bei der Durchsicht des Amtlichen Bahnhofsverzeichnis von 1944 fand ich
nirgends die Bahnhofskategorien/-klassen erklärt.
Ganz grob gesagt scheinen I die größten und IV die kleinsten Bf. zu
sein.
Welche Kriterien sind genau die Grundlage für die Einordnung in die
einzelne Klasse?
Sind die Klassen in der Nazizeit neu definiert worden?
Gruß, Axel aus Leipzig.
> Welche Kriterien sind genau die Grundlage für die Einordnung in die
> einzelne Klasse?
Das würde mich auch interessieren. In Rölls "Enzyklopädie des
Eisenbahnwesens" steht beim Stichwort "Bahnhöfe" im Abschnitt IV.
"Einteilung der B. nach dem Verkehrsumfang. Hierfür sind bei den einzelnen
Verwaltungen verschiedene Einteilungen gebräuchlich, z.B. in Klassen und
dgl." Dann wird nur noch auf den Unterschied Bahnhof - Haltepunkt
eingegangen und das war's.
Thomas
Die Bahnhofsklassen sind noch aus preußischer Zeit und beruhen auf
verkehrlicher Bedeutung - sagen auch aus, welche Personalausstattung
ihnen zukommt. Lokale Interpretationen beruhen meist auf unter-
schiedlichen Einschätzungen der Bedeutung durch die Bahndirektionen,
die Heimatdirektionen hatten damals gewöhnlich die genaueren Infor-
mationen, Angaben anderer Direktionen waren gewöhnlich auf ältere
Angaben der Heimatdirektionen bezogen. Bei der Reichsbahn gab es 1825
erstmals ein schriftliches Verzeichnis aller Bahnhöfe in Deutschland
(lokale Verzeichnisse für einzelne Direktionen tauchten schon früher
auf).
cu Sonni
>Bei der Reichsbahn gab es 1825
>erstmals ein schriftliches Verzeichnis aller Bahnhöfe in Deutschland
Erstaunlich, der Zeit weit voraus. Man wusste also schon 10 Jahre vor
Einführung der Eisenbahn in Deutschland, wo überall Bahnhöfe sein
würden?
Reinhard
In Köln war man schon 100'erte Jahre vorher schon weitsichtiger in dem man
die zukünftige Bahnhofskapelle schon neben dem zukünftigen HBF auf der
Domplatte plante und baute!
;-))
--
Die gewohnten Signaturen sind z. Zt. offline und befinden sich zur
Aktualisierung, sie danken für das hierfür entgegengebrachte Verständnis.
Schon die Römer haben bei der Gründung von Colonia Claudia Ara
Agrippininesis (CCAA) den Platz für den Bahnhof freigehalten. Deshalb konnte
ein moderner Durchgangsbahnhof der Klasse I gebaut werden.
Davon träumen München, Stuttgart, Frankfurt/M. und Leipzig noch in 20
Jahren.
> ;-))
ebenfalls ;-))
Gruß
Will
--
Gruß Ralf
www.ralf-gunkel.de jetzt mit Bildern vom 2003er deb*-Wintertreffen
Scumandà da traversar ils binaris
>> >
>> > In Köln war man schon 100'erte Jahre vorher schon weitsichtiger in
>> > dem man die zukünftige Bahnhofskapelle schon neben dem zukünftigen
>> > HBF auf der Domplatte plante und baute!
>>
>> Schon die Römer haben bei der Gründung von Colonia Claudia Ara
>> Agrippininesis (CCAA) den Platz für den Bahnhof freigehalten. Deshalb
>> konnte ein moderner Durchgangsbahnhof der Klasse I gebaut werden.
>>
>> Davon träumen München, Stuttgart, Frankfurt/M. und Leipzig noch in 20
>> Jahren.
>>
>Wäre aber die Bahnhofskapelle nicht im weg käme man schneller in den Bahnhof
>hineiein da man sich die engen Radien hinter der Brücke hätte sparen können.
Hat man für die Bahnhofskapelle denn keinen anderen Platz, wo sie ihre
Lieder spielen kann? :-)
Reinhard
Mist - Schreibfehler 1925
Gottseidank, gibt es aufmerksame Leser
Sonni
Kaum, da die Vorgaben auch von der Deutzer Seite bedingt sind. An dieser
Stelle war nämlich das Kastell, das Ende der Rheinischen Bahn und rechts und
licks davon ein viel bedeutenderes Hafenbecken.
> Ist es eine UL dass auf Wunsch eines (Fürsten,
> Regierenden etc.) die Hohenzollernbrücke direkt auf den Dom zulaufen
> solte was dann die verbogene Bahnhofsanordnung verursachte?
Ja, es gibt keine solche Bestimmung, denn Köln kannte weder Fürsten noch
andere Potentaten neben dem Deutschen Kaiser. Und der damalige Erzbischof
war eher gegen die Eisenbahn im allgemeinen und in Dom-Nähe im besonderen.
Die Lage der Bahnanlagen war einfach ein Raumproblem in einer recht gedrängt
gebauten, schnell wachsenden Stadt mit einem auf beiden Seiten voll genutzen
Ufer.
Gruß
Will
>> Ist es eine UL dass auf Wunsch eines (Fürsten,
>> Regierenden etc.) die Hohenzollernbrücke direkt auf den Dom zulaufen
>> solte was dann die verbogene Bahnhofsanordnung verursachte?
>
>Ja, es gibt keine solche Bestimmung, denn Köln kannte weder Fürsten noch
>andere Potentaten neben dem Deutschen Kaiser. Und der damalige Erzbischof
>war eher gegen die Eisenbahn im allgemeinen und in Dom-Nähe im besonderen.
>
>Die Lage der Bahnanlagen war einfach ein Raumproblem in einer recht gedrängt
>gebauten, schnell wachsenden Stadt mit einem auf beiden Seiten voll genutzen
>Ufer.
Das glaube ich nicht so ganz. Es kann ja kein Zufall sein, daß die
Brückenachse mit der Domachse zusammenfällt. Afaik war das FW IV, der
das angeregt hat.
Freundliche Grüße
Rainer Finke
Und welche Zuständigkeit hatte der für Köln?
Die hätten mit dem Stippeföttche getanzt!
;-))
Will
>Rainer Finke wrote:
Der hatte die gleiche Zuständigkeit für Köln wie W II für Hamburg, der
dort am Entwurf des Hauptbahnhofs herumpinselte.
Unsere Rheinpreußen waren übrigens bis zuletzt brave Untertanen, sieht
man mal von den gelegentlichen ultramontanen Abschweifungen ab.
Freundliche Grüße
Rainer Finke
Halt!
Rheinpreussen beginnt in Mainz/Koblenz und endet im Raum Münster. Dazu
gehören natürlich Kriecherstädte wie Neuss und Düsseldorf. Um Köln hat
dieser Begriff einen Bogen gemacht.
Gruß
Will
Na, na, zu einer Rheinpreußen GmbH hat es immerhin gereicht.
Gruß, ULF