendrin. Im
M�nsterland spielen auch Viehzucht und Mast eine gewisse Rolle, so
da� nicht nur Feldfr�chte ein Verkehrsbed�rfnis hervorrufen
k�nnen.
> 4. Die Strecke hatte und hat in MS keinen Anschluss an die etwa
> gleichzeitig errichtete G�terumgehung (die im �brigen ebenfalls
> bis heute nur eingleisig ist, obwohl sie zweigleisig geplant
> war).
Der Anschlu� an die G�terumgehungsbahn in M�nster wurde trassiert,
war also mal vorgesehen. Er wurde blo� nicht zu Ende ausgef�hrt.
> Auch gibt es weder in Dortmund noch in M�nster einen
> vern�nftigen Vbf, der war in Hamm.
Was verstehst Du unter einem "vern�nftigen" Verschiebebahnhof?
Zumindestens in Dortmund gab es das zur Er�ffnungszeit der Strecke
durchaus und sowas ist auch dann brauchbar, wenn es deutlich
kleiner als in Hamm ist.
> Daraus schlie�e ich, dass die Strecke bereits damals vor allem
> dem PV dienen sollte, eventuell als Entlastungs- oder
> Ausweichstrecke f�r Hamm-M�nster. H�tte dann zur �berholung der
> wenigen G�terz�ge nicht auch ein dreigleisiger Dorfbahnhof
> ausgereicht?
Ich vermute eher, da� es sich um Bereitstellungskapazit�t handelt.
Man konnte dort G�terwagen bereitstellen, ohne da� sie dem
t�glichen Verkehr direkt im Wege standen. Ein solches Bed�rfnis
w�rde mich bei landwirtschaftlicher Kundschaft nicht verwundern.
Vermutlich war es nicht teuer, solche Gleise zu verlegen, solange
sie mit ortsgestellten Weichen auskamen und nicht etwa an ein
Stellwerk an- und in eine Signalabh�ngigkeit eingebunden werden
mu�ten.
> Oder wollte man bei einem sp�teren zweigleisigen
> Ausbau Kreuzungen des gegenl�ufigen Richtungsgleises von
> vornherein vermeiden?
Das h�tte man dann aber auch bei Verlegung des zweiten Gleises
noch �ndern k�nnen. Selbst auf die Gefahr hin, mich zu
wiederholen: Vier Gleise sind f�r 1928 nicht so viel.